srr. 112. Mtheilung, nttagä a Uhr, 3437 Gatte: r. Seftprebigt: ^dienst. 5 Neprebigeit eben“. MN ----- , c m Q PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Betreffend: Die Stempelabgabe von Tanzbelustigungen. Greßen, am 16. Ma, 1883. Das Großherzogliche Kretsamt Gießen Att die Großberroalichen Büraermeistereien umd Ortspolizeibehörden des Äretfed. Worden ist. n Dr. <) 0 C t TH (I n H. on ar ’ ( 4 Q Q 9 Betreffend: Wie oben. Darmstadt, am 30. Apnl 1883. Das Großherroaliche Ministerium des Innern nnd der jur an die Großherzoglichen Kreisämter. . . HM MMMMMM '''“'“ÄÄÄ-* »d tu G,°bh-.-°«W-n d„S,-b,-. b.M » W».« «.««««t *">”■ ü. ^S t (X T ct. __ _______» Bureau: Schulstraße 7. )Uln Einhorns h atten. Solch-t Zedern des ; 112 2amftag den 19. Mai 1883. Gießener Anzeiger """/ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. n euch in den bart-- Politische Ueberficht 91 Gietzen, 18. Mai. Wie immer in den Tagen, die unmittelbar den hohen Festen folgen, io ist auch diesmal die Ausbeute an wichtigeren politischen Nachrichten eme geringe, da die politische Festtagspause durch Ereignisse von besonderer Beden- tuna nicht unterbrochen wurde. diesem Umstande ist es hauptsächlich zu- zuschreiben, daß sich auf dem Felde der inneren Politik wieder einmal verschiedene Gerüchte breit machen, unter denen wir allerdings nur alten Bekannten begegnen. So ist das Gerücht von einer bevorstehenden Reichstags-Auflösung abermals aufgetaucht, nur mit einer neuen Variante — nicht wegen Ablehnung der sofortigen Berathung des Etats pro 1884/85 und wegen Ablehnung der .Holzzoll-Vorlage soll der Reichskanzler entschlossen sein, das Parlament aufzulösen, sondern wegen dessen wiederholt zu Tage getretenen Beschlußunfählgkett, salls dieselbe nämlich nach Pfingsten wiederkehren sollte. Diese Lesart ist originell, aber sehr mangelhast begründet, denn eine Reichstags-Auflösung aus dem Grunde, weil der Reichstag öfters beschlußunfähig ist, wäre wirklich etwas ganz Neues und übrigens erscheint dieses Gerücht um so weniger begründet, als ja die wichtigsten Entscheidungen im Reichstage noch ausstehen. Unter den sonstigen Gerüchten, welche uns die Pfingstpause präsentirt, klingt besonders die alte Melodie von der angeblich erschütterten Stellung des preußischen Ministers des Innern, Herrn v. Puttkamer, hervor. Daß zwischen dem Letzteren und dem Fürsten Bismarck Frictionen bestehen, ist zwar kein Geheimniß, nur über die Ursache derselben herrschen verschiedene Meinungen; jetzt heißt es, daß die Rivalität zwischen Herrn v. Puttkamer und dem Finanzminister, Herrn Scholz, um den seit dem Rücktritt des Grafen Stolberg noch unbesetzten Posten eines Vicekanzlers die Spannung zwischen dem Kanzler und dem Minister des Innern hervorgerufen habe. Man erzählt, Herr v. Puttkamer habe sich bisher ge- ß schmeichelt, daß ihn das Vertrauen des Kaisers in jene Stelle berufen werde, jetzt glaube er aber, die Wahrnehmung machen zu müssen, daß ihm durch den Einfluß des Fürsten Bismarck in Herrn Scholz ein Rivale erwachsen sei. Inwieweit diese Version Anspruch aus Glaubwürdigkeit machen darf, wollen wir hier unerörtert lassen, immerhin verdient sie aber registrirt zu werden. Der Kaiser stattete am Dienstag der Berliner Hygieine- Ausstellung seinen ersten Besuch ab, wobei der hohe Herr Gelegenheit nahm, den Ausschuß-Mitgliedern für die Wiederherstellung des schönen und humanen Werkes seine lebhafte Anerkennung auszudrücken. — Am Tage vorher war der osficielle Vertreter Frankreichs bei der Moskauer Kaiserkrönung, Herr Waddington , anläßlich seiner Durchreise durch Berlin zur kaiserlichen Tafel geladen. Der Kaiser zeichnete hierbei Herrn Waddington in augenscheinlicher Weise aus, was iehr bemerkt wurde. Auch Fürst Bismarck hat, wie verlautet, Waddington mit großer Zuvorkommenheit empfangen. Die Auszeichnung, welche somit dem französischen Krönungs - Botschafter von Seiten unseres Kaisers, wie des leitenden Staatsmannes zu Theil geworden ist, deutet darauf hin, daß Herr Waddington Namens seiner Regierung allgemeine Erklärungen abgegeben hat und daß dieselben vom Kaiser und seinem ersten Nathgeber mit Befriedigung ausgenommen worden sind. Der Stand der kirchenpolitischen Verhandlungen in Preußen ist wieder einmal so ungewiß als je. Jedenfalls haben die jüngsten zwischen der preußischen Regierung und dem Vatikan gewechselten Noten zu keinem positiven Ergebnisse geführt, da erstere in ihrer Antwort auf die letzten Vorschläge des Kardinal-Staatssecretärs Jakobini an dem Verlangen der Anzeigepflicht sesthält, wozu sich die Kurie durchaus nicht herbeilassen will. Da übrigens Herr v. Schlözer, der preußische Gesandte beim Vatikan, in diesen Tagen einen dreimonatlichen Urlaub anzutreten gedenkt, so werden die kirchenpolitischen Verhandlungen für die nächste Zeit wohl gänzlich ruhen. P 2 A. tof. 11'1 34111 platt toter an). 5«*, 6«, 8”* 11 9»*, IW '* 8»,i2,WWf 6 bis D-iM«), bnr4$wf.l)rnied. »nb'6 ihor>^ | üditr imttr S-mlü c ■ t beseitigt. k «6trn M ft. I ■irr gtfty'ejt gegw I 1 ober 'Mrubui: fngelapotheke __ ,e rmßeP sich iv ,m Wertigen f .MWenPM -onnenstraße M, tt, e^neiNrnieifw jtr. ___ 5 7 J. 1* ■«* , 6* M ___ Es ist eine auffällige Erscheinung, daß das Deut,chchum m Oesterreich gerade unter dem „Versöhnungs-Regime" des Grafen -vaaffe einen nach dem andern seiner Außenposten verliert. Es macht stch dies namentlich in Krain bemerkbar, wo alle die kleinen Städte, welche noch vor einem halben Jahrhundert vorherrschend deutsch waren, im Laufe des letzten Jahr- ebnts slovenisirt worden sind. Auch die Hauptstadt dreies Kronlandes selost, Laibach, wird diesem Schicksal nicht entgehen; bei den letzten Communalwahlen sind in Laibach ausschließlich Slovenen gewählt worden, obwohl diese Stadt zu einem Drittel von Deutschen.bewohnt ist nnd so wird denn auch wohl die osficielle Schreibweise „Laibach" bald dem slavonischen „Ljubljana" Platz machen müssen. Schon jetzt träumt man in slovemschen Kreisen von einem Groß- Slavonien, das außer Krain auch Istrien, Triest, Görz und Gradrsca, lowie den südlichen Theil von Kärnthen und Steiermark umfassen und vielleicht nur durch eine Art Personal-Union mit dem österreichischen Gesammtstaat verbunden werden soll. Bei der entgegenkommenden Haltung des Ministeriums Taaffe gegenüber den Wünfchen der Slovenen haben diese Träume ja auch thre *$9$n den leqitimistifchen Kreisen Frankreichs herrscht nicht aerinae Aufregung,' da der Graf v. Chambord, der legrtumstische Prätendent S&eSSt«4i-»°-e*eS"»MWÄ f0H. Graf Heinrich ü- Chambord, den seine Anhänger bekanntlich bei jeber Gelegenheit als König Heinrich V. begrüßen, ist der starrste Vertreter des legi- timistischen Princips, das die Wer Revolution m den Februarkoth trat, noch immer hält er das Lilienbanner der Bourbonen hoch und es ist daher begreiflich, welche Bestürzung, zumal Graf Chambord kinderlos ist sem>pl°kchches vtnscheiden in den Reihen der Legitimisten Hervorrufen mußte. Von dem klerikalen „Moniteur de Rome«, welcher zu dem „Hofe von Görz" m nahen. BqAEge» 'A'' wird zwar die Nachricht, daß die Herzoge von Aumale und Chartres zu dem schwererkrankten Grasen v. Chambord berufen worden seien, dementirt, der Mittheilunq von der schweren Erkrankung des Prätendenten widerspricht aber das Blatt nich?; die Nachricht von seinem Hinscheiden würde demnach nicht allzusehr überraschen. - Die französische Deputirtenkammer hat m '^r Dwnstags- Sitzung die Credit-Vorlage bezüglich der Tongkmg-Expe iton mit lW gegen 50 Stimmen, also mit geradezu überwältigender Mehrheit angenommen. D e r e n g l i s ch e n R e g i e r u n g ist in ihrem Kampfe gegen die femsch irischen Revolutionäre ein unerwarteter Bundesgenoffe c nach der erstanden. Leo XIII. hat. nämlich den irischen Klerus, destart nach der „nationalen" Seite neigt, in nicht m,ß,uverstehen e ^uch offen und ent« nicht nur dem Treiben der Landliga sernzuhalten, > durchaus miß- schieden für die Regierung einzutreten zu b'llrgend über die Betheiligung de sch Wirten Parnell zu widmenden Gunsten emes dem bekannten Agita tor ui d Bpi ^cumentirten Willen des «* '»•"“» -»— Nach langem Zögern ist °ndUch i bie Krönung selbst erfolgt, wozu Einzug der MaMawnin Moskau^ russischen „Regier.-Anz." ist auch alt n Hauptstadt des russischen Reiches entfalten wird. alten Hauptm Deputirtenkammer hat d>e große Debatte über bie Potttik des Cabinets de Pretis aus der Pstngstwoche bis in diese Woche toe*'Fouff 's rt.e«e Sckriflliche An nur bann beantmonci ist. lieber Inserate l keinerlei Anskunstser Mientfieiligen Slbmac! herübergeschleppt, ja, sogar den Pfingstmontag widmete die Kammer diesen: Gegenstand. Die sog. Dissidenten der Linken unter Führung Nicotera's und Crispi's haben bekanntlich ein Mißtrauensvotum für das Ministerium beantragt, das sich namentlich dadurch, daß es den Irredentisten scharf auf die Finger sieht, das Mißfallen der Herren von der radikalen Linken zugezogen hat. Trotzdem dürfte die Debatte am Mittwoch mit der Ablehnung des beantragten 91?$= trauensvotums geendigt haben. Deutschland. Darmstadt, 17. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 13 enthält die Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, bie Ausführung der kaiserlichen Verordnung vom 24. Februar 1882 über das gewerbsmäßige Verkaufen und Feilhalten von Petroleum betreffend. m. Darmstadt, 17. Mai. lieber den Antrag des Abgeordneten Metz auf Abänberung des Wahlgesetzes von 1872 im Sinne des Einkammersystems Hal Namens des Gesetzgebungsausschusses der 2. Kammer der Abgeordnete Schröder Bericht erstattet. Hiernach beantragt die Mehrheit des Ausschusses (Arnold, Heinzerling und Muhl), in Erwägung, daß 1. die Anregung so tiefgreifender politischer Umänderungen, wie sie der Antrag Metz beabsichtigt, nur in Zeiten eines erhöhten politischen Interesses, nicht aber in der vornehmlich mit Regelung materieller Fragen beschäftigten Jetztzeit irgend welche Aussicht aus Erfolg hat, 2. eine besondere Schwierigkeit auch in dem Umstande liegen könne, daß das Gesetz vom 15. Juli 1858, welches den Standesherren des Großherzogthums die Ausübung ihres Sitz- und Stimmrechtes auf dem Landtag nach Maßgabe des seitherigen Zweikammersystems zusicheit, auf einer mit denselben getroffenen Vereinbarung beruht'3. auch eine Vergleichung des Organismus der übrigen deutschen Staaten nicht in's Gewicht fällt, da nur kleinere Staaten als uns r Großherzogthum das Einkammersystem besitzen — zur Tagesordnung überzugehen. Die Minderheit (Metz und Schröder) beantragt, die Kammer wolle Großh- Regierung den Antrag des Abgeordneten Metz auf Abänderung des Gesetzes vom 8. November 1872 über die Zusammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeordneten auf Grundlage des Einkammersystems im Sinne einer Vereinfachung unseres zu breiten und schon darum durchaus entbehrlichen dermaligen Gesetzgebungsapparates zur Erwägung anheim- geben. — England. London, 16. Mai. In Ballina, Grafschaft Mayo, wurden heute 6 Personen verhaftet, welche beschuldigt werden, im Jahre 1882 an dem Com- plot zur Ermordung von Grundbesitzern theilgenommen zu haben. In den Wohnungen der Verhafteten wurden Gewehre, Revolver und eine Höllenmaschine gesunden. London. Die von der irischen Dynamitparter für den zweiten Pfingstfei rtag, als dem Hinrichtungstermtnr Brady's, angekünvlgten Vergeltungsfrevel sind ausgeblieben und der allgemeine Eindruck, den diese Taktik der O'Donooan Rossa und seiner Spießgesellen macht, besteht darin, daß guter Rath bei ihnen theuer ist und sie den völligen Bankerott ihrer verdrecher-schen Agitation mit Riesenschritten herannahen sehen- Auf die künstliche Ueberreizung der Gemüther erfolgt jetzt als naturgemäße Reaktion der Zustand der Erschlaffung, wozu allerdings auch die Erkenntniß ihr Theil beilragm mag, daß auf die Dauer die Politik des Mordes und der Einschüchterung nicht durch-- zuführen ist. Nachdem Parnell und mit ihm bas Gros der irischen Nationalparter sich von den Bestrebungen der Dynamttliga abgewmdet hatten, war das Schicksal der letzteren eigentlich schon besiegelt; die an den irischen Clerus von Nom ausgegangene Weisung thctt dann ein Uebr'ges, und endlich die unbeugsame Strenge der englischen Justiz wirkt auf den Unternehmungsgeist der Sprengstoff-Fanatiker entmuthigend und lähmend. Das System der Kronzeugen, für wie unmoralisch es vom streng theo- retischen Nechtsstandpunkte erscheinen mag, hat sich im Kampfe gegen den irischen Terrorismus glänzend bewährt- Es hat das gegenseitige Mißtrauen in die Reihen der Verschworenen hineingetragen und so ihrer gehetmeli Organtsat-ou den Todesstoß gegeben. Berichte, welche dem Ministerium von den Agenten der pol tischen Geheimpolizei zugegangen sind, schildern die Deroute unter denjenigen Schichten bei nischen Bevölkerung, die das Hauptkoniingent zu den politischen Attentaten zu (teilen pflegten, als eine generelle und halten dafür, daß die dringendste Gefahr zur Z-.t abgewendet sei, was selbstredend die Behörden von d.r Fortsetzung ihrer dermaligen peinlichen Wachsamkeit und Strenge keineswegs entbindet. Telegraphische Depesche«. Wolffs telegr. Corresporrdenr-Bureau. Darmstadt, 17. Mai. Der Fürst von Bulgarien und dessen Vater, Prinz Alexander von Hessen, sind heute von hier nach Moskau gereist. Berlin, 17. Ma». Der Kaiser und der König von Sachsen begann sich heute ^ortnitttag zusammen nach Potsdam, wo eine Truppenbesichttgung statttand- Nachdem l!iner &ei bem Kronprinzen tm Neuen Palais eingenommen war, erfolgte die Rückkehr über die WUdparkstation. Die Äömgin von Sachsen fuhr nicht mit nach Potsdam, sondern besuchte die Hyg:eine - Ausstellung. Dieselbe beabsichtigt, heute Abend um 8 Uhr nach Dresden zmückzukehren, der König von Sachsen reist erst morgen ab- ~ 3U des sächsischen Königspaares findet heute Nachmittag im kaiserlichen Palais em großes Galadiner statt, woran der Kronprinz und alle Übrigen Mtt- glieder des Königshauses theilnehmen. Zu demselben sind ferner geladen der Herzog von Montpensier, die Herzoge von Ratibor und Ujest, alle hier anwesenden Staats- minister und Generale, die oberen Hoschuryen, b'e sächsische und spanische Gesandtschaft, der Präsident des Äusstellungscomitr'S, Hobrecht, das befolge des sächsischen Königspaares und b;e hierher fommanbirten sächsischen Stabsofficiere. Die Königin von Sachsen verweilte mit der Prinzessin von Hohenzollern bis Mittags in der Ausstellung. - Die „Prov. - Corr." bespricht die Ablehnung der Holzzölle und sagt die jetzige Abstimmung habe nur eine aufschiebende Bedeutung, nicht weil die Bundesregierungen auf der einmal eingebrachten Vorlage bestehen würden, sondern weil die Forderungen der nationalen Wohlfahrt sich immer wieder geltend machten und die Frage erneuerten: wie ist der deutsche Wald zu erhalten? — Einem Telegramm des römischen Correspondmten der „Germania" zufolge ist die Antwort auf die letzte Note der preußischen Negierung dem Gesandten Schlözer übersandt. 0 Dortmund, 17. Mai. Der „Rhein. - Wests Ztg." zufolge erhielten beider heutigen Reichstagsersatzwahl im Stadtbezirk Dortmund Kleine (nationallib.) 4140, Lenzmann (Fortschr.) 6193, Tölcke (Sozialist) 502 Stimmen. Das Wahlresultat aus den übrigen Orten liegt noch nicht vor. München, 17. Mai. Die „Neuesten Nachrichten" melden die Ablehnung des Abschiedsgesuchs des Commandeurs der 1 Jnfanteriebrigade, Generalmajors v. Horn und dessen Beförderung zum Generallieutenant und gleichzeitig zum Generaladjutanten des Königs. Weimar, 17. Mai. Die madagassische Gesandtschst traf gestern Abend hier ein und wurde am Bahnhofe von Rohlfs empfangen. Die Gesandtschaft beabsichtigt heute Mittag nach der Audienz bei dem Großherzog die Reise nach Mainz sortzusetzen. Puris, 17. Mai. In der Kammer fragt Saint Aignan an wegen des Circulars bezüglich der Sparkassen, welches Angriffe gegen die unabhängige Presse ent- V üJÜnfdjt zu wissen, welche Mittel die Präfekten anwenden werden, um den Zurücksocderung-n aus den Sparkassen entgegenzutreten. Der Minister des Innern foULh' /bdiglich beruhigen. Die Präfekten wurden einfach h£ftrpfh>rbs o e -ÖeDo ferung aufzuklären. Saint Aignan konstatirt, daß der Minister tlärt bfeb^nta^^on^®tp®vt7ncnlä ’W0'1“ versucht worden feie® Tirord cr- ' ^m-rv-nt>on der Regierung erfolgte mehr Im Interesse der Spirkassen- Sd ÄS: Bremen, ® Ä M 2 uhr Morgens wohl Bremen, 12 Donau, Capt. R 99 April von vren h ute i Uhr Bremen, 16- Weser, Capi. H- ' 1. Mai von Prcffl angekommcn- Bremen, ld- Norddeutschen Lloyd war, ist deute 5 Uo Lat nach Landung fr Morgms die Reise 1 rolle Ladung. Aeilgeö Piquirte I pkUktlt-, faua L yflaH 's Griner S-hnui ÄM11 «’nem £a; MN-Weser £r!trfa"f,,ikr „^gleichen ein kl, - V e r w i s ch t e S. Darmstadt In der Kürze soll hierein hessischer Städtetag stattfinden, um gegen die Heranziehung der Actstngesellschaften zur @mfommeri(teuer und Ernführung einer Capttalreutensteuer Stellung zu nchmen. — Angesichts brr Thatsache, daß schwere Hagelwetter bereits in einzelnen Gemarkungen, so z. B. in BüdeShnm, N edrr-FIorftadt rc , erheblichen Schaden verursacht haben, faun man den Landwirth'N n cht dringend genug die Versicherung ihrer Feld- erzmgi-iss.! g.gen Hagelschad n an-mpsehlen. löon der Bergstraße. Der Regen am Schluß her vorigen Woche und die gegknwä't ge warme Temperuiu- fördern die Vegetation zusehrnds. Die Früchte, die noch vor einigen Tagrn wie veikümmert In den Feldern standen und dem. Lgndwirtb mir wenig Hoffnung boten, haben sich in kaum glaublicher Welse erholt. In den 2ßvinbergen treiben bie Reben üppig und versprechrn nach dem BlüthenansaV einen reichen E'trag. Auch die Obstaussichten sind gut, besonders die < irnbäume hängen dicht voll Köln, 16. Mai Ein junger Mann von hier, der wie so viele bie üble Gewohnheit hat, Abends im Bette bei Licht zu lesm, gerieih dieser Tage in Lebensgefahr. Heber dem Lesen schl'ef er ein und stieß mit dem Arme das Licht um. Seine Bekleidung und das Bett fir.gen Feuer und nur mit großer Mühe gelang es einigen auf sein Hülferufen bbeigeeilien Person n, das Feuer zu löschen. Mit Brandwunden bedeckt, liegt er schwer erkrankt darnieder. Frankfurt n. M- Der Wäldchcstag ist leider nicht ohne Unglücksfälle vor- übergegangen, die erst im Laufe des heutigen Tages bekannt geworden sind. Ein Braubursche ft l auf der Mörfelder Landstraße von einem mit Bierfässern beladenen Wagen, der dem Walde zufuhr. Ein Rad ging dem Unglücklichen gerade über den Kopf und z!rd;ückte den Schädel, was den Tod des Gefallenen zur Folge hatte. Ein Bube, der an einem Baume eine Leine zum Schaukeln befestigen wollt«', fiel h.-runter unb brach ein Bem. Ein Mädchen wurde von einer Schaukel heruntergeschleudert, schlug mit dem Kopse an einen Baum und verletzte sich nicht unerheblich. Ein Mann, der über «inen Graden springen wollte, fiel unb brach ein Bein Ein junger Mann stolperte über eine Baum eurzcl unb stürzte auf ein Bierglas, welch s zerbrach. Die Scherben schnitten dem jungen Manne tief in den Kops, so daß die Wunde zugenäht werden mußte. Kassel, 17. Mai. Wie das „B- T." hört, ist kürzlich brr 4. höhere Militärarzt aus ban Bereiche des 11. Armeekorps, welch r in bie Angeleg nhett wegen Befreiung Ersatzpflichtiger vom Militärdienst verwickelt war, plötzlich an „Herzlährnung" gestorben. Berlin, 15 Mai. Ernst Sodbe weist nicht bloß persönlich jedes Rechts- und Gnabenmiitel zurück, er hat auch, wie wir zuverlässig erfahren, seinen Geschwistern dringlich abgerathen. die Gnade des Kaisers für ibn anzurusen Er ist, seitdem das Urthett über ilm gesprochen, sehr ruhig und gefaßt und es scheint ihm ernst gemeint, daß er b’e Vollstreckung desselben als Sühne des von ihm begangenen Verbrechens herbeisehnt. Die van einigen Blättern gebrachte M ttheilnng, daß der Untersuchungsrichter Landgerichtsroth Hollmann sich für Sobbes Begnadigung verwenden wolle, ist natüilich unrichtig. Das Gerücht wird dadurch entstanden sein, daß der Untersuchungs- richt.r fein Gehetmniß daraus gemacht hat, wie Sobbe von dem Augenblick an, da er das erste Gestündniß abgelegt, bis zur Stunde, da das Todesurtheil über ihn ausgesprochen wurde und bis auf der? heutigen Tag durch sein ganzes Verhalten, durch die unbedingte Wahrhaftigkeit aller seiner Aussagen auf ihn, der in seinem Amte so ost mit rohen, verstockten und verlogenen Strolchen verkehren muß, so vortheilhast - gewirkt hat, wie ein Verbrecher eben wirken kann. Wenn also Sobbe den W-g der j A""de beschritten oder die ©einigen dazu veranlaßt hätte, alle Mittel aufzubieten, um ! d'e Vollstreckung des Todesurtheils von ihm abzuwenden, so würde auf Anfragen der Untersuchungsrichter Landgerichtsrath Hollmann, der mit dem Verurtheilten am meisten verkehrt hat, b r Wahrheit gemäß Sobbe über sein Verhalten währenb ber letzten Wochen I ein günstiges Zeugniß gegeben haben. 1 ,, ~ Wie hält man am besten Sperlinge von den Beeten fern?) Ueber Vogel- | scheuchen und tlimpernbe Glasscherben hat ber kleine Schlauberger sich längst hinweg- gesetzt, damit macht map ihm nichts mehr weiß. Dagegen umziehe man die Beete mit einem weißen Faden unb man wird sehen, daß er solche Beete nicht betritt. Der Faden flößt ihm den Verdacht ein, als ob eine Falle aufgestellt sei, unb ba benft er: fangt anbere, aber mich nicht. Möglicherweise verfängt das Mittel auch bei Kirsch- und anderen Kernobstbäumen. -TascheE^^'n 'empfiehlt Äft ÜSÜfcü!« Dirnstztz btn Nachmitt fflll auf hiesigem ;(fvbcn des Koma! caithe in der Weh willigen Versteigern Gießen, den 17. i Mbent M & einleger, als in demjenigen des Staatsschatz.'s. Der Staat würbe vielmehr Voriheil haben, wenn die Spareinlagen verringert würben, denn ber Staat würde leicht Geld zu 2 pCt. bekommen, während er 4 pCt. an die Deponenten zahle. Die Regieruna verwende den Sparkassenfonds, weil sie Gelber, wofür sie 4 pCt. zahlte, nicht tobt liegen lassen könne. Der Minister erklärte, die Einlagen würden jebfm ausbezahlt der sie an offener Kasse fordere. 123 M ll onen seien bereits zur Verfügung für Diejenigen, welche Einlagen zuiück haben wollen, ungerechnet 32 Millionen Reserve Der Zwischenfall ist damit erledigt. London, 17. Mai. Wie den „Daily Rems" aus Alexandrien gemeldet wird, soll Port Said eine englische Besatzung erhalten. Dublin, 17. Mai. James Muiett, Edward McCaffrey, Daniel De- laney, Edward O'Vrien und William Mooney, welche sich der Äioroverschwörung gegen Forster, Lord Spencer u. s. w. schuldig bekannten, wurden zu zehnjähriger, Thomac Doyle wurde zu fünfjähriger Zwangsarbeit verurtheilt. Die Verhandlungen der für die jüngsten Staatsprocesse eingesetzten Commission sind damit beendet und ist die Jury entlassen morden. Petersburg, 17. Mai. Der Kaiser empfing gestern in Gatschina den neuernannten Gesandten Japans, Hanabuzu, rvelcher seine Creditive überreichte. — Großfürst Wladimir ist mit seiner Gemahlin gestern nach Moskau abgereist. — Der Gehilfe des Chefs der kaiserlichen Kanzlei für die unter Leitung der Kaiserin stehenden Wohlthätigkeits- und Bildungsanstalten, Ntarkoff, ift zum Gehilfen des Justiz Ministers ernannt worden. — Die Krölmngs-Depuration des bulgarischen Volkes unter Führung des ^Netropoliten Simeons ist hier angekommen und gestern von dem Minister des Auswärtigen, v. Giers, empfangen worden. Petersburg, 17. Mai. Dem Veenehmen nach ist bas Programm für bte KlönungsscieUichketten Folgendes: Am 20. Mal Ankunft bei- Majestäten tm Petrowski- palais, 22. Einzug in Moskau, 23. Relchsbannerweihe, 24, 25. unb 26. Fasten be8 Kaiserpaares, Verkündigung der Krönung und Ueberführung der Regalien in den Thron- faal, 27. Kiönung und Dmer im Granowitaja-Palata, 29. weitere (Gratulationen 30. desgleichen unb Theater-F stvorstellung, 31. Ueberführung ber Regalien nach GriU nowitaia-Palata unb Diner daselbst, 1. Juni U.berführung der Realien in Orus- Heinaia-Palata unb Diner bafelbft, 2. Volksfest unb Mittagstafel für Dorfälteste im Petrowskipalais, 3. Fahrt nach dem Dretfalttgk ttskloster, 4 2OOjähriges Jubiläum des Preobraschenskt'schen und Scmenow'schnr Leibregiments unb Ball, 5. Dttnr, 7.-10. Rückkehr nach Petersburg. Moskau, 17 Ma. Aus der Wolga fand gestern in ber Nähe von Swmshsk auf dem Dampfer „Jekaterinburg" eine Explosion statt; drei Heizer und vier Pastagiere wurden schwer verwundet und verbrannt, leicht verwundet wurden an zwanzig Person-m. Reval, 17. Mai. Unter der Bemannung des hier angelangten amerikanischen Schiffes „Arabia" sind die Pocken ausgebrochen. 18 Personen sollen auf der See, 2 hier aus der Rhede gestorben sein. 0 ? a l e H Gießen, 19. Ma!. [14. mittelrheinisches Turnfest.) Die Arbeiten zur Erbauung her Festhalle, ai§: Zimmerarbeit, Schremerarbett, Schlosser arbeit, das Decken der Halle tn.t Dachpapp»-, die Lieferung der Dielen, sowie die Anfuhr des Holzes waren auf dem Sudmrssionswege vom Bau- unb Decorationsausschusse ausgeschrieben unb würben gestern bet Eröffnung der Offerten sämmtliche Arbettm an die Mlndeftforbernden vergeben. Die Arbeiten werden jetzt baldigst in Angriff genommen werden. 3458 Lüdeking. 3454 3334 bei Gärtner S^&mBiiai. empfiehlt 3450 GisfchräZrke i saabe । flilOvc uui (K,--_________ SvMmer-Unterjackenll. Hosen, ^aÄ*LÜ Hemden, Kragen, Manschetten, ebVti ®"S Thlipse,Hemden-Tn«e und -Einsätze, r?tn junflet a„ Taschentücher, Socken und Strümpfe Sl» Haubach, Mäusburg. 2365 Bahnhofstraße 12. empfiehlt 3040 3448 liegt, zu erfahren ist. L. Chr. Mühsamen Seltersweg. 13344 ft.] Die Äit Schlossei aib-it kl u Lniuhr d-.sW. chusse au?geschcÄ ■ ilrbeiim iin Angriff genMM Robert Haas. Seltersweg 57. Robert Haas, Seltersweg 57. Dienstag den 22. ds Mts., Nachmittags 3 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die den Erben des Konrad Kraft gehörige Hof- rciitbe in der Wetzsteinsgasse einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden- Gießen, den 17. Mai 1883. Großberzogliches Ortsgericht. 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M a i (Trinitatis). 1/2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldcy. Kinderkirche, Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Zur Besprechung wegen der Katechismuslehre werden die dieses Jahr Neu- confrrmirten aus dem Gymnasium und der Stadtschule auf Nachmittags 2 Uhr in die Friedhofkapelle eingeladen. Spanische Spitzen in schwarz, creame und farbig, PerLgimpen, Franzen- Ornaments, Summe t- bänder und Soutaches in schwarz und farbig, Stickereien und Spitzen (als Kleiderbesatz) in weiß, gelb und ecru, von den billigsten bis" zu den feinsten, ICnÖpf® in großer Auswahl empfiehlt Weig^e iähe von Sivich unb vier PchM urden an juchjs ^gelangten aw» 8 ^erfüllen \M Loose zur afft bi" Pfrrdemarkt- Lotterit J. sind in der Expedition dieses Blattes zu haben. Sonnenschirme für Herren und Damen mit extra schönen Griffen empfiehlt 3252 Albert Slefartfiid. Prima Grüne Erbsen ä 17 H, Bictovia-Erbsen ä 21 Riesen-Erbsen ä 18 Saat-Erbsen ä 15 Heller-Linsen ä 25 Si, mittetgroße do. ä 21 Bohnen ä 18 und 16 unter Garantie für gutkochend, zu haben bei 2176 S. Elsoffer. teppdecken TnJ" : 1£ Filiae übet j etn "ach Mch . “r ,ble unter 8t E t4 dSbtt-i»5 16 ifM ^5% sä® tt w» dir v,7 u v *2 WV6 ■< H ute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 16. Mat. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weser, Capt. H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1. Mai von Bremen abgegangen war, ist h.vte wohlbehalten in Baltimore angekommcn. Bremen, 16. Mat. Der Postdampfer Salier, Capt. C. Wiegand, vom Norddeuischen Lloyd in Bremen, welcher am 5. Mai von Newyork adgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 7 Uhr Morgens die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 232 Passagiere und volle Ladung. Zur Kest. Bcuchturrg Schriftliche Anfragen wegen Auskunstsertheilung über Inserate rc. können mir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort bcigelegt ist. Heber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Cxp dition zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten geaentheiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuholen. Mittwoch den 23. Mai. Vormittags 10 Uhr: Jahressest des Vereins für innere Mission in Oberhessen. Festpredigt: Prof. Dr. Harnack. Die P f a r r g e s ch ä f t e in der Woche vom 20. bis 26. Mai besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. Dreifaltigkeits-Sonntag. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Festandacht. Donnerstag den 24. Mai (Fr0hnleichnamsfest). Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. 'MO Uhr: Hochamt, während desselben gemeinsam: Communion der diesjährigen Erst- communikanten und Predigt. 2 Uhr: Festandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 8Vs Uhr. Sonntag den 20. Mai (alt-)katholifcher Gottesdienst um 11 Uhr in der Stadtkirche. Wafferwärme der Lahn. Am 18. Mat, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 14° R-, Luftwärme +15° R. L- Chr. Rübs am en. Literarisches. Bei der jetzt etngetretenen günstigen Reisesaison empfehlen wir allen Freunden des Rheins und seiner romantischen Schönheiten das bereits in unserem Blatte früher eingehender besprochene Buch unseres Landsmannes vr. Nooer in. Mainz: „Der Vater Rhein in Sage und Dichtung" (Verlag von V. v Zabern daselbst, Preis eleg. geb. 2,75