ts. ’Oend. W- daß neue ^sorgt werben* '"»enPft-Se» «ne Sbaufffr, " NeiiikH an «Jrt atzefchen E zeichnet ekel. B -'B' ?ö © *;CO feto. Frank, ■anff. Nr-ße .■ i;ß!' s 1 ■> T 9 : NordveuE gsaffH r,S« r t,ti Wdd«W Au-d- ‘Rebbers- ' gitfi. gtr ISS, Dienstag den 19. Juni 1SSS. Giehouer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. . . __ . _ iprci» uieiKijnyiiiiy t* a/tctu -p|. ,nit BlttttiUt Schulstraße 7. Erscheint täglich tmt Ausnahme des Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Pöeil. Gießen, am 18. Juni 1883. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler. Das Großherzogliche Kreisanrt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der Einsendung der Verzeichnisse der von Ihnen ausgestellten Bedeckscheine binnen 3 Tagen entgegen. 1)r. Boekmann. .________________— __ ________—a— Aeutschland. Darmstadt, 16. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: , Am 6. Juni den Kreisbaumeister des Baubezirks Mainz, Baurath Friedrich Noak auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste und unter Verleihung des Ritterkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, in den Ruhestand zu versetzen; an dems. Tage den Kreisbaumeister des Baubezirks Worms, Baurath Ernst Wilhelm Heim in gleicher Diensteigenschast in den Baubezirk Mainz, den Kreisbau- meister des Baubezirks Bensheim Karl Friedrich August Wiessel in gleicher Diensteigenschaft in den Baubezirk Bensheim, den Kreisbaumeister des Baubezirks Alsfeld Adalbert Schneller in gleicher Diensteigenschast in den Baubezirk Friedberg, und den Kreisbaumeister des Baubezirks Nidda Friedrich Groß in gleicher Diensteigenschast in den Baubezirk Worms zu versetzen, — sowie an demselben Tage den Bauaccessisten Georg Pfarrer aus Villingen zum Kreisbaumeister des Baubezirks Nidda, den Bauaccessisten Konrao Schnitzel aus Bechtheim zum Kreisbaumeister des Baubezirks Grünberg und den Bahnmeister bei der Main-Neckar-Eisenbahn Karl Poseiner zum Kreisbaumeister ves Baubezirks Alsfeld zu ernennen. Darmstadt, 16. Juni. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 14) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Mainz, die für das Etatsjahr vom 1. April 1883 bis Ende März 1884 zur Bestrettung der Communal- Bedürfnisse der Stadt Mainz zu erhebenden Umlagen betreffend. 2. Uebersicht der für das Etatsjahr 1883/84 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Com- munal - Bedürfnissen in den Landgemeinden des Kreises Offenbach. 3. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1883/84 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal- Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Schotten. 4. Uebersicht der pro 1. April 1883/84 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal- Bedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Groß-Gerau. 5. Dienstentlassungen: Am 11. Mai wurde der von dem Herrn Fürsten zu Ysenburg-Birstein auf die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bindsachsen präsentirte Schulamtsaspirant Heinrich Hardt aus Aulendiebach für diese Stelle bestätigt; an dems. Tage wurde dem Schullehrer Johannes Braun in Alsfelv die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wieseck, am 16. Mai wurde dem Schulamtsaspiranten Philipp Werner aus Reichelsheim im Odenw. die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Frankenhausen, an dems. Tage wurden den Schulamts- aspirantinnen Anna Werte aus Zwingenberg und Agnes Thöbes aus Gernsheim Lehrerinnenstellen an der kath. Schule zu Dieburg, am 19. Mai wurde dem Schulamtsaspiranten Johannes Andres aus Gonsenheim eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Mainz, am 24. Mai wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Judith aus Hering eine Lehrerstelle an der Gemein.deschule zu Bürstadt übertragen. 6. Ruhestandsversetzung: Am 19. Mai wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Klein- Umstadt Johannes Kling aus sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. 7. Concurrenzeröffnung: Erledigt ist: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bonsweiher mit einem Gehalt von 900 Jk — Die erste Kammer der Stände wird voraussichtlich in der ersten Woche des Juli eine oder mehrere Sitzungen zur Erledigung dringlicher Gegenstände abhalten. m Darmstadt, 17. Juni. Die zweite Kammer erledigte in ihrer gestrigen Sitzung die für bte Session noch zur Beratung stehenden Gegenstände. Zunächst bewilligte das Haus gegen 6 Stimmen für Erbauung eines Kreisamtsgebäudes in Offen« bach nach dem Anträge der Majorität des Ausschusses den Betrag von 90,000 X gegen 95,000 X, welche die Regierung angefordert hatte. Die Minorität beantragt, bte Forberung überhaupt vorerst abzulchnen. — Staatsmtnister Freiherr v. Starck macht bei bieser Gelegenheit barauf aufmerksam, daß seit Einführung der Verwaltungsgesetze mit ihren auf Oesfentlichkett beruhenden Verwaltungscorporationen keinerlei Anforderungen für innere Einrichtungen in Kreisamtsgebäuden an die Stände gelangt feien, daß jedoch die Verhältnisse in Offenbach nunmehr zu einem Neubau umsomehr hindrängten, als das von dem Kreisamt .seither benutzte städtische Gebäude von der Stadt zur Befriedigung eigener dringender Bedürfnisse zurückoerlangt werde. — Abg. Böhm tritt in erster Linie für die Negierungsfoiderung, eventuell für den Antrag der Majorität ein, für den letzteren weiter Han st ein. Es folgt die Berathung der Vorlage bet Regierung auf Verwilligung einer weiteren Summe von 125,000 X zur Gewährung von Staatshülse an die durch^die Ueberschwemmungen des letzten Winters Beschädigten, sowle Genehmigung eines drei- procentigen Darlehens an die Gemeinde Trebur. Der Ausschuß beantragt in seiner Gesammrheü Bewilligung der erstgenannten Summe; bezüglich der Beihülfe für Trebur beantragen drei Mitglieder des Ausschusses Zustimmung zu der Regierungsvorlage, wofür sich im Laufe der Debatte namentlich die Abgg. Jockel und Ellenberger aussprechen, während drei andere Mitglieder beantragen, der Gemeinde Trebur 15,000 X ohne die Verpflichtung zur Verzinsung und Rückzahlung und 15,000 X als Zprocentiges Darlehen zu gewähren. Für diesen schließlich gegen 12 Stimmen zur Annahme gelangenden Antrag spricht namentlich Schröder. Ein Mitglied des Ausschusses (Osann) will der Gemeinde bte Verhülfe von 30.000 X ohne die Verpflichtung zur Verzinsung und Rückzahlung aus Staatsmttteln leisten und wird in her Debatte von den Abgeordneten Küchler, Franck und Wasserburg unterstützt. - Die Kammer lehnt sodann die Anforderung von 50,000 X zur Erbauung einer Gensdarmeriekaserne zu Darmstadt nach einer Beantwortung derselben Seitens des Herrn M.nistertalrath Weber und fast ohne Debatte mit 23 Stimmen ab. Schließlich wird eine Interpellation des Abgeordneten Racke, die Ausführung des Reichsimpsgesötzes in Darmstadt betreffend, angezeigt und sodann von dem zweiten Präsidenten Muhl die Session für geschlossen erklärt- Berlin, 16. Juni. Dem Vernehmen nach besteht Seitens der Reichsregierung die Absicht, sofort an eine Umarbeitung des Unfallversicherungs- Gesetzes heranzutreten. Heber den Umfang und die Details dieser Umarbeitung ist natürlich noch nichts festgestellt; nur so viel scheint jetzt schon festzustehen, daß man an maßgebender Stelle der Ueberzeugung ist, es wäre am zweck- erttsprechendsien, zu der von Anfang an eigentlich beabsichtigt gewesenen Bildung von geographischen Verbänden zurückzukehren. — In Bezug aus den Parlamentsbau erfahren wir von zuverlässigster Seite einige Mittheilungen, welche gewiß in allen Kreisen mit Befriedigung ausgenommen werden dürften. Zunächst ist es beschlossene Sache, daß dem Architekten Wallol die künstlerische Leitung des Baues übertragen wird; behuss Erledigung der bautechnischen Details, welche weniger den Künstler, als vielmehr den Praktiker erfordern, wird ihm ein höherer Baubeamter zur Seite stehen. Heber die Person dieses letzteren ist noch keine Bestimmung getroffen. Zur Überwachung der Arbeiten im Allgemeinen und behufs schleuniger Erledigung besonderer Fragen ist eine eigene Baucommission eingesetzt, welche besteht aus der Subcommission der Parlaments-Baucommission, dem Staatsminister v. Bötticher, dem Reichstags-Präsidenten v. Levetzow, dem Oberpräsidenten v. Forcken- beck nebst drei höheren Technikern. Herr Wallot ist gebeten, eine Scizze unter Berücksichtigung der ursprünglich von der Parlaments-Baucommisston gewünschten Abänderungen zu entwerfen. Nach allseitigem Wunsche sollen die Arbeiten unter allen Umständen derartig beschleunigt und gefördert werden, daß die Grundsteinlegung zum neuen Parlaments - Gebäude noch in diesem Jahre erfolgen kann. (Berl. Polit. Nachr.). , ,a — Wie man aus Madrid schreibt, hat daselbst kürzlich em Mimsterrath stattgefunden, in welchem unter Anderm auch über die projectirte Reise des Königs Alphons nach Deutschland behufs Beiwohnung der preußischen Herbsi- manöver Beschluß gefaßt wurde. Der Ministerrath soll dem ReffeproM feine Zustimmung gegeben haben. Ueber den Reisetermin verlautet, daß König Alphons jedenfalls erst die Rückkehr seiner zum Besuch des Wiener Hofes abgereisten Gemahlin sammt Kinder abwarten wird, bevor er seintz Tour antrttt. — Die kirchenpolitische Commission nahm heute mit 13 gegen b stimmen die Kirchenvorlage in zweiter Lesung an. Die Majorität bestand aus dem Centrum, den Deutsch-Conservativen und dem forLschrtttlichen Mtgüede K Zu Art. 3 wurde ein Zusatz angenommen, wonach die beiden letzten Absätze der des § 16 der Maigesetze von 1873 über die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen ausgehoben werden. Dieselben .bestimmten, daß' von 30 Tagen gegen die Einspruchs-Erklärung bei dem Kirchenaerichtshof Berufung eingelegt werden könne, daß die Entscheidung endgiltig fein so . BreSlau, 16. Juni. Gestern Abend nach 8 Uhr brach in der m der Sandvorstadt gelegenen Marienmühle Feuer aus, welches weiter um stch> griff und die Marienmühle, sowie die Phönixmuhle und em an dieselbe stoßendes Haus nMcherte, Sandvorstadt ist gegen Morgen erloschen, nachdem es zwei Mehlmühlen und eine Oelmühle vernichtet hat. Erne Person ,st dabei in der^d^^runken^zwei^smd W« neueren Feststellungen 6 ^elfc6f^r31niel©e.,2&ät0bÄ(fntftS in bestem Wohlsein mittelst | IS» dem Kriegerverein und distmguirten Badegästen empfangen. Der Kaiser fuhr nach dem Kurhaus. Die Straßen waren festlich geschmückt, die Schulen hatten Spalier gebildet, eine große Menschenmenge brachte Sr. Majestät eine enthusiastische Begrüßung dar. Em-, 17. Juni. Se. Maj. der Kaiser hat heute Morgen die Trinkkur begonnen und eine Brunnenpromenode gemacht. München, 16. Juni. Die Königin von Spanien ist heute früh um halb 7 Uhr hier eingetroffen und am Bahnhofe von den Prinzen Luitpold, Ludwig Ferdinand und Alfons, sowie den Prinzessinnen della Paz und Therese am Bahnhofe empfangen worden. Hesterreich. Wien, 16. Juni. Der deutsche Botschafter, Prinz Reuß, hat sich in Folge des in seiner Familie eingetretenen Todesfalls heute nach Weimar begeben. Kngkand. Sunderland, 16. Juni. Nach Schluß der heutigen Kindervorstellung in Victoria-Hall entstand beim Austritt aus dem Theater ein furchtbares Gedränge, wobei mehrere Kinder niederfielen, während die nachfolgenden über die am Boden liegenden hinwegschritten. Die Zahl der in dem Gedränge Umgekommenen wird aus etwa 50 bis 70, die Zahl der Verletzten aus etwa 300 geschätzt. — Nach weiteren Ermittelungen sollen heute Abend bei der Katastrophe in Victoria-Hall gegen 160 Kinder erdrückt worden sein. Sunderland, 18. Juni. (Privat-Depesche). Die Zahl der in Folge des Theatergedränges umgekommenen Kinder beträgt 186. Spanien. Madrid, 16. Juni. Mitglieder der „Schwarzen Hand" zerstören in der Umgegend von Xeres die Weinberge, indem sie zahlreiche Weinstöcke ausreißen. Rußland. Petersburg, 16. Juni. Durch einen Allerhöchsten Tagesbefehl vom 15. d. Mts. wird dem Stadthaupt von Moskau, Tschitscherin, als Mitglied der Commission für die Errichtung der Erlöserkirche, die kaiserliche Erkennllichkeit ausgedrückt. — Wie aus Astrachan gemeldet wird, ist gestern Abend der Paffagier- Dampfer „Kasan" aus der Wolga in der Nähe des Dorfes Petropawlowskoie in Brand gerathen und auf den Strand aufgelaufen. Den Paffagieren gelang es, sich zu retten. Der Dampfer mit den auf ihm befindlichen Schiffsgütern und der Post ist durch das Feuer vollständig zerstört worden. Eine Wanderung durch die Hygieine - Ausstellung. Von Paul Lindenberg. (Nachdruck verboten.) VI. Wie sich unsere Leser aus unserem ersten Bericht her noch erinnern werden, wird das weite Ausstellungsterrain durch die Stadtbahn in zwer Thetle geschnitten. Schon bet der Berliner Gewerbe-Ausstellung benutzte man in weiser Oekonomte die massiven Stadtbahnbogen zu Ausstellungszwecken und auch bei der Schöpfung der Hygreine-Ausstellung ahmte man dies nach. Die ersten drei Bogen geben die Räumlichkeiten für das Comtte der Ausstellung ab, Steinmauern bilden hier die Sestenumfassung, die bei den andern nur aus Holz besteht oder auch ganz fehlt. Den vierten Bogen beansprucht der Deutsch- Ritterorden in Oesterreich. Wir werfen hier gewissermaßen einen Bück htmer die Coul'ssen des Krieges, des blutigen, furchtbaren Kampfes; denn all' die Tragbahren, die Operationstische, Feldbetten, die Krankenwagen mit dem rothen Kreuz auf weißem Grunde, die unzähligen blitzenden und blinkenden chirurgischen Instrumente und Apparate, die sich hier befinden, erinnern uns an die Stunden während und nach der Schlacht, zaubern vor unserem geistigen Auge grauenerregende Bilder von blutiger Fehde, von tobten, verwundeten, verstümmelten Kriegern hervor. Dasselbe ist bet Bogen V. der Fall, der die Ausstellung des K. K. österreichischen Kriegsminiftertums enthält, die uns ebenfalls eine Anzahl höchst praktisch eingerichteter Feldspitals-, Pack-, Matertal-Transportwagen zeigt und die ferner die Sanitäts-Ausrüstung eines ganzen Infanterie-Bataillons, die bequem em Pferd fortschaffen kann, Verbands - Tornister, Tyroler Santtäts-Kroxen, zusammenlegbare Tragstühle mit Schutzdecken und Tragstangen, spectell zum Gebirgskrieg verwendbar, und dergl. mehr, umfaßt. _ _ «öflen VI. enthält dem praktischen Leben geweihte Dinge, z. B. Wäschemangeln, Wasch- und Wringmaschinen, Röhren-Mtlchkühttr, mtlchwtrthschaftliche Geräthe von verzinntem Eisenblech, Buttermaschinen, Sicherheits-Milchkannen, Milchuntersuchungs- Jnftrumente, Mineralwasser-Apparate rc. Schon durch seine Größe, aber auch durch seine komplizirte und doch leicht zu handbabende Einrichtung erweckt ein Feldküchenwagen mit Kochapparat für 400 Portionen unser Interesse. In Bogen VII. finden wir vie verschiedensten Oefen, Wasserheizkessel mehrerer Systeme, Schrauben-Ventilatoren rc. Bogen VIII. und IX. geben Durchgänge zur anderen Hälfte des Ausstellungsplatzes ab. In Bogen IX. hat sich die Polizei und in Bogen X. die Post niedergelassen. In Bogen XII. erblicken wlr zuerst einen gewaltigen Schrank der Judlin'schen Waschanstalt, welcher desinfictrte, gereinigte uno aufgearbeitete Betten und Federn birgt, daneben sehen wir Wasserfilter, Etsschränke, Meterei-Einrtchtungen, Milchprobrn und an dem einen Ende des Bogens eine umfangreiche Flaschenbatterte mit Bieren der verschiedensten Brauereien des In- und Auslandes, gegenüber aber mit dem frohsinnigen Motto: „L’acqua fa male, il vino fa cantare“ eine Collection italienischer Weine und Schnäpse, von denen seitens der Besucher zahlreiche Proben verlangt werden. Die Bogen XIII. bis XV. füllen die stilvollen Räumlichkeiten des Cafä Bauer aus; Bogen XVI. beherbergt eine Collection von Canalisattons - Gegenständen und Bogen XVII. neben einzelnen Tbon- und Chamotte-Waaren die hochinteressante, in natürlicher Größe hergestellte Nachbildung der Canalisation von Berlin, tn deren, wir möchten fast sagen, Räumen man gut und gern spazieren gehen kann. Ist hier das „Wässerige" von der Retchshauptstadt vertreten, so finden wir in dem benachbarten Bogen XVIII. desto mehr „Feurigeres", denn der „Verein für Feuerbestattung zu Berlin" hat sich diesen Platz ausgesucht, um für seine Bestrebungen Propaganda zu machen. Durch Abbildungen und Modelle von Feuerbestattungs-Oefen, Urnen, Särgen rc. wird uns die praktische Sette der Feuerbestattung vor Augen geführt, in einem Glasbehälter finden wir sogar menschltsche Aschenreste und ein wehmütiges Gefühl beschleicht uns darüber, daß dies die einzigen irdischen Ueberrefte eines langen Erdenlebens sind: sic transit gloria mundi. — Unmittelbar nebenan erblicken wir mehrere Apparate zur Verhütung des Lebendbeftattenwerdens, dann neue patenttrte Gypssärqe, das Modell des Mischen Friedhofs in Weißensee bei Berlin, schließlich noch wasserdichte Leinen, federnde Krankenwagen, Proben von Torfstreu, chirurgische Instrumente, eine große Sammlung von Hufeisen verschiedener Zeiten und Länder, vom grauen Alterthum bis zur Neuzeit reichend, Beschläge an gesunden und kranken Hufen rc. ?IX» ad0t un8 ^nen Theil der Ausstellung des Königl-ch Preußischen Krteggmlnistertums und zwar Kranken- und Verwundeten-Transport-Wagen, Sanitäts- K m35!“6 Kn' ®a,,er'<5' M-dicln- und Bandagenkästen, Fußbkkl-idungS- Menstände, St oh,Verbandmittel, die Küchenwagen eines Lazarethzuges, schließlich no»"“ne6kbrUfiami^rA?fn?en£On Ä?’crnen- Lazare,hen :c. Hier befindet sich auch kacken wu nkr Ä.® WTS“5'I,Iu',B und ein merkwürdiger Apparat zum Zer- rack-n von Thier-Cadan-rn, Der deutsche Samartter-Ver-in hat sodann noch Samariter-Lehlktsten und Apotheken, auch Wandtafeln und ähnliche Hülfsmitlel zur Verbreitung der Kenntntffe der ersten Hülfeletftungen bet Unglücksfällen ausgestellt. In Bogen XX. fällt unser Auge auf die lehrreiche Ausstellung des Frauen- Lazarelh-Veretns und Augusta-Hospitals tn Berlin, welche aus dem Modell eUud Krankenlagerungszcltes aus wasserdichter, tmprägmrter Leinewand mit Venl.lations- vorrichtung, ferner aus einem Apparat zur Anfertigung anttseptischer Verbandstoffe, sodann aus letzteren selbst und dem Modell eines Desrnficirungs-Apparates mittelst Schwefel-Kohlenstoffs zusammengesetzt ist. Außerdem finden nur hier noch den sehr geschickt construirten Lagerftuhl (für Schwerverletzte) des Stabsarztes Dr. Nicolai in Freiburg, die Tragbahren, Instrumente, Krankenftühle, Versandlkiften für den Felo- gebrauch rc. des Provinzral-Vereins zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger in Hannover und Altona und zum Schluß noch ,bte treifliche Ausstellung der Kaiserlichen Marine, welche eine vollständige Schiffs-Apotheke und em ganzes Schiffs- Lazareth gesandt hat. Die Ausstellung des Wiener freiwilligen Rettungs-Vereins hat ihr Asyl in Bogen XXI. gefunden. Am meiften interessiren uns hier die eleganten und bequemen, äußerlich wie Equipagen aussehenden Transportwagen für Schwerkrauke; dann die Stadttragen und die Taschen des freiwilligen Sanckätsmannes, die ausreichende Mittel zur ersten Hülfe enthalten. Gegenüber befindet sich in diesem Bogen die Ausstellung des Central-Comitäs des Niederländischen Rothen Kreuz-Vereins, aus der wir die neue, auf Stahlfedern ruhende Tragbare zur Krankenbejörderung auf Landtransportwegen und in Eisenbahnen und das treffliche Krankenboot zum Transport der Verwundeten von der Küste nach den Kraakensch ffen besonders heroorheben. Ern großer Schrank ist seitens des Central-Comit6s der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz mit einem Musterdepot, enthaltend Verbandmittel, Lazareth Utensilien, eine Apotheke für em Depot der freiwilligen Krankenpflege im Felde u. s. w, ausgefüllt worden. Im Bogen XXII. treffen wir auf eine 200 Kgr. Eis in der Stunde fördernde Vacuum-Eismaschine und im folgenden Bogen auf die Verwundeten-Land-Transport- wagen und die verschiedenen Ausrüstungs-Gegenstände des Bayerischen VerernS zur Pflege und Unterstützung im Felde verwundeter und erkrankter Krieger. Bogen XXIV. hat die Hildesheimer Sparheerd-Fabrik ganz für sich in Anspruch genommen und dort Sparheerde von der größten bis zur kleinsten Form aufgestellt; einige der letzteren — jedenfalls nicht nur in ihrer Form, sondern auch Leistungsfähigkeit wahre „Nippes-Heerde" — würden jedem Damen-Boudoir zur Zierde gereichen. Hochinteressant ist ein Gang durch den Bogen XXV., in welchem die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ihre Ausstellung errichtet hat. Da erblicken wir ein„ vollständig ausgerüstetes Rettungsboot aus canellirtem Eisenblech mit dem dazugehörigen Transportwagen, ein Ruder-Rettungsboot mit einer Vorrichtung, um im Eise festgerathenen Menschen Hülfe vom Lande aus dringen zu können, einen umfangreichen Racketenapparat, verschiedenerlei Rettungsvorrichtungen, wie Schwimmgürtel, Wurfkugeln, Rettungsringe, dann Statrons- und Boots-Apotheken, Modelle von Rettungsböten und daS Modell des Rettungsschuppens auf Amrum. Die Hamburg- Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft hat brillante Modelle ihres Hamburger Trockendocks, sowie ihres Dampfers „Frisia" und die K. K. Seebehörde in Triest Schiffsbeleuchtungs-Apparate, Karten und Zeichnungen ausgestellt. In Bogen XXVI. fällt uns speciell das von der „Neuchatel Asphalt Company“ aufgestellte Modell eines Straßendammes mit gestampftem Asphilt und dem Durchschnitt der Canäle, Rohrleitungen und des Cabels auf. Bogen XXVII. ist Durchgang und der nächste Bogen enthält eine Collection von Wasch-, Trocken- und Spül- Maschinen der Maschinenfabrik „Germania" in Zwickau, während Bogen XXIX. uns in getreuer Nachbildung die Canal sat'on von Dresden vorführt. Bogen XXX. zeigt uns in einer Gruppe mehrere durch die „Superator"-Feuerschutzplatten gegen Feuer geschützte Gegenstände, wie z. B. einen Actenschrank, eine Kassette, eine Dachein- deckung und Wandverkleidung und daneben eine Anzahl Feuerlöschsprttzen verschledener Fabriken. In den Bogen XXXI. und XXXII. befindet sich die Weißbier-Halle und in dem benachbarten Bogen sind die mannigfaltigen Fabrikate der H. F. Eckert'schen Fabrik, wie Fleisch- und Milch-Transportwagen, Straßenreinigungs-Maschinen aufgestellt worden. Bogen XXXIV. enthält von der Großem Berliner Pferde-Eisenbahn-Actien- Gcsellschaft Pferde-Elsenbahnwagen mit Gasdeleuchtungs-Ernrichtung, ferner das Modell einer Grleise-Reinigungs-Mafchine für Schneefall und den Plan des colossalen Pferdebahnnetzes in Berlin. In Bogen XXXV. hat noch ein Theil der Gruppe zur Verhütung von Schädlichkeiten und Gefahren der Beschäftigung Unterkunst gefunden, während wir rm letzten Bogen auf materiellere Sachen stoßen, besonders auf die Milch- und Futterproben des Vereins Berliner Molkereibefitzer, der auch eine Collection von Photographien pausbäckiger Kinder, welche in ihren ersten Lebensmonat-n mit Milch genährt wurden, ausgestellt hat. In der zweiten Hälfte dieses Bogens ist noch Ungarn vertreten und zwar das Königl. Ungarische Finanzministerium durch Pläne, Zeichnungen, Analysen rc. ungarischer Bäder und der Verein vom rothen Kreuz in Ungarn durch Blesstrten-Transportwagen, durch Modelle von ähnlichen Wagen, schließlich noch durch Pläne, sowie Abbildungen von Uniformen der Delegirten und der Krankenträger. Lokale-. Gießen, 18. Juni. Unter Betheiligung von gegen 2000 Personen fand gestern Nachmittag das Fest der Eröffnung der reftaurirten Burg Gleiberg statt. Schon mit dem Fähnchen Landsknechte, welche von Gießen aus mit dem Rüstwagen auf die Burg zogen und mit Fürstlich Solms-Braunfels'fchen Waffen ausgerüstet waren, trafen die Festtheilnehmer auf der Burg ein und vom Regen ein wenig gestört, entwickelte sich die festliche Stimmung hauptsächlich durch den Einfluß der trefflichen Leistungen unserer Regimentskapelle. Ein Toast des Vereinspräsidenten auf Ihre Majestäten den Kaiser und die Kaiserin und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog., wobei dankend aller Gönner des Gleibergs gedacht wurde, schloß mit einem begeisterten Hoch der großen Versammlung. Manche Vorbereitungen wurden zwar durch den Regen gestört und von der kleinen dramatischen Scene, die am Eingang des Burgkellers spielte, konnten verhältnißmäßig nur Wenige etwas hören, da die Akustik des Ortes sich nicht bewährte, aber das Fest war wohlgelungen und durch die malerischen Trachten der Landsknechte erhielt die Versammlung einen gefälligen Anstuch, so daß sich namentlich dem Blicke vom Thurme aus an der Burgmauer herab in den Hof ein ungemein bewegtes Bild bot. Die Stimmung war und blieb durchweg eine freudig gehobene und als beim Aufsteigen der ersten Raketen des Feuerwerks ein die huldvollste Theil- nahme Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs bekundendes Telegramm eintras und verlesen wurde, brach die ganze Versammlung in em brausendes begeistertes Hoch aus. Das Feuerwerk war brillant und in jeder Beziehung wohlgelungen, ebenso fand die von Herrn W. Wenzel dirigirte Restauration mit Recht 'vollste Anerkennung. Trotz der großen Menschenmenge wurde das Fest auch nicht einen Augenblick durch einen Mißton beeinträchtigt. p Vermischte». . a™*)' 12, 3unl. Heute wurde vom hiesigen Schwurgericht der Weber Ille wegen Mordes zum Tode vcrmthcilt. Es ist dies im 8-itrrum von 8 Tagen das zweite Todesurtheil im Herzogthum Braunschweig. Der vor 8 Tagen ;um Tode °°ruiihellie Arbeiter Vollmer In Braunschweig hat inzwischen nach Fällung des Urtheils sein Leugnen ausgegeben und eingcstanden, daß er seine Frau zuerst erdrosselt und dann, um den Verdacht von st» abzulenken, die Leicht noch -usge- hangt habe. - ^Müssen sog. „Stammgläser" geeicht werben?] Diese wohl aufzuwerfende, für zahlreiche Biertrinker interessante Frage ist von dem-Regierungsprüsidenten v. 8-d- l'tz tn Oppeln auf die Anfrage der Neuftädter Polizeiverwaltung dahrn beantwortet, ba6 auf Biergläser, die Eigenthum der Gäste sind (sog. Stammgläser), das Gesetz vom 20. Juli 1881 Anwendung findet, wenn in ihnen das Getränk unmittelbar verabreicht wird, während, wenn der Gast bei Verabfolgung einer Flüssigkeitsmenae in Flaschen, Krügen neben diesen besondere Trinkgefäße zum allmüligen Abfüllen des Getränkes erhalt, diese Gefäße dem Eichungszwange nicht unterließen. Handel und Verkehr. ====== m a Juni. (Fruchtpreise.) Weizen JL 19.40, Korn JL 16.40, Gerste ^. 1^00, Hafer JL 13.92, Erbsen JL 00.00, Lein Jü 00.00, Samen JL 00.00, Kartoffeln «M. 7.80. 73|) Üeber die .h Zeitangen M Annonce^ ton « * M. (K .IchU der n »ncb ond grto< Erfahrungen nna k 19, W $or Abends unb JMW « 7n°ch Norden und mb HdW Ä, 20. Juni- «ei' unb regnerisch' $tttaß Dr. L . Die zur Erbam \\*> zu Weitershai Mm-, Zimmer', 2 Wer-, Schreiner- Men sollen im Wgerung am 2i Wittags 9 Uhr, Mei daselbst, uir Wgerungbekannk Mgungen vergebe! $ne und Voran . H offen. I- 1: M Bez.-^ AMver K das heuMs o Srolmann'^en 'Nen in den G hNdben und % «ub Stelle meiüb mben. .Der Anfang iß yMWefe wij W Mach Wiejen ii,/" V S&r« ,,ü 'M mit 7>ÜÄ " °°"i-s Schiff,' *6t «fei fr«?61)!,"tin'», lraake; bann hi, uS«td)enbt $lll( "auÄ^Hun °us der mit bi, ? |;;b^6po«= 1 Transport bet 5°°^eben. @ln Ä D?m RoW ^tenftllen, eine »• °/ ausgefülll ®tunbe sötbeinde ;lanb;Jranöpprt; «ereins zur er. ji$ in Anspruch Jorm aiifwttut; 1 auch Leistungs- >oir zur Zierbe em die Deutsche it. Da ttblidtn mblech mit dem | Dotrtchtung, um \ innen, einen um- i . wie Schwimm- Ethiken, MobeUe 1 i- Die Hamburg- ! idr^s Hamburger dehörde In Triest Asphalt Company' t unb bem Durch- fIL ist Durchgang ocken- unb Spül- Logen XXII. uns Logen XXX. zeigt letten gegen Feuer lle, eine Dachein- ritzen oelschiebener Halle unb in dem Wityn Fabrik, fyntn aufgtfttft WtnbabMw rig, ferner bü5 in des eolosialen , bet Grupve jur ttduiüt tzeiunben, i«8 aus bie Milch- ine Collection von wnat;n mit W ns trt noch ünM rch Wne, M- i Kreuz in Ungarn Än. fMM )elegirten unb der rsonen fand gettern j Gleiberg M i’ j,m WS ffiiffen «»s«'S , ein wenig N»«*« äsibenten auf JO em begehe ■' ‘sfä®* ■ÜäfWQ* “«JK’SS* -?rs üf MS#»»« t6‘"l" ° £,06 »" gySu»*1* »s$* K« <°> 4 8 !-«" „S5.S :,sä* eob, .»-K t Ag^^^elbar lilH10 u iB fjfli 4 00.(0- Frankfurt, 16. Ium. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu 3—3.60, Stroh Pfg in sauberen Matratzenbetten schlafen. E. 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Vt Flasche «X 2,10, 4 1,10, Verantwortliche Redactton: A, Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gteßen. Sure-»: SW Betreff Der Ortsvoi in Ausführung zu; WeMgsblall e-; uif der Großherzogin ' Die Absti Sher Flur VI uni Es wird daz to dem Erben, 3t mvirkt werden kann. Diejenigen, r hrung des Unterned iintrag ganz, od SchlieAilj w i alle in vorliegende Heiligten besonders Gießen, In Mr VI Ovenhausen einerseits Mlich für die Grün m dm grünen Feld- ; Feldwege« au; > fömtlni 1) Vtr'&bc W Mafic fallen; A Är Seftre 3) Die Soften Die Betdei L.< Z 3m Festste I jton Be,ltzstande Dt |L®et Kaiser | langen Commerli SMWw u M «n smil i? Unteibredjuiig j, ÄS; Mtö* *itt, oft ,b - 17 W »oi Wtta WÄW) ste HO I WH* I n- all