1883 Dienstag den 13. November Mr. 26L —-------- TTTZ " ~Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Nureattr Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. _____ Amtlicher Hßeil. Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden werden hrermll nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat Oct ob er 1883 veröffentlicht: ' Hafer JL. 16.—, Heu JL. 7.—, Stroh 6.80 per 100 Kilogramm. Gießen, den 10. November 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I>r. Boekmann. ........, JeuLschkand. Darmstadt, 10. November. Zur Vorfeier des Luthersestes fand heute Nachmittag die Grundsteinlegung einer neuen evangelischen Kirche im nördlichen Siadttheil statt, welcher der Erbgroßherzog, Prinzessin Karl und die Prinzen Heinrich und Wilhelm beiwohnten. Die Weiherede hielt Superintendent Sell. Vormittags wurde das Lutherfest in den Schulen gefeiert, am Abend veranstaltet der Kirchengesangverein eine Feier in der Stadtkirche. Auf Befehl Sr. Maj. des Kaisers findet morgen früh um 8 Uhr Kirchenparade statt, bei der das ganze Officiercorps und Deputationen aller hiesigen Truppentheile erscheinen. Die Feier wird morgen in allen Kirchen begangen. Der Großherzog, welcher jetzt in Oberhessen weilt, wohnt der morgigen Feier in der Stadt Alsfeld bei. Berlin, 9. November. In hiesigen politischen Kreisen wird heute kaum von etwas anderem gesprochen, als von der bevorstehenden Reise des Kronprinzen, der allerseits die verdiente große Wichtigkeit beigemessen wird. Daß derselben die Absicht zu Grunde liege, den Franzosen eine Lehre der Höflichkeit zu geben, ist sicherlich falsch. Der Besuch des Königs von Spanien bedingte unter allen Umständen einen Gegenbesuch, und derselbe würde stattgefunden haben, wie immer auch das Benehmen der Franzosen dem König Alfons gegenüber gewesen sein möchte. Daß die Reise aber so schnell erfolgt und mit so großer und auffallender Feierlichkeit in'd Werk gesetzt wird, dazu mag in der Thal der Wunsch beigetragen haben, den Spaniern zu zeigen, daß, wenn ne aus der einen Seite einen Theil dec Sympathien eingebüßt haben, die ihnen in srühern Zeiten von den Franzosen entgegengebracht wurden, sie andererseits die Freundschaft eines großen Volkes gewonnen haben, an der ihnen nach Lage der Dinge mehr gelegen sein dürfte, als an der eines unsichern und hochmüthi- gen Nachbarn, dessen Museen noch heute als schönste Perlen die Kunstschätze aufweisen, die er den Spaniern geraubt hat. Das Datum der Abreise des Kronprinzen ist noch nicht festgesetzt, jedoch werden alle Vorbereitungen zu derselben mit Eiser betrieben und ein längerer Aufschub wird auf keinen Fall stattfinden. Berlin, 10. November. Das heutige Luthersest wurde bereits gestern Abend von allen Kirchthürmen eingeläutet. Heute früh um 7 Uhr ertönte eine Choralmusik von der Galerie des Rathhausthurmes, der mit preußischen und deutschen Fahnen reich geschmückt ist. Um das Rathhaus hatten sich viele Tausende geschaart. Die Plätze und Straßen Der Stadt zeigen einen reichen Fahnen- und Flaggenschmuck und mehrere der größeren Geschäfte sind für den ganzen Tag geschlossen. Unter dem Glockengeläute sämmtlicher evangelischer Kirchen setzten sich um 8'/r Uhr von den einzelnen Gymnasien und Schulen 53 Schülerzüge mit je einem Musikcorps an der Spitze, geführt und geleitet von den Lehrern nach den einzelnen Kirchen, zum allgemeinen Gottesdienst in Bewegung. Nach dem Schlüsse der kirchlichen Feier zogen die Schüler wieder nach den Versammlungsorten zurück, in deren Festsälen noch eine besondere Schulfeier stattfand. Die evangelisch-lutherischen Soldaten werden morgen regimentsweise nach der Garnisonkirche geführt, um dem dortigen Gottesdienst beizuwohnen. , , Um 12’/2 Uhr setzte sich unter Glockengeläute und Choralblasen durch zwei Musikcorps der feierliche Zug vom Rathhaus nach der Nikolaikirche in Bewegung. Dem vorangetragenen Stadtbanner folgte die evangelische Geistlichkeit, Rector, Dekane und Professoren der Universität, hohe Reichs- und Staatsbeamte, Generäle, das Aeltesten-Collegium der Kaufmannschaft, die Directoren der höheren Lehranstalten, die Ehrenbürger, die Stadtältesten, der Magistrat, die Stadtverordneten, die Bezirksvorsteher und alle anderen an der Stadtverwaltung Betheiligten. Um 1 Uhr betrat Se. Maj. der Kaiser mit dem Kronprinzen, dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm und Prinz Friedrich Karl das Gotteshaus, vom Probst Brückner, dem Bürgermeister Duncker, dem Stadtverordnetenvorsteher-Stellvertreter Director Büchtemann am Eingang begrüßt und nahm an dem königlichen Chore Platz. Nach dem Gesänge des Liedes „Ein' feste Burg ist unser Gott" hielt Probst Brückner die Festpredigt. — Die „Nat-Ztg." vernimmt, daß demnächst die beiderseitigen Gesandtschaften Deutschlands und Spaniens in Berlin und Madrid zum Range von Botschaften erhoben werden sollen. — Der Maler Professor Oskar Begas ist gestorben. Breslau, 10. November. Zur Lutherfeier sind die Häuser beflaggt und die Läden der Straßen, durch welche der Festzug passirte, geschlossen. Früh Morgens wurden Choräle von den Kirchthürmen geblasen, dann oegaben sich die Schulen in langen Zügen zum Festgottesdienft. Bei herrlichem Wetter fand um lP/4 Uhr der Festzug vom Rathhause aus statt, vor dem sausende von Menschen versammelt waren. Unter Vorantragung der Lutherbioel begaben sich die Geistlichkeit, die königlichen Behörden, Magistrat und Stadtverordnete, der Rector Magnificus und die Dekane in vollem Ornat, die Militärbehörde, die Directoren und Lehrer der Schulen, die Studenten und die Innungen nach der Elisabethkirche, wo der Festgottesdienst stattfand. Am Abend wird in der Bernhardinerkirche das Oratorium „Luther in Worms" aufgeführt. Eisleben, 10. November. Mittags um 12 Uhr sand auf dem festlich geschmückten Marktplatz- dt- Enthüllungsfeier des Lutherdenkmals statt, welcher u. A. der Cultusmmister Dr. d. Goßlar, der regierende Graf Otto v. Stolberg-Wernlgerode und der D>rector der Königl. Museen, Schöne, beiwohnten. Die Geistlichkeit hatte am Fuße des Denkmals Ausstellung genommen. Nachdem die hiesigen Gesangvereine, von der Kapelle des 27. Infanterie-Regiments begleitet, den Choral „Ein' feste Burg" vor- aetragin hatte, hielt Bürgermeister a. D. Dr. Martins einen Vortrag über die Geschichte der Entstthung des Denkmals, worauf die Hülle des auf einem Sockel von grünem schwedischen Granit ruhenden, 9 Fuß hohen Denkmals siel. Hierauf hielt Oberhofprediger Dr. Kögel die Weiherede, in welcher er Luther als den grogten Sohn des deutschen Volkes pries und zum Schluß der V-isammlung den Segen erthrilte. Die Anwesenden intonirten den Choral „Lobet den Herrn". In Stellv-rtr-tunz des noch kranken Oberpröstdenten v. Wolff übergab der Regterungsprastdenk v. Diest das Denkmal der Stadt, welches Bürgermeffier Funk übernahm- Wahrend der Enthüllungs- feier ging folgendes Telegramm Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen an den Bürgermeister Funk ein: „Wenngleich Mir nicht vergönnt ist, den bedeutungsvollen heutigen Tao der G-burtsstätte Martin Luther's mit Ihnen festlich zu begehen, denke ich doch m warmer Theilnahme der seinem Andenken in der Vaterstadt gewidmeten Reter." — Die Feier schloß mit dem Gesänge des Chorals „Nun danket Alle Gott", woraus sich der historische Festzug unter den Klängen des Torgauer Marsches in Be- wegung^setzü.^ Historienmaler W. Beckmann aus Düsseldorf arrangirten Festzug eröffnete ein berittener Herold mit den Emblemen des Deutschen Reichs; ihm folgten in den roth-w-ißen Farben der Stadt Mansfeld ein Heerpauker und 12 Fanfarenbläser. Hieran reihte sich in blau-weißen Farben der Herold der Stadt Eisleben, deren Magistrat und Bürger zum Empfang- Luther's sich vor dem Stadtthore eingefunden und sich dem großen Herrenzugc angeschlossen hatten. Bannerträger der Grafen Mansfeld von einigen Rittern der nahen Umgebung begleitet, kündigten durch d>e farbrgen Wappen die nachkommenden Edlen an, denen sich Troßleute, Falconiere und Jager zu mferd und zu Fuß angeschlossen haben. Einem Herolde und vier Fahnenträgern folgten d-e Grafen Mansfeld selbst, Albrecht und Gebhard, mit ihren Frauen, Frauleins und Kindern sämmtliche in kostbarsten Gewändern Es schloffen sich Bannerträger und di- Hofmarschälle des Fürsten Wolfgang von Anhalt an. Jager mit der Meute kamen h-nterh-r, dann zwei Trompeter und nun, rn hohem Turniersattel rdteni» ganz m Eisen gekleidet, der streitlustige Graf Asfeburg mit gewaltigem Speer. Wieder folgten Hofmarschälle und dann di- edlen Gestalten des Grafen von Schwarzburg seiner Gemahlin und Töchter. In malerischer Tracht schritten nun einher die Landsknechte. Würdevoll in schwarzer Amtsschaube, die goldene Kette mit großer Denkmünze auf der B^ust folgten ihm die Herren vom Rath der alten Bergstadt. Sie kündeten das Erscheinen Dr Martin Luther's. Er fährt in einem reichen Prachtwagen des Grafen von ManSfeld, neben ihm sein Freund Justus Jonas und seine drei Sohne Johannes, Marttn und Paul. Hofpredig-r Michael Cöltus und gräfliche Notare und Räthe schließen sich an. Das Volk drängt nach, Bürger und Bergleute. In langen Rotten lebt sich die Gewerkschaft mit bunten Bannern, malerisch unterbrochen von R-rstgcn und Troßleuten, in Bewegung Ein reizendes Bild bieten die lugendltchen Kurrende- sänger und die Schüler der höheren Lehranstalten im Wamms mi, den Puffenarmeln. Auch die fünfte der Stadt begleiten Dr. Luther. Voran die Fleischer zu Roß, dann die Kaufleute, Gärtner mit den Herbstfrüchten und goldener Mulde. Schmied- u . A. m. Spielleute zu Fuß in Wamms und Barret, dahinter berittene Marschalle und Landsknechte, bewaffnet mit Spießen, Radschloßgewehren und Armbrusten, schließenden färbenr«cheil, @e{ ber heutigen akademischen Lutherfeier wurden zu Ehrendokroren der Universität Halle - W-ttenb-rg promovirt : Von der theologischen Fakultät Professor Dörner (Wittenberg), Superintendrnt Rutschel (Wittenberg), Suverintendevt Förster (Halle), Pastor Hofmann (Halle), Pastor Hesekiel (Sudenburg), Vrokesior Kawerau (Mmcheburg), Präsident des Ob-rkirchenraths Hermes ^Berlin) und Vrofesior Tschakert (Halle). Von der juristischen Fakultät: Cultusminifler v Goßler, General-Superintendent Brückner (Berlin), Präsident des Konsistoriums Rödenbeck (Magdeburg) und Professor Sigwart (Tübingen). Von der medicinrschen Fakultät- Brosessor Abbe (Jena) und Baurath Hobrecht (Berlin). Von der philo- sopbischen Fakultät: Bürgermeister Brecht (Quedlinburg), Professor M-fer (Göttingen), Profeffor^Moller^^Kiel)^und^Pasto^Otto^(Mefteburg)^ vormittags versammelten sich die Mitglieds des Consistoriums, die evangelisch- Geistlichkeit, die Spitzen der Civil- und Militärbehörden die von den Gerichten abgeordneten Deputationen, der Magistrat, Me Kaufmannschaft ' das SÄulkollegium, die Angehörigen der Kunstakademie, die Studenten der Un v rsität rc. vor dem Rathhause und zogen in feierlichem Zuge nach dem^Dom, wo Generalsuperintendent Dr. Carus die Festpredigt hi- t Nach d-m Schluffe d s Gottesdienstes bewegte sich der Zug durch die von einer dichtgedrängten Menschenmenae aesüllten Hauptstraßen nach d-m Schloßplatze. Hier bracht- der Sänaerverein^eineF-stcantate zu chöner Aufführung. Consistorialrath Kretschmer sprach den Segenssprüch über S- Majestät den Kaiser aus. An diese Feier schloß sich sodann ein ®igariL^b?r1o.n^onemLr. Die Feier des Luthertages wurde srüh 8 Uhr ein- aeleitet durch Blasen des Lutherliedes von den Thürmen der protestantischen Kirchen. Hm gi/J nhr fand in der Aula der Universität ein Festaktus statt, um 10‘/t erfolgte di- F-ier in den städtischen Schulen. Um 11 Uhr ordnete sich auf dem Marktplatze der aroße F stzug an welchem die Universitätslehrer, die Studirenden, die Geistlichkeit, die Kirchenvorstände, die Reichs- und Staatsbehörden, Vertreter der Garnison, der Rath, d-e Ehrenbürger die Stadtverordneten und die größeren Corporationen ihetlnahmen. Die Innungen, di- Gesang- und Turnvereine waren mit ihren Fahnen erschienen. Die Betheiligung der Bevölkerung war großartig; die reich geschmückten Straßen, welche der Zug passtrte, waren von dichten Menschenmassen besetzt- Um 12«/, Uhr, als der Zug sich um daS zu enthüllende Lutherdenkmal geschämt hatte und von allen Thctlnehmcrn daS Lutherlted gesungen wo eben war, hielt Oberbürgermeister Dr. Georgi eine kurze Weiherede. Dann fiel die Hülle von dem aus Johannes Schillings Werkstatt hervorgegangenen Denkmal. Consistortalrath Professor Dr. Fricke hielt hierauf die eigentliche Festrede, an welche sich, von 1000 Sängern und drei Regimentskapellen ausgesührt, das „Halleluja" Händels schloß. Während der Enthüllungsfeier war die Sonne durchgebrochen. Von 2—3 Uhr Nachmittags findet Festgeläute statt, um 5 Uhr allgemeiner Gottesdienst. Kesterreich. Wien, 10. November. Die Lutherfeier in der Kirche Augsburger Con- felften begann mit dem Absingen des Chorals „Eine feste Burg ist unser Gott", worauf Bauerweiß in seiner Festrede der großen Wandlungen seit 1483 gedachte. Der Redner theilte ferner das Programm der vom Presbyterium veranstalteten Feier mit, welche sich im Wesentlichen auf die Räume innerhalb der evangelischen Kirchen und Schulen beschränken solle. Zur Feier in der evangelischen Garnisonkirche hat der Cultusminister eine Einladung erhalten. Ferner wurde die Errichtung eines Lutherfonds zur Errichtung von Kirchen und Schulen in den Vororten Wiens beschlossen. Die evangelische Fakultät beging die Feier, welcher auch der Referent im Cultusministerium, Dr. Franz, beiwohnte, in würdiger Weise. Die evangelische Kirchengemeinde in Mödling beschloß die Gründung eines Fonds zur Errichtung einer Schule. — Die Morgenblätter widmen der Lutherfeier sympathische Artikel, worin sie die heutige günstige Stellung der evangelischen Kirche in Oesterreich betonen und die große Bedeutung der Lutherfeier für Deutschland hervorheben. Rußland. Riga, 10. November. Die Lutherfeier ist hier unter Betheiligung der Repräsentanten der Stadt und ves Landes in würdigster Weise begangen worden. Bereits gestern fanden in sämmtlichen evangelischen Schulen mit Gesang und Gebet eingeleitete Redeakte statt. Heute früh begann die Feier mit dem Geläute der Glocken aller evangelischen Kirchen, worauf auf dem Balcon des Rathhauses von einem Posaunencorps der Choral: „Eine feste Burg rc." geblasen wurde. In sämmtlichen evangelischen Kirchen wurde Festgottesdienst abgehalten, welcher von Andächtigen überaus zahlreich besucht war. Die Stadt zeigt durchweg ein festliches Aussehen, auch die Angehörigen der andern Confessionen haben der Feier durch Schließung der Geschäfte achtungsvolle Rücksicht entgegengetragen. Mit Einbruch der Dunkelheit begann die Illumination der Kirchen und der öffentlichen Gebäude, sowie vieler Privatwohnungen. Am Abend finden Kirchen-Concerte und in dem Theater Festvorstellung statt. In den andern kleineren Städten der Ostsee-Provinzen ist das Lutherfest gleichfalls in gebührender Weise begangen worden. England. London, 10. November. Die 400jährige Wiederkehr des Geburtstags Luther's wurde auch hier und in einzelner Städten der Provinzen festlich begangen. In Crewe fand eine große Demonstration statt, indem sä gütliche evangelische Schüler in drei großen Abtheilungen unter Musik nach dem Rath- hausplatze zogen und daselbst Psalmen sangen. In Nottingham fand eine große Versammlung statt, in welcher viele Tausende von Schulkindern anwesend waren. Morgen wird in fast sämmtlichen hiesigen Kirchen eine besondere Feier veranstaltet.? Telegraphische Depeschen. Wolff's tslegr. Correspondenz-Burrau. Berlin, 11- November. In allen evangelischen Kirchen Berlins findet am heutigen Sonntage großer Luther-Festgoitesdienst statt- Das Aeußere und Innere der Gotteshäuser ist dem Tage entsprechend würdig geschmückt. Gestern Abend fand im Dome eine große liturgische Andacht statt, vom Hofpredigcr Stöcker gehalten. Dem heutigen Gottesdienste wird der ganze Oberkirchenrath mit dem Gemetndevorstande, sowie auf Allerhöchsten Befehl die Minister und die Generalität evangelisch-lutherischer Confission beiwohnen. Der Kaiser erschien um 10V» Uhr im Dom, empfangen von dem Kronprinzen, dem Prinzen und der Prinzessin Friedrich Carl, dem Erbgroßherzog von Baden, den Prinzen Friedrich Leopold und August von Württemberg, dem Erbprinzen Reuß j. L-, den Prinzen von Anhalt und Friedrich von Hessen, sowie dem Herzoge Ernst Günther von Schleswig-Holstein und den Generälen und Flügeladjutanten Freiherr v. Loen, v. Albedyll, Major v. Pl-ssen u. f. w. Der Kaiser, sowie sämmtliche Prinzen und Prinz-ssinnen hielten ihre Anfahrt in großen Galakutschen. Der Anzug war der Paradeanzug mit dem Bande des rotben Adlerordens. Die Generalität war ebenfalls im großen Paradeanzug mit Ordensband und die Minister von denen v. Putikamer, v. Goßler und v. Bötticher anwesend waren, in große-- Gala befohlen. Hannover, 11. Novbr. Nach beendigtem Gottesdienste fand der anläßlich der Lutherfeier veranstaltete Festzug der Vereine und Gewerke mit Fahnen und Emblemen statt. Der Festzug, in welchem sich verschiedene Wagengruppen und 25 Musikcorps befanden, bewegte sich durch die von einer dicht gedrängten Volksmenge besetzten Hauptstraßen. Für den Abend ist eine großartige Illumination vorbereitet. Mannheim, 11. November. Der heutige zweite Lutherfesttag wurde durch Festgeläute von den Thürmen der protestantischen Kirchen, sowie durch Choräle, welche auf dem Thurme der Concordienkirche vorgetragen wurden, eingeleitet. Vormittags fand in der Concordienkirche und in der Trinitatiskirche, unter Mitwirkung von Gesangvereinen, Festgottesdienste statt. Weimar, 11. November. Anläßlich der heutigen Lutherfeier begaben sich heute Früh die Staats- und die Stadtbehörden in feierlichem Zuge, welcher von der Geistlichkeit im Ornat eröffnet wurde, zum Festgottesdienst nach der Kirche. Die Großh. Familie wohnte dem Gottesdienste bei. Die heute hier eröffnete Lutherausstellung zeichnet sich durch Reichhaltigkeit aus. Madrid, 11. November. Der Generaladjutant des deutschen Kaisers, Generallieutenant Frhr. v. Loö, welcher ein Schreiben des Kaisers überbringt' ist hier eingetroffen und wurde gestern Abend vom König Alfons empfangen! London, 11. November. Anläßlich der Lutherfeier fand gestern in Exeterhall unter Vorsitz des Lord Shaftesbury, welcher das Portrait Luther's enthüllte, ein großes Meeting statt. Die Versammlung beschloß folgendes Telegramm an Se. Maj. den Kaiser Wilhelm abzusenden: Geruhen Ew. Majestät die Mittheilung anzunehmen, daß das protestantische England sich heute von ganzem Herzen eins weiß mit Deutschland in der Feier des vierhundertsten Jahrestages der Geburt Luther's, und es ernstlich ansleht, daß unter dem Segen des Allmächtigen Gottes beide Länder auch ferner im Stande fein mögen, die großen Grundsätze der Reformation aufrecht zu erhalten, welche stets einen so mächtigen Beschützer in Ew. Majestät gefunden haben. Möge Gott Ew. Majestät noch lange erhalten. , Petersburg, 11. November. „Nowoje Wremje" und „NomoM" bringen heute sehr sympathische Artikel über das Lutherfeit. Dieselben b-b hervor, daß es ein Fest der ganzen gebildeten Welt sei. Ueberall roobin hn'1 Licht der Philosophie gedrungen sei und die Toleranz Wurzel gefaßt habe fhT die Feier nur lichte Gedanken und erquickende Gefühle Hervorrufen — gy theologische Fakultät der Universität Dorpat ernannte den Consistorialrmn Frommet in Celle anläßlich des Lutherfestes zum Ehren-Doctor der Theologi Es liegen uns ausführlichere Berichte ans mehr denn 50 Städten übt die stattgehabte Lutherfeier vor, welche alle aufzuführen es uns an Raum w- bricht. Alle Berichte lauten aber übereinstimmend, daß das Lutherfest alle wärts glänzend gefeiert worden und ohne Mißton verlaufen ist. Gieße«, 12.November. Die „Lutherfeier" in unserer Stabt ist der Bebenina des Tages angemessen, höchst würdig verlaufen. Ww freuen uns conjtatiren zu bürW daß die Feier so ziemlich ein.-allgemeine gewesen. Der Festzug, welcher am Samsn,.' Nachmittag sich von Oswalds Garten durch ine Stabt nach bem LudwPsplatz-bewert? war ein großartiger. All- Stände waren darin vertreten. Auf bem Ludwiasvlat-, angelangt, wurde dort von der ganzen Versammlung das alte herrliche Lied ffitn» feste Burg ist unser Gott" gesungen, worauf Herr Pfarrer Dr. Naumann bi- Festrede hielt. In markigen kernigen Worten schilderte ber Redner daS Leden Wirken Luthers als ^Reformator. Nach Schluß der Rede wurde die Lutherlmde unter witteret Absingung einiger Verse des Lutherltebes gesetzt. Der Zug löste sich sodann auf. — Der gestrige Sonntag war der kirchlichen Feier des Reformators gewidmet In dem Nachmittagsgottesdienst war der Besuch der Kirche ein so aroßarti-», daß Viele ketn.n Platz mehr finden konnten. Am Abend sand sodann eine enacre Feier im Hotel zum „Einhorn" statt, über welche wir nachstehend weiter berichten- Der gestrige Lutherftstabend im Saale des „Einhorns" wurde von Herrn Bürgermeister Bramm mit der Mittheilung eröffnet, daß der Vorsitzende des Comitös, Herr Pfarrer Dr Naumann, zu erscheinen verhindert sei, da er auf ärztliche Anordnung das Beit zu hüten gezwungen sei. — Die erste Ansprache hielt Herr Professor Dr. Harnack, der auf die reformatorischen Bestrebungen vor Luther näher einging und hervorhob, daß alle Richtungen derselben in Luther nereinfat waren. — Herr Professor Dr. Gottschick sprach über Luthers Gaben an das deutsche Volk: Bibel, Katechismus und Kirchenlied- — Herr Pfarrer Schlosser schilderte da? eheliche und häusliche geben des Reformators, des Begründers des evangelischen Pfarrhauses. — Herr Professor Dr. Stabe entwarf ein Bild der vielseitigen Charaktereigenschaften Luthers — Herr Professor Dr. Oncken feierte ihn als Anhänger der Monarchie und festgefügten Ordnung und ließ seine Worte in einen Trinkspruch auf Kaiser Wilhelm ausklingen. ' Wir müssen es uns versagen, aus diesen Vorträgen, die ost in glänzender Dietion und ungemein cinregender Weise eine reiche Fülle sorgfältig verwerttzeien Materials den Hörern vorführten, auch nur die Hauptgedanken vorzuführen. Alle, von echt protestantischem Geiste und warmer Liebe zur evangelischen Kirche durchdrungenen Reden erhielten — trotz ihrer Länge — die Zuhörer in ungeteilter Aufmerksamkeit und ließen einen tiefen Eindruck zurück — Im Laufe des Abends machte noch Herr- Bürgermeister Bramm die Mittheilung, daß die noch nicht völlig abgeschlossenen Sammellisten zum Bau einer Kirche den Ertrag von 5500 Mark ergeben halten. Ü e t m t f t 8 *, Romrod, 9. November. Bei ber heutigen Hofjagd wurde eine Rehgeis geschossen, welche ein vollständig ausgebildetes Gehörn, wie es ein dreijähriger Rehbock zu haben pflegt, trug. Darmstadt, 10. November. sMilitärdienstnachrichten.) Die Unterärzte der Reserve Vogel vom 1. Bataillon (Güßen) 2- Großh. Landwehr - Regts. Nr. 116, Dr. Reisinger vom 1. Bat. (Mainz) 4. Großh. Landw.-Regts. 118, wurden zu Assistenz- Aerzten 2. Cl. der Reserve befördert. Darmstadt, 10. November. Heute Vormittag fand unter allgemein zahlreicher Betheiligung die Beerdigung der sterblichen Hülle des verstorbenen Präsidenten des Oberlandesgerichts Wirkl. Geheimeraihs Kempfs statt. Seine Großh. Hoheit Prinz Wilhelm wohnten der Trauerfeier bei. Unter den Erschienenen waren insbesondere Se. Exe. der Staatsminister Frhr. v. Starck, ber Flügeladjutant So. Königl. Hobelt bes Großherzogs Major Wernher, die persönlichen Adjutanten der Großheizoglichen Prinzen, die Mitglieder ber Ministerien und der Gerichtshöfe. Die Trauerrede hielt Herr Hofprediger Grein. ___________________________________________________ Schifssna chr i ch t eit. Bremen, 8. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Posidampser Hermann, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. October von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen. ___________________________________ Handel und Berksdr. Grünberg, 10.November. (Fruchtpreise.) Weizen X 19.20, Korn X 16.80, Gerste X 14.00, Hafer X 14.20, Erbsen X 18.00, Sein X 23.50, Samen X 24.30, Kartoffeln X- 0.00. Frankfurt, 10. November. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 3.00-4.10, Stroh ^.3.20—3.50, Eier das Hundert X 6 00—17.00, ©tuet 7 X Sutter 1. Qualität X 1.20, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 1.70—2.00, Kohlrabi 3-5 H per Stück, Erbsen per Pfd. 00—00 4, Rothkraut per St. 12—30 H. Poularden X 0-0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente X 2.00—3.00, 1 Taube 50—60 4, Hahn X 0.75—1.30, Gans X 5—7.00, Welsche X 8-9. Ararrkfurl «. M.. 12. Novbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Eoursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2310z, Staaisbahnaeiien 260%, Galizier 2373/6, Lombarden 114V«, Nord- westbahnactien 155V4, Gotthardbahnactien 91%, Darmstädter - Bankactien 149V«, Disconto Commandit 1795/e, Oesterr. Silberrente 66V«, 4% Ungar. Goldrente 73, 4% 1880er Russen 69>'/)0, 5% 1877r Russen 89, 2. Orient-Anleihe -, 4«,0 Spanier —, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 687/s, 5% Türke» —, Marienburger 93%, Hess. Ludwigsbahnact. 1031'«. Tendenz: matt. __ Kepertoir der vereinigten Stadttheater zu Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 13. November: Carmen. Mittwoch den 14. November geschlossen. Donnerstag den 15. November: Mignon. Freitag den 16. November geschlossen. Samstag den 17. November: Lobengrin. Sonntag den 18. November: Figaros Hochzeit. Schauspielhaus« Dienstag den 13. November: Viel Lärm um Nichts. Mittwoch den 14. November: Zum ersten Male: Sympathie. Lustspiel in 1 Akt von Fritz Dunkland. Hierauf: Freund Fritz. Donnerstag den 15. November geschlossen. Freitag den 16. November: Zum ersten Male wiederholt: Graf Königsmark. Samstag den 17. November: Das Gnadenbrot». Hierauf: Im Bunde der Dritte. Sonntag den 18 November: Der Bettelsiudent- Dienstag den 20. November: Zum ersten Male: Der Schriftstellertag. Lustspiel in 3 Akten von Heinemann. ____________ Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Die für heute, Montag Abend, angesagte Bibelstunde in derKleinkinderschule muß ausfallen. Nachmals wird darauf aufmerksam gemacht, daß am nächsten Sonntag das heilige Abendmahl in Verbindung mit der Beichte im Abendgottesdienst wird gehalten werben. 2 ovale 2 Soph 2 Kleid- 3 Zugja eine Pa 1 ovale: 1 franz! 1 große 1 Ambo 1 Drehs 1 Comp 1 Laden eine Pa sonstige- Millwor wirb in der itne größere Baarzahlung Meßen, o- 7530 7534 0 »innigen P I» in großarti Bal in Glacö i empfiehlt zt 7527 Gr -AC. und Edl zu S'ä Nrimli s»m <«. 15 pCt mA-hlt 4>n EineP abzugeben.- Ihre so Ein nori Wi (sehr gut gegeben no1 7525 (täglich fri "ls vorzü, nebst einen Lager von 70 H Nr. 3 pei die Kaf S. Kl* Wo! 7532 I itbtuttnb X Ntchiet sie Unreinigkeit fine reine, k 6 Stück 50 «82 Jh Reg snr Dam M22 Coneursverwalter. 7530 Seltersweg 57. 7527 Lustspiel llertag- istbampfer elcher am Baltimore ehyeis ge- :r Rchbock tränte der SRr. 116, Assistenzzahlreicher >enten detz heit Prinz tzbesondere gl. Hoheit izoglichen trebe hielt gsmark. 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Wir danken nochmals dem Herrn Professor Dr. Oncken für feinen am Donnerstag gehaltenen reichlich belehrenden und anregenden Vortrag. Wir danken ferner den Vereinigungen der Studenten, den höheren und städtischen Lehranstalten, den Vereinen und allen Beamten und Bürgern, die den am Samstag veranstalteten wohlgelungenen Festzug mitgemacht haben. Besonderen Dank schulden wir dabei dem Herrn Kohlenhändler Karl D e m u t h für feine mit Umsicht und unermüdlichem Eifer geübte Ordnung und Leitung des Festzuges; sowie dem Herrn Kaufmann Ferd. Gail für Lieferung des schön geschmückten Wagens mit der Lutherlinde. Daß uns bei dem Festzug außer der ausgezeichneten Militär-Musikkapelle auch der Klang wenigstens von 3 unserer Glocken begleitete, trug auch zu seiner Verherrlichung bei; und dieses mit viel Mühe vollendete Werk möge noch besonders den Meister Hamm aus Frankenthal loben. Ferner danken wir freundlichst allen Bewohnern unserer Stadt für das Beflaggen ihrer Häuser während des Festes; hauptsächlich auch den Anwohnern des Ludwigsplatzes, die durch die'geschmackvolle Dekoration ihrer Häuser der ganzen Festversammlung eine so schöne Einkränzung bereiteten. Weiter danken wir allen, die zu der Festgabe für unseren Kirchenbau- sonds beigetragen haben. Es sind bis jetzt, abzüglich der Erhebungskosten, rund 5500 eingegangen. Ehe wir als Festcomitö uns auflösen, werden wir die Gesammtsumme dem Kirchenvorstand für den Kirchenbaufonds übergeben. Mit besonderer Freude danken wir endlich auch den Angehörigen der hiesigen katholischen und israelitischen Gemeinde, die an dem Festzug, dem Beflaggen und Schmücken der Häuser, sowie an den Zeichnungen für den Kirchenbaufonds sich betheiligt haben. Wir dürfen darin ein erfreuliches Zeichen sehen, daß man auch außerhalb der evangelischen Kirche Luthers Bedeutung zu schätzen weiß, und daß man unsere Lutherfeier, was sie sein sollte, als eine Friedensfeier aufgefaßt hat. Gießen, den 12. November 1883. Das Cowits zur Vorbereitung der Lutherfeier. 7531 Dr. Naumann, Pfarrer. Vorräthig in allen Buchhandlungen die neueste Fortsetzung von Jketjms Thierlebm Chromo-Ausgabe mit 110 Tafeln in Farbendruck und 1840 Textbildei! 11, unter Leitung der Zoologen Dr. Girtanner in St. Gallen, Prof. Klunzinger in Stuttgart, Prof. O. Schmidt in Straßburg und Prof. Taschenberg in Halle nach dem Leben ausgeführt von den Malern Olof Winkler und G. Mntzel. Ausgabe in 140 Lieferungen (wöchentlich) zum Preis- von . . 1 Mk. Ausgabe in 10 Halbfranzbdn. (vierteljährl.) „ „ „ . . 16 „ Erschienen sind bereits die Abtheilungen: „Bögel", in drei Bänden, »Säugethiere", in drei Bänden, und »Kriechtyiere", in einem Band. 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Universitäts -Musikdirectors Herrn Adolf Felchnsr und gefälliger Mitwirkung von Frau Müller - Ronneburger (Sopran) und Fräulein Marie Schmidtlein (Alt) aus Berlin, Herrn Franz Litzinger (Tenor) aus Düsseldorf, Herrn Richard Dannenberg (Bariton) aus Hamburg, Herrn Robert Ravenstein (Bass) aus Leipzig, Herrn Cantor Martin Steiner (Orgel) aus Giessen, des akademischen Gesangvereins, von Mitgliedern hiesiger Männergesangvereine und Schülern des Gymnasiums und der Realschule, sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereins - Orchesters. Preise der Karten (für Nichtmitglieder), welche in der Ricker- schen Buchhandlung und der W. Rudolph'sehen Musikalienhandlung, woselbst auch Textbücher zu 30 Pfg. zu haben sind: Sperrsitz Mk. 3.50, Nichtnummerirte Plätze . . „ 2.50, Auf die zweite Emporbühne . „ 1.50. 7388 Hauptprobe: Dienstag den 13. November, Nachm. 5 Uhr, 1X MM OSS K 3 Die Nr. 5 enthält: Er lebt! Eine Erzählung von E. Oswald. (Bernhardine Schulze - Smidt). (Forts.) Aus der Wartburg. Gedicht von Th. Förster. Mit zwe j Abbildungen. — Deutsches Werken in Spanien— Von G. d. Beaulieu. — Zur Lutherschulfeier. Von Robert Koenig. — Wie ein Atlas entsteht. Von Herrmann Vogt. Mit Illustration: Kartographische Bruckstücke. Von A. Scobel- — Am Familientisch: Die ersten deutschen Hexameter.— Zur Geschichte der Männergesangvereine. — Ein Hof-Pfalzgrafen Diplom Johann Rists. — Eine Sonnen- finsterniß von 1699. — Rechtsrath. — In unserer Spielecke. Mit zwei illustrirten Beilagen: Gottfried Wilhelm Leibniz. Mit Abbildung: Das am 25. Ob ober enthüllte Leibniz- denkmal auf dem Thomaskirchhof zu Leipzig—Albert Hendschel- f. Von Adolf Rosenberg. Mit Porträt. — Umschau auf gewerblichem Gebiet. — Ein katholischer Volksschriftsteller. Von Robert Koenig. — Mit Porträt: Alban Stolz. — Umschau iu fernen Landen- w. Dienstag Abend bei Heil. Theater-Anzeige. 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Neuenweg 62. 7465 Schriftliche Arbeiten jeder Art werden rasch und pünktlich besorgt. Bahnhofstraße 6, 3. Stock. Gesucht wird ein älteres erfahrenes Mädchen, welches selbstständig kochen kann, in allen Hausarbeiten bewandert und mit guten Zeugnissen versehen ist, für eine kleine bessere Familie. Näheres auf dem Ver- miethbureau Müller. 7499 Anstreicher-Gehiilsen gesucht. ,, 7470 C. Stephani) in Wetzlar. W.Th) Wittlich 32 Marktstr. GIESSEN Marktstr. 32 empfiehlt: „q1^3 Feinstes Blüthenmehl pr. Pfd. 23 4 Kaiser-Auszug . . . n „ " Weizenmehl Nr. 0 . „ ,, 18 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr- Ehr. Pietsch) in Gießen.