X nltl Klatt- iger Preise es, lle ng | a mit Garten Sutter mit Kind. :isangabe unter mcenrExpedition ankfurt a. M- . rncdE' ;Ä-»A «sS** —'ia* co -nbof.^ 2616' 187f, en nach faini e delohnuna aren rt# Mn '-HM. bri hmar, tr. «an« IU> «'»S w/r fit* 86. Zweites Blatt. Sonntag den 15. April 1888 Kießeiier Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Msutags. PreiO vierteljährlich 2 M^rk 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HHeil. Gießen, am 12. April 1883. Betreffend: Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und Schulverwaltern im Fall einer Mobilmachung. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Sie wollen die Lehrer oder Schulverwalter Ihrer Gemeinden, welche militärpflichtig sind, darauf aufmerksam nmchen, daß Gesuche um Zurückstellung im Fall einer Mobilmachung innerhalb 14 Tagen bei uns einzureichen sind. Später einlanfende Gesuche können nicht berücksichtigt werden. In den Gesuchen ist anzugeben: 1) Civilstellung. 2) Vor- und Zunamen. 3) Militärcharge und Truppengattung. _ 4) Genaue Angabe des Truppentheils, Regiment, Compagnie 2c., bei welchem der Eintritt erfolgt ist und Datum des Letzteren. 5) Bezirk des Landwehrbataillons. - _ Bei Lehrern oder Schulverwaltern, welche bereits früher bei uns reclamirt haben, bedarf es der Angaben 1 5 nicht; es genügt hrer einfache SDtelbung» Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als allein stehende Lehrer zur Reclamation berechtigt sind, wollen Sie sofort benachrichtigen. Dr. Boekmann. Wochenschau. Gießen, 14. April. Die Thätigkeit des Reichstages beschränkte sich in dieser Woche ausschließlich auf die zweite Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung, welche das Haus schon seit voriger Woche beschäftigt. Die Gerüchte über die Erhebung des Fürsten Bismarck zum Herzog von Lauenburg veranlassen die „Rordd. Allg. Ztg." zu der Mit- theilung, daß für eine solche Standeserhöhung nach keiner Seite hin ein Motiv oorliege und am allerwenigsten würde eine solche dem persönlichen Wunsche des Reichskanzlers entsprechen. Die betr. Gerüchte seien ohne jeden Anhaltspunkt gänzlich aus der Luft gegriffen. Der Wechsel im Marine-Ministerium scheint nun doch den Rücktritt des Vice-Admirals Bätsch nach sich ziehen zu wollen. Wenigstens hat Herr Bätsch einen längern Urlaub nachgesucht und betrachtet man diesen Schritt allgemein nur als den Vorläufer der definitiven Demission des verdienten OfficierS. Auch Contre-Admiral Berger, welcher gegenwärtig das ostasiatische Geschwader commandirt, soll beabsichtigen, seinen Abschied einzureichen. Auf dem Gebiete der hohen Politik hat sich die Besprechung der Beziehungen zwischen Deutschland, Oesterreich und Italien auch in dieser Woche auf der Tagesordnung erhalten. Die in- und auswärtige Prefle hat diesem Gegenstände lange Erörterungen gewidmet und übereinstimmend ist man zu dem Resultate gelangt, daß zwar kein förmlicher schriftlicher Vertrag zwischen den drei Staaten existire, daß aber Verabredungen für gewisse Fälle bestehen. Italien ist stillschweigend dem mitteleuropäischen Bündnisse beigetreten. Dies ist der nicht mehr hinwegzumäkelnde Kern der ganzen Sache und auch in Frankreich täuscht man sich nicht über die Bedeutung dieses Ereignisses, wie die Auslastungen der französischen Blätter beweisen. Unter diesen Umständen gewinnen die Gerüchte über einen im Laufe der nächsten Monate am Berliner Kaiserhefe bevorstehenden Besuch Königs Humbert an Bedeutung und die Verwirklichung dieses Projectes dürfte um so eher zu gewärtigen sein, als sich Fürst Bismarck aus das Lebhafteste für den Besuch des italienischen Herrschers in Berlin interessiren soll. In Oesterreich nimmt die parlamentarische Feldschlacht über die Novelle zum Volksschulgesetz, welche Ende dieser Woche zwischen der Rechten und der Linken des Abgeordnetenhauses begonnen hat, das Interesse gänzlich in Anspruch. Wenn indessen nicht besondere Zwischenfälle eintreten, so kann man das Schicksal der Novelle im Voraus als entschieden betrachten, da trotz verschiedener „unsicherer Cantonisten" die Coalition der Rechten stark genug ist, um dem Gesetzentwurf die Annahme zu sichern. Freilich hat die klerikale Partei, aus deren Schooß die Schulgesetz-Novelle entstanden ist, Arbeit genug gehabt, um ihre czechischen, polnischen und kroatischen Bundesgenossen für die Novelle zu gewinnen; es scheint aber doch gelungen zu sein und so steht der Linken nichts als höchstens eine ehrenvolle Niederlage in Aussicht. Im französischen Cabinet Ferry ist zwar der Friede, der durch die Affaire Thibaudin-Galliffet stark erschüttert war, äußerlich wiederhergestellt, aber innerlich dauern die Dissonanzen zwischen den einzelnen Mitgliedern fort. Gerade die Frage der Kavallerie-Manöver, welche ohnehin schon so viel Staub aufgewirbelt hat, wollen die oppositionellen Elemente der Deputirtenkammer bei deren am 19. April erfolgenden Wiederzusammentritt zu einem Ansturm auf das Cabinet benutzen und es ist bezeichnend für die schwankenden Verhältnisse in Frankreich, daß man den Rücktritt des Conseil-Präsidenten Ferry nicht für unmöglich hält. Als Ferry iin Februar die Leitung des Ministeriums aus den Händen Fälliges übernahm, da war nur Eine Stiinme darüber, daß man diesmal das neue Ministerium als festgefügt betrachten könne und heute bereits schwanken seine Grundpfeiler in bedenklicher Weise! Neben der Stellung Ferry's und des Kriegsministers Thibaudin gilt auch diejenige des Finanzministers Tirard für erschüttert. Herr Tirard scheint allerdings den finanziellen Schwierigkeiten, mit denen die französische Negierung gegenwärtig zu käntpfen hat, nicht gewachsen zu sein und der bekannte Financier Leon Say wird immer wieder als der Ersatzmann Tirard's bezeichnet.' Trotz dieser verworrenen innern Lage verfolgt aber die französische Republik ihre transatlantischen Pläne energisch weiter und wird allem Anscheine nach die Tonking-Frage ziemlich zum Austrag kommen. Die Ankunft der französischen Verstärkungen in Hanoi hat in Anam große Erregung hervorgerufen und hat der französische Befehlshaber in Hanoi alle Vorkehrungen getroffen, um einem kriegerischen Vorgehen der Anamiten zu begegnen. Auch hat der Vertreter Frankreichs am Hofe des Herrschers von Anam bereits dessen Residenz Hue verlaffen. Die Dynamit-Wellen der irisch-fenischen Geheim-Revo- lution rollen in immer breiteren Masten über England hin und die Aufgabe der englischen Behörden, den fast jeden Tag versuchten Attentaten der Dynamit- Verschwörer entgegenzuwirken, wächst allmälig in's Riesenhafte. Ob die in den letzten Tagen in aller Eile vom Parlamente angenommene „Dynamitbill" den Verschwörern das Handwerk legen wird, bleibt noch abzuwarten; jedenfalls wird sich behufs der stritten Durchführung der Bill eine abermalige Vermehrung der Polizeikräfte in den größeren englischen Städten als unabweislich Herausstellen. Der italienische Senat hat die bereits in voriger Woche begonnene Debatte über die auswärtige Politik Italiens auch noch in dieser Woche fortgesetzt. In der Mittwochs-Sitzung ergriff auch der Minister des Auswärtigen, Mancini, das Wort, um sich über die Beziehungen Italiens zu Deutschland und Oesterreich zu verbreiten. Der Minister gab zu, daß die drei Negierungen über die Hauptfrage einig seien, betonte aber, daß die vollständige Einigkeit der drei Mächte allein einen friedlichen Zweck habe. Auf das Entschiedenste bestritt Mancini, irgend einen aggressiven Charakter Frankreich gegenüber zu tragen. Die Beziehungen Italiens zu Frankreich besserten sich immer mehr, doch würde Italien nicht gestatten, daß Frankreich eine auf Eroberungen ausgehende Colonial-Politik treibe und Colonien am Mittelmeere zu erwerben suche. In dem Conflicte zwischen Regierung und Volksvertretung in Norwegen hat sich die Situation noch nicht geändert. Der Versuch, einen Ausgleich zwischen dem Storthing und dem Ministerium herbeizuführen, ist noch im Entstehen gescheitert und es bleibt nun abzuwarten, welchen Verlauf die Debatte im Odelsthing über den Antrag des Protokoll-Comitäs, die Mitglieder des Staatsrathes in Anklagestand zu versetzen, nehmen wird. Falls der Antrag wirklich die Zustimmung des Odelsthings findet, woran vorläufig noch gezweifelt werden muß, so wird dem Ministerium wohl nichts übrig bleiben, als seine Entlassung einzureichen. _ . Aus dem Orient liegt diesmal wenig Belangreiches vor. Die Montenegriner und Albanesen haben das gegenseitige Kopfabschneiden eingestellt, was immerhin als ein Erfolg des vermittelnden Einflusses der Pforte zu betrachten ist. Fürst Alexander von Bulgarien ist im Begriff, dem Sultan m Koustan- tinopel einen Besuch abzustatten, worin man wohl den EmMtt beffe ' Ziehungen zwischen der Pforte und Bulgarien erblicken kann. Was di ' frage anbelangt, so beharrt England auf seinem Widerstan e g ne Ernennung des Miriditenfürsten Prenk Bib-Dido zum Gouverneur vom ^banon und auch Rußland hat auffallender Weise seine Zustimmung ^och nicht ertheüt. «H-, am»—aa—a—■■ ■ Die Wahl eines gewerblichen Berufes. Ausickreibuna eines Preises von 1500 Mk. in Gold. ieb n Vnaben weiter mtt vollendeter Schulpflicht die Schule verläßt und ein A& ober "ein®«"«? ergreifen will, nicht minder für m b*c 8r“8e- ®elSer Lebensglück des Individuums, ebenso das EMhpHnhm ?/n>^"^amilten der gegenwärtigen und nachwachsenden Generation M re M Schwierigkeiten verknüpft, denn selbst wenn Charakter und Fähigkeiten des Knaben reiflich erwogen werden, sosetzt sie bei Den- kntoen we“»e zurathn und mit zu entscheiden haben, ziemlich weitgehende Kenntnitz der Eigentümlichkeiten der verschiedenen Handwerke und Gewerbe und ein zutreffendes in größter Äu Ausverkauf äußerst billig. CctW Wettsei. per Flasche Im JFass entsprechend billiger. 1990 1912 Je JVoll^ Gold- und Silberarbeiter. 425 Flasche CO O '"'b Ä 2522 G-endebien & Naumann Maschinenfabrik Bockenheim-Frank- ~ furt a. 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Nur zu häufig wird daher von dem jungen Menschen ein Beruf erwählt, zu welchem er weder körperlich noch geistig geeignet ist, oder wenn dieses der Fall wäre, der ihm das nicht bietet, was er erwartete, und das „Umfattcln" ist oft die einzige, wenn überhaupt noch mögliche Rettung vor den größeren Gefahren eines gänzlich verfehlten Berufes. Unter diesen Schwierigkeiten leiden nicht nur die betreffenden Personen und deren Angehörige, auch die Handwerke und Kleingewerbe, denen sie sich zuwenden, können durch solche Elemente, die in unserer Zett so nothwendige Förderung nicht erfahren die sie im Kampfe mit einem hochentwickelten Fabriksbetrlede vor weiterem Verfall und vor gänzlichem Untergange schützt. Die Unkenntniß der Lichtseiten gewerblicher Berufsarten und ihre Unterschätzung ist em Hauptgrund, weswegen der besser situirte Mittelstand seine Söhne ihnen vielfach entzieht, wodurch sie Unterstützung und Förderung von jener Seite entbehren müssen. Diesen Thatsachen gegenüber gewmnt die richtige Wahl eines gewerblichen Berufes eine sociale Bedeutung. In dieser Erwägung erachten es daher zwei durch ihr humanes Wirken rühmlichst bekannte Körperschaften tn Berlin, nämlich der Verein für das Wohl der aus der Schule entlassenen Jugend, sowie das Curatortum der Diesterweg Stiftung, als eine nicht ferner abzuweisende Pflicht, aus der Schule tretenden Knaben und denjenigen — seien es Eltern, Vormünder oder Lehrer — welche ihnen helfend zur Seite gestellt sind, ein möglichst zuverlässiges Hülfsmittel zur Orientirung über die verschiedenen Handwerke und Kleingewerbe in Gestalt eines gedruckten Rath- aebers tn die Hand zu geben. _ Beide Vereine haben demzufolge gemeinschaftlich eine Preisconcurrenz ausgeschrieben zur Einreichung von Arbeiten über das Thema: „Die Wahl eines gewerbliche" Berufes". Die einzuretchenden Arbeiten sollen nur bte sogenannten praktischen bürgerlichen Berufsarten — die Handwerke und Kleingewerbe — tn's Auge fassen und dabet insbesondere folgende Fragen berücksichtigen: 1. Welche Eigenthümlichkeiten zeigt das Gewerbe? (Kurze Charakteristik der den einzelnen Handwerken eigenthümlichen Thättgkeiten und der zu lösenden Aufgaben.) 2 Welche körperlichen und geistigen Fäh!gkeiten setzt eS bet dem Lehrling voraus? 3. Welche Wege zur möglichst allseitigen Ausbildung in dem betreffenden Gewerbe stehen zu Gebote und welche Mittel sind dazu erforderlich? 4. Welche materiellen Aussichten und besonders auch, welche auf künftige Selbstständigkeit gewährt der Beruf? — Als Anhang ist eine Auslassung über diejenigen Berufsarten erwünscht, welche den Bureaudienst betreffen, besonders auch nach Seite der Aussichten hin, um der mit- verbreileten Ueberschätzung derselben zu begegnen. Die Bearbeitung der Aufgabe muß tn einer allgemein verständlichen Sprache erfolgen: sie darf einen Umfang von zehn bis zwölf Druckbogen 6° nicht erheblich überschreiten. Für die von einer Preisrichter-Commission, deren Mitglieder später bekannt gegeben werden sollen, als beste bezeichnete Arbeit wird ein Preis von 1500 JL in Gold ausgesetzt. Die preisgekrönte Arbeit bleibt Eigenthum des Verfassers; verlangt wird ihre Publikation und Gewährung einer Anzahl Exemplare zu einem zu vereinbarenden herabgesetzten Preise. Die möglichst deutlich geschriebene Arbeit ist mit einem Motto zu versehen; eine beigelegte versiegelte Enveloppe mit gleichem Motto enthält die Adresse des Eins nders. Die Absendung hat entweder an Herrn Rektor Geßler (Neue Friedrichstraße 32) oder an Herrn Seminarlehrer a. D. A. Böhme, SW., Wilhelmftraße 31, als Vertreter der beiden Vereine tn Berlin zu erfolgen und wurde als Endtermin für dieselbe der 1. April 1884 festgesetzt. Seideln oder verabscheuen Sie offene Seidel? Oder trinken Sie auch aus letzteren? 10) Stellt sich b.'i Ihnen bet fortgesetztem Biertrinken em wernerliches Rühren (das sogenannte «raue El/nd) ein? II. Pkysiologisch.vsychologisch-ettnsch'MediclnIsch-juristisch- poWsche Verhältnisse 1) Wird Ihr S-lbstgesühl dwch Biergennß erhöht oder ver- mtndert? Um w eviel Proernt? (Verhältnitzzahlen nach Anzahl der oerttlgten Seidel sind erwünscht., 2) Werden S.e nach dem Biergenusse ekliger oder liebenswürdiger? «Das Zutreffende tst zu unterstreichen.) 3) Wird durch den Bteraenuß bei Ihnen die Losung schwieriger staatsw ssenschasllicher, vhysiochologischer, historischer, juristischer, technischer Fragen erleichtert oder erschwert? 4) Wie viel guten resp. schlechten Witzen haben Sie bereits in Folge des Biergenusses das Leben gegeben? lAnnäherungszahlen genügen.) 5) Haben Sie bereits in Folge des Biergenusses einen Nachtwächter ,nsultin? 6) Sind Sie bereits M Folge des ^ergenuffcS bestraft worden? 7) Nach rote v-el Seideln stellt sich bei Ihnen der Kater ein? (Wenn die Zahl nicht feststeht, genügen Schatzungen) 8) Welche Medikamente haben Sie im Zustande des Katers als die zweckmäßigsten erkannt? 9) Halten Sie die Vorschrift ernes Minimal-Biergenusses für Jedermann (einschließlich Wech und Kind) im Wege der Gesetzgebung für nothwendta und ausführbar?^ 10) Sind Sie bet einer Actienbrauerei betheiligt? — sDie Kälte-Rückfälle im Mai.) Unter diesem Titel hat der bekannte Vorsteher der meteorologffchen Centralanstalt in München, Prof. Dr. v. Bezold, neuerdings eine üre veröffentlicht, welche besondere Beachtung verdient, da das Resultat, zu welchem gedachter Herr gelangt, vieljährigen Beobachtungen abgeleitet ist. Bekanntermaßen treten nicht selten im Monat Februar eine Anzahl relativ warmer, sonniger -daraus folgen im März miet)er kältere Tage mit scharfem, trockenem Nord- und Ostwmd; im April legt sich der Wind und hat feine bestimmte Richtung, auch steigt die Temperatur erheblich, um gegen Mitte Mai mit großer Regelmäßigkeit wied^r QUrx §rctL°ft unter Null zu sinken. Ist schon der „Märzwind" ein Jed-rmann geläufiger Ausdruck, so gilt dies tn noch viel höherem Grade von den drei „böfen* PtMkraz. Servaz und Bonifaz, welche in unseren Gegenden mit größter Regelmäßigkeit empfindliche Kalte bringen. Im Februar fängt die Sonne schon an Europas einigermaßen zu erwärmen, ohne daß noch die südwestlichen Gegenden n?o Atlantische Ocean eine so höh ' T mperatur annähmen, daß dort erhebliche Minima d s Luftdruckes entstanden und der Wrnd lebhaft dorthin strömte; es ist also möglich, daß sich bei uns sonnige, relativ warme Tage, nicht gestört durch schneidenden Ostwtnd, bilden. Im Marz steigt die Temperatur durchweg, zumeist aber in den südwestlichen Ländern (Südfi ankceich, Spanien) und im Atlantischen Oeean. Daraus resulttrt ein scharfer Nordost, welcher schon mit viel größerer Regelmäßigkeit auftritt, als die schöne Zett Jjj1 "3°! April steigt auch hier zu Lande die Temperatur nicht unbeträchtlich. Der Druckunterschied zwischen Deutschland und den südwestlichen Gegenden vermindert fich, so daß der Wind stiller wird, aber ständig wechselt. Im Mai endlich erwärmt sich, wie Bezold aus vielfachen Tabellen ableitet, die Balkamnstl und besonders das ungarische Tiefland bedeutend und es bildet sich dort mit größter Regelmäßigkeit zwischen dem 11. und 15. Mai eine positive thermische Anomalie, d. h. eine Temperaturerhöhung p bie für die betreffende geographische Breite berechnete Normaltemperatu- von 6—7 Grad. Die Folge davon ist ein starkes barometrisch s Minimum in Ungarn, m welches bei uns der Wind aus Norden und Westen mit großer Kraft strömt Lange freilich kann fich dieses Minimum nicht halten, auch trifft es nicht absolut genau in die Zeit vom 11. bis 15 Mai, doch aber mit einer Regelmäßigke t in den Anfang ober bie Mitte des Monats, die Jedermann bekannt ist. Es scheint uns, als ob diese von Dezold gegebene Erklärung der Kälte-Rückfälle im Mat, um so mehr als sie sich auf umfangreiches Beobachtungsmaterial stützt, eine besondere Beachtung verdiene. - lEl-ktrisch-r Aufputz für Kleider.) Wie man der „Jlluftr. Wiener Gewerbe- Ze'tung aus London berichtet, werden auf der demnächst zu eröffn nben el «rischen Ausstellung im Westminster-Aquarium nebst vielen anderen Nuhnen auch mehrere Phantasie-Roben ausgestellt fein, deren ganzer Ausputz blos durch elektrisches Licht hervorgebracht wird- Man ist gegenwärtig mit den Anordnungen hierzu drschäftigt. Jedes Kleid ist mit feinen Drähten gestickt, welche unzählige kleine Jncandescenzlämpchen bilden. Eine HauptdrahtUitung führt nach abwärts bis zur Ferse des Schuhes und erhalt dann den nöthigen elektrischen Stiom, wenn die Ferse mit gern ff en Sollen des T^vP'chs obe- Fußbodens in Berührung kommt. In diesem Falle erstrahlen sämmt- liche Verzierungen des Kleides in herrlichem elektrischem Licht. Man hat die Absicht, solche Roben auf den Theaterbühnen von London, Paris und Wien einzuführen, um fo mehr, als wie der Eifinder behauptet, ihre Anwendung höchst einfach und mit keiner Gefahr veibunden ist. . — lHumor in den Kammern) In der Stuttgarter Correspondenz in Nr. 243 be§ Frankfurter Journals sind einige humo' istische Äußerungen mitgetbetlt, die seitens roürtlemb-rgifcber Abgeordneter gefallen. Derartige Menschlichkeiten passiren aber nicht allein den Abgeordneten, sondern auch den Kämmet st-noaraphen. Vor einiger Zeit fir‘ff ein Demokrat die Amtsführung eines M Nisters ziemlich scharf an Die ver- schKdenen Attentate schildernd, welche der Minister sich hatte auf die Verfassung zu Schulden kommen lassen, beschwor er die Vergeltung über das kahle Haupt der ganz Zerknirscht in ihrem Portefeuille herumkramenden Excellenz herauf und cittrte dabei den Vers: „Die Rache will nicht von ihm lassen, sie folgt ihm nach ms Schlaffemack." Was hatte der unglückliche Stenograph aber in fein Protokoll geschrieben? „Die Alte will nicht von ihm lassen, sie folgt ihm nach ins Schlafgemach." Feilgebotenes. 2580 Kommode, Bettstellen, Nachttische, 1 Kleiderschrant empfiehlt billigst I» Heck, Schreinermeister, Bleichstraße. von C. Roth, Neuen-Bäue. Bur öei)or|tojeni)en Saifoii bringe eine reiche Auswahl billiger Vrochen, Khrringe, Ringe, Medaillons. Kreuzchen, Colliers, Ketten und Borstecknadeln in empfehlende Erinnerung. MO Durch SlbfdiluB Mer offerire «fi 1878" ? ä SW iltere Jahrgänge l A. 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(Das Zutreffende ist zu unterstreichen, andere Sorten hinzuzufügen.) 3) Bedürfen Sie m den Zwilchen- räumen fester Nahrungsmittel? Welcher? 4) Welche Biersorten vertragen Sie am besten? 5) Ist Ihr Magen geaicht? Auf welches Quantum? 6) Wodurch wird Ihre Consumfähigkeit erhöht? (©ratificattonen, Gehaltszulagen, Verlobung, erfreuliche Familienereignisse, schwere Erkrankung von Erbtanten oder Erbonkeln, Orden, Beförderungen, Courszettel?) 7) Wodurch wird Ihre Consumfähigkeit vermindert? (Körbe, Gardienenpredigt, Rüffel, Kater, Schulden?) 8) Trinken Sie auch Schnitte, Tulpen, Kinder? oder verabscheuen Sie dieselben? 9i Lieben Sie Deckel auf den Montag den 16. und Dienstag den 17. April d I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung der verstorbenen Frau Prof. Buch heim, Ludwigsstraße Nr. 12, gut erhaltene Möbel, worunter 2 Sophas, 1 Schreibtisch, 1 Tafelclavier, ferner 2 große Oelbilder mit feiner Gold- rohme, Gläser, verschiedenes Haus- und Küchengeräthe meistbietend versteigert werden. 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Blitz. 2390 Ein freundl-, möblirtes Parterre^ zimmer zu vermiethen. Ludwigsstraße 14, Vorderhaus. ~ 2524 Möblirte und unmöblirte Zimmer zu vermiethen.________Gartenstraße 29. ^32 10 12 Arbeiter können bei der Unterzeichneten Logrs erhalten. _____Frau Peter, hinter den Eichen. 2563 Ein möbl. Zimmer mit C-abinet zu vermiethen. Ph. Lampus, ^Grünbergerstr. 14, part. Pn möblirtes SiinrneF-fiTber Bahnhofstraße an einen ruhigen Her-rn zu vermiethen. Wo? sagt die Exped ds Bl. 2575 Ein Familienlogis sogleich zu vermiethen. E. Kreiling Wwe. am Kreuz 2584 Ein elegant möblirtes Zimmer zu vermiethen bei ^Louis Rothenberger, Neuenweg 22. , ^?73r Der 3. Stock in meinem Vorder- hause, bestehend aus 8 Zimmern mit allem. Zubehör, zu vermiethen. —-__Augnst Ackermann. 2384 Schillerstraße 9 der untere Stock, 5 Zunmer nebst Zubehör, per 1. 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