- . ^ /T^z^Tey. an!??8“« *^a®lt,iÄidK, ’u. 8aln= f ^">kigkn. V V «Wt enter 'U ^','^wkrdm .... x“ ^!dkN DOR besuch. ^^»vrikillcht -' Lgmcv gtgm 5 8662 ö «Hilf JLS___4# Mädchen Mw l once. | HHHH» ' ' ’l'Vf J ‘.allen ♦ ♦ ♦ T reteiXbfB nir r „i ffloiilfli. jlitz ; l rüf *• V. F. i lamL^en- uTeiM 18^* 1883 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. br. 17. Zweites Blatt. Sonntag ben 21. Januar Barcau: Lchutstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. 2 3^tfr2? mit Bringerlohn. ö Durch btc Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Verordnung, die Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen betreffend. LUDWIG IV. von Gottes Gnaden Groß Herzog von Hessen und bei Rhein re. rc. Zur Ausführung des Gesetzes vom 17. Oktober 1868,^den Verkehr mit Petroleum und anderen leicht entzündlichen Mineralölen betreffend, verordnen Wir hiermit, wie folgt: § 1. Unter Mineralölen im Sinne gegenwärtiger Verordnung sind zu verstehen: rohes und raffinirtes Petroleum, Destillate des Petroleums, aus Torf, Braunkohlen, Steinkohlen, Schieferkohlen oder Kohlentheer bereitete Oele, sowie Mischungen der vorgenannten Oele unter sich oder mit anderen Stoffen. § 2. Innerhalb der Ortschaften dürfen 1) Mineralöle, welche unter einem Barometerstand von 760 mm bei einer Erwärmung auf weniger als 21 Grad des hundertteiligen Thermometers entflammbare Dämpfe entweichen lassen, nur in Mengen von höchstens 100 kg, 2) Mineralöle, welche unter einem Barometerstand von 760 mm erst bei einer Erwärmung auf 21 Grad des hundertteiligen Thermometers oder mehr entflammbare Dämpfe entweichen lassen, nur in Mengen von höchstens 500 kg gelagert werden. Lagerung größerer Mengen kann von der Polizeibehörde bei besonders günstigen Localv'erhältnissen, aus Grund sachverständigen Gutachtens unter besonderen Vorsichtsmaßregeln, ausnahmsweise genehmigt werden. 8 3. Innerhalb der Ortschaften muß die Lagerung der Mineralöle in Lagerräumen stattfinden, welche feuerfest, unheizbar, gut ventilirt, verschließbar sind, keine Ausflüsse oder Abzüge nach Straßen, Canälen, Hofräumen oder Brunnen haben, und mit anderen, leicht entzündlichen oder große Wärme entwickelnden Gegenständen nicht belegt sind. Ausnahmsweise kann die Polizeibehörde gestatten, daß Mineralöle der in pos 2 des 8 2 bezeichneten Beschaffenheit im Freien oder unter offenen Schuppen in Hofräumen und ähnlichen eingeschloffenen Plätzen unter den nöthigen Vorsichtsmaßregeln gelagert werden. 8 4. Außerhalb der Ortschaften dürfen Mineralöle mit Er- laubniß der Polizeibehörde und unter den von derselben vorzuschreibenden Bedingungen gelagert werden. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Grch Darmstadt, den 23. December 1882. (L. S) LUD W 8 5. Die Lagerräume dürfen nur mit Sicherheitslampen betreten werden, welche sich in gutem Zustande befinden. Es ist untersagt, in denselben Feuer anzumachen und Tabak zu rauchen. In den Lagerräumen dürfen Mineralöle der in 8 2 pos. 1 bezeichneten Beschaffenheit nur in Glasgefäßen von nicht über 50 kg Oelinhalt, welche durch Flechtwerk geschützt sind (s. g. Korbflaschen), oder in vollständig dichten Metallgesäßen oder in besonders guten dauerhaften Fäffern aufbewahrt werden. 8 6. Ein Verkaufsraum darf nicht über 25 kg von Mineralölen der in 8 2, pos. 1, und nicht über 50 kg von Mineralölen der in 8 2, pos. 2 bezeichneten Beschaffenheit enthalten. Ausnahmsweise kann unter besonderen Umständen die Polizeibehörde gestatten, daß größere Mengen in den Verkaufsräumen vorräthig gehalten werden. In den Verkaufsräumen müssen die Vorräthe von Mineralölen in wohl verschlossenen Gefäßen und an solchen Orten ausbewahrt werden, welche der Erwärmung durch Sonne oder Oefen nicht in erheblichem Grade ausgesetzt sind. 8 7. Wer mit Mineralölen handelt oder solche lagert, ist verbunden, hiervon, unter näherer Bezeichnung der Localitüten, in welchen die zum Handel bestimmten oder gelagerten Mineralöle aufbewahrt werden, der Polizeibehörde Anzeige zu machen, seine Localitüten zu jeder Zeit einer polizeilichen Revision unterziehen zu lassen und die Vorsichtsmaßregeln zu befolgen, welche von der Polizeibehörde vorgeschrieben werden. 8 8. Wer den in vorstehenden Paragraphen enthaltenen Bestimmungen "der den zu deren Vollzug von der Polizeibehörde ertheilten besonderen Vorschriften zuwiderhandelt, verfällt in die durch das Gesetz vom 17. Oktober 1868, beziehungsweise das Gesetz vom 10. Oktober 1871, betreffend den Uebergang zu dem Strafgesetzbuche für das Deutsche Reich, angedrohte Geldstrafe bis zu 150 «X 8 9. Vorstehende Verordnung tritt den 1. Januar 1883 in Kraft, wogegen mit demselben Tage Unsere Verordnung vom 17. Oktober 1868, den Verkehr mit Petroleum und anderen leicht entzündlichen Mineralölen betreffend, außer Wirksamkeit gesetzt wird. erzoglichen Siegels. I G. v. Starck. B e k a n n t i» a ch u » g. Großherzoglicheü Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Stadtverordneten Earl Graeff und Genossen zu Darmstadt gestattet, die Verloosung einer größeren, auf dem Wege freiwilliger Gaben zu beschaffender Anzahl von Gebrauchs- und Kunstgegenständen in Darmstadt zu Gunsten der Wasserbeschädigten zu veranstalten und zu diesem Zwecke 30 000 Loose ä 50 H auszugeben. Zugleich ist der Verkauf der Loose im Großherzogthum gestattet worden. Gießen, am 19. Januar 1883. Großherzoglicheü Kreisamt Gießen. Dr. Boe km ann. (Siegen, am 19. Januar 1883. Das Großherzoglichc Stcucr-Commissanal Gicßm an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Haufen, Heuchelheim, Klein-Linden, Mainzlar, Oppenrod, Rödgen und Wiefeck. Wir müssen Sie wiederholt an die nunmehrige umgehende Einsendung der Brandkataster hierdurch erinnern. Süsser t. Wochenschau. G test en, 20. Januar. Die zu Ende gegangene Woche hat uns auf innerpolitischem Gebiete einen Decorationswechsel aus der parlamentarischen Bühne gebracht, indem sich das preußische Abgeordnetenhaus am Mittwoch aus unbestimmte Zeit vertagte und hierdurch einstweilen dem Reichstage das Feld räumte, welcher denn auch am Donnerstag wieder seine erste Sitzung seit dem 13. Januar hielt. Es wird hierdurch dem Reichstage ermöglicht, wenigstens seine dringendsten Arbeiten ohne die bisher üblichen ein- und mehrtägigen Unterbrechungen zu erledigen; freilich ist die längere Vertagung des preußischen Abgeordnetenhauses dem immer wiederkehrenden liebeln ande des Rebeneinandertagens zwischen letzterer Körperschaft und dem Reichstage noch nicht gründlich abgeholfen. Was nun die letzten Sitzungen des Abgeordnetenhauses anbelangt, so waren dieselben theils der Rothstandüvorlage für die Ueberschwemmten am Rhein, theilü der ersten Lesung des Gesetzentwurses über die Vereinfachung der Verwaltungsgesetze, sowie kleineren Vorlagen gewidmet. Die Rothstaudsvorlage wurde am Dienstag ohne Widerspruch definitiv angenommen, die Verwaltuugsvorlage verwies das Haus in derselben Sitzung gegen die Stimmen der Linken an eine Commission von 28 Mitgliedern, am Mittwoch erledigte das Haus nur Vorlagen von geringerem Interesse. Rach Erschöpfung der Tagesordnung entspann sich noch eine Geschäftsordnungs-Debatte, welche damit endete, daß es dem Präsidenten, Heim v. Köller, anheimgestellt wurde, die nächste Sitzung zu bestimmen. Schließlich wurde der Präsident beauftragt, dem kronpriuzlichen Paare zu dessen silberner Hochzeit am 25. Januar er. die Glückwünsche deü Abgeordnetenhauses zu übermitteln. Die Budget-Commission des Reichstages nahm in ihrer Sitzung vom 17. Januar die Position, bett, die Errichtung der lluteroffieier- Schule in Reu-Breisach (Elsaß), an. Die genannte Position war im vergan geiien Jahre voni Reichstage abgelehnt worden. Die Centrumü-Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses hat beschlossen, die Anträge des Abg. Windthorst, betr. die Aufhebung deü Sperr- gesetzes, des Verbots des Sacramentülesens und des Meffeleseus u. f. w., zu heu ihrigen zu machen. Dieselben werden demnächst officiell eingebracht werden und es steht demnach dem Abgeorduetenhause bei seinem Wiederzusammentritte das Vergnügeii einer erneuten Culturkamps-Debatte bevor. Der S tatthalter von Elsaß-Lothringeu, General-Feldmarschall v. Maiiteusfel, hat und) seiner Gewohnheit jüngst wieder ein freundlich - ernstes Wort an die Bewohner der Reichslande gerichtet. Die Rede, welche er am Großindustrie und Kleingewerbe. ,., uvgkhnir- Umwäliung, welche durch bie Einsühruna brr IDanwffrnft fn m, orrfibtcbfnftfn ©tbtete menfchl cher Arbeit unb menschlichen VcrkebrS In der Industrie SHÄX"niL>‘bra*‘ ?°Xb£ *f‘ «'ne -llbek-nnre IH°U-ch7 Zwei Arbeit«! bribv D0n brn Grenzen industrieller Tätigkeit umschlossen werden »Idna™^flmam bnn en* [4r°ft’fr Don -'"ander, nämlich iisroßindustrie und JchrhündMS fi/fl b0*S,nf'flUf.nfl 40,08 !'ne sp-cftsch-Erscheinung unserer SÄ S S L'S'L.L >■*.' ,-iLr!SL Ä gelegentlich des Wiederzusammentrittes des clfafc.lotbrnmifcben Landes. 2lu«|(juffrt bielt , enthält das schon bekannte Programm des Statthalters in !euur de,tunmtesten Form. Die Versicherung, daß er, auch wenn er nicht die nidbt beirren IniTen .... . in seiner Versöhnungs-Politik ffölSSÄ * ”«“»• bildet das Manifest de« „rothen Prinzen", des ^nnzen Jerome Napoleon, und bic hiermit in Zusammenhang stehende Verbas- ^"6 dieses bonaparti^scheu Thron-Prütendenten das Tageü-Ereignib Was «"‘h1, dvyt’Rf0 fi>cUt dasselbe die Schwache» der heuiiqen framü" schen Republik nn dusterste» Lichte dar und weist schließlich aus den Priine» Jerome:>iapoleon Hin, als de» einzigen Mann, ivelcher der Retter Frankreichs werden könne. In der Dienstags-Sihung der Deputirtenkamnier führte die 5U^.C "on dreier neuesten Schilderhebung der Bonapartrsten sofart zu eine,» m^rmr \bCr mrA2ld)Cr,ll’eift' c“ "^'"Iragendsten Folgen haben kann. Die Kai», wer votrrte nämlich »ul großer Majorität die Dringlichkeit für den Floguel'« schen Antrag dre Mitglieder aller früheren franzostiche» Herrschersamilien aus q'nnnkmnh^nb.h Cl,f,f,L ,t° .on-n Ezuweise", ein Beschluß, welcher natürlich die Rapoleonrde» ebenso hart treffen wurde, >v,e die verschiedenen Zweige der Organs ""b ' ourbonen. Indessen scheint es, als ob inan in den Pariser parlainenta- rnchen Kreisen selbst diesen Beschluß übereilt fände, denn cs heißt, die Kainmer werde einem Anträge Fabre s zustimmen, welcher an Stelle der formellen Au». aller Prätendenten aus sranzostfchem Gebiete ein Gesetz vorschlägt, durch ,-2" x'tl-- ‘u'9lirun9 ermächtigt werden soll, die Ausweisung zu verfügen, sobald ^ten l°Utl'' ’i$rin? Jerome Napoleon, oder eigentlich nur ni*, f h ~ benn Jerome heigt der bonapartistische Thron-Prätendent nur ,0- "üd) 'einem Pater, bei» ehemaligen „König £u«tif von Westfalen, genannt, »tzt in der Conciergerie gefangen und soll vor die Geschworenen kommen wegen „Attentates aus die Sicherheit des Staates begangen m der Abstchl, d.e Regierungsform zu stürzen oder umzuänden," .. ®eiat, ber ini December vorigen Jahres erfolgten Vertagung des englischen Pailamcntcs pulfirt das politische Leben jenseits des Kanals nur noch ui schwachen s-chlagcn. Der Premier, Mr. Gladstone, kann stch deshalb ungc- stört der Erholung von ferner süngsten Krankheit in bei,, milden Klima von CanneS^widmen, wohin er am Rkittwoch in Begleitung seiner Gemahlin und semer Tochter abgereut ist. Unter diesen Umständen gewinnen auch unbedeulen- bf“ ^ange an Interesse, wie der jüngst in den Straßen Dublins stattgcfu». denc nächtliche Angriff mehrerer irischer Studenten auf zwei Polizisten. Man bat es mdesten hier wohl mehr mit einer Augenblicks.Thal, als einem wohl Mn^ in,hnr?nV,U ,0 bürftc bic verhaftete» Unruhstifter wohl keme allzuharle ^lrase erwarten. — Der Parlament».Deputirle für Ballon Un'°rstaals,ccretär für Indien unb das Parlame.ilSmilglied für Slrou^ Henry Brand zum Jnlendanlen der Arlillcrie ernannt worben Der schwedische R-ichSlag ist am Mittwoch durch den König mit y"Lrh'Lh rOnrtbe ^°llw!t worden, welche u. 21. Vorlagen belressS Uinbüduiig des VertheidlgungSwesens, eme durchgreisende Steuerresorm, eine neue Stempelord- B.OTO Rtoronena5n 9L *** XWW DOn Verhältnisse an der Westküste Süd-Amerikas nehmen anscheinend wieder einen Ziemlich kriegerischen Charakler an. Die Küstenstadt 6a6ma in Peru wird gegenwärtig von dem chilenische» Panzerfahrzeug „Huas, rar regelrecht blokrrt. ^-ic Chüenen wollen den Hafen von Casma besetzen um Reclamationen englischer Kaufleute vorzubcugen, welche, so lange sich kein Kriegsschiff un Hafen befand, doppelte Zölle bezahlen mußten. ' fhtaW« Än,Hr.ejenhaften Fort. Nutzung der neuefien ffrfinhiimpn .Sorbcitenben Maschinen unter Aus- R1* •'* ääs S ff " MSÄ ttx* •” ÄSÄ St «lefnn^erb\’sf"7 ^«bust-ie auf Kosten beS «uf ber Honb: t5 muhten bem.ufDlaf.u,rft h ,t a,7fd,:-ne 7». Hauptrolle (pleite, Hegt Betrieb Überg den für^eltMeiftCt.Lb.d 2'n?flnb!?’''fc brnn b|C menschliche Hand kann wohl zum großen Tb^'l durch innrnifif, MaschMtn werdt-n, n.cht aber der menschl.ch° Genutß selbst "Z Submission auf Anfuhr von Steinen. Die Anfuhr von ca. 3000 Cbm. Basalt- Pflastersteinen aus unserem Steinbruch der Bellmuth nach Bahnstation Ranstadt soll im Ganzen oder getheilt vergeben werden. Refleclanten wollen ihre Lsserten bis zu dem am 25. er. auf der Bürger- mcifterei Bellmuth stattfindenden Sub- mis,ionstermin portofrei einreichen. Bedingungen können daselbst eingesehen werden. Bellmuth pr. Ortenberg (Großh. Hessen im Januar 1883. Basaltwert Bellmuth. HillL Schimanski. ifeilfteboteneö. ff in Geschäftshaus in Mitte der Stadt i,t prnswürdig ,u verkaufen. Raheres in der ffxp d. ds. Bl. Noggenkleie, Weizenkleie u. Weizen- schaalen billigst bei 4i~ L. Süß, Bahnhofstr. 60. Allgemeiner Anzeiger. folgende Obiecte sind durch mich preis- würdig zu verkaufen: BrodJjäufcr, worin seit vielen Jahren sidtte Spezereiaeschäfte betrieben werden. B'vei tchone Wohnhäuser in der Bahnhof- Uraße. ’ ' ffin sä)önes Haus mit großem Garten in der Ostanlage. ffm flottgehcndes feines Restaurant. W^?hschaft bCftCF £aßC mit gutgehender Sin arößeS Wohnhaus in den Neuen- Bäuen. Ein Haus an der Hcuchelheimcr-ffHaussee. 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