BreiA viertetfihrlich 2 M«k 20 Pf. mit Bringerlohu Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Erscheint tLglich mit Ausnahme des MontagH. «areaur Schulstraße 7. sebrauchte SSKK ;.?E S-M dahingestellt sein. König Alfonso von Spanien ist am Sonntag Abend in Wien eingetroffen und wurde auf dem Westbahnhofe vom Kaiser Franz Josef,, dem Kronprinzen Rudolf, den Erzherzogen Albrecht, Wilhelm und Eugen, der spanischen Gesandtschaft u. s. w. empfangen. König Alfonso gedenkt etwa 8 Tage in der österreichischen Hauptstadt zu verweilen und sich dann zu den Kaiser- manövern nach Homburg v. d. H. zu begeben. Der Kronprinz von Portugal ist am Montag Vormittag m Berlin eingetroffen und im königlichen Schlosse abgestiegen; derselbe wird auf Einladung des Kaisers ebenfalls den Manövern bei Homburg beiwohnen. Die österreichisch-ungarischen Politiker erwarten mit.Spannung den Verlauf der pacifikatorijchen Aktion des nach Agram entsendeten Generals Baron Ramberg. Seine Mission hat allerdings unter gerade nicht günstigen Auspicien ihren Anfang genommen; die Wiederanbringung der ungarischen Wappen in Agram ist nicht ohne Tumulte vor sich gegangen, auch kam hier am Samstag wiederum zu ernsten Ruhestörungen, die vorwiegend unen antisemitischen Charakter trugen und vom Lande werden mehrfache Zusammenstöße zwischen den Bauern und den Gensd'armen gemeldet, wobei mehrere Bauern getödtet oder verwundet wurden. Baron Ramberg wird nun zu zeigen buben, ob er im Stande ist, seine Proklamation bezüglich der baldigen und energischen Wiederherstellung gesetzlicher Zustände in Kroatien wahr zu machen. Der französisch-chinesische Streitfall ist jetzt, nachdem stch die drohenden Aussichten auf den sofortigen Ausbruch eines Krieges zwischen Frank- ^ich und China wieder gemindert haben, in das bekannte Stadium der „dila- t arischen Behandlung" getreten. Ob bei den Verhandlungen, welche zwischen französischen Ministerium und dem chinesischen Botschafter, Marquis Tseng, geführt werden, sich ein modus vivendi erzielen lassen wird, läßt sich noch micht sagen, indessen scheint in Frankreich das erste kriegerische Feuer wieder verraucht zu sein und die Chinesen drängte es nicht allzusehr , mit den Fran- z.asen anzubinden. Außerdem hat es den Anschein, als ob England zwischen Varis, und Peking vermittele, was bei dem Interesse Englands, einen französisch- Hinesischen Krieg vermieden zu sehen, nur erklärlich ist, denn derselbe würde dem Handel Englands mit China, dessen Werth man aus ca. 2 Mill. Frcs. 'chätzt, in jedem Falle ungeheure Nachtheile bringen. Im Uebrigen verweben IHlch nut den'Mittheilungen über die französisch-chinesischen Verhandlungen Ge- Mchte über den bevorstehenden Rücktritt Challemel-Lacour's, des Leiters der Politische Uebersicht. Gießen, 13. September. Auf die parlamentarische Fluthwelle in der Vorwoche des Sedanfestes ist in der innern Politik noch einmal eine gewisse Ebbe gefolgt, wenn dieselbe auch nur von kurzer Dauer sein wird. Es liegt in der That kein einziges bemerkenswerthes Ereigniß vor, welcher Umstand aber gerade nicht beklagenswerth erscheint, da uns eine längere Ruhe und Sammlung wirklich noth thut. Einzig die Ausschüsse des Bundesrathes repräsentiren noch das parlamentarische Leben, nachdem deren Constituirung in der Sitzung vom 27. August, mit welcher die neue Session des Bundesrathes begonnen hat, erfolgt ist. Das Plenum selbst hat sich kurz nach Schluß der außerordentlichen Reichstags-Session wieder vertagt und wird nur zusammenberusen, sobald es die Geschäfte erheischen; für eine solche Berufung liegt indessen zunächst kein weiteres Material vor. Es sei hierbei erwähnt, daß die Zusammensetzung der Ausschüsse, sowohl derjenigen, welche der Kaiser ernennt, als jener, welche der Bundesrath erwählt, nur unwesentliche Veränderungen gegen die vorjährige Bildung aufzuweisen hat. In der Reichshauptstadt beschäftigt man sich sehr lebhaft mit den 'm kommenden October stattfindenden Neuwahlen zur Stadtverordneten-Ver- sammlung. Denselben ist von vornherein ein eminent politischer Charakter ausgeprägt, wenngleich es sich hierbei anscheinend nur um eine communale Angelegenheit handelt; die Fortschrittspartei, welche bisher auch in der Berliner Stadtvertretung durchaus vorherrschend war, sieht sich zum ersten Male auf diesem Gebiete ernstlich angegriffen und zwar von zwei Seiten zugleich. Sowohl von Seiten der Conservativm und Antisemiten, als auch von Seiten der Socialdemokraten, die bei dieser Gelegenheit unter dem wohltönenden Namen der Arbeiterpartei auftreten, macht man der Fortschrittspartei in der Berliner Stadtverordneten-Versammlung das Feld energisch streitig und es ist kein Zweifel, daß eine Niederlage der letztgenannten Partei bei den Communalwahlen ihre Rückwirkung auch auf die Landtags- und Reichstagswahlen äußern würde, obwohl letztere in keinem directen Zusammenhänge mit den communalen Wahlen stehen. Auf fortschrittlicher Seite scheint man auch den Ernst der Situation einzusehen und sich auf eine kräftige Abwehr der von rechts und links zu erwartenden Angriffe vorzubereiten und in diesem Falle wäre allerdings eine durchgreifende Veränderung in der bisherigen communalen Vertretung Berlins schwerlich anzunehmen. Die amtliche „Elsaß-Lothringische Zeitung" meldet, daß der Bezirkspräsident von Lothringen, Herr v. Flottwell, auf sein Ansuchen vom 1. October d. Js. an, in den Ruhestand versetzt wird. Zu seinem Nachfolger ist, wie das genannte Blatt ferner mittheilt, der. Kreisdirector in Mülhausen, Frhr. v. Hammerstein, ernannt worden. Man bringt die Demission des Herrn v. Flottwell mit einem beabsichtigten energischeren Vorgehen der Regierung gegen die Metzer Protestpartei in Verbindung, mit welchem Rechte, lassen mir lgsstrahe 12 btr mti : mit allein Zubrhöchi oerinielhen. H.VM laden mit Tchunzis ernüethen. ein, Bahchsstch 11, söner ÄMiiFj - eignet, nebst LO |m Frankfurter-Stichs tovmber k ou M sowie diejenN bei dem Merle ßici p. zu einer Mden Proben, A la der llniverfitr. Vorstand. rblii Stti ro Stü ö'lfA iniuk*"111 $1 i»W't Men oontinE Ieutschland. Darmstadt, 12. Sept. Die „Darmst. Ztg." veröffentlicht nachstehenden aller- hochsten Erlaß., ba6 Mem 3. Infanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117 Haarbüsche von schwarzer, die Spielleute deS Regiments von rother Farbe erhalten sollen. _ Jagdschloß Wolssgarten, 12. September 1883. Ludwig. Ich bestimme hiermit, daß Mein Feld - Artillerie - Regiment Nr. 25 (Groß- herzoglrches Artillerte-Corps) aus den Schulterklappen statt der seitherigen Nummer Meinen Namenszug führen soll. Jagdschloß Wolfsgarten, 12. September 1883. n v , (gez.) Ludwig. Darmstadt, 12. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben All rgnad^gst^g September Seiner Erlaucht dem Herrn Grafen Eberhard zu Erbach-Erbach das Comthurkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des ^^^Darmstadt^ 12?September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben 21m612b September dem Ministertal-Canzleiinspector 3atbe das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthtgen ru verleihen Darmstadt, 12. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben 6(5q?tember dem Provinzialdirector der Provinz Rheinhessen Kü ch ler zu Mainz das Comthurkreuz 2. Klasse, - dem Krcrsrath Dr. U si n Bensheim, dem Oderconsistorialrath und Supenntendenten Dr. Köhle zu L)armnadr, dem Decan des Decanats Eberstadt, cd. Pfarrer zu Pfungstadt Müller, dem orden chen Professor cn d-r Landes-Universität Dr. Laspeyres zu Gießen, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Dr. Nell zu D^mstodt, dem D>r°ctor der bnßpren Mädlbenscbule tu Oüenbach Sommerlad, dem Oderlandesgerich^srath Maurer Dornstadt.^dem LandaerIchtsdireetor Conradi zu Mainz, dem Ersten Staatsanwall am Landgericht der Provinz Rheinhessen! SchNppe, zuI Mainz, dem Landgerichtsrath Pfannmüller zu Gießen, d°m Landg-rtchtsrath Weyland zu Darmstadt, dem Oberamtsrichter Hempel zu Lauterb°ch das,R"teekreuz I. Klaste, — hem Ker'cbtssckrtiber des Amtsgerichts N'.dda Stork das Ritterkreuz Klaffe, dem Gemeint-, Kirchen- und Sparkasserechner Thon zu Langen das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüihigen, - zu verleihen. Darmstadt, 12. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergn^digft geatzt: evangelischen Pfarrer^Ludwig Fr ohnhäuser zu Arbeiter Adam Schmidt daelbst, dem Gemeinderathsmitglied Adam K otz' zu H« ' dem^Wirth Adam Dörner zu Worms das Ehrenzeichen für Verd enite während der Wassersnoih 1882/83 zu uerleihen. für September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst^ge^uht^^^ Ministerialsecretär 1. Klasse bei dem Ministerium der Finanzen Finanzraih Otto Hörr, dem Forstmeister des Forstes Waldmichelbach, Hie Djcha, irimantr be§ icheS M die Arbeiten eint?M itint und NaWiulf-'ll rO.MnbitM^* ; Gleiberg' eben W t 2LS Freitag den 14. September 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. n ir(iöer , auswärtigen Politik Frankreichs und die zweifelhaften Erfolge, welche die französische Politik bis jetzt in Ostasien — trotz deö Vertrags in Hue — zu verzeichnen hat, scheinen diese Gerüchte zu rechtfertigen. — Der Transport-Dampfer „Aveyron" ist am Montag mit 600 Mann und 6 Kanonen von Toulon nach Tongking in See gegangen. Von den Pariser Blättern wird die Nothwendig- keit betont, weitere Verstärkungen nach Tongking zu entsenden. — Der Ballon „Ville de Boulogne", welcher am Montag früh 5 Uhr in Boulogne aufstieg, ist nach sechsstündiger Fahrt in Folkestone (England) niedergegangen. Für die schlimmen Zu stände in den russischen Ostsee-Provinzen spricht wieder ein Vorfall der jüngsten Tage. In der Nacht üom 8. zum 9. September ist in Dorpat (Livland) der Holz enthaltende Keller des Universitätsgebäudes in Brand gesteckt worden. Bei den Löscharbeiten wurde mit Petroleum getränktes Papier und Watte vorgesunden; außerdem sind an mehreren andern Stellen in Dorpat Brandstiftungen versucht worden; es scheint wirklich, als ob man sich in den Ostsee-Provinzen allmätig irischen Zuständen nähert. Mit Befriedigung wird indessen die Nachricht erfüllen, daß es gelungen ist, die Mörder des Baron Nolde in zwei Wirgenser Bauern zu ermitteln. In Zürich tagte am vergangenen Sonntag eine allgemeine Versammlung schweizerischer Arbeiter. Dieselbe beschloß beim Bundesrathe anzuregen, daß er den übrigen Staaten bestimmte Vorschläge über ein europäisches Fabrikgesetz unterbreiten möge. Bei der Verschiedenheit der Fabrikverhältnisse in den einzelnen europäischen Ländern lassen sich jedoch diese Dinge nicht über einen Kamm scheeren und ein euroväisches Fabrikgesetz dürfte daher auf unüberwindliche Hindernisse stoßen. Das vom Fürsten Alexander von Bulgarien jüngst erlassene Manifest, welches den Bulgaren die Verkündigung einer neuen Verfassung in Aussicht stellt, wird von österreichischen Blättern als der Ausdruck eines Com- promisses zwischen den bulgarischen Liberalen und den nach Sofia delegirten russischen Ministern betrachtet. In seinem Wesen habe demnach das Manifest hauptsächlich den Zweck, dm russischen Einfluß in Bulgarien dauernd zu etabliren, was allerdings den Bestimmungen des Berliner Vertrages widerstreite, da derselbe Bulgarien zu einem Vasallenstaate der Pforte, aber nicht Ruß- ■ kmM, mache. In Nordamerika hat sich am Sonntag die Vollendung eines Werks vollzogen, das sich würdig den schon bestehenden und dem Verkehr dienenden großen Unternehmungen der Union anreiht. Am genannten Tage hat unter der Theilnahme der hierzu geladenen deutschen Gäste die feierliche Einweihung der Northern-Pacific-Bahn stattgefunden, wodurch eine neue directe Verbindung zwischen dem östlichen Asien, Nordamerika und Europa hergestellt worden ist. «“““'M“«' cmjiri Sciivuijinnc nni ^yruTiittiaj uorr eines cronpictS ney Das )LH\ Letzteren scheint die öffentliche Meinung jenseits des Canals womöglich aber, daß er an, einer ist Socialdemokrat. Wittenberg 12. September. Zur Feier des 400jährigen Luther- Jubiläums sind die Straßen und Häuser der Stadt mit Kränzen und Gllir- Hofe von Peking zur Folge haben und namentlich England zu Frankreich in ein ähnliches Verhältniß bringen, wie es sich gegenwärtig in Egypten zuungunsten des letzteren Staates herausgebildct hat- Andererseits ist es mehr als wahrscheinlich, daß ein für China glücklicher AuSgang deS Krieges gleichbedeutend sein würde mit einer wesentlichen Abschwächung, wenn nicht völligen Annullirung aller fremdländischen Beeinflussung des Reichs der Mitte. Thatsächlich käme es auf die Emanciptrung Chinas von der englischen Bevormundung heraus, einer Bevormundung, die von dem chinesischen Dolksbrwußtsein von jeher als eine Demvthigung empfunden wird. Ein über Frankreich siegreiches China würde weder die Immunität des englischen Opiumhandels, noch die englische Jurisdiktion in dem englischen Stadtviertel von Shanghai respek- tiren, sondern auf volle Wiederherstellung der eigenen Regierungsautorttät im eigenen Lande sein vornehmstes Augenmerk lenken. Der Ausgang eines eventuellen franko- chinesischen Zusammenstoßes stellt daher nach den Berechnungen der Londoner Politiker ma DOr bie Alternative ernster Zerwürfnisse mit Frankreich oder eines Conflicts m.t Cbtna. Letzteren scheint die 5 ff enthebe Meinuna renfetts des Canals mnmnnTiA Atvyork, 6, S ‘Morfaft sei» n 'M Staaten Ges fltfammte Ver M und Hiiuseri > soll fein, b( und den 2 l* 7'1*1, Mi Vermischtes. Albach, 12. September. Bet der heute stattgehabten Bürgermeisterwahl wM Beigeordneter Ludwig Balser I. einstimmig als Bürgermeister für die ts England. London. Wohl nirgends folgt man dem Gange der französisch-chinesischen Verhandlungen mit angelegentlicherer Aufmerksamkeit als in London. England besitzt in Ostasien die wichtigsten kommerziellen und maritimen Interessen, welche durch den Ausbruch ernster kriegerischer Verwickelungen, gleichviel, wer aus denselben als Sieger hervorgehe, empfindlich geschädigt werden würden. Ein Steg der französischen Waffen über bte chinesischen müßte einen völligen Umsturz der politischen Cowbinattonen am Alexander Neid Hardt zu Fürth, dem Oberförster der Obersörsterei Trebur, Karl Klip stein zu Groß-Gerau, dem Oberförster Nieder-Namstadt, Philipp Löwer, dem Obersteuerinspector bet dem Hauptfteueramt Mainz, Steuerrath Karl Ruckelshausen, dem Kreisbaumetster, Baurath Friedrich Lindt zu Offenbach, dem Oberbelrtebs- inspector bet der Main-Neckar-Bahn, Baurath Heinrich Geßner, dem Maschinen- Jngenieur bei der Matn-Neckar-Bahn, Baurath Ferdinand Becker, dem Obertngenieur bet der Hessischen Ludwtgsbahn Peter Hochgesand zu Mainz und dem Buchhalter bet der Haupikasse und Rechner der Chaussee- und Flußbaukaffe, Rcchnungsrath Carl Hahn, das Ritterkreuz 1. Klasse, — dem Hauptsteueramtsrendanten bei dem Haupt- steueramte Mamz, Friedrich Netz, dem Hauptsteueramtsrendanten bei dem Hauptsteueramte Worms Ernst Hensing, und dem Ministerial-Canzlelinspector bei dem Ministerium der Finanzen Wilhelm Damm das Ritterkreuz 2. Klaffe, — dem Kretsbau- aufseher Johannes Dingeldein zu Offenbach das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthtgen, — dem Forstwarten Johann Wilhelm zu Kürnbach und Christian Klöpper zu Frankenstein, dem Steueraufseher Johannes ©paar zu Mainz, dem Salzsteueraufseher Heinrich Schweinhard zu Bad-Nauheim, den Orts- einnehmern Friedrich Voltz zu Langen und Philipp Klöppinger zu Pfungstadt, den Bahnwärtern bet der Matn-Neckar-Bahn Heinrich Lindenlaub und Jacob Metzger, sowie den Dammwärtern Heinrich Kabey zu Stockstadt, Mathias Vogel zu Wehrzollhaus und Johann Krauß zu Groß-Rohrheim das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Dienste", — zu verleihen. Darmstadt, 12. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. September dem Mtnisterialsecretär bei dem Ministerium der Finanzen Wilhelm Strecker den Charakter als Domänenrath, den Steuercommissären Georg Sommerlad zu Lauterbach, Philipp Rau zu Seligenstadt und Rudolph Pfann- müller zu Nidda den Charakter als Steuerrath und den Dtstrictseinnehmern Otto Wtllenbücher zu Nteder-Olm und Christian Langsdorf zu Reinheim den Charakter als Rendant zu verleihen. Darmstadt, 12. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. September dem Kreisarzt des Kreis-Gesundheitsamts Alzey Dr. Gustav Eugen Schenk und dem Kreisarzt des Kreis-Gesundheitsamts Erbach Dr. Friedrich Langheinz den Charakter als „Medictnalrath", — dem Krels-Schulinspector bet der Kreis-Schulcommission Darmstadt Dr. Fridolin Wagner den Cbarakter als „Schulrath", — dem Fabrikanten Ludwig August Hill zu Offenbach, dem Fabrikanten Wilhelm Praetorius M Mainz und dem ehemaligen Fabrikanten Friedrich Engelhardt, früher zu Rüsselsheim, jetzt zu Darmstadt den Charakter als „Commerzten- rath", — dem Gerichtsschreiber des Landgerichts der Provinz Rheinhessen Carl Moy at und dem Gerichtsschreiber des Landgerichts der Provinz Starkenburg August Scharmann den Charakter als „Justizrath", — zu verleihen. Darmstadt, 12. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 7. September, mit Wirkung vom 1. October I. I., den Palaisverwalter Jacob Henß zu Frankfurt a. M. auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung feiner mehr als fünfzigjährigen treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt, 12. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. September dem Generalmajor, Generaladjutanten Hofmarschall Paul Westerweller von Anthony das Commandeurkceuz 2. Klasse des Ludewigordens, — dem Ober-Stallmeister Ferdinand Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau das Ritterkreuz 1. Klasse des Ludewigordens — zu verleben. Jugenheim, 10. September. Von Seiner Majestät dem Kaiser von Oesterreich erhielten heute Seine Großherzogliche Hoheit der Prinz Afixander ebenfalls ein Cabinetsschreiben nachstehenden Inhalts: „Durchlauchtiger freundlich lieber Oheim und Prinz! Die Vollstreckung einer fünfzigjährigen Militärdienstzeit durch Euer Großherzogliche Hoheit bietet Mir willkommene Gelegenheit, bei diesem Anlasse der hervorragenden Dienste zu gedenken, welche Euer Liebden Mir und Meiner Armee zu jeder Zeit, insbesondere aber vor dem Feinde geleistet haben. Indem Ich zu Ihrem Dienstes-Jubiläum Meine herzlichsten Glückwünsche ausspreche, bitte Ich Euer Liebden, das fünfzigjährige Officters - Dienstzeichen entgM-n- zunehmen und zu gestatten, daß die von Mir entsendete Deputation Ihres innehabenden 6. Dragoner-Regiments den warmen Wünschen Meiner Armee Ausdruck geben dürfe. Auch s-tze Ich Euer Liebden in Kenntniß, daß Ich Ihren Herrn Sohn, Seine Hoheit den Fürsten Alexander von Bulgarien, zum Oberst in Ihrem Dragoner-Regi- mente ernannt habe und bleibe mit vollkommener Hochschätzung Euer Liebden gutwilliger Oheim (gez) Franz Joseph." Berlin, 10. September. Das „Eisenb.-Vcr.-Bl." veröffentlicht folgenden, vom 16. August d. I. datirten Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten, betreffend die Beachtung der bahnpolizeilichen Vorschriften beim Durchfahren von Stationen: Es ist neuerdings mehrfach bemerkt worden, daß die Geschwindigkeit der Schnellzüge innerhalb der Stationen, welche ohne Aufenthalt zu durchfahren finb. nicht immer in dem Grade ermäßigt wird, wie es unter BerÜcksicbitgung der specicllen örtlichen Verhältnissen geschehen müß.e. Wenn auch bei den Eingangsweichen der Bahnhöfe d:e Gefahr des Entgleisens oder Einlaufens in ein unrichtiges Geleis durch die auf den meisten Bahnstrecken bereits durchgeführte mechanische Abhängigkeit der Signale von den Weichenstelloorrichtungen und durch die damit zusammenhängende Verrregelung der Weichen als beseitigt angesehen werden kann, so befinden sich doch auf vielen Bahnhöfen noch andere Weichen, welche von den durchpaisirenden Zügen gegen die Sp tzen befahren werden und in denen nach Maßgabe des Bahnpolizei-Reglements (Schluß- beftimmungen des § 26) eine angemessene Ermäßigung der Fahrgeschwindigkeit stattzufinden hat. Namentlich aber macht sich auch das Übermäß'g schnelle Durchfahren von scharfen Gegenkrümmungen, wie sie stellenweise *n den Hauptgeleisen der Bahn Höfe vorkommen, in sehr unangenehmer Weise fühlbar. In dieser Beziehung scheint es geboten, zu prüfen, ob die vielfach vorkommenden Gegenkrümmungen, welche dazu dienen, die zur Aufnahme eines Zwischenperrons erforderliche Erweiterung des Abstandes zwischen den Hauptgeleisen herbeizuführen, durchweg mit thunlichst großen Krümmungshalbmessern construirt sind. Sofern sich bei dieser Prüfung Correcturen in der Geleislage als zweckmäßig ergeben sollten, sind dieselben baldigst auszusühren. Im Uebrigen ist sorgfältig darauf zu achten, daß den Locomotioführern die nöthigen Weisungen hinsichtlich der innezuhaltenden Maximal - Fahrgeschwindigkeit unter Berücksichtigung der speciellen Bahnhofs-Anordnungen gegeben werden, und baß die Befolgung der bezüglichen bahnpoltzeilichen Vorschriften in geeigneter Werse con- troltrt wird. ftellung eröffnet. — In Beantwortung der Ansprache des Bürgermeisters bei der Legung M Schlußsteins im neuen Rathhause sagte der Kaiser ferner: „Möge der Friede, dcn damals die Beharrlichkeit und der Heldenmuth der Wiener Bürger im Verein mit tatkräftigen und treuen Bundesgenossen, mit Gottes Hilfe erfochten, auch fortan über dieser Stätte walten, daß im Gebiete dieser Stadt nur der friedliche Wettkampf btt Bürger in Kunst und W'ssenschaft, Handel und Gewerbe seinen Schauplatz finde. Ni innigem Wohlgefallen nehme ich die erneute Versicherung der angestammten Treue tu) Liebe zu meinem Hause und zum Vaterland? entgegen. So tief gewurzelt wie M Liebe, so tief ist auch meine Liebe zu den Bürgern, zu dieser Stadt, zu meiner und Meinigen Vaterstadt. (Stürmische Hochrufe.) Mögen Sie fortfahren, im neuen bäude in reicher Sorgfalt und echtem Bürgersinn die Verwaltung der Stadt zu pfl
r entsprechende Ansprache an dm Kaiser, welch? dieser mit der Versicherung erwiderte, daß ihm das Wohl der Stadt stets am Herzen liege. Nach der Schlußsteinlegung bc- trat der Kaiser die Loggia und nahm die Huldigung der vor dem Rathhause awgt- stellten Genossenschaften entgegen. Schließlich wurde vom Kaiser die historische Aul-
Witterungskunde.*)
14. September. Freitag. Morgens bedeckt, auf Mittag zu lerftreut wolkia Nachmittags bis Abends aufgebessert bis herbstlich gut. Ö'
15^ September. Samstag. Morgens bedeckt bis regnerisch, auf Mittag zu auf- gebesiert bls zeMreut wolkig Nachmittags aufgehettert bis herbstlich angenehm, Abends bedeckt mit Niederschlagen in der Nacht, zumal im Süden.
, Aus Or L. Overzter's Wetter-Prognose für den Monat September, abg schlossen am Io August lVerlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 JLY — Nachdruck verboten.
Handel und Verkehr.
i/Q U l ^September. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu
JL 3—3.60, Stroh 2.70—3.20, Eier das Hundert «X 4 60—6, Stück 5—6 Butter 1. guahtat 1.30, 2. Qualität 1.15, Kartoffeln per Centner 1.75—2.25, Kohlrabi 4-6^ per Stuck, Erbsen per Pfd. 00—00^, Rothkraut per St. 15—25 H Poularden JL. 0—0, Huhn^L 1.00—1.30, 1 Ente 2.00—3.00, 1 Taube 50—60 T Hahn X 0.75—1.30, Gans 4—7.00, Welsche