Hs. 2GZ. Samstag den 10. November L88T. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pst mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. s«reaur Schulstraße 7. werden, um Höchstdenselben nach Spanien zu Bei den Stadtrathswahlen der 2. Abtheilung Canvidaten. zwischen dem 12. und 15. d. deutsche Kriegsschiffe anlangen geleiten. Trier, 8. November. Telegraphische Depeschen. Wslff's trlegr. Csrrsspstrdenr-Burea«. Berlin, 8. November. Nach einer Bekanntmachung des Reichskanzlers sind auch die im Gebiete von britisch Birma (Hinter-Jndien) belegenen Hafen- Politische Ueberficht. Meßen, 9. November. Die gesammte protestantische Welt begeht in diesen Tagen die Feier des 400jährigen Geburtstages Dr. Martin Luthers und besonders bei uns in Deutschland, der Wiege des Protestantismus, sind umfassende Vorbereitungen zu einer würdigen Feier dieses bedeutungsvollen Tages getroffen worden. Auf evangelischer Seite ist man eifrig bestrebt gewesen, das Lutherfest jedes herausfordernden Charakters gegen die Katholiken zu entkleiden und in allen vorurtheilslosen katholischen Kreisen wird dieses Bestreben vollauf gewürdigt, indem man sich hier mehr oder weniger an den bevorjtehenden Feierlichkeiten zu betheiligen gedenkt. Die Lutherfeier gewinnt somit die Bedeutung eines nationalen Festes und der Verlauf deffelben wird hoffentlich beweisen, daß bei uns die confessionellen Gegensätze glücklicherweise noch nicht so ausgeprägt sind, um es Protestanten und Katholiken unmöglich zu machen, das Andenken an den großen Reformator und ächten deutschen Volksmann gemeinsam zu feiern. Der erste langjährige Beamte des kaiserlichen Hofstaates, Oberstkämmerer Wilhelm Graf von Redern, ist am 5. November in Berlin verschieden. In den nationalen Parteikämpfen, welche dem politischen Leben des österreichischen Kaiserstaates einen so prägnanten Charakter verleihen, ist jetzt eine Zeit verhältnißmäßiger Ruhe eingetreten. Dieselbe kommt vor Allem den Verhandlungen der gemeinsamen Delegationen zu Gute, deren Arbeiten einen recht glatten Verlauf nehmen. Der Schwerpunkt der Verhandlungen ruht noch in den beiderseitigen Ausschüffen, von denen bis jetzt die Etats des Ministeriums des Auswärtigen und des Reichs - Kriegsministeriums anstandslos erledigt wurden. Am Dienstag verhandelte Der Vierer-Ausschuß der ungarischen Delegation über das bosnische Budget, welches der Reichsfinanzminister Kallay begründete. Derselbe gab über die administrative und finanzielle Lage der occupirten Provinzen ein recht befriedigendes Bild und erklärt sich bereit, auf eventuelle Fragen Seitens der Ausschuß-Mitglieder weitere Ausklärungen zu geben. Nachdem die französischen Radikalen mit ihrem parlamentari- ichen Ansturm auf die Stellung des Cabinets Ferri) bezüglich der Tongking- Frage abgewiesen worden sind, versuchen sie es jetzt, dem Ministerium auf dem Gebiete der inneren Politik Schwierigkeiten zu bereiten. Eine geeignete Handhabe hierzu scheint ihnen das Municipalgesetz zu sein, mit welchem sich die Deputirtenkammer zur Zeit vorwiegend beschäftigt und das sich auf die Verwaltung der größeren Stadtgemeinden bezieht. Die Radikalen haben hierzu eine Reihe von Amendements eingebracht, welche auf die communale Autonomie von Paris abzielen und die Errichtung einer Centralmairie für die französische Hauptstadt verlangen. In der Dienstags-Sitzung der Deputirtenkammer ver- lheidigte der radikale Deputirte Lacroix diese Amendements, gegen welche sich bas Ministerium von vornherein entschieden ausgesprochen hat und die französische Deputirtenkammer hat bei der unmittelbar bevorstehenden Abstimmung über die radikalen Amendements abermals Gelegenheit, dem Ministerium ihr Vertrauen auszudrücken. — Die aus Tongking eiugetroffenen Depeschen oestätigen den günstigen Fortgang, den die militärischen Operationen der Franzosen dort machen; letztere befestigen ihre Stellung im Delta des Rothen Flusses immer mehr und haben neuerdings auch die Städte Ningbing und Knangyen Eingenommen. In England steht man noch immer unter dem Eindrücke der fenischen Attentate auf der Londoner unterirdischen Eisenbahn, deren Urheber die Polizei trotz der angestrengtesten Thätigkeit noch nicht eruirt hat. Es ist ein deprimi- rendes Gefühl für die ganze englische Gesellschaft, sich fortwährend von einer im Finstern schleichenden Rotte von Bösewichtern bedroht zu wissen, ohne sich gegen deren verbrecherische Pläne wirksam schützen zu können und diesem Ge- iühle haben die großen Londoner Tagesblätter schon wiederholt Ausdruck verliehen. Auch in einer der überseeischen Besitzungen Englands macht sich jetzt die fenische Umsturzpartei bemerklich; dem General-Gouverneur von Canada, Marquis Landsdown, sind mehrere Drohbriefe zugegangen, deren seuischer Ursprung sich kaum bezweifeln läßt. Das Königreich Serbien befindet fich gegenwärtig in einer ernsten Krisis. Im Süden des Landes ist eine revolutionäre Bewegung ausgebrocheu, welche darauf zurückgeführt wird, daß die serbische National-Miliz zur Abgabe ihrer Waffen angehalten worden ist, welche Maßregel namentlich in der ländlichen Bevölkerung große Erregung hervorgerufen hat. Von der Belgrader Regierung sind bereits umfassende Vorkehrungen zur Niederwerfung der Revolte getroffen worden, indem die Preßfreiheit aufgehoben unv das Vereins- und Versammlungsrecht suspendirt, sowie der Belagerungszustand über die betreffenden Bezirke verhängt worden ist. General Nieolie ist mit 3000 Mann nach denselben entsendet worden und hofft man, daß es ihm gelingen wird, die Ruhe baldigst wieder herzustellen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Spanien und Frankreich haben durch die Ernennung des Marschalls Serrano zum spanischen Botschafter in Paris nunmehr wieder eine festere Gestalt gewonnen. Der bisherige Vertreter der spanischen Regierung in Paris, der Herzog von Fernan Runez, hatte bekanntlich in Folge des Ministerwechsels in Madrid seine Demission genommen; sein Nachfolger hat nun die ziemlich schmierige Aufgabe, die Beziehungen Spaniens zu Frankreich, die unter dein Eindruck der Znsulten, aufgehoben worden. „ „ „ o mv Wien, 8 November. Em Telegramm der „Polit. Corresp. au8 Belgrad versickert auf das Bestimmteste, daß sich die Ruhestörungen auf dte zwei bekannten Bezirke beschranken und alle Meldungen von einer weiteren Ausbreitung derselben unbegründet sind. In den übrigen Theilen Serbiens herrscht vollkommene Ordnung. — Dieselbe Correspondenz bezeichnet es ferner als unrichtrg, daß einer der gestern verhafteten Aufständischen bereits htngerichtet sei. m . . — Am 3. ds. Mts. richtete der serbische Minister des Auswärtigen, Bogicemc, ein Rundschreiben an die Vertreter Serbiens tm Auslande, in welchem diese von der aufständischen Bewegung, sowie von den zur Unterdrückung derselben getroffenen Maßregeln in Kenntniß gesetzt werden. , . o . , L ondon, 8. November. Bis gestern Abend waren bte Leichen von etwa 50 der in der Grube Monkfield verunglückten Bergleute aufgefunden, die Zahl der Todten wird auf mehr als 60 geschätzt. B elgrad, 8. November. Eine serbische Truppenabthellung streß auf dem Marsche in der Nähe von Banja auf die Aufständffchen und gab Feuer auf diefelben. Die Aufständischen verloren 6 Mann an Todten, hißten sofort die Parlamentär-Flagge auf, boten ihre Ergebung an und baten um Amnestie. Christiania, 8. November. Zn dem Staatsproeesse vor dem Reichsgerichte beantragte heute der öffentliche Ankläger gegen den angeklagten Staats- minister Selmar zu ernennen, daß derselbe sein Amt als Ltaatsrninister und Mitglied des königlichen Rathes verwirkt habe, ihn ferner für unfähig zu erklären, in Zukunft ein Amt ober öffentliche Functionen zu bekleiden unv ihn in die nach dem Reglement des Reichsgerichts ihm zufallenden Proceßkosten, ipeciell in die Kosten der Vertheidigung und der Anklage, u. A. besonders zur Zahlung von 1363 Kronen als Ersatz für die vom Ankläger vorgestreckteil Ausgaben zu verurtheilen. Der Vertheidiger begann alsdann das Plaidoyer, welches auf die Geschichte des constitutionellen Streites riäher einging und die Aufgabe des Reichsgerichtes einer Untersuchung unterzog. siegten gleichfalls zwei liberale ------- München, 8. November. Die anläßlich des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche über den hiesigen Viehhof verhängte Sperre ist, nachdem sämmtliche verseuchte Stallungen gereinigt und geräumt worden sind, mieber plätze als choleraverdächtig anzusehen. — Der „Deutsche Reichs-Anz." veröffentlicht eine königliche Verordnung, durch welche der Landtag zum 20. November einberufen wird. — Ein Generaladjutant Sr. Maj. des Kaisers ist gestern Abend nach Madrid abgereist mit einem Allerhöchsten Handschreiben, in welchem der Gegenbesuch Sr. K. K. Hoheit des Kronprinzen als Vertreters Sr. Maj. des Kaisers bei dem König Alfons angesagt wird. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz wird ' " ' Mts. in Genua eintreffen, wo inzwischen drei welche dem König Alfonso in Paris zugefügt worden sind, augenscheinlich gelitten haben, wieder in das alte Geleis zu bringen. In der nordamerikanischen Union finden gegenwärtig die Wahlen zu den gesetzgebenden Körperschaften für die einzelnen Staaten statt. Es pflegt bei denselben nicht an tumultuösen Vorfällen zu fehlen und in der Stadt Dan- ville «'Virginia) hat es sogar einen blutigen Zusammenstoß zwischen Weißen und Negern gegeben. Man befürchtet daselbst eine Wiederholung der Unruhen. Berlin, 7. November. Die Angabe, daß das Frankfurter Dynamit- Attentat zur Verhängung des kleinen Belagerungszustandes über Frankfurt a. M. führen werde, wird noch immer in einzelnen Blättern festgehalten. Nach genauen Erkundigungen ist an den entscheidenden Stellen diese Frage noch nicht erwogen worden, zumal da alle Bemühungen, den Urheber des Verbrechens zu ermitteln, bis jetzt fruchtlos geblieben sind. Die Socialdemokraten in Frankfurt und Umgegend bieten Alles auf, den Verdacht der Thäterschaft von sich und ihrer Partei abzuwälzen. — Es darf als sicher angesehen werden, daß die nächste Reichstags- Session von Etatsdebatten, und zwar auf den wichtigsten Verwaltungs-Gebieten des Heeres und der Marine nicht frei bleiben wird. Es handelt sich dabei weniger um das laufende Etatsjahr, als um das nächste Rechnungsjahr (1884/85), und zwar wird es sich keineswegs, wie jetzt vielfach verlautet, ausschließlich oder auch nur wesentlich um Kosten für die Truppen-Dislocationen handeln. — Der Minister für öffentliche Arbeiten hat neuerdings die Eisenbahn- Directionen aufgefordert, Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung der durch Belegen der Fahrgeleise hervorgerufenen Unfälle zu treffen. In der dieferhalb ergangenen Verfügung wird namentlich betont, daß einerseits aus eine erhöhte Achtsamkeit der Bahnbeamten hingewirkt werden solle und andererseits die Schwellen und Schienen, welche zur Reparatur der Fahrgeleise nöthig sind, in der Nähe der Bahnwärterhäuser abgelagert werden sollen, damit die Gelegenheit, zum Frevel so viel als möglich beschränkt wird. Sollten trotzdem noch Bahnsrevel durch Belegen der Fahrgeleise vorkommen, so wird nunmehr gestattet, zur Ergreifung der Thäter nöthigenfalls auch Prämien über 300 «A auszusetzen. la 1 Turnverein 7484 Abonnements werden jederzeit angenommen. 7050 An &* desgl. Vorsc Maeid laElc »neue 1 Oran; Citroi Citroi il in aller Bon M. $ empfiehlt Ott: 7465 Schriftliche Artzeiten jeder Art werden rasch und pünktlich besorgt. Bahnhofstraße 6, 3. Stock. UN die ihr g Grundbes willig oe' Wafferkri 7469 in allen F sehr bill J GingeHandr. Unser „Eingesandt" zur Lutherfeter ist tn der gestrigen Nummer d. B!. einer Kritik unterzogen worden, die vo-r einem so vollständigen Mißverstäirdnlß unserer Absichten zeugt, daß wir uns genöthigt seden, nochmals das Wort zu ergreifen. Unser verehrter Gegner scheint uns für einen Katholiken zu halten, daraus deuten seine Ausführungen über „die römisch-katholische Christenheit" Wir können ihn darüber beruhigen und ihn versichern, daß auch wir durch Taufschein und Gesinnungen zur evangelischen Kirche gehören. Deshalb ersparen wir uns ein Eingehen auf feine statistischen Angaben, wie wir auch „davon absehen", ihn über Luthers weltgeschichtliche und nationale Bedeutung aufzuklären, Indem wir annehmen, daß er sich durch den Vortrag von Herrn Professor Oncken eines Bessern habe belehren lassen. Wir möchten uns nur entschieden dagegen wenden, daß er unsere durchaus sachlichen Erörterungen auf das G-biet des Persönlichen hinüber gezogen hat. Wir hatten ausgesührt, daß die confesfionelle Seite der Feier tn den Gottesdiensten an den beiden Sonntagen gebührenden Ausdruck fände und hatten den Wunsch ausgesprochen, daß die samstägliche Feier zu einer allgemeinen nationalen würde, an der sich Katholik-n und Juden ebenso gut bethetligm könnten, wie wir daS mit Freuden bei der gestrigen Feier bemerkt haben, kurz, daß die Pflanzung der Luthe,linde keine Feier einer Confession, sondern eine Feier der ganzen Stadt würde. Daß aber, um diesem Gedanken Ausdruck zu gebea, der Vertreter der Stadt gemeinde besser geeignet ist, rein sachlich betrachtet, als der Vertreter der Kirchengemeinde, wird unS der geehrte Gegner jetzt, nachdem er „die in Frage kommenden Momente wirklich kennt", gewiß zugeben. Gegen die persönliche Befähigung des jetzigen Redners haben wir durchaus nichts einzuwcnden gehabt, wir glauben tm Gegentheil. daß auch er es verstehen wird, der Feier diesen nationalen Charakter zu geben, nur fürchteten wir, daß durch feine Stellung viele unserer andersgläubigen Mitbürger veranlaßt werden würden, sich von der Feier zurückzuziehm, indem sie dieselbe für eine confesfionelle ansehen würden. Das mar e8, was wir durch unser „Eingesandt" verhüten wollten. E. Zu dem am Samstag den 10. November er. stattfindenden Fest' zug findet die Zusammenkunft um ^2 ltl)t im Vereins o a (Restauration Schnell) statt. Der Dorstand. Die i. Chaussiru: Subnnsftc und Bedi Ar. 6 des 2 werden. Offerten zlbends 6 l geschlossen itettn, nu sehen, emz Gießen, 7475 Moi werden in 2 ff 2 (5 2 L 4 f 3 4 2 9 1 ( und öffentlich versteigert Gießen, 7488 Vermischtes. Allertshausen, 7. November. Bei der heute dahier abgehaltenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Joh. Römer einstimmig wieder- gewählt, gewiß für denselben ein Zeichen der treuen Anhänglichkeit seiner Mitbürger und für die Gemeinde Allertshausen lobend, welche sich rühmen kann, von allen Parteien freien flin. ^ei der heute dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Martin Knöpper mit großer Stimmenmehrheit wiedergewählt. Möge es demselben beschteden fein, noch lange zum Segen der Gemeinde zu wirke». Stuttgart, 7. November. sAllgem. deutscher Versicherungs-Verein.) Im Monat October 1883 wurden 291 SÄadenfälle angemeldet und zwar 273 äußere Verletzungen und 18 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten vier den sofortigen Tod und 22 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat October 17. Neu aufgenommen in den Verein wurden in diesem Monate 1797 Personen. Alle vor dem 1. Septbr. 1883 ein getretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvaliditätssälle sind bis auf die von 28 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt- 7464 Das Niederwaldfest wurde von den Gasten der Northern-Paciflcbahn in Bismarck (Dakota) festlich begangen. Dr. von Schauß brachte den Trinkspruch auf den deutschen Kaiser aus und der deutsche Gesandte redigirte ein Telegramm, das in folgender Fassung abgesandt wurde: „An des Kaisers Majestät. Niederwald, Germany. Die deutschen Gäste der Northern-Pacisic-Eisenbahn feiern in Bismarck, Dakota, Kaiser, Reich und Armee in treuer Gesinnung." — iEi ja m'r Sachsen sain h-lle!j Ei» kürzlich in Newyork eingewanderter „Leebziger" wurde bei feinem ersten Spaziergänge aus dem Broadway von einem vor- übergehenden Fremden mit den Worten: „Guten Morgen, Herr Schulzei" bearf.6t Der gute Schulze sinnt eine Weile nach, kann sich aber nicht erinnern, den Mensen jemals zuvor gesehen zu haben. „Aha!" denkt er, „bas iS mich sicher Eener von b, Ludersch, von die sogenannte „Bauernfänger", da heeßl's: fein uffgepaßt!" Ja Meinung wurde das Leipziger „Grünhorn" nur noch b-stärkt, als der Fremde narh einigen Schritten wieder umkehrend, höflich fragte: „Sie verzeihen schon! Habe mich nicht geirrt? Smb Sie nicht Herr Schulze aus . . habet schnalzte er mit den Fingern, als ob ihm der Heiwaihsort des Angercdeten nicht einfallen wollte. sne, Sie irren sich, mein kutester Herr, ich hieße Se nicht Schulze, sondern Lehman," uff' zuwarten, ja!" — D-r Fremde entschuldigte sich hierauf und ging seines Wegs Minuten darauf trat ein Anderer, dem Sachfcn ebenfalls Unbekannter, auf uns-ren Freund zu und als ob er einen alten Bekannten begrüßte, klopft er ihm auf die Schuller und ri:f freudig überrascht: „Halloh, Lehmann, olck boy, wie geht's denn?" — Diesmal war der vorsichtiae Leipziger seiner Sache ganz sicher und mit einem mumi’ heutigen schlauen Zwickern des linken Auges antwortete er dem Fremden: „Nee mel kut'stes Tbierch-n — Se imn sich: mei Name iS Se nämlich gar nich Lehmünn - ich heeß; Se Schulze! Ei ja, fragen Se gittgft blos ihren Fremd, der dort an btt Ecke lauert!" Nachdem sich auch dieser Konfio-nzschwlndler schleunigst verzogen batte blickte ihm der schlaue Sachse höhnisch lachend noch und rief: „M'r Leepz'ger'sain nich so dumm! Eegentlich heeß ich Se weder Schulze noch Lehmann, sondern- We-tschche!"__ o in ausgeze 7473 Warme Bäder bei Andr. Euler, Nordansage 5 täglich im Winter geöffnet an Wochentagen von Morgens *1 Uhr bis Abends 8 Uhr, „ Sonntagen „ „ 7 „ „ Mittags 1. Uhr. Die Zellen sind durch Dampf geheizt. Verschiedene Salze, Mutterlauge und Bade-Extracte sind in der Bade-Anstalt zu haben. I Sausbursche I gesucht von Chr. Wallenfels. 8 V N a l e S- Gießen, 9. November. Für den morgen Vormittag 11 Uhr in der großen Aula nnwersität statthabenden Festaclus ist nachstehendes Programm festgesetzt: 1 Ouvertüre, Chor und Choral ans „Paulus" von F. Mendelssohn- Bartholdy. o Seftrebe von Professor Dr. HarNack 3. Kirchliche Festouoerture über den Choral „Ein' feste Burg rc." für Chor und Orchester von Otto Nicolai. — sTbterschutz-Veretu.j In der Ausschußsitzung vom 5. d. Mts. wurde beschlossen, an drei Gendarmen, 7 Schutzleute und 1 Briefträger, die sich im ver- aanaenen ^ahre in hiesiger Stadt und Umgebung besonders um den Thierschutz verdient gemacht" haben, 'Prämien auszuzahlen, sodann wurde eine List-von 10 Dienstboten festgestellt, die sich durch gute Pflege und Behandlung der ihnen anvertrauten Tyiere ängere Jahre als zuverlässig und schonend erwiesen und das Vertrauen ihrer D enft- berrschaft erworben haben. Auch diesen werden Prämien bewilligt und sollen, wie tm lebten Jahre, sämintllÄ- Prämien mit einem hübsch ausgestatteten Anerkennungs- Schreiben an Weihnachten ausgehändigt werden. Der von Herrn Rübs amen. an- geschoffte vierräderige Kippwagen nach dem Modell Hübner u. Schlesinger hat sich als vracti ch bewährt und wird demselb-n als Anerkennung feiner Bestrebungen, die Zwecke des Vereins zu fördern und den von demselben empfohlenen Wagen hier zur Einführung zu bringen, eine Prämie bewilligt. ,. Hieraus wird übet die Frage wegen Abschaffung des Doppelf ochs beim Zugvieh berathen Zunächst wird die im Kreis Lauterbach erlassene Poltzeiverordnung, die das Dovp'eljoch verbietet, nebst den Motiven zu dieser Verordnung verlesen. Hieraus träat Herr Viofeffor Dr Pflug ein längeres, eingehendes Gutachten vor, in dem er die verschiedenen Anspannungsweisen beim Rindvieh vorführt und die Schädlichkeit und Verwerflichkeit des Doppeljochs, beffen Gebrauch zweifellos eine Thierquälerei ist, näher beleuchtet. Es wird beschlossen, eine Eingabe an das Großh. Kreis amt Gießen, der das Gutachten beizulegen ist, zu macken, in der um Erlaß einer Polizeiverordnung m>e tm Kreis Lauterbach gebeten wird. Sodann soll das Gutachten des Herrn Professor Dr Pflug durch Abdruck in der Zeitschrift und in den Localblättern möglichst verbreitet werden. Auf Antrag des Herrn Oberamtsrichter Langsdorfs soll m einer ber nächsten Sitzungen über die beste Schlacht-Methode und die Schußmaske berathen werden. Gießen, 8. November. (Lut her ab end.) Um die Gemüther unserer evangelischen Gemeindeglieder auf die hohe Bedeutung der Gedachtntßfeier her vierhunheit- jährigen Wiederkehr bes Geburtstags Dr. Martin Luther's würdig vorzubereiten war nach dem Vorgänge vieler Städte auch hier ein Vortrag tn der Kirche tn Aussicht genommen. Herr Professor Dr. Oncken hatte sich her Slufgabe un.erzogen, über Luther's Fortleben in der deutschen Nation" zu sprechen und loste diese Aufgabe in einer einstündigen, fesselnden, oft zündenden Rede. Luther s Gedächtniß, so führte ber Reimer aus, lebt in uns fort, wenn wir einen Blick auf bte mächtige Gestalt bes Bekenners werfen, auf den „Luther in Worms", wie er ohne Furcht, voll kühnen Kampsesmuthes, die Wahrheit mehr lteb-nd als das Leben, vor Kaiser und Reick stand. Wir gedenken seiner ferner als Reformators ber deutschen Sprache, Schöpfers des evangelischen Kirchenliedes. Dolmetschers her Bibel An dem Segen seines reformatorischen Wirkens nehmen mir Alle Thell, bte einen bewußt, die anbern unbewußt die einen voll Dank, die andern ohne Dank. Die allgemeine Schulpflicht, die Neugestaltung unserer gelehrten Mittelschulen und Universitäten, das Princip, daß alles Blldungswesen in den Händen des Staates liegen müsse, ja, die ganje moberne (Sutiurentmitfelung verdanken den genialen reformatorischen Gedanken Luther s ihre ersten Impulse. Endlich wird auch der Wahrheitssinn und der Bekennermmh des Profelsors Luther all«t akademischen Lehrern ein leuchtendes Vorbild bleiben Der Vortrag hatte eine fo zahlreiche Zuhörerschaft herbeigeführt, daß bereits vor Beginn desselben die geräumige Kirche vollständig gefüllt war. Unserem Empfinden nach hätte die Feier, der Bedeutung des Festes entsprechend, noch einen tieferen Eindruck hinterlassen, wenn sie durch geeignete Gesänge eingerahmt gewesen wäre. Gießen, 9. November Wir machen unsere geehrten Leser auf den im heutigen Familienblatt enthaltenen Artikel: „Fran Käthe Luthe rin", als ein Gedenkblatt zur Lutherfeier, hiermit aufmerksam. — Am Dienstag Nachmittag mie'hete ein Mann, anscheinend in ben breiiger Jahren ein angeblicher Locomotivfübrer, in einem Hause am Neuenweg ein möblirtes Zimmer. Er aß dortselbst zu Nacht und nachdem er seine Hauswirthm gebeten, ibn am andern Morgen zeitig zu wecken, da er an der Bahn in Dienst treten müsse, legte er sich anscheinend zur Ruhe. Mittwoch Morgen wollten die Hausleute den Miether wecken dieser ließ jedoch nichts von sich hören und bei näherem Zusehen gewahrte man, daß der angebliche Locomotivführer das ganze Bett gestohlen hatte, außerdem auch ein im Zimmer liegendes goldnes Medaillon. Das Gestohlene hat einen Werth non ca 70 — Bei einem hiesigen Trödler wurde am Dienstag Nachmittag der Beschreibung nach von demselben Dieb ein vollständiges Bettwerk für ein geringes Gelb verkauft. Nach einem heute Hierselbst eingetroffenen Ausschreiben von Mas n z ist das hier verkaufte Bettwerk dortselbst gestohlen. Es scheint also em gewerbsmäßiger Gauner zu fein, welcher auf vorbefchriebene Weise Diebstähle ausführt und möge das Miigetheilte zur Warnung für diejenigen dienen, welche an Fremde Zimmer Der» m leihen. _ Witterungskunde.') 10. November. Samstag. Meist wolkig bis trüb. Morgens Neigung zur Aufbesserung, ans Mittag zu wolkig, Nachmittags aufgeheitert, Abends bedeckt. Wind zeitlich auffrischend bis lebhaft, an bin Küsten heute ober morgen stürmisch. 11. November. Sonntag. Umschlag zur Aufbesserung, wenn auch anfangs noch trüb unb unruhig. Frühmorgens bedeckt, dann ausgebesseit, Mittag? trüb, Nachmittags bis zum Abend ausgebessert, spätabends bedeckt, Wind lebhaft, an den Küsten stürmisch. *) AuS Dr. L. Overzier's SBettcr»SBrognofe (Verlag ber SDJ.ßcngftlb’» scheu Buchhandlung in Köln, Preis 1 J£). — Nachdruck verboten. ä. SB., 9. Novbr., Nachmittag? 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 234, Staatsbahnactien 2645/b, Galizier 240, Lombarden 117, Nord- westbahnactieu 1573/g, Gotthardbahnactien 92'/«, Darmstädter - Bankactien 150%, Disconto Commandit 182, Oesterr. Silberrente 663/«, 4% Ungar. Goldrente 73*/e, 40/0 1880er Russen 70'/-, 5% 1877r Russen 89'/2, 2. Orient-Anleihe -, 4°,» Spanier —, 5% Rumänische Rente 93*/2, 4"/« Unisic. Egypter 69*/ie. 5% Türken —, Marienburger 92^«. Hess. Ludwigsbahnact. 1047/w- Tenden,: schwach. MechZichL Anzeigen dee Steedt GieKen. Evangelische G e m e i n d e. ^otteSdieuK: Sonntag den 11. November (25. nach Trinitatis). Kirchliche Feier des Lutherfestes. Vormittags 9'/- Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: liturgischer Gottesdienst: Pfarrer Dingeldey. Nach beiden Gottesdiensten wird eine Kollekte erhoben, die nickst, rote früher angekündigt wurde, für unseren Kirchenbaufonds, sondern auf Wunsch be§. ~)ler' consistoriums für die durch die hessische Landessynode neu begründete Lutherststtuns zur Unterstützung von Studirenden der evang. Theologie, vorzugsweise in Gießen, bestimmt ist. ,, Kinderkirche: Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. Montag, den 12. November, Abends 8 Uhr, in derKlemkinderschule: Bi bei- stunde, Apostelgesch. 2,41—47, Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag, den 18. ds. Mts., findet die Feier des heiligen Abendmahls, und zwar im Abendgottesdienst, statt; die Beichte wird un Anschluß an das Abendmahl selbst unmittelbar vor demselben gehalten werden. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 11. bis 17. November besorg Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 26. Sonntag nach Pfingsten. Von 7 Uhr an: Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Coinmunton. '/210 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 4-° Uhr, Samstag Morgen 8-°Uhr, Samstag Mittag 3 M Samstag Abend 515 Uhr. "begrüßt. Maschen «r von de In dieser emde, nach Habe ich er mit den lte- „Ne-I mann, uff- Einige >uf unseren >e Schulter 5)tC§: M unzwei- ,,Nee, nut ehrnünn — wrt an der togen Hatje, -vz'ser fain sondern — d> B!. einer miß unserer ‘f£n- Unser seine Ausdarüber bei inungen zur ' auf seine geschichtliche b durch den Vir möchten Erörterungen hri, daß die mutagen ge- samstägliche mden ebenso merkt haben, n, sondern Ausdruck zu trachtet, als nachdem er n die persön- uden gehabt, 1 nationalen erer anders- rückzuziehen, as wir durch E. ung zur Auf- Wind zeitlich anfangs noch trüb, Nach- i den Küsten N. Lengfeld'- legrayhischer in Gießen.) 117, Nord- ctien 1505/g, drenie 73'/e, e —, 1°/» 5% Türken Keßen. ! vey. :, wie früher , des Oberherstiftung : in Gießen, fule: Bibel- ien Abend- im Anschluß mber besorgt , Commumon. Mittag 3 Uhr 7484 enden Fest- seretnslokal stand. $e» 7183 empfiehlt Exnil Fischbach. Stegmayer. 7475 Franks. Würstchen 7480 Citrenen 6285 empfiehlt S. 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Die Herstellung von Pflaster- und bbaussirung im Bahnhof Gießen soll durch Submission vergeben werden- Zeichnungen nnb Bedingungen können im Zimmer Nr 6 des Verwaltungsgebäudes eingesehen mMcn. Der Termin zur Abgabe der Offerten ist auf den 14. November, gfbenbs 6 Uhr, anberaumt. Dieselben sind, acschlossen, an die Adresse des Unterzeich- mten, mit entsprechender Aufschrift ver- ^Gi'eßew dm'^8. November 1883. Der Eiseubahnbaumeister: Lindenplatz. 5669 Laubfägehol; in großer Auswahl empfiehlt billigst Wilhelm Seibert,', 6435 Marktstraße. Montag den 12. d. M , Nachmittags 2 Uhr, «erden in der Flett'schenHofraithe dahier 2 Pferde, 4 Kühe, 1 Kalb, 2 Chaisen, 2 Oekonomiewagen, 4 Kleiderschränke, 3 Kommoden, 1 Nachttisch, 2 Nähmaschinen, 2 Bilder, 1 Spiegel, 3 Sophas und andere Mobiliargegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung ^Gietz^en, den 8- November 1883. Bühner, 7488 Großh. Gerichtsvollzieher. G-g", Wilh. _Wsidig. Zur cosmrtischen und hygikistischen Pflege von Mund und Zähnen, zur angenehmsten Reinigung, Beseitigung von Mund- u. Tabakgeruch, Zahnweinstein, Zahnschmerzen, zur Sistirung der Zahn- faule (Caries) und um den Zähnen blendende Weiße zu verleiben, ist unübertroffen die auf der Bayerischen Landesausstellung 1882 prämiirte Aromatische Zahnpasta aus der Kgl. Bayer. Hof-Parfümeriefabrik zu Nürnberg. Allein-Verkauf a 50 bei Hcinr. Wallach.6976 PalenlWauche zum Abfüllen von Bier und Wein (ohne Krahnen, keine Ueberfüllung der Flasche) empfiehlt 7380 Chr. Zimmer, Kupferschmied. Aftfetsinenl (feinste Valenzia-Orangen) die erste Sendung eingetroffen bei C. Gr, Hleinhenn, 1 Kreuzpl. Delicatessenhdlg., Kreuzpl. 1. Giessener Concertverein. 6. Concert (im 91. Vereinsjahr). Mittwoch den 14. Movbr. 1883, Nachmittags 4 Uhr, in der Stadtkirche: Luther in Worms, Oratorium in 2 Theilen, Dichtung von W. Rossmann, Musik von I^udwig Meinardus, unter Leitung des Grossh. Universitäts-Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und gefälliger Mitwirkung von Frau Müller - Ronneburger (Sopran) und Fräulein Marie Schmidtlein (Alt) aus Berlin, Herrn Franz Litzinger (Tenor) aus Düsseldorf, Herrn Richard Dannenberg (Bariton) aus Hamburg, Herrn Robert Ravenstein (Bass) aus Leipzig, Herrn Cantor Martin Steiner (Orgel) aus Giessen, des akademischen Gesangvereins, von Mitgliedern hiesiger Männergesang vereine und Schülern des Gymnasiums und der Realschule, sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereins-Orchesters. Preise der Karten (für Nichtmitglieder), welche in der Ricker- schen Buchhandlung und der W. Rudolph'sehen Musikalienhandlung, woselbst auch Textbücher zu 30 Pfg. zu haben sind: Sperrsitz.......Mk. 3.50, Nichtnummerirte Plätze . . „ 2.50, Auf die zweite Emporbühne . „ 1.50. 7388 Hauptprober Dienstag den 13. November, Nachm. 5 Uhr, 1 Altherfest m Gießen. 7487 Zur Thellnahme an dem am Samstag, Nachmittags halb 3 Uh«, stattfindenden laden wir nochmals freundlichst ein, und bitten alle, die daran theilnehmen wollen, dringend, präeiS zwei Uhr in Oswald's Garten Aufstellung nehmen zu wollen, damit der Zug selbst präcis halb 3 Uhr, wenn möglich noch etwas früher beginnen kann. Auch wiederholen wir unsere Bitte, daß Samstag der 10. und Sonntag der 11. November als Festtage gehalten und die Häuser geschmückt, beziehungsweise beflaggt werden möchten. Gießen, den 9. November 1883. Das Comits zur Vorbereitung der Lutherfeier. Dr. Naumann, Pfarrer. MchWs-EröffnlMg. Hierdurch beehre ich mich, verehrlichem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich Montag den 8. ds. an hiesigem Platze Selteesweg 71 eine Colonial- und Materialwaarrn-, Tabak- und Cigarren-Handlung eröffnen werde. ,, , , . c m Gestützt auf langjährige Fachkenntniß, hoffe rch bet durchaus reeller Bedienung mir das Vertrauen verehrt. Publikums zu erwerben und zu erhalten, und indem ich um gütige Unterstützung meines Unternehmens bitte, zeichne Gießen, den 3. November 1883. Hochachtungsvoll ,,,, Friedrich Deo. Geschäfts-V erlegung. Meine Wohnung und Werkstätte befindet sich jetzt Wallthor 17, im Hmterhause des Hm. V. Treff. Achtungsvoll Fr* Hrogmann, 7323 Bau- urrd Kassenschlosser GROSSES EXTR A - (’O.At’ERT Wenzel s Garten, Gießen Sonnabend dem 10. November 1883, Nachmittags ’/25 XThr: ausaeführt von dem hier so beliebten Musik Corps deS Vrandenb»Mer Artillerie-Regts.Nr. 3 aus Mainz unter Leitua» ö * deS Kapellmeisters Herrn W. G. Htlge. $ (Corn «Z t ä Piston-Virtuose.) Entree 40 Pfg. 3W Ende 11 Uhr. Str» Sonntag den 11. November: Grosser ITnterhaltnnes-Abend. Anfang ‘AS Uhr. Ends 11 Uhr. 3«- Bier im Glas. -W Entree 40 Pfg. Danksagung; Jonas Buch Ruhestätte geleitet, sowie für die innige Theilnahme nnd die zur letzten Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 7474 4- Hoffnuiigsarie aus der Oper „Der Blitz" von •1 und IOOOAndenm/ v. Weber. Millöcker. Blumenspenden, die demselben von allen Seiten geworden, sagen hiermit den innigsten Dank Allen Vater und Vermischte Anzeigen. 7468 Mehrere Herren können Kost und Logis erhalten. Neuenweg 62. CS> • R- Wagner. • Desonnes. • MStra. • L. Liebe. Ein Mittel dasmirX,' und lOOOAnderenxlAVL S. Abthettung 5. Finale aus „Lohengriu" von 6. Mandolinen-Polka ^Streichquartett) von 7. Serenata espanola von .... Ä7 S JK7 <9 Samstag ' -2 Uhr bei Spiest Die beiden Coneerte werden theils durch Horn-, theils durch Streichmusik ausgeführt, damit der Kapelle Gelegenhettgeboten ist, sich bei hiesigem verehrt. Publikum auch im Conecrt ft ia Strauss einzuführen. 7450 3. Abtheilurrg. 9. Ungarische Tänze von . . 10. Menuett «Mehre aus dem 17. Jahrhundert von . (Streichquartett-Solo.) 11. Kriegsraketen. Patriotisches Potpourri von 12. Bachanal-Galopp von Nach Ende vorstehenden Programms folgt dem Wunsche der geschätzten Gäste entsprechend ein neues Programm, so daß allen gerechten Anforderungen Rechnung getragen wird. 7489 T. G. Union (Wieseck). Samstag: Versammlung. 7478 7486 Brieftasche mit Legitimationskarte verloren. Abzug, in der Exped. ds. Bl. 7485 Eine Lauffrau sucht Stelle. Marktstrnße 28. Vermietungen. 7466 Ein Familienlogis zu vermiethen und per 1. Februar zu beziehen. H. Schassstädt, Bahnhofstraße.^ 7483 Ein kleines Logis zu vermiethen. Steiustraße 43. Lutherstier am 10. November. Zusammenkunft Gantbt'inus Nachmittags 1/a2 Uhr. 7481 1. Symphonischer Marsch aus der D-moll-suite von 2. Ouvertüre zu „Prcciosa" von .... 3. Laura-Walzer aus der Operette „Der Bettelstudent" von 4. Hoffnuiigsarie aus der Oper „Der Blitz" von • • Halövy. Schmorbraten J „ , . 40 Roastbeef ISa,at ' ' 45 Todes-Anzeige. Gestern Abend halb 9 Uhr entschlief der Großh. Hessische wirkliche Gcheimerath, Bber- Landesgerichts-Präsident a. D. sm Or. jur. Georg Keinplf ist DsKVM^rsdt nach langem schwerein Leiden im 74. Lebensjahre. Darmstadt und Gießen, den 8. November 1883. Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Samstag den 10. November, Vormittags 10 Uhr, in Darmstadt statt. 7476 8. Auf Wiedersehen. Lied von . Vorgetragen von Herrn Kapellmeister Hilge- .j’ftv>zsiiehtigen ek. w"^^^°stenfrei K*^/Anfragenbeantwortet gern ■ vA/ iheodorRoessnerLeipzig! Maknnna ueu hergerichtet, 3 Zim- W0l)NU!l^, mer mit Zubehör (inmitten der Stadt, in schönster Lage), zu dem billigen Preis von 350 M. zu vermiethen. Näheres in der Exped. ds. Bl. 6o08 6978^Zmei ineinandergehende, umnöblirte Zimmer zu vermiethen. Näheres in der Exped. ds- Bl- 7420 Eine Stube mit Küche rc. zu ver- miethen. Lindengasse 1. 7189 Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet. Ludwigsstraße 57. (Nachfrage 2. St.) 6556 Ein gut möblirtes Zimmer. Graveur^A. Konradt, Neuenweg 40. 7182 Der mittlere Stock unseres Hanses ist zu vermiethen und sogleich - beziehbar. Gebrüder Schmall, Neuen-Bäue 27. — 7224 ' Ein kleines Familicnlogis im Vorderhaus zu vermiethen- Carl Burkhardt, Neustadt. 7277 Liebigsstraße 63 ist eine Mansardenwohnung, bestehend aus 2 Zimmern, Küche und Zubehör, zu vermietben- 7396 Möblirtes Zimmer. ~ Sounenstraße 13, 2. St. 6206 In meinem neuerbauten Hause in der Ludwigsstraße ist der mittlere Stock, 6—8 Ztmmer, per sofort zu vermiethen- I. Bernhardt. 7482 Em Medaillon wurde verloren. Man bittet, dasselbe gegen gute Belohnung in der Exped. ds. Bl. abgeben zu wollen. 7472 Ein anständ. Mädchen, welches seither in einem Spezereigefchäft war, wünscht hier oder auswärts ähnliche Stelle oder als stütze der Hausfrau. Näheres Lindenplatz 4. 7477 Ein goldenes Medaillon, enthaltend die Photographie eines Ehepaares, am Dienstag in Gießen verloren- Goldwerth gering. Gegen Belohnung abzugeben in der Exped- d8- Bl. OcLsenfleiseh mit Beilage . 40 Nieren sant6......40 Filet de veau Champignons . 45 Ham u. Eggs......45 Grüne Bohnen / So] fleisch « Kummel-Kraut | ' 13 Wen;et's Garten Fragramm am Samstag Abend. 1. Abtheilung. Weuzfl’s Garten. M©21Ub I Samstag den 10. November. Linsensuppe ..... 20 llst- Jus mit Reis......20 » Verantwortliche Redaetion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scher, Druckerei (Fr- Ehr. Pietfch) in Gießen. Burca« Wc eines Vol Martin S mächtige noch Heu Grundi bens „t frommen, Schriften und gehl 400jähri> für die t mbst der W ms ist s Sprache. Zuhörer, Vaterlan mit der der ande er den Z die äuße loren gei römische nicht auf Mr unse Schraub Aber bi( stark au vertraue höheren Lebens i ginnt Si gen wei stiner-Ci logen, ö krystalli sruchtba Die Ve römische Anhang an, wo man di Gründe alter in an Ro, S weltges! gewalti helfe n gewinn waren Reforn dieser : Gefah, Herzen unser ichenke übertr es hin daß n gewän die edl länger beschw kehrte, bekenn weiter und d alle tr Volke- nicht gew Haus