rung h ' welch® Ar. 243. Freitag den 19. October 1883 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. e« Einblick i Gesetzgeber; lbt> «lass fi Buchti» ' Büchet, und doppelt« ändig vertat in. (Streng iirecl an di he WolWilg^ er, Selkrswez reichtet,3D iit Zubehör fr önfter Lage), n 350 JL zu di> ds.T 658 es Familieck-z i verniiclhen. ir-tzNeusB irtcs Zimm a ^MgH. Wohnung (8 D billig oemich ds.T niemes ÖflJIM hör iuabgeschül- r zu vermies, Orjirnbam dneTNeH i, MrkW^ \vMw i lnzeigea. « btt in* Pi-rd-n WR b-schl f** JipS'lH# PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Amtlicher Hheil. Betreffend: Herbst-Control-Versammlungen. Gießen, am 18. October 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosiherzogliehen Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen lassen. Dr. B o ekm ann. , Gießen, den 12. October 1883. Bekanntmachung. Die diesjährigen Herb st-Control-Versa mmlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: I. Im Bezirke der I. Compagnie (Gießen). 1) Zu Gießen am 2. November 1883, Vormittags, im Oswald'schen Garten und zwar,um 8 Uhr für sämmtliche Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 9 Uhr für sämmtliche Reservisten der übrigen Waffen und die am Schluffe näher bezeichneten Wehrleute Hierher gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen (mit Schiffenberg und Herrnwald), Heuchelheim, Klein-Linden und Oppenrod. 2) Zu Lollar am 3. November 1883, Vormittags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhofsgebäude. Hierher gehören die Orte: Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen (mit Hof Heibertshausen), Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. 3) Zu Grünberg am 3. November 1883, Nachmittags l‘/4 Uhr, an dem Vahnhose. Hierher gehören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsinühle, Neuinühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle),. Hattenrod, Harbach (mit der Kolbenmühle, Sommermühle), Keffelbach (mit der Rabenau'schen Papiermühle), Lauter (mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle), Lindenstruth, Londorf (mit der Burg Rabenau, Burg- mühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte), Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen (mit Appenborn-Hof), Queckborn, Reinhardshcün, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen (mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg), Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain (mit dem Hainer-Hof) und Winnerod. RR. Im Bezirke -er M. Compagnie (Lieh). 1) Zu Hungen am 10. November 1883, Mittags 12 Uhr, am Friedhöfe. Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschelcheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen (mit Ringelshausen), Rodheim (mit Hof Graß), Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Villingen. 2) Zu Lieh am 10. November 1883, Nachmittags 3 Uhr, am Bahnhofe. Hierher gehören die Orte: Albach, Allendorf a. d. Lahn, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt (mit Arnsburg), Ettingshausen, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningen, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich (mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen), Münster, Hof-Gill, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. Es haben aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden Offiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes aller Waffen des deutschen Reiches zu erscheinen,^ welche zur Reserve gehören, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassen sind, sowie diejenigen der Landwehr angehörigen Mannschaften, welchen eine besondere Ordre zur Gestellung bei der Herbst-Control-Versammlung vom Bezirksfeldwebel zugegangen ist. — Die Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche spätestens 8 Tage vor den betreffenden Control- -oersammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen. , Es wird noch bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dem beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fortzulegen sind. Frhr. v. Röder, .___- Oberst z. D. und Bezirks-Commandeur. Darmstadt, 17. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 13. October den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Gießen, Dr. Karl Kilmer, zum Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Oberhessen zu ernennen. Darmstadt, 17. October. Ihre Königl. Hoheiten die Prinzessinnen Sophie und Margarethe von Preußen treffen heute Rachm. 5 Uhr, aus England kommend, zu zweitägigem Besuche der Großh. Familie ein. Die Prin- Äsinnen begeben sich von hier nach Wiesbaden. Ihre Königl. Hoheiten der Herzog und die Herzogin von Edinburgh werden am Samstag den 20. d. Mts., Rachmittags 4 Uhr, von Coburg hier an- rommen und nach zweitägigem Aufenthalt nach England Weiterreisen. ... Berlin, 15. October. An dem denkbar schönsten Herbsttage fand heute Rach- ^mag 3 Uhr der feierliche Schluß der Hygieine-Ausstelluna statt. Unter der Kuppel vor der Kolossalbüste der Kaiserin Augusta versammelten sich die Mitglieder des Cen- ^^usschusses und eine Anzahl geladener Gäste. Auf der Gallerie war ein Trompeter- Lorps von den.Gardeulancn und der Gardefeldartillerie aufgesiellt, wilches die Feier mit chZettsmarsch von Mendelssohn eröffnete. Der Vorsitzende des Centralcomite's, Geh. Hofrath Hobrecht, bestieg darauf die bekränzte Rednertribüne und gab mK turnen 9tü(fbltcf auf die Ergebnisse der Ausstellung, soweit sich dies>!bm bis jetzt "verieyen lassen. Er betonte die Genugthuung darüber, daß die Ausstellung weit über m allen Richtungen hin auf dem Gebiete der Hygietne nnd des Rettungs- Gehrung und Kenntnisse verbreitet und so den Hoffnungen entsprochen habe, Suaft n der Kronprinz bet der Eröffnung Ausdruck gegeben. Der Brand des früheren S dem Unternehmen die allgemeine Thetlnahme zugewandt, frtru °er Neubau hätte dennoch nicht unternommen werden können, ohne die groß- Mrzige Zuwendung des Kaisers und die bereitwillige Unterstützung der Berliner Stadtbehörden. Die Einnahmen gestatten, daß man nicht auf den Garantiefonds zurückzugreifen brauche, dagegen könne die Beihülfe der Stadt nur zu einem Theile zurückgezahlt werden. Bedenke man, daß die Ausstellung mit einem sehr ausgedehnten Verwaltungsapparat sich selbst erhalten und dafür große Summen nöthig gehabt habe, so sek dieses Ergebniß ein ganz erfreuliches. Die Einnahmen übersteigen die Summe einer halben Million Mark. Die Rede schloß mit einem Hoch auf das Kaiserpaar, woran sich die von den Trompetern geblasene Volkshymne anreihte. Das Centralcomite vereinigte sich dann noch zu einem Festmahl im Cafe Bauer. — Die Kaiserin hat den Herren Hobrecht und Generalarzt Professor Dr. Rot eine goldene Portrattmedaille gleichzeitig mit huldvollem, eigenhändig unterzeichnetem Cabinetsschreiben überreichen lassen. Jedes der Ausschußmitglteder erhielt ein prachtvolles Medaillon von einem ebensolchen Schreiben begleitet. Den Commissaren der österretchich-ungarischen Abtheilung, sowie dem Major Fischer vom See, Vertreter des Maltheser-Ordens, ließ die Kaiserin nebst einem Dankschreiben kostbare, mit Brillanten besetzte Bruftnadeln überreichen. Telegraphische Depeschen. WsLff's LeLegr. Correspondenz-Burrau. Baden-Baden, 17. October. An dem gestrigen Diner bei Sr. Maj. dem Kaiser nahmen Theil der Großherzog, die Großherzogin und der Erbgroßherzog von Baden, der Fürst und die Prinzessin von Fürstenberg, der Erzbischof von Freiburg, Dr. Orbin und der hiesige katholische Dekan. — Der Botschafter v. Keudell ist gestern hier eingetroffen und wird, heute in Audienz empfangen werden. Das Diner findet heute bei Ihrer Maj. der Kaiserin statt. Berlin, 17. October. Der türkische Unterstaatssecretär Mettendorf ist von Konstantinopel hier eingetroffen. Wien, 17. October. Der König von Griechenland gab Mittags ein Dejeuner, zu welchein Kalnoky, der griechische und der dänische Gesandte in aeftatte Leipzig ein Convict mit 280 stellen, welche zu einem nicht unerheblichen Theile Tb-ologen zufteUn, Marburg die stark vergrößerte Hälfte der Philippinischen (Stiftung, Straßburg fein Stift, welches Gießen in Rheinheffcn Concurrenz mache. Tübingen endlich sein Stift mit den zu diesem vorbereitenden drei niederen Seminarien. Dort verwende man über 90,000 Mark jährlich zu solchen Zwecken und es fd daher kein Wunder, wenn die schwäbischen Theologen andere Universitäten als Tübingen gar nicht besuchten- Aehnltch verhalle es sich übrigens in Sachsen. Ferner scheine lhm der Ausschußbericht die Bedeutung der Theologie für d.e Physiognomie der Landeskirche ru unterschätzen, die der einzelnen Facultäten aber stark zu überschätzen. Von der Theologie sei die Physiognomie der Landeskirche immer abhängig, die einzelnen Facultäten aber könnten nur einen sehr bescheidenen Einfluß üben. Für das Letztere sei die jetzige Physiognomie der hessischen Landesk rche der beste Beweis Der Docent könne ja seine eigenen Meinungen nur vortragen, indem er sich gleichzeitig mit den entgegen- gesitzten Meinungen auseinandersetze. Die Zuhörer würden zudem durch die Vorft ungen selbst zur L-ctürc der vorhandenen Literatur angel-stet und hatten Ih-ilw-ts- wenigstens auch anderswo gchört, zwischen ihnen fänden außerdem beständig Dtscurse über d°S Gehörte statt. Den Einfluß dieser Umstände dürfe man nicht unterschätzen. Die Richtungen der Facultät änderten sich und zwar oft sehr rasch Schon um deswillen wär« es nicht °ng-z-igt, -inen Beschluß mit Rücksicht darauf zu fasten, ob di- Richtung einer Facultät mehr oder weniger genehm sei. Es sei auch zu bedenken, daß die Physiognom.e aller evang-l>sch°n Kirchen jetzt derart sei, daß die Richtung einer Facultat, st-.fei,w - sie wolle, immer einer Mehrzahl mißfallen werde. Man möge also dem Beispiele anderer Staaten folgen, welche für ihr Verfahren wohl Gründe hatten, die Landes- unioersität kräftigen und die Wege nicht betreten, welche bei Aufhebung des Btenniums betreten worden seien. Hier durch Befolgung einer falsch m Wettherzigkett e-n Landesinstitut zu schädigen, sei um so weniger Anlaß, als man in Hessen schon so wie so weitherziger verfahren habe, als in anderen Staaten, insofern die Unterstützungen des Oberconsistoriums ni$t an das Studium in Gießen gebunden seien, was anderswo einfach unmöglich wäre. Abg. Dr. Rieger: Es werde nicht nöthig sein, auf die Punkte einzugehen bezüglich deren der Ausschuß mit dem Antrag der Abgg. Stade und Genossen übers einftimme, er wolle deßhalb nur den D sftr-mzpunkt berühren. Zunächst müsse er sich dagegen erklären, die Frage der freien Concurrenz der theologischen FacuUaten nach der Analogie von Freihandel und Schutzzoll zu behandeln. Die Blüthe einer Facultät sei nicht durch die Anzahl der Studirenden bedingt, die man etwa Herbetschaffen könne, sondern durch ihre eigenen wissenschaftlichen Leistungen. Gerade die Facultät in Gießen habe diesen Beweis geliefert und sich ohne Stipendiatenanstalt wieder emporgehoden. Möglicherweise werde es ohne große Folgen sein, wie man sich hier entscheide, wenn nämlich das Resultat der Aufforderung zu Betträgen für die Stiftung ein geringes fei - aber das Dürfe man doch nicht von vornherein annehmen. Man müsse vielmehr voraussctzen, daß das Resultat ein großes und daß später diese Anstalt. im Stande sein werde, die Zuschüsse, welche eben zu Studienzwecken aus dem Centralkirchenfonds gegeben würden, zu ersetzen, damit die Mittel dieses Fonds, was dringend wünschens- werth erscheine, zur vollständigen Besetzung der erledigten Pfarrstellen verwendet werden könnten. In diesem Falle sei es allerdings von Bedeutung, ob die Sttpend'atcn von ihrem Stipendium nur in Gießen Gebrauch machen Dürften oder. auch auf anderen Universitäten. Wenn Herr Stade den Einfluß der einzelnen Facultat auf die Zuhörer als einen verschwindend kleinen bezeichne, so könne er dem nicht beipflichten. In den meisten Fällen, fast bei allen mittelmäßigen Geistern — und deren sei, wie überall, so auch hier die Mehrheit - übe die Facaltäi vielmehr einen sehr bestimmenden Einfluß, wenigstens für die erste Zeit. Gewiß müsse sich der akademische Lehrer auch mit ben entgegenstehendcn Meinungen auseinandersetzen und zu diesem Ende dieselben anführen, aber es komme darauf an, wie das geschehen und dieses Wie sei bestimmend für di Zuhörer. Die Gießener Facultät habe, so sage Herr Stade, keinen großen Einfluß auf die geistige Physiognomie der Landeskirche ausgeübt. Das sei nicht immer so gewesen. Zu der Seit, wo er (Redner) studtrte, habe die Gießener theologische Facultat einen großen Einfluß geübt und die geistige Physiognomie der Landeskirche sei vollständig von ihr bestimmt worden. Dann allerdings sei eine Zett gekommen. Ende ber 40er und Anfang der 50er Jahre, wo in Folge einer großen allgemeinen Bewegung dieses anders geworden fei. Später sei der Einfluß der Facultät um deswillen gering gewesen, weil man überhaupt nicht mehr in Gießen ftubirte, und bte fetzige Facultat könne ihren Einfluß noch nicht verspüren, da ihre Wirksamkeit noch zu fung sei; in etwa 10 Jahren aber werde sich derselbe in großem Maßstabe zeigen. Man werde ihm auf seine Versicherung glauben, daß ihn bei der Beurthettung der vorliegenden präge die theologische Richtung der Gießener Facultät nicht bestimme, daß er ganz ebenso be irgend einer denkbaren Richtung derselben entscheiden würde. 2Benn Herr Stad darauf aufmerksam mache, daß andere Universitäten durch eine Menge derarftger Anstalten die freie Concurrenz beschränkten, so beruhe das auf altem historischem Herkommen. Es empfehle sich aber nicht, heute auf diesem Wege weiter zu gehen vielmehr müsse man eine höhere und freiere Stellung einnehmm, nicht den Standpunkt etter künstlichen Poussirung der Landesuniversität, sondern den allgemeinen wffsenschaftlichen unb kirchlichen Standpunkt. Der Aufschwung der Gießener Facultat set trotz dir manaelnden Stipendiatenanstalt erfolgt, zum Zeugniß, daß solche Anstalten zur Blütv- der Unioerfilät nicht nöthig seien. Schließlich wolle er noch bemerken, daß der AuS- schußantrag ntcht ausschließe, daß das Stipendium, wenn es von den B-th-iligtm nicht ausdrücklich anders gewünscht werde, der Regel nach auf Gießen an»«- Heinrich »ogei von Mllinzlai Am in dasiger @ | * Gnindstück An AM«»! he venm . «n Eigenthumm ■4M erbringen. W «den dchr obtt sons MNe an roch M können, il * Wer gelt, M Mei fif werb. 'M, ben 12 rw ’* An,tsg«ich^ Dr »p^,: Min-Jrt, iS*?-!!.,. Gietzen, 18. October. Wir glauben im Interesse unserer Leser zu handeln, wenn wir im Nachstehenden den Wortlaut des Antrages Stade und Genossen betr. Gründung einer Luther st iftung an der Universität G l e ß e n nebst der Begründung und Discussiou dieses Antrages, zur Kenntnitz bringen. Wir entnehmen solches dcm stenographischen Bericht der „Darmst. Ztg. (Sitzung vom 12. Oewber). Nach Verlesung einer Jnterpellationsbeantwortung tritt das Haus m die Tagesordnung, Antrag der Abgg. Stade und Genossen, die Gründung einer theologtschen Stipendiaten-Anstalt zu Gießen betreffend, ein- Der Ausschuß empfiehlt das Wesentliche des Antrags zur Annahme in folgender Fassung: „Die Synode ersucht Großh. ObiTconfifiorium, den Gemeinden der Landeskirche in geeigneter Weise den Vorschlag zu machen, daß dieselben aus Anlaß des 400jährigen Geburtstages Martin Luthers Beiträge bewilligen zu einer Lutherstiftung, die unter einer aus synodaler Wahl hervorgehenden Verwaltung, unter Betheiligung eines Vertreters der theologischen Facultat zu Gießen an der Verwaltung und mit dem Verwaltungsfitze in G-eßni den Zweck haben soll, solche Studirendc der evangelischen Theologie, die sich verbindlich machen, der hessischen Landeskirche eine zu bestimmende Zeit zu dienen, durch Stipendien bet ihrem Studium zu unterstützen." Abg. Stade: Zu den ersreulichffen Erscheinungen, welche man ju unserer Qeit beobachte, gehöre der Eifer und die Hingabe, mit welcher das evangelische Volk sich anschicke, den 400jährigen G-burtstag d-s gewaltigen Rüstzeuges Gottes, Luthers, zu feiern. Daß diese F-ststlmmung eine Frucht bringe, welche pateren Geschlechtern noch von dem Sinne Zeugniß adlege, in welchem Luthers Geburtstag von UNS ge, eiert worden sei, und ihn-n Segen spende, sei ihm ein Herzenswunsch. D.esem Gedankem nachgeh-nd habe er naturgemäß des gewaltigen G-Hülfen, den Dr. Martin Luther bei dem^Werke seiner Klrchenerneuerung gefunden habe, Philipps des Großmüihigen, gedacht, weicher leider zum Schaden Deutschlands und der evangelstchen L-ache, als d.e Enlsch-idung gekommen, die deutschen Fürsten nicht geführt und den Platz nicht einzunehmen vermocht habe, auf welchen ihn seine Feldh-rrngad-n und seine Herrscher- tdiente st-llteii. Philipp habe bei Durchführung der Evangelisation Hessens die Unwersiiät Marburg gegründet, um für alle Zeiten die Unterweisung in reiner Leyre sicher -u stellen. Den» die Gründung einer Unwersität fei damals gleichbedeutend gewesen mit der Stiftung einer theologischen Schule, da die theologischen Faculiaten eben damals die ersten und wichtigsten der Universitäten gewesen feien und die Dis- cipllnen, welche heute eine selbstständige Bedeutung hatten, ^ifi^ch eft'c dienende Stellung eingenommen hätten. Diese Unioersiial sei später infolge des treuen Feft- daltenS der Darmstädter Linie an der luiherifchen Ausprägung der Reformation in die Untoersiiät-n Marburg und Gießen zerlegt worden, beide, wle keine andere deutsche Universität, Kinder der reformatorischen Bewegung. So sei der Wunsch entstanden, an einen Gedanken Philipps des Großmüthlgen anknüpsend. eine Stiftung ins Leben zu rufen, welche das theologische Studium junger Hessen erleichtern könne, habe doch Bbilivv gleich bei Errichtung seiner Universität Marburg Sorge getragen, dieser Schüler zuzuführen durch Gründung einer Stipendiatenanstalt. Daß der .n Verfolgung dieser Gedanken von ihm eingebrachte Antrag zeitgemäß sei, habe der Herr Berichterstatter in seinem Berichte so überzeugend dargethan, daß er sich bei der Frage nicht langer auszuhalten nöthig habe: nur Weniges wolle er hervorheben. Die Halste der Stiftung Philipps des Großmüihigen bestehe noch in Gießen, habe sich z-doch nicht weiter ent- mickelt Während Philipp für jeden Stipendiaten eine zahrliche Aufwendung habe machen können, welche nach jetzigem Geld- etwa 600 Mark betragen würde kann dt- Stiftung heute höchstens 140 Mark bieten. Ferner würden die Mittel, die i-tzt dem Obetconfifloiium für solche Zwecke zu Gebote stünden, sich voraussichtlich einmal mindern, °nn einmal fei die Classification noch nicht völlig durchgeführt und dann würden boffeniltd) in nicht zu ferner Zeit bte vacanten Pfarrstellen sammtlich besetzt werden. So erscheine es zweckgemäß und opportun, bet Zeiten für Ersatz zu forgen. Der Aus- ickuü nun empfehle den Antrag in etwas veränderter Gestalt Drei der Aenderungen «kenne er a^Verbesserungen an und acceptire sie nämlich di-Besestigung desWortes Stivendlatenanstalt", die Abänderung des über den Verwaltungsmodus Vorgeschlagmen " über beides könne die Synode erst später bestimmen, wenn das Ergebniß der Sammluna n vorUege - und die Einsetzung der Verpflichtung für die künftigen Em- L7r d?r hessischen Kirche zu dienen. Richt j-doch könne er sich mit der Streichung &orte „SU ©Uen" Sinter„eutberftiftunfl- einnerünnben ertlaren, doch fei auch h er zwischen dem Ausschuß unb ihm ein gewisses xarftelles Zusammenstimmen Vorhand n Auch er habe von vornherein als mogUch «ns Auge ge atzt, daß in bestimmten Fällen ’ dte Eiträgnisie der neuen Stiftung auch außerhalb Gießens verzehr werden könni-n Allein er habe geglaubt, daß dies Ausnahmen sein sollten, aus welche man nicht von vornherein die ganze Stiftung einrichten önne. Dft Gründe seiner Aus- faffuna welche wie er glaube, zwingend seien, seien folgende. Die Gemeinden, an die man sich zu wenden das Oberronsiftorium bitte, feien 6 ef Hf d)e ®em(inben die Er- ,'räanisse einer in Hessen veranstalteten Sammlung müßten doch zunächst einem heif ifdien Institute zu Gute kommen. Welter komme er zu seiner Auffassung gerade non den Gründen aus, von welchen aus der Ausschuß zu der gegenthelligei, gekommen lft Auch er ichätze die freie Conrurrenz, aber eine solche der 16 evangelisch-theologischen ‘Cnrultfiten sei aar nicht vorhanden, bk meisten hätten sich «egen jede Concurrenz ge- nanrert Könne es barum vortheilbaft fein, eine einzelne jeden Schutzes zu berauben? Mülle man nicht vielmehr, wenn freie Concurrenz bestehen falle, die Facultät möglichst concurrenzfäh^g zu machen suchen? Er erlaube sich kurz anzuführen wie weit man in {.“(em berechtigten Streben in anderen Staaten gegangen fei. Berlin habe das Mclanchtboneum und das Johannenm, von d-m Domcandidotenstift zu schweigen, in roelchem Studftende zuweften Aufnahme fänden, Bonn und Goitingen je ein (Stift mit Hnem -infvector Breslau das Johanneum, danebiN 300 Freitische, welche vielen Tbeoloa n zu Gute kommen, Erlangen das theologische Studienhaus, Halle das schlesische Convic! Heidelberg einen Fonds, welcher mehrfach auch Nichtbadener zu unterstützen tes. WH.? K'L *3«(oS 1“ & M S« Zii!°d bii >aue Mu8brucfSme|fe J 1. ber 6W K im Saufe W« ,iit beffimmter Wpi 3 Stiiblum auSwW" ullit wenieften8 eine etwa? ganz Abt ■ ittki krinr Auswahl se Ag. Stade- Das W bii Beschrünkungev Str Antrag H Au ibt mit 30 oen 50 ©tt Mm, 18- Octob« bmln Credltrefonn ml - j r ilffl verslbtedensten Bro -Mtenmäßlgen Behani ; ’tberungen sind 30 Pos :dWtat nl(6t ben 9 i r-ligehendsttn Bedeutm ! Äng erlangen, wenr L ;itin fein wird. Die B * bewahrt. Dem < h:@tlegenbett geboten, se «Ä eine Macht in ber f ibflS mit dem Verein v ^nfniflqetttln ic. bem '■i^nniaba ®b *8 oo« 25 ö.b CM? « foüe daunn.^ Essenbach: Die Abschlteßung anderer Hochschulen beweise nicht, bai man es auch so machen solle; man solle thun, was recht sei, und nicht thun was au« Andere jhäten, wenn man es für unrecht halte. D«e jewetltge Richtung sei. allerdtrig nichts Constantes unb nicht von Einfluß. Er könne es nur für wün chensweM halten, wenn ben jungen Theologen, bte meist aus engen kleinen Verhaltmssen kämen, die Möglichkeit gegeben werde, ihren Gesichtskreis zu erweitern unb andere UnlverMM iu besuchen. Er habe früher schon einen Antrag gestellt auf Stiftung zweier 9W ftipenbien unb würbe aus bem bezeichneten Grunde diesen Antrag wiederholen wm die nöthig-'N Gelbrnsttel vorhanden waren. Der Ausschußantrag stelle tn AusfM daß sich das Dberconfiftorium für die Sacke intereffire unb bd ber Verwaltung tbeiligt set; das sei auch nöthig, da diese Stiftung für die Kirche fei und diese deßhalb of" ^AbgMillHr (Alsfeld): Er stehe im Allgemeinen auf dem Standpunkte d-s Abg. Stabe, wenn er auch nicht allen Ausführungen desselben bettreten könne. Zusatzantrag des Herrn Stade befreie ihn von einem Drucke. gebung ber Universität, man müsse aber bedenken, daß der wissenschaftliche Aust ! heutzutage bedeutend erleichtert sei unb daß Leute, welche nur ^uf einer Un v s ftubtrten, nicht nothwendig einseitig würden. Es gebe gewißi viele geistlich, " in Gießen studirt, die aber mcht aufgebort hatten, ihren Gesich.Skreis fortwährenv erweitern. Anders wäre dieses, wenn die Facultät in G»eßm so eingerichtet wä , die Freiheit ber Lehre eingeschränkt werde. Auch der Verwaltung der Stiftung brtnfl er volles Vertrauen entgegen. ___ ßt Abg. Stade: Er wünsche einige kletne Mibverstandnlss- zu b-Eftgen.» verlange nicht, daß die Hessen alle In Gi-tzen studlrten. In Hessen f i etne F i.®6 feit, wie sonst nirgends. Aber er wünsche nicht, datz man ein Stipendium fltüW welches der Entwickelung Gießens schaden könne. Der Einfluß einer Faculiät auf «i Physiognomie ber Landeskirche werde genau so groß oder so klein sein, ob v dem Ausschußantrag oder nach dem seinen besckfteßen werde. ,Weil die F z 6 in so hohem Maße gewährt sei, sei es nicht nothlg, sie zu vergrößern. Abg. Dr. Weber: Der Einfluß, den eine Facultat °»f die Studirenden W sei ein nicht zu unterschätzender; es bildeten sich häufig vollstand g Regel nack aber sei die Jugendzeit maßgebend für das ganze Leben^ und man W deßbalb bte Berechtigung der Eltern nicht bestreiten, jne Stiftung bezeichnen, auf welcher ihre Söhne ftubtrten. Hier beabsichtige man Abg.^ S tade stellt folgenden Zusatzantrag zu bem Anträge des Ausschusses: Hinter die Worte „bei ihrem Studium" einzuschieben „vorzugsweise bei solchem tu ©lefeen. ($urtmann; ein Gegner j des Particularismus, allein, nachbew man von Herrn Stade gehört habe, wie die andern Faeultäten sich abspenrttn, mW er bte Auffassung dieses Herrn theilen. Es käme ihm boch bet Lage der VerhältnW höchst wunderbar vor, baß bas hessische Gelb wo anders verzehrt werden foa^ M in Hessen- Die verschiedenartigen kirchlichen Strömungen konnten bc: b efer Frog nicht m Betracht kommen, denn sie seien bestimmt, zu gehen, die Stiftung aber »nb der M den 1 1 : Bukarest Lheilnahmen. Um halb 4 Uhr erfolgte die Abreise des Königs nach Gmunden, von wo er seine Familie abholt, um nach Athen zuruckzukehren. — Eine Meldung der „Polit. Corresp." bestrettet, daß der Fürst von Bulgarien eine Reise nach Bukarest plane; der Fürst denke nicht daran, Sofia zu vcrlassm. Ottober. Dcr Kaiser ist gestern Abend nach Wien ab- aereist ■ bei der Abreise wurden ihm Seitens der Bevölkerung enthusiastische Ovationen dargebracht. Während seines dreitägigen Aufenthaltes Hierselbst besichtigte der Kaiser die öffentlichen Anstalten, die Amtsgebäude und die Schulen der neuaebauten Stadt auf das Eingehendste. ßtffabvn, 17. October. Die Nachrichten über die an der spanischen Grenze stattgehabten Zusammenrottungen von Bauern stellen sich als von der Ovvositionspresse übertrieben dar. Eine besondere Bedeutung war diesen Vorfällen überhaupt nicht beizulegen ; nach Mittheilungen der Regierung ist die Bewegung bereits als völlig beseitigt anzusehen. « London, 17. October. Der Proceß O'Donnell, des Mörders von Ca'-en ist bis zu den Assisen im November verschoben worden. - Marquis Tseng kehrt im Lause dieser Woche nach Paris zurück und bleibt dorr acht Stober. Die Kammern wurden auf den 8. November einberiffem Octol)cr. Das belgisch- KönigSpaar ist Nachmittags 2 Uhr mittelst Hofzuges hier ongetommen und wurde von dem holländischen Königspaare am Bahnhofe empfangen. Das holländische Königspaar hatte seine hohen Gaffe auf dem Perron in einem besonders hergerichteten Zelte erwartet. Der Komg von Holland trug d e Admtralsunlform und das Großkreuz des L-ovoldsordens, der Kömg der Belgier die Generalsuniform unb das Grotzkreuz des niederländ scheu.Lowenordens. Die bciden Könige unb Königinnen umarmten unb begrüßten sich herzlich. .Alle Stationen, welche der Hofzug von ber Grenze an passirte, waren beflaggt Das belgffche Köntgspaar reist Abenbs nach Amsterdam weiter, wo denselben morgen das holländische Konlgs- paar einen Besuch abstattet. __ Lokales- mit per M ebenso W EigenthumS- ober sonstige dingliche n Rechtsansprüche an vorbezeichnete Par- * machen zu können glauben, hier- 1 Jjltlrf'i mit ausgefordert, solche so gewiß binnen jtanbpuntt M drei Monaten dahier geltend zu machen, ‘Deutsches Troduct der ßocpott- iren von 2oui$ Lony. empfiehlt AMicht A»ffl>rdn««,. Heinrich Bogel II. Eheleute von Mainzlar beabsichtigen, das ihnen in dasiger Gemarkung zu- -ehende Grundstück Flur V Nr. 139 m veräußern; sie vermögen jedoch urkundlichen Eigenthumsnachweis dafür i«t i-' 'S alten M $ H i, daß der M Hießen0113 Mount Enos Rombola Alter Moscato . • . Süßer Moscato . . . Corinthen Auslese . Malvasier .... nicht zu erbringen. Es werden daher Alle, welche I. V.: 6960 Dr. Berchelmann. le ein}* enossin M müsse er sch icultaten nch Iner FocM Lasten könne, tat tn Nm mMgehobea. treibe, wenn ein geringes rüste vielmehr ilt im Stande MrchensM ib münschküS- nenbet werben ;penb’ütcn ooti h aus anderen st bie Zuhörer Iten. In ben wie überall, Io enden Einsts, Griechische Weine Von der Firma E. A. Toovle in Cephaloma - auch mit ben ilben ansühtiir. mmenb iüe bte en EinM M rer so 0^- SflcaitttAra sei oollflück« End« d-iÄ» rvegung dieser len gering E w wn r M/eir Qn werbe ib® egenden W' Nheile Mung, Edingen * kein 1 SarnA u 'hm der , Von der inen ^ech Mesn die ocenl könne «mlesüN 'veuiM ft über bnb DieU- i Dillen wirt ichiung einer hystognorn^t i, üe sei wie em Beispiele die Lande?-. 3 kennte em Lande?: on so wie so ühungen de? rä anberSwo 2.— (halbsüß) 2.20 (süß) 2.30 | 2.40 \ (ganz süß) 2.50 I — Eine Episode aus dem Hofleben in Homburg wird der „Nat.-Ztg." von einem Augenzeugen mitgetbeilt. Im Corridor des Homburger Theaters stand fröstelnd der spanische auswärtige Minister MarquiS de la Vega de Armijo und wartete aus den Diener mit dem Mantel, der nicht kommen wollte. Ein hoher Officter, der die Verlegenheit des Spaniers bemerkte, trat auf ihn zu und bot ihm in sranzöstschcr Sprache seinen eigenen Paletot an; der spanische Minister, dem eine Ahnung ausstieg, mit wem er es zu thun habe, weigerte sich entschieden, den Paletot zu nehmen. Inzwischen kem der Diener des spanischen Ministers hinzu und eine Anzahl anderer Personen, die den so überaus höflichen Officter ehrfurchtspoll begrüßten, — es war der deutsche Kronprinz. t — Den weltbekannten Fabrikaten F. Sonnecken's Verlag ist von der Jury der Internationalen Ausstellung für Colonteen und Export tn Amsterdam die silberne Medaille zuerkannt worden. WttterungSkunde.*) „ 19. October. Freitag. Frühmorgens und Morgens heiter, Nachmittags örtlich windig und veränderlich, spätnachmittags gewitterhaft mit Niederschlägen, vielleicht Graupelböen und auffälliger Abkühlung; Abends etwas besser, Nachts Niederschlage. 20. October. Samstag. Morgens Neigung zu herbstlich angenehmem, mittel- heiterem Wetter, spätnachmittags bedeckt bis gewttterhaft mit kühlen Niederschlagen. Auch wohl Nachts noch Niederschläge. *) Aus Dr. L. Overzter's Wetter-Prognose für den Monat October abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengseld'schen Buchhandlung in Köln, Preis'1 XY — Nachdruck verboten. Aus der Holzernte des kommenden Winters sind durch Handverkauf zu vergeben: cd. 500 Cbm. Roihbuchen-Slammholz bis zu 60 Ctm. Durchmesser, ca.100Cbm.Hainbuchen-S1ammholz, cct.,200 Cbm. Eichen-Grubenholz und cd. 400 Cbm. Kiesern-Grubenholz. Die betr. Holzschläge liegen 1 bis 6 Kilometer von hiesiger Bdhnstdtion entfernt. Kauflustige wollen sich unter Angabe der gewünschten Mengen u. Dimensionen an die unterzeichnete Stelle wenden. Lich (Oberhessen), am 17. Oct. 1883. Mrstl. Solmsische Oberförsterei Lich. 6952 Wimmenauer. Handel und Verkehr. Frankfurt, 17. Oktober. Aus dem heutigen Markt kostete der Centn^ Heu X 3.30—4.00, Strohs 3.10—3.30, Eier das Hundert 6 00—7.00, Stück 7 Butter 1. Qualität X 1.25, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Gentner X 2-00—2.50, Kohlrabi 4-6 H per Stück, Erbsen per Pfd. 00-00 Rothkraut per St. 12-30^. Poularden X 0-0, Huhn«X 1.50-2.20, 1 Ente X 2.00-3.00, 1 Taube 50-60 H, Hahn X 0.75-1.30, Gans X 5-7.00, Welsche X 8-9. Limburg, 17. Oktober. Nother Wetzen X 18.05, alter X 16.15, weißer Weizen 17.60, Korn X 13.80, Gerste X 10.20, Hafer X 7.10, Erbsen X-, Kartoffeln X —- wss iblP‘«ö werben „ LZ >et* t‘6SÄ SHA S-tzS e « afe sonst die Veräußerung bestätigt Md der Eintrag in das Mutations- verzeichniß verfügt werden wird. Gießen, den 12. October 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. . 1inh imQr unter Mitwirkung sämmtlicher Gemeinden, welche man beizusteuern ’Än wott“ In den ö-rschi-d-n-n Gemeinden herrschten verschieden- R'chlung-n -« confequente Folge, daß man ermöglichen müsse, daß den Eltern das Recht, 5un-.rsitSt für ihre Kinder ,u bestimmen, nerbleibe, die Gewährung des Stipen- nicht an das Studium in Gießen geknüpft werden bür,e. Er empfehlt deßha b ^AuSichußantrag. In der Praxis mürben wohl die Stipendien doch tne.fi tn iWrften verzehrt werden aber es sei auch möglich, daß man wünsche, eine andere Uni- Ätät zu besuchen, und den beiden Wünschen müsse man gleiche Stellung einraumen. Äigens werde er, wenn der Ausschußantrag falle, auch für den Zusatzantrag des M. Stade stimmen. Zusatz tu^em^Anirag^des Ausschusses-, die, wenn von den Betheiligten nicht der Besuch einer andern Universität gewünscht wird, zu Gießen angewiesen werden ßvdGemündet denselben mit folgenden Worten: Der Antrag habe Feinen andern giß Hatz, was in dem Antrag Stade liege, genauer zu pracisiren. Der Ausdruck Umaswttse" fei nicht ganz durckschaulich bezüglich seiner Tragweite, der von ihm kragte Zusatz gebe bie präcise Bezeichnung. Dbg. Wahl theilt den Standpunkt des Abg. Rieger und erklärt sich gegeni die ßnaenaue Äusdrucksweise „vorzugsweise". Die Entscheidung liege tn der Hand der Ver. moltuna der Stiftung und bezüglich dieser sei er nicht so vertrauensselig, als andere s ^d° im Laufe di-s- -in-ander- w-rd-n tönnc. D-m St,p-ndiat-n müsse Piel- '■ ,fn bestimmter Anspruch gegeben werden darauf, daß er sich die Facultat zu ^Stnbtum au§mäMen fönne Wenn tn Preußen die Bestimmung sei, daß der ^üvendiat wenigstens eine bestimmte Zeit auf einer preußischen F^^ultät studirt habe, so sei das etwas^ ganz Anders, da in Preußen die Auswahl zwischen 8—10 Facultäten, bier aber keine Auswahl sei. . o Abg. Stade: Das Lchtbemerkte beruhe auf einem Jrrthurm In der That be- fifinbcn bie Beschränkungen meist für die bestimmte Facultat der Provinz. Der Antrag des Ausschusses wird hierauf einstimmig, der Antrag des Abg. Stade mit 30 von 50 Stimmen angenommen. irr ndober. Vor 5 Wochen, am 9. September, constituirte sich hier Heute zählt der Verein 70 Mitglieder oni den verschiedensten Branchen. Von 20 Mitgliedern würben 160 Posten dem Bureau w statutenmäßigen Behandlung übergeben. Schon nach Erlaß der ersten Aahlungs, Morderunaen sind 30 Posten zu Gunsten der Gläubiger erledigt worden. Sollte ein solches Rksultat nicht dm Beweis liefern, daß die vom Verein angeftrebten Reformen bir weitaehendsten Bedeutungen haben? Aber erst dann wird der Verein seine vollste Aedeutung erlangen, wenn der ganze Geschäftsstand und Kaufmannstand im Verein vertreten sein wird. Die Bücher werden gereinigt und bleiben in der Folge vor alten ßinträaen bewahrt. Dem Schuldner wird eine nicht von der Hand zu weisende kosten- freie Gelegenbett geboten, seiner Verpflichtung nachzukommen; allerdings hat auch der $trein eine Macht in der Hand, den böswilligen Schuldner ungefährlich M machen. M daS mit dem Verein verbundene Auskunftsbureau mit seinen Legitimationskarten unb Anfragezetteln rc. dem Grossisten dient, soll ebenfalls hier Erwähnu^nnden^^ Deutlich meistbietend versteigert. Bis zum Tage der Versteigerung ?! Eden obige Gegenstände nuch dus Ä Ml sreier Hand verkdust. Bad-Nduheim, den 17. Oct. 1883. Großh. Ortsgericht Bdd-Nduheim. 6950 Schutt. ohne den lästigen Theergeruch, aus der Königl. Bayer. Hosparsümeriesabrik von C. D. Wunderlich. Nürnberg, preisgekrönt B- Lds.-Ausst. 1882. Seit 19Iah"'" mit größtem Erfolg eingeführt und i vielen Aerzten empfohlen gegen H^utaussckiäge aller Art, insbesondere gegen Hautjucken, Flechten, Grind, Kopf- und Bartschuppen, Frostbeulen, Schmeißfüße und Krähe. 35 Herr Wilh. Wenzel hier unterhält ebenfalls Lager von diesen Weinen und werden solche auch im Glas bei demselben verabreicht. .. 3u beginnender Mnlersaison! Strickwolle in dllen Fdrben und Qudlitäten zu billigsten Preisen, sowie die seit Jdhren von mir eingeführte LHockwolls! das Pfund 1.20 empfiehlt J. II. fr'tihr. Sonnenstr. 25. NB. Stricken von Strümpfen, Röcken rc. wird billigst besorgt. Auch stehen Musterröcke zum Abstricken gratis zur Verfügung. 6254 Verbesserte Theerseife, 731) Heber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In ein* oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn ma.L von der Annoncen - Expedition von HAAS ERf ST EIK VOGEER 'n Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund rc-icner Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt empfiehlt 6957 Emil Fischbach.. Au verkaufen. In meinem Besitze befindet sich noch eine Partbie Pferdeteppiche, Bügeltepptche und Ueberzieher, welche ich brllrg abgebe. 6592 K. Krünebaum, Sonnenstratze. Mobilien-Versteigerung. 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Bierey) in Leipzig, sowie durch jede Buchhandlung in Gießen. 5352 I Stadttheater in Gießen. Freitag den 19. October 1883- 9. Vorstellung im Abonnement. Frauen kämpf. Lustspiel in 3 Akten von Scribe. Hierauf: Die Kunst, geliebt werden oder: Der Liebestrank. Liederspiel in 1 Akt von F. Gumbert. Anfang 7V2 Uhr. — Ende 10 Uhr. F. 8rautleeht. Die gegen Georg Wilhelm Mootz in Groß-Buseck ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit zurück. Groß-Busech, den 18. October 1883. 6954 Konrad Hahn. 6893 Israelitische Schüler erhalten Kost und Logis. Wo ? sagt die Exped. d. Bl. M M ; ii Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Großvater Carl Weil, Lolmdtener, nach eintägigem schwerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 18. October 1883. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr, vom Sterbehause, Neuen Bauen 11, aus, statt. 6856 Gasthaus zum Löwen. Heute Donnerstag und Freitag, den 18. u. 19. October: COjVCJEÄT ausgeführt von der bekannten Musik- und Sänger - Gesellschaft Familie Müller, 4 Damen, 2 Herren. Anfangs Uhr. Enträ frei. 6937 @a. soöoo Mark gegen 1. Hypothek zu leihen gesucht. Gefl. Adressen an die Exped. ds. Bl. erbeten. 6714 -SÄ Nähmaschinen aller Systeme g werden gut und schnell reparirt von Wilh. Graf, Mechaniker, Schloß gaffe 17. 6884 Zwei Zimmer mit'Küche Und Zubehör werden in freier, gesunder Lage von einer einzelnen Dame zu miethen gesucht. Offerten bittet man unter Nr. 100 in der Exped. ds. Bl. abzugeben. a> IVRwrie Siömy Tc Theodor Verlobte. 6963 Giessen. Schotten. werden nach neuester Mode umgearbeitet, Reparaturen gut und billig ausgefllhrt bei A. Schultheis junior, __________Kürschnermeister,- Seltersweg 21. | 6923 Möblirtes Zimmer zu vermiethen Westanlage 15 (mittl. Stock). Wir erlauben uns unseren lieben a. H. a. H. und Freunden des Corps mitzutheilen, dass heute Morgen nach nur eintägigem Krankenlager unser Corpsdiener Für Einjährige! Zwei fast neue Waffenrücke zu verkaufen. 6904 Wo? fagt die Exped. ds. Bl. Sauerkrautfäffer (auch zu Aepfelwein geeignet) verkauft 6838 H. Becker, Löwengaffe 28. n, Das nächste Concert wird als das noch rückständige 6. Coneert des 91. Veremsjahres (1882/83) am 14. November stattfinden. riR^-?f‘Cr r^r!I^,ä6*9vn ®"nccrte des neuen Vereinsjahres (1883/84) sehr bald daraus ihren Anfang nehmen, so wird gebeten, ne«c evettrrttserklarungen mit Angabe der gewünschten Karten, resp. Sperr- sttze, sowie etwaige Wünsche bisheriger Mitglieder in Bezug auf Aenderuna m der Zahl ihrer Karten und, Sperrsitze bis spätestens Donnerstag ben 2a. October schriftlich m die Musikalienhandlung des Herrn Wilhelm Ntudolph gelangen zu lassen. Carl Weil eines sanften Todes verschieden ist. Unser Corps betrauert in ihm einen Mann der durch mehr als 30jährige treu geleistete Dienste sich die Achtung und das Vertrauen aller Mitglieder desselben erworben hat. Das Corps wird ihm ein ehrendes Angedenken wahren. V Giessen, den 17. October 1883. Das Corps Starken burgia. Die Beerdigung findet Freitag den 19. October, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 6 ’ 6966 6928 Einen Schmiedgefellen sucst I. Becker. L - ,ä. Q- A i ■« Geschäfts - Verlegung. r - $on >'t>‘ «6 b-ft-id-t sich mein @efW im Hause de» $errn KSjt/l, Dr. Domeeifl, Schulstrasse 10, und verbinde ich mit dieser Benachrichtigung die Bitte, meine werthe Kundschaft wolle mir ihr geschätztes Vertrauen auch in meine jetzigen Localitäten folgen lassen. ÖS1 bcr m tep fege k Wert^"'Wbet ÄS»1«" Mt. der Stauben am körn ^lin zurückzukehren. 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