6185 ir innigst- Str. 217. Mittwoch den IS September 1888 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. vureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MOtztztagS. Sterbehaus I einem yvwu^v , - - Chk. WB - iramnarxwg aaeawifeEs- Tamarr. »ctgawwaroBnag H)vLitLf^e tnÄ t 'VÄ ebenen: nilie. ganzen Welt gewonnen hat — Gewissensfreiheit und Duldung — mit der ^dringlichen Mahnung, stets dessen eingedenk zu bleiben, daß die Krast des Protestantismus nicht im Buchstaben und der starren Form, sondern im zugleich Wendigen und demüthigen Streben nach der Erkenntniß christlicher Wahrheit Grütze, schloß der Prinz seine Rede, welche gleich dem Erlaß des kaiserlichen dllters, ein lautes Echo in allen protestantischen Herzen wecken wird. Die großen Herb st Übungen der deutschen Truppen, denen ie Anwesenheit des obersten Kriegsherrn seit Jahren den bezeichnenden Namen kr Kaisermanöver verliehen hat, haben mit der am 14. September stattgesun- hen Parade des 4. Armee-Corps auf dem historischen Schlachtfelde von Roß- ihren Anfang genommen. Dieselbe ist in glänzendster Weise verlaufen; Von den nach Zehntausenden zählenden Zuschauern wurde der Kaiser überall, er sich zeigte, enthusiastisch begrüßt; nach Beendigung des Parademarsches, m welchem die sürstlichen Chefs ihre Regimenter vorführten, kehrte der Kaiser illh Merseburg zurück. Die 30. Generalversammlung der deutschen Katholiken Düsseldorf hat am Donnerstag ihr Ende erreicht, ohne irgend ein bemerkens- Arches Resultat erzielt zu haben. Wenigstens hat sie keinerlei Anhalt zur Be- «nheilung der kirchenpolitischen Situation dargeboten, obwohl dieselbe durch den desich, den Herr v. Schlözer vor seiner Rückkehr nach Rom dem Fürsten Bis- Arck abgestattet, wieder mehr in den Vordergrund der Discussion gerückt wird, «erkenswerth war die Düsseldorfer Katholiken-Versammlung nur insofern, als ? ühr auch Verhandlungen über die Thesen der unlängst aus Schloß Haid ver- M'melt gewesenen ultramontanen Socialpolitiker stattgefunden haben. Diese ^.Handlungen und namentlich das Auftreten des Centrumsführers, Herrn Winidthorst's, bestätigen die Annahme, daß in den Reihen des Centrums ernst- lchtt Meinungs-Verschiedenheiten über gewisse socialpolitische Fragen herrschen Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brintzerlotzr! Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ™ rr l Pr „ Gießen, am 13. September 1883. Betreffend: Dre Aufstellung der Voranschläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1884/85. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach unserem Amtsblatt Nr. 7 von 1881 sind die Voranschläge spätestens Ende October dem Gemeinderath vorzulegen und spätestens bis zum 18. November an uns einzusenden. Wir beauftragen Sie daher, sofort mit der Aufstellung der Voranschläge zu beginnen und hierbei die Be- sümmungen der Instruction vom 20. October 1874 und die zu den vorderen Voranschlägen ergangenen Beschlüsse genau zu beachten. Ferner bemerken wir, daß : 1) als Beitrüge zur Kreiskasse dieselben Summen vorzusehen sind, welche für 1883/84 in die Kreiskasse bezahlt wurden; 2| bei Berechnung der Holzpreise unsere Verfügung vom 31. October 1882 — Anzeiger Nr. 258 — maßgebend ist. Im Uebrigen verweisen wir noch auf unsere Verfügung vom 20. September 1881 — Anzeiger Nr. 225 — und sprechen die Erwartung aus, daß Ne die Voranschläge pünktlich an uns einsenden werden. Dr. Boekmann. Betreffend: Die Taubstummen-Statistik. Gießen, am 17. September 1883. Das Großherzogliche Kreisamt -Gießen an die Ortsfehulvorstände des Kreises. Sie wollen, soweit dies noch nicht geschehen, alsbald die in obigem Betreff zu erstattenden Berichte einsenden. Dr. Boekmann. n ttiovu l I , „ ......... *etl die Worte des fürstlichen Sprechers und mit besonderem Nachdruck wies Stockderselbe darauf hin, was die That Luther's nicht nur den Protestanten, sondern i S 6er nntnow orinU aa^am^v. «»Sm tzernitt t HwK H "S.- ÄH mr mi! °llm » eines Familienlogis _______NeuW. le kleine, nenhergm ung an rnbige h ib per 1. Oktober boii hr. 8ony,^BierbM elgroßes Familienlozi; !rmiethen bei PH. TchlattekA nsarde von 3 Zimimn: ruhige Leute zu nemi ktober beziehbar. -rie-el, BahnhofM-r kleines Logis zu nini M, Caplansgahk^ möbt Rimmer zuvmli ßr. Fürsts und es ist Herrn Windthorst nur durch Stellung der „Cabinetsfrage" gelungen, die Einigkeit im ultramontanen Lager wieder herzustellen. Recht eigenthümlich berührt es bei den Verhandlungen des Düsseldorfer Katholikentages, daß wahrend derselben der Chef der Centrumspartei den Vorschlag einer internationalen Katholiken-Versammlung gemacht hat, mit dem herausfordernden Gedanken, am 10. November, dem 400jährigen Geburtstage Luther's, einen „Gebe.sverein für die Beendigung der Glaubensspaltung" zu gründen. Die 28 Ergänzungswahlen zum sächsischen Landtage haben die Wahl von 16 conservativen, 6 fortschrittlichen, 3 nationalliberalen Abgeordneten und eines Socialdemokraten zur Folge gehabt; über zwei, nur als „liberal" bezeichnete Abgeordnete ist die nähere Parteistellung noch unbekannt. Im Allgemeinen haben die Wahlen keine Veränderungen in den Parteiverhält- nissen des sächsischen Landtags ergeben. Die aufrührerische Bewegung in Kroatien zieht trotz aller „versöhnlichen Dispositionen" der ungarischen Regierung immer weitere Kreise. Jetzt ist auch das sog. Banat und das Gebiet der ehemaligen Militärgrenze von ihr erfaßt worden und auch hier sind es hauptsächlich die Bauern, welche sich der Durchführung des ungarischen Staatsgedankens mit gewaffneter Hand widersetzen. Es haben an der Banatgrenze schon wiederholt blutige Zusammenstöße zwischen den Truppen und den Bauern stattgefunden und hat man in Buda - Pesth die Entsendung größerer Truppenmassen nach den insurgirten Districten ernstlich in's Auge gefaßt. — König Milan von Serbien ist zum Chef des österreichischen Infanterie-Regiments Nr. 97 und Fürst Alexander von Bulgarien zum Obersten im österreichischen Dragoner-Regiment Nr. 6 ernannt worden. Während die französischen und die chinesischen Diplomaten noch wegen Anams hin- und herschachern, sind in Tongking neue und heiße Kämpfe entbrannt. Von Hanoi aus operiren die französischen Truppen zur Zeit gegen Sontap und auf dieser Linie ist es in den ersten Septembertagen ' zwischen den Franzosen und den Streitkräften der „Schwarzen Flagge" bei Phonhai oder Pallan zu einem blutigen Zusammenstöße gekommen. Amtliche französische Quellen selbst besagen, daß der Kampf, in welchem die Franzosen ca. 60 Mann — darunter 5 Osficiere — und die Gegner 500 Mann nebst 2 Geschützen verloren haben, drei Tage gewährt habe. Den Franzosen sei die Besetzung der feindlichen Positionen gelungen, doch habe sich General Bonet zurückgezogen, um Verstärkungen abzuwarten. Gerade wie bei der Affaire von Phukai sind die Franzosen auch jetzt wieder zurückgegangen, trotzdem daß eine kleine Abrheilung die feindlichen Positionen noch besetzt hält; es sieht dies gerade nicht nach einem glänzenden Siege der Franzosen aus. Vorläufig geht also der Krieg in Tongking neben den Verhandlungen in Paris weiter und es liegt auf der Hand, daß die chinesische Regierung jede neue Schlappe, welche die Franzosen im Kampfe mit der „Schwarzen Flagge" erleiden würden, zu ihren Gunsten ausbeulen würde. Kaiser Alexander dehnt seinen Besuch am dänischen Königshofe un- gswöhnlich lang aus. Nachdem die Abreise des russischen Herrschers von Kopenhagen bereits aus den 15. September festgesetzt war, hat derselbe seinen Aufent- gedenkt Kaiser Wilhelm in diesem Erlaß des gewaltigen und gottgesegneten Dirken Luther's, wobei deb greise Kaiser zugleich in ergreifender Weise seine W evangelische Gesinnung ausspricht. Mit einer zu Herzen gehenden Zusam- Anfassung Dessen, was die Lutherfesie fördern sollen — die Weckung und Ver- Üesung evangelischer Frömmigkeit, die Wahrung guter Sitte und die Befestigung Friedens in der evangelischen Kirche — schließt diese wichtige Kundgebung unseres Kaisers. Den in ihr enthaltenen Gedanken nimmt die Rede, welche Kronprinz Friedrich Wilhelm bei der Einweihung der Wittenberger Lutherhalle Schalten hat, auf; oii den Geist und das Wirken des großen Reformators, das üch auf mehr als einem Gebiete deutsch-nationalen Lebens bethätigt hat, erinner- EiRltLdung /l einer Sonntag den 23. Septen,der l. I., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus Stein zu Nidda statthabenden Besprechung der Mit- Wieder des Landespferdezucht Vereins und Freunde der Pferdezucht. Tagesordnung: 1) Referat über die für die landwirthschaftlichen Verhältniffe der Provinz Oberhessen am meist geeignete Pferderace. Von Herrn Veterinär Dr. Kreuder zu Nidda. 2) Hebet den Zweck des Landespferdezucht-Vereins. Stammheim, den 15. September 1883. Im Auftrag des Präsidenten des Landespferdezucht-Vereins. _____ Adf. Rullmann. W jw'V» ' ® 1, yo'ld iGi^tzen, 18. September. Zu zwei bedeutungsvollen Kundgebungen hat das am Don- __________ $ msiag in Wittenberg gefeierte Lutherfest geführt, Kundgebungen, die um so Wes Zimmr Httll bmerkenSwerther erscheinen, als sie von unserem Kaiserhause ausgehen. Durch eines in3^en> :’| Erlaß vom 25. August hatte Kaiser Wilhelm den deutschen Kronprinz mit "TtoctmifSfl ieiner Vertretung bei jener erhebenden^Feier beauftragt und in markigen Worten ^istperA^E^ halt wieder verlängert und zwar, wie es heißt, bis zum 25. September. Trotzdem darf man wohl daran sesthalten, daß hierbei keinerlei politische Motive mitwirken; der Czar hat eben das erklärliche Bedürfniß, sich von den Mühen und Sorgen seiner Stellung einmal längere Zeit zu erholen und daß er diesmal die stillen Gärten von Schloß Fredensborg den stolzen Parks von Gatschina und Peterhof vorzieht, darf nicht überraschen, da er in Fredensborg gänzlich von dem auch in Gatschina und Peterhof herrschenden Hosceremoniell befreit ist. — Es wird versichert, daß der englische Premier, Herr Gladstone, welcher sich gegenwärtig aus einer Vergnügungs-Tour zur See befindet, einen Abstecher nach Kopenhagen zu unternehmen gewillt ist, was allerdings gerade jetzt recht auffällig wäre. Die zwischen der Pforte und Montenegro noch schwebende Grenzsrage scheint durch den Besuch des Fürsten Nikita in Konstantinopel wirklich ihre definitive Erledigung gefunden zu haben. Die türkische und die montenegrinische Regierung sind jetzt übereingekommen, daß die christlichen Dörfer im Limthale, welche gegenwärtig durch Montenegro occupirt sind, bei letzterem verbleiben sollen. Dagegen überläßt Montenegro alle diejenigen Ortschaften — ganz gleich, ob sie christlich oder mohame dänisch sind — welche nicht von den Montenegrinern besetzt sind, obwohl sie dem Vertrage nach zu Montenegro gehören würden, der Türkei. Eine Ausnahme wird nur dort gemacht werden, wo der Berliner Vertrag ausdrücklich einzelne Namen nennt, wie die Ortschaften Sisko, Tesero und Mockovatz; letztere würden also unter allen Umständen bei Montenegro verbleiben. ________________________________________________ Darmstadt, 17. September. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 5. September den praktischen Arzt Dr. Ludwig Lehr zu Flomborn zum Kreis-Assistenzarzte für den Kreis Schotten mit dem Amtssitze zu Gedern zu ernennen; an dems. Tage den Kreis-Schulinspector bei der Kreis-Schulcommisjion Heppenheim, Anton Rach, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. Berlin, 14. September. Die Unruhen in Kroatien dauern fort und General v. Namberg findet es schwer, überall dort, wo es nöthig wäre, einzuschreiten, da er die Hauptmacht seiner Truppen in Agram zusammenhalten muß. Ueberhaupt äußern sämmtliche Blätter Besorgnisse über ditz im Osten drohenden Verwicklungen, namentlich auf der Balkan-Halbinsel. Die despotische Herrschaft, welche Rußland in Bulgarien ausübt, steht in offenem Widerspruche mit den Bestimmungen des Berliner Vertrages. Die Bulgaren selbst sind aufgebracht gegen die russische Herrschast, und es fragt sich nur, ob sie den Fürsten Alexander so entschlossen und ausdauernd unterstützen werden, daß dieser sich gegen Rußland behaupten kann. Man ist außerdem in Besorgniß, daß Rußland den Fürsten von Montenegro und dessen Schwiegersohn Peter Karageorgiewitsch benutzen werde, um Ränke anzuspinnen, wodurch namentlich Serbien bedroht werden könnte. Die Haltung Serbiens und Rumäniens, die beide sich an Oesterreich und Deutschland anlehnen, ist durchaus nicht nach dem Geschmack der Russen. Bemerkenswerth ist die wachsende Offenheit, mit der die Russen ihre Absicht im Orient verrathen. Wer das letzte Jahrhundert der russisch-türkischen Geschichte überblickt, wird nicht zweifeln, daß die Eroberung Konstantinopels, nach der die Russen sich sehnen, der ruhende Pol in der Erscheinung der Flucht ist. Kaiser Nikolaus stellte diese Absicht noch in Abrede, aber jetzt sprechen die Russen davon wie von einer selbstverständlichen Sache und drohen uns geradezu mit Krieg, wenn wir uns ihrer Absicht widersetzen wollten. Beiläufig erfährt man, daß die Russen Datum in einen Kriegshafen verwandeln, obgleich sie im letzten Frieden ausdrücklich das Gegentheil versprochen haben. Schon bei diesem Frieden selbst zeigten die Russen abermals, was von ihren Versprechungen zu halten ist; denn bei dem Ausbruch des Krieges von 1877 hatten sie feierlich erklärt, keine Eroberungen machen zu wollen, und dennoch ließen sie sich Ge- bietstheile abtreten nicht blos in Asien, sondern auch in Europa. Die „Rordd. Allg. gtg " sucht übrigens zu beruhigen und schreibt heute: „In Wien sowohl wie in Berlin, und ohne Zweifel auch in Italien, ist durchaus der Wunsch vorherrschend, mit Rußland in Frieden zu leben; keine der Mächte hat ein Interesse am Kriege, und ob derselbe nun von Europa oder einzelnen Mächten geführt würde, das Unglück des Krieges, auch eines siegreichen, bleibt immer dasselbe und würde Rußland gegenüber nicht einmal durch die Aussicht eines politischen Vorthells als Ergebniß eines Krieges gemindert; man hac von Rußland Nichts zu verlangen und zu wünschen. Dergleichen Schlagworte wie „Europa gegen Rußland" dienen ganz unnöthiger Weise dazu, im russischen Volke den Glauben zu erwecken, als ob irgend Jemand daran dächte, Rußland anzugreifen." Berlin, 15. September. Am kommenden 15. Oktober tritt in Rom die siebente Generalkonferenz der europäischen Gradmessung zusammen. Einen der wichtigsten Verhandlungsgegenstände dieser Konferenz bildet die Frage der Vereinheitlichung der geographischen Längen durch Wahl eines einzigen ersten Meridians, sowie die Einführung einer internationalen Zeit für den inneren Verwaltungsdienst der Eisenbahnen, Telegraphen und Posten. Um bet Berathung. dieses Gegenstandes, der zugleich ein wissenschaftliches und praktisches Jnteresie dardietet, möglichst alle maßgebenden Meinungen vertreten zu sehen, hat die permanente Commission der europäischen Gradmessung (Präsident General Ibanez in Madrid, Sekretäre: Professor Ad. Hirsch in Neuenburg und Th. von Oppolzer in Wien) ferner beschlossen, d:e britische Regierung zu ersuchen, sich auf dieser Konferenz vertreten zu lassen. Außerdem wurden die Vorstände der hauptsächlichsten astronomischen und nautischen Jahrbücher, sowie mehrere Gelehrte in England und anderen Ländern, welche sich für die Sache besonders interessiren, einge- laden. an den betreffenden Verhandlungen theilzunehmen. Die Konferenz kann natür- kich keineswegs beanspruchen, maßgebende Beschlüsse zu fassen, sondern es liegt vielmehr nur in ihrer Aufgabe, durch Berathung der wissenschaftlichen Seite der Frage eine passende Grundlage für die allgemeine Annahme eines gemeinsamen Meridians und einer internationalen Zeit zu liefern, welche alsdann durch eine specielle diplomatische Konferenz zu verwirklichen ist. Das Projekt hat bereits bei mehreren Regierungen günstige Aufnahme gefunden. Von den Übrigen Berathungsgegenständen des Kongresses notiren wir: 1. Jahresbericht der permanenten Kommission des Centralbureaus, 2. Bericht der Bevollmächtigt n über die Fortschritte in den Arbeiten der von ihnen vertretenen Länder, 3. Uebersicht über den gegenwärtigen Stand der europäischen Grad- Messung. Referenten hierüber sind die Herren Backhuyzen, Ferrero, Perrier, Hirsch, General Ibanez, von Oppolzer, von Bauernfeind und General Bayer. — In ärztl chen Kreisen ist eine Agitation angeregt worden, um bet dem jetzt allgemein etngeführten metrischen Decimalsystem die Verabfolgung der Medicin an die Kranken gleichfalls nach demselben Systeme zur Anwendung gelangen zu lassen. Es soll der jetzt gebräuchliche Verordnungsmodus nach Eß-, Kinder- und Theelöffeln fort- fallen und an der letzteren Stelle Maaße, durch Striche gekennzeichnete (mensurtrte) resp. geaichte Gläser von 1—5—10 Gramm rc. eingeführt werden. Es ist klar, daß dadurch einerseits die Dosirung vereinfacht und daß statt des jetzt höchst ungenauen Maßes (wie viel enthält ein solcher Löffel) ein ganz bestimmtes Abmessen der Medicin dei ihrem Gebrauche bewerkstelligt werden kann. — Der Einfluß des Waldes auf die Gestaltung der klimatischen und meteorologischen Verhältnissr foll sich bekannilich namentlich in einer Vermehrung der jähr, ltchen Regenmenge äußern. Diese Regel ist aber, wie alle anderen, von Ausnahmen nicht frei. So erhellt aus der Wilterungsstattstik des diesjährigen nordamer kan,scheu Sommers, daß in ollen Präriestaalen, sowie in den weiten baumlosen Ebenen des Westens und Nordwestens Regen in überreicher Menge gefallen ist, während die dicht bis zu 86 pCt der Bodenfläche bewaldeten Gebtetstheile sehr von Dürre zu leiden hatten. Es wäre wohl der Mühe werth, den Ursachen dieser anscheinenden Umkehrung einer allgemein zugelassenen Theorie nachzuforschen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Corresporrdenz-Bureau. Berlin, 17. September. Die Kronprinzessin reist bereits morgen Abend nach Homburg. Der deutsche Botschafter in Petersburg, General v. Schweinitz, ist heute aus Petersburg hier eingetroffen. — Es circulirt hier das Gerücht von der Zusammenkunft der Kaiser von Deutschland und Rußland in Kiel. In unterrichteten Kreisen ist über eine solche Zusammenkunft nichts bekannt. — Die „Germania" erfährt aus zuverlässiger Quelle, der Papst habe in völligem Einklang mit den Bischöfen und ohne principielle Anerkennung der die Vorbildung betr. gesetzlichen Bestimmungen die Dispenseinholung für die Vergangenheit und für dieses eine Mal zugestanden. Es sei damit ausgeschlossen, daß bei dem Fortbestand der Maigesetze eine gleiche Duldung auch ferner eintreten könne. Merseburg, 17. September. Seine Majestät der Kaiser langte Vormittags 102 Uhr zu Wagen von W ißenfels kommend, auf dem Manöverfeld an, stieg westlich von Pettstädt zu Pferde und wohnte dem Manöo r bis zum Schluß, welcher um 12V4 Uhr erfolgte, bei. Das Manöver begann mit dem Vorgehen der Kavallerie- Brigade auf dem linken Flügel der Ostdivision gegen Markröhl'tz und dem Vorrücken der mittleren und rechten Colonne von Roßbach und Almstedt gegen Leuchstlb. Die Westdtvision hielt hier die Höhenzüge und die Waldparcellen stark besetzt und tonnte aus denselben von der stärkeren Ostdivision nicht vertrieben werden. Das Manöver wurde abgebrochen, als die letztere Division zum Rückzug gezwungen worden war. Seine Majestät der Kaiser, welcher überall bet seinem Erscheinen von den zahlreich anwesenden Zuschauern mit lebhaften Hochrufen begrüßt wurde, k hrte alsdann zu Wagen nach Weißenfels und von dort unt der Bahn nach Merseburg zurück. Merseburg, 17. September. Die von Sr. Majestät dem Kaiser unter dem gestrigen Tage erlassene Cadinetsordre an den Bürgermeister Staude in Halle hat folgenden Wortlaut: „Als die Einladung an Mich erging, bei Gelegenheit Meiner Anwesenheit in der Provinz Sachsen auch der Stadt Halle meinen Besuch zu machen, war Ich von der Ueberzeugung du chdrungen, daß der Wunsch der Bürgerschaft, Mich persönlich zu begrüß n, aus den aufrichtigsten Gefühlen der Loyalität und Anhängl'chkeil hervorging Um so angenehmer war Mir der Gedanke, dieser Einladung Folge zu geben, als cs Mir während der Zeit Meiner Regierung bisher nicht vergönnt gewesen war, in den Mauern der Stadt zu we'len und an dem kräftigen Aufblühen der letzteren Mich zu erfreuen. Zu Meiner tiefen Betrüdniß habe Ich Mich nun aber, inmitten der Anstrengungen dieser bewegten Tage, auf den dringenden Rath der Aerzte noch in letzter Stunde, allerdings nicht leichten Herzens, entschließen müssen, diese längst und gern gehegte Absicht aufzugeben und Meinen Sohn, den Kronprinzen, Kaiserliche und Königliche Hoheit, mit Meiner Vertretung zu beauftragen. Aus seinem Berichte vernehme Ich zu Meiner größten Genugthuung, daß die Vorbereitungen, welche zu Meinem festlichen Empfange getroffen waren, trotz der Kürze des tn Aussicht genommenen Aufenthalts über alle Erwartungen großartige waren. Der Schmuck der Straßen und Plätze war nach der Mir gewordenen Schilderung ein so reicher und mannigfaltiger, die Theilnahme, zu w:lcher sich alle Stände und Schichten der Bevölkerung vereinigten, eine so lebhafte, daß Ich es auf das Schmerzlichste bedauere, nicht selbst Zmge dieser begeisterten Huldigungen haben sein zu können. Immerhin bin Ich von dem wahrhaft glänzenden Empfange, wie er Mir zugedacht war, von beredten Beweisen der Liebe und Verehrung, wie sie Mir entgegengebracht werden sollten, in Meinem landesoäter- lichen Herzen ungemein woblthuend berührt. Ich kann es Mir nicht oeifagen, Meinen herzlichsten und wärmsten Dank dafür auszusprechen, mit der Versicherung, daß Jh das nachhaltige Gedeihen Meiner getreuen Stadt Halle auch ferner, rote, bisher, mit Meinem aufrichtigsten Wohlwollen begleiten werde." Stabe, 17. September. Offic-elles Resultat der Reichstaasersatzwahl im 19 Hannoverschen Wahlkreis. Es wurden im Ganzen abgegeben 11,232 stimmen, davon erhielt Hottendorf (nat.-lib.) 5373, Cronemeyer (Fortschr.) 4086, v. Kleist (Partikularist) 1314 und Ochme (Soz.) 443 Stimmen. Es findet demgemäß Stichwahl zwischen den beiden ersteren statt. München, 17. Septbr. Kardinal Howard ist zu dreitägigem Aufenl- halte hier eingetroffen und empfing in seinem Absteigequartier im „Bayerische Hof" die Besuche des hiesigen Nuntius und des hiesigen Erzbischofs, sowie bit* jenigen des englischen und des französischen Gesandten. Dresden, 17. September. Auf noch unermittelte Weise entgleister heute früh 2 Uhr am Eingang zum Leipziger Bahnhof von der Marienbrück her die beiden Maschinen eines Güterzuges, der Packmeisterwagen wurde zer- trümmert, die beiden darin befindlichen Beamten wurden leicht verletzt. Petersburg, 17. September. In Nowomoskowsk im Gouvernement Jekaterinoslaw wurden gestern Nachmittag Häuser und Läden jüdischer Besitzt geplündert- Zur Wiederherstellung der Ruhe wurden aus Jekaterinoslaw K- faken abgesanot. Kaschau, 17. September. Gestern Abend entstand im Circus Suhr in Fot« blinden Fernrlärms ein großes Gedränge, in welchem viele Personen, darunter mehre« lebensgefährlich, verletzt worden sind. Paris, 17. September. Das „Journal officiell" veröffentlicht ein Dekra, welches den Ministerpräsidenten Ferry mit der interimistischen Leitung der Gescha'k des auswärtigen Ministeriums beauftragt, da, wie gemeldet, der Minister Challeme.- Lacour einen kurzen Urlaub angetreten hat. — Die „Repudlique francaise" bemerkt, daß die Suzeränität Chinas Üb-C Anam, ebenso wie über Korea, lediglich dem Namen nach bestehe. China würde nia gewagt haben, Ansprüche zu erheben, wäre es nicht durch unbedachte Angriffe ge-en das französische Vorgehen dazu ermuthigt worden. Bis heute habe Europa gemeinsaa der chinesischen Politik zu opponiren gepflegt. Jetzt halte China die E nigkeit für fl* brachen und wolle daraus Vorthetle ziehen, indem es der Civilisation und dem eur^ päischen Handel neue Schranken errichte und das Terrain wiedergewinnen wolle, welch» von Frankreich und England nach großen Mühen erobert worden sei. Die „Rep^ blique" glaubt, England fange an, seinen Jrrthum einzusehen. In keinem Fall wen Frankreich die dem europäischen Handel verhängnißvolle Doktrin anerkenne, m ttti europäische Aktion im äußersten Orient stets nur nach vorher etngeholter Erlauvns Chinas ftatlfinben dürfe. Kopenhagen, 17. September. Gladstone ist mit seiner Gemahlin, feine- Sohne und seinen beiden Töchtern zu der heute auf Schloß Fredensborg siottfindenoe königl. Tafel geladen. Prinz Albert Victor, ältester Sohn des Prinzen von Wate-, wird morgen, der Prinz von Wales in der nächsten Woche zum Besuch in Frcven - borg erwartet, die Ankunft der Prinzessin Louise von Schleswig-Holstein-Glücksv i steht in den nächsten Tagen bevor. , . — Der russische Botschafter in London, Baron Mohrenheim, tritt heute jxv die Rückreise nach London an. . London, 17. September. Der chinesische Botschafter Tseng kehrt heute n Paris zurück- Der französische Botschafter Waddington batte während seiner jungn Conferenz mit Lord Granville auch mit dem Botschafter Tseng eine Begegnung. — Einer aus Hongkong heute hier eingetroffenen Depesche zufolge ist ver befehlshader der in Tongkmg befindlichen französischen Streitkräfte tn Hongkong » kommen. Die militärischen Operationen in Tongking seien bis zur Anlunsl warteten Verstärkungen aufgeschoben worden- . ffil iss i /Mil der ««Du ter de^ 11, MAN ö • 19 IeMtNiug U Ziiaßeubeleue , 11. WtgrSbB i 15. Die Mgebun : ihn* / 17 Die Sackgch 1 friedlich A ! ja $)1< Wun i ]9. OttrßlrWverg ; Die Canäle a . Die AnMuni /; Mburg, 17. i ..... ,!<: kigenUnilWen M5W11 sind dessen 5 M i-.M es zu den jg.iJDj hagelt, dieses M.-Msunden, aus < I lkassel, 15.Sept< M Kicheberg ein t(r nicht mehr i MÄk an bfm Schach Nr Irl* und sct Gleichgewicht ' curbe aber durch ($ Ätchdert werden, j Lalperishause Leinde und di M mit solches »üjt ”l«kn Sy». ce^Wßtniu *4$ eine L\W Je .tatennunj;;; ßCinjolUM für iei 42 He Mmjtji) Lokale«. Gietzen, 16. September. Tagesordnung für die Stadtoerordneten-Sitzung am Donnerstag den 20. September 1883, Nachmittags 4 Uhr. x i. Die Feier des 400jährigen Geburtstages Dr. Martin Luthers. 2. Die diesjährigen Stadtoerordneten-Wahlen. 3. Beitragspflicht der Ctoilgemetnde Gießen zu den Bedürfnissen der evangelischen Gemeinde Gießen. 4. Die Quellwasserleitung. 5. Die Erbauung eines Schlachthauses. 6. Ausbau der Ludwigftraße. 7. Ausbau der Ostanlage. 8. Ausbau der Steinstraße. 9. Gesuch des Schreinermetsters Christoph Weiß dahier um käufliche Ueber- lassung städtischen Geländes. 10. Desgleichen des Gastwtrths Justus Lenz dahier. 11. Desgleichen des Oeconomen Justus Lenz von Wteseck. 12. Veräußerung eines städtischen Grabens über dem Steinweg. 13. Straßenbeleuchtung betr. 14. Erbbegräbnisse. 15. Die Vergebung der Holzhauerlöhne für das Etatöjahr 1884. 16. Pflasterung des Trottoirs bis zum Friedhof. 17. Die Sackgasse zwischen den Häusern der Wittwe Freund und des Friedrich Müller in der Neustadt betr. 18. Die Errichtung einer städtischen Lastwaage. 19. Octrotrückoergütung an das Militär. 20. Die Canäle am Leufertsröder Weg betr. 21. Die Anstellung von Hülfsschutzmännern. bemerkte man am südlichen Himmel ein ununterbrochenes Blitzen und Donnern, welches näher und näher rückte und gegen 8 Uhr unsere Dörfer gänzlich umhüllte, und plötzlich stürzte ein Regen hernieder, einem Wolkenbruche ähnlich. Bald auch folgten Niederschläge in dichter Masse von Hagel und Etsftücken, so daß in wenigen Minuten die vom Blitz erleuchteten Straßen und Fluren wie dicht von Schnee bedeckt aussahen und ein förmlich winterliches Ansehen gewannen. Mehrere Wanderer, die das Wetter im Freien ereilte, kamen mit zerschlagenen Köpfen und krank in ihren Wohnungen an. Auch sind vielfach Fensterscheiben zertrümmert und Dächer beschädigt worden. Ein Glück war es, daß die Feldfrüchte zum größten Theile eingeheimst waren; denn da, wo noch hin und wieder ein Ackerfeld mit Gerste oder Hafer auf dem Halme stand, traf man heute Morgen nur noch Stoppeln. Den Gemüsen scheint indessen das Wetter nicht geschadet zu haben; es wurden an denselben nur die größeren Blätter zerschlagen, während die Herzen der Pflanzen unbeschädigt geblieben sind. WitterrrngSkrrude.*) 19. September. Mittwoch. Morgens und Abends herbstlich angenehm, auf Mittag zu veränderlich, zerstreut wolkig bis gewitterhaft bedeckt, spätnachmittags aufgebessert, bis zu schönem Abend. Nachts sind zumal im Süden Niederschläge zu erwarten. 20. September. Donnerstag. Fortdauer des Morgens und spätnachmittags bis Abends aufgebesserten Mittags und kurze Zeit Nachmittags veränderlichen bis gewitterhaft drohenden Wetters. Zunehmende Niederschläge spätnachts zumal nach Süden zu. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat September, abgeschlossen am 15. August (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung tn Köln, Preis 1 e, k-hrte Mmf. eburg zurück. dem Kaiser unter Staude in hck h. ei Gelegenheit fc nen Besuch zu inch der Bürgerschaft, U litat und Anhängi g :r Einladung Folg-ß nicht vergönnt N& Vermischtes. Marburg , 17. September. Das am Freitag Abend stattgehabte Gewitter zählt zu den eigenthümlichsten Naturerscheinungen. Durch seine Stellung in den höchsten Luftschichten sind dessen Blitze weithin sichtbar gewesen, nördlich bis über Kass-l hinaus. Dann gehört es zu den größten Seltenheiten, daß es bet einem Gewitter nach Sonnenuntergang hagelt, dieses hat aber in den Gemarkungen nach Lohra hin strichweise sehr siark stattgefunden, aus anderen Orten wird sehr starker Regen gemeldet. Kassel, 15. September. Der „Tagesanz." berichtet: Gestern Nachmittag erzählte auf dem Möncheberg ein Bergmann seinen Mitarbeitern, er habe geträumt, tn einem Schacht, der nicht mehr im Betrieb ist, liege eine Leiche. Als nach dem Schichtwechsel die Leute an dem Schacht vorübergingen, sagte einer, „ich will doch mal sehen, ob der Iraum wahr ist" und schob die Bretter zurück, um hinein zu sehen. Hierbei verlor er leider das Gleichgewicht und fiel hinein, einer seiner Kameraden wollte ihm behülflich sein, wurde aber durch Grubengas betäubt und so konnten beide erst nach vieler Mühe htnusbefördert werden, jedoch nur als Leichen- Volpertshausen (Kreis Wetzlar), 15. September. Gestern Abend traf die hicsige Gemeinde und die angrenzenden und mehr nach Süden liegenden Ortschaften m Welter, wie solches hier wohl noch nicht gesehen worden ist. Zur Dämmerzeit Handel und Verkehr. Gießen, den 18. Septbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund «A 1.00—1.08 Hühnereier per Stück 5—6 4, Käse Stück 5—8 4, Käsematte 3 4, Erbsen per Liter 20 4, Linsen 28 4, Tauben per Paar 50—70 4, Hühner per- Stück «A 0.90—1.50, Hahnen per Stück A 0.50—0.75. Enten pr. St. A 1.30—1.80, Ochsenfleisch per Pfund 70 4, Kuh- und Rindfleisch 56—60 4, Kalbfleisch 50 bis 54 4, Schweinefleisch 62—64 4, Hammelfleisch 62—70 4, Kartoffeln per 100 Kilo A 3.50—6, Milch pr. Ltr. 13—18 4. Gänse pr. Pf und A 0.50. Zwiebeln per Ctr. 7»50—8.50. Ararrkfrrrt a. M., 18. Septbr., Nachmittags 2 Uhr — Mtn. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetbeilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 252%, Staatsbahnactien 274, Galizier 252%, Lombarden 130%, Nord- westbahnactien 167%, Gotthardbahnactien 112%, Darmstädter - Bankactien 157Vis, Discontc Commandit 197, Oefterr. Silberrente 66%, 4% Ungar. Goldrente 74%, 4% 1880er Russen 72%, 5'% 1877r Russen 91%, 2. Orient-Anlethe 57%6, 4% C panier 57«/i6, 5% Rumänische Rente 93%, 4 Aufblühen der W' nun aber, InmlMlt derAerztenochtalchr diese längst unb f , Kaiserliche und «c-; iem Berichte venl^ otW i« sicht genommen nuck der Straßrnc: ier und mnnigW Zcvölkerung vereinig licht selbst 3«0«» ctch von dem 1>G- ten Beweisen de:^ n Meinem lande--.^ nicht tuet, bl?* .„eben 11^32 rtfdjr.) M finde! u breit# Irtierint „W* Erzdisch«^ I’” 1 leicht W# rr, käM ;-s> tehe- 2 DgrlkA KL Ionnrrstag den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, «rstcrgere ich auf meinem Bureau Mn Baarzahlung: 1 Winterüberzieher, 1 Sommerüber- Zieher, 1 Kaisermantel, 8 Anzüge, 1 Schlafrock, 9 Hemden, 33 Hemdenkragen, Taschentücher, Strümpfe und sonstige Kleidungsstücke, 1 Jagdtasche, IPaar Wasserstiefel. 1 Koffer, diverse Bücher (darunt. Heine's Werke) u- a. m Tie Versteigerung findet bestimmt statt. Dreßen, den 18. September 1883. Meßen, den 13. September 1883. * Großberzogliches Ortsgericht. 1116. Lüdeking. Allgemeiner Anzeiger. Bei dem unterzeichneten Postamt sind ferner an Gaben für JSchia eingegangen: Von den Herren: Pfarrer Strack, Langgöns, 1 Jl., Rentner Bücking 10 JL, Rechtsanwalt Hirschhorn 5 «A., Bamberger, Alsfeld, 1 JL 10 4f, R. R. 3 «A, Jost Wagenbach, Altbuseck, 50 4i; von verschiedenen Einwohnern in Großlinden 40 4(, Hörnsheim 70 4;, Hochelheim 85 4;. Im Ganzen sind eingegangen 88 JL. 70 4. Gießen, den 16. September 1883. Kaiserliches Postamt. 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Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3Uhr vom Sterbe- Haus, Ludwigsplatz 4, aus statt. 6208 wodurch aus's Neue die Vorzüge und Unübertrefflichkeit der Orrgmal Singer Maschinen bestätigt werden, insbesondere gegenüber den von anderen Fabrikanten ausgestellten meistens als „Singer", „Smger's System" oder dergl. ausgebotenen Nachahmungen, die theils nur zweite und dritte Preise (goldene und silberne Medaille), theils noch geringere oder gar keine Auszeichnung erhielten G. Neidliuger, Giessen, Bahnhofstrasse, Uebernahme von Lebens-, Aussteuer - und Renten-Versicherungen, Stellung von Beamten-Cautionen, Hypothekar-Darlehen — Prämien billig, ohne Nachschuss-Verbindlichkeit — Günstige Gewinnbetheiiigung der Versicherten. “ ‘ ‘ " - ---- 18 • 6161 Möblirte Zimmer zu vermiß Sonnenstraße 13, 2 Xt. 6168 Ein unmöblirtes Zimmer fi l vermiethen bei ______Hermann Koch, Westanla-ff1 1921 Marburger-Straße 24 is t 2. 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