Ur. 269 Grstes Blatt Sonntag den 18. November 1883 esetzte 7561 Bnrearrr Schulstratze 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntugK. and. rkeller. /erstand. LS "W3 3) 6) :ige Müden ist. ;ef(. Nachrch e des Hem 4) 5) nett. t Nidda 7600 err. itr: Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlchn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. aus Personen, welche in anderen als in den in § 1 (siehe diesen) bezeichneten Transportgewerben beschäftigt werden (z. B. Kutscher, Fuhrleute, Trambahnbeamte 2C.); auf Personen, welche von Gewerbtreibenden außerhalb ihrer Betriebsstätten beschäftigt werden; n ich beste & Ausnahmen hiervon machen nur die in 8 2, Pos. 2—6 genannten Personen, welche zwar nicht versichert werden müssen, ober durch statutarische Bestimmung von Gemeinden rc- versichert werden können- Dieser Antrag wird angenommen. _ Desgl. wird § 6 angenommen, welcher in seinem 3. Absatz handelt von der Ermächtigung der Gemeinden, zu beschließen, daß bei Krankheiten, welche die Betheiligten sich vorsätzlich oder durch schuldhafte Betheiligung an Schlägereien rc-, durch Trunksucht, Ausschweifungen rc. zugezogen, das Krankengeld theilweise oder gar nicht gewährt wird, sowie daß Personen, welche der Versicherungspflicht nicht unterliegen und frei» willig der Gemeinde-Kranken-Versicherung beitreten, erst nach Ablauf einer aus höchstens 6 Wochen vom Beitritt ab zu bemessenden Frist Kronkenunterstützung erhalten. Der ferner als wesentlich in Betracht kommende 8 16 schreibt die Berechtigung der Gemeinden vor, für die in ihren Bezirken beschäftigten verstcherungspflichtigen Personen Orts-Krankenkassen zu errichten, sofern die Zahl der in der Kasse zu versichernden Personen mindestens 100 beträgt. Die Ortskrankenkassen sollen in der Regel für die in einem Geschäftszweige oder in einer Betriebsart beschäftigten Personen errichtet werden. Auch ist die Errichtung gemeinsamer Orts-Krankenkassen zulässig, wenn die einzelnen Gewerbszweige weniger als 100 Personen beschäftigen Gewerbs- Zweige oder Betriebsarten, in welchen 100 und mehr Personen beschäftigt werden, können mit anderen Gewerbszweigen oder Betrieben zu einer gemeinsamen Ortskrankenkasse nur vereinigt werden, nachdem den in ihnen beschäftigten Personen Gelegenheit zu diesbezügl Amßerung gegeben ist. Weiter heißt cs in 8 60: „Ein Unternehmer, welcher in einem Betriebe oder in mehreren Betrieben 50 oder mehr dem Krankenoersichemngszwange unterliegende Personen beschäftigt, ist berechtigt, eine Betriebs-(Fabrik-) Krankenkasse zu errichten.— Der Unternehmer kann aber auch durch Anordnung der höheren Verwaltungsbehöide verpflichtet werden, wenn dis von der Gemeinde, in welcher die Beschäftigung stattfindet, oder von der Krankenkasse, welcher die beschäftigten Personen angehören, beantragt wird. Von der Anordnung ist dem Unternehmer, sowie den von ihm beschäftigten Personen oder von diesen gewählten Vertretern und, falls der Antrag von einer Ortskrankenkasse ausgegangen ist, auch der Gemeinde zu einer Aeußerung darüber Gelegenh-it zu geben." Nach 8 61 können Unternehmer, deren Betriebe für die beschäftigten Personen mit besonderer Krankheitsgefabr verbunden sind, auch dann, wenn sie weniger als 50 Personen beschäftigen, zur Errichtung einer Krankenkasse für ihr Etablissement ange- HrednerS N. verbünde« iß Erscheimmz lziger BW e und Gch ;cn, sowie!» Gebiete ta nb Illusion, e Piece«. IN st. ndcnplaßs ia§ alles Ak 75$ rcSden. auf selbstständige Gewerbtreibende, welche in eigenen Betricbssiätten im Auftrage und für Rechnung anderer Gewerbtre.bender mit der Herstellung oder Bearbeitung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt werden (Hausindustrie); . auf die in der Land- und Forstwirthschaft beschäftigten Arbeiter. Herr Bürgermeister Bramm äußert feine Ansicht dahin, daß für die hiesige Gemeinde die Bestimmungen des Gesetzes aus die in 8 2, 1—6 bezeichneten Personen anzuwenden seien, wohingegen von anderer Seite die Meinung vertreten wird, man könne die unter Pof. 2 bezeichneten Personen (Handlungsgehülsen und Lehrlinge), namentlich aber Gehülsen und Lehrlinge in Apotheken hiervon ausschließen. Herr Stadtverordneter Hanstein stellt den Antrag, Beschluß assung über die unter 8 2 bezeichneten Perfonen auszusetzen und es vorläufig bei den in 8 1 bezeichneten, dem Verstchernngszwang unterworfenen Perfonen bewenden zu lassen. Unter die in 8 1 bezeichneten Personen gehören: 1) die in Bergwerken, Salinen, Aufbereitungsanstolten, Brüchen und Gruben, in Fabriken, Hüttenwerken beim Eisenbahn- und BinnendampfschifffahrtS- bctriebe, auf Werften und bet Bauten Beschäftigten; 2) die im Handwerk und in sonstigen stehenden Gewerbebetrieben Beschäftigten; 3) diejenigen, welche in Betrieben beschäftigt sind, in denen Dampfkessel oder durch elementare Kraft (z. B. Wasser, Dampf, Gas rc) bewegte Triebwerke zur Verwendung kommen, sofern diese Verwendung nicht ausschließlich in vorübergehender Benutzung einer nicht zur Betriebsanlage gehörenden Kratt» maschine besteht. Darmstadt, 16. Novbr. Se. König!. Hoheit ber Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 24. October bem Oberlehrer zu Bessungen Georg Ludwig Glock das silberne Kreuz des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen, am 7. November dem Schullehrer an der Gemeindeschule zu Nieder-Mörlen im Kreise Friedberg, Georg Kempf, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für 50jährige treue Dienste" und am 12. November dem Steuercommissär des Steuercommissariats Fried- berg, Steuerrath Georg Schober, das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienst- Ordens Philipps des Großmüthigen — zu verleihen Lokales Gießen, 17. November. Die Schwurgerichtssitzungen der Provinz Oberhess.n für das IV. Quartal 1883 beginnen Donnerstag den 13. Decembrr. Zum Vorsitzenden ist Herr Landgerichtsdirector Dr. Stammler ernannt. Gießen, 17. Novbr. (Sitzung der Stadtverordneten vom 15. November.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Hetz, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Batst, Diery, Gail, Hanstetn. Hornberger, Kauf, Lüdeking, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Scheel, Dchopbach, Vogt und Wortmann. — Nach 8 88 des Gesetzes, betreffend die Kranken-Versicherung der Arbeiter, treten die Bestimmungen dieses Gesetzes, soweit sie die Beschlußfassung über die statutarische Einführung des Versicherungszwanges, sowie die Herstellung der zur Durchführung des Verstcherungszwanges dienenden Einrichtungen betreffen, mit dem 1. Dec.mber 1883, die übrigen mit dem 1. December 1884 tn Kraft. In einer früheren Sitzung der Stadtverordneten-Ver- fammlung wurde beschlossen, nach Anschaffung der nöthigen Anzahl von Exemplaren dieses Gesetzes und staitg-habter Kenntnißnahme seitens der Herren Stadtverordneten zunächst diejenigen 88 des Gesetzes zu behandeln, welche den Einfluß und die Befugnisse der Gemeinde-Behörde auf dasselbe berühren. Der hiernach zunächst in Betracht kommende 8 2 des betr. Gesetzes schreibt vor, daß die Anwendung des Versicherungs- Zwanges durch statutarische Bestimmung einer Gemeinde für ihren Bezirk erstreckt werden kann: 1) auf diejenigen Personen, deren Beschäftigung ihrer Natur nach eine vorübergehende ober durch den Arbeitsoertrag im Voraus aus einen Zeitraum von weniger als einer Woche beschiäakt ist; 2) auf Handlungsgehilfen und -Lehrlinge, Gehilfen und Lehrlinge in den Apotheken; Telegraphische Depeschen. WolW's tetegr. CorLespondenz'Bureau. Berlin, 16. November. Der Kronprinz verabschiedete sich heute Nachmittag vor feiner Abreise nach Spanien vom Kaiser, welcher sich zur Hosjaad nach Springe begab. u ö — Anläßlich der Reise des Kronprinzen nach Spanien hatte der Pariser „National" von dem unüberschreitbaren Abgrund zwischen Dynastien und Völkern gesprochen, welchen die Souveräne selbst und zwar dadurch gegraben, daß Ne sich der deutschen Politik nicht feindlich gegenübergestellt hätten. Die „Nordd. Mg. Ztg. sagt, außerhalb Frankreichs werde das schwerlich Jemand glauben, -t-agegen würde die „Nordd. Allg. Ztg." nicht widersprechen, wenn der „National" von dem Abgründe svräche, welchen die französische Hetzpreffe zwischen den Dynastien Europas und dem französischen Volke gegraben habe. Münster, 16. November. In Sachen des Schifffahrts-Kanals Dortmund untere Ems beschloß heute das Gesammt-Comitö der Interessenten aus Rheinland, Westfalen und den Seestädten, bei dem Handelsminister, Arbeits- Minister, und Finanzminister die Wiedervorlage des im Herrenhause abgelehnten Kanalgesetzes mit den nothwendig erscheinenden Ergänzungen zu beantragen. Eine Petition soll die Zusicherung aussprechen, daß ein bedeutender Theil der Grunderwerbskosten aufgebracht wird. Ferner wurde die Bildung eines Kanalvereins für Westdeutschland beschlossen. Paris, 16. November. Die „Lcherte" dementirt formell die allarmi- renden Borsengerüchte über den Stand der Tongking-Angelegenheiten und weist auf die Depesche Courbet's vom 8. November hin, welche den vorzüglichen Gesundheitszustand der Truppen constatirt und die Ankunft der Transportschiffe „Aveyro" und „Shamrock" anzeigt. Courbet erwartete bis zum 10. November °uch das Transportschiff „Bienhoa"; er beabsichtigte nach Ausschiffung der -rruppen und nach einer dreitägigen Ruhe, etwa zwischen dem 15. und 20 No- «ember, Sontay anzugreifen. Daher hat die Expedition wahrscheinlich bereits begonnen. An der heutigen Börse wurde ein Individuum, welches beunruhigende Gerüchte verbreitete, verhaftet. . London, 16. November. Gestern Abend kam es in der Memorial Hall, in welcher der Hofprediger Stöcker einen Vortrag über den christlichen -docialismus halten sollte, zu Ruhestörungen. Obwohl der Eintritt in den Saal Mr gegen Einlaßkarten gestattet war, bemächtigte sich doch eine große Anzahl fcocialiften des Saales, begrüßte Stöcker mit Schreien und Murren und summte die Marseillaise an. Im Saale wurden Fahnen in den republikanischen Mrden entfaltet. Die Socialisten setzten sich unter dem Ruft, es lebe die bem» Mchstige Revolution, in Besitz der Plattform. Stöcker und seine Anhänger wurden gezwungen, sich zurückzuziehen. Die Versammlung ging auseinander. — Nach einer Meldung aus Shanghai von heute concentrirt China be- -rachtlrche Streitkräfte bei Kanton, um das Eindringen der „Schwarzen Flaggen zu verhindern, sobald dieselben von den Franzosen aus Tongkinq vertrieben l«n würden. .... Belgrad, 16. November. Das amtliche Blatt veröffentlicht eine Mit- lyellung der Regierung, welche die vollständige Bewältigung des Aufstandes con- atrrt und anzeigt, daß nunmehr die Untersuchung über die Ursachen und die llrheber des Aufstandes beginnen werde. i Iofia, 16. November. Dem Vernehmen nach soll über die Stellung ?er nis.ischm Officiere in Bulgarien eine Verständigung in der Weise erfolgt 'e'\baB der Kriegsminister mit Genehmigung des Kaisers von Rußland durch ven Fürsten Alexander ernannt wird. Die Entfernung desselben von dem Mini- iiA ■ i s^ts durch den Fürsten allein. Der Kriegsminister enthält my feder Einmischung in die inneren Angelegenheiten Bulgariens und ist für „e , te und für das Kriegsbudget dem Fürsten und der Nationalversammlung rantwortlich. Die russischen Officiere dienen mit Zustimmung des Kaisers »s d Jahre tn der bulgarischen Armee und haben dem Fürsten, der Verfassung den bulgarischen Gesetzen Gehorsam zu leisten._________________________ dt Jedermann h Etwas ® a ich fürM Lchuhmached. iten jeder K besorgt. ; 6Z 3, ©tod Gefundene Gegenstände: 1 blaue Schurze. 1 ^»"^»dschuhe. l Paar braune Haudschuh-, 1 unechler Sl-a-lring, 1 schwarze Frau-nschirj-, 1 Taschentuch, 1 Lau,,„er, 1 Tisch. .tuet), 1 megenfthrrm, 1 Säckchen mit Strarnrnarbett, mehrere Schlussel und Hundeblechmarken. Gießen, den 17. November 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ______ __________Fresenius. Handel und Verkehr. Gießen, den 17. Novbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 3t 1.08—1.10, Hühnereier per Stück 7 Käse Stück 5—9 Käsematte 3 Erbsen per Liter 20 Linsen 30 Tauben per Paar 65—80 Hühner per Stück 3t 1.00—1.30, Hahnen per Stück 3t 0.80—1.70, Enten pr- St. 3t 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfund 70—72 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 50 bis 54 X Schweinefleisch 62—64 2%, Hammelfleisch 60—70 Kartoffeln per 100 Kilo 3t 3.00—3.30, Milch pr. Ltr. 13—18 Si. Gänse pr. Pfd. A 40—54. Zwiebeln per Ctr. 3t 6.50—7. Weißkraut per Hundert 3t 3-00—6. Salten werden; dahingegen kann solchen Unternehmern, welche weniger als 50 Personen beickättiaen die Errichtung einer Kasse geftatlst werden, wenn die höhere Verwaltungs- b-oörde die nachhaltige Leistungsfähigkeit der K ffse für dargcthan erachtet. Befreit von der Verpflichtung zur Leistung von Beiträgen aus eigenen Mitteln itnd nach S 52, Abs- 2 diejenigen Arbeitgeber, tn deren Betrieben Dampskcffel oder durch elementare Kraft bewegte Triebwerke nicht verwendet werden und welche nicht mebr als 2 dem Versicherungszwange unterliegende Arbeiter beschäftigen. Bekanntlich hat Herr Stadtverordneter Ad. Noll s. Z. den Antrag gestellt, die Mitglieder der beiden hiesigen Feuerwehren gegen Unfälle zu versichern. Dieser Antrag wurde in einer späteren Sitzung der vereinigten Finanz- und Fmerlösch-De- vutatton überwiesen zur Einziehung von Erkundigungen tn anderen Städten und Abgabe von Gutachten hierüber. Aus den Städten Darmstadt, Mainz, Offenbach und Worms liegen nun der heutigen Versammlung Berichte hierüber vor und erhellt aus denselben Folgendes: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zu Darmstadt sind gegen Unfülle derart versichert, daß st- im Falle einer Verunglückung und dadurch bedingter Arbeitsunfähigkeit für die Zeit von 26 Wochen eine wöchentliche Unterstützung von 20 3t, im Falle dauernder Arvettsunfähigkeit oder beim Todesfall die Hmier- bliebenen einen Betrag von 2000 3t oder eine entsprechende Rente erhalten. Dieser Betrag soll vom nächsten Jahre ab auf 4000 3t erhöht werden - In Worms besteht zur Unterstützung verunglückter Feuerwehrleute ein Fonds von 2800 3t, zu welchem die Stadt jährlich 300 3t, die Sparkasse 100 3t Zuschüßen, welchem Fonds außerdem noch die Zinsen und Zinseszinsen desselben zerfließen. - Im Falle -intretend-r Arbettsunsähigkeit zahlt die Stadt an verunglückte Feuerwehrleute eine Entschädigung bis zur Höhe ihres jeweiligen Wochenverdienstes. — Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zu Mainz sind gegen Unfälle mit tödtlichem Ausgang mit 4000 3t pro Mann versichert, während für Fälle eintretender Arbeitsunfähigkeit die Stadt die Versicherung selbst übernommen hat und in solchen Fällen eine tägliche Vergütung von 3 für Feuerwehrleute, 5 für Chargtrte gewährleistet. In Offenbach besteht eine Versicherung der Feuerwehrleute nickt. — Die vereinigte Finanz- und Feu-rlösch- d-putation beantragt, in Anbetracht des Umstandes, daß Unfälle bei Bränden und U-bungen so selten vorkommen, bet den hiesigen Feuerwehren seit deren Bestehen nicht vorgekommen sind, ferner aus Mitteln der Landesbrandkasse ein bestimmter Procentsatz für etwa vorkommende Unfälle gezahlt wird, die Versicherung nicht bei einer entsprechenden Anstalt zu bewirken, sondern diese selbst in die Hand zu nehmen. Es wird beschlossen, diese Sache nochmals an die vereinigt- Commission zmückzuv-rweis-n mit dem Aufgeben, daß dieselbe ein Statut ausarbeite, in welchem Bestimmungen über die Art und Weise der Unterstützungen und die Höhe derselben bet vorübergehender, dauernder Arbeitsunfähigkeit und bei Todesfällen festgesetzt sind. Zu diesem Zwecke soll alljährlich ein bestimmter Betrag in das Budget eingestellt werden. — Die in einem Rescript Großh. Ministeriums an Großh. Kreisamt in Betreff der Erbauung eines Schlachthauses zu Gießen oersügten Aenderungen einiger §§ der Schlachthaus-Ordnung u. A. betr. diejenigen SS über Aufzählung des Viehes, die Untersuchung des Viehes vor und nach dem Schlachten und Verbot der Abgabe von Fleisch von nicht untersuchtem Vieh, die Beibringung von Bescheinigungen über von auswärts eingebrachtes Fleisch, das Schlachten der Pferde u. s. w., werden in der Hauptsache genehmigt. In Betreff beS Schlachtens von Pferden hatte Großh. Ministerium empfohlen, hierfür eine Zeit zu bestimmen, während welcher anderes Weh nicht geschlachtet wird. Die Baudeputation stellte hierzu den Antrag, besondere Räumlichkeiten für die Pferdeschlächterei zu errichten; der Antrag wurde angenommen. — Dem Gesuche des Gießener E>soereins um Erlaubniß zur Aufstellung einet Bretterbude an der Eisbabn hinter den Eichgärten und zwar für die Dauer der Eiszeit, wird Genehmigung ertheilt. — Die Wasser bude des Herrn Heinrich Rain am Neustädter Thor soll, analog den übrigen Wasserbuden, mit einer Pacht von 3 3t pro Jahr belegt werden. - Dem Gesuche mehrerer B-wohner des Wieseckerwegs um Beleuchtung dieser Straßenstrecke wird entsprochen und sollen daselbst 2 Petroleumlaternen aufgestellt werden, für welche die bei bereits bestehenden Laternen übliche Vergütung gezahlt werden soll. — Auf erhoben- Beschwerde der Frau Wtttwe Schneider wegen des ihrem Hause in der Sonnenstraße durch Stauen d-s Wassers und sonstig- Verunreinigung zug-- sügten Schadens soll zunächst eine Umpflasterung des nach der Sonnenstraße führenden Gäßchens vorgenommen werden. — Der in Betreff der Verpachtung des westlichen Thorhauses am SelterSweg zwischen der oberen Bergbehörde und der Stadt Gießen ausgeardeitete Pachtvertrag kommt zur Vorlage und wird genehmigt. Die Stadt zahlt für die Benutzung fragt Hauses, in welches di- Octroierheberstelle zurückv-rlegt werden soll, 500 3t jährliche Pacht, bet halbjähriger Aufkündigung des Vertrags. — Mehrere aus der stattgehabten Lutherfeier entstandene Kostenrechnungen, u. A. Schmücken der Realschule rc., werden genehmigt, desgl. die unentgeldliche Verabfolgung von Reisern ec. zum Schmücken der Häuser am Ludwigsplatz. Gießen, 16. November. (Theater.) Die große Posse von Mannstädt: „Der tolle Wenzel" ging heute in Scene und errang durch seine derb-komischen, ja burlesken Situationen und hauptsächlich wohl durch den lokalen Beigeschmack, der ihr gegeben wurde, einen vollen Erfolg. Viele in dem Stück aufgewendeten Witze geben an ehrwürdigem Alter unserem Rathhause nichts nach- Andererseits aber wird man S zugestehen, daß das Alte und das Neue mit einem deutlichen Gefühl für den neneffect verarbeitet ist; daß sich neben den Witzen älterer Jahrgänge manch' heiterer Einfall voll jugendlicher Frische angenehm bemerkbar macht- Die komischen Situationen ergeben sich aus den nun einmal unvermeidlich scheinenden, aber hier ganz ergötzlich angelegten Verwechselungen zwischen dem durch seine tollen Streiche bekannten Max Wenzel und dem ehrbaren Registrator Wentzel; die zumeist etwas breit ausgesponnenen Episoden sind mit einer hinlänglichen Menge humoristischer Würze ausgestattet- Das sehr lockere und willkürliche Gefüge der Scenerie bringt zum mindesten eine gewisse bunte Abwechselung zu Stande. Die Darsteller waren ihrer Rollen noch nicht ganz sicher und öfters in bedenklicher Weise auf die Hilfe des Souffleurs angewiesen. Den stärksten Antheil an dem Erfolge des Abends hatte das Spiel der beiden Hauptpartner: des Herrn Brautle cht (Registrator Wentzel) und des Herrn Voigt (Der „tolle" Wenzel). Der erstere schien uns eine zu alte Maske gewählt zu haben- — Frauengestalten, in denen sich leichte Pikanterie mit sicherem Taktgefühl, eine gewisse Schärfe des Verstandes mit warmer Herzensempflndung verbinden, werden von Frl- Hoffmann l Erna) gut dargestellt. Nur muß sich die Dame noch von der steifen, stereotypen Arm- und Handbewegung losmachen. — Herr Schreiner brachte sein „Discretion und Verschwiegenheit" unentwegt und jedesmal in einer besonderen Variation vor. Die übrigen Rollen waren ausreichend besetzt. Unser intelligenter, strebsamer Mitbürger, dem Gießen viel zu danken hat, würde über sich lelbst, so wie er von Herrn Voigt dargestellt wurde, recht herzlich gelacht haben. Für diesmal übernahm diese Rolle das Publikum. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen Aufgebot«. November. 13. MLhlarzt Johannes Dörrsann mit Eva Elisabeth Spilaer ,» Lörzenbach. 14. Elfenbeinaraveur Earl Heinrich Sckwan mit Anna Margarethe Möser Tochter des verstorbenen Dienstmanns Johannes Möfer zu Gießen. 15. Hestbiener Wendel Kohlmann zu Undenheim mit W-lh-Imine B-ck-r Tockter d-8 Maurers Wilhelm Becker VII. zu Obernheim. 16- G-rickts - Accesstst Georg Heinnck Snl zu Diedenhofen mit Julie Dieffenbach, Tochter des Ingenieurs Dr. Otto Düfflnbach zu Gießen. u* Geborene. October. 31. Eine Tochter von auswärts, Elisabethe. November. 1. gfne Tochter von auswwts, Pauline. 3. Ein- Tochter von auswärts, Helene. 6. Dem Kaufmann Carl Mülle-- ein Sohn. 6 Dem Bahnwärter Johann Agel von Dudenhofen eine Tochter, Katharine. 7. Eme Tochter von auswärts, Pauline. 7. Dem Bremser bet der rechtsrheinischen Bahn Johann Jrcob Etzelmüller eine Tochter Katharine Jacodine. 7. Dem Porzellanmaler Johann Simon -in Sohn, Anion' 8. Dem Sckaftenmacher Hermann Silbermann ein Sohn, Rudolf. 8. Dem Schneidermeister Wilhelm Wi-demeyer ein Sohn, Wilhelm Carl. 10. Drin Zchn- gießer Johannes Zufall eine Tochter. 12. Dem Buchbinder und Sckreibmatertalien- händler Julius Hoos ein Sohn. 12. Dem Fuhrmann Heinrich Belloff eine Tochter' Katharine Wilhelmine. 15. Dem Schuhmacher Phsttpp FeUster etn Sohn. Gestorbene. November. 10. Schmied Heinrich Weitzel III.. 76 Jahre alt, von Eisa. 10. Carl Wilhelm, 4 Monate alt, Sohn des Postschaffners Wilhelm Heinrich Veite. 12. Sattlermeister Louis Senner, 68 Jahre alt. 12. Buchhalter Johann Lautenbach, 44 Jabre alt, von Düsseldorf. 12. Kupferschmied Georg Völckner, 45 Jahre alt. 13 Friederik! Schnur, geborene Andreas, 71 Jahre alt, Ehefrau be? Pr>»atscrtbenten Friedrich Leopold Schnur. 14. Katharina Schmitt, 30 Jahre alt, von Maar. 14. Arbeiter Carl Heinrich Lämmer, 56 Jahre alt. 14. Hanblungslehrling Ludwig Uhl, 17 Jahre alt, von Michelnau- Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelisch - Gemeinde. Getränte. Den 11. November. Friedrich VaUnttn, Steinbrecher in Gießen, und Luise Margarethe Ncolai, des verstorbenen Nageischmteds Friedrich Karl Nicolai in Gießen eheliche lebige Tochter. Denselben. Johannes Von Eiff, Weißbinber in Gießen, und Ernstine Scheuplein, des Oeconomen Bernhard Sch-uplem in Gießen eheliche lebige Tochter. Getanft«. Den 11. November. Dem Gnrssarmen Adam Lotz eine Tochter, Ida, geboten den 25. September. Denselben. Dem Taglöhner Wilhelm Dechert ein Sohn, Johann Heinrich Ludwig, geboren den 29. August. Denselben. Dem Schreiner Wilhelm Donau ein Sohn, Adolf Heinrich, geboren bett 25. October. Denselben. Dem Bäcker Jakob Klingelhöffer eine Tochter, Lisette Clara, geboren den 4. October. Denselben. Dem Kaufmann Ernst Blöbner eine Tochter, Clara Auguste Eifa, geboren ben 19 Dctober. Denselben. Dem Kohlenhändler Eduard Klink-l ein Sohn, Abelf Emst, geboren ben 4. September. Denselben. Dem Weißbinber Jakob Reiber eine Tochter, Anna Karoline Josephine, geboren bett 25. September. Den 12. November. D-m Lieutenant Axel Gentner ein Sohn, Constantin Franz Theobor Axel, geboren ben 15. Mat. Den 14. November. Dem Graveur August Haßler eine Tochter, Auguste Karoline Elisabeth, geboren ben 1- November. Den 15. November. Dem Kellner Georg Lehr eine Tochter, Marie Anna, geboren ben 10. September. Beerdigte. Den 14- November. Ludwig S-uner, Sattlermeistcr dahier, alt 68 Jahre 7 Monate 23 Tage, gestorben den 12 November. Den 15. November. Georg Völckner, Kupferschmied dahier, alt 45 Jahre 5 Monate 9 Taae, gestorben den 12. November. Den 16. November. Friederike Scknur, geb. Andreas, Ehefrau des Scribenten Friedrich Leopold Schnur, alt 71 Jahre 4 Monate 25 Tage, gestorben ben 13. Novbr. Brodpreise vom 18 November bis 2. December 188 3. der Bäcker H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 bei M. Lenz u. C. Steinberger 27 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 56 bei M. Lenz u. C. Steinberger 54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei M. Lenz u- C. Steinberger 24 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei M. Lenz u. C. Steinberger 48 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 22 bei M. Lenz u. C. Steinberger 21 2 „ (4 Pfd.1 Schwarzbrod 2. Sorte 44 bei M- Lenz u. C. Steinberger 42 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. ©orte bei L. Keil, Ludwig Schneider, Georg Müller, K. Haas ... 66 der Brodverkäufer 5i 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . ... 28 2 „ (4 „ ) „ .....56 1 " (2 " ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei Hch. Rain 22 2 , (4 „ ) Schwarzbrod 1. Socke 50 bei Hch. Rain « 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Socke - 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 22 bei Hch. Rain 2 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte ti bei Hch. Rain 42 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 60 Gießen, den 17. November 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Altkatholischer Gottesdienst Sonntag den 18. November, Vormittags 11 Uhr, in der Stadtkircht« Allgemeiner Anzeiger. Frische Schellfische, Kieler Sprotten, Bratbückinge eingetroffen bei 7648 C. Gr. Hleinhenn, 1 Kreuml. Delicateffenbdla.. Kremvl. 1. Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Hlellen-VakanM etc. werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der b-z. Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werben den. Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Roßmarkt Nr. 3.____ 7645 Ein Hausbursche sofort gesucht. I 7636 Braves Dienstmädchen gesucht ____ L. Kämmerer. 1 auf Weihnachten.________Blockstraße 2. Krautfäfser (gebrauchte Weinfaß) in allen Größen rn 7634 „Hess. Hos^. Italien. Mnronell (frisch geröstet) täglich von 3 Uhr ab 61 dem Marktplatz. ‘"3 V von Samt N« netben vo Bilde, a' bet Nahe MpelMi Sänge uni «elfer, 31 haltend, ai iiiDor deka I Bstbieteu Qneckbo Großh. s i 7638 tag dei tu werden i Hanse (. ; Nachlaß gehörend in Möbi erhaltenem Hanvtüch 3 Dtzv. Hemden), versteiger Gießer 7607 MiUlvo sollen im - nochverzeick 1 Biet mehret Hellpol runde Gartet 1 Eiss Lambr 1 Näh sowie dim stände geg gert werde 9. 8 Ä Sy !i 5 Ä Ä- 9. o © empse 'letzen. 7621 Neustadt 8. zu 7614 Bahnhof. 7652 7651 gert werden. B 9. S. Pekzwaaren werden nach nenester Mode umgeändert. =3i C. A Hoch’s Verlag. 'S w Leipzig. M 7624 9. 9. ce ß Arbeitsfchuhe Mark . von an tr »Mich«. 7619 Wolfstr. 13. I! I! CO oo t 68 Jahre t 45 Jahre Scribenten 13. Noabr. zu 7622 (9 a 5 S plfler zu F Möser, Mbienet pauterg cd Koch kffenbach Buckskin, halbwoll. Hosenzeuge, einfach und doppelt breit Leinen und Halbleinen, Barchent, Bett- und Druckzeuge, rothe und weiße Flanelle, Biber, Kleiderstoffe; ferner wollene und baumw. Strickgarne, geftr. und gewebte Jacken, mel. Flanell- Jacken für Herren, Damen und Knaben, Unterhosen in allen Größen, Hosen, Hemden und Kittel u. s. w. wirklichen Iaörik-M'eisen. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein 4s . . .28 . . .56 . Sorte 25 h. Rain 22 . Sorte 59 h. Rain . Sötte - , Sorte 22 I. Rain 21 Sorte 44 ). Rain 42 , Sorte 60 110. Carl I Sattler- " Jahre Friederike Friedrich I Arbeiter 17 Jahre Ö L2- ö . cz cS -£= S-< * ß CS o -2 K u J. Weitegnkorn. 9 SchuPraße 9. I 1 Ein« 16. Dem 1 Duden- 7. Dem Tochter, - Anton. 18. Dem •m Zinn- Uertalien- ‘ Tochter, 5.70 10 50 8.50 4.— Eine feine Centralfeuer-Doppelflinte, ff. Damastläufe, vorzüglich im Schuß, ist Abreise halber sehr billig zu verkaufen- Zu besehen im „Hotel Lenz" beim Ferd. Drehes, Neustadt 8. Praktisch und leicht fasslich. Parlez-VOUS francais ? (Franz.) 12. Auf). Geh. M. 1.80, geb. M. 2.40. Do you speak English? (Engi.) II. Aull. Geh. M. 1.20, geb. M. 1.80. Parlate italiano? (Ital.) 5. Aull. Geh. M. 1.20, cart. M. 150. i Habla V. Castellano ? (Span.) 3. Aull. Geh. M. 1.20, cart. M. 1.50. Falla Vmce portuguez? (Portug.) Geh. M. 2.50. Spreekt Gij de Hollandsche taal? (Holl.) 2. Aull. Geh. M. 1.50* Taler De Dansk? (Dän.) Geh. M. 1.50. Talar Ni svenska? (Schwed.) Geh. M. 1.50. Tud ön magyarul? (Ungar.) Geh. M. 1.50. Möwisz Pan po polsku ? (Poln.) Mit Aussprache. Geh. M. 2. Sprechen sie russisch ? 2. Aull. Mit Aussprache. Geh. M. 2.50. Türkdsche söjlemisiniz? (Türk.) Geh. M. 2.50. cOpiketTs cEkAvjvixa; (Neugriech.) Geh. M. 2.50. Snake Jim Hollunder? (Helgoländisch.) 2. Aull. Geh. M. 1.20. Mr die Minter-Saison alle Neuheiten bereits vorräthig, insbesondere in großer Auswahl: elegante Damen- und Kinder-Mäntel, ebenso Paletots, Schuwaloffs und Kaisermäntel für Herren und Knaben, superfeine Salon- und Promenade-Anzüge, Jagd- und Hausjoppen, Schlafröcke rc- Neueste Stoffe zur Anfertigung nach Maß Große Auswahl Damenkleiderstoffe, Seidenzeuge, Sammte, Leinen, Ausstattungsartikel rc. rc. zu billigsten festen Preisen bei Gehr. Stamm. Vorjährige Sachen sämmtlicher Artikel zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 7018 und Luise in Gießen rcheuplein, a, geboren n Heinrich ich, geboren iro, geboren »guste Elsa, nil, geboren la Karoltne tantin Franz uguste Karo- e Anna, ge- 7646 Ein Lehrling gesucht von Photograph I. Nenschling. Jeikgeöotenes. Den von mir eingeführten, hochfein gebrannten Zava - Kaffee per Pfd. 98 bringe in empfehlende Erinnerung. Perd- Drebes, r ißenttl- ML tttt *4 > Ulriljiiiiifikgrlilii'iilirii empfehle mein Lager in: Schirmen, Hüten und l^elswaa/rcH in größter, elegantester Auswahl zu außergtNöhnlich billlgkn Kreisen. piaiiios Sä j Flugei Abzahlung1 * Harmoniums ohneAnzahlüng Nur Prima-Fabrikate Magazin vereinigter Berliner Pianoforte-Fabriken Berlin, Beipzigerstrasse 30. Preiscourant gratis und franco. Q Großer Ausverkauf. Verehrlichem Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich wegen Uebernahme eines anderen Geschäftes veranlaßt fehe, einen Total-Ausverkauf meiner Wanufactur- und Wollwaaren zu eröffnen, und empfehle ich neben Anderem nachstehende Hauptartikel, als: Geslhasts-Verkauf. Wegen Weggang von hier verkaufe ich mein seit 10 Jahren bestehendes Thürdrücker-Gefchäft verbunden mit ___ Importation von spanischen Weinen unter sehr günstigen Bedingungen. Reflectanten wollen sich gefl. direct an mich wenden. Ballbiumkn in großer Auswahl empfehlen 7626 ___Geschw. Peeth, Bahnhofstr. 50. Eigenes Fabrikat. Korbwaaren jeglicher Art zu den billigsten Preisen. Ang. Werner, Korbmacher, Löwengasse. NB. Bei Reparaturen an Korb- waaren, welche bei mir gekauft wurden, billigste Preisnotirung.7631 P/t. JVmt Schuhwaaren-Handlung Schulstraße 10. 4Yohe Mannsfchaftenstiefel „ Niedere „ „ Mannspautoffeln ...... Neues Bbst-Gelse^ i, Birnhonrg, „ Apftlkraut den billigsten Preisen empfiehlt Fgrd. Drebes• Für Jagdliebhaber l H FRIEDRICH BAUMANN Giessen, Neuen weg 7 Werkstätte, 2248 Ühnnacherei, Eleotro- mechanik. Haustelegraphenanlage. Mr Arbeiter und Iandleute empfehle in solider Arbeit bei festem Preise: 7616 7617 12000 Mk. auszul. auf 1. Hypoth.,1 auch getrennt. Näh. bei der Exped. ds. Bl.' 7597 Ein Laden, passend für ein Modegeschäft, in guter Lage, mit einem oder zwei anstoßenden Zimmern per Anfang Februar gesucht. Offerten nebst Preis unter 0. H. an die Exped- ds, Bl-________________________ 7591 Ich warne hiermit Jedermann, meinem Sohn Heinrich Etwas auf meinen Namen zu borgen, da ich für Nichts hafte. PH. Benner, Schuhmacher. 7640 Eine Scheuer, mitten in der Stadt gelegen, billig zu verkaufen durch _____________g. Blitz. Wollene Hemden, Unterzacken, Unterhosen, Socken, Leibbinden etc. empfiehlt in allen Größen und Weiten 6253 II. Hübsatnen. Uersteigerung wn Pappelstämmm. Samstag den 24. l. Mts-, Nachmittags um 2 Uhr „rtben von Seiten der hiesigen Gelinde, am sog- Bügenweg ganz in L Nähe des Orts 25 L-tück gefällte wpelstämme von 8 bis 18 Meter ! Ee und 25 bis 50 Ctm. Durch- Lfer 31 Festmeter, 53 Hunderttheil 1 Md, an Ort und Stelle unter den i Lr bekannt gegebenen Bedingungen ? Eistbietend versteigert. i Queckborn, 16. November 1883. Axgßh. Bürgermeisterei Queckborn. 7638 Schillinger.__________ Montag den 19. u. Dienstag den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr ! werden in dem Burckhardt'schen Hause hNeuen - Baue) die zum Nachlaß des Herrn Emil Pimper ' gehörenden Gegenstände, bestehend in Möbeln, Bettwerk, sehr gut erhaltenem Weißzeug (Betttücher, Handtücher, Ueberzüge rc., circa z Dtzd. fast neue ferne Herrenhemden), Kleidungsstücken u. s. w. versteigert. Gießen, 16. November 1883. Großd. Ortsqericht. 7607 Lüdeking. Mittwoch d. 21. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Weinsaal, Bahnhofstraße 31, nachverzeichnete Gegenstände, als: 1 Bierapparat, mehrere Dutzend Wiener Stühle, hellpolirte Wirthschaftsstühle, runde und viereckige Tische, Gartentische und -Stühle, 1 Eisschrank, Hängelampen, Lambrequins, 1 Nähmaschine, sowie diverse andere Wirthschaftsgegen- stände gegen gleich baare Zahlung verstei- «nobokasqn qun ;a;rv 7639 7643 Filet bordelaise I» Meuschling, Photograph 7644 7653 Klostermann. Montag: Führer haben Anfan Rosenkohl Schwarzwurz Potage h, Fempereur..... Victoria-Suppe . ...... Zander, Kartoff., Petersilien-Butter Ochsenfleisch mit Beilage . . » Ausgewählte Tageskarte, Vorzüglich. Bock-Ale und Brauerei Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Prospekt des Herrn Rich. Mohrmami aus Nossen in Sachsen bei. 7620 Ochsenzunge in Madeira Kalbsragout, sauee Robert . Hasenbraten mit Salat . . Fricandeau de veau mit Salat Brod-Torte...... Käse (diverse)..... Weiizel’s Garic». Sonntag; den 18, Hov, Menu. 20 PJg. 20 „ 45 , 40 , 45 „ 45 „ 40 „ 45 , 45 „ 45 „ 20 „ 20 „ lich seine Mhe uni gemein i Ärs osfic die Reise Les Fürs -auLgezeiö D Wochen, Versamn Mhlben Abschluß Demokrat Äemokral Änn die «nüren, -schrittsp^ Md sch Einheit S Mittwoc ihrer § wsrauf Äer Del den Da 'ftrnndli in bene' Dasselbe Reiches Hervor. Atzung । L Woche neue T Reglern Lungen repnblil -gegenüb und ul Deffen j «eines b Wähnt Allein Wird < französ umwer Den Zl Des DZ nur in Werden Gießen, den 16. November 1883. Der Präsident des akademischen Gesangvereins Prof. Dr. W. Oncken. Dsi werden in Mönche bi öercbtes 5 «och frisch Lagen, ruh Massen, deutschen Hauptstab Asch tvuri dis jtt dies Auch ein Zconprini Lung des Lieser nei iona ein Lie spanii König A Emissäre Msersoh seinem B Mächten krmrten. Julius Noll, Gold- u. Silberarbeiter. Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Cbr. Viel sch in (Siegen. Wetzsteingasse. 7649 Ein Student erbietet sich, Privatstunden in den mathemat. Fächern und neueren Sprachen zu ertheilen. Näheres in der Exped. ds. Bl. Gesangverein Gintracht Sonntag den 18 November: Stiftungsfest auf Iony's Rerkeller Anfang 8 Uhr. Photoyrw/phte ! Für Weihnachten halte ich mein Atelier bestens empfohlen. Spezialität: Gut© Kmderaufnahmen mittelst Momentverfahren. Ijiideas mit 2 angrenzenden Zimmern, sowie der 2. Stock und ein möblirtes Zimmer auf sofort zu vermiethen. Günsatteyeln bei Jv. Hortnann, „Brauerei Pöschel". Stadt-Theater in Gietzen. Sonntag den 18. November 1883. Außer Abonnement Nachmittags 4 Uhr. S5SS Gxtra-Borstellung für Kinder» Mit neuer Ausstattung. 3X Zum ersten Male: GolcLmarie und Pechmarie. Märchen mit Gesang in 3 Akten und 5 Bildern von Maria Günther. Musik von Hauptner- Anfang 4 Uhr. — Ende 6 Uhr. Abends 7/r Uhr. — Ende 10 Uhr. F. SBrautlecht. e’n Theil Haber mit 20«—30000 Mk. 7627 Adressen sind zu richten an die Annoncen- Expedition von Fr. Kling in Tecklenburg. Danksagung. Dem Unterzeichneten ist es eine angenehme Pflicht, all den verehrten Damen und Herren, welche in Folge der öffentlichen Einladung des Vorstandes durch ihre gütige Betheiligung zum Gelingen unseres letzten ConcerteS so wesenilich beiaetragen haben, ganz insbesondere den Mannergesangvereinen „Siillgerkran?" und „Lieder- kran;" für ihre aufopfernde Mitwirkung, den allerherzlichsten Dank hiermit öffentlich auszu sprechen. , 7647 Ein LogiS zu vermiethen an eine einzelne Person.__Teufelslustgärtchen 22. Auf sogleich g eine Stube für eine einzelne Person zu vermiethen. A. Werner, Korbmacher. 7650 Ein Zimmer an 2 Arbeiter zu verm. Fr. Schmidt Wwe., Kl. Mühlg. 7. 7483 Ein kleines Logis zu vermiethen. _____Steinstraße 43. 6727 Eine Mansardenwohnung zu ver- mietben. Bahnhofstraße 62. Oeffentliche biblisch^Börträae^Z werden Sonntag und Mittwoch, Abends 8 Uhr, Canzleiberg 5 eine t ibgehalten-___ jt Hohl^* Laden | sowie Wohnungen in meinem neu herge- richleten Hause in der Wettergasse zu vermiethen und sofort beziehbar. Jul. Buch. Eutroe für Nichtmitglieder 25 X 7ßn. E» lad-, höflichst em__Der Vorstau IIWpÄötürApr Hof, Sonntag den 18. November: Gutbesetzte Tanzmusik, wozu ergebenst einladet (7628) JT, Raues Mrmifchte Anzeigen. 7593 Eine Dame mittleren Alters sucht Stellung als Pflegerin einer alten Dame ober als Vorsteherin eines kleinen bürgerlichen Haushaltes. Näh. Auskunft ertheilt die Exped. ds.Bl. Annonce^ Die hiesigen Agenturen einer der ältesten, solidesten Feuer-Ver- sicherungs-Gesellschasten und einer ebensolchen Lebrnsverficher.-Gesell- schäft, welche auf Grund bestehender Kundschaft bereits jährlich eine erhebliche Rente abwerfen, sind neu zu besetzen. Qualificirte, eautionssähige Bewerber sind gebeten, ihre Offerten sub A. 108 bei der Exped. ds. Bl ein$u- reichen. 7630 7601 Ein Schweizer, der des Melken gründlich versteht, auf sogleich oder auf Weihnachten gesucht- Näheres zu erfragen bei Carl Heuze- roth, Gießen- Aufruf. Evangelische Männer, allen Theilen Deutschlands und den verschiedensten Berufsklasien angehörig, haben wir uns verbunden, um am Reformationstage zu Leipzig Luther zu Ehren in diesem Jubeljahre eine allgemeine deutsche Kuther-Äistung zu begründen. Dieselbe ist bestimmt, mit Rath und That die Erziehung von Söhnen und Töchtern evangelischer Pfarrer und Lehrer zu fördern, namentlich solcher, welchen die Entfernung von den Bildungsstätten die gute Erziehung ihrer Kinder erschwert. Der 400 jährige Gedächtnißtag der Geburt Luthers mit seiner Erinnerung an die großen Segnungen der Reformation für Kirche und Vaterland, für Schule und Haus, darf nicht vorübergehen, ohne ein bleibendes, das ganze evangelische Deutschland zusammenfassendes Zeugniß, daß das deutsche Volk diese Mahnung verstanden hat. Wie könnten wir den Mann, der seinem deutschen Volke den freien Zugang zu der Gnade Gottes im Glauben bezeugt, die Bibel verdeutscht, das Kirchenlied vorgesungen, die Unabhängigkeit von der hierarchischen Gewalt erstritten, das Pfarrhaus und die Volksschule gestiftet hat, angemesiener ehren, als durch ein gemeinsames Liebeswerk, welches den in Kirche und Schule vorzugsweise zur Hütung und Pflege der Lebensgüter der Reformation berufenen Familien ein Opfer des Dankes darbringt. Nach der bewährten Organisation des Gustav-Adolph-Vereins soll die Luther- Stiftung in den verschiedenen deutschen Ländern und Provinzen selbstständiges Wirken entfallen, aber durch ihren Verband in einem Centralvorstand dauernde Anregung für die gemeinsame Arbeit in einem Austausch des Gebens und Nehmens, wo es Roth thnt, finden. Wir rufen unsere Glaubensgenossen auf, bei diesem Denkmal der Einmüthigkeit aller evangelischer Deutschen zu helfen. Zweierlei thut vorerst Roth, daß sich an allen Orten evangelische Männer zusammenfinden, um Vereine zu gründen, die als Glieder sich der Stiftung einstigen, und daß an allen Orten sofort Geldsammlungen veranstaltet werden, um bis zum Schluß des Lutherjahres ein ansehnliches Grundcapital zu bilden, über dessen Zinsen dem Vorstande der Stiftung die Verfügung zusteht, um je nach der Verschiedenheit der Bedürfnisse eine ausgleichende Thätigkeit üben zu können. Millionen über Millionen sind von Deutschland nach Rom geschickt, um fremden Zwecken zu dienen. Gedenket der mahnenden Worte, die Luther darüber an den christlichen Adel deutscher Nation gerichtet hat. Auch heute mahnt des Reformators nie verklingende Stimme die Fürsten und den Adel, die Rathsherren und die Bürger, sie mahnt das ganze evangelische Volk: aus den Früchten deutschen Fleißes erwachse der evangelischen Kirche und Schule ein deutsches Liebeswerk. Gott lasse das heute gelegte Samenkorn zu einem weitschattigen, Zweige und edle Früchte tragenden Baum wachsen. Leipzig, den 31. October 1883. 7623 I. A. Der Central-Verstand. Graf Behr-Ncgendank, Ober-Präsident, Stettin, von Bennigsen, Landes" Director, Hannover. Dr. Bertram, Stadt-Schulrath, Berlin. Bötticher, Oberbürgermeister, Magdeburg. Dr. Brückner, General-Superintendent u- Probst, Berlin. Büchtemann, Mitglied des Reichstages, Berlin. Delbrück, Geheimer Commerzienrath, Berlin. Doll, Prälat, Karlsruhe. Duncker, Geh. Reg.-Rath u. Bürgermeister, Berlin. Dr. Erdmann, General-Superintendent, Breslau. Fay, Pastor, Crefeld. Dr. Gildemeister, Bürgermeister u. Mitglied des Bundesrathes, Bremen. Frh. von der Goltz, Ober-Consistorialrath u. Probst, Berlin. Dr. Günther, Ober-Consistorialrath, München. Dr. Harnack, Professor, Gießen. Hermann, Hauptmann a. D., Bonn. Dr. Kaysel, Präsident, Schwerin. Dr. Kögel, Oberhofprediger, Berlin, von Levetzow, Präsident des Reichstages, Berlin. Lindemann, Oberbürgermeister, Dortmund. Dr. Lisco Prediger, Berlin. Dr. Meier, Consistorialrath u. Superintendent, Dresden, von Meyeren, Oberverwaltungsgerichts-Rath, Berlin. Dr. Miquel, Oberbürgermeister, Frankfurt a. Main. E. Perthes, Buchhändler, Gotha. Dr. Schneider, Geh. Ober-Regierungsrath, Berlin. Selke, Oberbürgermeister, Königsberg i. Pr. Sengenwald, Präsident der Handelskammer, Straßburg i. E. Dr. Wach, Geh. Hofrath u. Profesior, Leipzig. Zur Empfangnahme von Beiträgen ist bereit Professor Dr. Harnack. Dieselben werden alsdann dem prov. Schatzmeister der Stiftung, Herrn Heimen Commerzienrath A Delbrück in Berlin, übersandt werden. KermieLyrmgeu. 7618 Eine neu hergerichtete Wohnung, 4—6 Zimmer, gleich beziehbar, zu ver- miethen-____Marburgerstraße 13. 7637 Ein kleines möblirtes Zimmer (auf Wunsch m. Kost) alsbald zu vermiethen. Htinr. Meister, Seltersweg 45. MöbLite Zimmer zu vermiethen im „Hess. Hof*. 7635 7625 Ein Logis zu vermiethen bei Spengler Schneider, Wallthor. 7633 Schillerstratze 14, 2. Stock (Nordanlage) ein event. zwei schön möblirte Zimmer zn vermiethen. 7642 Ein Laden mit kleinem Logis Wig zu vermiethen. Caplansgasse 27. 7641 Ein Familienlogis ist gleich zu beziehen ber Wwe. Röber, auf dem Brand-