Lokales. Gießen, 20. Januar. Sonntag den 21. Januar, Vormittags VglO Uhr, findet im „Frankfurter Hof" dahier eine Deleairten - Versammlung des Verbandes oberhess. frei will. Feuerwehren statt, wozu jeder Feuerwehrmann Zutritt bat. ** Gießen, 19. Januar. REbeater.] ES war gewiß für Viele eine angenehme Gelegenheit, datz eine gewisse Veiühmiheit genießende Lustspiel „Durch die Intendanz" gestern sehen und beurteilen zu können und doch werden sich für den Inhalt diese- preisgekrönt.n Stücke« und für diese Menschen nur wenige erwärmen und davon anaezogen fühlen. Bor ollen Dingen leidet da« Stück an einer erschrecklichen Breite. Die Schürzung dcS Knotens hat nicht viel Mühe verursacht, die Handlung geht durch ein Nadelöhr, die Zeichnung der Charaktere ist der Verfasserin leicht gefallen: denn e« sind keine voihonden, einige Scenen sind wirksam, andere wieder gesucht und gezwungen, die Sprache erbebt sich nickt besonders über daS Niveau deS Gewöhnlichen und waß die Kalauer anbctiifft, so könnte man glauben, die Verfasserin wohne in Berlin statt im gemüihlichen Sckwabknlande. Man denke nur an den „SptrituS-Witz" im zweiten Akte und andere Banalitäten! Der Commerctenrath Herr v. Kuhn verweigert dem Dichter Waldau die Hand seiner Tochter, um sie ihm später, ohne daß eine Veränderung in dessen äußerer Lage eingetreten ist, dock zuzugestehV Daß sick ein Lieutenant in einen Backfisch von unter siebzehn Jahren, der noch im kurzen Nock einhergeht und die Sprache eines Kinde« führt, verliebt und sie zur Gattin nimmt, mag nicht unwahrscheinlich fein, aber die ästhetische Wirkung ist doch eine verfehlte. Im Ganzen macht daS Stück trotzdem einen so üblen Eindruck nicht, und wäre der Umstand nicht, daß eö unter 400 Eoncurrenzstücken preisgekrönt wurde, dann st anders vielleicht anders, aber daS drückt eS gar sehr herab, denn da sollte man doch erwarten als diese leichte Waare. «Matz da« Spiel anbelangt, fo darf den Darstellern, wenn man davon absieht, daß sWMIt wenigen Aufnahmen sich oftmals versprachen, da« Zugeftändnlß gemacht werben, daß sie sich bemühten, ihre Aufgabe zu erfüllen. Herrn Lühr'v Han« Waldau muß alS ein schöne« Gebilde bezeichnet werben, nicht minder gut war die .Marie" deö Fräulein HerzenSkron; Fräulein Freund entwickelte ein naive«, wahrheitsgetreue« Spiel. Der Baron Rottek de« Herrn Drescher war stramm und kavaliermäßig. Herr Ernst lieferte einen vortrefflichen Intendanten. Auch Herr Pallmann wußte sich mit dem Journalisten Strohberger, dem Vertreter der in Deutschland gottlob seltenen Revolverpresse, gut abzufinden Herr Heiritz und Frau Hauptmann al« Freiherr und Freifrau von Kuhn Dberreglffeur v. Levnroth wußte Herr Arno nicht viel zu wirken. — Die Aufnahme deS Stückes war im Ganzen keine ungünstige. t Herr £>u«o Edward, der am Sonntage in der Unlv->sit«t«-AuIa die Dichtung FitgcrO, eines in Bremen wohnenden bedeutenden Künstler«, oortraflen wird, tft bekanntlich erster Held und Liebhaber an unserer Grobherzogli»«« Hofbühnc in Darmstadt und verfügt über ein mächtige«, klangvolle» und sehr uwdulationdfähigeH Organ. Sein Vortrag beweist ein seine« Versiändniß der Dichterindividualttät und die Fähigkeit sich in die Situationen mit Schnelligkeit bineinzuversetzen die Charaktere auSeinanderzuvalten und in Sprache und Geberde umzusetzen. Wir entnehmen darüber einer Darmstädter Zeitung Folgende«: ,, . Ä . .. .. _ . . Dcr übervolle Saal an jenem Abend bewies sowohl da« lebhafte Jntercsie de« Publikum« für die zum Vortrag kommende Dichtung, al« auch den Wunsch, dieselbe durch da« gesprochene Wo'i aus sich wirken zu lassen. Fiiger« Werk (eine freie Bearbeitung de« bekannten Märchenstoffe«) ist eine Schöpfung von bohem poetischen Werth und bat fick der hierort« in weiteren Kreisen bisher wohl nicht allzubekannte Dichter durch die Recitatton derselben ohne Zweifel die Gunst nnd Anerkennung d r Zuhörer im (Sturme errungen logis von xrmietbci T werden. 6ie Anzeigen. y-rtbra Cta fudx ü . ketzriing. i twr, ÄeherÄ; 11M ^Eslgcr). TweteMen ;7 Äfcter Nia yeexn Solchen, ruf KOttzmvrrzer. ft ist* öclohnung . XI „ «iep» V v* 8 ' Nr. 17. Erstes Blatt. Sonntag den 21. Januar 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblntt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulftrahe 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ?'^eljShrlich 2 Mark 20 Pf. tritt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vrerteliährstch 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gefundene Gegenstände: 1 Taschentuch, 1 Dketermaß, 1 Brillenfutteral, 1 Broche, 1 Armspanae, 2 Handschuhe, 15 Stück Stäbchen für Corsetts, mehrere Schlüssel. Gießen, den 20. Januar 1882. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Deutschland. m. Darmstadt, 19. Januar. sErstr Kammer der Stände 8. Sitzung.^ Die erste Kammer trat heute zu einer Sitzung zusammen, deren wesentlichsten BerathungS- gegenständ die Vorlage der Regierung wegen vorläufiger Bewilligung der Summe von 500,000 JL zur Beseitigung des NothstandeS in den überschwemmten LandeStheilen bildete. Nach dem von dem Fürsten zu Nsendnrg und Büdingen NamenS deS FianzauSschusseS mündlich erstatteten Ber cht beantragt der Ausschuß Beitritt zu dem bewilligenden Beschluß des andern Hauses. — Herr Wernher (Nierstein) wünscht, daß die Regierung bei Verwendung der Summe bezüglich deS Wiederaufbaues der durch das Hochwasser zerstörten Gebäude die Anlage derselben auf höher gelegenen Punkten in'S Auge fasse. — Graf zu Solms-Laubach führt aus, man müsse einen nicht unbeträchtlichen Theil der stattgehabten Ueberschwemmung den Regulirungen der Flüsse im Oberland, aber auch in unserem Lande zuschreiben. Man solle deßbalb mit weiteren Regulirungen sparsam und möglichst vorsichtig vorgehen und namentlich eine Bewaldung der kahlen Höhen des VoelSbergs anftreben. — Herr Heyl (Worms) bemerkt, alle bis jetzt stattgehabtrn Unterjuchvngen des Rheinstrom« seien auf lokale Beschwerden beschränkt gewesen und es fehle ein einheitlicher Bauplan. Wir Haden m Hessin ein zu enges Hochwasserprofil, die Landdämme liegen zu nahe am Strom und die Einengungen des Rheins bet Mainz und Worms haben einen so wesentlichen Aufstau des Wassers auf die obeihalb liegenden Flußgebiete zur Folge gehabt, daß schon drßhalb d^e Dämme unbedingt erhöht und verstärkt weihm müss.n. Tos Einschreiten d.s Reichs müffe in dieser Beziehung angetufen und der Bauablhetlung dcs Mimstetiums müsse eine im Wasserbau erprobte technische Kraft zugesühit werben, welche alle Verantwortlichkeit für das nunmehr zu Geschehende zu übernehmen habe, dessen Tragweite für die Nachkommen unberechenbar fei. — Ministerialpiäsident Schleiermacher erklärt sich im Wesentlichen mit den Ausführungen des Vorredners einverstanden, tbellt m>t, daß das Gutachten der Rheincommission heute auch dem Präsidium der ersten Kammer zugehen werde, und glaubt, daß d>e Erörterung von Einzelheiten wohl heute nicht angezeigt erscheine. Die Kammer beschließt hierauf einstimmig die Verwilligung der angeforberten 500,000 JL Bezüglich des Gesetzentwurfs, die Errichtung einer stehenden Brücke über den Main bei Kostheim bett., erklärt Graf zu Solms-Laubach Narrnns de« Finanz- auSfchusfes, derselbe sei noch nicht in der Lage gewesen, sich darüber schlüssig zu machen, und wird dieser Gegenstand von der Tagesordnung abgesetzt. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung, me.st bauliche Anforderungen, welche gestern die zweite Kammer beschäftigten, werden durch Beitritt zu den jenseitigen Beschlüssen e’-lebigt. Darmstadt, 19. Januar. Erledigt ist: Die Stelle eines Kreisassistenz- arztes des Kreis-Gesundheitsamts Gießen mit dem Amtssitze zu Grünberg und jährlichem Gehalt vom 600 JL nebst einem Jmpsbezirk. Bewerbungen sind binnen 10 Tagen einzureichen. Darmstadt, 18. Januar. Dem LandeS-Comitö zur Unterstützung der Wasserbeschädigten im Großherzogthum ist von dem von Sr. D^aj. dem Kaiser aus dem zur Linderung des augenblicklichen 9tothstandeS in den durch Ueber- jchwemmung heimgesuchten deutschen Gebieten Allergnädigst bewilligten Betrag von 600,000 «X die weitere Summe von 50,000 unter dem Gestrigen überwiesen worden. Mainz, 18. Jan. Die Stadtverordneten-Commission hat einstimmig den Beschluß gefaßt, den Gouverneur der Festung, Freiherrn v. Worsna, zum Ehrenbürger der Stadt Ntainz zu ernennen. Berlin, 18. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Nachricht des „Deutschen Tagebl." von einer Demission des Staatssecretärs Burchard als jedes Grundes entbehrend; Burchard sei in Folge übergroßer Anstrengung toOn politischen Fragen sei nickt im Entferntesten die Rede gewesen. Zwischen Burchard und seinen Collegen und dem Reichskanzler herrsche unbedingteste Uebereinstimmung in allen vorliegenden politischen und finanziellen Fragen. 77 Die Fortschrittspartei beantragt im Reichstage, den Kanzler zu ersuchUO die Beschwerden, welche unter den Kaufleuten, Industriellen. Handwerkern, Lanb- wirthen über die Stempelsteuer von 1881 aus Schlußnoten, Rechnungen und die dazu gehörigen Ausführungs-Bestimmungen in allen Theilen des Reiches laut geworden find, eingehend prüfen zu lassen, besonders auf die Wirkung dieser Steuer, aus den Geschäftsbetrieb außerhalb des Börsenverkehrs zu unter* uchen und von dem Ergebniß dem Reichstage in der nächsten Session Rtitthei- lung zu machen. — Die Entscheidung, ob das Reichsgericht definitiv in Leipzig verbleibt, steht bei Berathung überc die Position: „500,000 JL für den Bau eines Reichsjuftiz-Palastes in Leipzig" im Reichstage zu erwarten. Es wird ein Antrag auf Verlegung des Reichsgerichts nach Berlin eingebracht werden. - Die Krankheit des Staatssecretärs Burchard ist so bedenklich, daß an nne rasche Genesung, welche ein baldiges Wiederausnehmen der Dienstgeschüfte gestatten würde, nicht zu denken ist. Somit fehlt für die nächste Zeit der natür- lichc Vertreter des Bundesraths bei den Etatsberathungen im Reichstage. Mit der Wiedergenesung des Staatssecretärs Bötticher geht es ebenfalls sehr lang- Mi, wie von Ansana an angenommen war. Ltraßvurg, 19. Januar. Der Reich«tag«abgeorbnete für Straßburg, Kable, vrotesttlt in einem Schreiben energisch gegen die „irrthümliche Auslegung seine« Pro. Kamm« durch den mit diktatorischer Gewalt ausgerüsteten" Statthalter. Wicma!« beute „Action" Krieg, dessen Gräuel Straßburg schwer empfunden habe, sondern lediglich unverdrossene Vcrtheidigung der Interessen des Heimathlandes, werkthätigen Anspruch aller Reckte und Freiheiten, welche einem civillsirten Lande nicht versagt werden dürfen. „Action" sei die 1878 erfolgte Correctur des früheren Schlagwortes „Abstention". Krankreich. Paris, 17. Januar. Im Hotel „Continental" versammelten sich gestern die Vertreter von einigen zwanzig Preßorganen aller politischen Schattirungen von Paris, um ein Comitö für die Unterstützung der überschwemmten Elsässer zu ernennen und über die geeignetsten Mittel, Hülfe zu schaffen, sich zu benehmen. Trotz deü Widerstandes der Minderheit wurde beschlossen, eine theatralische Vorstellung zu geben und die Spitzen der Künstlerwelt zur Vtttwirkung aufzufordern. Lyon, 19. Januar. Anarchistenproceß. In dem heutigen Erkenntniß nahm der Gerichtshof das Vorhandensein eines Anarchistenbundes an, welcher den Charakter der Verbrüderung mit der Internationalen habe und darauf ausgehe, die Arbeitseinstellung, die Beseitigung des'Vaterlandes, des Eigenthums, der Familie und der Religion herbeizuführen. Gauthier, Bernard, Krapottin und Bordat wurden zu fünfmonatlichem Gefängniß, 2000 Frcs. Geldbuße, zehnjähriger Ueberwachung und Verlust der bürgerlichen Reckte auf 5 Jahre verurtheilt. Fünf Angeklagte wurden freigesprochen, die übrigen zu sechsmonatlichem und vierjährigem Gefängniß verurthellt. Bei der ÜrthellS-Publicatton wurden tumultuarische Zwischenfälle veranlaßt, namentlich durch die Frauen der Verurthellten. Die Soldaten stellten die Ruhe her. Die Fürstin Krapotkin verließ den Saal am Arme der Luise Rttchel. Paris, 19. Januar. Der Minister be8 Innern, Fallieres, ist gegen jede Aus- > Hdfung von Prinzen, unb KnegSmimfttr Billor weift die verlangte DiSponibillsttung ber bienenben OrleanSprinzen zurück. Die republ'kaniscke Union will aber ber milderen, von bir Regierung acceptirten Fassung des Floquet'sckcn Antrags nur zustimmen, wenn die Pr nzen von Orleans au« ber Armee beseitigt werben. Man hält deßhalb eine Minister krisis für unoermeiblick. Es verlautet, Saussier solle Kriegsminister und Premier werden und Billot bas Commando Ehanzy's erhalten. Die Quacksalberei in Uord Amerika. schlenderte Ich durch die Straßen von Cincinnati, als mir ein 'J? b/cJ?Uflfn welchem in großen goldenen Lettern stand: „H. K Em- mertch, Arzt Wundarzt und Geburtshelfer". - „Heinrich Karl Emmerich," murmelte 'ch - ^Heinrich Karl Emmench — sonderbar! - War nicht ein Schuster in unserem Der Mangel an Raum oerbittet eS für heute, deS Verfassers beS Näheren zu gedenken, sowie alle die vorzüglichen Schönheiten seiner Dichtung aufzuzählen: wir wollen nur die eine Thatsache conflottrcn, daß sich während deS beinahe Zweistündigen S OktragS eine oft athemlose Spannung des Publikums kund gab, daß dieselbe bi« zum Schlüsse anhielt und daß dann der lebhafteste Beifall da« Interesse bewies, welches das poetische Werk hervorgerufen hatte Der Vortrag der Dichtung durch Herrn Edward war ein in jeder Beziehung des schönen Werkes würdiger; die stimmungsvolle Beschreibung der Ereignisse, die vortrefftiche Eharakterisirung der handelnden Personen, die anmuthende uno prachtvolle Schilderung der Naturerscheinungen, kamen in meisterhafter Weise ebenso wahr, schön wie ergreifend, zum beredtesten Ausdruck, und müssen wir somit dem geschälten Künstler für die ausgezeichnete Wiedergabe der herrlichen Dichtung unsere gerechteste Anerkennung auSsprechen. *_______________ Vermischtes. Darmstadt, 19 Januar. Nach einer Mitibeilung deS Kgl. Preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten hat ec. Maj. der Kaiser und Kö"ig denselben zu ermächtigen g«ruht, zur Linderung deS durch die Hochwasser im Stromgebiet deS RdeinS und feiner Nebenflüsse derbeigesührteu NothstandeS an die nothleidenden Gemeinden hi den betroffenen dculschm LandeStheilen nach Bedürsniß Steinkohlen auü den Kgl. Preußischen Steinkohleubergwerken bei Saarbrücken u entgeltlich ober zu ermäßigtem Preis verabfolgen zu lasftn und sind ru diesem Zweck im Augenblick 100,000 Gentner Kohlen zur Verfügung gestellt, deren Abgabe je zur Hälfte unentgeltlich und zum halben Grubenpreis erfolgen wird. Seitens des Landescomite's zur Unterstützung der Wasserbeschädigten im Groß- derzogthum sind die demselben angeschlos'enen KreiS- und städtischen Comite'S ersucht worden, die Gemeinden, die hiervon Gebrauch machen wollen, demselben baldigst anzumelden, damit durch daS LandtS-Comttc das weitere Erforderliche veranlaßt werden kann. — SB aller ft ätt en, 16. Januar. DaS Wasser zieht allmählich ab und die furchtbare Zerftorung tritt immer deutlicher zu Tage. Da daS Wetter günstig ist und der Weg von hier nach Groß-Gerau troeft ber Schusterei ging e« hier nicht. War Dir ba erst in Massachusetts — wohnen lauter Schuster in bem Lande — scheußlich, sage ich Dir. Well, ich trete in eine Fabrik unb frage nach Arbeit. Gut, sagt ber Baas, kannst Arbeit haben, acht Dollar« bie Woche und Ueberftunben cxira bezahlt. Gut, sage ich, unb will Arbeit. Wa« geschieht?^ Dreihunbert Dutzenb Schuhe bekomme ich einzufassen; wenn ich ba« mebt gelernt hätte, sollte ich Absätze aufnageln, Absätze schneiden, blank putzen unb so weiter. Einen regelmäßigen Schuh nach der Manier zu nähen unb umzuwenden — gar keine Spur, Peter. ES gibt Dir Leute, die auf der Schusterei arbeiten und dreißig rtahre nicht« gethan haben, al« Absätze aufnageln. N'e, sagte ich, und grüßte das Handwerk. Da wurde ich denn ein Doktor. E« war gerade Cholera vorhanden; ich gab ihnen was ein, sie starben wie die Mücken — im Handumdrehen, sage ich Dir, na, und je mehr Patienten einem Doctor sterben, desto mehr Zulauf bekommt er. Am ersten läge, wo ich in Boston die Prax « anfing, starben mir neun Patienten. Da nannten sie mich den Neuntödter und machten schlechte W tze über mich in den Zeitungen bi« ich toll im Hirn wurde und nach Cinc'nnati übersiedelte." „Und welche« Glück hattest Du hier?" „Erst wollte es gar nicht gehen. Ich gab mich für einen Augendoctor aus wo« immer sehr rathsam ist Peter, wett die Augenkranken gut bezahlen und nie wieder gesund werden — wenigsten« sind meine Patienten bi« auf Einen stockblind geworden* „Heiltest Du diesen Einen?* „Nein, er heilte sich selbst; er fiel nämlich in eine offengelassene Cisterne und ward erst nach zwei Monaten gefunden. — Da es mit der Augendoklorei nicht gehen wollte, kaufte ich mir ein Skelett und stellte e« in meiner Osficin so auf, baß man es von ber Straße au« sehen konnte. Nun strömten bie Menschen herbei. J?ber, der eine alte Schwiegermutter ober einen tauben Großvater zu beerben hoffte, suchte bei mir Hülse. Mein Geschäst kam in Aufschwung; ich heirathete die Schwester eines Sargmacher«, trat mit 'hm in Compagnie und erspare mir jährlich eine hübsche Summe Geldes. Mein Schwiegervater ist Prediger, zwei Vettern meiner Frau sind Letchen- bitter unb em Neffe meiner Frau ball Trauerwagen und acht Trauerpferde, so daß wir zusammen ein ganz hübsches Armeekorps des Todes ausmachen. Schade, daß wir vor einer Woche ben TodtengrSberposten besetzt haben. Das wäre ein Platz für Dich gewesen, Peter!* „Ich banke Dir für Deine freundlichen Gesinnungen, mein Lieber, freue mich aber zugleich Über mein günstige« Geschick, welche« mir einen besseren unb meinem Ge- fßmatre mehr zusagenden Posten anaeroiefen hat Ich bin Rechnungsführer eines reichen Pflanzers und glücklicher Gatte der unvergleichlichen Eva Schneider auS Fulda." „Nun, das freut mich von Herzen", erwiderte ber Doktor, „vieleicht erlaube ich mir, Deiner lieben Frau einen Besuch zu machen; für jetzt mußt Du mich entschuldigen, ich habe in dem Lazareth einen Kranken, bem ich ein Bein amputtren muß." „Na, Gott fei der armen Seele gnädig", sagte ich lächelnd, während ich bem Doktor bie Hanb zum Abschiede reichte. „Du bist ein Narr", antwortete er — unb wir trennten uns. Einige Zeit später spazierte ich in Saint-Louis auf ber Straße unb sah mit Verwunderung das Trottoir mit unzähligen kleinen Zetteln bedeckt. Unwillkürlich hob ich einen von der Erde auf unb la«: „Dr. med. Thompson hat feine Office in ber siebenten Straße Nr. 1108 unb bietet seine Dienste allen Denen an, welche von andern Aerzten schon aufgegeben wurden. Alle Krankh-iten roerben von ihm burch ein einfache«, aber sicher wirkenbes Mittel g heilt; selbst Lungenleiben im zweiten Stabium Bronchitis (Entzünbung ber Schleimhaut der Luftröhrenäste) unb Luftröhrenschwinbsucht werden unfehlbar furirt. Für Damen ist bte Office von elf Uhr Vormittags bis zwei Uhr Nachmittags offen.* An den Straßenecken befanden sich große Plakate, auf benen zu lesen war „Freuet Euch, Ihr Leibenben! Er ist ba, ber lang ersehnte Doctor Thompson ist gekommen, um Eure Leiden von Euch zu n-hmen, neuen Lebensbalsam in Euer Herz zu träufeln. Kommt, Ihr Tausende, ble Ihr von Pfuschern um Eure Gesundheit und Euer Geld gebracht, seid, kommt'zu Eurem Freunde Thompson, und könnt Ihr nicht selbst kommen, so schickt eine Flasche mit Eurem Wasser, damit ich daraus den Zustand des Leidenden entdecken kann. Ich heile jede Krankheit für einen Dollar; in einzelnen Fällen, wo die Heilung wegen zu weit vorgeschrittener Krankheit nicht erfolgen sollte, wird das Geld zurückgezahlt. Ich bin ber einzig lebenbe Arzt, ber die Heilung garanttrt." Dieser Mann schickte feine Agenten voraus, um seine Zettel vertheilen zu lassen; er beklebte alle Straßenecken mit seinen Ankündigungen, hatte ungeheuren Zulauf und verdiente gewiß innerhalb eine« halben JahreS, in welcher Seit er die Vereinigten Staaten abklopfte, ein bedeutendes Vermögen. Uebrigens befinden sich, namentlich im Osten der Bereinigten Staaten, natürlich vollkommen gebildete amerikanische Aerzte und vortreffliche Lehiaustalten und es kann mir nicht einfallen, diesen Männern und diesen Instituten ihr Verdienst rauben zu wollen. Aber nur zu oft ist dort wie hier die Med'cin keine Wissenschaft, sondern ein Handwerk, bei bem der Patient als Rohmaterial, die Arzenei als Werkzeug und der Tod als Product auftreten. Der Doctor ist der Contractor, der für ein Gewisses die Bearbeitung beö Rohmaterials übernimmt. ""■‘-ft; ■»> it nil q. . ' 2* »'M LrL« ** * %S brtr za ,:*ni 8 MU3(TbfJI - • rMre nb breiig ; - 2 nb gri^tt bai ; ;. ■:! r."U2bm: ich 'spt ich Dir, . . f;3*l CT. Ä1 f mb ftnral« Da *' B'ch a la jriiusga» Ml llgnitoClDT 685 r Hi> «r (■*»r J res MM **• 5 (ru’o^13 * * T?*< ki a*1 i e**n”7.a h i* r 6*:weN _ _ ,<*** -' -kle^rsl Softie uoh -i'rU-chr fl4” ", i, • • Ml oao H SÄ«! n rchMCT et«i -M-k: >'6"" ’ it> ilt» L:e-,-rK !• w 6**^« ftnta M* W “ *t* .i lirCT f18" flu6 .rli fdflUbt ich lktichald'S^ GchisfSdericht. Mitgethettt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd tn Bremen, C. W- Dietz Nachfolger, Gießen. Bremen, 17. Januar. Der Postdampfer Oder, Capt C. Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6-Januar von Newyork abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten in Southampton angekommcn und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 2 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 100 Passagiere und volle Ladung. Handel und Verkehr. Gießen, 20. Januar. Auf dem - heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JL 0.95—1.00, Hühnereier per Stück 6—8H, Käse per Stück 5—9 Käsematte per Srück 3 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 26 H, Tauben das Paar .X 0.85—1.00, Hühner per Stück JL 1.20—1.70, Hahnen per Stück 1.20 bis vUx 2.00, Enten per Stück JL 1.80—2.40, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 54 bis 56 Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 60—06 H, Kartoffeln per 100 Kilo JL 7.00—8.00, Zwiebeln per Centner v4L 4.50—6, Milch per Liter 14—18^. Gänfe per Pfd. 60—70 H. Weißkraut 100 Stück jl 5—8.50. ____________ Frankfurt a. M., 20. Januar, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer EourSbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kauf-mann tn Gießen.) Eredikactten 244V«, Staatsbahnactten 273Va, Galizier 248Vr, Lombarden 113, Rord- weftbahnactien 165, Darmstädter-Bankactien 148, Oberschlesische E.-B.-Act. 2413/a, Oefterr. SilberreMe 6513/i6, 4% Ungar. Goldrente 72y2, 4U/O 1880er Russen 68%, 5°/0 1877r Russen 87, 2. Orient-Anleihe 54%, Spanier 60%, 5% Rumänische Rente 905/4, 4% Unifie. Egypter 70%, Disconto Comm. 184, Gotthardbahnactien 109%. Tendenz: schwankend. SWW>WWWWWWMWWWWWWMMWWWWMMWMI Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. Januar. 13. Dachdecker Karl Heck von Gladenbach mit Elisabethe Althof, Tochter des verstorbenen Zimmermanns Johann Georg Althof von Ehringshausen. 13. Leinweber Konrad Wehner von Ober-Rosbach mit Anna Kunigunde Schuchard, Tochter deS verstorbenen Zimmermanns Lucas Schuchard von Brauerschwend. 13. Schuhmacher Johannes Hiller von Schlitz mit Katharine Barbara Müller, Tochter des Taglöhners Wendel Müller von Erfelden. 14. Lehrer Matthias Brüggemann von Bödefeld mit Marie Louise Bertha Bonzel, Tochter des Landwtrths Rudolf Bonzel voa Berlinghausen. 18. Frtedhofsaufseher Jacob Daniel Christian Karl Noll, Wittwer von Gießen mit Karoline Friederike Therese Marie Zöllner, geb. Günther, Wittwc des Maurers Johann Gottlob Zöllner von Jena. 18. Blerbrauer PluS Preis von Mardorf mit Katharine Keller, Tochter des verstorbenen Waldschützen Konrad Keller II. von Odcr-Besstngen. Eheschließungen. Januar. 19. Bäcker Friedrich Karl Christian Jean Noll mit Marie Philippine Karoline Lenz, Tochter des Bäckermeisters Martin Lenz von Gießen. Geborene. Januar. 5. Eine Tochter von auswärts, Elise Dorothea. 6. Ein Sohn von auswärts, Franz Aloys. 7- Em Sohn von auswärts, Bernhard. 7. Eine Tochter von auswärts, Anna Marie Sophie. 8. Eine Tochter von auswärts, Elisabethe. 9. Dem Briefträger Heinrich Ohly ein Sohn, Heinrich August Otto. 9. Ein Sohn von auswärts. 10. Dem Kaufmann Otto Ludwig Hein ein Sohn. 10. Dem Kappenmacher Max Sepp ein Sohn, Hermann Christian. 11. Dem Fuhrmann Philipp Hillgärtner eine Tochter, Margarethe. 11. Dem Schnetdermeifter Georg Lettner ein Sohn, Joseph Friedrich. 11. Dem Schuhmacher Christian Schönhals eine Tochter, Emma Karoline Margarethe. 11. Ein Sohn von auswärts, Albert Karl. 12 E n Sohn von hier, Julius Berthold Benjamin Louis. 12- Dem Bahnmeister Ernst Pflüger eine Tochter. 13. Dem Eiscnbahnarveiter Konrad Schmidt eine Tochter. 13. Dem Gendarm Albert Conrad ein Sohn, Friedrich Ernst- 13. Dem Buchdrucker Alwin Andreas eine Tochter, Marie Auguste. 14. Dem Schuhmacher Ludwig Decker em Sohn, Heinrich. 15. Dem Kaufmann Philipp Nau eine Tochter, Katharine. 15. Dem Küfer Karl Herbert eine Tochter, Helene Karoline. Gestorbene. Januar. 13. Luise, 3 Jahre alt, Tochter des Schneiders Wilhelm Heß. 14. Portefeuillearbeiter Karl Reinhardt, 38 Jahre alt. 15. Elise Emilie Johanna, 2 Monate alt, Tochter des Optikus Otto Rühl. 15. Professor Dr. Ernst Carl Louis Bratufcheck, 45 Jahre alt 15. Georg Heinrich Ludwig, 5 Jahre alt, Sohn dtublrnacher, Neuenweg 58. 493 Ein braves DienstmüdMen gc- I 507 Ein braves MüdMen, das schon sacht von Frau Eparloite Tridnd. • gedient bat, gesucht. Ptarktplatz ? 103 479 Rmtr. 141 37 Filiale in Gießen, Sonnenstraße. 497 50 Sonntag den 21. Januar: 494 Die trauernde Gattin und Kinder. Irische Schellfische empfehlen 504 Je Ae Busch Söhne J. Blitz 85 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. in der 499 n n Fichtenstäimne von 15—32 Ctm. Durchmesser und 14—23 Mir. Länge mit 81,48 Fstm., Fichten-Derbstangen in. 6,83 Fm., 107 2842 Holzvcrftcigcrung im ßttingshäuser Gemeindewald. Mittwoch den 24. Januar soll im Ettingshäuser Gemeindewald, District Gadriel-zintmerplatz und Bruch, nackverzeichnetesHolz versteigert werden: 502 Junge Hühner mit Hahn zu verkaufen bei Ludwig Pfaff. 481 Ein zuverlässiges Mädchen, das perfect kochen kann, wird gegen guten Lohn gesucht. Näheres zu erfragen bei Wittwe Annerod, den 18. Januar 1883. Großherzogl. Bürgermeisterei Annerod. 451 Engelhardt Restauration Schmidt, Gründergerstraße. Gießen, den 20. Januar 1883. Der Vorstand des Gesellschaftsvereins. Sngifch. Heute Morgen 6 Uhr entschlief nach langjährigem Leiden unsere hebe Mutter Frau Controleur Schlapp Ww©e im 73. Lebensjahre, wovon wir Verwandte, Freunde und Bekannte hierdurch in Kenntniß setzen. Gießen, den 19. Januar 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Liebigstraße 21, aus statt. 471 Freiw. Gail sehe Feuerwehr. Samstag den 27. Januar, Abends 8 Uhr: Tanzkränzchen im „Einhorn“. Karten hierzu ä 1 JL (auch für Nichtmitglieder) sind bei den Vorstandsmitgliedern zu Haden. 490 Der Vorstand. Um irrigen Gerüchten zu begegnen, nmd)c hiermit meinen geehrten Kunden und werthem Publikum die ergebene Anzeige, daß die durch den statt- ßelmblen Brand verursachte Betriebsstörung soweit beseitigt ist und ich im Stande bin, allen geschäftlichen Anfordenmgen auf das Beste zu genügen. Hochachtungsvoll J. C. Böhler. Dampf-Drberei und chemische Misch-Anstalt Frankfurt a. M. Annonce. 1 Vauschutt wird unentgeltlich abgefahren von L. Kahenstein, Holzhandlung. Aeikgeöotenes. 498 Ein (harten auf dem Hamm zu verkaufen. Näheres bei der Erved. ds. Bl. — Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießev. Hierzu ein zweite- Blatt. Gesellsclmfftsverciiu Die verehrlichen Mitglieder des Gesellschaftsvereins werden hiermit be- Nachrichtigt, daß Mittwoch den 24. Januar, Abends 7 Uhr, da« erste Concert, ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. Heß'. Infanterie-Regiments Nr. 116, im Gesellschaftssaal stattfinden wird _ Mit diesen Concerten wird eine einfache Restauration, bestehend in kalten Speisen, Wein und Bier im Glas verbunden sein. Dabei kann aber das Rauchen in dem Concertsaal sowohl, wie in den unmittelbar angrenzenden Nebenräumen und Gallerten nicht gestattet werden. Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben und find selbstverständlich nur Ge- sellschastümitglieder zu dem Besuch dieser Eoncerte berechtigt. Wer Fremde einführen will, hat dieselben vorher, den Vorschriften der Statuten gemäß, anzumelden. 496 Abgeschlossenes Mansardenlogis zu vermiethen.__________Bahnhofstraße 50. ^8 Eine Stube sofort zu vermiethen. PZetzsteingaffe 38. '■) .Simmern an eine rnhige Familie billig zu vermiethen. Lindenplok 5. Nadel-Reisstangen mit 0,38 Fstrn. Die Zusammenkunft ist aus der Grunberger-Straße, am Einschnitt nach Annerod. 10 1,6 6 41 23 42 6 104 23 4998 Reisstangen m. 29,43 Fm. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr auf Gabrielüzimmerplatz. 489 Ein freundl. Logis zu vermiethen Schlaffer Noll, Neustädter-Thor. ®5 Ein Stübchen mit Bett ;u ver- nnethen, mit oder ohne Kost. __ _____ Bahnhofstraße 15, 3. St. 486 Ein kleines Logis zu vermiethen. . _______ Schühenstraße 17. 48o l^in Familienlogis zu vermiethen. 2' dach, Katharinengasse 13. Carl Riesel’s 28. Gesellschaftsreise J nach ganz Italien ♦ X incl. Gotthardt, Lago Maggiore. X Nizza. Rom, Neapel. Abreise6-April. X ▲ 38 ^ogc. 1300 v*L Programme X X gratis in Earl Riesel'» Reise- X X Eontor, Berlin, Centralhotel. 469 j Danksagung. Allen Denen, welche unfern innigstgeliebten Gatten und Vater, den Heirer i. p. Hari Timm ju seiner letzten Ruhestätte geleiteten, sowie für die reichen Blumenspenden, sagen hiermit unfern herzlichsten Dank. 370 Ein guter Pflasterstcinbruch (blait Basalt), Gemeinde Steinbach (bei ließen) gelegen, ist sofort zu verpachten. »u cl|luuul vc, , Auskunft ertheill Georg Port in Steinbach. AtzelHöffer, Neustadt 3. Sb Danksagung. ^"r die vielfachen Beweise herzlicher Theilnahme an dem Hin- schetden unseres lieben Gatten und Vaters Caspar Vogel foroie für die zahlreiche Begleitung seiner sterblichen Hülle zur letzten Ruhestätte, sagen hiermit herzlichen Dank Gießen, den 20. Januar 1883. 484 Die trauernde Wittwe und Kinder. „ „ Stockholz, Buchen-, Eicken- und 'Nadel- Reis-Wellen, Eichenstämme mit 68 Fstm., Nadelstämme mit 12 Fstm., Eichen- und 'Nadel-Derbstangen mit 2,022 Fstrn., Commissionsgeschäft für Immobilien 25 Neuenweg Gießen Neuenweg 25. Eine Haus, worin eine Färberei mit bestem Erfolg betrieben ivird, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu vcrkatifen durch I. Blitz, Gießen. Ein WohnhauS mit Nebengebäuden und großem Garten hier ist unter zehr günstigen Bedingungen vreiswürdig zu verkaufen durch I. Blitz, Gießen. Ein gut erhaltener Meidinger Füll- ofen ist billig zu verkaufen durchI. Blitz, Gießen. 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Januar, von Vonuittags 9 Uhr an, soll im hiefigeu Gemeindewald in den Districten Köpseln und Hölkopf nach- verzeichnetes Holz versteigert werden, als: