Br. 266 Donnerstag den 15. November ISS*. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstratzs 7. MBggge;—"gggg.rngigyi Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlohr. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark öO Pf. Politische Ueberstcht. Gieße«, 14. November. Die bevorstehende Reise des deutschen Kronprinzen nach Madrid bildet gegenwärtig in den politischen Kreisen des In- und Auslandes das Tagesgespräch. Sehr unangenehm findet man sich hiervon in den Pariser Regierungskreisen berührt, da man hier nicht mit Unrecht von dem Besuche des deutschen Kaisersohnes in Madrid eine festere Verknüpfung der Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien befürchtet. In erklärlichem Gegensätze hierzu sieht man in der spanischen Hauptstadt der Ankunft des deutschen Kronprinzen mit Enthusiasmus entgegen, wie sich denn überhaupt seine ganze Fahrt von dem Landungsplätze Barcelona bis zu den Ufern des Manzanares zu einem wahren Triumphzuge gestalten wird. Der hohe Herr gedenkt sich auf dem „Prinz Adalbert", der größten und stärksten Panzer-Corvette der deutschen Kriegsmarine, einzuschiffen; außerdem werden, wie bekannt, die Panzer-Corvette „Sophie" und der Aviso „Loreley" den Kronprinzen von Genua aus nach den Küsten Spaniens begleiten. Anläßlich der bevorstehenden Landtags-Session in Preußen wird vom Centrum auch wieder einmal die kirchenpolitische Saite angeschlagen werden. Die genannte Partei soll beabsichtigen, im Adgeordnetenhause eine Debatte über die Wiederherstellung der geordneten kirchlichen Verwaltung in den Diöcesen Köln, Posen, Limburg und Münster anzuregen. Daß die kirchen- politischen Verhältnisse hierbei in einer oder der andern Art wieder Gegenstand der Erörterungen werden, liegt auf der Hand. Schon der Umstand, daß am 1 April 1884 die discretionären Vollmachten des Gesetzes vom 31. Mai 1882, betr den Eid der Bisthumsverweser, die Gehaltssperre und die kirchliche Vermögensverwaltung in den erledigten Diöcesen ablaufen, wird dazu führen ; es bleibt abzuwarten, ob ' die Regierung die Erneuerung dieser Vollmachten verlangen, resp. ob sich eine Majorität für die nochmalige Gewährung derselben finden ^ird. wiener „Fremdenblatt" unterzieht in einer seiner ünqsten Nummern das Verhäitniß Oesterreichs zu Rußland einer eingehenden Besprechung. Das Blatt führt hierbei aus, daß eine Gemeinsamkeit der politischen Ideen und Handlungen der Cabinete von Petersburg und Wien sehr wohl möglich sei und betont dann, wie sehr die österreichische Regierung bestrebt sei bedenklichen Controversen aus dem Weg zu gehen. Das „Fremdenblatt" geht hierauf auf die serbische und bulgarische Frage ein und meint, daß eine Nichteinmischung Oesterreichs und Rußlands in die Verhältnisse Bulgariens und Serbiens der beste Beweis für die friedlichen Absichten jener Staaten sein würde und habe sich Oesterreich tu dieser Beziehung bereits große Zurückhaltung auserlegt Sonst gebe es keine actuelle politische Frage, in welcher ein unwill- ommener Zusaininenstoß der russischen und der österreichischen Regierungs-Idee zu besorgen ei. Die Herrscher beider Staaten wünschten aufrichtig den Frieden und diesen Umstand hätten auch die beiderseitigen Regierungen in Betracht zu ziehen; Oesterreich werde es hierbei an Loyalität nicht fehlen lassen und erwarte von Rußland volle Gegenseitigkeit. Die französische Deputirtenkammer hat am Samstag das Municipalgesetz mit 440 gegen 66 Stimmen angenommen. Es bedeutet dies einen neuen Erfolg, den das Ministerium Ferry diesmal in der innere Politik davongelragen hat, denn die Radikalen versuchten auch in dieser Angelegenheit dem Cabinet ein Bein zu stellen. Besonders handelte es sich um das von dem radikalen Deputirten Delafvrge gestellte Amendement, nach welchem für die Stadtverwaltung von Paris dasselbe Recht einzuführen ist, das für öie übrigen Städte gilt Der Minister des Innern, Waldeck-Rousseau, bekämpfte das radikale Amendement sehr entschieden und wurde dasselbe auch mit 201 gegen 206 Stimmen verworfen. , , ... . Auch in England hat das Luther-Jubiläum zu bedeutsamen Kundgebungen geführt, von denen namentlich das am Samstag in Exeterhall zu London stattgefundene große Meeting hervorzuheben ist. Demselben präsidirte Lord Shaftesbury, der eifrige Vorkämpfer des Protestantismus in England und beschloß die Versammlung, folgendes Telegramm an Kaiser Wilhelm abzu- senden: „Geruhen Ew. Majestät die Mittheilung anzunehmen, daß das protestantische England sich heute von ganzem Herzen eins weiß mit Deutschland ui der Feier des vierhundertsten Jahrestages der Geburt Luther's, und es ernstlich erfleht, daß unter dem Segen des Allmächtigen Gottes beide Länder auch ferner im Stande sein mögen, die großen Grundsätze der Reformation aufrecht zu erhalten, welche stets einen so mächtigen Beschützer in Ew. 'Majestät gefunden haben. Möge Gott Ew. Majestät noch lange erhalten!" Der russische Minister des Auswärtigen, Herr v. Giers, hat am Sonntag eine Reise in's Ausland angetreten. Das Ziel derselben ist die Schweiz, wo eine Tochter des Ministers aus Gesundheits-Rückjichten schon seit längerer Zeit ihren Aufenthalt genommen hat. Bekanntlich weilte Herr v. Giers bereits im vorigen Jahre zu gleichem Zivecke in der Schweiz, wobei er gelegentlich der Durchreise durch Deutschland auch dem Fürjteu Bismaick in Varzin einen Besuch abstaitete. Ob^ der russische Minister auch diesmal beim Fürsten Bismarck vorsprechen wird, ist noch nicht bekannt. In der rumänischen Devutirtenkammer kam am Samstag die Reise des Königs Karl nach Berlin und Wien zur sprachen auch die Unterredungen des rumänischen Ministerpräsidenten Bratiano wurden mit r. oen Bereich der Debatte gezogen. Den Anlaß hierzu gab eine Interpellation des Deputirten Stolajan, welcher die von Bratiano erzielten Resultate kennen zu erneu wünschte. Bratiano führte in feiner Erwiderung aus, daß die Reise des Königs und die Conferenzeu mit Bismarck und Kalnoky den hauptsächlichen Zweck gehabt hätten, zu beweisen, daß Rumänien keinerlei Agitationen im Orient Vorschub leiste und seien Rumäniens erste Interessen unzweifelhaft mit der Erhaltung des europäischen Friedens aufs Engste verknüpft. Die Kammer ging hierauf einstimmig zur Tagesordnung über. Die Nachricht, daß Professor Gia a, der eigentliche Urheber der Revolte in Serbien, standrechtlich erschossen worden sei, hat sich als unwahr herausgestellt. Ebenso werden die Mittheilungen über die Gefangennahme des Divisionairs und Gerichtspersonen in Alexinatz vurch Insurgenten für unrichtig erklärt, da in Alexinatz überhaupt keine aufständische Bewegung stattgefunden habe. Die Truppen haben die Gebiete um Costobrodija und Banja von den Insurgenten gesäubert und gelte der Ausstand nunmehr als bewältigt. Dfulichlund. Darurstadt, 13. November. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 1. November den Staatsanwalt bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg, August Haller, zum Landrichter bei dem Landgerichte der Provinz Oberhessen, am 2. November den provisorischen Reallehrer Dr. Ludwig Baur in Alzey zum Lehrer an der Realschule daselbst zu ernennen. Berlin, 10. November. Die Nachrichren über das Befinden des Fürsten Bismarck, vor Kurz-m noch so erfreulich lautend, sind jetzt nicht günstig. Man spricht von einem erneuten Anfall von Gelbsucht, welcher den Kanzler belästigen soll, anderseits von den Folgen einer Erkältung und dergleichen mehr. Nach genauen Erkundigungen sind die schlimmen Nachrichten wohl etwas übertrieben, doch soll sich letzter Zeit immerhin einige Schwankung in dem Befinden des Kanzlers gezeigt haben, welche den Aerzten die Pfl cht auürtrgt hätte, ernstliche Schonung anzurathen. Es heißt, der Fürst werde frühestens gegen Weihnachten, wahrscheinlich erst zu Anfang des nächsten Jahres nach Berlin kommen. Aus seiner Umgebung verlautet, er gedenke sich möglichst rege an der nächsten Reichstagssession zu betheiligen. Krankreich. Paris, 10. November. Die heutigen Zeitungen sprechen noch wenig von der Reise des deutschen Kronprinzen nach Spanien. Einige Blätter erblicken darin jedoch eine „Drohung gegen Frankreich". Die „France" äußert: „Diese Drohung muß ernst genommen werden aber nicht tragisch. Indem Deutschland mit Alfons, getäuscht durch die Et-kette, u- terh andelt, könnte man wähnen, es unterhandle mit einem König, der von Grund aus Herr seiner Untertanen sei; das Ercigniß könnte ihm jedoch bald den Beweis liefern, daß es blos mit einem Ehrenoberst der Ulanen ohne Regiment zu thun hat." Der „Temps" meldet aus Madrid vom heutigen Tage: „Die Mehrzahl der hiesigen Blätter zeigt die Reise des kaiserlichen Prinzen und den glänzenden Empfang an, den der König ihm bereitet. Ein Ehrengeschwader wird nach Barcelona gehen, desgleichen der Krtegsmmister, um den Prinzen zu bewillkommnen." Die royalistischen Blätter schreiben der Reise des deutschen Kronprinzen eine große Bedeutung zu und erblicken darin die Bestätigung der Annäherung zwischen Spanien und den beiden Kaiserreichen Mitteleuropas. Die ministeriellen Organe äußern: „Die Re:se ist ein retner Schritt der Höflichkeit, der die Ansichten des Madrider Cabinets nicht ändern wird, welches eine wohlwollende Neutralität für Frankreich und für alle Länder Europas beobachten wird." Spanien. Madrid, 12. November. Zum Empfang Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen des deutschen Reichs werden sich der Oberstkämmerer und ein General- adjutant des Königs, sowie der Kriegsminister und der Minister des Auswärtigen nach Barcelona begeben, die Reise von Barcelona hierher erfolgt mittelst königlichen Hofzugs. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Korrespondenz-Bureau. Berlin, 13. November. Der Kronprinz hat seine Abreise nach Genua und Madrid auf nächsten Samstag früh verschoben. — Es wurden heute als Stadtverordnete gewählt: Im 11. Wahlbezirk Inner (Bürgerpartei), im 14. Tutzauer (Arbeiterpartei), im 15. Tutzauer (Arbeiterpartei), im 23. Namslau (Fortschritt), im 25. Krampf (Bürgerparteis , int 26. Limprecht sBürgerpartei), im 27. Straßburg (Fortschritt), im 29. Vite (Bürgerpartei), im 32. Böhme (Bürgerpartei), int 41. Schulz (Fortschritt). Berlin, 13. November. Der russische Minister des Auswärtigen, v. Giers, hatte heute Vormittag eine längere Unterredung mit dem Staatssecretär Grafen v. Hatzfeldt - Wildenbruch, derselbe wurde Nachmittags vom Kronprinzen, später vom Kaiser empfangen und zur Tafel gezogen. Von Friedrichsruhe begibt sich der Minister direkt nach Montreux ohne vorerst nach Berlin zurückzukehren. — Se. Majestät der Kaiser empfing Vormittags den Generalquartiermeister der Armee, Generallieutenant Grafen v. Waldersee, und den Chef der Admiralität Generallieutenant v. Caprivi. Um 12 Uhr folgte der Kaiser einer Einladung des Großfürsten und der Großfürstin Wladimir zum Dejeuner in der russischen Botschaft. — Se. K. K. Hoheit empfing Nachmittags den Staatssecretär Grafen v. Hatz- feldt-Wildenbruch. — Der „Deutsche Reichsanzeiger" meldet die Ernennung des Regierungsvice- präsidenten Freiberrn v. Berlepsch in Codlenz zum Regierungsvräsideuien in Düsseldorf, sowie des Oberpräsidialraths v. Sydow in Breslau zum Regieren gsvicepräsidenten n Coblenz. — Die in den Zeitungen enthaltenen Nachrichten über eine bevorstehende Vermehrung der Artillerie sied unrichtig. In maßgeb nden Kreisen ist eine derartige Vorlage für den Reichstag nicht in Frage g7 Erdstöße verspürt. 11 n 0e’enbt — Ein schwerer Unglücksfall trug sich in Berlin bei der Lutherfeier al-i» nachdem der Festzug der Kinder in die Marienkirche ein getreten war, unmittelbar nn? dieser Kirche, in dem vom Neuen Markt nach dem Kirchportal sühreuden engen Gäß-b-n zu. Die mit dem Zuge der Kinder gekommenen erwachsenen Personen mußten voiiret- licher Anordnung zufolge den Zeitpunkt ihres Eintritts vor dem Kirchportale abwarten Unter diesen Personen befanden sich auch die beiden befreund.ien Frauen Nöhrina unk' Büttner- Plötzlich nun brach die Eistgenannte, eine feit einem Jahre verheiratdet? Frau von 25 Jahren, blutüberströmt zusammen und fiel ihrer Freundin in bte Arme Die Letztere wurde vor Schreck alsbalo ohnmächtig. Die Ursache dieser Katfftroobe war eine plötzlich von der Thurmhöbe herabfallende drei Pfund schwere eiserne Kramme welche der Frau Nöhrung auf den Kopf gefallen war und den Hut und die Schädel! decke durchgeschlagen halt-. In einem in thunlichster Bälde herbeigeschaffien Krankenwagen wurde die Verunglückte nach der Charits gebracht, woselbst sie jedoch bald verstarb, lieber bte Entstehung des Unfalls tauchte tm Publikum sofort die Verinmbuna aus. daß einer der beim Glockenläuten oben beschäftigten Männer die Veranlassung >um Herabfallen des tobbringenben Eisenstücks gegeben- Vier Schutzleute begaben sich bata ungesäumt in den Glockeathurm und sistirten die drei dort beim Läuten befdjäitiaten Männer zur Wache- Einer von diesen, der Kirchendiener Johl, bekundete, baß die Kramme, welche das Unglück ungerichtet, vor dem Fenster des Thurmraumes angebracht gero-fett sei, in welchem die Beiglocke sich d.finde. Er habe dieses genst:r vor Begmn des Läutens öffnen wollen und hierbei fei die Kramme, welche schon feit einiger «eit gelockert gewesen wäre, hinabgefallen. Er gab ferner an, daß er von jener Lockerung dem Kirchenvorstande schon vor etwa drei Wochen Anzeige gemacht und habet bemerkt habe, daß eine sofortige Reparatur nothwendig fei, dieselbe wäre aber noch nicht bewirkt worden. Dresden, 11. November. Die hiesige Lutherfeier ist vor einem schweren Unglücke bewahrt worden, welcher das blutige Eretgniß bei der Luthrrsetcr in Berlin sonst leicht hätte grausig übertr.ffen können. Es war gestern, als gegen %5 Uhr eine finstere Wetterwolke auszog, die ihre Nähe durch heftiges Wndcsbrausen anfünbigte" Die Windstöße ergriffen auch den Thurm der neugebauten Johanniskirche und rissen von zweien der kleineren goth schen Tbürme, welche den Haupiihuim in dessen Mstse flanftren, die Kreuz-sblum-n herab. Mit Donnergepolter stürzten bte mehrere Ceickner schweren Steinmaffen auf das Pflaster vor dem Kirchplotze an der Pillnitzerstraße nieder. Glücklicherweise wurde Niemand von den zahlreichen Passanten getroffen — einige Stunden später und das Unglück wäre unabsehbar gewesen. Der betreffende Theil des Platzes wurde sofort abgefperrt und tft es noch jetzt. — sVacanzenliste im Bezirke des 11. Aimeekoips-j Altena (Westphalen) Magistrat, Stadtsecretär, 1500 X Gehalt; Antritt der Stelle Anfang Jaguar 1884. — Bebra, Postamt, ständiger H-lssbote, 1.20 X Tagegeld. — Frankfurt. Postamt 4, 2 Postschaffner, je 800 X Ghalt und 240 X Wohnungsgelbzuschuß. — Daselbst' 2 Pock.tträgcr, je 750 X Gehalt und 240 X Wohnungsgeldzuschuß. — Höchst, Postamt, Postschaffner, 800 X Geholt und 72 X Wohnungsgelbzusckuß. — Lüden- sch'idt, Magistrat, Polizeidiener, 900 X Gehalt; 4 Nachtwächter 400 X Geholt — Marburg, Postamt, ßanbbriffträger, 540 X Geholt und 108 X Wohnungsgelbzuschuß. — Montabaur, Postamt. Landbriefträger, 540 X Gehalt und 72 X Wohnungsgelb- zuschuß. — Wetzlar, Bürgermeisteramt. Nachtwächter und Flurhüter, 750 X Gehalt. — Weilmünster, Postamt, Landbriefträger, 540 X Gehalt und 60 X Wohnungszelb- zufchuß. — Wiesbaden, Postamt, Postschaffner, 800 X Gehalt unb 180 Wohnungs- gelbzuschutz. — Bezirk des Kgl- Eisendahn-Betriebsamts zu Wiesbaden. 7 Tele- graphen-Afpiranten, anfänglich je 76 X pro Monat, nach 6 Monaten 87% X monatlich, als etatsmäßig angestellter Telegraphist bis zu 1350 X jährlich. — Daselbst, vier Stations-Aspiranten für den Stat ons- und Expckit'onsbienst, aniängltch je 75 pro Monat, nach 6 Monaten 90 X, nach einem Jahr 105 X und nach 2 Jahren 112% X monatlich, später als etatsmäßiger Stations-Assistent bis zu 1800 X, als Stations- Vorsteher zweiter Classe bis zu 2100 X, als Stations - Vorsteher erster Classe bis 2300 X, als Güterexvedient bis zu 2550 X, als Güterexpeditions - Vorsteher 3200 X jährlich. Handel und Verkehr. ^Zurücknahme bereits gelöster Billette.j Nach den bestehenden Bestimmungen für die Beförderung von Personen rc auf den Preußischen Staats-Eisenbahnen haben die Billet Expeditionen ein bereits gelöstes, aber noch nicht coupirtes Blllet, welches von dem Reisenden nicht benutzt werden kann, weil sich vor der Benutzung ein Jrrihum bei der Herausgabe herausstellt, gegen Lösung eines anderen Billets zurückzunehmen und als verstempelt zu behandeln. Neuerlich hat der Minister der öffentlichen Arbeiten angeordnet, daß in gleicher Weise zu verfahren sei, wenn in Folge eines bei der BiUei- fotberung vorgekommenen Versehens der Umtausch eines bereits gelösten, aber nach nicht coupirten Billets gegen ein anderes Billet spätestens bis zum Schalterschluffe gewünscht wird, z. B. an Stelle eines gelösten einfachen Billets die Verabfolgung eines Retourbillets u- dgl Es soll hierbei (abgesehen von der Preisdifferenz) der Unterschieb nicht in Betracht kommen, ob das neue Billet für eine andere Wagenklaffe ober für eine andere Station verlangt wird. Mr«E«rt a. Vt„ 14. Novbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 231, Staatsbahnactien 261V«, Galizier 236V«, Lombarden 114V«, Nord- westbahnactien 154%, Gotthardbahnactien 92%, Darmstadter - Bankactien 148V«, Disconto Commandit 179%, Oesterr. Silberrente 66'%», 4% Ungar. Goldrente 72'%g, 4% 1880er Russen 70'%, 5% 1877r Russen -, 2. Orient-Anleihe 54%, 4% Spanier 56'%, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 67V«, 5% Türken 9"/ia, Marienburger 91, Hess. Ludwigsbahnact. 103-%- Tendenz: besser. Allgemeiner Anzeiger. ■MtMM Zur bevorstehenden Saison bringe mein Lager in wollenen Stvrek- re.-Gnenen (Marke M & W, anerkannt beste Qualität) in großer Auswahl zu billigsten Preisen in empfehlende Erinnerung. Ferner empfehle zu äußerst billigen Preisen: Herren- und Damen-Hautjacken und Unterhofen, woll. und halbwoll. Hemden, gewebte und gestrickte Manns- und Knabenjacken, Strümpfe, Socken, Gamaschen, «Handschuhe, Tücher rc., sowie noch viele in dieses Fach einschlagende Artikel. 6644 Hebert Stuhl, Neustadt 23. Zur gefi. Beachtung! Durch äußerst günstigen delrgyenkeifs -Einkauf bin ich in den Stand gesetzt, eine grosse Farthie Möbel aller Art zu Fabrikpreisen offeriren zu können, als: Buffets ä x. 130, Schreibsecretäre ä jl. 72, Gallerieschränke ä JL. 38, Rohrstühle per J/2 Dtzd. 18, Schreibpulte ä Jl. 45 rc. rc Hochachtungsvoll 6595 SLölS* Möbellager. 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Oktober 1883 für Recht erkannt: 4) Angeklagter wird wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 5 XL et)ent. 2 Tage Haft und in die Kosten, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen uothwendigen Auslagen, ver- urtheilt. 2) Dem Privatkläger wird die Be- fugniß zugesprnchen, die Ber- urtheilung des Angeklagten innerhalb 8 Tagen, von Zustellung einer Abschrift an gerechnet, auf dessen Kosten einmal im „Gießener Anzeiger" bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 3. November 1883. Neidhart, 7558 Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. jfamstag den 17.1. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem städtischen Baubureau eine zu XL 221.51 veranschlagte Pflästererarbeit versteigert werden. Gießen, den 14. November 1883. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 7571 A. Bram m. Donnerstag den 15. November, Nachmittags */22 Uhr, werden in der Keck'scheu Hofraithe 1 Parihie Stroh- u. 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Zum Zwecke der Auseinandersetzung werden Alle, welche Forderungen an P h i- lipp Leib's Erben hier Haben, ersucht, solche alsbald dahier (mit Rechnungen) an- zugcben. Gießen, den 12. Nov. 1883. 7559 Cafe I^eib. Die von dem bekannten Herrn am 8. ds. Mts. auf dem Postwagen zwischen Gießen und Großenlinden gethane/Aeußerung, als regierte ich den Gemeinderath von Großenlinden und könnte mit demselben machen, was ich wollte, weise ich als ebenso beleidigend wie unwahr hiermit zurück und überlasse die Beurtheilung dieses eeren Geschwätzes der Nachsicht eines eben mit den Verhältnissen Vertrauten. Großenlinden, den 12. Nov. 1883. Heinrich Volten, 7562__________„Zum Adler". 7468 Mehrere Herren können Kost und Logis erhalten. Neuenweg 62. 7535 Für eine Wirthschaft in Gießen wird ein angehender cautionsfähiger Wirth gesucht. Einem jungen Metzger würde der Vorzug gegeben. Näheres in der Exped- ds. Bl. 7526 Ein braver Hairsbursche gesucht- Ed. Noll, Neustadt. Q 7567 Unserem lieben Freunde Q 8 Louis P . t. i 8 zu seinem heutigem Wiegenfest ein 8 KL dreifach donnerndes Hoch, daß bte O ganze Bachgasse bis in den Löb er-12 ö scheu Hof wackelt. Arminia. O 000000000 000000000 Ein angehender Commis mit gewandtem Benehmen, welcher in einem Colonial- waarengeschäft en detail ge lernt hat und fich zum Reisen gualist'cirt, von einer Fabrik gesucht. 7524 Offerten unter J®. SO befördert die Exped. ds. Dl. 7561 statt. Sonntag den 25. November Der Vorstand Burgerclub. Die auf Sonntag den 18. November festgesetzte Unterhaltung findet eingetrctener Hindernisse halber erst Wenzel's Garten. Donnerstag den 15. November: 2. Abonnements - Concert. Anfang Präeis 7 Uhr- - Entree 50 H. 7573 Ur aus se,, Capellmeister. Zum l.Mal: maihCUr». Phantasiestück von Krauß e (neu) Berichtigung. ~ In der am vorigen Sonntag auf Lony's Bierkeller abgehaltenen Arbeit»«. Versammlung wurde, um für die allgemeine Krankenkasse Propaganda ru ein Fall, welcher angeblich in einer hiesigen Fabrikkrankenkasse vorgekommen sein w in einer solchen Weise entstellt vorgebracht, daß wir uns veranlaßt sehen deiiselb.-»' aus diesem Wege richtig zu stellen, da eine sachliche und wahrheitsgetreue Darlegung m der betreffenden Versammlung ganz unmöglich war. B u Das betreffende Mitglied der Kasse hatte gegen die Bestimmungen der in einee Generalversammlung festgesetzten und genehmigten Krankenkassestatuten gefehlt und rechtlich keinen Anspruch auf Krankenunterstützung; jedoch wurde demselben in Anbetracht seiner bedürftigen Lage sowohl von dem Vorstande, als auch von einer Generalversammlung eine freiwillige Unterstützung in Höhe der zu beanspruchenden Krankem unterstutzung im Betrage von circa M. 80 zugesprochen, die derselbe mit Dank anae- nommen und qüittirt hat, wovon sich Jnteressirende in den Belegen der Krankenkasse überzeugen können. Eine Pression auf den Arbeiter hat von keiner Seite stattgefunden und beruht besonders diese Beschuldigung auf gröbster Unwahrheit, und ist es zu bedauern, wenn von jener Seite solche Mittel angemendet werden müssen, um für ihre Kasse Propaganda zu machen- Mr den Vorstand der Krankenkasse d. Maschinenfabrik von Hcyligenstädt & Co. hier W. Grüneberg. Atzelhöfer. Schmidt. Heife. Oechsle. Mermietßungen. 7493 Ein Familienlogis vermiethet Jacob Dörr, gr. Mühlgasse 10. 7564 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen, sogleich beziehbar. A. Moog, Flügelsgasse 12. 7560 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen- ____Ederstraße 3. 7566 Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu^ vermiethen. E. Plank, Marktplatz. 757Ö Ein freundliches Familienlogis ofort zu vermiethen- Frau Hubeler, Brandgasse. 7569 In der früher Keck'scheu Hof- raithe (Neuenweg) ist in dem Fabrikgebäude der untere Stock, bestehend aus 2 Zimmern, Küche, Maschinensaal und onstigen Räumlichkeiten nebst großem Keller und Lagerplatz, per 1. 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Haubach, Westanlage 15. 7466 Ein Familienlogis zu vermiethen und per 1. Februar zu beziehen. _______H. Schaffstüdt, Bahnhofstraße. 7483 Ein kleines Logis zu vermiethen L-teinstraße 43. 4957 Eine geräumige Wohnung (8 Zimmer) nebst Zubehör wird billig vermiethet. Näheres in der Exped- ds. Bl. 7223 Ein Laden mit Logis per 15. December zu vermiethen. _________Carl Burkhardt, Neustadt. 7421 Wohnung von 5 Zimmern mit allem Zubehör vom 1. April event. auch früher zu vermiethen. Frankfurterstr. 11. 7429 Der seither von Herrn Kappenmacher Sepp inncgehabte Laden nebst Logis ist zu vermiethen. ___________________Wettergasse 5, 2. 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Pietsch) in Gießen V«rea«r < Aus fortwährend den Lutherta entschieden. trotz aller g ftabt anbcla am ©ttinäte Feier zu, ro der Ministe sich in besl Sonntag in lande, wo sprechender Riga, befon mark, Schr stattgefunde die Lutherfi Auch jensei vorüber geh evangelischer Festversamn Dis i wird für d , denn allseitz züglich der 17. Novem chen incogn \ erfolgen dü \ und „Lorel I Schiffes Qi ! diesem Arp ' Kriegsschiff' Genua um! und die it Landungsbi spanische K Kronprinzei Adjutant d Auswärtige Spaniens f feiner Wie. von dem b völkerung, überaus gü der deutsche finden wird Der \ hat eine 9 ■ weilenden f I resp. Fried Herr v. G Audienz en beabsichtigt' I abzustatten, und Fried dienen, in Krieges no In Schlosses i Die chinesifcherr Vertreter ( deuten des Handlungei genommen beantworte ^ie Franze heit der F nächste Sie ! ist wohl n als ein „c den Angeh Mischen R Gefahren! gaskar fiel der Haupt Iremiermi