h k habt Uh Hub nGhlen, $ iDcnben Jößfiten tage; R i. Infanterie- Sters Herrn ■>Pfg- gm PoMlil MiMM ichkkit in iw ne hösl. W Lilffk, in ir StitiiM wirb r» Min neu Dnnt M nett ensel. ■ HiT. dass ich I 'eidengasse, ' t nk von W' jurch g^e rnir 0^8 ung 11111 lt recht zab . nd 851* ßszeit- itter *nf$' Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntogK. Vureaur Schulstraße 7. Grünberg zugetheilt worben. Gießen, den 9. Mai 1883. PreiK viertehährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinzerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Der erledigte Kehrbezirk Grünberg ist von uns nach Anhörung des Kreisausschusses dem Kaminfeger Columban Staubach aus Herbstein, dermalen in Grünberg, übertragen worden. Dieser Kehrbezirk besteht aus den Orten, welche früher zum Kreise Grünberg gehörten und m 1874 dem Kreise Gießen zugetheilt wurden. ( ä , rrr . . _ t t Ä Außerdem sind noch die Orte Allendorf a. d. Lda. und Treis a. d. Lda. im Einverständniß mit dem Krersausschuß von jetzt an dem Kehrvezlrk Ne. Samstag den 12. Mai 1883 ieHeuer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Politische Ueberficht. Gießen, 11. Mai. Mit dem vor der Thür stehenden Pfingstfeste ist auch auf politischem Gebiete wieder eine jener Ruhepausen eingetreten, die sich naturgemäß an die großen kirchlichen Feste des Jahres knüpfen. Vor Allem macht sich diese Ruhe auf parlamentarischem Felde geltend, denn bereits am Montag ist das preußische Abgeordnetenhaus in die Pfingstferien gegangen, während die Vertagung des Reichstages am Mittwoch erfolgte. Gerade aber in der letzten Woche vor Pfingsten hat unser oberstes Parlament noch wichtige Entscheidungen getroffen, Entscheioungen, welche um so bemerkenswerther erscheinen, als sie in oppositionellem Sinne erfolgt sind. - Am Montag nahm der Reichstag nach zweitägiger Generaldiseussion über den Etat pro 1884/85 den Antrag Richter- Hagen, "den Etat der Budget-Commission zu überweisen, mit 105 gegen 97 St. an, was insofern eine Niederlage der Negierung bedeutet, als sie großen Werth darauf gelegt hatte, die Specialberathung des Etats pro 1884/85 sofort im Plenum vor sich gehen zu sehen. Da indessen die Vertreter derjenigen Parteien, welche am Montag in der Minderheit blieben, der beiden conservativen Fraktionen und des Centrulns, in der Budget-Commission die Majorität repräsen- tiren, so ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß die Berathung des ganzen Etats auch in der Commission recht wohl zu einem positiven Ziele führen kann. Einen womöglich noch entschiedeneren Erfolg hatte die Opposition aber in der Dienstags-Sitzung gelegentlich der zweiten Lesung der Holzzoll-Vorlage zu verzeichnen. Vorausgeschickt sei, daß die Debatte an technischen Details und statistischen Gruppirungen überreich und daher von großer Trockenheit war, so daß ein specielles Eingehen auf die Discussion selbst überflüssig erscheint. Desto interessanter gestaltete sich die Abstimmung, bei welcher die polnische Fraktion den Ausschlag gab. Der grundlegende § 1 der Vorlage wurde in namentlicher Abstimmung mit 177 gegen 150 Stimmen abgelehnt, ebenso § 2 und die ganze Vorlage, so daß eine dritte Berathung des Gesetzentwurfes über die Erhöhung der Holzzölle nicht mehr stattfindet und derselbe also definitiv abgelehnt ist. Für die Vorlage stimmten die beiden conservativen Fraktionen und das Centrum, sowie acht nationalliberale Abgeordnete, dagegen sämmtliche Parteien der Linken, sowie die Polen. Es ist demnach einer der wichtigsten Gesetzentwürfe, den die Reichsregierung im Interesse der deutschen Waldwirthschaft eingebracht, zu Falle gekommen und es ist nur zu wünschen, daß sich hieraus keine bedenklichen Con- sequenzen für die Zukunst des Waldes, wie auch für alle diejenigen Jndustrieen und Gewerbe ergeben, welche in erster Linie auf den Wald angewiesen sind. In Sachen des deutsch-spanischen Handelsvertrages hat jetzt die Reichsregierung ein Ultimatum an das spanische Cabinet gestellt. Dieses Ultimatum trägt die Form einer von dem deutschen Gesandten in Madrid an den spanischen Minister des Aeußern gerichteten Note, in welcher hauptsächlich die Unmöglichkeit für Deutschland betont wird, die Zölle für spanischen Wein, wie dies Spanien verlangt, herabzusetzen. Schließlich wird in der Note der Vorschlag gemacht, den Vertrag auf der Basis, über welche eine Ueberein- stimmung erzielt war, abzuschließen und spricht sie die Erwartung aus, daß die Antwort Spaniens, welche Deutschland als eine die Verhandlungen abschließende betrachte, eine zustimmende sein werde. Die bisherige Haltung Spaniens in Den Verhandlungen ist jedoch nicht geeignet, von dieser Macht noch großes Entgegenkommen zu erwarten. Wie ein Telegramm der „Germania" aus Rom berichtet, ist die preußische Antwortnote im Vatikan eingetroffen und enthält ausschließlich die Abschaffung der Strasbestimmungen. Zu weiteren Geständnissen an die römische Kurie Seitens der preußischen Regierung scheint demnach keine Aussicht oorhanden zu sein und man darf nunmehr dem nächsten Schachzug des Vatikans mit Interesse entgegenblicken. Mit dem amDienstag erfolgten Schluß des österreichischen Abgeordnetenhauses hat die an aufregenden Zwischenfällen überreiche Session desselben und zugleich die gegenwärtige Legislatur-Periode ihr Ende «erreicht. Man braucht nur an die beispiellos heftigen Debatten über die Novelle Rum Volksschulgesetz zu denken, um zu erkennen, inwieweit dem Ministerpräsidenten die von ihm angestrebte Versöhnung der Völker und politischen Par- Leien Cisleithaniens gelungen ist. Freilich, soweit es sich um die Allianz der «Czechen, Klerikalen, Polen und Slovenen handelt, kann man allerdings sagen, daß Graf Taaffe mit seiner Versöhnungs-Politik Glück gehabt hat; aber, um diese Allianz zu Stande zu bringen, mußte die Regierung nach allen Seiten hin Zugeständnisse machen und an dem Tage, wo sie sich außer Stande sieht, die neuen Forderungen, mit denen voraussichtlich die Parteien der Rechten hervortreten werden, zu erfüllen, wird auch deren Bündniß selbst zerfallen. — Wie herkömmlich, nahm das Abgeordnetenhaus in seiner Schlußsitzung die Delegationswahlen vor. Die Wahl der Delegirten Böhmens ergab nach dreimaligem Wahlgange Stimmengleichheit, so daß das Loos entscheiden mußte, welches auf 5 czechische und 5 deutsche Abgeordnete fiel. Seit seinem Bestehen hat das französische Cabinet Ferry in der Deputirtenkammer nur Erfolge zu verzeichnen gehabt und der Ausfall der Wahlen zu der wichtigen Budget-Commission kann ebenfalls als ein weiterer Erfolg Ferry'S betrachtet werden. Denn von den 33 Mitgliedern der Commission — in der übrigens kein einziger Monarchist sitzt — gilt die Mehrzahl mehr oder weniger als Anhänger des gegenwärtigen französischen Ministeriums und der Präsident der Commission, Sadi Carnot, gehörte sogar dem ersten Ministerium Ferry's an. Es scheint demnach, daß die französische Deputirtenkammer ihre schwankende Haltung, welche seit der Minister-Präsidentschaft Gam- betta's den Sturz von nicht weniger als fünf Ministerien herbefführte, aufgegeben hat und entschlossen ist, die gegenwärtige Regierung zu unterstützen. Die nächste Gelegenheit hierzu wird sich der Kammer bei der Berathung des von her -^gierung geforderten Füns-Millionen-Credits für die Tongking-Expedition darKeren, denn jedenfalls werden die Ultra-Radikalen wie die Monarchisten diese Gelegenheit benutzen, um die überseeische Politik der Regierung anzugreifen und dann liegt es in der Hand der aufrichtig republikanischen Elemente, durch Annahme des Credits Herrn Ferry das Vertrauen der Volksvertretung auszusprechen. In England hat sich die Aufregung über die Niederlage, welche dem Ministerium Gladstone in der Angelegenheit der Eidesbill zu Theil geworden ist, rasch wieder gelegt. Herr Gladstone trägt seinen Mißerfolg mit philosophischem Gleichmuthe und denkt gar nicht daran, trotz der parlamentarischen Schlappe, die er erlitten, die Zugel der Regierung seinen conservativen Gegnern zu überlassen, wie es bei ähnlichen Anlässen jenseits des Kanals sonst üblich ist. Die Führer der conservativen Opposition im englischen Parlamente scheinen eben den richtigen Zeitpunkt noch nicht für gekommen zu halten, um einen entfcheiden- den Sturm auf die Stellung des Ministeriums zu unternehmen und Herr Gladstone ist ein viel zu gewiegter Staatsmann, um den Conservativen hierzu so bald eine Gelegenheit zu geben, vorausgesetzt, daß sich der Premier die ihm in der Eidesbill ertheilte Lection hinter die Ohren schreibt. Lord Dufserin's Aufgabe in Egypten ist beendigt und derselbe am Dienstag wieder in Konstantinopel eingetroffen, von wo aus ihn seine Regierung bekanntlich zur Reorganisation Egyptens entsendete. Sultan Abdul Hamid wirb ben eblen Sorb mit sehr gemischten Gefühlen zurückkehren fegen, denn Lord Dnfferin hat sich bemüht, Egypten möglichst selbstständig zu machen und wenn ihm dies nicht vollständig gelungen, so trägt er hieran wahrlich keine Schulb. v , Die Fenier scheinen jetzt mit aller Macht den amerikanischen Boben zum Ausgangspunkt ihrer Operationen gegen England machen M wollen. In Halifax, der Hauptstadt von Neu-Schottland (Canada) sind Gerüchte über Attentate, welche die Fenier in dieser Stadt am 14. Mai, dem zur Hinrichtung der Phönixpark-Mörder in Dublin bestimmten Tage, in• $cene ^tzen wollen, verbreitet. Seitens der dortigen Behörden find tue umfassendsten Vorsicht^maß regeln getroffen worben. _ -- Darmstadt, 10. Mai. Se. Königl. Hoheit ber Großherzog haben ^^25^ April bern Fabrikarbeiter Ludwig Blümel zu Offenbach das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Verdienste , am 6. Mai dem praktischen Arzt Dr. Aron Mayer zu Mamz das Ritterkreuz T. Klasse und Gemeindeschule zu Viernheim, im am 9. Mai tem Kreuz des Verdienst-Ordens Kreise Heppenheim, Joseph xsippert, uu« iuw 0 Das ^Verordnungsblatt für die evangelifche Kirch- des Großh-rzoMums H°ss°nMr.1 evangelischen Pfarrämter des Großherzog- thums,^di?AufMbme"ungetaufter"Kinder in den°R°l.g.ons- und Confirmanden-Un.er- richt b-tr-ff-nd. Daff-lb- l°u'-t- i875 über di- Beurkundung des Nach Erlab des N-,chvg-,^s ^gekommen, daß evangelifche Elt-rn tbre Kinder"ung-l-us^ gelassen haben. Wenn auch von der großen Mehrzahl d-S evang-Ufch-n Volkes di- Bedeutung der Taufe als eines Sacraments, als Ausnahme in die Kindesgemeinschaft mit Golt und in den Gnadenbund Jesu Christi anerkannt wird, so gehören doch die oben erwähnten Fälle nicht zu den Seltenheiten, und es wird Sache der kirchlichen Gesetzgebung sein, Bestimmungen darüber zu treffen, durch welche Mittel die Eltern zur Erfüllung der ihnen obliegenden heiligen Pflicht, ihre Kinder durch die Taufe der Kirche zuzuführen, veranlaßt werden. Unabhängig hiervon muß aber die Frage behandelt werden, ob ungetaufte Kinder in den evangelischen Religionsunterricht ausgenommen werden sollen. Es ist hierbei zwar daran festzuhalten, daß nur Getaufte als der christlichen Kirche angehörig betrachtet, daß deßhalb auch nur solche confirmtrt werden können, doch darf nicht die Rede davon sein, ungetaufte Kinder christlicher Eltern von dem Religions-Unterricht auszuschließen, zumal angenommen werden darf, daß die Unterlassung der Taufe bei evangelischen Eltern ihren Grund weniger in bewußter Feindschaft gegen die Kirche und ihre Ordnungen, als vielmehr in Gleichgültigkeit und falscher Auffassung der durch Einführung des Personenstondgesetzes geschaffenen Verhältnisse hat. Es kann hiervon umsoweniger die Rede sein, als das Schulgesitz die Eltern verpflichtet, ihre Kinder an dem in der Schule erthctlten Religionsunterricht ihrer Religion Theil nehmen zu lassen, und als gerade in dem Religionsunterricht ein geeignetes Mittel gegeben ist, bei dem Kinde den Wunsch aus Nachholung der Taufe rege zu niachen und hierdurch auch die Eltern zur Erfüllung dieser heiligen Pflicht zu bewegen. Jndeffen ist es für den Geistlichen und für den Lehrer in hohem Grade wichtig, zu wissen, ob ungetaufte Kinder die Schule besuchen, weßhalb wir die Geistlichen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder der Schulvorstände anweisen, bet der Aufnahme der Kinder in die Schule, beziehungsweise den Religionsunterricht durch Vergleichung mit den Taufregistern, einzuziehende Erkundigungen rc. sich möglichst Kenntniß darüber zu verschaffen, ob einzelne Kinder etwa die heilige Taufe nicht empfangen haben, um bet den Eltern oder deren Stellvertretern auf die Nachholung des Versäumten bei Zeiten htnzuwirken. Auch in den Confirmandenunterricht find Ungetaufte, welche für denselben angemeldet werden, aufzunehmen. Es ist mit Ernst dahin zu wirken, daß sobald als möglich die Taufe nachgeholt wird; namentlich sind die Kinder und bte Eltern mit Entschiedenheit darauf aufmerksam zu machen, daß eine Confirmation ohne vorherige Taufe nicht vorgenommen werden könne; es sind sonach solche Confirmanden, für welche die Taufe nicht nachgeholt wird, unter allen Umständen von der Confirmation zurückzuweisen. Indem wir Ihnen Vorstehendes zur Nachachtung mitthetlen, empfehlen wir Ihnen, nicht nur jede sich darbtetende Gelegenheit zu benutzen, um den Eltern ihre Pflicht, die Kinder durch die heilige Taufe dem Herrn zuzusühren, dringend an das Herz zu legen, sondern auch den Eltern die Erfüllung dieser Pflicht möglichst zu erleichtern. Taufzeugnisse, deren EUheilung von den Eltern behufs Aufnahme der Kinder tn den Religions- und Confirmandenunterricht gewünscht wird, sind unentgeltlich auszustellen. Dr. G o l d m a n n. Ackermann. 2. Ausschretben an die sämmtlichen evangelischen Pfarrämter des Großherzog' thums, die reglementären Bestimmungen über die Führung der Tauf-, Trauungs und Beerdtgungsregister in der evang. Kirche des Großherzogthums betr. 3. Ordensverleihung. 4. Dienstnachrichten. 5. Characterverleihung. 6. Dienstentlaffung. 7. Sterbefälle. ......—....... e Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenr -Bureau. Berlin, 10. Mai. Das Herrenhaus nahm in seiner heut'gm Sitzung das Sekundärbahngesetz unverändert nach den Brschlüsfen des Abgeordnetenhauses an. Minister Maybach befürwortete das Gesetz. — Nächste Sitzung unbestimmt. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz, betreffend die polizeilichen Strafverfügungen. — Die Hygieine-Ausstellung wurde heute Mittag ohne besondere Feierlichkeit eröffnet. Vorher hatte eine Sitzung des Centralcomite's stattgefunden, welche der Staatsminister a. D. Hobrecht mit einem dreifachen Hoch auf die Kaiserin schloß. Die 25 Pavillons ~bcr Ausstellung sind mit Flaggen aller deutschen Länder, Oesterreichs, Hollands, Dänemarks, Italiens geschmückt. Die feierliche Eröffnung findet am Samstag um 2 Uhr durch den Kronprinzen, tn Vertretung der Kaiserin, statt. Am 1. Juni beginnt ein Cyclus hygiemischer Vorträge von d»n Professoren Esmarch, Petten- kofer und Mundi (Wien). — Der „Retchsanzeiger" meldet aus Kairo, die egypttsche Regierung beabsichtige die von der internationalen Commission bewilligten Entschädigungsgelder, soweit sie den Betrag von 200Lires, egypt'sch, nicht übersteigen, fofo.i voll auözuzahl^n, hinsichtlich aller höheren Entschädigungssummen reservtrt sich die Regierung das vor- behaltene Recht proportioneller Reduktionen, wenn die Gesammtsummen der zugesprochenen Entschädigungen 3 Millionen egypttscher Lires übersteigt. BerVin, 10. Mai. In der heutigen Stadtverordnetensitzung wurde die Magistratsvorlage über die Auflösung der Stadtverordnetenversammlung mitgetheilt. Die Versammlung beschloß mit 101 gegen 2 Stimmen eine von Virchow, Büchtemann und Genossen beantragte Resolution, besagend, der Magistrat habe der Aufsichtsbehörde nachgewtesen, daß eine Auflösung, verbunden mit einer Neueintheilung der Wahlbezirken, rn der Städteordnung nicht begründet sei- Die durch die ungleiche Zunahme der Bevölkerung in den Wahlbezirken entstandenen Schwierigkeiten seien nur durch gesetzliche Regelung zu beseitigen. Die Versammlung habe den Magistrat tn voller Ueberzeugung in seinen Bemühungen unterstützt, die Auflösung abzuwenden. Angesichts der höchsten Entscheidung nehme die Versammlung von weiteren Schritten Abstand. Sie stelle das Urthetl über ihr Verhalten der Wählerschaft anheim nnd werde ihr Mandat bis zum Auflösungstage gewissenhaft wahrnehmen. Virchow und Sptnola begründeten die Resolution. Letzterer hob hervor, was auch kommen möge, die Versammlung würde diesen Saal als politisch vollständig neutralen Boden betrachten und lediglich das Wohl und Gedeihen der Stadt Berlin im Auge haben und die Liebe und Treue für Kaiser und Reich bewahren. Frankfurt, 10. Mai. Dem „Franks. Journal" wird aus Kairo von heute gemeldet, die egyptffche Regierung habe erklärt, daß sie auf eine Anfrage Englands die Concession zur Anlegung eines zweiten Kanals wahrscheinlich ertheilen werde, Baron v. Leffeps besitze kein Monopol. Posen, 10. Mai. Das „Amtsblatt" veröffentlicht eine Verfügung der hiesigen Regierung, durch welche mit Rücksicht auf die bedeutende Ausdehnung der Rinderpest in den benachbarten Gegenden Rußlands das Verbot der Einfuhr und Durchfuhr lebenden Rindviehs aus Rußland aus alle Arten von Vieh, aus die von Wiederkäuern staniinenden thierifchen Theile, auf unbearbeitete Wolle. Haare, Borsten und Lumpen ausgedehnt wird. Paris, 10. Mai. Rach Nachrichten aus Massuah wurde der dortige französische Viceconful von Soldaten mißhandelt. Die von der egyptijchen Regierung in zuvorkommender Weise angebotene Genugthuung wurde an- genommen. _ „ London, 10. Mai. Eine größere Anzahl von Schiffsrhedern, zusammen geg.n 3 Millionen Tonnen nptäfentirenb, womit jährlich Schfffe den Smzkanal passiren, hielten heute eine Versammlung ab und nahmen mehrere, die Erbauung eines zweiten Canals befürwortende Resolutionen an. Sie ernannten eine Kommission der angesehensten Schiffsrheder und zeichneten eine beträchtliche Summe als Garantie dafür, daß das angeregte Unternehmen ernst gemeint sei- Es heißt, eine Deputation werde sich zu Granville begeben und ihn fragen, ob der Verwirklichung des Projekts politische Htndern'ffe im Wege ständen. New-Nvrk, 10. Mai. In die Standard-Oelfabrik in Jersey-City hat der Blitz eingeschlagen und über eine halbe Million Oelfässer verbrannt Der Schaden Lokales. Gießen, 11. Mai. In der gestrigen außerordentlichen Sitzung der Stadtverordneten, welcher als Tagesordnung die Quellwasserleitung zu Grunde lag, wurde b.schlossen, Herrn Rosenfeld, früher Techniker der Firma Aird tn Berlin und Erbauer der Friedberger Wasserleitung, zu engagiren und die Wasserleitung tn eigener Regte der Stadt unter Oberaufsicht der bestehenden Commission ausführen zu lassen. , rr“ Local-Notiz im Gießener Anzeiger Nr. 102, den Transport einer Bettlerin betreffend, ist allem Anschein nach nicht richtig aufgefaßt worden. Es war nicht die Absicht vorhanden, zu wissen, ob es m Albach eine Bachgasse gibt, obschon man auch für diese tn Nr. 105 desselben Anzeigers ertheilte Auskunft dankbar ist, sondern es geschah im Interesse der Sicherhe.tsmanuschaft zu Albach selbst, die doch gewiß nicht gerne Zeit unnöthtger Weise versäumt und noch ihr Gelb dabei verzehrt. Sie bekommt doch keine Vergütung für den Transport, es sei denn, daß sie aus der Gemeindekasse bezahlt wirb, was Schreiber dieses n chr weiß. — Zur Begründung des eben Gesagten sei bemerkt, daß z. B. am 26. Februar I. I., es war dies kein So.rn- oder Feiertag, sondern ein gewöhnlicher Montag, ein bettelnder Handwerksbursche von Albach nach G eßen der zuständigen Behörde vorgeführt wurde, aber nicht von 6, sondern von 9 Mann der Stcherheitsmannschaft aus Albach. — Es konnte dem freundlichen ®r> suchen des Auftraggebers, den 9 Transporteuren t&re Gebühren gleich anweisen zu wollen, keine Folge gegeben werben; ob die Mannschaft für ihre Zettversäumniß anderswo etwas erhalten, muß dahingestellt bleiben. _____________ Eingesandt. Den Schreiber dieser Zeilen berührt es immer höchst unangenehm, wenn er eine Leiche aus der Klinik ohne alle und jede Begleitung zum Friedhof bringen sieht. Traurig genug, daß deren auswärts wohnende Angehörige wegen der Entfernung oder aus anderen Gründen selten im Stande sind, sie zu Grabe zu geleiten. Wie tröstlich wäre es da für dieselben, wenn sie wüßten, daß ihren Lieben darum doch die Ehre anständiger Leichenbegleitung zu Theil werde. Möchte es dieser Anregung gelingen, die Aufmerksamkeit verehrl. Kltnik-Direction diesem Gegenstände zuzuwenden. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAASEä'STIEIX' «fc in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt -WM—■um ii —«in ijiiiu. Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen. Evangelische Gemeillde. Gottesdienst: Samstag den 12. Mai. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag den 13. Mai (1. Pfingftfeiertag). Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nach beiden Gottesdiensten wird eine Kollekte zum Besten armer Theologie- Studirenden erhoben. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche, Pfarrer Schlosser. Montag den 14. Mai (2. Pfingftfeiertag). Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Confirmation der Mädchen und Feier des heiligen Abendmahls. ^(Die Gemeinde wird gebeten, die 10 ersten Bankreihen vom Altar der Kirche aus für die Angehörigen der Confirmandinnen frei lassen zu wollen.) Nachmittags 2V2 Uhr: Pfarrer Schlosser Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Armen unserer Gemeinde. Die P f a r r g e s ch ä f t e in der Woche vom 13. bis 19. Mai besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Heiliges Pfingstfest. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. VzlO Uhr: Hochamt und Predigt.. 2 Uhr.^Festandacht, nach derselben Beichte. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. V2IO Uhr: Hochamt. Die Nachmittagsandacht fällt aus. Mittwoch und Freitag um 6 Uhr: Maigebet. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 820 Uhr. wird auf drei Million Dollars veranschlagt. Allgemeiner Anzeiger. Bringe hierdurch meine reingehaltenen Weine m empfehlende Erinnerung. 3304 __€?• Koth» Denen Naue. Feinstes Blüthenmehl I und II sowie alle Ingredienzen zu Kuchen empfehlen auss Beste Graßes Schnhwaaren-Mger von Julios Buch Mäusburg und Wettergafse empfiehlt seine Frühjahrs- und Sommersachen in allen Sorten Herren-, Damen- u. Kinderschuhen u. -Stiefeln. Solide Waare von den gewöhnlichsten bis zu den hoch' feinsten zu den 216^ bekannt billigsten Preisen. Klam $ie in ben W ME« A a Ü @i*n M HIN i llyr, k<‘*b Treis a. M wV cbT 3313__55 Mündigen W jit »Maie «rl Mich-n VerM iMi-M.B-M der nächsien 1 mM-RenMk Mm, dm 8. 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Universitäts-Rentamt. 3276_______Schmitt.__________ Arlmtsvergevuug. Die zur Herstellung des Gymnasiumshofes erforderliche Pflasterärbeit, veranschlagt zu «M. 334, sowie Lieferung und Planirung von 25 Cbmtr. Lahnkies, veranschlagt zu ..... 75 sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden.« Termin zur Einreichung der verschlossenen Angebote: Donnerstag den IT Mai, Vormittags 10 Uhr. Bis dahin kann Einsichtsnahme des Voranschlags bei uns erfolgen. Gießen, den 11. Mai 1883. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. V Dr. Hesse, 3324 Bauaccessist. Aeikgeöotenes. 3325 Piquirte Sellerie- und Lauch-, sowie alle Sorten 7vrühgemÜfe-Pftanzen empfiehlt Gottlieb Helfender«, Marburgerstr. Wurmpatronen. Dieses von vielen ärztlichen Autoritäten empfohlene Wurmpnlver ist nicht allein für Kinder, sondern auch für Erwachsene bei Magenkrampf sehr zu empfehlen. Zu haben bei I. Retter. 3332 Strickgarne. 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