M WA Mittwoch den 21. November Amts- und Anzei 1883. Vttreau: Schulstraße 7. Erscheint ILzlich mit Ausnahme des MsntaßS. Dur»^die^tzost^be',ogen viertlljShrckch s'Mark ^E I lill1 ./I IMI—UllJIM Politische Ueberstcht. Gießen, 20. November. Der Kaiser unternahm am Freitag einen kleinen Jagdausflug nach Springe, wo am folgenden Tage eine Jagd auf Schwarzwild abgehalten Mnrve. Noch am Samstag Abend kehrte der Kaiser, in dessen Begleitung sich y. A. die Prinzen Wilhelm von Preußen und August von Württemberg befanden, im besten Wohlsein nach Berlin zurück. Der deutsche Kronprinz hat am Samstag feine spanische Reise Mgctreten, auf welcher ihn die Segenswünsche der ganzen deutschen Nation Begleiten. Es ist gerade keine sehr günstige Jahreszeit, welche sich der hohe Herr zur Reise ausgewählt irnd die November-Stürme im mittelländischen Meere .geben denen in den nördlicheren Meeren an Heftigkeit nur wenig nach; um fo mehr wird man er in Spanien zu würdigen wissen, daß der Erbe des deutschen .Kaiserthrones die Beschwerlichkeiten der weiten Seereise nicht gescheut hat, um den ihm gewordenen ehrenvollen Auftrag seines kaiserlichen Vaters sofort aus- zuführen und dem spanischen Herrscher in dessen Hauptstadt einen Gegenbesuch Äbzustatten. Kronprinz Friedrich Wilhelm darf sich einer herzlichen Aufnahme in Spanien für versichert halten, selbst die fortschrittlich»republikanischen spanischen Blätter meinen, der kaiserliche Prinz müsse vom ganzen spanischen Volke als ein Freund und mit Achtung aufgenoinmen werden. Mit seltener Einstimmig- keck macht hierbei, die spanische Presse Front gegen die Hetz- und Schmähartikel der französischen Zeitungen und läßt deutlich durchblicken, daß jede gröbliche Demonstration der in Spanien lebenden Franzosen gegen den deutschen Kronprinzen ihnen übel bekommen würde. Die Besuche des russischen Ministers des Auswärtigen in Berlin und Friedrichsruhe lassen Optimisten bereits annehmen, es handle sich um eine Wiederherstellung des Drei-Kaiser-Bündnisses. Indessen, eine förmliche -Erneuerung desselben dürfte schwerlich zu erwarten sein, dazu haben sich die politischen Coulissen doch zu sehr verschoben. Wohl aber dürfte die Reise des Herrn v. Giers mit dazu beitragen, die leichten Schatten, welche unzweifelhaft in dem Verhältniß Rußlands zu Oesterreich und Deutschland sich bemerklich machen, wieder zu verscheuchen und was Deutschland anbetrisst, so beweist die freundliche Aufnahme, die dem russischen StaatSmanne am Berliner Hofe und besonders beim Fürsten Bismarck in Friedrichsruhe zu Theil geworden ist, daß Herr u. Giers mit seinen Besuchen in der deutschen Reichshauptstadt und in dem Herbst-Domicil des Reichskanzlers vollständig reussirt hat. Auf seiner Rückkehr von Montreux gedenkt er in Wien vorzusprechen und wir zweifeln nicht, daß auch die Unterredungen Giers' mit den österreichischen leitenden Persönlich- Seiten ebenfalls ein günstiges Resultat haben werden. Der preußische Landtag ist heute, Dienstag den 20. November, zu seiner neuen Session zusammengetreten. Seit den allgemeinen Wahlen vom 36. October 1882 haben in der Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses in Folge Nach- resp. Ersatzwahlen zahlreiche Personalveränderungen stattgefunden, durch welche aber das Stärkeverhältniß der einzelnen Fraktionen nicht im Mindesten berührt wird, denn die in den betreffenden Kreisen neugewählten Abgeordneten gehören alle derselben Partei an, wie ihre Vorgänger., Hoffentlich vergeudet der neu zusammengetretene Landtag seine beste Zeit nicht mit unnützen parteipolitischen Discussionen. Als bemerkenswerth dient aus dem in voriger Woche zusammengetretenen sächsischen Landtage die Mittheilung registrirt zu werden, daß unter den neu eingetretenen Abgeordneten der Socialdemokrat v. Vollmar der •etile war, welcher den Ew auf König und Verfassung leistete. In dem parlamentarischen Leben Oesterreichs ist mit dem •am vorigen Mittwoch erfolgten Schluß der Delegations-Sitzungen eine Pause -eingetreten, da der Reichsrath erst am 4. December zu seiner neuen Session einberufen ist. Die politischen Parteien Cisleithaniens haben demnach Zeit, sich Zn dem bevorstehenden parlamentarischen Feldzuge zu rüsten und Compromiffe und Bündnisse abzuschließen; was dabei herauskommen wird, bleibt abzuwarten. — In diesen Tagen ist der Durchstich des mächtigen Gebirgsstockes des Arl- berges (Vorarlberg) gelungen und eine neue Straße für den internationalen Verkehr geschaffen worden. Der Arlberg-Tunnel weist eine Länge von 10,233 Metem auf und vermittelt eine neue Verbindung zwischen den Schienen- strüngen Oesterreichs und der Schweiz und werden sich weiter hierdurch auch die Häfen des südlichen Frankreichs den Producten der österreichischen Monarchie erschließen. Der französisch-chinesische Conflict wegen Tongking scheint vorläufig in das alte Stadium der diplomatischen Verhandlungen wieder ein- treten zu wollen. Wenigstens ist Marquis Tseng von London nach Paris zurückgekehrt und soll ganz friedfertige Gesinnungen zur Schau tragen, woraus man schließt, daß es der chinesischen Regierung mit ihrer Drohung, die Unterhandlungen definitiv abzubrechen, nicht Ernst gewesen ist. Während dessen dürften die kriegerischen Operationen in Tongking wieder begonnen haben, ba Admiral Courbet, der neue französische Oberbefehlshaber, zwischen dem 18. und 20. November einen entscheidenden Angriff auf die Hauptposition der „Schwarzen Flaggen" in Sotckay zu unternehmen gedachte. Unmittelbar hierauf soll ein. Vorstoß gegen das von den Chinesen besetzte Bacninh erfolgen, wobei es sich zeigen muß, ob die Chinesen in der That den Franzosen die Zähne weisen wollen. In den französischen Deputirtenkreisen ist man durchweg der Meinung, daß die Waffenehre Frankreichs in Tongking um jeden Preis gewahrt werden müsse und wenn der geforderte Credit von 9 Millionen nicht ausreichen sollte, werde die Kammer einen größeren Credit bewilligen. Das Cabinet Ferry braucht also wegen Annahme seiner Tongking-Credit-Vorlage, welche augenblicklich die hierzu eingesetzte Kammer-Commission beschäftigt, nicht in Sorge zn sein. — Der Senat hat für die weitere Berathung der Eisenbahn-Conventionen den Dringlichkeits-Antrag des Arbeitsministers Rayna! angenommen. — Im Ministerium des öffentlichen Unterrichts wurde am Freitag ein junger Mensch verhaftet, der mit einem Revolver bewaffnet war und angab, er sei von einem anarchistischen Comitä in Lille abgesendet worden, um den Ministerpräsidenten Ferry zu tobten. Der Hofprediger Stöcker, welcher vom Londoner Luther-Comit« zur Abhaltung von Vorträgen eingeladen worden war, hat in der englischen Hauptstadt eine mehr als zweifelhafte Ausnahme gefunden. An zwei Tagen versuchte er es, in Memorial Hall Vorträge über Luther und den christlichen Staats-Socialismus zu halten, aber beide Male wurde die Versammlung durch die zahlreich anwesenden socialistischen Elemente gestört und somit der Zweck der Stöcker'schen Reise vereitelt. Herr Stöcker dürfte nach diesen Übeln Erfahrungen schwerlich Lust haben, sein Heil in der englischen Hauptstadt zum dritten Male zu versuchen. Namentlich die zwecke am Donnerstag Abend abgehaltene Versammlung nahm einen äußerst stürmischen Verlauf; Stöcker wurde in seinen Ausführungen von seinen Gegnern fortwährend in gröblichster Weife unterbrochen und wenig fehlte, so wären der Redner und seine Freunde auch thätlich angegriffen worden. Die überwachenden Polizeibeamten sahen sich schließlich genötigt , die Versammlung aufzulösen und unter unbeschreiblichem Tumult ging dieselbe auseinander. Deutschland. Darmstadt, 19. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog werden in dieser Woche, statt Mittwoch den 21., Donnerstag den 22. d. Ms. Meldungen und Vorträge entgegen nehmen. ■ Darmstadt, 17. November. Se. Kaiser!. Hoheit der Großfürst Sergius von Rußland ist heute zum Besuche der Großh. Familie eingetroffen und hat im Palais Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Alexander Wohnung genommen. Berlin, 17. No»embcr. Das heule ausgegedene Armee.Vcrordnungsblatt veröffentlicht nachfolgende Allerhöchste Ordre: l?J?d7m DcknstvÄältniß der SlabSofficiere btf btn 3nfantetkrE8im^nterR soll für di- Friedensformation eine Veränderung dahin eintreten, daß künftig der älteste Stabs,fficier jedes Infanterieregiments unter Entbindung von dem Kommando eines Bataillons als Stellvertreter des Regimentskommandeurs in AbwesenheitS- oder Be- hindernngSfällen zum RegimentSstabe übertritt, so daß also alSdann von den dem Regimentskommandeur unterstellten vier Stabsofficieren eines Infanterieregiments der älteste in vorerwähnter Weise und mit diesem Diensttitel alS etatSmüßiger EtabSofstcter, die drei jüngeren als BataillonSkommandeure fungiren sollen. 2. Die etatSmäßigea Stabsoffici-r- der Jnfanteri soll nkünftig grundsätzlich sämmtlich der OberstlieutenantS-Charge angehören, und soll diese Charge mit Patent nach beendetem U-bergange in die ad 1 bezeichnete Vertheilung der ©tab8o{ftdare on BataillonSkommandeure der Infanterie im RegimentSvcrbande in. der Regel nicht mehr verliehen ^e(t^t^ntnnun0 Jutn ctatsmäßigen StabSofficier erfolgt durch Meinen, für iede desfallüie Vakanz abzuwartenden Befehl. . „ , , , . , „ 4. Die patentirtcn Oberstlieutenants aller Waffen sollen fortan den in derselben Charge befindlichen Regimentskommandeuren nur dann tm Range nachstehen, wenn diese ein Meres^Pattnt^h«^ ntrgnberfe Stabsofficier-Verwendung bei der Infanterie soll allmälig geschehen und bebalte Ich Mir sowohl die Bestimmung bei jedem einzelnen Falle, wie die erforderlichen Abänderungen in den bisher für die Bemthetlung der StsbSosficiere maßgebend gewesenen Grundsätzen vor. Berlin, den 8. November 1883. Wilhelm. Bronsart ». Schellendorff. An da? Kriegsministerium. Berlin, 17. November. Die Franzosen sind unverbesserliche Phantasten. Sie reden sich ein, daß das europäische Wohlbefinden von ihrem eigenen Wohlbefinden ahr aur.'DerLanblshäuptmaunGraf Sdrupli begrüßte di- Festgäst- auf V.ralberger Boden. Telegraphische Depeschen. treffen h ©I R an der Lr sowie eir hierfür i Wasierkrc Nähere Freiherr! 7541 werden Spalier bilden. r .. m ,r BariS, 19. November. Die Kammer begann die Budgetderathung. Der Senat genehmigte die Convention mit der Lyoner Eisenbahngesellschast. rind W-It wurven ’jjteoaiuni .......... ----- , — Die Gerüchte, Frankreich habe ein Ultimatum an China gerichtet, sind Longen sprach Pino am Portale allen Baubetheiligten di- ^^erlich- Aneik^urg der „Havas" zufolge unrichtig, im Gegentheil, tue Unterhandlungen zwfichm . „ . ------------ h-.na*. M» nut R.raibe.a-r g unl) ^onkreich sind wieder ausgenommen worden. — Nach den letzten Nachrichten aus Chartum soll die Armee Hicks Pascha's eingeschlosien lern und es ihr an Lebensmitteln fehlen. . r . .... — Amtlichen Mittheilungen aus Kairo von heute zufolge iit der englische Consul in Suakim getödtet worden. Konfiantinopel, 19. November. Scheckh Ooeidullah ist m Mekka Hühl im Gis Nontag d von T sell im Gi Listrict PH netes Holz (nach S Damen 6353 e « in vcrschi 7612 HesterreiH. Wien, 19. November. Di- Polizei eruirte im Keller eines Vorstadthaus-s eine vollständig eingerichtete Druckerei, wo socialistisch- Flugschriften mit «wer Handpresi« gedruckt wyrden. Die Inhaber, zwei AngehSrige der radikalen Arbeiterpartei, wurden verhaftet. Arlbergtunncl ist daS Anbringen einer künstlichen Ventilation nicht $ — %ie elektrische Ausstellung ergab ein Deficit von 25,000 Gulden. Langen (Voralberg), 19. November. Der Durchschlag d-S Tunnels wurde feierlich vollzogen. Der Mimster Pino enizündete die letzte Mme. Die Explosion rvurde von einem donnernden „Glückauf" begrüßt. Bei den Tunnelstatimren m Ost und West wurden Medaillen vertheilt. Nach der Ankunft, beider Ikstzüge in M km ßöflc ibtcS ßonbcS butdjtiuS Mticti ©efaHett Npürm," soll G-sammt-Eurova den Kopf hängen lassen. In ibr°r total-n FassungS- loiickeit über die Madrider Reise des deutschen Kronprinzen vegeht die der öffentlichen Mewuna Frankreichs ih-- Marschroute vorschreibende Pariser v-tzpr-sse einen gröblichen Fehler über den andern, indeß daS Ausland aus ihrem Gezeter über dte an« «dl,ch dir terhSIiige Politik der deutschen Reicksreg'erung nur denA«ger und Ingrimm ^/rflher beraub5tt daß Spanien eines fckönen T-geS sich nicht ferner willenlos am französischen Gänge'lbande leiten lassen könnte. Den französischen Nkvanchepolitikeru paßt daS zwischen den Höfen von Berlin und Madrid geknüpfte und sich immer mehr v-fest'aend- FreundschaftSdaud begreiflicherweise nickt in ihren Kram. Allein daS Un- n^m-ldlicke mit Würde zu tragen, bleibt ihnen schlechterdings versagt. Deutschland hat es unter solchen Umständen fürwahr nicht nöibig, Frankreich vor der ganzen W«lt als kontinentalen Störensrted zu entlarven; die Pariser Hetzer besorgen dieS G-schSst schon von selber und alle aufrichtigen Friedensfreund- können sich zu dem Eifer, womit der französische Chauvinismus „für den König von Preußen arbeitet , nur beglückwünschen. Die faktische Lage erfährt dadurch eine wesenilich« Vereinfachung, zumal der Abstecher des russischen Ministers Herrn v Giers nach FriedrichSruy den unanfecht- baren Beweis erbringt, daß Rußland nach wie vor den Slrich«n Anschauungen zugeihan bleibt die wir au8 dem Programm der deutsch - österreichischen All.anz als leitende Gesichtspunkte der mitteleuiopäischen Friedenspolitik kennen gelernt haben. Will man Laber der Madrider Reis- unseres Kronprinzen ew- politische Tragweite mit aller Ge. walt aufnöthigen, so darf di-selb- doch log'sch-r Weise nicht über die Grenzen der in dem mitteleuropäischen Friedensbund- enthaltenen Verständigung ausgedehnt werden. Wtt dies dennoch thut, wie es beispielsweise jensntS der Vogesen alle Tage geschieht, bekundet dadurch nur, daß er lediglich unter der Pression eineSüb-rwächtiigen äußer- lich-n Zwanges Frieden hält und diesen Frieden in demselben Moment brechen würde, wo er sich stark genug glaubt, den auf ihm lastenden Zwang abzuschütteln. Daß für den Ausüber des heilsamen ZwangeS in der Kenntmtz deS g-gnenschen Gedanken- konmxeS nur -in verstäikter Impuls liegt, di- Bürgschaften seiner Stellung zu kon- solldiren, bedarf keiner weiteren Auseinandersetzung. Gieße l 1.10-1-15 KE'"« SÄ’ s \ ' Fran jrickcn war-' Die P Ander 1- > jl 4» per 10 - Wi ber Bevölkert Organisatiow : e,freuen gehe . bnvorgegang Nrreine Cre Der g1 Mevsre'.che ( Wolff'S telegr. Correspond-rrrz-Bttroau. Berlin, 19. Novbr. Se. Maj. der Kaiser empfing heute den General- Feldmarschall Grafen v. Moltke und den früheren Kriegsmimster v. Kameke und conferirte später mit dem Minister Maybach. . Berlin, 20. Nov. Die wesentlichsten Punkte der Thronrede bet Eröffnung des preußischen Landtags sind folgende: Die Finanzlage ist günstiger gestaltet. In Folge der Ergebnisse der Staats-Eisenbahn-Verwaktung rst Ueber- schuß vorhanden. Das laufende Jahr zeigt keinen Rückgang und läßt wertere wachsende Erträgnisse hoffen. Der nene Etat erfordert kerne Inanspruchnahme des Staatscredits; doch bestehen fortdauernd Mißverhältnisse zwischen Mitteln des Staates und Aufgaben, die ihm aus dem Druck der Communallasten und Unzulänglichkeit der Beamtengehälter erwachsen. Die Thronrede kündigt die Kapitalrentensteuer, weitere Eisenbahn-Verstaatlichung und Erweiterung des Staats-Eisenbahnnetzes an und fordert beit Landtag auf, unter dem Schutze gesicherter, friedlicher Verhältnisse die Arbeiten aufzunehmen. y St. Anton, 19. November. Der Durchstich des Arlberg-Tunnels erfolgte Mittags 12 Uhr 35 Minuten. , , „ lia . . ®t. Anton i. Tyrol, 19. November. Anläßlich der heute statlfmdenden @r« öffnung des Arld-rg Lunnkls herrscht hier s-hr reges Leben, -s ist -in kalter rem« Wintertag, sortwährend langen neue Gäste an, A> bkiiergruppen füllen den Ort und umfteben ben langen, mit Laternen versehenen und rerchgeschmücktrn, zur Einfahrt bereitstehenden Zug. Um 9 Uhr sand -in-Messe unter freiem Himmel an den geschmac^ voll verzierten Triumphbogen vor dem Portal deS Tunnels statt, alsdann bewegte sich der Zug vom Portal 4100 Meter einwärts, von welcher Stell- aus di- Wagen bis 5400 Bieter vorgeschoben wurden. Von dort aus gingen der Handelsminister, die übrigen Vertreter der Behörden, die Bauleiter und Festgäste zu Fuß bis zurTrennungswand und kehrt-n nach Besichtigung derselben wieder in die Rahe des Zuges za I rück- Alsdann erfolgte das Abfeuern der DurchschlagSminen durch den Handelo- • Minister, welcher während des nun beginnenden Schuttabraumens und Gdesieleg-ns Medaillen ve,theilt« und dabei Ansprachen an die Arbeiter und Werkmeister richtete. Noch Fertigstellung der Geleise erfolgte die Fahrt durch die Durchschmgstelle nach dem westlichen Th-il- des Tunnels, wo die gegenseitige Begrüßung der von West und Ost lufanmentnffenben F-stgäste statifand. Dann fuhr der Zug nach Laugen weiter, wo ein Dejeuner eingenommen wurde und von wo später die Rückfahrt durch den Tunnel nach St. Anton anaetreten wurde. , . Nom, 19. November. Der „Diritto" bringt dem Kronprinzen, des , deutschen Reichs und von Preußen, dem Sohne Kaisers Wilhelm, dem aufnch- tiaeu Und bewährten Freunde Italiens den herzlichsten Willkommen dar. — Das Pariser Gerücht, daß der Kriegsminister 600 Millionen zu außerordentlichen Militärzwecken verlangen werde, wird von der „Agence Stesani" als vollkommen grundlos bezeichnet. . . .. — Die Zeitungen in Rom und in den Provinzen besprechen die Reise des Kronprinzen nach Spanien, indem sie dem erhabenen Gaste sehr lebhafte Sympathien entgegenbringen und ihre Genugthuung über diese bedeutsame Kuno- | qebung der Freundschaft zwischen den beiden Völkern ausdrücken. I Genua, 19. November- Der Empfang des Kronprinzen, weicher hier gleich nach Mitternacht eintraf, war ein über alle Erwartung großartiger. Von der Schwerzer Grenze an wurde der Kronprinz im Auftrage des Königs von Italien von dessen Generaladjutanten Carava geleitet- Aus dem hiesigen ^^oft hatten sick zur Begrüßung der deutsche Botschafter v- Keudell, Gcneralconsul Bamberg, die Comman- Danten der deutschen Kriegsschiffe, der Vorstand der dcuisch-evangeiffcheu Kirche und LeS deutschen Hilfsvereins, die Spitzen der deutschen (Kolonie, der evangelische Pfarrer Petersen und viele Deutsche mit ihren Damen eingefunden; ferner der Div.stvns- tommanbeur General Chio, Präfect Ramonin', der Bürgermeister der Commandan und Safencapitän, die Ossiziere des italienischen Kriegsschiff s „Roma , die Offiziere des gestern einedaufenen russischen Kriigtzschiffes-der Prafccl von Llvvrno, der MilttLr- vitack« Italiens in Berlin, Major Bisesti, der Bürgermeister von Pegli, Marqmse Durazzo und die Stabsoffiziere der Garnison. Als der Kronpr.nz den Zug ^ersieh, dankte er dem Botschafter und dem P'äftcien für den war men Empfangundlietz sich die anwesenden Herren vorstellen, mit sidem ein freundliches Wort wechselnd. Der Kronprinz schritt sodann die Front der auf dem Perron ausgestellten Ehrenwach- ab, einer Compagnie Karabinier!, welche unter den Klangen der preuflschen Volkshymne vräsentirte. In der mit deutschen, preußischen und italienischen Fahnen und Wappen Prächtig decorirten und erleuchteten Bahnhosshalle empfing die nach Tausenden zahlende Menge den Kronprinzen mit endlosen Hurrahs, die Damen mck Händeklatschen. Der Wagen, sn welchem der Kronprinz mit dem Botschaster von K-ud-ll, dem General» an der Cholera gestorben. .. Viakystok, 19. November. Heute früh entgleiste zwischen den Stationen Tschernajaweß und Sokolka ein Güterzug. Die Locomotive stürzte vom Bahndamm herab. 9 Waggons wurden zertrümmert, 3 Personen schwer ver- «u»d-N M-, w „,w„ w, MLI. ftatlflt, daß eine «gpptisch- Truppenablheilung am 6. d«. de! Tokkar, etwa suns- undvierzla Meilen iüdlich von Suakim, eine Niederlage durch Die Aufständischen erlitten bat Von 500 Mann egyvtischer Truppen gelang es nur vierzehn, nach Suakim zu entkommen. Di- ansstSndifchen Gebirgsbewohner griffen am 12. bS. auch Suotnr an wurden aber zurückgeschlagen, man besorgt indeß einen neuen Aiigrisf, di B>- vö!k"üng von Suakim flüchtet sich deßhalb zu Sch.ff- und ist e.n Th-'l derselben bereits in Jeddah angekommen. Die geschlagenen egyptffchen Truppen waren zur Verstärkung der Truppen im Sudan bestimmt. adfutantm Carava und d-m PrSf.cten Ramonini Platz nrhmm, fuhr bei dem Denkn-M des ColumduS vorbei du-ch die Via Balbi, die durch s-chsarm-ge Candelaber tag erleuchtet und festlich geschmückt war. Auch dort sah man viele deutsche Fahnen in* Wappen. Die Bevölkerung empfing den Kronprinzen mit großer Begeisterung in* wogt- vor den Fenstern drs königlichen Palastes noch bis in di- dritte Morgenstundei unter Singen und Hochrufen auf und ab. — Der Kronprinz verließ Nachmittags zwei Uhr das königliche Palais, um sich zur Fahrt nach Spanien -inzuscktffen. Er trug die Uniform eines Feldmarlchalls tmt italienischen Ordensabzeichen. Eine Compagnie Infanterie mit Fahne und Musik hay« sich am Hofin ausgestellt und machte di- militärischen Honneur«. Dicht an ber Landungsbrücke stand eine Abth-iluug Pompiers. Der Kronprinz schritt di- Front ab- und lobte die treffliche Haltung. Bet der Verabschiedung von den Behörden bemerkte der Kronprinz, es werde ihm zur Genugthuung gereichen, bei allen Gelegenheiten feine Freundschaft für Italien und das Hau« Savoyen beweise» zu können. Jm AugendUck^ als der Kronprinz an Boro des „Adalbert" ging, zogen sämmt ich- im Hafen lugenbea deutschen, italieniscken und russischen Sch ff- die Gslaflaggeu ans. Die Matrosen warm in bett Haarn, MusikcorpS spielten di- italienische uns deuisch- Nationalhymne. A-tilleri-salven erdröhnten, bi- zahlreiche Menge fiel mit enihusiasnschem Hurrohniim ein. Eine große Reche Bark-n begleitet- das kronprinzlicde Sch'ff noch eine Stume. weit, bis das deutsche Geschwader unter nochmaligen Artilleriesalven Den Hahn verlassen. Der General Cavara und H-rr Keudell halten den Kronprinzen bis an Bord des Schiffe? begleitet. Die Landungsbrücke wird zukünflig den Namen beS Kronprinze^sü^en? der Kronprinz deS deutschen Reichs und von Preußm ' empfing h-ut« Vormittag 11 Uhr den hiesigen P>äs«kttn und später auch den Smdaw i, mit der Grunta von Genua. Der Kronprinz sprach über den ihm bereiteten berzbchm Empfang feine Genugthuunz aus, gedachte s-irieS Aufenthalts t« PegU "«5 der Voll« enbung der Gotthardbahn, welche di- Beziehungen der beiden auirichtig b‘heunbeUit Nationen noch eng r geknüpft habe. Um 2 Uhr findet unter den Salmschäffen der Forts und der Kriegtzsch ff- die Abreise nach Valencia statt. Di- Häuser und Schiffe haben fefUi» geflaggt- DaS Weiter ist heiter, aber etwas windig. , Madrid. 19. November. Der hiesige deutsche Gefandte uno die zum. Empfange des deutschen Kronprinzen bestimmten Persönlichkeiten gehen heute nach Valenzia, der königliche Hofzug geht am Dienstag dorthin Eme Batterie Feldartilleri- wird bei der Landung des Kronprinzen Salutschuffe abgeben. Di- Behörden werden zum Emfangs auf dem Quai versammelt sein., Die Truppen, 10 Bataillone Infanterie, 2 Regimenter Kavallerie und 1 Regiment Artillerie.. Lokales- Gi-üen. 20. November. Di- gestern Abend im Saale d-S Casö L-ib statt- aefunbene 1. Vorstellung des Herrn Professor Böniug hat ben Besuchern einen recht genußreichen Abend verschafft. — Die Leichtigkeit und El-ganz, ^t welcher Herr BLnina sein- Kunststücke probucht, ebenso bte angenehm- Art und Weise^seines Vo>- traaes lassen die Stunden der Produciionen aufs Schnellste verfliegen und können wir in Lerrn Böniug mit Bezug auf die Fertigkeit, mit welcher er die einzelnen Piecen zrn Anschauung bringt, nur einen Künstler bervorragendm Ranges erblicken. Unter dm mit dem größten Beifall executirten Stücken erwähnen wir ganz besonders den nie lew werdenden Hut, aus welchem Herr Bön ng du Kind herauszaubert, mit dem er con- »etfnt resp. durch Bauchredmrei unB Derart täuscht, daß man völlig im Glauben !st, das Kind erwidere st-iS die Fragen und Antworten; schl--ßl'ch «wähnen wir noch der äußerst gelungenen Geister-Erscheinungen unb können überbaupt Jedem, der fick। e n. genußreichen Abend verschaffen will, die Vorstellungen des Herrn Böning wärmsten CmPf<6@Wn, 20. November. Gestern Mittag schlich sich -in Settier ineinen ßaben am S-lfrsw-g, entwendete verschiedene GegcnsiLnde und entfensie sich bam,r. wur aber von dem Besitz« bei Ladens, welcher ihn bemerkt hatte, cingeholt und von em.m Sckuhmann sistgenommen. — Vermischte-. — Der Kaiser hat für die Erbauung eines National-HospizeS in Nordermy bi? Summe von 250,000 JL bewilligt- Zur Deckung bei" ferner erwachseneen Koften'si dem »Verein für Kind-rhsilstätten an ben deutschen Seelüften die Veranstal.ung einer großen Gold- unb Silb-rlotterie gestattet worden, deren Ziehung am Io. Januar Est und folgende Tag- in Berlin ftalifinbet Mit dem Ankauf der Gewinne ist 1bmitS begonnen, b« erste Hauptgewinn von 50,000 X besteht aus -in« mas'lven 6o E . Loben und 37,4 Psd. schweren runden Goldsäule, welche kegelförmig verlaufend, sick । auf Tinern architectouisch gehaltenen Postament crhckt. Di-Saul- hat «neu «arani, r m Ksldwerth von 48,000 M. D« zweite und dritte Hauptgewinn von 20,000 bej®- I 10,000 X b'sieht aus je einem Obelisken ans MÜnzgold mit einem üarantirten J» roettöe von 19,200 biz. 9600 X, während der vierte Hauptgewinn von 10,000 -mm Obelisk aus Silber mit einem garantirten Silb-rwerih von 9400 X barttcUL 1 Wiesbaden, 14. November. [Uneintgtelt unter den Turnern] Di- Au- fickten, daß das r.Schstjährig- Mitt-lrh-imsche Turnfest in Wiesbaden stak,sind-» würde, schwinden immer mehr. Schienen die hiesigen d^-i Turnvereine in-wer tm Aug st dS. Js. ftattgefunbenen gemeinschastllchen G-nera.v-rsammlung sich Ü-« 8““ sckaiiliche Abhaltung be§ Festes vollkommen einig, so ftnb sie dies b"'te kein-Swegs Das mit Freuden begrüßte Vorhaben unser« Turnerschaft scheint bebau-rl!cherweis- a leidiaen Personenfragen scheitern zu sollen, denn bis heute ist -tue b°iriedigenb-Lo> g der Art der Wahlen noch nicht herbetgeführt. J r, die Sache steht vielmehr »^ih g Informationen so, daß vielleicht noch am heutigen Tage die Miitheilung nach Darm- ftnht nn Den Kr isauickust abgehen wird, daß die beiden üngeren Turnvereine di- Eni- hält an seinem bekannten Vorschlag fest. rr,1^rhTr£w,Hf«ninaen s fTodtenfragen s Die „World" bringt eine Zusammenstellung der Aeutzerungkn, womit in den verschiedenen Ländern die Anzeige cimS Todesfalles irr berSRegd.beant^ »ortet wird. In Frankreich fragt man danach: „Wie alt war -r. in Deutsch ibm denn eigentlich gefehlt?" in Amerika: „Gott verdamm ihn, ist. er England: „War sein Leben assikurirt?" (vorzügl.) 7640 ( Stadt gel Eichen Nadel Bau-, 5 3 Eichen und 4 messer 188 Nadel und d 48 C Die Zu Excrcierplc Gießen, Großherzvi 7880 Mitt« fofjen im 1 mchverzeich 1 Bier niehrci Hellpol runde Gariei 1 Eis, Lambr 1 Näs sowie biuc stände gcg steigert we Eigenes Fabrikat. Korbwaaren jeglicher Art zu den billigsten Preisen. Aug. Werner, Korbmacher, Löwengasse. NB. 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Jsmchr die Intervention de-. Vereine von niederen Beamten und'Arbeitern in ihren S-uldv« dältnissen in Anspruch genommen wird, d-stomehr wird sich die Tdatsache Annkennung verschaffen, daß bereits jetzt vielen Angehörigen dieser Berufsklasten die Sicherheit m ihrer Stellung und in ihrem Eigenthum, und bestände dies auch nur in dem zur Führung eines Haushalts vöthig-n Mobiliar, durch d-e.von den^V-reiriSbur-auS- an«, ndtthrtm Ktundunedvkrträlrs rurückgegrben wotben tft. Hiernach tituncti 1 Interesse bedrängter Ramtlun wünschen, daß sich bie ThättgkLit der Vereine auch nach hin erweitere. Geschäftsführer der. »Z-«x-Nz- werden zweifellos in jedem an sie herantretenden dergl. Falle mit Rath und Thal eingreisen. machen hiermit auf ihre als vorzüglich bewahrten . 14"' Lux-Brenner für Petroleum aufmerksam, die im Verhältniß zu ihrer großen Leuchtkraft sehr sparsam Oel consumiren und, da .sie beim Brennen kühl bleiben, auch alle Stcher- sheit gegen Erplosionsgefahr bieten. 1 Wir empfehlen daher mit Recht diese Brenner bei Umänderungen und Neuanschaffungen von Lampen. , , ,, r . Zu kaufen sind dieselben sowohl hier als in der Umgegend in allen besseren Lampcn- Detarlftefchäften.7250 » MV WU^MLH Scheith. Priigelh. Stockh. RoiSh- Rmtr. Rmtr- Rmtr-Wellen- Iellgeöotenes. Mer, süßer Aepsclwem (vorzügl.) bei Th. 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Der heutigePielnnarkt war ziemlich befahren. Avge- 313 Ochsen, 9 Bullen, ca. 258 Kühe und Rinder, ea. 270 Kalber. iricben wo e s - sich: Ochsen 1. Qual. 75, 2. Qual. ZS § CQ 500 Stck. an eine einzige Fa Klein, Schanzlin & Frankenthal (Rhe Wermietßungen. 7674 Ein Logis, 3 Zimmer rc., zu vermiethen- I. Schmücker, Marktstraße 8. 7672 Eine Stube zu vermiethen- H. Stephan, Sandgasse 28. 7665 Möblirtes Zimmer per l.December zu vermiethen. Wallthorstraße 81. 6201 Ein unmöblittes Zimmer zuver- miethen bei Franz Gerbode,^Caplansg. 7595 Ein möblirtes Zimmer ist auf 1. December zu vermiethen. ___Marktstraße 16. 7182 Der mittlere Stock unseres Hauses ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Gebrüder Schmall, Neuen-Bäue 27._ 7439 Ein schönes, möblirtes Zimmer auf Wunsch mit Kost) zu vermiethen bei Heinrich Kiefer, Neuenweg 32. 5921 Man beabsichtigt, das Haus des Herrn Fritz Kempff (Marburgerstr. 65) zu vermiethen. 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Mittwoch den 22. cL M., Abends 7 Uhr: Generalversammlung im Cafe Schminn und werden die Herren Mitglieder zu recht Zahlreicher Betheiligung höflichst eingeladen. Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten. Rechnungslegung. Er- gänzungswahl. (7688) Der Vorstund. E. K. v V. Probe: Dienstag. Z Stadt-Theater in Gießen. Heute, Dienstag Abend: Zweite Brillant»Verstellung des Kgl.Sächsischen Zauberkünstlers und Bauchredners Professor MonLZZU aus Dresden. Anfang 8 Uhr. Preise der Plätze wie sonst. Vorverkauf bei Herrn Friseur Gerhardt Lindcnplatz. ' Ich mache noch besonders daraus aufmerksam, daß alles Angekündigte auch zur Aufführung komint. EL ZBöning, Professor aus Dresden. Meiner werrhen Kundschaft diene zur gefl. Nachricht, daß ich mein Geschäft von meinem seilherigen Tnkale schräg gegenüber nach Weidengasse © verlegt habe. C. Steinhäuser, 7677 Buchbinderei und Papierhandlung. Geld, GourS 20-Francs-Stücke . . tu */i do. X 16 16 20 16 9 4 A 16-19 15-18 28-33 71-76 70 18-22 Restauration Mi Stern (Mäusburg). Heute Mittwoch: Metoelsuppe. Morgens Wellfleisch. 7689 Wozu höflichst ein lad et L-. I-ücki». Stadt-Theater. Mittwoch den 21. November 1883. 2. Vorstellung im 3. Abonnement- Oer Bibliothekar* Schwank in 4 Akten von Moser- Anfang 7*A Uhr. — Ende 10 Uhr. ff1. BrßutleeM- Englische Souvcreigns Russische Imperiales Ducaten .... Dollars in Gold 7664 Ich suche einen gewandten Ha«s- burschen per Weihnachten zu miethen. H. F. Nassauer, Eolonialwnarenhandlung- . Wegen schleuniger Abreise nach Hamburg zum Domfeft nur bis W Mittwoch den 21. Rovrmber dem geehrten Publikum geöffnet: et. Lang, Modell-Msteum. zur H heutefMittwochjAbend auf der „Pulver- u.ilk) le". 7684 7685 Ein braves Dienstmädchen auf Weihnachten gesucht.Marktplatz 2. 51 Ankanf von Lumpen, Knochen, Papier und alten Akten. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Bitte gefälligst auf die oben bezeichnete Firma achten zu wollen. Bis jetzt noch niemals in einem WachSfigurcn-Kabinet oder Museum gezeigt worden- Concurrenz in ganz Deutschland, sowie in allen andern Ländern, ebenso ohne Marn- schreierci- iali Kunst- und und Mittelalter Alterthum, Malhsfiguren-Kabinet oder Modell-Museum Neuzeit - - — auf dem Oswald’.« Garten in Giessen in einer dazu erbauten 190 Fuß langen, grün und rothen Zinkbude folgende Semen zur Darstellung bringe: Aus der Reformationszeit: Dr. Martin Luther, Melanchthon, Pommeranus und Cruciger bei der Auslegung der heiligen Schrift. — Johannes Huß- — Calvin. Die neueren kirchlichen Gegner: Lebrecht Uhlich- — Ignatz Döllinger- Ferner: Georg Emrich auf Schönberg- — Urtheil König Salomons des Weisen- — Rückkehr des verlorenen Sohfies- — Barbara Ubrik's Einkerkerung im Kloster der Karmeliterinnen zu Krakau. — Die Königin Maria Antoinette am Vorabend ihrer Hinrichtung. c „ Oberammergauer Pasflonöspiel. Darstellungen aus demiclben: Das heilige Abendmahl. — Der kreuztragende Jesus und Ahaspherus. — Das Grab Jesu. — Die Auferstehung und Himmelfahrt- — Maria und Magdalena und Maria Jacobi. , ... Was den plastischen Darstellungen, welche Jedermann zu beiuchen nicht versäumen sollte, das höchste Interesse verleiht, ist die durchaus künstlerische zeltgematze Ausstattung derselben. Die Portraits der Reformatoren u. f- w- sind nach Bildern berühmter Zeitgenossen dargestellt, die Costüme und Requisiten genau nach vorhandenen Modellen gefertigt und haben wir keine Mühe und Kosten gescheut, um die Darstellungen würdig und schön auszustatten- , ..... Um den Besuch der Ausstellungen Jedermann z« ermöglichen, ist der Eintrittspreis nur auf 20 H für Erwachsene, 10 für Kinder festgcstellt. Alles Nähere durch Anschlagezettel. "ZMS Um geneigten Zuspruch bittet höflichst ’£\ Bang (ins Zpeyer a. Nh. Geöffnet von Nachmittags 4 bis AbrndS v'- Uhr. aus Einem hochgeehrten Publikum hiesiger Stadt und Umgegend diene §ti ergebenen Nachricht, daß ich in meinem Verantwortliche Rebaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh l'fchen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) tu Gießen. Bureau Zu Jurist- Berlin a 'bei einer im miede iuug akt, Denr Br nicht wei gefügt, svrechmfl ientheils sechs Fä worden chatten. 17 von schcn ®( die Frac fchädigui suchnngs »es vor : her Ver Durch B die Gell könne, i nur ein Dr. Ja deizutra. T Frredric Arentirt Äerhan Laß He Äenifche: Ser ruf heftigen nnterläj Rußlan Äaß der Welchem chedarf SKaft i Schluß Ds-nast^ 5 Land: -sitzen! Lbend Hräfidi Hanfes CSeittri Partei nächst Dmfckb < Heinril gmdes Zwischr Gemei muuwt -des A Lmbli -eiuLnd Ur ki Hktzcnü gewefe MM« ist, V Hsürrj Lazu! Srnmit sich (1 rroLhtr sein, l Einwl sobald