Ito srr. 191. Donnerstag den 23. August 1883 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ettW'-1 Schulst , ali«' 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntaH-. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf irdt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. iiio. terbe- AW gis, btütk : gesucht. Sri I lubmtfl- Wallthc77 geg. n der Vw in stckn.J 4 an WsM Politische Uebersicht. Gietzen, 22. August. Der Aufenthalt des Kardinals Howard in Kissingen ist trotz des Dementis der „Norod. Allg. Ztg." bezüglich der angeblichen Audienz des genannten Kirchenfürsten beim Fürsten Bismarck noch immer ein Gegenstand, welchem Seitens der Tagespresse die größte Aufmerksamkeit gewidmet wird. Laß Kardinal Howard nicht nur zur Kur in dem fränkischen Badeorte weilt, tann wohl als sicher gelten; man fühlt in Nom das Bedürfniß, die zerrissenen Jäben mit Berlin wieder anzuknüpfen und es wäre denn doch ein ganz eigentümlicher Zufall, wenn Kardinal Howard mit dem Fürsten Bismarck ein und dasselbe Bad aufsuchte, ohne der Träger einer diplomatischen Mission Seitens dis Vatikans zu sein. Man scheint in Rom über das auffallende Stillschweigen der preußischen Regierung besorgt zu sein und will durch den gewandten Kardinal über die Stimmung in den leitenden Berliner Regierungskreisen gegen den Vatikan wieder anklopfen und. dies läßt sich gerade in einem Badeorte io unbefangen thun. Etwas eigenthümlich nimmt sich unter diesen Verhältnissen die Ernennung des Generalvicars Franz Sniegon zu Teschen zum Hülssbischof des Fürstbischofs Dr. Herzog für den österreichischen Theil der Diöcese Breslau cus. Die Creirung des neuen Weihbischofs ist ohne vorhergegangene Verständig mit der preußischen Regierung erfolgt und muß daher in Berlin tief mletzen; es wird durch diesen Vorgang auch die Stellung des preußischen Gelten beim heiligen Stuhl in recht merkwürdiger Weise illustrirt. Wenn Herrn t Schlözer wirklich keine osstcielle Mittheilung von der Ernennung Sniegon's gegangen war — was nützt dann noch die diplomatische Vertretung Preußens kirn Vatikan? Die national-polnische Propaganda hat sich der bevorstehenden Whrigen Gedenkfeier der Entsetzung Wiens von der Belagerung durch die Mn als eines sehr willkommenen Stoffes bemächtigt. Bekanntlich hat der ckrliche Polenkönig Johann Sobieski hierbei eine Hauptrolle gespielt, er wurde ton den Zeitgenossen als der eigentliche Netter Wiens gefeiert und dies ist 'Mlich den Polen in Oesterreich wie in Deutschland ein willkommener Anlaß, ■06 Polenthum zu glorificiren. Bezeichnend ist in dieser Beziehung der Beschluß ■>6 Posener Sobieski-Comites, polnische Volksbibliotheken zu gründen, wodurch Alaufig die Provinz Posen mit einem Netze von Bildungsstätten in polnischem bedeckt werden soll. Einer Kräftigung des preußischen Staats- und des Aschen National-Bewußtseins würden derartige Institutionen wohl schwerlich Ärjchub leisten. M nicht besetzt hätten. ftQ / । feste Basis für ihi Der Wahlkampf, welcher im 19. hannöverischen Reichstagswahlkreise Arndorf-Neuhaus anläßlich der Ersatzwahl für Herrn v. Bennigsen entbrannt /verspricht recht intereffant zu werden. Dem nationalliberalen Candidaten, joibesitzer Hottendorf, haben diesmal nicht nur die Welfen, sondern auch die Mtschrittspartei und die Socialdemokraten eigene Candidaten gegenübergestellt ttyy- - HciupisE' 1 8arU*J lidW'^W «fSr I M .» Ta*’1 . . v-....... Mit der Einnahme von Hue würden die Franzosen / lbste Basis für ihre weiteren Operationen in Tongking gewonnen haben, ir oie Hoffnungen auf einen raschen Verlaus des Feldzuges würden hiermit J Denig steigen. Vor Allem soll das Klima von Anam die Reihen der Fran- fleiti decimiren und überdies soll auch die Verpflegung und Ausrüstung der Wpen zu wünschen übrig lassen. Ob sich China einem weiteren Vordringen Franzosen ernstlich entgegensetzen würde, ist noch immer ungewiß, doch 's bursch/'/ i MäblhtN' ah.idMW nötbigen Nil i^ann^T iffoW’/l * »*- eine Stichwahl steht daher in ziemlich sicherer Aussicht. Namentlich macht •i Fortschrittspartei die größten Anstrengungen, um den Wahlkreis für sich zu Zobern und sucht dies hauptsächlich dadurch zu erreichen, daß sie den national» Oralen Candidaten als einen Agrarier vom reinsten Wasser hinstellt. Weder 'u welfische noch der social-demokratische Candidat haben in Otterndorf- Mau§ große Chancen, aber es ist nicht zu bezweifeln, daß die Anhänger Aer Richtungen bei einer eventuell sich zwischen dem nationalliberalen und y fortschrittlichen Candidaten nöthig machenden Stichwahl dem Letzteren sle Stimmen geben würden, so daß ein schließlicher Sieg desselben nicht ^geschlossen erscheint. Ein Uebergang des Wahlkreises Otterndorf- Auhaus, der alten Domäne Herrn v. Bennigsen'S, an die Fortschrittspartei »urde aber dem Ansehen der nationalliberalen Partei von Neuem einen bedenken Stoß versetzen und sie wird und muß daher Alles daransetzen, um sich Men Wahlkreis zu erhalten. Die Anhänger der „Italia irredenta“ in Triest haben den Wvrtstag des Kaisers Franz Josef benutzt, um wieder einmal ihren Gefühlen ' ihnen eigenen Weise Ausdruck zu verleihen. Während der Vorfeier ‘plobirte auf dem Leipziger Platze eine Pulver-Petarde, was die Volksmenge /energischen Demonstrationen gegen die Irredentisten veranlaßte. Die ttalie- Ar Turnhalle wurde von einer großen Volksmaffe demolirt und einem gleichen -^sal entging das Redactions-Local des irredentistischen „Independente" nur das rechtzeitige Eintreten der Sicherheitswache. Ueberall aber ertönten ^ende Hochs und Evivas auf Kaiser Franz Joses und Oesterreich, während gleich der Rus erklang: Hinaus nut den Italienern aus Triest! Die Herren ^re-dentisten sollten sich doch allmälig davon überzeugen, daß Triest für ihre Momente kein geeigneter Boden ist. Der Angriff der französischen Truppen auf Hue, die Haupt- M Anams, dürfte in diesen Tagen erfolgt sein, wenn auch noch keine speciellen ! yte Grüber vorliegen. Es heißt nur, daß die Franzosen die zwei Forts, W Hue gegen die Seeseite hin vertheidigen, erstürmt, die Stadt selbst jedoch scheint neuerdings ein etwas friedlicherer Wind zwischen Peking und Paris zu wehen. Das englische Unterhaus arbeitet mit Dampf, um den Schluß der Session noch in dieser Woche zu ermöglichen. Am Sonnabend hielt das Haus eine 12stündige Sitzung ab, welche sich bis Sonntag früh halb 3 Uhr erstreckte und in welcher die Einzelberathung des Ausgabebudgets erledigt und die irische Tramwaybill in dritter Lesung angenommen wurde. UeberdieS hat Ende voriger Woche im Mansion-House das übliche ministerielle Fischeffen stattgefunden, welches in England dem Schluß der Session jedesmal voranzugehen pflegt. Das Ende der Session wird von allerdings noch unbestimmten Gerüchten über bevorstehende Veränderungen im Londoner Cabinet begleitet. Es heißt, Gladstone würde zurücktreten und an seiner Stelle der Minister des Auswärtigen, Lord Granville, das Conseil-Präsidium Übernehmen; an Granville's Stelle solle der Kriegsminister, Lord Hartington, treten. Inwieweit sich diese Gerüchte bestätigen, muß abgewartet werden. Die Beziehungen zwischen Spanien und Frankreich sind unter dem Eindrücke der Pronunciamentos von Badajoz, Seu de Urgel u. s. w. keine freundlicheren geworden. Die Art und Weise, wie die sranzösische Preffe, selbst die Regierungsblätter nicht ausgenommen,, für die spanischen Insurgenten feierlich Partei nahm und die Lässigkeit, welche die französische Regierung bei der Bewachung der Grenze gegen Spanien hin entfaltet, wodurch es den in Paris lebenden Leitern des Aufstandes ein Leichtes war, mit den Aufständischen zu communiciren, mußte in den Madrider Regierungskreisen ein tiefes Mißtrauen gegen Frankreich erregen. Es erscheint unter diesen Umständen begreiflich, wenn in Spanien die Sympathien für Frankreich stark im Schwinden sind und daß man in Madrid allen Ernstes die Frage eines Anschlusses Spaniens an das mitteleuropäische Bündniß erwägt. Das Reichsgericht in Christiania hat kürzlich seine erste Sitzung in der Minister-Anklagesache abgehalten. Es ist nun das siebente Mal, daß ein norwegisches Ministerium von der Volksvertretung unter der Anklage der Ver- foffungs-Verletzung gerichtlich belangt wird. Bis jetzt ist das Ministerium jedesmal freigesprochen worden und einen gleichen Ausgang dürste auch der neueste Anklageprocetz nehmen. Derselbe wird sich übrigens sehr in die Länge ziehen, da gegen jeden der 11 Staatsräthe und Minister einzeln verhandelt werden soll. König Milan von Serbien ist am Sonntag nach Wien abgereift, und wird während seiner Abwesenheit die Regierung vom Ministerrath geführt. Von Wien aus begiebt sich König Milan nach Berlin und wird später auch den großen Manövern bei Homburg beiwohnen, zu denen man u. A. auch den König von Spanien erwartet. Darmstadt, 21. August. Sicherem Vernehmen nach bereitet eben der Geheime Staatsrath o. Knorr eine Vorlage an die Stände vor, durch welche über die fernere Verwendung des Mainzer Universitätsfonds eine endgültige Entscheidung getroffen werden soll. Das punctum saliens der Vorlage, der eine ausführliche Denkschrift über das Eigenthumsverhältnitz des Universilätsfonos beigegeben werden soll, entspricht, nach unserem Gewährsmann, der den Abgeordneten v. Jungenfeld und Betz auf eine Interpellation hm gegebenen Zusage, die Einkünfte aus dem genannten Fonds nicht mehr mit Darmstadt und Gießen zu theilen, sondern einzig und allein für Mainzer Schulzwecke zu verwenden. (Fr. Ztg.) Berlin. Die Nutzbarmachung der Fischreichthümer des Meeres gewinnt erfreulicher Weise einen jährlich sich steigernden Umfang, was sowohl im Interesse einer gesunderen und kräftigeren Volksernährung, als auch in dem der Hebung des National- reichthums gar nicht hoch genug angeschlagen werden kann.r' Leider stellen sich der Ausbreitung des Consums von Seefts^en in frischem Zustande, soweit die binnen- ländische Bevölkerung, die nicht unmittelbar an den Haupt - Eisenbahnoerkehrslinten wohnt, m Betracht kommt, immer noch mancherlei, nicht ganz leicht zu überwindende Schwierigkeiten in den Weg; desto wichtiger ist es, daß bie Fischräucherungs- und sonstigen Fisch - Conservirungsmethoden sich angemessen entwickeln und den Consum durch das Angebot massenhafter, guter und pretswerther Waare animtren. Dem Fischerei'Betrieb an der Ostsee hat der Mangel dieser Erkenntniß lange als ein Pros- peritätshtnderniß tm Wege gestanden. Doch werden neuerdings planmäßige Versuche gemacht, hierin Wandel zu schaffen. Es ist bereits in diesem Jahre ein geborener Helenser zur Erlernung der feinen Räucherei in Ellerbeck gewesen und liefert vor- tr.ffliche Räucherwaare, namentlich von Sprotten; es müssen aber, um z. B. die bet H?la und un Wieck zeitweise in außerordentlicher Menge gefangenen Fische, wie Häringe u. a. zu verarbeiten, zahlreiche Räucher- und Marintranstalten eingerichtet werden und es bedarf bei der eigentümlichen Natur unserer Ostsee-Flscherbevölkerung immer noch fortwährender Anregung, um die Sache in Gang zu bringen. In erfreulicher Weise hat stch in Dt. Eylau die Uckleischupperei und die Verwerthung der geschuppten Fische zu billigen Conserven eingeführt und zahlreichen armen Leuten Verdienst gegeben. Namentlich wird aber noch auf die Benutzung der Abfälle von Fischen zu Thran und Guano zu geringer Werth gelegt. Bei Ptllau sind im vorigen Herbst an 70,000 JL für Etichlingsthran gewonnen worden. Hoffentlich werden die so erzielten Resultate em Sporn, auf dem betretenen Wege fortzuschreiten. Berlin, 21. August. Selten ist ein politisches Ereigniß so überraschend gekommen, rote die beiden Kaiserlichen Erlasse, die heute der „Reichsanzekger" an seiner Sp tze bringt und durch die der Bundesratb zum 27. August, dec Reichstag zum 29 August berufen wird, in Berlin zusammmzutreten. Die Erlasse haben die übliche Form, sind aber nicht vom Reichskanzler contvaftgnirt, sondern von v. Bötticher, der, was vielleicht auffallen könnte, auch nicht in Vertretung des Reichskanzlers, sondern nur mit seinem Namen ohne jeden Zusatz gezeichnet hat. Natürlich nimmt man allgemein an, daß der Zweck dieser unerwarteten Berufung des Reichstags die Genehmigung des spanischen Handelsvertrags sein wird. Berlin, 21. August. Die „Breslauer Zeitung" erfährt als angeblich zuverlässig, die Landtagssession werde erst am 15. Januar beginnen. — Auf Grund eingezogener Informationen hält das „Berliner Tageblatt" die Nachricht aufrecht, daß Howard wiederholt mit dem Reichskanzler zusammengekommen und daß letzterer nicht krank sei, sondern täglich mehrere Stunden arbeite. Graf bezw. v. d. Gießen, 22. August. In vergangener'Nacht wurde aus einem unverschlossenln Garten in der Wallthorstraße Wäsche gestohlen; Thäler bt§ fitzt unbekannt. Lokale-. G. Gießen, 22 August. ^Sterblichkeit in Ginßen.) Die Sterblichkeit in Gießen blieb auch in der Woche vom 12. bis 18. August eine geringe, so daß im Ganzen nur 7 Todesfälle zu verzeichnen waren. Von 2 Kindern starb das eine, nur einen Monat alt, an allgemeiner Schwäche, das andere, 4 Jahre alt, an einer Nachkrankheit des Scharlachs. Bei d fragte, «E i geformte Schnapsflaschen. Als nun der Gendarm den ^^6a^u ©e ' bte beiden Schnapsflaschen bei sich führe, gab dieser folgend u)ährent»^ ! Flasche fülle er sich stets voll mit Wasser und stecke sie in bte AW» « Ax Sn tiw * nttz'sch-n Buchhandlung (SR. Klnd-rm°nn> Bereits im Vorjahre erschau ein Pilzwerk obengenannten Verfassers, welches er im Verein mit O. Müller in dem- Ieiben Verlage herausgegeben und das den Titel trug: Abbildung und Abschreibung der am häufigsten vorkommenden Pilze Deutschlands nebst Angabe ihrer Schädlichkeit und ihres Nutzens; das neue uns vorliegende Werk soll nun namentlich Anfängern das Studium in der Pilzkunde erleichtern und für jeden Pilzsammler ein brauchbarer und zuverlässiger Führer sein. Es ist daher hier nur auf die augenfälligsten und tröfteren Pilze, welche ohne Gebrauch eines Mikroskoves zu bestimmen, Rücksicht genommen worden. Besondere Sorgfalt, wie wir hier gern bezeugen, ist den zahlreichen Abbildungen der verschiedenen Pilze zugewendet worden; dieselben find nur mit ganz wenigen Ausnahmen sehr naturgetreu dargestellt und wie man sofort bemerkt, von beschickter Hand nach natürlichen Pilzexemplaren dargestellt worden. Von! den meisten Gattungen ist mindestens ein Repräsentant im Bilde vorhanden so daß der Anfänger von den Arten, welche ohne bildliche Darstellung geblieben sich leicht eine Vorstellung machen kann. Hinsichtlich der systematischen Anordnung >st der Verfasser in der Hauptlache dem Systeme von Fries gefolgt. Das Ganze eröffnet „der allgemeine Theil und finden wir folgende Kapitel: Die Pilze tm allgemeinen, Schädlichkeit und Nutzen her Pilze, über Erkrankungen nach dem Genuß von Pilzen, über die Prüfung der Pilze behufs Erkennung ihrer Schädlichkeit und Unschädlichkeit, über das Sammeln, Zubereiten und Aufbewahren der Pilze, systematische Uebersicht. Der specielle< Theil enthalt die Beschreibung der häufigsten und größeren Pilze aus der Klasse der Basi- dwmyceten und Ascomyceten und zwar sind von ersteren angefüh t die Arten von 6 Familien der Hymenomyceten und von 3 der Gasteromyceten, während w>r von den i , jn ,tner Destillation mit Kümmel füllen lasse und diese Flasche ebenfalls in anb?ef^ stecke Da nun in jede Flasche gerade nur für fünf Pfennig Kümmel hmem- £ 'iebc§mal das falsche Geldstück, das er bei sich führe, auf den Tisch. Äftrebenb "elfen dies die Verkäufer zurück, und m't der Motivtrung, daß er fein 2Ä^-ster bet sich führe und den Schnaps nicht bezahlen könne, reiche er dann stets ®e\n/%Iafcbe zurück, damit die Betreffenden den Kümmel wieder ausgießen, bie eim Fmuye 3 Wunsch von den Verkäufern erfüllt, wobei diese nicht merken, Patron die mit Wasser gefüllte Flasche überreicht und sich nachher an !?m grätts erworbenen Kümmel gütlich thut. Da behaupte man «°^^gebe^nichts N^es Gliche Derwechfelung von Medikamenten kam, nach dem „K B.^, nA in einer Kosaken-Staniza am Don vor. Eine Kosakensrau ging da ein kranker Hn tbnm ©laOe trotz gller Heilmittel und Segenssprüche der Pnesterssrau nicht mnrd zum Vieharzt Dieser verlangt einen Rubel, f'S reibt ein Recept und hifiebll rafbOTfenOaufeb°mg8anbe.] Ein Gutsbesitzer führte einen ihn besuchenden „r„lnb auf,einem Landgute herum, welches Jener „erhetrathet" Hatto unb verfehlte d-hst n'chk seine Besitzungen und Anlagen, auf die er sich viel einbtlbele, nach Gebühr d rausmftreichen. Gegen Abend röthete sich der Himmel. - „Was mag die Rohe m bedeuten haben?» fragte der Freund. - „Je nun" antwortete der Wirth, „das wird ber Wieberschein von meinen Erdbeerplantagen sein! Ascomyceten zwei Familien der Discomyceten und ebenso von den Pyienomyceten voiffnden. Die einzelnen Beschreibungen sind kurz und bündig, dabei aber klar und sind Immer die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale recht gut hervorgehoben worden- Wir können dieses Werk, dessen eine Hälfte der Text, besten andere die vortrefflichen Abbildungen füllen, zum Ankäufe nur empfehlen und finden den Preis von 4 Mark bet der eleganten Ausstattung desselben verhältnihmüßig sehr billig. Wafferwiirme der Lahn. Am 22 August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 16« R-, Luftwärme + 207z" R. L. Ehr. Rübs amen. Witterungskunde.*) 23 August. Donnerstag. Frühmorgens dunstig bis bedeckt, dann aufgeheitert bis schön, M'ttags Schleier oder Ballen- Auf den Abend zu gewttterhaft- Im Allgemeinen aufgeheitert bis schon und wärmer. 24 August. Freitag Frühmorgens trüb bis bedeckt, namentlich in den westlichen Küstengegenden, mit steigender Sonne jedoch allgemein aufgeheitert, warmer, strichweise gewitteihaft unb besonbers Nachmittags schön- *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat August, abgeschlossen am 20. Juli lVerlag ber M. Lengfelb'schen Buchhandlung tn Köln, Preis 1 JL.)- — Nachdruck verboten. , Handel und Verkehr. — Eine Bewegung, die für die weitesten Kreise von Belang ist, ist jetzt ein- gelettet worben unb betrifft die Neuregelung des Druckschriftenportos im Reichspoft- gebiete. Für Drucksachen unter Band werben, wenn sie nicht über 50 g wiegen, 3 Pfg. erhoben, während über 50 g die Taxe gleich auf 10 Pfg. steigt. Diese Steigerung kann vom Publikum offen v rmieben werden, wenn die Sendung in zwei Hälften von je 50 g zerlegt wird, woraus bann nur 6 Pfg. zu zahlen sind. Somit kann man für 9 Pfg. einzelne Gegenstände im Gewichte von 150 g versenden, während man, wenn die Sendung zufammenbleidt, einen höheren Satz zu zahlen hat. Deshalb wird ein solcher tn Höhe von 5 Pfg- angestrebt. — Heber die Nachsendung von Telegrammen sind Bestimmungen vorhanden, deren Hinweis im allgemeinen Interesse sein dürfte. Jeder Absender kann nämlich durch den Vermerk „nachsenden" (oder f. b. — faire euivre) seinen Willen kundgeben, daß ihm das Telegramm nach b/m näher zu bezeichnenden Bestimmungsorte weiter telegraphirt werbe. Ebenso steht Jedem bas Recht zu, nach gehörigem Ausweise den schriftlichen Antrag zu machen, baß ihm ein ankommendes Telegramm nach einem bestimmten Orte nachtelegraphirt werbe. Die Nachtelegraphirung gilt jeboch nur in unb für Europa, währenb sie Innerhalb Deutschlands auch ohne besonderes Verlangen unb bann erfolgt, wenn de- neue Aufenthaltsort bes Empfängers unzweifelhaft bekannt und an dem Bestimmungsort eine Reichstelegraphenanstalt ist. Sinb mehrere Bestimmungsorte auf ber Adresse angegeben, so erfolgt bie Nachsenbung nach jedem einzelnen tn der angegebenen Reihenfolge, bis der Empfänger in Besitz des Telegramms gelangt ist, wofür er natürlich die Gebühren zu tragen hat. Ist die Nachsendung nicht in einer längeren Reihenfolge der Bestimmungsorte beantragt, so erfolgt dieselbe nur einmal von dem ersten Bestimmungsorte nach dem zunächst angegebenen, wo das Telegramm aufbewahrt bleibt. a. M., 22. August, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Grebitactten 2503/4, Staatsbahnactien 2717s, Galizier 2537z, Lombarden 1307z, Nord- weftbahnactien 1713/4, Gotthardbahuactien 1117s, Darmstädter - Bankactieu 1563/4, Disconto Commandit 19674, Defterr. Silberrente 67716, 4«/0 Ungar. Goldrente 75%, 4«/o 1880er Russen 72«//* 5»/0 1877t Russen 927s, 2 Orient-Anleihe M4 4°/« Spanier 5813/ie, 5«/0 Rumänische Rente —, 4«/0 Unific. Egypter 7113/16, 5«/0 Türken 1078, Marienburger 1043/4, Hess. Ludwigsbahnact. —. Tendenz: matt. Bekanntmachung. Die Lieferung von 6 Rmtr. Buchen- Scheitholz bester Qualität und 100 Ctr. Eteinkohlen für das hiesige Hastlokal loll an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Schriftliche Offerten sind, mit ent- Iprechender Aufschrift versehen, bis zum 30. August l. Js. bei unterzeichneter dchörde einzureichen. Lich, den 13. August 1883. Die Gerichtsschreiberei Großherzoglichen Amtsgerichts Lich. I. B. d. G. 5187 Bauer. Grummetgras- Bersteigerung bei brr Stadl Gießen Montag den 27. und Dienstag den 28. August, jedesmal von Vormittags 0 Uhr an, soll das Grummetgras von ^en städtischen Wiesen versteigert werden, und zwar: Montag den 27. August von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenweger-Thor, am Fürstenbrunnen, rm Wiefeckthal und im Heegstrauch. Dienstag den 28. August von den Ochsenwiefen, von den Wiesen im vorderen und Hinteren Stolzen- morgen und am Alientisch. Die Zusammenkunft ist Montag den £v August am Neustädter-Thor und Enstag den 28. August an den Ochsenwiefen. Gießen, den 18. August 1883. Kann Bürgermeisterei Gießen. ,00 A. Bramm. 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