Nr. 38. Donnerstag den 15. Februar 1883. iehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. , Schulstr-tz- 7, Erscheint täglich mit Ausnahme des M-ntag». WdiWWm ^-Ijih-ttch ' Amtlicher Theil. P f a r r - C o n f e r e n z. Montag den IS. Februar Pfarr-Conferenz in der Herberge zur Heimath, Nachmittags. Tagesordnung: 1) Besprechung über die Anschaffung von gedruckten Formularen für die diesjährigen kirchlichen Wahlen. 2) Besprechung über die Vereinbarung des Vorstandes vom Pfarrwaisen-Verein mit der Allgemeinen Versorgungs- Anstalt in Carlsrnhe wegen Lebensversicherung. 3) Besprechung über die Gründung einer Feuerversicherungsgesellschaft unter den Geistlichen. 4) Fortsetzung der Besprechung über kirchliches Begräbniß. Zahlreiche Theilnahme besonders erwünscht. Lang-Göns, den 12. Februar 1883. Strack, Dekan. Politische Uebersicht. Gießen, 14. Februar. Ueber deu Inhalt der päpstlichen Antwort aus das Schreiben des Kaisers liegen jetzt ziemlich gleichlautende Mittheilungen vor, die von klerikalen Blättern gebracht werden. Hiernach betonte die Antwort des Papstes, daß ein Uebereinkommen betreffs des Einspruchsrechtes nur gleichzeitig mit einer Revision der organischen Maigesetze stattfinden könne. Außerdem sei ein Schreiben des Kardinal-Staatssecretärs Jacobini beigefügt, welches Vorschläge über den weiteren Gang der Verhandlungen enthalte. Hiernach zu urtheilen, scheint das Schreiben des Papstes nicht den Wünschen gemäß ausgefallen zu sein, welche man an leitender Stelle in Berlin vielleicht gehegt hat. In der vom Seeamte zu Hamburg betreffs des Unterganges der „Cimbria" geführten Untersuchung ist in voriger Woche die Vernehmung der englischen Zeugen von: „Sultan" beendigt worden. Dre Erklärungen, welche Officiere und Mannschaften des englischen Dampfers abgegeben haben, lasten es allerdings als zweifelhaft erscheinen, ob dem englischen Kapitän die Schuld an dem Zusammenstöße der beiden Dampfer zuzujchreiben ist, wie bis jetzt fast alb festig geschehen ist. Die Depofitionen der Zeugen von der „Cimbria" in der Voruntersuchung wurden verlesen und Beschluß- gefaßt über zwei Anträge des Reichscommissars, die Vorladung des Directors der Packetfahrt-Actiengeselljchaft zum Dienstag und die Untersuchung des Wracks der „Cimbria" durch Taucher betreffend. Im österreichischen Ab geordneten Hause hat am Sonnabend die Beantwortung der von Mitgliedern der Rechten in der Affaire Kaminski gestellten Interpellation stattgefunden. Dem Handelsminister Pino war diese schwierige Aufgabe zugefallen, deren er sich mit unläugbarem Geschicke entledigte. Baron Pino gab im Allgemeinen nur eine technische Auseinandersetzung und erklärte im Uebrigen, daß bereits die strafgerichtlicheu Vorerhebungen in dieser Angelegenheit von der Wiener Staatsanwaltschaft im Gange seien und verhieß eine strenge Bestrafung der Schuldigen. Hierauf begründete Dr. Kopp den von der Verfassungspartei eingebrachten Antrag auf Einsetzung einer Untersuchungs- Commission, für welchen sich sowohl Dr. Rieger, der Führer der czechischen Fraction, als auch Grocholski, der Obmann des Polen-Clubs, erklärten, freilich aus andern Gründen als diejenigen, welche dem Anträge der Verfassungspartei zu Grunde lagen. Derselbe wurde schließlich mit großer, an Einstimmigkeit grenzenden Majorität angenommen, dagegen wurde ein Antrag des Abg. v. Schönerer auf Oeffentlichkeit der Sitzungen der Untersuchungs-Commission abgelehnt. Der Schwerpunkt des gesammten politischen und parlamentarischen Lebens Frankreichs ruhte in den letzten Tagen ausschließlich im Senat, in welchem am vorigen Sonnabend die Debatte über die Thron-Prätendenten- Vorlage ihren Anfang genommen hat. Dieselbe eröffnete der Senator Allou, welcher erklärte, die Commission lehne die Vorlage ab, empfehle jedoch die Be- rathung der einzelnen Artikel. Challemel-Lacour bekämpfte die Erwägungen der Commission und meinte, die Regierung müsse gewappnet sein, weil die natürlichen Häupter der Parteien nicht entwaffnet hätten, deshalb müsse auch der Senat für den Entwurf stimmen. Barthelemp St. Hilaire pflichtete den Anschauungen des Vorredners nur zum Theil bei; durch die Vorlage würde die Regierung den Weg der Toleranz verlassen, die Prinzen von Orleans bedrohten weder die Republik, noch die Sicherheit der Negierung. Von der Negierung trat Justizminister Deves für den Entwurf ein mit) führte aus, daß derselbe die individuelle Freiheit nicht verletze und erinnerte an die Acte der Toleranz der französischen Negierung gegenüber den Prinzen von Orleans, welche hierauf durch Zustimmung zur legitimistischen Monarchie geantwortet hätten; auch wies der Minister aus die zahlreichen antirepublikanischen Kundgebungen bei den legi- limistischen Banketen hin. Nach einer längeren Pause sprach Berichterstatter Allou nochmals für den Commissionsbericht, der vorliegende Gesetzentwurf gäbe der Regierung eine unbegrenzte Macht und sei deshalb gefährlich. — Jedenfalls werden die Verhandlungen mit der Ablehnung der Vorlage enden, gleichzeitig aber ist man der Ansicht, daß sich eine Vereinbarung zwischen Senat und Teputirtenkammer, resp. Negierung Herstellen lassen werde. Das Cabinet ^aüwres wird in diesen Tagen seine Demission einreichen, aber betreffs der Reubildung des Cabinets scheinen die vorhandenen Schwierigkeiten noch nicht dchoben zu sein. (Rach den neuesten Nachrichten hat das Cabinet bereits demissionirt. Red.) In Petersburg hat am Sonnabend wieder einer jener Proceffe seinen Abschluß gefunden, die in jüngster Zeit in Rußland so zahlreich geworden sind und deutlich für die in den Reihen der sogenannten bessern Gesellschaft herrschende moralische Verkommenheit sprechen. Diesmal handelte es sich um die Petersburger gegenseitige Creditgesellschaft; die Angeklagten Simbriuchoff, Schademirowski, Pogrebow, Kirschbaum, Jemeljanoff, Meyer und Victor Pospejeff wurden der Fälschung und Verschleuderung für schuldig befunden und zum Verluste aller Standesrechte, foroie lebenslänglicher Verschickung nach Sibirien verurtheilt, eine bei solchen Anlässen ungewöhnliche harte Strafe. Eine Anzahl anderer Angeklagter wurde dagegen freigesprochen? Für die Fortdauer der ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Pforte und Deutschland spricht wohl auch der Umstand, daß demnächst 10 türkische Officiere in die deutsche Armee eintreten werden. Der Sultan hatte einen hierauf bezüglichen Wunsch ausgesprochen und ist vom Kaiser Wilhelm in liebenswürdigster Weise die Zustimmung zum Eintritt der Officiere in das deutsche Heer erfolgt. General Köhler, einer der in der türkischen Armee als Jnstructeure dienenden deutschen Officiere, wird noch in dieser Woche von Konstantinopel nach Berlin abreisen, um betreffs der Einzelheiten ein Abkommen n if den deutschen Militärbehörden zu treffen. Die Nachrichten über den Aufstand im Sudan laufen zwar sehr spärlich ein, aber was sie enthalten, läßt ein Fortschreiten der Jnsurrection nicht verkennen. Neuerdings sollen die Schaaren des „falschen Propheten" schon Ob eit, die Hauptstadt des eigentlichen aufständischen Gebietes — Cordofan — besetzt und die egpptische Garnison gefangen genommen haben. Hiermit wäre dem „Mahdi" das ganze westliche Oasengebiet Ober-Egpptens preisgegeben, was natürlich dem Nebellenführer eine gesicherte Basis für seine weiteren Operationen geben würde. Von Chartrum, der Hauplstadt des Sudan, aus, ist Hussein Pascha mit dem gegen den Propheten zusammengezogenen egpptischen Expeditions- Corps nach dem Süden ausgebrochen, um vor Allem Obeit wieder zu nehmen. Acutschland. Berlin, 13. Februar. Der russische Botschafter Fürst Orloff, der gestern Berlin auf der Durchreise nach Paris passirte, ist auch vom Reichskanzler empfangen worden und hatte mit demselben eine etwa halbstündige Unterredung. Das Befinden des Reichskanzlers hat sich erfreulicher Weise gebessert, wenngleich derselbe noch nicht ganz schmerzfrei und gezwungen ist, auf dem Sopha liegend die dringenden Arbeiten zu erledigen. Oesterreich. Wien, 12. Februar. Heute Nachmittag wurde in einem hiesigen Hotel ein Individuum verhaftet, welches sich dort einlogirt hatte und einen Geldbriefträger erwartete. Der Verhaftete, bei dem ein scharf geladener Revolver gefunden wurde, gestand ein, Postanweisungen gefälscht zu haben, leugnete indessen, ein Attentat gegen den Geldbriestrüger beabsichtigt zu haben. Er habe sich mit dem Revolver selbst erschießen wollen, falls er ertappt worden wäre.__________ Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 13. Februar. Der Reichstag erledigte eine Reihe Wahlprüfungen durchweg nach den Commissionsanträgen. Morgen dritte Lesung des Etats. — Dem Bundcsrathe ist der Consularvertrag mit Serbien zugcgangen. Derselbe ist nahezu identisch mit dem mit Griechenland bestehenden zunächst auf 10 ^ahre abgeschlossenen und dann von Jahr zu Jahr kündbar. . . . — In der Conferenz des deutsch-österreichischen Etsenbahnverbandes wurde dem „Börsen-Courier" zufolge bereits gestern ölbend ein Protokoll über die gemetnsamen leitenden Grundsätze für das Oesterreich-Ungarn, das deutsche Reich, den rumamschen 'L ranstt via Karl Ludwigsbahn und Ungarn, sowie den Transit aus Oesterreich durch Deutschland nach Belgien und Holland umfassende Verkehrögebtet anfgenommen. sollen alle Tarife, Tarifänderungen, Tartfnachlässe, Refaktien innerhalb dieses Gebietes rechtzeitig publictrt und in allen Fällen die Tarife des Eisenbahntransports denen des Wafser- verkehrs gleichgestellt werden, dergestalt, daß wo unter Benutzung der "Wasserstraße fich ein billigerer Tarts ergibt, die Eisenbabnverbände von demselben Ausgangspunkte nach demselben Endpunkte für den Eisenbahntransport denselben billigen Beförderungsweg e>nführen, der sich bet Benutzung Wasserverkehrs ergibt- In der heutigen Sitzung der Conferenz wurde über die Bcrthetlung des Verkehr« und der Frachtenctugänge verhandelt- An der Sitzung nahmen auch Vertreter der Berlin-Hamburger und Breslau- Schweidnitzer Bahn Theil. Die Regelung der Dttatls der Tarife dürste der Commission der Beamten überlassen werden. — Die „Kreuzzeitung" glaubt, daß der Rücktritt des Krtegsminister«, nachdem das Milttäipcnsionögesktz mit dem sortschrtttlichen Anträge über die Communal- besteuerung der Officiere vom Reichstage an die Commission zmückgewtesen, nicht mehr in Aussicht siehe. Magdeburg, 13. Februar. Wie die „Magdeb. Ztg." meldet, ist durch eine gerichtliche Entscheidung vom heutigen Tage die Sonntags-Polizeiverordnung für nid)t rechtsgültig erklärt worden. Hamburg, 13. Februar. Das Seeamt nahm heute zunächst die Besichtigung der von der „Cimbria" an Bord des „Sultans" zurückgebliebenen Trümmer vor, sodann auch die Besichtigung des „Sultan." Die Sachverständigen eonstatiren, daß der Zusammenstoß erfolgte, als beide Schiffe bereits int Drehen begriffen waren, die „Cimbria" nach rechts, der „Sultan" nach links. Die Kraft des Zusammenstoßes schätzen die Sachverständigen durch die Zusammenwirkung der Bewegung beider Schiffe gleich einer Fahrt von 8—10 Knoten. Gegen 3 Uhr wurde die Verhandlung wieder ausgenommen. Der zuerst vernommene Zeuge, der Bureau-Chef der Packetfahrt-Actiengesellschast, Reme, sagt über die Umstände des Bekanntwerdens des Unfalls urtb über die darauf^ge- troffenen Maßregeln nur das bereits Bekannte aus. M Venedig, 13. Februar. Richard Wagner ist heuteIAbend gestorben. Paris, 13. Februar. Der Ministerpräsident Fallieres und die übrigen Minister haben heute Vornutttag dem Präsidenten Grövy ihr EntlaffungSgesuch überreicht. Präsident Grevy bat dieselben, die Geschäfte bis auf Weiteres fortzuführen. — In der Deputirtenkammer brachte der Justizminisier Devös die gestern vom Senat votirte Vorlage gegen die Prätendenten ein. Die Vorlage wurde an dieselbe Commission verwiesen, welche zur Vorberathung der ersten Vorlage gewählt war. Seutari, 13. Februar. In der vergangenen Nacht griff der Gebirgsstamm Schiulla die türkischen Schildwachen und daü WachcorpS an, um einige seiner Angehörigen zu rächen, welche von den Soldaten getödtet worden waren. Rach kurzem Kampse zogen sich die Angreifer zurück. Die Soldaten verloren etwa 20 Tobte und Verwundete. New-Aork, 13. Febr. Die Ueberschwemmungen in den Weststaaten nehmen eine immer größere Ausdehnung an, in Cincinnati hat der Fluß die noch nicht dagemesene Höhe von 64 Fuß erreicht und ist noch immer im Wachsen. Die Miliz leistet der Polizei Beistand bei dem Schutze des Eigenthums, sehr viele Einwohner sind ohne Obdach und haben in den Kirchen Zuflucht gesucht, gegen 2000 Arbeiter sind ohne Arbeit. Auch in LouiSville ist die Roth sehr groß. Aus dem Staate Indiana liegen ähnliche Nachrichten vor. Lokales. Gießen, 14. Februar. (Sterblichkeit In Gießen.) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 4. bis 10. Februar bezifferte sich tm Ganzen auf 10. Cs wurden betroffen 4 Kinder zwischen dem 2. und 10. Lebensjahre und 6 erwachsene Personen. Von den Kindern narben 2 an Scharlach, eins an Diphtherie, eins an Lungenschwindsucht. Bei den verstorbenen Erwachsenen war Todesursache: Lungenschwindsucht zweimal, Lungenentzündung, organische Herzkrankheit, Altersschwäche, Krebs je einmal. G. Vermischtes. ♦♦ Richard Wagner »ft tobt, das ist die ttefschmerzltche Kunde, die aus Neapel ein in später Nachtstunde eingetroffenes Telegramm meldet- Em Schlaganfall hat das Leben deS Meisters plötzlich und unerwartet beendigt und dort, wo er Erholung suchte, hat er den Tod gefunden. Nach den Anstrengungen der vorjährigen „Parsifal"-Aufführungen in Bayreuth begab sich Richard Wagner mit seiner Familie zu Beginn deS Winters nach Venedig, wo er mehrere Monate tm Kreise seiner Freunde behaglich verlebte, bis er vor wenigen Wochen nach Neapel übersiedelte. Mitten aus Hoffnungen und Entwürfen hat der unerbitlliche Tod den großen Musiker im no n nicht vollendeten 70. Lebensjahre abberufen und em reiches Leben hat einen unerwarteten Abschluß gefunden. Mit Richard Wagner tft die vielleicht größte, vielseitigste und bedeutsamste künstlerische Erscheinung unserer Zeit aus dem Leden gesch.eden, in deren Anerkennung sich Freunde und Feinde verein gcn müssen, soviel die letzteren im Einzelnen auch einzuwenden haben mögen. Die Bedeutung Richard Wagner'S für das ganze Kunstleben unserer Zeit läßt sich heute noch nicht völlig übersehen und ein abschließendes Unheil läßt sich jetzt noch nicht fällen, da feine Werke noch nicht dem erprobenden Urtheil der Zeit un'erworsen worden sind. Wir begnügen uns heute, aus einem Artikel, den der nun leider auch schon verstorbene Eduard Schelle im December 1878 in „Nord und Süd" veröffentlichte, einige Sätze zu reproduciren. Schelle nahm Richard Wagner gegenüber ungefähr dieselbe Stellung ein, die auch wir stets vertreten baden: er war weder ein blind ergebener Anhänger noch ein prtncipieller Gegner des größten Musikers unserer Zeit. Schelle schreibt in jenem Artikel u- A-: „Der große Parteikampf, der sich an die Person Wagners knüpft und dem Namen Richard Wagner auch für die späteren Zeiten ein ungemein interessantes Relief verleihen wird, findet ein Pendant in dem musikalischen Kriege, welchen im vergangenen Jahrhundert Gluck in Paris entzündete Im Grunde war Gluck doch nur ein Reformator. Der Ausdruck Revolution ist vielmehr ein Schlagwort Wagner's. — Für ihn handelt es sich nicht um eine Reformation jener Kunstgattung der Oper, sondern für deren Verklärung in einem ganz neu gearteten Kunstwerke, welches sich mit den geschichtlich gewordenen Formen mcht mehr verträgt. Dem historischen Ideal stellt Wagner ein neues Ideal entgegen, und mag immerhin dieses als ein romantisches Utopien zu deuten sein, so zeugt es doch von einer groß angelegten Natur und von einem wahrhaft schöpferischen den höchsten Zwecken zugewandtkn Geiste. Der Beruf, der Wagner zugefallen ist, bedingt eine Capacltät, die sich nicht auf die musikalische Begabung allein beschränkt, in der vielmehr Musiker, Dichter und Denker zusammenfließen. Die musikalische Ausdrucksweise Wagner's vermag die gefurchte Stirn des Denkers nicht zu verhüllen sie zeigt die Spuren der analysirenden Thätigkeit des Verstandes. Aber aus dem ganzen Ton, wesen blickt uns das Bild des modernen Zeitgeistes entgegen und darum klingt diese musikalische Sprache so harmonisch mit den Richtungen der Gegenwart zusammen Aus diesen Beziehungen schöpft sie ihre Bedeutung und die zündende Kraft, mit der sie auf die heutige Generation wirkt, darin wurzeln auch gewisse Gebrechen des Stnls die nur der blinde Enthusiasmus übersehen kann. Deshalb hat Wagner wohl eine Partei, aber keine Schule gründen können und wird auch eine solche nicht hinterlassen So steht Richard Wagner da, eine gewaltige Gestalt, in der sich die erccnttischen Neigungen unserer Zeit verkörpern Die Mängel selbst, die uns, seinen Zeitgenossen so stark in die Augen springen, zeugen doch nur für die Größe dieser Künstlererschemung' ^ür seltene Ueberzeugungstreue sprechen die an das Uebermenschliche grenzende Tha:' kraft, der rastlose, in so vielen riesigen Partituren, in einer Fülle von literarischen Werken sich bekundende Fleiß, welchen der Meister unverkümmert bis in sein Alter hinübergenommen Hot. (Franks. R) 10- Februar, Die Rutschungen auf dem Kastrichgebiete — so berichtet beginnen von Neuem, wie vor Jahresfrist um dieselbe Zeit. Die Brücke über den Wallgraben, welche den Zugang zum Gauthor vermittelt, ist seit gestern neuerdings mit verstärkten Sprießen versehen, während an den daneben liegenden Rlanfenmauern ber Bastionen Martin und Philipp sich ganz gewaltige Risse und Senkungen der Mauern zeigen. Die dort befindl-chcn Kasematten sind ougenschelnl'ch ganz zerdrückt. Der alte, frühere Mauerriß am Bastion Martin ist bedeutend weiter geworden - Di- Kon«gl. Consirvensabrik, welche seither nicht fn vollem Betriebe war wird von küns, g-m Manta« ab wieder in Tbötigkeit gesetzt werden. Die anw sertigenden lsonferven sind für das 4. und 11. Armeecorps bestimmt, welche sich tm Herbste an dem Kaisermanöoer betheiligen werden. Vorerst werden nur Erbswürste und Fourage für die Pferde angefertigt, sobald hier aber ein genügender Vorrath vorhanden sein wird, soll mit der Fabrikation der Fle sch- und übrigen Conserven begonnen werden. Darmstadt, 11. Februar. In einer gestern stattgehabten Besprechung zwischen den Mitgliedern des Ausschusses des Landescomlt6S zur Unterstützung der Wasser- beschädigten und den Mitgliedern der von demselben eingesetzten landwirthschaftlichen Commission wurde auf Grund der von den einzelnen Commissären dieser letzteren in Gemeinschaft mit den Oitsoorständen und den Vertrauensmännern des Landescomttäs an Ort und Stelle eihobenen Nachweisungen über den in den wasserbeschädigten Gemeinden noch vorhandenen brauchbaren Futtervorrath, der ganz allgemein als überaus unbedeutend bezeichnet wird, und der Nachweisungen über den vorhandenen Viehstand, nach eingihender Beiathuug fistgestellt, daß die nächste größere Ausgabe de« LandeS- comitös darin zu bestehen habe, den nach einheitlichen Futterrationen erforderlichen Bedarf von Futter den geschädigten Orten zuzuführen und in der Weise zur Ver- theilung unter die dessen bedürftigen Einwohner derselben gelangen zu lassen, daß die als unvermögend ermittelten, beziehungsweise noch zu ermittelnden Viehdesitzer ihren ganzen Bedarf zunächst auf die Dauer von 80 Tagen vom 15. b. M. an unentgeltlich, die gering bemittelten denselben im Allgemeinen zur Hälfte unentgeltlich, zum andern gegen Zahlung des Kostenpreises nach der Ernte erhalten sollen. Es wurden sofort Vorkehrungen getroffen, um durch die Organe deS Verbands der landwuthschaft- lichen Consumveretne die Lieferung des zunächst erforderlichen Bedarfs sichern zu lassen. In ähnlicher Weise soll demnächst mit der Verabfolgung von Saatfrucht und Setz- tartoffeln für die beschädigten Orte vorgegangen werden. Ueherau9 erfreulich war, daß das schon seit December v. I. im Kreis Offenbach gebildete landwirthschaftliche UnterftÜtzungscomitä sich dem Vorgehen deö Landescomiläs, beziehungsweise der landwirthschaftlichen Commission desselben angeschlossen hat und daß seine Vertreter die Hoffnung ausgesprochen haben, aus den ihnen speciell zur Verfügung stehenden Mitteln obne weitere Inanspruchnahme der Gelder deS Landescomstäs nicht blos die Bedürfnisse der geschädigten Bewohner des Kreises Offenbach an Futter und Saatgut befriedigen, sondern daraus auch noch erhebliche Zuschüsse zu den in anderen Kreisen bestehenden Bedürfnissen leisten zu können. Mögen die schwer geschädigten Landwirthe der in Folge der Ueberschwemmungen nothleidenden Districte hleraus ersehen, daß die ihnen wiederholt ertheilte Zusicherung, daß für die Erhaltung ihres Viehstandes gesorgt und ihnen Überhaupt die Forsetzung ihreS wirthschaftlichen Betriebes ermöglicht werden würde, in Erfüllung gehen wird! — Wie wir hören, hat der Ausschuß des Landescomiläs zur Unterstützung der Wasserbeschädigten den durch die wiederholten Hochfluthen schwer geschädigten Handelsgärtnern »n Laubenheim den Betrag von 8100 JL Überwiesen, damit dieselben in bte Lage gesetzt werden, jetzt schon bet Beginn der dafür gegebenen Jahreszeit ihre Arbeiten wieder anzufangen. Es bildet die angegebene Summe ungefähr ein Dritttheil deS Verlustes, den bkhlben an Pflanzen erlitten haben und sind hierbei die Beschädigungen, die sie an Treibhäusern, Mistbeeten u. s. w-, sowie an Baumschulen erlitten haben, nicht in Bettacht gezogen. (D- Z) — (Indianische Justiz) Eigentbümlich ist die Art Privat-Justiz, mit welcher bje Guiana-Indianer in ihrem Lande Mörder und Uebelthäter verfolgen. Stirbt ein StammeSangehöriger unter Umständen, welche den Verdacht eines Mordes nahelegen, so beginnt der nächste Verwandte, oder wer sonst sich zur Rache verpflichtet betrachtet zu fasten und zwar cnischlägt er sich der Nahrung so lange und so sorgfältig, dis er auf den Zustand gänzlicher Entkräftung angelangt ist. Dadurch meint er in den Besitz erneS Dämons gekommen zu sein, welcher ihm die Wahrheit über den fraglichen Todesfall schon mittbetlen werde. Man sieht, ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode. Darauf sucht er den Mörder, bezw. den Verdächtigen auf, schleicht sich von hinten an ihn und schießt ihm emen vergifteten Pfeil durch die Rippen oder tobtet ihn mittelst eines fürchterlichen Schlages auf den Hinteren Hals. Liegt der aus diese Weise schuldig ober unschuldig Hingerichtete nun da, — daß er der wirklich Schuldige war, hat eben der Dämon zu verantworten, — so wird ihm noch ein Gifttrunk vom Gifte der Urupa eingegeben, b. h. durch b n HalS gezwängt und so wird der Verbrecher noch nach seinem Tode vergiftet- Finden dann die Verwandten des Erschlagenen seinen Leichnam, fo begraben sie ihn. Der Kanaima ober Rächer muß aber in der Nähe bleiben, um den Ort der Bestattung zu erfahren. Dies wissen die Verwandten wohl, und so Überbieten sich nun beide Parteien In Listen, die Grabstätte zu verstecken ober zu entdecken. Die Kanaima muß sich nämlich noch des bösen Geistes, w'lchen er sich ausgehungert, am Leichname des Mörders entledigen und dies ist nur möglich, rotnn letzterer bereits Im Grabe gelegen hat. Die Ceremonie, unter welcher dies geschieht, besteht darin, daß ein langer, angesp'hter Zauberstock in den Körper beS lobten gestoßen wird. Die S'ppc des Erschlagenen bat eine heche Axt in die Eingeweide zu schlagen, und die Ceremonie bedeutet, daß ebenso dem Kanaima die Eingeweide verbrannt und zerfleischt werden sollen. Es ist dies der Fluch, den sie über jenen verhängen. Nun beginnt die gegenseitige Verfolgung her beiden verfeindeten Familien und die Blutrache setzt sich nach einem vollständig ausgebildeten System, dessen Erlernung den wesentlichen Theil der Bildung jenes Stammes ausmacht, von Geschlecht zu Geschlecht fort — Einen schauerlichen Fall berichtet aus Würzburg die „Süddeutsche Presse" von einer Gerichtsverhandlung: Nachdem von einem Siebmacher die Rede gewesen ist, der einen Bauern erstochen hat, he'ßt es: „Nach kurz vorder stattgehabtem Wortwechsel zwischen Beiden stürzte der Getodtete hinaus, um sich mit dem Angeklagten zu schlagen, refp. ihn vom Schauplatz zu jagen.” — Ein aufregender und für die amerikanische Rechtspflege bezeichnender Vorfall spielte sich vor mehreren Tagen im C'iminal-Gerichtshofe in St. LouiS (Vereinigte Staaten) ab. Ein gewisser John Parker, ein übelberüchtigter Mensch, sah seinem Pro- cesse wegen Mordes entgegen. Seine Frau war im Gerichtssaale anwesend und ehe die Verhandlung begann, hatte sich Parker mit Erlaubniß des Gerichtshofs mit seiner Frau nach dem Privttzimmer begeben, unter dem Vorwande, dort mit seinem Ver- theidiger zu sprechen. E'nige Minuten sväter fiel ein Schuß, dem sofort ein zweiter folgte. M't dem ersten Schuß hatte Parker feine ftrau und mit dem zweiten sich selbst getödtet. In beiden Fällen war der Tod augenblicklich erfolgt. Der Mord und Selbstmord war zwischen Mann und Frau vorher verabredet worden und Parker's Schwester hatte ihm die Mordwaffe verschafft. Die Leichrn wurden unter großer Aufregung des Publckums aus dem Gerichtsgebäude fortgeschafft. Gießen, 14. Febr. Wie aus dem Jnseratentheil der vorgestrigen Nr. zu entnehmen ist, wird Sonntag der Charakter-Komiker Alberty in Wenzel's Garten mit seinen Vorstellungen beginnen. Es geht ihm ein sehr guter Ruf voraus, so schreibt u. A. der Mainzer Anzeiger: „Die beiden Vorstellungen, welche der Charakter-Komiker Herr Emil Alberty In Alb'echts Saal gab, erfreuten sich etne§ sehr zahlreichen Besuches. Der Zudrang des Publikums war em so großer, daß kein Raum mehr vorhanden und bereits gelöste Karten zu>ückoergütet werden mußten. Herr Alberty versteht es, durch se'ne Komik, vorzüglich durch seine Mimik und Tanz, die Lachmuskckn des ihn besuchenden Publikums tn steter Bewegung zu halten." W'r zweifeln nicht, daß Herr Alberty auch hier großen Anklang finden wird. Handel und Derkehe. Berlin, 11. Februar Nach einer alten Erfahrung sind die in Deutschland üblichen Streif- od'r Kreuzbänder zur Umschließung von Drucksachen im Postverkehr wahre Fallen für Briefe und Postkarten, und es ist schon viel zur etwaigen Abhülfe in Vorschlag gefommen. Dir von der Reichspoftverwaltung hergestellten und zum Verkauf gebrachten, schon mit eingedruckter Stempelmarke versehenen Streifbänder haben aber den Erwartungen nicht entsprochen und daneben den Uebelftanb, daß sie nur in Mengen von mindestens 100 Stück zu 3,25 JL abgelaffen werden. Deshalb hat, wie einer officiösen Mitlheiluug der Verkehrszeitung zu entnehmen ist, die Reichs- poftoerroaltung eine Aenderung beschlossen und dabei die in Amerika gebräuchlichen Streifbänder als Vorbild genommen Die neuen praktischen und zweckentsp'echrnden Streifbänder sollen auch behufs besserer Verbreitung tn Mengen von je 10 Stück tm Preise von 35 Pf. verkauft werden. Frankfurt a. M., 14. Februar, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2567/e, Staatsbahnactien 2853/4, Galizier 2583/4, Lombarden 1203/<, Nord- westbahnactien 175^, Darmstadter-Bankactien 152, Oberschlesiscke E.-B.-Act. 248, Oesterr. Silberrente 6615/lß, 4% Ungar. Goldrente 743/8, 4% 1880er Russen 713/16, 5% 1877r Russen 883/4, 2. Orient-Anleihe 57Vt, Spanier 61%, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 713/4, Disconto Comm. 193%, Gotthardbahnactien 110%. Tendenz: —. d. I Bei dm Mn ermaßt ui dritte uni iiblenbi’i c. Äür Nr Bei dem i «mäßigt n6 ititte mb M !en Betrags. Sießei. »23 1029 Sroßh 3 rm do, 275 , Äll 166 , 580 HaiMch hi) M iv^ an jnt heb« IrSpackvi rai? 1 122 175 »Ttto* * 4 Arten» 2 Kirschen- 226 Eichen» 18 sichten» 8 Buchen» 10 rm lano L Ms! i 1021 Hin I »Miiau K^n Ttür "6o-$it. °“8«wett "Wtfüüi, H * bt» । Gr CJ?» U zu billigst gestellten Preisen und jahrelanger Garantie. 792 971 Enders. * * * * fm Eichen-Stänune, 14—24 m II * II n Eichen-Stangen, 9—13 u n u rm rm -Stöcke, n ii * * 1021 Verkauf einer HolfschneiSmaschine 835 o * * * G Großh. Bürgermeisterei. Ruckel. allen Armaturen der Dampf' und E. ). Keller, Blcichstr. 15. 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M Zrr J “"Witin I' lan' «nbtrn L^lofort “nb E-d- 5^1'4 ul' ter ' tontr bi, 'WbenSRitteln M 6,1 8-düch Saatgut «rdfen ’!>®nn rnungen k 3afi)trung, Korfttzultz fl(btn wirb! - UkNckMg btt Wfli pavbtlS; btddbcn in btt «’Brt Ebenen Dnmhnl bes ^’Ägungti, i rUttfn Haden (D- Z) mit Deichet Stirbt ein trM nahelegev, 1'6!« betraiiet, Tfifilhg, bis tr t rr in br Ltsitz ben naglld)tn rtt, hat es doch ‘tlntti sich non s ob-r tobt« ihn t auf b'tfe Stift SAulbigt war, tmf Dom M r kechrecher noch 4i3|tnen feinen -er in btt A rwinbtcn wob! i Dtrntitn »kr w lchtn e ßch Täglich, 2ÜK er b’rt seich'cht. \ litten (Mw lobt )v fchü-a, < »nbrannt unb rsilitn anb b'.t kriffl Seichl-cht P 2) „ 3) „ 4) „ m die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lilsttragende hierzu eingeladen. Bettenhausen, den 13. Febr. 1883. = 160,40 = 0,40 = 0,55 = 11,25 = 2,20 = 0,28 i * t-jM ' ,«•* Holzverfteigerung in der Kgl. Obersörsterei Krofdorf. Donnerstag den 22. Februar, Vor- mittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahle rt aus dem Königlichen Forste folgende Holzsortimente versteigert: Schutzbezirk Krofdorf, District Homberg 3a. Fichten: 485 Baustämme mit 82,45 Fstm. k. I. (auch zu Grubenholz geeignet), 610 Stangen 1. El., 305 Stangen 2. El., 225 Stangen 3. El., zu Sparren, Gerüststanaen, Umzäuunaen u. dgl. verwendbar, 7 Nm. Scheit, 24 Nm. Knüppel, 102 Rm. Stockholz, 645 Nm. Reiser. Krofdorf, den 13. Februar 1883. 1022 Der König!. Oberförster: Müller. Bahnhofstraße 12 (im Hause des Herrn CHR. ZIMMER) eröffnete ich ein Tapeten-, Teppich-, Üanleanx- und Möbetstoss-Zeschüst. Beim Einkauf meines ganz neuen Lagers habe ich die augenblicklich sehr günstige Con- junctur, dem modernen Geschmack Rechnung tragend, benutzen können, wodurch ich in den Stand gesetzt bin durchaus Neues sehr preiswürdig zu liefern. Ich halte mich unter Zusicherung reellster Bedienung bestens empfohlen. 15 „ 12 „ 8 „ Länge — 16,76 . W* <2 Hündinnen) verkauft 1043 E. I. Kellt Wasserbranchc. Pumpen jeder Art und Gröhe- Eisen- nnd Bleiröhren. Kohgtiss in allen Ntetallen. Durchrn., 10 „ 23 8 „.JoßKrSä;; ,Stmoßte . fdetfl W | ab sm tbt j «lt f45, s1 ttmtffl ««• ;fd n« •rrtrfl MJJÄ und t W l.<-**T* äAA »•'"’ÄI . 1023______________________________________ Vergebung von Drsinage- rrbeiten und Röhrrnlirferung. Montag den 19. d. M, Vormittags 10 Uhr, ioll in dem Rathhaus zu Bettenhausen bei Hungen die Fertigung von circa 24000 lfd. Mtr. Drainagegräben, veranschlagt zu 3840 J6., sowie die Lieferung von ca. 80 000 Stück Drain- pegelröhren, veranschlagt zu 4020 Jt., 1029 - — Weihe Spitzhunde, ■int 3fäj)r. Hündin, sowie 4 Jungen 1027 Amlhor’sclie Höhere Handelsschule zu Gera (drei Klassen und 1 Vorklasse). 1030 lill'slcllllllü 40A 4(U Bas Comtte u nb 1040 22 Fritz Lony uomnten werden. Frankfurt a M 957 398 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Gegen Husten »Wucherer’s Gumi-Brust-Bonbons und mich Hermann Hean, Ecke der Bleichstraße Nr. 2. wen er, D R.- Patent. Ei ohne Wasserkühlung, *<»1 identer» vielf. verbesserter Construction. _ kuf Probe und unter fe Garantie vun 13^33. Som bart &Co. | MAGDEBUBG 5 (FriedrichsstadL) Am 9. April d. I. Beginn des 34. Schuljahres, lieber Schulbesuch aus In- und Ausland, Aufnahme, Lehrgang, Unterkunft u. f. ro. Näheres durch die Profpeete. Die Direktion. Rechnungen aus den Vorstellungen am 11. und 13. Februar herrührend sind umgehend dem Herrn Zahlmeister Kronbauer einzureichen. Juhrtmecht gesucht. Ein solider, nnverheiratheter Mann, der nut mit Pferden umzugehen versteht, für bald gesucht. — Beste Zeugnisse unbedingt nöthig. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Backofenbauer, Bellb. Niedermendig (Reg.-Bez. Koblenz). Donnerstag den 15. Februar, Abends 8 Uhr, im Cafe Bbel (Balzer). irdnung: I) Rechnungsablage. 2) Fortsetzung des Vortrags des Herrn Dr. Bindewald über I. B. Schupp.Der Ausschuß. Ich suche für meine Annonce n- Expedition für Gießen und Umgegend einen tüchtigen vberhess. Perein für Coüafflefcüidjtc Generalversammlung selbe kann eingesehen und Näheres er werden bei Herrn I. Klingelh Kirchenplatz 3 Joh. Hotlibrust. Chocoladen und Cacavpulver in anerkannt vorzüglichen Qualitäten auö der Fabrik der Herren Gebrüder Waldbaur, König!. Hoflieferanten in Stuttgart, empfiehlt Ki4s Und. 5d)iilltralir 4. Vertreter wollen sich Bewerber schriftlich an wenden. Rudolf Mosse, Aua' jj( W ivm •' tei und 0ie|i 64.5 Ein Lehrling gesucht vou Georg Böger, Mechaniker. 919 Ein braves, erfahrenes Dienst» Mädchen wird gesucht von Nealschuldirector Soldan, Garte n st raße Tagesordnung: Berufung gegen den Ausstoß eines Mitgliedes. 1036 Der Vorstand. ÄL Mark sind in meiner Wirthschaft gefunden worden- Dieselben können gegen Erstattung der In- sertionSgebühren bei mir in Empfang ge- 886 Für ein Eolonial- und Eisenkurz- waarengeschäft wird auf Ostern ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Blts. Bordeaur-Pflanmcn, Sultana- „ Bosnische Zwctschen, Bamberger Apselspalten, Birnen. Brünellen enrpsiehlt in feinsten Qualitäten billigst 92i Emil Fischbach. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unser liebe Gatte, Vater, Bruder und Schwager Werner Striilk heute Nacht nach langem schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 13. Februar 1883. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr von der Klinik aus statt. 1038 Ballorden = tmvfieijit Brilst Balser. Lehrlingsstette offen bei H. Kaeß Nachf., Mamtfactur- waaren-Handlung, Gießen. 942 Aermiethungen. 1031 Sand gaffe 46 ein Logis zu ver- miethen.___Schreiner Hoß. 1026 Ein LoglS, 5 Zimmer nebst Zubehör, ist per 1. Avril oder früher zu ver- miethen- Gebr. Hornberger & Söhne. Turnverein Gießen. Donnerstag den 15. d. M., Abends 8V2 TJhr, im Restaurant S ch n e l l. begutachtet von Dr. Rudolf von Wagner, kgl. Hofräkb 0. ö. Prof. a. d. Uniüerftfat Würzburg. Der jur diesen TN jimliih edttigt das juni War'Pe $ 91 ki schreibt) nicht bi Hegenßand trat über die SBa-cr dünP der 1\d gleichzeitige Reg Äegierur.g du i tragte Äbg. L hierzu tzMlci jU vcchäriende jcnieTt Frage, oder ob sofort sich eine tir j TM. D.vi kl tjtrtifattA’ m Turoe; in Mkemtßn, 16 2 8 Ullr Ball. 103s fdiiöiuiithldidttrilrtjulr tu (Urlbunjd. f. Oefsentliche Prüfung zum Schluß des Wintersemesters 20. März. Beginn des neuen Schuljahrs 3. April. Die Abgangszeugnisse der Anstalt berechtigen zugleich zum einjährig-freiwilligen Militärdienst. Anmeldungen bis zum 28. März an Direktor P? atzat in Weilburg, welcher auch Programme (kostenfrei) versendet und weitere Auskunft ertheilt. Das Kuratorium: 1028 (gez.) r. IWurmb^ Negierungspräsident in Wiesbaden. Danksagung. Allen Denen, welche unseren guten Sohn Ludwig Vogel zur letzten Ruhestätte geleiteten, sagen den herzlichsten Dank. 1019 Johannes Vogel und Frau. Gießen, am 15. Februar 1883. Ballorden in großer Auswahl. 1020 Willi. Klee, tolBUlÄÄiliWiJii* i liüBimr * in~rWMMr Neues für Bäcker! Erlaube mir, die neueste Potent- Backofenlampe zu empfehlen. Die- 1U25 Ein Logis von 5 Zimmern nebst Zubehör (Gartenbenutzung) gegenüber der Klinik per 1. April zu vermiethen bei ______Ohler, LiebigSstraße. "euer für bcm wird ' Swiefen, **te Sann k. befun »en aber s, ton * Reiben Ä "un„ ter1“. Vermischte Anzeigen. 1037 Eine zweitstillendc Amme sucht Stelle. Schillerstraße 11. 1034 Ein ordentliches Dienstmädchen auf Ostern gesucht. H. Kühn, SelterSweg. Gesucht eine zuverlässige Person zur Beaufsichtigung von zwei Kindern. 1032 Adresse zu erfragen in der Exped. d. Bl. i Zu haben bei den Herren Hch. Kinkel, Condrtor, Heinr. 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