eil welchen 'Wick in etzgebnng dass sie, chführnng, Kicher, 1 doppelten lig vertraut (Strengste cl an den . vemiethcn । ittUM Zimmer mit: . stabt 25. t lön mofilirte: , U. 683»- ltersweg 36, u vermieten.- then. örandgasse. fjimmor berstraße 5._ § Zimmer jit - stmveg HL. m.beziehen.. I pMue H. tzen. lo* reit von vy rsweg lto« rinder wird USl. * Nr. 2411. Mittwoch den 17. October 1883 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. «""au- Schulstraß-7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. IÜr?di°°P°stVg°n Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat September 1883 veröffentlicht: Hafer 15.—, Heu 5.25, Stroh 5.25 per 100 Kilogramm. Gießen, den 15. October 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________Dr. Boekmann.___ Bekanntmachung. Nachdem die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh rc. in Hof-Gill erloschen ist, werden hiermit die Sperrmaßregeln wieder aufgehoben. Gießen, den 14. October 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische Ueberstcht. Gießen, 16. October. Der Herb st aufenthalt des Kaisers in dem freundlichen Baden- Baden bekommt dem greisen Monarchen ganz vortrefflich. Derselbe erfreut sich nebst seiner erlauchten Gemahlin des besten Wohlbefindens und kann man dies als einen erfreulichen Beweis betrachten, daß die Strapazen der letzten Manöver wie überhaupt die Anstrengungen der ganzen Festtage in Homburg und am Rhein für den Kaiser nicht im Mindesten nachtheilige Folgen gehabt haben. Das deutsche kronprinzliche Paar machte bekanntlich während seiner jüngsten italienischen Reise auch der Stadt Mailand einen Besuch, wo dasselbe vom König Humbert begrüßt wurde. Später machten die deutschen Herrschaften dem italienischen Königspaare in Monza einen Gegenbesuch; wie immer, so trat auch dieses Mal in dem Verkehre zwischen dem deutschen Kronprinzenpaare und den italienischen Majestäten die größte Herzlichkeit zu Tage. Am 13. oder 14. October gedachten die kronprinzlichen Herrschaften nach der Schweiz zurückzukehren, um hier noch etwa eine Woche zuzubringen. Unsere gesammte innere Politik laborirt noch immer an einer gewissen Ereignißlosigkeit und wird in jene wohl erst mit der im November bevorstehenden Eröffnung des preußischen Landtages wieder ein frischerer Zug kommen. Einstweilen hilft sich die Presse mit Betrachtungen über das neue Actiengesetz, über die Steuer- und Zoll-Tarifpläne der Reichsregierung u. s. w. aus; dagegen läßt sich der kirchenpolitischen Frage absolut kein neues Moment abgewinnen und auch die Reise des Kardinals Hohenlohe nach Deutschland, dessen Unterredungen mit dem italienischen Gesandten in München, Grafen Bartolani, sowie dem altkatholischen Stiftsprobst Dr. Döllinger läßt sich zu kirchenpolitischen Zwecken anscheinend nur wenig fructificiren- Auch das Gebiet der Parteifragen ist so ziemlich abgegrast ustd so wird man das politische Rößlern wohl eine Zeit lang wieder mehr auf dem Gebiete der auswärtigen Angelegenheiten tummeln müssen, wo gegenwärtig allerdings auch mehr zu holen ist, als in der inneren Politik. In der Reichs Hauptstadt stehen die nächsten Donnerstag stattfindenden Neuwahlen zur Stadtverordneten-Versammlung ausschließlich im Vordergründe des Interesses. Alle drei concurrirenden Parteien, die Liberalen, die deutsche Bürgerpartei und die Arbeiterpartei, haben ihr Möglichstes in der Agitation geleistet und sich nach Kräften verketzert, so daß sich die Agitation zu den communalen Wahlen in nichts von derjenigen zu den politischen Wahlen unterscheidet. Für welche Partei sich die Majorität der Berliner Communal- Wähler entscheiden wird, läßt sich zwar noch nicht mit absoluter Sicherheit voraussagen , doch hat es den Anschein, als ob in der bisherigen im Ganzen eine liberale Physiognomie zur Schau tragenden Stadtvertretung von Berlin keine wesentlichen Veränderungen eintreten werden. Bei der an Stelle v. Bennigsen's im Wahlkreise Neuhaus an der Oste am 12. October stattgefundenen Ersatzwahl zum Landtag ist Pastor Pfaff, ein persönlicher Freund Bennigsen's, mit 155 von 156 abgegebenen Stimmen gewählt worden. Die deutsche „Cholera-Commission" in Egypten hat jetzt ihre Arbeiten zu einem gewissen Abschluß gebracht und will nunmehr ihre Forschungen in dem Heimathlande der Cholera selbst, in Indien, fortsetzen. Nach den Berichten des Vorsitzenden der Commission, Geh. Raths Dr. Koch, scheint in der That ein bestimmter stäbchenartiger Mikro-Organismus als Fortpflanzungsmittel der Cholera gefunden worden zu sein und die Lebensbedingungen dieses Bacillus zu erforschen, ist Indien, wo die Cholera im Ganges-Delta ständig ist, durchaus geeignet. Die Regierung des Herrn Tisza hat in der kroatischen Frage gegenüber der ungarischen Opposition einen entschiedenen Erfolg erzielt, denn beide Häuser des ungarischen Parlaments haben den bekannten Vermittlungs- Antrag des Ministerpräsidenten mit großer Majorität angenommen. Im Unterhause stimmten die sächsischen Abgeordneten für die Regierung, während sich ein Theil der äußersten Linken der Abstimmung enthielt, andernfalls wäre Herr Tisza allerdings in eine kritische Situation gerathen. Von der Art und Weise, wie der Letztere seinen Sieg benutzt, wird es abhängen, ob der Ausgleich mit ben Kroaten auch in praxi perfect wird. Was den neuesten österreichisch- rumämschen Grenzconflict anbelangt, so ist derselbe stark übertrieben worden, die ganze Sache beschränkt sich darauf, daß einige rumänische Grenzwächter ein auf noch streitigem Gebiete gelegenes Wachhaus besetzten und hier von ungarischen Gensd'armen gefangen genommen wurden; die verhafteten Grenzwächter sind indessen bereits wieder sreigelassen worden. An leitender Stelle in Wien legt man dem ganzen Vorfall keinerlei Bedeutung bei. — Kaiser Franz Josef hat den König von Griechenland, welcher während seiner Rückreise von Kopenhagen nach Athen einige Tage in Wien weilte, zum Ehes des 99.gJnsanterie- RegimentS ernannt. 'M- Der Personal wechsel in der Leitung des französischen Kriegsministeriums hat die Schwierigkeiten, an denen die innere und zum Theil auch die auswärtige Politik Frankreichs gegenwärtig laborirt, keineswegs vermindert. Im Gegentheil, dieselben sind hierdurch nur noch vermehrt worden, denn die Radikalen mißbilligen laut die vom Ministerpräsidenten Ferry erzwungene Demission ihres Lieblings Thibaudin und demonstriren in lauter und unzweideutiger Weise für den gewesenen Kriegsminister. Daneben nehmen die auch von gemäßigt republikanischer Seite gegen das Ministerium Ferry in Scene gesetzten Jntriguen, deren Leiter Mr. Wilson, der Schwiegersohn des Präsidenten Grövy, ist, ihren ungestörten Fortgang; die Nachricht von einer zwischen Ferry und Wilson stattgesundenen Aussöhnung hat sich als vollständig unbegründet herausgestellt. Unter diesen Umständen wird das Cabinet bei der in etwa 14 Tagen bevorstehenden Wiedereröffnung der französischen Kammern einen schwierigen Stand haben und nur rasche und durchgreifende Erfolge in der auswärtigen Politik, besonders in der Tongkingfrage, könnten denselben wieder verbessern. Der Vertrag mit den „Schwarzen Flaggen" bedeutet nun wohl einen wesentlichen Erfolg Frankreichs in Ostasien, aber von einer Sicherung ihres Besitzstandes in An am sind die Franzosen noch weit entfernt und was China anbelangt, so hat dasselbe sein letztes Wort in der Tongkingfrage noch nicht gesprochen. In England ist wieder die Zeit der großen Agitations-Meetings. Eines der größten derselben war das in voriger Woche in Belfast (Irland) abgehaltene Orangisten-Meeting, welchem ca. 40,000 Personen, unter ihnen auch Northcote, der Führer der Conservativen, beiwohnten. Es wurden auf demselben Reden von einer Heftigkeit gehalten, die selbst in dem redefreien England unerhört ist. Das conservative Parlamentsmitglied King Harman bezeichnete die Anhänger Parnell's als eine stinkende Meute, welche von den irischen Schweinemärkten und dem New-Dorker Pfuhle ausgespieen worden sei. Der Deputirte Healy dagegen, ein Parnellit, nannte aus einem andern Meeting die Mitglieder der irisch - conservativen Partei „eine Rotte verlogener, versoffener, schurkischer, ehrloser Strolche!" Von politischem Anstandsgefühl scheinen die betr. Redner noch keinen blassen Schimmer zu haben. Die Demission des Cabinets Sagasta hängt, entgegen den Versicherungen der officiösen Madrider Blätter, eng mit dem französisch - spanischen Zwischensall zusammen. Der spanische Botschafter in Paris, Herzog v. Fernan Nunez, erhielt vom Minister des Auswärtigen, Marquis Vega de Armijo, wiederholt Befehl, Paris zu verlassen, wogegen der Botschafter remonstrirte. Armijo berief nun einen außerordentlichen Ministerrath, in welchem er den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Frankreich verlangte. _ Die übrigen Minister widersprachen aber dieser bedenklichen Forderung, worauf Armijo seine Demission gab und diesem Schritte folgten dann auch die übrigen Mitglieder des Cabinets; auch der Herzog v. Fernan Nunez ist jetzt von seinem Posten zurückgetreten. Die Bildung des neuen Cabinets scheint auch nicht so giatt vor sich zu gehen, als es zuerst den Anschein hatte. Der Kammerpräsident Posada hat diesen Auftrag abgelehnt und auch Camacho, welchem das Finanzministerium angeboten worden war, hat abgelehnt. Nach den jetzt veröffentlichten Berichten des internationalen Gesundheitsrathes in Egypten über die jüngste Cholera - Epidemie hat dieselbe einen Totalverlust von über 30,000 Menschenleben verursacht. Allein in der Zeit vom 22. Juni bis 21. August starben in Egypten 25,083 Menschen an der Cholera und auch jetzt noch erliegen ihr hier und da einzelne In- dividuen. Vorläufig besteht noch die Möglichkeit, daß die Cholera im nächsten Frühjahr am Nil wieder auftritt und die Gesahr der Ansteckung ist darum auch für Europa noch nicht ganz verschwunden. __ Darmstadt, 15. October. Se. Königö Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 6. October dem Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Gießen und zweiten Lehrer für Veterinärheilkunde an der Landes-Universität Dr. Theodor Winckler den Charakter als „Professor" zu verleihen. ! Darmstadt, 15. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben , Allergnädigst geruht: ! Am 4. October den provisorischen katholischen Neligionslehrer am Gym- I nasium und an der Realschule zu Worms Karl Johann Brilmayer aus! Bingen zum Kreisschulinspector für den Kreis Mainz und den Oberlehrer Phi- > lipp Seid zu Biblis, im Kreise Bensheim, zum Kreisschulinspector für den! Kreis Heppenheim zu ernennen. Ernannt wurde: Am 10. October der Feldwebel bei der 3. Batterie des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps) Georg Wolf zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgerichte Wald-Michelbach. Aus Elsaß-Lothringen, 12. October. Seitens der Regierung von Elsaß- Lothrtngen lst einer Anzahl ausländischer Zeitungen der Vertrieb im Reichslande verboten worden und zwar hat dieses Verbot zunächst neun französische Zeitungen betroffen, darunter „France", „Jntransigear.t", „Anttprussim" und andere Glätter ähnlicher Farbe. Auch zwei tn deutscher Sprache erscheinende Zeitungen sind mit darunter, nämlich das „Baseler Wochenblatt" und die „Wiener Allgemeine Zeitung". Es sind ferner zwölf französische Zeitungen unter Controle gestellt, darunter die „Repubüque Francalse". Wenn auch bas Verbot durch Zusendung mittels Briefumschlags vielfach umgangen werden wird, so dürfen diese Zeitungen doch nicht mehr in Gasthöfen und sonstigen öffentlichen Orten ausliegen. Arankreich. Paris. Es ist bezeichnend für die in Frankreich herrschende Stimmung, daß die Organe des Ministeriums es der Regierung gew ssermaßen zum Ruhme anrechnen, die den Spaniern geschuldete Remedur für den unfreundlichen Empfang des Königs Alfons tn Paris auf das unumgängliche Minimum, nämlich die bekannte Röte rer „Agence Haoas", eingeschränkt zu Haven. Man könnte darnach fast vermuthen. daß die Beziehungen zwischen Madrid und Paris sich über das Niveau des Gefrierpunktes, auf welches sie so plötzlich herabsanken, sobald nicht wieder erheben dürften. Dem Herzog Fernan Nunez, welcher Spanten bei der französischen Republ k vertritt, ist es auf seinem Posten immer unbehaglicher geworden und die Gerüchte, daß er auf dem Sprunge stehe, Paris zu verlassen, sind durch die neuesten Pariser Telegramme bestätigt. Wenn die spanische MlNisterkrise in der Weise ihren Abschluß findet, wie nach den Madrider Depeschen angenommen werden muß — und die im Uebrigen durchaus unserer Interpretation gemäß ist — so erwächst den Franzosen daraus nicht bcr mindeste Vonheil. Sckon die von Madrid aus ergangene kategorische Demenltrung der Version, daß der Rücktritt Sagasta's und seiner Collegen des Pariser Inzidenzfalles wegen erfolgt sei, hat tn Bezug auf Frankreich eine Pointe, welche gar Nicht mißdeutet werden kann. Man legt jenseits der Pyrenäen eben eine g-fl ssenttlche Gleichgültigkeit ollem Französischen gegenüber an den Tag, was in Parts noch mehr verschnupft, als es die hochgradigste Animosität thun könnte. „LaRepudlique francalfe" mag daher noch so feierlich versichern, daß nach der formellen Lrette die beiderseitigen Beziehungen an Correctheit nicht das Mindeste zu wünschen übrig ließen — den Regungen der Volksseele kann sie nicht gebieten und diese sind, sowohl tn Frankreich als tn Spanten, von versöhnlichen Neigungen weit entfernt. In Spanien zittert der Widerhall der Pariser Tumultscenen noch in allen Gemüthern nach und in Frankreich darf, wie schon erwähnt, die Regierung nicht wagen zu erklären, daß sie dem beleidigten Theile rückhaltlose Genugthuung gewahrt habe, aus Brsorgn'.ß, der Verzagtheit geziehen zu werden. Unter diesen Umständen dürfte der Herzog von FernLN-Nunez sobald kaum einen Nachfolger erhalten. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Corresporrdenz-Bureau. Baden-Baden, 15. October. Seine Majestät der Kaiser wohnte gestern dem Famtltendtner bei den Großherzogltchen Herrschaften bet und erschien Abends in der Soiree bet Ihrer Majestät der Ka serin. Heute arbeitete der Kaiser mit dem Cwil- und Mtlitäikabtnet und nahm die regelmäßigen Vorträge entgegen Zu dem heutigen Diner bet Sr. Majestät hatten u. A. der Staatsseccetär v. Hofmann, bte Generäle v. Frohme und v. Meerscheidt-Hüllessen, Stadtdirector v. Göler und Oberbürgermeister Gönner Einladungen erhalten. Berlin, 15. October. Der „Deutsche Reichsanzelger" publ clrt das Verbot der Schweineemfuhr aus Rußland über die Landcsgrenze längs des Reglnungsbezirks Königsberg, auf dem Landwege wie per Eisenbahn. — Die Hygietne-Ausstellung wurde heute Nachmittag um 3 Uhr in Gcgenwatt des Ausschusses, des Centralcomite's und vstler Aussteller durch den Präsidenten, Staatsmtnister a. D. Hobrecht, mit einem Hoch auf Se. Majestät den Ka.ser und Ihre Majestät bte Kaiserin geschlossen. D>e drei Präsidenten erhielten von der Kasterm Dankschreiben und eine große goldene Medaille mit dem Brldniß Ihrer Majestät, die Ausschüsse eigenhändig unterzeichnete Dankschreiben und prachtvolle Medaillons. Die Commissare Oesterreich-Ungarns erhielten Dankschreiben und Brillantnadeln. Frankfurt, 15. October. Das heute verkündigte Urtheil des Landgerichts in der Berufungs-Instanz gegen die Reichstags-Abgeordneten Frohme und Geiser wegen Mißbrauchs der Eisenbahn-Freikarten lautet aus Freisprechung derselben, da eine dolose Absicht der Angeklagten nicht vorüege. München, 15. October. Die internationale Kunstausstellung ist heule ohne besonderen Akt geschlossen worden. Gothenburg, 15. October. Heute Vormittag wurde Hierselbst von einem früheren Artillerie-Unterosficier auf den von der Vega^Expedttwn her bekannten Dickson ein Mordversuch unternommen. Dickson überwältigte den Angreifer und setzte ihn fest, bis die Polizei eintraf. Der Unterossicier hatte, wie es heißt, eine Forderung von 50,000 Kronen erhoben, auf welche der Letztere nicht eingmg. Havre, 15. October. Der Mimsterpräsident Ferry und der Minister Raynal hatten üch heute Vormittag von Rouen zunächst nach L Ueloaue und Bolbec begeben, wo dieselben von den Behörden empfangen wurden; in den bei dem Empfang gewechselten Reden wurde hauptsächlich bte Unterrichtsfrage berührt. Nachmittags 2 Uhr trafen beide Minister in Havre ein und wurden hier ebenfalls von den Behörden empfangen; eine sehr zahlreich angesammelte Volksmenge begrüßte dieselben mit dem Rufe: Es lebe die Republik! von Einzelnen wurde auch: Es lebe Thibaudin! gerufen. Die Minister besuchten im Laufe des Nachmittags den Hafen, sowie mehrere Dampfer und einige Schulen. An dem Empfange der Behörden, der Abends 6 Uhr stattfand, nahmen auch alle Consuln Theil. Be> dem darauf folgenden Bankete trat der Ministerpräsident Ferry in der von ihm gehaltenen Rede für die Politik der republikanischen Vereinigung ein, betonte, daß die Republik regiert werden müffc und constatirte, daß die von den Intransigenten ausgegangenen Bcschimpfungen und Ve.leumduvgen zwischen ihnen und der Regierung eine breite Kluft geschaffen hätten. Eine Gefahr von Seiten der Monarchisten sei nicht mehr vorhanden, der von den Intransigenten drohenden Gefahr aber müsse man die Vereinigung aller Republikaner entgegenstellen. Das Land müsse wählen zwischen der Politik der Intransigenten und einer Politik der Stabilität und des weisen Fortschritts. Madrid, 15. October. Das Journal „Dia" schreibt, das Cncularschrechen des neuen Ministers d.s Auswärtigen werde den Wunsch der spanischen Regierung aus- drücken, mit allen Mächten freundliche Beziehungen zu unterhalten. In dem diplo- ! matlschen und Cor sularpersonal Spaniens werde feine Änderung vorgenommen. — 1 Der spanische Generolstab soll nach französischem Muster organisirt werden. — Die Idee einer Amn stirung der bet dem jüngsten Aufstande Betheiligten , ist von den Journalen nicht günstig ausgenommen worden, man hält eine Amnestirung , der Soldaten, aber nicht eine solche der Officiere für wahrscheinlich. London, 15. October. Meldung des „Reuter'fchen Bureaus" aus Hongkong | von heute: Privatnachrtchten aus Pakboi besagen, ein chinesischer Admiral sei mit : vier Kanonenbooten nach Lungmun an der Grenze von Tongkmg abgegangen, um den : größten Theil der in Lungmun stehenden chinesischen Truppen einzuschiffen. Der Admiral werde bald mit dem General Fang zusammen nach Kanton zuiückkehren; man glaube, daß die Concentrirung chinesischer Truppen an der Grenze von Tongktng aufgegeben sei. Brüssel, 15 October. Die Einweihung des Justizpalaftes hat heute in Gegenwart des Königs und der Kön gtn in programmmäßiger Weise stattgefunden. Der Feier wohnten auch Deleg rte auswärtiger Gerichtsbehörden bet. Abends findet ein großes Banket des Advokatenstandes statt Petersburg, 15. October. In der Synagoge des Fleckens Ziwonka in Podolien entstand während des Gottesdienstes in der für die Frauen bestimmten Abtheilung blinder Feuerlärm, in panikartigem Schrecken drängte Alles nach der Thüre, wobei 40 Frauen getödtet und 16 nicht unerheblich verwundet wurden. £ £ a & t fr Gießen, 16. Oktober. Wir erhielt n nachstehende Zuschrift: Am 12. d. MtS wäre beinahe recht Eigenthüml ches, für Gießen seh. Unliebsames passirt. Professor Stade und Genossin battn den sehr sachgemäßen Antrag an die Landessynode gestellt, zu Ehren des Lutheltages eine Stiftung zur Unterstützung unbemittelter Studenten der Theologie tn Gießen zu gründen, bte durch Beiträge der eoangelischen Gcmeinden in Hessen und dem Ertrag der Pfingsicollecte bohrt rmrden sollte. Bei der Verhandlung aber einigten sich die äußerste Rechte wie die äuß ifte L-nke — Windthorst und Richter stimmen ja auch oft zusammen — dahin, daß eie Worte „in Gießen" gestrichen we-den sollten, sie einigten sich unter dem Paniere der „Freiheit", das in der Regel gebraucht wird, um die schwarze rote die ro!he Flagge zu decken. Natürlich — die theologische Facultät in Güßen, obwohl eine der geistig bedeutendsten m D-utschland, sagt der eimn wie der andern Partei nicht zu! So trat denn >n der That dte Gefahr nahe, daß mit hessischem Gelbe fremde orthodox liberal--Univeisiiäiea untccstützt werden sollten, trotzdem daß Dr. Stabe nachgewnsen hatte, daß keine einzig^ andere Universität zu Gegendiensten bereit sei. Glücklicher Weise war genug gesunder Sir-n in der Synode vorhanden, um den Zweck des unnatürlichen Bundes zu vereiteln. Nachdem der Abg. Curtmann im schärfsten Tone — soweit solcher überhaupt tn parlamentarischen K elfen erlaubt ist — jene „th^oret sch-kosmopolchschm" Tendenz-n gekennzeichnet hatte und Dr. Stade mit großer Wärme für sein n ursprünglichen Antrag cingetreten war, schob die Synode mit 30 gegen 19 Stimmen die Worte „vorzugsweise in Gießen" in den Ausschußantrag ein. Die eoangelisch n Bürger von Gießen werden sich die hieraus erfließenbe Nutzanwendung wohl selbst zu ziehen wissen! Gießen, 16. October. Die „Post" bringt folgenden Artik'l „Von der Lahn" Die Ull-veisttäts-Ferien nab'.n ihrem Ende und auch die Universitäten Gieß n und Marburg rüst n sich, ihr akademischen Bürger wieder zu empfangen. Beide Univ<'sitäten haoen in den letzten Iah en einen schönen Aufschwung genommen; die Unwersitätsr Gebäude sind tn betbx-n Städten ganz neu; Marburg mit seinem soliden und geschmackvollen Prachtbau ging voraus, r§ gehwte m t zu den 'ctzten Amtshandlungen des Cultusministers Dr. Falk, der Einweihung d>'s Un veisitäts-Palastes beizuwohnen: seitdem ist ein neuer Bau nach dem andern n westltchen preußischen Provinzen Westfalen, Rheinland und Hffsen-Nassau. Nicht ganz gleichen Schr tt mit Marburg hält Gießen, welches es auf 460 Studirende gebracht hat unb das j/denfalls unter der großen Nähe der andern alma mater etwas zu leiden hat- Wi b.rbolt sind auch Professor n in den letzten Jahren nach kurzer akademisch r Thäi-gkeit in Gießen nach Marburg übergesiedelt. Aber auch tn Gießen sind tn alUn Facultäten, der theologischen und philosophischen voran, eine Reihe schr rüstiger, strebsamer Tocenten vorhanden, die dem jungen Manne, der sich zu ihren Füßen fetzt, Anregung und Förd rung in seinem Wissi'Nssach reichl-ch bieten. Im Preise der Lebensrnittel unb Wohnungen dürfte kaum zwischen beiden Universitäten ein nennenswerther Unterschied bestehen- Gießen, 16. October. Die Wahlschlacht ist geschlagen, hart und heiß wurde gekämpft. Nachts 1/212 Uhr konnte erst vi.kündet werden, wer von den vielen vor- gffchlagenm Candibaten die Ehre hgt, tn der Stadtvertretung zu sitzen. Das Resulüt ist folgendes: Es ft mmten insgesammt 567 Wahlberechtigte. Aus der W chlurire gingen hervor: Commerzienrath Adolf Null mit 401 Stimmen, Oeconom Gg. Conr. Simon mit 379 Stimmen, Fabrikant L. Georgi mit 377 Stimmen, Rentner Louis Kauf mit 354 Stimmen, Schretnermeister Ehr. Schopbnch mit 333 Stimmen, Bäckermeister Aug. Noll mit 323 Stimmen, Rechtsanwalt Dr. Guts lei sch mit 280 St mmen. — Es erhielten ferner Stimmen: Kaufmann Carl Wenzel 210, Kaufmann H. E- Jngbaidt 188, Fabrikant W Wallenfels 182, Kaufmaru Ehr. Wallenfels 130, Rechtsanwalt C.D ery 115 P of. Nanmann 99, Gymnasiallehrtr Dr. W iffenbach 85, Goldarbeite'- Carl B-ück 83, Jnststutsoorst h^r Dr. Kübel 73, Gerbir Wilh. Plank 73, Kaufmann L. W. Plank 41 Summen. , Schiffsnachrichterr. Bremen, 13. October. sPer transatlantischen Telegraph-! Der Postdamps-r Werra, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3 Octoiy von Bremen und am 5 October von Southampton abgegangen war, tft heute 11 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Witterungskunde.*) 17 October Mittwoch- Vormittags und Mittags veränderlich mit drohend,« Schauern; Aufhststrm-.gspcrioben frühmorgens bts Morgens und Abends, NaLS Ni^erschläge. Im Allgemeine veränderlich, windig unb mäßig kühl, am Tage 1U ds 14° C-, während das nächtliche Minimum zwischen 4 unb /° C. schwankt. 18. October. Donnerstag Vormittags und Mittags Deranberltd) b-^ bebeö mit Schauern, frühmorgens b>s Morgens unb Abends aufgeheitert, Nachts Ni d schläge, tagsüber verhältnißmaßig kühl und windig. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Octob« abgeschlossen am 20. September (Verlag der M Lengfeld'schen Buchhandlung m Köl», Preis IX)— Nachdruck verboten., Handel unb Verkehr. Gießen, den 16. Oktbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pf»m X 1.00—1.05, Hühnereier per Stück 6—7 Käse Stück 4—8 /Ä, Kasematte 3 4 Erbsen per Liter 26 Linsen 32 Tauben per Paar oO 70 Hühner p Stück X 0.85-1.10, Hahnen per Stück X O.50-0-85, Enten pr. St. ^1-30-1.^ Ochsenfleisch per Pfund 70—72 X Kuh- und Rindfleisch t>6—60 F, Kalbfleisch 50 L s 54 Schweinefleisch 62-64 4, Hammelfleisch 62-70 V-, Kartoffeln per 100 Krlo X 3.00—4.00, Milch pr-Ltr. 13—18 4- Gänse pr. Pfd.H 46-54. Zwrebeln per Cir. X 8.00—9.50. du M.. 16. Oktbr., Nachmittags 2 Uhr - Min. (Telegraphif^r aursdericht. Mttgetheitt durch das Bo.nkgefchäst Albert Kaufmann in OneßeNl Creditactien 2483/., Staatsbabnactien 267V&, Galizier 2423/4. Lombarden 127V*, westbahnactien 162, Gottharddabnactien 103V», Darmstadter - Varckactten 15r Disconto Eommandit 1873/4, Oesterr. Silberrenle 667/8 40/0 Ungar. Goldrente /3 f», 4P/o 1880er Russen 71V4, 5o/o 1877r Russen 2. Orient-Anleihe 56Vg. Gnanier 58<:16, Rumänische Rente —, 4% Umfk. Egypter 70Vi, 5% Dürren 103/16, Marienburger 102, Hess. Ludwigsbahnact. 108. Tendenz: Briefkasten. Herrn X Y Wollen Sie über Ihr Manuscrtpt gefl. anderweit verfügen- gabi Bau Schl Bäck Rech 2, 11 3. n V n 9. 11 6, // 1. 11 wird dies i KftrotÄll । 'MtrStag un- D der Stimmt X ^tit Eiim» !r O Mstge51 ' : ^orgebracht wer Gießen, den Freitag bei 2 Bauplätze a Vormittag mg bekannt ge Gießen, den ( Mr ■ ttlls Allgemeiner Anzeiger. e*n Gegen, "den- Der ' findet ein J 9»rta öWn bi» 'WeM vttUMbet ? 12' d. SHti P'chssor 'Modi Ml Indenten ber )(n ©tmeinbtn der Verhind- Lindthoist und den" Qtflddjtn i» ber Regel Qtürlid) - Dii n D'UtsGnd, hüt btt Gefahr lttstüht wilden dereUntverD! ■ indrrSyM bdm der Abg. lischen K chn hnet hatte und -ter, war, schob Äteßen^in sich die hterM on der Lahn' i Gieß n und rUnilmWii e Uniöetfdot^ und geschmikr Mdlungen des bkijuwohnen; jt ein chemisches Stadt übt eine eg wegen ihrer § MsntM. Die t'iwlnn galten und eine feit. Marburg rreichdar. Den inen W-stsalen, rfl hält Giehen, er großen Ahe iM'lonn in den Murg Arien und PW- M die W m 'n ^nem n dürfte kam nb hch wurde im vÄrnvor- Das Resultat der W'hlnrne im, O-conov 377 Stimmen, chopbach A S .) Kaufmann yWasickhl- *173, »*- rfi»"1’ H*' bA dlunüw tktpyii- jK' #1«,l K»" ff: 6tb«® K«.> •M Ä; Bekanntmachung. Bei der am 15. d. Mts. stattgehabten Ergänzungswahl der Stadtverordneten für die Stadt Gießen sind gewählt worden: 1. Herr Commerzienrath Mols Noll mit 401 Stimmen, 2. „ Oeconom Georg Konrad Simon „ 379 „ 3. „ Fabrikant Ludwig Georgi „ 377 „ 4. „ Bauunternehmer Louis Kauf „ 354 „ 5. „ Schreinermeister Christian Schopbach „ 333 „ 6. „ Bäckermeister August Noll n 323 n 7. „ Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch „ 280 „ Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Wahlprotololl und die Abftimmungsliste drei Tage: Mittwoch, Donnerstag und Freitag, den 17«, 18. und 19« d. Mts, zur Einsicht der Stimmberechtigten auf unserem Bureau offen liegen und binnen dieser Zeit Einwendungen gegen die Wahl und gegen die Gewählten, sowie gesetzlich zulässige Ablehnungen bei Meidung des Ausschlusses ber uns vorgebracht werden können. Gießen, den 16. October 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 0911 _________A. Bramm. Bekanntmachung. Freitag de» 19. Oktober d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen 2 Bauplätze an der Ludwigstraße, zwischen dem R u ck st u h l'schen Hause Md der Aula, mit je 20 Meter Straßenfront^und 45 und resp. 55 Meter ermittelter Tiefe, meistbietend an Ort und Stelle unter den bei der Ver- (ttigetung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Gießen, den 12. Oktober 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 6852 A. Vramm. Bekanntmachung. In dem Concurse über das Vermögen des Kaufmanns Karl Lony , von Gießen wird zur Verhandlung und Beschlußfaffung über einen Zmangs- vergleich, sowie über Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Donnerstag den 8 November 1883, Vormittags 9 Uhr, ‘ ander aumt. Gießen, den 11. Oktober 1883. Großh. Amtsgericht. I. V.: 6898____En geL_______ In Zwangsvollstreckungssachen des Musikus Simon Geller in Gießen, Klägers, gegen Schreiner Karl Wirth in Gießen, Beklagten, Forderung betr. Aufforderung. Die in der Gemarkung Gießen gelegenen Grundstücke: Flur I Nr. 989, Hofraithe in der Flügelsgasse, und Mur I Nr. 992, Hofraum, Miststätte daselbst, dem K a r l W i r t h in Gießen beschränkt zugeschrieben und zwangsweise versteigert, sind 1881 von dem Letzteren ersteigert worden. Der hierüber ausgefertigte Steigbrief vom 24. August 1881 kann nicht beigebracht, die Bezahlung des durch Eigenthumsvo.rbehalt gesicherten Kaufpreises nicht nachgewiesen werden, und ergeht deshalb auf Antrag des Vollstreckungsgtäubigers, Musikus Simon Geller dahier, die Aufforderung, etwaige Ansprüche auf jenen Kaufschilling bis 1 .Dezember 1883 bei Meidung der Löschung des Vor- I behaltseigenthums und der Nichtberücksichtigung bei Bestätigung des Kaufpreises dahier anzumelden. Gießen, den 27. September 1883. Grobherzogliches Amtsgericht. I. V.: 6536 E n g e L_ Nächsten Mittwoch den 17.' October l. I., Nachmittags 2 Uhr, in der Flett'- schen Hofraithe dahier, werde ich folgende Gegenstände zwangsweise gegen Baarzahlung versteigern: 1 Commode mit Glasaufsatz, 1 Sopha, sowie 1 runder Tisch, 1 Waschtisch, 1 kleines Tischchen, 1 Commode, 1 dito mit Glasaufsatz, 1 Spiegel und 3 Bilder. Gießen, den 13. October 1883, Engel, 6851 Großh. Gerichtsvollzieher. 6900 Vorzügliche rothe Speise- kcartoffeln (Aurora), frei ins Haus ge- i liefert. Kennel, am Niegelpsad. WeMche Aufforderung. Kaspar Balser III. Eheleute von Reiskirchen haben die ihnen zustehende, in dasiger Gemarkung gelegene Parcelle Flur X Nr. 344 veräußert, vermögen aber das Eigenthum und die Bezahlung des Kaufschillings urkundlich nicht nachzuweisen. Es werden daher Alle, welche Eigen- thums- oder sonstige dingliche Rechtsansprüche an vorbezeichnete Liegenschaft machen zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche so gewiß binnen drei Monaten dahier geltend zu machen, als sonst die Veräußerung bestätigt und der Eintrag in das Mutations- Verzeichniß verfügt werden wird. Gießen, den 12. October 1883. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. I. V.: 6897 Dr. Berchelmann.______ Mittwoch den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flett'schen Hofraithe gegen Baarzahlung versteigert Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, Tische, 1 Secretär, Bilder, Spiegel, 1 Wagen mit Scheere, 3 Kühe, 2 Rinder und 1 Pferd. Gießen, den 15. Oktober 1883. Geißler, 6874_________Großh. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 17. Mober, Nachmittags V22 Uhr, sollen Katharinengasse 9 die zum Nachlaß der verstorbenen Joh. Müllers Eheleute gehörigen Möbel, Bettwerk und sonstige Haushaltungsgegenstände gegen Baarzahlung versteigert werden. Im Auftrag: I. Rothenberger. NB. Nach beendigter Versteigerung soll das auf dem Sand gelegene Grundstück nebst der Kartoffel-Ernte an Ort und Stelle versteigert werden. 6867 Ieilgeöotenes. Nachfolgende Grundstücke der H. M. Jnghardt Eheleute sind aus der Hand zu verpachten event. auch zu verkaufen: 530 Klftr. Acker am Ohlenberg, Nr. 24 = IV/73, 3282lH-Mtr. Acker am Wißmarer-Weg, Nr. 261 = 11/2, 4912lH-Mtr. Acker das., Nr. 269 = IU/90, / 7723 lH-Mtr Acker, IV 33, ! stößt auf den Krof- 6887________v/346, ) dorfer-Weg. ' Eiss Haus in guter Lage der Stadt, worin seit Jahren ein Specerei-Geschäft mit bestem Erfolg betrieben wurde, ist unter gänst. Zahlungs- bedingungeu zu dem billigen Preis von 9000 ■ tt. zu verkaufen. Näheres in der Exped. ds. Bl. 6665 6825 Mehrere Wagen Mist zu ver- kaufen. Carl Steinberger. Obstbaum-Versteigerung. Dienstag den 22. October, Vormittags 11 Uhr, werden in Oswalds Garten cs. 1000 höchst. Akpsel- und 500 höchst. Birnrnbsume in den ersten Tafel- und Wirthschaftssorten meistbietend versteigert. Da Herbstpflanzung bekanntlich am besten ist, so ist hierdurch Jedermann Gelegenheit geboten, die gelichteten Obstbestände zu ergänzen. 6913 Sonnenstrasse J. H. Fuhr Sonnenstrasse empfiehlt für die Wintersaison: Ha.pu.tzen, Tücher, Westen, Müffchen, Kragen, Boa’s, Kinder-Kleidchen und -Jäckchen, Beinlängen und Strümpfe, Gramaschen, Unterhosen und -Jacken, Stoff-, Wildleder- und Grlace-Kandschuhe, letztere in schwarz und farbig für Mk. 1.50 in schöner Qualität, Corsetten, Schürzen und Krausen. 6792 Bettfedern, Daunen und Rost haar bester Qualität empfiehlt zu billigen Preisen Herrn. Aug. Müller, Leinen-, Wäsche- und Bettwaaren-Geschäft, 6216_________Seltersweg 18.__________________ Friedr. Telpel Marktstrasse empfiehlt Englische Stricftmoffe, Strümpfe, Socken, Beinlangen re. Auch erlaube mir, auf mein gut affortirtes Lager in Knöpfen, Spitzen, Litzen, Agramen, Ornamenten, Agraffen, ganz ergebenst aufmerksam zu machen. NB. Anstricken resp. ertra Anfertigen von Strümpfen schnell und billig. 6609 Darmftaöter Fferde-Loose (Ziehung 20. October) bei Julius Wallach.__________ 6646 Krautfässrr z empfiehlt Louis Lony. ~ Wim äs: 8 Flügel Abzahlung- „ Harmoniums ohneAnzahlung 5 Nur Primii-Fabriknle t-» Magazin vereinigter Berliner Fianoforte-Fabriken Berlin, Leipzigerstrasse 30. Preiscourant gratis und franco. kJ Laubfägeholz in großer Auswahl empfiehlt billigst WUheSm Seibert«, 6435 Marktstraße. 3ti tjegiiinenöer Mulersaison! StrickwoUc in allen Farben und Qualitäten zu billigsten Preisen, sowie die seit Jahren von mir eingeführte IRoekwolle! das Pfund Jb. 1.20 empfiehlt •J. Äe S^whr«, Sonnenstr. 25. NB. Stricken von Strümpfen, Nöcken rc. wird billigst besorgt. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Louise Petri, geborene Sitz mann. Anna Weinhardt, Pflegetochter. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Seltersweg 43, aus statt. 6912 Danksagung. Allen Denen, welche meinem unvergeßlichen Mann Etlimtml Scftrmmit die letzte Ehre erwiesen, für die vielen Blumenspenden, sowie Herrn Pfarrer Rady hier für die trostreichen Worte am Grabe sage ich meinen herzlichsten Dank. Gießen, den 15. Oktober 1883. MU: Schulftraß 2000 100 Betresst (Gemeinde Gedern) derjenigen 6883 derjenigen derjenigen 6902 6914 M. Schuster, Wettergasse 3. Vati», 15. Del: und 6909 Be- ür den JAM Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 50 60 20 60 Von halte 1500 300 500 Namen der Oberförstereien. Sie wollen di H Niemand vorzulad^ Halten sick de 30 40 Die Eröffnung der Gebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Kaufliebhaber am 27. d. Mts., Morgens 10 Uhr, im Gasthause „Zur Traube" dahier. Nidda, am 13. October 1883. Eichelsdorf. Feldkrücken. Grebenhain Nidda . . Ortenberg . Schotten . ir In Auftrag: Rohr, Großherzoglich Hessischer Oberförster. 6443 Möblirtes Zimmer, mit oder ohne Cadinet, zu vermüthen. Ludw. Orth, Neuen-Bäuc Die Sammlungen des Frauen-Vereins der Gustav - Adolf - Stiftung'zu Gießen werden in diesen Tagen wieder beginnen. Wir bitten die Mitglieder unseres Vereins freundlichst, die jungen Damen, die sich der Sammlung in den einzelnen Ouartieren der Stadt unterziehen, mit Beiträgen bedenken zu wollen, , die zur Linderung der Noth bedrängter Glaubensgenoffen in nicht evangelischen Ländern und Gegenden verwendet werden. Die Beiträge im letzten Jahre im Betrag von 590 Jb. sind an bedürftige Gemeinden in Hessen, Preußen, Oesterreich und im Morgenland ausbezahlt worden. Indem wir unfern herzlichen und aufrichtigen Dank darüber aussprechen, glauben wir auch für die Folge auf die gleiche wohlwollende thelligung an den schönen Zwecken unseres Vereins rechnen zu dürfen. Gießen, den 15. October 1883. „Ein anständiges, fleißiges Mädchen für Hausarbeit gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. 6M Stadttheater in Gießen. Anläßlich des hohen Geburtsseds Seiner K. Hoheit des Kronprinzen vsv Preußen und Deutschen Reichs l'rllt die Mittwochs-Vorstellung aus und findet Donnerstag statt. Donnerstag den 1L. October: Iefl-Korflellung. 8. Vorstellung im Abonnement. IPr o Tableau Krieg im Frieden- Lustspiel in 5 Acten von Moser rnb Schönthan. Anfang 71/2 Uhr. — Ende nach 10 UH Sonntag, 21. October, Nachmitagsr EFtra-Korflelluns für Kinder: Dornröschen. Kinderkomödie in 5 Bildern non Görner. F. Brautleeht Nq ” ^tQ 6908 Für einen jungen Mann au5 braver Familie, der eine schöne Handschch und gute Schulkenntnisse besitzen muß, i|l eine Comptoir diener - Stelle mit entsprechendem Gehalt bei mirsrei und kam derselbe Logis in meinem Hause erhalten- Demselben ist bei längerem Aufenthalt bii ntir Gelegenheit geboten, sich kaufmännist auszubilden, so daß er später als ConiMs sein Fortkommen finden kann. Adolf Roll । in Firma: Joh. Balth. Nolsi Werkauf von Wutz- und Arennfiol'z im Iorste Wdda Es sollen verkauft werden: - ' Bei der heute unter Aufsicht der Großherzoglichen Polizeidirection vorgenommenen Berloosung von W. Jetts «elgemälden fiel der erste Gewinn (Gleiberg) auf Nr. 669, „ zweite „ (Mondscheinlandfchaft) auf Nr. 36, „ dritte „ (Schiffenberg) auf Nr. 37. Die Gewinne sind gegen Rückgabe der Loose und Quittung abzuholen bei F. E. Fehsenfeld, ________________ Univ ersitäts-Buch handlu n g. Lony's BierkeKer. heute an ist meine Wirthschaft in den Winter-Localitäten mich einem verehelichen Publikum bestens empfohlen. Achtungsvoll Christian Lony, Bierbrauerei. btg LV«! »3 J”18 Red- 60l„ s Sfr» Die Ableistun Mohne Ortsbürger derjenigen Wit, 5 eiitetz vermischte Anzeigen. 6884 Zwei Zimmer mit Küche uni» Zubehör werden in freier, gesunder i von einer einzelnen Dame zu miethen gesucht. Offerten bittet man unter Nr-M in der Exped. ds. Bl. abzugeben. HöWwichtig fiirKotM- consumentenu Agenten! Diff. bis Jt20p. Dopp.-Wagg. b. näm.Qual- Verzeichniß aller Ruhrkohlen - Sechen (310 Stck.) mit Angabe d. Sorten s. cv. nächst, u. bill. Bezüge bestrcnom. Zechen lief. f. JL 1 fco. geg. Eins. d. Bctr., gea, Nachn. J41.40 fco. Fr. BöSken, Dortmund, Kohlen-Comm. Gesch. 6888 Auch werden gut. Vertretung, nachgm 6907 Ein Mädchen, welches m Kleidermachen bewandert ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben- Näheres bei Frau Trän kn er, Wolken- gass ej.3. Für Einjährige! Zwei fast neue Waffenröcke zn verkaufen. 6904 Wo? fagt die Exped. ds. Bl. Ich werde mit dem 29. Oktober wieder M geilten, veriün Mit mit bm R«b T°ge «er du $ti ■itbtn »ild bet an« d, iofort kgimiiii R.R, ihm in b । * '» "bMart-n. Mm dieRchix H uichlvmn. Die indeß auch bie WilMhigungen s «»-geschlossen roar einen CurfuS im Anmeffen, Zu? schneiden tt. Anfertigen von Damen» kleidern eröffnen. Um baldige Meldunz wird gebeten. C^Schneider^^onnenstr^. s Gefuchü^^^E Unserem Dachs im Bau die Herz- ▲ M. lichsten Glückwünsche zu seinem Heu-I X tigen Wiegenfest. 69011 Gießen, den 17. Oktober 1883. J Die Meier Dachs aus Bremen. J 6832 Eine gold. Damen-Remont-ir» uhr von der Bahnhofstraße durch rü Löwengasfe und Teufels-Luftgärtitzk« nach dem Krenzplatz zu verloren. Avzugeben gegen Belohnung in der Exped. ds. Bl. 6868 Tüchtiges Dienstmädchen gesuehl Caplansgaffe 18. 6870 Einen Hausburfchen fiti Friedr. Will). 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Kaufliebhaber wollen sich wegen näherer Auskunft über Beschaffenheit und Bezugsort des Holzes, dessen Entfernung von der Oberhessischen Eisenbahn rc. an die betreffenden Großherzoglichen Oberförstereien -wenden und ihre fchrrftuchen Gebote für jede einzelne Oberförsterei auf einem besonderen Verzeichnisse längstens bis zum Abend des 25. d. Mts. bei dem Unterzeichneten einreichen. Später einlaufende Gebote werden nicht berücksichtigt. — Streck- und Schnittholz Nutzholz verschiedener Art Schwellen- Holz Gruben- Holz Derb- stantzen Buchen Brenn-Scheiter *8 N S *3" Weiß- Buche Roth- Buche N Sckwarz- Erle £ s Z Z ____cbm rm tein) — — — 150 100 100 — 300 — — — — — — — — 60