Rctg om ll* JoBttt! BBtttJ, (Mti !L um ^sotrti. ^a(z, ngcn, syaus- Ren p?r, MM. Donnerstag den SS Februar 188$ ießener Anzeiger Wirts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Amtlicher Hyeil. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gießen, am 20. Februar 1883. Betreffend: Die Bildung der für das Jahr 1883/84 nöthigen Wemsteuer-Einfchätzungs-Comrnissionen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglicben Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme von Gießen) Unter Bezugnahme auf die Art. 4, 6 und 7 des Gesetzes und § 4 der Verordnung vom 9. December 1876 (Reg.-Bl. Nr. 53) über die Besteuerung des Weins beauftragen wir Sie, alsbald durch den Gemeinderath drei Mitglieder und zwei Stellvertreter derselben für die nach Art. 4 des bemerkten Gesetzes zu bildende örtliche Commifsion wählen zu lasten und das Ergebniß der Wahl uns binnen 14 Tagen mitzutheilen. Dr. Boekmann. lNsHesW Ls. b Larnwvtl. iTTmeftrafar m Politische Uebersieht. Gießen, 21. Februar. Die verschiedenen Nachrichten, welche über das Entlassungsgesuch des Kriegsministers v. Kameke verbreitet worden sind, haben unter den Berliner Ganz- und Halb-Officiösen eine lebhafte Polemik hervorgerufen. Man wirst f.ch gegenseitig Verstöße gegen die Wahrheit vor und der Ton, welchen die k,Nordd. Allg. Ztg.", die „Kreuz-Ztg." unv die „Neue Preuß. Ztg." einander gegenüber anschlagen, ist ein ungewöhnlich scharfer. Jedenfalls bedarf diese ganze Angelegenheit noch der näheren Aufklärung und es ist allerdings sehr wunderlich, daß die der Regierung nahestehenden Blätter über die Demission des Herrn v. Kameke so widersprechende Mitthellungen verbreitet haben. Der Landtag von Weimar ist am Sonntag durch dm Staats- miuister Stichling eröffnet worden. Die „Propositionsschrift" gedenkt rühmend des verstorbenen Ministers Thon und bezeichnet als Hauptaufgabe der Session die Reform des Einkommensteuer-Gesetzes. Außerdem werden Vorlagen, belr. die Zusammenlegung von Grundstücken und die Ablösung, angekündigt. Die Berathung des Etats wird für den Herbst vorbehalten. Minister Stichling erklärte schließlich, daß das neue Ministerium im Geiste der früheren Regierung die Geschäfte des Landes führen werde. Im ungarischen Abgeordnete «Hause ist eine Interpellation eingebracht worden, welche das Gebiet der höheren Politik berührt. Von Seiten der Linken wird der Ministerpräsident, Herr Tisza, darüber interpellirt, weshalb die Donau-Festungen Widdin, Rustschuk, Schunila mid Silistrra noch nlht geschleift worden sind, wie solches der Art. 52 des Berliner Vertrages bestimmt. Zn der Begründung der Interpellation wird daraus hingewiesen, daß der unga- nfche Handel und die freie Schifffahrt auf der untern Donau beeinträchtigt vürden; auch könnten letztere als Operationsbasen und als VerpflegungüdepotS dienen. Die genannten Waffenplätze sollen sich aber bereits in einem derartigen ; Zustande des Verfalls befinden, daß deren Schleifung kaum noch uöthig Meint. Die jüngste Abstimmung im französischen Senate hat die zwischen den beiden Häusern des französischen Parlaments in der Thron-Prätendenten- ; Zrage herrschenden Meinungsverschiedenheiten in Hellem Lichte gezeigt. Rät 142 gegen 137 Stimmen wurden vom Senate Art. 1 und 2 des modificirten Ent- mrses Barbey abgelehnt, welcher bekanntlich von der Deputirtenkammer angenommen worden war. Nach Ablehnung der beiden Artikel wollte der Präsident die Abstimmung über den ganzen Entwurf herbeiführen, dock unterblieb dieselbe, nachdem sich eine kurze Debatte hierüber erhoben hatte. — Präsident Grövy hat Ferry mit der Bildung des neuen CabinetS beauftragt. — Die Gruppe der republikanischen Union (die Gambettisten) hat eine Resolution des Inhalts angenommen, daß sie einem Cabinet, welches entschlossen sei, die Waffen energisch zu gebrauchen, welche die bestehende Gesetzgebung gegen die Prätendenten diete, ihr Vertrauen schenken werde. Die Gruppe der demokratischen Union tejchloß, vor der erfolgten Bildung des neuen Cabinets keinerlei bindende Erkürungen abzugeben. Der große Complott-Proceß in Dublin fördert sehr überlaschende Dinge zu Tage. Die Kronzeugen machen ihre Aussagen mit einer gewißen Herzhaftigkeit, was Angesichts des Umstandes, daß die irische Landliga jedem „Verräther" an ihrer Sache mit Dolch und Pistole lohnt, sehr anerken- mswerth erscheint. In den Beziehungen zwischen der Türkei und Italien haben die verschiedenen „Zwischenfälle" mit den italienischen Consulaten eine bemer- imswerthe Trübung hervorgerufen. Wie erinnerlich, hatten sowohl der italienische Consul in Tripolis, als auch derjenige in Salonichi ein Rencontre mit Akischen Schildwachen. Aus Tripolis wird nun gemeldet, daß von de:« dorren Confulate Italiens das Wappen heruntergeriffen und befchiinpst worden iti, auch seien die Kawassen des Consulats hierbei verwundet worden. Da jetzt fcr italienische Botschafter in Konstantinopel, Graf Corti, auf Urlaub gegangen i|i, so liegt es sehr nahe, diesen Urlaub mit den erwähnten Vorfällen in Zu- 'Mmenhang zu bringen, zumal aus der türkischen Hauptstadt genicldet wird, doß Gras Corti erst nach Beilegung des zweiten, den italienischen Consul in Tripolis betr. Zwischenfalles nach Konstantinopel zurückkehren werde. !■ .11 »II ■■ I ■ ■■■■ P VW Deutschland. Darmstadt, 20. Februar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Elergnädigst geruht: Am 17. Februar den Oberrechnungs-Revisor bei der zweiten Abtheilung der Justificatur Großh. Oberrechnungs-Kammer Franz Paul in den Ruhestand zu versetzen. Ernannt wurde: Am 17. Februar der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Gießen August Bauer zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Alsfeld. Darmstadt, 19. Februar. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 2) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Organisation der Oberförstereien Heppenheim und Hirschhorn betreffend. 2. Bekanntmachung Großh. Ober-Rechnungskammer, die Vergütung für die im Etatsjahr 1883/84 in Geld zu berichtigenden Pensions-Nattiratten betr. 3. Verzeichniß der Vorlesungen, welche aus der Großherzoglich Hessischen Ludewigs-Univerjität zn Gießen im Sommer-Halbjahre <883 gehalten werden und am 23. April ihren Anfang nehmen. (Die Jmmatriculation beginnt am 16. 2lpril). 4. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Geineindeichule zn Hergershausen mit einem Gehalt von 900 Die mit einem"evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bindsachsen mit einem Gehalt von 900 ; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden ; dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birstein steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule yu Wieseck mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1000—1400 JL. Die evang. Psarrstelle zu Lehrbuch, im Dekanat Alsfeld; dotationsmäßiger Gehalt 1036 \ das Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Frhrn. v. Günderrode zu Frankfurt zu. Eine (die erste) Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Falken- Gesäß mit einem Gehalt von 900 JL; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das PräfentationSrecht zu dieser Stelle zu. Berlin, 19. Februar. Die Bestrebungen des Vereins der deutschen Papierfabrikanten, auch im Papierhandel das Decirnalsystern einzuführen, sind endlich von Erfolg gekrönt worden. Auf eine, an den Herrn Reichskanzler gerichte Petition ist von demselben folgender Bescheid ergangen: „Der Reichskanzler. (Reichsamt des Innern). 31. Januar 1883. Die von dem Vorstand des Vereiüü deutscher Papierfabrikanten an den Vundesrath gerichteten Eingaben vom 30. Noveinber 1880 und 3. und 5. October v. Js., betr. die Einführung einer dem Decimalspstem entsprechenden Einheit bei dem Papierhandel sind dem Bundesrath vorgelegt worden. Derselbe hat darauf in seiner Sitzung vom 17. ds. beschlossen: die gedachten Eingaben nebst dem Protokolle der Generalversammlung des Vereins vom 10. Juni 1882 dem Reichskanzler mit dem Ersuchen zu überweisen, zu erwägen, ob nicht die Reichsbehörden mit Anweisung dahin zu versehen seien, daß in Zukunft bei Bestellung von Papier für ihren Bedarf das Ries zu 1000 Bogen als Einheit zu Grunde zu legen sei und für den Fall des Erlasses einer solchen Anweisung den Bundesregierungen eine gleiche Anweisung an die Landesbehörden an- heinizugeben. Ich habe in Folge dessen die Reichsbehörden veranlaßt, bei Bestellungen von Papier für ihren Bedarf künftig das Ries zu 1000 Bogen als Einheit zu Grunde zu legen und habe ferner den hohen Bundesregierungen den Eilatz einer gleichartigen Anweisung an die Landesbehörden anheimgegeben/ Italien. Rom, 19. Februar. Der „Moniteur de Rome" veröffentlicht in seiner Abend- Ausgabe die beiden Briese, welche der Papst im December und Januar an den Kaiser Wilhelm gerichtO hat In dem ersten Brief, welcher vom 3. December v- I. datirt ist, spricht der Papst seine Freude über die Veisicherungen aus welche der Kaiser bei Eröffnung des preußischen Landtags in Betreff der Erhaltung des europäischeu Friedens gemacht hatte. Der Papst erinnert daran, daß er schon von Begrün se.netz Pontisikates an, Dank den edlen Gesinnungen des Kaisers, sich der Hoffnung hingegeben habe, auch den reliawsen Frieden wieder hergestellt zu sehen- Diese Hoffnung sei durch die Wiederherstellung der preußischen Gesandtschast bestätigt worden. Wie für die Kirche, so sei auch für den Staat der religiöse Friede nur omthetlbast, denn b e Kirche schärfe den Geist deö Gehorsams für die Anordnungen der Obrigkeit den Menschen ein- Die Pflichten seine« apostolllchen Amtes nöthigten den Papst jedoch, zu verlangen, daß die neue Gesetzgebung in Preußen in definit'ver Weise gemildert und v.rlnssert werde, mindesien« in denjcrrigcrr Punkten die für da« Leben der katholischen Kirche wesentlich erschienen. Es werde dies das einzige Mittel sein, zu einem wahren und dauerhaften des der Lokales. Gießen, 2L Februar. Montag den 26. l. Mts.^findet eine öffentliche Sitzung Jtrei9üu0i4uHe6 statt. Es kommt zur Verhandlung: 1. 'Anlage von Feldwegen und Entwässerungsgräben in der Gemarkung Gießen. 2 Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Saasen- 3. Reklamation des Rechtsanwalts La b roisse dahier gegen einen Polizeibefehl wegen Anlegung rc- von Abtrittsgruden rc. 4. desgleichen destelben als Vormund rc. der Ferdinand Win decket Erden dahier. 5. desgleichen des Fabrikanten Wilhelm Wallen.fels dahier. Gießen, 21. Februar. ^Sterblichkeit in Gießens Die Sterblichkeit im Laufe Woche vom 11- bts 17. Februar war eine geringe, da im Ganzen nur 3 Todesfälle ?Uc\Dkri ,d)nen_ n^ren. ®,n ^onn starb an Bronchienentzündung, ein Knabe von 6 Jahren an Diphtherie, ein Knabe von 4 Jahren an Scharlach. G. Gießen, 21. Februar. (Sitzung der Großh. Handelskammer am 14. Februar 1 Anwesend die Herren Ed. Stlberetsen, L. Georgi, S Heichelheim A- Kraatz, R- Scheel und A. Ztnßer. 8 ' -v^cyelyetm, „„ Die Handelskammer Mainz sucht um Unterstützung des Eisenbahnproiects Mainz- Vrussel nach Der Antrag, Uebergang zur Tagesordnung, wird angenommen. Der Vorsitzende theilt mit, daß laut Einladung Großh- Mtn'stertums der Finanzen Dorm-rs ag den 8. Ma>, eine Sitzung des hessischen Eisenbahnbeiralhs siatlfinden SoUIcn von S iten deS HondelSstondes tn Beziehung nuf Eisenbahnverkehrs- verhaltmsie in Hessen Wünsche ausgesprochen werben, so wärrn diese bis dalnn an die Handelskammer Gießen zu richten. Die Handelskammer Mainz zeigt an, daß sie den 3. hessischen Handelskammertag, in welchem über die Steuergesetzvorlage der Regierung und über die Vorlage, betr- d.n Bau von Skcundarbahnen, berathen werder, soll, auf den 11-März angesetzt. Die Kammer delegirt zum Besuche des Handelskammertages die Herren L- Georgi e>. Heichelheim und Dr. Engelmann. — Der gestern Abend im Volksbtldungsverein von Herrn Realschuldirector ön gehaltene Vortrag »über das el ektrts che Licht" war ganz außerordentlich zahlreich besucht Kopf an Kopf folgte die Menge dem sehr interessanten Thema deS ^or^Q10f ^L’bncr erklärte tn verständlicher klarer Weise das Wesen, Entstehen und die Wirkung der Elektricitat. Unterirützt durch zahlreiche wohlgelungene Experimente wurde den Zuhörern vor Augen geführt, wie die elektrische Kraft entsteht, sowie welche Wirkungen sie äußert und wie diese Wirkungen vom Menschen nutzbar gemacht und burw fast täglich neu auftauchende Erfindungen und Verbesserungen immer mehr dienstbarer gemacht werden. In einem 2. Vorträge am nächsten Dienstag r.nrb der geschätzte Redner auf das für Jedermann interessante Thema zurückkommen und die neueren elektrischen Maschinen rc. erläutern und erklären Hoffentlich wird dann wiederum ein zahlreiches Auditorium dem Redner, wie gestern geschehen, mit Aufmerksamkeit folgen. Telegraphische Depeschen. LÜolff's telegr. Correspondenz-Bureau. Landtag. Auf eine Anfrage Hammacher's erwiderte der Mmlfter Maybach, daß die Privatelsenbahnen nur von Reichswegen zu Anlagen im LandesvertheldigungSinteresse gezwungen werden könnten. Preußen habe für die Vor- Atzung eines solches Ges-tzts Schrille beim Reichslage gelhan. wenn dabei besonders Eisenbahnen im Ollen der Monarchie ,n Be,rächt gekommen feien, so müsse man elnslellen^könnte, sallen^lasseu^ p°l't'scher Derwi-kelangen, der sich dabei leichl Nach wenig erheblicher Debatte wurde die Diskussion über den Eisenbahnraih Handelseiat rechisirtigt der Unleiftoatef.tieiät Möller gegenüber r Dom Handelsminister gegen die Handelskammern aÄT.a ^“h6n?S .Die Handelskammern hätten Behördenqual tät, wie aus dem E« hervorgehe weiches insbesondere Hand-lskummern als «e- Das Recht zur Auflösung gehe aus dem Landrecht hervor, weiches sElchatten und oneniliche An,lallen dem Aussichlsrecht des König« unlerslelle. Auflösungen von Handelskammern seien während der Mjährigen Ausübung des Ge- K" Malen erfolgt, m einem Falle selb,! von dem Abg-ordnetenhause ^oroen. Die Forderung der Einreichung der P-otokolle sei gleichfalls ein Recht der Regierung, der Minister werde daher auf dem bisherigen Standpunkte verharren. * vluuv nJäuL«1» bJ- Position für den Volkswirthschaftsrath gestrichen haben, worauf UnterftaatSfekretar Möller erklärt, daß das Institut für die eigenen Informationen ^?!ikrUn0 unentbehrlich sei. Wtndthorst plädirte gegen den Volkswirthschasisrath und nachdem der Reglerungskomm'ssar nochmals entschieden für denselben ein getreten Stimmen"ergab ^Erstrmmung, welche Ablehnung der Position mit 177 gegen <5t uemfafe$aUÖ er^c^^te Curaus das Ordtnartum des Handelsetats. — Morgen: m 201 $ebruar* Bei ausverkauftem Haufe und vor einem disttnguirten fä« ftnt? ^bmb 7 im Holthe°ter für Wagner e.ne Gedächtniß- Jtkr statt. Viele Prinzen und Prinzessinnen waren anwesend Alle Damen waren in £la“er- Feier begann mit dem Trauermarsch aus der Götterdämmerung, wobei An«? Lk r&an? ^Nttfam erhob. Zwischen den brennenden, mit Flor behangenen und prachtvollen Palmen Uanb die mit Lorbeer bekränzte Büste Wagner's, 3 0le,$faUd MU Flor behangenen Piedestals lagen zahlreiche Lorbeer- und ben l-tztt» Tollen des Malsches senkte sich der Vorhang wicher fffnnrTmnnn8! Ppet "5rlftan unb Älolde", worin das Ehepaar Vogel und Frau jr?m 7h an, EroULt eM. „®er ernsten Feier angemessen verharrte da« Publikum von linsarg b s zu Ende (11 Uhr) In lautloser weihevoller Stimmung. ~ 20 Febr. Das Journal „Nemzet" bedauert, daß der deutsche ^^.^rein durch die Ultra-Sachsen dazu geführt worden sei, das deutsch-öster- ^ü?bntß ^^^rgraben. In leitenden politischen Kreisen sei man der Ansicht, daß man das Bündniß nicht trüben lassen dürfe. Ungarn bedrücke ' — Nach einer Mitthetlung des Abgeordneten Schröder wird in Kürze der Großh. Regierung eine Vorlage gemacht werden zur Bewilligung eines Credits von 2 Millionen Mark, um damit den Gemeinden des Großherzogthums, welche durch die jüngsten Hoch- wasserfluthen Schaden gelitten haben, Darlehen zu gewähren. In welcher Weise die Darlehen gemacht werden sollen, zu welchen ober ohne Zinsen, barüber ist noch fein bestimmter Beschluß gefaßt. Bad Nauheim, 19. Februar. Wie verlautet, beabsichtigt ein auswärtiger Unternehmer, hier eine Colonade zu erbauen unb sollen desfallsige Verhandlungen bereits etngeleitet sein. Marburg, 17. Februar. Gestern wurde bei der Steinmühle bei Cappel die Leiche des seit dem 4. Januar b. I. vermißten Postschaffners Koch aufgefunden. Offenbach, 19. Februar. Unserer Polizei ist es gelungen, einem Falschmünzer aus die Spur zu kommen, der fein Handwerk schon längere Zeit ganz im Stillen betreibt und die Erzeugnisse seiner Kunstfertigkeit — er machte falsche Thaler- und Markstücke — in verschiedenen Läden dahier, in welchen er Einkäufe machte, auszugeben versuchte, auch verschiedentlich solche an den Mann brachte, die nachträglich als falsch erkannt wurden. Gestern Abend gelang es, ben Burschen in der Person eines hier in Arbeit stehenden Posamentier-Gehilfen zu ermitteln und zu verhaften. Bei einer noch in der Nacht in seiner Wohnung vorgenommenen Haussuchung fand die Polizei auch die zur Herstellung der Falsifikate nöthige Gießform, Tiegel, Metall unb sonstige Werkzeuge, welche in Beschlag genommen wurden. (£). Z.) Wien, 16. Februar. Nach einer soeben an ben Ehrenpräsidenten Grafen Hans Willzeck gelangten ofstciellen Zuschrift hat der Kronprinz Rudolf das Protektorat über die internationale electrische Ausstellung in Wien 1883 übernommen und bei diesem Anlasse das wärmste Interesse für die mit diesem Unternehmen zu erhoffenden Fortschritte in der Wissenschaft, sowie für das Emporblühen vaterländischer Industrie ausgesprochen. Berlin, 14. Febr. Der „Figaro" hat die Nachricht gebracht, daß ein Mitglied der französischen Gesandtschaft bei Eintritt in das Friedrich-Wilhelmstädtische Theater mit dem Rufe empfangen worden sei: „Thibaudin 'raus!" Diese Angabe ist, wie unsere bei allen irgendwie in Betracht kommenden Quellen gestellten Anfragen ergeben, ganz und gar erfunden. Bei der vom „Figaro" erwähnten Vorstellung ist überhaupt kein keine Nationalität, das erkennten auch die Jung-Sachsen an, jede Agitation welche den Frieden Hören könne, müsse aufhören. Paris, 20. Februar. Ferry beendete noch nicht die Bildung des neuen' Cavmets. Die bedeutendsten Journale beharren darauf, daß alle Parteien bezüglich der Ansichten Opfer bringen müßten. „Temps" sagt, das Land wolle eine starke Regierung, welche sich weniger damit beschäftige, ausnahmsweise zu forcuen, als zu sorgen, daß von allen Bürgern diejenigen Gesetze befolgt werden welche der Ruhe, Arbeit, der öffentlichen Wohlfahrt, Sicherheit und nationalen Ehre dienen. Es sei die Aufgabe des Ministeriums, ein Programm aufzustellen, nicht der Kammer, welche Programme nur anzunehmen oder abzulehnen habe' „Paris" glaubt zu wissen, Fern) werde Donnerstag mit vollständigem Ministe- rmm sich der Kammer vorstellen und eine kurze Erklärung verlesen. — Lesseps versammelt nächsten Montag die Unternehmer, welche im März nach Tunis abgehen, um die Bedingungen zur Herstellung eines Binnenmeeres zu untersuchen und die Kosten zu präcisiren. Rom, 20. Februar. Die „Ag. Stefani" meldet aus Konstantinopel: Corti ver- langte von der Pwrte Bestrafung der Urheber der Beleidigung des italienischen Con- n lalü in Tripolis eine sofortige öffentliche Satisfaktion. Er zeigte ben Abgang eine« ^l'Poli§ an. „Ag. Stefani" bementirt die Nachricht, Italien rüste Armeekorps aus und sende weitere zwei Panzerschiffe zur Okkupation von .«Li Ipoi 3 ab. ,, ~ Dcr Papst empfing ar.Iäfetid) be« 5. Jahrestags seiner Erwählung bte o.aröinäle unb hielt einen Cercle in feiner Privatbibliothek. b hd „ "F?lsiuUa" meldet unter Vorbehalt: Der Commandant drs Pm.zertchiffes „Ancona überbringe dem italienischen Consul in Tripolis ein eiben, wodurch derselbe angewiesen werde, falls die Behörden von Tripolis nicht innerhalb einer gewissin Frist Italien volle Genugthuung geben,’ das Wappen unb bie Flagge von dem Confulat zu entfernen, sich an Bord des Panzerschiffes zurück- zuzuben unb dem deutschen Consul ben Schutz der Nationalen und des Archives anzuvertrauen. . ,, London, 20. Febr. Die Donau-Conserenz trat heute Nachmittag um haw 3 Uhr,u einer Sitzung zusammen, welcher alle Delegirten der auswar- Ligen Mächte mit Ausnahme Rumäniens beiwohnten. — Gerüchtweise verlautet, die Regierung werde am nächsten Freitag in Dublin eme geheime Untersuchung eröffnen wegen einer Verschwörung, welche eine noch größere Tragweite und noch vernichtendere Zwecke haben soll, als das jüngst entdeckte Complot. Frieden ju gelangen. Die Wiederherstellung des religiösen Friedens werde die Herzen der katholischen Untertanen noch fester an den Thron knüpfen, sie werde die würdige Krönung einer langen und ruhmreichen Regurung fein Der zweite Brief, welcher als Antwort auf das kaiserliche Schreiben vom 22. December v. Js- bient ist vom 30. Januar battrt. In demselben heißt es bte kaiserliche Antwort habe bie Hoffnung bes Papstes, btn Constict einer Lösung zugeführt zu sehen, bestätigt, ba ja bei Kaiser sich zu einer Revision ter gegenwärtigen Gesetzgebung geneigt zeige. Er (der Papst) habe burch ben Cardin! Jacobmi dem Gesandten v. Schlözcr eine Note zufieUen lassen, in welcher er den Entschluß ausdrückte, den Bischöfen zu gestatten, die Wahl neuer Pfarrer (cur&) der Regierung zu notificircn ohne eine fomplete Revision der in Kraft befindlichen Gesetze abzuwarten. Der Papst verlangt jedoch, daß man die Maßregeln mildere, welche die Ausübung des geistlichen Llmtes unb bte Ausbilbung des Clerutz verhindern. Küche wie Staat müßten in der Lage sein, die Personen, bereu sie sich bebienen, jeher Theil seinem eigenen Geiste emfprechenb, auSzubilben. Der Papst glaubt, baß diese Änderungen für das Leben ber Kirche unvermeiblich sind. Sei hierüber eine Einigung erzielt, so sei es leicht zu einem wirklichen unb bauerhaften Frieben zu gelangen. ' Rom, 19. Februar. Der fignalifirte Brief deS Papstes vom 30. Januar er lautet: „Das Schreiben, welches Ew. Kaiserliche Königliche Majestät uns im December letzten Jahres burch ben Gesanbten v. Schlözer zustellen ließ, hat bie Hoffnung, welche mir feit langer Zeit hegten, burch ein volles Einvernehmen ben religiösen Conflikt im Königreich Preußen einer Lösung zugeführt zu sehen, bestät-gt. Das erhabene Wort Ew. MateftSt, welche sich geneigt zeigt, bie Hanb zur Revision ber gegenwärtigen Kirchengesetzgebung zu bieten, läßt uns eine demnächstige Herstellung biesetz Einvernehmens erblicken. Wir sprechen Ew. Maj.stät unfern Dank unb unsere Genug- ibuung für biefe Geneigtheit aus. Wir haben in Folge beffelben Ihrem Gesastbten d. schlözer durch ben Cardinal Jacodini eine Note zustellen lassn, welche, wie wir glauben, derests zur Kenntmß Ew. Majestät Regierung gebracht worden ist. In dieser Note wollten wir bu Regierung Ew- Majestät auf'S Neue unseres festen Willens versichern, ben wir schon zu vcrschtebenen Main gezeigt haben, btn Bischöfen zu gestatten blejenigen Personen ber Regierung zu notificircn, welche zu Pfarrern ernannt werben sollen. Wir haben jeboch verlangt, baß man gleichzeitig mit einer Modificat-on ber Maßregeln beginne, welche heute bie Ausübung der geisil chen Macht, deS geistlichen Amtes, sowie ben Unterricht und bie Ausbildung deS Clerus verhindern: denn wir glauben, daß diese Modificationen für das geben der katholischen Kirche selbst unentbehrlich sind. Diese verlangt, daß bie Bischöfe bie Fähigkeit haben, bie geweihten Kliener zu unterrichten, sie unter ibrer Aufsicht auszudilben, sowohl ben Lehren wie dem Geiste der Kirche entsprechend. Der etaat würde nicht weniger für seine eigenen B-amten verlangen können. In gleicher Weise ist eine verständige Freiheit in Ausübung dcr geiftlichcn Macht und des geistlichen Amtes für datz heil der Seelen um ! Grundbedingung für das Leben der Kirche. Es würde veigeblich fein für r,e PAruellen neue Inhaber zu ernenne, wenn dieselben sich sodann verhindert sähen den Pflichten gemäß, welche ihnen das geistliche Amt auferlegt, zu hand-ln. Sobald über diese Punkte eine Verständigung hergestellt ist, wird es bei gegenseitigem gutem ^biüen leiwt fein, sich auch über andere nothwendige Bedingungen zu verständigen einen wirklichen dauernden Frieden, das Zi.l unserer gemeinschaftlichen Wünsche zu sichern. Inzwischen bitten mir. die wiederholten Ausdrücke der warmen Wünsche ent- fi.genjun.btnen weläc wir unauiyörl-.ch für da« Wohl-rg-h-n Ew. Maj-ftä! Kaifrr- liche und Königliche Familie hegen. Im Vatikan, 30. Januar 1883. Leo XIII., Papst." Frankreich. Paris, 19. Februar. Der Stand b.r Ministerkrisis ist unverändert. Sicher schernt, daß Ferry, Feuille, Waldeck, Tirard, Thibaudin. Cochery und Raynal in datz ^abinet treten wirden. Die Journale der Opportumstenpartei äußern sich sehr günstig über die Bildung eines Cabinets Ferry. „Temps" meint, die Hauptaufgabe desselben wü^de sein, bie Kammer zu ihrer wahrhaft parlamentarischen Tiabition zurückzuführen nämlich Tür bas Ministerium ohne Controle, ohne Sanct'on ber Kammer bie Regierungsfunctionen zurückzufordern, welche bisher durch die Phantasie der Deputirten beständig gehemmt worden. Mehrere Journale glauben, die Veröffentlichung der Decrete stehe unmittelbar bevor, durch welche die bet Armee angehörenben Prinz n ihrer Stellungen enthoben würden. In parlamentarischen Kreisen oetlouM, die radikale Stufe, bie äußerste Linke und bk Bonapartisten beantragen eine Revision der Verfassung. „£a France" zufolge, würde das Programm Ferty's bie Revision der Verfassung und Wiederherstellung des Listenscrutiniums enthalten. Äcgypten. Kairo, 19. Februar. Oberst Stewart meldet telegraphisch aus Khartum, Oberd sei am 17. v. Mts. in die Hände des „falschen Proph ten" gefallen, unter den Anhängern des Propheten beständen aber so große Zwistigkeiten, daß voraussichtlich viele derselben der egyptischen Armee sich alischließen würden, sobald diese vorrücke. Khartum sei nicht in Gefahr. den 1147 Weil. Nadel- H am 1197 68 296 400 102 1023 Eichen-Scheite, Nadel-Scheite, Eichen-Stämme mit Kohgutifi in allen Metallen. 477 neu VfDrltno sucht zu V|tc Lvilh. Hosch, Mechanikuö, Neuen-Bäue. H lf H 42 15 3200 14 15 10 250 42 71 21 2990 50 2 68 142 1 H H H H II II n lf n H n u n 1 271 1070 Februar: von 15 bis M ff II Knüppel, Stöcke, Wellen, n H Knüppel, Stöcke. Wellen, Dienstag den 27. 103 Eichen-Stämme Montag den 26. Februar: i Rmtr. Buchen-Scheit, km H II II II lf nnttlidx Sitzuvj nncrfung Hirtza, re .b fiinbttftt Knüppel, Stöcke, Wellen, 28 1900 188 40 18 16 105 124 4 3250 1150 3400 0 13,19 0,19 26,93 6,27 1,69 7,41 allen Armaturen der Dampf- und Wasserbranche. Pumpen jeder Art und Gröhe Eisen- und Bleiröhren. Holz-Versteigerung. Montag den 26 Fe'br. d Is, Vormittags lO^UHr ansangend, fvllen in dem Gemeindewald versteigert werden: Holz - Bersteiaenmq. Montag den 26. und Dienstag den 27- Februar l. I-, von Morgens 9 Uhr an, kommt in dem Mainzlarer Gemeindewald, Districten Zipfen, Lache und Schabenberg, nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung, als: 46 Ctm. Durchmesser und 14 Mr. Länge mit 58,79 Fstm., Nadel-Stämme von 14—34 Ctm. Durchmesser u. bis 20 Mr.Länge mit 126,43 Fstm., Buchen-Stamm mit 0,55 Fstm., Fichten-Derbstangen mit 9,05Fm., Fichten-Reisstangen. Dienstag den 27. Februar l. I., Nachmittags um 2 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten die zur ehemaligen Kiegel'scheu Holzschneiderei gehörende horizontale Dampfmaschine von ca. 8—10 Pferdekraft mit Meyer'schen Steuerung, Regulator, Speisepmnpe, Vorwärmer, Ankerschrauben, Fundamentsteine 2C., desgleichen Cplinder-Dampfkeffel mit Unterkessel, circa 16 lH-Mtr. Heizfleiche und completter Armatur, sowie das hierzu gehörige Sägewerk, Kreissägegestelle mit Lagerwellen und 6 Blocksägeblätter, Trans- missionstheile, bestehend aus Wellen, Riemenscheiben, Fuß und Hängelagen rc. öffentlich meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle, bei der Hofraithe des Orgelbauer G g. Förste r am Garbenteicherweg dahier, versteigert werden. Lich, den 12. Februar 1883. Badewannen und Badeöfen. Wandbecken, KüchenanSgüsse, Pissoirs rc. emaill. und in Porzellan. Bahnhosflr 24. Bahnhosstr 24. Die Zusammenkunft ist an der Hach- borner-Straße, am Eingang in den Wald. Mainzlar, den 20. Februar 1883. Großherzogl. Bürgermeisterei Mainzlar. 1190 Vogel. Maschklammern hefte Sorte, per Hundert 60 H empfiehlt Wild. Kodlcrwann Neustadt tö. ,,•>< Nadel-Stämme von 10—16Mtr. Länge, Nadel-Derbstangen von 10 bis 14 Mr. Länge, Rmtr. Nadel-Knüppel, 4 Mr. lang, Rmtr. Nadel-Stöcke, Nadel-Wellen. Aödgen, am 19. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. 1178 Jnderthal. Großherzogliches Ortsgericht Lich. - ' Walz. ____________ Vormittags 11 Uhr, soll 1) die Jagd in dem Berstädter Markwald, circa *295,5 Hektare haltend, 2) die hiesige Gemeindefeldjagd, ca. 985,9 Hektare haltend, auf weitere 6 Jahre auf dem Rathhaus verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Waldjagd eine Viertelstunde von der Oberhessischen Eisenbahn, Station Ober - Widdersheim, entfernt liegt. BerstM, den 16. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Berstadt. ___________________________Gräfliche Forftverwaltung Verkauf einer ljoli|d)iiciöuui|d)iue. Holzverstcigcrung. Donnerstag den 1. März d. I. konunen zur Versteigerung in Distrikten: 1) Tränkbach: 41 Fichtenstämme von 15—27 cm Durchmesser — 16,70 cbm, 12 rin Fichten - Stangenholz in Schichten, 26 rm abständig Duchen-Prügel- und Stammreisholz; 2) Eichelgarten: rm 245 Buchen-Scheid-, 153 -Prügel-, 53 -Stock- Holz, 98 -Astreiser; 3) Ziegenberg, Wetterauerberg, Wetterauerstrauch (unvorgezeigt): 1*30 rm abständiges Buchen-Prügelholz u. -Stannnreisig (Schichten); 4) Stockwiese und Kreuzseenerberg: 1 Fichtenstamm = 0,38 cbm, 26 Fichtenstangen von 10—12 cm Durchm., 36 rm desgleichen in Schichten von 8 m Länge und darüber, rm 4(X) Buchen-Scheid- und Prügelholz, 36 -Stöcke, 117 -Astreiser; 5) Peterswald (theilweise vorgezeigt): 260 rm abständig Buchen- und Eichen-Stammreisig in Schichthaufen. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der Freienseener Chaussee oben Steinbügel. Laub ach, den 11. Februar 1883. Für die Wasserbeschädtgten im Großherzogthum gingen weiter ein: Von Rechner Schäfer in Grünberg 1,80 JL, gesammelt beim Ball des Consum- vereins zu Groß-Buseck 20,96 vom Krtegerverein zu Leibgeftern 55,45 H. K. \ •*' Apertengebühren Im Rumproceß 2 utl, Collette aus Ruttershausen 103,60 JL, ^roßkb Bürgermeisterei vungen 330,50 JL, von Herrn Obersllieutenant Bertram im Auftrag des Wohlthat'gkettscomit^s zu Gießen Reinertrag von zwei Theatervor- st-llung-n 1343,11 X Summa 1858,42 JL 9 Der Empfang obiger 1858,42 Ji. wird mit herzlichem Dank bescheinigt. Im Ganzen sind bei Unterzeichnetem eingelaufen 30582,74 JL Hiervon gehen 2? Kosten a an den Dienstmann Müller Vergütung für die Erhebung von Gaben qa ^nb’ Iör @,cLbporto V4 zusammen 82,74 M Bleibt ein Gesammtbetrag von 30, >00 welcher an das liandescomitä zu Darmstadt baar abgeliefert worden ist. Gießen, den 21. Februar 1883 Im Namen des Comitäs: Dr- Boekmann, Prov'nzial-D'rector. Gänzlicher Ausverkauf. Durch Sterbfall meines Mannes bin ich in die Lage gekommen, mein Geschäft aufgeben zu müssen und verkaufe ich deshalb sämmtlrche Artikel zum Einkaufspreis. Gleichzeitig ist der Laden mit Wohnung durch mich anderweit zu vermiethen. 688 Bahnhofstraße 12. KT im LÄ f i tat Z lLbM ci JTnflbt tfl G. ' 14. FtbrMj het-rlha«, cEßmacn. *3314 dtsKimja hflttnnbs M bflfa M ü Vt öorlo^ dr ti 2* k, t- Seorr«, 1 Metaliwaarenfabrik und Giesserei empfiehlt sich zur Herstellung von Wafferlkitungsanlsgkn, pumpinaiiUgnt für Kraft- und Handbetrieb, Kade- und Clofeteinrichtungen rtr. Fabrik und Lager von Reparaturen werdenAprornpt nvd billig besorgt.______ 1132 Einen Lehrttna sucht zu Ostern Neues für Bäcker! Erlaube mir, die neueste Pfttent- Harkofenlanipe zu empfehlen. Die selbe kann eingesehen und Ntäheres erfahren iverden bei Herrn I. K l i n g e l h ö s e r Kirchenplatz 3. 1024 «loh. Rothbrust, Backosenbauer, Bel! b. Niedermendig fReg.-Bcz.Koblenz). L^dmann sich dieses wirklich unentbehrliche Werk- der l.andwnthschaft leicht anschaffen kann und durch die vollständig gleichmäßiae des Saatgutes wird einerseits eine große Samenersparniß, andererseits durch die sinnreiche Coiistruction bedingte außerordentlich leichte Handhabung bedeutende -Hir daher im Interesse unserer Herren L°nUi?the au die Donnerstag Nachmrttag anberaumte Probe aufmerksam. 1205 ".8-4 ,«■*5 'u UIUcnu^8 Ü|fl: 6ortt Dtt; k ib14'" LS“P"ii«n ec, ‘ ^uvLhlung bie ^mmanbant - JT‘Poli§ ttn -^nvobS nicht ,ß6 Sappen nnb jll-llj- ::5 M Archive- ^mittag um Ti der ausniär« tim Freitag in ] vönwg, wech «soll, als da; t ,jnb * ^•4 ®trb Di mit Sckakn' । Mitglied der französischen Gesandtschaft zugegen gewesen. Wenn irgend ein entfernter Anlaß zu jener Erfindung vorhanden sein soll, so kann es nur der Umstand fein, daß in der Operette „Der Bettdftudent- Herr W.llhof in der Rolle des Obersten Ollendorf folgende Coupletstrophe etnlegte: „Wir hatten mal, auf Ehre — Von einem großen Heere — Gefangen manche Knaben; — Parole d’honneur sie gaben. — Doch einer floh, auf Ehre, — Als 00 das gar nichts wäre, - Ward Kriegsminifter lieber; — Schwamm drüber!* Eingesandt. Wichtig für die Herren Landwirthe! Donnerstag den 22. Februar, Nachmittags, wird Herr Josef Becker L>amengattungen, die feinsten wie die gröbsten, Gras und Klee sowohl, als auch Erbsen säen. 2) Ist zur Handhabung kein geübter Säemann erforderlich. 3) Die Maschine streut Sinai so breit als ein geübter Säemann überhaupt zu streuen im Stande ist- 4) Der Samen wird vollständig, gleichmäßig vertheilt. 5) Die Maschine ist leicht verstellbar, schwach oder stark zu säen. 6) Nach erfolgter Stellung fließt der Samen stets gleichmäßig zu. 7) Nach Wunsch kann der Zufluß sofort gehemmt werden. 8) Jeder schmale Streifen kann damit besäet werden. 9) Kein Zugthicr ist erforderlich und die Maschine säet 5 Meter breit. 10) Ein Mann ist im Stande, so viel zu säen als 4 Pferde mit Eggen unterbringen können. Der Preis dieser kaum 10 Pfd- wiegenden Maschine von 40 Mt. ist dabei ein 731) Leber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verur.-^n.-ht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen Expedition v<,n M < AM EtfSTEl RI ung im Wriedr. Führer’sehen Locale. Tagesordnung: Rechnungsabhör. 1077 Vorstandswahl. Verschiedenes. Die Rechnung liegt bei dem Präsidenten Herrn Ehr. Haubach zur Einsicht der Mitglieder offen._______________________Der Vorstand.__ Geschäfts-Verlegung. Möbeln aller Art ZU billigst gestellten Preisen und jahrelanger Garantie. __ 792 Chocoladcn und Cacaopulver in anerkannt vorzüglichen Qualitäten aus der Fabrik der Herren Gebrüder Waldbaur, König!. Hoflieferanten in Stuttgart, empfiehlt 1048 H. Und. Schulstrsßr 4. 1157 Ein viersitziger, in noch gutem Zustande befindlickerOllaSwagen ist preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei Louis Magen, Walltbor- straßc 11. Corsetten in großer Auswahl empfiehlt A. Fangmann. Extra-Facons und -Weilen werden nach Maß angesertigl. 873 Gingem. Früchte, „ Grbsen, „ Bohnen, „ Spargel, Champignons, Trüffel, Perlzwiebekn, Oliven, Preiselbeeren Eingem. Zwetlchen j- empfiehlt in besten Qualitäten billigst 908 Emil Fischbach. Benniethungen. 972 Eins, moblirtes Zimmer an einen auch zwei Herren sofort zu vermiethen. ________Bahnhofstraße 12, Hinterhau§.__ 1200 Logis, gleich beziehbar, zu ver- miethen in Neuen-Bäue 20.____________ 34 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen.______________Kaplansgasse 18. 741 Ein schönes ,Familienlogis zu ver- miethen. 8. Schmitt, Glaser, Eanzleiberg. 77 Der untere Stock meines Hauses ist zu vermiethen. ______M. Rosenthal, Liebigstraße 13._ 101 Schloßgasse 17 Parterrelokal zu vermiethen._____________________________ 1003 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. ___________Wilh. Schäfer, Gartfeld. 745 Der 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und vom 1. Mai ab zu be? ziehen. 2. Katzenstein, Seltersberg. W Der untere sowie der mittlere Stock im früher Schellhaas'schen Hause ist anderweitig zu vermiethen. ______Justus Lenz. 28 Ein moblirtes Zimmer ver- miethet trugen Kauffmann, Alicenstr. 423 Schöne geräumige Wohnung von 0 Zimmern, großem Corridor rc., sofort beziehbar, billig zu vermiethen. __Bahnhofstraße 40. 281 Das von Herrn Lieutenant und Adjutant Rudolph bewohnte Logis im mittleren Stock meines Vorderhauses ist anderweitig zu vermiethen und am 1. April zu beziehen. Peter Pitz, Zimmermeister. 831 Der mittlere Stock, 5 Zimmer, ist Anfangs Avril ober Mai zu vermieth n. W. Dietz, Sonnenstraße 13. 1140 Ein Familienlogis, 3—4 Zimmer nebst Zubehör, per 15. Marz zu vermiethen. _______________M. Weißbäcker. 1130 Bahnhofstraße 50 ist eine ge- Täumigc Wohnung per 1. Juli zu vermiethen.______ $96 Ein kl. Familienlogis ist zu ver- miethen. Marktstraße 32. 1206 Ein schönes Logis von 3 Zimmern, Küche, abgeschloss. Eorridor und allen Bequemlichkeiten sofort zu vermiethen. W. Lculiug. 524 Ein schönes Logis (2. Stock), 6 Zimmer nebst Zubehör, Gartenantheil und Bleichplatz, per 1. April zu vermieth-n. ________________Löberstraße 5. 500 In meinem Hause, Schillerstraße 11, sind zwei Wohnungen (5—6 Zimmer) alsbald zu vermiethen. ____________Karl Noll, Flügelsgasse. 112 Logis mit Garten per 1. April zu vermiethen. B. Gabriel, F^anksurterstr- 67. 92 Ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche nebst Zubehör zu vermiethen bei Philipp Jünger, Sä)iffenbergerstr. 97 Der mittlere Stock meines Hauses (2 Stiegen hoch) ist anderweitig zu ver- miethen.____Grnil Fischbach. 1115 Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Karl Schneider, Wallthorstraße. 1035 Der erste und zweite Stock in meinem neuerbauten Hause in der Franks furterstraße, je 4 Zimmer mit allem Zu-' behör und Gartenantheil, ist auf sofort zu vermiethen. Balth. Schneidmüller. 1119 Ein kleines Logis vermiethet ____Hermann Kraft, Neuenweg 46. 1128 Eine abgeschlossene Mansarden- Wohnung per 1. April zu vermictben- 8. Klintel. 1144 Möbl. Zimmer zu vermiethen. ___________8. Georg, Löwengasse 14. 83 Dchulftratze 10 ist Laden mit Wohnung zu vermiethen. 91 Laden mit Logis zu vermiethen. _____________________Bahnhofstraße 41. 182 Laden, mit ober ohne Wohnung, per 1. April 1883 an zu vermiethen. Jnlius Noll. Vermischte Anzeigen. 1203 Ein Student sucht auf Ostern ein Zimmer bei anständiger Familie. Offerten unter Nr. 1203 bei der Exped. ds. Blattes abzugeben. B w n n T S - 4» r/o § Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags^ nach Amerika. Paffagierverträge schließen ab r Die General - Agentur des Norddeutschen Lloyd für Hessen M. Abraham in Mainz und dessen Agenten C. W. Dietz Nachf., Gießen. Nic Spiegelberger, Butzbach. I. Schulhof, Friedberg. Ph. Zimmer, Lich. Herm Vogt, Reichelsheim. 698 ö. M Schloß, Alsfeld. Meiner verehrten 5kundschaft, sowie verehrtem Publikum zur Nachricht, daß sich mein Geschäft von heute ab im Hause des Herrn W. Planks Bahnhofstrasse befindet. Hochachtungsvoll 1207 B. Mellor. Restauration Schühenhof 1 DaS Eomito. 1196 1194 1208 Gießen, den 21. Februar 1883. hält sich mit einem guten Glas Vxportbier und reichhaltiger Speisen- karte unter Zusicherung aufmerksamer und reeller Bedienung bestens empfohlen. 1129 Ein guter Arbeiter wird ge- sucht von- L. KliUkel, Kohlenhand hing flenerarorr[amm(unn der Lcicticnkaffcn Gcsellscdaft Sonntag den 25. Februar, Rachiniltags 4 Uhr, im Locale der He st aur ation Albold. 1195 Tüchtige Maurer finden ’?e fdjäitigung. Sames, Lndwigsstraße. Tagesordnung: Abhör der Rechnung pro 1882. Ergänzungswahl. Der Dorsstand. b ttasttlcr Pferdemarkt am 28., 29. u. 30. Mai g 0 mit Präuriirung, Ausstellung, Pferderennen und O 8 Pferde-u. Equipagen-8 8 Verloosung. | Ü sw Ziehung am 30. Mai 1883. "WZ Q .Hauptgewinne im Wcrthe von Dtark 10,000, 0000, 5000, 4000, o 3500, 3000, 2500, 1000 ?c., zusammen 1000 werthvolle Gewinne. — w O (General-Vertrieb der Loose a 3 X durch Herrn. Heiide in Caffel, bei welchem sich and) Wicdcrverkäufer melden wollen. Q Verkauf der Loose in Gießen durch Juiiu* Wnllaeh. 1198 Ein Mädchen vom Lande, welches die Hausarbeit versteht und gute Zeugnisse besitzt, wird auf sogleich in Dienst gesucht. Neichensand 30. Samstag Abend SV2 Uhr: 1204 General Versammlung. 886 Für ein Colonial- und Eisenkurz waarengeschäft wird auf Ostern ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Blts. 1154 Schüler finden gute und billige Pension, sowie Beaufsichtigung durch einen class. Philologen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl._________ 51 Ankauf von Lumpen, Knochen, Papier und Akten. LouiS Rothenberger, Neuenweg 22. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme an dem uns durch den Tod unserer geliebten Tochter und Schwester A n n a betroffenen schweren Verlust, sowie für die reichen Blumenspenden sagen herzlichsten Dank. Luise Weber, geb. Wortmann. Lina Weber• 1202 Ein braver Junge als Haus- burfche in ein hiesiges Geschäft gesucht- Näheres bei der Exped. ds. Bl. , 645 Ein Lehrll n «^gesucht von (georg Böger, Mechaniker. 1114 Ein Bäckerlehrling gesucht von ___K. Haas. Diejenigen, welche noch Forderungen an den verstorbenen Heinrich Goß zu bilden haben, wollen solche binnen 8 Tagen bei dem Unterzeichneten anmelden, widrigenfalls dieselben keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 21. Februar 1883. 1193 Jakob Noll, Vonmmd. wohnungs-Verandkrung. Meinen verehrten Kunden und Gönnern zur Nachricht, duft sich meine Wohnung Son heute an 'Asterwcg Nr. 10 befindet. 1195 Schuhmacher v. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh l'ichen Druckerei (Fr- Chr. Pietsch) in Gietzen.