vehlltz e 883. 'M* und b(r 1 Dorr ch hiMn und ber N* »on der den aca- w der lutherischen ne Breid eu- He Scharnack . Herren Fritz llanz Tuczek ' Hfjr an eben? ^rung persönlich hkirche. ehen und wollen dardt'S Unhu > werden können, t Comite. n. 1883: :iit >s. Infanterie- isters Herrn ttt 35 W rdl Uhr an V 2828 u 11115. ydfft ^V^*-***** z r«E- jssSi . if.», d»»-rnd- Ur S2 ZwsrteS Blatt. Sonntag bett 22 April 1SSS PRPTI PT ILHlvinvl vOvHVt >z/Wz Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schul.straße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Msutags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Wochenschau. Gießen, 21. April. Von Neuem weilt Kaiser Wilhelm, seinem altgewohnten Brauche folgend, seit vorigem Mittwoch an den heilkräftigen Quellen Wiesbadens, dieser Perle unter den Taunusbädern. Die Frühjahrs-Kur in Wiesbaden hat bis jetzt stets den günstigsten Erfolg auf das gesamtnte Befinden des kaiserlichen Helden ausgeübt und so dürfen wir auch diesmal dasselbe erfreuliche Resultat erhoffen. Der Aufenthalt des Kaisers in Wiesbaden ist nur auf etwa 14 Tage berechnet, da derselbe Anfangs Mai nach Berlin zurückzukehren beabsichtigt, um den alsdann beginnenden Frühjahrs-Besichtigungen der Gardetruppen beizuwoh- nen. Auch Kaiserin Augusta hat sich am Donnerstag dieser Woche zu längerem Aufenthalte nach Baden-Baden begeben. König Albert von Sachsen, welcher sich in voriger Woche anläßlich der Vermählung des Herzogs Thomas von Genua mit Prinzessin Isabella von Bayern nach München und von da im Laufe dieser Woche nach Sigmaringen zu einem Besuche der Fürstlich Hohenzollern'schen Familie begeben hatte, wird noch nicht sogleich nach Dresden zurückkehren. Vielmehr begiebt sich der König von Sigmaringen nach Meran, wo seine erlauchte Gemahlin auf ärztliches Anrathen einen längeren Aufenthalt genommen hat und hier gedenkt auch König Albert in aller Stille seinen 55. Geburtstag (23. April) zu begehen. Die kaiserliche Botschaft an den Reichstag bildet in dieser Woche den Angelpunkt, um welchen sich die politische Discusston hauptsächlich drehte. Namentlich hat die Frage, ob der Reichstag die Botschaft durch eine Adresse beantworten solle, lebhafte Erörterungen veranlaßt, wozu man in entschieden liberalen Kreisen große Neigung verspürte. Da indessen die nationalliberale Fraktion jede Vetheiligung an einer Adresse ablehnte, so hat man auch auf fortschrittlicher und secessionistischer Seite diesen Gedanken wieder fallen lassen. Ganz wird aber der Reichstag die Botschaft in Anbetracht deren Bedeutung nicht ignoriren können und es sollte darum dieselbe schon am vorigen Donnerstag gelegentlich der Berathung des Krankenkassen-Gesetzes zur Sprache kommen. Zu erwähnen ist noch, daß dem Reichstage der Etat pro 1884/85 zugegangen ist. Das preußische Abgeordnetenhaus, welches am Montag seine Thätigkeit wieder ausgenommen bat, bewies in der Dienstags-Sitzung eine felten-freigebige Laune. Beinahe 100 Mill. wurden für den Bau von 19 Secundärbahnen bewilligt und die Regierung möchte sich wohl wünschen, das Haus bald wieder in einer so angenehmen Stiminung zu sehen. Was nun die unvermeidliche Concurrenz zwischen Abgeordnetenhaus und Reichstag anbelangt , so weiß man vorläufig noch kein anderes Auskunftsmittel, als die Vor- tnittagsstunden für das Abgeordnetenhaus und die Nachmittagsstunden für den Reichstag zu reserviren, was freilich für diejenigen Abgeordneten, welche beiden parlamentarischen Körperschaften angehören, eine außerordentliche Anspannung ihrer geistigen und körperlichen Kräfte bedeutet. Die feierliche Beisetzung der Leiche des Großherzogs Friedrich Franz H. von Mecklenburg - Schwerin findet diesen Samstag in der Fürstengruft der Schweriner Domkirche statt. Sämnttliche deutsche Fürstenhöfe werden hierbei vertreten sein und verschiedene auswärtige Regentenfamllien haben zu den Beisetzungs-Feierlichkeiten bereits ihre Vertreter entsendet, wie das russische Kaiserhaus und die Königsfamilien von Schweden und von Dänemark. » Der Gegensatz zwischen den Liberalen und der ultramon- tanen Partei in der bayerischen Abgeordnetenkammer ist wieder einmal in der Mittwochs-Sitzung derselben zum Ausdruck gekommen. Die Negierung hatte eine Vorlage eingebracht, wonach an die nothleidenden Bezirke 1,300,000 vertheilt werden sollten; die „patriotische" Partei hat es aber für gut befunden, nur 700,000 zu bewilligen und so wurden denn die hierauf bezüglichen Ausschußanträge in allen Punkten mit 83 gegen 68 Stimmen der Linken angenommen. Im österreichischen Abgeordneten Hause ist am Dienstag die Generaldebatte über die Schulgesetz-Novelle zu Ende geführt worden, nachdem Namens der Regierung der Unterrichtsminister Baron Conrad warm für die Novelle eingetreten war. Am Mittwoch dürste die Specialdiscussion eröffnet worden sein, da der Antrag der Linken, über das Gesetz zur Tagesordnung überzugehen, im Vornherein keine Aussicht auf Erfolg hatte. Im ungarischen Abgeordnetenhause hat die drohende Scandal - Affaire Palony - Füzessery einen friedlichen Verlauf genommen. Der Abg. Füzessery bat das Haus freiwillig um Verzeihung, worauf das Haus auf Ansuchen des Ministerpräsidenten Tisza zur Tagesordnung überging. In Frankreich ist das politische Leben mit dem am Donnerstag erfolgten Wiederzusammentritt der Kammern in lebhafteren Fluß gerathen Die Regierung hat die Kammern gleich mit einer Forderung von 5 Mill. Francs begrüßt, welche zur Tongking-Expedition verwendet werden sollen und hierüber Dürfte es mindestens in der Deputirtenkammer zu lebhaften Debatten kommen. Letztere hat schon durch die Ablehnung des s. Z. von Freycinet anläßlich der ägyptischen Wirren beantragten Credits gezeigt, daß sie keme Lust hat, eine abenteuerliche Politik der französischen Regierung zu unterstützen und es ist nicht anzunehmen, daß die Kammer plötzlich andern Sinnes geworden wäre. Andererseits hat sich aber auch die Negierung des Herrn Ferry in der Tongking- Frage schon zu sehr engagirt, der Vertreter Frankreichs beim Kaiser von Anam hat dessen Residenz verlassen und Kapitän Riviöre, der Commandant der französischen Flotte in den ostasiatischen Gewässern, besetzte mit französischen Marine- Truppen einige auf anamitischein Gebiete gelegene wichtige Punkte. Der Krieg gegen Anam ist hiermit thalsächlich eröffnet und wenn die Kammer das Ministerium Ferry nicht schmählich in Stich lassen will, so wird sie doch den verlangten Credit bewilligen müssen. Auch die Affaire Thibaudin-Galliffet soll in der Deputirtenkammer zur Sprache kommen und es dürfte da zu erbaulichen Auseinandersetzungen zwischen Radikalen, Gambettisten und Orleanisten kommen. Das Dunkel, welches bisher über dem grauenhaften Doppelmorde im Phönixparke zu Dublin, dem Vicekönig Lord Cavendish und Unterstaats- secretär Sir Thomas Bourke zum Opfer fielen, ruhte, hellt sich allmälig auf und die Nemesis beginnt ihres Amtes zu tvalten. Zwei der Mörder Bourke's, Joseph Brady und Curley, sind bereits der That überführt und von dein Dubliner Gerichtshöfe zutn Tode verurtheilt worden und die fernem Aussagen des an seinen Genossen zum Verräiher gewordenen Carey lassen auch die baldige Verurthetlung der übrigen Schuldigen erwarten. Daneben nehmen die Verhaftungen weiterer verdächtiger Persönlichkeiten ihren ungestörten Fortgang; in Liverpool wurde am Mittwoch ein Mann, Namens Kingston, verhaftet, welcher gleichfalls der Theilnahme am Morde im Phönixparke beschuldigt ist. In Warschau haben in^ dieser Woche mehrfach Studenten- Revolten stattgefunden, in Folge dessen eine sehr große Anzahl Studirender relegirt wurde. Am Mittwoch versuchten ca. 200 Relegirte, denen der Eingang in das Universitäts-Gebäude verwehrt worden war, denselben zu erzwingen und bildeten den ganzen Tag über Zusammenrottungen. Erst am Abend zerstreuten sich die Tumultuanten,"als Polizei, Gensd'armerie und Kavallerie-Abtheilungen gegen sie einschritten. Der dänische Reichstag ist am Mittwoch geschlossen worden, ohne daß es gelungen wäre, die Kluft zwischen Regierung und Landsthing einerseits und dem Folkething andererseits zu überbrücken. Die Deputation, welche dem König die Adresse des Folkething überreichte, in der dem Ministerium das Mißtrauen der Kammer ausgesprochen wird, ist von dem Monarchen sehr kühl empfangen worden. Dagegen hat derselbe der Deputation des Landsthing, welche gleichfalls eine Adresse überreichte, in welcher aber um Beibehaltung des Cabinets gebeten wird, gegenüber geäußert, daß er den festen Willen habe, die grundgesetzliche Ordnung durchweg aufrechtzuerhalten. Von den orientalischen Angelegenheiten ist wenig Neues zu berichten. Die in Konstantinopel versammelte Libanon-Conferenz ist noch immer bezüglich der Neubesetzung des Gouverneurpostens des Libanon unschlüssig, der von der Pforte hierzu präsentirte Candidat Prenk Bib-Doda ist weder Rußland noch England angenehm, ein anderer Candidat scheint aber noch nicht gefunden worben zu fein. — Fürst Alexander von Bulgarien weilt zur Zett als Gast des Sultans in der türkischen Hauptstadt, wo^er mit großer Auszeichnung behandelt wird. Am Mittwoch wurde ber. Fürst vom Sultan in feierlicher Audienz empfangen und machte später den Ministern Besuche. Verwischtes. Hamburg. Die traurige Affaire des Reichstagsabgeoromtcn Sandtmann nimmt, wie der „Voss. Ztg." von hier geschrieben wird, eme Wendung, die mehr a s erschütternd wirken muß. Derbrave, in ollen Kreisen hochseachlete Mann ist aus falsch m Ehrgefühl in den Tod gegangen, weil er für eine Lissaboner Firma in Hohe von 800,000 m's Odltge gegangen war und die Ftrma die Wechsel nicht honortrte. Nun ist an bcn Hamburger Agenten des Lissaboner Hauses die telegraphische Nachricht eingeqangm: „Wir halten uns, senden Rimessen?" Noch hat stch der Grabes- hügel über Julius Sandtmann nicht gewölbt und die Ursache, die: ihnHn Uteb, ist brstttigt. — Bü dem am Sonntag Vormittag stattgehabten Begrabmß Sandt- mann's war die Foitschrittspartet des Reichstags durch eine Deputation, bestehend aus den Abgg. Dr Ree, Munckel, Samm, Hermes (Parchim), Dr. Moller und Dr. Greve, vectrcten. Im Trauerhause sprach Dr. Ree am Grabe Dr. Moller. — Aus Stuttgart wird dem „Fr. I." unter dem April geschrieben. Gestern Nacht zw scheu 9 und 10 Uhr machte dahier ein Unbekannter- auf die allein-u H^use weilende und schon im Bette liegende Ehefrau des MeVgermetsttrs Mammcl, Hauptstädterstraße Nr. 66, einen Mordversuchs. Dn^U'belthater F: au M. mit einem eisernen Instrumente, wie sie zum Abkratz^n der ^rotto ^ § sind, verschiedene schwere Hiebe über den Kopf. Die stark blutende orau sprang^aus dem Bett und wurde von dem Mordgesellen durch mehrere Zlmm r s 0 , ihr gelang, sich durch ein Fenster in den Hof hinaus zu retten und 0n Hause Lorrn zu machen. Inzwischen aber war es dem Unbekannten 0^uugen, z p ßabfleceßen heute hat man noch ferne Spur von ihm. Daß cs aus n Mammel'schen war, ist unzweifelbaft; das Mordtnstrument ließ der Thate ne der Wunden Wohnung zurück. Der Zustand der Frau M. ist ziemlich bedenklich. Eme der AZUnoen im Gesicht mußte zugenäht werden. , ^.„1= mackt das größte - Der Selbstmord des MMonSrS Biedermann n Paris m°«t Aussehen und wtib in der Geschastswelt /eimn Folg und B n kommende lange zu spüren sein. Die Neue Fre1c Pr.s e theilt üb« die hi^vei^ c|n£ gtofee NLbol-Speculation solgcndes mit: Schon Im Jab" 18 Lullen in Parts sperren Consoriial-Spcculalion in Rübol auf. Damals ,«ß es D -^-Iu^ n ^ v. Alles, was zu Markt- kommt, ein, um dievereinigt, indem sie ein nur einige belgische reiche Firmen zu dieser Unt x'6 8 » Preise wett über Quantum von etwa 240 000 bis 250 000 Eentner aus s Voraussetzung, daß sich der den natürlichen Werth des Artikels s^ubten ^ ^ ^tß dieser irrigen Voraussetzung Bedars nun von ihrem Lager decken wvsse- Da .»V, ,"^rr T.hetlnehm«. Seit nahe war ein voUslandtges F'asco und die Zahlui ft europäsichen Märkten und 13 Jahren spukt dieser Oelstock als Gespenst "J,^,"bmuu»slustige zu gewinnen, alljährlich fanden sich Faiseure, di- °"st ' Ermüdung specultrten. Das Jahr welche den Oelstock erwarben und damit bts zur ^rmuaunft gouz unabsehbar 1882 brachte wieder die etwa zehnte Auslag riplmnrft beschränkt, so wäre der ist. Hätte sich di-: Coalsiian . o.au dm PaAs O°d-ME, ober ArMum verzethlich gewesen, denn "^rmocht, Ihn - M8 zu einer gewissen Zett - zu Sh' D°sism?l aber hat dtc Coalttion den Kamps mit ganz Europa ausgenommen indem sie tn Berlin, Hamburg, Köln, Amsterdam, London und Oesterreich alles, was .V von jetzt ab am 2708 Durch alle Buchhandlungen zu beziehen. 2528 6 Neustadt 6. A. Hartleben's Verlag in Wien, I., Wallfischgaste 1. F. Holberg, Kirchenplatz. 1708 .;.h' ' Großherzogliches Ortsgericht. _______Lüd eking. 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Wie wenn er seit vierzehn Tagen nichts Warmes genossen, stürzt er sich darüber der ißt mit gierigem Behagen wohl ein halbes Dutzend Brödchen dazu ohne daß er "Ur für e neu Augenblick sein unruhiges, wie verfolgtes Gebühren aufgegeben seiner Mahlzeit, flüsterte er mit zagendem Blick: „Zahlen'" Der Zählkellner, der den unsauberen und verdächtigen Gast ohnehm mcht einen Moment aus den Augen gelassen, eilt herbei. Nun dreht sichber«?ßabonb auf 2Banbal« unt^m THA1 ™ *m“nbem beobachtet werden und auch Keinem ins Gesicht blicken, 'zerrt unterm Tisch aus den zerfetzten enganliegenden „Buchsen" eine Banknote und knittert sie verstohlen-dern Oberkellner in die Hand- Dieser hat es so zu sagen am Gefühl" daß er eine Tausend-Guldennote zwischen den Fingern hält. Er bemelftert fein Gr' S"' J^VaS Lächeln auf und hüpft mit dem üblichen ', Mei» bme gleich, von dannen, schnnbar um die Note am Buffet wechseln zu lassen. Scke ndar wir; denn in Wirklichkeit schickte er einen seiner „Stifte" hinaus auf die belebte um einen Sicherheitswachmann herbeirufen zu lassen. Kaum eine Minut» vergeht, da steht der Mann des Gesetzes vor dem Zerlumpten: ein Blick auf das ^Ä^rzerrte Gericht des Menschen genügt bem Polizisten, um zu En bafc er 6 k ? * bEubm Diebe zu thun hat. Darin bestärkt ihn auch der aus tiefster B- ufl Seufzer, mit dem sich sein Opfer in die schleunigst vollzogene Arret^ung k ^a/^bkcommifsar geführt und um den Erwerb der namhaften Banknote befragt, gibt der Arreftat zitternd und stammelnd zu, daß - er das Geld^nicht verdient I Handlung von jetzt ab auch 545 einfachen Speise Gsfig in vorzüglicher Waare tn Domijohns -von 30 Liter Inhalt für M. 5.— 20 „ „ „ „ 3.50 !0 „ „ „ „ 2.50. - L?''^'K'ung der Korbflaschen zum Füllen werden abgeschrieben: Für 3Ö8tr. 2 m., 20 Str. 1.50, lOLir.l^ L X*?.“ vo*,zÜHflich*eem Erfolge gegen alle .... pLelden des Kehlkopfe«, Hachens, Magen« u. ,. , ist dieh Emser Victoriaquelle, welche eich vor Kränchen durch ihren MehrireliÄlt an UnSnUn^« auezeiehnet - also für den häßlichen Gebrauch empfehl en* als dieses ist. * criner Emser Pastillen Emser Quellsalz y , . Bleiplombe. in flüssiger Form L. 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