1883 Mittwoch den 18. April Str. S8 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. der bis der °l>!>. .7 7Ä, Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. njchen. MM Heizer, :atinen besorg Eintritt gesucht, jptb- b§. Äl. jede weitere Auskunft ertheilt. Fried elh aus en, am 10. April 1883. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen: Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. Politische Ueberfkcht. Gießen, 17. April. Der schleppende Gang der Reichstags-Verhandlungen über die Novelle zur Gewerbeordnung hat das Interesse an diesem wichtigen Gegenstände naturgemäß abgeschwächt und es kann daher nur mit Genugthuung con- ftatirt werden, daß die Verhandlungen in den letzten Tagen ein rascheres Tempo angenommen haben. Freilich muß man auch bedenken, daß hierbei eine ganze Menge von Detailfragen zu berathen ist und daß deren Erörterung nicht ohne Weiteres über's Kniee gebrochen werden kann. In der Samstags-Sitzung des Reichstags kam eine karserltche Botschaft zur Verlesung, welche wir an anderer Stelle in vollem Wortlaut nachtragen. Am Montag ist auch das preußische Abgeordnetenhaus wieder zusammengetreten und somit erwächst dem Reichstage auf's Neue eine bedenkliche Concurrenz. Es sind schon die verschiedensten Vorschläge gemacht worden, um den Uebelständen, welche sich aus dem Nebeneinandertagen von Reichstag und Abgeordnetenhaus ergeben, abzuhelfen, aber jeder derartige Vor- ichlag hat stch bis jetzt als praktisch undurchführbar erwiesen. Jedenfalls werden hierdurch die Verhandlungen des Reichstages über die soeialpolitischen Gesetzentwürfe rnFrage gestellt und wenn es wirklich in der Absicht der Regierung liegt, die Sitzungen des Reichstages nach Erledigung der dringendsten Vorlagen bis zum Herbst zu suspendiren, so erscheint hiermit die Beschlußfassung über die soeialpolitischen Gesetzentwürfe wiederum bis in's Ungewisse verschoben. Die Gerüchte über die neue kirchenpolitische Vorlage, welche dem preußischen Landtage gemacht werden soll, wollen nicht verstummen, obwohl denselben von unterrichteter Seite auf das Bestimmteste widersprochen wird. Jedenfalls wird man dieselben am Besten als einen Fühler aufzufassen haben, inwieweit die Stimmung in Centrumskreisen der angeblichen Vorlage günstig ist. Was die letztere selbst anbelangt, so soll dieselbe hauptsächlich die Aufhebung der maigesetzlichen Bestimmungen in Betreff des Messelesens und Sacramentspendens bezwecken. Die Ergreifung Spanga's, des vermuthlichen Mörders Mailath's, des judex curiae Ungarns, ist der ungarischen Polizei nach mancherlei merkwürdigen Zwischenfällen gelungen. Die Mittheilungen über das Ergebniß des mit Spanga angestellten Verhöres lauten widersprechend, nach einer Version soll er bereits Alles gestanden haben, nach einer andern soll ec entschieden in Abrede stellen, bei der Ermordung Mailath's beteiligt gewesen zu sein. Vorläufig befindet sich Spanga, im Preßburger Landes-Hospitale und wird seine Uebersührung nach Pesth erfolgen, sobald er transportfähig geworden ist. Die anläßlich der Affaire Thibaudin-Galliffet im französischen Ministerium hervorgetretenen Widersprüche haben sich jetzt auch nach einer andern Richtung hin geltend gemacht. Cazot, der Justrzminister im Cabinet Gambetta, ist zum ersten Präsidenten des Pariser Cassationshoses ernannt worden, wogegen einige Mitglieder des, Cabinets Ferry Widerspruch erhoben. Der Posten hat einen wesentlich politischen Charakter und sein Inhaber vermag einen nicht unerheblichen Einfluß namentlich in Beamtenkreisen auszuüben. Cazot gilt als ein entschiedener Anhänger der gegenwärtigen französischen Regierung und seine Ernennung ist daher lediglich durch politische Rücksichten dictirt worden. Wie schon erwähnt, haben aber verschiedene Minister aus persönlichen Gründen der Ernennung Cazot's zum Präsidenten des Cassationshoses entschieden widersprochen und bem Conseil-Präsidenten Fern) soll es 8s- c§ Sunn^ @te^üWebe§r aufurireibenbe1 e?n’ und zweficihrige Fohlen sind 30 M. an Weidegeld zu zahlen, welches zur Hälfte beim Eintrieb, zur anderen Halste aber Ende %nn! d I portofrei an den Erheber zn zahlen ist. Der Besitzer ist verpflichtet, vor Einbringen des Fohlens einen Gesundhertssthem vorzulegen, von der Bürgermestterei ausgestellt werden kann. Die Verwaltung der Fohlenweide aber behält sich vor, auf Kosten des ^b^^mers Fohlen auch vom Kreisveterinärarzt zu Grimberg untersuchen zu lassen, wenn sich ein Anstand ergiebt. Derselbe wird auch dre Behandlung erkrankender Fohlen aus Kosten des Besitzers übernehmen, ohne Anrechnung von Transportkosten. Die Anstalt übernimmt die möglichst sorgfältige Pflege der ihranvertrauten Wen, jetaJ keine Garantie für Nachtheile und Zufälligkeiten, die ohne ihr Verschulden emtreten. Wird die bedungene Zahlung mcht rechtzeitig gelerD^teht der Ver waltung der Anstalt das Recht des Verkaufs der Thiere im Wege der öffentlichen Versteigerung zm - Hengstfohlen odersolchedie' übrigen Fohlen wirken, werden entweder gar nicht angenommen oder zurückgeschickt. Jedes emzubringende Zohlen niuß mit einer (laden Seberl)alTter unb ne versehen sein, welchem beiden auf Kosten der Eigenthümer Nnmmern angehestet werden können Die Weidez»t endet mit bem Sevtember Anmeldungen sind alsbald an den Vorsitzenden der Vetwaltimas-Connmssion, Herrn Baurath Dr. Diefseubach zu Grimberg, zu richten, der auch -— rt*'. i Ml- 6nun9611 J hiW, .ff-’*"*" des Gutpassens in Ht, Neuenweg. _ ,-nUlter von M-eiligung an . ds. Bl.__, irsche für 'inm der Mb. ds-Bi. eil* -[ 3 P Prospect »» Ä in dem eigens bezüglich dieser Angelegenheit abgehaltenen Mimsterrath nur mit großer Mühe gelungen sein, die Ernennung Cazot's durchzusetzem — In Marseille 'st ein großer Arbeiterstrike ausgebrochen; über 20,000 Personen gaben die Arbeit eingestellt und ist diese Sache bei den vielen radikalen Elementen, welche die Bevölkerung von Marseille in sich birgt, sehr bedenklich', doch sind bis ictzt noch keinerlei Ausschreitungen gemeldet worden. In dem Dubliner Processe gegen die der Ermordung des Lord Cavendish und Sir Thomas Bourke's Angeklagten ist bereits gegen einen derselben auf Schuldig erkannt worden. Es ist dies ein gewisser Brady der überführt worden ist, Staatssecretär Bourke ermordet zu haben und in Folge dessen zum Tode verurtheilt wurde. Der Anwalt des Attentäters gab sich alle Mühe, feinen Clienten zu retten und bemäkelte besonders die Aussagen des Kronzeugen Carey, aber die Schuld Brady's lag zu klar zu -r.age, als daß seine Freisprechung hätte erfolgen können. Auch in Birmingham ici)tDebt ein Proceß gegen einige in den letzten Tagen verhaftete Individuell, welche dem irisch-seuischeu Verschwörerbunde angehören. — Die „Daily News" meint bezüglich der deutsch-österreichisch-italienischen Tripel-Allianz, daß hierin _nur insofern eine Gefahr liege, als hierdurch Oesterreich ermuthigt werde, seine Autorität auf der Balkauhalbinsel auszudehnen. Die Vorbereitungen zur Moskauer Krönungsferer nähern sich numnehr ihrem Abschluß. Am vergangenen Donnerstag sind tu Der alten Czarenstadt die Krönungs-Insignien eingetroffen und in feierlichem Aufzuge nach dem Tbronsaale im Kreml übergeführt worden. Die Insignien bestehen aus der kleinen und der großen Kette des Andreas-Ordens, dem Reichsapfel, dem L-ceptei, bet Krone der Kaiserin und der großen Krone des Kaisers, lieber den Kro- nungstag selbst liegen aber bis zur Stunde noch immer ferne genauen Mttthei- lungen vor, wenn man auch beit 27. Mai vorzugsweise als den KronungstW bezeichnen hört. Indessen befindet sich bereits das Manifest, welches der russischen Nation Kunde von diesem festlichen Erelgmß geben soll, in bet Druckerei und somit kann man auch der officiellen Bekanntmachung des Kronmigsternuns wohl in allernächster Zeit entgegensehen. nrnsmÄrHnm Die Rede, welche der italienische Minister des Auswärtigen, Mancini, letzten Mittwoch im Senate über die vonl ihm eingechlageni Polit k eingeschlagen hat, enthält bezüglich des Beitrittes Jtaliew.-zum daE-ster reichischeu Büudniß nichts Neues. Der Minister versichert sich I ' b . dies bereits die offieiösen Wiener und Berliner Prebstlmm n g 6ur'cfmll das Einverständniß zwischen Oesterreich, Italien und DeEland durchaus friedliche Tendenzen verfolge. Aufsehen erregend stn abaal^ und -war der Minister bezüglich der Beziehungen Italiens Zu F ) 3 ' weiteren insofern, als Mancini mit dürren Worten erklärte daß I aUen etn t wette en 9^>rnröüeruun ^raukreicks am Mrttelmeere ntcht ruhtg zufeyen n)eroi xJie]i schnupft und das , Journal des Döbats" verwahrt sich darum lebhaft dagegen, “ SÄ ........... .« MSSSL den soll laut welcher die Dauer der englischen Oceupatron auf 5 Jahre festge- stellt werden dürfte. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Betreffend: Die Ferien in den Volksschulen am Schluffe des Schuljahrs. , Gie.ßen, am 14. April 1883. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir benachrichtigen Sie, daß rubr. Ferien in der Woche vorn 29. April bis 5. Mai zu ertheilen sind und die Schule irn neuen Schuljahr mit dem 7. Mai beginnt. Sie wollen den Lehrern hiervon Kenntniß geben. I>. V o e k m anm____________________________,_________________________ 'Betreffend: Die Fohlenweide für die Provinz Oberhessen bei der Station Miicke der Gießen-Fuldaer Eisenbahn. Bekanntmachung. Die aus Mitteln des landw. Vereins von Oberhessen sowie des Landes-Pserdezncht-Vereins ins Leben gerufene Fohlenweide bei der Station Mucke üBttreattt Schulstraße 7. .............. gggggggg SjSwRmfe Ltzzi» ÄSgr Ett-sZimmr bm Merkt, ^Markt 6. ö.^üt zu ver: 3orb Wwe. ^binct' LLacheld aielbkn. ^hnstraße 11. 3immer n. Lchulstraße 9^ WrGMW ^uses, 5 Zimmer antheil, ist per oermietheli. schor Eckstein. öhnüng^Zm- zu vermieden, ^eltersweg. zu vermiethen. cer, NeußM. wer momtmetze per 15. Mai an errniethm. r und Tavezier, c_33._ Stock in meinem .mmer mit allem heil) ist zu vev chbar. Frankfurterstr- aer zu vermieden, mhnhofstraße 6. ter zu vermiethen :oniienstraße ö. taden | llarl Wenzel. Deutschland. Berlin, 14- April. Die heute im Reichstag verlesene kaiserliche Botschaft hat -folgenden Wortlaut: t t _ .. 2 m r Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden deutscher Kaiser, König von Preußen u. s. w., thun kund und fügen hiermit zu wissen: Wir haben es jederzeit als eine der ersten von Uns als Kaiser übernommenen Pflichten erkannt, der Lage der arbeitenden Klassen im ganzen Reiche dieselbe Fürsorge und Pflege zuzuwenden, welche Wir in Preußen zur Fortbildung der von Unserem in Gott ruhenden Vater im Anfänge dieses Jahrhunderts begründeten Reform zu bethättgen suchten- Schon beim Erlaß des Soctalisten- gesetzes haben Wir Unserer Ueberzeugung dahin Ausdruck gegeben, daß die Gesetzgebung sich nicht aus polizeiliche und abwehrende Maßregeln beschränken darf, sondern suchen muß, zur Heilung oder doch zur Milderung des durch Strafgesetze bekämpften Uebels Reformen einzuführen, welche dem Wohle der Arbeiter förderlich, die Lage derselben zu bessern, zu fördern und zu sichern geeignet sind. Wir haben dieser Unserer Botschaft vom 17. November 1881 Ausdruck gegeben und Uns gefreut, als einen ersten Erfolg in dieser Richtung in Unserem Königreiche Preußen wenigstens b e beiden ersten Stufen der Klassensteuerpfltchttgen befreien zu können- Dankbar für die etnmüthige Unterstützung Unserer hohen Verbündeten, dankbar für die hingevende Arbeit Unserer Behörden, sehen Wir auch auf dem Gebiete der Reichsgesetzgebung den Anfang des Reformwerkes so wett gediehen, daß dem Reichstage zu Anfang der Session der Ent wurf eines Unfall-Versicoerungsgesetzes in einer mit Rücksicht auf die frühere umgearbeitete Fassung vorgelegt und ergänzt werden konnte durch einen Gesetzentwurf zur Organisation des Krankenkassenwesens. Seitdem haben Wir, den Verhandlungen dcö Reichstags über diese Vorlagen mit besonderer Aufmerksamkeit folgend und zu jeder möglichen Erleichterung derselben gern bie Hand bietend, an dem Wunsche und der Hoffnung festgehalten, daß diese Session des Reichstages nicht zu Ende gehen werde, ohne daß jene Vorlagen und Gesetze in einer die Sanctton ermöglichenden Gestalt zur Annahme gelange. Wir haben auch mit Anerkennung und Befriedigung gesehen, wie die ernste Arbeit des Reichstags die Berathung des Krankenkassengesctzes bereits so weit gefördert hat, daß in Bezug hierauf die Erfüllung Unserer Erwartung kaum mehr zweifelhaft erscheint. Mit Sorge aber erfüllt es Uns, daß d>e prtncipiell wichtigere Vorlage des Unfallversicherungsgesetzes noch so sehr im Rückstände ist und daß daher auf deren Durchberathung nicht mit gleicher Sicherheit gerechnet werden kann. Bliebe diese Vorlage jetzt unerledigt, so würde auch die Hoffnung, daß in der nächsten Session die wetteren Vorlagen, betreffend bie Alters- unb Jnvaliden-Versorgung, dmchberaihen würben, völlig schwinden, wenn die Berathung des Reichshaushaltsetats für 1884/85 noch die Kraft des Reichstages während der Wintersaison in Anspruch nähme. Wir haben deßhalb für geboten erachtet, die Zustimmung der verbündeten Regierungen da- btn zu beantragen, daß der Entwurf des Reichshaushaltsetats dem Reichstage jetzt von Neuem zur Beschlußnahme vorgelegt wird. Wenn dann die Vorlage über die Unfallversicherung in der laufenden Frühjahrssession vom Reichstag- nicht mehr berathen und festgestellt wird, dann wird durch vorgängige Berathung des Reichshaushaltsetats wenigstens für die Wintersession die Freiheit gewonnen werden, welche erforderlich ist, um die socialen Reformen auf wirthfchaftltchem Gebiete zu fördern- Die Zeck ist eine lange für die Empfindung, mit welcher Wir in Unserem Lebensalter auf die Erfüllung der Aufgaben blicken, welche zu lösen sind, ehe die in der Botschaft ausgesprochenen Gedanken eine praktische Bethätigung soweit erhalten, daß sie volles Verständniß und volles Vertrauen finden. Unsere kaiserlichen Pflichten aber fordern Uns auf, kein Mittel zu versäumen, um für die Besserung der Lage der Arbeiter und für die Erhaltung des Friedens unter ben Klassen der Bevölkerung, so lange Gott Uns Frist gibt, zu wirken. Darum wollen Wir dem Reichstag durch Unsere Botschaft von Neuem und unter Anrufung seiner bewährten und treuen Anhänglichkeit die baldige Erledigung der vorbezeichneten Aufgaben dringend an's Herz legen. Gegeben Berlin, den 14. April 1883- (gez.) Wilhelm. (gegengez.) v. Bismarck. Berlin, 14. April- Wie man den „B- P- N." aus Southampton mittheilt, wurden daselbst am 10. d. M- die beiden Dampfer „Diogenes" und „Sokrates", welche seit December v. I. in dem dortigen Hafen liegen, von den englischen „Blaujacken" besetzt. Es dürfte noch erinnerlich sein, daß die Schiffe voriges Jahr in Kiel gebaut wurden und daß die deutsche Reichsregierung allen Anlaß zu der Vermuthung hatte, daß dieselben in dem chilenisch-peruanischen Kriege Verwendung finden sollten. Sie wurden in Folge dessen nut Beschlag belegt und tn Kiel festgehalten, bis Garantie gegeben war, daß sie nach einem englischen Hafen gehen würden. Bede Schiffe sind nunmehr in den Besitz der englischen Admiralität übergegangen. Arari ürerch. Paris. 15. April. Die legüunisüschen Blätter „Union" und „Gazette de France" erklären die über den Gesundheitszustand des Grasen Chambord umgehenden ungünstigen Gerüchte für unbegründet, Gras Chambord sei durch eine Verstauchung genöthigt gewesen, einige Zeit lang das Zimmer zu hüten, befinde sich aber schon seit 8 Tagen wieder vollständig wohl, empfange zahlreiche Besuche und werde demnächst von Gorische, wo er sich jetzt aufhalte, nach Frohsdorff zurückkehren. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenr-Bureau. Berlin, 16. April. Der Kaiser ist Abends 8 Uhr 15 Mm. aus Schwerin zurückgekehrt. — Bei dem Abbruch des ehemaligen Stadttheaters stürzte Abends eine Mauer ein, wodurch 7 Arbeiter verschüttet wurden, von denen einer todt blieb. Berlin, 16. April. Das Abgeordnetenhaus berieth heute bte Petitionen gegen die Vivisection. Die Unterrichtskommtssion beantragte Uebergang zur Tagesordnung, Jansen Ueberweisung an die Regierung, Minnigerode, die Regierung solle die Frage der Unentbehrlichkeit der Vivisectwn und Maßregeln gegen die M-ßbräuche tn Erwägung ziehen. Der Cultuswtnister bestreitet die Mißbräuche und weift auf die großen Vortheile der Vivisection für die medicinische Wissenschaft hin. Reichensperger (Köln) und Windthorst beförworten den Antrag Jansen, Huyssen und Langerhans ben Antrag der Commission- Das Haus nahm den Antrag Minnigerode an. — Morgen: Die Secundärbahnvorlage und die Kölner Bahnhofsvorlage. — Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt, Madrider Nachrichten ließen annehmen, daß nur der Finanzminifter Gegner des Abschlusses der Handelsvertrags-Verhandlungen sei; die Gegnerschaft dieses wichtigsten Ressorts dürfte aber entscheidend und um so schwerer zu überwinden sein, da sie mehr auf politischen als auf wirthschaftlichen Grundsätzen beruhen solle — trotz der unablässigen Bemühungen der beiderseitigen Diplomatie werde kaum Aussicht auf das Zustandekommen des Handelsvertrages Übrig bleiben. — An einer anderen Stelle bespricht dieselbe Zeitung mehrere gegen Deutschland gerichtete Artikel des spanischen ofsiciösen Journals „Iberia" und fragt, was das Blatt mit diesen Hetzereien bezwecke. Sind sie nur Ausbruch der Verstimmung der internationalen Freihandelspartei? Oder wollte die spanische Finanzverwaltnng von Hause aus keinen Vertrag zu Stande kommen lassen? Der beste Wille Deutschlands, auf Grund einer freundschaftlichen Verständigung einen für Spanien und Deutschland nützlichen Vertrag zu Stande zu bringen, wäre dann allerdings machtlos. Karlsruhe, 16. April. Anläßlich des Ablebens des Großherzogs von Mecklenburg legt der Hof aus 3 Wochen Trauer an. Lemberg, 16. April. In Jarorow widersetzte sich die Bevölkerung den behördlichen Vorbereitungen zur Cultivirung der Flugsandsgründe urb machte einen Angriff auf die herbeigezogenen Ulanen mit Stangen und Pfählen. Das Militär wandte nur die flache Klinge an. Zehn Personen wurden verwundet. Die Rädelsführer sind verhaftet. Kopenhagen, 16. April. Im Landsthing wurde heute eine Adresse an den c^"?ebrachr tn welcher, im Gegensatz zu der vom Folkething beschlossenen Adresse, ausgeführt wird, daß das Ministerium keinerlei Schuld an dem Stagniren in der Gesetzgebung trage. Die Gesctzvorlagen würden dann am Besten gefördert werden, wenn sie nur nach ihrem Inhalte geprüft und berathen würden und wenn man sich dabei nicht einm sche in bte Rechte bes Kömgs, fick seine Minister zu wählen. Die Adresse schließt mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß der König wie bisher auch ferner durch diejenigen Minister, denen er sein Vertrauen schenke, die grundgesetzliche Ordnung in jeder Beziehung aufrecht zu erhalten w'ssen werde. Marseille, 16. April. Der Strike der Hafenarbeiter dauert fort. Die heutige Versammlung 2000 Sinkender verlief resultatlos. London, 16. April. Nach dem Hof-Journal machen sich bei dem Leiden, das sich die Königin vor einiger Zeit durch eine Verstauchung des Kniees zugezogen hat, zwar einige Anzeichen der Besserung bemerkbar, gleichwohl werde die Heilung nur langsam vorwärts schreiten und werde die Königin noch eine Zeit lang des Gehens sich enthalten müssen. — Der in Glasgow verhaftete Vernarb Gallagher erschien heute vor dem hiesigen Polizeigericht unter der Anschuldigung, Sprengstoffe zu unerlaubten Zwecken besessen zu haben. Die Verhandlung wurde auf nächsten Donnerstag vertagt. Dublin, 16. April. Heber eine neue Verschwörung zum Mord, die in der Grafschaft Clare organisirt war, sind durch einen Zwangsarbeits- Sträfling, Namens Tubridy, Enthüllungen gemacht worden, es wurden in Folge dessen mehrere Verhaftungen vorgenommen. — In dem Proceß wegen des Mordes im Phönix-Parke ist einer der Verhafteten, James Müllet, zum Angeber geworden. — Heute begann der Proceß gegen Curley, welcher der Theitnahme an der Ermordung Vourke's angeklagt ist. Fünfzig Dubliner Bürger, welche zur Wahl als Geschworene geladen, aber nicht erschienen waren, wurden zu einer Geldstrafe von je 100 Pfd. Sterl. verurtheitt. — (Proceß Curley). Der Staatsanwalt erklärte Curley als einen Führer der Bande der „Unüberwindlichen", derselbe hätte Brady (welch' Letzterer bereits zum Tode verurtheitt worden ist) und Andere im Phönix-Parke begleitet und den Mördern Lord Cavendish's und Mr. Bourke's Instructionen ertheilt. Der Denunciant Carey wiederholte seine früheren Aussagen und erklärte, die Unüberwindlichen hätten 22 Mal die Ermordung Mr. Forster's, des früheren Staatssecretärs für Irland, geplant, und gab schließlich einige Details anderer Pläne, welche die Ermordung verschiedener Beamten bezwecken sollten. Madrid, 16. April. Der ministeriellen „Correspondenz" zufolge erfolgte auf die letzte Note der deutschen Regierung bezüglich des Handelsvertrags eine eingehende Antwort. Petersburg, 16. April. Von Semtretschensk gehen bret Deputationen einheimischer Ktrghtsen, Taranlschen unb Dunganen zur Krönung nach Moskau und Überreichen dem Kaiser unb ber Kaiserin eine werthvolle Schüssel unb Salzfaß. Zur Krönung erscheinen in Moskau auch Deputationen aus dem Kaukasus unb Transkaukasien, sowie Kirghisen aus ben Gebieten Turgai, Ural, Semipalatinsk und Akmolivsk. Odessa, 16. April. In bem politischen Processe gegen bie Theilnehmer bes sübrussischen Arbeiterbundes, besten gerichtliche Verfolgung durch General Strelnikoff zur Ermorbung bes Generals durch bie Socialisten geführt hatte, sind bret Angeklagte zu lebenslänglicher, sieben zu fünfzehnjähriger, vier zu zehnjähriger, vier zu vierjähriger Zwangsarbeit unb acht zur Ansiedelung in entfernteste Ortschaften Sibiriens üerurtbeilt worden. Bukarest, 16- April. Der Minister bes Auswärtigen reift morgen nach Sigmaringen, um bem Könige im Auftrage bes Cabinets Bericht zu erstatten. Der König kehrt voraussichtlich am 1. Mat zurück. — Konstantin Rosetti ist gestern aus Paris zurückgekehrt. Sofia, 16 April. Fürst Alexanber ist heute abgereift unb schifft sich morgen auf bem türkischen Avlso „Jzzebin" in Varna nach Konstantinopel ein. Der Ministerrath führt während ber Abwesenheit bie Regentschaft. Vermischte-. Mainz, 15. April. Ein Commis Voyageur, der gern billig reift unb bies auch ohne Zweifel schon oft mit Erfolg fertiggebracht Hal, fuhr bieser Tage nach Darmstadt. Als bte Bill-ts abverlangt wurden, drückte d^r Mufterreiter bem Schaffner mit ver- standniß nnigem Blick ein Markstück in bie Hand unb verlangte noch bafür ein B llet zur Rückfahrt. Der Jünger Merkurs war aber an den Unrechten, nämlich an ben Zugrevisor, gekommen, der in Darmstadt den äußerst Verblüfften, nachdem er bie gesetzliche Strafe bezahlt, wegen Bestechung ber Polizei übergab. Berlin, 14. April. (Die Kohlrabiköpfe.j Bei Schluß ber gestrigen Reichstags- fitzung — bie Abgeordneten waren eben im Begriffe, sich zu entfernen — rief ein Mann von der Zuschauertribüne hinunter: „Ihr seid Alle Kohlrabiköpfe!" Der Rufer wurde von den Galleriedienern sistirt — es war eine bem Namen nach ben Mitgliedern der Petitionscommission sehr wohlbekannte Persönlichkeit, ein ehemaliger Feldwebel, ber zeitweil'g Geistesstörungen unterworfen ist, der Dutzende von Petitionen erfolglos an den Reichstag geschickt hat und ber seit einem Jahrzehnt auch die Zeitungs- rebacttonen mit seinen Beschwerben unb Bittgesuchen unsicher macht. Mainz, 14. April. Gestern Abenb gegen V-6 Uhr hat der Brückenbau das erste Opfer gefordert; ein Italiener, ein sehr tüchtiger Arbeiter, stürzte vom IV. Wasserpfeiler in ben Rhein unb ertrank, ehe ber Rettungsnachen zur Stelle kommen konnte. Es war dies ber sechste Arbeiter, ber in ben Strom fiel, bie übrigen fünf würben aber sofort wieder gerettet. — Selbst die heilige Schrift ist kürzlich schänblicherweise zum Schmuggeln gemißbraucht worden. In einem Newyorkcr Postamt traf dieser Tage eine an Frau George Moore in Cala s im Staate Maine abreffirte Bibel von Paris ein, welche, wie sich bei näherer Besichtigung herausstellte, einen geheimen Schatz enthielt. Mitten in ber Bibel war nämlich ein Viereck herausgeschnitten und mit Schmucksachen zum Werth von 8000 Lst. ausgefüllt. Die Bibel würbe mit Beschlag belegt unb ins Zollamt gesandt. Köln, 15. April. In Ehrenfelb warb gestern eine Verhaftung vorgenommen welche großes Aufsehen erregt. Vor einiger Z it wurde durch Zeitungsanzeigen eine Person zur Aufnahme eines 12jährigen Mädchens gesucht, welche demselben eine strenge Aussicht angedeihen lassen sollte. Eine Ehrenseldenn wandte sich schriftlich an bie Adresse in Wesel, erbot sich, bas Kind aufzunehmen und ihm eine gute Erziehung zu geben. Daraufhin wurde ihr anscheinend von einer Dame gebildeten Standes unter der Unterschrift Frau v. D. mitgetheilt, das Kind, um welches es sich handle, sei ihr Stiefkind, welches sie nicht leiden könne, es sei so geartet, daß ihm täglich eine strenge Züchtigung zu Theil werden müsse; zugleich wurde bie Frage an bie Ehrenfelderin gerichtet, wo, wohin und womit sie diese Züchtigung ertheilen wolle. Die Ehrenfelderin, hierdurch stutzig gemacht, begab sich zu ihrem Polizeicommissar, Herrn Kuhnen, und gab diesem von ber Angelegenheit Kenntniß, zugleich seinen Rath für ihre ferneren Schritte erbittend. Herr Kuhnen, der als umsichtiger Beamter bekannt ist, ließ jene zurückschreiben: Sie werbe bie Züchtigung mit Stock, Leberpeiische unb Ochsenziemer geben. Auch würbe ber Unbekannten in Wesel noch mitgetheilt, bte Betreffende bewohne allein ein Hinterhaus, bas Schreien bes Kindes bet den nötigen Züchtigungen könne deshalb zu Niemandes Ohr dringen, und was das Wohin anbelange, so sei es der Zuchtmeifterin ganz gleich, wohin fte schlage u. s. w. Ferner wurde die Verfasserin des Inserats gebeten, nach Ehrenfelb zu kommen, um bort bte Sache zum Abschluß zu bringen. Nach weiterem Briefwechsel, tn welchem bieserseits auf bte befonbere Frage ber Unbekannten, ob bem Kinde das übermäßige Schreien auch abgewöhnt werben forme, geantwortet wurde, daß hierfür gesorgt werden könne und nach Austausch von Telegrammen traf ein Herr, angeblich aus Hannover und als Bevollmächtigter ber Weselerin, gestern in Ehrenfelb ein. Eine zweite Ehrenfelderin hatte, da die erstere nicht glaubte ihre Rolle durchführen zu können, diese übernommen; der Polizeicommissar und fein Wachtmeister befanden sich in bem dem Nachfragenden bezeichneten Hause in einem Zimmer, welches mit demjenigen, in das der Fremde geführt werden echMtt Bremen, C- 2»*' Bremen, 6lbt, G«P*' 4 April von -ö' tnfe 6 Uhr *1 Bremen, Mr. 1. April MH 8r beute 7 Nr Mm M/ .mh von !-K Ä&l s>s Ä1 & M 2 In Unter bMun(Lr tzlrid« ■säsÄ Mr wie lange n SiurÄrh* fllll Der Banquie Aßen, vertretet Lauer, hat W. Ti. Juli 1878 ükmmieverMi GarmMs-Lazai Minen des h Gießen au^efc über die zur < mene Liefirm Schuidvefichrei der 4°/oi^n Reichs von 1 lOOObeani Urhinbe wirb in bem auf Sainftafl Den Vormiti vor dem unter; Hungssaal Ri Ausgebotstermin wlben und bu widrigenfalls bit Urkunde erfolge! Gießen, den i e®t.i hch-Vi M°ntag der L Zmittage fein dem Bi Heegstp Mimente ocrfle 2" Rmtr. Br \ » Eie m " M 45(1 Ä* ‘ Nadel, «L « den »Ätz :C*n6in hiuett fön. bej dem Lei- lbe§ Kmees W Werbe ^och eine n heute 1 unerlaubten 1 Donnerstag rt Mord, bte n^angsarbeits- lden in Folge ist einer her Teilnahme an - we^e zur roen zu einer einen Wrer Letzterer beule begleitet Mu ertheilt. erllarte, .tüe des ftüheren etails anberer iten. usolge erfolgte I Vertrags eine j Mutationen ein- । d Moskau und ! Salzfaß. Zur . a§ und Trans- | aipalat'vsk und Theilvkhmer des letal Strelntkoff , brti Angeklagte | vier zu vier« ^sten Sibiriens irgen nach Sig- । en. Der König sst fiä> morgen Der MMn- ft und dies auch nach Darmhadt. tafrner mit dafür ein 8-W namllch an den chdem er die gr- •SS ?amtn nach den em ehemaliger von P titionm ch die Zeitung «tüdenbau das vomN'W^ kommen konnte, üni würben aber um 6»”Ä b-l-s> “nb anß9flSftreü9e ’?r(Jriiebüü0 iu »StW* A Ä M «•* trr« V feinfrm f“‘FmW ""l 2 * OHW'm un^ rtht bewo^ n fön« ü-b"S ° -s d-r ,ge. I’J fjffirfi’ s< d" Schluß r" (ium »?Ltw «“'S®111’« ■; 2tü6mm;r ber ,o4 * * * * * 10olimä^t.rfter« tt<, "‘"W <«; V"L 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn mar von der Annoncen - Expedition von HAASE1VSTEIRI «f? VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Bremen, 16. April. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Straßburg, Capt. H. Heineke, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 28. Mä-z von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten tn Baltimore angekommen. Handel und Verkehr. Gießen, den 17. April. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.05, Hühnereier per Stück 4—5 Käse per Stück 5—9 H, Käsematte 3 Erbsen per Liter 20 H, Linsen 26 Tauben per Paar «X 0.90—1.10, Hühner per Stück -X 1.30—1.70, Hahnen per Stück X 1.40—2.00, Enten per Stück .X 2—2.50, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 50 bis 56 -5), Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 66—70 Kartoffeln per 100 Kilo X 9.00—12, Zwiebeln per Centner -X 3.50—5.00, Milch per Liter 13—18 H. Frankfurt, 16. April. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer .X 20—20V«, frenider -X 20—24, Roggen eff. hies. X 14—14% fremder X 14—15% Gerste eff. hies. n. Wetterauer «X. 1772—1872, fremde X 18—20, Hafer eff. hiesiger X 12—13, fremder X 127*—14y2. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. X 38. Branntwein eff. ohne Faß X 46. Frankfurt, 16. April. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Anae- trieben waren ca. 350 Ochsen, 10 Bullen, ca. 300 Kühe und Rinder, ca. 340 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 72, 2. Qual. X 65, Kühe und Rinder 1. Qual. X 62—64, 2. Qual. X 54—56, Kälber 1. Qual. X 58, 2. Qual. X 52 per 100 Pfund Schlachtgewicht. in Nerbinduna stand. Der Ankömmling, nachdem er von der Frau empfangen sollte, in ^ervmo j klangt hatte, daß sie sich als die Dame, mit welcher oer Zncfwechsel geführt word.n, ausweise, zeigte nun seiner,-its,ein Beglaubigungsschreiben von einer Alma Dettgen unterzeichnet vor, worin die Erklärung abgegeben war, der Uederbrinaer sei beoollmächltgr, '» d-r Angelegenheit zu verhandeln und die Dame könne volles Vertrauen zu ,hm Haden. Bald gab nun der Herr die Erklärung ab es bandle sich darum, das Kind, ohne daß natürlich irgend Jemand etwas davon -rsahre, bet Seit- zu schaffen. Als derselbe diese A-ußerung gethan, traten der Commlssar und btt Wachtmetsttr in das Zimmer und d-r erstere verhaftete ihn. Z tt-rnd und kr-lbe- bat er, ihn doch nicht unglücklich ,u machen. Aus der Amtsstube des Comnnfsars kav er vor es handle sich nur um -inen Scherz; der Co,nmissar aber that seine Pflicht lieb den Mann dem Richter vorführen und die er ordnete seine vorläufige Unter; Xnn« in Un rsuchungsbast an. Nachträglich s-, bemerkt daß sich bei der Unter« 5n»una9ber Kleider des Verhafteten Bries- von Leuten aus Köln vorsanden, welche in Selben Anaeleaenh-it mit der Weselerin v-rhandelt hatten. Auch batte der Unbekannte jenen Kölnern gesprochen und erklärt, dieselben^wohntt^hm mcht isolirt ^nug. _ fd)Te(bt man QU§ Berlin - wenigstens in ihrem ersten Entwickelungsstad um, die Krinol'ne. Die ersten warmen Tage haben ste mit den Früh- iabrscollümen ori's Tag-sticht gelockt- Nock geht die Majorität der Dannn ichlank. Ilber E l°ng- wttd es dauern und die Mode siegt über die Grazie. Von der Krtno- jette zur Krinoline aber ist nur ein Schritt. ___ ____ GchiffSbericht. Mttgethetlt von dem Agerrten des Norddeutschen Lloyd in Ä.fOl,,[^er®ter6an8atlantf^d.en Telegraph.^ Der Postdampfer Elbe Capt. W- Willtgerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4 April von Bremen und am 5. April von Southampton abgegangen war, ist beute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. y Bremen 14 April. (Per transatlantischen Telegraph.j Der Poftdampfer Neckar, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1 April von Bremen und am 3. April von Southampton abgegangen war, ist beute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. fluföefiot. Der Banquier A Kaufmann in Gießen, vertreten durch Rechtsanwalt Lauer, hat das Aufgebot des unterm 27. Juli 1878 von der Kassen- und Oekonomieverwaltung des Großherzogl. Garnisons-Lazareths zu Gießen auf Namen des Heinrich Kockerbeck zu Gießen ausgestellten Depositen-Scheins über die zur Sicherheit für übernommene Lieferung und Arbeit hinterlegte Schuldverschreibung Lit. C. Nr. 13510 der 40/gigen Anleihe des Deutschen Reichs von 1877 im Betrage von 1000 -X. beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Samstag den 8. September 1883, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte — Sitzungssaal Nr. 18 — anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Gießen, den 13. Februar 1883. Das Großherzogliche Amtsgericht. 1085 Dr. Gilm er. Holz -Versteigerung. Montag den 23 April l. I., Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewald, District Heegstrauch, folgende Holzsortimente versteigert werden: 26 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 2 „ Eichen- 4 „ Aspen- „ 107 „ Buchen-Prügelholz, <6300 Wellen Buchen-Reisholz (Durchforstungswellen 1. Qualität), 450 Wellen Eichen-Reisholz, 350 „ Nadel- „ 10 Rmtr. Buchen-Stockholz, 28 „ Eichen- „ 31 Eichen-Stämme mit 17,48 Fstm., 7 Nadel- „ „ 2,74 „ 25 Vuchen-Derbstangen, 68 Eichen- „ 118 Nadel- „ 1515 „ Reis- (Bohnen)-Stangen. Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Beuern, den 16. April 1883. Großh. Bürgermeisterei Beuern. 2681 Ranft. Karpsenletzlinge. Wir haben 1000 Stück Karpfensetzlinge verkäuflich, die sofort abgeholt werden können. Maulbach, den 14. April 1883. Großherzogliche Oberförsterei Maulbach. 2691 Koch. Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerung in den Freiherrlich von Rabenau schon Waldungen in der Oberförsterei Treis an der Lumda. Es werden versteigert. I) Donnerstag den 19* d. MtS. im District Struth ber Beuern von Morgens V29 Uhr an: 13 Eichenstämme von 35—60 cm Dicke und 7—17 m Länge mit 24,73 km, 3 Buchenstämme „ 40—55 „ „ „ 7 — 10 „ „ „ 3,55 „ 5 Eichen- und 75 Nadel-Derb- und Reisstangen ,, 1,71 „ 79 rm Buchen- und 2 rm Eichen-Scheiter, 2 „ Buchen-Knüppel, 471/2 Hundert Wellen Buchen- und 7V2 Hundert Wellen Eichen- und Nadel-Reffer, 46 rm Buchen- und 16 rm Eichen-Stöcke. Das Eichen- und Buchen-L-tammholz ist von sehr guter Beschaffenheit und lagert mit dem übrigen Holz ca. 1 Stunde von den Eisenbahnstationen Groß-Buieck und Reiskirchen der Oberhessischen Bahn entfernt ganz in der N.ähe von Beuern. 3) An demselben Tag von Nachmittags 2 Uhr an im District Kernberg bei Groß-Bufeck: 4 Eichenstämme mit 0,82 fm, zu Wagnerholz geeignet, 35 Nadelstämme von 17—34 cm Dicke und 5—10 m Länge mit 13,09 tm, 2 rm Eichen- und 22 rm Nadel-Knüppel, 4 Hundert Wellen Buchen-, 31/2 Hundert Wellen Eichen- und 9 Hundert Wellen Nadel-Reisig. Treis a. d. Lda., den 12. April 1883. 2656 Amendt, Oberförster. Kleiderstoffe! HDie Firma EdL. EoeflU-TlO. in. Stuttgart empfiehlt ihre Specialitäten: Loeflund’s Malz-Extracte. fP 0 c* ie ♦ gegen Husten, Catarrh, Heiser- | \keit, Keuchhusten, Brustlciden. P fr fr gegen Bleichsucht u. Blutarmuth, auch bei Kindern zu empfehlen. €* P fr__fr für knochenschwache scrophulöse Kinder u. spcc. f. Lungenleidende. fi p fr als diät. 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Durchmesser, 95 Nadel-Stangen mit 1,21 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf der Chauffee nach Daubringen, in der Nähe des Steinbruchs. Gießen, den 17. April 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2690 A. Bramm.________ Hoflverfleigerungen. . In der Fürstlichen Ober- försterei Hohensolms soll nach verzeichnetes Gehölz an Ort und Stelle versteigert werden: Freitag den 20. ds Mts. in den Districten „Eber st ein" und „Helfholz": 108 Rmtr. Buchen-Scheitholz 1. El., 143 „ „ Stammprügelholz, 2 „ Kiefern- „ 97 „ Buchen-Stockholz, 3370 Wellen „ Reisholz, 4300 „ „ Forstreiser 1. und 2. Classe, 1800 Wellen Kiefern-Forstreiser, 10 Stück geringe Eichen-Stämme mit 2,87 Fstm.,.,. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist Morgens präcis 10 Uhr in dem District „Eberstein", zunächst der Obermühle, und wird Mittags gegen 12 Uhr in dem District Helfholz", Abtheilung Mittelster Kopf, oberhalb des Dachsbodens, fortgesetzt. Rtontag den 23 ds. Mts., Morgens präcis 10 Uhr, in dem District „Pfaffenmark", auf dem Bechlinger-Weg am Runden- wieschen anfangend: 127 Rmtr. Buchen- u. Erchen-Schett- und Prügelholz, 116 Rmtr. dgl. Stockholz, 2620 Wellen dgl. Reisholz, 3500 „ Buchen-Forstreiser 1. und 2. Classe, 49 Eichen-Schnitt- und Vaustünune 1. und 2. Classe mit 63,40 Fstm., wobei Stämme von 3—4 Fstm. Hohensolms, den 14. April 1883. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. Dörmer, Reviersörster. 2684 Goldene Staats-Medaille für gewerbliche Leistungen. 2694 tinan Jr., Kreuz. FRANZ Vureairr Sch BITTBK QUELL» F. Holberg, Kirchenplatz 2701 Die trauernde Gattin nebst Rindern. ist preiswürdi« rrdig abpaeben in Offen- Bismarckstraße 48. bad) a. M 2522 Schulbuchhandlung. München 1876 Philadelphia 1876. Berlin 1879. Preismedaillen: Preismedaillen: London 1862. Paris 1867. Wir Anzeiger! Tuche und Buckskins in großer Auswahl billigst, ältere Sachen u. Reste unter Preis empfiehlt 2240 M. Scheel, Marktplatz 5. Statt jeder besonderen Anzeige hiermit die traurige Nachricht, daß Sonntag Abend 10 Uhr nach kurzem schwerem Leiden unser inniast geliebter Gatte, Vater, Bruder und Schwager Martin Christian Heinrich Kohlermann sanft entschlafen ift. Gießen, den 17. April 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 2'/2 Uhr vom Sterbehause, Bahnhofstraße 10, aus statt. 2689 Mäusburg 16 G-IESSEU Mäusliurg 16 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Hemden, Kragen, Manschetten, Patent-Chemisetts, Hemden-Einsätzen, Taschentüchern, wollenen Hemden, seidenen, wollenen und baumwollenen, sowie Filet-Unterjacken und -Hosen in allen Größen und Weiten, Socken, Leibbinden, Hosenträgern. Stets das Neueste in allen Arten Shlipsen, Sommer- und Glacö - Handschuhen, Sonnen- und Regenschirmen u. s. w. 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