* 40), 2C<), mit an eine SHen. § Hauses urn mit Walt. Kn lin- N, zu 1 DttT -mVordm ^.Oktober dter-Thor. 6i4 )u ver- irach.-Str. Vorher: imrn nebst Mhen. 'W19. vtrmichn. lügelsgaste. )en." frandgasse. DrGrob- nberincit zu Z» beziehen. n-Bäue 27. ^nTieiib hen. wahranstalt. rrer, W. ist eine ei a Wort zu beordert bie ohnung billig Wohmmg per osstraße 11. zeigen. Mmädchm rt Qt/ud/t itn Haus" zu er gesucht -ustabl 55. ing gesucht., lterslveg 3. U-rk zesucht- -SÄ-Hrd b-> «. iemvegj% Hamev- ;eltersrveM ©erUf« !a ötrne« B -tr. 2S7. Freitag den 12 October L88S Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohr'. Durch bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. JB1WBMWI1IBI mHTJITn IJtiiWJimA L.JJ L., IUIJ41.J..1 .1. XU U.i -.u, ____i_ i 11 ______i.jl.iilif.imul.iiij __________________- . Amtlicher Hheil. Betreffend: Feldwege-Anlage in Flur VI der Gemarkung Staufenberg. Bekanntmachung. crr Ate Wahl von drei Sachverständigen mit drei Stellvertretern zur Dollzugs-Commisston für die Anlage von Feldwegen 2c. in Flur VI der Gemarkung Staufenberg ö ° a foll Montag den 22. L M., von Vormittags 10 Uhr an, auf dem Rathhause zu Staufenberg vorgenommen werden. Die Wähler haben in drei nach dem Grundsteuerkapital ihrer bei dem Unternehmen betheiligten Grundstücke gebildeten Abteilungen abzustimmen. Wem nur auf^e bezüglichen Stimmberechtigten-Listen, welche auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei Staufenberg eingesehen werden können, Bezug nehmen, aden wir die Wähler der dritten Adthetlung, zu welcher diejenigen gehören, welche ein Grundsteuerkapital bis zu 1 fl. 27 kr. ausschließlich eptzen, em, am genannten ^age von IS bis 10% Uhr Bormittags, ferner die Wähler der zweiten Abtheitung, welche ein Steuerkapital von 1 fl. 27 kr brs 3 fl 3 kr. emschlreßlrch haben, von 11 bis 11% Vormittags, endlich die Wähler der ersten Abtheilung, welchen ein Steuerkapital von mehr als 3 fl. 3 kr. zusteht, von 12 bis 12% Uhr, an dem vorerwähnten Tage abzustimmen, alle drei Abteilungen aber unter dem Anfügen, daß, Ann eme Wahl m dresem Termin nicht zu Stande kommt, die Ernennung der Sachverständigen und deren Stellvertreter durch uns erfolgen wird. ^ede Abtherlung hat einen Sachverständigen und einen Stellvertreter desselben mittelst Stimmzettel zu wählen. Da diese Sachverständigen die in dem betreffenden Felde vorkommenden Bodenarten und deren Werthe zu ermitteln, ferner alle nöthigen Abschätzungen vorzunehmen und die m Ausführung kommenden Pläne mitzuberathen haben, empfiehlt es sich, zu diesem Amte tüchtige Landwirthe zu wählen, welche ihrer Afgabe gewachsen sind und welche das volle Vertrauen der Unparteilichkeit genießen. Die Stimmberechtigten sind jedoch befugt, auch bei dem Unternehmen Vetheflrgte, dellen sie ihr Vertrauen schenken, zu wählen. y y 7 Gießen, am 10. October 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. - __________________Dr. Boekmann. Politische Ue-ersieht. Gießen, 11. October. Der Reichskanzler Fürst Bismarck gedenkt, wie sich die „Rordd. W Ztg." aus Friedrichsruhe melden läßt, einstweilen noch auf seinem lauen- burgischen Landsitze zu verweilen, gegen Weihnachten aber, nach kurzer Anwesenheit in Berlin, mit seiner Familie nach Varzin überzusiedeln, um daselbst das jest zu verleben. Der Gesundheitszustand des Fürsten soll im Allgemeinen ein befriedigender sein. Daß der leitende Staatsmann vorläufig der Reichshaupt- Itadt noch fern zu bleiben gedenkt, deutet darauf hin, daß wichtige Ereignisse m der europäischen Politik nicht erwartet werden und kann man die andauernde Abwesenheit des Reichskanzlers von Berlin als ein friedliches Symptom für die allgemeine Lage ausiassen. Zu Betrachtungen über die innere Politik liegt noch immer mig Stoff vor, da die Vorlagen, welche den preußischen Landtag und den ' ^chstag beschäftigen sollen, bis jetzt nur spärlich an das Tageslicht treten. Vas das „Actiengesetz" anbelangt, mit welchem sich gegenwärtig der Bundes- MH beschäftigt, so zielt daffelbe auf eine Reform der in Bezug auf die Actien- । Gesellschaften bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und zerfällt in vier Abschnitte. Der erste derselben handelt u. A. von der Haftung der Gründer, der Abände- Wg des Inhalts des Gesellschafts-Vertrages u. s. w., die Artikel des zweiten Abschnitts beziehen sich auf das Rechtsverhültniß der Actionäre, der dritte Abschnitt V ® die Rechte und Pflichten des Vorstandes fest und der vierte Abschnitt be- D W die Auflösung der Gesellschaft und die Liquidation derselben; den Beschluß ganzen Gesetzes bilden die Strafbestimmungen. Reben diesem Gesetze liegt M BundeSrathe noch eine ganze Reihe anderer Gesetzentwürfe vor, deren ^ledigung in nächster Zeit erforderlich ist und gilt dies namentlich von Ver- Mtungs-Angelegenheiten. Auch die Entwürfe eines internationalen Ueberein- Mmens über den Eisenbahnfracht-Verkehr nebst Ausführungs-Bestimmungen mo dem Bundesrathe vom Reichskanzleramte zugegangen. In München hat am Montag der Delegirtentag des bayeri- M Handwerkerbundes stattgefunden und waren 74 Delegirte als Vertreter 41 Vereinen erschienen. Angenommen wurde u. A. der Antrag, gewerbliche nlr Unb Bezirksverbände im ganzen Königreich zu gründen; bezüglich des Mfchlusses an den deutschen Handwerkerbund wurde beschlossen, daß es den ^izelnen Mitgliedern freistehen solle, demselben beizutreten. Bei Berathung des mtrages auf Trennung der Gewerbe- von der Handelskanuner wurde die Ein- e^ne§. gleichmäßigen Wahlmodus angenommen, durch welchen Handel w Gewerbe in gleicher Mitgltederzahl vertreten sein sollen. Gegen das Projekt er Gründung von Osficiers-Consum-Vereinen sollen Schritte bei der Staats- Gerung, beim Landtag und beim Reichstag eingeleitet werden. Die Ermordung des Ober-Richters von Ungarn, Barons oeorg v. Majlath, hat nunmehr ihre vorläufige Sühne gefunden, indem die rei Teilnehmer an diesem Verbrechen, Pitely, Berecz und Spanga, zum Tode ewttheilt worden sind. Die drei Verurtheilten haben appellirt, aber nur die "ade des Kaisers kann sie vom Stricke retten und es ist nicht sehr wahr- «ich, daß der österreichische Herrscher in einem so schweren Falle, der weit ver die Grenzen Ungarns Aufregung und Entrüstung hervorrief, Gnade für ^gehen lassen wird. — Am Samstag hat im ungarischen Unterhause die e^atte über die kroatische Frage begonnen. Dieselbe bot indessen an diesem W nichts Bemerkenswerthes und konnten von keiner Seite neue Momente UM gemacht werden. Die Debatte dürfte noch rnehrere Tage in Anspruch Die Pariser politischen Kreise werden durch den Rücktritt des Egsmmisters Thibaudin noch immer in erster Linie in Anspruch genommen. * mrd versichert, daß der Ministerpräsident Ferry von Herrn Grevy kategorisch die Demission Thibaudin's verlangt, daß aber Herr Grövy erst dann dem Drängen Ferry's nachgegeben habe, als von Letzterem mit,dem Rücktritt des Gesammt-Ministeriums gedroht worden sei. Die radikalen Blätter, deren Günstling bekanntlich General Thibaudin war, bemühen sich, denselben in Schutz zu nehmen und'wütheu gegen-Ferry, den sie-anklagen, daß er durch den erzwungenen Rücktritt Thibaudin's der deutschen Politik zu einem Siege über die französische verholsen habe. — In Bezug auf die Tongking-Angelegenheit hat in der letzten Zeit wenig Neues verlautet. Amtliche Berichte aus Haiphong vom 26. v. Mts. besagen, daß die „Schwarzen Flaggen" begonnen hätten,'sich auf Laokai zurückzuziehen. Die annamitifchen Bevollmächtigter waren iw Haiphong angekommen und standen im Begriff, sich nach Hanoi weiterzubegeben. Rußland trauert an dem Grabe seines großen National-Dichters, Iwan Turgenieff, dessen irdische Ueberreste am Dienstag in Petersburg zur letzten Ruhe bestattet worden sind. Turgenieff hat namentlich die Verhältnisse in der russischen Gesellschaft und überhaupt die russischen Zustände mit meisterhafter Hand gezeichnet und auf die russische Verwaltung fällt hierbei manch' grelles Streiflicht. Man hat sogar Turgenieff für einen verkappten Nihilisten gehalten, ohne daß indessen diese Behauptung durch unwiderlegliche Thatsachen erhärtet worden ist. In Deutschland zählte der Dahingeschiedene zahlreiche Verehrer, was aber an dem Umstande nichts ändert, daß Turgenieff kein Freuno der Deutschen gewesen ist, wenn er auch nicht gerade ein Feind Deutschlands genannt werden konnte. Turgenieff theilte eben nur das Schicksal vieler gebildeten Russen, welche, ohne sich selbst eine klare Rechenschaft darüber geben zu können, in die Feindseligkeit gegen das neue deutsche Reich hineingerissen worden sind; dessen ungeachtet wird aber das Andenken des Dichters von „Neuland" in Deutschland stets in Ehren stehen. 3n_ der Schweiz nimmt die Agitation gegen den weiblichen Anführer der englischen „Heilsarmee", Dtiß Booth, welche gegenwärtig nebst ihrein Generalstabe die Schweiz mit ihrer Anwesenheit beglückt, immer größere Dimensionen an. Am Montag fand in Neuenburg eine Versammlung von etwa 8000 Bürgern aus den: ganzen Canton statt, welche einstimmig eine Resolution, betr. die Ausweisung der Heilsarmee, annahm. Die Versammlung verlief sehr ruhig und würdig und sandte am Schluß eine Deputation an die Cantons- Regierung ab, um derselben das Vertrauen der Versammlung auszusprechen. Die Verhandlung gegen die des Landesverrathes angeklagten Mitglieder des norwegischen Staatsministeriums ist nunmehr für sämmt- liche Angeklagte auf den 1. December verschoben worden. Die norwegischen Radikalen würden vielleicht besser daran thun, die Anklage gegen das Ministerium ganz fallen zu lassen, denn viel Ehre legen sie mit dieser tragikomischen Affaire gerade nicht ein. Aus Belgrad kommt die bedeutungsvolle Nachricht, daß König Milan die Officiere der Belgrader Garnison zu sich beschieden und denselben die Hoffnung ausgesprochen habe, daß er den bei den Wahlen siegreichen revolutionären Elementen gegenüber auf die Hülfe der Armee rechnen könne. Die Officiere hätten sich jedoch schweigend verhalten und der König sie nach einem viertelstündigen Monolog entlassen. — Der frühere Ministerpräsident Pirotschanatz ist zum serbischen Gesandten in Wien designirt. Deutschland. Darmstadt, 9. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 3. October den Pfandmeister bei dem Rentamt Alsfeld, Johannes Grünewald, in gleicher Diensteigenschaft an das Rentamt Gießen zu versetzen, sowie an dems. Tage den Steuerausseher Jacob Debo zu Darmstadt zum Pfandmeister bei dem Rentamte Alsfeld zu ernennen. Telegraphische Depeschen. WoLff'S lelegr. Correspondenz-Gursarr. Berlin, 10. October. Die Zeitungsnachricht von der Umänderung des Reglements für die Prüfung und Vorbereitung zum höheren Just-zdtenst, ist der „Post" zufolge ohne jede Begründung. — Nach einem dem Präsidenten der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin und stellvertretenden Vorsitzenden der Polen commission, v. Schlein tz zugegangenen Telegramm passirte der deutfche Sckooner „Germania", welcher die nördliche deutsche meteorologische Expedition nach Kingawafiord im Cumberland-Golf gebracht und von dort nach einjährigem Aufenthalte die Exmd'tion wieder abzubolen H ute, auf der Rückreise den Penthlandfjord , f r ,ri Breslau, 10. October. Staatsnnnister Dlüybach ist zu mehrtägigem Aufenthalte gestern Abend hier eingetroffen. Wien, 10. October. Der „Neuen Fr. Pr." zufolge ist die Ratification der Pforte betreffs des Eifenbahn-Anschluffes in Wien eingetroffen. Der Austausch der Ratificationen erfolgt, sobald die serbische und bulgarische Urkunde einlangt. Pesth, 10. October. Der Beschlußantrag des Mmister-Präfidenten Tisza in der kroatischen Frage, welcher besagt, daß das Haus das bisherige Vorgehen der Negierung billige und dieselbe ermächtige, auf Grund des seit 1868 bestehenden Gebrauchs die jetzigen Staats-Wappenschilder zu belassen, dort jedoch, luo bisher Wappen mu anderer Umschrift gebraucht ronrt^Ji und durch neue ersetzt werden sollen, Staatswappen ohne jede Umschrift anzubringen, wurde heute mit 187 gegen 105 Stimmen angenommen. Paris, 10. October. Unterrichtete diplomatische Kreise dementiren formell die Meldung der „Times", das; Nunez die eventuelle Ordre erhielt, Paris zu verlassen, töten versichert, daß die spanische Botschaft bisher keinerlei neue Instructionen aus Madrid erhielt. Der Besuch Nunez' heute Vormittag bei Ferry hänge gar nicht mit den Ereignissen vom 29. Septbr. zusammen. — Dem Vernehmen nach wurde der Marseiller Präfekt Poubelle zum Seinepräsekt ernannt. — „Liberte" sagt, die Regierung empfing noch keine Bestätigung über die Anknüpfung von Verhandlungen mit den „Schwarzen Flaggen." Die letzten Instructionen an Harmand verpflichteten denselben, in den militärischen Dispo sitionen nichts zu ändern. Vor der Eroberung von Sontay Bacnink werde kein Vertrag abgeschloffen. Kopenhagen, 10. October. Im Folkething theilte der Marineminister mit, der dänische Nordpol-Dampfer „Dijmphna" habe bei Vardoe geankert. London, 10. October. Die „Times" will wissen, General Wood hätte vorgeschlagen, die Ordnung in Egypten mit eingeborenen Truppen aufrecht zu erhalten und die Mehrzahl der englischen Truppen zurückzuziehen; die „Times" hält indessen den Augenblick noch nicht für gekommen, wo die Regierung die Truppen, ohne die Vorsicht außer Augen zu setzen, zurückziehen könne. Kairo, 10. October. Das Amnestie-Dekret des Khedive, sowie das Dekret, betr. die Auflösung der Kriegsgerichte, sind nunmehr amtlich publicirl wortien. Die Wahlen zur Legislative werden vor Ende des Monats beendigt sein. Die Einberufung der Notabelnkammer, des gesetzgebenden Rathes und der Provinzialräthe erfolgt voraussichtlich im November. Newyork, 10. October. Die republikanische Majorität bet den Wahlen in cv0IDa nird am 30,000 Stimmen veranschlagt. Das Resultat der Wahlen in Oh o steht noch nicht fest. Anscheinend erlangten die Demokraten eine kleine Majorität. Arrßtand. Petersburg, 9. October. Das L-tchrnb-gangniß Turgenstffis bat heute in festlichster Weise ftattgefunben. Schon frühzeitig hatten sich die Thetlnehmer der Pro- c-'ssion mst Kränzen vor dem Warschauer Bahnhof aufgestellt, während auf dem schwarz brapirten Bahnhöfe die Geistlichkeit, die officiellen Persönlichkeiten und die Ordner der Proc-ssion versammelt waren. Rach Ankunft des Bahnzugs m',t der Leiche wurde zu- nächst auf dem Bahnhöfe eine kurze Andacht gehalten, hierauf setzte sich der Zug nach dem Kirchhofe in Bewegung. Dem mit goldenem Baldachin versehenen und mit Kränzen bedeckten Leichenwagen vorauf gingen die verschiedenen Deputationen mit ihren Kränzen und die Geistlichkeit; unmittelbar hinter der Leiche schloß sich das endlose Trauergesolge an. Die Straßen, welche der Zug passitte, waren auf beiden Seiten mit einer zahllosen, in thesinahmsvollem Schweigen verharrenden Menschenmenge besetzt, welche bei dem Annähern der Leiche ihre Häupter entblößte- Mittlerweile hatte in der Kirche des Friedhofs das vom Bischof Sergius c lebririe Todtenamt feinen Anfang genommen; beim Eintreffen der Leiche wurde dieselbe auf den prächt'g-n, mit Blumen und Gewächsen geschmückten Katafalk gehoben und die Einsegnung vollzogen Hierauf ward der Sarg nach der Gruft hmausgetragen, deren Wände mit blauem Atlas ausgeschlagen und mit frischen Blumen geschmückt waren. Als der Sarg in die Gruft gesenkt wurde, sprach der Bischof Sergius den Segen; h'erauf nahmen die Rectoren der Petersburger und der Moskaus Universität, sowie die Schriftsteller Grigoro- witsch und Plestjescheff zu Trauerreden um den Verstorbenen das Wort. Unter den auf dem Sarge liegenden Kränzen befand sich auch ein von der Familie Viardot und em vom Verein der Berliner Preffe gespmdeter. Morgen Abend findet eine vom Comtte der „Gesellschaft zur Unterstützung hülfsbedürstiger Schriftsteller" veranlaßte Gedächt- nißfeier zu Ehren des Verstorbenen statt. Darmstadt, 10. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog ernpfin- . am beute den Major Winter, Hauptmann Nonneberg, Premierlieutenant Dannetl und Secondelieutenant Stumps, sowie den Oberstabsarzt 1. Klasse Dr. Zimmermann vom 2. Großh. Infanterie-Regiment (Grobherzog) Nr. 116 aus Gießen. DarmNadt, 9- October. Heute trat die evangelische Landessynode die zum letzten Male im März 1880 hier versammelt gewesen, wieder zusammen. Nach stattgehabtem, von dem Präsidenten Eigenbrodt gesprochenem Gebet, machte derselbe Mit- Oheilung von dem inzwischen erfolgten Ableben ber Mitglieder: der Dekane Ebel, Groh und Netz, sowie des Bürgermeisters Heim bürg. Die für biefe en. berufenen Stellvertreter wurden alsdann verpflichtet und an Stelle des durch feine Beförderung ausgeschiedenen Professors Köhler Dekan Walther fast einstimmig iUm ’unte? b5enamu'1en@tn!äufen,' die meist bereits früher zur öffentlichen Kenniniß gekommen, befindet sich auch -in Antrag des Abg. Dt-sf-nbach wegen Errichtung -wer landesk^rchttchen^CentralbibUoch^k^^o M ^ch-ogesetzes, die Erhaltung der k-rchl.chen Ordnung in Bezug auf Taufe, Trauung und Confirmation. In der Generaldeba t- vertrat Müller (Alsfeld) die Anschauung, daß die strengen schlichen Zuchtmlltel nur auf dem Papier durchführbar erscheinen, daß man bei Mißachtung der.Taufe und Trauung nicht weiter gehen dürfe, als Entziehung des octiven und passiven Wahlrechts. Gehe man weiter, so beschwöre man eine große Gefahr sür die Kirche herauf. Dieffenbach führte, auf entgegengesetztem Standpunkt wie der Vorredner stehend, aus, daß die heidnischen Elemente, welche sich der einfachstenOrdnung der Kirche nicht füaen wollen und die sich Dank der liberalen Gesetzgebung überall bilden, ausgeschieden werden müssen, die blose Entziehung des activen und passiven da diese El'mente hieraus keinen Werth legten Warum wolle man der Kirche nicht das Recht eimäumen, das jeder Privaiverein besitze? Obe,-Consistorialra1h Professor Köhler betonte daß bk Vorlage §^n ei geldliches Kirchenzuchtgesetz sei, sondern nur die Ordnung in der Kirche aufrecht erhalten wolle, daher eine Ausschließung vom Abendmahle für solche Verletzungen, wie Verweigerung der Taufe und Trauung, nicht ftatihafl erscheine und das Ktrchenregiment daher in dieser Beziehung eingebrachten Anträgen entschieden entgegentreten müsse. Curtmann, welcher diesen Ausführungen vollständig beipflichtete, erklärte sich entschieden gegen eine Kirchenzucht, für die Dieffenbach nochmals entschieden i>tttratc!n~ber Sp-cialb-raihung wurde zunSchst die Bestimmung angenommen, bah bie kirchliche Trauung verweigert werden soll: a. bei Ehen zwischen Christen und Nicht- christen, b. bei Mischehen, wo sich der evangelische Mann verpflichtet, die Kinder in einer andern Religion erziehen zu lassen. Ueber die Frage, ob auch die Trauung von P rsonrn, welche wegen Ehebruchs geschieden worden, und die nun mrt dem Mitschuldigen eine neue Ehe eingehen wollen, versagt werden soll, entstand eine lebhafte Debatte, in welcher Dieffenbach und Rieger die kirchl.che Trauungi tn solchen Fallen absolut verwarfen, andererseits verschiedene Mitglieder die Möglichkeit gewahrt wissen wollten, daß in Ausnahmefällen mit Genehmigung 'der oberen kirchlichen Behörden doch eine kirchliche Trauung stattfinden könne. — Das Resultat der Debatte war, daß das unbedingte Verbot der Trauung in solchen Fallen mit allen gegen 17 ^Fermer genehmigte' man die Bestimmung, daß nach Beschluß standes di- kirchliche Trauung versagt werden kann, wenn die begehrte kirchliche Handlung als eine „Entwürdigung" derselben erscheinen würde. — Das Verfahren, mit der „seelsorgerisch - ernstfrcundlichen Ermahnung" beginnend, worauf schriftliche Aufforderung des Kirchenvorstandes die versäumte kirchliche Trauung oder Taufe nach- iubol-n, folgen foU, rtef wiederum eine lebhafte, jedoch keineswegs tnier-ssante Ver- Handlung hervor. (N. H- -15.) g © f ä I e G Gießen, 11. Oktober. fSte, bl'.chkeit in Gießen-l Die Sterblichkeit in Gießen blieb auch in der veifloffenen Woche vom 30. September bis 6. October ein? geringe, es ereigneten sich im Ganzen nur 4 Todesfälle und zwar bei Erwachsenen und Kindern zu gleichen Theilen- Eine Person starb an Lungenschwindsucht, die andere an Gehirnschlag. Bei einem nur einen Monat alten Kinde, das bet Lebzeiten nicht von einem Arzte gesehen worden war, konnte keine Todesursache angegeben werden, das andere starb an allgemeiner Abzehrung Gießen, 11. October [12 Sitzung der Großh. Handelskammer am 14. Auguft.j Anwesend die Herren L- Georgi, Stellvertreter des Vorsitzenden, S. Heichelheim, A- Katz, R. Scheel und A. Zintzer. Nach Erledigung der Eingänge kommt die von dem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz übersandte Tagesordnung für die am 23. August ftatiftnbenbe Sitzung des Großh- Hessischen Eisenbahnbeiraths zur Berathung. Von Interesse für unseren Bezirk ist die von der Direction der Main-Neckar-Bahn für den Wmter beabsichtigte Verlegung des seither in Frankfurt a. M- um 9 Uhr nach Darmstadt abgebenden Frühzuges auf 8 Uhr 50 Min. Da der erste von Gießen nach Frankfurt a- M. fahrende erst 8 Uhr 42 Min- eintrifft, so würden nach her beabsichtigten Abänderung der Äbsahrtzeit des 9 Uhr-Zugs die vor- Gießen kommenden Reisenden bet der geringsten Verspätung den Darmstädter Zug nicht mehr erreichen. Ans diesem Grunde wird der Delegirte der Handelskammer Gießen beauftragt, gegen die Früherlegung des in Rede stehenden Zuges zu protestiren, eventuell auf früheren Abgang des 6 Uhr 40 Min. Zugs ab Gießen zu bringen- , „ „ . . ..... Der Königliche Vic consul für Spanien in Mainz, Herr Preetorius, theilt mit, daß er wieder Ursprungszeugnisse für Spanien auszustellen ermächtigt fei. Die Kammer beschließt Veröffentlichung dieser Mittheilung in den hiesigen $latt2$‘on der Eisenbahndirection Hannover geht ein Verzeichniß von Stationen der Main-Weser-Bahn ein, von welchen Spiritus-Transporte zur Versendung gekommen sind und fragt an, ob von den genannten Stationen auch Spiritus-Transporte zum ' Export erwartet werden könnten, da für die Ausfuhr von Spiritus^nach der Schweiz und itach Frankreich, sowie im Transit durch diese Länder nach Spanien ermäßigte Tarifsätze zur Einführung gelangen sollten. Die Kammer beschließt, darauf im bejahenden Sinne zu antworten. — [13 S'pung der Großh. Handelskammer am 26 Septembers Anwesend dü Herren 2 Georgi, Stellvr.Meter des Vorsitzenden, S. Heichelheim, A. Katz, F. C- B, Koch, A. Kraatz, R Scheel, E- Silbereisen, A. Zintzer. Mitgttheilt und erledigt werden die E'.ngänge Nr-303-3ol- Von der Effenbahndirection Hannover ist ein Schreiben eingelaufen, welch,, genaue Mittheilungen darüber verlangt, von welchen Stationen der Matn-Wefer-Bryn Exportsendungen von Spiritus nach Frankreich und der Schweiz rcsp. Spante« j» erwarten seren. — Die Kammer beauftragt Herrn A- Katz, die ersocderlichen Ermlrta 9 Die^Handelskammer Offenbach theilt mit, daß dieselbe für die TagesordniUig des nächsten Hessischen Handelskammertags 2 Anträge angemeldet habe - 1^ Le Agitation wegen Einführung einer zweiten ernMigten ^^üUtklasft ^der mrzü. nehmen; 2. auf den Erlaß gesetzlicher Vorschrrften behuss richtiger Führung M 6anbCl®S A^Sg°^b"ig°g-b°n-n M0. 0- weib.n zunächst ,n ffiltculatlon fl Ein an dce Großh. Handelskammer gc^chtetes Schretoen macht auf bte lln- zuträglcchketten und Gefahren aufmerksam, welche urit dem derzeitigen Uebergang LM südlichen Ende des Main-Wcser-Bahnhoss verbunden find Und ersuchtdie Handelskammer, auf eine Beseitigung de selben hmzuwllkcn. Die Kammer beschlttßt. vE eine mottvirte Eingabe an bte Eisenbahtidireclion in Hannov.r zu richten und Absor>!I davon der städtischen Behörde zuzustellen- . m m Die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Bezirks-Cisenbahnbetraths zu Frankfurt a. M ist eingelaufm- Von den elnzllnen Positionen derselben ist von «u- gemeinen Interesse nur diejenige, welche sich auf das Dispositionsrecht des AbsemaS °°n dahin, in dieser Frage .« seither von der Kammer darin eingenommenen Standpur kt festzuhalten. Gicstcn, 11. Dciobcr. Di- di-Sjäbrige GeneraIversammlung des lo^ Wirth sch li'chen Vereins für die Pro ° tnz Ob er h essen wwd amZlOci« Vormitlaqs 11 Uhr. «m Gasthaus zum E'nhorn m Gich-n aiigehatten. Sie 03^ orbnung 'fit ane folgt f-flgestellt: 1) R-Äenschos!Sablage. 2) Die ^ragc der H.M der Wewe. culiur und d e Errichtung von Weiden-Flechtschulen in der Prov!nz 3 D Frage der Abänderung des jetzt noch vorwiegend best-hrnd-n Modus bei der,GemeW. bullenhaltung, resv. der Erlassung eines Gesetzes über Bullenhaliung thum Hessen 4) Di- Frage des «ctrieds des Hufheschlaggcwerbes. tnsonbeihest b^ieale, ob die^Zuiassung zum Betrieb dieses Gewerbes von einem P>lüsungszeugniß abhM, gemacht werben soll. 5) Die Frage, ob es nicht "Naereigt erscheine von S°sten ^ auf Kosten des landwirthschaftlichen Vere-ntz von Oderheffen einige Exemplare englischen DevonshireMace anzukaufen und etwa an die Vereme ^r Zucht und 15 edelung des Vogelsberger Viehes abzugeben. 6) Die Frage der ^lfführung ei, allgemeinen Zwangs.-Hageiversicherung. — Der Gcneraloersammlung geht um » h eine Ausschutzsitzung voraus. Gießen, 11. October. [Theater.! Die zärtlichen Verwandten vo R. ®en^öcn ^hi^jchen Stücken, - es sind über achtzig - mit denen der PeriA unsere Sühnenllteratur bereichert hat, zeigt sich überall seine ^umonst sch J ! Sein Witz liegt nicht so sehr in der Conoersation, als in der Situaton, inifl scenischen Kombinationen, heiteren Verwickelungen,Verwechselungen und st . i Vertauschte Briefe, verwechselte Personen, gcftoik ^;«be^ou3 ftnb eben o ftereom i feinen Dramen, wie moralische Jünglinge^, etwas wrlde Jungfrau n, ^j h und lächerliche alte Junggesellen. ^Die zärtlichen Verwandten gehöre . zu • «KÄ"S*®—«. «i»»» ' zeichnete seinen Anatole Schummrich mit so sicheren Strrch m ß er eines solchen Ausbundes von sader Born'rtheit glauben machte, nur h^t^ w . laut sprechen dürfen, ohne an Wirksamke-t zu . 'hatten den Charakter Damen Pögner I. (Irmgard) und ^el^e.nr, A i alückliche Laum . Rollen aufs treueste erfaßt und trugen wesentlich dazu bei, die gtucrueyc 'tr wenige Freit h®' U CäH 2» s? sSb, St MtzUNg Uli tettatf’f i Ausgebot i ■ mnkfurhic A.00, Strohs 'M * 120, Si per/ M Jk. oA § :JL 0.75-1.30, E Mburg, 10. rtijeiibX-.-, Sn -• '"Ä A?» Berge! w Lhsussm ? herstÄMg -i md Emnialz! *»!hÄs der ( ,-)in am Stuägang Ufa mchstehe^ Nn, Mansch Mng ton ca. • iV*|ter jU N von 17c Wentsteinen i*) |tt . ''N von 30C Man jen |';llNüienben ^dieSngebc Äsender A • für IIS* :'*«fp‘rinbe Mit n D Ür. L- Biedenkopf (an der Cölbe-Laaspher Eisenbahn). An dem vorigen hiesigen Markt waren angetrieben 643 Schweine und 27 Stück Rindvieh; verkauft wurden 450 Schweine und 10 Stück Rindvieh. Der nächste Vtehmarkt findet Dienstag den 16. October d. I. statt. — Eine unter Streifband zur Post gelieferte Drucksachensendung war kürzlich von einem gewissen Postamte von der Beförderung gegen die ermäßigte Taxe für Drucksachen ausgeschlossen worden, weil außer einer den Inhalt betreffenden Rechnung auch noch eine Freimarke beigefüat war. Dem Absender wurde auf seine erhobene Beschwerde von der zuständigen Oberpostdirection erwidert, daß es unstatthaft sei, im fraglichen Falle eine Freimarke beizufügen und daß es deshalb gerechtfertigt sei, die bezeichnete Drucksachensendung von der Postbc Förderung auszuschlteßen. Mit diesem Bescheid wandte sich der Absender an das Reichspoftamr in Berlin in einer Beschwerde, worin er ausführte, daß alle durch Buchdruck, Kupferstich u. s. w. vervielfältigten Gegenstände, welche nach ihrer Form und sonstigen Beschaffenheit zur Beförderung mit der Post geeignet seien, nach der auf Grund der Vorschrift des § 50 des Gesches über das Postwesen erlassenen Postordnung vom 8. März 1879 (§13) gegen die ^ Drucksachen ermäßigte Taxe befördert werden könnten. Das Reichspostamt in Berlin hat auf diese Vorstellung es für den inneren deutschen Verkehr für zulässig erklärt, den Drucksachensendungen, welche gegen das für dieselben festgesetzte ermäßigte Porto befördert werden sollen, eine Freimarke für die Frankirung bei der etwaigen Rücksendung der Sendung betzufügen und hat die zuständige Oberpostdirection Auftrag erhalt^!, das betreffende Postamt mit Anweisung zu versehen. Vermutlich sind sammiliche Postanstalten inftruirt worden. Diese Entscheidung ist für Kaufleute, Buchhändler, Lotteriecollecleure rc. von großer Bedeutung. Herbst- u. Mmtersaison 1883(84 6601 H die ist 8. Weimerslieim MMpr Ca. 30000 Mark 6751 gegen 1. Hypothek zu leihen gesucht. i Gefl. Adressen an die Exped. ds. Bl- I erbeten. 6714 Vergebung von Chsussirungssrbeiten. Jeikgevotenes. Gänseleberwurst, Trüffelleberwurst, Sardellenleberwurst, 'iöühltn in ■« Wahlen in en eine kleine Slerbl'chkiii in 6. Oktober ein» stmGm M t, die anbere an leiten mit oon >en werben, brä Mein Lager in Damenkleiderstosfen, 10 Uhr, einzureichen sind. Grünberg, den 10. October 1883. Großherzogl. Kreisbauamt Grünberg. 6754 S chnitz el. Freitag den 12. October, Stachmittags 2 Ubr, Fortsetzung und Schluß der Waaren-Versteigerung im PH. Strack'schen Hause, worauf noch 20 ffliile Oyerrew aim Ausgebot kommen. 6776 F. Hoffmann, Concursverwalter. h Sispo werbe r Karin, ei &rboe ®'°ob tote *djt zu chUg bie ne, A* R Mciti na^ beenbi^t Für Herstellung von Barrieren, Gossen und Einmalzen des umgebauten Straßentheils der Straße Grünberg- Hungen am Ausgang der Stadt Grünberg sollen nachstehende Arbeiten und Lieserungen, veranschlagt: Herstellung von ca. 345 qm Gossenpflaster zu . . . 1208^., Lieferung von 175 Stück Postamentsteinen (Lung- steine) zu . . . . . 1764 Lieferung von 300 Stück Herbst- u. Wintermänteln mit allen Neuheiten reichhaltig sortirt und empfehle solches zu billigst berechneten festen Preisen. Baumstangen aus dem Submissionswege an Wenigstnehmenden vergeben werden. Voranschlag nebst Bedingungen liegen auf unterzeichnetem Bureau offen, woselbst auch die Angebote, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen: „Submission für " bis Samstag den 20. October l. I., Morgens Lyonerwurst, Zungenwurst, Hamburger Rauchfleisch neue Cervelatwurst, SchweinSkopf, Ochsenzunge am 14. August.) Heichelheim, MnistttiW bis gust ftattfinbenbi ton Interesse für >en Winter beobr nstadt abgebinbtn irt a M.sahttnbr AbänbiMg btr ei ber geringsten Grunde wirb btr mug be§ in Rebe § 6 Ubr 40 B. Preetorius, Ihiill ruiachtigt fei- In den htestgen on Stationen btr enbung gefomwen ^Transporte M nach VtW\ . ;pan!tn ;rmW6 | rttn- i Anwesend dir ihn, A. M nßer. laufen, wW • Jp. SP»!-'/ 1 Ach-« ®‘®* ’ ! $09680*®! | ?M-r «*; x Fühl«»» 111' WitterungSkunde") 12 Oktober. Freitag. Veränberltch, im Nordwesten mit stellenweise Mimischen 1^'rnhmnracn§ bedeckt bis regnerisch; nachher ringt sich die Sonne durch. aus ’S« ni wird die Bedeckung wieder dichter, Nachmittags ausgebessert. Das nächtliche 98 ttaA 9 „ . sTßeftep weist zwischen 7 und 9° (5. l im Nordosten Nachts rnäß-g" Fr st b "tagsüber trockenem herbstlich heiterem Wetter. wch st ll-nwe's- B-ränd-rli», zeitweise windig im Westen mäßig kühl, «meiie mit Niederschlägen. im Osten tagsüber wärmer bis herbstlich angenehm, i Mmnroenä und spätabends ist Bedeckung mit mäßigen Niederschlagen zu erwarten, tSorg”8 tfl veränderlich, mit kurzer Aufheiterung Vormittags, der Nachmittag rst ausgeheitert. " Dr L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat October, ckaeschlossm am 20 September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 XY — Nachdruck verboten. 731) Heber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von ÄAASEHf8TElR[ A VOGLER ir Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsiehte der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt •tf’S»* <»%’ -'5S' Lnbkckkr Fener-Vkrstchrrungs- GrlkllschaN. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir dem Herrn Friedrich. Hanstein in Gießen eine Haupt-Agentur für Gießen und Umgebung übertragen haben. Der Genannte ist gern erbötig, jede gewünschte Auskunft in Verstcyerungs- angelegenheiten zu ertheilen und Prospecte, Antragsformulare rc- gratis zu verabfolgen. Lübeck, den 10. October 1883. 6767 nie nireclion. KM- Tüchtige Agenten finden durch Herrn Friedrich Haustein Anstellung. Wollene Hemden, Unterjacken, Unter- hofrn, Socken, Leibbinden etc. empfiehlt in allen Größen und Weiten 6253 H. Hübsamen. Handel und Verkehr. rrnffurt 10 Oktober. Auf dem heutigen Markt kostete der Cemner Heu g 3 00-4.00, StroW 3.00—3.50, Eier das Hundert 6 09—7.00, Stück7 ^, Butter , Qualität * 1.25, 2. Qualität X 1-15, Kartoffeln per Gentner X,2 00-2.o0, .fchlrabi 4-6-9, per Stück, Erbsen per Pfd. 00—00^, Rothkraut per St. 15 ~5 « ularden X 0-0, Huhn 1.00—1.30, 1 Ente 2.00—3.00, 1 Taube 50-60 H. L ^ 0.75-1.30, Gans 6-7.00, Welsche 8-9. Limburg, 10. Oktober. Rother Weizen 18.10, alter 16.50, loiißer Weizen X —.—, Korn X 13.50. Gerste X 10.30, Hafer X 7.00, Erbsen X , Kartoffeln X —- im Hause des Herrn Buch, Mäusburg, eröffne. , 6718 Von dieser Zeit an werde ich stets auf Lager haben: . „ Prima Ochsenfleisch per Pfd. 70 Kalbfleisch nach Lade preis, Hammelfleisch nach Ladenpreis. Ferner in Prima-Qualität frische geräuch. Cervelatwurst p. Psd. 1X, „ Fleischwurft per Pfd. 85 „ Leberwurst „ „ 60 „ „ Preßkopf per Pfd. X 1-10, sowie sämmtliche Sorten Ranch- und Pökelfleisch. Auch werden Bestellungen nach Auswärts effectuirt. . L . B Indem ich stets bestrebt sein werde,. das geehrte Publikum in jeder Weise zufrieden zu stellen, zeichne Hochachtungsvoll Moritz Schuster, Metzger, Mäusburg. Gießen Mausburg. •w Anzeige. Dem geehrten Publikum erlaube mir die Mittheilung zu machen, daß ich Sonntag den 14. ds. Mts. eine empfiehlt Carl Schwaab Freitag den 12. Mtober, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf hies-Ortsgericht die Immobilien des Ludwig Orth r c Flur I Nr. 609, 611, 629 und 669, Hof- raithe und Miststätte auf dem Neuenweg. nochmals versteigert werden mit dem Anzügen, daß keine Nachgebote angenommen werden. Gießen, den 20. September 1883. Großherzogliches Ortsgericht. Lüdekiug. 6269 Ein durchaus tüchtiger und solidee Werkmeister, der sich übet feine Fach- kenntniffe genügend ausweisen kann, wird gegen hohen Gehalt für eine größere Cigarren Fabrik gesucht. 6763 Anerbietungen mit genauer Angabe der bisherigen Stellungen, sowie Beifügung etwaigerZeug- nifse besorgt die Exped. ds. Blattes unter TT. IO. 6565 Ein Lehrling kann die Marmor- und Grabsteinarbeiten gründlich erlernen bei Franz Hewel, Steinmetz, Gri'mberger- Straße._______________________________ 51 Untaus von Lumpen, Knochen, Papier und alten Akten. Louis Ratheubergerp Neirenweg 22. Krailtfäffer z empfiehlt LouiS Lony. 677i ®iu 8 Monat alter reiner Rattenpinscher, sehr wachsam, zu rerkaufen. Neustadt 41. Kieler Sprotten, „ Flundern, Anguilletten in Gelee, Aal in Gelee, frische Neunaugen, neuen Ural-Caviar, „ Elb-Caviar, Nürnberger Ochsenmaulsalat, geräucherten Rhein-Lachs, frischen Pumpernikel, Rollmöpse, Reval Sardines aux Pickles, frisch.© Schellfisch.®, frisch.® Hecht, frische Scholien, frische Hummer empfiehlt 6752 Carfi §cSiwaab. verbesserte Theerseife, ohne den lästigen Theergernch, aus der Königl. Bayer. Hofparfümeriefabrrk von C. D. Wunderlich. Nürnberg, preisgekrönt B-Lds.-Ausst. 1882. Seit 19 Jahren mit größtem Erfolg eingeführt imb von vielen Aerzten empfohlen gegen Hautausschläge insbesondere gegen Hautjucken, Flechten, Grind, Kops- und Bartschuppen, Frostbeulen, Schweißfüße und Krätze. 35 A nebst Anweisung. Theer - Schwefeiseife, vereinigt die vorüglichen Wirkungen des Schwefel und Theer. a 50^ bei Heinr. Wallach,in Gießen. , Äff.»» a&c’fe. «s ^ m!br »d» w"»ig-r Geschick sp>-lt-n; nur di- Liebhaber hatten sich weniger stets und reservtrt bewegen können. Ein Maus in guter Lage der Stadt, worin seit Jahren ein Specerei-Geschäst mit bestem Erfolg betrieben wurde, ist unter günst. Zahlungsbedingungen zu dem billigen Preis von 9000 X zu verkaufen. __„K Näheres in der Exped. ds. Bl. 6665 6758 Zwei Wagen Mist abzugeben bei Auaus^Wehn^Alicenstraße. verkaufen. In meinem Besitze befindet sich noch eine Partbie Pferdeteppiche, Bügelteppiche und Ueberzieher, welche ich billig abgebe. 6592 K. (Ärünebaum, Sonuenstraße. i» niif olb Äm»« ss3: WKrMj ll,n' .ölten- * airtl Ist«»' Ä: ?•$*?»*' Wähler! Wenn Männsr als Vertreter der Stadt ihre Pflicht erfüllt, wenn dieselben bewiesen, daß sie nach Kräften unser Wohl und das der Stadt gewahrt, daß sie den Muth gehabt haben, ihre Ansicht zu vertreten, sich stets in unseren Kreisen bewegt und unpartheiisch gehandelt haben, so ist es Pflicht, unseren Dank dadurch auszusprechen, daß wir sie wieder wählen. Wirschlagen deßhalb vor: Carl Wenzel. Chr. ScSiopbach. Ad. Voll. Firma: J. B. Voll. W. Wallenfels. AugUSt Voll. 6772 14. Georgi, Fabrikant. G. Rauf. Viele Wähler, denen es Ernst gilt um die würdige Vertretung in der Stadtverordnetenversammlung, schlagen folgende Herren als geeignete Persönlichkeiten zu der dem- nächstigen Ersatzwahl der Stadtverordneten vor: Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt. L. Georgi, Fabrikant. Ang. Noll, Bäcker. Adols Noll, Commerzienrath. Chr. Schopbach, Schreiner. 6766 Louis Kauf, Bauunternehmer. Gg. Konr. Simon, Oekonom. 6671 Ein Logis zu vermiethen bei I. Wagner, Grünberger-Straße. 670ö Ein kleines Logis zu vermietheii Carl Euler ||„ Neustadt 52. 6454 Zwei ineinandergehende, möbttrte, schone Zrmmer zu vermi then. . Lahnstraße _LL 6652 Unmöblirtes Zrmmer zu vermiethen. Bahnhosftraß e_6, ..Ein Keller unter der neuen Klein- krnderschule ist zu vermiethen.' Der Vorstand d. Kleinkinder-Bewahranfialt. Dr. Naumann, Pfarrer. Lodens Äc^rnnethen und 1. Januar zu beziehen. >757 Ludwig Orth, Neuen-Bäue 11. Vermischte Anzeigen. Willi: Schaft 6760 Eine solide ältliche Person wird zur Pflege eines älteren Herrn gesucht Auch Wohnung ist dabei. Näheres bei der Exped. ds. Bl. Nähmaschinen aller Systeme^ werden gut und schnell reparirt von Wilh. Graf, Mechaniker, Schloßgasse 17. Die gegen Herrn "Georg Beimborn und Konrad Eidam hier ausgesprochene Beleidigung nehme ich zurück. Gießen, den 4. Oktober 1883. 6755 Elisabeths Capeller. Zur AufstHt?Verwaltung rc. ivird ein sicherer und gewandter Mann bei 1500 «X Eink. per *. dauernd gesucht. Offerten unter A. B 326 bef. Rudolf Mosse, Berlin 8. 6761 Wermiethungen. 6768 Ein kleines Zimmer mit oder ohne Bett zu vermiethen. . Löwengasse Nr. 24. 6773 Grünbergerstraße 31 sind zwei Wohnungen, je 3 bis 4 Zimmer re», zu vermiethen. Preis 300 und 280 «A Dr. Koeniger. 4572 Der 2. Stock im Windecker- schen Hause am Kreuz ist zu vermiethen, beziehbar am 1. Oktober l. I. Näheres bei Herrn W. Tribus oder Rechtsanwalt L a b r o i s e.___ 6198 Mehrere gut möblirte Zimmer zu vermiethen. Alicestraße 19^parterre. 6594 In dem von mir erkauften Hatz ler'fchen Hanfe ist ein Laden mit Logis auf mehrere Jahre zu vermiethen, sowie auch ein Zimmer und ein Logis im Hinterhause, beziehbar am 1. November ds. Js. Karl SacBi 11. 6192 Ein kleineres und ein größeres Familienlogis zu vermiethen. Seuling. 6040 Marktstraße 21 ein möblirtes Zimmer zu vermiethen per sofort. ■ 6459 Möblirte Zimmer mit Cabinet vermiethet H. Kühn, Seltersweg 36. 6633 Ein Familienlogis zu vermiethen. Wilh. Müller, Flügelsgasse. 6680 Logis zu vermiethen. W. Löber, Brandgasse.— 5921 Man beabsichtigt, das H a u's des Herrn Fritz Kempfs (Marburgerstr. 65) zu vermiethen. Reflectanten wollen sich an Herrn Rechtsanwalt Steinberger wenden. 5485 Das von Herrn R. Eckstein bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. Grünberger-Straße 14. 5245 In meinem Haufe sind die unteren Geschäftsräume, sowie ein Familienlogis von 3—4 Zimmern zu vermiethen und sofort zu beziehen. _ Georg Leib. 6443 Möblirtes Zimmer, mit oder ohne Cabinet, zu vermiethen. Ludw. Orth, Neuen-Bäue. 6656 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen, auf Wunsch mit Pension. ____________Löberstraße 5, 2. St. Zur StaDtverorÄueteuwahL. Wer nur das Gemeinwohl tm Auge hat und wer allen Schichten unserer Bevölkerung eine unabhängige, uneigennützige und tüchtige Vertretung tm Stadtrathe wünscht, der wähle folgende Herren, die das allgemeinste Vertrauen verdienen: Karl Brück, Goldarbeiter. Ludwig Georgi, Fabrikant. Dr. GutfleifrH, Rechtsanwalt. Jnghardt, Kaufmann. Dr. Kübel, Jnstitutsvorsteher. Gg. Cour. Simon, Oekonom. Chr. Wallenfeks, Kaufmann. 6769 ________________Viele volkefreuudliche Wähler. Zu bevorstehender Stadtverordner.: u-Wahl werden nachstehende Herren vorgeschlagen: Carl Brück, Goldarbeiter. Fr. Habeuicht, Fabrikant. Gg. Emil Möhl, Kaufmann. Amg. RoK, Backer. Prof. Raumann. Dr. Weiffenbach, Gymnasiallehrer. Karl Loos, Kaufmann. 6765 Viele Wähler. Nachfolgende Herren werden als Candioaten zur Stadt- verordneten-Wahl vorgeschlagen: Theodor Rödel. Fr. Rüger, Kaufmann. Peter Herbert, Kaufmann. Carl Köhler, Schreinermeister. Georg Arnold, Gasthalter. H. Thomas, Schmiedemeister. C. G. Kleinhenn, Kaufmann. 6764_______________Mehrere Wähler. Lehrlings-Gesuch. Für ein größeres Fabrikgeschäft an hiesigem Platze wird zum sofortigen Eintritt ein junger Mann mit guten Schul- kenntnissen in die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 6774 Den unter Nr. 6749 unterzeichneten Herren „Mehrere Wähler" diene hiermit zur Nachricht, daß in einer so wichtigen gemeindlichen Vertretung sehr daraus zu achten ist, daß die aufzustellenden Can- didaten keine eigennützigen oder Sonderinteressen ^erfolgen, sich durch Spendung von Getränken rc. nicht verleiden lassen, zu einem Ehrenamt wohl gewählt zu werden, und endlich jeder Wähler wohl zu überlegen hat, ob auch der betreffrm Candidat das Wohl als Gemeindevertreter richtig im Auge hat. 677t) Friedrich Müller IV., Kaufmann. Ein Schuhmacher-Lehrling gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. 6590 , 6715 Ein tüchtiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen auf sofort gesucht im Gasthof .Zum Herzoglichen Haus" zu Wetzlar.__________________________ 6731 Einen Gesellen sucht für sofort auf dauernde Arbeit Ph.Feuster, Schuhmacher,Grünbergerstr. A. 18. 1BSL. Bitte um Antwort evert. um anonymes Rendezvous. 6762___>1. F* in Mainz. 6647 Unterricht in alt. Sprachen a. Hebr., i. Franz, u. nam. Anl.z. deutsch. Aussatz bis Prima erth.gcg. mäß. Honorar ein Student. Nähns Frankfurter-Sraße 76, pari. _ Restauration Ieiöet. Vorzügliches Lagerbier aus dem Bürgerlichen Brauhaus Zell- Würzburg. N Va Liter l % Literglas 12 A> 6775 Zwei schön möbürte Zimmer zu vermiethen. Näheres Brandgasse 5 im Laden- 12/10Ab.8N.B I.u.».^ Sradttheater in Gteßai. Freitag den 12. October 1833. 5. Vorstellung im Abonnement. Die Verlobung bei der Latem. Operette in 1 Akt von Carv und Botin. Musik von Offenbach. Hierauf: Ein gemüthlicher Schwabe. Lustspiel in 1 Akt von Castelli. Zum Schluß: Guten Morgen. Herr Ascher. Burleske in 1 Akt von Friedrich. Musik von Stiegmann. Anfang 7‘/i Ubr. Ende l0 Uhr. F. BrautleC"L Verantwortliche Redattion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ( Die diesjä -Waus „3ui W Seger Rach § 31 Medium zu e ' Der llnterj Friedelh IW1 nur W % ^piel' 1% (h. x xW« »n Ä9 de SÄ