Ar. 238 Samstaa den 13. October 1883 nzerger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bureau r S ch u l st r a ß e 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. gcwMwai tm dem Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ,T Erziehen., ii. 1^5« ltrt. umaMM •*Ä tyDlitifäe Usbeveficht. ~ r , Gießen, 12. October. So spärlich und unzusammenhängend die officiösen Mitthcilungen über das neue Aktiengesetz auch noch sind, die Tendenzen erhellen aus dem, was von dem Entwürfe bekannt ist, zur Genüge. Sie gehen dahin, die Kapitalaus- rujtung der Gesellschaften programmgemäß sicher zu stellen und dadurch das Mlikum, soweit möglich, vor Benachtheiligungen zu schützen, die schon bei der Rundung von Aktiengesellschaften statlfinden unb später selbst durch eine geschickte und solide Geschäftsführung kaum zu repariren sind. Zn der That wird durch diese Bestrebung an den munbesten Punkt der Aktiengesetzgebung gerührt Der «trieb und die Verwaltung der einmal bestehenden Gesellschaslen unter- uegen in den meisten Fällen einer ziemlich gesicherten Kontrole, und wo dies mcht der Fall ist, haben wenigstens nicht die gesetzlichen Formen, sondern nur die Ungewißheit oder die Apathie des Publikums daran Schuld. Aber die unredlichen Handgriffe bei der Gründung vieler Aktiengesellschaften und der Um- dand, daß die Aktien sofort ein Gegenstand des Börsenspiels wurden — dies war es was der Vetriebsform der Aktiengesellschaft neuerdings eine so große Unpopularität verschafft hat. Jene unredlichen Handgriffe zu bekämpfen, scheint nie der hecvortreteudsten Absichten des Gesetzentwurfs zu sein. Und sicherlich kann diese Absicht nur gebilligt werden. Andererseits freilich ist es erklärlich, atz die Börsenkreise gerade mit den hierauf abzielenden Bestrebungen wenig Mverstandcn sind und von denselben eine prohibitive Wirkung voraussagen «an die Börsenkreise haben thalsächlich au den Aktiengesellschaften weit über- wiegend nur das Interesse, durch die Gründung große Gewinne einzuheimsen oo neue Spielobjekte zu schaffen. Wird dieser Möglichkeit durch die Gesetz- 8wung ein Ziel gesetzt, so wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach die Börse von ver Betheiligung an der Bildung neuer Aktiengesellschaften fern halten. Allein die Börsenpresse hat darum kein Recht, zu behaupten, daß durch M desfallftgen Bestimmungen des Gesetzentwurfs die legitime Entwickelung der Engesellschasten werde gehindert werden. Das wäre in der That traurig, ohne Gründer-Agio und Börsenspiel keine Kapitalassociation möglich wäre. ble Behauptung keinen Boden hat, geht schon daraus hervor, daß die Esten, größten und solidesten aller deutschen Aktiengesellschaften meist ohne jede mwirkung der Börse zu Stande gekommen sind, während ihre Aktien entweder n^chl oder nur nominell an der Börse gehanoelt werden. Wir meinen die ^ncherungsgesellschaften. Die ansehnlichsten derselben sind zu einer Zeit Mundet worden, als das Concessionswesen in seiner Blüthe stand und die Me noch nicht ihre Hände über alle großen Unternehmungen des Kapitals Mete. Die Bildung neuer und solider Versicherungsgesellschaften dürfte auch .Zukunft selbst durch die rigorosesten Bestimmungen über die Kapitalsaus- r. stnng und Kapitalsverwendung schwerlich irgendwie gehemmt werden. Denn .nun nicht, wie bei den meisten industriellen Unternehmungen, Werth- Me in's Spiel, für deren richtige Abschätzung dem größeren Publikum alle h andhaben fehlen, und selbst die Wahrscheinlichkeitsberechnung der Rentabilität ^nht bei den Versicherungsgesellschaften immerhin nicht auf einer so ganz will- Glichen Grundlage, als es bei vielen anderen Unternehmungen oft der Fall ist. , Schon Adam Smith war der Ansicht, daß die Versicherung eine der Betriebe sei, für welche sich die Form der Aktiengesellschaft eignet. -Wer der Versicherung wollte er hauptsächlich dem Bankwesen diese Eigenschaft . wanben wissen. In der That wird man bekennen müssen, daß die ge- lvlmten beiden Geschäfte schon darum am besten von vereinigten Kräften lruben werden, weil sie dem Publikum desto größere Sicherheit bieten, je pnalmächtiger sie sind. Bei industriellen Unternehmungen gewöhnlicher Art 1' otts keineswegs der Fall. Daran, daß in der productiven Industrie die SF ^ahraM Mer. Kap talassocmtwn in großem Umfange eintritt oder gar vorwiegt, hat das Publikum nicht das mindeste Interesse. Das Publikum hat nur das Interesse daß die industriellen Unternehmungen so geschickt, so solide und sparsam ver- waltet werden, wie irgend lhunlich, denn von diesen Umständen hängt die Billig- keit und der Umfang der Production ab. Daß aber für geschickte', solide und sparsame Verwaltung die sichere Bürgschaft in der Regel bei den industriellen Betrieben und nicht bei den Aktiengesellschaften zu suchen ist, darüber dürfte wohl nicht viel Meinungsverschiedenheit bestehen. Die Frage aber, ob die Großindustrie nicht der Kapitalassociation unbedingt bedarf, um die nothwendigen Unternehmungen Hervorzurusen, darf wohl ziemlich unbedingt verneint werden. In Deutschland wenigstens ist der Privatreichthum vorgeschritten genug, um allen Ansprüchen großer Betriebe gewachsen zu sein, und man darf eher die Frage erheben, ob durch die allzusehr erleichterte Kapitalsassociation der Großbetrieb nicht übermäßig und auf Kosten der mittleren und kleinen Betriebe befördert worden ist. Für die Association kleiner Kapitalien endlich scheint sich in einem rationell ausgebildeten Genossenschaftswesen ein angemessenerer Anziehungspunkt darzubieten, als in der Form der Aktiengesellschaft. Sind doch u. A. die zahlreich entstehenden Zuckerfabriken, an denen selbst die kleinsten bäuerlichen Besitzer participiren, großentheils als Genossenschaften gegründet worden. Die diesjährigen Ernteberichte aus den preußischen Provinzen treffen ziemlich durchweg in dem Resultat zusammen, daß die anfänglich guten Aussichten durch das schlechte Erntewetter sehr wesentlich herabgedrückt worden sind, so daß im großen Durchschnitt eine Mittelernte kaum erreicht sein dürste. Der Körnerertrag ist im Allgemeinen noch ein zufriedenstellender gewesen, insbesondere bei Weizen, dagegen hat die Strohernte unter dem schlechten Wetter sehr gelitten, Qualität und Quantität erweisen sich als völlig unzulänglich. Kartoffeln haben auf leichtem Boden eine Mittelernte ergeben, während in schwerem Boden in Folge der großen Rässe meist Fäule eingetreten ist. Trotz dieses ungünstigen Ergebnisses dürfte ein Rothstand nirgends hervortreten und so scheint es, daß die Erwerbsverhältnisse, soweit sie durch die Ernte beeinflußt werden, sich auch in diesem Jahre normal fortgestalten werden. Allzugroße Hoffnungen wird man freilich der Zukunft nicht entgegen bringen dürfen, zumal auch in einigen größeren Industriezweigen, insbesondere in der Eisenindustrie, sich neuerdings eine gewisse Abspannung bemerkbar macht. Bezüglich Chinas und Tongkings hat es der Telegraph in den letzten Tagen an Mittheilungen nicht fehlen lassen; daß dieselben aber zur Klarstellung der dortigen Sachlage gedient hätten, kann eben nicht behauptet werden. Mit besonderem Nachdruck verweilt die „Agence Havas" bei ihrer Meldung, daß die „Schwarz-Flaggen" in ständigem Rückzüge begriffen sind und den ganzen von ihnen besetzt gehaltenen Rayon geräumt haben. Als Ursache dieses, den französischen Chancen am Rothen Fluß ungemein förderlichen Phänomens wird die unter den „Schwarz-Flaggen" angeblich eingerittene allgemeine Demoralisation angeführt, und diese Erklärung klingt jedenfalls bei weitem plausibler als die ungeheuerliche Entdeckung des „Figaro", daß Frankreich mit den „Schwarz-Flaggen" paktirt und ihnen so zu sagen ihre Positionen mit klingendem Golde abgekauft habe. Wenn an dieser Version auch nur ein Fünkchen Wahres wäre, so hätte die Republik — das müßte auch dem simpelsten Verstände einleuchten — doch die allerzwingendste Veranlassung gehabt, einen solchen, ihr zu nichts weniger als zur Ehre gereichenden Handel nicht an bie große Glocke zu hängen. Daß es gerade der dem republikanischen Regime spmnesemd gesinnte „Figaro" sein muß, welcher die Nachricht des angeblichen Schachergeschäftes in die Welt setzt, benimmt demselben im Vornhinein alle Glaubwürdigkeit. 5!" ft po*1 L , k, O w u. n am. y - part__^—-—* Generalversammlung des landwirlhschastlichcn Vereins von Oberbcffen 1883. Sie diesjährige ordentliche Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen soll «.Ich«. „3«. in X31’ 6' *—*«••♦ 11 Uv-- Als Gegenstände der Verhandlungen sind vorgesehen: 1) Rechenschaftsablage. Ä Sftage der Hebung der Weidenkultur und der Errichtung von Weiden-Flecht-Schulen in der Vrovinr Ä*. ÄÄ'äi'Ä! be,*nbl” ”,bM * *” ®““-* d-r WN, 4) *** 01 * «*» dich- ®~rte ... *, 5) Die Frage, ob es nicht angezeigt erscheine, von Seiten und auf Kosten des landwirthschaftlichen Vereins -nnn SSt ber ®n9titoen Dovonshire-Race anzukaufen und an die Vereine für Zucht und^Veredlung des Vog^sbttger. Viehks 6) Die Frage der Einführung einer allgemeinen Zwangs-Lagelversicherunq. "I Die Bestimmung des nächsten Versammlungsortes.. m ..r.,ac9 3 31 der Statuten muß jedes Mitglied, welches in der Versammlung einen Vortrag zu halten wünscht diese Absicbt vor «Pninn sn„ s r Wümim »« erkennen geben; schriftliche Mittheilungen müssen mindestens einige Tage vor der Versammlung bei bemS ®er Uittetjei^nete ladet hiermit die Vereinsmitglieder, sowie alle Freunde der Landwirthschaft u dieser^Versamm ung ein 3 ^"'belhausen, am 1. October 1883. Der Präsident des landwirtkaf-lichen Lins von Oberhessen. — .....umhi—bw vherr Nordeck zur Rabenau. Wk ^Pnson wirb) vtnn gesuchte ‘Nmt| reparirt dS „Schloßgasilu. 'kg Brimbokn ' ausgesprvchkra M 1883. he Capeller. ltung rc. wir ft iter Mann b.j itrnb gesucht 326 bef. Mc ________«83 besuch, abrikgeschäst cn i sofortigen Kni lit guten Schck- esucht-. M Bl. 677)1: "unterzeichnete ■" diene hiermit :iier so wichtige :! iiiifl sehr darum ustellenden Cam ;n oder Sonderr. durch Spendun r icrkiben las!em hl ßeiwW y - r Wähler wotib. der betreffend meinbeücrtvett^ DseMadchtn sofort Mi'rr ichen Haus k und Segen. Gottesdienst in Grünberg. Die Nachricht, daß zwischen österreichischen und wurde um 12 Uhr an Bord der nommen, nach dessen Beendigung Rückreise nach Kronstadt antrat. leiteten die kaiserliche 9}ad)t. — Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Corvespondenz-Bnrean. Baden-Baden, 11. October. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin statteten heute Vormittag der Herzogin von Hamilton anläßlich des Geburtstags derselben einen Besuch ab und unternahmen später eine Spazierfahrt. Zu Ehren der Herzogin von Hamilron fand Nachmittags bei Ihrer Majestät der Kaiserin ein Diner statt, an welchem außer den Majestäten die Großherzoglich badischen Herrschaften, die Herzogin von Hamilton, der Graf und die Gräfin Trani, Prinz Hermann zu Sachsen- Weimar, sowie der Fürst, die Prinzessin, der Erbprinz und die Erbprtnzessin von Fürstenberg theilnahmen. — Gestern empfing Se. Majestät den Prinzen Heinrich von Hessen, Bruder des Spanien. Madrid, 10. October. Der Ministerpräsident Sagaftg hat dem König heute Abend das Collectiv Demissionsgesuch des Cabinets überreicht, der Kön'g hat dasselbe angenommen und Sagasta auf morgen Vormittag zu sich beschützen. Die Demission des Cabinets ist in Gemäßheit des von demftlbcn bereits vor der Reise des Königs nach Deutschland gefaßten Beschlusses erfolgt, man glaubt, Sagasta werde mit der Bildung des neuen Cabinets beauftragt werden. Beginn desselben um VzW Uhr. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 IM Samstag Abend 6 Uhr. o Laubhüttenfest: Montag Abend 5 Uhr, Dienstag Morgen 8 Mr, DrensW Mittag 4 Uhr, Dienstag Abend 6 Uhr, Mittwoch Morgen 8 Uhr, Mittwoch Mittag 4 iw Mittwoch Abend 6 Uhr. Lil Handel und Verkehr. Gießen. 10. October. Auf dem heute und gestern dahier abgehaltenen Vieh- mar kt waren aufgetrieden: 2 Pferde, 827 Stück Rindvieh und 1049 Stück Schweine. Die Preise bet Rindvieh standen denen am letzten Markte gleich, bei Schwemm niedriger^^e^ Dienstag den 30. und Mittwoch den 31. d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt (Zwiebelmarkt). HvarMurL «r. M.- 12. Oktbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphische Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann H Gießen.) Creditactien 245Vfi, Staatsbabnactien 269 V2, Galizier 245, Lombarden 1277/6, Row- weftbahnactien 1627/r, Gotthardbahnactien —, Darmstädter - Vankactien 154, Disconto Commandit 191 Vs, Oesterr. Silberrente 6615/16, 4°/0 Ungar. Goldrente 74% 40/0 1880er Russen 71V2, 5°/0 1877t* Russen 903/4, 2 Orient-Anleihe - 4- ,0 } Spanier —, 5°/o Rumänische Rente 93l/2. 4o/o Umfic. Egypter 710% Türken —, Marienburger 1053/H, Hess. Ludwigsbahnact. —. Tendent: fest. Wien, 11. October. Die Nachricht, daß zwischen österreichischen und rumänischen Truppen ein ernstlicher Grenz-Conflict stattgefunden habe, wird von der .Presse" für unbegründet erklärt. In hiesigen militärischen Kreisen sei von einem solchen Nichts bekannt, auch sei ein derartiger Conflict nach der that- sächlichen Lage der Verhältnisse ganz unmöglich. Wahrscheinlich handle es sich um eine jener häufig miederkehrenden Grenzstreitigkeiten, welche jeder politischen Consequenz entbehren. Bern, 11 October. Auch der Staatsrath von Neuenburg hat die Führer der sog. Heilsarmee, Miß Booth und Edward Decket, äusgewiesen und droht gegen jeden Fremden mit Ausweisung vorzugehen, der Versammlungen der Heilsarmee organisire. ^ew-Nork, 11. October. Zum Gouverneur von Ohio ist der demo- kratische Candidat mit einer Mehrheit von ungefähr 10,000 Stimmen erwählt worden, die Demokraten haben auch die Majorität in der Legislative des Staates. Die Wahl eines demokratischen Senators, der Ohio in dem Senat zu Washington zu vertreten hat, ist demnach gesichert. Die Meinungen sind ziemlich gleichmäßig getheilt hinsichtlich des beabsichtigten Verbotes des Verkaufes alkoholischen Getränken. W e L M i fch t § tz Annerod, 11. October. Bet der heute dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Johannes Engelhardt II., welcher das Amt schon 13 Jahre zur Zufriedenheit ferner Mitbürger versehen hat, einstimmig w.edergewählt; ein Beweis, daß immer noch Liebe und Einigkeit in unserer Gemeinde herrscht^ain 10 Stober. Die Erben des Herrn Geh. Medicinalrath Dr. Wernher haben dessen werthvolle, namentlich an medicrmschen Werken reiche Büchersammlung der Stadtbibliothek zum Geschenk überwerfen lassen. £ k r o , Marburg, 8- October. Am vergangenen Samstag sand im hiesigen Landrathsamt eine Conferenz der Bürgermeister des Kreises zur Besprechung gemeinsamer Angelegenheiten, namentlich der zur Bekämpfung der Wanderbettelek zu thuendm Schritte statt In der zahlreich besuchten Versammlung war man damit einverstanden, daß nn Kreise ein System communaler Naturalverpflegung armer Reisender tn der Werse eingerichtet werde, daß die entsprechenden Orte ausgewählt würden, tn denen den armen Reisenden die üblichen Tagesmahlzeiten, wo möglich nach vorgängig geleisteter Arbeit gewährt werden sollten und daß dann in allen übrigen Orten keinem Reisenden irgend eine Gabe verabreicht werden dürfe. Man versprach sich von dieser Einrichtung recht segensreichen Erfolg und namentl ch Befreiung von der jetzt so lästigen Hausbettelei allerdings nur dann, wenn mit Conftquenz tn allen Orten des Kreises daran festgehalten würde, daß Niemanden an den Thürea em Geschenk gegeben werden dürfe. Die Kosten dieser Einrichtung glaubte man am geeignetsten der Kreiskasse zur Last legen zu sollen, weil damit eine gleichmäßige Nepartition derselben auf alle Gemeinden des Kreises am leichtesten zu erreichen sei und versprach der Herr Landrath die Angelegenheit auf dem nächsten Kreistage zur Verhandlung zu bringen. — Aus Germersheim wird in fränkischen Blättern von einem großen U*)-- glück geschrieben Durch Explodiren einer Puloertonne und etser großen Granate (beim Unterrichte der Fußatt.llerte) seien 4 Gefreite getödtet 2 Feuerwerkslieutenants und 3 Kannoniere verwundet. Pfälzische Blätter enthalten keinerlei Mitthnlung über die Katastrophe. Paris, 11. October. Der „Gaulois" will wissen, unter Vermittelung des Präsidenten rNrevy habe am Dienstag zwischen dessen Schwiegersohn Wilson und dem Ministerpräsidenten Ferry eine Aussöhnung stattgefunden. — Der Figaro" bezeichnet als die Hauptschwterlgkett lei Regelung der Tong- k-ngfrage daß China die nördlichen Provinzen Tongkings aniuftiren wolle, während Frankreich die Unadhängigkett du Bevölkerungen tn der neutralen Zone zu erhalten biftrebtjei.^ schrickt des „Gaulois" von einer angeblichen Aussöhnung zwischen Wilson und Ferry wird in unlerrichteten Kreisen als absurd bezeichnet. — D>e Agence Havas" erklärt das Gerücht, daß Spanien eine Note an die französische Regierung gerichtet habe, für unbegründet und fügt hinzu, bet der gestrigen Besprechung des Ministerpräsidenten Ferry mit dem spanischen Botschafter, Herzog von Fernan Nunez, die den gewohnten herzlichen Character getragen, habe em einfacher Meinungsaustausch ftaltgefunden. 0 m . Kovenlmaerr, 11. October. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland sind gemeinschaftlich mit der dänischen Königsfamilie, sowie dem Prinzen und der Prinzessin von Wales um 11 Uhr aus Fredensborg hier eingetroffen. Die Herrschaften fuhren, allenthalben von lebhaften Zurufen begrüßt, in offenem Wagen durch die reichgeschmückte Stadt zu dem Hafen, wo dieselben von den Spitzen der Hofgesellschaft und den Be- börden empfangen wurden. Nachdem die aufgestellten Ehrencompagnie besichtigt war, voroen empfangen muroji . ^fajfernd)Cn Z) .cht „Derschawa" das Frühstück einge- — gegen 1 Uhr — das russische Kaiserpaar die Die Kriegsdampfer „Cesareona" und „Europa" ge- Der Prinz und die Prinzessin von Wales reifen am Witterungskunde.*) 13. October. Samstag. Veränderlich, zeitweise windig, im Westen mäßig kühl, zeitweise mit Niederschlägen. im Osten tagsüber wärmer bis herbstlich angenehm: frühmorgens und spätabends ist Bedeckung mit mäßigen Niederschlägen zu erwarten; der Morgen ist veränderlich, mit kurzer Aufheiterung Vormittags, der Nachmittag ist aufgeheiterto^o^^^ Sonntag. Morgens wolkig, Nachmittags aufgebessert bis herbstlich gut, Nachts Bedeckung mit kühlen Niederschlägen, örtlich auch Morgens Niederschläge; zeitweise windig, an den Küsten bis zu Stmm und Windstillen wechselnd. Nach Westen zu entwickeln sich besonders herbstlich gute Nachmittage. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat October, abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 — Nachdruck verboten. Dagegen nimmt sich weit bedenklicher das vorn französischen Conjul in ! 1 Bankok signalisirte Auftreten zahlreicher Jnsurgentenbanden im Königreiche ' Siam aus. Die Organisation derselben gleicht auf ein Haar jenen der Schwarz-Flaggen" — was liegt also näher, als, wenn letztere wirklich vor den im Delta des Nöthen Fluffes stehenden Franzosen das Feld geräumt haben, anzunehmen, daß sie den Schauplatz ihrer Thätigkert einfach gewechselt? Das würde aber mit der behaupteten „Demoralisation" der „Schwarz-Flaggen" ebensowenig stimmen, als mit der Wahrnehmung des französischen Consuls in Bankok daß in allen Südprovinzen Chinas hochgradige Gährung herrscht und daß die geheimen Gesellschaften, an denen China keinen Mangel leidet, seit Kurzem verdoppelte Rührigkeit entfalten. Rechnet man hinzu, daß die Verhand- lunaen zwischen Paris und Peking seit Wochen nicht von der Stelle rucken , so ergiebt sich ein Facit, welches zur skeptischen Auffasiung der Tongkmgnesischen Affaire geradezu heraussordert. Aeutschland. Darmstadt, 11. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: , Am 3. October den Bauaccessisten Johann Jacob Geibel von Eberstadt zum Bahnmeister der Bahnmeisterei Bensheim der Main-Neckar-Eisenbahn am 4 October den Kreisbauaufseher des Kreisbauamts Dieburg Peter Poseiner auf sein Nachsuchen, sowie den Bauausseher Ludw. Wikh. Kro- uenberg zu Londorf in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt, 10. October. Die evangelische Landessynode wählte gestern noch mit 25 gegen 24 Stimmen, welche auf den Abg. Emmerling fielen, den Abg. Hempel zum Mitglied des Geschgebungsausfchusfes und nahm sodann nach sehr ein- gehender Debatte den ilrt. 9 des Gesetzes, betreffend bte E,Haltung der Mchttch-n Ordnung tn Bezug auf Taufe, Konfirmation und Trauung mit 26 gegen 24 Stimmen in der Fassung des Entwurfs an. Hiernach „kommt dem Klrchenvorstand zu , del fortaesetzter Verweigerung der Taufe oder Trauung, die Aberkennung der kirchlichen Ehrenrechte anszusprechen, ist also, w e auch mchrfach bemerkt wurde, tmmerhm noch die Möglichkeit geboten, in einzelnen Ausnahmesällen von der Handhabung des in Be- rathung stehenden Gesetzes Abstand zu nehmen. Heute verhandelte man, und zwar tn eingehender Welse, über bie Frage, ob Demjenigen, welcher eine Ehe mit einer Nichtchristin eingegangen, oder be Etngehen einer gemischien Ehe die Erziehung der zu erwartenden Kinder tn einer nicht evangel-.- schen Religion zugesichert, die kirchlichen Ehrenrechte aberkannt werden müssen oder wie das den milderen Standpunkt vertheid'gende Kirchenregiment. unterstützt von Cur tmann, Weber, Wernher, Walther, Strack u. A. befil >w) ortet, en t zog en werden können. Die durch Dieffenbach und Rieger vertr.te^.e R-chtc, w.-lche offen Erklärte daß die gemischten Ehen „kfin Glück" seien, trat mit aller Entschiedenheit dafür ein,' daß in solchen Fällen eine Aberkennung der kirchlichen Ehrenrechte absolut geboten erscheine. Durch em offenbares Mißverständniß bei der Abstimmung entstand Stimmengleichheit und muß deßhalb die Abstimmung morgen wiederholt werden Hierauf beschäftigte man sich mit dem Antrag einer Mindcrhett des Ausschusses, wonach'bei fortgesetzter Renitenz gegen die Vornahme von Taufe, Trauung u. f w .. Suspmsion vom Abendmahl, weiter Versagung des und selbst Ausschluß aus der Kirchengemetnschaft eintreten soll. Müller (Alsfeld), Cur tmann, Dina den Dr. Hager, ja selbst Dr Rieger erachteten mit dem Kirchenregi- meat daß eine solch? eigentlich nur von Dieffenbach vertheidigte Bestimmung viel ° Die Abstimmung ergab Verwerfung des Minoritätsantrags mit allen gegen 12, resp. 14 Stimmen. Für die Maßregel des Ausschlusses fanden sich, nachdem Curtmann entschieden dagegen gesprochen, so „alte verrostete Waffen wieder auS der Rumpelkammer vergangener Zeiten" zu holen, nur 9 Stimmen. Eingelaufen ist noch eine von Buchner eingebrachte Jnterpellatwn betreffs des Kirchenverhältnisses der Militärgemeinden zu den Civilgememden, namentlich im Hin blick auf die Frage der Wahlberechtigung der Mllttärpersonen, welche seither von der Wahl ausgeschlossen waren. (N. H. V-) Kirchliche ANZeigen der Stadt Gieftev. Evangelische G e m e i n d e. GotteSdien^k: Samstag den 13. Oktober. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingeldey. Sonntag den 14. Oktober (21. nach Trinitatis). Vormittags 9Vz UhrT' Pfarrer Dr. Naumann. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche: Vormittags halb 12 Uhr, Pfarrer Schlosser. Montag den 15. Oktober, Abends 8Uhr, in der Kleinkinderschule: Bibel- stunde, Apostelgesch. 1,1—12, Pfarrer Dr. Naumann. Der Weg zur Kleinkinderschule von den Neuen Bäuey und von der Schoor -er wird am Montag Abend beleuchtet werden- n , Donnerstag, 18. Oktober, Abends 6 Uhr, in der Kirche: 3. E r b a u u n gs- stunde, Luther's Leben, Pfarrer Dingeldey. . Die Vereinigung der confirmirten Mädchen zur Katechrsmu sleh r e soll alle 14 Tage stattfinden, also die nächste am Sonntag, den 21. Oktober, Nachmittags 3 Uhr, in der Kleinkinderschule. r . Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 14. bis 20. Oktober besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 22. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an: Beichte. Ü" : Frühmesse und Austheilung der h. Commumon 1/2IO Uhr: Hochamt und Predigt: Herr Dr. Wald. 2 Uhr: Rosenkranz-Andacht Ksch> Miig entmündigt Maste für ch ; seinen ^urato' fönnen, Joroie b I gegenwärtig ist Ach Kümmel ihn, den 6. Okto , Großh. Amtsge^ ; Langsd Mag htn 15 Vormittags 1( |.ninber5lettWn . Ine Mobiliargege J i vollständige Betten ' !Lpiegel, 1 Nachtti' ! Waschtisch, 1 ovale Ikandkiste, 1 rund ! 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Geilfuss g q kauften Hause. 3 O Ne:8“'*" («ii ö« *1 Gegen (Hals- & Brust-Leiden |sind dieStollwerck’schen Honig-Bonbons, Malz-Bonbons, Gummi-Bonbons, ä Packet 20 Pfg., sowie Stoll werck’sche Brnst - Bonbons, ä Packet 50 Pfg., die empfehlenswer- theeten Hausmittel. Neus Victoria - Grbsen, pr. Pfd. 21 Setter-Binsen, pr. Pfd. 25 Thnring Bohnen, pr. Pfd. 18 H, empfiehlt 6635 Fr. Selbeä. Aeilgeöotenes. 6778 Kartoffel verkauft I. Horr- mann, Mäusburg (2. Stocks frankfurter Würstchen einpfiehlt 6802 Fern! Fischbach. 6805”Eine gelbe Dogge, gut gezogen, ist zu 30 zu verkaufen. Näheres der der Exped- o. Bl. ... 6783 __________________ Berliner Rollmops, Russische tLardiuen empfiehlt 6697 Emil Fischbach.. Iimsi- iinil Wlntersalsoi Jämmtliche Ueuhntm m Knöpfen, Treffen, Sawmtband, neueste Franzen, CH-n»Ute° und Perlenbesatz, Spitzen und Ornaments find emgetroffen^uNb empfiehlt zu sehr billigen Preisen e , -™— Hob©rt Haas, Seltersweg 57. Eine Parthie Hemdenkragen verkaufe, um damit zu räumen, k 30 per Stück. 6267_____ ML BiibBamen, Franks. Würstchen empfiehlt 6285 Gg. Wilh. Weidig. Prima neue «barrnge, pr- Stück 6 feinst marinirte Häringe, pr. Stück 10 empfiehlt bböb Fr. Seibel. Beschluß. Nach § 627 der C. P. O. wird bekannt gemacht, daß Christian Kümmel I von Wieseck wegen Verschwendung entmündigt worden ist und Rechtsgeschäfte für ihn giltig nur durch seinen Curator abgeschlossen werden können, sowie daß Curator für chn gegenwärtig ist sein Bruder Heinrich Kümmel von da. Gießen, den 6. Oktober 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. $782 Langsdorfs. Montag den 15. d. Mts, Vormittags 10 Uhr, werben inderFlettMenHofraithe dahier verschiedene Mobiliargegenstände, als: 2 vollständige Betten, 1 Spiegel, 1 Nachttisch, 1 Waschtisch, 1 ovaler Tisch, 1 Brandkiste, 1 runder Tisch, 3 Kleiderschränke, 1 Sopha, 2 Kommoden, 1 Küchenschrank, 1 Bild, 2 Stühle, 1 Pult rc. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: , ri, , . Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 10. Oktober 1883. Bühner, 6798 Großh. Gerichtsvollzieher. AnthranM^gewäWufikohien 4„„. e«briel. Aufträge und Zahlungen werden Bahnhofstraße 41 bei Herrn E. Rer amann oder Frankfurter-Straße 67 erbeten.6794 ** J. H. Fuhr W* emvstehlt (paffend als Weihnachtsgeschenke) in großer Auswahl und billigsten Preisen eine Parthie angefangener und wüster- '"“"Schuhe und Hosenträger; in Silberstramin: Uhren- und Feuerzeughalter, Thermometer, Kalender, Nadelklffen, Lampenteller, Lampenschirme rc.; in Leinenstost: Wett- und Bürstentaschen, Deckchen^c^ Ich zahle für alte deutsche Poftconverts G^-sULSDEES WClV* mit eingeprügten Marken (a. o. Jahreu 1S52—1866'1 wie- Lhurn und Toris, Baden, Hannover, Preuhen, Braunschweig Mecklenburg, Oldenburg, Lübeck, Bremen, Hamburg, von 5 Pfennig bis )tt 20 Mark ver Stück je nachdem die Couverts selten und gut erhallen find Auch kaufe iw Briefmarken obiger Länder. Baarzahlung sofort nach Erhalt. «Heinrich Horstmann, Verleger des „General-Anzeiger" in Frankfurt a. M- I 6685 M: Schulstra Viele volksfreundliche Wähler. 6784L Schr viele Mähler. 6800 und Hausarbeit placirt per I- Novenck.'l vor 6801 Sonntag den 8ZL Oktober: L I. N. Chr. W. PH. K. a ? 6791 L. K. F. B. Z 6538 Ein Garten zu kaufen gesucht. 6785 Näheres in der Exped. ds. Bl. VQ tenh Mr im Wilh. Griebel, Bahnhofstraße 33. Druck und Verlag ver Brübl'scheu Druckerei (Fr- Chr. Pt Verantwortliche Redaetion: A. >L>chepda. et sch) in (ließen. 6742 6605 Das liberale Wahl-Comite der Reichstagswahl von 1881. Mter Gädbeuti Schlüssel Gießen, de Frau Hüttenverger, Vermietherin, Grünberger-Straße (bei Stühler). Zur Stadtverordnetenwahl. Wer nur das Gemeinwohl im Auge hat und wer allen Schichten unserer Bevölkerung eine unabhängige, uneigennützige und tüchtige Vertretung im Stadtrathe wünscht, der wähle folgende Herren, die das allgemeinste Vertrauen verdienen; Karl Brück, Goldarbeiter. Ludwig Georgis Fabrikant. Dr. Gutfleifch, Rechtsanwalt. H C Jughardt, Kaufmann. Dr. Kübel, Jnstit ulsvorsteher. Gg. Conr. Simon, Oekonom. Chr. Wallenfels, Kaufmann. Graveur A. Konradt,^uenweg^tx 5704 Der 2. Stock in meinem Vorderhaus ift zu verrniethen und am 15. Oktober . u beziehen. 5368 Geräumige Mansardenwohnung au eine ruhige Familie zu verrniethen und Anfangs Oktober zu beziehen. Wilhelm Reiber, Bahnhofstr. 66. M« Zimmermeister. CWr. Sctaoptmcti-» O» Simen« W. Weiltenfeis« Aug» 3oft 6779 Pension für einen Schüler baldigst gesucht. Offerten unter ÄiW gäbe der Bedingungen unter Chifre 2L. LT an die Exped. ds. Bl. erbeten. Darmstadt, 11. ■«fit Lcslwg bt<5 sog A und tm von T ■'« der Confirmatlon, dafttgen zum R 8,11 sollen, nach läng Nn des vorliegendc .^heutiger Sihu ' darüber verlangt, tzen siebe. Ludwig Georgi, Fabrikant. Gg. Konrad Simon. Adolf Moll, Commerzienrath. Wilh. Wallenfels. Dr. Kübel, Jnstitutsvorfteher. Karl Diery, Rechtsanwalt. Herd, «boffmann, Kaufmann. ? Unserem lieben Freunde I J. Sch..., de; & zu seinem heutigen Wiegenie herzlichsten Glückwünsche. 0 Seine Freunde: Nachdem die ^egel für das Ri' Dagegen ble' Ziesen morden iß Gießen, ai TA MUSIK auf dem Westphälischen Hof wozu ergcbenst einladet «g. BiuiSS. Möblirtes Zimmer. €?Är. Itüflil, Wallthorstr. 23. Möbl. Zimmer m. kl. Schlafkabine, 9teuen-Bäue 17, 1. Stock. Eine Gärtnerei lft ZU verkaufen durch I. Blitz. 6790 IDSTEIN i. TUM Stadt. Baugewerkschule Staatlich subventionirt 5503 Semester-Anfang 2. Nov. Vorkursus 2. Okt Programme kostenlos d. d. Direction- h Hlw Wt |jjtt ^■N 5-600 M. S’tuule* Gefl. Adressen unter ^)tr. 6739 an die Exped. ds. Bl.6739 . 6206 In meinem neuerbanten Hanse in der Ludwrgstzraße ist der mittlere Stock 9—0 Zunmer, per sofort zu verrniethen. ,__I. Bernhardt. 6687 Ein Familienlogis zn verrniethen ________________________Wetzsteingasse 19. Ball für Israeliten. Am Dienstag den SS Oktober l. J. findet Saale „Zur Eintracht in Allendorf a. Lda. HAIJL ftatt, wozu freundlichst einladet Das Comitö Bä btr nunmchr jung über die Mas !’un0 der Kinder i Autzschnhantraa aen/ worauf das (i ai gelangte. >»“1 Irat MM Men der roangdi c bezweifelt vernehmen, iU ’^et sich im Allae Aen Beamten an .£l( «etjanNujg Den Wählern der demnächst stattfiudenden Stadtverordneteu-Wahl schlagen mehrere Wähler im Interesse der Stadt folgende Kandidaten Die Unterzeichneten haben in einer am 8. er. abqehaltcnm Versammlung die Herren Ludwig Georgi, Fabrikant, Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt, E Jughardt, Kaufmann, Louis Kauf, Rentner, Gg. Er. Simon, Oekonom, Chr. Wallenfels, Kaufmann, Dr. Fr. Weiffenbuch, Gymnasiallehrer, durch Majoritätsbeschluß als geeignete Canvidaten zur bevorstehend-« Stavtverorbnetenwahl aufgestellt und empfehlen dieselben sämmtlichm Wählern angelegentlichst. k lär' Kaufmann Emil Becker, Schuhmachermeistn. erg, Schuhmachermerster. PH. Karl Euler. SchnA muller. Emil Fischbach, Kaufmann. F. Habenicbt Fabrikant- L. Haubach, Gürtler. Theodor Haubaäh Kaufmann. L. Homberger, Fabrikant. Louis Keil' Backer. A. Keller, Kaufmann. Ferdinand Krailin«, Schreinermerster- Fr. Kühn,Schreibmaterialienhändler. Heinrich «e»b' Schneidermeister. Carl Loos. Kaufmann. Ga. Emil Mohl. Kaufmann. Chr. F. Noll, Fabrikant. Chr. L. Noll Lchlossermesiter. C. W. Nowack, Kaufmann. Wilh. Plank Gerber. A. Schcyda, Redacteur. G. H. Schirmer Fabrikant. Bairi,. Schwan,Schreinermeister. Franz Senner Sattler. H. Simon, Oekonom. Carl Stohr I., Schlosiermeistei' ®8- Walt). Werdig, Kaufmann. Fr. E. Winter, Bürst» —wacher. Chr. Zrmmer, Kupferschmied. 67D Wähler! Wenn Ihr zu der nahe bevorstehenden Wahl für's Wohl der Stadt Gießen die geeignetsten Männer als Stadtverordnete wählen wollt, so schlagen wir folgende Herren vor: Anzeigen, «ijg 6781 Ein ordentliches Mädchen, welches JJta ionbetn ei selbstständig kochen kann und Hausarbäl .MMen tserhi-r versteht, gesucht.__Näh. i^d- Exped- ds.M m besbhen 6780 Ein tüchtiges Mädchen für Krche ^ctlDen Jiv ........... W*5SÄ.'.! Haushälterin-Stelle. | Für meine Hauswirthschaft suche ich ein B?^nben durchaus tüchtiges, gewandtes, empfohleir-s Ober ‘^rbe Frauenzimmer. Eintritt möglichst b6b.-W.Mn. @eSlSre F. P. Pitthan, Carlshof, Darmst^t. 0en ( littet Reichstagsabgeordneter Herr Dr. Gulileiscli wird die Güte haben, Sonntag den 14. October, Nachm. 3 Uhr präcis in Nidda im Gasthaufe zur Traube Bericht über die verflossene Reichstagssesston zu erstatten, wozu wir alle Wähler deS' Wahlkreises einladen. -Caspar Schomber, Neustädter-Thor. ocÄ7-8' Cstn H aus (Frankfurterstr. 40), Atockig >6 Zimmer, Corridor re.), mit Garten, großem Hof, Bleichplatz an eine obei' zwei sticke Familien zu verrniethen. 5889 Eine kleine, neuhergerichtete H-amillenwohnung an ruhige Leute zu verrniethen und per 1. Oktober beziehbar- _________Chr. Lony, Bierbrauerei. 6165 Ein schönes möbl. Zimmer zu verrnrethen im Hause des Herrn Rentier Schmidt, Seltersweg 67. 6437 Ein Logis verrniethet alsbald ___Hch.—Becker, Löwengasse 28. I 6556 Ein gut rnöblirtes Zimmer. 6344 Möblirtes Zimmer zu oermieM Marktstraße Id. 6775 Zwei schön möblirte Zimmer zu verrniethen. Wermietßungen. 6787 Der Wind eck er'sche Garten am Nahrungsberg, mit bewohnbarem Gartenhaus 2c., ist vom 1. 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