H, ^iges u‘bct »tu -■ • r- .„ TWJUfjU* ' * W wirf, * lieber. »i: gr, | I ■• ^cr I rarah®« jeher I L-Pr, bleibt I Simon.' «tma geehrter! t -•! drrch btn jtott» I * **v H* Hub id; im W er, ' IMt-MUt statt rMitbcnctt. Wir« Nr. LS Mittwoch den 24. Januar 1883. Gießener Anzeiger Amts- und für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MautagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. hdt Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H h c i l. Bekanntmachung. Betreffend: Die Nachfuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Gruud von Schul: zeugniffen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden, Vorschriften mit dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherz 0.7- thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 1 7. Lebensjahre und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jabres nackrgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Deieck- tigung zum einjährigen Dienst ist bet Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugntß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit' oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; 6. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu fein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Retfezeugntffe für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord., säm mtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Toetl der Wehr-Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der 88, 89, 90, 93 ll‘5 94 der angeführten Ersatz-Ordnung verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: _____________________ Gros.____ ___________ Gießen, am 19. Januar 1883. Das Großherzoglichc Steuer-Commissariat Gießen au die Großherzoglicben Ortsgerichtsvorsteher des Bezirks excl. Albach, Mendorf a. d. Lahn, Alt-Buseck, Klein-Linden, Lollar und Wieseck Wir erinnern Sie an die Rücksendung der Bau- und Cultur-VeränderungS-Verzeichniffe. Süffert. ■ Politische Ueberficbt. (Hieven, 23. Januar. Die bevorstehenden Festtage am königlichen Hofe zu Berlin, welche das' 25jährige Bestehen der so glücklichen Ehe unseres Kronprinzenpaares verherrlichen sollten, sind unerwartet gestört worden: Prinz Karl, der Bruder des Kaisers Wilhelm, ist plötzlich gestorben und die glanzvollen Festlichkeiten müssen abgesagt, mindestens verschoben werden; an Stelle der Freude ist die Trauer in datz Königshaus eingezogen. Prinz Karl starb Sonntag Mittag kurz vor 2 Uhr. Die Krankheit des Prinzen, ein acutes Lungenleiden, welches in Folge einer Erkältung entstanden war, hatte bereits eine Wendung zum Bessern genommen und man gab sich bei Hose der Hoffnung hin, daß die bevorstehende Feier der Silbernen Hochzeit des kronprinzlichen Paares ihren ungestörten Verlauf werde nehmen können, als Samstag Abend plötzlich eine Wendung eintrat, welche die Aerzte sofort das Aeußerste besorgen ließ. Man war Sonntag Mittag im königlichen Schlosse gerade mit dem Probiren zu den Festauszügen beschäftigt, als der Hosmarschall Graf Kanitz im Weißen Saale erschien und um Einstellung der Probe wegen der schlinunen Wendung in dem Befinden des Prinzen ersuchte. Schon als die Hofgesellschaft noch im Begriffe war, sich zu trennen, traf die Nachricht von dem Verscheiden des Prinzen ein. Bis wenige Minuten vor dem Tode blieb der Prinz bei vollem Bewußtsein. Er fragte einige Zeit vor seinem letzten Augenblick nochmals nach dem Kaiser, der mit seiner Gemahlin und dem Kronprinzen am Morgen schon bei ihm gewesen war und auch in den letzten Augenblicken am Bette seines Bruders weilte. Der 9tuf „Es lebe der Kaiser" sollen des Prinzen letzte Worte gewesen sein. Als der Kaiser zum zweiten Male im Palais seines Bruders erschien, war jede Hoffnung verschwunden. Prinz Friedrich Karl, der einzige Sohn des Verewig- ten, der sich bekanntlich auf einer Orientreise besindet, kann auch bei Ausbietung aller verfügbaren Verbindungen frühestens in 10 Tagen erst m Berlin sein und also den Beisetzungvseierlichkeiten nicht anwohnen. Sofort nach dem Verscheiden des Prinzen wurden aus dessen Palais, sowie aus dem Palais des Kaisers, den Palais der königlichen Prinzen und auf den Dächern in der Wilhelmstraße die Flaggen auf halben Mast gezogen. Welch' tiefe Trauer dieser Todesfall im königlichen Haufe, wo alle Vorbereitungen zu frohen Festen getroffen waren, hervorgerufen hat, braucht nicht geschildert zu werden. Die dem Königshause verwandtschaftlich nahestehenden Höfe werden nun die zum Silberhochzeitsseste ungesagten Gäste zu den Trauerseierlichkeiten zu entsenden haben. Von des Kaiser» Geschwistern lebt noch die Prinzessin Alexandrine, verwtttwete Großherzogin von Mecklenburg. Der „Giftbaum der Börse" hat den Reichstag durch drei Sitzun- gen beschäftigt, denn der Wedell-Malchow'che Antrag auf Einführung einer pro- centualen Börsensteuer gab Gelegenheit zu den eingehendsten Debatten über diesen Gegenstand. Der Gedanke einer erhöhten Besteuerung der Börsengeschäfte ist ja an und für sich nicht zu tadeln, indessen dürften die Bedenken, welche von den Freunden deü erwähnten Antrages gegen die Börsengeschäfte geltend gemacht wurden, zum Theil denn doch übertrieben sein. Daß der Antrag ver> schiedene Mängel enthalte, wurde selbst von conservativer Seite zugegeben, auch Finanzminister Scholz gab zu, daß der Antrag, welchem die ReichSregiernng im Uebrigen durchaus sympathisch gegetlüberstehe, noch Lücken nnb Mängel bekunde, aber in einer commissarischen Berathung würde es jedenfalls gelingen, diese Rtängü zu beseitigen. Der Atitrag ist denn auch in der am Sonnabend stattgefundenen Schlußverhandlung an eine Commission zur weiteren Berathung verwiesen worden. Zu erwähnen ist aus der Freitags-Sitzung des Reichstages noch, daß das Haus, dem Anträge der Wahlprüftmgü-Commission entsprechend, beschloß, die Wahl seines Präsidenten, des Herrn v. Levetzow, zu beanstanden. Es heißt deshalb, daß Herr v. Levetzow beabsichtige, sein Amt als Präjrdent niederzulegen, doch wird es den dringenden Bitten seiner Freunde bosttmtnch gelingen, ihn zur Zurücknahme dieses Entschlusses zu bewegen, zumal üch die Geschästsftihrung des Herrn v. Levetzow die Anerkennung auch seiner poiililchen Gegner erworben hat. „ , , ., . Nach einer Meldung der „Kreuz.Zeitung hat die dcut|ch- conservativc Partei beschlossen, einen Antrag aus Abänderung der NeichrMrz. gcsetze einzubringen, ivodurch ausgesprochen wird, daß Mitglieder der chrpliniml Religion das Recht haben sollen, zu verlangen, daß ihnen derEid von gionsgeuossen abgenounnen werde. Wenn die« aus andere Weise uneireichda, so ist aus Antrag des zu Vereidigenden cm Geistlicher seiner ^^wnSgenosien. jchast zur Eidesabnahine zuzuziehen. Den Juden soll gleiches Recht zugestau- den werden. In Graz hat am vergangenen Freitag die Beerdigung des Glasen Winipffcn, de» vormaligen österreichischen Botschafter» rn Pan«, stattgefunden. Bei der Tranerseier waren Vertreter de« Kaiser», de« Auswärtigen Amte», de« Statthalter« von Steiermark und zahlreiche Rotabilitäten anwesend. Die französische Regierung hat sich durch die Verhaftung de» Prinzen Nlapoleon anscheiiieiid in eine arge Verlegenheit gesittrzt. dnvu dfltcit de» Einschreitens gegen den verhafteten Thronprätendenten auf Grund bestehender Gesetze tritt immer deutlicher hervor. Einmal scheint e« wirklich kaum möglich, gegen den Prinzen wegen Veröffentlichung seine» Manifclte«, m Lokales 1 *4 Xiri * ?- e*i w Mar In, W| 4. Anlegung von Flur- und Gewannwegen und von Entwässerungsgräben im Neustädter Feld. 5. Anlagen auf der Nordanlage. 6. Die Bletchstraste. 7. Trottostpflasterung.in der Bahnhofstraße. 8. Die EinsaUstetne in den Straßengossen. 9. Das Tonmnsystem betr. fr-j« ?Nfit v «ht in’/ । ttr Tjqi nj , 1*1. Ä-Ll U3 !■ 2*^1! 10. 11. 12. 13. 14. 15. frei wr «M trr octojo fKMB r Amerika. Rew-Vork, 21. Januar. Bei d.m bereit» gemeldeten in der Nähe von LoS Angeles vorgekomm.ncn E fenbadnunglück sind 2 Schlafwagen und 3 andere gewöhnliche Wagen verbrannt. Die Personen, die sich in diesen Wagen befanden, waren in die A.?rben das Wrack und die Leute tn den Abgrund gerissen. ^Utt. V wr tei, 540 ’h ftW* i4, Ni ; MÄ* & DA ° y) , ioi mW f ^17 fr saM CfnF’k xuS-o-" rL,. M WtVMp e ifüt'ö (। jardl-ud IN fcjMt flcdW n , U ilHli W Deutschland. . ^arJnnöbt, 22. Januar. Seine Königl. Hoheit der Großherzog und Ihre Grotzherzogl. Hoheiten die Prinzessinn n V'ctoria und Elst'abeih sind heute Vormittag nicht wie al« bevorstlhenb gen eldet, nach Berlin abgere st, da tn Folge des Ab- lebenS Seiner Königl'chen Hohe't deS Prmz n Karl von P.eußen alle für b:c lilbtrne HochzertSfeier des Kronprinzlichen Paare« geplanten Festlichkeiten abgesagt worden find. ” ° in Ableben« Sr Königl. Hoheit de« Prinzen Karl von Preußen ist auf Allerhöchsten B.fehl eine Hoftrauer vom Heutigen biS einschließlich den 2 Februar l. I. verordnet worden. ,, u — Seitens des Herrn Präsidenten d<« beut eben Reichstag« ist bem LandeS- i ^^kerstützung der Wasterbeschädigten im Großherzogthum der Betrag oon au? ber vemselben fisten« M Hülivcomite'S zu St L'oui« und LouiSville Jü ^‘Orbamcrifa §ur Linderung der Roth der durch lleberschw mmungen in Deutschland ■a’ bedrängten Personen alS erste Rate übersandten Summe von 48,000 zur wo*_l)en- Bekanntlich sind bei V rthestung dieser Summe diejenigen Cnrunbfäbe In Anwendung gekommen, a.. lebe in Uebereinstimmung mit Vertretern der von der ReichSreLierung bei Bew'lligungen au« ber Gabe Sr. Maj. de« Kaiser« maßgrdenb gewesen sind. Berlin, 20. Januar Wir entnehmen den „Herl. Polst. Nachr": Vor JahreS- frist etwa trat jener bekannte Umschwung tn dem Verhalten ber Curie gegenüber e r ban?al6 Did,dd) ouf direkte Einwirkung d S Centrum« und feine« wurde. Man erzählt, daß von Eoncession.n mit Rücksicht auf afl0fbKnt>Cc Wellung de« E ntrums in den gefitzg berischen Körperschaften . AÖOrben fci. 1unb dab der Antrag Windthorft auf Aufhebung deS Eroatrstr. ungSgesctze« tn erster Linie dazu a bient Hobe, der Kurie die Probe auf baä Eremvel oon ber Behaupteten Machtstellu g d.« Eentrums zu liefern 9i°Är*/.f,l?„n1nfrnüflrraufnabrne de« Antrages auf Abschaffung de« ExpatriirungSgesetze« richtet sich direkt gegen den BundeSrath, bezw. gegen den bet Berathung ber bezüglichen Jnter- ^"Ot on al« ;pirltun rector beS BundeSrathS beieichneten Reichskanzler. Materiell »Ä. Lba* aufgefahrene Geschütz: da« Verlangen, auch n b^t oßherzogtu Muttcr von Mecklenburg-Schwertn wirb noch heute Abc'ck hier erwartet. Der Kaiser und die Kaiserin nahmen an ber Familientafel beim Kron^ Prinzen ntebt Ibeil. bagegen waren zu derselben erfebtenen: Prinz Wilhelm Herma un^ ü,°.n Edinburgh, Erbaroßherzoa von Baben, Erbprinzessin von Meiningen Unb bte beiden hier anroefenben Meiningen'fchen Prinzen. ® Ln ber Provinz Sachsen ist lebhafte Unzufriedenheit unb eine entsprcchenbe »°i(? Ht b . ^n .» dol'zeiveioidnung hervorgerufen worden, welche der Oberpräsident v. Wolff unter Zustimmung de« Provinzialraths dahin erlassen hat, baß in ber ganzen Provinz sämm licke Verkausöläden Sonntags von Nackmtttags 1 Uhr ab bei Strafe fn hl? h»r rn fdjctnt, wie die „Nat. Ztg." bemerkt, zweifellos unb ist xn? ? ,bc < ¥l0Dtnj Sachsen eingehend nachgewiesen morden, daß der Ober- präsident zum Erlaß einer solchen Verordnung nicht befugt war. Es wird, wenn hbrftÄ;?hlin?HfnahrnC ""^'kaumt erfolgt, darauf antommen, bte Frage der Nechts- ^dbungr ju brmgen nUng *UX ß,r<4tIld?cn' bezw. verwaltungsgerichll.chen Ent- — Der Kaiser fonferlrte heute gegen Abend noch längere Rett mit bem Vice- Oberceremonlenmetitcr Gias zu Eulenburg. c » l aalc des Palais aufgebahrt * ^€fr1rln-22' . ,bm iblfirte die Feuerwehr; diese strömte von allen Seiten schnell herbei, au? X ^CUCl ü°^1^ llelöscht. Großer Menschenandrang. Der Fürst zeigte sich - Die Bimetallisten haben einen den Kölner Beschlüffen entsprechen- den Antrag im ^keichstag eingebracht, danach sollen die halben Kronen in Doppelkronen umgeprägt, die silbernen Fünsmarkstücke eingezogen und neue Zweimarkstücke zu 45 auf das Pfund fein geprägt werden. Die Neuprägungen von ^ilbermnnzen sollen nur auf Grund eines Gesetzes zuzulaffen, die Ein- Ziehung der Thalerstucke zu sistiren und dieselben bei allen Kaffen voll zu 3 JL vnzunehmeu sein. = tafe*« ., ■•'• ai bt SjW > i-1)t ' «Hb ' D!t d« Bitt: 'Jä'j'i- ’ Mhtmnt - . , .. tunf 631 A dH. ^üdH <:rt- Gn «storch». ^:;a Äron£n in - ■--. M» ' »SYÜWg« , bv Em. ■ ' *i>« 3^ •ä Ws t?5 Jn; :. c( ßmttzivchr ’ s-trt» ib btt ;: ka, sdvr ööchr» i»a BnMnbtt, chälla ihn Lai A; K 2-nNI ;31|* •so btt «nlab i pO- r;JW® q-8" Ml 0 -• •: - • i öcdlm- blTttl VVM \ b?rt eit i b ber : unb l rrttrtcg Mtt. rstrttl 1B ■ ber ^isdicfr ytn Mal Gießen, 23. Januar. [S&eater.] „Der Veilchenfresser", Lustspiel in vier Akten von G. v. Moser, ist bekannt- Als echtes Kind der Moser'schen Muse auflt es alle Vorzüge, aber auch die Schwächen, die man bei den Werken des phantasie- eichen, fruchtbaren Verfassers anerkennen, beziehungsweise mit in den Kauf nehmen mutz. Moser wird stets die Lacher auf seiner Seite haben, denn wer sich bet seinen komischen Situationen, bei seinen drolligen Verwickelungen nicht unterhalt, wem diese köstlichen Figuren, diese Spiegelbilder der menschlichen Schwächen und Thor- hett n, kein herzliches Lachen abnöthigen, der hat eben dem Frohsinn dieser Welt Valet gesagt. Was die Aufführung des Stückes anbelangt, so können wir ihr ein unbedingtes Lob leider nicht zollen; wenn em modernes Lustspiel einen durchschlagenden Erfolg erzielen soll, so muß der Dialog buicheus glatt, Schlag auf Schlag gehen, so darf inan eine Anstrengung, etwas Gezwungenes auf keiner Seite wahrnehmen, sonst treten die Ecken und Kanten des Stückes störend zu Tage. Die gestrige Vorst, llung machte mdeß auf den aufmeiffamen Beobachter den Eindruck, als sei das Stück noch nicht genügend studirt und probirt. Als die besten Leistungen dcs Abends nennen wir den Referendarius Reinhard von Feld des Herrn Drescher und den Husarcnoffizier, vulgo Veilchenfresser bes Herrn Schubert- Dem Ersteren sind Rollen wie der schüchterne, verliebte Referendar geradezu auf den Leib geschrieben, sie erlangen durch Herrn Drescher die geschickteste Wiedergabe. Ebenso stattete Herr Schubert die Rolle des flatterhaften unb doch wieder noblen Offiziers mit gleichviel Humor und Laune, ^utmüthigkeit und Ritterlichkeit aus. Die Leistungen der beiden Herren finden daher auch beim Publikum verdiente Anerkennung. — Fräulein Herzenskron, die durch geschmackvolle, elegante Toilette gefiel, suchte die geistreiche, die Männerwelt bestrick nde Soph e von Wildenheim nach Kräften darzustelltn. — Die Valeska von Rembach sand in Fräulein Freund eine durchaus angemessene Vertretung. Ihr Spiel war natürlich, ihr Ton innig und herzlich. Einige stereotype Bewegungen wird sie bei fortdauerndem Fleiß noch oblegen. — Frau Hauptmann gab ihre Rolle als Frau von Berndt mit Verstandniß und Geschick- — Herrn Kubale, Unteroffizier und Jnnrucior der Freiwilligen, ist es nicht in letzter Reihe zu danken, wenn der an sich unverwüstliche dritte Akt sich zum Glanzpunkt des Abends gestaltete. — Der Ob rft von Rembach des Herrn Ernst füllte ferne Rolle in genügender Weise aus, auch die Auffassung des Herrn Pallmann als Husar Peter war eine correcte. Die übrigen Rollen sind unbedeutend und geben zu Bemerkungen keinen Anlaß- — Der Saal war gut besetzt- Vermischtes. Darmstadt, 22. Januar. Da nach einer gestrigen Bekanntmachung deS Landes-Comite's zur Unterstützung ber Wasser beschädigten im Großherzogthum die Zuwendung von Kleidungsstücken an dasselbe nicht mehr nothwendig erscheint, wird das ständige Bureau des genannten Comite's in dem Saalbau dahier von nun an nur noch von 8 bis 12Vi Uhr unb von 2 bis 51/? Uhr täglich geöffnet sein- W. Holzheim, 21. Januar. Nackbem ber hiesige Gemeinbcrath schon vor einigen Wochen 200 Mark aus der (Skmeinbifaffe für die Ueberschwemmten billigt hatte, wurde neuerdings in Anbetracht der durch die zweite Ueberschwemmung so lehr gesteigerten Roth eine fre willige Sammlung von Naturalien veranstaltet. In derselben hat die etwa 1200 <5 eien zahlend- Gemeinde Holzheim nahezu 100 Malter Kartoff-ln aufgebracht — eine Quantität, die bei den jetzigen Preisen die Summe von 6—700 Mark repräsentirt. Rechnet man dazu die beträchtlichen Gabrn an Gelb unb Naturalien, welche von hier aus alljahil'ch für die Mission, das Retlungshautz in Arnsburg unb andere Anstalten der Barmherzigkeit gespendet werben so zeugt dies v-n einer Opfer- Willigkeit, bie es oerbiemn dürfte, daß man ihr auf diesem Wege einmal öffentl che Anerkennung zollt. Hamburg, 22. Januar. Die „Cimbria" ist 4 Seemeilen vom Borkumer Leuchtschiff in 90 Fuß Tiefe gesunken. Drei Schlepper sind von Cuxhaven in See gegangen um sie womöglich zu bergen, wozu Hoffnung voiHänden ist, da sie sechs wasserdichte Abteilungen hat Das Schiff ist 330 englische Fuß lang, 39 breit, 33 tief •unb hat eine Maschine von 1300 Pferbekraft. Der „Sultan" hier ist polizeilich besetzt unb bie seeamtttche Untersuchung findet noch heute statt Den Hauptschaden bat das Schiff an ber Steuerbordseite. Ein Mann vom „Sultan" erzählte mir, ber „Sultan" habe nach bem Zusammenstoß still gelegen, bock) sei die „(Sambria* vor feinem Bug vorbei rasch hinweg getrieben. Cap tän Hansen wirb vermißt, der erste Offizier Karlowa ebenfalls, ber -weite, britte unb v erte ist gerettet. In Hamburg finben ganz schreckliche ©eenen vor bem Hause des SchiffsbureauS statt. Immerfort kommen Leute, um etwas über bas Schicksal ihrer Angehörigen zu erfahren, da namentlich V>ele von ber Mannschaft Hamburger sind. Es ist herz- zerreihenb, den Jammer mit anzusehen Wie ber Loolse Bäbr berichtet, welcher auf bem von der Hamburg Amerikanischen Packetsahn ActiengescUichaft ausgesandten Schiff „Hansa" bis Borkum resultatlos kreuzte, steht b.is Schiff etwa 5 Seemeilen nordöstlich vom Borkumer Feuerschiffe mit bem Kops nach Noidwest. Die Marsraaen sinb bei hochgehenber See eben noch sichtbar. Auf Befragen beim Bo>kumer Feuerschiff war dort nichts befannt übe vermißte Boote oder gerettet' Passagiere. Die „Hansa" hat auch trotz klaren Wetters unb sortwähreubem AuSguck kc ne Gegcnslänbe tmbenb gesehen. DaS Schicksal des Capitän Hansen, einer der zuverlässigsten unb erfahrensten Osfiziere ber Gesellschaft, welcher schon so oft bte ihm anoertrauten Schiffe glücklich über den Ocean brachte, erregt bte allgeme nste Tbeilnabme. ES war die 22. Reise, welche bie „Eimbna" machte Der Dampfer „Sultan" liegt am Sandtborquai, es ist ein Hüller Kohlcnschiff von bedeutender Länge unb Tiefe, berfelbe entlöschte roäbrenb des gestrigen Tages seine Kohlenlabung. Bereits am gestrigen Nachmittag wanderte eine große Menschenmenge nach bem Sanbthorquai, um bie Verheerungen, welche ber Zusammenstoß am ..Sultan" angerichtet, in Augenschein zu nehmen. Der Andrag war auch heute ein so starker, baß zur Aufrechterhaltung der Ordnung Polizisten requtdrt werden wußten. Der „Sultan" liegt mit Backbordseite am Quai, letztere ist am Steven mit einem leinenen Segel überdeckt, vermuthlich um den wahrhaft schrecklichen Zustand ber Zerstörung ber. Blicken dcs Publikums zu verbergen. Begibt man sich jedoch an Bord so gewinnt man erst den richtigen Eindruck von der furchtbaren Katastrophe. Durch ein großes Loch im Verdeck sieht man durch die vollständig aufgerissene Schanzkleidung des Steuerbords direkt auf den Wasserspiegel, etwa 2 Fuß über demselben befindet sich auch am Packdord ein gewaltiges Loch. Wäre dieses nur ein klein wenig tiefer, so wäre auch ber „Sultan" in Grund gebohrt. Das Bugspriet ist vollständig fort und das Verdeck an der Steuerbordseite hochgehoben. Die gewaltigen Holztheile von 1 bis l1/» Fuß im Durchmesser sind wie Schwefelhölzer zerbrochen. Der ganze Vordertheil des Schiffes hat in Folg«' des Zusammenstoßes gelitten unb es ist baher zu bewundern, daß sich der Sultan über Wasser gehalten hat- Hamburg, 22. Januar. Der Hülssdampfer „Hansa" ist zurückgekehrt Der Lootse Baehr berichtet: Die „C-mbria" sitzt aufrecht im Nordosten von dem Borkumer F verschiff, den Kops nach West zum Norden; die Marsraaen sind bei Hochwasser eben sichtbar. Durch datz Sch ff „Diamant" wurden 17 Personen ber „Cimbria" heute Morgen in Geestemünbe gelanbet. Bremen, 22. Januar. Siebzehn burch den „Diamant" gerettete Personen vom Dampfer „Cimbna" sinb hier burchgekommen und um 11 Uhr nach Hamburg weitergefahren. Sie sinb nicht von einem Boote, fonbern aus ber Takelung aufgefischt Ihr Boot sschlug um, di' große Mehrzahl ber auf bem Schiffe befindlichen Personen ertrank, als das Sck ff versank. Datz weitere Boote aufgefischt sind, glauben sie nicht. Dm Dampfer „Sultan" haben sie bet mäßgem Nebel bavonfahren sehen. Derselbe w-rd schwer ongeschuldtgt, er sei zurückgekehrt, von Ertrinkenben umgehen, bann aber abgefahren, ohne einen einzigen zu retten. Ob sich bies bewahrheitet, muß noch abgewartet werben- Hamburg, 22. Januar. Die vom Mastbaum Aufgesischten wollen gesehen haben, baß ber Dampfer „Sultan" ein Boot mit 4 Mann aussetzte, bas von den zahlreichen Schwimmenden jedoch Niemanden aufnehmen wollte, sondern ohne Hülteleistung Kehrt machte. — Nachmittags trafen hier die 16 vom „Diamant" geretteten Passagiere und Heizer ber »Cimbria" ein. Dieselben hatten sich, nachbem ihr Boot, welches von ber „Cimbria" abgcstoßen, aber später umgeschlagen war, in die Takelage ber aus bem Wasser ragenden Masten geflüchtet, woselbst sie 10 Stunben in größter Tobesangft erstarrt vor Kälte sich aushielten, bis ein Boot vom „Diamant" sie rettete. Viele im Boot ber „Cimbria" Gewesene ertranken beim zweiten Umschlagen, viele konnten sich nicht halten, fielen aus den Masten und ertranken- Die Schilderungen dieser Augenzeugen sinb herzzerreißend. Alle loben einstimmig bas Verhalten des Kapitäns unb ber Mannschafton ber „Cimbria", welche nicht vom Poften wichen und alles Menschenmögliche zur Rettung, tbaten, bis sie selbst bie Wellen verschlungen Sie erzählen aber auch, baß sie bie Lichter bes „Sultan" beutlich von den Masten aus gesehen, baß ihr Hülfegcschrci am Bord desselben gehört sein müsse, daß derselbe aber abgebampst sei. Die Leute sehen meistens schrecklich aus unb haben alles verloren. Die Verwundeten werden gepflegt unb theilweise in bie Heimath zurückgeschickt. Ein Theil setzt Mittwoch bie Reise fort — fJmmer fajlagfertig.] Ein Arzt unterhielt sich mit einigen Malern, beten Kunst er als leicht in ber Ausübung schilberte, unb machte sich barüber lustig, fnbem er sagte: „Wern Euch zum Beispiel ein Bild m'ßrälh, dann kratzt Ihr es einfach wieder ab. — „Mit Euch Acrzttn", wurde ihm zur Antwort gegeben, „geht es ebenso, nur mit b m Unterschiebe, daß dann ber Patient abkratzt" Handel und Verkehr. Gießen, 23. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JL 0.95—1.00, Hübnereier per Stück 6—7 Käse per Stück 5—9 Kasematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 26 H, Tauben bas Paar 0.85 —1.00, Hühner per Stück 1.20—1.70, Hahnen per Stück «X 1.20 bis JL 2.0o, Enten per Stück vH. 1.80—2.40, Ocbsenflersch per Pfund 66-70 Kuh- unb Rindfleisch 56—60 H, Kalbfieisch 54 bis 56 H, Schweinefleisch 62—64 j?, Ha mm elfter sch 66—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo «X 7.00—8.00, Zwiebeln per Gentner vH. 4.50—6, Milch per Liter 14—18H. Weißkraut 100 Stück vH 5—8.50. Frankfurt, 22. Januar. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Anae- tricbcn waren ca. 310 Ochsen, 10 Bullen, ca. 250 Kühe und Rinder, ca. 250 Kälber Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 64—66, 2. Qual. vH. 58—60, Kühe und Rinder 1. Qual. . K. 60, 2. Qual. vH. 50, Kälber 1. Qual. vH. 64, 2. Qual JC. 54—58 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Frankfur t, 22. Januar. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer vH. 193/»—20, frember vH 21—223;<, Roggen eff. bief. .M. 14—15, fremder 14—16Vi, Gerste effectiv bief. u. Wetterauer JL 17—18, fremde vH. 18—20, Hafer eff. hiesiger vH. 12‘ ?, fremder .H. 121,»—13. Rüböl eff. ohne Faß bief. in Parthien von 50 Ctr. vH. 3612. Branntwein eff. ohne Faß vH. 46. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals enttäuscht sehen, wenn mar von der Annoncen - Expedition von MAASE!\STE1IV 4? VÖGLE H ii Frankfurt n M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, dit- auch hinsichte der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Allgemeiner Anzeiger. lorslflliiiwii Uni vielen Anfragen zu begegnen, theilen wir mit, daß 2 Borftellungen 2onntag den 28. und Montag den 29. Januar im Clubsaale stattfinden und werden die Programme sowohl als auch die Verkaufsstellen der Billete in den nächsten Nummern d. Bl. bekannt gegeben. ^>40 DaS WohlthätigkeitS-Comits. Baron Z'iebig's Ualto-LeKiiiiiiiiose ■ Mehl, Choeolade und Choeolade-Pulvcr von Starker & Pobuda. Kgl. Hoflieferant, Stuttgart. Beste blutbildende und leicht verdauliche Nahrungüstoffe für Kinder und Er- wachsene, von vielen medicin. Autoritäten warm empfohlen. Niederlage in Gießen bei Holl)-- und Weis) Weine in Flaschen und Gebinden, sowie im Aierzaps über die Straße bei 42 Ehr. Helm, Bismarckstraße. 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Bratensett zu verkaufen im .Dcntsdu'n 399 Ein großer (Leonberger), gelb, zu verkaufen. Näheres bei ber Cxpeb. bs. Bl. Vergebung vonHtralren- bauürbeiltll. Die 3unt Neubau einer Kreiöftraße von Älciiiliiibcii nach Lütztllinden in ersterer Genlarkung erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im mündlichen Abstreich vergeben werden. Dieselben sind rote folgt veranschlagt: 1) Planirarbeiteu . . *4L 534.40, 2*) Maurerarbeiten . „ 96.—, 3) Steinlieferung . . „ 2553.50, 4) Chaussirarbeiten . „ 1179.—, 61 Pstasterarbetten .. 387 51) v* 475040. Plan, Kostenvoranschlag und Bedingungen sind aus Groß!). Bürgermeisterei Kleinlinden einzusehen, woselbst auch Samstag den 27. Januar ds. JB., Vonnittaas 9 Uhr, die Vergebung der arbeiten statt findet. Gießen, den 20. Januar 1883. Der Kreisingenieur: 509 Gnauth. Vergebung non ,Strd|)enbau- Arbeilen. Die zum Neubau einer Kreisstraße von Garbenteich nach Watzenborn in ersterer Gemarkung erforderlichen Arbeiten sollen im mündlichen Abstreich vergeben werden. Dieselben sind wie folgt veranschlagt: 1) Planirarbeiteu . . v4L 1083.54, 2) Maurerarbeiten . . „ 156.—, 3) Steinbrechen . . . „ 750.—, 4) Steinfahren . . . „ 975.—, 5) Steinschlagen . . . „ 500.—, 6) Chausfirarbeitcn . . „ 803.—, 7) Kieslieserung . . . „ 180.— v* 4447.54. Plan, Kostenvoranschlag und Bedingungen sind aus Großh. Bürgermeisterei Garbenteich einzusehen, woselbst auch Freitag den 26. Januar dB 3B-, Vormittags 9 Uhr, die Vergebung der Arbeiten erfolgt. Gießen, den 18. Januar 1883. Der Kreisingenieur: 510 G n au^ h.__ Holzversteigerunq im Hattenröder Gemeindewald. Dienstag den 30. Januar, von Morgens 9 Uhr an, sollen versteigert werden: Bau-, Werk- und Nutzholz: 173 Stämme Eichen von 15—30 Ctm. Durchm., bis zu 11 Mtr. Länge, 148 Stämme Fichten, darunter Schnittholz von 15—37 (Stm. Durchmesser und bis 20 Mtr. Länge, 45 Stämme Eichen - Derbstangen von 10—13 Ctm. Durchmesser, bis zu 6 Mtr. Länge, 150 Fichten- u. Kiesern-Derbstangen von 8—13 Ctm. Durchmesser, bis zu 18 Mtr. Länge. Mittwoch den 31. Januar, von Morgens 10 Uhr an, im District Struth: Brennholz: 11 Rmtr. Eichen- und Nadel- Scheitholz, 124 Rmtr. Eichen- und Nadel- Knüppel, 26,20 Wellen Eichen- u. Nadel-Reifer (meist Durchforstung), 45 Rmtr. Eichen- u. Nadel-Stöcke. Zusammenkunft und Anfang mit dem Bau- und Werkholz an der Kreiü- straße nach Lich beim Pflanzgarten. Hattenrod, den 22. Januar 1883. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. 529 Menget. 481 (früi zuverlässiges Mädchen, das perfect kochen kann, wird argen guten Lohn nach Auswärts gesucht. Näh. »u erfragen bei Wittwe Atzelhöffer, Neustadt 59, 3. St. Holzvcrftcigerung im (Hicßcncr Stadtwald. Montag den20. Januar d. I., von Vormittag- 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Zollstockswäldchcn nachverzeichnetes Holz versteigert werden: B r e n n h o l z. Scheitl). Prügelt). Stockt). Reish. Rm. Nm- Nm. Wellen. Buchen 4 — Eichen 406 163 156,9 4540 Nadel — — — 850 Bau-, Werk- und Nutzholz. 289 Fichten-Stangen mit 8,52 Fstm. Die Zusaturnenkmist ist aus dem Weg nach Rödgen, an beu Ochsenwiesen. Gießen, den 23. Januar 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 543 A. Bram m. .Hvlzvcrkauf. Donnerstag den 1 Februar 1883, von Vormittags 10 Uhr ab, sollen im hiesigen Gemeindewald, Schlag Hainig, 220 Stück Kiefern-Bau- bolz-Stämme von 8—15 Mtr. lang und 15—40 Ctm. dick öffentlich meistbietend verkauft werden. Die Zllsammenkunst ist bei dem Gastwirth Rücker. Weipoltshausen, den 22. Jan. 1883. Der Bürgermeister: 532 Willershausen Holzversteigerung. Dienstag den 30. Januar, Vormittags 10 Uhr ansangend, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, District Altenberg und Verschiedene 87 Eichen-Stämme von 75,58 Fstm. Inhalt (ausgezeichneter, guter Qualität) und 20 Nadelholz-Stämme von 0,74 Fstm. Inhalt öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenlunst ist im htej. Ort. Ober-Weidbach, den 20. Jan. 1883. Der Bürgermeister: 539_____________Schmidt. .Holzvcrknuf^ Montag den 20. dd. Mtd., von 1 Uhr ab, wird im Lokale dcS OrtSvor- stehcrs in Oden Hausen nackverzcich- neteS Holz aus dem dortigen Gememde- wald gegen Zahlungsausstanb verkauft: Eichen: 2 St. 3. Kl., 1,74 Fstm., 1 Nm. Jbtüppd, 2 Nm. Reiser. Buchen: 39 Nm. Scheit, 99 Rm. Jhiftp: pd, 18 Nm. Stöcke, 454 Nm. Reiser. Kiefern: 2 Rm. 2 Mtr langes Nutzholz, 11 Rm. Knüppel, 66 Nm. Reiser. Krofdorf, den 22. Januar 1883 538______Dao Bürgcrmeister-4lmt. ^olzvcrknuf. Samstag den 27. ds. M., von 1 Uhr ab, wird im Gemeinbebause in Kinzenbach nachvcrzeichnctes f)oh auS dem Gc- nidndewald Kinzenbach, Distr. „Wann" und „Schmittergrund" rc. versteigert: Eichen: 22 Stämme 3. -4. Kl. mit 12,16 Fstm-, 9 Rm. Derbholz, 100 Rm. Reiser. Buchen: 2* 1 * *2 Rm. Knüppel, 24 Rm. Reiser Kiefern: 4 Stangen, 10 Rm. Knüppel, 42 Rm. Reiser. Gemischt: 167 Rm. Durchsorstungs Holz. 537 Krosdorf, den 22. Januar 1883. ________Das Bürgermciflfr Vlnit. Milli»,ich brii Mär), Nachmittag« 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortygericht der dem Heinrich Lauer gehörige Acker rthir XXXV1/28, 2000 Mtr. Acker unter den neuen Eichen meistbietend versteigert werben. Gießen, den 16. Januar 1883. Großh. Ortygericht. 531___Mütter. Freitag Örn 26. Januar, Nachmittag« 2 Uhr, sotten in dem Hanse be« verstorbenen Holzmessers Goß, Dreihäuseraasse 7, bie zu bessen Nachlaß gehörigen Mövel, Betten, Weißzeug unb sonstige Hausgeräthschasten gegen gleich baare Zahlung versteigert werben. 533 Jakov Rott, Bormunb. Ev. k. v V. Probe fällt heute aus. 8 pr. Flasche JL 1.40 welche Sorten ich sowohl als Dessertweine als auch zu Medicinal- Louis Lind, Kirchenplatz. 41 1.50 2. 2.25 Y Y Y Y n n In ofleriro zwecken bestens empfehlen kann. Ausserdem mache ich auf mein Lager in allen sonstigen hl- und aiiNläiidiNciicn Weinen bei Bedarf aufmerksam. 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Bocck, Wallthorstr. 18. 31 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen.__ KaplanSgasse 18. 500 Zn meinem Hause, Schillerstraße 1 \, ftnb zwei Wohnungen (5—6 Zimmer) als- balb zu vermiethen. ____Karl Noll, Flügelsgasse. 13 Der seither von Herrn P. Gräf innegehabte Laben ist per 1. April mit ober ohne Logis anberwcit zu vermiethen. Xndw. Orth, Photograph, ____________ Neuen-Bäuen 11. 505 In ber ehemals Keck' schcn Fabrik sind getrennt ober zusammen zu oer miethen: Eine Wohnung von 6 Zimmern u. Klicke, Ein großer Bobenraum, Zwei Stuben (für Comptoir u. Lagerstube geeignet», Ein sehr großer Lagerraum, Ein großer Zieller. ^Näheres bei Emil Fischbach. Vermischte Anzeigen. Gesucht werben zur Theilnahme an Privatunter richt noch einige Mäbchcn im Alter von 6—9 Jahren. Der Beitritt Fann schon! jetzt rcsp. von Ostern ab erfolgen. Näheres bei der Exped. bS. Bl- 534 542 Ein orbentliches Dienstmädcheu gesucht von Frau C. W. Dietz am Marktplatz. Agcut-Gesuch. 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ZMl bre ä hprtRHR M H Tai MMx M öai aad) m üwchrW k poröci, 'M W " Ä kÄtonpn^ »li ri )< tiat Mcht, te mni ku te in jtnra Unm amcj M> nnl jräum du fct and) du s kvlidixt Inraitb. du * wo Stok ob! chn H 'il NMfci Oti £ _ - Ibt