lngen. ln,'Qrbt”l««i5,(r >m”Ne7 °hb,^'Ä Zeigen. 'd°r»-Il«er«^i °Mg-,°ch,. I ^ke Klein. EsüriM 101 Auglig tin Wim «glich glichst «HP itn tt S. e. C, N rbtttn. M *«•58 DLAimich!, NS ^erstraße X i-Sitzungja lende Amme roirtr . ds. Bl. ffi ig ers. dnk <’ a btl , ](l itcr j ti(je$«i5nIiÄi I I * Z7Ä-M .orey %s'ik4 1883 Nr. 106. Zweites Blatt. Donnerstag den 10. Mai Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlvhn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Betreffend: Statistische Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Deutschen Reich.' Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. ~ r unserem gedruckten Ausschreiben vom 12. März l. I., mit welchem wir Ihnen die in obigem Betreff nöthigen Formulare überschickt haben, ist mn Schlüsse bemerkt, daß zur Ermittelung der für Formular 1 und 2 bestimmten Flächenangaben u. s. w., sowie zur Ermittelung der in Formular 2 und 3 aufzunehmenden Durchschmtts-Erträge pro Hektar, Ihnen nähere Weisung zugehen werde. a <2Bä^Qlten erä fürr baS Zweckmäßigste, wenn diese Ermittelungen von einer dieserhalb zu bildenden Commission stattfinden, deren Vorsitzender der betreffende Bürgermeister ist. 1 y k, sind daher alsbald solche Commissionen zu bilden, wie dies auch in den vorhergegangenen Jahren geschehen ist und wollen Sie uns — soweit bieö Mittlerweilen Nicht bereits erfolgte — die Namen der Commissionsinitglieder angeben. Wie in dem Ausschreiben vom 12. März l. I. bemerkt ist, sind die ausgefüllten Formulare längstens bis zum 1. November einzuschicken. Dre 3 Formulare sind Ihnen in doppelter Ausfertigung zugegangen, damit Sie ein Exemplar derselben bei Ihren Acten behalten können. Dr. Boekmann. für den 11. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mörfelden mit einem nach deni Dienstaller sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1200 <✓#. Die evang. Pfarrstelle zu Ettingshausen; dotationsmäßiger Gehalt 1433 e vo>zügbch< Conftruciion des Otto'schen Motors, welche rhrem Erfinder das Ehren- doclo diplom der U toersität Würzburg eingetragen hat, hat diesen Motor über alle andern concuriirenden gestellt. Die Deutzer Gasmotorenfabrik muß zur Zeil ihre umfangreichen Werkliätt'N vergrößern, trotzdem sie brsher schon in der Lage war, jährlich 600 Motoren zu fabrictren. Neben dletem Moior konnte Mn anderer Gasmotor einen nennenswerthen Absatz erzülen.^ Der Simon'sche Motor, welcher in Bezug auf geringen Gasverbrauch con- currenziähig zu se n schien, scheiterte an dem complicirten Apparat. Bon den in Deutschland abgesetzt^n Exemplaren ist nur noch eine geringe Zahl in Betrieb. Die Hauptbedingung für einen Kleinmotor ist und bleibt möglichst große Einfachheit und möglichste Zuverlässigkeit des Betriebes. Die Motoren sollen, ohne eines speciellen Wärters zu bedürfen, meistens sogar ganz ohne Aufsicht, ihren Zweck erfüllen. Deswegen können Motoren von so compltcirter Bauart wie der Simon'sche sich der Einfachheit des Otto'schen Motors gegenüber nicht behaupten. Die Hauptbedtngung für eine wette Verbreitung des Otto'schen Motors ist billiges Gas. Dieser Frage ist zuerst von dem Director der deutschen Con- ttnental-Gasgesellschaft, Oechelhäuser, näher getreten worden. Derselbe wies darauf hin, wie durch billigeren Gaspreis die Verbreitung der Gasmotoren zunehmen müsse und daß es somit das eigene Interesse der Gasanstalten erfordere, diesen Motoren durch Gewährung entsprechend reductrter Gaspretse Eingang zu verschaffen. In der That ist den Gasanstalten eine solche Reduktion möglich, ohne ihr Interesse nach anderer Richtung zu schädigen. Der Absatz des Leuchtgases verthetlt sich auf wenige Abendstunden und demgemäß bedürfen die Gasanstalten größerer Gasbehälter und größerer Rohrleitungen, als sie gebrauchen würden, um die gleiche Quantität Gas über den ganzen Tag ver- theilt abzugeben. Es ist hieraus ersichtlich, daß die Gasanstalten eine Vermehrung des Tagesconsums (und einen solchen bringen die Gasmotoren) zu erstreben haben. Sie können dann mit demselben Röhrennetz, mit demselben Fassungsraum der Gasbehälter mehr Gas abgeben, als dies lediglich für Leuchtzwecke der Fall sei» könnte. Für dieses Plus bedarf es also keiner besonderen Amortisation von Anlagekapital und aus diesem Grunde sind die Gasanstalten sehr wohl in der Lage, Motorengas billiger abzugeben a!8 Leuchtgas. Dem vorerwähnten Beispiele sind eine große Zahl von Gasanstalten gefolgt. Während beispielsweise in Berlin der Preis des Leuchtgases pro Cubikmeter 16 betragt, gibt die Gasanstalt Köln Kraft- maschtnengaS für 13 H, Breslau für U ab. Daß diese Ermäßigung den Absatz in Gasmotoren gefordert hat, ist zweifellos. So haben die „Kölnische Zeitung" in Köln, die „Breslauer Morgen-Zeitung", die „Schlesische Zeitung" und andere Buch- druckereten ihre Dampfmaschinen durch Gasmotoren ersetzt, welche für diese periodischen Betriebe ganz entschiedene Vorzüge mit sich bringen. Einzelne Gasanstalten, unter denen ich Altona, Thorn, Tilsit nenne, sind soweit gegangen, daß sie die Motoren den Handwerkern auf Abzahlung überlassen, so daß auch kleineren und unbemittelten Handwerkern die Anschaffung des heute fast unentbehrlichen Motors ermöglicht wird. In der Stadt Thorn, welche sicherlich nicht als Industriestadt bezeichnet werden kann, arbeiten heute von Otto'schen Motoren: ein einpfcrdtger in einer Schleiferei, ein einpferdiger in einer Buchdruckerti, ein zwe'pferdiger bet einem Silberarbeiter, ein zwet- pferdiger bet einem Feilenhauer, ein zweipferdiger bet einem Conditor, ein vterpserdiger bet einem Tischlermeister und ein vterpferdtger bet einem Schlossermeister. Diese Zusammenstellung beweist zur Genüge, daß es sich hier in der That um Kleingewerbe 4. Namensveränderungen. 5. Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft: Am 18. April wurde Rechtsanwalt Ferdinand Eberwein zu Benshefin zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgerichte Lorsch zugelassen. 6. Ausgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft: Rechtsanwalt Ferdinand Eberwein zu Bensheim hat die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgerichte Zwingenberg aufgegeben. 7. Dienstnachrichten: Am 4. April wurde dem Schullehrer Friedrich Crößmann zu Gadernheim eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Gimbsheim, am 5. April wurde dem provisorischen Gesanglehrer Georg Weis aus Armsheim, unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers, die erledigte Gejanglehrer- stelle an der kath. Schule zu Bingen, an dems. Tage wurde dem Schulamts- asptranten Karl Krauß aus Eberstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Babenhausen übertragen; am 6. April wurde der von dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Büdingen auf die Lehrerstelle an der Gemeindelchule zu Büches präsentirte Schullehrer Johannes Diegel zu Deckenbach für ttese Stelle bestätigt; am 7. April wurde dem Jacob Porth aus Wackernheim das Patent als Geometer 1. Klasse für den Kreis Bingen ertheilt; an deins. Tage wurde der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgerichte Fürth Gg. Schweitzer zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgerichte Darmstadt II und der Stadt- genchtsdiener-Substitut Adam Fey zu Darmstadt zum Amtsgerichtsdrener bei oem Amtsgerichte Fürth ernannt; am 10. April wurde dem Schulamts- lffptranten Peter Joseph Rehm aus Finthen eine erledigte Lehrerstelle an der Mmemoeschule zu Unter-Schönmattenwaag übertragen; am 12. April wurde ber von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die erledigte zweite Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Brensbach präsentirte Schullehrer Heinr. August Escher zu Schönnen für diese Stelle, am 15. April wurde der von dem Herrn Fürsten zu Nfenburg und Büdingen in Büdingen aus die erledigte erste Lehrer- stelle an der Gememdeschule zu Mittel-Gründau präsentirte Schullehrer Jacob für diese Stelle bestätigt; am 17. April wurden den Schullehrern August Lenz zu Merlau und Andreas Winn zu Londorf die Leh- ber M Stammheim, an demf. Tage wurde dem ^chulamtsasptranten Johann Rieß aus Neu-Bamberg eine erledigte Lehrerstelle an der kath. Schule zu Hirschhorn übertragen 8. Charakterverleihung: 7 grnr^e" ?er Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 7 . April dem Pnvatdocenten an der technischen Locksckule ^naenimr «pn m Willmann den Charakter als „Pr°fessV'7u J 9. Dienstentlassung. v 10. Ruhestandsversetzungen: 9lm 23. 3auuar wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Rül- imrod Hemnch Luowig Rabenau auf fein Nachsuchen, am 7 Februar wurde ionn^nm 28 S und der Realschule zu Worms Otto Zimmer- eiann, am 28. Marz wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule m Raben- ■aUoo ^mtann ®eoJ9 auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1 Mai an, «u9' der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Heimersheim Walter Sander auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner länajähriqen am 17. April wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule' zu Mttersbach Heinrich Schuster auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom l Mai NN, — in den Ruhestand versetzt. und Handwerk handelt. Es ist dem Handwerksmeister heute gerade so gut möglich, sich der treibenden Maschine für seine Zwecke zu bedienen, wie dem Großindustriellen, und ein Blick in jene Werkstätten wird sehr bald d n Unterschied zwischen Fabrikation und Benutzung mechanischer Kraft klar machen. Nicht der Fabrikarbeiter bedient die Arbeitsmaschine, welcher die Leistung genau zud'ctirt ist, sondern der Geselle benutzt bk Krast- lelstung, um den mechanischen Theil der Arbeit von dem durch Handwei ks Geschicklichkeit auszuübendcn Theil der Arbeit zu trennen. Das .Stanzen und Schneiden der Blecke, daS Blasen zu den Schmiedeseuern, das Bohren und Spannen besorgt wohl die Maschine, aber die Form, die Vollendung, wird dem Arbeitsstück durch den Handwerker gegeben. Je weniger dieser hierbei feine Körperkräfte rein mechanisch auszunutzen hat, desto mehr tritt seine eigene Leistung in den Vordergrnnd: die mechanische Arbeit gehört der Maschine, die Kunst dem Handwerker, dessen Leistungen heute in der Handwcrkstüchtigkeit, nicht in der Handwerksübung liegen. Früher war cs eine Hauptaufgabe des Schlossergesellen, ein gute« Schloß zu machen; heute werden die Schlösser fabrikmäßig hergestellt wie die Schlüssel und wie Alles, was in Massen gebraucht wird. Wenn es aber gilt, ein Gitter in getriebener Schmiedearbeit zu machen, dann tritt der Handwerker in den Vordergrund. Gerade in der Schlosserei haben die letzten 10 Jahre so gewaltige Umwälzungen hervorgcbracht, daß an den Handwerker weit höhere Anforderungen als vor dieser Zeit gestellt werden. Das Handwerk geht vere nt mit der Kunst und angesichts der stets steigenden Leistung unserer Kunstindustrie ist das Wort von dem Verfall des Handwerks wohl schwerlich von Bedeutung. Nicht zum geringsten Theil haben solche Leistungen erreicht werden können durch die Hülfsmittel, welche dem Handwerker in den Arbeitßmaschinen geboten sind, auf welche ich nachher einzu- gehen habe. Von den Luftmotoren hat sich eine dauernde Bedeutung nur der Lehmann'sche erhalten können, aber auch dieser bat sich auf dasjenige Absatzgebiet beschränken müssen, welches von den Gasmotoren nicht erreicht werden kann. Da, wo kein Gas vorhanden ist, ist die Lehmann'sche Maschine in Größen bis zwei Pferdestärken nach wie vor gesucht. Der Hock'sche Motor ist vollständig außer Frage gekommen, da er sich nicht bewährt hat. (Schluß folgt.) verwischtrH. Darmstadt, 5. Mai. Dlad) jedem Rechenschaftsbericht, den der Vorstand der landwirthschastlichen Versuchsstation für das Großherzogthum Hessen erstattet, tst eine immer mehr erweitere Inanspruchnahme dieser Anstalt mit analytischen Arbeiten nach- gewtesen. So sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Aufträge von Consum- veretnen, Einzelconsumenten und Lieferanten gegen das vorhergegangene Jahr um ca. 10 pCt. gestiegen und haben im Ganzen die Zahl von 2250 Nummern erreicht; darunter waren 875 Proben Düngmtttel, 608 Futterm ttel, 309 Wein, 254 landwirth- schaftliche Sämereien, 204 Zuckerrüben, Kartoffeln, Wasser, Most, Bier, Maische, Milch, Zucker, Stärkemehl, Bodenart und Gesteine. Diese 2250 Aufträge erforderten circa 5000 Etnzeluntersuckungen und ist damit bei den gegenwärtig der Anstalt zur Verfügung stehenden Räumen und Einrichtungen die höchstmöglichste Leistungsfähigkeit erreicht, sobald für die Richtigkeit unb Genauigkeit der Bestininiungen diejenige Sicherheit geboten werden soll, welche von den Interessenten beansprucht und für die Erhaltung des Vertrauens zur Versuchsstation unbedingt gefordert werden muß und sollen deßhalb auch eventuell in der Zeit der Arbeitsüberbürdung, namentlich im Frühjahr und Herbst, Anträge, welche nicht im speciellen Interesse der hessischen Landwtrthe erfolgen, abgelehnt werden. Hof, 1. Mat. Gestern wurde die Dorfgemeinde Förbau von einem schweren Brandunglück heimgrsucht. 16 Wohnhäuser mit 26 Nebengebäuden sind niedergebrannt, viele Personen vermochten sich kaum vor dem Flammentodte zu retten. 35 Familien mit 160 Seelen sind obdachlos. Kassel, 5. Mar. Der „Tagspst." zufolge sind in der hiesigen Garde du Corps- Kaserne in der Zeit von gestern bis heute früh gegen 30 Husaren plötzlich erkrankt. Man hat die Patienten in 4 Stuben untergebracht und sie werden unausgesetzt von den Aerzten beobachtet, da ihr Zustand große Besorgniß etnflößt. Man vermuthet eine Milchvergtftung als Ursache der Erkrankung Um allen weiteren Eventualitäten, vorzubeugen, sind die übrigen Mannschaften heute nicht nach dem Forst zur Uebung ausgerückt, sondern in der Kaserne zurückbehalten worden. Hanau, 2. Mat. Unser Mitbürger, Herr Stetngraoeur Max Salm hat nach jahrelangen Studien eine Maschine erfunden und conftruirt, die berufen zu sein scheint, eine förmliche Umwälzung auf kunstgewerblichem Gebiete hervorzurufen. Es ist dies eine Modell-Coptrmaschine, mit Hülfe deren man Gegenstände erhabener Arbeit, x. B. Büsten, absolut originalgetreu bis zu den minutiösesten Verkleinerungen Herstellen kann. Die Erfindung, welche bereits in Amerika und verschiedenen europäischen Staaten patenttrt wurde, hat jetzt auch das deutsche Reichspatent erhaltcn. Mainz. 1. Mai. Die Untersuchung über bas bei den Brückenarbeiten auf; gefundene Schiff hat ergeben, daß die Ueberrefte des Schiffes neueren Datums sind, und hat es den Anschein, als ob das Schiff von den ehemaligen Rheinmühlen ober von der Schiffbrücke herrührt; weitere bemerkenswerthe Funde wurden hierbei nicht gemacht. Mainz, 2. Mai. Unsere neue Stadthalle, die threr Vollendung entgegengeht und, sowohl was Größe als Ausstattung betrifft, den weitgehendsten Ansprüchen entsprechen und eine Zierde unserer Stadt sein wird, wird im kommenden Frühjahr nut einer großen Blumen- und Vogelausstellung eröffnet werben. Außecbem wirb, wie man aus zuverlässiger Quelle berichtet, das nächste mittelrheinische Musikfest in Mainz in der neuen Halle abgehalten und beabsichtigt die Mainzer Liedertafel mit diesem Feste die Feier ihres 50jährigen Jubiläums zu verbinden. Berlin. (Zum Prozeß (Sobbe.) Die schauervollen Einzelnheiten seiner That, welche in der Schwurgerichtsverhanblung bem Mürber Sobbe vorgeführt mürben, scheinen auf blefen einen tiefen Eindruck gemacht zu haben; als er nach beendigter Sitzung in feine Zelle zurückgebracht und dort wieder gefesselt worden war, weinte er h ftig und ries schluchzend; „Mein Gott, mem Gott, was Hobe ich gethan! nimm mich doch von der Welt!" Das ihm vorgesetzte Essen ließ er unberührt und er hat in der folgenden Nacht fast gar nicht geschlafen. Auch am vorhergehenden Tage hat er viel geweint und nach dem Prediger verlangt Auf die Emlegung einer Revision verzichtet Sobbe, so daß das am Montag gefällte Todesurtheil schon am 7. d. M. die Rechtskraft erlangen würde. — Der „B. Börs.-Conr." erwähnt übrigens eines Gerüchts wonach Herr Landgertchtsrath Hollmann, der die Voruntersuchung leitete, auf Grund des reumüthigen Geständnisses des Mörders die Absicht haben soll, dem Kaiser ein Gnadengesuch zu unterbreiten. - (Verweigerte Beerdigung.) Aus Köln wird geschrieben: Vorgestern fuhr e ne altere Dame mit einem in weißes Linnen gehüllten Körper in einer Droschke nach Mclaten zu dem Friedhöfe hin. Dort angekommen, frug sie nach bem Kirchhof-Aufseher. Man denke sich dessen Erstaunen, als ihm die Dame, die mit traucrumflortem Blick vor ihn hintrat, ein verendetes Kätzchen barreichte mit der Bitte, bas kleine Hebe Thierchen auf dem Friedhöfe „beizusetzen", die Mühewaltung wollte sie mit 20 Mark bezahlen. Nur schweren Herzens könne sie sich von ihrem Mietzchen, das sich auf der nassen Bleiche einen tödttichen Magenkatarrh geholt, trennen, aber sie müsse ihm fein Recht geben und ihm eine sanfte Ruh' statte verschaffen. Der trauernden Katzenfreundin wurde der Bescheid, sie müsse Dort; ft eine Bescheinigung über die Eintragung des Todesfalles im Cioilstandsregister beibringen. Nach heftigen Ausbrüchen ihres Schmerzes über die hariherzige Verweigerung der Beerdigung, wodurch ihr armes Mietzchen nicht feine letzte Ruhe finden könne, sowie über die Empfindungslosigkeit der Mitmenschen, die tbränenlos baftanben und für ben Gegenstand ihrer zarten Liebe durchaus kein Ver- stündmß hatten, hüllte sie ihren tobten Liebling wieder sorgfältig in das weiße Linnen, flieg in die Droschke und fuhr davon; die Bescheinigung des Civilstandsauttes bat sie bis jetzt nicht beigebracht. — Ein Velociped mit Dampskraft hat ein Newporter Mechaniker hergestellt. Die kleine Dampfmaschine, welche mit Petroleum geheizt wird, ist unterhalb des Sitzes angebracht. Die Thätigkeit des Kessels kann bei eompletter Füllung vier Stunden anhalten Mit diesem Dampf-Bicycle ist man mühelos im Stande, 18 Kilometer per Stunde zurückzulegen. Der Erfinder dieses interessanten Vehikels hat tn Newyork ein Exemplar ausgestellt, das für zwei Personen berechnet tst. Dte armen Fußgänger! Welch neuer Gefahr sind sie ausgesetzt! " Darmstadt, 5. Mai. Wie aus dem Bericht über die letzte Sitzung der Stadtverordneten Hervorgeht, ist eine andere Organisation bes Feuerlöschwesens in unserer .llesibenz beabsichtigt. Nach uns gewordenen Informationen soll denn auch b‘c prin- cipielle Zustimmung des Herrn Oberbürgermeisters und des Herrn Polizeiraths Haas zu Erriwiung einer bezahlten Feuerwehr (?) mit einem besoldeten Branddirektor an der Spitze gewonnen fein, zu w Ichem Zwecke der mit der Stadt Dannstabt abgeschlosfene Vertrag Seitens ber Turnerfeuerwehr gefünbigt worden sei und die Auflösung bes gegenwärtigen Corps demnächst bevorstehe. Mainz, 4 Mai. Heute Vormittag wurden in der Neuen Anlage bei ben vorzunehmenden Bahnarbeiten einige interessante Funbe gemacht. Aus einer Tiefe von 5 Meter würben ein Schwert, ein großes kunstvoll gearbeitetes Schloß unb mehrere Kugeln ausgegraben. — Ber ben am Mittwoch vorgenommenen Sprengungen an ben gesunkenen Schiffen unterhalb ber Els'nbahnbrücke wurde das Bug des einen Schiffes loSgtfprengt und ber Anker unb die Ankerketten gehoben; heute Mittag und morgen (Samstag) früh werden die Sprengungen, die äußerst vorsichtig eingeleitet werden müssen, fortgesetzt- - Am Mittwoch Abend nach 11 Uhr wurde an bem Eisenbahnübergang am Neuihor der Nachtwächter an der Hessischen Ludwigtzbahn H. überfahren. Der Verunglückte, welcher schwere Verletzungen an beiden Beinen erlitt, wurde in das Rochus- Hospital verbracht, woselbst die Amputation vorgenommen werden mußte. Gegen Morgen wurde derselbe von seinen schweren Leiden durch den Tod erlöst. Der Verunglückte, welcher schon 23 Jayre seinen Dienst zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten versah, war Familienvater. Wie wir hören, wurde der Unglücksfall dadurch herbetgeführt, daß der Mann eben zwischen ein paar stittstehenden Bahnwagcn durchkriechen wollte, um auf die andere Seite zu gelangen, als ziemlich geräuschlos em von einem Zuge abgestoßener Wagen dte sttllstehenden ins Rollen brachte, während ber Nachtwächter eben noch dazwischen war. Marburg, 5. Mat. Der Senior unserer Stadt, der Universität und der Lehrer der medicinischen Wkssenschaften wohl überhaupt, Herr Karl Friedrich v Heusinger, Ritter des Köntgl. Prcuß Kronenordens 2. Classe mit dem Stern, des Kurfürstlichen Wilhelms-Oidens, des Königlich Bayerischen St. Michaels Ordens und des Großherzoglich Sächsischen Ordens vom weißen Falken, Inhaber der Preußischen Kriegsdenkmünze 1813—1814, Doctor der Med'cin und Philosophie, orbcntl. Professor der Pathologie und Therapie, G?h. Mebicinalrath unb Ehrenbürger ber Stabt Marburg, hat heute Vormittag bas Zeitliche gesegnet. Geboren zu Eisenach am 28. Februar 1792, erlangte derselbe bereits am 21. März 1812 bie Dociorwürbe, am 13 Februar 1821 eine außerorbentliche Professur in Jena unb am 12. Juli 1824 die ordentliche Professur der Anatomie und Physiologie in Würzburg, von wo er 1828 einen Rus nach Marburg bekam, ben er annahm, um hier im Frühjahre 1829 seine segensreiche Thätigkeit, sowohl als orbentlicher Professor der Unwersität, wie namentlich auch als Director der medi- cin'schen Klin'k unb als viel gesuchter Arzt tn schweren Krankheitsfällen zu beginnen. Reich an äußeren Ehrenbezeugungen war bas Leben des Verblichenen; war es ihm doch vergönnt, nicht nur die Feier des fünfzigjährigen, sondern sogar des siebenzig- jährigen Doetorjubiläums, ebenso auch des sechzigjährigen Professor-Jubiläums zu begehen. Hochgefeiert als wissenschaftliche Autorität, hochgeachtet von seinen Collegen, geschätzt und geliebt von seinen zahlreichen Schülern, ein Tröster der Kranken und Armen, hat ihm der Herr über Leben unb Tod die hohe Gnade eines Lebens von über 91 Jahren zu Theil werben lassen, bas bis vor Kurzem mit ber Frische des Geistes wie des Körpers gesegnet war. Sein Andenken bleibt hochgeehrt, er aber ruhe in Frieden! (Oberh. Ztg.) Klingenberg, 2. Mai. Hier wurde jüngst abermals ein großer, wohlerhaltener Mammuthszahn tn ber Länge von anderthalb Metern aufgefunden unb der Aschaffenburger städtischen Sammlung Übersendet. — Bekanntlich befindet sich unsere Stabt tn der beneibenswerthen Lage, nicht nur keinerlei Gemeindesteuern erheben zu müssen, sondern noch an die Bürger baares Geld ausbezahlen zu können- Je nach ber Ergiebigkeit ber Thongruben erhalten bie Bürger bie Erträgnisse, welche im Vorjahre 109 AL per Kopf entzifferten, in biesem Jahre aber schon 126 AL per Kopf betragen unb denen voraussichtlich im Herbst noch eine Nachzahlung von ungefähr 60 AL folgen dürfte. Glückliches Klingenberg! — Der „Hamb. Corr." erzählt von einem höchst interessanten Naturspiel aus Hamburg. Dort wurde am 13. Junt 1869 den Strohmeyer'schm Eheleuten als zehntes Kind ein Knabe geboren, ber alle Lebensstufen der Jugend tn fast unglaublich kurzer Zeit ohne irgend welchen körperlichen Nachtbeil durchmachte. Er wurde als kräftiges Kind geboren, zeigte bald nach einigen Monaten nebst voller Beleibtheit bedeutende Muskcken Wicklung und wechselte schon nach Ablauf seines ersten Lebensjahres mit ber Stimme. Die tiefe, volle Stimme im Vergleich zur kurzen Lebensbauer setzte nicht nur die Eltern, sondern auch alle übrigen in Verwunderung Hierzu gesellte sich bald noch als deutlicheres Zeichen rasch fortgeschrittener Entw'cklung, der z-eml'-ch entwickelte Bartwuchs. Schon mit dem vierten Jahre wurde derselbe so üppig, daß ein öfteres Rasiren desselben geboten schien, habet machten die kindlichen Züge den männlichen immer mehr Platz, so baß Jeber, ber über bas Alter bes Knaben nicht unterrichtet war, biesen schon tn diesem Lebensalter für einen Menschen vo r wenigstens zwanzig Jahren halten mußte. Mit ber frühzeitigen Entwicklung obiger Leibeslheile hielten auch bie übrigen gleichen Schritt, weshalb ber Knabe in keiner Periobe seines Lebens je das Bild einer Naturverzerrung trug. Schenkel, Arme, Hände und Brust waren zu gleicher Zeit analog denjenigen späterer Lebensperioden. Somit trat denn auch im sechsten Lebensjahre ein vollkommener Abschluß in ben Verhältnissen ber einzelnen Körpertheile, wie in ber Größe bes Ganzen ein. Der Knabe hatte somit seine ganze körperliche Ausbilbung schon innerhalb btefer kurzen Lebenszeit beendet. Der Knabe ist von wissenschaftlichen Autoritäten (z. B- Virchow) untrsucht unb als völlig ausgewachsen unb zum Manne ausgereift erklärt worben. Es wirb bann weiter erzählt, baß auch im Essen, Trinken, Rauchen u. s. w. bie Neigungen des jungen Menschen völlig denen eines 30 Jah>e alten Mannes entsprechen. — Die von ber Berlin Anhalier Eisenbahn im vorigen Jahr probeweise eist- geführten Eisenbahnmagenräber aus Papier haben sich so gut bewährt, baß die Verwaltung nunmehr eine erhebliche Beschaffung solcher Raber angeorbnet hat. — fVerwerthung ber Abfallstoffe.) Auf einem Labenschilb in Linz a. b. D. steht folgcnbe Inschrift: „Einkauf von Hadern, Stricken, Seilen, Werihpapteren und alten Actien (in Großen und Klemen" ... Da brauchen doch die Actionäre verkrachter Sichen nicht ganz leer auszugehen. — (Grob.) Der „Fränk. Cour." läßt sich aus Würzburg über ben borkigen Viehma'kt schreiben: „Norbbeutsche Hanbelsleuie waren nicht vertreten; tn Folge besten mangelte es an guten Gangochsen." G 'S G G S G US •Q ALS)\ALS)\ALS) AL ALS) AL S) AL 7- 2 81 8 10 7 75 10 1 65 4 50 12 25 21-23- 22- 13 50 21150123 - 70 Je y2 Kilogramm kostet: L E . E G E £ & als^als. ALS)\ALS)\ALS> AL 'S) A 4 1 08 - 1 30 -90 -75 9 48 20 18 g d Q 60 70 £ E) •AL 'S) B QQ •AL -S) 66 70 V Z 5 A1A 119115 "c 3 _ 60 64 GJ~ 56 60 E>8 LT “ CG •Q (9 S> •AL S) 19 — N G H- bS G -g G L a A- ALS) 28- N ALS) AL S) ALS) Zn ALSj Verzeichniß der Mitielpreise der flewöhnlichsten Verbrauchsgeüenstände in der Stadl Gießen vom Monat April 1883. ____ Je 50 Kilogramm kosten: B E ALS) K 2 II ALS, § Z 1 88 L) AL S) Mchnnttax icrt ' ben 2.®«* AsSck-!'b- *182-IÄ Aeilgeö, 3187 Stbtwr mist W I“ S! (flflt bl! Jrifrbc iißO M 6,u’ Wascht M bei mir in großi fink tmpfe()le billiflH Ätlh. Kohle m____ Wichtig für Beste, b Wasch van H in Wrehien Ps Lngsnsk(cl>m in 1 Psd.-Packeten Ar In Wd)cn a 10 5, . Eici SlmuciibHnfi di, loda ivirb die Wäs^ Mtändig genichle-' Mise angegriffen. Zn haben in den i Äcue; Ein Landauer, in Ans«, J'Tfri NN Mw 2528 »’KV JOS IllTy Aki, 6 Ul,b «ihlttk «■•Ä5 W s>L *Ä0W'i' Ä?*. *u"b b-,rL-hilk sffät ; Professor bet tobt Marburg, N'che Prvsessur nach Marburg Wt\\, so^i ector her mtbh -n zu beginnen. 1; mr es ihm r des fttbt* -Jubiläums zu einen Colleges, der Kranken ie eines Lebens der Frische des rt, er aber ruhe ch Litz.) , wohlerhaiienn d der Waffen- unsere Stadt Id r müssen, sondern der Ergiebigkeit iahre 109 JL per ragen und denen X folgen dürste. i Naturspiel au§ alten als zehntes «glaublich kurzer rbe als kräftige; ।btbcutenbt Wahres mit her setzte nicht nur e stch bald noch ^l-d) entwickelte dah ein "öfteres tun männlichen nicht unterrichtet nigstens zwanzig ndts'.heile hielten Dbe seines Lebens und Imst ivaien rti benn auch m •en der einzelnen l'omü fein egg ibet. Der Kna» als völlig aus- tiiißtn Menschen pr»** I, d-ß d>- D»- »• b'5*J TibP«»ltt® Jjj , juttonate «it- b(t ben bog ’tnW * Donnerstag den 10. Mai, Nachmittags 2 Uhr, ^11 in ber Wohnung des verstorbenen Michael Bay, Neustadt,, ein 2spann. Oekonomiewageu und ein Sommer- »aaen nochmals versteigert werden. Gießen, den 7. Mai 1883. 3212 Müller. Donnerstag den 10. Mai d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Ludwig Orthr fthir 1/609, Hofraithe auf dem Neuenweg, 1/611, Hofraum und Miststätte das., 1/629, Hofraithe daselbst, 1/669, Hofraum und Miststätte das., meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. Mai 1883. Kroßberzogliches Ortsgericht. 3118 Lüdeking. Jeifgeöotenes. 3187 Scheuer nebst Stallungen in bequemer Lage zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. ds. Bl._________ Frische Hefe empfiehlt Carl Heil, Schloßgasse. 3235 Wuschbütteu, welche bei mir in großer Anzahl angefertigt sind, empfehle billigst. , Wilh. Kohlermann, Küfern, 2988 Neustadt. Wichtig für Hausfrauen! Beste, billigste Waschmittel, van Baerle’s Kernbtkich-KaUmaster-Seise in gepreßten Vr Pfd.-Stücken ä 15 Leigseiseftonreni-Schmirrstift) in 1 Pfd.-Packeten ä 25 Bleichsoda in Päckchen ä 10 Bei Anwendung dieser Seifen und Bleichsoda wird die Wäsche blendend weiß, bleibt vollständig geruchlos und wird in keiner Weise angegriffen. 2046 Zu haben in den größeren Handlungen. Neue Wsgeu. Ein Landauer, ein Mylord (Halb- vcrdeck), ein Break und ein Jagdwägelchen, sowie ein gebrauchter bedeckter Wagen billig bei {»eorgp Frank I., 2949 Huf- und Wagenschmied, Butzbach. Ausverkauf sammtlicher Korbwaarcn. 2239 C. F. Conrad, Mäusburg 15. 3151 Eine fahrbare Gartenspritze zu verkaufen._________________Neustadt 52. Herren-Sonnenschirme empfiehlt in großer Auswahl zu billigen Preisen 3059 _1» Fangmann. Loose zur Kasseler PferdemarKt- Lotterie ä 3 JL find in der Expedition dieses Blattes zu haben. Jeuerfeste Cüssaschränke neuester Bauart empfiehlt zu soliden Preisen F, Krogmaan, Wallthorstraße 59. Alle sonstigen, in das Schlosserfach einschlagenden Arbeiten werden prompt und Eiserne Gartenmöbel, Gartengeräthschaften °Art bei J. <5. D. Bapsf. 2755 Täglich frisch gestochene Spargel bei Gärtner Schaum. 3189 Kleesamen, rothen, ewigen, schwedischen, Wiesenklee, Grassawen, empfiehlt in reiner und frischer Waare Wühi- Seibert, 1557 dNaMtraße. Sammtbäuder in allen Farben, Perlgsmperr, Spitzen, Soutache, Knöpfe, Fransen re. empfiehlt 3140 ffj» SAatlrcin. Sonnenschirme von 1 ochs-Tet aiifniipjte unb ben patlamentari^en t feiner Betrachtungen Won beantragte. Letzterer bie von ^griffe mit große Widerlegung der B Monarchismus unb Centrums Herr W- Mde der Antrag Hauses mit 1( •? Reichstag in bi, E M gegen 150 „.,5er Preus M Wer eigenen MchwGeiMdbki * «oon berfdb Wehrend t ÄMneett t» ÄWttfaet £***.«** AM- Wetung d,ch , Die in < Öu* in Erbten, bie ? mS 8« $onWi Alle Annoncen für das »Berliner Tageblatt" (die gelesenfte deutsche Zeitung), »Deutsches Montags-Blatt", »Deutsches Reichs-Blatt", ^Kladderadatsch", .Bazar", »Fliegende Blätter", ^Schalk", .JnVependance belge", ^Wiener Allgemeine Zeitung", „Giessener Anzeiger“, foroie für alle anderen Zeitungen, Provinzialblätter, Fach, zeitschrifte« befördert ohne Kostenerhöhung am billigsten und promptesten die Zeitungs-Annoncen-Expedition von Rudolf Messe, Frankfurt a. M. Zeitungs-Verzeichnitz (Insertions-Tarif), sowie Kostenanschläge gratis und franko. Bet größeren Aufträgen höchster Rabatt. Das Marmor- u. Steinmetzgeschäst von deanz Hemel Grünbergerstr. Grieasen Grünbergerstr. empfiehlt sich dem hiesigen und auswärtigen Publikum im Anfertigen von Grabdenkmälern, Monumenten, Schrifttafeln etc. "“Ti®“' Geschästs-Erössnung. H"^ä" Die Solinger Stahlwaareuhandlung und Dampfschleiferei von EL Tesche aus Solingen empfiehlt sich einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum. Es wird alle Tage jede Stahlwaare scharf geschliffen und neu polirt. Nur durchaus beste Waare, reelle Preise und freundliche Bedienung soll mem Bestreben und Empfehlung sein. Hochachtungsvoll 2780 JHL Tesche aus Solingen* Oelgemälde-Verloosmrg . ^^it Genehmigung des Großh. Kreisamts kommen die drei Oelgemälde des MalerS Wilhelm Jett, Gleiberg, Schiffenberg und Mondscheinlandscliaft jetzt zur Verloosung. Es werden 875 Loose ä 1 Mk. ausgegeben. .Die drei Gemälde sind von Herrn Geh. Baurath von Ritgen auf 850 cX taxirt worden Die- selben sind m meinem Laden ausgestellt und nach stattgehabter Ziehung von dort abzuholen. Der Verkauf der Loose findet durch Unterzeichneten statt. Süddeutsche Bodenkreditbank München. Den Umtausch oder die Auszahlung der gekündigten resp. verloosten 4W und 5"|o Pfunöörkfe dieser Bank besorge ich spesenfrei. Nebenverdienst. Herren jeden Standes, welche für bie Zeit vom 5. Mai bis 10. Juli 1883 sich mit den, Verkauf eines leicht abzusetzenden Artikels gegen entspr. Provision, befassen wollen, werden gebeten, ihre Adressen unter E. K. 8888 an Rudolf Moste, Braunschweig, einzuseuden. 3205 3209 Ein Mädchen, das selbstständig kochen kann, wird auf sofort gesucht- Von wem? sagt die Exped. ds. Bl. 3219 Ein Kellner gesucht. Justus Lenr» 2569 Meine Parterrewohnung ist zu vermiethen und per 11. August zu beziehen. S. Katzenstein, Wilhelmsstr^aße. 2378 Ein Haus (Frankfurterstr. 40)7 2stöckig (6 Zimmer, Corridor rc.), mit Garten, großem Hof, Bleichplatz an eine oder zwei stille Familien zu vermiethen. ______________ Carl Wenzel. 2203 Ein schönes Logis zu vermiethen. L. Schmitt, Glaser, Kanzleiberg. 130 l Ein kleines Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei Caspar Schomber, Neustädter-Thor. 293 Alicestraße 26 ist der 3. Stoch bestehend aus 6 Zimmern mit Zubehör, zu vermiethen. Professor 0r. Tasche, ~$3 Schnlstraße 10 ist Laden mit Wohnung zu vermiethen. 3228 Kreuz Nr. 2 ist ein geräumiger Laden mit Nebenzimmer auf sogleich zu vermiethen. 3207 Neu hergerichtetes, freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen (im 2. Stock). _ Steinstraße 51. 3064 Ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Grünbergerstraße 12. 2118 Möblirtes^Zimmer zu vermiethem ______Neustadt 1 (Ecke der Bahnhofstr.). 3229 Schillerstraße 20 eine schöne Mansardenwohnung, 3 Zimmer mit Cabinet und abgeschlossenem Corridor, per 1. August vermiethen. _____________________ 3242 " Die Wohnung des Herrn Neal- lehrer Dietz ist nebst Trockenboden und Mitgebrauch des Bleichplatzes per 1. Juli zu vermiethen. R. Oppenheimer Sohn. 2965 Das seither von Frau Professor Buchheim bewohnte Logis, Ludwigs- straße 12, mittlerer Stock, ist per 1. Juli oder auch sofort zu vermiethen. Näheres bei H. Bepler.____________ 1561 Die obere Etage meines Vorderhauses, bestehend aus 7 Zimmern, Küche, Corridor, zwei Mansarden und allem Zubehör, ist anderweit zu vermiethen. Dr. H. v. Rügen. 2579 Eine Wohnung zu vermiethen und gleich zu bezieben- M. Weiner, Marktstraße. 1566 Zwei Familienlogis zu vermiethen. __Ludwig Orth, Neuen-Bäue. 3080 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen im .Feldschlößchen". 3135 Der 2. Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Corridor, per 1. August anderweit zu vermiethen. W. Rusag, Frankfurter-Straße. 3068 Älicenstraße>43 eine Mansardenwohnung an eine ruhige Familie zu ver- miethen. 2707 Mein Haus (iLchloßgasse Nr. 5) mit Laden ist vom 1. Juli ab anderweit zu vermiethen. Wilhelm Herbert. 2626 Der Parterre- sowie der dritte Stock meines Vorderhauses, bestehend aus je 5 Zimmern nebst sämmtlichem Zubehör, sind per 1. Juli event. früher zu vermiethen. Joh. Fischer, Alicestraße 19. 1567 Ein möbl. Zimmer mit Cabinet an einen Herrn oder eine Dame zu oer= miethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 3083 Familienlogis im 2. Stock, 3 bis 4 Zimmer nebst Zubehör, zu vermiethen. ________Ph. Bauer, Bahnhofstraße. 3132 Eine Mansardenwohnung, 2 Zimmer, Cabinet und Küche, zu vermiethen. I. Nuckstuhl, Gartfeld. 3005 In meinem Hinterhause ist ein kleines Familienlogis per 1. Juli ds. Js. an ruhige Leute zu vermiethen. Carl Hensel. 2876 Die mittlere Etage, 4 Zimmer mit Cabinet nebst Zubehör, zu vermiethen und Anfangs Juli zu beziehen. _______Louis Kinkel, Bleichstraße 5. 2733 Am Wiesecker-Weg Nr. 19 sind mehrere Logis mit allem Zubehör, Garten rc., zu vermiethen. Näheres bei Karl.Keil, Lederhandlung am Markts 2951 Aamilicnwohnung (5 Zimmer nebst Zubehör) an ruhige Leute perJuli zu vermiethen. Wernh. Dietz, Sonnenstraße. -