Nr. 16. Samstag den 20. Januar 1883. Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße 7. . Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. lrtit Bringerlohv. ______________________________________________________________________ Durch bte Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark Ö0 Pf. Amtlicher Hper l. Bekanntmachung. GroHerzogliches Ministerium des Innern und der Justiz bat dem Vorstand der Freimaurerloge zu Offenbach die Genehmigung ertheilt, eine von Gebrauchs- und Luxusgegenständen, welche als Geschenke gegeben worden sind, im Taxationswerthe von zusammen 6000 zu Gunsten der Wafferbeichadtgten des Großherzogthums zu veranstalten. Es dürfen 15 000 Loose ü 50 auSgeqeben werden. Der Verkauf der Loose ist im Großbenoa- thum gestattet worden. ‘ y Sicken, den 18. Januar 1883. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ____________________________Dr. Boekmann._________________ Bekanntmachung. Dienstmann Jakob dahier hat die Erlaubnis erhalten, )tatt der von ihm seither geführten Dienstnummer 11 die Nummer 15 zu führen Gießen, am h. Januar 1883. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen? . ____________Freseniu S. Politische Uebersicht. Gießen, 19. Januar. Generalfeldmarschall Gras Moltke ist an einem Katarrh leicht erkrankt, doch schließt das Leiden jede Besorgniß aus. Der Landes-Ausschuß für Elsaß-Lothriuaen ist am vergärt- genen Montag wieder zusammengetreten. Am Abend des Eröffnungstages waren die Mitglieder des Landes-AusschuffeS beim Statthalter Generalseldmcrr- schaü v. Rtanteuffel zur Tafel versammelt, an deren Schluß der Statthalter in langer Rede die Grundzüge seiner Verwaltungspolitik auseinanversetzte. Mr können hier nicht die Einzelheiten dieser bedeutungsvollen Rede wiedergeben, sondern hierüber nur im Allgemeinen sprechen. In der ihm eigenen offenen Weise sprach sich der Statthalter über die politischen Zustände in den Reichslanden aus und hob namentlich die Agitation gewisser Kreise und Parteien behufs Tiscreditirung der deutscheil Verwaltung in den Augen der eingeborenen Bevölkerung hervor, wobei Herr v. Manteuffel verschiedene Einzelfalle anführte. Schließlich betonte der Statthalter, wie er es schon früher bei ähnlichen Gelegenheiten gethan, daß Frankreich in völkerrechtlicheui Vertrage Eljaß-Lothringen an Deutschland abgetreten habe. Endlich appellirte der Statthalter an den Patriotismus aller Elfaß-Lothriuger und versicherte, daß er, auch wenn er die Unterstützung des Landes hierzu nicht finden würde, unbeirrt seine Politik der Versöhnung^und Gefühlsschonung fortsetzeu würde. In Frankreich regen sich jetzt, nachdem sich kaum die Marmorgruft zu Nizza ilber dem Sarge Gambetta's geschlosten hat, wieder in beiuerkenüwerther Weise die monarchistischen Parteien. Vor AUeni erscheint eine Kundgebung des Prinzen Jerome Napoleon beachtenswerth, welchen ein Theil der Bonapartisten seit dem Tode des Prinzen Louis Napoleons als Eaudidateu für den srauzösi- ^chen Thron ausgestellt hat. Prinz Jerome Napoleon hat ein Manifest erlassen, in welchem er bie innere Lage Frankreichs in sehr dunleln Farben und für nch die Napoleonische Erbschaft in Anspruch nimmt. Ein Zusammengehen der üonapartisten mit den Royalisten weist das Manifest zurück, dasselbe erinnert dagegen an die wiederholten Plebiscite und appellirt au das Volk, dessen Sache Prinz Jerome vertrete. Das Manisest wurde an den Straßenecken von Paris angeschlagen, von der Polizei jedoch sofort wieder entfernt. Die französische Regierung selbst hat es für gut befunden, den Prinzen vorläufig verhaften und m £le Concierge absühren zu lassen; doch dürfte die Haft des Prätendenten woh) lange währen. Eine größere Bedeutung kann dem Manifeste nicht veigemeffen werden, wenigstes so lange nicht, als der häusliche Streit im ^^rmistischen Lager fortdauert, da bekanntlich ein anderer Theil der Bona- erfl t 1 ben Victor 'Napoleon als Thron-Prätendenten < ^rch die den Mächten nunmehr übermittelte englische Eircu- bezüglich Egyptens tritt die Neuregulirung der egyptischen Angelegen- hip bun politischen Gesichtskreis. Wenn man jedoch erwartet hatte, bet SrbälÄ h/a°^l,l,eftinnnt,e ®otWä0c '"-gen der endgültigen Neugestaltung Ph^aonenlaudes enthalten würde, so ist dies eine Täuschung nur die Vornahme gewisser Reformen in der innern namentlich die Abschaffung ver Controle und die Ersetzung dieser Institution durch einen europäischen Conimiffar, welcher dein Khedive als P?^wller Veralher zur Seite stehen soll. Den Kernpunkt der Note bildet ie och er V orschlag Englands, die Occupations-Truppeu einstweilen noch in ®0i;pten zu lassen, was deutlich die Absicht der englischen Regierung bekundet, unter ^men Unfftanoeu aus den Händen zu lassen. Wie es heißt, !i ie Nleh rza h l der Machte, geneigt, die englischen Vorschläge anzunehmen; nur as französische Eabmet scheint über die Haltung Englands in der egyptischen ? age noch verschnupft zu sem, denn der Ministerpräsident Duclerc erklärte in Jet Montagssibung der französischen Deputirtenkanimer, daß Frankreich sich etzt seine Aktionssreiheit m Egypten wahren niüffe. Da England das Hest am hl in festen Händen hat, so wird es jich durch diese drohende Erklärung des Herrn Duclerc nicht sonderlich alterirt fühlen. . $0 " ui e hrsach erwähnte Ve rei iib a r u n g zwischen Rußland dm, Vatikan stößt bei den Polen, zu deren Gunsten sie doch hauptsächlich schlossen worden sem soll, aus entschiedenes Mißtrauen. Man ist in War- schauer politischen Kreisen der Ansicht, daß eS Rußland mir darum zu thun sei, mit Hülfe der neuen polnischen Bischöfe die russische Sprache in die katholische Liturgie einzuführen, wogegen sich die abgesetzten polnischen Bischöfe so entschieden gesträubt haben. Ob dieses Mißtrauen begründet ist, muß allerdings abgewartet werden. Das egyptsche Cabinet hat, fast gleichzeitig mit der obenerwähnten englischen Note, einen Entwurf für die politische Organisation Egyptens veröffentlicht. Derselbe schlägt ein verantwortliches Ministerium, einen gesetzgebenden vierzehngliedrigen Rath und eine Abgeordnetenkammer für die Discusfion außerordentlicher Fragen vor. Dieser Entwurf der egyptischen Regienmg geht also bedeutend weiter, als die jüngsten Vorschläge Englands, welches offenbar seine Dictatur in Egypten bis auf Weiteres aufrecht erhalten wissen will. m. Darmstadt, 17. Januar. [Zweite Kammer der Stände. Berathung übe*- die Nothftandsvorlaae. (Schluß.)^ Äbg. Metz weist auf bte im Hochgebirge in btcffDi Winter gefallenen außerordentlichen Schnecmassen hin, welche ;n Folge eines plötzlichen Föhnfturmes zum Schmelzen gebracht weiden und im Frühjahr eine neue WosstrcalumUät verursachen können. — Ministerialrath Fink theilte die letztere Be- Nr tau HU tyi 1 Whtn s: 'öhnei . -Ml tr^a । flnbeir'wWi t kt «sch«t «r rit eutir^ r 8 Rmic bi \tr f-* Imttn, vüche ki' «Nv'-ck s U- tzr ktfls-n H fi xowt je, ockche . Wr Vi In- Kiwi i'nimf kr C, tieM Wu tKrrt. j tifei n _ 8 kr Jibifrnt fa n> dl: V.qztft Äirri|< fi H0 5^ m r - Ml^ -s * >5 s^W Jh** 1 weit das Auge reicht, vom Wasser überflutet sind, so daß die verscheuchten Krähen und Dohlen außer auf den aus dem Wasser hervorragenden Wipfeln der Bäume kein trockenes Plätzchen zu finden vermocht«n 2ß;r hatten ungefähr noch eine oteitelstünbige Fahrt nach Astheim zurückzulegen, als wir auch schon einzelnen daher schwimmenden Möbelstücken und Ackergeräthen begegneten, welche sich an Baumästen festhtngcn, zu denen sich noch Grabkreuze gesellten, welche zum Theil durch die Wellen an den Baumästen 'n eine solche Stellung gebracht worden waren, daß sie wie ehedem auf ihren Gräbern kcrzengrade dastanden. Bonder 2 Meter hohen Friedhofsmauer bei Astheim war nichts mehr zu sehen und dieselbe sogar noch einige Fuß unter Wasser, so daß die Kreuze, ja selbst Särge mit Leichen vom Wasser gehoben und stundenweit fortgeschwemmt wurden; nur ba<3 in der Mitte j>eS Friedhofs stehende große steinerne Kreuz ragte noch um einige Fuß aus dem Wasser zum Wahrzeichen, daß sich hier diese geheiligte Stätte befindet. Die Gesichter der Insassen unseres Fahrzeuges wurden ernster, als wir in das Dorf einfuhren, von dessen Häusern viele noch bis zum zweiten Stock im Wasser standen. Schon die ersten Häuser machten einen schauerlichen Eindruck, die unteren Stockwerke derselben sind des Mauerweiks ganz beraubt, indem die Fluth die Gefache eingedrückt hat und nur noch die Balken ragen aus dem Wasser als verfallene Holz- ßerippe und harren des Einsturzes. Die Feder ist nicht im Stande, die Gefühle zu beschreiben, die Einen überkommen, wenn man zum erstenmal eine solche Stätte der Verheerung besucht. Bleich und traurig schauten die sonst fleißigen und friedlichen Bewohner des Dorfes, welche noch in ihren Wohnungen weilen, aus den Fenstern des zweiten Stockes und von den Speichern der nicht zu sehr vom Einsturz bedrohten Häuser, welche zum Theil nur wie kleine Schilderhäuschen aus dem Wasser heroorragen. Die Hauptstraße ist zwar für die Passage frei und selbst für das größte Schiff fahrbar, aber links und rechts in den Gehöften und tn engen Gäßchen herrscht die größte Verwüstung- da liegen in buntem Durcheinander die vom Wasser an der Oberfläche gehaltenen Möbelstücke, Haus- und Ackergeräthe, Stroh- und Misthaufen, darauf verendetes Vieh, gaben dem Ganzen einen nicht zu schildernden Eindruck. Eingestürzte Scheuerthore und Wände lassen einen Blick tn die zwar mtt Frucht, Heu, sowie mit Stroh und Futtervoträthen gefüllten Scheuern werfen, weich' Dorräthe aber j tzt werthlos herumschwimmen und schließlich als schmutzige und übelriechende Masse zurückbleiben. Es tst schaudererregend, wenn man sieht, wie die unteren Stockwerke der Häuser nur noch als einzelne Balken dastehen, beladen mit dem oberen Stock und Dachwerk, worin zum Theil noch die Eigenthümer weilen und wie die Gänse und Enten zwischen den Trümmern herumsckw mmcn. Bet Herrn Pfarrer H., wohin die Liebesgaben verbracht wurden und welcher jeder Zeit, selbst in feiner eigenen bedrängten Lage nicht ermüdet, der ihm anvertrauten Gemeinde mit Rath und That hilfreich zur Sette zu stehen, erfuhren wir denn alle Einzelheiten, von der Entstehung des Unglücks an bis zur Stunde. Unter Blitz und Donner und Alles mit sich fortreißend, was ihm im Wege lag, drang das Wasser am Abend des 3. Januar tn das Dorf ein, der heulende Sturm, das Aufspritzen der von demselben gepeitschten Wellen, bann das Wehklagen der Bedrängten und die Nothschüsse und Rufe derselben um Hülfe, all dieses zusammen waren ganz dazu geschaffen, daß sich Jeder seinem letzten Stündlein nahe glaubte. Was von Hansaeräthen und sonstigen Werthsachen noch nicht tn Sicherheit gebracht war, mußte dem Elemente übetlafltn bleiben, da ein Jeder nur auf Rettung des eigenen Lebens und des Lebens feiner Familie Bedacht nehmen konnte. Obschon das Rlersteiner Marktschiff für den Fall der Roth bereit stand und die Schiffleute und die anderen Tags ankommenden Pioniere Uebermenschliches leisteten, konnte doch nicht einem Jeden die ersehnte Hülfe sofort gebracht werden- Das Pfarrhaus, die Schulen und selbst die I tzt meterhoch im Wasser stehende Kirche wurden als Unterkunft von der hülfesuchenden Menge biS zum Erdrücken überfüllt, die alle der Erlösung auS ihrer bedrängten Lage harrten, welche denn auch, Dank des tapferen Eingreifens der Pioniere und Schiffsmannschaft N'cht lange auf sich matten ließ, so daß Menschenleben glücklicherweise nicht zu beNagen sind. Wir hatten genug des Entsetzlichen gesehen und gebart und verließen mit innigem Mitleid den Ort der Verheerung Wir ruderten diesmal der Station Nauheim zu, welche wir früher wie Groß Gerau erreichen konnten und waren froh, olS wir w'eder festen Boden unter den Füßen verspürten. Für den Augenblick ist zwar der Roth nach Kräften gesteuert und keine Klagen werden seitens der Überschwemmten in Bezug auf die Verpflegung laut, denn Alle sind voll des Dankes für die ihnen reichlich gespendeten Gaben; aber um so schrecklicher wirb sich die Zukunft dieser armen Menschen gestalten, wenn ihnen nicht eine umfassende Hülfe zu theil wird. Möchten daher Alle und besonders die besser Situirten ihre Herzen und Hande öffnen, um die Roth der armen Bedrängten zu lindern. Wetter, 16. Januar. Gestern ist in UnterroSphe ein schreckliches Unglück pnffirt, indem im Walde zwei Holzmacher von einem umfaUenben Baume erschlagen warben. Der eine davon hinterläßt eine Frau mit fünf Kindern in dürftigen Verhältnissen. iM. Tgbl.) LudwigShafen. Die Zahl der Ertrunkenen beträgt außer den dreißig, welche der Rhe n bei Oppau verschlang, einundzwanzig, darunter ein Bahnwärter mit Frau unb sechs Kindern. Die Ortschaften Oppau, Edigheim, Mörsch, Badenheim, Roxheim und Studernheim sind als untergangen zu betrachten, ein Haus nach dem andern stürzt zusammen. Der Jammer ist herzzerreißend, wenn man die unglücklichen Flüchtlinge sieht, die meisten zu Tode erschöpft, viele krank durch die Unbill der Witterung und tn Folge der entsetzlichen Aufregung und ausgestandenen Angst. Hier sind über 3000 untergebracht, über 6000 in Frankenthal und hinauf bis Grünstadt. ES herrschte bitterer Mangel an Allem, da ja von bei ganzen Habe dieser vielen Menschen nichts gerettet würbe. Die ganze Gegenb von Mainz biß Mannheim war ein enblofer schmutzig» Selber See. In Speyer ertrank ber Schiffer Dütsch beim RettungS "erk Die Aufopferung der P.oniere verdient alles Lod. — Der Ausdruck „die Ortschaften sind untergegangen" ist buchstäblich zu nehmen. Friesenheim ist bis auf wenige Ruinen verschwunden, von dem blühenden Edigheim stehen höchstens 11 Häuser, nicht besser ist es mit dem so stattlichen Oppau. In Ludwigshafen selbst sind noch fünf Häuser eins fleftürjt nebst zwei Nebengebäuden, mehrere andere sind dem Einsturz nahe. In der Anilinfabrik sind 1400 Flüchtige untergebracht, 429 lagern im Schulhaufe. Die Gemeinden Neuburg. Psvrtz mit Maximiliansau, Wörth, Neupfortz. LeimerSbeim standen unter Wasser. Biele Häuser sind eingestürzt, namentlich in Sonderheim, ober gänzlich n* ot $n GerinerSheim gelang e8 nur burch Dammarbeiten, die mit übeimenfck- "chen Anstrengungen außgeführt wurden, den Rheindammbruch zu verhüten und dadurch untere Stadt zu retten. Inmitten dieser SchreckenSscenen gab eß verkommene Individuen, die die Gelegenheit zum Raube benutzen wollten. In Edigheim würben drei biß vier solcher Scheusale erwischt, aber viel zu gelinde behandelt, nur J unb tn8 Wasser geworfen, woraus sie tüchtig durchnäßt auftauchten und das Weite suchten. Wsen. 17. Zanuar. Im Theater an ber Wien entstand heute Abend bet über» vollem Hause dadurch, baß im Stehparterre Jemanb seinen Hut auf eine Noihlampe hing, woburch ein Brandgeruch verbreitet wurde, blinder Feuerlä'M. Daß Publikum wurde, namentlich als eine Schauspielerin in wirrer Hast uncoftümirt auf die Bühne kürzte, von Panik ergriffen und strebte in wilder Flucht den Tbüren zu. Der Lärm dauerte fast zehn Minuten. Die Schaufpieler suchten daß Publikum vergeblich zu be- ruhigen. ES gelang dies erst bem bienstthuenden Eommissär. Obgleich beim HlnauS- bränjen zahlreiche Quetschungen vorkamen, ist doch bisher keine ernste Verwundung gemeldet. ° (3«r Heilung ber Lungentuberculofe.) In ber Sept.-Okt.-Nummer des m Leipzig erscheinenden „Neichs-Medicinal-Anzeiaers" befindet sich ein bemerkenswerther Aufsatz über ein neues, der Pflanzenwelt angehöriges Mittel zur Heilung der Tuber- culose, welches berufen zu sein scheint, in der nächsten Zeit in der Heilkunde eine be- beutende Rolle zu spielen. Bekanntlich gelang es vor einigen Monaten dem Regierungs- rath Dr. Robert Koch in Berlin, den Nachweis zu führen, daß die Erreger der furchtbaren Krankheit mikroskopische Parasiten, die sogenannten Tuberkel-Bacillen seien. Weitere von Dr. Ehrlich und Prof. Baumgarten in Königsberg auf Grund der Koch'schen Armaden verfolgten Experimente haben das zweifellose Eraebniß geliefert, daß die Schwindsucht eine infectiöse d. h. ansteckende Krankheit ist. Durch diese Entdeckungen wurde ber Therapie ber Weg gewiesen, auf bem sie sich bewegen muß, um diese tückische Krankheit mit Erfolg bekämpfen zu können. Wir entlehnen nun dem Referat der „Reichs-Medicinalzeitung", daß bereits vor längerer Zeit durch den griechischen Kaufmann Homero in Sibirien eine Pflanze entdeckt worden ist, die die sibirischen Steppenbewohner als „gut für die Brust- vezeich- neten. Tie Pflanze ist in bem Institut des Professors der Chemie Franzesco Ciotto in Padua durch den Dr. Ranconi analysirt und festgestellt worden, daß dieselbe aus den Substanzen: Gummi, schleimiger Saft, Eiweiß, Alcali, Tannin, Chlorophylla und Cellulosa besteht, dass aber alle diese Körper mit einem grünen Del so innig geeint sind, dass letzteres trotz aller Versuche und selbst unter Anwendung des Prozesses der Verseisung und der Behandlung mit Chlorbaryurn absolut untrennbar und in seinem specisischen Charakter nicht festzusteüen gewesen ist. (Die Wiener medicinische Presse ist im Besitz der Analyse und erklärt sich zur Vorlegung an Aerzte unb sonstige Interessenten bereit.) Zu dieser neuen und interessanten Erscheinung gesellt sich die Thatsache, daß die Pflanze selbst eine zur Zeit vollständig unbekannte ist und officiell mit dem Namen des Finders »Horneriana* belegt wurde Es wird sodann über die Resultate der auf den Arznei- resp. Heilwerth gerichteten Prüfungen berichtet, die ein geradezu überraschendes Ergebniß geliefert haben. Der Chefarzt sürnrntlicher Odessaer Spitäler, wirkt. GeheimerathDr. Dalles, bekundet, daß von den unter seiner Leitung und unter Assistenz der Aerzte Lattri und Wdowikowsky, in dem Spital der barmherzigen Schwestern, dem Armenkrankenhaus, der Krankenabtheilung der adeligen Jungfrauen und der Deo kaiserlichen Knabengymnafiums, einer Kur mit dieser Pflanze unterzogenen 74 Lungenleidenden innerhalb 60 Tagen 33 vollständige Heilung erfuhren, 27 eine bedeutende Besserung empfanden, während 14 im zweifelhaften Zustand verblieben. Der königi. Marinearzt Dr. Scrofani in Vcncbig erklärt, baß er bas ihm zur Verfügung gewesene Pflanzenmaterial in zwei Fällen von Lungenschwinbsucht unb chronischem Lungencatarrh angewanbt unb in beiden Fällen während zweier Monate vollständige Genesung ber qu. Kranken erzielte. In Folge ber weiteren Bestätigungen bes eoibenten Heilwerthes bieser neuen Pflanze bat die unter bem Protectorat bes Königs von Italien ftehenbe königi. Gesellschaft für Wissenschaft unb Kunst in Palermo unter bem 22. April b. I. bem Ent- beefer ber Pflanze — jetzigem Privatier Homero in Triest — bie golbene Medaille 1. Klasse verliehen, und ferner wurde derselbe zum Ehrenmitglied der unter der Präsidentschaft des Professors Dr. Mergiotti in Florenz stehenden philantropischen Gesellschaft „Areopago" ernannt. Zur Zeit sind in Leipzig mehrere ärztliche Capacitüten in Kurexperimente eingetreten, während sich der Herr Sanitätsrath Dr. Cohn in Stettin über dieselben günstigen Heilungssymptome der von ihm angetretenen Kuren äußert, die in allen anderen ärztlichen Berichten betont werden. Durch diese thatsächlichen Ergebnisse unb burch bas vielseitig von Aerzteu geäußerte Verlangen nach Pflanzenmaterial, hat sich Herr Homero im Juni b. I. aber mals nach Sibirien begeben, und ist es ihm gelungen, unter wirksamer Unterstützung des in jener Gegend zuständigen kaiserlich österr. Consulats und der seitens der russischen Behörden gewährleisteten Erleichterungen und Förderung dieser Mission, eine größer? Partie der Pflanze einzuholen, die zum Theil bereits in Triest eingetroffen ist. Der Versandt der als Thee präparirten Pflanze ist in Portionen für je 2 Tage der centralen Vertriebsstelle diätetisch-hygienischer Erzeugnisse, I. Kirchhöfer in Triest, übertragen. Bel ber anscheinend» hohen Wichtigkeit bicses nenentdeckten Mittels und in Folge ber bisher günstigen Resultate eröffnet sich ben zahlreichen Lungenleibenden eine neu. tröstliche Perspective, auf die die Le ser unseres Blattes hinzuweisen wir für unsere Pflicht halten- 465 731) Ueber die Höbe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ein« oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals «'nttiiusoht sehen, wenn maj von der Annoncen - Expedition von H, Uhr: Pfarrer Schlosser. ^Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingelbey. Am Donnerstag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, im Gymnasium: Bidel- stunde, Brief Pauli an die Galater Kap. 6. Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag, de n 28.1anuar, wirb baS heil. A benbmahI gefeiert werden im VormittagSgottesdienst. Die Beichte findet in Verbindung mit dem Abendmahl unmittelbar vor demselben statt. Die P f a r r g e s ch a f t c in der Woche vom 21. bis 27. Januar besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. Sonntag S e p t u a g e s i m a. Von 7 Uhr an: Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Ausheilung der h. Eommnnion V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Sakramentalische Andacht. Gottesdienst in der Sgnayoge. Freitag Abend 4" Uhr, Samstag Morgen 8" Uhr, Samstag Mittag 3 Uh Samstag Abend 580 Uhr. _____ __________— Trockenes verkauft 312 Ernst Wallenfels 444 Einen Haufen Mist verkauft Ä. Haas, Wallchorstraße. W) Ein Hausen Mist zu verkaufen. A. Msftermann, Brauerei Lotz. Allgemeiner Anzeiger. %ur BcHclitiiny! Rh. Mayfarth & Co., Maschinenfabrikanteil In Frankfurt a M., haben lotatjährige Dreechcampagno eine wichtige Erfindung an _ 3MK* Dampl-llreNcli-lTlaNcliiiicii gemacht, welche an Jeder bereit* vorhandenen Dampf-Dreaeh-Maaehlno angebracht " kann, ebenso auch bei neu aneuechaffonden Maschinen von Clayton & Shutt ewo Lincoln und Robey & Co. in Lincoln mitgoliofert wird. 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Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'scken Druckerei (ffr. 66r. Vie,sch lr Gießen. Carl Schwaab’s Delicatessenhandlg. M. Pilger, Eoncursverwalter. ii ii ii 500 2900 Eichen 15 Kiefern 30 141 64 37 1,6 6 41 23 42 6 104 23 4998 157 814 4 58 41 1450 31 68 459 Ein kleines Familienlogis von 2 Zimmern nebft Zubehör zu vermiethen und kann am 18. Februar bezogen werden. Näheres Neuenweg 25. Der unter dem 2. Januar 1883 gegen den Maurer Heinrich Frey II. von Taub ringen erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen. Wetzlar, den 17. Januar 1883. 464 Königliches Amtsgericht. Buchen-Scheitholz, „ Knüppelhol „ Stockholz, Eichcn-Schellholz, im A nueröder (Scinchibcnmlb. Donnerstag den 2S. Januar, von Vormittags 9 Uhr an, soll int hiesigen Gemeindewald in den Eichenstämme von 24—61 Ctm. Ticke, 5—13 Mtr. Länge mit 21 Mm., Kiefern- und Fichtenstämme von 15—36 Ctm. Dicke, 9-15 Mtr. Ate gesundheitsschädliche WeinL , cxvesde n** Für Lumpensammler! Lumpen, Knochen, altes Metall, Häute, Felle re. kauft stets zu den höchst e n P reisen 398 Vermiet (iunflen. 458 Ein kleines Logis und ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Emil L o tz. Annerod, den 18. Januar 1883. Großherzogl. Bürgermeisterei Annerod. 451 Engelhardt Holzverftetgerung im Wieseck er (Semeindcwald. Freitag den 26. d. Mt»., von Morgens 9 Nhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, Disirict Ursulum, frische Holsteiner Austern sind heute wieder ringe- »AI tu Bift«*1 Cn Länge mit 86 Fstm., Fichten-Derbstangen in. 9,14 Fm., Ftchten-ReiSstangen m. 8,57 Fm., Buchenstämme mit 4,46 Fm. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr in der Seheck am Brennholz, um 11 Uhr am Bauholz in der Scheck. Steinbach, den 17. Januar 1883. d-s■ 1,6 litt»;/-- «troaft Eckamitmachung Die eingetragene Genossenschaft „Gewerbebank zu Gießen" hat in ihren Generalversammlungen vom 3.Dezember 1882 und 14. Januar 1883 an Stelle des seitherigen Rechners Christian Wallenfels 1. den bisherigen Cou- troleur Heinrich 2Laguer und \in dessen Stelle den Earl 'Vogt II. dahier als Controleur erwählt. Gießen, den 17. Januar 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. Aeikgeöotenes. Universal - Ueinigungssalz. Original-Packele zu 25, 50 und 90 237 C. F. Nemmler. Districten Köpfeln und Höllopf nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als i 10 Rmtr. ~ ' ~~ haltend, versteigert werden. Wieseck, den 16. Januar 1883. Großherzogliche BürgermeistereiWieseck. 463 Lang. Holzversteigerung im Steinbacher Gemeindewald. Dienstag den 23. Januar soll im Steinbacher Gemeindewald in dem Tistrict Scheck und Helgenwald nachvei zeichnete- Holz versteigert werden : Brennholz. Sckcith. Prügelb. Stockh. RciSH. Raummeter. Nadel-Reisstangen mit 0,38Fstm. Die Zusammenkunft ist aus der Grünberger-Straße, am Einschnitt nach Annerod. liKzm L±_ Schellfische empfiehlt 46? Emil Fischbach.. kritüt । Wb?!Mcl, Rmtr. Nadel-Scheitholi, n „ Knüppelholz, Wellen „ Reisholz, Rmtr. „ Stockholz, Nadel-Stämme bis zu 36 Ctm. Durchmesser — 27,01 Cbmtr. 9,6,61 jBrffrntlidjc Bekanntmachung. In dem Concurs über das Vermögen des flüchtigen Krämers Gustav Koehnke von Wieseck werden die Ecncursaläubiger unter Verweisung auf S 139 der Concurs: ordnnng benachrichtigt, daß bei der vorzunehmenden Schlußverrbeilung nicht bevorzugte Forderungen im Betrag von JL 1736,62 zu berücksichtigen sind, und der verfügbare Massenbestand . N. 957,57 beträgt Ein Verzcichniß von den bei der ^Heilung zu berücksichtigenden Forderungen ist auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Amtsgerichts niedcrgelegt. Gieven, den 19. Januar 1883. Slil M : 30 eigene Centralgesohäfte (7 in Berlin) Dretden. Leipzig. Breslau. Stettin. Danzig. Halle a. S. Caeeel. Potsdam. Rostock. Hannover. Frankfurt a. O. Königeberg 1. Pr. •• und 500 Filialen in Deutschland. 13 12 106 50 J über btfor.cert cmpfehlcns- w wcrthe ticilmiltel wird an Kranke, weiche sich.vor GcldauS- gaben für unnüye Mixturen schützen wollen, gratis u. franco versandt von Richter'^ Verlags-Anstalt in Leipzig. Man W gebe ieiucAdresje gest. per Postkarte an. Holzverfteigerung in dem fangsborfer ©rmeinhrmalb. Jjteitafi den 26 Januar d.J., von Vormittags 10 Uhr an, soll int Langsdorfer Gemeindewald, Distrikt Kühlloch, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 26 Eichenstämme, enth. 5,10 Fstm. Wagnerholz, 308 Fichtenstämme bis 22 Meter Länge und 15—35 Ctm. Durchmesser, enthaltend 149 Fstm. Langsdorf, den 17. Januar 1883. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. 455 Köhler. Vermischte Anzeigen. , 450 Zu kommenden Ostern suche ich einen braven Zungen als Lehrling. Carl Heyer, Mechanikus (Ehr. Iung'S Nachfolger). 462 Ein braves Dienstmädchen ge- 1 ucht.Seltersweg 12. 43 Ein Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen. Photograph L. Orth, Nenen-Bäucn. 318 Eine Familienwohnung, 4—5 Zimmer nebst Zubehör, Lagerraum, Pferdestall nnd Gartenantheil, zu vermiethen. l>r. IW eheu . 325 Der 2. Stock meines Hauses in der Gartenstraße — 6 Zimmer rc. enthaltend — ist auf den J. April ds. Is. anderweit zu vermiethen. Univ.-.Nentamtmann E. Zchmitt. 34 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen. Kaplansgasse 18. 281 Das von Herrn Lieutenant und Adjutant Rudolph bewohnte Logis im mittleren Stock meines Vorderhauses ist anderweitig zu vermiethen und am 1. April zu beziehen. Peter Pitz, Zimmermeister. 112 Logis mit Garten per 1. April zu vermiethen. A. Gabriel, Fianksurterstr. 67. 313 Ein hübsches Logis in schöner Lage, 5 Zimmer, ist an eine ruhige Familie für 50u ik zu vermiethen und sofort beziehbar. Näheres bei der Expedition d. Bl. 397 Ein Logis im 2. Stock, 3 Zimmer, Küche, Speisekammer mit Zubehör, ist zu vermiethen. Grünberger-Straße 38.' Anfahren von Chaussir- steinen. Montag den 22. d. Mtö., Mittags 1 Uhr. soll im Guntrum'schen Wirths- lokal zu Reiskirchen das Anfahren von ca. 1000 Ebm. Basaltsteinen ausdem Steinbruck) bei Reiskirchen auf die Bahnstation daselbst versteigert werden. Ebenso Dienstag den 28. do. MtS., Vormittags 9 Uhr, im Bramm'schen Wirthslokal zu Gießen das Fahren derselben Steinquantität vom Bahnhof Gießen auf die Straße von Gießen gegen Ztleinlinden und von Gießen gegen Rodheim bis zur Landesgrenze. Gießen, den 18. Januar 1883. Großh. KrciSbauamt Gießen. 449____________Walter. Ssmstag Den 3. lllärr Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsaericht die Immobilien des Konrad Döpscr dahier Flur XXXX/217, 281 Mtr. Acker auf dem Gartfeld, XXXX/217a^/10, 2^7 Mtr. Acker das., xxxx/2182/ioo, 425 Mtr. Acker das., XXXX/2186/kio, 344 Mtr. Hofraithe daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. Januar 1883. Großherzoglichcs Ortsgericht. 466 Müller. Bekanntmachung. JmSchuldrnwcsendes Krämers Gustav Köhnke von Wieseck sicht zur Abnahme der Schlußrechnung und zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß Termin auf ‘ Dienstag den 13. Februar 1883, Vormittags 10 Uhr. Gießen, den 16. Januar 1883. Großherzogliches Amtsgericht. 453 Langsdorfs. Die Brennholz:Versteigerung vom 13. Januar im Disirict „Mellbach" ist nicht genehmigt worden. Die Bau- und Werkholz, Versteigerung vom 16. Jan. daselbst ist genehmigt und werden die Abfuhrscheine demnächst in der üblichen Weise ausgegeben. Lich, den 18. Januar 1883. Fürstliche Oberförsterei Lich. 452 W i m menaue r. 306 Ein kleines Logis zu vermiethen. I. Og. Unverzagt, Steinstraßc. 20 Freundl., kleines Familienlogis vermiethet sofort I. Boeck, ÄZallthorstr. 18. 411 Ein kleines Familienlogis ist Tu vernnethen. Näh. bei der Exped. ds. Bl. 257 Zu vermiethen das untere Stockwerk Marburger-Straße 29 mit 4 Zimmern nebst Zubehör und Garten. Nachfragen bei Herrn I. Nicker, Buchhandlung, wegen Kauf der ganzen Hofraithe bei Christian G. Eckel in Frank- furt a. M, Leerbach Straße 17. 227 Die mittlere Etage, bestehendHs 6 Zimmern, liüche, Eorridor und allen Bequemlichkeiten per sofort billigst zu vermiethen. Wo? sagt die Erped. ds. Bl. B. l*XWU>L oft fir$fT rrc V® tiMnd dü M4 isr 8c* Ci ^mßi'^irpd rti) I ksljffki! I ki ki v. I ki M dckta u i bft aa nttrUU kM » Ckda) r wünta at CtwiJar« xt l. ' leo ft lut ::4 g: t. ;Mbai W-hf v {röi di p (c ■ Nt hirmjn :d J M Berni tri biialb b t Ttv« r >4 Küchi etfi< i > Bifit ernt im ff irtoor.lKÜn fa fr bit -«flirt nä tx l< * fcs M ÄtBCifT jsgrjr; »ü! azefftzk ML--. werden stets gern vergeben. Die Oswald Nier'schen Weine von Mk. 0. 80 Pf. pro Liter (die Flasche 60 Pt) an unter den Bedingungen seines Preis-Courantes -----—--------------------------- sind zu haben: bei Herrn 8. Elsoffer, Giessen. 51 'Ankauf von Lumpen. Knochen Papier und Akten. LouiS Rothenberger^ Neu'mweg 194. Geübte Etgarrenrnacher erhalten dauernde Arbeit in derEigarren- fabrik von Meyer in Linz a. Rh. 438 447 Ein Knecht zur Oekononiie gesucht. Näh, bei der Exped. ds. Bl- 30 Mir. öclohmmg Demjenigen, ivelcher den Postschaffner FustuS Hartmann Koch aus Marburg lebend oder tobt auffindet. ■■ le ; • SS.’gÄ'S' h btt k 9 läS? - Ufa . txrhr* - >(t L, 'mer lv* '