Ar. 221. Erstes Blatt. Sonntag den 23. September 1883. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vttreau: Schulstraße 7. Erscheint ILstttch mit Ausnahme des Ms-tla-S. Amtlicher Hheit. PreiL» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gefundene Gegenstände: 1 Taschenmesser, 1 Chirurgenmesser, 1 gold. Medaillon, 1 Brille, 1^ Portemannaie mit Inhalt, 1 Uhrschlüssel, 1 Taschentuch, mehrere Schlüssel und Hundeblechmarken. Gießen, den 22. September 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Berlin, 20. September. Ein weiterer Reblausherd an der Ahr wurde gesunden und liegt, wie der vorher entdeckte siebente, am sogenannten Ehltnger Berge und In ziemlicher Entfernung von der vorhergehenden Fundstätte. Er tft durch geflügelte Jn- srkten entstanden, welche vermuthltch im letzten oder vorletzten Jahre aus einem der gleichfalls in diesem Jahre aufgefundenen und vernichteten, älteren Herde hervorgingen. $ur Desinfektion werden von den Parcellen zweier Besitzer etwa 180 Quadratmeter Wembergland herangezogen, da bie Jnfection sich nur auf drei beieinanderstehende Burgunderriben erstreckt. Welches reges Interesse der Oberpräsident v. Bardeleben an den Arbeiten zur Bert'lgung der Reblaus im Ahrthale nimmt, bewies derselbe wiederholt, indem er am gleichen Tage trotz seines Alters und der mit der Besichtigung verbundenen Beschwerde, sämmtltche Destnfcctionsstellen einer eingehenden Beaugenscheinigung unterzog. ______________________________________________ Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau, Homburg, 21. Septbr. Nachmittags sand im Kurhaus ein Paradediner in drei Sälen mit zusammen 360 Couverts statt. Im mittleren Saale war an einer hufeisenförmigen Tafel für den Kaiser, die Kaiserin und die übrigen Fürstlichkeiten servirt. Der Empfangssaal der Majestäten war prachtvoll mit Blumen und Teppichen geschmückt. Der Kaiser und der Kronprinz trugen englische Ordensbänder, die Könige von Spanien und Serbien das Band des schwarzen Adlerordens. Der Prinz von Wales, der Herzog von Edinburgh erschienen in preußischer Generals-Uniform, der Herzog von Connaught in Husaren-Uniform, der Herzog von Cambridge in englischer Generals-Uniform. Aus der Fahrt nach dem Kurhause wurden die Allerhöchsten Herrschaften von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. — Bei dem Paradediner saß der König von Spanien zwischen dem Kaiser und der Kaiserin. Rechts von der Kaiserin saßen der König von Sachsen, die Kronprinzessin und der Prinz von Wales; links vom Kaiser saß der König von Serbien, neben der Herzogin von Connaught und zu beiden Seicen schlossen sich die übrigen Fürstlichkeiten an. Der Kaiser toastete auf das Wohl der Könige von Spanien, Sachsen und Serbien. Der König von Spanien gab seiner großen Freude Ausdruck, daß er die deutsche Armee kennen gelernt und trank aus das Wohl des Kaisers und der deutschen Armee. Der Kaiser und der König von Spanien tauschten darauf herzliche Händedrücke aus. Reval, 21. September. Seit vergangener Nacht herrscht hier ein heftiger Orkan, der in der Stadt und den Vorstädten eine große Anzahl Häuser beschädigte, Hunderte von Bäumen entwurzelte. Die gestern Abend unter Beistand des Bugsirdampfers ausgegangene italienische Brigg „Carolina" wurde aus den Strand geworsen, dem Bugsirdampfer gelang es nur mit Mühe, sich in den Hasen zu retten. Agram, 21. Septbr. Gestern Mittag rotteten sich in Farkas Evaczt eine Anzahl Bauern aus Gradocz und Belovar zusammen. Der Vicegespan von Kreuz schickte Beamten mit zwei Landwehrleuten nach Farkas Evaczt, dieselben mußten sich aber vor den Bauern zurückziehen. Gegen Mitternacht langte eine Verstärkung von 13 Landwehrleuten an, welche von den Waffen Gebrauch machen mußten. Zehn Bauern wurden getödtet, zwei Landwehrleute stnd schwer verwundet. — Zwei Compagnien Militär sind nach Turkasevacz abgegangen. Kopenhagen, 21. September. lieber NordenskjöldS Grönland- Expedition berichtet ein Telegramm aus Thurso: Die Fahrt auf dem Eise begann am 4. Juli von Autleitswik an. Die Schlitten gelangten bis 130 Kilometer von der Küste bei 5000 Fuß Höhe. Von hier aus gingen die der Expedition angehörigen Lappen weitere 230 Kilometer auf Schneeschuhen bis zu 7000 Fuß Höhe vor. Alles war eine Eiswüste, es wurde kein eisfreies Land im Innern Grönlands angetroffen. Die Expedition ist so tief in das Innere von Grönland eingedrungen, wie bisher noch keine andere. Die gleichzeitige Expedition nach der Nordwestküste ergab ein gutes wissenschaftliches Resultat. Die Untersuchungen Nordenskjöld's ergaben, daß der kalte Strom an der Ostküste unbedeutend ist; diese Küste dürfte daher in den meisten Jahren im Herbst für Dampfschiffe zugänglich sein. Die Expedition ist nach Reykjavik zurückgekehrt. Die große Parade des 11. Armeekorps. Homburg, 21. September. Bereits zur Zeit des ersten Hohnenrufs begann eine Völkerwanderung nach dem Paradeplatz zwischen den Dörfern Ober- und Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach. Eine endlose, fröhliche Menge, begierig, den Kaiser Deutschlands, den Senior aller Fürsten, zu sehen und ihm die tiefste, aus dem Grunde des Herzens kommende Verehrung zu bezeugen, hatte sich zusammengefunden. Per Bahn, zu Wagen, zu Fuß strömte die Menge von allen Seiten von den umliegenbin Siädten unb Dörfern nach dem Paradefelb zusammen. Es mag wohl die Zahl ber Zuschauer derjenigen der Truppen gleichgekommen sein. Die letzteren hatten sich aus ihren verschiedenen Car- tounements zum Theil schon sehr früh in Bewegung gesetzt unb waren auf bin im Voraus vom Generalstab aufs Genaueste vorgeschriebenen Wegen herangerückt. Auf bin gegebenes Commando rückten sie in wunderbarer Präcision und Schnelligkeit in die im Voraus bestimmten Alignements ein. In äußerst kurzer Zeit und in einer für den Laien fast unbegreiflichen Schnell gkett war die Paradeausstellung beendet. Leichter Regen hatte des Nachts über bas Paradefelb und die Chausseen staubfrei gemacht, hatte jedoch glücklicherweise heute früh nicht angehalten und freundliche Sonnenblicke ließen den Glanz des militärischen Schauspiels um so mehr hervortreten. Die Front der Aufstellung zeigte nach Süd - Westen unter Rücksichtnahme auf Sonne und Wind. Bereits an den Tagen vorher war das Paradefelb unter specieller Leitung von Generalstabsosficieren geebnet, gesprengt unb bie Frontlinie ber Aufstellung durch Signale in ganz bestimmt abgegrenzten Entfernungen markirt worden, so baß die einzelnen Bataillone ihr mit einer Tafel bezeichnetes Signal rasch zu ftRben vermochten. In langen dunklen Linien, über denen dieHelme und Gewehre emporblitzten, zeigten sich die Massen der Infanterie, während bmter ihnen im zweiten Treffen die bunten Uniformen der Kavallerie, namentlich die hier ungewohnten Ulanen mit ihren im Winde flatternden Fähnchen an den Lanzen, dem Auge ein farbenprächtiges Bild entrollten, welches die Masse der fremdherrlichen Officiere mit ihren zum Theil reichen und bunten Uniformen, die Vertreter fast sämmtlicher Truppentheile der deutschen Armee, die Reserve-Osficiere fast aller Waffen vervollständigten. Der Kaiser begab sich zu Wagen nach dem Paradefeld und stieg bei Gonzenheim aus, wo er als der Erste seine königlichen Gäste erwartete; wenige Minuten später erschienen die Kaiserin, die Kronprinzessin, die Prinzessin Victoria und die Herzogin von Connaught in offenen sechsspännigen Hofequipagen mit Spitzreitern. Mit dem Kaiser zugleich langten der Kronprinz unb bie anbern Prinzen des königlichen Hauses, sowie ber Großherzog von Hessen, ber Großherzog von Sachsen ein. Von ben königlichen Gästen traf König Milan von Serbien in rother serbischer Uniform ein, bann tarn König Alfons von Spanien in ber dunklen spanischen Marschalls-Uniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens und endlich ber König Albert von Sachsen in ber Uniform seines preußischen Dragoner-Regiments. Der Prinz von Walcs in ber Uniform seines Blücher'schen Husaren-Regirnents. Der Kaiser, sowie ber Kronprinz trugen große Generalsuniform, der Kaiser bas breite blau-weiße Ordensbanb des goldenen Vließes. Nachdem der Monarch seine königlichen Gäste herzlich begrüßt hatte, begaben sich alle Fürstlichkeiten, sowie das große, aus so vielen iUufiren Personen bestehende Gefolge auf das Paradefelb. Die Kaiserin wohnte der Parade in ihrem Wagen bei; bie Kronprinzessin, welche die Uniform ihres Husarenregimenis trug, stieg zu Pferde, ebenso die Prinzessin Victoria unb bie Herzogin von Connaught. Die Dörfer prangten tm herrlichsten Schmuck unb sinnreiche Inschriften bewiesen die Liebe unb innige Verehrung für ben Kriegsherrn brs brutschen Volkes, der sich anschickte, Revue über die Söhne des Hessen- und Nassauerlandes abzuhalten. Bei Nieder- Erlenbach bestieg Se. Majestät den Fuchs „Alexander" und setzte sich gegen den rechten Flügel des ersten Treffens hin in Galopp, von einer Suite begleitet, wie solche kaum prächtiger, großartig-imponirender gedacht werden kann. Beide Treffen der Parabe- aufstellung nahmen, als Se. Majestät zu Pferde gestiegen war und anritt, „Gewehr auf" und prafenttTten sodann auf das Commando ber Herren Treffencommanbeure; sämmtliche Musikcorps unb die Spielleute begannen den Präsentirmarsch „Heil Dir im Stegeskranz" unb bonnernbes, weit Über das Blachfelb hinhallendes Hurrah begrüßte den in langem Galopp sich nähernden Kriegsherrn. Das erste Treffen stand mit „Augen rechts", die einzelnen Bataillone in Com- pagniefront-Colonne. Die Uhren ber Dörfer kündeten gerade die 10. Stunde an, als Se. Maj. am rechten Flügel des ersten Treffens anlangte unb nunmehr im kurzen Galopp, stets vor ben Fahnen salutirend, das Treffen entlang ritt, hie und da das Tempo verkürzend und genauer musternd. Die Truppen hatten inzwischen, das rechte Flügel-Regiment ausgenommen, geschultert unb präfentirten erst dann wieder, wenn Se. Majestät am überstehenden Batmllon angelangt war. Das zweite Treffen ritt der Kaiser vom linken Flügel ans ab. Hier waren die Truppen in Escadrons Colonne, resp. in Batterien hintereinander aufgestellt. Wahrend ber Besichtigung bes zweiten Treffens rückte das erste Treffen mit „Rechts um in die Ausstellung rum Parademarsch und sormirte sich regimenterweise hintereinander in Com- pagnfpfront. DaS zweite Treffen setzte sich rechts neben das erste und zwar die Cavallerie in halber Escadronsfront, die Artillerie in Batteriefront unb der Train in Bugfront e Parabe - Aufstellung commanbhte der General der Cavallerie Frhr. v. Schlotheim. Die Treffen waren geordnet: Erstes Treffen. 21. Division. Commandeur: General-Lieuteant v. Böhn. SOm3nSe^Ür$be:äÄt-l^uior ->. Rauch. 1. Nassau-,ch-s Infante-.-, Regiment Nr. 87: Oberst v Sothen. 2. Nassauisches Infanterie-Regiment Nr. 88: Od-ist öornhardt. General-Major D. Amelungen. Hess. Füstlier-R-alm-nt Nr.80: iDberfi W H-Mch-s Infanterie-Regiment Nr 81: Oberst D. Slurensee. Infanterie-Regiment Nr 97: Oberst am Ende. 22. Division. General-Lieutenant v. Unger. . . m . 43. Infanterie-Brigade- Generalmajor Fischer. 3. H- s. Jnfant-rie-R-g-ment Nr. 83: Oberst Sucre. 6. Thüringisches Infanterie - Regiment Nr. 95. Oberst ^E-rnsant-rte-Brlaade: Generalmajor v. Carnap-Quernheimb. 2. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr.3°: Oberst °. Wulfsen. 5. Thüringisches Jnfanterte-Regi- ment Nr. 94; Oberst Frhr. v. Wangenheim. 25. Division. Generallieutenant Prinz Heinrich von Hessen, Großherzogliche Hoheit. 49 ^fanterie-Brigade: Generalmajor Graf Herzberg. 1-_ Aroßh. Hess. Inf.- (Leibgarde-) Regiment Nr. 115: Oberst von Seebeck. 2. Großh. Hess. Inf--(Großherzog) Regiment Nr. 116: Oberst Baron von Collas. 50. Infanterie-Brigade: Generalmajor o. Wussow. 3. Großh. Hess. Inf.. (Lech- regiment) Regiment Nr. 117: Oberst von Westernhagen. 4. Großh. Hess. Ins.- (Prinz Carl) Regiment Nr. 118: Oberst Frhr. r>. Rosen. FußarMerie^ Berendt. Pionier-Bataillon Nr. 11: v. Bruhn. _ .. o _ Zwertes Treffen. Generalmajor Frhr. v. Gemmingen. 21. Cavalleriebrigade: Rheinisches Dragoner-Regiment Nr. 5, Oberstlt. v. Po- remski. 1. Hess. Husaren-Regiment Nr. 13, Oberstlt. v. Niesewand. . 22. Cavallerie-Brigade: Gen. Major v- Buntmg. 2. Hess. Husaren-Regiment Nr. 14, Oberstlieut. v. Leipziger- Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6, Oberst Zimmennann-allerie-Brigade: General-Major v. Radecke. 1. Großh. Hess. Draaoner- (Garde) Regiment Nr. 23, Oberst v. Klüber- 1. Großh. Hess. Dragoner- (Leib) gimenflOberst v. Schell. Feldartillerie-Regiment Nr. 11, Oberst Weltz. Feldartillerie-Regiment Nr. 25, Oberstlieut. v. Prittwitz und Gaffron. Feldartillerie-Regiment Nr. 27. Train-Bataillon Nr. 11: Maior v. Westrell. In Summa: 43 Bataillone im ersten Treffen, 30 Escadrons, 7 Abteilungen und 1 Bataillon im zweiten Treffen. r., m . . Die Parade-Aufstellung befriedigte Se. Majestät den Kaiser sichtlich und in gleichem Maße die hohen Herrschaften und erlauchten Gäste. Der Anzug konnte mit vollstem Recht mustergiltig genannt werden; das Aussehen der Mannschaft war frisch und die Mienen freudig erregt- Höchst angenehm berührte den sachverständigen Militär das ganz ausgezeichnete „Stillstehen" unter „Gewehr auf" und präsenttrtem Gewehr, sowie das freie Ansehen des obersten Kriegsherrn und das gute Folgen mit den Köpfen, sodaß auch die vielen fremdländischen Offiziere einen vortrefflichen Eindruck, den die Truppe auf sie gemacht, nicht umhin konnten, anzucrkennen. Der Parademarsch begann mit dem Regiment Nr. 87 in Compagniefront, Distance von Compagnie zu Compagnie 20 Schritt, von Bataillon zu Bataillon 40 Schritt und demgemäß weitersteigend- Durchweg gelang der mit angefaßtem Gewehr ausgeführte Vorbeimarsch der Infanterie überraschend gut, was Richtung, Glteder- abstand und Kopfhaltung anbetraf. Auch der Schritt kann als frei und raumnehmend bezeichnet werden. Die Cavallerie, die Artillerie, die Pioniere und der Train dcfilirten nicht miObCVerkette Vorbeimarsch geschah bei der Infanterie mit „G-wehr über" in Regimentscolormen, bet welcher Formation die 3 Bataillone jedes Regiments, in ihren 8 Zügen hintereinander, nebeneinander formirt werden. Die im schönsten Gleichschritt heranrückende wuchtige Infanterie-Masse imponirte ganz gewaltig. Auch hier muß bemerkt werben, daß sämmtliche Regimenter sich ausgezeichnet präsentirten und weder die Körverhaltung, Kopfstellung, noch die Front und die Richtung der einzelnen Staffeln zu irgend einem Tadel hätte Veranlassung geben können. Ebenso erregten die anderen Waffengattungen durchaus den Beifall der Kenner. Die Richtung war vortrefflich und das Trab-Tempo sehr ruhig und gleichmäßig. Der Parademarsch bildet die Probe für die gute Elementarausbildung der Truppe und bewiesen hier alle Waffen vollauf, daß das verflossene Dienstjahr nutzbringend verwerthet worden war. Der Eindruck eines höchst gelungenen militärischen Schauspiels spiegelte sich nicht nur auf dem Antlitz Seiner Majestät des Kaisers ab, es fühlten auch alle anderen Zuschauer den Werth der soeben gesehenen Truvpen. Die Tribünen zeigten sich dicht besetzt, endlose Reihen von Equipagen, in denen sich vornehmlich viele Fremdländer befanden, waren placirt und die wohl an 30,000 Köpfe zählende Menge befand sich in dichten Reihen an der Frontseite des Platzes. Ihre Haltung bereitete fast gar keine Schwierigkeiten bezüglich der aufrecht zu erhaltenden Ordnung. , Der erste Vorbeimarsch bot ein von sonstigen Paraden abweichendes Interesse dadurch, daß das 11. Armeecorps eine größere Anzahl Regimenterchefs aufniweisen hat, als irgend ein anderes der preußischen Armee. Chef des hessischen Füsilier- Regiments Nr. 80 ist General der Infanterie von Boven; der Großherzog von Hessen als Chef des 81. Regiments, der Großherzog von Weimar der Fürst von Waldeck, Prinz Alexander von Hessen, der Landgraf von Hessen führten ihre Regimenter persönlich dem Kaiser vor, wie sich auch der Großherzog von Hessen beim Herannahen der 25. Division an deren Spitze setzte. Se. Majestät der Kaiser dankte nach Beendigung des Vorbeimarsches den um ihn versammelten Commandeuren für das vorzügliche Vorführen der Truppen und sprach die bestimmte Zuversicht aus, die Divisionen an den nächsten Tagen ebenso tüchtig im Manövrircn zu finden. Nachdem Se. Majestät noch ganz besonders dem commandirenden General der Cavallerie Frhrn. v. Schlotheim, ihm die Hand reichend, seine große Zufriedenheit ausgedrückt und Seine Großherzogliche Hoheit den Prinzen Heinrich von Hessen sehr herzlich begrüßt hatte, stieg er vom Pfero in die herbeigc- holte Equipage und kehrte nebst seinen Gästen und Gefolge gegen 1/?2 Uhr nach Homburg zurück, wo um 5 Uhr das große Paradediner stattfindet.____ (Franks. Journ.) Lokales. Gießen, 22. Septbr. (Sitzung der Stadtverordneten vom 20. ©eptfcr.] Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Heß, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Bai st, Gail, Grüneberg, Haustein, Hoch, Homberger, Kauf, Lüdekmg, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Pfann- müller, Scheel, Schopbach, Vogt, Wenzel und Wortmann. — Ein Schreiben des Turnvereins Gießen, in welchem dem Stadtoorstande für die bei Abhaltung des Mittelrhetvischen Tu nfestes zu Theil gewordene Unterstützung der Dank des Fcst-Comitäs ausgesprochen wird, nnrb zur Kenntniß der Versammlung gebracht. — Dem Anträge des Schulvorstandes entsprechend, werden 250 bewilligt zur Feier des 400jährigen Geburtstages Dr. Martin Luther'S, welche am 10. November d. I. in den hiesigen Schulen ftattfinben soll unb bei welcher Gelegenheit bie Schüler ber Stadtschule, die jüngeren mit Festbretzeln, bie älteren mit einer Festschrift beschenkt werben sollen. — Zu Beisitzern bei den im October b. I statifindenben Stadtverordnetenwahlen für die Periode 1884- 92 werden bie Herren Stadtverordneten Lüdeking und Vogt gewählt. — Betreffs der Ablösung der Beitragspflicht der Cioilgememde Gießen zu den Bedürfnissen der evangelischen Kirche beschlußt die Versammlung Beitritt zu der in einer gemeinschaftlichen Sitzung der Vertreter des K.rchenvorstandes mit der Finanzdeputation erzielten Verständigung auf Entrichtung des 22Vrfack^n Betrages als Ablösungssumme. — Die in voriger Sitzung beschlossene Untersuchung der Brunnen in der Schulstraße, auf der Mäusburg, im Teufelslustgärtchen und am Ausgange der Löwengasse in die Bahnhofstraße hat ergeben, daß alle 4 mehr oder weniger unbrauchbar sind. Es wird deshalb die Ausstellung eines weiteren Brunnens in der Plockstraße beschlossen. Ferner soll dem Bedarf an Trinkwasser im Gymnasialgebäude Rechnung getragen werden durch Herstellung einer entsprechenden Ableitung nach dem Hofe dieser Lehranstalt. — Die Kosten der Wasserleitung im Betrage von 150,000 JL, wovon 60,000 für Vorarbeiten rc. bereits aufgewendet, sollen durch Anlehcn beschafft werden. — Hinsichtlich eines in Nr. 212 des „Gießener Anzeiger" befindlichen „Eingesandt", in welchem die Noihwendigkeit der Versorgung mit Quellwaffer für die Bewohner des Gartfeldes dargelegt wird, hat sich die Commission in folgender Weise geäußert, womit sich die Versammlung einverstanden erklärte: In dem Maße, in welchem die städtische Quellwasserleitung sich ihrer Vollendung nähert, treten auch, wie zu erwarten war, aus den verschiedensten Theilen der Stadt Wünsche wegen Errichtung weiterer öffentlicher Brunnen auf. So erklärlich und vielfach berechtigt diese Wünsche auch sind, da da das Trinkwasser in manchen Stadttheilen nicht von der wünschcnswerihen Beschaffenheit ist, so wird denselben doch gegenwärtig nicht entsprochen werden können, da zur Zeit ein sicheres Urtbeil darüber, wieviele öffentliche Brunnen mit dem jetzt zur Verfügung stehenden Wasserquanium gespeist werden können, um deswillen nicht möglich ist, weil nickt mit Sicherheit im Voraus festzustellen ist, wieviel Wasser diesem Brunnen entnommen werden wird Bei der Bestimmung der Anzahl -und der Orte der zunächst auszustellenden Brunnen mußten folgende Gesichtspunkte maßgebend fein: Es durfte bei dem verfügbaren Wasserquantum, welches zur Zeit 180,000 Liter pro Tag nicht übersteigt, die Anzahl der Brunnen nur so groß angenommen werden, daß anck bei der geringsten Wassermenge, welche bei großer Trockenheit noch verfügbar sein wird, einerseits und beider größten Wasserentnahme, welche andererseits an den Brunnen erwartet werden kann, nie ein Mangel eintritt. Diese Brunnen sollten, um die Rohrleitung für die mäßige Zahl von Brunnen nicht allzusehr auszudehnen unb die Kosten ber Slnloge innerhalb maß ger, resp. der Anzahl der Brunnen entsprechender Grenzen zu halten, im Allgemeinen möglichst im inneren Stadtbezirk angelegt werden, wo nicht die durch die Herführunp von dem Hochreservoir bedingte Richtung der Zuleitung ein« Ausnahme zulreß; die tinfldnen Standorte für dieselben sollten nach Möglrchk-rt sich den seither vorhandenen öffentlichen Brunnen anschließen, da anzunehmen ist daß in diesen Gegenden auch bisher das Bedürfniß für öffentliche Brunnen am größten war Mit großer Wahrscheinlichkeit kann jedoch erwartet werden, daß mit dem zur Versüguna stehenden Wasserquantum mehr Brunnen gespeist werden können, als j-tzt ausgestellt werden, unb ba bie ganze Rohrleitung so angelegt wirb, baß sie jeberzeit leicht tn jede Straße zur Speisung weiterer Brunnen fortgeführt werben kann, wirb es, wenn bie Erfahrung kurzer Zeit biefe Annahme bestätigt hat, voraussichtlich möglich sein, baldigst auch den Wünschen ber entfernter von der inneren Stadt wohnenden Einwohner bezügl öffentlicher Brunnen zu entsprechen. Bezüglich eines in der „Frankfurter Zeitung" erschienenen unb in andere Blätter übergegangenen Artikels, welcher die Resultate ber Mass rleiiungsarbeiten in einer mit bem bis jetzt erzielten Erfolge in grellem Wrberspruch stehenden und geradezu boshaften Weise in Zweifel zieht, wurde der Verwaltung anhermgegeben, den betreffenden Zeitungs- redactionen entsprechende Berichtigung zugehen zu lassen. — Der anfänglich ausgearbertete Plan, in Anschluß an den Umbau des Bahnhofes unb die damit zusammenhängende Unterführung am sogen. Gerberhäuschen jenseits dcs Bahnkörpers das neue Schlachthaus zu bauen ist durch Wegfall der bezeichneien Unterführung vereitelt worden. Betreffs der dieserhalb tn Aussicht genommenen Erwerbung eines geeigneten Platzes an der Rodheirner Straße mit einem Flächeninhalt von 6480 Qr.-Mtr. beschließt indeß die Versammlung, auch die Behandlung diese, Angelegenheit so lange auszusetzen, bis Entscheidung über den bei Großh. Kreisamt Gießen eingereichlen Protest gegen die Erweiterung ber Bahnhofsanlagen in der We se, wie solche neuerdings von der Bahndirectwn beabsichtigt ist, getroffen ist. — Em Gesuch um Trottoirherstellung in der äußeren Ludwigstraße wird nicht bewilligt da der Zustand des Trottoirs den VerkehrSverhältnissen daselbst genügt. - Dem Gesuche des Gastwtrths Ruppel um Pflasterung der Straßenstrecke vor seinem Haus« wird n'cht stattgegeben, jedoch soll dieser Straßentheil Kiesdanquet erhalt n. — Dir Erbauung eines Stegs über die Wieseck unb Fortsetzung der Bleichstraße über denselben nach der Lubwtgsstraße wird genehmigt unb soll zunächst wegen Erwerb des zwischen Ludwigssiraße unb Wieseck gelegenen Geländes verbandelt werden. — Betreffs des Gesuchs des Schreinermeisters Chr. Weiß um käufliche Ueberlassung städt sch^n Geländes an der Asterwegbrücke wird vorerst Absteckung des betr. Geländes beschlossen. — Das Gesuch des Restaurateurs Justus Lenz, welcher erst um pachtweise, dann um käufliche Ueberlassung des vor feinen Häusern gelegenen Platzes nachsuchte, wird genehmigt und 10 pro Qu.-Mtr. festgesetzt; außerdem wird die Herrichtung einer passenden Einfriedigung zur Bedingung gemacht. — Dem Gesuche mehrerer Bewohner der äußeren Frankfurterstraße um Beleuchtung der Straßenecke oberhalb der Veterinär- anftalt wird entsprochen und sollen daselbst 2 Petroleumlatcrnen aufgestellt werden.— Zur theilweisen Besitzveränderung von Erbbegräbnissen wird Erlaubniß ertheilt. — Genehmigt wird ferner die Pflasterung des Trottoirs bis an den zweiten Eingang zuw Friedhöfe — Auf desfalls gestellte Anfrage Großh. Polizeiamts m Betreff der Sackgasse zwischen den Häusern ber Wittwe Freunb unb des Friedrich Müller beschließt die Versammlung dem Anträge ber Baubeputation entsprechend, Eigenthums- ansprüche auf diese Straße nicht zu erheben. — Auf die von Gloßh. Polizeiamt in Vorschlag gebrachte Aufstellung einer neuen Lastwaage beschließt die Versammlung nicht einzugehen. — Zum Schluß werden die von der betr. Commission vorgeschlagenen Bestimmungen in Betreff der Bekleidung der HÜlsschutzmänner genehmigt und bestimmt, baß bei Neuanschaffung 100 pro Mann bewilligt werben, wovon, falls Entlassung unb Austritt bes betr. Schutzmanns vor Ablauf eines Jahres eintritt, bie Kleidungsstücke zurückzugeben ober 50 JL für dieselben zu entrichten sind. Vermischte*. Friedberg. Am hiesigen Schullehrerseminar finden gegenwärtig die Prüfungen ber Aspirantinnen für das Lehrfach statt. Es haben sich über 20 junge Mädchen dazu gemeldet. Gründ erg, 19 September. Heute Abend wurde der hiesige Bürger Spenglet- meister H. Kaiser, welcher in Londorf einer Arbeitsversteigerung beigewohnt hatte, in der Nähe von Geilshausen durch drei Revolverschüsse schwer verwundet. Als brr schrecklichen That verdächtig ist ein Grünberger verhaftet, ber bteselde aus Rache verübt haben soll. Der Ueberfallene trug zwei schwere Verletzungen im Gesicht unb eilte solche am Arme davon- (G A) Sontra, 17. September. Als der Landbriefträger Stückrath an einem Rack- mittage in vergangener Woche den Postwagen tn der an der Stadt vorbeifließendin Sonter waschen wollte, sah er, daß etwa 50 Schritte von ihm entfernt die beibtn Händchen eines Kindes aus dem Wasser hervorragten Er (Ute sofort an die Stell', sprang in bas Wasser und zog ein zwei Jahre altes Kind, welches dem Küfer <5d)röb.r gehörte, heraus. Zur großen Freude der Eltern stellte sich nach verschiedenen Belebungi- versuchen bei dem schon für tobt gehaltenen Kinde wieder Leben ein. Es ist dies t>c zweite Fall, daß Stückrath ein K nd gerettet hat. — (Die Diphtheritis des Geflügels ift anftedenb.J Aus Würzburg, 17-September, wird uns geschrieben: Hosraih Professor v. Gel Hard dahier hat nun fest gestellt, baß bie Diphtheritis bei Geflügel thaisächüch vorkommt unb daß dieselbe auf bin Menschen übertragbar sei. In der Hühnrrbrutanstalt MessUhausen wurden die v? ■■ perfmente unb Untersuchungen angestellt unb refultiren hauptsächlich aus nachfolgem>iri Erscheinungen: Von mehreren Tausend Hühnern, die aus Italien importirt wurd obige Entstehungsursache zurückzuführen. _ o . — Die Bewaffnung der Londoner Polizei bildete am 12. b. M- den Gegen statt der Berathung der sammtlichen Superintendenten der hauptstädtischen Pol'z,imao - Bisher sind die Polizisten nur mit einem eichenen Knüppel bewaffnet, welcher sich vn gewöhnlich mit Revolvern und Dolchen bewaffneten Embreckern gegenüber, die jen London unsicher machen, als gänzlich unzureichend erweist. Von verschiedenen ^eitn wurde im Hinblick auf die in ber letzten Zeit häufigen Ermordungen der armen P». ■ zisten, die den Kampf mit den Einbrechern aufnehmen, ber Vorschlag Hüter ber öffentlichen Sicherheit gleichfalls mit Revolvern zu bewaffnen. Die fammlung sprach sich aber gegen diesen Vorschlag aus, da bte Gefahr nahe liegt, di die Polizisten oft einen zu raschen ober unzeitgemäßen Gebrauch von ben ihnen an trauten Waffen machen könnten. Dagegen würbe beschlossen, in den -Vororten jir Nachtzeit Doppelpatrouillen einzuführen und die veraltete Allarm-Ratsche, welche !\t Polizisten mitschleppen müssen, durch eine amerikanische Signalpfeife -u ersetzen; v selbe soll in den „hölzernen Säbel", welchen die Polizisten zum Ueb?rflutz tn er - Lederscheide auf der rechten Seite und somit auf ber unrechten Seite tragen, etngeioil werben, „wodurch das Gewicht des Knüppels erhöht unb ihm als Vertheidigungsw T ein größerer Werth verliehen werden." „ . „u — (Eine neue Ansicht über die ©lectridtfit.] Die Electricttat ist @etn«n-> 1 05 Hühnereier per Stück 5—6 Käfe Stück 5—10 H, Käfematte 3 H, Tauben per Paar 50-70 Hühner per ! 11 00—1 80 Hahnen per Stück JL O.50—1-00, Enten pr- St. -X 1.30—1.60, I Enfleisch per Pfund 70 Kuh- und Rindfleisch 56-60 ^^Kalbfleisch 50 bis Schweinefleisch 62—64^, Hammelfleisch 62—70 Kartosteln per 100 Kilo P “isoo—4, Milch pr. Ltr. 13—18 Gänse pr. Pfd. $ 40—45. Zwiebeln per Ctr. ‘ ^700—8.00. Ma zu Gießen. Eheschließungen. . September 15. Hilfsheizer Georg Ott, Wittwer, mit Mathilde Adolfine Fne- hrite Christine Simon, Tochter des Oeconomen Konrad Simon zu Gleßen. 19. Kaus- mnn Philipp Emil Eduard Karl Heinrich Hermann Sack nut Bertha Gertraude Mderike Möser, Tochter des Mühlenbesitzers Heinrich Moser zu Gießen. Geborene. ,± September 8. Eine Tochter von auswärts, Anna Marie. 8. Eme Tochter von auswärts, Elisabeth. 9. Eine Tochter von auswärts, Elise. 10 Dem Wirth Georg Lohr tine Tochter, Marie Anna. 10. Dem Kutscher Heinrich Adolph em Sohn Karl. 1'1 Dem Gastwirth Jean Weber ein Sohn, Eugen, Hans Karl Michael 41. Dem :mdschuhmacher Jacob Hengst ein Sohn, Hemrich Friedrich. 12. Dem Arbeiter Wil- :ilm Skibinski eine Tochter, Anna. 13. Dem Buchbinder Salomon Sundhenner eine Nö/ine '? Gtnhi $ IQ H- in t”1 !ßl _ '?* *ll.-ib W tal) bijinfe D6Ibtn- - AiW vir. ®ilanbt§ jrfl um podiliDdlt, ?:*,r Platzes iichchi, 'rb bie Heuichiuiig lirir 'ch MM ÜHb» obtthckbikAM- ntn autgtftiBiwtib^.- d 6rldubnij eiliilli. - den in Alkfi in 19 Frlebrij Ä ntiprzdienb, Elzinibnl lon GiM. Wcssl r eh! dieAsaWlu°z^! immljiton r DehchtiMml, lööüon, sM §elntrill,bliW ib. Eingejandt. Garten der Brauerei von H^rrn Lony steht augenblicklich ein tn diesem aevflanztes Apfelbäumchen tn voller Blüthe. Ein seltener Fall, der manchem '^ffreund entschieden Freude verursachen wird. , Witterungskunde.*) 03 September. Sonntag. Frühmorgens drohend, spater aufgebessert bis heiter. Mittag ru wohl etwas Bedeckung, Nachmittags besser bis schon, Abends bedeckt °" g%atemnbe^9Äat’0Ol0■5.ü^^1or9^n« bebetft bis r-gn-rtsch Vormittags auft ' mutaaS wieder zunehmend ballig bis bedeckt, Nachmlliags ausgebeftert bis Abends wohl gewitlcrhaft bedeckt mit kiihlcn Nieberjchlagen und noch z-st- * %nbgft,tember. Dienstag, Normal srühmorgens nebelig dis trüb zumal nach „,..n>u mit einigen Nteberschlägen zumal im Sübweften, nachher aufgebeff et bi8 Ä. auf Mittag zu wolkiger; Nachmiitags aufgebesfert b>s heiter Die Winde Än zumal gegen Abend nördliche Richtung haben; es ist schwer festzultellen ob «j nebelig trüb/Wetter tagsüber bleibt, ober ob schon letzt bei hohem Barometerstand ■oli Aufhellung eintrilt. id t*riLidiii||i|d 181,6 ,n **i11 r' ■! Vormittags 10 Uhr, ffl iiu5 li E im Garten des Anatomiegebäudes E?Ält> iisi I h r tine Parthie altes Bauholz loosweise n I Montag den 24. ds. Mis., Nachmittags 3 Uhr, ■lern auf hiesigem Ortsgericht die den * des Christian Georg gehörenden Mnobilien: M 1/509, 150 sü-Mtr. Hofraithe auf dem Seltersweg 1/510, 88 O-Mtr. Grabgarten das., 1/512, 88 „ 1/475,5,106 „ 1/475/g, 26 „ x Hofraithe „ 1/475,., 380 „ Grabgarten „ l’ne"r freiwilligen Versteigerung ausgesetzt vrrLen. Gießen, den 13. September 1883. Großberzogliches Ortsgericht. 6116 Lüdeking. Bauholz, Brennholz, sowie eine kriyße Parthie Falz- und e geln geg. Baar- ttU' " ;; „' i/2 „ „ 0,95, Medrcin. Rothwein, Mäneser-Ausbruch, pr. Vi Flasche JL 1,50, „ */2 „ „ 0,80, Tokayer Szamorodner, alt gezehrt, nicht süß, per xk Flasche JL. 1,60, u n n n if U,Ö3, Erdö-Benye b. Tokay in Ungarn.gytt» Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 bei M. Lenz u. C. Steinberger 27 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 56 bei M-Lenz u. C. Steinberger 54 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei M. Lenz u. C. Steinberger 24 (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei M. Lenz u. C. Steinberger 48 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei M. Lenz u. C. Steinberger (4 Pfd. 1 Schwarzbrod 2. Sorte 44 bei M- Lenz u. C. Steinberger 42 (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei L. Keil, Ludwig Schneider, Carl Wallenfels, L. Kroneberg, Georg Ieilgeöotenes. Wasserdichte Pferdedecken, Wagen- und Lagerdecken empfiehlt billigst 6295 Louis Wittich II., Marktstraße 7. Korsetten in neuesten Formen. 6305 Auguste Frieffe. Zur bevorstehenden Saison empfehle das Neueste in Besatzartikeln, als; Sammtband und Litzen in allen Farben, Perlgiwpe, Franzen und Spitzen und eine große Auswahl in den modernsten Kleiderknöpfen zu äußerst billigen Preisen. 6309 Ph. Schlatter. im früher Heichelheim'schen Geschäft. 5774 Akademischer Gesangvereins BI 6<4“lftr Der 6311 Der Vorstand. ',ä! d-r Tru, . bn cm... ' :e*t beut ( 6300 Ein Einjahrig-Freiwilliger sucht 6294 Eine leistungsfähige Haabpjser c".. < » a m 1 Öif4-nfiöy Ai’ATvt«ortSt» :____r.. »Ur enaVit unter gurit - 00 000000000000 3466 In Giessen bei Herrn Friedr. Seibel Ä', - Drrick und V-rl^^ r ü h l'schen Druckerei (Fr. .ÄK cn) in iyicyt.fi* Hierzu ein zweites Bla«.. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. 6306 Ich empfehle mich im Anfertigen von Herren- itttb Knaben-Anzügen aller Art. Auch wird das Umändern alter Kleidungsstücke bestens besorgt. A. Frei, Sonnenstraße 14. Jeden Dienstag von 71/2—SVz Uhr Abends Probe für (Sopran und Alt, von 8V2—9V2 Uhr für Tenor und Baß. Jeden Donnerstag von 8—9^2 Uhr Abends Gesammtprobe. Der Vorstand Tages-Ordnung: 1. Bericht über Verein und Kreis. 2. XIV. mittelrheinisches Turnfest. 3. Enthüllung des Niederwald-Denkmals. 4. Allgemeine Vereinsangelegenheiten. Die sesilic 'Woche durch uW roor $ Ängelegenh * W« Nit Wilhelm Nn, dem 4m sich m ^ches Leben -''!i4orps de 3* o Der A *1 wel Len seit . im IV. Q Wir btt für das neue, am 1. Oktober beginnende Dienstjahr einen desgl. zur Betheiligung an einer aus 2 Zimmern bestehenden, mitten in der Stadt gelegenen, schönen Wohnung. Näheres in der Exped. ds. Bl. Turnverein. Ordenti. Hauptversammlung Dienstag den 23. September 1883, Abends 8V2 Uhr, im Restaurant Schnell. »Slei aus Ätv J. Rothenberger Gericht!, best. Taxator Llndenplatz 8. 609 51 Ankauf von LEV««, K«« Papier und ^enie Neuenweg 2i. Durch günstigen Gelegenheits-Einkauf empfehle einen Posten reinwollene Buckskin-Anzüge für Herren und Knaben (neueste Stoffe und Fa^on) bedeutend unterm Preis. Hermann Hat-* Neues Mainzer Sauerkraut, ächte Frankfurter Würstchen empfiehlt xi 6312 Carl Schwaab's Deücatessenhandlung. J. Ander neu entdecktes überseeisches Pulver lödtet Wanzen, Flöhe, Schwaben, Schaaben, Russen, Fliegen, Ameisen, Asseln, Vogelmilben, überhaupt alle Insekten mit einer nahezu übernatürlichen Schnelligkeit und Sicherheit derart, dass von der vorhandenen Insektenbrut gar keine Spur übrig bleibt. Echt und billig zu haben in Prag in J. ANDEL’S Droguerie, 13 „zum schwarzen Hund“, Hussg. 13. Thnrrnahren» Alte Thurmuhren, wenn deren Grundbau noch gut ist, werden nach b- währtester Construction umgeändert. Preiscourante aus verschiedenen Fabrik: ertheilt an größere und kleine Städte und Dörfer H. Krug, Stadtlchrmacher Gießen. «Aize mi SÄ " das j&r. Retau’s Selbst- hewahrung. 80.sauft. Mit27Abbild. PreibM. o»fe es Jeder, der an den lihM lichen Folgen dieses Lasters W» seine aufrichtigen Belehrungen r4||| oaoaooöaQ ooooaroöo 9 Unserem Freund PH. K.... l y zu seinem 35. Wiegenfest ein drei- q 2L fach donnerndes Hoch, daß die ganze q y Froschgasse in Wieseck wackelt. ö 6293 Seine Freunde, q nginooooao oooooaaQQ Hemden nach Mal; liefert in guten Stoffen, solider Arbeit unter Garantie des Gutsitzens zu billigen Preisen "291 E5L Kiibsamen. 5916 Ein Eiöschrank zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Färberei von Da«rengarderobe-Gegenständen aller Art in £ tbu, Wolle und gemischten Stoffen; Möbelstoffen, Vorhangni, Teppichen, Decken, Herrenkleidungsstücken re. Färberei ä ressort. Druckerei. Chem. Wasch-Anstalt Da die Uhrwerke den Schlag so hörbar als möglich machen sollen, muiseri ^ selben mit der Kraft der Hämmer und folglich mit der Große, derlelbeu im Berhiit- nisse sein; diese Uhren sind mit aufgeschraubtem Lager, wo em jeher U)ed J aj mit seinen einzelnen Lagern abgenommen werden kann und wo, das ijel Dur® ij- Oeffimng dem Zapfen zulälift; sie haben ferner eiserne Flaschenzuge, lacktrte Schri^- mit Glasthüren vergehen, und kann der Verfertiger solcher Werke allen Stadt- w» Landgemeinden bestens empfohlen werden._________ IJ T B Ile hscfieHoföchönTarberel in Darmstadt. Wermiethungen. 6297 Ein freundliches Mansardenzimmer mit Cabinet ist zu vermiethen. J.,Wagner, Hammltraße 4. "”6302 Zimmer mit Cabinet/unmöblirt, zu vermiethen. Wilh. Kosch, Neuen-Bäuen. "6314 Zwei bis drei unmöblirte Zimmer, 1. Etage, per 15. Oktober zu vermiethen. Näheres Bahnhofstraße 33. 6315 Das von Hrn. Elsoffer benutzte Lagerhaus ist sofort zu vermiethen. Christian Löber I. Wwe., Neustadt 10. 6296 Eine Wohnung von 3 Zimmern rc. und eine desgl. von 2 Zimmern rc. per 1. Oktober zu vermiethen. I. Schmücker, Marklstraße 8. ^3l?^Ei!^amilienlogi^Selterswe^3 zu vermiethen.___ 6320 Zwei möblirte, ineinandergehende Zimmer zu vermiethen. Wilhelmsstraße 1, parterre. 6316 In meinem Nebenhausc ist ein Logis, 3 Zimmer nebst Zubehör, zu vermiethen. C. Seipp Wwe., Südanlage 21. Cigarrenfabrik sucht unter günet;;ei-Mr- dingungen für Giessen e*D.fn Platzverhältnissen vertrauten Vertreter. Bewerben mt p.veu Referenzen wollen sich unter H. Q HU lian Rudolf Moase, Hamburg wenden. 6310 Ein j. Mann, Schauspieler, sucht ein oder zwei möblirte Zimmer, womöglich mit vollst. Pension. Offerten unter G. R an die Exped. ds. Bl. ’ 6298 Ein Laufmädchen gesucht. Bahnhofstraße 48. Vermischte Anzeigen. 6292 Ein ordentliches Mädchen für Hausarbeit in Dienst gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. 6158 Unterzeichnete empfiehlt sich den geehrten Herrschaften mr Ermiethung von Dienstpers onal unt.Zusicherung prompt. Bedienung. Frau Hüttenberger, Vermietherin, Grünberger-Straße (bei Stühler). ~6308 Arbeiter, Arbeiterinnen und ein Pferdeknecht gesucht von Slugust Schlesfinger. GÜLDENSTEIN & C£ FRANKFURT £ n P 0 n P h ' Maschinen für Hand-, U 1 U U U 11 Göpel- u. Dampfbetrieb . HäclserfÄ? SchrotS1*: _______w Heinignngs- n. MeuMMmd., Göpel i. s. * G ; anth, Probezeit, Ratenzahlung. _VArtrAtnr «-efiiichtr. “’S# LA- Man verlange Catatoge. * — Armee-Cor ■ta von A Ursien Großer । «ui «. . vuoi,. ... —----- — -......— - von Die Firma empfiehlt sich zur Ausführung aller Aufträge zu W von Wal gestellten Preisen- Kostenfreie Vermittelung übernimmt Frl. K. K l o s ^amNer» b -plinz Ausverkauf. Noch bis zum Oktober um gänzlich zu räumen besonders günstig für Wiederverkäufer: Filzschuhe und -Stiefel mit Ledersohlen, wollene und baumwollene Herren- und Frauen-Unterbeinkleider, Lama-Kopftücher sur Landleute mit Franzen, CackmirshuwlS, Hosenträger, BuckSktn- Handschuhe, wollene Garne in allen Farben, 20 Procent billiger, Holzschuhe mit Ledersohlen, für Kinder und Erwachsene bis zu 18 Zähren, pro Paar 1,50. Speeerei- und Colonialwaaren: Diverse Sorten Thee (neue Ernte), dißerse Sorten Kaffee, als: Ceylon Menado, Java, Quatemala, Demerary und Portorwo, roh und gebrannt. Besonders billig und reinschmeckend empfehlen wir einen Java zu 85, J5 und HO Bei Abnahme von 10 Pfd. entsprechend billiger. Bordeaux Weine (Specialität) per Masche von M. 1.20 bis M. 8 (Jahrgang 1870—80). Spanische und ungarische Weine in allen Sorten (älteste Jahrgänge). 3TO5 J. A. Busch Sehne. Baron s Malto - laguniinose - Mehl, -Chocolade und -Chocolade-Pulver von Starker &, Pobuda, Kgl. Hoflieferant, Stuttgart. 33 Beste blutbildende und leicht verdauliche Nahrungsstoffe für Kinder und Erwachsene, von vielen medicin. Autoritäten warm empfohlen. Niederlage in Gießen bei Schwuad und H. JtinfH, Conditorei.