,8rliu 1879* k'®«daiUeo;' *" |876 ,d*lal876i 1 C5Penick. ^"zeigen, uSä.* Tn. , 2697 *byi Land ober er Umgebung non gesucht von Unna^ aus guter BW gesucht- 05. M. irbtiteT n in hohenr cb Meufabter zen. Bauunternehmer mb Stelle ent- )ril 1883. 9, Wer.____ j und modern 2311) 2 Treppen, idchen mit guten Liebigstraße 9. sordelia". 2. 3)ml: Mik ilifttu hv's. Hr. ichimiiglieber. Vorstand.___ Betrieb stehend^ eschast m guter Reihe von Jahren lüte fit und fagonirt- Merslveg22-__ livaaren-Geschase sacht. ds. Bl- ndern herzlichen schivagers icbenc» nhr VlNN tl y 1 nßÄÖ 8S. Donnerstag den 19. Aprll 1888, iehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. FW F-'^l Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. itß^y.uuiKtiyä«M®aj!ia 111 j n 11 ■ 11 n m ■■■hhwmurWäW’WI iianysyrs?.™-.. .-»TrMiMWBaagaawmM«—»—■■■■»mr— Amtlicher HHei l. Betreffend: Den im März 1883 vorzunehmenden Wiesengang. Gießen, am 15. April 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände sind, wiederholt an Erledigung unserer Verfügung vom 15. Februar 1883 binnen acht Tage — Anzeiger Nr. 43. — Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. GteHen, 1,8. April. Der Tod hat plötzlich eine schmerzliche Lücke in den Kreis der regierenden Fürsten Deutschlands gerissen. Großherzog Friedrich Franz von Mecklenburg-Schwerin ist am Sonntag Vormittag nach kurzem Krankenlager sanft verschieden. Der verewigte Großherzog war am 26. Februar 1823 geboren und trat die Negierung am 7. März 1842 an. In der preußischen Armee bekleidete er den seltenen Rang eines General-Obersten der Infanterie und außerdem war er General-Jnspecteur der 2. Jnspection des Neichsheeres, welche Ranggrade dem Verblichenen wegen stiner hohen militärischen Verdienste verliehen wurden. In ernster Stunde hat Großherzog Friedrich Franz treu zu Preußen und Deutschland gestanden und sich im deutsch - französischen Kriege würdig den für Deutschlands Ehre und Machtstellung kämpfenden Heerführern angereiht. Namentlich im Schooße unseres erhabenen Kaiserhauses wird das Hinscheiden des Großherzogs tiesschmerzliche Theilnahme erregen, da derselbe der Neffe Kaiser Wilhelms war. Die kaiserliche Botschaft, welche in der Sonnabend-Sitzung des Reichstages zur Verlesung gelangte, hat allgemeines Aufsehen erregt, und zwar umsomehr, je unerwarteter sie gekommen ist. In richtigem Tacte hat es der Reichstag abgelehnt, sich alsbald in eine längere Besprechung der durch diese Botschaft angeregten Fra gen einzulassen und kann auch natürlich im Aügenvlick noch nicht angegeben werden, wie sich die Parteien zu diesen Fragen stellen werden. Die Angelegenheit ist um so delicater, als der Kaiser die Erledigung des Reichshaushalts-Etats pro 1884/85 wünscht, während der Reichstag es doch wiederholt abgelehnt hat, sich in dieser Session auch noch mit dem Etat pro 1884,-85 zu beschäftigen. Die ungewöhnlich feierliche Form der kaiserlichen Verkündigung beweist, mit welchem Ernst und welcher Energie die Negierung an die Wetterführung und Erfüllung ihres socialpolitischen Programms zu gehen entschlossen ist, als dessen weiterer Besiandtheil jetzt die Alters- und Jnvaliden-Versorgung der Arbeiter in nächste Nähe rückt. Aus der bisherigen Behandlung der socialpolitischen Vorlagen Seitens des Reichstages und seiner Haltung zu denselben wird man nicht entnehm en können, daß er diesem Gegenstand geringeren Ernst und Eifer entgegenbringt, als die Regierung; jedenfalls wird das Haus, soweit es irgendwie durchführbar, bestrebt sein, die Absichten, welche die kaiserliche Botschaft ausdrückt, zu fördern. Nachzutragen ist aus der Reichstags-Sitzung vom Sonnabend , daß das Haus den Antrag auf Einführung der obligatorischen Arbeitsbücher abgelehnt hat. Die nächste Sitzung findet morgen, Donnerstag, statt, an welchem Tage das Haus in die zweite Lesung des Krankenkassen- Gesetzes tritt. In München hat am vergangenen Sonnabend die Vermählung des Herzogs von Genua mit der Prinzessin Isabella von Bayern durch den Erzbischof von München stattgefunden. Von fremden Fürstlichkeiten, welche bei dem feierlichen Acte anwesend waren, erwähnen wir den König von Sachsen und den Herzog von Aosta, Bruder des Königs von Italien. Im österreichischen Abgeordneten hause hat am Sonnabend die Debatte über die Schulgesetz-Novelle begonnen. Ueber die eventuelle Entscheidung läßt sich nur das Eine sagen, daß, falls die Novelle angenommen werden sollte, dies nur mit wenigen Stimmen Majorität geschehen wird. Anhänger hat dieselbe eigentlich nur im klerikalen Club und was die andern Fraktionen der Rechten anbelangt, so werden dieselben nur unter gewissen Bedingungen für dies Schmerzenskind der Negierung emtreten. Charakteristisch für die Stimmung im Reiche gegenüber der Schulgesetz-Novelle ist es übrigens, daß nicht weniger als 341 Petitionen um Ablehnung derselben im Abgeordnetenhaus eingelaufen sind. Die „Tongking-Frage" ist für Frankreich durch die Abreise des französischen Gesandten beim Kaiser von Anam aus dessen Residenzstadt Hue in ein neues Stadium getreten. Die französische Regierung will nunmehr ihre Ansprüche auf Tongking mit allem Nachdrucke geltend machen und hat deshalb der Fregatten-Capitän Kergarader Auftrag erhalten, dem Kaiser von Anam einen neuen, die Rechte Frankreichs genauer präcisirenden Vertrag zu überreichen. Wenn der Kaiser denselben nicht annimmt, so sollen „wirksame Maßregeln" zur Ausführung des Vertrages ergriffen werden, so daß kriegerische Verwickelungen zwischen Frankreich und Anam nicht ausgeschlossen erscheinen. Auch die Beziehungen zwischen Frankreich und China scheinen zur Zeit nicht die allerbesten zu sein; wenigstens steht die Abberufung Bourrö's, des französischen Gesandten in Peking, in Aussicht, da die französische Regierung den von Bourrv unter eigener Verantwortlichkeit mit China abgeschlossenen Vertrag nicht genehmigt hat. Die Londoner Jury hat in dem gegen den bekannten Deputirten Bradlaugh wegen Gotteslästerung angestrengten Processe ihr Verbiet auf „Nichtschuldig"' abgegeben. Ob sich nunmehr dem radikalen Abgeordneten für Notthingham die Pforten des Unterhauses, welche ihm wegen seiner Eides- Affaire verschlossen worden waren, öffnen werden, bleibt jedoch abzuwarten. — Aus Belgien ist der englischen Polizei die Abfahrt eines Dampfers, welcher eine große Menge Dynamit an Bord führt, signalisirt worden. Das italienische Cabinet de Pretis hat in der Sitzung der Deputirtenkammer vom vergangenen Sonnabend einen entschiedenen Erfolg zu verzeichnen gehabt. Der Minister-Präsident erklärte bei Berathung des Marine- Budgets , bei welcher die Opposition heftige Angriffe auf den Marineminister oft wiederholt unternommen hatte, daß das Cabinet sich mit dem Marineminister in voller Übereinstimmung befinde und daß daher ein dem Letzteren etwa ertheiltes Mißtrauensvotum auch als gegen das Gesammt-Cabinet gerichtet betrachtet würde. Der Deputirte Delvecchio schlug hierauf eine motivirte Tagesordnung vor, welche das Ministerium bereits vorher acceptirt hatte und die auch von der Kammer mit 168 gegen 54 Stimmen angenommen wurde. 51 Deputirte enthielten sich der Abstimmung, ein großer Theil der viele oppositionelle Elemente enthaltenden Rechten stimmte sogar für die Regierung. — König Humbert hat dem bayerischen Gesandten beim Quirwal anläßlich der Vermählung des Herzogs von Genua mit Prinzessin Isabella von Bayern den Großcordon des Ordens der italienischen Krone verliehen und den Legationssecretär Brohm zum Osficier desselben Ordens ernannt. In Dänemark besteht, ganz wie in Norwegen, seit mehr als Jahresfrist anläßlich verschiedener Fragen ein scharfer Verfassungs-Conflict, welcher jetzt eine akute Wendung angenommen hat. Das Folkething hat nämlich die Adresse an den König, in welcher dem gegenwärtigen Ministerium das Mißtrauen des Folkething ausgesprochen wird, mit 72 gegen 20 Stimmen genehmigt. Die Adresse wird von den Präsidenten und Vicepräsidenten überreicht werden. Da das rebellische Folkething bereits dreimal aufgelöst worden ist, ohne daß die Neuwahlen der Regierung eine Majorität gebracht hätten, so würde eine vierte Auflösung der Regierung auch nichts nützen und somit dürste dem Ministerium nichts als seine Demission übrig bleiben. Deutschland. Darmstadt, 16. April. Wegen des Ablebens Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Friedrich Franz 11. von Mecklenburg-Schwerin ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis einschließlich den 29. l. Mts. angeordnet worden. Schwerin, 16. April. In der durch das Staatsministerium ad man- datum speciell erlassenen Proklamation, durch welche der Großherzog Friedrich Franz Hl. die Regierung antritt, heißt es u. A.: Sehr schwer sind Wir und Unser Haus getroffen, unersetzlich ist der Verlust für Uns _ und das gejammte Vaterland, das einen väterlichen Fürsten mit stets liebevoll sorgenden Gesinnungen für jeden seiner Unterthanen verloren hat. Wir erkennen den schweren Beruf, der Uns überkommen ist, und werden unablässig bestrebt sein, seinen hohen Anforderungen zur Beförderung der Wohlfahrt Unserer geliebten Unterthanen zu entsprechen. Möge Gott Uns dazu Beistand verleihen. So dürfen Wir hoffen, auch in der Liebe und Treue Erbe zu weHen, die Unserem verklärten Herrn Vater in so hohem Grade zu Theil ward. Kramireich. - In Marseille scheint es etwas besser zu gehen, wenn es sich bestätigt daß 400 Arbeiter, allerdings unter dem Schutze der Gensdarmerie, die ^^it wieder aufnahmen; die Strikenden wurden vom Militär zersprengt. Man ^fürchtet, d^ auch die Schlffsarbetter feiern werden. Die „France" me bet, M W>et die in Marseille auszuladen begonnen hatten, mit ihrer Stacht ^M^ren‘ B**10*^* waren und nach Genüa eilten, also nach bem„^öuptconcurren3baf^ Blatt meldet ferner, daß Genua einen regelmäßigen Dampfpacketdienst nach Barcelona einrtchtet. „Der Dienst wird wöchentlich sein und zielt daraus ab, zu Marseilles Schaden den Transithandel nad)„Spanien unb 1“ bei bisher über Marseille ging". Der „Na aU, ber gestern UU Mamille Australien unb Nevcalebonien abfafcren foUte, mußte U ebne ßabuna abaeben unb ließ an ben Marseiller Quais noch 800 Tonnen 36 aare, die von verschiedenen Punkten Frankreichs zur Beförderung durch den „Natal' eingclroffen waren Der Tage" d°r wie der „Natal" den Marine-Messageri-n gehört ging in denselben NerKältniss n nach der Levante; auch die „Transatlantische Compagnie" konnte ihre Schiffe nicht b rachten Auf den Quais und in den Lagerhäusern herrscht -ine hM°n. V-rw"r?ung und U-b-rfüllung. so daß. selbst wenn die im Hafen Legenden Schiffe auslüden könnten, augenblicklich kein Platz mehr für ihre Maaren wäre. Die ffroncc" klagt daß die Noty der französischen Hafenorte darin bestände, daß die Deutschen Italiener, Belgier, Schweizer und Oesterreicher billiger arbeiten als die Franzosen, und nun verlangen die französischen Hafenarbeiter noch Lohnerhöhung. Das Ist allerdings tragisch für Frankreich, aber doch kein Grund, daß Marseille alle Mittel- meerhäfen wie bisher in den Staub drückt. Die Marseiller und die Franzosen überhaupt werden sich daran gewöhnen müssen, daß in Genua und Trieft auch Kaufleute von Verstand und Rührigkeit wohnen, wie die Havrer sich die steigende Concurrenz der Amsterdamer, Antwerpener u. s. w. gefallen lassen müssen. Die „Corr. Havas" meldet, daß am 14. ds. in Marseille im Eldorado eine Strikerversammlung gehalten wurde, welche beschloß, daß die Mitglieder sich solidarisch erklärten und die allgemeine Arbeitseinstellung aufrecht erhalten werden solle. Die Arbeiter stellen folgende Bedingungen: Arbeitszeit 10 Stunden, von 7-12, von 2—7 Uhr; Tagelohn 5 Fr.; die Zusotzstunden würden mit je 75 C- bezahlt- Nachtarbeit von 9 Uhr Abends bis 5 Uhr Morgens kostet 3 Fr., Zusatzstunden 70 C. bis 2 Uhr, darüber hinaus ist für die ganze Nacht zu zahlen; SonntagSarbett 5 Fr. von 7 Uhr Morgens bis 5 Uhr Abends. England. London, 14- April. Nachdem Carey gestern die ihm vorgezctgte Photographie von „Nr. V tbenttficlrt, ist der Schleier von dem geheimnißvollen Spender der Verschwörungsgelder gefallen. Die Polizei kennt seinen Namen, seine Vergangenheit, seinen jetzigen Aufenthalt. Er heißt Patrick I. Tynan, ist ein Mann von 45 Jahren, starkem Körperbau und kohlschwarzem Bart. Eine Zeitlang betrieb er den Zettungs- verkauf an der Station von Kingstown, ward dann Geschäftsreisender und schließlich Mitglied der fenischen Brüderschaft, deren Schoß die Brut der Uabesieglichen gebar. Seine hervorragende Thättgkeit bei der Bildung und Entwickelung dieser Bande ist aus Carey's Aussagen bekannt. Er weihte Carey in den Bund ein, ernannte ihn zum „Hauptcentrum" von Dublin und zahlte Geld aus behufs Beförderung der Bundeszwecke. Er verblieb in Dublin einige Zeit nach dem Phönixparkmorde, entfloh am Vorabend der Carcy'schen Enthüllungen nach England, ward im Anfang dss. Js. in Paris und später in Cannes gesehen und befand sich sogar während des Carnevals unter eben dem Balkon in Nizza, von welchem aus Gladstone den Faftnachtszug anschaute. Es heißt, daß er jetzt in Mexico weile; aber die Polizei theilt diesen Glauben nicht. Es gibt zwei Photographieen von ihm; die eine stellt ihn in Gesellschaft seiner Tochter dar, die andere in der Freiwilligen-Uniform- — Die Schlußscene der gestrigen Verhandlung in Dublin war sehr ergreifend. Joseph Brady verlor die Ruhe, die er bis dahin zur Schau g-tragen, und beantwortete das „Schuldig" der Geschworenen mit einem zischenden „Ich bin unschuldig". Und als der Schreiber an ihn die Frage stellte, ob er noch etwas etnzuwenden habe, erwiderte er mit rauher Stimme: „Ich bin unschuldig an diesem Verbrechen". Der Richter aber bemerkte ihm, daß er nach der gewissenhaftesten Untersuchung für schuldig befunden worden und schloß mit den feierlichen Worten: „Sie werden Ihren Opfern in's Grab nachfolgen." Er bedeckte darauf sein Haupt und sprach unter dem tiefen Schweigen aller Anwesenden das Todcsurtheil über ihn aus. Brady machte eine letzte verzweifelte Geberde, verneigte sich vor seinen Vertheidigern mit den Worten: „Ich danke Ihnen, Dr. Webb, ich danke Ihnen, Herr Adams!" und bald darauf verschwand — wie der „Daily Telegraph" bemerkt — das Gesicht, in welches Lord F. Cavendish' Augen zum lehtenmale geblickt — von der Tribüne. Brady wurde sofort nach Kttmainham zurückgebracht, in Verbrechergewand gehüllt und in die Zelle der zum Tode Verurteilten unter der Aufsicht zweier Wärter eingesperrt. Er soll bis zum letzten Augenblick an die Wirksamkeit dis „Alibi" geglaubt haben. Bekanntlich spielt dieses „Alibi" eine große Rolle innerhalb der irischen Geheimbünde. Sobald ein Mitglied eines Verbrechens überführt werden soll, ist es Pfl cht der übrigen, ein „Alibi" zu beschwören. — Der in Glasgow verhaftete Bernard Gallagher, ein Bruder des „Dr." Gallagher, soll der Regierung so wichtige Aufklärungen gegeben haben, daß das Ministerium des Innern ihn wahrscheinlich als Zeugen gegen die Londoner Nitroglycerin Verschwörer benutzen wird. — Die Vorsichtsmaßregeln des Parlaments gegen eine mögliche Dynamitsprengung werden alle Tage verschärft. Augenblick! ch werden alle Kisten und Packete, die zum Gebrauche der Ausschußzimmer bestimmt sind, geöffnet und untersucht. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Brrreair. Berlin, 17. April. Seine Maj. der Kaiser hat heute Nachmittag um 4 Uhr den Fürsten Reichskanzler empfangen. — Der Kaiser ist Abends 10Vz Uhr mittelst Extrazug nach Wiesbaden abgereist. Der Kronprinz geleitete den Kaiser zum Bahnhof, wo der Gouverneur, der Com- mandant und der Polizeipräsident zur Verabschiedung anwesend waren. Abends 7 Uhr hatte der Kaiser den Kronprinzen und den Prinzen Wilhelm empfangen. — Das Abgeordnetenhaus genehmigte heute den Bahnbau Lauenburg Oldesloe als Abkürzung des Weges Berlin Kiel, wofür 9^2 Millionen gefordert waren, ebenso Deutz-Kalk, Praust-Karthaus, Bromberg-Fordon, Gnesen-Nak l, Bcntschen-Mescritz, Der Minister Maybach trat wiederholt für die einzelnen Projecte ein Das Haus genehmigte ferner die Bahnbauten von Mittelsteine bis zur Landesgrenze, Quedlinburg- Suderode-Ballenstedt, Münster-Rheda Lippstadt, Hemer-Iserlohn, Lennep-Dahlerau, Solingen-Vohwirkel, Aprath-Wülfrath, Kirchen-Freudenberg, Altenhunden-SchmaUen- berg, Hilchenbach-Laasphe, Altenkirchen-Au, Grünebach-Daaden, Wengerohr-Wittlich. Fortsetzung Donnerstag. Seitens der Fortschrittspartei und der Secessionisten hat man von einer Beantwortung der kaiserlichen Botschaft durch eine Adresse abgesehen, weil die National- liberalen sich nicht dazu geneigt zeigten. Wien, 17. April. Der Abg. Giovanelli erklärt, die Tyroler werden für die Schulvorlage unter Vorbehalt einer meitergehenden Resolution der Tyroler Landtags-Majorität stimmen. Der Schluß der Generaldebatte wird mit 153 gegen 143 Stimmen angenommen. Pesch, 17. April. In Folge der gestrigen Interpellation des Abg. Füzeffery (von der Unabhangigkettspartei), daß die Grazer Polizei einen Abgeordneten mit einer hier ihr Wesen treibenben internationalen Diebesbande in Verbindung gebracht habe hatten die Parteiklubs in der Nacht Conferenzen abgehalten. Heute wurde im Abgeordnetenhause die Angelegenheit auf die Tagesordnung gebracht. Der Abg. Polonyi (von der Unabhängigkeitspartei) erklärte, daß die Interpellation Füzessery's sich auf ihn bezogen habe, er sei von seinem Advokaturgehülfen darauf aufmerksam gemacht worden daß die Abgeordneten Verhovay und Füzeffery sich zu einem Angriff gegen ihn verabredet hätten und daß er deßhalb die Sitzung nicht versäumen möge. Der Präsident teiner Partei habe gestern bet dem Oberstadthauptmann durch Einsichtnahme von den Akten festgeftellt, daß wieder fein Name, noch auch der Name eines anderen Abgeordneten in dem Diebsvetzeichniß der Grazer Polizei vorkomme, daß aber in demselben ein Brief en die Grazer Sparkasse enthalten sei, worin er in feiner Eigenschaft als Advokat auf Grund der Anzeige einer Privatperson um nähere authentische Details über einen Diebstahl nachgesucht habe, um nötigenfalls wegen weiterer Verfolgung der Schuldigen das Erforderliche veranlassen zu können. Polonyi weist die gegen ihn erhobene Verdächtigung daher als eine grundlose zurück und bemerkt, er wisse nicht ob eine internationale Diebesbande hier existire, aber daß eine Ehrenräuberbande in Pefth exiftire, das sehe er bei dem gegenwärtigen Anlaß. Dem gegenüber könne er nichts tbun, als den Abgeordneten Füzeffery, wenn derselbe seine Verdächtigung nicht begründe oder wenigstens erkläre, daß er bona fide gehandelt habe, als einen niedrigen Verleumder zu bezeichnen. Der Präsident ruft Polonyi wegen des letzteren Ausdrucks zur Ordnung und bemerkt, daß er eine von zehn Mitgliedern des Hauses verlangte geheime Sitzung sofort anberaumen werde. Verhovay (Unabhängigkeitspartei) tritt der Anschuldigung Polony.'s entgegen, als ob ein Cowplott gegen ihn existire und ver- thetdigt Füzeffery gegen die Angriffe desselben. In der darauf folgenden geheimen Sitzung wurde beschlossen, von der Regierung Aufklärung über die Angclegenbeit zu verlangen und bis diese erfolgt fei, von einem weiteren Vorgehen Abstand zu nehmen. Morgen Vormittag 10 Uhr wird wieder eine geheime Sitzung bezüglich dieses Gegenstandes statisinden und in der um 11 Uhr zu eröffnenden Plenarsitzung soll die Beanfi Wartung der Interpellation erfolgen und die von der Regierung verlangte Aufklärung rt)Toften»Mmfhr' ’h "och der geheimen die Plenarsitzung nicht fotf, de- ' bioR vielmehr, die Tagesordnung zu sistiren. AM. Die Regierung bringt bei dem Zusammentritt der s” $°rtQSe betreffs der Bewilligung von 5 Mllionen Tongking- — Der Großfürst Konstantin ist heute hier eingetroffen und beabsichtigt, einige Zeit hier zu verweilen. London, 17. April. In der Paternoster-Square-City brach in der verflossenen Nacht Feuer aus, wodurch zwei Gebäude, darunter dasjenige der Verlags-Firma Kegan Paul Trench u. Comp., gänzlich eingeäschert wurden. Auch mehrere Nachbarhäuser wurden von dem Feuer beschädigt. Der Gesammt- verlust wird als sehr bedeutend angegeben. — Der durch Feuer in der Paternoster-Square-City verursachte Schaden wird aus 90,000 Pfund angeschlagen. Aus Zanzibar wird gemeldet, das englische Kriegsschiff „Dragon" erhielt Befehls sofort nach Madagaskar zu gehen. Dublin, 17. April. Im Processe Carley begann der Vertheidiger sein Plaidoyer und suchte nachzuweiseu, daß Curley zur Zeit des Mordes im Phönix- Parke nicht dort gewesen sei. Im Uebrigen ergab die Verhandlung weiter nichts Neues. Petersburg, 17. April. Die Adelsmarschälle und der hohe Adel sind eingeladen worden, sich spätestens am 18. Mai (6. Mai a. St.) in Moskau einzufinden. — Zufolge Allerhöchst bestätigten Dekretes des Reichsratheö wird bei Eröffnung der Schifffahrt von in Kronstadt einlaufenden Segelschiffen 1 Kopeke, von Dampfern 2 Kopeken pro Last als Steuer für die Entfernung von Schutt und Unrath erhoben. Warschau, 17. April. Ein Stuvent der Medicin, Namens Buffe, in- sultirte gestern den Univerfitäts-Curator Apuchtin in dessen Kanzlei. Die Untersuchung ist eingeleitet. Konstantinopel, 17. April. Das Gerücht vom Ausbruch der Pest ir Dschoanera an der turkeperfischen Grenze bestätigt sich; alle prophylaktischen Maßnahuten sind ergriffen. Lokales. Gießen, 18. April. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Tobesfälle betrug in ber Woche vom 8. bis 14. April im Ganzen 9. Von erwachsenen Personen starben 7, bavon 4 an Lungenschwinbsucht, eine an Gehirnerweichung, eine an Darmtuberculose, in einem Falle, ber nicht ärztlich beobachtet worben war, konnte eine bestimmte Todesursache nicht angegeben werben. Kinber starben 2, bavon ems an Diphtherie, bas anbere an Keuchhusten. g Gießen, 18 April. Schon seit einigen Wochen sind in diversen Orten unserer Provinz an herumziehenden Personen Erkrankungen an Blattern constat'rt worden. Auch in Groß-Linden kamen vor einigen Wochen mehrere Erkrankungsfällevor. Wir glaubten bis dato hteroon feine Notiz nehmen zu sollen, um das Publikum nicht zu beunruhigen. Da jedoch jetzt im hiesigen Provinzialarresthaus an einer eingebrachten Person die Blatternkrankheit constatirt wurde, geben wir im Nachstehenden Bericht, was bis jetzt über die Erkrankungsfälle bekannt wurde: Heber die tm hiesigen Provinzialarresthause vorgekommene Blatternerkrankung erfahren wir aus zuverlässiger Quelle, daß bis jetzt nur ein Mann erkrankt ist, ber oor einigen Tagen erst hierhergebracht worben war unb an einem früheren Aufenthaltsort angefteeft worben fein muß. Der Kranke würbe auf Anordnung des Arztes alsbald in das Jsolirgebäude der Klinik gebracht, die Zelle, in welcher er g s.ssen wurde geschloffen und gründlich desinficirt, die Bettmatratze verbrannt. Alle im Provinzialarresthause untergebrachten Gefangenen wurden noch an demselben Tage geimpft, ebenso bas Aufseherpersonal und bte Mannschaften ber Militärwache welche in den letzten Tagen bte Bewachung bcs Gefängnisses gehabt. Hoffen wir, baß es durch das rasche Einschreiten gelingen möge, die Weiterverbrettung aufzuhalten. In Groß-Linden sollen 8 Personen befallen gewesen sein, seit beinahe 3 Wochen aber keine neuen Elkrankungen wahrgenommen worden sein. Dagegen wurde e ne schon seit Jahren vagabundirende Familie (Mann mit 2 Kindern) tn ber vorigen Woche in das Jsolirhaus der Klinik gebracht, weil die Kinder an Blattern litten. Dieselben sind sehr wahrscheinlich in einer auswärtigen Herberge angesteckt worden. „ , Se. Maj. der Kaffer Wilhttm paffirte heute Vormittag 7^2 Uhr auf der Rerse nach Wiesbaden die Station Gießen. ~ Gestern gertetb auf der Actienbrauerei dahier ein mit Deien einer Maschine beschatt-gter Arbeiter aus Unoorsichttgkeit mit einem Fuß in das Triebwerk und wurden demselben zwei Zehen zerquetscht. Vermischtes. Berlin. Die öffentliche Verhandlung gegen Sobbe, den Mörder des Briefträgers Cossäth, wird neueren Dispositionen gemäß nicht am 23., sondern Samstag den 28. d. M. stattfinden. Vorsitzender des Schwurgerichtshofs ist ber Lanbgerichtsrath Herr Brausewetter. — Ein entsetzliches Unglück hat unlängst vor Honolulu stattgefunden. Der Capitän des britischen Kriegsschiffes Royal-Albert, welches vor Honolulu in Station war, hatte eine zahlreiche Gesellschaft eingelaben, um einen Ball an Bord zu geben. (Sin Thetl ber Gelabenen befanb sich bereits an Bord, als die Matrosen, um Platz für den Tanz zu schaffen, die schweren Geschütze auf die Seite schoben. In unbegreiflichem Mangel an Vorsicht brachten sie habet sämmtliche Kanonen auf bte eine Seite des Schiffes, so daß der Schwerpunkt vollständig verlegt wurde. (?) Um das Unglück voll zu machen, erhob sich gerade in dem Augenblick ein schwerer Windstoß, so daß bas Schiff kenterte und tn wenigen Augenblicken sank. Von 300 Personen, die sich an Bord befanden, haben sich nur 40 gerettet. Die Stadt Honolulu wurde durch bas Unglück in große Trauer versetzt, da bte Opfer ber Katastrophe den besten Familien ber Stabt angehorten. Mombach, 14. April. Der Verwalter der hiesigen chemischen Fabrik war gestern in Gemeinschaft mit einem Arbeiter und dessen beiden Söhnen damit beschäftigt, zum Zwecke ber Säuberung der Ableitungsrohre Schwefelsäure in bte Cisterne am Rhein zu lassen, als alle dabei Betheiligten bis auf den einen Sohn des Arbeiters tn Folge der auffteigenben Dünste die Besinnung verloren und in die Grube herabstürzten. Auf den Hilferuf des einen zurückgebliebenen Sohnes eilten sofort Arbeiter herzu, unb mit großer Anstrengung gelang es benfelben auch, die Verunglückten wieder herauszuschaffen, doch waren dieselben in bewußtlosem Zustande unb überhaupt so übel zugerichtet, daß sie in ärztliche Behandlung genommen werden mußten. Offenbach, 13. April. Heute Morgen 11 Uhr wurde ber lebige Arbeiter Carl ©cbnabel aus Gießen, in ber Oehler'schm Fabrik dahier beschäftigt, von einem schweren Unglück betroffen. Derselbe wurde nämlich durch aus dem Dampfkessel ausströmenden Wasserdampf so schwer verletzt, daß seine sofortige Ueberbringung ins Hospital erfolgen mußte. Der Verunglückte soll, wie wir vernehmen, derart starke Brandwunden erlitten haben, daß das Schlimmste für ihn befürchtet wird. — Herr Nicolaus Stollwerck aus Köln, Theilhaber ber weit und breit bekannten Chocoladenfabrik Gebrüder Stollwerck, welcher vor einigen Wochen eine Reise nach dem Orient angetreten, fiel auf einer Fahrt vor den Thoren von Jerusalem vom Wagen und brach das Genick. Nicolaus Stollwerck war ein erst in den vierziger Jahren stehender, äußerst rüstiger Mann von herzgewinnendem Charakter unb seltener Arbeitskraft. Seine gleichfalls noch junge Frau ging ihm bereits im vorigen Jahre im Tode voran — Unser Kronprinz ist bekanntlich ein sehr starker Raucher, und wie auf der Jagd und bet dem Herbstmanöver, so schmeckt ihm auch zu Hause sein Pfeifchen ganz besonders gut. So Mancher mag sich wohl schon die Frage gestellt haben, was das wohl für ein „edles Kraut" sei, das unser Fritz zu rauchen pflegt. Wir sind in der Lage, drese Frage zu beantworten. Der Tabak benamset sich: „Feine Canaster M Zoort, beste Varinas Porto Rico en andere Zoorten by Hermann Oldenkott en Zoonen te Amsterdam.“ Das Pfund dieses in ber Efcat köstlichen Rauchtabaks kostet 7 Mark 50 Pf. Guntersblum, 15. April. Gestern kamen als Liebesgaben für die Wasser- beschädigten zwei Waggons Saat- refp. Steckkartoffeln hier an. Dieselben wurden aber von dem hiesigen Vertrauensmann, da viele davon zum Stecken ganz ungeeignet M® $n8 'M cs“ fr« * (onß«l" k'SB feyS ; jniSbere, j jM I »ft, t’ SUftlanlofltn, SS’Ä ; nM-2,50 jix GchM Wir bringen bi Miniß, daß in Zmdesrathe in, ii). März er. gefc Änderung und Men der Anla Huiebs-Regleinen M'chlands in8e; nh fertigen Patti Wenfäure (Nr. kl Anlage v) eint MrMditionen Gießen, den 16 2124 In dr MN den i Friedrich S Bessingen, weg GroHerzogliche in ber &i$ung an weicher Stje 1) ^beranitdi als Vorsitz 2) Jacob tz 3) Wilh. Co Eberstadt, Aintsanwalt l Beamter d Emchtsschreib. . Gerichtsschi Recht erkann Es werden O^einri 6-Dezew ledig, @ Heinrich Mer t Ard iüi leidiguna Wieners' Mutgei von 12 Mchtzah Wiebi Nm evangü »on i Meft Gelds! in eii 3 Tc Neu * Schaden //Aragon" jein \PhÄiix- ®u,l9 weiter h°he Adel m Morkan Heather wirb ^-g-lichiffen ,c Entfernung ««Suffe, in, '■ Die lln, in der würben et ®eiamint, Ach der Pest 'phyiaklischm rdetzsällr betrug erjonen starben armfuberculoft, Wimmle Todes- Diphtherie, das 6. Orten unserer ftatrt worben. >r. Wir glaubten ju beunruhigen. Jtfn Person die , was bis jetzt tterne'krankung erkrankt ist, der fühtten Ausent- ung des Arztes chn er gl'.ssen, nnt Alle im »emselben Tage iwache, welche t, blt Weiterlahe 3 Wochen ,en wurde e ne n der vorigen Blattern litten, tedt worden. 12 Uhl aus der i einer Maschine erk und wurden rder bi3 Väef- n Jamstag den !andgerichtsrath zefunden. Der Ilu in StaM Lord zu geben. um Platz unbfÄ2 eine Seite d s jnMwaj bah das SM , sich an W rd) das UnM ülien der Stadt tiä* S-s (tjaupt I« 1, grbtttir ®»rl v'nS"i6fli 1 Stfelo” n hjben. ® ln der & * Aeikgeöoienes. Fussboden- Anstrich. Fustbodeolack, sofort trocknend, Fußbodenlackfarbe, in wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, Leinölficcatif, zum Einölen, Fußbodenwichse, Parauetbodenwichfe, Oelfarbe, in allen Sorten, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt 2336 Exnil Fischbach. 2705 Alle Sorten Setzkartoffeln zu haben.___________________Tiefenweg 10. 2706 Eine gebrauchte Treppe billig abzugeben.Marktplatz 2. Vorzügliches Sauerkraut billigst bei 2173 ___________S. Elsoffer. 2707 Mein Haus (Schloßaasse Nr. 5) mit Laden ist vom 1. Juli ab anderweit zu vermiethen. Wilhelm Herbert. Kornstroh K verkauft K. Wallenfels IR. 2716 Eine frischmelkende Ziege mit iptm ui verkgMpt, Mtcrwea 20. ,darcn nicht angenommen und mußte In Folge dessen derLieferant die beider, mit Kartoffeln gefüllten Waggons wieder zurücknehmen. Hoffentlich w,rd derselbe bet der ^^"ÄÄn XÄUÄten ©r. Schul,e-DeUtzsch verschlimmer, firfi leider von Tag zu Tag. Die den hochverdienten Mann b< handelnden Aeizte — ! § einer Wocke bat man auch Herrn Professor Senator aus Berlin htnzu- LLfttn - conftattren eine stetige Abnahme der Kräfte sodaß der Zustand des Kranken Är die allernächsten Tage das Schlimmste befürchten läßt. rar ^dbelberaer Schloß, unstreitig die herrlichste Ruine iott nunmehr vor weiterem Verfall bewahrt werden. Die badische Regierung hat en besonderes Baubureau unter der Bezeichnung Baubureau des Heidelberger Kcklos es eingesetzt, das der in Karlsruhe bestehenden uBaucommtssion für das Heidelberger Schloß" unterstellt ist. Das Baubureau eröffnet seine Thätigkett noch im Laufe MonMs. Milttäranwärter frische Milch Holzverfteigenmg im Groß-Linder Gemeindewald. Donnerstag den 19. April, Vormittags 9 Uhr anfangend, in den Districten Wurzel und See: 72 Rmtr. Nadel-Scheit u. Knüppel, 7 „ „ Stockholz, 9750 Wellen „ Reisholz, 27 Nadel-Stammholz von 14 bis 36 Ctm. Durchmesser, 1400 Derb- und Reisstangen. Freitag den 20. April, von Vormittags 9 Uhr: 67 Rmtr. Nadel-Scheitholz, 229 „ „ Knüppelholz, 84 „ „ Stockholz, 2690 Wellen „ Reisholz. Die Zusammenkunft ist jedesmal in der Thalschneise. Groß-Linden, den 14. April 1883. Großh. Bürgermeisterei Groß-Linden. 2712 Zoerb. Dienstag den 24. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ottsgericht die den Kindern des Friedrich Graf gehörenden Immobilien: Flur XXXlV/581a6/10, 444 Mtr. Hofraithe am Schießhaus, XXXIv/59ö3/io, 326 Mtr. Hofraithe- garten daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. April 1883. Großherzogliches Ortsgericht. 2593 Lüdeking. Zur gefälligen Kenntnißnahme der verehrlichen Kmidschaft, daß ich das von meinem verstorbenen Manne betriebene Frifeurgeschäft unverändert weiter betreibe und halte mich mit der Bitte um ferneren Zuspruch bestens enrpfohlen. 2717 Valentin Reuter Wittwe, Kaplansgasse 2. Wermietyungen. „2710 Zwei ineinandergehende, schön moblirte Zimmer, sowie einzelne Zimmer zu vermiethen.__Grünberger-Straße 12. 2727 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ___________Ludwigsstraße 12, 2^Stock. 2732 Ein möblirtes Zimmer in der Bahnhofstraße an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Wo? sagt die Exped- ds. Bl. 2731 Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen.__Kirchenplatz^9. 2723 Grünberger- Straße 31 der erste und zweite Stock sofort zu vermiethen. 2729 Ein möblirtes Zimmer m. Kabinet zu vermiethen. Eduard Noll, Neustadt. 2733 Am Wiesecker-Wea Nr. 19 sind mehrere Logis mit allem Zubehör, Garten re., zu vermiethen. Näheres bei Karl Keil, Lederhandlung am Markt.____________________ 2719 Eine möblirte, freundl. Mansardenstube mitEabinet, Frankfurter-Straße 12, vermiethet _ Lang, Oberförster. 2034 Möbl. Zimmer zu vermiethen bei Wilh. Böger, Seltersweg. Chromo-Ausgabe 880000' KW sofort 2713 Bl. Zwei bis drei Parterre-Zimmer zu miethen gesucht. Frco.-Offerten an die Exped. ds. 2620 Eine ruhige, stille 2602 Eine Hofraithe mit Bauplatz (Nord-Anlage) zu verkaufen. Näheres bei Gotth. Schreiner, Nordanlage 18. ausgegeben, den 10 Bänden des Werks entsprechend in 10 Mappen zu je 5 Mark, welche in vierteljährlichen Zwischenräumen erscheinen. Ueber letztere äußert sich unter anderen der berühmte Reisende und Zoolog von T s ch u d i in Wien: „Ich habe die mir übersandten Farbenbilder der hiesigen Ornithologischen Gesellschaft in ihrer gestrigen Monatssitzung vor- aeleat und kann Ihnen versichern, daß sie mit ungeheurem Beifall ausgenommen wurden und sich großen Lobes erfreuten". vr. Ed. Baldamus in Koburg, der Begründerder Deutschen Ornithologischen Gesellschaft: „Bor allem ist es das große künstlerische Verdienst der Kolorirung, daß ftc hier Stimmungsbilder geschaffen hat, wie sie der gesummten naturhistorischen Literatur bisher auch nicht annähernd bekannt waren". vr. Karl Ruß in Berlin, der bekannte Vogelzüchter und Schriftsteller- „Ohne eine bloße Phrase auszusprechen, muß ich sagen, daß der Anblick der herrlichen Tafeln mich in hohem Maße überraschte denn eine m solchem Maße naturtreue Ausführung hatte ich nicht erwartet. Die Vögel treten uns ja völlig lebend entgegen re." Prof. E. Taschenberg in Halle, als Entomolog gerühmter Gelehrter und Forscher: „Sie werden durch die in der beabsichtigten Weise kolorirte Aus- gabe ein einzig in seiner Art dastehendes Werk geschaffen haben. Die Farbentafeln sind ganz vorzüglich ausgeführt re." Derlog des Bibliographischen Instituts in Leipzig. JEiit flme-ss mit Bäckerei unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. 2102 Zu erfragen bei der Exped. ds. Bl. Vorräthig in allen Buchhandlungen die neueste Fortsetzung von Zrehm'8 Thieckeken §30000000000000000000088 | J. Rothenberger 8 g; Gerichtl. best. Taxator 609 X 2730 Eine Parthie Leinöl- und Terpentinöl-Fatz zu verkaufen. Loose M Aasselrr Pscrdimärkt- Lottcrir »3 sind in der Expedition dieses Blattes zu haben. Vermischte Anzeigen. 2714 Ein Mädchen, das selbstständig kochen kann, umgehend nach Auswärts gesucht. Lohn per Jahr 150—180 Mk. Näheres bei der Exped. ds.- Bl. Wohrrungsgesuch. Wshnnng | mit Pension, am liebsten mit Garten oder Wald, sucht eine Mutter mit Kind. Gefl. Offerten mit Preisangabe unter U. 136 befördert die Annoncen-Expedition von Krellwitz & Co, in Frankfurt a. M 2668 Zwei Mädchen im Alter von 6 Jahren werden zur Betheiligung an Privatunterricht gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. W iesgck Heute Donnerstag: 2734 Würfklrlub-Versmnmlung. 2728 Ein Larrfru äVcheKücht Albert Behrend. für Herren und Damen werden nach vorliegenden Mustern zum Waschen, Färben und Fa-onniren angenommen. 1905 Louis Gail, Mäusburg 18. mit ITO Tafeln in Farbendruck und 1840 Textbildern, unter Leitung der Zoologen Dr. Girtanner in St. Gallen, Prof. Klunzinger in Stuttgart, Prof- O. Schmidt in Straßburg und Prof. Taschenberg in Halle nach dem Leben ausgeführt von den Malern O. Winkler und G. Mützel. Ausgabe in 140 Lieferungen (wöchentlich) zum Preis von . . 1 Mk. Ausgabe in 10 Halbfranzbdn. (Vierteljahr!.) „ „ „ . . 16 „ Erschienen sind bereits die Abtheilung „Bögel", drei Bände, und die zwei ersten Bände der ^Säugethiere". Diese 170 Chromo-Tafeln werden auch apart, in großem Format und mit besonderer Sorgfalt gedruckt, als Zoologisches Album Die Beerdigung findet statt Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Ludmigstraße 47. 2726 Gestern Abend V27 Uhr entschlief sanft nach kurzem Kranksein unsere innigst geliebte Gattin und Mutter Emilie Münch, geb. Bamberg, im 52. Lebensjahre. Gießen, den 18. April 1883. Carl Münch. Anna Münch. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die Nachricht von dem heute früh 4 Uhr erfolgten Ableben unserer lieben Frau und Mutter Henriette Jnghardt. Gießen, den 18. April 1883. Carl Jughardt III. und Kinder. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause, Kaplansgasse 11, aus statt. 2722 2718 Die trauernden Hinterbliebenen. sagen hiermit den innigsten Dank. Gießen, den 17. April 1883. Für die zahlreichen Beweise innigster Theilnahme bei dem Begräbnisse unseres lieben Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers Franz Albrecht Haustein Allen Denjenigen, welche während des Krankenlagers unserer lieben, guten Mutter, der Mitlwe des (brolch. Manömeislers Büstert ihre Theilnahme bewiesen, sowie denjenigen, welche sie zu ihrer letzten Ruhe begleiteten, und für die überreichen Blumenspenden sagen wir unfern herzlichsten Dank. Gießen, den 18. April 1883. 2725 Die trauernden Geschwister. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser mmgst geliebter Bruder, Schwager und Onkel ii’erditmtMl Wrattf&ev nach langem schwerem Leiden heute Nacht 2 Uhr sanft verschieden ist. Gießen, den 18. April 1883. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 2'/- Uhr vom Sterbehause, Wetzsteinsgasse, aus statt. 2735 Schnell- Copist, (zum Patent angemeldet) überraschend einfachster Vervielfätigungs- Apparat f. Schriften, Zeichnungen, Noten etc. Die unvergänglichen Abzüge geniessen Porto-Ermässigung. Apparate incl. Zubehör von 10 Mark an. Prospeot und Originalabzüge gratis und franco. 2t 67 Julius Krause, Zittau (Sachsen). Petzwaaren und Winterfachen werden zum Aufbewahren resp. Ueber- sommern unter Garantie angenommen von Georg Schultheis, Kürschner, 2366 Marktstraße 3. Die Sachen werden gegen Feuersgefahr versichert. möTweFfaf. Ball. 2721 Verantwortliche Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr. Cbr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Beilage.