'm bei ZG *s t/i H nb 50. irnlogid zu oemiM Tiefenweg 18, j Mg mit 5 oder 8 ttogfy MM >c, in schöner LagH tien- es Familienlogis W fe__w8um Äiv< ! }S®nreüih 7 3wer mit SL-I ust event. frühes U lock ifhnäietkl Aücenstrch A i jftiuuenaiettl eErchlffH | ■ mit allein 3itör | per 1.Juli Mauch 1 Hy _ is im 2 Stock zu I ber, NchNerMor.W möblirte, WMder-D vemiethm. ^Lahnskaße 11. 1 Vorderhaus, Liebig-K ntere Stock, besteheiidE ib den entsprechenbm!? : Gartenantheil, pW h früher sehr prtfc' tn. igenstaedt & Co. Rimmer zu vermichr .- nenstraße 13,2 Tr. ' zilnkstirkrstr*?^ ilitnlogiS W «»*[ MwMi.___4| ( io6Ü iilbchr^' --mi-'h-" tik zU b-j'-h-N- ”11 .r Korridor W- / F Jf BleichM^W Milien^u sSwl ebsjl hätte hfl n»“ -l-K KttufO. ffl 1,6(13^ [ K-SL 3 ftH tu° E" M | ,,ner qitrl^ -J tebende^gr^D . 2tlSÄW 7 1 ä ^liEM .iw«!®™ 'b ist der 3 gu» ! mem mit RUS I Sfcjrgfr . =fcS ÄflÄ Nr. 13^. Donnerstag den 14. Juni 4883. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau> Schulstraßei. Erschemt täglich mit Ausnahme beä M-utag». te^en ^ljchrNch W«»« Hl Hfl—IWWMRWP Landes in den Händen des Staates zuwiderlaufe. So ernst dieser Einwand erscheinen mag, darf er doch die Ausführung der direkten Linie Brüssel-Mainz-Frankfurt a. M. weder verhindern noch auch nur verzögern." Demgemäß bringen bie Concessionsnachsucher den Abschluß einer Convention in Vorschlag, welche den Bau der Linie tn angemessener Frist, eine hinreichende Ver- zmsung des Anlagekapitals und für die Staatskasse einen jährlichen Reingewinn von 1 Mill, bis IV2 Mill. Frcs. sicherstellr Nebstdem wird dem Staate der Betrieb der Linie, sowie das Recht ihres Rückkaufs binnen einer bestimmten Frist und zu einem bestimmten Preise zugebilligt. Dann heißt es weiter: „Warum sollte man bei solchen Bedingungen dem Bau der Linie Brüssel-Mainz- Frankfurt a. M-, die allein die Rentabilität der bedeutenden, in Antwerpen, Gent und Ostende engagirten Kapitalien sichern kann und wofür wir den Staatsschatz mcht in Anspruch nehmen, Hindernisse bereiten wollen? Roch heute glauben wir das zum Bahnbau nöthige Capital unter den von uns angegebenen Bedingungen beistellen zu können, und verpflichten uns, der Regierung den unverzüglichen Beweis dessen zu erbringen, wenn sie ihrerseits uns bk formelle Zusicherung enhcilt, im Laufe der nächsten Session einen Gesetzesentwurf einzubringen, welcher uns die nachgesuchte Concession gewählt. Es versteht sich außerdem von selbst, daß diese Verpflichtung ihrerseits zur Voraussetzung hätte, daß die Berliner Regierung einwilligt, den preußischen Theil der Strecke entweder von Staatswegen herzustellen oder tm Privatwege zu vergeben." Wir bemerken, daß der Bahnbau bei den kommerziellen und industriellen Kreisen Belgiens großen Anklang findet, da man sich bedeutende Vortheile von einer Route verspricht, welche zwischen den belgischen Haupthandelsplätzen und jenen Mittel- und Süddeutschlands, sowie in weiterer Consequenz den Handelscentren Oesterreich-Ungarns und der Levante die kürzeste und direkteste Verbindung schaffen würde. Berlin, 11. Juni. Die „Berl. Polit. Nachr." schreiben: Gegen die fortschreitende Entwaldung des amerikanischen Westens haben sich schon seit Jahren warnende Stimmen erhoben, und es sind auch schon sehr beachtenswerthe Experimente mit Wiederaufforstung von Oed-Ländereien gemacht worden. Am günstigsten sind die in den sog. Prairie-Staaten angestellten Versuche ausgefallen, welche den Satz glänzend widerlegt haben, daß dem dortigen Terrain die natürlichen Vorbedingungen zur Erzeugung von Wäldern mangelten. Die furchtbaren Ueberschwemmungen während der letztverflossenen Regenperiode haben indessen den Befürwortern der Wiederaufforstung resp. Ansorstung einen unwiderstehlichen Rückhalt verliehen, und ist die Sache gegenwärtig in lebhaftestem Flusse. Den Centratpunkt der Bewegung bildet die mit der Harvard-Universität verbundene Baum- und Forstschule, welche Setzlinge in Massen an Private und Gemeinden zu Forstzwecken abgiebt. Ein einzelner neuerdings vollzogener Lieferungs-Contrakt disponirt über anderthalb Millionen Bäumchen, mit denen 560 Acres Prairieboden bepflanzt werden sollen. England. London, 9 Juni. Der Strang arbeitete heute an zwei verschiedenen Plätzen: tm Kilmatnhamer Kerker zu Dublin und auf dem verbrannten Mehemed Ali-Square zu Alexandrien. Dort sollte der fünfte und letzte der Phönixparkmörder, Timothy Kelly, die Abschlachtung Cavendishs und Bourkes, hier Suleiman Samt Doud dte Verbrennung Alexandriens mit dem Tode büßen. Für beide wurden bei der Regierung die größten Begrittdigungsanstrengungen gemacht. Für Kelly verwandten sich unzählige Personen, alle zu der eidlichen Versicherung bereit, daß Kelly zur Zeit des Mordes anderswo gewefen. Für Suleiman Samt aber traten sogar Parlamentsmitglieder, wie Lord R. Churchill und S-r W- Lawson, auf, siine Schuld mit der höheren Schuld des Khed os beschönigend, auf dessen Befehl er grhandelt. Beider Fürsprachen blieben fruchtlos Kaum tagte der Morgen, als Suleiman schon den Tod gefunden hatte. Dem mohamedanische Brauche gemäß soll dte Sonne nicht das Gesicht des Gehenkten bescheinen. Suleiman wurde gerade auf der Stelle gehenkt, wo er vor einem Jahre, den Tschibuk tm Munde, den Befehl zur Einäscherung der Stadt gab. Daher ihm denn ein einheimischer Osficier vor der Hinrichtung bemerkte: „Suleiman Sami Ibn Daud, Du wirst den Tod nach dem Gesetze für Dein grausames Vergehen erleiden. Dte Trümmerhaufen um Dich ber legen schweigend Zeugniß gegen Dich ab. Mache Deinen Frieden mit Gott und wiederhole nach mir: Es gibt nur einen Gott und Mohamed ist sein Prophet." Suleiman aber war zu schwach dazu. Er schien schon halbtobt, als er von den Gensdarmen herbeigebracht ward. Einige wollen als Antwort die Worte vernommen haben: „Maslum Arabi“, b. h. ein Opfer Arabt's, doch bleibt dies unbestimmt. Seine Schuld ist jedenfalls sonnenklar, sonst würde der englische Generalkonsul Malet schon einen Aufschub der Hinrichtung beantragt haben. Kelly's Hinrichtung fand gleich der seiner Mitschuldigen pünktlich um 8 Uhr Morgens statt- Ein Geständniß machte er ebensowenig wie Brady; doch versah er sich reichlich mit den Tröstungen der Religion und ließ sich die bezüglichen Gebete von einer Barmherzigen Schwester hersagen, die merkwürdiger Weise eine Base seines Opfers, Burke, ist. Vor dem Gefänglich warteten nicht weniger als 1000 Personen auf das Auf hissen der schwarzen Flagge; die Weiber brachen in Gebete und Verwünschungen aus; eine mußte von der Polizei gewaltsam entfernt werden. Kelly erregte wegen seiner Jugend das besondere Mitgefühl der Masse; und doch Hauptmörder. Mit Letzterem zusammen führte er später den Mordanfall aus Fteld ans, verlor dabei aber seinen Hut und dies führte zum Theile zu seiner Verhaftung. Nach Kelly's Hinrichtung hat ber Henker Marwoob für bme Zeitlang Ruhe. Die Freunbe Kelly's beabsichtigen, Trauerkarten mit den Namen: „Brady. Curley, Fagan und Kelly" zu versenden; Caffrey, der sein Vergehen etngeftand, bleibt zur Strafe ausgeschlossen. Deutschland. Darmstadt, 11. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 5. Juni dem Schullehrer an der kath. Schule zu Hofheim, im Kreise Bensheim, Karl Becker, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für 50jährige treue Dienste" zu verleihen. Darmstadt, 11. Juni. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 15 enthält: Allerhöchste Verordnung, die Ausführung des Reichsgesetzes vom 20. Juli 1881 über die Bezeichnung des Raumgehaltes der Schankgefäße betreffend. m Darmstadt, 12. Juni. In heutiger Sitzung zweiter Kammer wild als neue Eingabe zunächst die bereits mttgetbeilte Interpellation der Abgg. Wasserburg und Genossen tn Betreff der klrchenpoltttschen Lage tn Hessen verkündigt. In Fortsetzung der Berathung des G e wer b est eu erg e s etz es werden die Art. 26 und 27 fast ohne Debatte angenommen- Art. 28 enthält die Stempelsätze, für welche der Ausschuß durchweg eine Erhöhung auf das Doppelte beantragt. Dieser Antrag des Ausschusses wird angenommen und weiter beschlossen, die gesetzlichen Bestimmungen Über die Wanderlager nach dem G< setze von 1875 an dieser Stelle einzu- schalten. In Verbindung hiermit wird ein Antrag des Abg. v. Wedekind auf Herbeiführung einer gleichmäßigen Besteuerung des Kleinhandels, insbesondere mit Bictualien, in Hessen und Baden für erledigt erklärt und ber Vorstellung einer Anzahl Schweinehändler aus ber Provinz Rheinhessen, Herbeiführung einer gleichmäß'gen Besteuerung bes Hanbels mit Zuchtschweinen tn den b-utschen Bundesstaaten Bayern, Hessen unb Preußen betreffend, keine Folge gegeben. — In Art. 29 ist bestimmt, daß die Erlaubnis zum Comödten- und Martonettenspiel u. s. w, sowie zum Tanz- und Musikhalten jedesmal bet den betreffenden Behörden nachgesucht werden muß und daß dafür mittelst des Ausfertigungsstempels dte verordneten Tarifsätze erhoben werden. Der Ausschuß beantragt den Zusatz: „Aendcrungen ber letzeren sollen fernerhin auf dem Wege des Gesetzes erfolgen", gegen welchen bie Regierung nichts einzuwenden findet. Der Artikel wirb nach kurzer Debatte nach dem Antrag des Ausschusses angenommen, ebenso der Schlußartikel 30. Bezüglich des als Beilage des gegenwärtigen Gesetzes neu aufzustellenden Gewerbe ft euertarifs erklärt List unter Anführung von Beispielen denselben für unhaltbar und revisionsbedürftig. Er beantragt mit dem Abg. Hanftein, die Regierung zu ersuchen, im Falle der Beibehaltung des jetzigen Gewerbesteuersystems den Tarif nach Anhörung ber Centralstelle für die Gewerbe, bezw. der Localgewerbeveretn", sowie nach Anhörung der Handelskammern einer allgemeinen Revision und sorgfältigen Prüfung zu unterziehen und von dem Ergebniß den Ständen Mttthetlung zu machen. — Schröder und Falk weisen auf den bedeutenden Rückgang des Müllergewerbcs hin und befürworten eine Revision der darauf bezüglichen Tanfbfftimmungen. Der Tarif wird sodann nach einigen Bemerkungen des Berichterstatters Wolfs kehl mit den von dem Ausschuß gestellten Abänderungsanträgen angenommen. Schließlich beantragt ber Ausschuß folgendes Ersuchen an die Regierung: 1. im Allgemeinen die Frage einer Reform der Gewerbesteuer in der Richtung der Gewinnung besserer Grundlagen für die gerechte Belastung ber Gewerbtreibenden nach ihrer auf ber mehr ober weniger sicheren Fundirung des gewerblichen Einkommens und auf dem Ertrag des Gewerbes selbst beruhenden Leistungsfähigkeit; 2. im Besonderen die weitere Frage, ob auch tm Falle ber Beibehaltung des jetzigen Gewerbesteuersystcms es behufs einer besseren unb gleichmäßigen Veranlagung ber Gewerbesteuer rathsam zu erachten, das Betriebskapital als weiteren Factor bei der Bildung der Gewerbesteuerkapitalien heranzuzuhen unb tm Falle ber Bejahung, für welche Kategorien von Gewerben bie Heranziehung dieses weiteren Factors sich empfehle, sowie welche Modificationen des seitherigen Gemerbestenergesetzes, namentlich auch hinsichtlich der Art und Weise, ber Ermittelung bes Betriebskapitals baburd) bebingt werden würden — einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen und von dem Ergebnisse den Ständen Mittheilung zu machen. — Hanstein beantragt Strich der 908. 2. — Wolz beantragt das weitere Ersuchen auf Einfügung ber Bestimmung in bte drei Objectsteuergesktze, wonach dte Passivzinsen bei Berechnung ber Reinerträge in Abzug kommen. — Weiter kommt hier der oben erwähnte Antrag List - H anstkin in Betracht. — Die Abgg. Böhm, Falk und Schroeder sprechen gegen pos. 2 des Ausschußantrages, Letzterer namentlich auch gegen den Antrag Wolz, für welchen Wasserburg eintritt. Nach einem Schlußwort des Berichterstatters Wolfskehl, welcher den Antrag Wolz als vollständig unausführbar bezeichnet, wird pos. 1 des Ausschußantrages angenommen, pos. 2 dagegen gestrichen. Der Antrag L t st - H a n st e i n wird angenommen, der Antrag Wolz gegen 3 Stimmen abgelehnt. — Auf Antrag Schroeders wird eine zweite Lesung des Gesetzentwurfes beschlossen. Der weiter zur Berathung stehende Antrag des Abg. Heinzerling auf Befreiung der Kohlermann'schen Stiftung von Entrichtung der Collateralsteuer wird nach longerer Debatte, an welchcr sich außer dem Antragsteller bte Abgg. Schroeder, 5t.au£cr' Ofann, Lautz, Falk, Wolfskehl, Tecklenburg, von Rabenau, Theobald, sowie der zweite Präsident Muhl beteiligen, mit 21 gegen 19Stimmen abgekbnt. — Die Vorlage ber Regierung auf Berücksichtigung des Gebühreneinkommens der Grotzh. Steuercommisiare bei Pensionirung derselben wird noch kurzer Debatte angenommen, ebenso mit 27 Stimmen der Antrag des Abg. Arnold auf Erbauung Untottbtftehiadj über Oberabtsteinach und Siedelsbrunn bis auf ^ohe, welcher Antrag außer von dem Antragsteller namentlich von dem Abg. Sjf ann warm befürwortet wird. Nächste Sitzung morgen Vormittag 10 Uhr. tiU 'ÄVÄÄX Sä' L martenbe $altunfl anflenomme", wie fie angez-igt -isch-m-n mochte so !°nae dasselbe stch noch im Stadium bloßer Anregung befand. Nunmehr fchetul indessen der Augenblick gekommen, wo eine vositive Meinungsäußerung der entscheidenden Kreise nicht Lnger mehr auf sich warten lassen dürfte. Seitens ber 3nt ”S Albe Menben B-hnpr-iekts nämlich, bet Grafen nan ber Straten Pontho. ist soeben bei Keflierun0 und den Kammermitgliedern eine Denkschrift überreicht worben welche den Wchwkis zu führen sich angelegen fein läßt, daß die Concession rung der moftctirt n FÄl l1' « felbflrebenb so weit das belgische Gebiet in Betracht komntt - dem Mrtft fot^en^e ©ä6e:Cnt Pr<*en- enlne!,men ben Schlußaudführungen der Denk- "Man wird ohne Zweifel einwenden, daß, so vortheilhafi bie moicktirte Pinie immer sein möge, bie gegenwärtige Finanzlage bem Staate nicht gestatte fin ihre Er- senken, währenb bk belgische Regierung keine ^00^01^^01" oerleiben fwnne, weil solches bem Princip ber Concentrirnng sämmtlicher Eisenbahnen des Telegraphische Depeschen. Wolff's lelegr. CorrespondeM'Bureatt. Berlin. 12 Juni Der Reichstag genehmigte heute in erster und zweiter Lesung den Consular-Vertrag mit Tunis und begann die dritte Lesung des Etats. Die Volkspartei, Welfen und Sociaüsten erklärten gegen den Etat stimmen zu wollen. Die Debatte erstreckte sich auf die von der Unfallversiche- runas'Commission vorgeschlagene Resolution, gegen welche Rickert protesürte, und auf "die Mandats-Riederlegung Bennigsen's. Das Haus genehmigte den Etat deftnitiv und unverändert. Die Resolution Lingens wegen Beschränkung de« Sonntagsverkehrs wurde mit 127 gegen 82 Stimmen angenommen, der Theil der Resolution, welcher für Sonntags-Telegramine einen Zuschlag von 20 H fordert, mit 111 gegen 101 Stimmen abgelehnt. Staatssecretär Bötticher verlas 'sodann die kaiserliche Botschaft, welche den Reichstag schließt. — Das Abgeordnetenhaus verwies heute die kirchenpolittsche Vorlage an eine Commision von 21 Mitgliedern und vertagte sich sodann bis zum j 21. b. „Nordd. Allg. Ztg." sagt, die Vrandats-Riederlegung Bennigsen's werfe neues Licht aus die Zerfahrenheit und die Zustände der Fraktionen und ihrer Stellung nicht blos zur parlamentarischen Gesammtheit, sondern auch den eigenen Leitern gegenüber. Für das Ansehen der parlamentarischen Körperschaften sei Bennigsen's Rücktritt jedenfalls ein bedauerlicher Verlust. Für die einstwellige Situation werde der Sieg seiner Gegner in der Fraktion kaum andere Folgen haben können, als die Verschiebung des Schwerpunktes zu Gunsten der kirchlichen Ansprüche. Die Theoretiker hätten aber den Sieg über den praktischen Staatsmann Bennigsen davongetragen. Brüssel, 12. Juni. Die „Jndöp. Belge" erfährt, daß die Regierung demnächst einen Gesetzentwurf über den obligatorischen Schulunterricht vorlegen werde. — Die beabsichtigte Erhöhung der Branntweinsteuer hat heute eine Manifestation der Händler mit geistigen Getränken veranlaßt. Dieselben zogen in starken Massen vor das Parlamentsgebäude und protestirten gegen die neue Steuervorlage. Ernstliche Ruhestörungen sind nicht vorgekommen. London, 12. Juni. Rach einer Meldung aus San Francisco sind die astronomischen Beobachtungen der Sonnenfinsterniß am 6. v. Mts. auf den Karolinen-Inseln im Stillen Ocean vollständig gelungen. Warschau, 12. Juni. Das einen Theil des großen Theaters bildende Variötö-Theater ist in der vergangenen Nacht abgebrannt. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Der entstandene Schaden wird auf 100,000 Rubel geschätzt. Berlin, 13. Juni, 7 Uhr 20 Min. (Privatdepesche.) Der Brief- tragermörder Sobbe wurde heute früh 6 Uhr hingerichtet. Lokale-. Gießen, 13. Junt. (Sterblichkeit In Gießen.) In Gießen belief sich die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 3. bis 9. Zunt im Ganzen auf 8. Davon ereigneten sich 3 bet erwachsenen Personen, welche sämmtltch der Lungenschwindsucht erlagen- Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre starb eins an Krämpfen, das andere konnte bet Lebzeiten nicht ärztlich beobachtet werden, eS blieb deshalb die Todesursache unbekannt. Kinder zwischen dem 2. und 10. Jahre starben 3 und zwar je eins an Lungenschwindsucht, Scharlach, Gehirnentzündung- G. — In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden in der Südanlage mehrere Lindenbäumchen dadurch beschädigt, daß anscheinend mit einem Säbel in die Rinde gehauen wurde. Hoffentlich wird der Thäter ermittelt und dürfte eine exemplarische Bestrafung am Platze sein. — Gestern Morgen wurde an der Wieseckerstraße ein Obstbäumchen demoltrt und ausgerissen. Der Thäter wurde in der Person eines Knechtes ermittelt und zur Anzeige gebracht. Verwischtes. — (Die Solisten Bilse's) Wohl kein Orchester Europas hat eine solche Anzahl hervorragender Solisten aufzuweisen, wie das des Hofmusikdirectors Bilse. Zwei Geigenvirtuosen stehen an der Spitze, Johan Smit, der Concertmeffter des ausgezeichneten Orchesters und Charles Molä, beide der famosen belgischen Schule entsprossen, der wir die meisten großen Virtuosen verdanken. Der Solocellist ist Herr Cornölis Liägeo's, der in Brüssel den 1. Preis erhielt. Christian Kriens, der berühmte Clarinetten-Virtuose, ist ein Kassenmagnet geworden, und ferner Henry Chausster, ein Waldhorn-Virtuose ersten Ranges, ein Unikum, von dem das Berliner Fremdenblatt sagt: Er bläst die schwierigsten Coloraturen unb trillert gletd) einer prima donna assoluta. Merkwürdige Effecte erzielt Herr Chausster mit seinem Piano und den originellen Echonachahmungeu; der Künstler wird unstreitig binnen Kurzem eine Berliner Berühmtheit werden! — In Hugo Türpe besitzt die Capelle einen unvergleichlichen Cornet- a-Piston-93irtuofen, in Fräulein Elise Jansen die bekannte poetische Harfenistin unb endlich in Josef Elam einen Virtuosen hors ligne — auf dem Contrabaß. Wer würde es dem Contrabaß ansehen, daß man ihm so wohlklingende Weisen entlocken kann! Josef Elam hat es verstanden, dieses Fundament des Orchesters zu einem prächtigen Soloinstrument zu erheben. Mit Recht sagt eine Berliner Zeitung in Rückblick auf ein solches Virtuosen- Bouquet: Wahrlich, Bilse hat seine Befähigung nie in überzeugenderer Weise documentirt, als indem es ihm gelang, eine Reihe so hervorragender Künstler an sein Orchester zu fesseln. Allerdings — fügen wir hinzu — ist auch das pecuniäre Opfer, welches Bilse bringt, ein enormes. Von den Gehältern der Solisten kann eine ganze Capelle leben. Mainz, 8. Juni. Eine schreckliche Verletzung hat sich heute Vormittag ttfn Metzgerbursche zugezogen; derselbe war nämlich damit beschäftigt, einem bereits geschlachteten Stück Vieh mittelst eines Beiles den Kopf vom Rumpfe zu trennen; mit zwei Händen hob der Bursche das Beil empor, der Hieb fiel mit aller Wucht nieder, aber er verfehlte sein Ziel und der Bursche hieb sich mit dem Beil das Knie und einen Theil der Röhre mitten entzwei. Es wurde sofort ein Arzt herbeigeholt, doch wurde constatirt, daß die Verletzung leider eine lebensgefährliche ist. — Schleckte Geschäfte macht bedauerlicherweise Herr Adlon und fein Compagnon Tod auf der Amsterdamer Ausstellung, deren Restauration sie übernommen haben. Der stoische Holländer speist Abends 6 Uhr zu Mittag und da geht Alles zur Stadt. Ueberdies kostet dort das Entree einen Gulden und die Fremden sind noch sehr rar, weil wirklich die Ausstellung noch ganz unvollendet ist. Frankfurt a. M. (Tob den Kaninchen und — Katzen) Die Feldschützen dürfen jetzt des Schadens halber, welchen die Kaninchen in der Gemarkung anrichten, dieselben von Morgens 4-6 Uhr abschießen, ebenso die im Felde umhertreibenden Katzen, wenn solche 500 Meter von einer menschlichen Wohnung angetroffen werden. Erfreulich wäre es, wenn man diese Vogelräuber auch in der Promenade und in den Gärten vertilgen würde. Mannheim, 6 Juni. Ein Unglücksfall, welcher sich gestern Abend hier ereignete, illustrirt die Warnungsrufe der Presse bezüglich des Eingießens von Petroleum ins Feuer auf geradezu schreckliche Weise. Das Dienstmädchen eines hiesigen Rechtsanwalts beging die so oft gerügte Unbesonnenheit und goß Petroleum auf das Küchenfeuer; die unmittelbare Folge war natürlich, daß der Inhalt der Petroleumflasche Feuer fing, letztere zerplatzte und die Kleider des Mädchens im Nu lichterloh brannten. Verzweiflungsvoll stürzte das am ganzen Körper von Flammen umgebene Frauenzimmer die Treppe herab und stürzte auf dem Hausflur zusammen. Hier wurden die Flammen von den zusammeneilenden Hausbewohnern rasch gelöscht, doch war das Mädchen an allen Körperteilen so schauderhaft verbrannt, daß es nach mehreren qualvollen Stunden ihr junges Leben (sie war erst 18 Jahre alt) aushauchte. Aus dem Ried, 9. Juni. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat angeordnet, daß der höchste Wafferstand bei den letzten Hochfluthen an möglichst vielen festen Punkten dauernd bezeichnet werde. Am einfachsten geschehe dies dadurch, daß in Stein horizontale Striche mit beigesetztem Datum eingehauen, durch schwarze Oelfarbe augenfällig gemacht und diese Markirungen an öffentlichen Gebäuden und Ortsstraßen angebracht werden. Diese Bezeichnungen sollen nicht allein die Erinnerung an die überstandene Waffersnoth bewahren, sondern auch in späteren Zeiten werthvolle Anhaltspunkte bei Errichtung von Gebäuden, Anlagen von Straßen, Gräben, Dämmen u. s. w. bieten. Basel, 8- Juni. Heber einen schrecklichen Unglücksfall berichten Baseler Blätter: Am Mittwoch Abend wollte Metzgermeister Gasser, ein junger Mann, eine Cisterne, welche er als Ablagerungsort für die Abfälle von Gedärmen und dergl. benutzte, leeren lassen, und ba ihm beim Abheben des Deckels ein Stück desselben hinunterfiel, stellte er eine Leiter und stieg in das 25—30 Fuß tiefe Cifternenloch, um das Stück zu holen. Zwei junge Maler, Gebrüder Carlsohn, welche anwesend waren, sahen den Mann plötzlich von der Leiter fallen, und in der Meinung, Gasser habe den Tritt verfehlt, betrat sogleich einer von ihnen bie Leiter, um nachzusehen und den Gefallenen herauf- zuholen. Kaum war er etwa 10 Sprossen binuntergefttegen, als ihn sein Bruder ebenfalls den Halt verlieren und in die Tiefe sinken sah. Schnell entschlossen und bie schreckliche Gefahr nicht ahnend, eilte der andere nach und wurde vom gleichen Schicksal ereilt. Die herbeigeeilten Leute beschlossen jetzt, die wahre Sachlage kaum noch erkennend, jemanden an einem Seil hinunterzuschicken; einer der Mctzgerknechte war sofort bereit, aber als derselbe in eine gewisse Tiefe kam, ließ er die Leiter los und konnte, wie eine leblose Masse am Seile hängend, nur mit Mühe heraufgezogen und zum Leben zurückgebracht werden- Jetzt war jeder Zweifel verschwunden und mit Hülfe von Haken und gekrümmten Eifenstangen gelang es, die drei schrecklichen Leichname aus dem Pestloch herauszuziehen Belebungsversuche blieben ohne Erfolg. — Es naht die Zeit, wo die lästigen Gäste auf den Gemüsebeeten, die Raupen wieder ihre verheerende Thatigkeit beginnen. Folgendes Mittel gegen die Gemüseraupen wird deshalb unseren Lesern willkommen fein. Dasselbe besteht in dem Begießen der Pflanzen mit einer Auflösung von 2 Pfund Kochsalz und 30 Gramm Salpeter in 10 Liter Wasser. Am anderen Tage sollen viele Raupen tobt auf der Erde gefunden werden. Bei Kraut unb Wirsing, deren Blätter den Raupen so viele Verstecke bieten, muß das Verfahren wiederholt werden- Dies ist besser und bequemer als die so umständliche Anwendung von heißem Wasser, wodurch auch die Blätter gelb gefärbt werden- — Es dürfte jetzt nicht ungelegen sein, etwas von der Lebensweise und der Tafel des Kaisers von Anam, Tüdüc, zu erfahren- Als Vasall des Kaisers von China hat dieser Fürst an seinem Hofe auch das Ceremoniell und die Lebensweise des Pekinger Hofes eingeführt unb bie Hosküche in Hue, die Rsibenzstabt Anams, unterscheibet fick bab’er nur sehr wenig von der in Peking- Gle!ch dem des 1875 verstorbenen chinesischen Kaisers Pong-Tsi besteht auch der Speisezettel Tüdücs aus sieben- ur.dzwanzig Gängen, bei dem der saftige Affenbraten nie fehlen darf. Die Statthalter Tüdücs pflegen daher sehr oft, um ihrem Gebieter eine kleine Aufmerksamkeit zu erweisen. einige gut gemästete Affen in die Hofküche zu senden, wo für die Zubereitung dieser Thiere eigene Köche bestellt sind. Aus die kaiserliche Tafel kommen dann noch Schnecken, Kameelhöcker, Haifischfloffen unb zum Dessert gewöhnlich eine Art rother lebmbiger Würmer. — „Dreizehn Kilo Romane" sind — so lange der Vorrath reicht — für nur 10 Mark zu haben Dieser literarische Ausverkauf wirb von einem bekannten Verleger burch ein Inserat in ber „Breslauer Zeitung" proclamtrt; bemnach kommt bas Kilo Roman auf nicht ganz — achtzig Pfennig zu stehen! Das scheint — selbst vom Staub- punkt des Makulaturhänblers — eine sehr annehmbare Offerte zu sein. Die Viel- schreiberei unserer Tage ist allerdings niemals drastischer illustrirt worden, als durch diesen Romanverkauf nach dem Gewicht. — (Ein gemüthliches Casino) Das Spielhaus in Monaco wird fortwährend durch heimlich gelegte Bomben gefährdet. Innerhalb 14 Tagen wurden, wie bas dortige Blatt „©finge" mdbet, sieben solcher Bomben gefunden und zwar in Oertlichkeiten, wo sie das Publikum in die größte Gefahr setzten: eine unter einem Spieltische, nahe dem Stande des Croupiers, in einer Kapsel, die bei dem geringsten Anstoße hätte explodiren können, eine zweite in dem eben in der Einrichtung begriffenen Kaffeehause unter dem Theatersaale, drei weitere in den Anlagen. Eine sechste Bombe wurde am vorigen Montag unter einem Roulett-Tisch aufgefunden, der sogleich gesperrt wurde, eine siebente unter einem anderen Roulett Tische. Die Zünder dieser beiden Bomben waren halb abgebrannt. Die Bomben wurden der Polizei übergeben, welche conflattrte, daß dieselben mit sog. rothern Dynamit, das am leicytesten explodirt, gefüllt waren. In Folge dieser Entdeckungen wurden 20 Feuerwehrleute und 12 Gensdarmen zu beständigem Dienst in das Casino beordert. Sehr gemüthliches „Casino" ! — (Gut herausgeholfen) Wir lesen in Berliner Blättern: Auguste, eine nicht mehr junge Küchenfee, hat bet einem hiesigen Garderegiment einen Anbeter, der indeß wegen seiner häufigen Besuche in der Küche von der Herrschaft nicht sehr gern gesehen ist, so daß diese durch einige btrecte Verbote die Heimsuchungen bes Kriegsmannes einzuschränken suchte. Am vergangenen Sonntag sand ber Hausherr inbeß den Liebhaber wieder auf dem Küchenschemel. Auf die Frage an den Soldaten, was er hier zu suchen habe, antwortete der Tapfere unverfroren: „Ich wollte mir erlauben. Sie, Ihre Frau Gemahlin unb — Auguste zur Parade am Mittwoch einzuladen." — (Ein schläfriger Minister-Präsident) Vergangenen Donnerstag hat sich in ber italienischen Deputirtenkamrner ein heiteres Intermezzo ereignet. Auf ber Rednertribüne ftanb ein Oppositioneller unb donnerte selbstverständlich gewaltig gegen die Regierung. In dieser Noth hatte jedoch Gott Morpheus Erbarmen mit dem eben anwesenden Ministerpräsidenten Depretis (derselbe hat bekanntlich das 70. Lebensjahr schon längst überschritten), denn er schickte einen süßen Schlummer über ihn und ließ ihn in seinem dornigen Ministerfauteuil so sanft schlafen, gleichsam als säße er zu Haufe im Großvaterstuhl. Deputirte und Galerie-Publikum fingen nun zu lachen an, doch Niemand wollte den Greis in feiner Ruhe stören- Endlich ergriff der Kammerpräsident Farint irgend eine Gelegenheit und läutete mit der Glocke, worauf der Ministerpräsident erwachte und nun neuerdings das Donnerwetter von der Rednertribüne her über sich ergehen lassen mußte. — Die Engelmacherei ist leibet in Englanb in ungewöhnlich starkem Schwünge und bie Auffindung einzelner Kinderleichen gehört zu den alltäglichen Vorkommnissen- Ein schauerlicher Fall wurde aber dieser Tage m Gloucester entdeckt. Einige Personen führten bei der Polizei über bie furchtbaren Miasmen Klage, welche aus einem Garten zu kommen schienen, ber zu dem von einer Wartefrau bewohnten Hause gehörte. Eingeleitete Nachforschungen führten nun zu ber Entbeckung von sieben halbverwesten Kinderleichen, welche ganz oberflächlich in dem Garten begraben waren. Die „Engelmacherin" unb ihr Mann befinben sich in gerichtlichem Gewahrsam. — Furchtbare Gewitter mit Molkenbrüchen entluben sich in ben letzten Tagen in allen Theilen Frankreichs, bie in verschiedenen Gegenden, so z. B. in bet Umgebung von Tours, wahre Verheerungen anrtchteten, während in anderen Leute durch den Blitz erschlagen wurden. Bei Angers verursachte ber Hagel großen Schaden; auf einem Maierhofe der Gemeinde Econflant wurde nach dem Unwetter ein Agglomerat von Schloßen gefunden, das über einen Cudikmeter maß. Von einem ganz außerordentlichen R gengutz wurde Bordeaux heimgesucht. Aller Verkehr auf ben Straßen mußte eingestellt werden und als man nch wieder hinauswagte, war an manchen Orten das Pflaster aufgerissen und unterwühlt. In dem Regenmesser der öffentlichen Gärten wurden 8 Zentimeter Wasser gefunden, welche ungefähr den achten bis neunten Theil des Regens darstellen, der im Laufe des ganzen Jahres in der Gironde zu fallen pflegt. Witterungskunde.*) 14. Juni- Vorwiegend heiter unb schön bet schwachen Winden, namentlich nach Osten zu. Im westlichen und südwestlichen Europa frühmorgens etwas bedeckt, Neigung zu Gewittern Mittags und in der Nacht. 15. Juni. Im Allgemeinen nach Osten zu noch heiter unb sommerlich schön, nach ber Küste zu frühmorgens bunftig bis trüb, spätabenbs wolkig unb gewitterhast, namentlich auf Nordwcsten zu. 16. Juni. Nach Norben unb Nordosten zu frühmorgens trüb und dunstig, tagsüber noch sommerlich schön und febr warm. In West- und Süddeutschland, auch in Frankreich zahlreiche Gewitter, besonders spätnachmittags dis Nachts mit Hagel und Rückgang der Temperatur, namentlich in Subdeutschland. c Dr> Overzter's Wetter-Prognose für den Monat Juni, abgeschlossen am 15 Mai (Verlag der M. Lengfelb'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 JL). — Nachdruck verboten. 731) Geber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von MAANENSTEIHJ «fr VOtiEEH ic Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt Wafferwärme der Lahn. Am 13. Juni, Mittags zwischen 11 unb 12 Uhr: 4-15° R-, Luftwärme +15° 9L L. Chr RÜbsamen. Wtintt U diesjährige I m den Bäumen aus NemDälbfyn und Die bei der Schul -Aerz iott Freitag den 1° ^mittags ■ »Du mb SteHne NN bei beredi. H W, den 12. j LM durgermeu * Oran >nn,ttyef2 lil mnch' Mw, * |lS) Sten W ME erstorbenen Brune .Mian Samin ürl Philipp 4 Hann ChrsiNa huie an den von oer Malls verstorbenen Ä Heinrich allein Wichen Heinri Ähelm Karl < Whlung gebracht \ Dachst werden je! in gleichnahe Berechl lchng ihrer Anspri Wmung einer jed? M deren unbenutzte zrWmen würbe, sie jt, hiermit ausgesoi Un, den 9. jui ^Herzogliches: Ml Stamm M . Nachmittags - £ 7 hiesigem Cri N des Andreas n Wen; 91 N1251, 188 g-® er Neustadt 1994 US® Ms * ^«herzogliche ; bo*hinen Setith. e; ’ Arv, te, war an w nessttdttM ^L7-°r ssjgs rrSZ ‘«SfiÄ “'* «i8 bi; i ,l51t" «® lefirÜ b 5Ä*' W§ beweise nnb bn i ?Es Kaiser von 1 L-bensweise d-o ß aht 9lnüm§, mter, | tübfic« oug sieben- | .' D'e Statthalter I lmerhamkett zu er- 8 die Zabtteitung | ommen dann noch I. « eine Art rother i “W- für nur I "kannten Verleger | kommt bas Kilo selbst vom Stand- ! l sein. Dir Viel- I erben, als durch 'I wird fortwährend r n, wie das dortige in Oertltchkeiten, i Spieltische, nahe ften Anstohe hätte ifftnen Kaffeehause Bombe wurde am itch gesperrt wurde, , ser beiden Bomben l, welche constatirte, )trt gefüllt waren. Gensbarmen zu be- ' stno"! Auguste, eine nicht /: Anbeter, der inbeß it sehr gern gesehen |j Kriegsmannes ein- । iiieß den Liebhaber | s er hier zu suchen k n, Sie. Ihre Frau [ lag hat sich in der Auf der Redner- | .ewalttg gegen dir | m m\t dem eben 1 ia§ 70. LebensMr i über ihn und ließ , sam als sähe er zu i i nun zu lachen an, rgnff der Kamm- , Flocke, worauf 0« J ter von der Redner- I starkem 6W ben BorkommniP । J. Einige E 'SÄM s®js „n Leute durch J,< * ®«i ult« ein W°®jg, n einem 9«"a eiD^ * *en° ir ?>■% uA',r gffl/xt dtnm;vB .chhandluas SMuUilhe AichrdNM,. Das dahier in curatorischer Verwaltung befindliche, in einer Spar- Lasseeinlage von «A 276.93 bestehende Erbtheil des am 26. April 1786 geborenen, und seit langen Jahren ver- Ichollenen Johann Christoph Schäffer -von Gießen aus dem Nachlaß seiner verstorbenen Eltern, des Schäfers Johann Philipp Schäffer und dessen ersten Ehefrau, MarieLouise Johannette, geb. Mummert, von da, soll nunmehr, nachdem gesetzlich zu rermuthen, daß er nicht mehr lebe, an Diejenigen, welche sich als nächste Verwandten bis jetzt ausgewiefen haben, nämlich an die beiden Kinder seines verstorbenen Bruders, Johann Christian Samuel, mit Namen Karl Philipp Friedrichs und Johann Christian Schäffer, sowie an den von den Kindern seines gleichfalls verstorbenen Bruders Friedrich Heinrich allein noch am Leben befindlichen Heinrich Friedrich Wilhelm Karl Schäffer zur Auszahlung gebracht werden. Zunächst werden jedoch etwa näher oder gleichnahe Berechtigte zur Geltendmachung ihrer Ansprüche unter Vorbestimmung einer sechswöchigen Frist, nach deren unbenutztem Ablaufe angenommen würde, sie verzichten auf folche, hiermit aufgefordert. Gießen, den 9. Juni 1883. Großherzogliches Amtsgericht. 4087 Stammler. Die diesjährige Kirfchenernte ron den Bäumen auf dem Trieb, dem Lerchenwäldchen und dem Lutherberg sowie bei der Schule am Oswald's Berg soll Freitag den 15. ds. Mts, Nachmittags 5 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Anfang bei der Schule am Oswalds Berg. Gießen, den 12. Juni 1883. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4093 A. Bram m. Freitag den 22. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr sollen auf hiesigem Ortsgericht die den Erben des Andreas Rinn gehörenden Immobilien: Flur 1/1251, 188 O-Mtr. Hofraithe in der Neustadt, 1/1252, 194 lH-Mtr. Grabgarten das., XXIII/56, 1994 lH-Mtr. Acker am Altenfeld, zwischen den Gärten, XXI1I/57,2000 l^-Mtr. Acker daselbst meistbietend versteigert werden- Gießen, den 12. Juni 1883. Großherzogliches Ortsgericht. 4086 Lüdeking. Jeugeöotenes. 4101 Schöne Oberndorfer Pftanzen verkauft Emil Beil, Hammstr. 8. Theer-Hchwefclseife (bestes Mittel für Hautausschläge rc.) empfiehlt BI. Plank, Friseur, 4095 Caplansgasse 2 (am Kreuz). Wassereimer fiir den Hausgebrauch, Waffeleisen, Eierpfannen, Salatfeiyen empfiehlt 4099 ftuBtav Stakl, Neuenweg 21. Wringmaschinen vorzüglichster Construction zu äußerst billigem Preise. Bequeme und leichte Handhabung, Aeit- ersparniß, Wesentliche Schonung der Wäsche- 4105 Th. Hanbacto, Bahnhofstr. 40. Liebig’a Backmehl. Licbig's Vanille-Puddingpuler, „ Mandel- „ „ Orange- „ Citronen' „ „ Chocolade- „ empfiehlt C. G. Kleinhenn's 4107 Delicatessenhandlung. 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Aus der ersten Lieferung, sovuie aus £ dem derselben beigelegten Inhaltsverzeichniss wird sich Jedermann von | der sorgfältigen Ausstattung, von dem Reichthum des gebotenen Kunst- | Schatzes und von der in jeder Beziehung äusser Frage stehenden Preis- g Würdigkeit des Werkes überzeugen können. | Nach Erscheinen der letzten Lieferung tritt für das | complete Werk ein erhöhter Ladenpreis ein! jeden Druckauftrag effectuiren. Preis-Courante, Rechnungen, Statuten, Adress- und Visit-Karten, Plakate, Wein- und Speise - Karten, Programme, Etiquetten, Ball-Karten, Concert-Billets , Memorandum, Formularien jeder Art, grössere Werke, Avise, Verlobungsbriefe, Circulare, Couverte, Briefköpfe, Tabellen, Einlagebüchelchen für Pfennigsparkassen etc. etc. Im Verlage von Paul Neff in Stuttgart erscheint soeben: Die vierte Auflage des grossen Bilder-Atlasses der Kunstgeschichte: Denkmäler der Kunst Zur Uebersicht ihres Entwickelungsganges von den ersten künstlerischen Versuchen bis zu denStandpunkten der Gegenwart. Bearb.von Prof. Dr. Willi. Lübke und Prof. Dr. Carl v. Lützow. I1 I ' 1 ' 'I in Stuttgart. UUU8!lllll!lbllblW!llllllllllllli!bllMIIllllI!M Wirthsihafts-Empfehlnng. Einem hiesigen und auswärtigen Publikum, sowie Reisenden und Handels' teilten die ergebene Mittheilung, daß ich wieder im Besitzi des ^rhemifchen Hofes" bin, und halte, wie früher, gute Logis, «V ' stauration zu jeder Tageszeit und stets em gutes,Glas 2lcttenbier. Auch mache ich die geehrten Handelsleute aufmerksam auf die große $ „Es nürd mein Bestreben sein, mir durch prompte und reelle Bedienung die vollste Zufriedenheit meiner Gäste zu erwerben, und halte ich Mich ver- ehrlichem Publikum bestens empfohlen. Achtungsvoll Chr. Reinhardt, 193 Tafeln quer Folio nebst 80 Bogen Text in Lex.-8o. Ca. 2000 Darstellungen der Architektur, Sculptur und Malerei. Klassiker-Ausgabe. Vollständig in 30 Liefrgen. ä nur M. 1 = 60 Kr. ö. W. 4085 Ein tüchtiger Tüncher und Anstreicher gegen guten Lohn auf dauernde Arbeit gesucht bei W. Zimmermann, Dillenburg- j; Klassiker-Ausgabe. Bie Denkmäler der Kunst, | begründet v. Dr. Kugler, Oberbaurath v. Volt, Dr. E d, J. Caspar, fortges. von t Prof. Dr.W.v. Lübke undDr. Carl t v. Lützow sind ein imposantes c Kunstprachtwerk, dessen Her- £ Stellung in vorzügl. Kupfer- ff Stichen mehrere Decennien in b Anspruch nahm. Dasselbe ? bietet auf 193 Tafeln mit circa c 2000 Abbildungen eine Auswahl jf des Wichtigsten und Schönsten, £■ was von der ältesten Zeit bis $ heute im Bereiche der Kunst ge- E schaffen wurde. — In Folge des f hohen Preises, welcher aller- E dings durch die künstlerische, 2 überauskostbareHerstellungbe- & rechtigt war, konnte sich bis- s her nur ein kleinerer Kreis von v Bibliotheken u. Kunstfreunden E das Werk anschaffen; den Zeit- * hältnissen Rechnung tragend und k gestützt auf die Hilfsmittel der , neuesten Technik, hat sich die s Verlagshandlung zur Heraus- L gäbe der vorliegenden Klassi- § ker-Ausgabe entschlossen und bietet Jedermann Gelegenheit, sich um einen unerhört billigen f Preis in den Besitz eines wahr- r, haften Museums der bildenden f 1 Künste zu setzen. 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Auftreten verschiedener Künstler. Zum Schluß großes Damen-Preis-Ringen, wozu sich auch zwei Damen von hier gemeldet haben. (Der Preis ist eine silberne Damen-Uhr.) Damen, die noch Theil nehmen wollen, belieben sich im Laufe des Tages im Theater zu melden. Es ladet ergebenst ein 4102 I. A. Wallend«, Director. 3979 Ein verschließbarer Lagerplatz, Scheune rc, auf einige Zeit zu pachten gesucht. Gg. Unverzagt, Caplansgasse. 4098 Einen guten Arbeiter sucht Th. Schneider, Schuhmachermeister. Beizdorf a. d. Sieg. Hotel Gobrecht hält sich bestens empfohlen. 4089 3925 Ein kräftiges, reinliches Dienstmädchen, das gute Zeugnisse besitzt, gesucht. Marktstraße 34^ 3982 Ein Junge kann in die Lehre treten bei Friedrich Magnus, Schuhmacher. ■mhmhhnmhmn» □ 15./6.Ad.8V2U.Confund Kec. I.Gr. «es Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.' Hierzu eine Beilage. s» <>•'’» jft * , Wb- tn W* Sie hierbei M »re N ®trbenJf „ Ml-gw P°!>' u W z» yw™' W miiB au^ anb« Mischen Ler!-Hls° w M-ndunge°' Äch P°sib°len» jedes an solchen j $ würde eine derart iüiZckresse der groß Irin und glauben wir liimben der Post« uni Me. Nachzutragen nie für das Reichst Majorität genehmigt * daß die Cann Gon - der läng! ich man deshalb de (Häufen geschmückt. Herr v. Schl lll9 noi k io Not \ M des nächsten j M folgern wollte, des Herrn v. Schlöze W bei dem bipto He der klimatischei emen langem llriau' SGzer. M £ Dosten zuMehren. In Oesterr lation der Eisenbahr Dm $Hniiierpra[Wt'i Nw beru^igeiM Nen forooljl ber mH Ä beschlossen, die'' en Alterung zu üb Nw eine Adresse a richten mollen. ®* T-ch Wtoecttonen in - Der Abschlu tyili-Sertraü Nm Settrage m S;**' heil aN ÄN'tb«, "i 1SS8 Beilage Nr. 134 des „Gießener Anzeiger". tnilcn Kitzellk. ■ 1.50. Gerhardt, _____J026 -r. oncert „■'N.'M. tajto Henn bliebene^ Eltern theilung von in, Tochter, Wg. erstand» ee 50 Pffr l rhnrdt, Linden- | 4103 Politische Ueberstcht. Gießen, 13. Juni. Wider Erwarten ist es dem Reichstag nicht gelungen, die Spe- Entsiammbackit ir In Ausft welcher die Proben s)ln ßebüb , Bei Unit ri Mdet und nach \ öliger als Mi $ Für dem fl Gießen, Der Kaiser N dtz>Ä sch rWen nach "• '«I» !■» L n-« L*”* Ein