LSS8 Samstag den 24. November Str. 27» :r Aula Nureaur Schulstraß- 7. ■ng ;C- r äs von Dämmten, je« rc. : 1883/84. •esl, i. Er. Ml!. 77U uter. mber 1833. onnemenb her» F. v- Schill", e 11 Uhr. •autletM' ein. tattfindende tag den i Händel. :cn, welche Heinen hier- stcomitö in ml. Ferber 1.50, für mmerirter 7714 L Telegraphische Depeschen. Wolff-S tklegr. Gorrespsrrdmr-Brteea«. Berlin 22 November. Die Verlängerung des Kleinen Belagerungszustandes für Berlin ist bis zum 30. Oetober 1884 heute vom Bundesrath be- schlosse^,vordem wit zahlreichem Gefolge Abends politische «eberskcht. Gießen, 23. November. Die friedliche Zuversicht der preuß. Thronrede trifft mit den^vonTag zu Tag günstigeren Nachrichten von Außen her zusammen. Die r^nzoie werden sich wohl endlich überzeugen, daß, wenn ste Frieden halten, N^maiid sie beunruhigt, daß aber die unverständigen Zornausbrüche über chrefeibstver- ickiildete Vereinzelung diese selbst nur verstärken können. Auch die letzten S±„tat!Äa»W 18 Stt ®1*"- m..L iL anerkennen, daß die Deutschen hier willkommen sind, ja, daß man eine Art von Begeisterung für sie empfindet und daß dieses Gefühl, wenn auch nicht bei allen Genuesern, so doch bei einem großen eheste der Bevo.keiung start vbr ftt ist " Sicherlich ist dieses Telegramm dazu angethan, die Freude des 7ntran iqeant" etwas zu stören, und auch anders Blätter werden glauben, das; der ,Figaro" mit Veröffentlichung dieser Depesche unpatriotisch" gehande t habe. Man ist aber in letzter Zeit sehr vorsichtig geworden und wird deshalb diese sberrv das Reffort der auswärtigen Angelegenheiten endglltig übernommen Nachdem er dasselbe wiederholt, auch in der letzten Zeit, interimistisch geleitet hat könnte man seinen definitiven Ueberttftt zu demselben insofern nur alo Personen- keinen Principien-Wechsel, betrachten, als er auch früher schon einen bestimmenden Einfluß in den Fragen der auswärtigen Politik geüot hat und es sich am Ende ja auch von selbst versteht, daß rn einem normalen Ministerium dieselben Grundsätze für die Allgemeinheit, wie jur die Besonderheit der Regle- r inasaeickäste uiaßaebend sind. Gleichwohl wird man annehmen dürfen, daß der unleugbar vorhanden gewesene große Unterschied in den Charakteren Challemel- ^acour's und Fules Ferry's sich auch in der Geschastsfuhrung nicht verleugnen wird d h daß letzteker mehr das suaviter in modo an Stelle des von ersterem bevorzugten fortiter in re walten lassen dürfte. Ob dem wirklich so ist, muß an dem Beispiel der momentan für Frankreich brennendsten ^agesjrage, dem Verhölkniß der Republik zu China, alsbald bemerkbar werden. ES scheint sasi, als mach man hüben und drüben Miere zum Emlen en Wenn sich die Hongkonger Meldung des „New-York Herald" von der erfolgten Naummig Sontays und Bacninhs durch die Chinesen bestätigt, so wäre damit der Situation m Tonqking trotz der Wiederaufnahme der militärischen Bewegungen des französischen Occupations-CorpS, der akute Charakter benommen und Zeit für neue Verhandlungen gewonnen, die recht wohl zur Verständigung fuhren konnten. Ein friedlicher Ausgang der ostasiatischen Wirren siegt bekanntlich vor Allem den Engländern am Herzen, die nun aus dem Rücktritte des ihnen.äußerst abhold gesinnten Challemel-Laeo ur neue Hostnungen schöpfen. Vielleicht, daß jetzt, wo auch Waddington, der französische Botschafter m ^°"don, sieiere Band erhält eine englische Vermittlung zwischen den Cabineten von Pans und Peking mehr Aussicht auf Annahme hat, als während der Amtszeit Challeinel-Lacour.. :bige Arbeit« ten bei ifteiberg 5. näbchen aut tarktplah 2._ r bürgerlich!» önnen, sowie )tn stets gute Darmstadt, 11.___ 1, «nochcn, )enberg«r, eg 22. t Alters such r alten Dam leinen bürget Expcd- ds.N. l . December orstraße 3b, beiter sucht , Rittergasse, tilge kann i»; ire treten btt incrmeister.^ i Gießen nach e Matrose»' mg bei , Wetzlar., i für Monat?- lüdanlage 5. Z)eutfchlavd. Darmstadt, 22. November. Se. Könkgl. Hoheit der Großherzog begeben Sich auf Einladung Sr. Maj. des Kaisers zu den am Freitag und Samstag in Letzlingen stattfindenden Hosjagdeu. _ Darmstadt, 21. November. Se. Kaiser!. Hoheit der Großfürst Sergius ist heute Morgen nach Stuttgart abgereist zum Besuche ^hrer Maj. bei Königin von Württemberg. ^SbreTneuen EtLge,?tzentwürf? schlüssig machen, °-°be' namentl ch dks Ei. kommensteuergeslh bttiSchtlich- «sj^^mer mrLutete-, ziehung der J nunmchr die Mög- etn Stein des Anstoßes für bie elfte S. merOlr *, und das Gewerbesteuergtsetz, <0. bk m,t Sünfti0em ^olg Yassiren. G-neraloers-mmlung des Benins ber (nationalen) I'Nks Rückganges, als welche er »«’«»»» ber Reichsregiernng bei ber Frage der und ausreichender Organ.iat.su, die .y i «.. . yct Diskussion über ben Steuerreform “,,b J«bot6monopol§ b^n U* ganbegD6r?animIun6 der Partei Vortrag trat hauptsächlich der Wm.sch a“f~a|^tWäge Jur B.sserung der Situation ?„*ÄW,‘ «6,ÄfÄ»S. sm U.b.l0™ ->-,bm «WtM. erledigt. ________________ ■ Friedrich Wilhelm von Hohenzollern braucht ben jungen Alfons um Bourbon nicht meh? zu beneiden. Wie dieser kennt «OW nehme Gefühl, welches das Pfeifen hervorzubnngeii pflegM von Spanien hat es in Pans erfahren, der Sohn Komg WillM s hat sich dieser Prüfung soeben in Genua unterziehen müssen - und wenn wir gewissen Telegrammen glauben wollen, so wird sich ^i^^^Psch - wiederholen" Also schreibt in Paris der „Jmransigeant auf Grund einer Lavas"-Depesche in welcher zu lesen stand, daß bei der Fahrt unseres Kron- Lu du^La vereLlte Pfiffe gehört, sogleich aber durch ugn Willkomnirufe der Menge unterdrückt worden warern Dieses „Ausvf ls mackt nun einem aroßen Theile der französischen Presse eme nicht geringe Dxxude die allerdings nicht offen ausgesprochen, sondern mehr zwischen den Zähnen kundaeaeben?°ird Nur ein Blatt, das einzige, das einen eigenen Be- SattÄ Genua geschickt Hal, bringt ein doch in ganz anderem Lichte darstellt uud^als fra'^sisch QrnRhier angesuhU sein möge. In diesem Telegramm deS „^garo heißt u uaml ch. ch den lebhaftesten Beifallsrufen haben scharfe Ohren den Ruf . „Es sile ^rank reich es lebe Italien, es lebe Oberdank!" zu vernehmeir geglaubt. Zch glauve daß diese Ruse sehr vereinzelt gewesen sein müssen, und ich für meine Person h nichts als eine wirkliche, unbestreitbare, fast enthusiastische Evasion. von der die Straßen überfüllenden Menge dem Sohn Kaiser Wilh lms arge bracht wurde Um mein Urtheil über den Empfang des Kronprinzen zu sammenzusassen' muß ich sagen, daß ich die Mvölkerung Genuas Deni Mand viel freiribMier aesinnt aesundeu habe, als ich vorher glauote. ^enn sich a cy die Regierungen durch noch so viel diplomatische 2lkte verbünden m^en, o ver mögen sie doch den Gefühlen des Volkes keme Gewalt anzuthun. Und doch --------------------------------- - Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlchn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags- Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark ot> zZU. zur Hosjagd nach Letzlingen gefahren, wo morgen früh auch der Großherzog i von Hessen eintrifft. Koblenz, 22. November. Ihre Mas. die Kaiserin nahm gestern die Brandstätte des Gymnasiums und der Jesuitenkirche in Augenschein, deren Inneres nicht gelitten. Ihre Majestät empfangt heute den Besuch Ihrer K. K. Hoheit der Frau Kronprinzessin, welche zu diesem Zwecke aus Koblenz hier eintrifft. Köln, 22. November. Die „Köln. Zig.", zweites Blatt, meldet aus Berlin: Die chinesisch« Nate, welche in Peking den Vertretern der fremden Mächte übergeben worden, ist in sehr entschiedenem Tone gehalten und rechtfertigt vollkommen bie von MarqutS Tseng der französischen Reg'crung gegenüber eingenommene Haltung. China läßt keinen seiner Ansprüche fallen und «klärt, daß, wen» Frankreich dieselben v'iltze, der Krieg unausbleiblich fei und die Verantwortlichkeit dafür auf Frankreich zurückfrlle. Die Folgen dieser Note lösten sich noch nicht übersehen, sondern hängen von den nächsten französischen Entschließungen ab. Sollte sich in diesen nichts ändern, so erscheine» schwere Verwickelungen unvermeidlich. Sollte Frankreich nachgiebiger werden, so wird es soweit gehen müssen, die Chinesen zu befriedigen; denn nach dem diplomatischen Sie^e, den sie in diesem Fall errungen haben würden, dürfte kaum zu erwarten sein, daß sie dem Feinde goldene Brücken zum Rückzüge bauen werden. DaS ist nicht ost- asiatische Sitte. London, 22. November. Die Forderungen wegen Lohnerhöhungen seitens der Kohlengrubcnarbeiler nehmen zu. Man glaubt, daß am 1. Deeember allgemeiner Strike tn den großen Kohlengruben ausbricht. In einer deute in Birmingham stakt- gehabten Versammlung von Kohlengrubenbesttzern aus Soutssiaffordshlre und East- worcestershire wurde beschlossen, die geforderte Lohnerhöhung abzulehnen. Rom, 22. November. Der König und die Königin stid heute früh 8 Uhr 40 Minuten von Monza über Genua in bestem Wohlsein emgetroffen. Auf dem Bahnhöfe hatten sich die Minister und viele patriottfche Vereine zur Begrüßung eingefunden. Der König mußte, dm lebhaften Zurufen der herbstgesttömten Bevölkerung folgend, sich zweimal auf d-u: Balkon des Quirinal zeigen. In Genua beglückwünschte der König den Bürgermeister zn dem seitens der Stadt dem deutschen Kronprinzen bereiteren herzlichen Empfang. Sofia, 22. November. Das Ministerium beschloß heute die Aushebung des Staatsraths. Grao, 22. November. Se. K. K. Hoheit der deutsche Kronprinz ist soeben wohlbeballen unter enthusiastischen Kundgebungen der Bevölkerung gelandet. Der Kronprinz begab sich zu Wagen nach Valencia. Das deutsche Geschwader verbleibt im Hafen, das spanische liegt außerhalb desselben. Valencia, 22. Novbr. Die spanischen Behörden, der General v. Loö und der deutsche Gesandte Graf Solms haben sich soeben wieder zum Empfange des deutschen Kronprinzen nach dem Hafen begeben. Die Aufstellung der Truppen hat begonnen. Der Hiinmel ist bedeckt. — Um ö Uhr Nachmittags hielt der „Adalbert" am Hufeneingange Valencias tn der Rhede, „Sophie", „Locetty" und das aus vier Fregatten bestehende spanische Geschwader hlnter sich lastend. BotschaslerEolms und General Loe, d r Gep.eralkapttän von Valencir, und der Generaladjotant des Königs, Blar-co, hatten sich mittelst einer spmstchen Schaluppe an Bord des „Adalbert" begeben, der Kanonensaiut abgab. Nachdem dt :Co wette, sowie die Sch sie „Sophie" und „Loreley" am Hasen vor Anker gegangen roo-en, begaben sich der Kronprinz, die Würdenträger und die Begleitung tn die Schaluppe des „Adalbert" unter dem Donner der spanischen und bet brutschen Geschütze. Bei der Landung wurde der Kronprinz von d-m Präfekk-n und den C vilbehörden begrüßt. Zwölf Bäuerinnen in der Landestracht brachten Blumen und F'üchte, welche der Kronprinz von jeder dankend enlg-gennahm. Dann bestieg er den Wagen zur Fahrt nach der auf der linken Seite des Flusses gelegenen Promenade Valencias, Alameda, wo er, umgeben von den Spitzen der Bchörden, den Wagm verließ und die ausgestellten Truppen Revue passiren ließ. Nachdem er dem Kommandirenden seine Zufriedenheit ausgesprochen, bestieg er wieder den Wagen und begab sich in das Palais des Gene- raikap-tänS, wo der Empfang statlsand. Auf der ganzen Foh-t von der Rhede bis zum Palas wurde er von der alle Straßen dicht slillenden Bevölkerung mit Hochs und Zurufen auf Deutschland begrüßt. Nach dem Empfang fand eine Fahrt durch die Stadt und eine Besichtigung der hervorragendsten Bauwerk- statt. Abends findet im g-oßen Theater eine Galavorstellung statt, nach deren Beendigung der Kronprinz die Reise noch Madrid antritt. Valencia, 22. November. Der Triumphbogen auf der Alameda trug, aus Blumen gebildet, das Wort: „Willkommen!" Die französischen Handelsschiffe im Hafen hatten lediglich bte framöstschm Farben aufgezogen. Die Schiffe der übrigen Nationen waren auj's Reichste beflaggt, nomentlich waren reich geschmückt die deutschen Handelsschiffe. Die tn deren Raaen poststten Matrosen begrüßten jubelnd dm Kronprinzen, eiS er die Schaluppe bestieg. Der Kronprinz war über den Empfang äußerst befriedigt. Abends fand ein Galadiner bei dem Mneroltapftän statt, wozu der König Alfons einen Theil der Hofküche nach Valencia sandte. — Die verspätete Ankunft des Kronprinzen wurde durch einen Sturm verursacht. Das spanische Geschwader traf das deutsche Morgens um 3 Uhr zwischen den Columbretes-Jnseln und den Balearen. — Die „Correspoudeucia" begrüßt an der Spitze dis Blattes den deutschen Kronprinzen in deutscher Sprache. Washington, 22. November. Dem Staatssecretär des Auswärtigen, Frelinghuysen, ist eine von China an die Mächte gerichtete Circularnote zugegangen, in welcher Anam als Dependenz des chinesischen Reiches in Anspruch genommen wird. Kairo, 22. November. Die Nachricht von der Niederlage von Hicks Pafcha gelangte durch einen koptischen Funktionär nach Chartum und nach Duem durch andere Personen. Die Schlacht soll drei Tage und zwar vom 3. bis zum 5. November gedauert baden und sollen die egyptischen Streitkräfte vollständig vernichtet sein. Kairo, 22. November. In weiter eingegangenen Meldungen über die Niederlage der egypiischcn Truppm im Sudan werden die Streitkräfte des Mahdi auf 300,000 Mann geschätzt, die aus Derwischen, Beduinen, Mulatten und regulären Truppen bestanden hätten. Der Kampf zwischen H'cks Pascha und dem Mahdi sand bei El Obi'id statt, Hicks Pascha, welcher seine Truppen im CarrS aufgestellt hatte, wurde von dem Mahdi nach drettägigem verzweifelten Kampfe vollständig geschlagen. Die egyptische Regierung bat beschlossen, die noch in verschiedenen Plätzen des Sudan befindlichen Truppen in Chartum zusammenzuziehcn. Gerüchtweise verlautet, die Räumungsordres für die englischen Truppen seien zurückgenommen. L o S a l e S. Gießen, 23. November. So. König!. Hoheit der Großherzog von Hessen psisirte gestern Abend 8V2 Uhr die hiesige Station zur Weiterreise nach Cassel. Vermischtes. Darmstadt, 21. November. (Mfl-tärdienstnachrichten.) Oberstlieutenant von der Osten vom 1. Großh. Jnf.-(Leibgarde-)Regt. Nr. 115 wurde unter Abgabe des Bataillons-Commandos zum etatsmäßigen Stabsoffizier ernannt; Major Blecken v. Schmeling von demselben Regiment, unter B sörberung zum Oberstlieutenant, als ctatSmäßigcr Stabsoffizier in das Königs-Grcnadier-Regt. (2- Westpc.) Nc. 7 versetzt; Oberstlieutenant Bertram vom 2. Großh. Jnf.-Negt. (Großherzog) Nr. 116 zum etatsmäßigen Stabsoffizier ernennt; Major v. B yer vom 'Königs-Grenadicr-Regt- (2. Westpr.) Nr. 7 als Bataillons-Couimandeur in bas 1. Großh. Jnf.-(Leibgarbe-) Regt. Nr. 115 versetzt; Major v Caprivi vom 1. Großh. Jnf.-(Lllbgarde-)Negt. Nr. 115, Major Mache vom 2. Großh. Jnf.-Regt- (Großherzog) Nr. 116, zu Bataillons-Com- manbettren ernennt; v. Schultzmdorff, Frhr. v. Lehmann, Unterolfiziere vom 1. Großh. Jnf -(Leibgarbr-)Negt. Nr. 115, Krause, Unteroffizier vom 2. Großh. Jnf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, v. Plönnies, charecteriflrter Portepeefähnrich von bemselben Regt, Rehfeld, Felber, Unteroffijiere vom 3. Großh. Jnf.-Regt. (Leid-Regt.) Nr. 117, Frhr. v. Gugel, characterisirter Portepeefähnrich vom 4. Großh- Jnf.-Regt- (Prinz Karl) Nr. 118, Frhr. v. Diemar, Unteroffizier von demselben R-gt-, Frhr. v. SLew-^ Unterosfizier vom 2. G-oßh. Drag.-Regt- zLech-Drag.-Regt) Nr. 24 — zu Porten» fähurichs befördert; Lühu, V-cffftdwedel vom 1. Bat. (Mosbach) 2. Bad. Laudcu U l' Str. 110, zum «-econdlieut-nant der Reserve des 2. Großh. J-ff.-Reats. iGroßbe-,» > Nr. 116 befördert; Klock rt, p-ns. Beziiks-Feldw-bel. bisher beim BezirkS.CvmmanÄ des 1. BatS. (Darmstadt I) 1. Großh. Landcv.-Regts. Nr. 115, der Charakter nie Secondlieutenant verliehen; Fcieß, Major und AdtheiluugScommaubeur vom schlesische» F-ld-A t^Regt. Nr. 5, als Oberstlieuteriant m t Pension und der Uni‘n m des Großh. H-ss. Feld-Art «Rrgts. Nr. 25 (Großb. Artillerie Corps) der Absch-cd h? willigt; Major Müller vsm Gren.-Negt. Nr. 4 und Major Balser vom Nr. 130 warben zu Bataillons-Commanbeurm ernannt. 8,1 Mai»,, 21. November. Die Bvdifche Gesellschaft für GaSb-leuchtuno gestern folgenbes, vvn bem „M. I." mitgeth-ilt« Schreiben en d-e Großh. 93ü;aet- metfterei unb die Herren Stadtverordneten gerichtet: „Aus den öffentlichen ®lSttern ersehen wir, daß die GaSwerkfrage schon auf der Tagesordnung der nächsten tz-tadt- verOrdnttmsitzung steht. Wir sehen unS dadurch veranlaßt, Ihnen die nad)folaenbe Offerte über den Fortdetried des Gaswerks durch uns, nach Ablauf deS jetzigen Sßadit- vertragS, zu machen. Wir bezahlen an die Stadt Mainz, statt der bisherigen 46000 Mark, bei entsprechender Verlängerung deS Vertrages, d e Summe von Hundrrt- undsünstaufend Mark baar und zwar würden wir diese Summe nicht erst vom 1. Februar 1885, sondern von jetzt ab, bezw. von dem Tage des Perfectwerdens ettnä neuen Vertrages bezahlen. Wir find bereit, nut der Bürgermeisterei oder mit 5brer Gas-Commisfio» in mündliche und schriftliche B-rhandlungen über die näheren Stipu- lationen zu treten, sowie etwa wünschenSwerihe Ausklärnngen zu geben " Homburg, 19. November. Heute Nachmittag fand sich b--rs«lbst ein Frank, furter mit einem großen Wagen «in, um seinen Gewinnst von der AussteUungsIost«ie einen Flügel, zu holen. Wie aber war der glückliche Gewinner ek-tiäisicht, als man ihm statt deS erhofften zartbesaittttn musikaiischen Instrumentes eine Damenhui-Ber- zieruug überreichte! Die Töne, welch- das letztere Instrument dem Gewinner entlockten sollen gerade ntcht s-hr melodisch gewesen sein. C ob lenz, 21 November. lieber den d«S hiesige Gymnasium betroffenen Brandunfall wird ber „Köln. Zig." weiter berichtet: Das Feuer kam gegen 8'/, Uhr beule Vormittag auf dem Eckipeicher des südöstlichen, rechtwinklig aut die J.smtenkrch; stoßenden FlüzelS des Gymnasiums zum AuSbruch. In diesem Flügel befinden sich die Lehrerwohnungen und zwar ,in dem zweiten Stockwerk, unmittelbar unter dem Herde des Feuers, diejenige des Dr. Baumgarten unb bes Prosessors Dr. Schubach unter diesen im ersten Stockwerk diejenige des Professors Dr. Worbs unb bes Professors Dr. Conrab. D«s Feuer ist aller Wahrscheinlichkeit nach infolge schlechter Construciion ober mangelhafter Beschaffenheit eines Camtns in ber zwischen bem zweiten Stockwerk unb bem Speicher liegenden Balkenlage entstanden. ES verbreitete sich mit blitzartiger Geschwtndigkitt über den ganzen Speicherboden, sodaß alSbald der Dachstuhl des ganzen nach dem Gymnasialgarten zu liegenden Flügels in Flammen stand. Diese auffallende Geschwindigkeit, mit der sich das Feuer verbreitete, findet ihre Erklärung in dem Umstande, daß — wie an den vom Feuer verschont gebliebenen Theilen des Gebäudes durch Aufreißeu des Speicherfußbobens festgestellt ist — der ganze Zwischenraum zwsichen diesem Fußboden unb d-n Zimmerdecken bes zweiten Stockwerks mit Ginster, Wachhalberkraut, Erds-nstroh, trockenem Tannenreisig u. bgl. ausgestopst war, welche Gegenstände beim Bau d S Grbäubes wahrscheinlich als schlechte Wärmeleiter, um bte Z mmer im Winter warm unb «m Sommer kühl zu halten, eingelegt worben sind, sich jetzt aber leider alS zu gute Feuerleiter erwiesen! Denn in ihnen öerbreiftlt .sich offenbar das Feuer w«e in pulvergefüllten Minengängen und sprang in kürzester Frist vom Dachstuhl des Gymnasiums auch auf da? Dach und den Thurm der anstoßenden Jesuiten! rche über. Bald bildete alles ein einziges, schrecklich schön aus- seheudes Flammenmeer unb von ben Kirchenglocken tropften glübenbe Thränen herunter. Gegen 91/« Uhr stürzte zuerst ein Seiteniheil unb wenige Minuten später ber ganze Kirchthurm zusammen, glücklicherweise nicht in ber R chtung noch ber Häuserreihe ber Firmungstraße oder dem benachbarten Pfarrhause, sondern nach dem Dachstuhl ber Kirche selbst. Die mit aller Macht arbettenbe stäbtische Feuerwehr fand b!c ihai- kräftigste Unterstützung burch bie schleunigst von allen hier liegeuben Truppenthcilm zur Hülseleistung entsandten Mannfchasten, von denen natürlich den wackern Pionieieit der schwierigste Theil der A-beit zufiel. Lediglich diesem energischen ®n greif en bis Militärs ist es zu bauten, baß bas Feuer nicht größeren Umfang annahm unb sich auf ben Dachstuhl unb bas zweite Stockwerk des südöstlichen Gymnasi stflügelS und Thurm unb Dachstuhl ber Kirche beschränkte. Die Befürchtungen, bie man für das Innere ber Kirche nach bem Zusammenbruch des Thurmes hegte, haben sich glücklicherweise unbegründet erwiesen- Die Kirchenwölbung hat bie Last getragen unb baS Innere ber Kirche ist sozusagen unverletzt. Auch bie werthvolle Bibliothek bes Gymnasiums hat keinen Schaden genommen und ber Unterricht wirb in ben unverfchrt gebliebenen Lehrsälen ungefiorten Fortgang finden können- — (Ein Ri-s-nhummer ] Zu Paris wurde In diesen Togen der größte Hummer, dessen mau sich seit Menichengrdenken erinnern tonnte, an ein Pariser Restaurant für 35 Frcs vntauft. Das Thier, welches 4 Meter und 10 Gentimeter maß und in Rohkost gefischt wurde, ersorberte die Kraft zweier Männer, um es mit einem starken Strick binden zu können. Die Schecren waren so groß wie eine Hand und gewiß Wie das Riesmthier, wenn es einen Finger erwischt hätte, ihn bis auf den Knochen durchschneiden können. Paris, 20. November. Gestern Abend schlug bei Douarnencz (Departement Finistere an der gleichnamigen Bucht) ein Nachen um, der mit Arbeiterinnen nach Trebout fuhr: 17 Frauen und ein Mann ertranken. New-N ort, 18. November. Em Theil der Docks der AmerTanischen Dampferlinie in Philadelphia ist nfebergebrannt und auch die für ben Dampfer „Lorb Cime" bestimmten Güter würben zerstört. Der Schaden wird auf 150,000 Doll, geschätzt- Die Verschiffung w rd jedoch ntcht gestört, da andere Docks verfügbar find. Der Dampfer „Indiana" entkam mit genauer Roth- — Die Frachtschuppen ber New- Jersey-Central-Badn tn Jersey würben gestern früh zum Thetl burch Feuer zerstört. Schaben 100,000 Doll. — Durch einen Elsenbahnzusummenftoß bei Strcator, Illinois, auf ber Chicago, Burlington unb Quincy Bahn wurden 7 Personen gctödtei und 9 verwundet, während auf der Alabama Great Southern Bahn ein Zug bei Collinsvllle, Alabama, einen Abhang hinabstürzte, wöbet von 35 Passagieren 25, zum Thetl schwer, verletzt wurden. Kirchliche Amzeigerr der Stadt Gießen. Evangelische G e m e i n d M -j Gottesdienfi: Sonntag den 25. November (27. nach Trinitatis). Vormittags 9‘ 2 Uhr in ber Stadtkirche: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2 Uhr tn der Fricdhofkapelle: Pfarrer Dingcldey. Die Kinderkirche fällt aus. Montag, ben 26. November, Abends 8 Uhr, in ber Kleinkinderschule: Bibclstunde, Apostelgeschichte 2,41—47, Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag, den 2. Decembcr, feiern wir den 1. Advent und zugleich den Anfang des neuen Kirchenjahrs. An diesem Sonntag wird im Vormitt ags- gottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl, miteinander verbunden, gehalten werben. Die Kirchenkollckte, die an diesem Sonntag erhoben wirb, ist für die hiesige Kirchenkasse bestimmt. Die P f a r r g e s ch ä f t e in der Woche vom 25. November bis 1. Dcccmbcr besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 28. unb letzter Sonntag nach Pfingsten- (Schluß des Kirchenjahrs.) Von7Uhr an: Beichte. 8Uhr: Frühmesse unb Ausihcilung der h. Counnunion. VilO Uhr: Hochamt und Predigt- 2 Uhr : Tank- und Bitt-Andacht (Nr. 93.) Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 4 Uhr, SamStag Morgen 8"° Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr Samstag Abend 5 Uhr. Meist Sie Wit lad Hl, von Allent Wieseck, bl Namen ii Melchio: Gemarkun getragenen za veräuss thum und schillings 1 Es werdet thums- ob ansprüchei mit aiifgef drei Mow sonst die der Eintra verfügt w Gießen, Groß 7734 M im Gi Montag von soll tut ( District iieteä Hol Eichen Nadel Bau-, 3 Eichi und messt 138. Nadi Und 48 < Die Z Erercierp^ Gießen Großherzi 7680 Holz Monte sollen in di 25 Eich Dur 41 Eich Dui 8 Fich mess 10 Tar 3 Biri 3 Hair versteiger Hatten Die Gros 7694 Sams' sollen au mobilien i i 825, 36! 111/84,211 XXXI1/51 Meistbiete Gießen, 7735 7740 (in noch kaufen. ,,Wo? f Laiibj Laubj Laubl 7742 I TLaurolh. Portepsr, •’O&^erjop) lummanto tafter als m N edm r Untfo m 'fcb’tb de- Jnf-Ri,t. &• Süigei; n '-blättern i ten Stabt- idlfolgenbe gm Pacht, dikhrrtgen n Hunditt- tiß DOM denS eines mit Ihrer ten 6tipuä ein Frank, ngblottetie, I, als man enhut-Bn- : entlockten, ten Brand- Uhr heute futtenttdti ftnben sich unter dem Schubach, Prosessors onstruction Stockatetk blttzarttqer chstuhl des n>. Diese Erklötunz L(teilen des e Zwtschen- kwerks mit stopft war, jLrmeluter, cgt worden oerbretlete in kürzester rm bet an- schön auS- stanen herspäter der ter HLuset- n Dachstuhi td die thal- ppenthetlen a Ptonieten greifen des und sich auf imb Thurm das Innere ckttcherwetfe Innere der laftumS hat betten Lehrte Hummer, tanrant für nd in Roß- ncm statten gewiß hätte idj.-n durch- bepart erneut - rinnen nach ■ n Dampfer- Lor b Cime" iß. geschätzt. sind. Der der New- ner zerstört. •r, Illinois, biet und 9 Tolltnsville, ehe!! schwer, eße». in. Y- änderschule: und zugleich .-mittags- en, gehalten r die hiesige nber besorgt Sounnnnion. 93.) iittag 3 Uhr tSkssrntliche Kuftrdrritns. Die Wittwe des Heinrich Sommer- lasTHL, Elisabeth« geb. Rein, „an Allendorf a. d.Lda., dermalen in Wieseck, beabsichtigt, die noch vor dem Aamen ihres verstorbenen Vaters, Melchior Rein, im Grundbuch der Gemarkung Allendorf a. d. Lda. eingetragenen Parzellen 11/213 und 11/398 ju veräußern, vermag aber das Eigen- thttiu und die Bezahlung des Kauf- schillings urkundlich nicht nachzuweisen. Es werden daher Alle, welche Eigen- thums- oder sonstige dingliche Rechtsansprüche machen zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche so gewiß binnen drei Monaten dahier anzumelden, als sonst die Veräußerung bestätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird Gießen, den 16. November 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. 7*34 Dr. L-chäfer. HolMrsteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 26. November 1883, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Philosophenwald nachverzeich- notes Holz versteigert werden: B rennholz. Schcith. Prugklh. Stockh. Rkish- Rmtr- Nmtr- Rmtr-Wellen Eichen 2 4,2 4 100 Nadel 18 49 2,2 970 Bau-, Werk- und Nutzholz. 3 Eichen-Stämme mit 2,50 Fstm. und 47, 50 und 57 Ctm. Durchmesser. 183 Nadel-Stämme mit 63,25 Fstm. und darunter Schnittholz bis zu 48 Ctm. Durchmesser. Die Zusammenkunft ist auf dem Erercierplatz. Gießen, den 20. November 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 7680 A. Bramm._________ Holz - Versteigerung. Montag den 26. November, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gemeindewald zu Hattenrod 25 Eichen-Stämmchenv. 16—20 Ctm. Durchmesser, bis 8 Mir. Länge, 41 Eichen - Stangen von 13 Ctm. Durchmesser, bis 6 Mtr. Länge, 8 Fichten von 16—36 Ctm. Durchmesser und bis 36 Mtr. Länge, 10 Tannen mit 1,34 »Fstm. Inhalt, 3 Birken „ 0,28 „ „ 3 Hainbuchen „ 0,84 „ „ versteigert werden. Hattenrod, den 19. Nov. 1883. Die Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. 7694 , Mengel.__________ Samstag den 15. Derember, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien der Konrad Kraufch Eheleute dahier: 1/824,531 Mtr. Hofraithc i.der Schloßgasse, 5 825, 362 Mtr. Grabgarten daselbst, U i/81,2100 Mtr. Acker am Krosdorfer-Wea, Xxxi 1/51, 2138 Mtr- Wiese am Hegstrauch, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. November 1883.. Großherzogliches Ortsgericht. "35 Mütter. Ieikgeöotenes. 7740 Ein leichtes Pferdefuhrwerk ™ noch gutem Zustande) steht zu verkaufen- ..Wo? sagt die Erped^ds.^Bst_________ Laubsägcbogcu, Laubsägen für Hol; u. Metall, Laubsägeholz empfiehlt 7742 Emil Plstor« Allgemeiner Anzeiger. Julius Schulze, Sonnenstrasse 20 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in: Filz- und Veloursröcken, Kinderkleidchen und -Jäckchen, Kaputzen, Tüchern, Westen, Strümpfen, Gamaschen, ^Untkrjacken u. Hosen, Handschuhen, Corsetten, schürzen, Schleiern rc. zu bekannt billigen Preisen. 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