j*M kp - üöfT 'M «BSOffl. ***855 *-". K . . V. 2 c“’ bg. Schröder und Genossen auf Aushebung deS Gesetzes vom 3. Mai 1858, die Bildung der Ortsvorstände betr., und des Absatzes 3 des Artikels 1 des Gesetzes vom 22. November 1872, bie Mitwirkung der Forensen bei der Festsetzung des Gemeinde- Voranschlags betreffend; 4) den Antrag der Abgg. Pennrich und Wasserburg auf Vorlage eines die Aushebung der Artikel 234 und 235 deü' Polizeistrafgesetzes, das Spielen in auswärtigen Lotterien betreffend, bezweckenden Gesetzentwurfs; 5) oie Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Er- richtung einer Landgestütsstation zu Butzbach betreffend; 6) den Antrag des Abg. Kugler, Errichtung eines Stationsgebäudes auf der Main-'Neckarbahn-Station Egelsbach betreffend; 7) die Vorstellung des Eomitös für Erbauung einer Seeundärbalm von Ltockheim nach Frankfurt über Heldenbergen, Erbauung dieser Bahn betreffend; 8) die Vorlage Großh. Staatsministeriums, betreffend die Einführung der Gasbeleuchtung und der städtischen Wasserleitung ui das Standehaus; 9) die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, betreffend die Herstellung einer feuer festen Treppe in dem Gefängniß zu Darmstadt; ö 1(J V die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Einführung der städtischen Wasserleitung in das Provinzialarresthaus L Haftlocalen und das Gesängniß zu Darmstadt betreffend; 11) die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, sowie des Großh. Ministeriums der Finanzen, die Einfichrung der städtischen Wasserleitung in die unter der Verwaltung des Großh. Mini- stenums des Innern und der Justiz stehenden Centralgebäude zu Friedberg, sowie in das Großh. Schloß daselbst betreffend; en Antrag der Abgg. Weith, Nein hart und Stephan, Abänderung der Verordnung vom 5. Januar 1860, die Ausführung des Jaad- strafgesetzeü betreffend; u b H) ^Vorstellung des August Höpfner und Genossen zu Bad 'Nauheim, ^erdefferung des vom Bahnhof daselbst nach der Stadt führenden 14 > Aurvenwegs betreffend ; 4 211)01 Tecklenburg, den Ausbaus der hohen Straße in en Gemarkungen Melbach, Meckesheim und Gettenau betreffend, seitens Januar Heute Vormittag sind dem hiesigen L'anbeßcomlte W e mbSS m n JhÄ^flu? bem uon Sr. Maj. dem Ka.sir al« Bet- beimgejuchttn buitfdim e Nothstandes in den durch Ueberfchwemmungen R-chs-s°uvlk°sl b.wlllla^n b,m «u-rböchst-n Dtlpofitlonlfonb bei der -,e,-y-.v°r,pir°pe bewilligten Betrag oon WO,000^. zur Verfügung gestellt worden. 17 b M anberamnte Slhun^hfr“? Tagesordnung für bie auf Mittwoch den bfrritÄ in °Ofn7fi*T C bfr ^weitcn Kammer ist derart, daß sie auch für eine liefern rohb (5g ban^/i^firT/in ®lbunQ noch hinreichenden BerathungSstoff (517ö b e unb 2 , il b,c 1,1 Folge deü Ableben« der Abgeordneten «**""« ...$«%,ÄMÄrÄSi1!! aeftern mit der Großh. StaatSregicrung stattgehabten Sitzung des Ftnsnzausschusscs der Abg. Wo Iss kehl Namens dieses Ausschusses einen schriftltchen Bericht an das Vinnum erstatten. Es folgen nun auf der Tagesordnung diejenigen Gegenstände, welche mir vor wentacn Tagen als das zur Berathung der Kammer reife Material dezekchmten. Hinzugkkommen sind noch: Die Vorlage Großherzogl. Minifteriums der Juftiz, betreffend bie Herstellung en er feuerfesten Treppe in dem Gesängniß zu Darm- ftadt: die Vorlage desselben Ministeriums wegen Einführung der städtischen Wasserleitung in das Provinztalarresthaus nebst Haftlocalen und das Gefängniß zu Darmstadt, l?ro,/£:blnL rIa0C desielden Ministeriums und des Ministeriums der Finanzen betr. bie Einführung der städtischen Wafferleitung in die unter der Verwaltung des Großh M'nifteriums deS Innern und der Justiz stehenden Centralgebäude zu Friedberg und in das Großh. Schloß daselbst. Trlegraphische Depetcheu. Wolff*- tetegr. Torrespondem-vnrea». Berlin, 12. Januar. Der Reichstag nahm fast einstimmig den Antrag Hirsch w^gen Anordnung von Schutzvorrichtungen n den Fabriken an. Der Bundesbeooll- macht'gle Lohmann verwies auf den bezüglichen dem Bundesrathe vorgelegten Entwurf Preußens hm, mit weiteren Schritten wolle die Regierung warten bis das Schicksal des UnsaUversicherungsgesitzes entschieden sei. Der Anttag ®.br, Schlemm- rreibe seewärts eingehend mit 1 Zoll zu belegen, wurde in zweiter Lesung abgelehnt. VtaatSsecretär Burchardt hatte sich gegen den Antrag ausgesprochen. Der Anttag ^koch, den Zoll für Stoffe, aus denen Salz gewonnen wird, zu ermäßigen, geht an die • ldget-Eonimission. Der RegirrungSoertreter hatte um Ablehnung gebeten. Fortsetzung morgen. London, 12. Januar. Gladstone hütet noch fortwährend das Zimmer, derselbe dürfte, fofem es fein Gesundheitszustand gestatten wird, am nächsten Montag Howarden ve und sich w.chrschcinlich nach Cannes begeben. Pari«, 12 Januar. Die Leich, Gambetta's wurde heute früh in Gegenwart oon nur wtNigen Personen aus dem Grabgewölbe genommen und ging Vormittags um 9 Uhr mittelst Exttazuges nach Nizza ab. Einige 50 Personen, Deputirte und persönliche Freunde Gambetla's begleiteten dieselbe. Die Beerdigung in Nizza wird voraussichtlich morgen Vormittag 10 Uhr ftattfinden — In Folge zahlreicher hier oorgekommener Verhaftungen sind die Haupttheil- nehmer an den in letzter Zeit vorgekommenen Kirchendiebstählen ermittelt worden. En großer Theil der auS dem Schatz der Basilika in St. Denis gestohlenen Gegenstände wurde bet Trödlern aufgefunden. — Nach Meldungen der ^Agence HavaS^ aus Wien hätte England als Termin für den Zusammenttitt der Conferenz betreffs der Donaufrage den 19. ds. vorgeschlagen, Oesterreich aber darauf den Wunsch ausgesprochen, die Conferenz bis gegen Ende des MonatS zu verschieben. — Nach einer weiteren Meldung derselben Agence aus Shanghai sind die Beziehungen zwischen Frankreich und China befriedigend. China wünsche, daß Frankreich dem Piratenwesen in Tonkin ein Ende mache und werde event. dazu Hülfe leisten. — Der Bey von Tunis hat 30,000 Frcs. für die tunesische Adtheilung der in Amsterdam stattsindenden Ausstellung gezeichnet. Lokales Gitßcn, 13. Januar. (Sitzung der Stadtverordneten vom 11. Januar.) Anwesend Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Heß, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Batst, Diery, Gail, Grüneberg, Haustein, Hoch, Homberger, Lüdeking, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, P sann müller, Schopbach, Vogt, Wenzel und Wortmann. — Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt Herr Bürgermeister Bramm die in der ersten Sitzung des neuen Jahres erschienenen Herren Stadtverordneten und gibt zugleich dem Wunsche Ausdruck, daß bie im neuen Jahre gefaßten Beschlüsse der Vaterstadt zum Wohle gereichen mögen. — Von Seiten der Commission für die Gießener Jahrmärkte wurde auf den 1. April 1884 ein Viehmarkt festgesetzt. Hiergegen ist Großh. Bürgermeisterei Giünberg bei Großh. KreiSamte dahin vorstellig geworden, daß dieser Markt, weil er den am 3. April desselben Jahreö zu Giünberg stattsindenden Ostermarkt beeinträchtige, verlegt werden möchte. Die Versammlung spricht sich für Bewilligung dieses Ersuchens aus und wurde demgemäß dieser Maikt auf den 25. März 1884 vei legt- — Dem Gesuche der Forstlich« n Versuchsanstalt um Ueberlassung von einigen Buchenstämmtn auS dem Stadlwalde zu Sägeversuchen wird entsprechend den hierzu von Großh. Oberförsterei Gießen gtstellten Bedingungen, daß die Forstliche Versuchsanstalt d«n allenfallsigen Mindererlö« für da« verarbeitete Holz ersetzt, stattgegeben.— DaS Halten des FasselviehS wird auf weitere 3Jahre Herrn Oeconom Pb- Schwan unter Den seitherigen Bedingungen übertragen — Den nach jeder lleberschwemmung de« Schweinemarktplatzes durch die Lahn entstehenden llebelflänben soll vorerst durch Beseitigung vorhandener Unebenheiten abgeholfen werden. — Das Gesuch mehrerer Bewohner deS jenseits der Lahn belegcnrn Stadttheils um Pflasterung des rechtsseitigen TrottoirS vom Krofdorfer Wege nach der Schützenstraße wird nicht befürwortet, indem man die vorhandene Sandüberschüitung für aenügenb erachtet- — Die Trottoir Pflasterung eine« Theile« der Schulstraße soll vorgenommen werden, sobald die Witterung die« gestattet — Dem Gesuche um Eröffnung rcsp. Herstellung der Wolf straße wird nicht beigetreten, indem gen. Straße die in Art-1 der Bauordnung bestimmte Anzahl Häuser nicht bat und bi« zu diesem Zeitpunkte die betr. Hausbesitzer für Her- stellung der Wege zu ihren Bäulichkeiien selbjt zu sorgen haben — Gegen den in voriger Sitzung gefaßten Beschluß, anläßlich der beabstchtiaten theilweisen Verlegung eine« von der Gail'schen Besitzung in der Neustadt nach Dem Stadibache ziehenden Fluihgraben« die Eiben de« Herrn Eommerzienrath Gg. Carl Gail zur Deckung der auf 10175 betragenden Kosten mit 3000 Beitrag deranzuziehen, ist gen Firma vorstellig geworden, infolge dessen die Versammlung delchließt, qu. Beittag auf die ursprünglich von der Baudeputation beantragte Höhe von 2000 .* bcrabzusepcn Da« Gesuch de« Maurermeister« Wüb- Steinbach um Erlaubnis! zur Chaussiiung eine« Wege« im alten Felde wird genehmigt. - Zu dem Gesuche des Maurermeister« Ehr. Haubach um käufliche Ueberlassung städtischen Gelände« vor feinem Hause auf der Pipp'schen Schanze wird beschlossen, wegen >venl. GcländeauStauscheü zum Zwecke der Vergrößerung des Scvulhausplayetz mit Gffuchsteller in Unterhandlung zu treten. — Die Lotten für die Nummerirung der Gebäude sollen als allgemeine Kosten auf die Stadlkasse übernommen werden. — Schließlich spricht fid) die Versammlung noch für Ausstellung mrdrerer Laternen an der von der Frankfurter Straße nach dem Preußischen Bahnhof führenden Straße, für Ueberlassung eines Lokals an den Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege, für Genehmigung verschiedener Kosten- becreturcn :c. auS. Gietzcn, 13. Januar. sThierschutz-Verein.s Zn der AuSschußsitzung vom 8. Zanuar o. I. wurde beschlossen. Nislkästchcn für Vögel von dem Hauptoeretn kommen zu lassen und dieselben im Frühjahre an geeigneten Plätzen anzubringen; sodann das Gutachten der Gebrüder A. und jr Müller über die Aolhwendlgkeit deS OinsperrenS der Tauben zur Saatzeit in der Zeitschrift abdrucken zu lassen und dabei um Mit- theilung weiterer Erfahrungen zu bitten, da die Frage noch immer alö eine offene bezeichnet werden muß. indem andere Sachverständige die Notbwendigkeit dieses Maßregel bestreiten und behaupten, die Tauben fügten den Saaten überhaupt keinen Schaden zu. An GioßherzoglicheS Kreisamt Gießen soll eine Eingabe gerichtet werden, in der beantragt wird, auch für den hiesigen KreiS eine Verordnung über die Benutzung der Hunde alS Zuglhiere zu erlasien, wie solche von Seiten deS Großh. Ministeriums den Kreisämtern zur Einführung empfohlen und m vielen Kreisen des Landes bereits erlassen worden sind. Vermischtes. Darmsiadt, 11. Zanuar. Wir erfahren soeben, daß die Herren Gebrüder Buderus zu Hirzenhain dem LandeScomite als Gabe für die Wasserbeschädigien neben einer namhaften Geldsumme weitere 20 große Offen zur Austrocknung überschwemmt gewesener Wohnungen mit der Erklärung zur Verfügung gestellt haben, daß bei fernerem Bedarf solche Offen weit unter dem Herstellungspreise werden abgegeben werden. (D. Z) Fran kenthal, 6. Zanuar. Unsere sonst so friedliche Stadt, in welche theil- weise die Fluthen schon eingedrungen, gleicht einem großen Lager von Flüchtlingen, die in wilder Host hrer Rettung suchen; von Kummer gebeugte Frauen, ihre fnerenben, nur mit noibdürftigsten Lappen beberftr Kinder an die Brust pressend, durcheilen die Straßen. Hier steht eine Gruppe um einen Landmann und hört schaudererregt die Schllderung seines Elends. Sem HauS ist eingestürzt, fein Lieh ertrunken, seine Scheune zerstön und deren Fruchtoorräthe hrnweggeschwemmt. Dort eine bitterlich weinende alte Frau, die in der Verwirrung und Angst ihre wenigen Sparpfennige zurückgelaffen in ihrer ärmlichen Lehmhütte, von der keine Spur mebr vorhanden Weiter sehen wir Kinder nut Körbchen von HauS zu HauS geben und schüchtern das Mitleid der Bewohner anrufen — sie wollen ja nichts wie trockenes Brot, den nagen den Hunger der Zhren ru stillen ES landet em Rachen und ernst blickende Männer heben eine Last aus demselben, wahrend mit schmerzlich zuckenden Lippen ein gebeugter Mann und krampfhaft schluchzende Kinder dem Bo-te entsteigen. ES ist eine schwer- kranke Gattin and Mutter gewesen, die man retten wollte vor den mit rapider Schnelligkeit heranbrausenden Gewässern - sie landet nur alS Leiche am sicheren Ufer. Und wie sieht es hier auS in den Räumen, wo man die Armen massenhaft untergebracht hat? Keine Feder vermag all' bi.*4 Eiend zu beschreiben, da« hier auf so kleinem Flecke zufammengedrängt, dem Auge sich barbutet? Zahre wird e« bedürfen, lange Zahre, die Wunden wieder vernarben zu lassen, bi: unS wenige Stunden gffchlagen. Frankfurt, 11. Zan. Heute Abend entstand Feuer in der B ö b l e r'schen Fabrik in der Buchgasse: dasselbe wurde nach emstündiger, sehr angestrengter Tdätigkeit unserer Feuerwehr gelöscht. Die Möbelhandlnng von Dchmidt. welch e dicht neben dem Feuerherd lag. blieb vollständig verschont. Ungefähr 30 Kinder von112Zahren mußten auS den Über dem Maschinenraum gelegenen Wohnungen herausgeschafft werden, ebenso einige ohnmäch» t■ 0 gewordene Frauen. Der Gestank deS BenzinS duldete kaum, daß man sich dem Feuerherd näherte. Die Versicherungs-Gesellschaft „Providentia" ist die einzige Gesellschaft, bet der die beschädigten Gebäulichkeiten versichert sind DaS Feuer ist durch Explosion eines Ballons Benzin entstanden. Die vorhandenen Ballons Schwefelsäure und Benzin waren im Maschmenraum untergebracht worden, da daS Hochwaffer den Keller des Hauses gefüllt hatte. Fünf Minuten nach AuSbruch deS Feuers erschien die BerusS- seuerwehr auf der Brandstätte, später auch die freiwillige. Die Menge Benzin. Petroleum, Säuren und Chemikalien u. bergt färbte bie Flamme abwechselnd grün, roth rc. — Die deutschen Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften, welche sich zur Ausgabe gemacht haben, die wirthschaftliche Selbstständigkeit und Tüchtigkeit der gewerbtreibenden Mittel- und Arbeiterklassen, sowie der Landwirthschast furch gemein- schsfiliches Zusammenwirken zu heben und zu pflegen, erachten eS auch als ihre Pflicht, in den Fällen, wo elementare Ereignisse störend und vernichttnd in das wirthschaftl.che Verkehrsleben größerer Thetle des gemeinsamen Vaterlandes eingreifen, b'lrenb und opferwillig einzutreten. Sie haben djeS gethan bei den Katastrophen >n Ostpreußen und Schlesien und sind auch jetzt wieder am Platze, wo eS sich um die Linderung des RothstandeS der durch die Ueberschwemm ungen schwer betroffenen süddeutschen Provinzen handelt. Bereits bat der Anwalt deS deutschen GenossenschaftSoerbandcs, Dr. Lochultze-Delitzsch, einen Ausruf an sämmtlichc deutsche Genoifenschasten erlassen, nach Kräften zur Linderung des Elends beizutragen. Namhafte Beiträge sind schon eingegangen. Es bat sich ein-' Commission, bestehend auS den Unterverbaiidsdirectoren Rechtsanwalt Schenck in Wiesbaden, Dr. Knecht in Neustadt a. d. H.. Dir:ctor Mora!« in Ruhrort, Director Finkle in Karlsruhe und Director Bernhardt in Darmstadt gebildet, welche die Ermittelung der HülfSbedüritigkett der Beschädigten und die entsprechende Vertheilung der eingehenden Beiträge unter dieselben vornehmen wird. Der Vor'chußverein in Wiesbaden ist als Centralstelle für die Einlieferung der Beiträge erwählt worben. — Bei dem tmenfen Aufschwünge, den die elektrische Beleuchtungsindustrie gegenwärtig u'mmt und der sich durch die unleugbaren Vorzüge der neuen Lichtquelle zur Genüge erklä t, mag auch der Hinweis auf die mit dem neuen System verbundenen Gefahren Beachtung verdienen. Zn den Vereinigten Staaten wo die unermüdliche Energie des Ersinbungsgenies Edison der neuen Leuchtkraft den ergiebigsten Spielraum geschaffen, hat die Statistik eine Zusammenstellung btr Unfälle veranlaßt, welche soeben im „Scientisic American" erschienen ist. Die Aufnahme erstreckt sich über 61 industrielle Etablissements und hat fonftatirt, daß in 22 (!) berf lben Feuergefahr in Folge des zur Beleuchtung verwandten elektrischen Stromes eingetreten ist. Acht Brände allein wurden durch gffchmolzene Partikelchen des metallenen Leitungsdrahtes, reso. herab; fallende glühende Kohlenstückchen herbeigesührt. Man ersieht daraus, daß die Sicherheitstechnik sich um bie GefahtloSmachung des electrischen Lichtes noch große Verdienste erwerben muß. — Ein fürchterliches Drama spielte sich vor einigen Tagen in einem Pachihofe unweit Little Rideau in Ontario ab. Freterick Mann, welcher jüngst aus England ang kommen und daselbst Beschäftigung erhielt, wurde plötzlich irrsinnig. Am Dieifftag Morgen griff er Emma Cook, die älteste Tochter des Farmers, an und erwürgte sie mit einem Stricke. Dann ergriff er die Mutter, welche ihrer Tochter zur Hilfe geeilt war, und erdrosselte auch diese. Zunächst begab er sich nach der Scheune, griff den Later mit einer Axt an und hieb dessen Kopf buchstäblich in Stücke. Nach oben gehend, griff er den Sohn deS Farmers, George, der im Bett-' lag, an und töbtete ihn mit der Axt. Dann fiel er über den Sohn Willis her und fügte demselben eine gefährliche Wunde zu. Willis rang mit dem Irrsinnigen und das Geräusch alarmirte zwei Schwestern, welche ihrem Bruder zur Hiffe eilten. Eine derselben bemächtigte sich der Axt, aber Mann schlug das andere Mädchen mit einer Lampe nieder. Mann eilte jetzt nach unten, ergriff ein Schüreisen und drang mit demselben auf die Mädchen ein; denselben gelang es indeß, die Thüre hinter ihm zu schließen und bann riefen sie außerhalb des Hauses laut um Beistand. Mann ergriff denn auch die Flucht, nachdem er mer Personen getöblet und »wet verwundet hatte. Die Nachbarn fahnden auf ihn in großer Aufregung. Der Pachthof zeigt traurige Spuren eines verzweifelten Kampfes. — Ein zweitausend Zahre alte« Salzbergwerk wurde in den bet Salzburg (Oesterreich) gelegenen Bergen aufgefunben und der Nachweis geliefert, daß dasselbe cor zweitausend Jahren bebaut und bann aufgegeben worben war. Es enthält eine große Menge Balkenwerk, das zum Stützen verwendet worben war, sowie Handwerks- geräthe der Bergleute. Die Balken sind eingefägt und gespitzt. Die Gerätschaften bestanden hauptsächlich in hölzernen Schaufeln, Axihandhaben rc Auch einen Korb fand man, der aus gegerbter roher Haut gemacht war und ein Stück Tuch, gewoben aus einer groben Wolle, deren Faser sehr glatt und noch in gutem Zustande ist; endlich eine Fackel, bie mit Flachsfasern zusammen gebunden war. Der Fund scheint den vorrömischeii Zeiten anzugehören, ba bie Axtstiele offenbar zu Bronce-Aexten gehört haben, von benen oben auf der Oberfläche im Gebirge welche vorgefunden worben sind. Zur Daruachacbtuug. Durch Vernachlässigung eines Catarrhs entstehen bekanntlich nur zu oft die ernstesten Folgen, wie Haitz-, Brust-und Lungenleiden, daher kann nicht dringend aenug auf die Apotheker W- Voß'schen Catarrhpillen aufmerksam gemacht werden, welche bekanntlich nunmehr binnen wenigen Stunden den einfachen Catarrh mit den ihn begleitenden Unerträglichkeiten, wie Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Fieber rc-, beseitigen und die schweren Erkrankungen alsbald in die mildeste Form überführen. Man achte darailf, daß auf dem Etiquett die Wanten 2lpotheker W. Voß und Dr. med. Wittlingcr enthalten sind. Vorräthig ä Schachtel 1 X in den meisten deutschen Apotheken- 336 Handel und Verkehr. Gießen, 13. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JC. 0.90—1.00, Hühnereier per Stück 7—8 Käse per Stück 4—10 Ä, Kasematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 26 H, Tauben bas Paar 80 H, Hühner per Stück vN. 1.20—1.50, Hahnen per Stück JL 1.30 bis 1.80, Enten per Stück JL 1.70—2.40, Ochsenfleisch per Pfund 66 —70 Kuh und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 54 bis 56 H, Schweinefleisch 62—64 Hammelfleisch 60—66 H, Kartoffeln per 100 Kilo JL 5.00—7.00, Zwiebeln per Gentner ^4-5, Milch per Lttcr 14—18 H. Gänse per Pfd. 50—60 Weißkraut 100 Stück v* 4—8.00. ______ Frankfurt a. M., 13. Zanuar, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer CourSbcricht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießern) Crcditactten 250V4, Staatsbahnactien 282, Galizier 251V,. Lombarden 117, Nord- westbahnactien —, Darmstädtcr-Bankactien —, Oberschlesische E.-B.-Act. 243,/z, Oesterr. Silberrente 66»/-, 4% Ungar. Goldrente 73, 4% 1880er Russen 68V«, 5% 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe 547 8, Spanier 617/«, 5% Rumänische Rente —, 4°/o Unific. Egi-pter 7P/ti, Disconto Comm. 189Ve, Gotthardbahnactien 117. Tendenz: —. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. Zanuar. 6. Taglöhner Konrad Böcher von Ruppertsburg mit Anna Katharine Nie-, Tochter deS verstorbenen Taglöhners Heinrich Adam Nies von OberlaiS 11. Küfer Eberhard Karl, Wittwer von TreiS Münzenberg mit Marie Launspach, Tochter deS verstorbenen Schäfer« Zacob LaunSpach von Reiskirchen. 10. Garten- arbdtcr Zoh. Christoph Noll von Allenborf a. b. Lda. mit Kath. Schleich, Tochter deS verstoibenen Stembauers Zoh. Adam Schleich von Nordeck. 11. Steinhauermeister Emil Kalbfleisch, Wittwer von Gießen mit Marie Katharine Schwalb von Annerod. 11. Landwirth Heinrich Alt mit Marie Reuning, Tochter des Landwirths Konrad Reuning von Herchenhain. Gheschlietzunge«, Zanuar. 10. Kutscher W'lhelm Deibel von Watzenborn mit Elisabethe Henkel Tochter deS verstorbenen C'garrenmacherS Konrab Henkel von Gleiberg.. Geborene. December. 31. Dem Metzgermeister Hermann Euler ein Sohn. Zanuar. 1. Dem Kaufmann Gustav Stahl ein Sobn, Eugen 2 Dem Staatsanwaltsgehtlfen Wilhelm Stein eine Tochter. 3. Dem Kaufmann Christoph Bieker eine Tochter. Marie Zofephinc Zohannette. 3. Dem Schmied Wilhelm Nachtigall eine Tochter, Elise Marie. 3. Dem Küfer Wilhelm Kümmel eine Tochter. 4 Erne Tochter von auswärts, Karoline Emilie. 8. Dem Vicefelbwebel Karl Schott ein Sohn, Friedrich. 10 Dem Bremser Peter Rink ein Sohn, Adolf Kall. 12. Dem Schuhmachermeister LouiS Franz eine Tochter, Lina. Gestorbene. Zanuar. 5. Karl Frant Robert Georn, 4 Zahre alt, Sohn de« Schloffermeisters Karl Wiaandt. 6. Bahnarbeiter Andreas Maar, 21 Zahre alt 7. Friedrich Zacob Adam. 10 Zahre alt, Sohn deS Leistenmachers Zohn Anz r. 7. Johanna Margarethe, 3 Zahre alt, Tochter des Lackirers Zohann Philipp Ludwig Martin Scheid. 7. Wilhelm, 11 Zahre alt, Cohn des Kaufmanns Georg Küchler in New Aork 7. August Goldmann 32 Jahre alt, von BockenHeim 8. Konrad Schneider, 42 Jahre alt. 9 Anna Elisabethe, 2 Jahre alt, Tochter des Schneiders Ludwig Größer. 10. Adolf, 9 Jahre alt. Sobn des Kaufmanns Georg Küchler in New-Aork. 11. Dienstmann Johannes Möser, 55 Jahre alt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. De« 7. Januar. Dem Taglöhner Heinrich Pfeil eine Tochter, Elise, geboren den 23. Oktober. Denselben Dem Kaufmann Theodor Wehner eine Tochter, Emma Lina Julie, geboren den 10. November. Den 8 Januar. Dem Schuhmacher Georg Hoos ein Sohn, Wilhelm Daniel geboren den 1. Januar. Beerdigte. Den 9. Januar. Willy Kückler, Sohn des Kaufmanns Georg Küchler in New- Aol k, alt 11 Jahre, gestorben den 7. Januar. Den 10. Januar. Konrad Schneider, ohne Geschäft, alt 42 Jahre, gestorben den 8. Januar. Den 12. Januar. Adolph Küchler, Sohn des Kaufmanns Georg Küchler tu New-Jork, alt 9 Jahre, gestorben den 10. Januar. Brodpreise vom 14. bis 28. Januar 1883. der Bäcker Weißbrod . . . . Schwarzbrod 1. Sorte 2. " 2 ,, (4 ,, > „ „ 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei Fr. W. Hartmann, L. Keil, Karl Wallenfels II-, Martin Lenz, L. Kroneberg, L. Schneider und Konrad Haas . . *..... bei Gg. Müller....... 1 Kgr. (2 Pfd. 2 1 2 1 (4 (2 (4 M 30 60 27 |54 70 (72 1 2 1 2 3 1 2 3 Gießen, den 13. Januar 1883. Kgr. der Brodverkäufer (2 Pfd.s Weißbrod . . . . (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte bei Hch. Rain (4 „ ) Schwarzbrod t. Sorte bei Hch. Rain (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte bei Hch. Rain (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte bei Hch. Rain (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte A 80 50 27 23 M 46 22 48 44 70 Großherzoglicheü Polizeiamt Gießen Fresenius. V' ’-■■*■ bi, . ’bn bt- ■'ici!t''«''it’8'« ©an achte ta i^LuUiiM -*äxftn zztz *Mlti 8ML. ..,wy?wik $o* ■ 2ö‘/,, "•" fct"« 68«/. fcodrifje » • ’• “Xiix^umun ysjs V- ‘lA ^ubtn .V \^-* Ui ? “ ■ • *~7o A • 4 ■ .* • * 3tr Gcontr >r^t 100 Lrück t: l.iai f itbmnt Art m Obn-Uie wi ftaf L«rtß«ch. itfrSd. 10. Parten; 6-Slflp, t»*ttr M ’L Etr’n^simnfrfter _i»Li mh Ännerob. d Aicrab i « Henkel •ßk‘11 • V Jrur 1. irti Slbda . 3 • flirre jjfeptoie f. -: fljne. z Z*r® ncri, tsrnlo« iailU- I‘;iu fljigarcrtc, g ."'La 7.S'ldelv, •• ’l.hrf tU. M d* i>flld ,..-• c ” ' t!! i 3 8 43 Neuen-Bäuen. M. Amerik. Schmalr empfiehlt ö61 ____Carl Hoffman m. Eine Ma hl mühle mit Wasserkraft, nach neuestem System eingerichtet, ist unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen billig zu verkaufen oder auch zu verpachten 192 von der Bolksbank zu Herborn. 189 Fertig behauene, wetterfeste Sandsteine, sowie alle Gesimse für alle Bauarbeiten empfiehlt billig llalth. Brück in Hassenhausen. Proben stehen zu Diensten. 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Hierzu ein zweite» Blatt. Sd)littrd)ul)bal)n (Hartfeld. Sonntag Abend: Beleuchtung mit /eumnerk. „Das Meisterschafts-System Theater in Gießen. (Cafe Leib.) Sonntag den 14. Januar 1883: Nachmittags 5 Uhr: Lkindervorstellung. Abeudö 8 Uhr: Der Jongleur. Original-Posse in 3 Akten mit Gesang und Tanz von E. Pohl. 349 Montag d e n 1 5 Zanuar 1883: Die Tochter deö Herrn gladricius. Schauspiel in 4 Akten von Willbrand. Gesangverein Eintracht. Soun tag den 14. Januar: Theatralische Abend-Unterhaltung auf Lony’s Bierkeller. 335 Eintritt 25 Pfg. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. r Klassiker-Ausgabe. Im Verlage von Paul Neff in Stuttgart erscheint soeben: Die vierte Auflage des grossen Bilder-Atlasses der Kunstgeschichte: Denkmäler der Kunst. Zur Uebereicht ihres Entwickelungsganges von den ersten künstlerischen Versuchen bis zu denStandpunkten der Gegenwart. Bearb.von Prof. Dr. Willi, libü und Prof. Dr. Carl v. Litz iw. XXXXXXXXXXXXiXXXXXXXXXXXX Den verehrt. 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Da*v Ibe » bietet auf 19S Tafeln nut c reu . 2000 Abbildungen eine Au*«ahl s des Wichtigsten und Schönsten, was von der Ältesten Zelt bis . heute im Bereiche der Kunst go- - schaffen wurde. — In Folge des t hohen Preises, welcher aller- k dlngs durch die künstlerische. t überaus kostbare Herstellung bo- x rechtfgt war. konnte sich bis- £ her nur ein kleinerer Kreis von v Bibliotheken u Kunstfreunden E das Werk ans«.haffen; den Zelt- 5 hlltnlMcn Rechnung tragend und E gestützt auf die Hilfsmittel der z neuesten Technik, hat sich die P Verlagshandlung zur Heraus- E gäbe der vorliegenden Klasai- r ker-Ausgabe ntschiossonund F bietet Jedermann Gelegenheit, E sich um einen unerhört billigen - Preis in den Besitz eines wahr- ~ haften Museums der bildenden i Künste zu setzen. Die Verlagsbuchhandlung ladet {U recht zahlreicher Subseritdion £ . rrg ’-rrj;/ ein mit dem Bemerken, dass die erste Lieferung in jeder Buch- , , i idlung zur Einsicht verliert. Aus der ersten Lieferung, sowie aus ~ 5 dem derselben beigelegten InhaItsverzeichniss wird sich Jedermann von g ’S der sorgfältigen Ausstattung, von dem Reichthum des gebotenen Kunst- L '• Schatzes und von der in jeder Beziehung äusser Frage stehenden Preis- £ j Würdigkeit des Werkes überzeugen können. z Nach Erscheinen der letzten Lieferung tritt für das 3 W^ermietöunqen. 342 Eine kleine Wohnung au vermiethen. __ M. Rosenthal, Lievigstraße 13. 354 Bahnhofstraße 5U möbl- Zimmer zu vermiethen._____ 352 Ein kl. möbl. Zimmer zu vermiethen. Lindenplatz 7. 356 Dcr2. Stock meines Hauses, 4Zimmer, Zcabinet, Küche, Speisekammer re-, zi^ermiethei^^D^^erver^indcnpla^- 355 Bahnhofstraße 50, Eckhaus, qc- räumige Wohnung ,ui vermiethen. 3. 8 Ein? Sttibe mit küdic sofort zu Slellenveimittlungsbureaii des Kaufmännischen XrAtthfüt'f a Ät renommirtes Institut, gewährleistet pertlNS rrannsurl u. 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