Är Dienstag den 16. Oktober l88S- Wchener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau: Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 47,476 A 74 , /n s 4. Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung der Großh. Brand- versicherungtzkasse vom Jahre 1880 betreffend, 5. Ordensverleihungen: _ 0T Se Königs. Hoheit der Großherzog haben Allergnadrgst geruht: Am 12 Septbr Sr Erlaucht dem Herrn Grafen Eberhard zu Erbach-Erbach das Comthurkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, am 26. Septbr Sr Erlaucht dem Herrn Grafen zu Stolberg-Roßla das Großkreuz und Sr. Durchl. dem Prinzen Lothar zu Ysenburg und Büdmgen das Com- thmkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. 6. Namensveränderungen. 7. Concurrenzeröffnungen: z r j . Erledigt sind: Eine mit einer kath. Lehrerm zu besetzende Stelle an der Gemeindejchule zu Ober-Roden mit einem nach dem Dienstalter der betreffenden Lehrerin sich bemessenden Gehalt von 900 bis 1000 A Gine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Lampertheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemeffenden Gehalt von 1000 bis 1400 A Darmstadt, 12. October. Der Finanzausschuß zweiter Kammer halt am 15. d Mts wieder Sitzung zur Besprechung mit Großh. Negierung über die künftige Dotirung einer Reihe von Realschulen des Landes. Dann folgt Beschlußfassung über die Beschlüsse erster Ständekammer zum Gutachten der Mainzer Rhein-Commission. r , Berlin, 12. October. Das kaiserliche Patentamt hat gestern in einer hochinteressanten Patentstreitsache eine Entscheidung getroffen, die für die ganze deutsche Papierindustrie voraussichtlich von den allerwichttgsten Folgen begleitet sein wird. Seitdem der Vavterkonsum so ungeahnte Ausdehnung genommen hat und in Folge dessen ^der Vorrctth von Hadern, die früher den Rohstoff für dte Fabrikation bildeten, det Weitem nicht mehr ausreichte, hat es dte Wissenschaft als ein Problem angesehen, Ersatz und Surrogate zu finden- Einem deutichen E-finder (Keller im Königreich Sachsen) gebührt das Verdienst, zuerst auf dte Verwendbarkeit des Holzes zu diesem Zwecke hmgewtesen zu haben. Nachdem durch dte Praxis mehrere Methoden für dte Gewinnung des Holzstoffs auf mechanischem und auf chemischem Wege bereits emgesührt waren, nahm der Amerikaner T-lghman schon vor etwa 20 Jahren in England Patente für ein von ihm nL erfundenes Verfahren zur Gewinnung von Faserstoff mUtels Behandlung des Holzes unter Mitbenutzung von schweflig-sauren Salzen. Diese Patente kamen derartig Diese Entscheidung wird !n den Kreisen der deutschen Papierfadrikanten die lebhafteste Befriedigung Hervorrufen und die Beseitigung dieses Patents gleich des finanziellen Drucks, der auf den Fabrikanten lastete, und die W'ederhei- stellung der Freiheit der intellektuellen Bewegung, welche bte Beseitigung des Patents im Gefolge hat, werden dahin führen, daß diese Erfindung vervollkommnet und zu einem Gemeingut der ganzen deutschen Papt^rfabrikation werden wird. Diese Beseitigung wird auch für die deutschen Waldbefitzer von großem Dorther! fein, da voraussichtlich durch bie Ausb-Hnung der Fabrikation und des Exports b e Nachfrage nach den geeigneten Holzern wachse« und dadurch auch den Forstbefitzern eine »ermebrfe Einnahme zufließen mlrb. Berlin, 13. October. Der „Rordd. Allg. Ztg." zufolge sind die Ar- beüen an dem Auswanderungs-Gesetzentwurf nicht eingestellt, sondern werden ^^Baden-Baden, 13. October. Die Abreife des Kaisers ist auf Sonntag den 21. October festgesetzt; die Ankunft in Berlin wird Montag früh erfolgen. Hefterrelch. Wien, 12. October. Eine komische Sache ist die diesjährige feierliche Einführung des Rectors der Universität. Der abtretende Rector Dr. Maaßen bat sich durch die Parteinahme für die czechischen Studenten dergestalt verhasst gemacht, daß mit voller Sicherheit Kundgebungen der Studenten bet der Heber» nabe des Rectorats vorauszusehen sind. Nach vergeblichen anderweitigen Be- mühungen ist das Ministerium auf den Gedanken verfallen, daß die Aula die Menge von Menschen nicht fassen könne und daher aus polizeilichen Gründen die Feierlichkeit unterbleiben müsse. Zur Entlohnung soll, wie es heißt, Herr Maaßen in das Herrenhaus berufen werden. Seme Wahl zum Mitgliede des Reichsgerichts hat er sich im Beginn dieses Jahres durch Ablegung eines Glaubensbekenntnisses im „Vaterland" verdient. Ist es nicht eigenthumlich daß sein geborener Mecklenburger im deutschen Wien als Hauptbekampfer der deutschen Studenten es erleben muß, daß mit wenigen Ausnahmen, zu denen leider der Germanist Dr. Heinrich Siegel, geborener Badenser, gehört alle ordentlichen Professoren in einem Schreiben an ihn als Rector feine Handlungsweise verurteilen und er nun ohne Sang und Klang abtreten muß? Viel Glück dazu. Das „Vaterland" leitartikelte einmal wieder am October über den österreichischen Staatsgedanken, den es in der Aufgabe steht, den slawischen Osten katholisch zu machen. Oesterreich kann sich gratuliren, daß zwei conver- tirte Mecklenburger — dieser Artikel ist von Herrn v. Vogelsang — ihm endlich seine Ausgabe klar machen. «.Köln, dtg.j Kmnkreich. Paris, 13. October. Kasimir Perier ist zum Unterstaatssecretär im Kriegsministerium ernannt worden. Die Ernennung PonbeLs rum Seme- präfekten wurde bestätigt. Der „Soir" meldet, daß der Anttprufsten aus Verlangen Campenon's suspendirt wurde. , , . Maris 13 Oktober Mehrere Abendzeitungen veröffentlichen den Wo.tlaut des lebt. Dte Franzosen befefc n aU§ 2onfli ng zurück und g'bt den Man- Küste von Hue. Slnam fern ^Peber etniUnebmen, erklärt dte Häfen Turann dartmn in Tongkingi auf ihre W j r J und errichtet auf der großen Route und Sontoy off n'ür den Hand aller ütat.dnen n^^^ Siädt-N Tongkings von Hanoi nach Saigoni etnebete» Controte anamitifche Mandarinen werden französisch-i Residentene ngesitzy um Residenten sich mit den Einzelheiten bte innere Verwaltung fortsühren, oyne vuv ' v sranrösiscken Behörden bet Verwaltung zu b-fosstn r°uchen^ Au^V-rlang-n können die Mandarinen abgesegt > rciMtroihmifi nnb Rerwenduna der Steuern Äon^Än 8ÄÄ Die ftaÄen uÄn unb französische Beamten fb unb ihres Eig nthums in ganz Tongking Auoms eben o alle Auslänber, welche französischen Schutz iS bte ungefröite Csieulation aus dem roihen Fluß, übet« "ft4',”' die vollständige Integrität Anams, beschützt den König gegen ff®“",? 9 ufien unb aeßen all-inneren Aufstände und unterstützt den König ; «“'Ä’1’LÄ “n (.®fle0nftrembe. Frankreich vertreibt allein die „schwarzen , ^Mao-n^ mödr?bie Sichkrhest°unb Freiheit des Handels auf dem rothen Flusse und st llt dem Könige di-dnöthigen Ingenieure. Gelehrten unb Osstciere. Fernere Con- serenzen wkrben die jährliche Quote festsetzen, welche die Regierung von Anam auB den Ieutschtrmd. Darmstadt, 12. October. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Bei- * Bekann!machung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, den Vorbereitungsdienst und die Prüfung der Gerichtsfchreiber und Gerichtsvoll, zjcher ^Eandgerichtsrath bei dem Landgerichte der Provinz Oberheffen Karl Wiener ist an Stelle des zum Oberlandesgerichtsrath ernannten Landgerichtsraths Mannmüller zum Mitglied der Commission zur Prüfung der Aspiranten zum Gerichtsschreiber- und Gerichtsvollzieherdienste am Sitze des Landgerichts der Provinz Oberheffen bestellt worden. . 2. Bekanntmachung Großh. Provinzial-Drrectwn Rhemhefien, die Eröffnung der Schifffahrt durch den Rhein-Durchstich am oberen Busch betreffend . 3. Auszug aus der Rechnung über Einnahme und Ausgabe des Universi- Wssonds zu Mainz für das Jahr 1881/82. , I. Die Einnahme beträgt: A. Ordentliche: 1) Von Gebäuden und Grundstücken 79,073 M. 76 H, 2) Kapitalzinsen 104,870 M. 88 3/ Ertrag des Waldes 3985 M. 51 $i, 4) Jagdpacht 500 ^., 5) Zuschüsse aus anderen Kassen 584 Jl. 15 Sx, 6) Andere Einnahmen 1201 M. 19 9\. B. Außer- «rdentliche: 7) Kassevorrath 51,115 .A 1 L,, 8) Ausstande aus vorderen Jahren 2222 A 52 9) Zurückempfangene Kapitalien 235,173 ^. 21 10'1 Verkauf von Häusern und Gütern 6866 A 7 zulammen 295,376 A 81 H. Gesammtsumme aller Einnahmen 485,592 A 30 II. ^gabe. A. Ordentliche: 1) Beiträge zu öffentlichen Lasten 12,365 A 74 aus Stiftungen 70 A 28 3) Gerichts- und andere Kosten 10-^ 17 y Localvergütung und Rechnungsführung 5008 ^ 2 A, o) ^on^rL^' lchnunaen, Taggelder und Reisekosten 196 A 30 6) Botenlohn, Postgeld, Berkündigungs- und Versteigerungs-Kosten 145 A 75 X der Gebäude 2260 A 59 $i, 8) Kosten der Grundstücke 1404 J-L. 91 Ä, 9 , Kosten des Waldes 2171 Jt. 20 S\, 10) Pensionen und ständige Unterstützungen 12,308 85 S\, 11) Zuschuß in anvere Kassen: § 1. Beitrag zum Gymnasium in Mainz 46,056 M. 35 H, § 2. Beitrag zum Pensionat am Gymnasium zu Mainz 2815 M. 86 H, § 3. Beitrag zur Realschule in Mainz 31 002 Jh. 84 § 4. Beitrag zur Entbindungsanstalt in Mamz 901 Jl. 17 S 5. Beitrag zur Landes-Universität Gießen 16,800 Jb., § 6. Beitrag an die rheinisch-naturforfchende Gesellschaft in Mainz 3200 Jb., § 7. Beitrag an den Verein zur Erforschung rheinischer Geschichte und Alterthümer in Mamz 1685 71 a s 8. Beitrag an den Localgewerbverein in Mainz 6000 A § 9. Beitrag an das römisch-germanische Central-A^useum in Mainz 1200 A §10. Beitrag an die Stadtbibliothek von Mainz 1371 «X 43 A § 11. Sterbquartale an die Großh. Civildiener-Wittwenkaffe in Darmstadt 1120 A zus. 112,153 A 36 A 12) Nachlässe und uneinbringliche Posten 334 A 65 13) Andere tegaben 4528 U 60 H, zus. 152,958 M. 42 Ä. B. Außerorbeutstche: 14) Neu ausgeliehene Kapitalien 285,157 M. 14 Gesammtsumme aller Ausgaben 438,115 Jb. 56 Vergleichung : Dre Emnahme betragt 48o,592 A 30 , die Ausgabe beträgt 438,115 A. 56 , verglichen, bleibt Rest in Vergrssenhett, daß, als vor einigen Jahren Herr Professor Mücherlich in Minden um ein Patent für die gleiche Methode der Herstellung von Cellulose nachsuchte, demselben das Vatent ohne Weiteres erth-ilt wurde. m . r Herr Professor MUcherlich bat sich von jebem Fabrikanten, ber fein Verfahren ausnutzen wollte auf eine Reihe von Jahren unb zwar über die eigentliche Gültigkeit seines Patents hinaus, pro 100 Silo ber sabricirten Cellulose 2 Abgabe ausbebungen unb sich baburch eine Rente zugesichert, bte schon circa '/r Million * IflbrB<6 6e‘f08‘- Es finb in Deutschlanb 32 Lizenzen vergeben unb für i-de Lizenz hat ber Fabrikan eine Minimalfumme von circa 15,000 M lährl ch 0aranttrt Diese Belastung zu Gunsten eines Einzelnen brückte natürlich bie ganze beutsche Pap^^ustrie und erschwerte ben Export, auf ben bei b>r Entwickelung unseres gewerblichen Ledens ,eber Industriezweig mehr ober weniger angewiesen ist. Nachbem inzwischen auch in andern Ländern, besonders in Schweben, bas gleiche Berfahren auf Grunb des Tilghman'fchen Patents sich ^''^rend^Üs auch in Deutschland aus dasselbe aufmerkmm und Herrn Fabrtkb.fitze. Behrend aus Varfin gebührt das Verdienst, daß er zuerst aus die Gleichartig,kett oeider Erfindungen, der Tilghman'fchen und der Mitcherlich'schen hingewiesen und das Nlchtkgkeitsverfahren aeaen das Patent des Letzteren etngelettet hat. Das Patentamt hat fich in seiner gestrigen Sitzung den Ausführungen des Klägers vollständig ongeschlossen und schon nach kurzer Berathung die Nichtigkeit des Mttcherltch ichen Cellulose-Patents Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondem-Brrreau. Szegedin. 14. October. Anläßlich der Vollendung des Wiederaufbaues der Stadt ist der Kaiser Franz Josef, begleitet von dem Ministerpräsidenten Tisza, dem Minister für Landesvertheidigung, Baron Orczy, dem königlichen Commissar für den Wiederaufbau der Stadt, Ludwig Tisza, und zahlreichem Gefolge, heute Vormittag 11 Uhr hier eingetroffen, von dem Bürgermeister empfangen und von zahlreichen Deputationen und einer großen Volksmenge jubelnd begrübt worden. Die Stadt ist prachtvoll geschmückt. Der Kaiser wird drei Tage hier bleiben, um die neuerbaute Stadt eingehend besichtigen zu können. London, 14. October. Der chinesische Gesandte, Marquis Tseng empfing gestern in Falmouth eine Adresse des dortigen Stadtraths und sagte in seiner Erividerung, er hoffe noch, daß durch gegenseitige Concessionen eine befriedigende Lösung der großen, ihn beschäftigenden Frage erfolgen werde. Seine Pflicht und seine Neigung entsprächen einer solchen Lösung; es würde daher nicht seine Schuld sein, wenn dieselbe als unmöglich befunden werden sollte — (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") Wie aus Hongkong gemeldet wird, sollen auf der Insel Hainan Plakate verbreitet sein, in welchen den Europäern und Mandarinen mit dem Tode gedroht wird; die fremden Jtoegstöiffe seien um Schutz angerufen worden. In Futschau habe ein ernstlicher Krawall stattgefunden, wobei der französische Consul intervenirte.^ , ,.j — Aus Alexandrien wird berichtet, daß in der letzten Woche "daselbst keine Cholera-Sterbefälle mehr vorgekommen feien, es seien überhaupt nur noch einige Fälle in Ober-Egypten constatirt worden. Handel und Verkehr. Muchtpreise.) Weizen M. 20.20, Korn at 18.00, Gerste 14.60, Hafer M. ll.oO, Erbsen M 18.04, Lein M. 00.00, Samen JL 00 00 Kartoffeln o.UU. ' u 3 dem heutigen Markt kostete der CentnerHer 3.50—3 7.9 f^troh ^3.00—6.50, Eier das Hundert 6 00—7.00, Stück 7 Butter 1. Qualität jt 1.40, 2. Qualität JL. 1.20, Kartoffeln per Eentner 2 00__2 50 Kohlrabi 4-6H per Stück, Erbsen per Pfd. 00—00^>, Nothkraut per St 12 30 A Poularden JL 0-0, Huhn^L 1.50-2.20 1 Ente JL 2.0000 1Sauhe öfelol Hahn JL. 0.75-1.30, Gans JL 5-8.00, Welsche ^8-9' 50-60^ Zoll- und Telegraph-nerträgn ss-n In Anam, den Steuern und Zöllen in Tonaktna au3 Monopolen und Unternehmungen erhölt. England. London, 13. October. Einer Depesche drs ^Lloyd" zufolge ist in Port-au-Prince eine Revolution ausgebrochen. Die Stadt wurde geplündert, die Hälfte der Häuser durch Brandstiftung und Beschießung zerstört; viele Personen sind tobt. Im Hafen liegen fünf fremde Kriegsschiffe. — Der „Pall Mall Gazette" zufolge würden alsbald nach der Rückkehr General Wood's nach Egypten 3 von den dort stehenden 6 englischen Regimentern nach England zurückkehren, über die Zurückziehung des Restes des englischen Occupalions-Corps aus Egypten werde voraussichtlich im November d. Js. Entschließung gefaßt werden. — Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Zanzibar von heute gemeldet, das englische Kriegsschiff „Osprey" sei dort, von Madagaskar kommend, eingetroffen und habe die Nachricht gebracht, daß Admiral Galibert in Tamatave angelangt sei und daß die Situation auf Madagaskar sich nicht verändert habe. Berichten aus Kanton zufolge füllen aus Furcht vor einer etwaigen Blokade Kantons durch die Franzosen die Handelsstockungen daselbst zunehmen. Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M. u _ Opernhaus. Dienstag den 16. October: Hugenotten. bm 17. October: Volksvorstellung bei ermäßigten Eintrittspreisen. Die lustigen Weiber von Windsor. Außer Abonnement. Donnerstag dm 18. October: Marth a. Freitag den 19. October geschlossen. Samstag den 20. October: Tell. Sonntag ben 21. October: Zauber flöte. _. Schauspielhaus. Dienstag dm 16. October: Die Rantzau. Mittwoch den 17. October: Krisen. Donnerstag den 18. October geschlossen. Freitag den 19. October: Die Wtderspänftige. Vorher: Die Versuch er rn. Samstag den 20. October: Zum ersten Male: Elfe. Schauspiel in 3 Aufzügen von A- Th. Edgren-Lcffler. Nach dem Schwedischen von Emil Ionas. Sonntag den 21. October: DonCarlos. ordentlich und pünkMch gewesen. Der Knecht klagte auf Kost und Lohn wegen unbegründeter Entlassung und legte des Herrn Zeugn h vor. Das Gericht erkannte - Der Herr könne sich auf die angebliche Pflechtwidrtgkest des Knechtls nicht m°h? bttufm wenn er ihm im Abgangszeugnisse wider besseres Wissen bereuat berfelhefo?* und Pünktlich gewesen. Eine solche Bezeugung klärung der Verzeihung der geschehenen Pflichtwidrigkeit- 0 0 UD 0,c Nr. 276 der Trterschen Zeitung" enihäll folgenden Artikel den wir uir gefälligen Beachiung an dieser Stelle zum Abdruck bringen. Derselbe lautet einer Zeit, in welcher der Deutschenhaß der Franzosen töglich tollere B ütb n treibt in we cher langjähriger geschäftsmäßiger Verkehr mit Deutschland von Paris n M selten in der provocirendsten Weise abgebrochen wird, wagen es mehrere der Variier großen Magazine (Bon march6, Printemps :c.), das gutmüthige Deuischland mit snL 'p--t-n. Preislisten und Offerten zu überschwemmen. WeFBe ® b« sM? was von der Seme kommt, für eleganter, schöner und besser zu halten als das Etnheimische, tft Mar schon etwas zurückgedrängt, aber es extsttren dennoch namentlick m der Damenwelt, Tausende, welche am liebsten ihren Bedarf von Parts besteben. ?" ""serer Stadt stnd in den letzten Tagen Dutzende der genannten Circulare abae- ID?rbenAF.*3ßesnn ” anben§ davon abhalten sollte, Kunde der großen Baraks Win™ LmrÖJe c§ ?er letzten Vorgänge das patriotische Gefühl sein. Eine ^L°.n' die sich unausgesetzt in den gröbsten Insulten gegen alles, was deutsch heißt gefallt, darf unter keinen Umstanden von uns materiell unterstützt roerbem W einzelne aus dem deutschen Reiche nach Parts geschickte Kaufordre bedeutet eine Selbst- b^drtgung und ein vollständiges Verkennen der thatsächlichen Verhältnisse dte der vicht andern kann. Wir wollen hoffen, daß das Gefühl des deutschen Stolzes allenthalben in unserem Vaterlande stark genug sein wird um den Sirenengesang der Pariser Geschäftsleute zu einem vergeblichen zu machen;' dte Lust am Prospeeteschicken wird ihnen dann schon von selbst vergehen. So lange in Frank- reich das deutschwüthtge Delirium herrscht und sich auch geschäftlich äußert darf und Deutschen die größte Zurückhaltung behauptet werden. Nach Wieder- ernUn* r o n Gegenseitigkeit beruhender Geschäftsverkehr von selbst wieder machen. Zu besserer Einsicht werden die Franzosen erst kommen wenn ®d,.ab.c,n' bcn ihnen ihr Revanchegeschrei einbringt, aus ihren Geschäftsbüchern entgegentritt, bann werben vielleicht ruhig benkenbe Franzosen selbst bem wüsten Chauvinismus ihrer Lanbsleute entgegentreten. * 3 ' m ~ ^Fortschritte ber Lebensversicherung in Deutschland.! Aus einer kürzlich im i^^r Hanbelsblatt" veröffentlichten etngehenben statistischen Arbeit entnehmen wir, Z^^^ öegenwarttg beftehenden 48 beutschen Lebensversicherungsanftalten, von benen ^"lschen Reiche, 11 in Deutsch-Oesterreich unb 2 in der deutschen Schweiz ihren Sitz ^ben, im Jahre IM wieder 101045 Personen neu betgetreten sind und damit ihren Angehörigen Erbschaften im Betrage von 340 287 238 JL begründet haben. Im Ivqtaq snafCn Schluffe des vorigen Jahres bet den gedachten 48 Anstalten zusammen 2 913 056 207 auf den Todesfall versichert, wovon auf dte Lebensversicherungsbank für Deutschland tn Gotha 415458 000 JL, auf dte „Germama in Stettin 241455 052 v*L, auf dte Stuttgarter Lebensoetsicherunas- ori1 iP^nrntJbanft 20V91 uuf die Leipziger Lebensversicherungsgesellschch 181011150 ^ auf die Concordia" in Köln 149 397 708 «X, auf die Karlsruher ^0bwetne VerforgungsanstaH 126905128 X, auf die Lübecker Gesellschaft 119 884 059 A n-/ nr!! k?bueralt M Triest 117 880 427 JL, auf die Berlinische Lebensverstcherungs- entfielen. Bei den ebengenannten 9 größten deutschen Lebensversicherungsanstalten, von denen jede mehr als 100 Millionen Mark Versicherungs- versicher?^ zusammen mehr als die Hälfte des gesummten Bestandes 48 Sterbefälle und sonstigen Abgänge ergab sich bei den fSmmts 156 404^0 J ^eine reine Zunahme des Versicherungsbestandes UM 156 404 360 Den stärksten Antheil an diesem Zuwachs hatte dte Gothaer Lebens- verstcherungsbank mit 20 893 700 Retnzuwuchs. gestorbene Versicherte wurden tm Laufe des vorigen Jahres 42 340 507 JL Sn if ^n? 2lu§3aOIun0 gebracht. Gewiß sind viele Taufende' von Wlttwen und babur(b”0r.91016 bra>a6i't worden und segnen das Andenken derer, welche noch über den Tod hinaus für sie gesorgt haben. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition -von MAAS ENSTE IN * VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hmsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Witterungskunde.') . Dienstag. Mittags und Nachts windig, stellenweise, zumal an den Küsten stürmisch, frühmorgens und Abends windstill; frühmorgens vielfach klar Nachis^Niederschlüg-wo ' Nachmittags bis zum Abend ausgebeffert, Mittagsund . D'e Ntedersch'iäge dürften namentlich in England, Frankreich und Italien bt> deutend sein. Es konnte sogar, wenn tch auf Analogteen gestützt, Ausnahmen machen ? J3 ai)nC' Jn ^olge der im Westen und Süden stürmischen Witterung für Deutschland der 16. oder 17. October mehr trocken bis meist heiter und blau werben. Sortgefcfete ©fubien müssen derartige Unregelmäßigkeiten, wie st- fast jeden Monat in ber Nahe ber Sturmtage auftreten, ursächlich ergrünben helfen- 17- October. Mittwoch. Vormittags unb Mittags veränberlich mit brohenbeu Schauern;^ Aufheiterungsperioden frühmorgens bis Morgens unb Abenbs, NachtS ?Ae^r^l?0e- Allgemeinen veränderlich, windig und mäßig kühl, am Tage 10 bis 14o C-, wahrend das nächtliche Mmtmum zwischen 4 unb 7° C. schwankt. " vr. L.Overzier's Wetter-Prognose für ben Monat October abgeschlossen am 20. September lVerlag ber M. Lengfelb'schen Buchhanblung tn Kölr, Preis 1 JLY — Nachbruck verboten. & Lokales. QX, . Gieße«, 14. October. sT Heaters Die Erwartungen, mit benen wir heute lux Aufführung ber Jacobsohn'schen Posse „Der Mann tm ^ube« betraten, Haden sich vollauf erfüllt. Es wurde gelacht" viel und herzlich Herzen gönnen ® rect on ^atte mteber einmal ein gefülltes HauZ7 was wir ihr von Herr Jacobsohn reiht Unsinn an Unsinn, er überschüttet das Publikum mit Kalauern gröbsten Kalibers und ist zufrieden, wenn auch eine große Anzahl derselben wirkungslos verpufft; viele zünden doch, und die Zuhörer sind ja so dankbar, wenn man ihnen eine heitere Unterhaltung bietet. Von einer regelrechten Handlung, von ^nem Versuche zur Zeichnung von Charakteren ist gar keine Rede; eine Unmasse von nm?0^Euatiomen, Couplets unb Scherzworten ist mechanisch in 5 Ab- .ÄÄÄWÄb’teÄ K^uer schlimmster Sorte etnzunehmen, einigermaßen ab, aber dte Actschlüsse brachten ^£6BergnmÜ8II4erbStfmtnffungUnb f° b°nn das Publikum schli-ßl.ch das Th-ai°r Herr Brautlecht war als bedrängter mit fünf hetrathsfähigen Töchtern ge- !Mbter Famtltenvater urkomisch. Fräulein Hoffmann gab die weibliche Hauptrolle (Wera) mit prächtiger Laune, voll quecksilberner Lebendigkeit. Ob der schlesische D.alect dessen sie sich stellenweise bediente, von einem echten Schlesier anerkannt werden würde' mochten wir bezwetfeln. Von den übrigen Mttwtrkenden erwähnen wir Fräulein E°m"Lus?und^11^-H-rr-n Schölermann, Voigt und P-ters, fte fptelten ft „Durch Spielen mit einem geladenen Revolver wurde Öer e ^^oster Arnsburg ein Knabe von 15 Jahren lebensgefährlich verwundet. Es wird uns der Fall folgendermaßen geschildert: Eine in Gießen ^o^enbe Wtttwe ging mit ihrem 15iährigen Sohne unb dem gleichalterigen Sohne eines hiesigen Beamten zum Besuche nach Kloster Arnsburg. Auf der Mühle dortfelbsi fanden die beiden Jungen einen an ber Wanb hängenden geladenen Revolver. Beim Hantiren mit demselben ging dte Waffe los und dem einen Knaben ber Schuß in die Dm Schreck und Schmerz der hier wohnenden Eltern des Verletztm läßt sich fmmrCIrf?tIbern- bfc8 wiederum erne Warnung, baß man geladene Waffen untA Verschluß halten solle. Wie leicht ist ein Unglück geschehen. K Unter Vermischtes. «i 1 bem Kahlgrunde, 9. October. Laut Bekanntmachung des Könialtck.en Bezirks-Bergamts Bayreuth hat kürzlich der Großh. hessische Rechtsanwalt Karl Dorn- selff zu Nlbda gegen 2220 Hektar umfassende Bergwerke tm Kahlgrunde behufs Ke- winnung von E sen- und Manganerzen käuflich an sich gebracht, welcher Kauf jebenf^ls burch bie günstigen Aussichten, bte unserem Bahnproject in ber neuesten Reit blühen veranlaßt würbe. Dte erwähnten Bergwerke liegen auf ben Markungen von 8 zum Bezirksamt Alzenau gehörigen Gemeinden. (H q } 3 — sAus Liebe zu Fritzi In einem böhmischen Städtchen trat kürzlich eine junfle Jüdin, um bte Schwierigkeit ihrer Verhetrathung mit einem Christen aus bem Wege zu raumen, zum Chriftenthum über. Bei ber Taufe sagte der Pfarrer bem Worte vor: ^Jch trete aus Liebe zu Gott zum Chriftenthume über" „3^ trete au? Öicbe zu Fritz zum Chriftenthum über" uariirte ber Täufling mit einem Etlichen Blick auf ben Bräutigam bie Formel. In ber Meinung, daß bte iunae ®ame in ber Zerstreutheit ben Namen ihres Bräutigams bem Namen Gottes fnh- stituirt habe wtederholie der Pfarrer nochmals mit starker Betonung bte ooraeschriebene Formel. Aber zum zweitenmale erklärte die wahrheitsliebende Braut, „daß sie aus L^ebe zu Fritz ben Glaubenswechsel vornehme. Erst, als sie barauf aufmerksam ae» macht wurde, baß von bem Nachsprechen ber Formel ohne jebe Aenderung ihre Aui- Liebe^zu^Goit „^^olische Ktrche abhängig sei, fügte sie sich und sagte enblich: „Aus Potsdam. Zur Warnung für Herrschaften, welche es mit der Ausstelluna ^on Zeugmffen für abgehend? Dienstboten noch immer zu leicht nehmen, mag folgende gerichtliche Entscheidung mitgetheilt werben: Ein Dienstherr hatte seinen Kneckt wahrend der Dienstzeit entlassen, weil derselbe ohne Erlaubniß über Nacht aus dem Hause geblieben war, demselben aber ein Zeugniß ausgestellt, daß er im Dienste L Ach beendigte iiiif dem Sand über Kartoffel.Erni Ägert werden. M in der Aarzahlung vc ä 1 Secreta jMgennntSche^ nndlM Keßen, den 15. Itwod) htn 1 to Marinengaffe • r;rffor6enen W ,l( gehörigen W?o M H-uSh-llmg norftoirtl’1 Jeilgeöo ‘«»irbü $ Mehrere CaNi iufcn. Clem. Fin kafl iwigHarling & Aingt billigster Vi < feinschmeckend.1 fei geg. Nachnahm M. afrlk. Mocca. b Liberia, sehr be - Portorlco, britti - iava, gelb, aroi - Gold-Menado, hi " Mocca, arab., f bainri Ä in aUen E per WagM ad!- Onwaarensadriku Mmn von Ber ^^berg^eU iläiijtnj Mt Strich v WH. Crel ^Qualität । • 8erOman Rvift - ( ft u' 21 Rt-Si * Mb>b * ,r„h'Wei, ordern^ bk E«! uttt: .öi, Nei nhft N und bqmit haben. 18 Anfialta ichert, wovor. K, auf bii lelsichttungö ^gSgesellslhrf! e Karlsruhe! 19884 OM aersicherungZ' Ischen Lebens- Zeisichttungs- :en Bestände! 1 den sSmmb Bestandes ine erLebens'- 2340507 M MltiMt unS erer, we/chs drohenden Nacbts a'ge 10 bis ! October [ m Köln, zumal an ieliach klar ittags und Italien be- en machen Irrung sür iu werden. Monat in *75 wenn «r ii,B» £ he, »i , Jt 18.00, loo.oo, Zentner ^u A Butter oW- : 50--60Ä ir!ttSP,(lf,”: 9f< Allgemeiner Anzeiger. Mittwoch den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werben in der Flett'schen Hofraithe gegen Baarzahlung versteigert: Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, Tische, 1 Secretär, Bilder, Spiegel, 1 Wagen mitScheere, 3 Kühe, 2 Rinder und 1 Pferd. Gießen, den 15. Oktober 1883. Geißler, 6874_________Großh. Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 17. Moder, Nachmittags V22 Uhr, sollen Katharinengasse 9 die zum Nachlaß der verstorbenen Joh. Mütter's Eheleute gehörigen Möbel, Bettwerk und sonstige Haushaltungsgegenstände gegen Baarzahlung versteigert werden. Im Auftrag: I. Rothenberger. NB. Nach beendigter Versteigerung soll das auf dem Sand gelegene Grundstück nebst der Kartoffel-Ernte an Ort und Stelle versteigert werden. 6867 Aeilgeöotenes. 6872 Mehrere Canarien-Hahnen zu verkaufen. Clem. Fink, Krofdorfer-Weg. Kaffee« Ludwig Harling& Co., Hamburg. 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Db Tüchtige Agenten finden durch Herrn Friedrich Haustein Anstellung. Gothaer Beberssverfieherungstmnk. Am 1. Oktober 1883 Versichert 61640 Personen mit 435 350 000 Mark, „ Bankfonds....... 112 660000 „ Versicherungssumme ausgezahlt seit Beginn .... 145220000 „ Dividende 1883 für 1878: 43pCt., 1884 für 1879: 44 M. 6857 Die Frist zur Erklärung des Beitrittes zu dem „gemischten" System der Ueberschußvertheilung läuft mit dem 31. Oktober ab. Es mögen bis dahin alle diejenigen Banktheilhaber, welche für ihre Versicherungen dieses System zu wählen gesonnen sind, die bezüglichen Erklärungen an zuständiger Stelle abgeben. Vertreter für Gießen: Herr F. Gros. Lndwigsplatz 6. Die verehrl. Mitglieder der Bank sowie sonstige Interessenten werden zu einer Besprechung über das sogen, gemischte System der Ueberschußvertheilung auf Donnerstag den 18. Oktober, Abends 8 Uhr, in das „Cafö Ebel" er- gebenst eingeladen. F. GroS. 6813 Ein tüchtiger Provistonsreisender wird für einen, in der Privatkundschaft sehr gut eingeführten Artikel gegen hohe Provision gesucht. Offerten sub 6. B. an die Exped. ds. Bl. Stellengesuch Für ein junges Mädchen vom Lande aus achtbarer Familie wird eine Stelle zur Stütze der Hausfrau in einem besseren bürgerl. Hause gesucht, wo dasselbe Gelegenheit hat, sich in der Führung des Hauswesens zu vervollkommnen. Auf Lohn wird weniger als auf familiäre Behandlung gerechnet. Näheres zu erfragen bei Herrn I. Hormann, Mäusburg. 6853 J. Rotlienberger Gerichtl. best Taxator Mndenplatz 8. 609 6822 Einen Arbeiter sucht Emil Piftor.__ 6836 Ein Kellner-Lehrling gesucht. C. Welcker, „Gambrinus". Ein Schuhmacher-Lehrling gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. 6590 6322 H. Rübsamen. 1837. Seltersweg 57. 6518 r» S Sauerkrautfüsftr (auch zu Aepfelwein geeignet) verkauft 6838 H. Becker, Löwengasse 28. 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Die dem Unterrichte zu Grunde gelegte Methodewelche durch eine combinirte Reihe praktischer Beispiele einen klaren Einblick in alle nur denkbaren schriftl. darzustellenden Geschäftsvorfälle unter steter Berücksichtigung der einschlägigen Materien unserer modernen Gesetzgebung (Handels- und Wechselrecht) gewährt, hat sich bisher des ungeteilten Beifalls und zwar hauptsächlich um deswillen zu erfreuen gehabt, dass sie, keinerlei fachmännische Vorbildung voraussetzend, Jedem ein klares Verständnis der schwierigsten Fälle eröffnet, als Einrichtung der Buchführung, schriftliche Darstellung aller im Geschäftsleben vorkommenden Fälle, monatlichen Gang an das Hauptbuch, Bilanz, Abschluss der Bücher, Inventur, Geheimbuch, Mio & Suo Conto, Conti ä meta etc., amerikanische Buchhaltung, verschiedene Arten der einfachen und doppelten; Buchführung, Buchführung bei Societäts-Geschäften (Conto-Corrente progrees. retrog. und Staffel), das gesammte Wechselwesen etc. Der Unterricht wird für ein fixes Honorar so lange fortgesetzt, bis Jeder der Theilnehmer mit dessen Gesammtinhalt vollständig vertraut ist und sich einer Prüfung von Sachverständigen unterwerfen kann. Selbständige Kaufleute und Industrielle können die Vorträge und den praktischen Unterricht in ihrer Behausung entgegennehmen. (Strengste Verschwiegenheit bleibt Berufspflicht.) Erkundigungen und Anmeldebriefe wollen bis 24. ds. bei der Exped. d BL eingereicht werden, können auch bis dorthin direct an den Unterfertigten, Königsstrasse Nr. 48, Cassel, gelangen. 6860 Wild, Lehrer. Mrmiethungm. 6027 Parterrewohnung, 8 Zimmer nebst allen Bequemlichkeiten, anderweit zu ver- miethen. H. Becker, Südanlage 7. 6738 Mühlgasse 21 eine Familienwohnung von zwei Stuben im Hinterhaus, sowie eine kleine Wohnung im Vorderhaus zu vermiethen.__________________________ 6594 In dem von mir erkauften Haft ler'fcherr Hause ist ein Laden mit Logis auf mehrere Jahre zu vermiethen, sowie auch ein Zimmer und ein Logis im Hinterhause, beziehbar am 1. November ds. Js. Uarl Sack. II. 6198 Mehrere gut möblirte Zimmer zu vermiethen. 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