kkn 2i ** M« *r ien, des ' ies durch inwchesters nuar 1883 ftsirtrins, finde 7 Uhr. £ ,öe W. A. Mozart. . 1 Haydn , 1 W Kade. , F MendelMOhn- ßartboldy. . Franz Schobert . F IwMMn- ßartboldy. , L Spohr. , H. Leonard. Khea Pewforteiager. facta Buch* vi« Musi- izcise. i y,Unnt£D \ Jorgen Nv. IO. Samstag den 13. Januar 18S3. ichener Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. ÖJtreaa : ScyulstraZe 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des 9Ro*ta#$. Preis viertelf»hrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HHeil'. Bekanntmachung. Betreffend: Die 9tad)fucbuitfl der Berechtigung ;um einjährig freiwilligen Dienstvauf Grund von Schul. , jeugniffen. '^knigen jungen -cuie , welche auf Gr u n d ibi er LLuIzcugn, sse die Berechtigung zum rlnjäbrig .fre.wllligkn Dienst vacdsuchen wollen, " bror^UI* ttt "ad,^,9cn^n- 6|( Anbringung der Gesuche zu beachtenden, Vorschriften mit dem Ansügen oufmerksom gemacht, daß biernoch unvollständige Gesuche ohne Weiteres zuruckgegcben werden. 1 n 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großber,oa- lhnm Hessen geste 11 u n gs p fl ich t i g ist, b. b. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 3 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst daif nicht vor vollendetem 1 7. Lebensjahre und must spätestens bis zum 1. Februar de« Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Ncchweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres »u C. d. das Schulzeuflniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: zu fein, den Freiwilligen Gros. Progymnasien und böberen oder ihre vorgesetzte Dienst» 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Br-efpapier) zu ver- wenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 9 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere betzusügen: a. Geburtszeuflniß; b. rin Etnwilligungs.Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während tmcr einjährigen activcn Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; Ui'bescho ltenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gvmnasien, Realschulen, Bürgerschulen) durch den Director der Lebranstalt, für alle übrigen jungen Leute diirch die Polizei - Obriakeit bebördc auszustellen ist; ' Zu Pos- b : daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die L cv ul zengn is se, mit Ausnahme der Reif^eugnifse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezcugnifle ur die Prima der Gvmnasien und Realschulen I. O.d., sämmtlicb nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung cv „ c The«l der Wehr Ordnung vom 28. Sepiember 1875 - Reg.-BI. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müffen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen ver §§ 88 89, 90, 93 und 94 der angeführ-en Ersatz-Ordnung verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: niste als ausgeschlossen gelten, so dürste, nach einer Mittheilung der „Nordd. AUg. Ztg.", das Unwohlsein des Herrn v. Bötttcher ihn doch längere Zeit von den parlamentarischen Geschäften fern halten. Es ist dies um so bedauerlicher, als auf Herrn v. Bötticher fast ausschließlich die Last der parlamentarischen Vertretung der Reichsregierung liegt und seine Abwesenheit wird schwer oder gar nicht zu ersetzen sein. Der wiirttem bergische Landtag ist am vergangenen Dienstag vom König in Person eröffnet worden. Die'Thronrede weist zunächst darauf hin, daß die im abgelaufenen Jahre gehegten Hoffnungen auf eine reiche Ernte nur in vermindertem Maße in Erfüllung gegangen seien. Dann zählt die Rede die Vorlagen auf, welche den Landtag beschäftigen würden; als eine der Vorlagen, welche den Landtag zunächst beschäftigen sollen, bezeichnet die Thronrede den Entwurf des Hauptfinanzetats für die' nächsten zwei Jahre. Schließlich spricht die Thronrede die Hoffnung aus, daß die Abgeordneten in einer den Bedürfnissen und Wünschen des Landes entsprechenden Weise ihre Aufgabe erfüllen würden. Die Angelegenheit der czechischen Schule in Wien wirbelt noch immer Staub aus. Nachdem der Wiener Gemeinderath erst kürzlich erklärt hat, daß die Errichtung der genannten Anstalt gesetzlich unzulässig sei, ist vom Rechtübureau des Wiener Magistrats gerade ein entgegengesetztes Verdikt abge geben worden. Das Gutachten des Rechtübureaus in der Angelegenheit der Czechenschule lautet nämlich dahin, daß durch eine Concessionirung derselben kein Gesetz verletzt worden sei. Die österreichische Regierung wird nunmehr wohl, gestützt auf dieses Rechtsgutachten, auf dem Jnslebentreten des genannten Pro jekteü bestehen. Es ist nach den neuesten Nachrichten nunmehr fest bestimmt, wo die Leiche Gambetta's ihre definitive Ruhestatt finden soll, nämlich in der Familiengruft Gambetta's in Nizza, wohin die Leiche heute verbracht worden ist. Bekanntlich wünschte der Vater Gambetta's das Letztere und hatte den Präsidenten Grövv telegraphisch ersucht, den Leichnam seines Sohnes nach Nizza zn senden, Nichtsdestoweniger hatten sich am Dienstag Abend einige Freunde Gambetta's nach.Nizza begeben, um dessen Vater zu bewegen, den Leichnam seines Sohnes in Paris zu lassen, welchen Wunsch man nur gerechtfertigt finden kann. Im Uebrigen vernimmt man noch immer von ehrenden Anerkennungen, die dem Wirken Gambetta's in seinem Vaterlande gezollt werden. Sowohl im französischen Senat wie in der Deputirtenkammer, welche Körperschaften am Dienstag wieder ihre erste Sitzung nach Weihnachten hielten, gedachten die betr. Alterspräsidenten Gam- betta's, dessen Verlust sie als ein großes Unglück für die Republik bezeichneten. Ferner ist von der Zkammergruppe der „republikanischen Vereinigung" beschlossen worden, eine National-Subscripttou zu eröffnen, um Gambetta ein Denkmal in Paris zu errichten. Von der Deputirtenkammer ist Brisson mit 280 von 319 abgegebenen Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt worden. - In Politische Ueberficbt. - . Gießen, 12. Januar. .- \lc l""gere Pause, welche die Weihnachtüfeiertage in unser politi- iches Leben gebracht hatten, ist nunmehr vorüber, da der Reichstag am Dienstag, den 9. d. Mts., und das preußische Abgeordnetenhaus am Mittwoch, den 10. x V;x l^re Verhandlungen wieder ausgenommen haben. Die erste Sitzung des Reichstages im neuen Jahre markirte sich besonders dadurch, daß in ihr and) der Reichskanzler Fürst Bismarck zum ersten Male seit dem Wiederzusam- mentritte des Reichstages am 30. November v. Js. anwesend war. Die Ver- .^9fn Trben rbur$ bie von den Abgg. Richter (Hagen) und Rickert ge- -T-rl '3nterpellQ*ton bezüglich des Verbotes der Einfuhr amerikanischen Schweine- sleffches eröffnet. Der Mitinterpellant, Abg. Richter (Hagen), begründete die ^nterpellatwn durä) den Hinweis darauf, daß die arbeiteuden Bevölkerungü- klasien auf den Genuß des amerikanischen Schweinefleisches angewiesen seien und führte dann aus, daß die Gefahr der Verbreitung der Trichinenkrankheit Schweinefleisch nicht so groß fei, als sie dargestellt TO£ « schließlich bezweifelte der Redner die Berechtigung de« Bnndesrathe« zum Erlaß eines derartigen Verbotes. Der Regierungsvertreter, llnterstaats- lecretar Marcard im preußischen Ministerium für Laudwirthschasl, lehnte e« ad auz die Interpellation näher einzugehcu, da ein Beschluß des Bundesrathes N^ch^anzler gestellten Antrag auf Ausschluß des amerikanischen ^ch^dflerscher vom Import noch nicht vorliege. In der nun solgenden Be- üJn Interpellation sprad, sich der secessioni,tische Abg. Kapp zu Gun- bnni Qu6; abcr seine Ausführungen seffelten die Aufmerksamkeit des 'n.vmnrrf Ll ^«„"'cht' denn noch vor Beendigung der "Rede Kapp'« ergriff Fürst D v°s llon«^°^ "geilte den. Reichstage mit, daß de/Kaiser au« dem mnRbe^»Reichshanptlaffe einen Beitrag für die Ueberschwemniten Xt X Vrft (i0()-000^ bewilligt habe. Der Kaiser bezwecke mcyl, wie Fürst Bismarck ferner ausführte, mit der verhältnißmäßig oerinaen ^ durchgreifende Linderung herbeizuführen, sondern m^bieT tanung der Nation dahm zu bethätigen, daß dieselbe mit eben solcher Theil- TI ? c J^^chbarn, den llnglücklicheii beispringe. Schließlich L sifLn0Ck ^ßr ^e!^ötan3lcr die den überschwemmten Landestheilen angehören- ani ^^"woch Abend besuchen zu wollen, um über die lebhnfh-n vertraulich mit ihm zu diücutireu. Rach dieser mit S !aU ousgenommenen 9tede war die Theiluahme au der „Schweine- ReüUtnt - Tsehen, wenn nicht die tapferen 115er auS Darmstadt m t ihren energischen Officeren, sowie dl - tbatkrästigen unermüblidxn und gewandten Pioniere unter ihrer trefflichen Leitung eingegriffeu hätten. H'.er ein Giebel c ngefallen. dort das Innere elneö Hauses zerstört, sogar ganze Häuser wurden durch den wüthenden Sturm weggerissen. LandwirthschaftlicdeS. Vertilgung der Blutlaus. NeMzotieura lauigera. Die Blutlaus, ober rooUtragenbe Apfeldaumrindenlaus, war zu Anfang unseres Jahrhunderts nur auf England beschränkt, sie erschien 1810 in Jers.y, 1814 m der Normandie, Bretagne und heute ist sie über ganz Frankreich verbreitet, sowie über einen großen Theil Deutschlands, namentlich am Rhein, Baden, Würtemberg und Hessen und id)dnl aUmälig immer mehr nach Osten vorzudrinaen. Die BluilanS, wegen ihr es rothen Fa'bstoffs so genannt, welcher durch Zerdrücken deS Körpers zu Tage tritt, kündigt ihre Gegenwart an jungen noch glatten Rinden de- Apfelbäume durch einen me ßen, wollig-n Streifen obn breiten Fleck schon au« einiger Entfernung an, denn ber Körper ber einzelnen ist mit einer wettzwolligen Ausschwitzung überzogen unb nach Art aller Pflanzenläuse sitzt immer eine ganze Gesellschaft faugenb bc-fammen Diese Laus nun saugt nach Durchstechung der jungen Rinde ben Splint ans Die verderblichen Folgen zeigen sich bald Wahrend der angegriffenen Stelle fortwährend Säst entzogen wirb, fließt ihr neuer zu, erzeugt durch die Arbeit der Zellen unter der Rinde, und diese veranlass n letztere zum Re tzen. An den Wänden her Risse sammelt sich immer mehr BildungSsaft an, dieselben schwellen krankhaft an und die Stelle erhält immer mehr ein grindiges, k ^hsartiges Aussehen WAl sich hier aller NahruvgSsast übermäßig anfummelt und höheren Theilen entzogen wirb, so kränkelt unb vertrocknet bas Obere schließlich ganz. Ans dem eben Gesagten geht hervor, baß Baumschulen unb Zwergdäume den Blutläusen d e genehmsten Saugstellen i»r r tb« Gießen, am 12. Januar 1883. Dr. Boekmann. Emballage frei ab Darmstadt li, 0* Prima frische Holsteiner llusterll empfiehlt 323 Carl ScKwaab s Aeliralessenhandlung lf II Weißbinderarbeit Er- Carl Srhuaab 8»"i neuen Zähre 1SS3 neu e s 91 b o n n em ent ein« und Verla«! von Ess zu u'ulcnucften timt n U Dabeim-Erpeditivn in Leipzig. I Coiffeur Gustav Gerhardt. if if ^chreinerarbeit Glaserarbert ^chlosserarbeit ft ff fr* rr ft ff ii 91.20, 32.20, 37.08, 147.70, l'.idv - ctuvibluibjcn für die t’crctn'b alle Reich'jvantncllen fo|k’itfrvl enig- n . Die Din 308 halb, f b.-.ue I tr Mit'«*' *1 .t is^ 29.» Ein Hcinc'S, schwarzes ‘^01111 intim mit OV'ldnvr verkauft 3* Oengstp Bäcker in .Uirchgöna V/jW1 5 rlSpfl sijr ni* *• w x j^r KeistrevoltNtS. Mette-Abfall-Seife per Psd. 00/5), Glycerin-Abfall-Seife per Pfd. 70 w flutcr Qualität zu haben bei Baron Dcbig's MaBto ■ Le^uiiiiaiose ■ Mciil Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst: Sonntag den 14. Januar (2. nach Epiphanias. Vormittags 9', Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Feier des heiligen Abendmahls im Abendgottesdienst: die Beichte findet unmittelbar vor dem Abendmahl statt. Donnerstag, den 18 Januar, Abends 8 Ubr, im Gymnasium: Bibel- stunde, Briet Pauli an die Galater Kap. 5,13—26, Pfarrer Dr. Naumann. otr Die PfarrgeschSfte in der Woche vom 14. bis 20. Januar besoral Pfarrer Dr. Naumann. ’ u s«h dicht t Volk *• " .l Ko^ Nicht *! "”b ^nittelt *• i'f? @t; ■' 5»a crt.."4 »’* '«* AJ.-tS*“’ I l •VS0“,°r «00 ^66^ b-sch-migt mit herzlichem Danke und Katholische 6emeinöc. 2. Sonntag nach Erscheinung des Herrn. ,, ... ,®on "* "br an: Beichte 8 Uhr: Frühmesse und Slustheilung der h. Communion. ’/JO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. . Srnlag Abend 4'^ Uhr, Samstag Morgen 8” Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr lsamstag Abend 515 Uhr. Maurerarbeit, veranschl. zu »M. 321.19, Zimmerarbeit Di- WereiitsötiikK m Ajcrlin '2Ietini OZrseNsttmft: (öninbetmita 1: 301\'• ;iin:ic . Mark: — emittir: und vulldczadlt: G Millionen Mark, Übernimmt die BOorgrmg d.H Siu un> Verkausv doricngailgigcr Wrnhpapiere zum osficiellcn Taqc^cour^ der Berliner B. rse, sowie die ÄnHtuhrung sonstiger bank» und dötten flc'it>äftU(bcr Crbrefl, inx^elouderc auch die to- fubrmiß von Börsen-ZeilgesLätten zu coulanteste: ikotnfliingvn. Tie von ber Sank in Ansatz stcdrachte Provisio. beträgt auctsehließlick) ein ^chnkol Procent. Ti. i^inzicstung von 5(n»vturyün*i. ^il-id.nden I-steinen und auoge5oo«leu Ktü.stea. 1 • . . c\m- trose ber Hkersoosungen. die ^inhosuug neue gouponsstogea wird den Kunden der Bank tvsteil- s eel unter Berechnung be> -itorto» besorgt. Ber iucrlbiiitü der in frember Militzr ‘inblbaren (>nnvono cinine 3dt vor 'Verfall zum teweiltgru Börsen 0"mirfc. Lombard-Darlcstne werden zu be<> <5our\M?ertb.v auf biriengäti-fge Wertstpavierc je noch QurUität der zu beleihenden aisecteu zu 5 biv 6*/i V*5t. per annum franco Pr0vi>0n geu'üürt. Baar-Deposttcu werden zur Ber zinstiilg entyrgellgeuommen, es detrS.. dtejeibe derzeit bei 'i .üz'dlb-nketi ohne vorbcric Kilndigung - pQt., bei etägig t 5X '.11 re» bei l4tägiger 3*'# rdi , b.i 110».!»cntnJ)Cr l :ü und bei 2 monatlicher Ktinddai leit 11 v rut. per I h frei von allen speien. — Domicilirung; oiivp-\e>queÄ» Be: 3n dem r'eipzigerstrasle 95, parterre, befindliche. Qürd)fe|flefd)iift der Bank wird der Nu,sah -.'o., aufilönblji.Mt PA'lblorten, sowie von Vionp.no be>. •X f'jN» bieten und durch sie am meisten gefährdet sind. Aber auch ältere Bäume gewähren ihnen Angriffspunkte, namentttch an schadhaften von Rinden entblößten oder an wunden Rindenstellen, die ihnen den Zugang zum Spl nt gestatten. Hier bringen sie dieselben grindigen Wucherungen zu Wege, verhindern bad Vernarben der Wunden und schaffen sich Vertiefungen und Veistecke, in denen man ihnen ohne Entfernung der Wucherungen und Glatten der Oberfläche absolut nicht bekommen kann An diesen Schlupfwinkeln sitzen sie klumpenweise in allen Größen al8 eine schmierige grauweiß- hornlose Masse, -reiche sich immer wieder auÄdehnt, wenn der sorglose Besitzer der Bäume sie unbeachtet läßt Auch an den Wurzeln hat man sie gefunden, wo die Wirkungen ähnliche wie an den oberen Theilen sind Hier oben, ooer in der Erde am Fuße der Bäume überwintern sie vorzugsweise. Mit dem Erwachen des thierischen Lebens finden sich auch die Blutläuse an dm obenbeziichneten Stellen ein als Larven und als erwachsene flügellose Geschlechttzthiere. Rach mehreren Häutung n werden sie geschlechtsreif und zeigen bei 1,5 Mm. Länge einen gewölbten Km per von röthlich-drauner Giundfarbe, welche durch we-ße und bläuliche Wollfäden mehr oder weniger verdeckt wird Jede Laus bringt, sobald erwachsen, lebendige Junge zur Welt Es finden sich 30—40 Eier tm Mutterleibe und ebensoviel Junge können geboren werden In der Regel finden 8 Bruten in einem Jahre statt, wodurch sich die schädliche und so rasche Ausbildung des Jnsecies erklärt, denn nimmt man mi Durchschnitt 30 Junge an, so gibt dies bei der ersten Brut 30, bet der zweiten 900, bei der dritten 27 000 und so fort, bei der achten Brut 57 Milliarden Läuse. Bei dm beiden letzten Generationen werden auch Larven geboren mit Flüg-l- ansätzm. Aus ihnen enistchen bei der letzten Häutung geflügelte Blutläuse. Dieselben sitzen anfangs zwischen den flügellosen Läusen, sobald sie sich entwickelt, erhebt sich eine nach der anderen, um in der Nachbarschaft Gründer einer neuen Kolonie zu werden. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die letzte Generation gegen Nässe und Kälte weniger empfindlich ist, oft lange in den Winter hinein an den Zweigen sitzen bleibt, sich erst nach und nach in die Nindenrisse, grindigen Wucherungen uno an den Wurzelhals der Bäume zurückzichl, von wo auö un Frühjahre die ersten Läuse erscheinen, wenn sie nicht im Herbste vernichtet wurden Es geht hieraus hervor, wie schwierig es ist, dieses so sehr gefährliche Ungeziefer zu beseitigen. Dre größte Achtsamkeit und Energie ist nölhig; denn wenn nur w-nige Znsccten leben bleiben, so vermehren sich dieselben so rasch, dag In kurzer Zeit die Bäume wieder davon bedeckt sind und d e Verfolgung von Neuem beginnen maß. Zunächst ist im Frühjahr, wenn die Colonien noch klein sind, mit der Zerstörung vorzugehen und muß man dabei auch auf die vereinzelt in den Knospenwinkeln sitzenden Läuse sein Augenmerk zu richten. Ferner ist im Sommer vor dem Erscheinen der geflügelten Läuse eine zweite giündliche Verfolgung oorzunehm-n, bam t diese nicht zur Entwickelung gelangen. Von allen bis jetzt angewandten Mitteln zur Vertilgung ist daS von Herrn HofgärMer Noack in Bessungen empfohlene das wirksamste. Die Flüssigkeit verbreitet sich leicht und bringt in alle Ritzen und Vertiefungen, so daß man sie nur mittelst einer Bürste oder eines Pinsels auf eine kranke Stelle zu bringen braucht, um alle daselbst befindlichen Läuse zu tobten. Ehe sich die Blutläuse im Wmter meist unter die Erde in die Nähe der Wurzeln ziehen, ist auch das halfen her Wurzeln zu empfehlen.. Dasselbe geschickt, indem man Kalkwasser auf die vorher blosgelegteu Wurzeln gießte Alle Mitt-l formen aber nur bann die Blutlaus gründlich vertilgen, wenn sie allgemein angewende' werden, denn wenn Jemand seine Bäume ganz befreit Hut und der Nachbar unterläßt es, so werden dem ersteren doch wiever die Blutläuse zugeführt und die ganze Ardett war umsonst. Die Losung muß fein : ^Allgemeine Vertilgung". Ans diesem Grunde kann auch die Vertilgung der Blutlaus durch die Behörde obligatorisch gemacht und den (Säumigen mit Strafe gedroht werden. Man sollte ober gar nicht auf solche Verordnungen erst wartrn, sondern jeder Apfelbaumbesitzer sollte, sobald sich die ersten Spuren der Blutlaus zeigen, sogleich „mit großer En-rg e «.die Vertilgung vornehmen, namentlich da ihm ein so bequemes M tlel geboten w-rd-. Das Vertilgungsmittel wird nebst Gebrauchsanweisung obgegeb n im Central- depct des Herrn Carl Gaulö, Generalagent, Haus-Str. 73 zu Darmstadt eine Büchse von tfg. 4 k JL 2,50 pr. Büchse, «chiffSdericht. Mitgcthcflt von dem Agenlen des Norddeutschen Llovd fn Zremcn. C. W. Dietz Nachfolger, Gießen. ™ U0’b lR !8 fernen, 8. Januar. Der Postdampfer Werra, Capt. I. Barre vom Noiddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. Deeember von Newyork abgeganaen ”ar' *•* ß'ftcrn 7 Abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Paffagiere, Post unb Ladung 9 Uhr ''benb« bie Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 167 Paffagiere und volle Ladung. ** trat« i! wj A-rt ■ -C. V-iNki’ I ■ =:■!« 1 , jaJ M» 7 2- " , je Ufitrr ■ #Llr j« ♦ 42.8 nt*l* ^rftfit?cttej.2475/8, Staatsbahnactten 279Vg, Galizier 251V«, Lombarden 116^Nord- weftbahnactien - Darmstädter-Bankactien 148'/ Oärschlesische E-R -Alck - Oefterr. Silberrente 66, 4% Ungar. Goldrente 72V° 4b/. lM^ ' 5% 1877r Russen 86'/./ 2. Orient-Anleihe 54^, Spanier M 'M? U^c. EgYPter 71"/,,, WSo Lm^ Werßbmderarbeit „ „ „ 128.80. Gießen den 12. Januar 1882. ^roßh. Bürgermeisterei Gießen. ^20 A. B r a m in. ,r 24 '21. Keller. Samflag den 13. Januar, Vormittags 10 Uhr, "erden auf der Baustelle des Louiö 8etri III. auf dem Asterweg eine große ?!arthie altes Bauholz, alte Bretter, ^erster, Thüren und alte Ziegeln ver- ? »tigert. 287 2 „ , 1,50 1 , „ 1 auf da« 71 A L . * ?rnfKmilienblatt mit Illustrationen. M 11 |1 E l III i(rfd)elnt wöchentlich und ist durch alle Buchhnud hingen und Postämter vierteljährlich für 2 Mk zu —-----beziehen. Kann im Wege de« Buchhandel« auch in Heften k 50 Pf. bezogen werden. Reichhaltigstes illustrivteS Familienblatt mit kleiner illustrirter Zeitung unb wirksamem Anzeiger. grobeniiminrrn sind in allen Bnchstandlnngcr» gratis 311 Havert. Probcqnartale burd) solche 311111 Preise von 2 Mk. 311 fezieNen. ■ ":I ffjldtfS blfTBOB Y» Off >a fiüvdütr UT-», n Wetzlar 7-'. 94», 11», l2*, 3", 4», ll , 910», uw, 12*. EmS-Eoblenz 9", l2*, 3>s, ßw, 9<°,12*. Deutz ll38, 4", 11'20. Fulda 11», 420, 10. Lauterbach 8«, ll25, 4=9, 10. Gelnhausen ll2", 3*>, 6* Nidda 6”, 930, 3^ v^». * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffer» die Nachtstunden. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der B.r ii l> l'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Giesse».