Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Trittau: Schulstraße 7. IX, VWli V S ramßag Hb l'bi, im Nach? i xl-derger'» & fcrmtgmofitn nr) i bitriu nm Telegraphische Depesche«. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrloh'-.. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. A llah.- >kil & folitJ ravt 4u. Lokale-. Gießen, 10. Februar. (Sitzung der Stadtverordneten vom 8. Februar.) Anwesend Herr Gürgermetster Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Hetz, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Batst, Dtery, Gail, Grüneberg, Haustein, Homberger, Kauf, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Pfann- müller, Scheel, Schopbach, Vogt, Wenzel und Wortmann. — Die Voranschläge der Armenkasse und der Plock'schen Stiftung, von welchen erstere sich in Einnahme und Ausgabe auf 39331,09 X. letztere auf 4718,60 X stellt, werden genehmigt. Unter: „Bau und Unterhaltung von Kunststratzen" kommt etn Schreiben Grotzb. Bürgermeisterei Hausen zur Verhandlung, nach dessen Inhalt die Herstellung einer Kreisstraße von Hausen nach Annerod resp. Steinbach angeregt und die Stadt Berlin, 9. Febr. Abgeordnetenhaus. Bei Berathung der Secundärbahn- Vorlage erklärte Minister Maybach, er habe für die nothleidenden Elfelgegenden bereits die Einführung des Nothstands-Tarifs angeordnet, lieber die Erwerbung der Braunschweiger Bahn und den Anschluß nach Luxemburg schwebten die Verhandlungen noch. Die Regierung halte sich verpflichtet, Alles zu thun, was zur Hebung des Verkehrs beitrage, durch den Bau von Secundarbahnen und Vollbahnen, die Vorlage, betr. den Kölner Bahnhof, wofür 24 Mill, gefordert werden, werde dem Hause demnächst zugehen. Die Vorlage geht schließlich an die um 7 Mitglieder verstärkte Budgetcommission. Nächste Sitzung Dienstag Abend 7 Uhr (Kanalvorlage). ... — Der Reichstag setzte die Etatsberathung fort und lehnte die für das Postdienstgebäude in Glatz geforderte Posten ab und verwies das von den Mieth- verhältnissen der Postverwaltung handelnde Etatskapitel an die Budgetcomnnssion. Der an die Budgetcommission verwiesene Posten für den Bau einer Kaserne in .Großenhain fühlt zu einer langen Debatte. Die Budgetcommission beantragt | •4cn Posten zu bewilligen. Auch Moltke tritt für die Bewilligung ein, ebenso Windthorst, der sächsische Bevollmächtigte v. d. Planitz und Minnigerode be« fürroorten die Annahme, während Hermes und Richter die damit verbundene Officier-Speiseanstalt abgelehnt wissen wollen. Die ganze Forderung wird in namentlicher Abstimmung mit 159 gegen 102 Stimmen genehmigt, womit der Etat 1883/84 in zweiter Berathung erledigt ist. Der ganze Etat pro 1884/85 . wird kapitelweise abgelehnt. Fortsetzung morgen. Hamburg, 9. Februar. Zu der in der Angelegenheit der „Cunbna morgen vor dem hiesigen Seeamte stattsmdenden Verhandlung sind nur die Zeugen vom „Sultan" vorgeladen und zwar: der Kapitän Cuttill, der erste Steuermann Bullard, der zweite Steuermann Walker, der Maschinist Collier, der Zimmermann Watkinson, der Bootsmann Tethet und die Matrosen Reynolds und Hird. Letzterer war zur Zeit der Collision des „Sultans" mit der „Cimbria" auf dem Ausguck, Tether und Reynolds waren am Ruder. Die Beugen sind bereits in der Voruntersuchung vernommen, sollen morgen ihre Auslagen wiederholen und beeidigen und mit den geretteten Dfficieren der „Cimbria" iii's Kreuzverhör genommen werden. Die nächste Sitzung des Seearntes findet künftigen Dienstag statt, zu derselben sind die Zeugen von der „Cimbria" vorgeladen. „ , Paris, 9. Februar. Der „Temps" bestätigt, daß Präsident Grevy am Mittwoch Ferry zu sich berief, um demselben die definitive Cabinetsbildung zu übertragen, sobald die Prätendenten-Frage von den Kammern entschieden sei. Ferry erroieberte dem Präsidenten Grövy gestern, daß er nach der vorgenommc- nen Prüfung der politischen und parlamentarischen Lage es nicht für möglich hielte, die Constituirung eines neuen Cabinets zu übernehmen. — Die Anklagekammer hat in der Untersuchung wider den Prinzen Napoleon auf Einstellung der Untersuchung erkannt, der Prinz ist auf freien Fuß gesetzt worden und nach seiner Wohnung zurückgekehrt. Straßburg, 9. Februar. Die „Effaß-Lothringstche Zeitung" schreibt: Französische Blätter haben bet Beschreibung Der Bestattung Gamvetta's die Nachricht verbreitet, daß im Zuge der Leidtragenden verschiedene elsaß-lothringische Städte vertreten gewesen seien. Obwohl von vornherein anzunehmen war, daß diese Nachricht nur auf Demonstrationen einzelner Persönlichkeiten und nicht auf eine von Organen der Gemeindeverwaltung abgeordnete Vertretung zurückzuführen sei, so ist es doch immerhin nicht ohne Interesse, ausdrücklich festzustellen, daß nach inzwischen gemachten Erhebungen keine einzige der in der französischen Presse namhast gemachten elsaß-lothringischen Städte bet dem fraglichen Anlaß offtciell vertreten gewesen ist, daß vielmehr nur die Kundgebungen der in Parts ansässigen elaßUothrtngischen Emigranten, sowie die Kundgebungen einzelner weniger Landesangehörtgen, welchen zur Vertretung elsaß-lothringischer Städte jedes Mandat fehlte, zu jener Nachricht Anlaß gegeben haben. ■i mm, Nr. 8® l,lr«8e »9 " »Sm | i - M 1m h ■ VuLdi über- ■ ./arbeit. I guten Vobr; I ' c-losskmeiftri,! ■— ■'Hau-- - ^N2dicr Haus' I . tle M. Ä Darmstadt, 9. Februar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Mergnadrgst geruht ftänbigen jjejerenten der akademischen Administrationtz- Eommisfion Regierungsrath Georg Haberkorn zu Gießen den Charakter als Geheimer Regierungsrath zu verleihen. iofo«: t A Tndus. ( Eis-VereinO Wie uns mitgetheilt wird, ^im Anzahl Manner aus allen Ständen hiesiger Stadt zusammengetreten, um einen "Eis-Verein S" gründen, der den Rroecf hat,^ durch Beschaffung und Erhaltung guter Eisbahnen das so sehr beliebte und für die Gesundheit so sehr zuträgliche Schlittschuhlaufen zu sofern. In erster Linie soll dieser Kwcck durch Schaffung einer Eisbahn auf einem überschwemmten Mesen-T rain das auch in weniger stringen Wintern zugänglichst errelcht werden und ^wWmit gewiß nicht nur alle Schlittschuhläufer undSchl'ttschubäufeE sondern namentlich die Eltern einverstanden, da damit alle Gefahr ausgeschlossen ist. Die in Aussicht genommene Wiesenfläche auf dem linken Ufer der Wieseck^von der Qteaelet bis zum Steg am Philosophenwald ist dem Verein auch bereits von der StaLt in liberalster Weise zur Verfügung gestellt worden und bam't gewiß in allen Kreisen Anklang fivdende Unternehmen gesichert- Näheresi später Gieren 10 Februar. Am 5. ds. Mts, wurde von Jägern in der Nähe des Kreis Marburg ein etwa 4 Wochen altes Kind m einem Stroh- Ä «KSSÄ w Ä?” noch und wurde der dortigcn Or.sb-Hörd- üheraeben Die Mutter des fraglichen Kindes wurde in der Person einer Drenftmagd aus^Dü^nh^sen ermittelt und^ gestern dahier verhaftet. S.ehattedasK.nd von bier fort angeblich nach ihrer Mutter, gebracht, und sich wiederhierherbegeben. 9 ’ * anaa s»e gestrige Notiz. Schießen eines Soldaten betr., anlangt, fp sit feft- gestellt "worden daß^ stL1 bie Solbaten tn ihrer Wohnung am Hamm unter sich mit ®d)k6en beieu"tiflt laben und nur aus Furcht vor Strafe bie Anzeige machten, der Verletzte sei auf der Straße geschossen worden. Gießen zu einer ent^pre^^enben 93ettta99letftung erfud)t indeß ein Bedürfniß für diese Straße nicht an und spricht sich infolge dessen ablehnend gegen dieses Gesuch aus. — Dem Gesuche des Etsvereins, welcher sich nach den bar- gelegten Grundsätzen die Förderung des Schlittschuhlaufens angelegen fein laßt.und bebufs Herstellung einer sicheren Eisfläche um Ueberlassung der am linken Ufer der Wieseck gelegenen städtischen Wiesen petittontrt, wird Genehmigung .ertheilt, wogegen der Etsverein die entstehenden Kosten für^entsprechende Dorrichtlmgen des Wassers rc. übernimmt. — Dem Gesuche um Ueberlassung der Turnhalle an einen Th eil drs hiesigen Regiments behufs Abhaltung von Festlichkeiten zur F^r des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers wird nicht ftattgegeben. - Das Gesuch des Kommissionärs I Blitz um vorläufige Genehmigung zur Erbauung eine Villa in der HohlgegenÜber dem Wilsonffchen Haufe am Leihgeßerner As,, ctrtrtfpfaitnn hrr Rflasteruna der Wetzsteingaste bis an Oswald s Garten wird auf L-kÄhr'b-^^7ÄusM^ - Die zu328 JL veranlagte Herstellung eines Wasserabflusses vom Brunnen vor dem G ail schen Hause in der Neustadt wird genehmigt, dagegen die beantragte Einfriedigung des Schoorgrabens an solchen Wegstellen, welche direct den Graben führen, nicht befürwortet. .-7. ^er definitiv Abschluß des Vertrags zwischen der Stadt Gießen und der Firma Slüb w ftellung der Quellwasserleitung wird der aus der technischen,(r>^^anr- und luriMschen Eommission gebildeten Gesammt-Commisston überwiesen. — Dem Verein für Ceflügel- und Ägelzucht wird zur ^Aufbewahrung seiner Requisiten ein^Kellerraum m mum Realschulgebäude gegen 20 X jährliche Pacht überlasten. — Nach ^^bhmigung der Klageerhedung gegen den Ortsarmenverband Ktrchvers wegen Uebernahme der Kosten des hier erkrankten I0h8. Becker II. von da, sowie von Kostendecreturen geheime Vermischte 4. Efckwege Vor dem hiesigen Schöffengericht kam dem „Eschweger f“ ; ’ Nackdem betfelbe vorgeführt, besehen und gemustert worden war, ®n«Sen unb « am folgenden Tage bet d°n Metzgern um den Werch d s ®Mürrba6bSea b°^lt'w?rd^°Dem Bauern w°llt-°ab-r biefe salomonische Weisheit zum Fleischbeschauer, erkundigte sich über den^Schlach ü Viehhändler die den reellen Werth desselben bescheinigen, -o^fo g si aef*öh. Das Ergebniß Sache beim Gericht anzuzeigen, was auch leitens des Bauern S^Awölbentticher Geber Verhandlung war die Verurtheilung des einen JJ tzg .. Gefängntß davon sängnißstrafe, während sein College etwas § «tt 14 ^ D,e kam: außerdem wurde beiden eine Geldstrafe von b0 now . das RechtS- Herren konnten sich indessen über dieses Urtherl nicht S erfolgtem Urtheil der mittel der Berufung ergriffen. Der Bauer dagegen «J® machen. BerufSinstanz feine Ansprüche auf ^SerichUichem W g g^„^r'schen Hauses auf Frankfurt. 9. Februar. Im zwei n Sto^ oeo r. |IU ^aIbcr)tabt der großen Bockenheimergasse (Nr. l3) wu d Die Kinder und der Mann Mann, Frau und zwei Kinder, Un Gas erstickt gesund : M bemetfbar. waren tobt, an der Frau waren, als man sie fand,. nocy^ ^^sen sein. Bet näherer Die Verhältnisse der Familie solle» durchs ^°obtfn befanbeu, ergab sich, daß die Besichtigung des Zimmers, in welchem e^ Die Leichen des Mannes und der Schrauben deS GaskrahnenS aus der O lag ^rflU lebt noch; sie hat starken beiden Kinder wurden in das Spltal gcvraa) Schaum vor dem Munde. Rta." noch Folgendes mitgetheilt: Das lieber ba6 Erelgntß wirb der „Franks. ? u[)r felncr Kammer herunter DfenstwSbchen kam, wie «ewoh r, z^^ Morgen, an bcr Thüre beS in die Wohnung b-r Herrschaft unb rwpu . schule (Elifabethenschule) zu Schlafzmtmer«, um die Kinder »um ü Mädchen klovftc nun heftiger und wecken: ihr würbe ab -nicht g-°mw»r'er t,a8 Mädchen, weil e« bc< SÄ geschehen sein könnte. « eilte c,n Gefundene Gegenstände: 1 Muff, 1 Paar Handschuhe, 1 goldene Brache, 1 Geldbeutel mit Inhalt, l Fensterflügel, 1 Taschentuch, 1 Säckchen Salz, mehrere Schlüget. Gießen am 10. Februar 1883. GroßherzogltcheS Poltzetamt Gteszen. Fresenius. ■ Kiehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. r Vorstand mdi' ldcnMdm riflKtg i unb später av|? -au Znül MiilltM |lll' -stL. k^Aren und a> a, Avawt «A’t IÜ’ zxz-LtN von • •hrtn rlk«. iSMsil t ®2| Stockwerk höher, um den Herrn R. zu Hülse zu hole«. Herr R- rief laut, klopfte wiederholt an der Thüre, aber auch er erhielt keine Antwort- Er öffnete nun das Zimmer — baö Gas strömte ihm entgegen und benahm ihm den Athem. Da sah er die Frau in dem einen Bette liegen, tu ihren Armen htelt sie eines der Kinder krampfhaft umschlungen. Die Züge des Kindes waren entstellt, die der Frau ebenfalls. In einem andern Bette lag der Vater, ein noch ziemlich junger Mann, und htelt das andere Kmd in den Armen. Der Kops des Unglücklickcn hing vom Bette herunter und war blau. Die Füße lagen oben auf der Bettstelle. Herr R- kroch nun auf Händen und Füßen nach dem Fenster und öffnete es. Da er auf diesem Wege febr Diel Gas einalhmen mutzte und der Anblick der Tobten ihn tief erschüttert hatte, so konnte er nur mit Hülfe des Mädchens das Zimmer wieder verlassen. — Soeben wurden die Veicben auf einem Todtcnwägelchcn des Heiliggetstspital tn's Konigswarter- Spttal überführt. — lieber die Familie Halberstadt und deren Tod erfährt die „Frank. Zig" noch einige Details: In dem Schlafzimmer, in welchem die Tobten gesunden wurden, befinden sich vier Betten. Jedes der beiden Kinder hatte fein eigenes Bett und schlief auch jede Nacht in demselben Nur in der letzten, der verhängnißvollen Nacht, schliefen die Kinder in den Betten der Eltern- Der Vater war ein Mann von 38 Jahren und von einnehmendem Aeußern. Die Mutter der Kinder zählt kaum 30 Jahre und ist in den Kreisen ihrer Bekannten als brave, intelligente und steißige Hausfrau allgemein geachtet- Das älteste Kmd ist ein Mädchen von 13 Jahren, besuchte die 4 Klasse der Elisabethenschule und zählte zu den fleißigstn und aufgewecktesten Schülerinnen. Das andere Mädchen von 10 Jahren war ebenfalls stets eine der ersten in der Klasse und besuchte ebenfalls die Elisabethenschule Beide Kinder waren noch vor zwei Tagen bei der Feier des Geburtstags eines Verwandten zugegen- Die Leichen wurden heute Mittag eingesargt, jedoch ist man über die Zeit der Beerdigung noch nicht ganz einig. Der Vater des Vorstorbenen, ein Mann von 84 Jahren, der m Münzenberg ansässig ist, wurde heute Morgen per Drabt hierher gerufen. Als er die Leiche seines Sohnes erblickte, verfiel er in convulsioes Zucken und Ohnmächten, so daß man ihn aus Wunsch der Angehörigen sofort wieder nach Münzenberg zurückbringen mußte. Von den Eltern der Frau Halberstadt lebt nur noch die Mutter in Mergentheim, welche noch nicht ein- getrorren ist. Frau Halberstadt befindet sich immer noch in demselben Zustande wie beute Mittag um 3 Ubr. Die Meinung der Aertte geht dahin, daß der Zustand nur noch einen ober zwei Tage lang so anhalten könne. Die Lebensversicherungs- und Ersparniß-Bank in Stuttgart batte im Jahre 1882 auf Todesfall 4u72 Anträge mit JL 24 893 300 zu erledigen. Davon mutzten 813 Anträge mit „K 5 122 900 abgelehnl dezw. zurückgestellt werden und 3225 Anträge — 79,20 pEt mit JL 19 524 300 — 78,43 oSt- konnten ausgenommen werden. Die weiteren Anträge wurden dem Jahre 1883 zur Erledigung überwiesen. Im Laufe des Jahres 1882 waren 35 571 Personen mit JL 193 198 312 auf Todesfall versichert. Der Tod forderte 500 Personen mit JL 2 463 358. Darunter sind aber 21 Selbst- n ordsfälle mit JL 280 257, welche nur mit ca. 67 000 abzufertigen waren, inbegriffen. Die Bank gibt beim Selbstmord in allen Fällen die sämmtl'.chen Einlagen wieder zurück und je nach Lage des einzelnen Falles werden noch höhere AuSzablungen gewahrt. Diese meist mit höheren mummen beteiligt gewesenen und mit wenig Ausnahmen hem Handelsstande angehorenden Selbstmordssalle (her Durchschnitt berechnet sich auf üoer JL 13000 per Kopf) kennzeichnen so recht deutlich die schlimme Geschäftslage des vergangenen Jahres. Wegen Ablaufs der Versicherungsbauer gingen 31 Personen mit JL 203 456 und in Folge Rückkaufs, Unterlassung der Prämienzahlung und Umwandlung 589 Personen mit JL 3 331205 ab. Gegenüber den im Lause des JahreS versichert Gewesenen stellt sich dieser Abgang auf nur wenige 1,66 pCt. zur Personenzahl und auf 1,72pEt. zur Versicherungssumme, in Berücksichtigung der sehr kritischen Zeitverhäliniffe, die so manchem Familienvater die Fortzahlung der Prämien unmöglich machten, ist dieses Ergedniß als sehr mäßig zu bezeichnen- Den wegen unterlaßener Prämienzahlung Ausgeschiedenen w irden seit 1. Juli 1862 aut Grund der an diesem Termin m Kraft getretenen neuen Statuten die gleich hohen Rückvergütungen wie bei der Kündigung gewährt. Am Ende des Jahres 1882 waren 34 447 Personen mit JL 187 200 300 auf Todesfall versichert, und da zu Anfang des Jahres Versicherungen für 32 727 Personen mit JL 173 674012 in Kraft standen, so ergibt sich für diese Versicherungsart für das Jahr 1882 ein reiner Zugang von 1720 Personen mit JL 13 526 278. Die Alters- ober Aussteuer-Versicherungen find auf X 6 027 202 angewachsen Der Gesamwtstand der Versicherungen erreicht per 31. December 1882 die Summe doh JL 193 227 493 und als reiner Zugang ergeben sich JL 13 847 411. Die Rechnungs-Ergebnisse sind noch nicht fertig gestellt, solche werden aber günstig ausfallen und die Vertheilung einer gleich hohen Dividende wie bisher ermöglichen. Kandel und Verkehr. Gießen, 10. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter -.er Pfund JL 1.00—1.08, Hühnereier ver Stück 5—6Käse per Stück 4—9 xäfematte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 22 H, Linsen 1 Liker 28 Tauben e as Paar JL 1.00—1.20, Hühner per Stück -r. 1.70—2.50, Hahnen per Stück JL 1.30 Liß JL 2.00, Enten per Stück JL 2.00—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 66-70 ttuh- und Rindflench 56—60 Kalbfleisch 54—56 H, Schweinesleisch 62—64 . ?ammelfleisch 66—70 Kartoffeln per 100 Kilo JL 8.00—9-00, Zwiebeln per Gentner . .‘L 7.00-8, Milch per Liter 14—18 — Den neuen Fünfzigmarkscheinen gegenüber erscheint ganz besondere Vorsicht geboten. Die Scheine haben nämlich in Folge des Faserpapiers, aus welchem sie her- gestellt sind, die Etgenthümlichkeit, leicht zusammenzukleden, so daß es, wenn man mehrere aufeinanberliegenbe Scheine abzuzählen bat, sehr leicht oorfommen kann, baß man zwei zusammenklebenbe Scheine für einen hält. Es dürfte sich daher beim Auf, r fhlen dieser Scheine die größte Sorgfalt empfehlen. frtantfttrt a. M., 10. Februar, Nachmittags 3 Uhr — Mfn. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäst Albert Kaufmann in Gießen.) (>:rebitactten 254%, Staatsbahnactien 281%, Galizier 255%, Lombarden 119, Rord- weftbahnactien 174, Darmstädter-Bankactien 151, Oberschlesische E.-B.-Act. —, Oesterr. Silberrente 66%, 4% Ungar. Goldrente 737/e, 4% 1880er Russen 70%« 50/0 1877r Russen 88%, 2. Orient-Anleihe 56%, Spanier 60%, 5% Rumänische Rente 92%, 4% Uniftc. Egypter 71, Disconto Comm. 191%, Gotthardbahnactien 106%. Tendenz: matt. Auszug aus deu Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. Februar. 7. Posthilfsboie Ebri Hard P.lei Ruhl von Herbstein mit Marie Sophie Mehler, geb. Faust, Wittwe bcs Taglöhners Polykarp Mehler von Fulda. 9. Schlosser Leopold Atztthöser, Wittwer, mit Emma Auguste Amalie Wilhelmine Adolph, Tochter des Sparkassedieneis Karl Adolph von Gladenbach. _, ~ Eheschließungen. Februar. 7. Friedhofsaufseher Jacob Daniel Christian Karl Noll, Witwer von Gießen mit Karoline Friedeiike Therese Marie Zöllner, W ttwe des Maurers Johann Gottlob Zöllner von Jena. 7. Steinhauermetster Emil Kalbfleisch, Wittwer von Gttßen, mit Mai ie Katharine Schwalb von Annerod. 9. Bierbrauer Pius Preis von Mardorf mit Katharine Keller, Tochter des verstorbenen Waldschützen Konrad Keller II. von Ober-Bessingen. 9. Dachdecker Karl Heck von Gladenbach mit Elisabethe Althof, Tochter des v rftorbenen Zimmermanns Johann Georg Althof von Ehringshausen. Geborene. Januar. 27. Eine Tochter von auswäits, Katharine. 27. Ein Sohn von auswärts, Heinrich. 29. Dem Feldwebel im II Großherzoglich Hessischen Infanterie- Regiment Nr. 116 Johannes Dtttmann ein Sohn. 29. Ein Sohn von auswärts, Otto- 30. Eine Tochter von auswärts, Johanna. 30. Eine Tochter von auswärts, Marie Emilie. 31. Eine Tochter von auswärts, Marie Therese. 31 Eine Tochter von auswärts, Albertine. Februar. 1. Dem Heizer bet der rechtsrheinischen Bahn Karl Bindewald ein Sohn. 1- Ein Sohn von auswärts, Georg. 1. E ne Tochter von auswärts, Clara. 2 Dem Gastw rth Ludw g Herbert III. ein Sohn, Emil August. 3. Dem Schäfer Ludwig Adam Beimborn eine Tochter, Katharine Elffabethe Karoline. 8. Dem Gaftwirth Christian Noll III. eine Tochter. Gestorbene. Februar. 2. Marie, 7 Jahre alt, Tochter des Nedacteurs Dr. Julius Engelmann. 2. Taglohner Konrad Bocher, 23 Jahre alt. 3. Henriette Charlotte, 1 Jahr alt, Tochter des Nedacteurs Dr. Julius Engelmann. 4. Christian, 4 Jahre alt, Sohn des Schmieds Heinrich Gerhard Heiderich von Widderstein. 4 Otto, 3 Jahre alt, Sohn beö Wagners Loms Faber. 5. Georg Johann Christian Theodor, 5 Jahre alt, Sohn des MetzgermeisterS Ludwig Pirr. 5. Emilie, 9 Jahre alt, Tochter des Redacteurtz Dr. Julins Engelmann. 7. Rentner Johannes Heinrich Schäfer, 79 Jahre alt- 7. Hilfsheizer Heinrich Spengel 35 Jahre alt. 8. Dienstmann August Schwengber, 52 Jahre alt. 8. Zinngießcr Johann Tagim, 33 Jahre alt, von Colatza, Provinz Novara in Italien. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 8. Februar. Emil Kalbfleisch, Stemhauermcister zu Gießen, ein Wittwer, und Marie Katharine Schwalb aus Annerod. Getaufte. Den 3. Februar. Dem Telegraphen Sekretär Johann Joachim Wiese eine Tochter, Marie Margarethe Christine Elisabeth, geboren den 9- September 1882. Den 4. Februar. Dem Schmelzmeister Friedrich Klinke! eine Tochter, Marie, geboren den 4. Januar- Denselben. Dem Briefträger Heinrich Ohly ein Sohn, Heinrich August Otto, geboren den 9. Januar. Denselben. Dem Schmied Wilhelm Nachtigall eine Tochter, Marie Elise, geboren den 3. Januar. Denselben. Dem Posthilfsboten Wilhelm Müller eine Tochter, Johanna Christiane Minna, geboren den 28 Dec.mber 1882. Denselben. Dem Vicefeldwebel Carl Martin Schott ein Sohn, Friedrich, geboren den 8. Januar. Denselben. Dem Tagelöhner Gustav Schuchard ein Sohn, Heinrich, geboren den 21 December 1882 Denselben. Dem Schreiner Philipp Steinmetz ein Sohn, August Christian, geboren den 25. December 1882. Denselben. Dem Kutscher Cail Stroh ein Sohn, Carl Julius, geboren den 23. December 1882 Denselben. Dem Schaffner Carl Andreas Müller ein Sohn, Georg Wilhelm, geboren den 16. December 1882. Denselben Dem Bremser Peter Rink ein Sohn, Adolf Carl, geboren den 10. Januar. Dens-Iben. Eine außereheliche Tochter, Sophie Ottilie, geboren den 20. Januar. Beerdigte. Den 9. Februar. Johann Heinrich Schäfer, Kammmacher, alt 80 Jahre, starb 7. Februar. Denselben. Katharine Hauß, geb. Heil, Wittwe des PostkonducteurS Louis Hauß, alt 65 Jahre, starb 5- Februar zu Frankfurt a. M- Brodpreise vom 11. bis 25 Februar 1883. der Bäcker 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . . . . 2 „ (4 ) 1 „ (2 „ 1 Schmarzbrod 1. Sorte 2 » (■! if ) „ „ 1 11 (~ ii ) n 2. „ 3 „ (6 Pfd.) Schmarzbrod 2. Sorte bei Fr. W. Hartmann, L. Keil, Karl Wallenfels II., Martin Lenz, L. Kroneberg, L. Schneider und Konrad Haas, H. Vogt, Gg- Müller der Brodverkäufer 4 Kgr. f2 H (4 „ (2 < (4 >/ (6 „ (2 „ G , (6 Pfd.) Weißbrod . . . . ", ] Schmarzbrod 1. Sorte bei Hch. Rain „ ) Schmarzbrod 1. Sorte bei Hch. Rain „ 1 Schmarzbrod 1. Sorte „ ) Schmarzbrod 2. Sorte bei Hch. Rain lf ) Schmarzbrod 2. Sorte bei Hch. Rain „ ) Schmarzbrod 2. Sorte 3" 69 27 23 54 46 2'- 22 48 Gießen, den 10. Februar 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen Fresenius. Allgemeiner Anzeiger. Pfennigsparkasse. Die Einleger, welche noch Sparkaffescheine in Händen haben, werden um Weiterungen zu vermeiden, dringend ausgefordert, den nächsten . Mittwoch den 14. I. Mts qxT ^er Sparkasse vorzulegen, damit die Zinsen der eingelegten Beiträge entweder denr Kapitale beigeschrieben oder ausbezahlt werden können. Gießen, den 9. Februar 1883. DaS Curatorium. —--------- ___________ Vogt._________ DfwL Dienstmädchen gesucht für I 949 Eine zweitstillende rlmme sucht ^Uern. Bleichstraße 1. 1 Stelle. Schillerstraße 11. Montag dm 12. und Dienstag den 13. d. Ms., Vormittags um 9, Nachmittags um V23 Uhr anfangend, wird mit der Weißwaaren - Versteigerung im Saale der Restauration Bramm fortgesahren. Gießen, den 10. Februar 1883. Bühner, 978____________________________________________Großh. Gerichtsvollzieher. 950 Ein Garten am Nahrungsberg LehrlingSstelle zu verpachten oder zu verkaufen- offen bei H. Kactz Nachf., Manusactm Näheres bei M. Wallbott, Bahnhof. maaren-Handlung, Gießen. 942 111 Tagen i« Mr Aw 1' r *wlIC« sowie emc v Geräthe» o 1) Ksbleo z) Lam Äflbt Rmd Jahr Stiri 3) Lcdwti @bcr Nut Aude Kerfe 4) 2cdafv! Kockt Zucdt Haw Kämt Rinder, I den । stellt Ter £n<. taue» it. q_. 2 Sitb. rufen M Mt 'ordern !> Wr bitte: N 6enkm?, Wnjen 6rüf 13 diefein jnjjj te st-. vrr i m öer l) fiu 3ni « * M : ai ji 6et äWjii.'. re $ii ®oneinben ^'ai05- .’M? ■'S' . «h?k ’Matt " I fofldmann, I 1 Nr alt, I cl* Lohn big | all, Lobo I --re oll, Lohn f tRtbdCkurS ( ' - alt. m LchDNigdff, Plovivj 118 *h ^vlhtkk ?btthe iS l ^Haufen. ' | ‘ «oh qu§. 3 *‘n Infanterie- 1 Don auSv^rts « .Do® nuswörttz' I Tochter I 1 Ellc loch^ ■. ^NT'I luguft. Violine. t' $ n®tt von m. da EÄwkl, ief* eine Lochia. Lsiter, Mack, ch Lllßlch Otto ie W<. gehört! chter. Zohrmi knednch, gedsm ari*. g-bom -M ®Wl ft, gtfccrti ta &0T|S'W, yl, ßtbam^ i bca^3«iue M Mre. ftv» R66d<»< Lo-t ' ' ‘ '&\ 3*. 1. Sorte A ni Nack fth 1 Sorte 7 4 2. Lotte A ; Kain *• I ?-> Sorte I 'ßi. *ain; .O Lotte -1 Sls- ru»fl Iff-, .„< BetanntrrrÄchUNg. Das HL Quartal Realschulgeld pro 1882/83 kann in den nächsten acht Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch .ohne Kosten zur hiesigen Nealschulkaffe bezahlt werden. Gießen, den 10. Februar 1883. Der Realschulkasserechner: 970 Enders, Stadtrentmeistcr. Frühjahrs-Markt ?u Allenöorf an der Iumda Greis Gießen) Station Lollar (Main-Weser-Bahn). Am 14. u. IS März l. I. wird in hiesiger Geweinde wieder ein Vieh- und Kramer-Markt udgehalten, wozu wir freundlichst einladen. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wird mit diesem Markt zugleich wieder eine Prämiirung von Bieh, sowie eine Verloosung von Vieh und landmirthschaftlicheu -Geräthen verbunden. An Vieh wird prämiirt: 1) Fohlen bis zu 3 Jahren. 2) Rindvieh: Farren, nicht über 4 Zähne, Kühe, zum letztenmal gezahnt, Rinder, vorzugsweise sichtbar trächtig, andere aber nicht ausgeschlossen, Fahrochfen, von 3—5 Jahren, Stiere, von 2—3 Jahren. 3) Schweine: Eber, zur Zucht tauglich, Mutterfchwelne, zur Zucht tauglich. Andere Schweine, mindestens halbjährige, Ferkel. Ä) Schafvieh, nur reiner Race: Böcke, Zuchtfchafe, Hammel, Lämmmcr. An Vieh wird verloost: Rinder, Kälber, Schweine und Schafe, welche nur aus den auf den Markt selbst zugetriebenen und ausgestellten angekauft werden. Der Ortsvorstand hat es sich bei seinem Unternehmen zur strengsten Aufgabe gemacht, zur Hebung der Viehzucht und deS Ackerbaues rc. alles aufzubieten, was in seinen Kräften steht. Derselbe will insonderheit einen Iuchtviehmarkt für Vogelsberger Vieh, das in hiesiger Gegend noch unvermischt anzutreffen ist, ins Leben rufen und gleichzeitig auch die Pferde-, Schaf- und Schweinezucht fördern helfen. Wir bitten nun auf diesem Wege alle Freunde der Landwirthschaft, die hiesige Geineinde in ihrem Unternehmen, das für die Interessen der ganzen Gegend dienen soll, gleich wie im vorigen Jahre auch wieder in diesem Jahre freundlichst zu unterstützen. Insbesondere richten wir an alle Landwirthe und Handelsleute von nah und fern die freundlichste Bitte, den Markt mit schönen Exemplaren Rindvieh, besonders Vogelsberger Race, Fohlen, Schweinen, namentlich auch Zuchtsaueu und Schafböcken besserer Race und die besten Schafe reiner Race zu beschicken, wobei wir bemerken, daß nach dein von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Verloosungsplan 1) für 3000 Jt Vieh und landwirthschaftliche Geräthe angekauft und zur Verloosung kommen müssen, 2) 500 JL zur Prämiirung von Vieh verwendet werden und 3) 500 v4L die so furchtbar heimgesuchten Wasserbeschädigten erhalten. Der Markt steht in Hinsicht des Viehes unter Aufsicht Großherzoglichen Kreis-Veterinäramtes Grünberg und es kann deshalb bei dem Auftrieb auch nur auf gesundes Vieh, als im allgemeinen Interesse liegend, gesehen werden. Der hiesige Ortsvorstand arbeitet uneigennützig mit veremten Kräften der ganzen Gegend. Die Vertreter von 26 Gemeinden, wozu auch die uns so nahe gelegenen Gemeinden des sogen. Ebsdorser Grundes gehören, sowie auch die Vertreter sämmtlicher um uns liegenden Gehöfte werden hierbei zugezogen und bilden mit den hiesigen Vertreten: die verschiedenen Eonunissionen, die in einzelne Abtheilungen getheilt, die ganze Angelegenheit unter dem Vorsitze eines Obmannes leiten, überwachen und die nöthig werdenden Arbeiten ausführen, besonders aber das zur Verloosung kommende Vieh und die landwirthschaftlichen Geräthe ankaufen und die zu prämiirenden Thiere bezeichnen. Bezüglich des Krärner-MarkteS bemerken wir sodann noch, daß derselbe gleich wie im vorigen Jahre aus den sogen. Jhlwiesen, gerade dem Viehmarkt gegenüber, abgehalten wird und daß die Stände für die betreffenden Gewerbtreibenden Morgens um 8 Uhr verloost werden. Die Absicht des Ortsvorstandes ist es, für die ganze Gegend etwas zu 'chaffen, was ihr seither fühlbar abging, nämlich Märkte, die' das Interesse der Landwirth hiesiger Gegend in aller Beziehung fördern. Es wird deshalb derselbe auch recht gerne allen Anforderungen, namentlich auch in Hinsicht der Stallungen rc. gerecht werden. Mit dem Vertrieb der Loose, per Stück 1 sind verschiedene Personen betraut worden. Außerdem sind solche aber auch noch von hiesiger Gemeinde- öinnehmerei sowie von uns selbst zu beziehen. Prämiirung findet am 141., Gewinnziehung am 18. März statt. Das Resultat der Ziehung wird int Gießener Anzeiger bekannt gemacht. Mendorf a. d. Lumda, aut 8. Februar 1883. Grobherzogliche Bürgermeisterei Allendors a. d. Luutda. Bieber. 958 971 Gießen, den 10. Februar 1883. Der Stadtrentmeister: Enders. I Bekanntmachung. ... ..Die Schulgelder für die höhere und erweiterte Mädchenschule, sowie für die stadtknaben- und Stadtmädchenschule pro III. Quartal 1882/83 — October bis Dezember 1882 — können in den nächsten 8 Tagen an den Wahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadt- kaffe bezahlt werden. Das Schulgeld beträgt von einem Kind: a. Für die höhere Mädchenschule: 1) in der I. u. II. Claffe 18 X 2) „ „ HL „ IV. „ 15 „ 3) „ „ V.—VII. „ 12 4J „ „ V1II.-X. „ 8 " b. für die erwriterte Mädchenschule 10 X Bei dem Besuche dieser beiden Schulen durch mehrere Kinder derselben Wern ermäßigt sich das Schulgeld für das zweite Kind auf zwei Drittel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden Betrags. c Für die Stadtknaben- und Stadtmädchenschule 1 X Bei den. Besuche dieser Schule durch mehrere Kinder derselben Eltern ermastigt §rch das Schulgeld für das zweite Kind auf drei Viertel, für das dritte und jedes folgende auf die Hälfte des für ein einzelnes Kind zu zahlenden.-Betrags. Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Viehhändlers Meier Weinberg von Mendorf a. Lda. wurde heute am 9. Februar 1883, Nachmittags 4 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Herr Rechtsanwalt Baist in Gießen ist zum einstwelligen Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungett sind bis zum 2. März 1883 bei dem Gerichte anzunteldeit. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls, über die in 8120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 9 März 1883, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht Tennin anbermimt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas chuldig sittd, wirb aufgegeben, nichts an ben Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache uttd von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Be- rtedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursvertvalter bis zum 2. März 1883 Anzeige zu machen. Gießen, den 9. Februar 1883. Das Großherzogliche Amtsgericht. Dr. Schäfer. Zur Beglaubigung: R eidhart, Gerichtsschreiber.963 Bekanntmachung. Die am 1t. November 1882 (Martini) an die Fürstliche Renteikasso zu Hohensolms fällig gewesenen Holz- und Pachtgelder rc. müssen bei Vermeidung gerichtlicher Schritte nunmehr längstens binnen 14 Tagen bezahlt werden. Zahltage sind Dienstag und Donner st a g. Hohensolms, 10. Februar 1883. Fürstlich Solmsische Rentei. 948 D ö r m e r. Dieustafl den 13. d Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden im Saale der Restauration Bramm 2 Nähmaschinen, 1 Wandnbr, 1 Kommode öffentlich meistbietend gegen Baarzahlnng versteigert. Gießen, den 10. Februar 1883. Btthner, 967 Großh. Gerichtsvollzieher. Ein Keller I anl Scltersweg oder Seltersberg zu miethen gesltcht. Von wem? sagt die Ezped. d. Bl. Oessentliche Zustellung Der Vorschuß- und Creditverein zu Langsdorf, vertreten durch den Rechner Köhler daselbst, klagt gegen den Philipp Heinrich Schmidt, früher zu Birklar, jetzt unbekannten Aufenthaltsorts, aus Obligation vom' 22. August 1874 wegen Zinsen von einem ^2571.42 betragenden Kapital vom 20. Februar 1881 bis 1. Januar 1883 und Kosten mit dem Antrag auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von Jk 272.32 und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh. Amtsgericht zu Lich (Hessen) auf Dienstag den 20 Marz 1883, Vormittags 9 Uhr. Zum Zweck der öffentlichen Zustellmlg wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. K o ch, in Vertretung des Gerichtsschreibers des Großh. Amtsgerichts. 956 Holzverftcjgerung. Freitag den 16. Febr. l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichnetesHolzversteigertwerden: 22 Rmtr. Buchen-Scheit, 30 „ Eichen- ,, 12 ,r Buchen-Knüppel, 234 „ Eichen- „ (darunter 10 Rmtr. von 3 Mtr. Länge), 2400 Wellen Buchen-Reisig, 3200 „ Eichen- „ 109 Rmtr. Buchen- u. Eichen-Stöcke, 100 Eichenstämme mit 16,89 Mm., 9 Radel-Skäinme mit 8 Mm. Zusannnenkunft in der Nähe des Schindangers. Das Stammholz kommt gegen Mittags 12 Uhr zur Versteigerung. Leihgestern, den 9. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. 955 Heß. Ieilgeöotenes. 969 Eine Kaute Mist zu verkaufen. __Neustadt 41. 911 Ein Garten an den Bleichen zu veriniethen, 1 einspänniger Karren und 1 guter zweispänniger Wagen zu verkaufen- .Ludwig Pfaff. C. G Kleinhenn's Detieatessenh-lg. empfiehlt als frisch eingetroffen: Teltower Dauer-Rübchen, Frischen Waldmeister, Aal in Gelee, Flundern, Aal geräuchert, Kieler Bücklinge in sehr schöner Maare. Frische Bratbücklinge zur Saison stets vorräthig. 975 Feinste Kieler SpecR6ücft(inflc sind eingetroffen. 980 Q-g. Wilh. W eidig. CACAO POUDRE Suchard entölt, leicht verdaulich und dennoch sehr stärkend; für Reconva- lescenten und schwächliche Constitutionen äusserst empfeh.lv ngs- werth. Mederlagen: E. Lchwaav'S $)elb catestenhdlg., Conditor H. Kinkel. 331 Irische Schellfische auf EiS. treffen heute ein. 977 J. A. Busch Söhne. Ballorden Z «mvnchlt Ernst Balser. Eingem. Früchte, „ Erbsen, „ Bohnen, „ Spargel, Champignons, Trüffel, Perlzwiebelo, Oliven, Preiselbeeren Eingem. Zwetlchen |- empfiehlt in besten Qualitäten billigst 908 Emil Fischbach. 944 in Giessen. II. Serie der Nürnberger Kunst - Gewerbe - Lotterie Ziehung am 15. März d J 1000 Gewinne im Werth von T j ui (für Frankatur Loose ä 1 Mk. ;n(^wiDknlißte 20 Pfg beizufügen), sind zu beziehen von der Lotterie-Direction i Nürnberg Verkaufsstelle bei Carl Lehrmund und Julius Wallach Theespitzen (Pecco) per ’/i Pfd- 50 empfehlen 953 J. A. Busch Söhne. e zft -a V) Lebensvcrsicherungs- und Ersparnist-Bank in Stuttgart. 3m Jahre 4882 waren »u erledigen 4454 Anträge auf Todesfall >md Ar.ssteuer mit M 25,680,500 3n Kraft waren im Laufe deS Jahres 44,077 Policen auf Todesfall und MnS,teuer mit .... „ 100,601,600 Gestorben sind auf Todesfall versichert: 500 Personen mit . . ........- ^ 463,300. incl. 21 Sclbstmordfalle mit 280,257* DersicherungSftand per 31. Dcceniber 1882: auf Todesfall und BuSftener 42,500 Policen mit . . 1 . Reiner Zuwachs im Jahre 1882 auf Todesfall und Aussteuer 2030 Policen mit • . . . . . „ 14,847,.>00. Die NechnungScrncvnisfc sind noch nicht fertig gestellt, werden aber ein günstiges Refultat liefern. Aller Gewinn fließt voll und ungefchmälert den Versicherten zu. f Die seit 24 Jahren uir Vertheilung gebrachten Dividenden bewegten sich zwischen 33—46°/o für die lebenslänglich Versicherten, und zwischen 40-60 o/o für die alternativ Versicherten, nach Maßgabe der lebenslänglichen Prämie. Die Dividende fann von Anfang an in vollem Betrage oder in successtve steigender Weile bezogen werden. In ersterem Fall wird die Prämie alsbald aufs niedrigste Maß redncirt, bei dem steigenden Divldendenbezug aber nach5Jahren, i0 Jahren, 20 Jahren, 30 Jahren, ~üm 15% 30 0/0 60% 90% rc. der Prämie vermindert. Nach weiterer Versicherungsdauer wird der Versicherte bei letzterer Art der Dividendenoertheilung nicht nur von jeder Prämienzahlung vollständig befreit, sondern er hat allchhrlich noch eine steigende Rente zu beziehen. . Als reine Gegenseitigkeits-Anstalt bat die Bank kein anderes Streben, alv einzig und allein nur die Interessen ihrer Versicherten zu fordern; cs werden denselben daher die möglichsten Erleich- tcrunaen nach ieder Richtung statutarisch geboten. c An Beamte werden Dar le hen zu Cantionsstcllung ^egen sehr mäßige Bedingungen gewahrt. Qu weiterer Auskunft sowie Entgegennahme neuer Anträge empstehlt sich die Agentur 945• & «H Flick, Westanlage 28. Wohlibatlskelis-Vorstellung. Dienstag den IS.Febr., Abends 7^2Mr, findet ini Saale des Gesellschaft® -Vereins eine Wiederholung der SonntagsvorStellung statt. Kassenöffnung 7 Uhr. Programm, Preise der Plätze, Verkaufsstellen wie bei der ersten Vorstellung. 926 ___________________________ Das Comite. QQ-GQÖQÖöö^öäÖQQÖaöaQÖaaäioQOOoaaoaoo 8 Das Bankgeschäft g 8 von Moritz Heichelheim, □ Settersweg 90, !• Stock, n O empfiehlt sich im An- und Verkauf von Staatspapieren, 9 Q Actien, Anlehensloosen etc., ö Q Gratis-Einsicht der Listen gezogener Loose u. Effecten. 8 ö Aufträge für die Börse werden zum Tagescourse n 8 prompt besorgt. R q Für in fremder Münze zahlbare Coupons wird der höchste q O Cours bezahlt. 131 g □ooooooaooaooaooaao oaoacsaooQOooooooooo Das Anfettigen, Flechten und Repariren von Stühlen aller Gattungen, sowie alle Drechslerei wird aufs Schnellste besorgt von 495 eJ. Häuser, Drechsler und Stuhl wacher, Neuenweg 58^ Tok>e8-üi>Letge. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß meine unvergeßliche gute Frau Louise, geb. Schmidt, heute Morgen 10 Uhr mir durch den Tod entrissen wurde- Um stille Theiluahme bittet Gießen, 10. Februar 1883. Balth. Dick. Die Beerdigung findet Montag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Neuenweg 42, aus statt. 976 Zur gefl. Beachtung. Um Jrrthümer zu vermeiden, mache ich verehr!- Publikum daraus aufmerksam, daß ich Taxationen nach wie vor übernehme und bestens ausfuhre. A. Meyfu**, beeidigter Taxator, 947 Asterweg. Sic ist angekommen und probucirt sich einige Tage auf ihrer Durchreise: 981 Miss Valeria die 19jähr. Athletin. Die Dame ist bildschön und ihr Auftreten höchst elegant. Darum kommen, sehen und urtheilen. Es wird sich Jeder amüsiren. — Das Lokal befindet sich Ecke der Bahnhofstraße und der Caplansgasse. 951 Zu kommenden Ostern suche ich einen braven Jungen als Lehrling. Earl Heyer (Ehr. Jung's Nächst), _____________Mechanikns._____________ 982 Ein braves Mädchen mit guten Zeugnissen gesucht. Liebigstraße 9. Die Dampfschiffe des Norddentfchen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntag SInach B n w T v S A 4» * S I 4- a - H s o z Amerika. Paffagierverträge fchliesien ab : Die General. Agentur des Norddeutschen Lloyd für Hessen M. Abraham >n Mainz und dessen Agenten C. W. Dietz Nachf., Gießen. Nic Spiegclberger, Butzbach. I. Schulhof, Friedberg. Ph. Zimmer, Lich. Hcrm. Vogt, Reichelsheim. 698 L. M Schloß, Alsfeld. Mermietßungen. 979 Auf dem Brand ein schönes- Familienlogis zu vermiethen und gleich. zu beziehen- Desgl- ein Logis für einen einzelnen Herrn oder Dame bei (A. Röber Wwe., Kreuz^ 973 Ein kleines Logis zu vermiethen.. sltr. Blnmöhr, Schützenstraße^ 952 Mehrere möblirte Zimmer, sowie kleine Familienwohnungen zu vermiethen bei B. Katzenftein, Marktplatz. Zwei schön möblirte parterre Zimmer' sind per 1. März zu vermiethen. 966 Schillerstraße Nr. 9. 965 Ein Familienlogis zu vermiethen K. Bach, Katharinengasse 13. 964 Eine Stube vermiethet Bolp, Lmdengasse-^ —959 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei Wittwe Hofmann, Caplans^ gaste 23. 961 Bahnhofstraße 50, an der Ecke gegen die West-Anlage, ist eine geräumige Wohnung zu^vermiethen. 972 Eins, möblirtes Zimmer an einen auch zwei Herren sofort zu vermiethen. Bahnhofstraße 12, Hinterhaus. Wennischte Anzeigen. Schüler finden gute Pension. 2Bo? sagt die Exped. d^Br WO 974 Gefunden ein silbernes Armband. Abzuholen Asterweg 1. Ich suche für meine Annoncen- Erpedition für Gießen und Umgegend einen tüchtigen Vertreter und wollen sich Bewerber schriftlich au mich wenden. Rudolf Messe, 957 Frankfurt a. M. Verspätet. $ Unserer lieben Freundin Helene V . . 1 zu ihrem Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche^Mehrere Frennde. FRIEDRICH BAUMANN Wj Giessen, Neuenweg 7 Werkstätte, 6407 Ubrmncherel, Eleetro- B8 M U [iXll mochanlk. jjj |Ä]I Haustelegraphenanlage. Maschmtnstrickerei von Carl Pietsch II* Anfertigung aller Arten Herren«, Damen- und ttinder-Strümpsen, Socken, Jacken rc. in Wolle, Baumwolle und Vigonia. Anstricken von Strümpfen und Socken. Fe G. Fe ~ § Montag: Allendörfer, CTirinwi.iiM ——————MM.1I Geld EourH. 20-Francs-Stücke . . . do. in Vz . Englische Sonvereigns Russische Imperiales . . Dncaten ...... Dollars in Gold . . . 16 19-23 16 17-21 20 35—39 16 69-74 9 52—57 4 16—20 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und V-rla« der Brühl'schen Druck-r-i (Fr. Chr. P"ts^m Gi°b-m vurcau: Tie säst auWeklu Gegenstands b monotonen fragen von & Debatte über t wurde bei der < wieher ein Ttp in her M * tioen Lih in 9 vochssttzang um gerichs-iWudei Braun iprad) f der N Pt gn LbgeoMele ned Lerb'.eiben bti . er auf hen U r- die Berufung rn Regierung trat der gefordeNen. betonte, m her 5elbjtüernanib.< fliehen int tr.-: Deiche Adg. B fuhrt Halle, in mit großer 1; Leipzig umW her Spi'ata: "SM (ci;?:. yroOi, >: •b^irfe. Dir W'etzt. Zn bn feung nahe t ID de Rome' 1 W 22. Rove.7 B M, in "lWzulommt? kfene*: ä„ :&£*».• 7/iyr 'W< Wh lu .ün Ceftt Raft mn der 5^ M her. ,;;e 0-, M ist ... f1*8 des |C( Meit erroan SÄ irr hen ' s i, - ■in d Uft n LdL