3^ Diensten, finb bei mir 8070 Wg. iing. ÄhrgWg. Ä in 3erlitt Wland Vorzugs« Kreisen der Be. ■te ic. verbreitet, agesiirJnserate, die gespaltene st' von ganz be« mkeit. sich vor solchem rliner Gerichtschrein niedrigen iden Inhalt in r Darstellungs- -vilprozch'e des es die neuen nachen wir ganz ine, so äußerst treckung in das gen; eingehend Reichsgerichts, eitesten Kreisen, elbstverständlich nann durchaus mit dem reich- th erlheilenden neuesten, besten ststeller enthält, Abonnenten zu, Mrn Deutsch- ung den Lesern Miner Tages- n über Berliner ikante politische icntirt die Leser ig neu hinzu- l-Roinan von md December Preisen und I chtei' lver ade fcCSJ w bei Herrt Sanier 7666 ir 188« 751fi illlil'll n 90 32 <*•*8 . 0,3» , . ' 0,3 . ' 1,03 ' 0,0« £«16 J 0,0« Nr. 297, Erstes Blatt. Freitag den 21. December L88D Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttreaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ikst Einladung zum Abonnement -test auf den Gießener Anzeiger Amts- unö Llnzeigeblatl für heu -Kreis fließen. Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Familienblätter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger bcigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei in s Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im I. Quartal 1884 zusenden und den Abonncmentsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgebcn zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern können. &te Expedition. — — ......— ■ Amtlicher HHcil. Bekanntmachung. Grobherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die Genehmigung zur Vornahme einer mit dem nächstjährigen Frühjahrs-Faffelmark in Butzbach zu verbindenden Verloosung von Fasseln, Rindern, Schweinen und landwirthschastüchen^Gerathen ertheilt,.J0^. ^.e.n Großherzogthum gestattet, unter den Bedingungen, daß höchstens 10000 Loose ä 1 <74 ausgegeben und (abzüglich 300 JL für Pramnrung) < J /0 des Bruttoerlöses zum Ankäufe der Gewinngegenstände verwendet werden. „ Gießen, am 19. December 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ......... um I miii im im.........................um im i 11——«mb—iibub ■ Jagdschein, daß dieselben 20 M. betragen sollen. Endlich wurde noch ein Antrag des Grafen Zieten-Schwerin, Jagden mit Schußwaffen und Hunden an Sonntagen gänzlich zu untersagen, mit 55 gegen 44 Stimmen angenommen. — Das Abgeordnetenhaus setzte am gleichen Tage die Spccialdiscusston über den Etat des Ministeriums des Innern fort. Eine ziemliche Anzahl von Postlionen wurde ohne weientiche Debatte genehmigt, so z. B. die dauernden Gesammt- ausgaben für das statistische Bureau im Betrage von 386,740 M.. Eine eingehende Diskussion entspann sich über die Forderungen für das meteorologische Institut, wobei Abg. Dr. Reichensperger den praktischen Werth der meteorologischen Beobachtungen bestritt und namentlich auf die sehr fraglichen Wetterprognosen des Dr. Overzier hinwies. Beim Etat des Standesamts erneuerten die polnischen Abgeordneten v. Wierzbinski und Kantak die alten Klagen über Germanisirung polnischer Namen; indeß ihnen Abg. Tiedemann die Umwandlung des deutschen Schumann in das polnische Szuman und das Wollschläger in Wollslegier entgegenhielt. Eine ganze Reihe fernerer Positionen wurde in durchaus sachlicher Weise erledigt und schließlich ein Antrag des Abgeordneten v. Eynern, die Regierung zu veranlassen, in dem Gesetzentwürfe über die örtliche Polizciverwaltung auf eine gerechtere Vertheilung der Kosten derselben Bedacht zu nehmen, an die Gemeinoe-Commission verwiesen. Das Hamburger Secamt hat am Montag seinen Spruch in Sachen der Collission zwischen üer „Cimbria" und dem „Sultan" veröffentlicht. Der Spruch läßt die Hauptsache, die Schuldfrage, unentschieden und bezeichnet als Ursache der beklageuswerthen Katastrophe, welche die „Cimbria" mitsammt dem größten Theile ihrer Passagiere und Mannschaften zum Opfer fiel, den Umstand, daß beide Schiffe es unterließen, sofort die Maschinen in Vollkraft rückwärts gehen zu lassen. Der wiedereingesetzte Bischof von Limburg, Dr. Blum, ist am Montag mittels Ertrazugs in Limburg eingetroffen, begleitet von der katholischen Geistlichkeit Frankfurts und Wiesbadens. Am Abend fand anläßlich dieses festlichen Ereignisses Fackelzug und allgemeine Illumination statt. Mit dem Anfang dieser Woche Iroieber erfolgten Zusammentritte des kroatischen Landtags kann man den Ausnahmezustand, in welchem sich Kroatien infolge der antiungarischen Demonstrationen befand, als beendigt betrachten. Der neue Bonus von Kroatien, Graf Khuen, hielt eine im versöhn' ljchen Sinne sich äußernde Ansprache, die von wiederholtem Beifall unterbrochen wurde, woraus man den erfreulichen Schluß ziehen kann, daß die Mehrheit des croatischen Landtags sich in friedlicher Weise mit Ungarn auseinandersetzen will. — In Wien hat die Ermordung eines Polizeibeamten durch Arbeiter große Aufregung hervorgerufen; die Polizeidirection setzte eine Belohnung von 1000 fl. auf die Ergreifung der Mörder. — Vor dem 5-Richter-Collegium des obersten ungarischen Gerichtshofs zu Pesth hat am Montag die Verhandlung des Tisza- Eszlarer Proceffes in zweiter Instanz begonnen. Die französische Regierung ist endlich zu der Ueberzeugung gelangt, daß ihre bisherige Zauderpolitik in Ost-Asien zu keinem Resultate führen kann. Der Beschluß, weitere 20 Millionen für die Tongking-Expedition von den Kammern zu fordern und sofort neue Verstärkungen, wie es jetzt heißt,, 9000 Mann, unter dem Befehle des Generals Millot nach Tongking zu senden, zeugt dafür, daß das Cabiuet Ferry nunmehr mit vollster Entschlossenheit in Politische Ueberficht. Gießen, 20. December. Allmälig wird es licht über die Vorgeschichte der Rom- reife des Kronprinzen, und es gilt jetzt als sicher, daß ihr Urheber Nlemand anderes als der Reichskanzler ist, der den Vorschlag machte, als der Kronprinz schon in Spanien war. Fürst Bismarck stellte dem Kaiser vor, daß ein Höflichkeitsbesuch im Vatikan der gegenwärtigen Lage entsprechen würde. Dem Kaiser wollte der Plan nicht recht einleuchten, doch theilte er ihn seinem Sohne, während er sich in Madrid aushielt, mit. Der Kronprinz war völlig überrascht über diesen Vorschlag, und zwar gerade nicht angenehm. Indessen mochte er bie Verantwortlichkeit nicht aus sich nehmen, dem Vorschläge des verantwort- lichen Leiters der auswärtigen Angelegenheiten entgegenzutreten. Er übernahm also die Reife- in welcher Stimmung, darauf kann man fchließen aus einer gteuüeruna die er in Madrid that, er werde, ehe er nach Berlin zurückkehre, wohl noch 'die halbe Welt durchreisen müssen. Ob die Begegnung zwischen dem Könia Humbert und dem Kronprinzen ohne das Eintreten des Retchskanzlerö in Rom oder aber in Genua erfolgt wäre, das wird wohl nicht aufgeklärt werden Der Aufenlhalt des deutschen Kronprinzen in Spamen tst nicht blos ein versönlicher Erfolg für ihn gewesen, sondern er hat auch die monarchischen Vartestn im Lande gestärkt. Das gegenwärtige Ministerium Posada Herrera ist allerdings ein sehr radikales und hat in der jüngsten Thronrede bereits bte SIusMit auf Einführung des allgemeinen Stimmrechts eröffnet. Dabei hat der Kriegsminlster General Lope, Domingue; nach Kräften dafür gesorgt, seine Parteigenossen in einflußreiche Stellungen im Heere zu bringen. Es wird in S L eber besser werden, als bis die Politik aus der Armee ganz mrbannt S. König Alfonso ist' sich seiner bedenklichen Lage völlig bewußt. Er schesiit ein ebenso tapferer als kluger Regent zu sem und man muß von Her-en wünschen, daß es ihm gelingen möge, mit starker Hand Ruhe und Ordnung in Spanien wieder herzustellen und die Republikaner bte schon fürs SÄ mit eher neuen Emvörnng drohen, zu fßaarenju treiben. Dann ist au? auf eine Herstellung der spanischen Finanzen zu hoffen, zu der em Anfang r, >r. (Knütttt baQeucrt in Spanien bie Republikaner ftd) noch emmak ÖJXW W » t-d.---» I«. I--V W8* ielbs? welches sich neuen Wirren und blutigen Kämpfen preiägegeben fahe, die für» oDer lang wieder mit einer Aufrichtung des Königsthrons end,- a n wü en als Uch wegen des Einflusses, welchen die spanische Republtkm Italien ausüben würde, wo bis jetzt die Republikaner nur e.ne schwache Mm- bertjeit bilben ^s preußischen Landtages hielten am Montag --oeide Häufe beschäftigte sich lediglich mit der Vorlage über k^aLun? an welcher die oä hoc gewählte Commission (Referent: Dr Stephan) nur einige redactionelle Aenderungen vorgenom- ?satt Tongking und eventuell auch gegen China vorgehen will. Gleichzeitig sind jetzt auch die ersten positiven Nachrichten über den Fortgang der militärischen -Operationen der Franzosen in Tongking eingetroffen. 6000 Mann französischer Truppen sind auf einer Kanonenboot-Flotille den Rothen Fluß aufwärts gegangen und 7 Meilen von Sontay gelandet, wo sie ein Lager bezogen. In Sontay sollen 20,000 Mann der vereinigten Annamiten, Chinesen und „Schwarzflaggen" stehen und falls diese Stand halten, dürfte es demnach vor diesem Platze zu einem ernsten Kampfe kommen. — Die französische DeputirLen- tammer lehnte am Montag den von der Regierung beantragten außerordentlichen Credit zur Fortsetzung der Eisenbahnarbeiten am oberen Senegal mit 234 gegen 197 Stimmen ab. In Spanien erhebt die revolutionäre Propaganda, welche während der Anwesenheit des deutschen Kronprinzen geschwiegen hatte, wieder ihr Haupt. Zorilla, der Chef der spanischen republikanischen Partei, hat vom Auslande aus -ein zum militärischen Aufstande und zur Rebellion reizendes Manifest erlassen, welches allerdings von der Regierung des Königs Alfonso schleunigst mit Beschlag belegt morden ist. Es sind aber noch andere Anzeichen vorhanden, welche darauf Hindeuten, daß die revolutionären Elemente in Spanien insgeheim thätig sind, doch steht von der Energie und der Besonnenheit des jugendlichen spanischen Herrschers zu erwarten, daß er auch oen kommenden Gefahren die Stirn bieten wird. England zieht in den chinesischen Gewässern eine ganz bedeutende Seestreitmacht zusammen. Eine Flotte von 9 Schiffen befindet sich -auf dem Wege nach Canton und ein weiteres Geschwader von 5 Schiffen ist von Suakim unter dem Befehle des Admirals Hewett ebenfalls nach China abgegangen., Endlich werden die Schiffe „Woodlark", „Daring", „Swift" und „Espoir" mit einem deutschen und einem amerikanischen Geschwader gemeinsam operiren. Den Oberbefehl über das gesaunnte englische Geschwader übernimmt Admiral Dowell. Darmstadt, 19. Dcccmbcr. Seine Königliche Hoheit der Großhrrzog haben Allergnädigst geruht: Am 17. October den Kanzler der Landesuniversität und o-deutlichen Professor in der juristischen Fakultät derselben, Geheimerath Dr. Hermann Wasserschleben, auf sein Nachsuchen von den Functionen des Kanzlers der Landesuniversität mit Wirkung vom 1. Januar 1884 zu entheben; an demselben Tage den ordentlichen Professor in der juristischen Facultät der Landesuniversität Dr. Karl Gar eis zum Kanzler der Landesuniversität Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1884 an zu ernennen; am 11. December den Lehrer an d.-m Scbullehrer-Seminar zu Friedberg, Andreas Kirchner auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung ferner Gffunohett in den Ruhestand zu versetzen; am 12. December die Finanzaspiranten Ferdinand Eckstorm aus Roßbach und Heinrich Scharmann aus Offenbach, Letzteren mit Wikung vom 1. Januar 1884 an, zu Mtwsterialcalculatoren 2. Classe bet der Buchhaltung des Mintstermms der Finanzen zu ernennen. Darmstadt, 19. December. Seine Königliche Hoheit der Großherzog sehen Sich in Folge von Erkältung und Fteberanfällcn genöthigt, das Belt zu hüten und haben daher heute keinen Rapport abgehalten. r E ~ Jb'e Großh. Hoheiten die Prinzessinnen Victoria und Clisabeih haben Sich ebenfalls Erkaltungen zugezogen; Höchstottsetben sind nicht in der Lage, ihre h innrer zu verlassen. Darmstadt, 19. Dcc-mber. ^Ordensverleihung.) Seine Königl. Hoheit der Großüerzog haben dem Major und Gensdarmerie - Dtstricts - Commandeur Beck das Ritterkreuz 2. El. des Ludewigordens zu verleihen geruht. Telegraphische Depesche;;. Wolff'S teLegr. Gorresponde-nZrWrrxea«. - v Berlin, 19. Dec-Mber. Zu dem heute bet den Majestäten ftattfindenden Diner irnd alle h:er accredttirttn Botschafter mit ihren Gemahlinnen und bte Milttärbevoll- der Botschafter, sowie Staatssecretär Gras Hatzfeldt, Generalfeldmarschall Graf Moltke und die obersten Hofstaaten geladen. _ , ™ Das Abgeordnetenhaus genehmigte heute nach unerheblicher Discusston den 'Etat des Handelsministeriums, sowie die Etats des Staatsanzeigers, des Auswärtigen der Landesvermessung und der Kriegsvrrwaltung. Die Position für Dampfkessel- revisionen ging auf Wunsch des Ministers v. Bötticher, dem das Haus zustimmte, an Die Budgetcowmrssion zur Ertheilung weiterer Auskünfte. Der für den Ankauf der Waffensammlung des Prinzen Karl geforderte Betrag wurde ohne Debatte genebmiat. ^as Haus vertagte sich hierauf bis zum 8. Januar. f 71 Wie die „Germania" erfahrt, hat der Bischof von Kulm gestern ein Dispcns- tzesuch für die durch die Matgesetze an der Ausübung ihres Amtes behinderten Getst- ltchen an den Cultusmtntfter gesandt. Die aus drei Dtöcesen fehlenden Nachweisungen sollen später nachgesandt werden. B ..Rom, 19. Decbr. Um 10 V2 Uhr verl eßen der König und der deutsche Kronprinz mtt ihrem Gefolge zu Wagen den Qmrinal, um sich zu der auf den farnesinlschm Feldern, zwei Kilometer auß rhalb der Porta del Popolo, ftattfindenden Revue zu begeben. Der Rua 55.n,cgte, ^burd) Vla nazionale und den Korso seiner ganzen Ausdehnung entlang. Die hohen Herrschaften wurden von der auf den Trottoirs angesammelten Menschm- menge mit lauten Zurufen begrüßt. Um 11 Uhr langte der Zug an dem Paradefelde an, dessen Grenzen von zahllosm Zuschauern besetzt waren. Der König und der Kron- prinz, in deren Wagen sich auch Prinz Ludwig Wilhelm von Baden befunden hatte goldbraune Pferde und begaben sich, gefolgt von dem Prinzen von Baden auf das Paradefeld, wo sie von einer zahlreichen und glänzenden Suite, in der sich auch der Botschafter v. Keudell in der Kürassier-Uniform und alle Militar-Attachös «wartet wurden. In die Klänge der italienischen und preußischen Hymne mischten sich jetzt enthusiastische und fortgesetzte Hochrufe auf Deutschland, auf die Siutam, auf den König und den deutschen Kronprinzen. Bald nach 11 Uhr traf auch dje .E warmen Zurufen empfangen, auf den farnesinischen Feldern ein. — Das Wetter ist bet hellem Sonnenschein kalt und trocken. Rom, 19. December. Die Truppenrevue verlief sehr glänzend. Der König mud der deutsche Kronprinz, denen ein Gefolge von etwa 250 Officieren sich anschloß rMm zunächst die Front der Truppen entlang und nahmen sodann bei den Wagen ^lusstellung Hierauf ersolgte der Vorbeimarsch der Truppen, den die vom Publikum mrt lebhaftem Beifall begrüßten Bersaglieri eröffneten. Besondere Aufmerksamkeit erregten auch das Alpeiyägerregiment und die Gebirgsartillerie-Batterien. Während ^.e^^.orb^imarsches war der König mit dem Kronprinzen, der links von der Königin hielt, m fortwährender lebhafter Unterredung; über die Haltung der Truppen sprach der Kronpimiz dem König, sowie dem General Mezzacapo und dem Kriegsministcr feme hohe Befriedigung aus. .Der König beauftragte den Kriegsminister, den in der Parade g-standcnen Truppen sein-Zufriedcnhcit durch einen Tagesbefehl auszusprechen. Paradefeld und die in der Röhe befindlichen Höhen 'waren von großen Menschen- masscn umgeben, welche fortgesetzt Hochrufe auf den König, die Königin und den Kron- ??;inle..n ausbrachtcn. Gegen 1 Uhr war die Truppenrevue zu Ende. Der König, die Königin und der deutsche Kronprinz und die übrigen Fürstlichkeiten kehrten zu voch dem Qmrinal zurück. Seitens der Bevölkerung wurden dem König und ie i,enJ ^butschen Kronprinzen auf dem ganzen Wege abermals enthu- smstlschc Huldigungen dargebracht. Nach der Rückkehr in den Ouirinal geleiteten der der Prinz von Neapel und der Prinz Amadeus den deutschen Kronprinzen nach leinen tsemächern. Nachmittags machten der König, die Königin, der deutsche '5^7?? Amadeus wiederum eine gemeinsame Spazierfahrt. Um 5 "hr begab sich der Kronprinz nach dem deutschen Botschaftshotel, um dort die Bc- 8 o S a I t ». .‘.'n fTre k $ame*t ^^?"ltschen Kolonie cntgegenzunehmen, in deren Rainen ein Mitglied derselben eine Adrcsie überreichte. Auch der Gesandte p. Schlözer war anwesend. ~~ ©er ÄöniQ, die Königin, der deutsche Kronprinz und der Prinz Amadeus ^.churtttags abermals eine Spazierfahrt nach dem Monte Pincio. Dor t Sr0Tl"’ Ouirinal die Minister, das diplom.tischc Heber der obersten Behörden und der Gemeindevertretung von Rom. mit l nriXrn?n°ann ^IablSr \n bem großen, in Weiß und Gold gehaltenen, ? venetianischen Kronleuchtern geschmückten Saale des Qmrinals, zu arm Der Kronprinz führt- die Königin am T fä Ärt® spAltc die preusinche und italienische Volkshymne. Die Tafel hatte Hnfnsenform,. der König saß uu Centrum der Tafel, ihm gegenüber die Königin, neben der Königin rechts der Kronprinz, neben der Königin links der Prinz Ludwig Wilhelm von Baden, zur Rechten des Königs die Gemahlin des Botschaft- ^ fand C'Äe^tatt'"^ Cm m ble Gemahlin des Botschafters Döcrais. Nach dein Diner „ London, 19. December. ^Tie Meldung der gestrigen Abendblätter über die Entdeckung eines Komplotts zur Sprengung der Londonbrücke und des kiiewgategcfSng- msscs wird unterrichteterseits als unbegründet bezeichnet wguicg-mng m ,r Chrtstiania, 19 December. In dem Ministeranklage-Prozeß beendigte der Sk'indct'am Slll8Cr[a8te,L D-nächste Sitzung des Reichs- Madrid, 19. December. Gerüchtweise verlautet, das Kabinet werde morgen beim Komge die Auflolung der Kortes beantragen. — Aus dem Dampfer San Antomo - der Schlffsgesellschatt Marquis del Campo brach 150 Meilen von Cornuna ^euer^ anö. Zwei Passagiere und 29 Mann der Besatzung wurden gerettet. Man hostt übrigens, 77 Mann der Besatzung durch einen Dampfer gerettet zu scheu' der wahrend der Katastrophe tn der Nähe war. Porisrnouti,. 19. December. Der Transport-Dampfer „Hankow" mit neunhundert Manu zur Lerstarkung der britischen Stationen China's ist nach .isongkona aogegaugeu. y u Belgrad, 19. December. Regierungsseitig wird mitgetheilt, daß die Nachricht von den angeblichen Untersuchungsresultaten des Zajcarer Standgerichts, welche für den russischen Vertreter Persianl kompromittirende Umstände ergaben, vollständig ans der Lust gegriffen seren, daher sie auch nicht der Gegenstand einer amtlichen Verständigung des Ministers an die ausländischen Vertreter sein könnte. ... r Kairo, 19. December Reuter's Bureau meldet: Neue Zufuhren von Lebensmitteln treffen m dem . bisher gänzlich eingeschlossenem Suakim aus den Nachbar- beurken eim Die Verkäufer erzählen, die Hügelstämme seien zerstreut, ihr Häuptling getodtet. Es heißt, es sei eine Gegerunsurrection gegen den Mahdi in Darfur ausgebrochen. Gießen, 20. December. In der Nacht vom 17. zum 18. d. M. wurde in einer Hofraithe am Neuenweg in zwei Keller eingebrochen und daraus ein Sack Kartoffeln gestohlen. Der Dieb wurde gestern ermittelt und zur Haft gebracht. Gießen, 19. December. sTheater.j Es ist uns begreiflich, daß die Aufführung der Operette ^Die schöne Galathra" nicht das Gefallen des Publikums erregte Zur Verkörperung der Titelrolle gehören außer äußerlichen Vorzügen auch künstlerische Fähigkeiten, insbesondere e ne kräftige Höhe und eine ziemlich bedeutende Coloratur- Sewandtbeit, Erfordernisse, denen Fräulein Hoffmann nur zum Theil entspricht. Daß Fräulein Pogner II., die den Ganymed sang, eine von allen Mangels freie Leistung dem Zuschauer entgegenbrachte, können wir auch nicht behaupten. Die soubrettenhafte Lustigkeit und der frische Humor, den die Rolle erfordert, kamen noch am besten zum Ausdruck. w Lag es an der wenig bl«cretcn Begleitung des Orchesters, oder an anderen Umstanden, auch die Partie des Pygmalion ermangelte gesanglich des Erfolges. Herr Burchardt drang in den EnseMblesätzen nicht durch. Herr Peters (Midas) entschädigte als Darsteller für die in musikalischer Hinsicht nicht ausreichende Durchführung seiner Partie. Einen viel freundlicheren Eindruck erzielte die darauf folgende Operette „8ebn Mädchen und kein Mann." Selbst auf größeren Bühnen möchte es seine Schwierigkeiten haben, zehn Damen ausfindig zu machen, die eine gewisse Routine des Auftretens auf die Bühne mttbrtngen, um so anerkennenswerther, wenn die Leistungen der Auftretenden nicht bloß nichts Störendes haben, sondern sich über einer bestimmten Grenze halten. Herr Burchardt errang durch den geschmackvollen Vortrag des Gumpert'schcn Liedes „Zwei Aeuglein braun" lebhaften Beifall. Auch die übrigen Darsteller, namentlich die drei, „Holz und Stroh" bearbeitenden Damen wurden durch Betfallsbezeugungen ausgezeichnet. In Anbetracht der nahen Feiertage war der Besuch recht zahlreich. WevMischtsA. Neustadt (Kreis Kirchhain), 16. December. Gestern wurden auf einer Treibjagd im hiesigen Stadtwalde die Ueberreste eines menschlichen Körpers gefunden. Bei weiterem Nachsuchen fand man Reste der Kleidung und eine Doppelflinte. Heute Mittag V22 Uhr kam Herr Staatsanwalt Rabe von Marbmg und begab sich zur betreffenden Stelle. Wahrscheinlich ist dieser Fund der seit dem August 1881 vermißte Förster Becker von hier. Der Schädel wurde bekanntlich schon vor längerer Zeit gefunden. Frankfurt, 17. December. In der Auklagesache gegen die Studirenden, welche in der Nacht des 27. September nach dem Besuche des Kaisers in Frankfurt Fensterscheiben an dem nicht decorirten Hause des Reichstagsabgeordneten Sonnemann etngeworfen haben, fand heute Verhandlung vor der Strafkammer des Landgerichts statt. Die Angeklagten wurden nach Antrag des Staatsanwalts in eine Geldstrafe von je 50 JL verurthetlt. Handel und Setfejt Limburg, 19. December. Rother Weizen JL 16.90, weißer Weizen 00.00 Korn es Gumpert'schcn steiler, namentlich ^jfallsbezcugungen icht zahlreich- auf O-rTB- § gefunden- D > ppefflinte. ®<«‘ ) begab M 5 SS Sa S’"”'« äSS- af^d Weizen *00,00 A2.C0-2-A Huie Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Hin cn. 20 Minuten von der Station Friedberg, ganz nahe der vorbeiziehenden Main-Weser-Bahn und dicht an der Friedberg-Hanauer Bahn gelegener, von der Staatsstraße unmittelbar berührter Basaltbruch, welcher zu 56000 Mark taxirt ist, soll Donnerstag den 27. December, Vormittags 10 Uhr, loco Fauerbach b. Fr. versteigert werden. Auskunft über die Qualität der Steine können die Städte Frankfurt a. M. und Vilbel geben, welche Steine bezogen haben. Nähere Auskunft ertheilt auf schriftliche Anfrage Großherzogl. Amtsgericht Friedberg. Friedberg, den 22. Novbr. 1883. Süffert. 793£_______________Weber. Holzversteigerung. Freitag, d. 28. Deebr. I. I., Vormittags von 10 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald Haide, District Gaubertsloch, nachverzeichnetes Holz versteigert werden. "200 Kiefern- und Fichtenstämme bis zu 40 Ctm. Durchmesser und 16 Mtr. Länge — 80 Fstm. enthaltend, 105 Nm. Rundscheit, 3 Mtr. lang, zu Posten geeignet. . Die Zusammenkunft ist auf dem Fußpfad nach Holzheim an der Landhöhe. Lang-Göns, den 19. Decbr. 1883. Großh. Bürgermeisterei Lang - Göns. Brücke l. 8371 Betreffend: Die Anstellung von Kreisstraßenwarten. Die erledigte Stelle eines Straßen- wartes für die Strecke Gießen-Schiffen- berg soll auf 1. Januar 1884 wieder besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen bis längstens 26. d M. bei dem Bezirksbauaufseher S euling dahier schriftlich zu erstatten; in denselben sind Name, Wohnort, Alter und seitherige Beschäftigung des Bewerbers aufzuführen, außerdem sind etwaige Zeugnisse über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art anzuschließen. Gießen, am 19. December 1883. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. Dr. Boekmann. 8379 IseilgeZotenes. Frisch angekommene 8383 Chriftbäume bei Dienstmann Dietz am Brand. Gummi-Brustbonbons, Candirten Ingber, „ Calmus empfiehlt 8372 Friedrich, Leo. CD 6t MM W* •Ml Darmstadt. Berkaus einer PorzkllaK- Osensabrik. 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Für 1 JL 60 viertelj. bei Jeher Postanstalt. 8378 Der Verein zum Sammeln non Lißarrmspitzen wird seine diesjährige Meihnachtsbescheerung Sonntag den 23. d. M., Nachmittags 4 Uhr, in der Turnhalle der höheren Mädchenschule abhalten und ladet hiermit dazu freundlichst ein. Renten- «. Lebensversicherungs- Anstalt zu Darmstadt. Von heute ab bis Enve December werden die Renten an jedem Dienstag, Donnerstag und Samstag, Vormittags von 9—12 uno Nachmittags von 2—44 Uhr, in meiner Wohnung ^Bahnhofstraße 64) gegen Einhändigung der 1883er Coupons ausbezahlt. Die Rentenbezugsberechtigten, welche mir nicht bekannt sind, haben ihre Coupons auf der Rückseite mit den Lebens- und Aufenthalts-Attesten versehen zu lassen; auch können neue Einlagen gemacht und Nachzahlungen geleistet werden. Gießen, den 1. December 1883. Der Bevollmächtigte: I. BH. Müller. liiesseiiiT Ziilierkranz. Am 2. Feiertag (26. December), Abends 8 Uhr: Concert auf Louy's Bierkctter. Eintritt für 20" ich.tmitglied.er 40 Ff. ä Person. 8374 Der Vorstand. Warme Bäder bei Andr. Euler, Nordanlage 5 täglich im Winter geöffnet an Wochentagen von Morgens 7 Uhr bis Abends 8 Uhr, „ Sonntagen „ ,, 7 „ ,, Mittags 1 Uhr. Die Zellen sind durch Dampf geheizt. Verschiedene Salze, Mutterlauge And Bade-Extracte sind in der Bade-Anstalt zu haben. Abonnements werden jederzeit angenommen. 7050 | Concordia» Sonntag den So. December, Abends 8 Uhr, im Saale des „Einhorn“. Concert, Weihmchtsdescheerung und TM. Das Concert findet statt unter gütiger Mitwirkung des Cither- clnbs „Alpenröschen". Her Vorstand* 8381 Ein schönes Logis, in guter Lage, 8342 Möblirtes^^rer^n^r^äh'c bestehend aus 4-5 Zimmern mit allem der Aula zu miethen gesucht. Offerten Zubehör, gesucht. Offerten unter Nr. 1440 unter Z. in d. Expcd- Bl. an die Exped- d. Bl..................M.......... MMMraraMMBMiiBBPPi Wenzel s Garten. Am 2- unö 3. Meihnachts-Mertage: Krsßcs LAlM't von dcr mit so großem Beifall auf. genommenen Kapelle deS 38. Rh. Jnf.-Rog. ans Koblenz unter Dirrttioii des Violin-Virtuosen Herrn Kapellmeister Schierer. Anfang Uhr. — Ende 11 Uhr Entree LO I*fg. Geschäfts-Groffnung. ( Einem verehrt, hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen mein Geschäft als Elfenbein-tiraveur 4 Sircasptats 4 eröffnet habe und empfehle mich in Anfertigung aller in mein Fach ein-" schlagenden Arbeiten bei Zusicherung sauberer Ausführung und billigster Preis-- berechnung. Stets vorräthig sind: Brocherr, Medaillons, Anhängen Halsketten, Manschettenknopfe, Wappenstöcke u. f. w. Hochachtungsvoll Karl Schwan. 8189 Elfeubeingravenr. Grieger-Verein D Wklhvachtsbrscheerung Sonntag den 23. Decemder, 6 Uhr Abends auf Lony’s Bierkeiler. Die Kameraden, welche sich an der Verloosung betheiligen, wollen die Gegenstände beim Kamerad Hoos (Marktplatz) abgeben. Der Zitherverein „Alpenröschen" hat seine Mitwirkung freundlichst Zugesagt. 8304 Der Vorstand. 8375 Iamilie Eichclmann in Wohnbach. Danksagung Allen Freunden und Bekannten, besonders seinen Collegen, sprechen wir hiermit unfern tiefgefühltesten Dank aus für die Theilnahme am plötzlichen Tod des uns leider zu früh entrissenen unvergeßlichen Sohnes und Bruders, indem wir diese erst nachträglich erfolgte Anzeige mit der Schwere des Unglücks zu entschuldigen bitten. Ein zuverlässiger und ordentlicher Kutscher wird sofort gesucht im 8370 Mittel Prinz Carl. Ein junges braves Mädchen vom Lande gesucht auf Weihnachten. Näheres in der Expedition. 8213 Maschinen - Ingenieur - Schule Werkmeister - Schule. — Voranterricht frei. — Technicum Mittweida — Sachsen. y- 21/12. 8 Uhr Conf. I. Gr. Ball. II. Gr. 8343 Stadt-Theater. Freitag den 21. December 1883. 4. Vorstellung im 4. Abonnement. Kabale und Liebe Trauerspiel in 5 Akten von Fr- v. Schiller. Anfang 7Vs Uhr. — Ende gegen 11 Uhr. F. Brautleeht. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüüloschen Druckerei (Fr- Cbr. Pietsch) tn Gießen. Die heutige Nummer enthält 2 Blätter.