Samstag den 18. August 1883 srr. 19° in unser Erschemt täglich mit Ausnahme des Montags. vureaur Schulstraße 7. üttags U lut itäto t M jO I im: Collegien, durch wclche die Senatoren gewählt werden, einen großen inora- Win Einfluß aus und dieser wird natürlich hauptsächlich den republikanischen 77t*,OB «Wirten zu Gute kommen. An demselben Tage, an welchem die General- ” VwH Mwahlen stattfanden, am 12. August, vollzog sich auch in Pans die Em- ,7 6 «Hung des Denkmals, welches zur Erinnerung an die Vertherdigung von F' Preis vierieljührlich 2 M«rk 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Kurie zu betrachten ist. (Die „Nordd. Allgem. Ztg." dementirt in ihrer heutigen Ausgabe ganz schieden, daß Fürst Bismarck mit dem Cardinal Howard eine Besprechung in Kissingen gehabt. Siehe diesbezügl. Depesche in heutiger Nummer.) Die Polizei-Verordnung des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen, Qerm v. Wolff, über die strengere Heilighaltung der Sonn- und Festtage ist, naijbem sie über ein halbes Jahr bestanden, nunmehr definitiv zurückgezogen morden. Die Verordnung, welche durch die Bestimmung, daß am Sonntag nach 1 Uhr alle Läden geschloffen sein sollten, so empfindlich in das Verkehrsleben iinzriff, hat in der Provinz Sachsen bekanntlich große Erregung hervorgerufen, mit sie andererseits auch zahlreiche gerichtliche Verhandlungen zur Folge hatte, schließlich gelangte die Frage an das Kammergericht in Verlm, welches als Revisions-Instanz einen freisprechenden Ausspruch abgegeben und hierdurch Herrn v. Wolff zur Zurücknahme seiner vielgehabten Verordnung bewogen hat. Die günstigen Erfahrungen, welche die chinesische Regierung mit der deutschen Schiffsbaukunst bei Erbauung des „Ting-Auen" gemacht hat, dewegen China augenscheinlich zu weiteren Bestellungen in Deutschland. Auf tzc Howaldt'schen Werft in Kiel wird demnächst der Bau zweier großer, besonders schneller Dampf-Corvetten für die chinesische Regierung in Angriff genommen werden. Die chinesische Regierung soll einen bekannten höheren deutschen Acine-Ossicier außer Dienst mit der Leitung des Baues beauftragt haben. einer entscheidenden Wendung gebracht werden dürfte. — Nach den jüngsten Mitthellungen aus Frohsdorf ist an der baldigen Auflösung des Grafen Cham-, bord, der sich in einem Zustande der äußersten Schwäche befindet, kaum mehr zu zweifeln. Aus dem CZarenreiche ist in letzter Zeit nur wenig zu berichten gewesen und dieses wenige war nicht einmal etwas Erfreuliches. Die Ermordung des Barons v. Nolde in Kurland und die antijüdischen Exceffe in Jeka- terinoslaw zeigen, daß der Fanatismus der russischen Bevölkerung gegen die deutschen wie gegen die jüdischen Mitbürger im Wachsen begriffen ist und wohin die Zustände in Rußland allmälig treiben. Wie Petersburger Blätter melden, wird die Commission für Regelung der Judensrage in der zweiten Hälfte, des September ihre Thätigkeit beginnen und liefern die Exceffe in Jekaterinoslaw der Commission wiederum einen neuen Beitrag zu dem ihr vorliegenden ohnehin schon reichlichen Material. Der Auf st and in Spanien ist, wenn man den officiösen Depeschen der spanischen Regierung Glauben schenken soll, nun wirklich und wahrhaftig unterdrückt. Private Meldungen wissen freilich zu berichten, daß die Kämpfe auf verschiedenen Punkten Spaniens noch fortdauern und daß in gewissen Provinzen noch große Erregung herrsche. Am Hofe von Madrid scheint man aber in der That der Meinung zu sein, daß der Aufstand als niedergeworfen zu betrachten ist, denn König Alfonso wird, nach einer Rundreise durch das nördliche Spanien, nun doch seine projectirte Reise nach Deutschland und Oesterreich antreten und sich zu diesem Zweck in Coruna nach Havre einschiffen. Am Dienstag enipfing er eine große Anzahl von Senatoren und Deputirten, welche gekommen waren, den König ihrer treuen Ergebenheit zu versichern. An demselben Tage fand auch ein Ministerrath statt; in Folge der hierbei stattgehabten Erörterungen hätte der Kriegsminister Martinez Campos die Absicht ausgesprochen, zu demisstoniren. Ein für Egypten sehr wichtiges Ereigniß, das Steigen des Nils, tritt jetzt ein. Um das Steigen des Stromes überwachen zu können, hat dir» egyptische Regierung zwei der eingeborenen Bevölkerung angehörige Jnspec- toren eingesetzt. Cetewayo, der todtgesagte Zulukönig, lebt, denn er ist, wie zuverlässige Berichte melden, in dem sog. reservirten Territorium des Zululandes wieder ausgetaucht. Er sammelt hier seine Getreuen, um einem nochmaligen Angriff auf seinen Hauptgegner Usibepu zu machen. Politische Ueberficht. Gießen, 17. August. Kaiser Wilhelm widmet sich seit der Rückkehr von seinen Badereisen wieder in regelmäßiger Weise den Regierungsgeschäften; das Befinden des hohen Herrn ist andauernd ein günstiges, so daß er auch täglich die gewohnten Ausfahrten unternehmen kann. Jeden Tag stattet die Kaiserin ihrem erlauchten Gemahl auf Schloß Babelsberg einen längeren Besuch ab, von welchem sie erst gegen Abend nach dem Stadtjchlosse zurückzukehren pflegt. Das Central-Comits für die Opfer Ischias hat nach Auf- sorderung des Kronprinzen-Paares einen Aufruf zur Bildung von Local-Comitös in ganz Deutschland erlassen behuss Veranstaltung von Sammlungen. Alle I Reichspoststellen und Reichsbankstellen find zur Annahme von Beiträgen ermäch- | tigt, welche an die Reichsbank gehen. Die Monotonie, welche der Hochsommer in unsere innere frris °im ^^7g^x)orl^l87o77i errichtet worden ist. Die Feier verlief in Buchaus würdiger Weise und enthielten sich die Festredner in tactvoller Weste ta Angriffe auf Deutschland. Was die auswärtige französische Politik anbe- lönigt, so tritt hier nur die Tongking-Affaire hervor, die durch den bevorstehen- iiiu Sturm der Franzosen auf Hue, die Hauptstadt von Anam, vorläufig zu Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Eorrespondenz-Bureau ♦ Wien, 16. August. Die elektrische Ausstellung wurde heute Vormittag um 11 Uhr durch den Kronprinzen eröffnet. Die Mitglieder des Kaiserhauses, das diplo Ml« * An leitender Stelle in Wien scheint man doch zn der Eckenntniß jt(angt zu sein, daß es nolhwendig ist, die üppig wuchernden Ranken des öfter» mchischen PolenthumS etwas zu beschneiden. Für diese Annahme spricht weniges der Umstand, daß an Stelle des bisherigen, jetzt aber zurückgetretenen Statthalters van Galizien, Grasen Potocki, welcher der extremen Richtung der lülnischen Partei in Österreich angehörte, Hofrath Zaleski, mit der galizischen «tatthalterwürde bekleidet worden ist. Zaleski vertritt, obwohl Pole, durchaus Mäßigte Anschauungen und ist weniger Politiker, als vielmehr ein erfahrener üeroaltungsbeamter, so daß er jedenfalls nicht mehr und nicht weniger als ein »chliger Administrator an der Spitze ver galizischen Statthalterei fein wird. Unter Potocki hat sich Galizien so selbstständig entwickelt, daß es mit dem öfter» mchischen Gesammtstaat durch wenig mehr als durch Personal-Union verbunden "scheint; hoffentlich wird durch die Ernennung Zaleski's den weiteren foderalt- Imen Bestrebungen der polnischen Partei ein Riegel vorgeschoben. Die französische Republik hat durch den Ausfall der jüngsten 8emralrathswahlen eine weitere Kräftigung erfahren. Im Ganzen haben tue AeMblikaner aller Schattirungen ca. 110 Sitze gewonnen, doch ist noch nicht kfamnt, in welcher Weife die einzelnen repulikanifchen Gruppen an dem Gewinn taheiligt sind. Dieser Wahlsieg eröffnet auch für die bevorstehenden Erneue- "mzswahlen zum Senat für die republikanische Sache eine günstige Perspective, hu die Mitglieder der Generalräthe üben aus jene Gemeinde-Delegirten in Berlin, 14. August. Die Erfahrungen des letzten Sommers haben, so schreiben die „Bert. Potit. Nachr.", die Frage der Regultrung der nicht schiffbaren Flüsse und zwar bis in ihren oberen Lauf in Erinnerung gebracht. In Schlesien scheint derselben zunächst praktisch näher getreten werden zu sollen. Für die Glatzer Neisse, welche unlängst die Kreise Habelschwerdt, Glotz, Frankenstein, Grottkau und Neisse arg schädigte, sind die Vorbereitungen zur Regultrung auf genossenschaftlichem Wege und Mit Staatsbeihülfe ziemlich wett vorgeschritten. Aber auch für den Bober, welcher einen erheblichen Thetl des Liegwtzer Regierungsbezirks von dem Riesengebtrge bis zur brandenburgischen Grenze durchfließt und wiederholt auf wetten Strecken verheert hat, werden Vorrichtungen nach dieser Hinsicht getroffen und man darf hoffen, daß unter dem Eindruck der jetzigen Mißstände und mit der Aussicht auf Staatsbeihülfe die früher wiederholt mißlungenen Versuche jetzt von Erfolg gekrönt sein werden. Die Zerstörungen an Brücken und Communicattonswegen hofft man in Schlesien unter Beihülfe der Kreise und der Provmz beseitigen zu können; dagegen werden, wenngleich die Beschädigungen an Feld und Feldsrüchtcn zu einem erheblichen Theile die Großgrundbesitzer trafen, doch auch Kleingrundbesitzer in einiger Zahl so hart betroffen sein, daß sie ohne eine Beihülfe aus öffentlichen Mitteln schwer sich in wirtschaftlich gedeihliche Zustände hineinarbettcn können. — Ein zwar nur in bescheidenen Grenzen sich bewegender, aber darum nicht minder seinen Mann lohnender Erwerbszweig tft die in einzelnen Gegenden Deuffch- lands betriebene Kanarienvögelzucht- Dieselbe btet t namentlich ber auf 9atte ^k'ste^- bedtngungen angewiesenen Bevölkerung des Oberharzes eine in wirthschaftlicher Hinsicht nicht gering anzuschlagende Verdienstgelegenheit. Welchen Umfang die Kanarienzucht überhaupt gewonnen hat und wie der Harz in erster Linie betheiligt ist, wird man daraus entnehmen können, daß im vorigen Jahre die in Norddeutschland gezüchteten Kanar.enhähne auf 200,000 Stück geschätzt werden, wovon etwa 18s,000 Stück im Aus- —t ^bracht^sind peinigten Staaten von Nordamerika ^xportirende Geschäfte dürfte die Mittheilung von Interesse sein, daß njabrenb Verpackung und für den Transport nach den betreffenden Exporthafen entstandenen Kosten bei der Verzollung am amerikanischen Bestimmungsort im auf den Preis der tmportirten Waare geschlagen worden sind, nun durch eine des Finanz- Departements in Washington bestimmt worden ist, daß diese^Betrügvon der Verzollung in Amerika nicht mehr betroffen werden, was eine Koftenverminderung von 5-25 Dollars für die Sendung zu Gunsten der Hemden Importeure bildet. München, 14. August. Die heute Mittag eingetroffene Entscheidung des Cultus- Ministeriums über die Beschwerde ves Magistrats gegen die oberboyerispe Kreis- reaieruna weist den Antrag des Magistrats auf Aufhebung sammtlicher Simultanschulen ab, gibt jedock der eventuellen Beschwerdebitte um Aufhebung eines Theils derselben in der Art statt, daß die Stmultanschule 1 (Rosenthal) und Simultanschule 2 (Luisenstraße) in katholische Confession^schulen umgewandelt werden. Die „Neuesten Nachrichte n" bemerfen bani: T waren feit Wochen auf diese Entscheidung vorbereitet, gleichwohl verzeichnen wir dieselbe mit einem Gefühl schmerzlicher Beschämung für unsere Stadt für unser ganzes Land. Wir verlieren die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht denn ein srffcher Hauch wird dereinst alle diese Mißgeburten einer charakterlosen Schaukelpolitik hinwegfegen " ______ leben ichefW ! Politik gebracht hat, wird durch eine aus Kissingen kommende Nachricht in ■ überraschender Weise unterbrochen. Dort ist bereits in voriger Woche der ! Cardinal Edward Howard eingetroffen. Wenn man diese Nachricht mit der | anderweitigen Meldung in Verbindung bringt, daß man in diesen Tagen auch der. Besuch des preußischen Cultusministers v. Goßler in dem fränkischen Badeorte erwartet, so lassen sich hieraus sehr naheliegende Schlußsolgerungen ziehen. Zwar meint die „Germania", daß der Cardinal Howard keinen diplomatischen Auftrag habe, aber diese Auffassung möchten wir denn doch bezweifeln. In Wngen sind schon mehr als einmal mährend der Anwesenheit des Reichs- lauzlers die zerrissenen Fäden der Verhandlungen zwischen Preußen und dem Milan wieder angeknüpjt worden und es liegt deshalb die Annahme nahe, daß Cardinal Howard als ein außerordentlicher Unterhändler Seitens der römischen Kießmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. V !■ > 'chenvchM Psarrn. mz. Lokales. Gießen, 16. August. Auf Anzeige einer Dienstherrschaft wurden gestern die Effecten derer beiden Dienstmädchen einer polizeilichen Revision unterzogen, wobei man in den Koffern und im Bette verschiedenes Weißzeug und andere der Herrschaft entwendete Gegenstände im Werthe von ca. 17 vorfand. — Heute Vormittag wurde ein Dienstmädchen von hier in der Wohnung ihrer Herrschaft im Bette tobt aufgefundcn. Ursache des Todes ist jedenfalls Selbstmord durch Vergiftung mittelst Strychnen, da die Verstorbene sich ihrer Schwester gegen- über dahin geäußert hatte. Ihre Herrschaft ist verreist. Vermischte-. Mainz, 14. August. Gestern Abend wurden in Bingen einem Fremden beim Einsteigeu in den nach Mainz abgehenden Zug 2000 JL theils in Wertpapieren, teils in Gold, entwendet. Der Fremde trug das Geld in einem Hängetäschchen, das mit einem Lederrtemen um die Schultern befestigt war; als er nun in Bingen in den Wagen einsteigen wollte, fühlte er im Gedränge, daß er von einem elegant gekleideten Herrn, der einen rothen Vollbart trug, erfaßt und beinahe in den Wagen gehoben wurde, kaum hatte er aber in demselben Platz genommen, als er sein Geldtäschchen vermißte, welches ihm, wie man sehen konnte, durch ein scharfes Instrument von dem Lederriemen abgeschnttten worden war. Der Rothbärttge war indessen nirgends mehr zu sehen. — Bet dem Arrestanten-TranSport, der sich heute Vormittag nach dem Justizpalast bewegte, befand sich ein junger Mann von hier, der vor kaum drei Jahren eines der ersten Institute Deutschlands verlassen hatte und damals über ein Vermögen von über 70,000 verfügte. Das Geld ist schon lange vergeudet und der junge Mann sank allmälig zum „Louis" herab, bis er in der verflossenen Nacht vollständig zerlumpt und obdachlos aufgegriffen wurde. Alzey, 14. August. Nach hier eingetroffener telegraphischer Nachricht ist gestern Vormittag in Bad Neuenahr der Landtagsabgeordnete und frühere Bürgermeister der Stadt Alzey , Dr. Adolph Seubert, nach langjährigem Leiden gestorben. städtiscb^°^^'^^"?"m D bcr estrigen gemeinschaftlichen Sitzung der beiden Naonschen Körper wurde in Berathung gezogen, ob Sr. Kaiser!. Hoheit dem Kronprinzen matische Corps und die anderen geladenen Gäste waren bei dem Festakte anwesend. Der Kronprinz wurde bei seinem Erscheinen vom Comite ehrfurchtsvoll begrüßt und begab sich sofort zum Kaiserpavtllon, wo der Präsident des Comtte's, Baron Erlanger, eine Ansprache hielt, dem Kronprinzen für die Uebernahme deS Protektorats, dem Kaiser und Kronprinzen für dte Unterstützung deS Werkes, den auswärtigen Regierungen für die zahlreiche Behelligung dankte und schließlich den Kronprinzen um die Eröffnung der Ausstellung bat. Der Kronprinz erwiderte die Ansprache des Präsidenten, indem er die Bedeutung und die Zukunft der Electrtcität hervorhob und betonte, daß es vielleicht kein Zufall sei, wenn Wien die dritte, gleichzeitig aber auch dte größte aller electrischen Ausstellungen innerhalb seiner gastlichen Mauern entstehen lasse. Unter Hinweis auf die von Wien ausgehenden epochemachenden Erfindungen, erklärte der Kronprinz, daß die Ausstellung dem Reiche und der Stadt Wien zur Ehre gereiche und drückte den befreundeten Staaten für ihre werthoolle Mitwirkung seinen Dank aus. Im Namen des Kaisers erklärte er schließlich die Ausstellung für eröffnet. Dte Rede wurde mit stürmischem Jubel ausgenommen und fand nach derselben dn Rundgang des Kronprinzen durch die Ausstellung statt. — Dte Besichtigung der electrischen Ausstellung durch denjKronprtnzen dauerte 3 Stunden. Bet derselben sprach der Kronprinz sich äußerst anerkennend über dte geschmackvolle Ausschmückung der Räumlichkeiten aus und über mehrere Ausstellungsgegenstände, dte seine besondere Aufmerksamkeit erregten. — Dte elektrische Ausstelluug wurde heute von 4000 Personen besucht. — Aus Hof Gastein wird starker Schneefall gemeldet, dte Temperatur beträgt , 3 Grad C. Agram, 16. August. Schon vorgestern Nacht hatte eine beträchtliche Menschen- ! menge versucht, die mit ungarischer Aufschrift versehenen Amtsschtlder an dem Finanz- ' gebäude gewaltsam zu entfernen, so daß das Militär etnschreiten und von dem Bajonet ! Gebrauch machen mußte. Es waren dabet viel, zum Theil schwere Verwundungen vor- gckommen und zahlreiche Verhaftungen vorgenommen worden. Gestern Nachmittag wiederholten sich die Ausschreitungen, dte Menge benutzte einen günstigen Augenblick, rrß an mehreren amtlichen Gebäuden die Amtsschilder herunter und trat dieselben unter Geschrei und Lärm mit Füßen. In den amtlichen Gebäuden wurden sämmtltche Fensterscheiben durch Steinwürfe zertrümmert. Bet der Wache wurde von der Menge dte Freigebung aller Verhafteten erzwangen. Die Demonstration galt lediglich der Entfernung der verhaßten Amtsschilder. Seitdem wurde die Ruhe nicht weiter gestört. — Auch die letzte Nacht blieb nicht ohne Störung. Dem Domherrn Taljan und einem Magtstratsdeamten wurden dte Fenster zertrümmert. Am Jellacizplatz widersetzten sich die Ruhestörer der Militärpatrouille, welche die Waffen gebrauchte. I Dte Behörden trafen zur Verhinderung weiterer Ruhestörungen Vorkehrungen. Budapest, 16. August. Prtoatnachrtchten und Blättermeldungen aus Agram lassen die Ausschreitungen ausgedehnter erscheinen, als angenommen wurde. Gegen das erzbischöfliche Palats, dte BahnbetriebSdtrektton, den Bahnhof rc. geplante Excesse wurden nur durch rechtzeitiges Erscheinen des Militärs verhindert. Häufige beleidigenoe Ausrufe gegen Ungarn und die Jnsultirung einzelner Personen, auch von Militärs, lassen den angeblichen Zweck der Bewegung, die Entfernung der Amtsschilder mit 1 ungarischen Aufschriften, im bedenklichsten Lichte erscheinen. Zahlreiche Geasdarmerte > und Husaren stehen in Bereitschaft, da Gerüchte von geplanten neuen Excessm kursiren. ! Gegenwärtig herrscht Ruhe. Die Nachrichten betreffs einer Aenderung in der Besetzung ; des Banuspostens werden amtlich dementirt. Kopenhagen, 16. August. Der Dampfer „Nona" aus Flensburg, i von England nach Aarhus in Kurs, ist heute Nachmittag nahe bei Grenaa gesunken; die Bemannung wurde gerettet. Mecheln, 16. August. Bei der heute Vormittag unweit von hier stattgehabten Kollision des Paris-Amsterdam Expreßzuges wurde der Maschinist getödtet und einige Reisende contusionirt. London, 16. August. Im Unterhaus erwiderte Fitzmaurice auf eine Anfrage, der Missionär Shaw sei der einzige britische Unterthan, den die Franzosen in Tamatave gefangen hielten, der Secretär des verstorbenen Consuls fiel freigelassen worden. — Einer „Reuter"-Meldung aus Hongkong zufolge ist nach den letzten | Nachrichten das Bombardement von Hue für den 13. August von den Franzosen ' beabsichtigt worden. Alexandrien, 16. August. In den letzten 24 Stunden starben hier! 44 Personen an der Cholera. — Die französische wissenschaftliche Expedition! zur Erforschung der Entstehung, Natur, Verlaus rc. der Cholera ist hier eingetroffen. — Der Khedive besuchte heute die Hospitäler und Ambulanzen und schenkte jedem Kranken 40 Pfund. Die Gesammtzahl der Cholera-Todten unter den britischen Truppen beträgt nunmehr bis zum 13. August 3 Officiere und 123 Mann. Kairo, 16. August Von gestern bis heute früh 8 Uhr kamen nur 5 Cholera-Todesfälle vor. Berlin, 17. August. (Privat - Depesche). Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Zeitungsmeldung: Kardinal Howard sei am Tage nach seiner Ankunft in Kissingen vom Reichskanzler empfangen worden und habe bei demselben gespeist, für völlig aus der Luft gegriffen. Der Reichskanzler sei gesundheitlich nicht einmal in der Lage, Besuche ihm nahestehender Personen zu empfangen, geschweige politische Geschäfte zu machen oder Verhandlungen zu führen. x bei Jnspicirung des hiesigen Bataillons am 24. b. Mts. durch 'die Stadt ntajt eint Begrüßung zu Theil werden solle. Allgemein war die Ansicht, daß, wenn auch eir officieller Empfang verbeten, die Stadt ihre Freude über bte Anwesenheit des bob-tt Gastes in ihren Mauern zum Ausdruck bringen sollte und daraufhin folgende B-scdluL gefaßt: In der Bahnhofstraße soll eine Ehrenpforte errichtet und für den Fall Se Kaiser!. Hoheit cs annimmt, Höchstdemsckben ein Ehrentrunk durch Damm crebemt werden und eine Vorstellung der stS)tisch-n Bedöcdm stattfinden. D-e Schüler des Gymnasiums, Reatprogymnasiums und die städtischen Schüler werden vom Babnb^r aus Spalier bilden. * **' Rüdesheim, 15. August. Aus der Reihe von Festlichkeiten, welche sich an die Enthüllungs-Feier des „National-Denkmals" anreihen werden, heben wir besonders das Turnfest hervor, welches unsere Turngemeinde am Sonntag den 30. September veranstalten wird und zu welchem Einladungen an die gesammte Turnerschast so-ciell an die Vereine des Mittelrhein- und der benachbarten Kreise in den nächsten Taaen ergehen werden. — Die oberhalb unserer Stadt gelegene Bleiche wird zum Festolad hergerichtet und auf demselben eine geräumige Festhalle erbaut werden. Aus dem Festprogramm führen wir an: Morgens Empfang der Turner, gemeinschaftlicher Besuch des Denkmals, Preis- und Schauturnen, Concert, Gesangsoorträge, Abends Commers Preisvertheilung, Feuerwerk. — Das Wettturn m findet in vier volkstbümltchen Uebungsarten, auf Grund der mittelrheinischen Preisturnordnung, statt — Zar Durch, führung des Festes haben die Herren Gauvertreter Weber und Gauturnwart Heidecker zu Wiesbaden, sowie benachbarte Vereine ihre Mitwirkung bereitwilliast zugefagt. — Rüdesheim trifft große Vorbereitungen und ist bestrebt, seinen Gästen ein Fest iU bieten, das sich an die bedeutungsvolle nationale Feier der Denkmals-Enihülluna würdig anschließen wird. Zweifellos werden von Nah und Fern sich die Festbesucher zahlreich einfinden, um das hehre Standbild der „Germania", das Sinnbild des in Macht und Größe rofebererftanbenen Reiches, in seiner Vollendung zu schauen und an unserem herrlichen Strom, am Fuße unserer rebenumkränzten Berge einige frohe Stunden zu verleben. v Köln, 13. August. Gestern Vormittag machte Hierselbst ein Vicefeldwebel seinem Leben durch einen Schuß ein Ende. Übertriebenes Ehrgefühl hat, roieb-e „Roln. Ata" berichtet, den Mann zu der unglücklichen Thal getrieben. Vor einigen Tazen zur Nachtzeit war er in angetrunkenem Zustande auf der Straße mit mehreren Cioilisten aneinander gerathen; nach einem kurzen Wortwechsel schlug er einem seiner Gegner den Hut ein. Die That kam beim N.'gimente, als von einem Unteroffiz'ere begangen ledoch ohne Personenangabe zur Anzeige. Die Unteroffiziere wurden zur Rede gestellt' aber feiner meldete sich. Nun bezeichnete ein Nachtwächter, der Augenzeuge gewesen' den Vicefelbwebel als den Thäter. D der, der sich als tüchtiger Soldat die Achtung und Werthschätzung sowohl seiner Vorgesetzten als seiner Untergebenen erfreute nahm sich die Sache so sehr zu Herzm, daß er Hand an sich selbst legte. Die unglückl ch: That erregt in ben Kreisen, bie den Verstorbenen kannten, allgemeines Bebauern. Mannheim, 13. August. Wir lesen im „M. Tagebl.": Johannes Bungert, der famose Skuller des Mannheimer Ruderclub, ist der Löwe des Tages, denn er hat bet der Frankfurter Regatta zwei bedeutungsvolle Siege errungen: den um die Meisterschaft auf dem Mün und ben bei dem Meisterschaftsrudern für Deutschland. Bet "sterem kämpfte er, da Meixner von der Frankfurter „Germania" seines verletzten Handgelenks wegen das Rennen aufgegeben hatte, nur gegen Reinhardt von der Oberrader Rudergesellschaft und siegte mit 6 Bootslängen. Bei dem Meifterschaftsrudern für Deutschland war der gefürchtete Champion Wild Bungerts Gegner; doch ging Bungert 10 Sekunden früher durchs Zick. Der Preis für diesen Sieg muß 3 Jahre h nter- einander gewonnen werden. Heute Abend 8 Uhr wurde der Sieger Johannes Bungett in festlichem Fackelzug mit Musikbegleitung abgebolt- Kassel, 14. August. Die Passagiere des heutigen Mittags-Schnellzugs der Main-W-cker-Bahn schwebten in nicht geringer Gefahr. Die Axe des Postwagens hatte sich heiß gelaufen, was jedoch vom Zugpersonal rechtzeitig bemerkt wurde, so daß auf Station Treysa der Postwagen ausrangirt werden konnte. Durch diesen Unfall hatte der Zug eine ziemlich groß.' Verspätung. Amsterdam, 12. August. ^Weltausstellung.) Nach ben bisher in die Oeffent- lichkeit gedrungenen Details Über das Ergebniß der Preisvertheilung, dürfte Deutschland mit dem Resultat der Jury sehr zufrieden sein können. Es steht wohl fest, daß aus Deutschland annähernd so viele D plome und Medaillen kommen werden, wie auf Frankreich und Belgien. Besonders ist es die Gruppe „Musikalische Instrumente", welche hohe Anerkennung gefunden hat. Trotzdem bie anerkannt vorzüglichsten Flügel unb Pmninos von Kaps in Dresden hors concours stehen, da Herr Commerzienrath Kaps zum Preisrichter ernannt wurde, ist dem gediegenen und zahlreichen dsesbezüg- lichen Material Deutschlands doch die schmeichelhafteste Beurtheilung der Jury zu Theil geworden, was sich in einer reichen E nte von Auszeichnungen und Preisen bestätigen wird. — Aas einem kleinen Badeorte gibt ein Postbeamter.dem „Beck. Tagebl." eine Ausstellung, bte er wahrend einer Saison gefertigt unb aus ber sich für ben Leser ein vollkommenes Bild des Lebens in e nem deutschen Bade entrollt. Wir lassen d eselbt hier folgen: 1. Juni. Anfang der Saison. 20 Briese an Frau Schneider aus Berlin, Frau Mey.-r aus Berlin, Frau Weber aus Berlin u. s. w 20 Postkarten an Herrn Schneider in Berlin, Herrn Meyer in Berlin u. f. w., die alle mit den Worten: „Glücklich angekommen" anfangen. — 15. Juni. Anhaltend schlechtes Wetter. Auf reden Badegast kommen täglich 3 abgehende Briefe. Briese aus Berlin an Fran Schneider, Frau Meyer, Frau Weber u. s. w. lassen nach. — 1. Juli. Günstige Witterung. Correspondenz nimmt rapide ab, dafür mehren sitz Postkarten mit Ansichten von ben umliegenden Burgen und Vergnügungsorten. Nach der gestrigen ersten Reunion zwei postlagernde Briese, bie heute schon abgeholt wurden. — 15 Jul'. Fran Schneider, Frau Meyer u. s. w. erhalten je ein Packet mit Schmken, Cervelatwurst unb and ren Nahrungsmitteln aus Berlin, nachdem sich das Essen im Kurhaus als „ungenießbar" erwiesen hat. Der Verkehr in poftlagernben Briefen nimmt nach jedem Promenaden-Concert unb jeher Reunion zu. — 1. August. Höhepunkt ber Saison Frau Schneider, Frau Meyer u. f. w. erhalten wöchentlich kaum einen Bries. Ebens« »ehen sehr feiten Briefe an Herrn Schneider, Herrn Meyer u. s. w. ab. Die Abfertigung ber poftlagernben Briefe nimmt bie Zeit eines Beamten in Anspruch. — 15. August. Schlechtes Wetter. Großartiger Versanbt von Postkarten mit ben An- sangswoiten: „Kommen Ende der Woche. Minna soll gründlich retnmadjen.* Poff- lagernde Briefe nehmen ab, dafür wird heute bte erste Verlobungsanzeige verschickt- — 1. September. Nach einer wahren Fluth von Briefen von unb an Herrn Schneider', Herrn Meyer u. s. w. jetzt vollständige Ruhe. Ein einiger postlagernder Brief, der soeben von einem hiesigen Gymnasiasten stotternd und erröthend abgeholt wird. Enbi ber Saison. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische G e m e r n d e. GotteHdienfi: Sonntag den 19. August (13. nach Trinitatis). Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Schlosser- Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr- Naumann. Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. Am Sonntag, den 26. August, wird nach beiden Gottesdiensten die jährliche Kollekte für die Zwecke der inneren Mission erhoben werden- Die P f a r r g e s ch ä f t e in der Woche vom 19. bis 25. August bcsorgi Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 14. Sonntag nach Pfingsten- Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austhetlung der h- Commumon- V2IO Uhr: Hochamt unb Predigt. 2 Uhr: Sakramentalische Andacht- Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 645 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr. Samstag Abend 8 Uhr. If.«’1 IB K1;»? des Bet LwfnK Meutert llr' MMte • w den 16 M___ 8* Zi das > yWArW Wg vollzogt Siegti MöK Ur Meih hat tlMaxl 2) Fried 3) Gusta feiiiüprocura l-chilt. Id iit Zeichnun j llch Max Gi I Wng mit e I -Men Perso t Wen, den Großh. Ai W Lai Lrck Maljenb' til M ( ß^enborn »ergeben n Jie Singebott Mtspjetbe 1 stift Srans !#Vit) pre Offerte Äte. M 6 Weiten, Nm, ben Sormitt ***«, b( 5325 ®' t^rnnj xn „ f4 Netnngei 'S« «erbe Mta8 iti: sH 81 Jtaben, ! Mrntlg von 84 "VN 37^1 Prof NN v Griechische Weine ä Neustadt. 5557 Bezirks-Bauaufseher. Inhalt Mark Liter incl. werden angenommen. An- 5457 Bopp. Marktstraße. 5030 3903 5536 Ein kräftiges, gutes 30 20 10 7.- 5 — 3.— 1.90 2 — 1.80 2.20 1.70 1.90 2.20 2 — 2.20 2.20 2.20 2.40 5337 mit Emballage, zum Füllen von w Nr. •n r T) » Fl. T> » T) 7) T) » n 7) Samenkuchen frisch eingetroffen. nebst Wagen und Pferdegeschirr steht zu verkaufen bei Bauunternehmer H-oen, Westanlage 16. Wafferwärme der Lahn. Am 17. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 14° R., Luftwärme 4- 14° R. L. Chr. Rübsamcn. Aeikgevotenes. 5553 Den Herren Landwirthen empfehle ich unter Garantie meine W anzleber Kübencultur-Pflüge von 2 bis 22" Tiefgang in verschiedenen Dimensionen, mit und ohne Führer gehend, vielfach praktisch verbessert, wegen ihrer Einfachheit billige Reparatur. Ferner 3- und 4schaarige Schaalpftuge mit Stahlstreichblech und Ltahlschaar, stark gebaut. E* Kagelmann, Kl. Wanzleben. Akchlcn Weinessig zum Einmachen, seit Jahren bewährt, empstehlt 5309 Emil Fischbach. Montag den 20. d. Mts.- Vormittags IOV2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause die bei Ausführung der Drainage in den Fluren XII und XIII der hiesigen Gemarkung vorkommenden Arbeiten und Lieferungen wenigstnehmend ver- accordirt werden, nämlich: Die Anfertigung von 25274 lfd. Meter Graben, Die Lieferung von 1300 Holzpflöcken, Desgl. von 84900 Stück Thonröhren von 37—150 Mmtr. Lichtweite, wovon Proberöhren jeden Kalibers längstens im Versteigerungstermin vorzulegen sind, Die Anfuhr der Röhren im Gewicht von 3068 Ctr. Bellersheim, den 10. August 1883. Großh. Bürgermeisterei Bellersheim. WenrePs (harten. Nächsten Samstag den 18. August, Vormittags 10 Uhr, laste ich eine größere Parthie gut erhaltener Stühle, Tische und WirthfchastS - Uten filien gegen Baarzahlung meistbietend versteigern. 5545 Wilhelm Wenzel. Bekanntmachung. In das Firmenregister des unterzeichneten Gerichts wurde heute folgender Eintrag vollzogen: Herr Siegmund Heichelheim, Inhaber der Firma A. H e t ch e l h e i m in Gießen, hat den Herren 1) Max Guggenheim 2) Friedrich Röse 3) Gustav Müller in Gießen Collectivprocura am heutigen Tage ertheilt. Die Zeichnung der Firma geschieht durch Max Guggenheim in Verbindung mit einem der beiden letztgenannten Personen. Gießen, den 9. August 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. I. V.: 5558 Langsdorfs. Submission. Das Walzender neuerbautenStraßen- strecke von Garbenteich nach Watzenborn soll im Submissions- iveg vergeben werden. Die Angebote müssen sich auf pro 1 Paar Pferde bei 8stündiger Arbeitszeit nebst Transport der Walze (excl. Mterzeit) pro Tag beziehen und sind die Offerten längstens bis zum 20. ds. Mts. bei dem Unterzeichneten einzureichen. Gießen, den 15. August 1883. Seuling, NtMLa Jl« Ws ireren n feiner W b-z-ii; ur 9ltbe idat dir Uh -brnrii trfttE lbst legte. h en, allgiM zeS, benn ttfe l um dir AH »mtschlm v. I vrrlrtzlrilM n der Orö schchSiMjl o^fllng N 3 WU -SchnellHIl dis kt würbe, iw rch diistll IK er in dir L'- büriie ht wohl M werden fcS -e Wd CoMiNND reichen b'i^' ,ng der ZM lgen unbr Für Arbeiter Fertige Hosen, Hemden und Kittel in großer Auswahl und bester Arbeit empfiehlt zu sehr billigen Preisen Werd. Drehes, Leere Demyohns M. 2, JA. 1,50 und Jt. 1 wieder Jl”tW en t>n N. HW d'Nndilb^ schau-Ndj' '6e ktnig! 4934 (vorm G. C. Spruck). Alle Sorten Farben, trocken und auf das Feinste in Oel gerieben, wie überhaupt alle zum streichen rc. erforderlichen Artikel kauft man gut und billig bet 3709 fr'r. Seibel^ 5k| Ni 6, «t Mu® K *.?*» na,iilen sS WitterungSknnde.') Samstag. Frühmorgens hell bis dunstig, mit steigender Sonne . «2™, Lnn ouf Mittag zu schleierig 6:8 wolkig, Nachmittags ausgebessert dis Meheiieri, Allgemeinen angenehmer, besonders Nachmittags. M Abe" . Morgens und spätnachmittags heiter, Mittags und einige .(»„»mlttaaV wolkig bis drohend, Im Allgemeinen besonders srühmorgens und K^L g-bis Abends noch ziemlich heiter und angenehm, wenn auch di- Tem- snatur srühmorgenS etwas niedrig ist. ----or L- Overzier's Wetter-Prognose für den Monat August, Klotten am '20. Juli tVerlag der M. L-ngs-td'sch-n Buchhandlung m Köln, S 1Jw - Nachdruck verboten. #it*(f«K W>dä«u>. Mit dem 1. Oktober ds- Js treten von tem Bundesrath beschlossene Aenderungen dcs S 57 des Betriebs-Reglements für bte Eisenbahnen Deutschlands hinsichtlich der Lieferungsfristen in Kraft Das Nähere ist aus dem bereits er- slbiencnen Nachtrag H 311m Deutschen ßjscnbahn-Gütertarif, Thell I, er,ichtlich. Auch geben unsere sämmtlichen Expeditionen die gewünschte Auskunft hierüber. Gießen, den 16. August 1883. §562 Großh Direktion. Frankfurt a. 17. August, Nachmittag« 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 253%, Staatsbahnactien 273%, Galizier 255, Lombarden 131%, Nord- weftbahnactien 173, Gotthardbahnactten 111%, Darmstädter - Bankacttm 157%, Disconto Commandit 197%, Oesterr. Silberrente 68, 4% Ungar. Goldrente 75%, 40/0 1880er Russen 73%6, 5% 1877r Russen 92%, 2. Orient-Anleihe 57%, 4% Spanier -, 5% Rumänische Rente 93%, 4% Unific. Egvvter 71«/lß, 5% Türken —, Marienburger —, Hess. Ludwitztzbahnact. —. Tendenz: schwach. Frische Palmkuchen mit Gehalt von 15-18% Protein und 9-10% Fett. Frische Äesamkuchen mit garantirtem Gehalt von 50 % Protein und Fett. Beides in bester Qualität empfiehlt billigst Cwrl Petrie vorm. G. CH. Spruck. Kleider- und Hemden-Knöpfe in. schönn^ Auswahl, 3M «»M. 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Seibel. ____________3708 payierstnhh Rosetten, Medaillons, Gesimse, Stäbe rc., in allen Größen und Ausführungen empfiehlt Heinrich Hochstätten, Tapetenhandlung, Schloßgaste. Meinen billigen KAFFEE insbesondere einen vorzüglich gut und kräftig schmeckenden Java, X 1.—, bei größerer Entnahme billiger, bringe in empfehlende Ermnerung. « Chr- Wallenfels. ^Montag »tu 20. -Augull, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe der Nikolaus Wendel Erben freiwillig versteigert werden: Flur 1/345, 88 Mtr. Hofraithe in der Caplansaasse, „ 1/342, 19 Mtr- Hosraum mit Stall daselbst, 1/343, 19 Mtr. Einfahrt, 1/344, 44 Mtr. Hofraithe daselbst. Gießen, den 6. August 1883. Großherzogliches Ortsgericht. .5 326 I. 21.: Müller. »4, für ben 3ir Mm’;1; neibtr iHu Karten fl® r1 nit den ittS wy. Berlin ■3111 s «r 918*5 -15 N n, Sitlj’11; int Sl'K ab. ten di'1 K Ls»" Carl Schwaabs Delicalessenhandlnug A empfiehlt Win Etnmachen den durch ferne Haltbarkert so beliebt gewordenen A. feinsten Doppel Essig in Demyohns (Korbflaschen) Prima neue Holland. Vvllharinqe per Stück 8 empfiehlt 5255 Carl Fe tri (vorm. G. C Spruck). Ein Sflmt* mit Bäckerei unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. 2102 Zu erfragen bei der Exped. ds. Bl. Zwei starke Zugpferde nebst zwei gut erhaltenen zweispänmgen Wagen stehen zu verkaufen bei o547 Gebr. Valentin auf der Hardt b- Gießen. l’nene holl.VoHhäringe ä Stück 6 empfiehlt gerb. Drebes, 5556 Neustadt. Eingemachte Gurken (Salz- und Essig-) in allen Packungen von o „Schock- bis 30 Schock-Fatz (Schock 60 Stuck), Eingemachte Schnitt BLZHnen in allen Packungen empfiehlt 0454 Louis Scharmann ;r. MsbälgHidHubös zu verkaufen- n. , f , 5479 I. Rothenberger, Lindenplatz._ 3592 Ein Haus mit schönem Laden, inmitten der Stadt gelegen, ist zu. ver- kaufen durch 3- B litz. "Incarnal-Kleefamen empfiehlt in bester und frischer Waare Wilhelm Seibert) 5564 gestern Morgen plötzlich verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Wittwe Wagner und Geschwister. Eduard Aldag. Gießen, den 16. August 1883. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß unsere unvergeßliche Tochter, Schwester und Braut Marie Wagner Pöschel s Bierhalle Samstag den 18 August (bei günstiger Witteruiw)- /N Grosses Abend-Goncerl n ausgeführt von der hiesigen Regimentsmusik. 55J ? V Anfang nähere Auskunst ertheilt wird, zu richte: - Wermietstungen. 5561 Möbl. Zimmer, auf Wunsch mit Pianino. Bahnhofstr. 50, Mansarde. 5543 Ein Logis im Hinterhaus zu vermiethen. ____ Martin Lenz. 5369 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.______Ludwigsplatz 4. Im „Schützenhof" ist zum 10. Novbr. er. oder früher eine kleine Wohnung zu vermiethen. Näheres beim Restaurateur, Hrn. Schneider, daselbst._______ 5532 3098 Kleines Logis zu vermiethen. ___________2l. Hoß, Schützenstraße_l 1. ZwW qnre m-stL» yunj 1 »»<* -gtzrqnx msvviN Ms 5420 Ein Familienlogis zu vermiethen. _________________Grüubergerstraße 38. 3728 Der 2. Stock ist zu vermietben. _________________________Alicenstraße 28. 4304 Mittelgr. Logis mit schönem Garten bald od. später zu vermiethen. Steinstr. 55. 5349 Möblirte Zimmer auf Wochen und Monat? zu vermiethen. ______________________Gartenstraße 29.__ 5497 Ein kleines Familienlogis im Hinterhause zu vermiethen. ________L. Hellmoldt, Schillerstraße. 5370 Zwei ineinandergehende, schön möblirte Zimmer sind zusammen oder ge- trennt zu vermiethen. __Seltersweg 22. 4649 Im unteren Stock meines Hauses eine Wohnung von 4—6 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. ________________Briet, Rechtsanwalt. 2378 Ein Haus (Frankfurterstr. 40) 2stöckig (6 Zimmer, Corridor re-), mit Garten, großem Hof, Bleichplatz an eine oder zwei stille Familien zu vermiethen. ________Carl Wenzel. 5387 Ein freundliches Familienlogis von 3 bis 4 Zimmern, nach der Straße gehend, ist zu vermiethen. Marktstraße 32. 5062 Neuen-Bäue 27 (Wode' scher Garten) ist der 1. Stock zu vermiethen und sofort zu beziehen. Näheres Löberstrnße 3. 5515 Eine tüchtige Frau sucht Beschäftigung. Zu erfragen Sandgasse 23. 5419 Ein gesetztes, tüchtiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen per 1. September gesucht. Wo? sagt die Exped- ds. Bl.__________ 5521 Wer ertheilt Unterricht in Latein und Griechisch für Prima? Adressen unter w. höflichst in die Ex- pedition ds. Bl. erbeten._________ 5527 Ein junger, tüchtiger Elfenbeinschnitzer, auf Blumen gut geübt, findet bei lohnender Accord - Arbeit dauernde Beschäftigung bei Justinian Gerhardt, in Offenbach a. M., Biebererftraße 38. 10000 Ulli. •« Näheres bei der Exped. ds. Bl- 5520 5566 Unterricht in Mathematik gesucht. Auskunft ertheilt die Exped. ds. Bl. Für Kleider - Garnituren empfehle Sammet am Stück, Sammetband in allen Qualitäten zu sehr billigen Preisen. 5559 _____1. Eangmann. ,5563 Ein Acker Hafer zu verkaufen. Näheres bei Carl Hoffmann. Prima neue holl. Vollhüringc per Stück 6