Nr. iS. Mittwoch den 17. Januar 1888. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. _ , ,. . „ _ ., . . - .. Qr a a «wv PreiA vierteljührlich 2 Mark 20 Pf. intt Bringerlohn. Nareaur Schulftraße <. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags ^)Ur(^ bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1883/84. Gießen, den 13. Januar 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gros;herzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung der rubricirten Voranschläge im Rückstände sind, werden an deren baldige Vorlage erinnert. Dr. Boekmann. Politische Ueberfkcbt. Gießen, 16. Januar. Die Reichstags,Verhandlungen vorn vorigen Donnerstag waren lediglich der Berathung des socialistischen Antrages auf Aushebung sännutlicher Ausnahmegesetze gewidmet. Wenn die Antragsteller mit ihrem Antrag nur die Absicht verfolgt haben, durch die Discussion die Stellung der verschiedenen Parteien klar zu stellen, so haben sie ihren Zweck vollständig erreicht. Es ist klar, daß, wenn der Antrag blos auf Aushebung des Jesuttengejetzes und des Kanzel-Paragraphen gestellt worden wäre, derselbe die Unterstützung des Centrums, der Polen, Elsäffer und Demokraten, sowie wohl auch der Fortschrittspartei gefunden haben würde, für den alleinigen Antrag auf Aushebung des Socialistengesetzes würden jedenfalls die Fortschrittspartei, die Secessionisten und ein Theil des Centrums gestimmt haben. Waü allerdings die Aufhebung des Dictatur-Paragraphen für Elsaß-Lothringen anbelangt, so würden sich zu dessen Aufhebung wohl nur die parlamentarischen Freunde der Elsässer, die Centrumsmitglieder und die Polen haben bereit finden lassen. So aber sprachen sich fast alle Redner gegen die durch den Antrag Liebknecht dargestellte Verschmelzung so heterogener Gesetze aus und die Debatte endete damit, daß das Haus den Antrag des Abg. Lipke (Secessionist) auf Uebergang zur motiüirten Tagesordnung mit großer Majorität annahm. Am Freitag beschäftigte sich der Reichstag mit Wahlprüfungen und Jnitiativ-Anträgen aus der Mitte des Hauses: die Debatte bot keine hervorzuhebenden Momente dar und wurde in der Sonnabend-Sitzung fortgesetzt. Der Präsident des Reichstages, Herr v. Levetzow, hat an der Spitze einer Anzahl von Reichstags-Abgeordneten aus den von der Ueber- schwemmung betroffenen Gegenden (den Herren Dr. A. Reichenjperger, Dr. Thi- lenius, Tr. Blum, Frhr. v. Löw und Bolza) in einer Audienz beim Kaiser den Dank für die Bewilligung der 600,000 JL aus dem DlSpositionS-Fondv ausgesprochen. In der am Donner st ag stattgefundenen Sitzung der Licenz- steuer-Commission erklärte Finanzminister Scholz: Preußen würde sofort nach Annahme des LicenzsteuergejetzeS eine Vorlage beim Buudesrathe einbringen, betr. die Besteuerung geistiger Getränke undTabakfabrikate im Reiche, so zwar, daß die Vorräthe an Wein, Bier, Branntwein und Tabak bei den Detailverkäufern nach dem Geldwerthe besteuert würden, wodurch die Detaillisten in den Stand gesetzt würden, die Steuer auf die Consumenten abzuwälzen. Die preußische Regierung habe diese Vorlage bereits auügearbeitet. Die „Consumenten" dürsten über diesen Plan wenig entzückt sein. Oesterreich-Ungarn hat in letzter Zeit recht bemerkenswerthe Anstrengungen zur Erhöhung der Schlagfertigkeit seines Heeres gemacht. Die Infanterie-Regimenter und die Jäger-Bataillone haben eine bedeutende Vermehrung erfahren und die Eintheilung der Armee nach deutschem Muster in Territorial- Corps-Bezirke wird unläugbar der Schlagfertigkeit des österr. Heeres zum Vortheil gereichen. Jetzt hat die österreichische Regierung auch die Vermehrung der Artillerie ernstlich in's Auge gefaßt, wozu mit der beschlossenen Errichtung des 14. Artillerie-Regiments bereits der Ansang gemacht worden ist; ferner sollen die reitenden Batterien, gleich der Kavallerie, schon im Frieden aus Kriegsfuß gebracht werden. Außerdem sind aber von der österreichischen Negierung nod) weitere Beschlüsse zur Verstärkung der Wehrhaftigkeit des Reiches zu erwarten. So sollen die Ersatzreservisten zum partiellen activen Dienst im Frieden herangezogen werden, was eine Erhöhung des Friedensstandes der österreichischen Armee um 24,000 Mann bedeuten würde. Endlich sollen die Festungswerke an der galizisch-russischen Grenze erheblich verstärkt und erweitert, sowie einige strategische Eisenbahnen ausgebaut werden. Die Auüfühning dieser Beschlüsse wird die Finanzen Oesterreichs allerdüigs erheblich mehr belasten, aber die erforderlichen Summen sind in Anbetracht des Zweckes, um den es sich handelt, sicher gut angelegt. Das sonderbare Nachspiel, welches das Hinscheiden Gambetta'ü zur Folge gehabt hat, — der Streit zwischen dein Vater imb den Freunden des Ex-Dictakors darüber, wo dessen Gebeine ruhen sollen, — ist nunmehr beendigt. Am Freitag hat die Uebersühruiig Der Leiche Gambetta'S von Paris nach vii^a stattgesunden. Etwa 50 Personen, Depntirte und persönliche Freiinde (Gambetta'S, befanden sich im Trauerzuge, welcher nur in Marseille längere Zeit — etwa eine Stunde — anhielt Die Beerdigung in Nizza sollte nm Sonnabend stattfinden, so daß dieselbe zur Stunde erfolgt ist, wenii nicht noch andere Dispositionen gegeben worden finb. Es ist eine eigenthümliche Fügung des Schicksals, daß der Leichnaili des Mannes, von ivelcheni die Franzosen die Wiedergewinnung Elsaß-Lothringens erwarteten, seine Ruhestatt in bem Italien entwundenen Nizza findet, und die Ironie, welche hierin liegt, erscheint von den Gambettisten erkannt worden zu sein und sie mUbeftimmt zu haben, die Beerdigung ihres tobten Meisters in Paris zu verlangen. Zwischen England und Frankreich scheint bezüglich der tunesischen und auch egyptischen Frage eine Verständigung im Werke zu sein. Wie die „Times" mitzutheilen weiß, würde England der Abschabung der Capiwlationen in Tunis zustimmen und Frankreich demgemäß die von England vorgeschlagenen Arrangements bezüglich Egyptens annehmen und sich mit der Aufhebung der Controle einverstanden erklären. Ob das Letztere indessen so gewiß ist, muß dahingestellt bleiben. — Der Premier Gladstone ist neuerdings wieder an einer leichten Erkältung erkrankt und muß das Zimmer hüten. sJ)ä. Gladstone gedenkt sich, sobald dies fein Zustand erlaubt, zu seiner völligen Wiederherstellung nach Cannes (Süd-Frankreich) zu begeben. Die lächerlichen Demonstrations-n der italienischen Radikalen und Irredentisten haben eine schärfere Ueberwachung des Grenzverkehrs zwischen Italien und Oesterreich zur Folge gehabt. Die italienische Regierung hat augeordnet, daß der Personenverkehr an der österreichischen Grenze wie nach den Bombenaffären auf das Sorgfältigste überwacht werde. Verdächtige Reisende sollen genauen Leibes- und Gepäckdurchsuchungen unterzogen werden. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland sind mit ihrer Familie in vergangener Woche endlich von Gatschina nach Petersburg überge- fitbclr* wo sie im Anitschkoff-Palais Wohnung genommen haben. Es geht hieraus hervor, daß der Czar sich in seiner Residenzstadt wieder sicher vor nihilistischen Attentaten fühlt. Die leichte Spannung, welche zwischen der Türkei und Italien in Folge des Umstandes entstanden ist, daß der italienische Consul in Tripolis eine türkische Schildwache mißhandelte, dauert noch an. Die Pforte hat den türkischen Botschafter in Rom, MusuruS Bey, beauftragt, wegen des Zwischenfalls in Tripolis die Abberufung des dortigen italienischen Consuls zu verlangen. Einstweilen macht die italienische Regierung noch Schwierigkeiten, diesem nur gerechteii Verlangeii der Pforte nachzukomvien. Die egyptische Frage kommt jetzt allmälig wieder in Fluß. England will in dieser Angelegenheit eine Cireularnote an die Mächte versenden, zugleich scheint eü aber mit einzelnen Mächten besonders verhandeln zu wollen. Wir haben oben schon eine Mittheilung der „Times" erwähnt, nach welcher England der Abschaffung der Capitulationen in Tunis zustimmen will, wenn Frankreich sich verpflichtet, Englands Arrangements bezüglich Egyptens anzunch- men. Ferner hat England durch seinen Geschäftsträger in Konstantinopel, Wyndham, bem Minister des Auswärtigen, Aarisi Pascha, eine Note überreichen lassen, in welcher der Pforte Vorschläge bezüglich der militärischen, finanziellen und gerichtlichen Reorganisation Egyptens gemacht werden. — England, Deutschland, Oesterreich, Belgien und Holland haben der Verlängerung der internationalen Gerichtshöfe in Alexandrien um vorläufig ein Jahr zugestinunt. — Die Nachricht, daß ein Theil des egyptischen OccupationS-CorpS nach^Eng- lanb zurückkehren werde, ist in den an die betr. Truppentheile erlassenen Tagesbefehlen widerrufen worden. m. Darmstadt, 14. Januar > Bericht bc*5 Abgeordneten W o l f 6 k e b I über die NothstandSvorlage. (Schluß)j Die Größt). Regierung habe erwidert, daß sie gegen diese Anschauung principiell nichlS eiuzuwenden habe, daß die ^rage icdoch tichttger weise nicht im Zusammenhänge mit der Nothstandsvorlage, sondern nut De.. tcpon erwähnten, auf die (JorrecLon deS Rheinstroms bezüglichen Umlagen zu behandcin Je». Uebrigenv werde auch in der Kürze den Ständen sowohl daü von der Commis to Z Untersuchung der Rhein,ironwerhättnisse erstattete Gutachten, al« die au^i Mund bcS- felben von der Großh. Regierung beschiossenen Maßregeln mitgetheilt werden, darunter auch diejenigen Verlegungen von Landdämmen, welche nach Prüfung des g t Material« für erforderlich erachtet, ihrerseits jedoch nur in Verbindung. mit>einem neuen Dainmbaugcslft ln’8 W-.k zu fchcn feien. Jedenfalls wü.rXftnm bei biefen wichtigen Arbeiten die Unterstützung durch einen erfahrenen topccial V.i®mrer 11111 ' '"sb e f' b em "weiteren Punkte, Wiederherstellung der früheren VermSgenSIage für ble dessen bedürftigen Besitzer zerstörter ober beschädigter Häuser, sei Frage auf. geworfen worden, in welchem ^>inne der AuSdruck »dessen ved f g z I unb wer über die Frage der Bebürstigkeit, :uie iwerbau l b nstch ch ber u ne^ tbcUcubcn Gelder m entscheiden baden werde. Letzterer puinkt sei von der Regierung al« eine nock offene ^raae beiddmet, in ersterer Beziehung dagegen bemerkt worden, das. sich ble?etne ällaonelne -Kegel nicht »ufslelleu taste metmehr m jedem e.nze nen nn* hrffen hrlnnbenn Verbältuissen zu entscheiben fein werbe. Da? Ziel fei eben ble mieberberfld nnn ber frübcren «ermflgenSlage und zwar nicht bh8 bei selchen ® l ! ™ zuw Aufbau Ihrer jerft'örten Häuser unsählg feien, fonbern äu» be allen ^"lienl en, bereu BermögenSverdöllnisse eine Aufwendung au« ’«Ä“"t*n l»!r“ «u® JÄitiat «scheinen li-tze. Hierbei wüste eiuerseit« Bar fmac adroffen werben bah bte bewilligten (Selber auch wirklich nur zu ben Zwecken verwandt würden |ü> die sie bestimmt seien anderersetl« auch, das, beim Wiederaufbau b« zerstörte,, Häuser bessere« Baumaterial angewandt werde, al« seiider häustg ber Fall gewesen sei. Der Ausschuß hat sich mit birjcn Anschauungen nnocistanden c; Hären zu können geglaubt und nur die Nolhivcndigkcil bdont, die m t Untersuchung bir Esiizel- veroältuifje und Ve thcilung d^. HülfSgclder betrauten Commission n derart zu organi- fucn, daß eine möglichst g rechte und unpartenschc Vertheilung, aber auch ein Verfahren nach clnbcuiichen Prine p en gewährlciftei werbe. Die Frage, ob auch für d.n durch das Hochwasser beschädigten Acker- und Wiesenboden emc Ersatzleistung aus Staatsmitteln d> adfichtigt fei, sei von der 3ie- gierung verneint worden, weil n an, von anderen B denken adglehen, hicizu die dem L.ndescomite zur Verfügung siedenden, neuerdings wieder durch den Beitrag auü dem kaiserlichen Diopoftt onsfondS so erheblich vcrstä kten Geldmittel für geeignet und ausreichend erachte. Mit der schließlich und zwar eventuell in Aussicht genommenen Bcibülse zum Ersatz 0;8 zu Grunde gegangenen Piehstandev — dessen Zihl übrigens nach Angabe der Regierung n>cht sehr bedeutend sei — zum Ankauf von iyutteiDoiTätben, Saat- f.acht und Laatkaricss ln bibe sich der Ausschuß ebenfalls einverstanden "klärt. In Betreff der Futiervorrätbc habe man indessen anheimgeben zu solln geglaubt, ob c8 in vielen Fällen n cht räthUcher sein werde, da8 gerettete Veh alSbald zu vei kaufen und c:ft zur Leit dcS FrübjadrS wieder anzuschaffen. weil dies voraussichtlich vor, thcilhaster fei, als besten koftsp elige Unterhaltung wählend der ganze» Zwischenzeit. Im Allgemeinen fei noch die Frage an die Regierung gerichtet worden, ob dieselbe eine Hingabe der zur Beidülse gewährten Summen i Fonds perdu ober unter Vorbehalt allmähligcr Rückerstattung beabsichtige. Diese Frage fei dahin beantwortet worden, daß man auch in dieser Beziebung j nach llmftänbcii und nach den Verhält- nt||en der m Betracht kommenden Beschädigten zu verfahren gedenke; nähere Bestimmungen hierüber werde übrigens die demnächftige definitive Vorlage enthalten. Auf eine von Seiten beS Ausschüsse« gegebene Anregung wegen der Pacht nachläste bet im überschwemmten Gebiete gelegenen fiskalisch.» Gütern sei von ber Regierung btc Zusicherung ertheilt worben, baß in dieser H »sicht schon jetzt mit aller durch die Verhaltntste gebotenen Rücksichtnahme vorgegangen werbe. WaS endlich bie Höhe der vorläufig anaeforberten Summe von 500,000 und die Form des Ausbringens derselben mittelst AnlehenS betrifft, fo scr Beide« von dem AuSfchuste nicht beanstandet worbe*. Bezüglich der nähere» Modalitäten beS auf- zunehmenden AnlcdenS, über welche btc Vorlage nichts enthält, habe ber Ausschuß ber Voraussetzung AuSbruck gegeben, baß bastelbe in Form 4vroceni ger Rcntenobligationen, unkündbar für den Gläubiger, für den Staat dagegen jederzeit kündbar, erfolgen werde, womit die Regierung sich einverstanden erklärt habe. Aus Grund der hier bargelegten Verdanblungen, welche über die zu gewährende StaatShülse, über die Ziele, auf welche dieselbe zu richten und die dabei zu beobachtenden Prmctpien in allen wesentlichen Punkten Uebereinstimmung ergeben haben, beantragt der Ausschuß einstimmig: ■ Dx< Kammer wolle der Großh. Regieruna zu den angegebenen Zwecken den im Wege des AnlehenS zu bes choffenden Betrag von 500,000 JL zur Verfügung stellen* m. Darmstadt, 15. Januar. Bezüglich deS Immobilien- und Hypotbeken- stempelS hatte der Abgeordnete Freiherr v. Nordeck zur Rabenau tm Oktober 1881 bd der zweiten Kammer den Antrag eingebracht dies lbe wolle die Gioßh. Staats regierung ersuchen, baldigst einen Gesetzesentwurf vorzulegen, durch welchen der Stempel auf Immobilien und Hypotheken angemessen h^abg-sitzl wird. Der Gesetzgebungs- Ausschuß der zweiten Kammer hat sich in dieser Materie schlüssig gemacht und beantragt, gutem Vernehmen nach, in einem von dem Adg Metz devsallS erstatteten Bericht nach Anhörung der G.oßd. Staatsregierung, dem genannten Anträge feine Folge zu geben. — Der unterm 13. November o. I den Ständen zagegangene Gesetz sentwurs, wonach auf die Faustpfandverttäge der al4 Genossenschaften eingetragenen Vorschuß/ und Ereditvereine die Vorschriften der Art. 309 und 311 deS Allgemeinen Deutschen Handelsgesetzbuchs auch in dem Falle Anwendung finden, wenn ber Psandbeftell-r kein Kaufmann ist ober die Schuld nicht auS einem beiderseitigen Handelsgeschäfte her rühtt, wird dem Vernehmen nach von der Mehrheit des GesetzgebungSausschufseS zur Annahme empfohlen. Berlin, 14. Januar. Wie Europa, fo ist auch d e transatlantische Hemisphär vom Hochwaper heimgesuchi, daS in einem Falle sogar möglicherweise den Gr**d zu politischen Auseinandersetzungen z- e'er Nachbarstaaten gelegt haben dürste. Der Rio Grande nämlich, bekanntlich in fein-m ganzen mittleren und unteren Lause die Grenz- scheide zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, hat sich in Folge feiner letzten Anschwellung ein tbeilweise neues Bett gegraben und r außerordentlichen Rothstände in mehreren Kreisen der Eifel dein Landtage a eignete Anträge zu machen. Das Abgeordnetenhaus begann sodann die erste Berathung der Verwaltungsgesetze, welche der Minister Puttkamer ausführlich befürwortete und Kneift bekämpfte. Rach einer Replik Puttkamer's vertagte |idj das Haus aus uiorgen. Das Herrenhaus nahm die 1 bis 21 der Subhastationsordnunq nach den Couuuistiousantrügen an. 15. Januar. Der Präsident des Gerichtshofes, vor welchem der Anarchistenproceß verhandelt wird, hat im Ganzen 19 Drohbriefe erhalten darunter mehrere aus der Schweiz, Deutschland und Rußland. Paris, 15. Januar. In bev Kammer gelangte heute bas Gelbbuch zur Ver- theilung. Aus bemfelben cig:bt sich, b.iß ber Ministerpräsibent Duclerc nicht aufhörte, für Frankreich die Aufrechterhaltung beS etntus quo ante in Egypten ober ein Aeauivalent dafür zu folberu. Eine Depesche ber frauzosischen Botschaft in London vom 31. Juli conilütirt, bafe btc englisch französifche Allianz n ich ber Sprache, welche bie englischen Minister führt.», noch eine ebenio enge fei, wie vorher, baß bas englische Kadinet jede Ehrgeizige Absicht in Egypt.n in Abrede stelle, baß cd lediglich zur Wiederherstellung der Ordnung und bei Autorität des Khebive Truppen nach Egypten sende und daß e8 hieinächsi die b finitioe Regelung der egypsischen Frage dem europäischen Concert unterbieiten wolle Nach b?> N-derwcifung Arabi Paschas verlangte England von Frankreich zu nnsten, was es wünsche; Frankreich antwortete: den etatus qao ante. Et." Depesche Ducleic's we st auf die Wohlthaten hin, Die die Controle habe und weiche er als die beste Garantie für eine gute Verwaltung Egyptens betrachte. Gleich- wohl werde er auch einen Ersatz beifeiben durch andere Institutionen acceptiren, welche ähnliche Garantien boten. England schlug einen einzigen englischen Controleur vor, ?!Opomrte spater, die Befugnisse der Schuldenkasse erweitern zu wollen und wies auf bie Möglichkeit hm, die Verwaltung der Daira und ber Domäne bamit zu verbinden. Frankreich lehnte die Vorschläge ab, weil sie tm Widerspruch mit dem LiquidationS- geub standen, welches bie internationale Sanction erhalten habe. Seitens Englanbs wurde keinerlei anderer Voischlag formulirt, der Meinungsaustausch, der unausgesetzt einen durchaus verbindlichen und freundschaftlichen Charakter trug, wurde geschloffen. 3» einer Depesche vom 24. November erklärte Duclerc, wenn England die bestehenden Arrangements glaubt auskündigen zu müssen, wenn eS seine Actiontzfreiheit wieder jurürfntmmt, so werden wir unsererseits nur für die Wahrung unserer Interessen Vor- sorge iu treffen haben. Eine Dpesche Duclerc'S vom 31. December weist die unauS- grfctzte Correciheit seiner Haltung England gegenüber nach Eine Depesche Lord Granville « vom 30. December sagt, cs liege kein Grund dazu vor, daß Frankreich und England in Folge de« AufhörenS der Controle nicht fortfabren sollten, einen wohl- tbüttgen Einfluß auf bie Zukunft Egyptens auszuüben, wobei boch beibe so wesentlich tntereffiit seien. Er bebaure, baß bie Verhanblungen nicht von Erfolg gewesen seien, an Le<. Ü!) bic übrigen internationalen, in Egypten geschaffenen Institutionen bestimmt fein loaten, ein ©onbmntertffe ober ein fpccielles Interesse Frankreichs und Englands iu begünstigen, unserer Auffassung nach hatten diese Institutionen gleichmäßig den wesent- ichen Zweck, die politische und finanzielle Verwaltung Egyptens zu sichern und alle Machte sind an besten Wohlfahrt Intereffirt. Ferner erklärt Duclerc, er könne nicht jugeben, daß bie llnterbrücfung ber Rebelliog Arabi Paschas implioite auch eine Ver- mebruna ber Organisation zur Folge haben müsse, welche im allgemeinen Interesse eingeführt und durch regelrechte, von allen Mächten acceptirte Stipulationen garantirt fei. Die Haltung England« notbtgt un«, in Egypten unsere Actionssreiheit zurück- lunebmen. too sehr wir das auch bedauern, wir acceptiren bie Situation bie uns bereitet worbe» ist. iß 3anuav. (Privat-Depesche). Der Brand im Circus brach bei Schluß ber Vorstellung durch Abbrennung eines Feuerwerks aus, wobei der Vorhang anbrannte. 800 Zuschauer preßten sich bei dem Herausstürzen gegen die nur nach Innen öffnenden Ausgangsthüren. Zwei Seitenthüren waren vernagelt. Die Lofchverfuche Ovaren vergeblich, da ba-3 Wasser in den Schläuchen gefroren. Bei dem Oeffnen ber Thüren sah man einen ganzen .yaufen brennenber Menschen. Die Gesammtzahl ber Tobten ist noch unermittelt. Viele retteten sich burch Herausspringen aus ben Fenstern. Die Circus- Pferbe und die Garderobe sind vollständig verbrannt. Lokales. △ Gießen, 15. Januar. Heule Morgen oerschieb nach mehrwöchentlichem Krankenlager ber ordentl. Professor der Philosophie Dr. Bratuscheck. Die Universität verliert 'n ihm e nen übeizeugungStreuen und eifrigen Gelehrten, unsere Stadt einen burdj selbstloses Wirken für gemeink'ütz'ge Zwecke ausgezeichneten Bürger. — Am ^,ltlDOd>' Uhr Vormittags, wird die Leiche nach dem Bahnhof gebracht um von da »ach Gotha geführt zu werben, wo sie - dem Wunsche deS Verstorbenen gemäß — zur Feuerbestattung übergeben werden soll - . A Gießen, 16 Januar. [Theater] .Die Tochter deS Herrn Fabricius ist ein Rührstück, worin mit erstaunlicher Berechnung aller scenischen Effecte auf dic Nervenerschütterung des Publikums spcculirt wird, ohne höheren Intentionen gerccht zu werden- Würde ein minder geschätzter Autor als Wilbrandt der Verfasser fein, fo würde daS Stück von der Kritik wahrscheinlich schiefer beurteilt werden, als jetzt in der Regel der Fall ist. Die Technik ist allerdings vorzüglich und halt die Spannung biS zum letzten Moment aufrecht. Die gestrige Vorstellung war nahezu mustergiltig. e ö , *pen Hktnritz bot als Fabricius eine Kunstleistung ersten Ranges. Die Ratur- wahrhett und Einfachheit bildei'.n die Grundzüge dieses schwierigen und höchste Anforderungen an den Darsteller richtend«n Charakters. Der gebrochene Ton, der verhaltene stellenweise wider Willen hervorbrcchenbe Groll wider die Menschen, daS Erwachen sanfterer Gefühle bet dem Erkennen feines Bildes und der Tochter, bie sich durch thranenerstickte Worte kundgebende Lösung der innerlichen EiseSrmde, die so natürliche und doch so schwer zu treffende Zurückweisung ber an der Zerrüttung seines Lebens schuldigen Gattin, kurz alle diese piychologisch wahren und wirksamen Büge verbanden fid) in Spiel und Rede zu einem Gesarnmtbilde von erschütternder Naturtreue. Da hier schon das leiseste Zuviel genügt, um die sich haarscharf auf der Grenze des Erlaubten bewegende Partie unmöglich zu machen, muß die Darstellung des Herrn Heinritz um fo rückhaltloser anerkannt und gewürdigt werden. In gediegener künstlerischer DarsiellungSform wußte er den durch vierundzwanzigjShrige Einwlhaft gebändigten, zum reumütbigen Büßer gebesserten Verbrecher m Maske, Spiel Geberbe und Sprache mit so trefflicher Charakteristik zu zeichnen, baß man in dieser Copie ein Original vor sich sah, dessen Gedanken und Empfindungen packend aus die Rubörer einwirkten und jeden zu lautem Beifall begeisterten. Die Lösung dieser Aufgabe bebmat mit den Haupterfolg dcs Schauspiels. - Fräulein Herzenskron als seine Tochter spielte mit tiefer Empfindung mb Innigkeit unb der unverfälschte Naturlaut sprach so warm zum Herzen, daß das Publikum nur Gerechtigkeit übte, indem es die Künstlerin überschüttete. — Frau Schubert.Schneeberger bewährte ihre Meisterschaft tn der minder dankbaren Rolle der Ida Reinhold. Ganz besondere ^bührt auch Herrn Lühr für die äußerst discrete Durchführung de« edlen Menschenfreundes Rolf den er mit Wärme unb Würde zur schönsten Geltung brachte. Herr Pal Im an n lieferte als sein trinkender Diener eine sehr gelungene (Sbanje »Nb Frau Hauptmann war ebenso lobenßroertb aI8 Frau Wohlmuth. Auch hn«(^errr ^rn°k ni*t ^brgessen werden, der mtt Herrn Ernst (Genchtsrath) das Ensemble bestens vervollständigte. Inseratentheile der heutigen Nummer unseres Blattes er . Im amrgon«tagc in der Aula ber Universität eine Vorlesung burch ben (noßherzoglich Hefsischeii Hosschauspieler Herrn Hugo Ebwarb aus Darmstabt statt, unb zwar die Rccitatton einer größeren epischen Dichtung: „Der Meisterbieb" von Arthur Fitger. des Dichters, eines in Nordbeutschlanb sehr gefeierten Künstlers, ist pter tm Allgemeinen wenig bekannt, boch haben, nach bem einstimmigen Urtheile com Kritiker, bie Dichtungen Fitger's einen hohen poetischen Werth-, namentlich hat der Vortrag seines obigen Werke« in den verschiedensten Orten, so auch in unserer »■■rtogtt ’^Wtiung bet " 'galten, A QklbhiA Vkrtl^ rte, ■i i- *“ 31.3d; ff.?81'’4'11 k: b:?« i»e ; 7 ,x,crifineüun6 ei ®°Dctrt Xt»'". f"t'tob Don < Q®o täte. .... ■;■/; bttbt und ,. L ®Wtfc wüche ’ • ’-'^holtur oor £2 =tb wirt auf . : i° Berbmben. 4 t caibanonfc -.. *"\::re5 : 21Bnw$t Ä eniioiim. jTtJ* Mtclmbai *^*Tnkn wieder < -‘Ccn® Vox: dir inanfc r.n. L-rd “ 7-cÄreitund ir”1 r-Bfn aobb '-- '. ednitlt^ r tki«, i Mr ixitüm »ntß. 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Januar von Southampton abgegangen war, ist am 13. Jrnuar 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Für die Wasserbeschadtgten im Großherzogthum gingen weiter bei und ein- Rechtsanwalt Brlel (2 Gabe) 20 X, Prof. Baltzer (2. Gabe) 10 X, beiAndr Weidia ges.: Das drakonische Gesetz und der Anwalt 10 X, für einen Cognac 1,69 X eine ^ange 346 X, Vereinigung Wetzlarer Geometer 9 X. Ergebniß einer Sammlung aus der Wmgolf-Kncipe 102,46 x Wüst 1 X, Joh E- Leicht, Wotzenborn 1,50 X »rrau Bopp Wwe. 3 X, Frau Hofg.-Rath Krug 5 X, M. S. 2 X, P. S. (2 Gabe, 2 X, 5. E. 3 X. Prof. I)r. Heß (2. Gabe) 10 X, Frau v. Heimbracht 2 N. N. 4 Louis ^reff 10 X fidele Tischgesellschaft im Rufs Hof (2. Gabe) 15 X, H. Bourgeois 1 Gememde'ath zu Groß-Linden in seiner letzten Sitzung gesammelt 12 X, Sparund Vorschußkasse zu Grotz-Linden 70 X - Jnsgesammt 297,81 X, mit den in letzter Nummer quittirten Beträgen nunmehr 6168,14 X Allen freundlichen Gebern herzlichen Dank sagend, bittet um weitere Gaben Die Expedition des „Gießener Anzeiger". OderhesMe Eistuliahnk«. Mir deni 1 März d. I. tritt ein neuer Vieh- rc. Tarif für den Oberhcssisch- Hessischen Verkehr in Kraft. Aenderungen in den seitherigen Frachtsätzen sind damit nicht verbunden- Gießen, den 12. Januar 1883. 400____________Grohh. Direktion. (Obrrhrififdif Eisenbahnen. Mit dem 15. ds- Mts. treten zwischen Grünberg, Lich und Büdingen einer- und Straßburg und Reichshosen andererseits birecte Satze des Spezialtarifs m für Schwellentransporte in Kraft, worüber die genannten Stationen nähere Auskunft ercheilen. Gießen, den 13. Januar 1883. 419 Großh. Direktion. Holzversteiqerunq in der Kgl, Obersörsterei Krofdorf. Dienstag den 23. Januar, Vor- t inittags um 10 Uhr, werden zu Salzbödeii | bei Wirth Weißbrod folycnde Holz- I fortimentc aus dem Königlichen Forste ■ oerfteigert: Schutzbezirk Wißmar, Di stritt Lindenschied 72 abermals: Buchen: 272,5 Rm. Scheit, 13 Rm. Knüppel, 23,5 Nm. Stock- hoU, 378 Rm. Reiser. Schntzbezirk Salzböden, Distr. Schloß- vcra 71 ab: 386 Rm. Scheit, 30 Rm. Knüppel, 530 Rm. Reiser. Krofdorf, den 14. Januar 1883. 406 Der Königl. Oberförster: Brüller. Mittwoch den 17. d. Mis., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Flc t t'schcn Hofraithe dahier eine Anzahl Möbel und em Pferd meistbietend versteigert. Metzen, den 15. Januar 1883. Geißler, 384__Großh. Gerichtsvollzieher- Donnerstag den 18 d M, Nachmittags 2 Uhr, « werden in der Hofraithe des L. Flett r dahier (Wallthorstraße)lPferd(Schimmel) und 1 Ziege gegen Baarzahlung mcist- t bietend versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 16. Januar 1883. Geißler, 4l6 Großh. Gerichtsvollzieher. — Aeilgeöotenes. 395 Ovale Tische unb Bettstellen ; empfiehlt billigst Justus Heck, Blcichstraße. Juttciorliktl. I^oggenkleie, Weizenkleie u. Weizen- schaalen billigst bei 117 S. Äüp, Bahnhofstr. 60. Zunge Hühnerhunde I. prflmiirtc Race in der Hunde-Auüstcllung w Darmstadt im September v. IS.) zu kaufen. 409 W. Burk in Butzbach. Allgemeiner Anzeiger. und 39 Offerire unter Garantie der Reinheit: Rotbwein, Ingelheimer, . . Weißweine, Hochheimer, . . Gundersheimer, Tifchwein, . . per Flasche JL 1,20 n n ii 1,50 Aufträgen auf guten und reinen Flaschenwein in Fäßchen per Liter zu 80 H aufwärts entspreche ich zu jeder Zeit. Hochachtungsvoll Clir» Helm, Bismarckstraße. L In allen Apotheken ä.cHt zu baden. Ausführliche Prospecte gratis. IDle Firma Ed. 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Preisverzeichniß gratis und franko. Wiedcroerkäufern Rabatt. >r, / E CO §a verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scken Druckerei (Fr. Ebr. Pietsch in Gießen. Ick Unterzeichneter nehme die Worte, womit ick Jakob Dietz beleidigt habe, hiermit öffentlich zurück Steinbach, den 10. Januar 1883. 413 Georg Weiß. (liessen, den 15. Januar 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. ■ (fr IJÖ flirt«’ II In der Aula der GrohherMlichen Univerktät Sonntag den 21. Januar 1883, Abends 7 Uhr: Vorlesung gehalten van dein Grosjh. Hessischen Hosschanspieler Herrn Hugo Edward ans Darmstadt. Rceitation von: Der Meisterdieb. Epische Dichtung von Arthur Fitger. Gewerbe- und llotbsbildungs-Verein. Dienstag den 16. Januar, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel: 373 Vortrag des Herrn Architekt Hug über die Aencbtiakeit in den Wohnhäusern W *r«> kSr N t.p■; t. Cberbeinfcbe Gcscllsckaft für Natur- „nd Heilkunde zu Wietzen. Die Winter-Generalversammlung findet am 17. Januar d. I., Abends 6 ?lljr, in der kleinen Aula statt und werden dazu die Mitglieder der Gesellschaft sowie alle Freunde der Naturwissenschaften geziemend eingeladen. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Statutenzusatz, Wortrag von Herrn Professor Dr. Streng: Erläuterung eines geologischen Profils des St. Gotthard in der Axe des großen Lunnels. Nach der Sitzung gemeinsames Nachtessen {JL 2) im Hotel „3um Rappen"._____ _ ^L. Feder Die praktische und hygienische Bedeutung dieser Feder besteht darin, dafs sie durch ihre parallele Richtung mit der Schriftlage die Grundstriche auf naturgemafse Weise ausführt und es ermöglicht, beim schreiben gerade vor dem Tische zu sitzen? Sö <üßo 5 «. 5 < VT» - Metzelsuppe heute (Mittwoch) Abend in der Pulver- mützle.__415 Für Kürschner und INadisien. Eine Strohhutfabrik der Umgegend, verbunden mit Wäscherei und Färberei, sucht zur Errichtung einer Filiale event. zur Annahme von Wasch- und Färbhüten und den Verkauf von neuen Hüten eine geeignete Persönlichkeit Offerten unter Nr. 414 an die Erped. (In (> Abheilungen.) I Die Heimkehr. II Die Anklage. III. Das Roh. IV. Das Kleinod. V Der König. VI. Der Bruder. Eintrittspreise: Nummerirter Platz JL. 1.50. Saalbillet (uimummerirt) JC. 1. Billets sind von Mittwoch den 17. d. M. an in den Universitäts- Buchhandlungen der Herren Ferber und Nicker zu haben. Einlaßkarten für die Herren Studirenden ü 75 H beim Hausbeschließer Herrn Storck in der Aula. Preise an der Abendkasse: 'Nummerirter Platz JA 2. Saalbillet JL 1.50. Spanische Weine 8 (directer Bezug). X Im feiftth Ärim* mö Cti- - |jwr «riy* n -n : Itttatg o Citat t Lei 81151 M ta btn liü' i . tort an Äatoid r tiri un AechKL sät Utbj ?cit Zer 5 M BcrUzrt: urd s Wim 18. Januar, jck» ) wmünto edj . . Ktliiid m ■ maükn n_- t1 " foods per-h ** griffen ftj Berlinische Mcns-Uersicherungs-Gcscllschaft. Gegründet 1836. Der im Jahre 1883 an die mit Anspruch auf Dividende Versicherten zu ver Ibeilendc Gewinn für 1878 stellt sich auf JL 542.500, die Prämiensumme dcr Zbctl- nahmederecktigten bcttäat 1750000. Die hiernach zu verthcüende Ltotbcnde von 31v6t. wird den Berechtigten auf ihre im Jahr 1883 fälligen Prämien in Anrechnung gebracht. Die Dividende pro 1884 beträgt voraussichtlich 31 pEt. der 1*79 gezahlten Prämien, „ 1885 „ „ 32 „ „ lh80 „ 1880 , . 32 w 1881 Die Gesellschaft schließt jede Art von Lebensversicherungen gegen feste und billige Prämien. Aussteuer- und Leibrentcn'Be.sichcrungen werden unter den aünfftasten Bedingungen effcctuirt. Versichert waren Ende 1881: 20 722 Personen mit . . . ■ 103922382 Vers Lumme und JL 135 907 jährl. Rente. Garantie-Kapital Ende 1881 . «X 29 514 752. Berlin, den 30. Dezember 1882. Direction der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. 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