wimjahr) Zeichner, ien, des ■ des durch Orchesters uar 1883 trrriM, Kode 7 Uhr. W A. Kurvt 1 Haydn 1 W Gade. , F Keodeltwta- Birthohfy. Fra« Schibtft F KendeliMba- Birtiehhf. L Spohr. H Leoaifi Wn«- 'n "ctiWfc .. :<1nr mf> . $^blihnn hn wütttembergischeu Regierung bezüglich ber Ketten-Schleppschlfffahr aus dem Neckar geschehe« ist. Dort hat die genannte Regierung von den Regierungen der Uferstaaten allein eine Zinsgarantie von J • gewährt, welche indeffen wegen Prosperität des Unternehniens noch nicht in Anspruch genommen worden ist, indem dort schon in den ersten Betriebs- lahren stch das Anlage-Capital zu 51/a pCt. verzinste. In Erwägung der vorliegenden 'Verhältnisse und insbesondere in Rücksicht aus die mit der Main- ^iftfahrt engDerfnüpften Interessen ber Stabte Mainz und Offenbach, sowie und in der Nähe des Mains gelegenen Orte b*5 ®r°H- R"g'eru„g, dem gestellten Ansinnen entsprechen zu sollen. Die t 'I‘ ber J“nfl*1- das' einer sich bildenden Actiengesellschast für ^r^fn^ra"9 bc.y Ketten-Schleppschiffsahrt auf der Mainstrecke Rlainz-Aschaffen. “ 8 . "ro ^ar“ntiLD0" 5 PeL Zinsen bes Anlage-Capitals bi« zu bei» Betrag ,CmAhrt"^lUk eJÜr. b,ev°n 10 Jahren und unter der Bedingung wuä&rt werden könnte, daß der von dem Staat zu leistende Zuschuß zu den Zmseii den Betrag von 30,000 JL pro Jahr niemals übersteigen darf. Dabei würde vorzubehalten sein, daß, wenn in folgenden Jahren die Betriebsüber- schuffe eine höhere Rente als 5 pCt. des Anlage-Capitalü ergeben, der Mehrbetrag zur Rückzahlung der von dein Staate in früheren Jahren geleisteten Zu- fchüfle verivendet werden soll." w. Darmstadt, 14. Januar. Ueber die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und Der Iuntz, sowie der Finanzen, vorläufige Bewilligung einer Summe von 500,000 vH. zur Beseitigung deS Rothstandes in den überschwemmten Landestbeilen betr hat Namens de« Finanzausschusses der zweiten Kammer der Abg. Wolfs kehl einen schriftlichen Bericht erstattet, dem wir Folgendes entnehmen: Bei dem Umfange — so wird ausgeführt — welchen die durch die Ereignisse der letzten Woche herbeigeführten Verheerungen in den von dem Hochwasser heimgesuchten Laiidestheilen erreicht haben und dem gegenüber alle noch so erhebl'chen Leistungen der Privatwohlthätigkeit unzureichend seien, müsse das Eingreifen deS Staates zur Hülfe- letstung als durchaus gerechtfertigt, sogar als notbwendig bezeichnet werden. Indem die Gtsammlhclt zur Beseitigung der außerordentlichen Schäden etntrcte, welche über zahlreiche Landesangehörtge ohne deren Verschulden herengebrochen, erfülle sie nicht nur eine ihr schon vermöge des StaatsgedankenS an sich obliegende Aufgabe, sondern sie diene damit auch ihrem eigenen Interesse, indem sie darauf htnwtrke, einen nicht geringen Theil der Bevölkerung vor Verarmung und demgemäß vor Einbuße seiner Steuerkraft zu bewahren. Set hiernach der Ausschuß über die Berechtigung der StaatShülfe in^vorltegen- den Falle nicht im Zweifel, so könne er sich auch damit nur einverstanden erklären, daß mit einer solchen nicht etwa gezögert werde, bis es gelungen, ein genaues Bild von den entstandenen Schäden und ein Urthetl über die Höhe der zu ihrer Beseitigung erforderlichen Geldmittel zu erhalten, daß vielmehr so rasch als möglich alle durch die augenblickliche Sachlage gebotenen Maßnahmen ergriffen werden und zu diesem Behufe alsbald die vorläufige Bewilligung einer angemessenen Pauschsumme erfolge. In der Ausschußberathung sei zwar u. A. auch erwogen worden, ob cö sich empfehle, im Hinblick auf die süngsten Vorkommnisse ein Eingreifen des Reiches als solchen einerseitü in der Richtung auf eine einheitliche Leitung de« StrombauwesenS der großen Flüsse, andererseits auf eine finanzielle Mitwirkung bei den hierdurch veranlaßten Ausgaben anzuregen. Der Ausschuß habe indessen geglaubt, diese Frage mit der Behandlung der gegenwärtigen Vorlage schon deren Dringlichkeit halber nicht in Verbindung bringen zu sollen, zumal eine bereits eingegangene, auf die Eorrcction deS Rheinstron,s bezügliche Vorlage und eine in gleichem Betreff demnächst zu erwartende Gelegenheit bieten werden, den hier angedeuteten Punkt eingehend zu erörtern. WaS die von der Groß!) Regierung als Gegenstände der StaatShülfe bezeichneten Zwecke betreffe, so sei in der Vorlage urit Recht betont worden, daß unter den ob waltenden Umständen dieselben nur im Allgemeinen nambaft gemacht werden können. Dessenungeachtet habe der Ausschuß für geboten gehalten, sich über die hierbei zu beobachtenden Principicn schon jetzt so viel als möglich mH Großh. Regierung zu vcr- ftänbigen und es habe deßbalb über alle diese Punkte und die damit in Verbindung stehenden Fragen eine eingcbende Besprechung mit Großh. Regierung stattgefunden, über deren Ergebniß Folgendes zu bemerken ist: Hinsichtlich der Beschaffung vorläufiger UnterkunftSräume für die durch lieber- schwemmung aiis ldren Behausungen vertriebenen Einwohner und deren Vieh seien unter Anerkennung der Rothwendigkeit hierfür in erster Linie Vorsorge zu treffen, Zweifel geäußert worden, ob die Erbauung von Baracken zu diesem Behufe zweckmäßig sei. Es sei auf deren Kostspieligkeit und andererseits Geringwerthigkeit bet demnächstigem Freiwerden hingewiesen worden, sowie auf die Mißstände, welche das Zusammen wobnen einer größeren Zahl von Menschen in solchen gemeinschaftlichen Raumen nach sich ziehen könnte, weßhalb es für räthlich erachtet worden sei, so viel alS möglich vorhandene llnte,kunft«räume, wenn auch in eiwaS entfernteren Orten, zu benutzen. Hierdurch würde auch doS Brd-nk«n vermieden werben, doß die geschaffenen Räume etwa selbst einer neuerlichen Hochwassergefahr anheimfallen könnten. Von Großh. Regierung sei daraus erwidert worden, daß Ba>ackendauten nur subsidär, d h. insoweit errichtet werden würden als anderweitige Räume nicht oder doch nicht rür den in Aussicht zu nehmenden längeren Zeitraum b<8 zur Wrederdewohnbarkcit der üderichwemmten Häuser zu Gebote ständen. Auch fei zu beachten, daß eine aUmweite DiSloctrung der unterzubringenden Personen von ihrer Heimstätte zweifellos auf große Schwierigkeiten stoßen würde. Aus diesem Grunde sei auch deren Unterbringung in ttrunlichstcr Räbe des UrberschwemmungSgedictS in Aussicht genommen, selbstverständlich in hochwasserfreier Lage und unter, wenn auch nur in provisorischer Weise erfolgender Schließung der gefahrdrohenden Dammbruchstellen Jrd nsollS solle aber die Errichtung von Barackenbaittcn, inne,bald deren übrigens für die einzelnen Familien getr nnte Abtdeilungen bergestellt werden würden, auf daS Nothwcndtgste beschrankt und bei den hierüber adzuschließenden Sonfroden demnächstige Zurücknahme deü Baumaterials durch die Erbauer zu angemessenem Preise auSdedungen werden. Gegen die ferner in Aussicht genommenen technischen Veranstaltungen zur Entleerung der überschwemmten Gebiete von Wasser sei keinerlei Einwand erhoben worden. Dagegen sei bet diesem Anlosie Seitens deS Ausschusses betont worden, wie gerade die jüngsten Ereignisse von Neuem die hervorragende Wichtigkeit deS StrombauwescnS in unserem Lande und damit die Rotbwcndigkeil erwiesen hätten, einen in diesem Fache praktisch erfahrenen und erprobt n Techniker zu gewinnen, welchem die Bearbeitung dieses VerwaltungSzweigeS in der bautechnischen Abtheilung deü Großberzogl. Finanzministeriums zu übertragen wäre. (Schluß folgt.) Berlin, 13. Januar. Reichstag Der Präsident theilt mit. daß der floifer die ReichStagSdeputation, welche den Dank für die Unterstützung der lleberschwemmien überbrachte, beute Mittag äußerst erfreut und huldreich empfangen und geäußert habe, auS der EinNimmipkett deS Beschlusses deS Reichstags, ihm danken zu lassen, folgere er. daß der Beschluß deS Reichstags so wie seine Bewilligung gemeint, nämlich HerzenS- 1 fache fei; für die Bewilligung des Dispositionsfonds, die »hm die Abdülfe von mancherlei Roth ermögliche. sei er dem Reich tage jcdeSmal dankbar. Der Kaiser bade sich bei den Mitgliedern der Deputation eingehend nach dem Umfang deS RothftandeS und der Lage der Beschädigten erkundigt und ihn (den Präsidenten) beauftragt, d m Reichstage für die Uebermittelung deS DankeS semerseits wiederum zu danken. Der Reichstag nahm sodann trotz deS Widerspruchs deS StaatSsecretärS Burchard den Antrag Büchtemann an, denaturirlen Talg nicht alS Palmilin zu behandeln. Ein fernerer Antrag. Talg und Palmöl, zur ©teannfabrifation bestimmt, zollfrei zu lassen, gebt an die Budgetcommission. daS Haus erledigte hierauf Wahlprüfungen nach den Com- missionSanträzcn. Die Wahl Lenzmann'S wurde für ungiUig erklärt. Nächste Sitzung Donnerstag. — Wie verlautet, erklärte der Finanzminister, er halte die Licenzsteuer für noch nicht definitiv beseitigt Wenn man ober allseitig betone, daß fein Erlaß ohne Ersatz erfolgen soll und wenn für eine Deckung deS Ausfalls der vier untersten Steuerstufen durch die bereite bestehenden Steuererlässe sich eine überwältigende Majorität auSspreche, • dann wolle er für seine Person d>m nicht entgegen sein, die Regierung könne dazu aber nicht die Initiative ergreifen. Die Beseitigung der vier unteisten Steuerstufen sei allerdings die Hauptsache und würde eventuell durch die Aushebung der früheren eteuer erläge erkauft werden müssen. — Der Reichsanzeiger meldet, das StaatSmin sterium habe die Wiederaufnahme der Staatsletstungr.n für den preußischen Antheil der Diöcese Olmütz vom 1 Oktober 1882 beschlossen. — Die JRorbb. Allg. Zig" fordert die deutschen Interessenten auf, bei der demnächst zusammentretenden tntcrndLonalin (Fommnfion die anläßlich der egyptts i en Wirren entstandenen Entschädigungsansprüche unverzüglich zu wahren- Rach dem Programm werde nur für direcle Verluste eine Entschädigung gewahrt Die Ansprüche gegen die durch die egyptischen Ereignisse zahlungsunfähig gewordenen egyptischcn Schuldner feien durch eine bet den internationalen Gerichtshöfen zu beantragenden Beschlagnahme der denselben etwa zujub.lligend»n E-tichäalgungen zu realisireu. Es empfehle sich möglichst unverzüglich im Wege b.r Ccssion eventuell durch Beschlagnahme gegen die egyptischen Schuldner vorzugeben. Karlsruhe, 13. Januar. Die Frau Grobherzogin hat sich heute nach Mannheim begeben, um von der Hülsslhätigkeit für die nothleidenden lieber» schwemmten persönlich Kenntniß zu nehmen. Die Rückkehr der Frau Großherzogin hierher erfolgt heute Abend. — Der Eisenbahnverkehr zwischen Maxau und Winden und zwischen Maxau und Lauterburg wird am 16. d. MtS. wieder beginnen, ebenso der Verkehr auf der unfahrbar gewesenen Strecke Steinen-Maulburg der Wiesenthal- Bahn. — Die bei dem badischen Landes-Eomitö eingegangenen Beträge zur Unterstützung der durch die Ueberschwemmung Beschädigten haben mit Einschluß der von Sr. Majestät dem Kaiser gewährten Hülfe 210,000 JL erreicht; die Sammlungen des Äkannheimer Comitös betragen 90,000 jl Aesterreich. Wien. 13. Januar. Nach einer Mittheüung der Abendblätter findet die Castalionsverhandlung in dem Ringtheater-Proceffe am 9. k. Mts. statt. Pesth, 13. Januar. Die Donau ist 'eit gestern 31 Elm. gefallen, bei Neusatz ist dieselbe 17 Ctm. gestiegen, das Waffer erreichte daselbst das FestungS- Thor. Die Commumcation ist durch Treibeis gehindert. Aus Mohace-Zombor wirb gemeldet, daß das Hochwasser die Dämme durchbrach. Es sind Schutzarbeiten im Gange und umfasiende Vorkehrungen zur Rettung von Menschen und bereu Habe getroffen. Frankreich. Paris, 13. Januar. In Folge des Todes Gamdetta's und Chancy'S richtete der Commandant des 10. Jägerbataillons folgenden Tagesbefehl an die Truppen: „Das Vaterland ist in Trauer! Die beiden hohen Herzen, welche 1870 die Ehre Frankreichs retteten, haben gleichzeitig aufgehört zu schlagen. Gambetta und Chancy gehören zukünftig der Unsterblichkeit an. Schaaren wir uns eng um die nationale Fahne und rufen Denjenigen, welche uns über unsere Mißgeschicke infultiren möchten, aus voller Brust zu: Da stehen wir! Wagt es doch, uns anzugreifen! — „Gaulois" giebt zu, daß eine öffentliche Subscription für Die Überschwemmten in Elsaß-Lothringen diplomatische Necla- mationen herbeiführen konnte und schlägt daher einen SammlungS-ModuS vor, welcher einen mehr privaten Charakter tragen würde. „Justice" und „Jntran- sigeant" erklären sich bereit, in jeder Weise mitzuwirken. Die leitenden republu kamschen Organe enthalten sich jedoch bis jetzt der Meinungsäußerung. — Bei Ueberführung der Leiche Gambetta'S nach Nizza hatten in Dijon, Maron, Lyon, Marseille die Behörden, sowie Vertreter der Korporationen am Bahnhose sich eingefunden, wo sie Kränze überreichten und ihre Trauer um Gambetta ausdrückten. — Für die Wittwe des Generals Ehancy soll von der Negierung die BewiÜMng einer Pension von 12,000 Frcs. beantragt werden. Nizza, 13. Jan. Der Eisenbahnzug mit Gambetta'S Leiche ist heute früh 7'/, Uhr hier eingetroffen. Am Bahnhof erwarteten der Präsekt, der Maire und der Munizipalrath den Sarg, der alsbald von Feuerwehrmannschasten nach dem Aahuhoss-Saale getragen wurde, in welchem ein Trauer-Katafalk errichtet war. Tte Bevölkerung der Staot und Umgegend und zahlreiche Delegationen zogen im Lause des Vormittags vor dem Sarge vorüber. Die Beerdigung ist auf 1 Uhr Nachmittags festgesetzt. — Von allen Seiten strömt die Bevölkerung zu, um vor dem Sarge Gambetta'S vorüberzuziehen, auf der Rhede ist bas Evolutions-Gefchwaber vor Anker gegangen, die Mannschaften find an's Land gefetzt, um an dem Leichen- Zltge thellzunehmen; der Seepräfekt von Toulon, Admiral Peyron, wohnt dem Leichenbegängnisse ebenfalls bei. Nizza, 13. Januar. Der Leichenzug Gambetta'S fetzte sich um 1 Uhr in Bewegung. Trotz des ungünstigen Wetters nahm eine sehr große Menschenmenge an dem Leichenbegänguiß Theil. Ettgtand. Dublin, 13. Januar. Gestern Abend wurden in mehreren hiesigen Stadtvierteln zahlreiche Verhaftungen vorgenommen, in den Wohnungen mehrerer der Verhafteten würben heute früh Waffen aufgefunden. Die Mehrzahl der Verhafteten besteht aus Arbeitern, unter denselben befindet sich indeß auch ein Munizipalrath. — "Die Zahl der hier Verhafteten einschließlich des Munizipalrathes Carei) beträgt 17. Die meisten Verhafteten sollen an einem Complot zur Ermordung mehrerer Der hiesigen Polizei-Offieianten theilgenowmen haben. — Der Munizipalrath und zwanzig andere Angeschuldigte wurden heute vor das Zuchtpolizeigericht gestellt unter der Anschuldigung, an einem Complote zur Ermordung mehrerer Polizei-Osficianten und Beamten theilgenonunen zu haben. Auf den Antrag des öffentlichen Anklägers wurde die Verhandlung auf 8 Tage vertagt. Windsor, 13. Januar. Die Herzogin v. Connaught ist heute Mittag von einem Sohne entbunden worden. Delgien. Brüssel, 13. Januar. Der „Gazette" zufolge leidet der König an einem leichten gastrischeu Fieber, doch ist bereits Besserung confiatirt und fein Grund zu Besorgnissen vorhanden. Alutien. Rom, 13. Januar. Die Nachricht von der Entsendung einer italienischen Fregatte nach Tripolis wird von der „Agenzia Stesani" für unrichtig erkl rt, ebenso unbegründet feien auch die Gerüchte, nach welchen Italien und Frankreich eine gemeinsame Aktion in Betreff der egyptischen Angelegenheit vereinbaren sollten. Nußkand. Petersburg, 13. Januar. Das Kaiserpaar fuhr nach der gestrigen Ankunst bivect nach der Kasan-Kathedrale und der Fesiungs-Kathebrale, alsdann in das Aniuchaw Palais. — Heute findet großer Empfang im Winter-Palais statt. — Der Kaiser verlieh dem katholischen Erzbischof FialkoWSki den Alexan- dernewski-Orben. Amerika. New -■ , 13. Jan. Die Zahl ber bei dem Hütelbranbe in Milwaukee uin's Leben gekommenen Personen beträgt nach den vorgenommenen weiteren Ermittelungen 82. Telegraphische Depeschen. Lvotff'ä trlcgr. Eorrespotrbeur'Bureau. London, 14. Januar. Der Herzog unb die Herzogin von Edinburgh habeil ihre Abreise nach Berlin zur Theilnahme an der Silbernen Hochzeitsfeier Ihrer K. K. Hoheiten des Kronprinzen unb der Frau Kronprinzessin auf morgen Abend festgesetzt. Rom, 14 Januar. Das gestern an der Triester Börse verbreitet gewesene Gerücht von einem Attentate auf den König Humbert entbehrt aller inib jeder Begründung. Madrid, 14. Januar. In ber Provinz Murcia sind wieberholte Erberschütterungen wahrgenommen worden, es haben jedoch keine Beschädigungen stattgesuuden. Petersburg, 15. Januar. ^Privat - Depesche). In Bernditscheff brannte in der Nacht zum Sonntag der Circus nieder. 300 Menschen sind dabei umgekommen. Loka l e ** Gießen, 15. Januar. [Goncert.] Das Programm des gestrigen Concert- Veremsabends halte den auch für künftighin wünsch'nswerihen JBorjUfl sinnvoller Gliederung Ali der Spitze des ersien Theiltz eine Mozan'iche Symphonie — und eine Syaiphon e muß unter allen Umstanden voranstehen; — zum Schluß des ersten rhetls ein Concert für Violine nut Begleitung des Orchesters von Niels Gabe; zu Anfang des zweiten Theils eine Ouvertüre von Mendelssohn und dazwischen als Entremets Solovorträge für Gesang und Violine; das ist gerade so viel, als Jedermann gern hören wird und auch der Auswahl nach geeignet, vcrschtedena'tige Geschmacksrichtungen zu befriedigen. Die Symphonie C-du- (Jupiter) von Mozart war in ihrer Ausführung gewiß für alle Hörer eme Quelle ungetrübten Genusses. Wenn auch Jupiter nicht in feiner ganzen Majestät dann thront, so schttnt er dafür in heiterer Selbstgenügsamkeit, umlagert von allen Götte, n und bedient von den Grazien, auf eine Welt voll Schönheit, Frieden und Glück herabzuschauen- D e oorzugswelse im Entrollen so klarer und durchsichtiger Gebilde geschickte Hand unseres Musikdirecto^S Herrn Adolph Felchner bewählte sich tn ber Ausführung dieses Wnkes aufs Glänzendste. Der letzte der vier Sätze ist in feinem Aufbau ein unerreichtes Muster höchst kunstvoller, contrapunktlichrr Arbeit, dabei fließend unb schwungvoll und tn kraftvoller Energie de« musikalischen Ausdrucks unter den Mozart'sch-n Wetten fast einzig bnneb-nb Als saubere Detailarbett des Orchesters und auch in Rücksicht auf stimmungsvolle Wiedergabe verdient außer dem Finale namentlich das schöne Andante cantabile (zweiter Satz) hervoigehoben zu werden. — Das ganze Werk wurde, von einer kaum bemerkbaren Unebenheit bei den Holzblase- inftrumenten abgesehen, mit Frische und Präcision «xecutirt. Die EntttehungsgesLichte der Ouueiture zum Märchen von „ber schönen Melusine" von Mendelssohn haben wir kürzlich tn diesem^ Blatte, wie sie ber Componist selbst in einem Briefe an feine Schwester Fanny erzählt, mitgethetli. In der Thai hat Menveltzfohn mit dieser Ouveitnre ein Werk geliefert, welches, um mit feinen Wo ten zu nben, „cs mmenbig hat", ein Weik so zart unb duftig, wie bad Märchen selbst, dem cs seine Entstehung verdankt. Auch diese Nurnrnir wurde in vorzüglich gelungener Weise wiedergeg.-brn. Fräulein Marianne Etßler aus Wien, eine Schülerin Lsonardtz, trug außer dem Gade'sch n Concert datz herrliche Adagio auS dem neunten Violinconc cch l» -rdl ', g ,»n> '» .3 Z'd» idm:^ • ’ mxi £**<*«* •* ,fl < J5*1 M- n jK* - trN< f|4Ä5 L, Nf Wohllaut. Namentlich weiß sie aus ihrem Instrument dteCantittne seelenvoll hervor- Tulocfdi. Sie erntete bei jedem Stück rauschenden, spontanen Beisall. Der Lehrer Fräulein (Eifeler, Hubert Leonard, ein geborener Belgier, ist einer £lCr vorzüglichsten Geiger und Lehier d s Violinspiels; er war bis zum Jahre 1866 erster Violtnprofessor am Brüsseler Conservalorium, als Nachfolger Bd.iots, gab dann seine Stellung in Brüssel auf und siedelte nach Paris über, wo er noch lebt. — Zwischen d n besprochenen Nummern erfreute uns ein geschätzter Dilettant, Herr Dr. Kraft aus Biebrich, der sich in dankenswerther Uneigennützigkeit zur Verfügung gestellt hatte, nut dem Vortrag von Arien und Liedern. Referent gesteht, durch die weiche und doch sonore Kraft seiner Stimme überrascht gewesen zu sein- Besonders gefiel der stilvolle, edle Vortrag des Händel'schcn Recitativs „Und Gott sprach" mit der folgenden Arie: .Nun scheint in vollem Glanze." — Der Vorlrag des Schudert'schen Liedes „Sehnsucht" legt dem Sänger eine wohloorzubereitende schwierige Leistung auf. Schuberts Melodien treiben aus der jedesmaligen Stimmung des Gedichtes unmittelbar hervor; die Harmonisirung, oft modulatorisch kühn und gewagt, aber nie als bloße Effcct- haschcrei benutzt, dient zur Verfeinerung und Vertiefung dieser Stimmung, und die Clavierbeglettung, die vor Schubert häufig nur als harmonische Stütze der Singstimme angeipcnbet wurde, wird zu einem integnrenden Factor, der selbstständig an der Grundidee Theil nimmt. Schubnts ßteber ftnb im strengsten Sinne des Wortes Lieber mit Clavierbegleitung; an ihre Stelle sind in neuester Zett Clavierretüd-n mit Gesanges- degleitung getreten. Dieses und das folgende Jagdlied von Mendelssohn hatte in Herrn Musikdirector Freiberg aus Marburg, der sich schon im Orchester als feiner Geigenspieler documentirt hatte, als Begleiter am Clavier einen sinnigen und dlscreten Mitinterpreten gefunden. Dem Wunsche des sehr animirten Publikums in liebenswürdiger Weise ent« sprechend fang Herr Dr. Kraft noch das Mozart'sche Schlummerlied: „Schlaf, mein Prinzchcn" und erzielte mit diesem einfachen Liedchen die erheiterndste Wirkung. Alles in allem, es war ein glücklicher Abend, und großer Beifall begleitete durchgehends die Orchester-Solo- und Dirigentenleistungen. — Gestern Abend kamen bei einem von dem Krofdorser Gesangverein „Germania" veranstalteten Concert 100 JL für die Ueberschwernmten ein — Der Krtegerverein dortselbft bewilligte in einer Versammlung am 7. d. M. 50 JL zu demselben Zwecke. — Wie uns von gut unterrichteter Seite mitgeiheili wird, beabsichtigt daS aus früheren Jahren noch in gutem Andenken stehende Wohllhätigkeits-Comilä zum Besten der Wasierbeschädigten im Rhein- und Matnthal wieder einige Aufführungen zu veranstalten; die nötbigen Vorbereitungen sind bereits getroffen und wird es nur noch von der gütigen Ueberlassung des Clubsaales Seitens des Vorstandes des btefigen Gesellschaftsvereins abhängen, welche wohl zweifelsohne in Anbetracht des guten Zwecks, sowie der leider immer noch großen Noth gern bewilligt werden wird. —h. — Die hiesige Rudergesellsckast hielt gestern Abend ihre Jahres-G neralversarnrn- lung im VereinSlocale „zum Einhorn- ab und wurden nachstehenbe Herren mit der geschäftlichen Leitung betraut, resp. wiedergewäblt: Hr. Adami, I. Präs., Jean Kirch, II. Präs., Dr. Hof, I Schritts, Ernst Balser, II. Schritts., L- Petri HL, Verwalter, M. Guggenheim, Cassier, Fr. Schar mann, Instrukteur; als Vertreter der passiven Mitglieder die Herren H. Metten Heimer und Director Georg Noll; nächsten Samstag den 20. b. M wird die Gesellschaft ihr Stiftungsfest mit Ball in gewohnter Weise abhalten. —h. Gießen, lo. Januar. Die gestrige außerordentliche Generalversammlung der hiesigen Gewerbebank war wiederum sehr zahlreich besucht. Tagesordnung bildete die Wahl eines Controleurs. In erster Linie war vom Auf- sichts-aib Herr Andr. Keller vorgeschlagen. Derselbe erhielt von 451 Abstimmenden 10! Ja, 350 Nein. Nunmehr kumen die 4 vom Ausschuß weiter vosgeschlagenen Herren: Carl Jughardt, Andr. Keller, Wilh. Seuling und Carl Vogt zur Abstimmung. Es erhielten von 464 abgegebenen Stimmen C- Jughardt 184 A. Zielt er 58, W- Seuling 78 und C. Vogt 143 Stimmen, 1 Zettel wurde weiß abgegeben. Da somit keiner dcr 4 Herren die absolute Majorität erhalten hatte, kamen C- Vogt und C- Jughardt zur Stichwahl. Von 457 Abstimmenden erhielt nunmehr C Vogt 270 und C. Jughardt 187 Stimmen. Herr Carl Vogt wurde demgemäß als Controleur proklamirt. Handel und Berkebr. n 13* Januar. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu JL 3.30—4, Stroh «//£ 2.20—2.50, Eier das Hundert JL 6.40—9.00, Stück 7—10 A Butter 1. Qualität «M. 0.00, 2. Qualität JL 000, Kartoffeln per Centner 3 75—4 25 Blaukraut per Stück 0-0 H, Wirsing 0-00 Rothkraut 00-00 das Stück' Gans per Stück 0—0 Jt, Huhn JL 0.00—0.00,1 Ente JL 0.00—0.00, 1 Taube 00 Hahn 0.00—0.00. ©runb.erg, 13. Januar. (Fruchtpreise.) Weizen JL 19.18, Korn JL 15.38, Gerste .,/i 14.20, Hafer JL 12.04, Erbsen JL 2o.00, Lein . Mg., Nachmittags 2 llbr, werden in der F1 e 11'scheu Hosraithe dahier eine Anzabl Möbel unb ein Pferd meist bietend versteigert. Gießen, den 15. Januar 1883 >gericht. 363 Mütter. III., IV. u. V.Cl. 103 „ = 67,73 „ 4-12 „ L, 4 rm Nutzscheite. Buchen: Schneide-, Bau- und Nutzholzstämme 11. und 111. = 19,74 fm, 3,2—12 in lang und 42—60 cm dick 47 rm 2 m lange Nutzscheite Mittwoch örn 17. t. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen int alten Rathhauüsaal versteigert werden: Maurerarbeit, veranschl. zu 321.19, Zimmerarbeit Schreinerarbeit Glaserarbett Schlosserarbeit Weißbmderarbeit „ „ „ 91.20, „ „ „ 32.20, „ „ „ 37.08, „ „ „ 147.70, „ „ „ 128.80. Gießen. den 12. Januar 1882. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 320 A. Bramm. Aeikgeöotenes. Bei E. A. Hager in Chemnitz erschien: 376 Tie Rheinüverschwemmung. Preis 15 Reinertrag fürdieUeber- schwemmten. 2Licderverkäufcr bohen Rabatt. Bauer scher Gesangverein. Nächsten Sonntag den 21. Januar in Wenzel’s Garten: (1onceiet zum Besten der Wasserbeschädigten. Gewerbe- und Volbsbilbungg-Verein. Dienstag den 16. Januar, Abends 8 Uhr, int Cafe Ebel i 373 Uortrag des Herrn Architekt Hug über die Feuchtigkeit in den Wohnhäuser. Auch Nichtnütglieder sind höflichst eingeladen. Die Vorstände. Nächsten Montag den 22 d. MtS. treffen wir mit einem großen Transport bester Wermietßnngen. 364 Wohnung im 3. Stock zu ver- miethcn. 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(Erklärung Der Unterzeichnete ist aus dem Verein 311 r Förderung der Sonntagsfeier ausgetreten und hat mithin ausgehört, als Rechner dieses Vereins zu fungiren. Gießen, am 13. Januar 1883. frischmilchender, sowie hochtragender Kühe und Kinder । im Rheinischen Hof in Gießen ein. X 7.—, „ 7.50, „ 8.70, w 10.— .11.—, „ 12.—. Danksagung. Allen, welche meinen guten unvergeßlichen Vater Johannes Möser zur letzten Ruhestätte geleiteten, nainentlich aber den Kameraden des Kriegervereins, sage hierdurch den herzlichsten Dank. Danksagung. Unseren innigsten Dank allen Denen, welche an dem schweren Verlust unseres geliebten Töchterchens Ionischen Theil genommen, ebenso für die reichen Blumenspenden. Besonders danken wir den guten Schwestern für ihre aufopfernde Pflege. 383 Eine LatrinenentleerungS- maschine mit Faß und Wagen ist billig zu verkaufen. Näheres bei derExped^ds. Bl. _ Salz von der Großherwgl. 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Wird Das für Recht erkannt, daß ein SWann, der einen Kapitalstock von circa 2d mio „tt besitzt, eine Eommunalsteuer von 86 pro Ziel entrichtet? 374 Mehrere Bürger in Wicseck. Reinicke & Co. Malzfabrik Halle a. Hvon Victor Nchmldt