einen Ming Corps Samstag den 20. Octobcr Mr. SML'L 1883 erger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. 22 EZSESE ng- ru. ich unser ievent'r Uhr, M "z, stf«’ »mf I in. br, vom se 10, meine ivkchl? meine jPzeir6 LehVer-Gonferenz des Conkerenz-Bezirks Gießen am 24. October, Vormittags 10 Uhr, zu Gießen. Gießen, dm 18. October 1883. Büchner, Kreisschulinspector. kS- icn- . Politische Ueberskcht. Gießen, 19. October. Der Herb st aufenthalt unseres Kaisers in Baden-Baden neigt sich seinem Ende zu, da nach den vorläufigen Dispositionen Kaiser Wilhelm Haden-Baden am kommenden Sonntag zu verlassen gedenkt, um direct nach Berlin zurückzukehren. Hiermit würden seine größeren Reisen für dieses Jahr voraussichtlich ihr Ende erreicht haben und nur die alljährlich um diese Zeit beginnenden Jagdausflüge werden den Kaiser wiederholt zum zeitweiligen Verlassen der Reichshauptstadt bewegen. Das Befinden des greisen Monarchen ist fortdauernd ein äußerst günstiges und haben die Anstrengungen der letzten Manöver und der hiermit in Verbindung stehenden Festlichkeiten in keiner Weise nachtheilige Wirkungen bei ihm geäußert. Für den gegenwärtigen Stand unserer innern Politik könnte man recht gut den Börsc-lausdruck flau oder matt gebrauchen, denn es herrscht^ in der That auf diesem Gebiete ein absoluter Mangel an hervorragenderen Ereignissen, welchem wohl erst die Landtags-Campagne in Preußen abhelfen wird, die wahrscheinlich in der ersten Hälfte des November ihren Anfang nimmt. Nur der Bundesrath hält mit ziemlicher Regelmäßigkeit wöchentlich eine oder swei Plenarsitzungen ab, in welchen die für die nächste Reichstags-Session be- Itimmten Vorlagen zur ersten Berathung gelangen; ein allgemeineres Interesse haben indessen die bisherigen Sitzungen des Bundesrathes nicht beansprucht. Zn dieser Zeit der politischen Stille tritt ein Ereigniß doppelt hervor, welches vielleicht in bewegteren Zeiten nicht so ganz die ihm unstreitig gebührende Aufmerksamkeit in weiteren Kreisen gefunden haben würde — die Neuwahlen zur Berliner Stadtverordneten-Versammlung am 18. October. Schon Monate lang ist von den in Frage kommenden Parteien, den Liberalen, den Conservativen Deutsche Burgerpartei^' und den Socialdemokraten oder der Arbeiterpartei, wie lü sich wohlklingender nennen, in dieser Angelegenheit auf über die Maßen heftige Weise agitirt worden, was genugsam den weit mehr politischen als com- munalen Charakter der Neuwahlen zur städtischen Vertretung Berlins kenn- ;eichnet. In gegenseitiger Verketzerung ist hierbei von den betr. Parteien das Menschenmöglichste geleistet morden und giebt dies einen keineswegs angenehmen Borgeschinack zu den im nächsten Jahre stattfindenden Reichstagswahlenwas den tegang der Stadtverordnetenwahten in der Reichshauptstadt anbelangt, so Dürften Meßen sowohl der deutschen Bürgerpartei, wie der Arbeiterpartei eine Enttäuschung bereitet haben. In den nächsten Wochen stehen verschiedene Reichstags-Ersatzwahlen evor, die mit dazu dienen werden, über die in Den innern Angelegenheiten herrschende Oede hinwegzuhelfen. Im Wahlkreise Forchheim-Erlangen hat für ven bisherigen fortschrittlichen Vertreter, Landesgerichtsrath Herz, in Folge der Beförderung desselben zum Landesgerichts-Präsidenten eine Ersatzwahl stattzu- inden, während die Reichstags-Mandate für Marburg und Greifswald-Grimmen mrch den Tod ihrer bisherigen Inhaber, Professor Arnold (conservativ) und Senator Stoll (fortschrittlich) erledigt sind. Mit besonderer Spannung sieht pQn der Wahl in GreifSwald-Grimmen entgegen; hier hatte Senator Stoll Men Sieg gegenüber dem conservativen Candidaten wesentlich der thatkräftigen Unterstützung der Nationalliberalen zu verdanken, ob letztere aber ebenso für Den ?eilen fortschrittlichen Candidaten eintreten werden, ist in Hinblick auf die be- «en Vorgänge im früheren Reichstagswahlkreise des Herrn v. Bennigsen k pit zu bezweifeln. Eine erfreulichere Thatsache, als es bisher die Bauernrevolten \ ^denverfolgungen waren, lenkte in dieser Woche den Blick auf das Land er Magyaren. In Gegenwart des österreichischen Herrschers feierte die Stadt - n das Fest der Wiedererstehung aus den Ruinen, in welche sie vor o Jahren durch die große Theiß-Ueberschwemmung verwandelt worden war und *n d^er verhältnißmäßig kurzen Zeit ist das so schwer geprüfte Szegedin glän- Mder als je aus feinen Trümmern erstanden. Am Sonntag hielt Kaiser Franz . s»ef feinen Umzug durch die festlich geschmückte Stadt, lebhaft begrüßt von der Iigen Volksmenge; in seinen Zimmern empfing dann der Monarch nicht Emger als 25 Deputationen aus dem ganzen Alsöld, Denen gegenüber er feine /fceuöe über den Wiederaufbau der Stadt Ausdruck verlieh. — In Agram hat mi Dienstag in Gemäßheit der Beschlüsse des ungarischen Reichstages die Er- Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat der Kriegerkarueradschaft „Hasfta" die Erlaubniß ertheilt, zur Vergrößerung ihres Fonds, aus welchem bedürftige Kameraden und Wittwen und Waisen von Kameraden unterstützt werden, auf Grund des vorgelegten Lotterieplans Ende März 1884 eine Verloosung von Gold- und Silbergeräthen, sowie von anderen Gegenständen der Kunst-, und Industrie, zu veranstalten, und zwar unter der Bedingung, daß höchstens 60,000 Loose ä 1 ausgegeben werden dürfen und der Werth der Gewinngeqenstände mindestens 6ü0/fi des Brutto- erlöses aus dem Verkauf der Loose betragen muß. Es ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet morden. Gießen, am 17. October 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________________________ Dr. Boekmann. ♦ > Concerti 'tttinsjchtii en, re|p. •f AendeniiiA Donnerötag :m Kilhtln StniM. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. setzung der Wavpenschilder mit doppelsprachiger Umschrift durch solche ohne Umschrift stattgefunden. — In der ungarischen Hauptstadt macht wieder einmal eine Scandal-Affaire von sich reden. Der Redacteur des „Fueggetlenseg", der Abg. Julius Verhovay, und dessen Bruder, Ludwig Verhovay, sind unter Der Anklage, die für die Csango-Magyaren gesammelten Gelder im Betrage von nahezu 3000 Guloen unterschlagen zu haben, verhaftet worden. : In Frankreich wird der bevorstehende Wiederbeginn der parlamentarischen Campagne aller Voraussicht nach zu einem ernsten Zusammenstöße zwischen dem Cabinet Ferry und den Radikalen führen. In Den Programm- Reden, welche von Dem Ntinisterpräsidenten Ferry jüngst zu Rouen und Havre gehalten worden sind, hat derselbe Den RaDikalen offen den Fehde-Handschuh hingeworfen, welcher von den Anhängern Clemenceau's und Rochefortts auch entschlossen ausgenommen worden ist. Wie dieser Kampf enden wird, ist noch ungewiß, jedenfalls wird sich aber Herr Ferry nicht nur mit der äußersten Linken, die ihm namentlich wegen des Rücktritts Thibaudin's grollt, auseinander- ietzen müssen, sondern auch die Angriffe seiner versteckten Gegner in den Reihen der .gemäßigten Republikaner zurückzuweisen haben und es muß sich hierbei zeigen, ob die Gan.bettistische Partei im Stande ist, Herrn Ferry unb seinem Ministerium einen sichern Rückhalt zu gewähren. Was die Tongkmgfrage anbelangt, so ist dieselbe noch unverändert, wenigstens in Bezug auf den Stand der französisch - chinesischen Verhandlungen. Neuere Nachrichten aus China berichten von der Absicht der chinesischen Regierung, die an der Tongkingnesischen Grenze concentrirten Truppen zurückzuziehen. Nach mehr als zweimonatlichem Aufenthalt in Der dänischen Hauptstadt weilt der russische Herrscher seit Sonntag wieder auf heimathlichem Boden, in dem von ihm so bevorzugten Peterhosi Kaiser Alexander findet bei der Rückkehr in sein Reich in dessen inneren Verhältnissen nichts verändert vor, das politische Leben scheint in dem Czarenreiche seit geraumer Zeit gänzlich zu stagniren, freilich nur, bis vielleicht ein heftiger Sturm plötzlich Die anscheinend so ruhige Oberfläche aufwühlt. Bereits geht denn auch das Gerücht, daß dem Czaren noch vor seiner Abreise von Kopenhagen eine Proklamation des nihilistischen „Executiv-Comitös" ^(gegangen sei, welche ihm sein Todesurtheil verkündigt habe, Da die ihm gestellte Frist zur Anbahnung von Reformen in Rußland nunmehr verstrichen ist; ob an dem Gerüchte etwas Wahres ist, hat sich noch nicht feststellen lassen. Aus Die spanischen Militär-Pronunciamentos im verflossenen Sommer ist in Dem benachbarten Portugal eine Bauern-Revolution gefolgt. Etwa 3000 portugiesische Bauern in Der GegenD von Valenzo De Mino haben Pflug und Spaten bei Seite geworfen und die Republik proklamirt, eine gegen die Empörer abgesendete Truppenabtheilung wurde von denselben zum Rückzug genöthigt. In Den Lissabonner politischen Kreisen mißt man inDessen der ganzen Bewegung keine Bedeutung zu, welche Auffassung sich zum Heile des Landes hoffentlich bewahrheiten wird. In Unter-Egypten ist während Der letzten 14 Tage weder ein Er- krankungs- noch ein Todesfall an Cholera mehr vorgekommen und kann man daher Die Epidemie in diesem Theile des Landes als erloschen betrachten; nur in Ober-Egypten kommen hin und wieder noch vereinzelte Cholerafälle vor. Die Aufgabe der deutschen Commission zur Erforschung Der Ursachen der Cholera ist daher in Egypten in der Hauptsache beendigt. Die Commifsion hat sich in Diesen Tagen von Alexandrien nach Kairo begeben, von wo aus sie nach etwa einer Woche die Reise nach Indien antritt, um hier weitere Studien über die Cholera zu machen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenr-Bureau. Berlin, 18. October. Anläßlich des Geburtstags des Kronprinzen hatten alle öffentlichen Gebäude und viele Privathäuser glflaggt. In den Schulen halten bte Lehrer entsprechende Ansprachen. Die Kr-egervereine veranstalteten größere Festlichkeiten, auch tn den Kasernen wurde der Geburtstag gefeiert. — Die „Nordd. Allg. Ztg." kann den Meldungen der „9^owoje Wrcmja" über die Mission Mukhtar Pascha's gegenüber aus sicherster Quelle erklären, daß die Mukhtar untergeschobenen Anerbietungen an Deutschland Erfindungen sind, ebenso wie auch die angebliche ablehnende Antwort des deutschen Cabinets. Mukhtar habe zu Niemanden ein Wort von einer Garantie der Integrität gesprochen, sich vielmehr daraus bcfdjvänL und NüV' Kmuntcrnd Ist es Mg jedem Gebiete, d :n, Wenn nun bei ca. -ii sind, so handelt es 1 Frankfurt, noch um - 115,000 X "'in 7 ‘ Um diese schonen El D verlverthet sinv, g ^Deutschland MNgl MB v. BodelschlvO jjm Conserenj für in .Männer» aus dem L Württemberg, Else M führte, für das g ; ia'S Auge zu fasten, -üornahof bet Altöhau! z sicht dort also die Ko Zs bleibt der langg, in und Hessen-Nassau durch städtische Bei ,'Mschastlichen Vereii iiiis und im Blick aus igen, weiche schon I uverpsiegung in Ei : Beiträgen ober unveri ■to die hohen Kreis-' Gießen, 18. October. [Sweater.] Die luftige Compagnie-Arbeit von Moser Schönihan „Krieg tm Frieden" hat auf ihrem Rundgange über die deutschen Bühnen heute unsere Stadt aufs Neue berührt. Da das Sujet allgemein bekannt ift so dürfen wir uns lediglich mit der Darstellung beschäftigen. Sie war keineswegs eine ■y unf!«m Gebiete SBetbleiben d, ’"~,OTti6t Md bon ™ lut offrallldjtt «W «»Hm« $ »3«t ju M werben. - AMach, 18. Oc unsere Ob k Ler tteit§ »orh ^«"SiufcHenbe" MrPch "Sfc'?** * 81,6? Neil ,J N-xS. Ssrs sS?r ÄÄ W md 1«6101 ™ in allen Theilen zufriedenstellende. Der Reif von Reiflingen ift eine geradezu typische Figur auf der Bühne geworden. Herr Voigt, der uns schon manche schätzenswerthe Leiftung geboten, vermochte die tadellose Eleganz in der Haltung und die persönliche Liebenswürdigkeit dieses „schneidigen" Lieutenants, die selbst durch eine starke Dosis geistiger Beschränktheit lmitorium m Obech nicht beeinträchtigt ist, nicht wirksam genug darzustelttn. — Auch Herrn Brautlecht ge- zr unv Preis der W lang es nicht, die Rolle des Stadtraths Henkel mit unwldcrftehl cher Komik durch- M würbe, zuführen. — Herr Muff war in der Zeichnung des Generals von Sommerfels nicht so glücklich, wie wir es an diesem Künstler sonst gewohnt sind. Es fehlte zwar nicht an dem militärischen Schnitt und der nöthtgen Schärfe, aber wir verm ßten die ruhige Noblesse, auch war die Maske nicht glücklich gewählt. — Das heißblütige Temperament der Ilka (Frl. Kohrsen L) kam nicht ausreichend zum Vorschein. - Herr Schreiner war in der komischen Rolle des polnischen Burschen, wo es auf ein paar dicke Striche über das Matz nicht ankommt, ganz am Platze. — Der Kurt Ilm bie Vorarbeitern von Folgen kann ein schärferes Colorit dertragen, Herr Schölermann gab ihn zu Ölungen mit ©eftnnun farblos. Herr Rickelt als Rentier Heindo'.f, Herr Schönwasser als Stabsarzt, OjM, bie Anstellung Herr de Valdez als Apotheker und Frl. Kohrsen II. als Elsa und die übrigen :tunb ber Unlechühu Mitwirkenden, an die man naturgemäß nicht so hohe Anforderungen stellt, wie an die -W tommt. Daher r Inhaber der Hauptrollen, erfüllten ihre Aufgaben nach besten Kräften. — Frau Wigen, welche schon l Br ede, di? als Frau Stadtrath Henkel debütirte, ist eine routinirte Schauspielerin. war" " Die kleine Rolle war bei ihr gut aufgehoben. Decorationen und Zubehör waren fast durchweg den Situationen angemessen. ... o n schäftigt ift. , Die normalspurige Verbinbungsbahn nach Trais Horloff geht ihrer rasqen Vollendung entgegen unb wird sehr solide gebaut. Soviel wir erfahren konnten, ist die Anlage für die Förderung unb Verarbeitung von vorerst 10,000 Hectoliter KolM tätlich berechnet, jedoch bereits vorgesehen, daß bie Fabrikation auf 20,000 Hectolicer erhöht werden kann. Man wird täglich 1200 Eentner Preßsteine (Briguettes) liefern, gedenkt solche zum billigsten Preise von 41/2 Mark pro Tausend L>tück ab Werk verkaufen und mit dem Betriebe im Monat December zu beginnen, falls alle Lieferung termine eingehalten werden können. ß Zweifelsohne hat sich ber Hessisch-Rheinische Bergbau-Verein ein großes Verbimst um die"Industrie u. d die Bevölkerung in Oberhessen durch Eröffnung neuer Erwerb- quellen erworben. Sind auch bte Bewohner ber umliegenden Ortschaften vow ackerbautreibende, so haben in Zukunft die unbeschäftigten Arbeitskräfte doch W nölh'g, in der Ferne ihren Broderwerb zu suchen, denn die Briquett-Fabrik selvi. sowie die sich daran anschließenden Fabriken werden denselben lohnenden Verdt-m gewähren. a Die massenhafte Production von Heizmate', ial muß von dem größten Einstuli auf die Enlw ckelung der Industrie in der Nachbarschaft ber Briquettsabrik Schon jetzt ift die Anlage von Zuckerfabriken daselbst projeciirt und andere Unie nehmungen werden folgen. , . , rrrA,n Die normalfpurige Verbindungsbahn ber Briquettfabrik mit der Oberhessifch Eisenbahn bei Trais-Horloff wirb ein weiterer belebenbet Factor für die Anlage o gewerblichen Unternehmungen fein unb den Güterverkehr nach unb von den Etavl. p- ments wesentlich erleichtern. Wie wir hören, so beabsichtigt man den GÜtertransp gegen eine billige Vergütung auch für andere Fabriken und Private zu besorg^t. Haben die Stadtebewohner Süddeutschlands erst einmal die Annehmltchke lk» unb Sauberkeit der Heizung mit Briquetts erprobt, so werben sie dieses Brenmna allen übrigen vorziehen, wie dieses in Norbdeutschland bereits ber Fall ist, wo h 0 Preise dafür bezahlt werden, z. B. in Berl n 7—8 Mark pro 1000 Stück- ®' deutende Umsatz und die Prosperität der Briquett-Fabriken Nordbeutschlands be f dieses hinlänglich unb barf man daher auch von dem Unternehmen des Hessisch-^ye'v schen Bergbau-Vereins ein recht günstiges Resultat erwarten. , 1 Gießen, 18. October. Nachstehendem, mt einer großen Anzahl Unterschrt^ aus den drei Provinzen unseres Landes unterfertigten Aufruf geben wir rw ff Aufnahme in unterem Blatte. Der Zweck, welcher erreicht werben> füll, ift ein i menschenfreunblicher, baß er bas Wohlwollen vller Derer ö er bient, welch v ih ihrc noihl-'denden Mltm-nsch-n^hah-n. Hoffentlich w-rd-n sich auch in»ns Leserkreis Viele finden, die der Sache praktische und thatklaftige Unterstützung deihen lassen: Pilgsr-Empsanges. London, 18. October. Aus Hongkong wird gemeldet, daß die chinesischen Behörden alle nothwendigen Vorbereitungen treffen, um den Hasen von Kanton zu schließen. Die neuerdings in Lungmum an der Grenze von Tong- king emgeschifften chinesischen Truppen sind in Whamooa gelandet. Petersburg, 18. October. Neueren Ermittelungen zufolge stellt sich die Zahl der durch den Feueclärm in der Synagoge zu Ziwonka umgekommenen Frauen auf 46; verletzt wurden 50 Frauen. Die Panik entstand dadurch, daß das Kleid einer Frau in Brand gerieth. — Die Legung des Grundsteins zu der Kirche zur Auferstehung Jesu ) Christi hat heute an der Stelle, wo der verstorbene Kaiser Alexander II. tödtlich verwundet wurde, in Gegenwart des Kaisers in feierlicher Weise, gemäß dem ausgestellten Programm stattgefunden. Bukarest, 18. October. Der Königs hat dem Staatssecretär, Grafen Hatzfeldt, und den österreichisch - ungarischen" Ministern, Graf Kalnoky und v. Szalay, das Großkreuz des Sterns von Rumänien verliehen. Konstantinopel, 18. October. Das Küstenland von Smyrna und die Gegend von TscheSme sind von dem Erdbeben besonders betroffen, mehrere Dörfer' sind zerstört und angeblich 1000 Menschen zum Opser gefallen. Weniger schwer wurden ChioS und Smyrna heimgesucht, wo zwar jaBflreidje ©dufer beschädigt, aber keine Menschenopfer zu beklagen sind. Lokales. Gießen, 19. October, [ßut herjubfläum.] Aus vielen deutschen Städten nah und fern haben wir schon Nachrichten erhalten über bte Vorbereitungen zur Feier Les 400. Geburtstags Dr. M Luthers; vollständige Programme sind bereits veröffentlicht worden. Es ist Zeit, baß mügeiheilt werde, was auch in unserer Gemeinde dis jetzt zu einer würdigen Begehung des bevorstehenden Lutherfestes geschehen ist. Der evangelische Kirchenvorstaud hatte die Sache in bie Hand genommen und bereits auf ben 17. September d. I. eine größere Versammlung zur Vorbesprechung zusammen- berufen. Diese Versammlung ernannte den Herrn Pfarrer Dr. Naumann zum Vorsitzenden, ber in einer einleitenden Ansprache bie Bedeutung des Lutherjubilaums überhaupt unb insbesondere auch unsere Pflicht zur Feier beffelben um Luthers selbst, um der Küche unb unserer Gemeinde willen barlcgte unb schließlich den Wunsch aussprach, es möge unsere Feier ber Art gehalten werden, daß ein bleibender Eindruck und Segen für alle Evangelischen daraus erwachse. Nachdem hierauf alle bedeutsamen Punkte besprochen worden waren, war das besondere Resultat aller Beschlüsse die Veranlassung zur Bildung eines Comtes, das alle Vorbereitungen treffen unb besonders ein bestimmtes Programm entwerfen sollte, um dieses demnächst einer größeren Versammlung vorznlegen. Dieses aus 12 Herren bestehende Comitö erledigte sich unter dem Vorsitz des Herr Pfarrer Dr. Naumann in einigen Sitzungen feiner Aufgabe unb berief bann auf ben 8. October b- I. die größere Versammlung. In dieser wurde das vor- gelegte Programm mit einigen geringen Änderungen angenommen. H ei nach soll bte Lutherfeier in Gießen folgenden Verlauf nehmen: Sonntag ben 4 November, auf ben unser diesjähriges Neformationsfest fällt, soll am Anfang ber Festwoche zugleich als kirchliche Einleitungsfeier zum Lutherjubiläum gelten. Ferner haften bie drei Geistlichen den allgemein willkommen geheißenen Vorschlag gemacht, es möge an einem Wochentage Herr Professor Dr. D n cf en einen Vortrag halten, wozu derselbe sich freundlichst bereit erklärte. Das (Sonnte hatte als Local den Saal im Clubgedaube ins Auge gefaßt, b'n der Vorstand des Gesellschafts-Vereins mit bankensweithester Bereitwilligkeit sogar völlig unentgeltlich zur Verfügung stellte. Da aber in j-ner Versammlung emftimmig beschlossen wurde, für den Vortrag fein bestimmtes Eintritts- gdb zu erheben, sondern höchstens in irgend einer Form Gelegenheit zu freiwilligen Beiträgen zu bieten, so hatte man die allgemeine Besorgniß, es möchte der Clubsaal für die zu erwartende Zuhörerschaft nicht ausreichen unb man einigte sich schließlich dahin, ben Vortrag in ber Stadtkirche halten zu lassen, weil ja doch die gefammte Feier kirchliches Gepräge tragen und auch dieser Vortrag einen Theil des Festprogramms bilden sollte. So wird denn in ber Festwoche am Donnerstag Den 8. November, Abends 61 * 3 * * */« Uhr, Herr Professor Dr. Oncken in der Kirche einen Vortr.ag halten über Luthers Fortleben in der deutschen Nation. Am Geburtstag Luthers selbst, Samstag den 10. November, wird Vormittags in allen L hranstalten besondere Schulfeier statt- finben; hierbei wird den älteren Schülern ber städtischen Schulen je ein Lutherbüchlein überreicht werben, während die jüngeren Festbretzeln erhalten sollen. Am Nachmittag desselben Tages, von halb 3 Uhr an, soll ein allgemeiner Festzug von Oswalds Garten aus nach dem Ludwigsplatz veranstaltet und hier wird unter Gesang und nach der Festrede, gehalten von Herrn Pfarrer Dr. Naumann, eine Lutherlinde gepflanzt werden. Am Sonntag den 11. November findet bann, als Haupttheil des ganzen Festes, die besondere kirchliche Feier des Lutherjubilaums statt, Vormittags durch den Festgottes- bienft, in welchem Herr Pfarrer Schlosser predigen unb Abends durch einen liturgischen Gottesdienst, den Herr Pfarrer Dingeldey leiten wird. Als Nachfeier gleichsam wird endlich Mittwoch den 14. November ber Akademische Gesangverein das Oratorium „Luther in Worms" von Meinardus zur Aufführung bringen. Mittwoch Abend 5*s. 'omild. eit von Mosei ' die deutsche, in bekannt Ifi 1 nneswkgs do )er Bühne go geboten, veu irbißtdt diese! Beschlänkihei tautledjtgi : Komik buch m Sommersel! Es fehlte jioai r nenn ßlrn hii Vas heißblültgi Boischetn. - wo eS auf en - Der Ka» nn gab ihn jk als iötab3m|.t unb die übrige» eilt, wie aa di.e sten. - Flaiu Schach!» angemG"- er, - von HiM r&er, ben N n war et°o! )t ßejdjmaN Milleib bei W seit 10 Nn man «iMf« ivar.hirvM r .rhaftei- ° .‘"tattta ! °«!t kii ltnnNnif; ^^lützUNgß: •'V«ut Mfanb, nuc ? ?tel Wfc i des Sch^ Ahen G el*i Wz i1» 1 Mi Ihm jii 9! ijin Novt h Alt UNG: n des Dahin: Abschrift dieser ft eingetragen, Tage die Obstzüchter der Einladung des Ausstellungs-Cornitä's schon in so ausgiebiger Weise gefolgt, daß desselben Nachmittags in dem Ausstellungs-Lokale lange Tafeln mit den mannigfachsten Obstsorten, als Aepfeln, Birnen, Zrvetscheu, Trauben, Nüssen 2C-, aufs Geschmackvollste arrangirt, belegt waren. Tasel-, Wirthschafts- und Kelterobst rst schon recht würdig vertreten; so hat Herr Bürgermeister Jäger von Münzenberg ca. 120 Sorten Aepfel, sowie 8 Sorten Birnen, sämmtlich in dortiger Gemarkung gezüchtet, zur Ansicht ausgestellt, Herr Carl Löffler von Gambach hat ca. 50 Sorten der feinsten, selbstgezüchteten Tafeläpfel ausgestellt. Herr Lehrer Walther von Hochweisel hat eine größere Anzahl des in dortiger Gemarkung gezüchteten Obstes eingesandt, ebenso ist die Gemeinde Rockenberg durch eine Collection Obst, von Herrn Bürgermeister Landvogt daselbst einaesandt, würdig vertreten. Verschiedene Obstzüchter Butzbachs, wir nennen in erster Linie Herrn Oberförster Reuß, sowie die Hrn. Christoph Rumpf, Jac. Wießler, G. Held, C. I- Melchior, N- Spiegelberger, Frau A- Joutz u- A- m. haben ebenfalls schon reich ausgestellt. Obstzüchteru, Obsthändlern, wie überhaupt jedem Obstliebhaber können wir die Versicherung geben, daß die Ausstellung des Interessanten so viel bieten wird, daß es aufmerksamen Besuches bedarf, um sich einigermaßen mit den in hiesiger Gegend gezüchteten, verschiedenen, theils sehr edlen Obstsorten vertraut zu machen- Eine separat stehende Ausstellung, in welcher jede hier gezüchtete, resp- zur Ausstellung gebrachte Obstsorte vertreten sein wird, dürste indeß viel zur Orientirung des Besuchers beitragen, indem das darm ausgestellte Obst durch einen Pomologen wissenschaftlich geordnet und mit dem richtigen Namen versehen sein wird. Hoffen und wünschen wir, daß die Ausstellung zum Heil und Segen unserer ganzen Gegend gereichen möge- Wie bekannt, hat die fviigesetzte Klage über die Ausbreitung des Vagabunden- neuerdings in unserem Vaterland«: eine Bewegung zur Errichtung von „Arbeiter- Ädri" lreevmaerufcn. Für die Leute auf ver Wanderschaft geschieht ja schon viel- 145 Herbergen zur Heimat!) beherbergen täglich ca. 4000 R-isende; auch arbeitet bte Nsturalverpflegung" in fast ganz Württemberg, wie m Thettrn von Baden, Äsen u. st w. für andere Tausende segensreich. Für den größeren Thetl der vicl- 20 000 arbeitswilligen, aber arbeitslosen Wanderer (unter ca. 200,000 im Ganzen) l,?bt »me — Versorgung nicht blos, sondern noch mehr eine — Erziehung durch K t nm größeren Umfang) erforderlich, wenn dieselben überhaupt aus steigend un- ?loductwen und schädlichen Elemenien in allmähllg w-eder productive und nützlich- Kliedrr der Gesellschaft umgewandelt werden sollen. Arbeit nun, und zwar landwirth- Luch-»U sie jedem Arbeitslosen möglich und zuträglich st, wollen d,e fflkhen Arbeiterkoloaien den Wandeinden aus den mancherlei billigen Haiden, Mo or«r ^un d Wüstungen Unseres Vaterlandes bieten - als freies Geschenk mit ge- rngem Verdienst, aber unter tüchtiger Aussicht und rel-gwser^Emwttkung - bUzur Mdluna der nölhigen Kleidung, der Ehre und der Erwerbsaussicyt, Tue bisherigen Nahrungen bei Musterkolonie Wilhelmsdorf bei B.elef.I^ wie st- von ibrem Gründer .Dftor von Bodelfchwuigh öffentlich be »neben und besprochen wordm sind, haben >iae Linderung des Bettels in ihrem Umkreise und eme M nderung der östeniUchen Armenlast nachgewiesen. Es zeigten sich aber auch großes Vertrauen, Zuzug der Reifenden, willige Unterordnung und bet der Mehrzahl der Aufgenommenen entschiedene Besserung und zu dem Allem auch ziemliche und steigende Einnahme für die Eihaltung blt İum biete schönen Erfahrungen, wie sie schon in Hannover, Schlesien, Schleswig- Mfteln verwerthtt sind, gegenüber einem drückenden Nothstand auch unserem sübivest- dibln Deutschland zugänglich zu machen, bildete sich, im Anschluß an einen Vortrag M DMors v. Bodelschwingh zu Darmstadt aus der Jahresversammlung der südwefl- ,nkck>m Konteren» tür innere Mission (im Juni t>. I) eine Vereinigung von Ver- Nairensmänneru aus dem Großherzogthum H-ssen Frankfurt, Hessen-Nassau, Buden, mkulr sTUftrttembcra Elsaß, die nach werteren Berathnngen tn Heidelberg zu lern Asuliite führte, für'das genannte Gebiet mehrere Kolonien, zunächst eine in Württem- Ntn's Auae zu fassen. Inzwischen ift von den energischen Württembergern schon btr Dornahof bet Altshausen für ca. 150 Arbeiter berechnet, mit 50,000 angekauft mb fleht dort also die Kolonie vor ihrer Eiöffnung- Es bleibt der langgedehnten Westhälfte, und zwar vorerst den zusammenllegenden Men und Hessen-Nassau mit Frankfurt, noch übrig, die Erwartungen zu erfüllen, Deiche durch städtische Versammlungen und die Verhandlungen der Centralstelle der londwirtdschaftlichen Vereine wiederholt angeregt sind. Wegen der Abrundung des Gebiets und tm Blick auf den geeigneten billigen und stets baubaren Boden wird an eia Territorium m Oberhessen oder m Hessen - Naß au zu be”re".^'cq qqq Ee und Preis der Württemberger Kolonie entsprechend — ungffahr 50,000 A er- 'lrbirn@roinhtnb ist es für jedes Land ,m Kaiserreich, daß die Friedrich-Wilhelm. Stiftung jedem Gebt-te, das eme Kolonie gründet, emen Zuschuß von ^000 zu- sichert Wenn nun bei ca. 50,000 A Ankaufssumme eines Gutes schon 10,000 X oer- dürat sind so handelt es sich für das Großherzogthum Hessen und Hesten-Nassau, üc? Frankfurt, noch um 40,000 JL, also für Hessen um Aufbringung von ca. 12,000 bis 15.000 ^Vorarbeiten, die Bildung eines btftnltioen Comtte's, die fiteren Verhandlungen mit Gesinnungsgenossen in Hcssen-Nassau, dle te ch m s ch e A u sw ah l d es mp 9infteHuno des Personals, weiter zu führen, bedürfen wir Fhr rr JJlit- Ke un“berUm«ÄÄg«n an« & Kreisen, damtl das erforderliche Geld zu- sommcn kommt. Daher richten wir im allgemeinen und tm eigensten I^eresse an alle Dttstniaen welche schon bisher für Bekämpfung des Bettels und für E nrichtU'.^ der Natura?vervflegung in Stadt und Land gewirkt haben, die freundliche Bitte, uns mit Geldbeiträgen oder unverzinslichen Darlehen zu unterstützen. Besonders wenden wir uns an die höben Kreis- und Regierungsbehörden, auch an die so wohlthatigen Sparkassen wie an die landwirthschafllichen Vereine und ^rundherrschaften und die Ge- mmd'evorstände die bei der Vagabundennoth besonders fühlbar betheiltgt sind^ mit b!m dttnaenden Ersuchen um größere Darlehen. Nur durch Zusammenwirken Vieler kann auf9unfcrem Gebiete eine Arbetterkolonie für ca. 150 Arbeiter — also bei durchschnittlichem Verbleiben b<8 Einzelnen während dreier Monate für 600 Kolonisten im Mre — erreicht unb damit dem brennendsten Bedürfniß Genüge gethan werden. ga|s «nr öffentlichen Constituirung des destniliven Vorstandes bitten wir alle Zuwendungen an Herrn Mmffterialcalculator Neuß in Darmstadt (Teichhausstra^ 18) ^zusinden; von Zeit zu Zett wird qutttirt und Nachricht vom Fortgänge der Sache gegeben werben. . t P ,.ri . , . r , ; Nußbach 18. Oct.- Nächsten Sonntag wird hrerselbft tm Gartensaale des Seff W unsere Ob st -Ausstellung eröffnet werden Wir hatten bereits Gele nbeii einen Einblick in diese zu thun, und waren wirklich überrascht über die große ö der bereits vorhandenen Obstsorten. Obgleich gestern erst mit der Empfang- mhme des auszustellenden Obstes begonnen worden war, fo waren doch an diesem Kirchliche Anzeigen der St^dt Metzen. Evangelische Gemeinde. Gott-sdienst: Sonntag den 21. Oktober (22. nach Trinitatis). Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Vereinigung der consirmirten Mädcheii zilr Katechismuslehre, Nachmittags 3 Uhr, in der Kl eink inder sch ule. Auch die in den vorangehenden Zähren con- firmirten Mädchen sind zur Theilnahme freundlichst eingeladen: Pfarrer ^r. Jiaiimaiin. Montag, den 22. Oktober, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule: Bibelstunde, Apostelgesch. 1,12-26, Pfarrer Dr. Naumann. Donnerstag, den 25. Oktober, Abends 6 Uhr, in der Kirche: 4. Erbauungsstunde, Luther's Leben, Pfarrer Dingeldey. Am Sonntag, den 28. Oktober, feiern wir unser Ernte-Dankfest; von diesem Sonntag an beginnt der Nachmittagsgottesdienst um 5 Uhr. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 21. bis 27. Oktober besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 23. Sonntag nach Pfingsten. . Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Commumon. VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Rosenkranz-Andacht und Segen. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag i Uhr, ®“nlSt“auWttVnhft: Montag Abend 5 Uhr, Drenstag Morgen Uhr, Dienstag Mittag 4 Uhr, Dienstag Abend ö-5, Mittwoch Morgen 8 Uhr, Mittwoch Mittag 4 Uhr, Witterungskunde. ) 20. October. Samstag. Morgens Neigung zu herbstlich angenehmem, mittck- heiterem Wetter, spätnachrntttags bedeckt bis gewitterhaft mit kühlen Niederschlägen. Auch wohl Nachts noch Niederschläge. 21 October. Sonntag. Herbstlich angenehm bis heiter; gegen Abend zunehmend gewitterhaft bedeckt, windig mit kurzen Niederschlägen, nachher wieder klarer bis fternig. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat October, abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung tn Köln, Preis 1 JLY — Nachdruck verbottn. Allgemeiner Anzeiger. zaser-Z'itftrung. Diejenigen, welche auf die Haf er- lieserung für das Thierspital dahier in der Zeit vom 1. November 1883 bis dahin 1884 reflectiren, wollen ihr Angebot spätestens bis zum 30. October on Unterzeichneten einfenden. Gießen, den 15. Oktober 1883. Vorstand des Thierspitals: 6968 Prof. Dr. Pflug. , ■ ________ Aeikgeöotenes. Süßen Aepfelmost und Rauscher Lm,,Hessischen Hof". 6994 Obstbaum Versteigerung. Dienstag den 23. October, Vormittags 11 Uhr, werden in Oswald's Garten ca. 1000 höchst. Aepsei- und 500 höchst. Birmnbanme in ben besten Tafel- und Wirthschaftssorten nteistbiefend versteigert Da Herbstvflanzung bekanntlich am besten rst, jo rst hierdurch Jedermann "Gelegeicheit geboten, die gelichteten Obstbestände zu ergänzen. Aur rosmetischkn und hygieinischen Pstege von Mund und Zähnen, zur angenehmsten Reinigung, Beseitigung von Mund- u. Tabakgeruch, Zahnweinstem, Zahnschmerzen, zur Sistirung der Zahnfäule (Caries) und um den Zähnen blendende Weiße zu verleiben, ist unübertroffen die auf der Bayerischen Landesausstellung 188~ prämiirte Aromatische Zahnpasta aus der Kgl. Bayer. Hof-Parfümeriefabrik zu Nürnberg. Allein-Verkauf ä oO bei Heinr. Wallach. 00z6 Restauration Busch. x}ji ünchener Spatenbran frische Sendung eingetroffen. 0000 6900 Vorzügliche rothe Speisekartoffeln (Aurora), frei ins Haus geliefert. Kennel, am Riegelpfad. Englische Fußbnden-Del-Lschsarve sizum Selbstlackiren von Fußböden) in bekannter vorzüglicher Qualität. UGx- Niederlage bei Fr. Seibel. 3708 Bekanntmachung. Der Spar- und Vorschuß-Berei« e. G. zu Steinbach nimmt von heute an die Einlage von Kapitalien nicht höher an wie zu 4% jährlich, dagegen Ausleihungen von dem 1. Januar 1884 aus Hypotheken zu 3% und Schuldscheine zu 5Vi% jährlich. 6974 ILiUd. Haas vl., Director. Zu haben bei Herrn Carl ScfaVttab in Giessen. 6610 Die von gewisser Seite ft-st-n mich ausgesprochenen Verdächtigungen hinsichtlich meiner polnischen Gesinnung, sowie daß ich bei öffentlichen Wahle« meine Arbeiter in unerlaubter Werse beeinflußt habe, erkläre ich hiermit als öffentliche Derlaumdungen, die nur den ^weck haben können, mich in merneru Geschäft zu schädigen. Wieseck, den 19. Oktober 1883. 6984 Heinr. Ran. Erste Concert zur W61t: Tchulstr, Wilhelm Wenzel 6993 wozu ergebenst einladet P/i. Wetter* Giessen, den 18. October 1883. 6969 ❖ Dank Kaisers, der Kaiserin u. d. Kronprinz J. A. Busch Söhne. Louis Fronhäuser. C. F. Henzerling. Carl Hoffmann. 6991 Die trauerndes; Hinterbliebenen. 6995 Ein weißer, langhaariger Windhund, auf den Namen „Chaback" hörend, entlaufen. Zurückzuliefern an Lieutenant v- Dalwig, Neuen-Bäue 43. Vor Ankauf wird gewarnt. 6988 Ein kleines Fanlilienlogis zu ver- miethen bei Sl. Herrmann, Krofdorfer-Straße. Gefunden Bit Inhalt. Augelanfe Gießen, Sonnabend den Z. November stattfinden wird. KTäheres später. "MWG Gleichzeitig erlaube ich mir, das Mufik liebende Publikum aufmerksam zu machen, daß die üblichen Abonnements» Concerto stets Freitag wieder abgehalten werden. Achtungsvoll Bremen, 18. Was! zur Rettung । hde im Sinken begr ' an Jemgum nach In 1M „Leer" der Sta Ltzhaven der Deutsch tz im 18. October von M Kratzsand, mit Di ßm gerettet durch i |N.ier „Stromboli" 'M Die „Köln" ge 'chner. Sturm' aus Hülfsverein. Das Interesse für die zur Zeit schwerer Sorgen entstandenen Hülfs- vereine ist vielfach geschwunden und häufig hört man die Aeußerung: „Wenn die Noth wieder eintritt, wird sich auch wieder Hülfe finden". Das ist aber ein schwerer Jrrthum. Denn in den Jahren 1870 und 1871 wurde es oft schmerzlich empfunden, daß die freiwillige Hülfsthätigkeit einer regelmäßigen Organisation entbehrte, daß es an vorsorglichen Veranstaltungen für die durch Privatwohlthätigkeit zu besorgenden Dienstleistungen in Lazarethen, für die Bildung von Sanitäts-Corps, von Pflegern und Pflegerinnen fehlte. Die unter Benutzung der seitdem gemachten Erfahrungen getroffenen Veranstaltungen zu erhalten und fortzubilden, ist Aufgabe der Hülfsvereine. Sie haben aber nicht nur Vorkehrungen für die Zukunft zu treffen, sondern auch Wunden zu heilen, die in der Vergangenheit geschlagen morden sind. Die Invaliden und die Hinterbliebenen Gefallener aus dem Kriege von 1870/71 haben einen Anspruch darauf, vor Mangel geschützt zu werden. Wenn hierzu auch das Reich und die einzelnen Staaten — auch unser Groß- herzogthum —, die in erster Linie zur Hülfe berufen sind, reiche Mittel gewähren, so hat sich doch bis jetzt in zahlreichen Fällen gezeigt, daß dieselben dem Bedürfnis nicht genügen, vielmehr die Fürsorge der Hülfsvereine nicht entbehrlich ist und die von ihnen nach ihren Kräften geleisteten Unterstützungen zur Linderung von Nothzuständen gegeben werden mußten. Möge darum das Interesse an den Hülfsvereinen nicht erkalten und sich auch bei den Mitgliedern des hiesigen Zweigvereins werkthätig erweisen, wenn demnächst die Aufforderung hierzu an sie herantritt. Zugleich werden diese Mitglieder, d. h. Alle, welche jährliche Beiträge entrichten, auf Mittwoch den 24L l M , Abends 6 Ubr, in das Cafe Ebel zu einer Generalversammlung, in welcher Rechenschaft abgelegt und der Vorstand für die nächsten drei Jahre gewählt werden soll, ergebenst eingeladen. Gießen, den 18. October 1883. Für den Vorstand des Gießener Zweigvereins: Dr, Stammler. MS Todes-Anzeige Verwandten und Bekannten statt besonderer Anzeige hiermit die traurige Nachricht, daß unsere innigst geliebte Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Schwester Frau Josephine Reiber, geb. Röder, gestern Abend 10 Uhr ohne vorherige Krankheit und schmerzlos an einem Herzschlag entschlafen ist. Gießen, den 19. October 1883. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Molly, geb. Reiber, Dr. Eduard Molly. Die Beerdigung findet Sonntag den 21. October, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Schillerstr. 11, aus statt. 6987 feAt, TM Danksagung. Allen Denen, welche die Frau Luise Jacobi, geb. Koch, zur letzten Ruhestätte geleiteten, sowie für die zahlreichen Blumenspenden, als auch Herrn Pfarrer Dr. Naumann für die trostreichen Worte am Grabe der Verstorbenen sagen ihren tiefgefühlten Wetisel’e (■tirleti GIESSER. Bezugnehmend auf meine letzte Annonce, betreffend Eröffnung meiner Localitäten, theile ich einem verehelichen Publikum mit, daß das i r Paris, 18. j . ße ein Expofö über M «fcrMtaen. WM MM werb u r ^5 „Jvurn ? wmmanbo in Ti! friste* "gerHm ($otp6 - Madrid, Die fr '.ffliNftsverlrag über g ■pi» P,, Verantwortlicbe 9?ebaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietschl Nailaae, Die heutige Nummer enthalt 1 Blatt «uv 1 »e»agc. Unserem lieben Kameraden c- L* Scliäfer ♦ O' in Großenlindcn zu seinem 23. Wiegenfest die Herz- lichsten Glückwünsche. 6986 Seine Freunde, w TANZMUSIK Sonntag den 21. October auf der Mi C ««8 bt N«tib ur Statt 5 SU" L°Ä| ff r,4enSbeS^i b’ 1 före nun srSs, Danksagung Allen Denen, welche mir bei dem Verluste meines unvergesslichen Gatten so hilfreich zur Seite standen und ihn zu Grabe geleitet, sagen hierdurch ihren herzlichsten Dank Louise Petri, geb. Sitzmann. Arona Weirohardt, Pflegetochter. Mermiethungen. 6979 Eia möblirtes Zimmer (pr. Monat 8_A) zu oermicthen. Wetterg. 5, 2. St. 6978 Zwei ineinandergehende, unmöblirte Zimmer zu vermiethen. __Näheres In der Exped^ds-^Bl- 6972 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.____.__Obere Ludwigsstraße 64. 6977 Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen.______Bahnhofstraße 10, part. 6981 Ein kleines Zimmer zu vermiethen- Löwengasse 24. 6985 Möblirte Zimmer zu vermiethen zweiter Stock im Hause des Herrn Fabrikanten Patz,^Schiffenberger-Weg. 6983 Ein schönes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Ecke d-Steinstraße u. Asterweg 50, Beletage. 6970 MöblirtesZimmer,nächstderAula. ____________Bismarckstraße 7, 3. Stock. 6992 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Marktplatz 2. I Diejenigen, welche Forderungen zu machen haben an die verstorbene Frau Wm. Jacobi Wwe. von der „Schönen Aussicht", wollen ihre Rechnung an mich einreichen. 6989 L- Textor, im „Darmstädter Ham 6928 Einen Schmiedgesellen sucht I. Becker. 0QOOQOOOD QQQaOQOOö 8 Stadt-Theater. 8 Sonntag den 21. Oct, Nachm. 4Uhr.^ ü Außer Abonnement. O 5HST Extra-Vorstellung für Kinder. U R Dornröschen. □ s--j. Kinderkomödie in 5 Bildern von C. Görner. Q Anfang 4 Uhr. — Ende 6 Uhr- H Preise der Plötzer n 8Loge 1 A Sperrsitz 75 4/,1- 9ö0‘\ 2. Platz 35 4, Gallerte 20 JF. Brautiecht q oocoaaooo aoaooaaag Restauration Ieidei. Vorzügliches Lagerbier aus dem Bürgerlichen Brauhaus Zell- Würzburg. 6364 V2 älter 16 3/s Lit^rglas 12 H. Vermischte Anzeigen. Gesucht für eine Mühle in der Nähe Gießens für Weihnachten oder gleich ein zuverlässiger Pferdeknecht. _ Näheres in der Exped. ds- Bl. 6977 6975 Eine goldene Brache gefunden. Abzuholen gegen die Jnseratgebühr bei Friedhofsaufseher Jakob Noll. fiHmiHHBRflHSSESGHSaHBfflOSZlBQQQÖQQÄSUSKifflEMBlD 6947 Für einen Studenten in feinem Hanfe Zimmer mit Kaffee und Bedienung gesucht. Gefl. Offerten mit Preisangabe -unter W. B. an die Erped. ds. Bl. Em schönes, gut möblirtes Zimmer ist an einen stud. the<>] ober pbihd. abzugeben, welcher als Gegenleistung die Schularbeiten eines Untertertianers überwacht. Näheres in der Erped. ds. Bl. 6982 H. Kinkel, Conditor. H. F. Nassauer. Carl Schwaab. 6980 Georg Wilh. Weidig. Stollwercksche empfehlen in Original- ttocoW» tiWOs -7.:....