L88L Str» 263 -eituttK Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Vnrea«: Schulstraße 7. K n, Iber- rteo. Lie iit Kapelle 7450 nen. iiittags 7476 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. . 40 . 40 . 45 . 45 45 ‘ 45 40 ' 45 . 25 . 20 Erstes Blatt Sonntag den 11- November avember. . 20 ?tz> . 20 „ häuslichen Kreise streuen noch heute reichen Segen über manches Ehepaar, das im Geiste Luther's handelt und lebt und seine Grundsätze hochhält. Es würde über den Rahmen unserer heutigen Festbetrachtung hinausgehen, wollten wir weiter alle die Thaten aufzählen, welche das Leben Luther s in so reicher Fülle schmücken. Bis zu seinem Tode hat er,gekämpft und stritten für seine Ueberzeugmig, sein ganzes Leben war ein stetes Ringen nach Wahrheit, und wie sein gewaltiger Geist in Sturm und Roth feststand wie der Fels im Meere, ob ihn auch die Wogen wild umschäumen, so hat er,vor den Pforten des Todes feine Lehre besiegelt mit dem Bekenntniß, daß er freudig auf sie sterben wolle. Mit diesem harmonischen Akkorde gmg sein kämpfereiches Leben zu Ende. Aber die versöhnenden Klänge ferner Lehre hallten werter und das Evangelium der Duldung und Menschenliebe brach sich, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Bahn. Wohl nrustte es durch unsägliche Leiden und Verfolgungen, durch langwierige Kriege hindurchgehen, ehe es die Berechtigung erhielt, als vollgültiges Religionsbekenntniß jene Duldung zu gemeßen, dre rn unferen Zeiten allgemein geübt wird, wo nicht verthierte Barbarei oder der finstere Geist des Jesuitismus noch die Herrschaft hat. Und wenn Deutschland durch das Auftreten Luther's in späterer Zeit zum Schauplatz der furchtbarsten Kriege wurde, deren Wunden nur sehr schwer vernarbten, so durch alle diese Prüfungen die deutsche Volksnatur in ihrer urwüchsigen Kraft gc- läutert und unverdorben hervorgegangen, so daß mir am heutigen Tage dankbar zum Herrn aller Heerschaaren ausblicken können, daß er unser Land nicht ganz untergehen ließ. Was uns aber Luther mit seiner gewaltigen Begabung weiter errungen hat, das ist vor allen Dingeu die hohe Stellung Deutschlands auf geistigem Gebiete. Ihm gebührt nicht geringer Antheil an dem Ruhme, wenn wir als das anerkannte Volk der Dichter und Denker den andern Nationen mit der Leuchte des Geistes voranschreiten. . Ueber all diesem Glanze edlen Schaffens aber steht der hohe Adel seiner Person, das markige, kernige Wesen seiner Natur. Wo zeigt uns die Ge- fchichte' einen Mann, der im Toben der widerstrebendsten Elemente eme so erhabene Ruhe bewahrt hat, wie sie Luther ost in größter Leoensgefahr mcht verlor. Unerschrocken wie ein Held im Sieg stand er seinen wüthenden Feinden gegenüber, die trotz ihrer gewaltigen Macht nicht wagten, ihm em Lech an- zuthun. Wir aber im Hasten und Drängen der Jetztzeit, die. wir oft um elenden Flittertand die Ruhe der Seele in den Kauf schlagen, wrr haben alle Ursache, heute zu Luther's Bilde aufzublicken, und den AllmäHtigen um Kraft und Willensstärke anzuflehen, dainit uns im Kampfe des Lebens der sichere Grund nicht verloren gehe. „ ,,,, , So wird Martin Luther für alle Zeiten em leuchtendes Vorbild der deutschen Nation bleiben. Wie er seine Zeit voll und ganz erfaßte, so wird auch sein ahnender Blick ihm die politische Zukunft Deutschlands in emem besseren Lichte gezeigt haben, als die damaligen Verhältnisse hoffen ließen. Noch leben wir unter dem Eindrücke jener großartigen Denkmalsweihe auf dem Niederwalde, und es ist gewiß kein willkürliches Beginnen, wenn wir unfern Reformator auch als Vorkämpfer für ein nationales Deutschland feiern. Große Männer fehen oft durch den dichten Nebel, der die Gegenwart von den zukünftigen Geschlechtern trennt. Und so wird auch ihm in stillen Stunden der Gedanke eines politisch geeinten Deutschlands ausgestiegen sein, dessen Aufrichtung aber erst die Zerreißung der geistigen Fesseln nothwendig machte. Das aber war Luther's Werk! „Jacta est alea!“ Ich hab s gewagt. Mit diesem Wahlspruche seines berühmten Zeitgenossen hat sein Seherblick ihm lichtere Bahnen gezeigt. __ Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Lorrespo«veM-GuEN. Darmskadt, 9. November. Ihre K. K. Hoheit die Frau Kronprinzessin trifft beute zum Besuche des Großh. Hoses von Schloß Wald-^einm- qen hier ein. Die Rückreise nach Wiesbaden erfolgt morgen (SbetstPßlbe, 9. November. Se. Maj. der Kaiser fuhr heute Morgen um 7 Uhr, gemeinschaftlich mit dem Kronprinzen Rudolfs mittelst offenen Wagens von Hubertusstock aus nach dem Jagdterrain. Der König von L-achfen folgte mit Sr. König!. Hoheit dem Prinzen Wilhelm, Prinz Georg von Lachsen mft Sr. K. Hoheit dem Prinzen Friedrich Karl. Um 11 Vs Uhr wurde un Jago- schlosse das Dejeuner eingenommen, nach welchem sodann das zmerte Jagen , 9. November. Der heutigen Lutherfeier in, der Universität wohnten bei Staatsminister v. Bötticher, Cultusminister v. Goßler, Ministerial- Director Greiff, der Präsident des evangelischen Oberkirchenraths Hermes, der General-Superintendent Berlins, Brückner, der Stadt-Eommandant und, andere Notabilitäten. Die Feier begann mit dem Choral „Eine feste Burg ift unser @ott." Die Festrede hielt der Dekan der theologischen Fakultät, Klemert. Anläßlich der Feier wurden zu Ehren-Doctoren der Theologie ernannt: der Recior der Universität, Kirchhoff, Dekan Kleinert, Cultusminister v. Goßler, Präsident v. Sydow, Hosprediger Frommel, und die Professoren Grell, Pfannschmrdt nnd Lommatzsch. , ( ... , , Stuttgart, 9. November. Der Komg von Württemberg ist heute Nacht über Luzern und Genua nach San Remo adgereist. Der Ausenthalt i daselbst ift aus mehrere Monate berechnet. Obgleich die Besserung im Befinden Die Bedeutung Iuther's für die deutsche Nation. 1 Eine Betrachtung zum 10. November 1883. Wohl selten ist es einem Sterblichen vergönnt gewesen, auf die Geschicke ' eines Volkes so gewaltigen Einfluß auszuüben, wie mir Deutschen es bei uni erm , Martin Luther erfahren haben. Wie seine Thaten im Laufe der Jahrhunderte ; „Mtiqe Umwälzungen hervorbrachten, so strömt aus seinem reichen Herzen , nnd) heute eine Fülle des Segens auf uns hernieder, weil er auf dem , Grunde des wahren christlichen Gewissens, Geistes und Glaubens „dem gemeinsamen Grunde aller deutschen Bekenntnisse, unserer tapsern, frommen, ehrlichen Innerlichkeit, so großartigen Ausdruck gegeben hat." Seine Schriften sind eine unerschöpfliche Fundgrube des nationalen Geistes geworden und gehören zu den werthvollsten Schätzen unserer Literatur. Heute aber, zum 400jährigen Geburtstage des großen Reformators, wollen wir seine Bedeutung für die deutsche Nation erörtern, zugleich aber die Bilder jener bewegten Tage nebst der Gestalt Luther's vor unfern geistigen Augen auferstehen lassen. Was uns vor Allem in dem Wesen unsers Helden so sympathisch berührt, das ist seine Liebe sür das deutsche Volk, die deutsche Sitte und die deutsche Svrache Er war der Erste, welcher in wahrem kernigem Deutsch zu seinen duhörern und Lesern sprach, der Erste, der da fühlte, daß er als Sohn seines Vaterlandes auch vaterländisch sprechen und schreiben müffe. So kämpfte er mit der Schärfe des Geistes gegen die Verderbtheit der Kirche, während er auf der andern Seite für das Volk ein wahrer Gott es mann wurde, indem er den Sinn sür Glauben und Frömmigkeit aufzurichten suchte, welcher) durch die äußerlichen Vorschriften der Werkheiligkeit der katholischen Kirche verloren gegangen mar und einem blinden Formelkram Platz gemacht hatte, ^zene römische Weltmacht, gegen welche die mächtigsten Kaiser und kühnsten Fürsten nicht aufkommen konnten, die in ihrem Oberhaupte einen Einfluß verkörperte, der unsere damalige innere und äußere Politik vollständig beherrschte, diese Schranke zu durchbrechen, hatte die Vorsehung einen armen Mönch ausersehen. Aber dieser Mann war ein christlicher Charakter im vollsten Sinne des Wortes, stark an Geist und Körper, ausgerüstet mit dem vollen Wissen ferner Zeit, der vertrauensvoll seinen Gott verehrte und beseelt war von jenem idealen Drange höheren Geistes, der großen Menschen ein Leitstern durch die Wirrnisse des Lebens ist. L r , Mit der Veröffentlichung der 95 Thesen gegen den päpstlichen Ablaß beginnt Luther's Kirchen- und Weltgeschichte. Und nun folgten m raschen schlagen weitere Thaten. Seine Vertheidigung in Heidelberg, wohin ihn ein Augustiner-Convent geführt hatte, Disputationen mit päpstlichen Legaten und Theologen, öffentliche Reden und Predigten, ließen seine Lehre sich inehr und mehr krystallisiren und drängten ihn selbst Schritt für Schritt weiter. Eme ungemein fruchtbare schriftstellerische Thätigkeit brachte Luthers Namen in alle Stande Die Verbrennung der päpstlichen Bulle, eines der gefurchtesten Werkzeuge der römischen Hierarchie, ließ seine Feinde vor Schreck erstarren, wahrend seine Anhänger sich um fo fester zusammenschlossen. Von dem Reichstage zu Worms an, wo Luther die Autorität des Papstes leugnete und ofientlich erklärte, „datz man die neue Lehre durch die Ansprüche der Bibel selbst oder durch vernünftige Gründe widerlegen müffe", von da an begann so recht eigentlich em neues Zcft- alter in Deutschland. „Die Kette, womit der heilige Bonrsaz die deutsche Kirche an Rom gefesselt, ward entzweigehauen." . ,. Das mannhafte Auftreten vor der Reichsversammlung m Worms, die weltgeschichtlichen Worte, die Luther nach der Aufforderung zum Widerruf den gewaltigen Herren entgegenries: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, 6 helfe mir, Amen", ließen ihn aus der Kitte der Anwesenden so manches Herz gewinnen. Jene Fürsten aber, welche sich fortan öffentlich zu Luther bekannten, waren die mächtigsten Stützen der neuen Lehre, und ohne fte hatte freilich die Reformation schwerlich eine solche Ausbreitung gewinnen können Aber n dieser kritischen Zeit, wo dem Leben und der Freiheit Luther-^ die größten Gefahren lohten, brachte ihn fein weiser Kurfürst nach Gottes> Rath, der die Herzen der Mächtigen lenkt, wie Wasserbäche, m Sicherheit und w bearbeiftte unser Glaubensheld auf der Wartburg still verborgen emes der schönsten ichenke für das deutsche Volk, indem er die Bibel m sein geliebtes Deutsch übertrug. Wenn dies sein einziges Werk auf Erden gewesen wäre so wurde es hinreichen, ihm die Unsterblichkeit zu sichern. Aber als ihm tue Kunde ward daß radikale Tendenzen und Anschauungen uMr seiNm Anhaugeu a i Bo en gewännen, als Gefahr drohte, daß mit der Schlacke kirchlicher Rtchbrauche auch die edlen Goldkörner des Glaubens verloren gehen konnten, da litt es ihn nicht länger in seiner stillen Klause, er brach hervor mit unerschrockenem MMhe und beschwor in mächtigen Reden den beginnenden Sturm Ruhe und O^"U"g kehrten wieder, und unter sriedlichen Auspieien drang lutherische Glaubens- bekenntniß immer weiter vor. Seme reformatorische^ Thätigkeit umsß weiter die Regeln über die Abhaltung des Gottesdienstes, über die Kuchenli-der und die Sakramentsfeier, bald auch folgten Schul-und ^lrdJenöerfa^1ung unb alle diese Einrichtungen lehnten sich getreu an den Sinn und Geist des deutschen Volkes^an.^ gQmi(ieu[eb en mit Katharina v Bora ist nicht nur für alle christlichen Familien em l^neS «orbitb geworden, sondern auch die Gründung des evangelisch l Hauses und seines Segens, und jene anmuthigen Bilder aus seinem Mfloose & im UN he Herzogl. Baugewerksclwle Holzminden! damit verbunden Maschinen-, Mühlenbau- u. Müllerschule, 8 jggaa Sommers. 16. April. Winters. 5. Nov. Pensionat. Dir.: G. Haarmann.gassg bestens Nied Herren bei 7512 7198 (früherer Ei wie vor W '' -es Königs wesentliche Fortschritte gemacht hat, ist dennoch eine Lungenaffection zurückgeblieben, deren Beseitigung von dem italienischen Aufenthalt erhofft wird. In der Begleitung des Königs befinden sich: Generaladjutant General der Infanterie v. Spitzenberg, CabinetSvorstand Griesinger, Leibarzt Gärttner, zwei Flügeladjutanten, sowie der Vorleser Jackson. Hinsichtlich der Besorgung der Staatsgeschäfte verfügte der König, daß wichtige Gegenstände nachzufenden seien, die übrigen werden auf Vortrag der Minister durch Prinz Wilhelm in Vollmacht des Königs erledigt. Leipzig, 9. November. Anläßlich der morgigen Lutherseier ist die Stadt festlich geschmückt. Zur Vorfeier findet heute Abend ein großes geistliches Concert in der ThomaSkirche statt- Eisleber», 9. November. Das Lutherfest wurde Nachmittags um 4 Uhr mit allen Kirchenglocken feierlich emgeläutet. Die Stadt prangt im reichsten Festschmuck. Alle Einwohner, ohne Unterschied der Confession, haben sich an der Ausschmückung der Straßen und Häuser mit Gutrlanden, Tannenreisern, Flaggen und Sprüchen berheiligt- Am reichsten geschmückt ist der Marktplatz mit dem Rathhaus, vor dessen Mitte das noch verhüllte, van Stemering modellirte broncene Lutherdenkmal sich erhebt- Am Fuße des Denkmals halten vier Bürgerschützen die Ehrenwache. Die zum Platz führenden beiden Straßen sind mit Triumphpforten überbaut. Das Denkmal ist von großen Tribünen umgeben. Die umliegenden Häuser tragen bis zu den Dachspitzen reichen Gnirlanven- und Flaggenfchmuck. Die Kanzel der Andreaskirche, von welcher Luther predigte, ist von exotischen Gewächsen umgeben. Im Sterbcztmmer Luther's, welches heute von vielen Tausenden besucht wurde, ist Beckmann's Kolossalbild ausgestellt, Luther nach der Rede auf dem Wormser Reichstage darstellend. Der Fremdenzuzug für die morgende Feier ist sehr groß- Vom Einläuten des Festes an sind alle Straßen und Plötze von einer festlich bewegten Menge durchwogt. Nachmittags 5 Uhr fand n der Andreaskirche Festgoitesdtenst statt. Der Generalsupertntendent Dr. Schultze hielt die Festrede unter Zugrundelegung Luther'scher Worte. — Die Begrüßung der auswärtigen Gäste fand Abends 8 Uhr im Saale des Mansfelder Hofes statt. Nachdem die Musikkapelle des 27- Infanterie-Regiments die Reformations-Symphonie Mendelsohn's vorgetragen, hieß Herr Bürgermeister Dr. Funk die Gäste Namens der Stadt willkommen, indem er ein kurzes Bild von dem Leben und Wirken Luther's in Eisleben entwarf. Superintendent Rothe sprach Namens der hiesigen evangelischen Geistlichk-it- Darauf folgte eine Ansprache des Pastors Fliedner, des Predigers der evangelischen Gemeinde in Madrid. Der Kultusminister ist Abends 8Vr Uhr eingetroffen und bei dem Landrath Wedell, der ihn am Bahnhof empfing, abgestiegen. Auch der regierende Graf Otto Stolberg ist Abends hier eingetroffen. Wien, 9. November. In der Sitzung des Budget-Ausschuffes der Neichsraths-Delegation antwortete der Minister des Auswärtigen auf eine Interpellation, betr. die Unruhen in Serbien, dieselben seien nur localer Natur und wären bereits durch die Maßnahmen der serbischen Regierung unterdrückt. Die Nachricht von der standrechtlichen Hinrichtung des Pros. Giaia sei unrichtig. Die Occupations-Kreditforderung, zu welcher der Reichs - Fnanzminister ein Expose gab, wurde schließlich nahezu unverändert angenommen. (Z Loose kl-' von Heuti dagegen i Schuldsch <6974 Loyales. Vietze«, 10. November- (Lutherfeier). Wir wollen nicht verfehlen, mitzutheilen, daß die beiden Fest-Gottesdienste in der Stadtkirche auch gesanglich reich ausgestattet sein werden. Abgesehen davon, daß 'die Gemeinde, den Gottesdiensten der reformatorischen Zeit entsprechend, mehr als sonst am Gesang betheiligt sein wird, wird auch der Kirchengesangverein in beiden Gottesdiensten, besonders aber am Abend, in ausgiebiger Weise mitwirken. Es werden dabei unter andern zum Vortrag kommen: Psalm 100 von Mendelssohn, die große Doxologie von Bortniansky, und eine Reihe der schönsten Choröle von Luther in ihrem ursprünglichen Satze. — Die Akademische Lutherseier, deren Programm wir gestern mittheilten, dauerte l3/4 Stunden. He^r Prof. Dr- Harnack sprach in gediegener, in Form und Inhalt vollendeter Rede über „Luther's reformatorisches Wirken". Nach derselben verkündete Herr Prof. Dr- Stade die von der evangelisch-theologischen Fakultät zur Feier dieses Tages vollzogenen Ehrenpromotionen- Im Gymnasium und in der Realschule hatten die betr. Religionslehrer, Herr Gymnasiallehrer Stamm und Herr Reallehrer Schwabe, die Festansprachen gehalten. Vietze«, 10. November. Aas Anlaß der Feier des 400jährigen Geburtstages Martin Luthers promovirte die evangelisch-theologische Facultät unserer Landesuniversität zu Doctoren der Theologie honoris causa die folgenden um die evangelische Kirche und Theologie verdienten Männer: Den Oderconststorialrath und Superintendenten Sell zu Dermsiadt, einen als Kanzelredner und Schriftsteller gleich ausgezeichneten Theologen, den Oberhofprediger F- Bender ebenda, einen um die evangelische Diakonie sehr verdienten Mann, den Vicrprästdenten der evangelischen Landcssynode und Dekan von Mainz Pfarrer Walther zu Nieder-Jngelheim, den Dekan von Gießen, Lio. theol. Strack, Pfarrer zu Lang-Göns, den Sttstsdechanten Clemm zu Lich, den bekannten und um die Gustav-Adolsssache hochverdienten Hofvrediger Rogge zu Potsdam und die Professoren der Theologie Budde zu Bonn und Müller zu Berlin. Die Promotionen wurden am Schluffe der akademischen Festfeter durch den Dekan der Facultät antiquo ritu vollzogen. Vietze«, 9. November. (Theater.) Die Karlsschüler von Laube. Schon Palleske hat in seinem Leben Schiller's darauf hingewiesen, daß in der Karls- akademie keineswegs jener geistige Druck und jene Mißhandlung geherrscht haben, von der in diesem theatralisch-aufgedunsenen Wertstück die Rede ist; diese Redensarten haben zur Befestigung falscher Ansichten über diese Schule reichlich bas Ihrige beigetragen. Als aus den Schulzimmern der Karlsakademie das Meteor „Die Räuber" aufgestiegen war, verbot der Herzog bald darauf dem Feldscheer Schiller, etwas anders als medi- ctnische Abhandlungen drucken zu lassen. DaS ist vielfach mißdeutet worden. Der Herzog war nicht so weitblickend, um in den ästhetischen Extravaganzen des Eleven Schiller eine welterschütternde Wirkung zu ahnen. Nicht wegen des bedenklichen Mottos aus dem Hippokrates — nicht wegen des aufsteigenden Löwen mit der Devise »in tyrannos" auf dem Titel — nicht, weil er etwa die Ansicht hegte, dieses Buch müsse absolut von dem Schinder verbrannt werden: sondern lediglich weg-n eines sehr unwesentlichen, aber zufälliger Weis- für den Herzog sehr vertu i-ßtichen Umstandes, gebot er unserem Schiller, bis aus Weiteres di- Beschäftigung mit der Poesie einzustellen. In den „Räubern" kommt nämlich die ganz absichtslose Aeußerung vor: „im Grau- bünder Lande sei „das Aihen der Gauner"; diese Aeußerung machte an Ort und Stelle böses Blut, der Herzog erfuhr davon, und solche albernen Wichtigkeiten wogen auf der Wagschal« der kleinen Regenten jener Zeit weit mehr als Ideen, die wir jetzt für gefährlich halten würden. Geben wir zu, daß der wirkliche Gang der Ereignisse in den „Karlsschülern" eine ziemlich willkürliche Umgestaltung erfahren hat — Laube sieht die Dinge gleichsam mit der überreizten Phantasie des jungen Schiller — so kann doch dos Bild, welches er uns von dem jugendlichen Dichter und dem Leben und Treiben d-r Karlsschüler entworfen, gerechten Anspruch auf Wabrheitstreue erheben. Schon deßhalb werden Laube's „Karlsschüler" sich noch lange als wirksames Repertoirestück deutscher Bühnen erhalten. Der literarhistorische Stoff des Dramas ist in seinem echt deutschen Idealismus ganz auf ein feinfühlendes Publikum berechnet. Daß das Pathos an einigen Stellen gar sehr aufgetragen ist, können wir nicht leugnen. Wenn Laube für eine seiner Personen eine stolze Tirade auf der Zunge sitzt, können wir gewiß sein, daß die Scene mcht eher abschließt, bevor diese sich nicht nach allen Richtungen erschöpft hat. Der letzte Auftritt ist darin für unser Gefühl sehr merkwürdig. Die Stunde für Schiller's Flucht ist gekommen, Alles mahnt zum schnellen Aufbruch, jede Minute ist kostbar; aber Schiller kann sich nicht losre<ßen; da kommen erst noch die langen thränenreichen Abschiede von Laura, von der Generalin und Franziska, und dann vor Allem muß noch die große Apostroph; an die deutsche Nation gesprochen werden. Erst nachdem dies Alles vollbracht, darf der junge Mann sich entfernen. Wir haben die unwillkürliche Empfindung: wenn Deme Flucht jetzt mißlingt, bist Du selbst daran Schuld durch Deine langen „Declamationen". In der Oper sind wir ja an derartige Unnatürlichkeiten gewöhnt, aber im Schauspiel verursacht uns dies Unbehagen. Handel und Verkehr. Gießen, den 10. Novbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per M 1.03—1.10, Hühnereier per Stück 6—7 4, Köse Stück 5—9 4, Kasematte 3 s? Erbsen per Liter 18 H, Linsen 30 H, Tauben per Paar 55—70 H, Hühner »7/ Stück -M 1.00—1.70, Hahnen per Stück M. 0.65—1.20, Enten pr. St. M1.40—4 ra Ochsenfleisch per Pfund 70—72 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 5o'fö 54 Ö), Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 60—70 H, Kartoffeln per WO Mn M 2.80—3.30, Milch pr. Ltr. 13—18 H. Gänse pr. Pfd. H 45—56. Zwiebeln per Gtr M 7.00. Weißkraut per Hundert M 2-50-5. Mr‘ Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gieße«. Aufgebote. November. 6. Der Sergeant tm II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116 Heinrich Reitz zu Gießen mit Margarethe Carle, Tochter des Müllers Adam Carle II. von Nieder-Ohmen. 8. Fabrckarbe ter Johann Carl Buddig zu W-tzlar mit Eltsab-lhe Kreiling, Tochter des Fabrikarbeiters Johannes Kreiling zu Gießen 9. Bahnarbeiter Georg Conrad Einhäuser zu Gießen mit Elisabeth- Oßwald, Tochter des Oeconomen Jacob Oßwald II. zu Wieseck. Eheschliehungen. November. 4. Uhrmacher Karl Martin Vogt mit Johannette Caroline Hopfner, Tochter des verstorbenen Conditors Adolf Höpfner zu Gießen. 7. Gastwtrth Heinrich Wßner mit Anna Margarethe Stetn, Tochter des verstorbenen Oeconomen Wilhelm Stein III. ju Gießen. 9. Taglöhner Wilhelm Dcchert mit Katharine Leinweber, Tochter des verstorbenen Oeconomen Carl Leinweber zu Gießen. 9. Steinbrecher Friedrich Valentin mit Lomse Margarethe Nicolai, Tochter des verstorbenen Nagelschmieds Friedrich Carl Nicolai zu Gießen. 9. Weißbinder Johannes Von Eiff mit Ernestine Scheuplein, Tochter des Oconomen Bernhard Scheuplein zu Gi-ßen. Geborene. November. 1. Dem Maurer Heinrich Roth V. eine Tochter, Paula Marie. 1- Dem Lokomotivführer bei der Main-Weser-Bahn August Nöding ein Sohn, Louis. 1. Dem Bierbrauer Ernst Otto Franke eine Tochter. 1 Dem Grav-ur August Haßler line Tochter, Auguste Caroline Elisabeth?. 4. Dem Bierbrauer Peter Worch fine Tochter, Anna Elisabeth«. 4. Dem Friseur Gustav Gehrhardt eine Tochter. 5. Dem Zugführer bei der rechtsrheinischen Bahn Heinrich Röhrig eine Tochter, Katharine Emma. Gestorbene. November. 1- Karl, 8 Monate alt, Sohn des Fuhrmanns Carl Jughardt II. 2. Hilfsbremser Johannes Müller, 18 Jahre all, von Lang-Göns. 3. Georg, 9 Jahre alt, Sohn des Schuhmachers Georg Hoos. 5. Ernst, 9 Jahre alt, Sohn des Revier- sörsters Johannes Dörmer von Hohensolms. 5. Caroline Günther, ged. Franz, 29 Jahre alt, Ehefrau des Bäckermeffters Gottfried Günther. 5 Rentner Jonas Buch, 77 Jahre alt. 6. Der Seconde-Lieutenant im II. Großh Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116 Otto Julius Tarnogrocki II., 30 Jahre alt. 8. Johann Heinrich Ludwig August, 2 Jahre alt, Sohn des Musikus Johann Heinrich Schneider. 731) Ueber die Höhe der Kosten, wslche die Einrückung einer Anzeige In ein, oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von SSA ASEXSTEitlSI «£• VO&äLEa in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfördert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reichet Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt Loose » . empfiehl! |lrima io.i.91 Kamp Wirse empfiehlt WitterungskA«-e. Nachdem Herr Dr. Overzier mit seiner Kälte-Prophezeihnng vom 1.—10. November, als Antwort auf die Ausführungen der deutschen Seewaite, so gründlich hineingefallen, glauben wir von einer ferneren Wiedergabe seines Opus für die Folge absehen zu sollen. D- Red. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraut«. Den 4. November. Karl Martin Vogt, Uhrmacher dahier, und Johannttie Karoline Höpfner, des verstorbenen Conditors Adolf Höpfner eheliche ledige Tochtw Den 7- November. Heinrich Wtßner, Gastwtrth dahier und Anna Margarethe Stein, des in Beuern verstorbenen Ackermanns Wilhelm Stein III. eheliche ledige Tochter. Den 9. November. Wilhelm Dcchert, Taglöhner zu Gießen und Katharine Leinweber, ledige Tochter des verstorbenen Ackermanns Carl Leinweber zu Steinbach. G«ta«fte. Den 4. November. Dem Professor Dr. Hermann Siebeck eine Tochter, Helene, geboren den 8. October. Denselben. Dem Stadtkassengehülfen Carl Stohr eine Tochter, Marie Wilhelmine Karoline Friederike, geboren den 5. October. Denselben. Dem Schuhmacher Max Simon eine Tochter, Margaretha Christina, geboren den 22. September. Beerdigte. Den 3. November. Johannes Decker, Metzger, alt 69 Jahre, starb dw 1. November. Den 4. November. Heinrich Müsstng, Sohn des Reoisions-Controleurs Kaspar Müsstng, alt 15 Jahre, starb den 2- November. Den 7. November. Caroline Günther, geb. Franz, Ehefrau des Bäckermeisters Gottfried Günther, alt 29 Jahre, starb den 5. November- Den 8. November. Otto Julius Tarnogrockt, Sccondelieutenant im 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116, lediger Sohn des Königlichen Re- gicrungsraths Otto Tarnogrocki zu Oppeln, alt 30 Jahre, starb den 5. November. Herr Schönwasser lieferte uns in seinem „Schiller" ein entsprechendes h-itsgetreu-8 Bild. Daß eS ,m Detail noch viel zu feilen gibt, bevor wir Schönwassers Spiel als ein tadelloses nennen können, wird sich der iunae selbst eingestehen. Muß dieser „Schiller" sich fortwährend in der höchsten N befinden? Zum Theil ja! Es ist dies di- Schuld deS Dichters, der diese Barten so gut wie gar keinen ruhigen, maßvollen Momenten ausgestattet hat. und fihL,1 gehört Extase so ,um Wesen des jugendlich n Schiller, daß wir sie in der Wied..? jenes Bildes gar nicht missen könnten. Für den Schauspieler ist tS nun a»Äbe nicht leicht, hier die Grenze zwischen dem Zuviel und Zuwenig inne zu halten „Herzog Karl" ist eine überaus tüchtige Leistung des Herrn Muff, dessenDmstüi» dem landesväterlichen Despoten vollständig gerecht wird. Nur zuweilen gingen ehna9 Worte durch zu schnelles Sprechen verloren. — Fräulein Pögner 1. (Franuse-i errang in ihrer dankbaren Partie einen vollständigen Erfolg. — Fräulein Kobrien, war eine zarte, feinsinnige Laura. — Frau Brede brachte die Generalin Run,. < trefflicher Weise zur Anschauung. Auch die übrigen Personen: Herr Schreiner k? frömmelnde Commandant Rieger), Herr Schölermann (Hauptmann Seekalki Herr Rickelt (Bleistift) fügten sich mit Glück in den Rahmen des Ganzen ein ° Ueber der ganzen Aufführung herrschte der Geist einer zielbewutzttn und ständnißvollen Regie. Das gut besetzte Haus nahm das Stück sehr beisällig auf — Bezugnehmend auf unsere gestrige Mittheilung, betreffend Diebstahl Bettwerk von Seiten eines professionellen Gauners können wir heute die weitere richt bringen, daß derselbe Bursche am Morgen des 7. November in Cassel aennu dasselbe Manöver mit Erfolg ausführte. Das hier gestohlene Bett wurde in CaM versilbert, eine möblirte Wohnung gemiethei, das Bettwerk wiederum gestohlen i nh damit das We te gesucht- Seinem Schicksal wird der Gauner doch hoffentlich bald des, wahr, wir Herr,, >e Künstl„ m" ^tasr Partie tnlt ib überbieg Wiedergabe allerdings en. - Der Darstellung !en einzeln! Aranziskaz ohrsen I. 1 Rteger in einer (bit 'cfalb) und ein. n und Der: 3 auf. ebstahl von e/tere Nach- f e l genau •e tn Lasse! tohlen und entlich bald per Pfund nette 3 4 )ühner per 1-40—1.80, eisch 50 bis :r WO Kilo In per Cir. ige in ein» wenn man ic fordert, die nd reicher Meßen. ie-Reg'ment llerS Adam W-tzlar mit zu Meßen. :1b, Tochter ne Hopfner, tth Heinrich en Wilhelm der, Tochter er Friedrich igeischmieds it Ernestine ula Marie, ohn, Louis, igust Haßler Worch eine t. 5. Dem , Kathapne sughardt II. rg, 9 Jahre des Renier: zed. Franz, jonas Buch, nterie:Regi- trich Ludwig Jobannetie litte Tochter. Margarethe iliche ledige . Katharine 1 Steinbach. ter, Helene, Wilhelmine a Christina, starb den iurs Kaspar ickerweisters m 2. Großglichen Re- öember. 1.—10. No- > gründlich r die Folg- Red._____ Die Original Julins Wallach. 7495 © Reservirtes Zimmer. 7510 Wtahls-taverkaof. ? 750t NEUE (13.) UMQEARBEITETE ILLUSTRI RTE AUFLAGE. T Wnüöertroffenes Aaörikat zum Stärken der Wäsche. Ml, FISCHBACH in GIESSEN. | II. Schaffstädt) Bahnhofstrasse. cc Ld O O O m D0 CF S '5" Q Z >< CD bestens empfohlen. 7042 $1« Home Andenplah. Niederlage in Gieß en bei den Herren Gcbr. Adami, C. G. «l«inhenn,CarlSchwaab.7500 Federweißen im Fischerhof.___________7513 Um Jrrthümer zu vermeiden. Einem verehrl. Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich mein Geschäft nach wie vor weiter betreibe, und halte ich mich zu Lohn-Fahrten bestens empfohlen. Job. Böckner, Lohnkutscher, Dadurch sind, wie auf allen bisherigen Welt-Ausstellungen zu Wien, Paris, Philadelphia, wo eine unpartheiische Prüfung stattfand, und den Original Singer Nähmaschinen ebenfalls die höchsten Auszeichnungen verliehen wurden, auch jetzt wieder die hohen Vorzüge dieser Maschinen auf das Glänzendste anerkannt. Die Mitglieder der „Concordia" machen ein Gewerbe daraus, die Original Singer Nähmaschinen herabzusetzen, und rur Erreickmna dieses -Zweckes wird auch die Anwendung nachweisbarer Unwahrheiten nicht gescheut. So behaupten diese Herren jetzt, ihren Maschinen, nicht den Original Singer Nähmaschinen, sei in Amsterdam der höchste Prers verstehen. Man kann in Versuchung kommen, die Dreistigkeit zu bewundern, mit der man auf drese Art das Publikum zu tauschen sucht! der folgende Auszug aus der offiziellen Amsterdamer Preisvertheilungsliste beweist jedoch, daß auch drese Behauptung der Concordia-Mitglieder eine Unwahrheit ist. o„. Vereinigte Staaten von Nord-Amerika (L>ette 27) No. 5703 The Singer Manufacturing Co. Ehrendiplom, I. Freis Deutschland (Seite 26) No. 2316. Biesolt & Locke Goldmedaille, II- Preis 2320. Fitster & Rossmann Goldmedaille, H. Preis empfingen auf der Welt-Ausstellung zu Amsterdam den ersten und höchsten Freis, das Ehren-DSphm« Aeikgeöotenes. Mimer Kirchenbau-Lotterie ™ (Ziehung 21. November) Mfloose k 3 J4, Darmstädter Gewerbevercins- (Ziehung 20. December) Loose & 1 7516 Kinder-Hkitflätten-Loose (Ziehung 15. Januar 1884) !!Für Restaurateure!! Hohlen säure-Apparate nach dem System Dr. Raydt-Kunheim neueste Bierpression (vorzüglich zum Conserviren des Bieres), deren Alleinvertrieb für Giessen und Umgegend mir übertragen wurde, halte ich hiermit PlVllh. Th. Wittlich, 7498 32 Marktstraße 32 (früherer Laden des Herrn Elsoffer). „ 2414. Seidel & Naumann Goldmedaille, II. Preis Von den andern Mitgliedern der „Concordia" erhielten zwei den IU Preis - die silberne Medaille; einer den IV Preis - die Broncemedaille Der V. Preis — Ehrenvolle Erwähnung — gelangte tn der Nahmaschmenbranche nicht zur Verthetlung- G. Ueidlinger, Giessen, Bsbnhofstr. 10. Uesliiiiralion Wissner. (Kanzleiberg.) Guten Mittngstisch. Reingehsttene Weine. — Vor^ügt. Gießener Actienbier. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Bekanntmachung. Der Spar- und Vorschuß-Verein e. G. zu Steinbach nimmt von heute an die Einlage von Kapitalien nicht höher an wie zu 4% jährlich, dagegen Ausleihungen von dem 1. Januar 1884 auf Hypotheken zu 3 /o und Schuldscheine zu »'/?/« jährlich. 6974 3Lud. Haas VI., Dnector. Frische Bratbücking bei 7512 Carl Schwaab. Con versations- Lexikon Mit Abbildungen und Karten. - > — Preis d Heft 50 Pf Loose » 1 empfiehlt ___________ yiitna Melis m. w>. 44 öo.i. gan;. Brod. Pr. wum, Stampfmelis pr- Pfd- 46 Wrfel-Raffinadep Md 48^, I ; ■ ■ - - 04 1 JEDER BAND GEB. 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HaenimhaidalWen ' IHi'hiii A Re>,»io»S's WLÄw-.W’L Monta8: Linden. ■ • — ® hof. 7227 Gute» Mitlaastisch -mB-N ° ß E»elck<-r, „Gambrinus" = Saosphor*) ^== « *) ®cr Versandt bcS echten Pros Dr med. Reyinond's Saozphor geschieht Einz°hl.mg von 5 Mark °L'Vch,,L nut nrch Die Engelapotheke zu Bad Köstritz. Reuji j. 2. Gesucht " ~ wird ein älteres erfahrenes Mädckr» welches selbstständig kochen kann, in allen Hausarbeiten bewandert und mit filltert Zeugnissen versehen ist, für eine kleine bessere Familie. Näheres auf dem Ver- miethbureau Muller. 7^ Ar. Aureal» tagg" Ausschuss Mester Sammet Z in Streifen 10, 20, 30 H wieder eingetroffen. Auguste Friesse. Lutherstifiung. Evangelische Bürger Gießens! Von dem Wunsche geleitet, es möge aus der Feststimmung, in welcher das evangelische Volk Hessens den 400jährigen Geburtstag unseres Reformators Dr. Martin Luther feiert, ein bleibendes Denkmal derselben herauswachsen, welches noch späten Geschlechtern von unserer evangelischen Gesinnung Zeugniß ablege und das Werk Luthers an unserm Volke fördern helfe, hat die Evangelische Landessynode am 12. v. M. beschlossen, daß eine Luther- ftiftmrg aus freiwilligen Beiträgen aller evangelischen Gemeinden Hessens errichtet werde, deren Zinsabwurf zu Stipendien für solche durch Fleiß und Gaben ausgezeichnete Studirende der Theologie verwandt werden soll, welche in den Dienst der hessischen Landeskirche zu treten versprechen. Zur Erinnerung also an den Lehrer ohne Gleichen, welchen Gott heute vor 400 Jahren in Martin Luther unserm deutschen Volke geschenkt hat, soll ein Werk errichtet werden, welches mithilft für unser deutsches Volk treue und kundige Lehrer des Evangeliums heranzubilden. Die äußere Organisation unserer theuren evangelischen Kirche ist wenig entwickelt. Um so wichtiger ist für ihr Gedeihen, daß sie immer tüchtige und gelehrte Diener des Wortes besitze. Wir können sie nicht erfolgreicher kräftigen, als indem wir ihr hierzu verhelfen. Nach dem Beschlüsse der Synode soll der Sitz der Verwaltung dieser Stiftung zu GieszeN fein, ferner sollen ihre Erträge vorzugsweise für in Meßen Studirende verwandt werden. Sie wird also zugleich das Studium an unserer Universität zu fördern geeignet sein, und Ihr wißt ja, daß alles, was unsere Universität fördert, mittelbar auch unserer Stadt zu Gute kommt. Die unterzeichneten Mitglieder der Landessynode und die Mitglieder des Comites zur Vorbereitung der Lutherfeier sind zufammengetreten, um demnächst die nöthigen Schritte zur Gründung eines Vereins der hessischen Lutherstiftung zu thun und behalten sich vor, mit weiteren Eröffnungen, beziehungsweise Bitten sich an die Gemeinde zu wenden. Gießen, den 10. November 1883. 7515 Dr. Woekmann, Provinzialdirector. Wramm, Bürgermeister. Gmtmann, Rechtsanwalt. Dingeldey, Pfarrer. Dr. Pornseiff, Rechtsanwalt. Ierd. Hart, Kaufmann. Dr. Hottschick, Professor. I. Kanstem, Fabrikant. Knorr, Landgerichtspräsident. Dr. Aaumann,Pfarrer. Schkosser, Pfarrer. Dr. Stade, Professor. Dr. Waer, Professor. Wgekius, Schuldirector. 7508 Einige tüchtige Mädchen für Küche und Hausarbeit suchen Stellung auf sofort und Weihnachten durch Frau Schnitze, Vermiethfrau, Wallthor 53. WermieLßungen. 7494 Eine Stube zu vermiethen A. Moog, Flügelsgasft 12. 7491 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Sonnenstraße 25. 7397 Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. _ Neuenweg 2. MAirtesIimmer. Ein möblirtes Zimmer, neu hergerichtet, (per Monat 10 J4) sofort zu vermiethen. 7504 Kreuzplatz 1. 7505 Zwei kleine Logis in der Bahnhofstraße zu vermiethen. Näheres bei Ehr. Haubach, Westanlage 15. . 7507 Ein Familienlogis zu vermiethen bei Carl Heil, Schützenstraße 19. 7497 In meinem neuerbauten Hause (Frankfurter-Straße sSeltersbergs) kann der erste und zweite Stock, sowie ein Theil des Dachstockes mit Corridorabschluß ver- miethet und sofort bezogen werden. Auskunft ertheilt Wirth 8- Allen- dürfe r- Georg Weiss III, Maurermstr. 7514 Ein Logis zu vermiethen vom 1. November ab bei Heinrich Noll, Mühlgaffe 39. 7493 Ein Familienlogis vermiethet Jacob Dorr, gr. Mühlgaffe 10. Baden zu vermiethen und 1. Januar zu beziehen. 7492 Ludwig Orth» Neuen-Bäue 11. Wenzel s Garten, Menu. | Sonntag den II. November. Potage a la reine .... 20 Pfg. Potage a Ja royale . . . . 20 „ Rheinsalm in GelSe . ... 50 „ Ochsenfleisch mit Beilage . 40 „ Shrazy (ungarisch) .... 45 „ Kalbs-Goulasch 40 „ Grüne Erbsen mit Schinken . 45 Rothkraut mit Bratwurst . . 45 Gespickter Has mit Salat . . 45 „ Filet aux Champignons m. Salat 45 „ Omelette aux Confiture . . 45 „ Käse (diverse) 20 „ Vermischte Anzeigen. 7502 Die Dienerstelle bei hiesigem Turnverein ist nett zu besetzen. Bewerber wollen sich an Herrn Photograph P h i l- U h l wenden. Gießen, den 10. November 1883. Der Vorstand des Turnvereins. Agent gesucht zum Verkauf von Zanella (Rockfutter) an Schneider. Offerten sub G. N. 421 postlagernd Elberfeld. _________ Anstrklcher-Gchulsm «• «sr-M *sste «öffentliche biblisch- Borträge 1 werden Sonntag und Mittwoch, Abends 8 Uhr, Canzleiberg 5, eine Treppe hoch, abgehalten.- * Den Ausschnitt feiner Wursi- und Weischwaaren bringt in empfehlende Erinnerung ,la6 C. G. Hleinhenn, 'A Biontag den 12. November 1883. 11. Vorstellung im 2. Abonnement. Auf vieles Verlangen zum 2 Male. Große Posse mit Gesang in 3 Akten von Wilken und Justums. Anfang 71/2 Uhr. - Ende 10 Uhr. jp. JHrauftecM‘ I. Blitz, Commisstonär in Gießen, kaufmännische Geschäfte diverfer Branchen re. re. „ Güter verschiedener Große, sowie mehrere Mühlen zu verschiedenen Pwtzn können nachgewiesen werden- « Stadt-Theater in Giessen. | Sonntag den 11. Rovrmber 1883. Bei festlich erleuchtetem Haufe. § Zu Schiller’s Geburtsfaier. $ $ 10. Vorstellung im 2. Abonnement. 8 Die Rauher« | Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich v. Schiller. U Anfang 7>/a Uhr. — Ende 10V2 Uhr. K Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und,Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen- Da der Ruf zu Nr. Gießen r § 1 nicht vor sten Bau^ § : vor dem Zürgernn oder nad Augensche erreicht h Ernte hä meister z sein muß V01 benachrich S ! 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