00 t) © G o ü 0 o Ö 0 0 0 8 30 irben: Küche etljen. uS. iS im abt. i ver- ansg. chen läßig nach scheu KL3 en. ich. itten laste. ei- »dt, am iden 26O Erstes Blatt. Tmnerstag den 8. November 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Amtlicher Hheil. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohr,. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Nr. 25 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 3. d. M., enthält: (Nr. 1520.) Bekanntmachung, betreffend die Einfuhr von Pflanzen und sonstigen Gegenständen des Gartenbaues. Vom 1. November 1883. Gießen, den 6. November 1883. Großherzogliches Krewamt Gießen. Dr. Boekmann. Gießen, am 6. November 1883. Betr eff.end: Reichsgesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Groß Herzs glich en Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnen Sie, soweit Sie noch im Rückstände ssind, an Erledigung der Verfügung vom 4. October 1883 binnen acht Tagen. Dr. Boekmann. Darmstadt, 6. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Uergnädigst geruht s Am 27. October den von dem Herrn Fürsten zu Dsenburg-Brrstem prä- sentirten provisorischen ReaLehrer Ludwig Roth zu Offenbach zum Lehrer an der Realschule daselbst, am 4. November den Polizeicommiffariats-Aspiranten Philipp Old aus Hainstadt zum Polizeicommiffär 3. Klaffe bei der Polizeiverwaltung der Stadt Kastel, im Kreise Mainz, zu ernennen. Dresden, 6. Rovbr. Im Auftrage der englischen Regierung machten heute der Geschäftsträger Strachey und der Admiral Lord Clanwilliam mit dem Erfinder des Hydromotor-Schiffes eine Fahrt auf demselben. Auch Vertreter anderer Seemächte haben sich zu einer solchen angemeldet. Lokales. G. Gieken, 7. November. ^Sterblichkeit in (Stegen.] Die Zahl der Todesfälle in Gkßen während der Woche vom 28. October bis 3. November belief sich im Ganzen auf 14 wovon 3 bei Kindern vorkamen. Eins dieser Letzteren, noch nicht ein Jahr alt, ftarban Krämpfen, ein neunjähriges Kind an Diphtherie bei einem anderen, das picht ärztlich beobachtet worden war, konnte eine bestimmte Todesursache nicht angegeben werden- Von erwachsenen Personen starben 2 an Krebs, je e.ne an Lungenschwindsucht, Lungenentzündung, Bronchienentzündung, Harnruhr, Leberentartung, Altersschwäche. Ein Mann erlag den Verletzungen, die er durch unglücklichen Zufall beim Eisenbahnbetrieb erlitten, ein Monn wurde hmgerichtet und die Leiche eines auswärts wohnenden Mannes wurde aus der Lahn gelandet. „ ©ieften. 7. November. Am gestrigen Tage waren 50 Jahre verfloßen, seit der hichge Rechtsanwalt Herr C. Dornsetff die Universität verlas,en und in die gerichtliche Praxis eingetreten ist. Die Gießener Jimstenfaeultat anerkannte die Verdienste dis Jubilars, der nunmehr Mitglied der ersten Kammer der evangelischen Landessynode und Vorstand der Anwaliskammer ist, dadurch, daß sre ihn zum vr.zur. honorig causa ereilte und am Tage des Jubiläums demselben durch den derze ttgen Dekan der juristischen Facultät, Herrn Professor vr. GareiS, das Doetor-Drplom Telegraphische Depeschen. Wolst'S telegr. Corresporrsenr-Bueenrr. Berlin, 6. November. Se. Maj. der Kaiser hatte gestern Abend eine Längere Conferenz mit dem Staatsminister Grafen v. Hatzfeldt-Wildenbruch und heute mit dem Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff. Trier, 6. November. Bei den Stadtrathswahlen 3. Klaffe siegten die drei liberalen Candidaten. Wien, 6. November. Einige Blätter besprechen die durch die Umtriebe von radikalen und panslavistischen Elementen in Serbien hervorgerufene Bewegung und billigen es durchaus, daß die Regierung alle Kraft aufbietc, um eine drohende revolutionäre Erhebung niederzuwerfen; gleichzeitig wird von denselben über auch betont, daß die Bekämpfung der Revolution sich nicht zu einem Kampf gegen d-ie Freiheit gestalten und daß dem Absolutismus nicht Vorschub geleistet werden dürfe. Nach einer Meldung der „Presse" wäre übrigens die Bewegung bis jetzt localisirt, in allen übrigen Theilen Serbiens herrsche die vollständigste Ruhe. Roubaix, 6. November. Heute Abend brach in einer hiesigen Fabrik Feuer aus, wodurch eine Benzin-Explosion herbeigeführt wurde, in Folge dessen 10 Personen getödtet und gegen 20 Personen verwundet wurden. London, 6. November. Der „Times" zufolge soll die chinesische Regierung beabsichtigen, eine Mittheilung an die französische Regierung zu richten, in welcher dieselbe ihrem Erstaunen über die Depesche Tricou's Ausdruck geben und den Inhalt der letzteren dementiren werde, gleichzeitig mit der Erklärung, daß sie das Verhalten des Marquis Tseng vollständig billige. Madrid, 6. November. Wie die „Correspondencta" wissen will, wäre der Marschall Serrano zum Botschafter in Paris ernannt, und hat derselbe dem Vernehmen nach diesen Posten angenommen. Konstantinopel, 6. November. Admiral Hay wurde mit seinem Stabe heute vom Sultan empfangen und darauf mit Dufferin zur Tafel gezogen. Alexandrien, 6. November. Gestern sind wiederum einige Cholera- Todesfälle hier vorgekommen. Rew-Uork, 6. November. Für die Städte Richmond und Danville sind militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, um etwaigen Ruhestörungen bei Gelegenheit der heute im Staate Virginia stattfindenden Wahlen vorzubeugen. — Wie uns mitgetheilt wird, ist bfe Frequenz unserer Hochschule im Wintersemester von Seiten neuer Studirender ein sehr erfreulicher zu nennen und srll namentlich die medieintsche Facultät einen ganz ungewöhnlichen Zuwachs erhalffn haben. Vermischtes. Aus der Wetterau» 3. November. Eine schlimme Plage unseres Ackerbaues zeigt sich wieder allenthalben — die Feldmäuse. Wohin wir jetzt unsere Schritte lenken, hauptsächlich aber in den frisch bestellten Aeckern, an den Rainen der Fttdwegr, in den Kleeäckern, da wimmelt es wahrhaft von diesem gefräßigen Ungeziefer und gar mancher Landwirth wird mr Fiühjahr mit Erstaunen den regelrecht etngesäten und gut gedüngten Acker betrachten, der eine so mangelhaft und dünn aufgegangene Saat ergeben hat. Er hat eben mchts gegen die Mäuse gethan. Jetzt ist es noch Zeit dazu. Schon Haden einzelne einsichisvolle Landwirthe mit Vertilgung der Mäuse auf ihren Grundstücken begonnen, aber der Er olg wird und kann nur dann ein durchgreifender sein, wenn, wie es verschiedene Gemeinden unserer Umgebung thun, systematisch das ganze Saatfeld zu gleicher Zeit in Angriff genommen und unter Leitung des Ortsvorstandes ober gewiffeuhaftcr Ortsbürger sorgfältig eine gründliche Vergiftung angeordnet wird. Zu beugten .ft dabei, daß die Giftkörner recht tief in die Mauselöcher eingelegt und darauf diese l'.lbfi leicht mit dem Fuße zugescharrt werden. Dann wird dem vorgebeugt, daß kleinere nützliche Vögel durch verstreutes Gift umkommen. Oestrich, 1. November. Ein tragisches Ende fand der frühere Bäcker uni Winzer Peter Josef Dornbach und feine Ehefrau dahier, welche man heute Abend 10 Uhr im Keller ihres Hauses in einem kaum 3 Fuß tiefen Brunnen tobt vorfand. Nähere Details hierüber find bis jetzt nicht bekannt, jedoch dürsten nach dem „M. 81." folgende Umstände mit der Katastrophe in Zusammenhang stehen. Dornbach unterhielt seit längerer Zeit ein intimes Verhältniß mit einem in Coblenz wohnenden Frauenzimmer zweifelhaften Rufes, mit welcher er nach Amerika auszuwandern beabsichtigte. In der Ausführung dieses Vorhabens stand ihm jedoch seine Frau im Wege, welche sich deshalb auch keiner besonders guten Behandlung zu erfreuen hatte. Im Hinblick auf die mit derselben vorher gehabten Austritte und Zwistigkeiten wild nun vermuihet, daß er in vielleicht unzurechnungsfähigem Zustande beabsichtigte, seine Frau aus dem Wege zu räumen und in den Brunnen zu stürzen, habet aber selbst mit ums Leben kam- Bei Auffindung der Leichen ergab sich ein seltsames Bild. Die Frau wurde in sitzender Stellung, ihren Mann an der Brust fassend, dessen Haupt auf der Brust derselben ruhte, in dem 3 Fuß tiefen Brunnen vorgefunden, ein Zeichen, daß hier ein Kampf auf Leben und Tod vorher stattgefunden hatte. Rudolstadt, 1. November. Ein als durchaus nüchtern und zuverlässig bekannter Gensdaim vom Walde bekam den Auftrag, einen Arrestanten über Schwarza hierher zu bringen- Er machte sich mit ihm auf den Weg und alles ging gut, bis man oberhalb des Dorffs Schwarza angekommen war. Dort packte an der Stelle, wo die Schwarza in die Saale fließt, plötzlich der Gefangene den nichts ahnenden Gensdarm und warf den durch den plötzlichen Angriff Ueberrafcbten das steile Ufer hinab in die Schwarza, welche an dieser Stelle eine ziemliche Tiefe besitzt. Der Gensdarm ist jedenfalls ertrunken, wenn auch feine Leiche bis jetzt noch nicht aufgefunden werden konnte. Der Verbrecher ist entflohen und es ist bisher leider nicht gelungen, den gefährlichen Menschen, der sich wohl in die Wälder geflüchtet haben mag, wieder einzusangen. (Sera, 30. October. Im vorigen Monat wurde von dem Schwurgericht der 60jährige frühere Oeconom Adam Hieronymus, genannt Pulver, aus Schöten, welcher am Abend vor Pfingsten d. I. den Rentier Geyer in Apolda (Sachsen-Weimar) ermordete und beraubte, zum Tode verurthetlt. Wie jetzt gemeldet wird, hat der Landes- sürst, bet Großherzog von Sachsen-Weimar, von dem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht, es sollte daher das TodeSurtheil am 1. November früh 7 Uhr gegen den Raubmörder vollstreckt werden. t Straßburg, 4. November. Gleich einem schweren Alp liegen die Ereignisse der Mordnacht vom 22 v. Mts. auf der Bevölkerung Straßburgs und des Elsasses überhaupt; 12 kostbare Tage sind vorübergegangen und von den Mordgesellen ist noch keiner soweit dingfest gemacht, daß man auf Grund ausreichender Verdachtsmomente ihm den Proceß machen könnte. Die Polizei hat trotz aller Anstrengungen anerkennens- werther Art in der ganzen Angelegenheit eine wenig glückliche Hand gezeigt Mancherlei scheint auch gleich zu Anfang versäumt worden zu fein; so war am 23. ». Mts, 3 Uhr Morgens, der Bahnhof Kehl polizeilich besetzt, von den übrigen Straßburg benachbarten Stationen Jllkirch-Grafenstaden, Fegersheim, V-ndenheim und Bischheim erhielten aber manche erst um 3 Uhr Nachmittags Kunde von dem in der benachbarten Großstadt vor 14 Stunden Geschehenen. Die seither fast allnächtlich ausgesührten Razzias der Polizei in der Stadt und deren Umgebung waren ohne Erfolg; obgleich man bisher über 350 Personen verhaftete und verhörte, fand man recht wenig an gravtrendem Material. So v.el hat man allerdings entziffert, daß der Name auf dem in der Storchen-Apoiheke gefundenen Rec-pt nicht Schuster, sondern Dr. Schulthes beißt. Doktoren Schulthes gibt es aber sowohl in Zürich als in Hamburg. Tagtäglich laufen bei der Polijeidtrektion berghohe Massen schriftlicher Mittheiluugen, Rath- fchläge und Muthmaßungen ein. Seitdem man vollends einen Preis von zusammen 4000 und noch mehr Mark für den glücklichen Entdecker der Mörder Lienhardt's und Adel's aussetzte, regt sich auch schon em ziemlicher Zug in den dunklen Massen: barocke und freche Denunciationen mehren sich; das Protokolliren und Untersuchen gegenüber Leuten, deren Unschuld sonnenklar ist, wird zur allgemeinen Kalamität, wenn man diese am Hellen Tage polizeilich abholt, in Hast nimmt, um sie nach 60 ober 80 Stunden wieder laufen zu lassen. (F- Z.) Bafel, 3. November. Ein Unglücksfall, der die gefammte Einwohnerschaft aufregt, hat sich gestern Vormittag zugetragen und ist gegenwärtig, 30 volle Stunden nach dem Eintritt des Ereignisses, noch nicht zu Ende. Bei der Reparatur eines Eis- Aller8 wurden 2 Arbeiter in einer Tiefs von 40 Fuß verschüttet. Den einen tieferliegenden hat die niedrrstüizcnde Erbe wahrscheinlich sofort getödtet, der höher situirte dagegen ist biS zur Schulterhöhs zwischen Geröll und Holzwerk eingeklemmt, er befindet sich bet Bewußtsein. Seine Lage ist um so enisetzlicher, als die Wegraumungs- arbeiten nur ganz sachte vorgenommen werden können, damit nicht neu nachstürzendes Erdreich ihn gänzlich verschüttet. Mittelst eines Schlauchs wurde ihm Nahrung und Trank zugeführt. Bis zur Stunde hat er sich etwas Befreien können, indem er die ihn quetschende Erde sorgfältig in einen Topf legt, der zuweilen wieder emvorgezogen und geleert wird. — Der gänzlich begrabene Arbeiter hat schon sechsmal eine Verschüttung glücklich überstanden diesmal wird er ihr erlegen sein. Basel, 5. November. Am Samstag Abend wurde der eine der beiden in einem Eiskeller verschütteten Arbeiter lebendig, der andere todt ausgegraben. London, 5. November. Vorgestern früh 3 Uhr brach in der Dampfsäge der Brennholzniederlage der Herren Lines u. Sons in Haggerston Feuer aus, welches noch fortdauert. Das Feuer ergriff den zunächst liegenden riesigen Holzstoß, der etwa 60 M- hoch geschichtet war, und von der Ferne gesehen, einem großartigen Bauwerke glich. An ein Löschen war und ist natürlich nicht zu denken und die Feuerwehr muß nur ihr Augenmerk auf die Rettung der zunächst gelegenen Gebäude lenken und trachten, die Entzündung der übrigen kolossalen Holzvorräthe zu verhindern- Die Brandstätte ist glücklicher Weise auf der einen Seite durch den, wenn auch schmalen Leakanal abgeschlossen: sie grenzt aber unmittelbar an die Haggerstoner Gaswerke und liegt inmitten eines äußerst dichtdevölkerten, zumeist von armen Leuten bewohnten Stadttheils. Der Wind trieb bisher die hochausschlagenden Flammen nach der Wasserseite hin, sollte er aber umschlagen oder ergrifft das Feuer den nächsten Holzstoß, der weit über alle umliegenden Häuser und Kirchen emporragt, so wäre der ganze Stadttheil gefährdet- Das großartige Schauspiel zieht eine ungeheure Menschenmenge heran und die Feuerwehr glaubt, daß der jetzt brennende Holzstoß noch einige Tage lang den Flammen Nahrung bteten werde- Auch Glasgow wurde vorgestern von einer furchtbaren Feuersbrunst hetm- gesucht- Das Feuer brach in dem größten Möbelmagazin der Stadt Wesirs Wylie und Lochhead) aus und verwandelte in kurzer Zeit ein ganzes Straßenvtereck in ein Flammenmeer. Das Gebäude des „Glasgow Herald" stand !n der äußersten Gefahr; die Flammen leckten am Dach und an der Stirnseite des Hauses und faßten immerfort bald hier, bald dorten Halt. Dem muthigen Zusammenwirken der Setzer und des Personals der Druckerei gelang es aber, das Gebäude vor der Einäscherung zu be- Wabren, das nun allein mitten unter den rauchgeschwärzten Trümmern der Nachbarhäuser hervorragt. Der durch das verheerende Feuer angertchtete Schaden wird auf 300,000 Pfund geschätzt- — [@in Kellner gegen die Trinkgelder.^ Der Oberkellner im Hotel „Schweizer- Hos" gegenüber dem Schaffhausener Rheinfall, I. Albrecht, veröffentlicht eine Broschüre unter dem Titel; „Unser Standpunkt zur Trinkgelderfrage", welche energisch für die Abschaffung des Trinkgelds eintritt. Der Streit, der mit einer Monographie Jhering's: „Das Trinkgeld", theoretisch nachdrucksvoll eröffnet wurde, ist mit dieser Schrift auf bas rein praktische Gebiet hinübergeführt. Zum ersten Male sind die einschlägigen Zustände von einun Fachmanns mit ebenso viel Schärfe wie Mäßigung und überall mit sichtlicher Sachkenntniß geschildert. Beiläufig sei bemerkt, daß das Hotel „Schweizer- Hos" eines derjenigen ist, in welche das Trinkgeld seit etwa 6 Jahren zur vollen Zufriedenheit aller Betheiligten abgeschafft ist. Das Trinkgeld, so führt der Autor unter Anderm aus, verdirbt von vornherein den Anfänger im Fache, indem es Freude am reellen Arbeitserwerbe niemals in ihm aufkommen läßt, die edleren Regungen des Selbstgefühls in der Sucht nach Aneignung der unwürdigen Trinkgelder-Erpressungs- künste erstickt und ihm zu früh unlontrolirbares (Selb in die Hände führt. Und welches ist das Ideal, dem der junge Mensch zusteuert? Der Verfasser schildert es folgendermaßen: „Ein Musterkellner nach durchschnittlichen Begriffen ist: der dem Gast auf den ersten Blick ansteht, wie viel oder wie wenig Trinkgeld er ablaben wird, der es immer noch fertig bringt, etwas mehr herauszuschlagen als Andere, sogenannte faule Künden zu besseren zu erziehen, die Unverbefserltchen stets gehörig zu fgnoriren versteht, der neuesten Herrenmethode schon immer um ein halbes Jahr voraus, stets nobel ist, nie Geld, aber desto mehr Schulden hat." Mit großer Anschaulichkeit, in oft dramatisch belebter Weise werden wir in den von trauriger Habgier und Mißgunst erfüllten Verkehr der Kellner untereinander und mit den sonstigen Angestellten einer Gastwirthschaft eingeführt. Das Resultat des Verfassers ist, „daß der Kellner vom Standpunkt der freien Mannesehre eine erbärmliche Rolle spielt", daß es wirkliche Colftgialität und „edlen Corpsgeist" unter Kellnern nicht gibt, daß in ihrem geschäst, lichen Tbun und Lassen „nur niedrige Untugenden, täglich, ja stündlich wachgerufen und genährt du- ch immer neue, das Gerechtigkeitsgefühl verletzende grelle Ungleichheiten und sich daraus bildende niedrige Denkungsart" dem unparteiischen Beobachter sich zeigen- Und nicht blos die Kellner, auch die Wirihe werden durch daS Trinkgeld moralisch und social begrabirt Die Trinkgeld-Unsitte — so führt Herr Albrecht aus — gibt dem reellsten gastwirihschaftlichen Institute einen unreellen Anstrich. Das Trinkgeld macht Kellner und Wirth von Haus aus zu Gegnern und säet Mißtrauen zwischen ihnen. Der Kellner hat gegenwärtig — von dem kaum in Betracht kommenden minimalen Gehalt abgesehen — vorn Wirths fast nur d e Stelle mit ihrem Trink- geldmonopol. Sein Jntsresfe ist von demjenigen des Wirths vielfach verschieden, oft geradezu entgegengesetzt. Der Wirth bringt jedem andern seiner Angestellten mehr Vertrauen entgegen als dem Kellner, dem er nicht selten durch Aufpasser unter den Ersteren beobachten läßt. Der Verfasser ?st der Ansicht, daß die Mehrzahl der heutigen Wirthe das Trinkgeld in seinem gehässigen Charakter erkannt und verachten gelernt hat. — Der „N-U. Anz." schreibt aus Neu-Ulm, 18. October: Von einem Einjährig-Freiwilligen wird uns folgendes wahrheitsgetreue Vorkommniß mitgetheilt: Nach einer stattgehabten Schießübung unserer Artillerie auf dem Lechftlde fand vorigen Herbst ein Bauersmann eine noch nicht krepirte Granate, die er als etwas ihm völlig Unbekanntes mit nach Hause nahm. Gelegentlich der diesjährigen Manöver in jener Gegend wurde nun bei unserem Bauer ein Unteroffizier einquartirt, der sich's recht bequem machte und alsbald seinen Platz am geheizten Ofen einnahm. Beim Einblicken in die Ofenröhre abe- springt er entsetzt auf, denn in Mitte derselben erblickt er unheimlich und drohend hervorstarrend eine Granate. „Um Gottes Willen, Bauer, da habt Ihr ja im Ofen eine gefüllte Granate!" ruft außer sich der Unteroffizier. „Wißt Ihr denn nicht, daß Euch dieselbe beim Losplatzen in Stücke zerreißen würde?" Doch unfern Dickhäuter bringt das nicht aus seinem Phlegma, er erwidert mit der größten Seelenruhe: „Granat rum oder num, des Ding ka nit so g'färli sei, dös Han i da ganze Winter als Bcttfläsch g'höt!" — Wie die Londoner „Allg. Corr." erzählt, gibt es in New-Vork gegenwärtig 5000 Buchhalter, welche Stellung suchen. Auf eine einzige Zeitungsanzeige hin, in welcher ein Commis mit 10 Dollars Wochenlohn gesucht wurde, meldeten sich 700 Bewerber — zumeist Deutsche. — Die schräge Seilbahn, welche zur Beförderung von Touristen in der Nähe von Montreux in der Schweiz gebaut und kürzlich in Betrieb genommen wurde, ist eine der kühnsten Bahnen in der ganzen Welt. Die senkrechte Entfernung der beiden Endstationen beträgt 304 M. nnb bie horizontale 500 M-, so baß die Bahn also eine Steigung von 3:5 hat. Die Anlage hat zwei Geleise und zwei Wagen, welche an einem Seile hängend, sich gegenseitig balanciren, so daß der eine heraufsteigt, während der andere herunterfährt. Jeder Wagen hat dreierlei Bremsen, eine automatische, eine pneumatische und eine gewöhnliche, so daß die Gefahr des Herabfallens , Die Fahrt dauert 7 Minuten und soll im höchsten Grobe feffdnb eln J ‘l9t,ift‘ Bohnen gibt es schon lange in Amerika, von benen wir bie höchst interessant- ”£?nlid)e siack"-Bahn bei Mäuch Chunk in Pennsylvanien erwähnen. Hier werden bie auf zwei derartigen S-ildahnen kurz hintereinander einmal 664' und darank ARo“t!J}in gezogen, worauf die Wagen auf einem Geleise von geringem Falle burdi ihr. Schwere allein über eine Strecke von achtzehn Meilen nach dem Ausganasv.^ zurückkehrrn. -““=uungspunifte — Dreizehn Rubel für eine halbe Million! schreibt die deutsche N-i.»-«?. „ konnte man einen interessanten Criminalfall betiteln, welcher sich neuikh ' I. Abtheilung des St. Petersburger Bezirksgerichtes abspielte Der Tbawla^ desselben ist in bet Kürze erzählt folgender. Im verflossenen Mai mußten A Loos aller Schornsteins ist, auch die Schornsteine des Hauses am ©nalifcben xV,!-, welchem die Gräfin Tolstoi wohnt, gereinigt werden. Es war in den SKoraenfÄ " bie Gräfin hatte ihrer Zofe noch nicht geklingelt, mithin schlief sie wohl noch unh if,' parfümirtes Boudoir bot noch den für einen Künstlerstift geschaffenen Anblick reichen in malerischer Unordnung befindlichen Frauengemaches bar, das amfoätenoS verlassen, noch von den Füßchen feiner Herrin nicht und von einem mit öaeubef™ Staublappen ausgerüsteten Hausgeists weiblichen Geschlechtes auch noch nicht mbh, betreten war. Da fährt plötzlich aus dem Kamin ein 14jähriger Schornstein^ I Hing P ier Wassiljew in das Gemach, ergreift eine frei balieger.be Schatulle wu kostbarem Schmuck und verschwindet wieder auf dem Wege, auf welchem er aetomm», war. Auf der Straße begegnet Wassiljew einem tartarischen Schlafrockhändler n ? verkauft ihm den kleinen Koffer nebst allem Inhalt für--dreizehn Rubel gab der schlaue Moslemite nicht! Nach beendigtem Geschäft stieben bie (Saunet ans einander, bet große, b. h. ber Tatar, auf Nimmerwiebersehen — beim trotzdem man eifrigst auf ihn fahndet, auch die gestohlenen Juwelen in Zeichnung und B-fchrettmn. überall bei den Juwelieren des In- und Auslandes, bei den Behörden und Lndämten angemeldet stad, hat man bis heute keine Spur, weder von dem Asiaten, noch von den Steinen gefunden, — der kleine, d. h. unser Schornsteinteufel Peter Wassiljew mit dem mir uns jetzt allein zu befchäftigsn haben, eilte aber mit seinem maßen Geld denn so viel hatte er auf einmal noch nie beisammen gehabt, birect in die Witthschasi' in welcher er nach seiner Morgenarbeit zu veik.hrsn pflegte und fing an, einen aut en Tag zu leben, b. h. er ließ sich warmes Essen, Tbee unb eine Flasche Schnaps kommen mit dem er keineswegs haushälterisch umging. D-rn BÜsfttier fiel das Gebahren sofort auf, er ließ d-.n Jungen aber eine Weift gewähren, um ihn nicht sinzuschreckcu und bann zeigte er ja Gelb! Wenn er aber erst etwas im Zopfe haben werde bann meinte ber Mann, werde ich schon die Wahrheit erfahren. Und richtig, bald wurde Wassiljew lauter unb auf bie bann an ihn gerichteten schlau gestellten Fragen erzählte et im halben Taumel den ganzen uns bekannten Hergang des Diebstahls. Der Süffeltet hörte, den Erzählet öfters zum Trinken animirenb unb ihn wegen des gelungenen Streiches lobend, Alles mit an, nahm von den dienenden Leuten einige als Ohren- zeugen hinzu unb — schickte unterdessen mit der Bitte nach dem Polizeibureau, man möge doch sofort einen Beamten senden, aber in Cststl, um den Dieb nicht unsicher zu machen. Kurze Zeit darauf erschien ein Polizist unb auch ihm erzählte der Junge ahnungslos die famose Geschichte nochmals haarklein. Groß war bann aber fein Schreck, als er, kaum zwei Stunden nach begangener That, zur Polizei ststirt und von dort, in Begleitung em-s Untersuchungsrichters, an den Ort des Diebstahls zurück- gebracht wurde, wo bie von ihm hinterlassenen und intact Dorgefunbenen Spuren sowie sein volles Gestänbniß auch jeden Zweifel an ber Thäterschaft sofort hoben' Damit eg an einem ungemein erheiternden Momente in ber Angelegenheit nicht fehles sei erwähnt, baß, trotzbem alle Facta klargestellt, zwei alte, ergraute Diener der Gräfin^ von ihrer Usberzeugung, „ber leibhaftige Teufel habe die Schatulle in Person geholt",' nicht abzubringen waren. Diese Behauptung, welche während ber öffentlichen Audienz allgemeines Lächeln unb Lachen hervorrief, machte sich ber Angeklagte so zu Nutze, daß er alle seine früheren Depositionen zurückzog, unschulbig plaibirte und die Richter ebenfalls glauben machen wollte, der Satan, aber nicht er, Wassiljew, habe gestohlen; natürlich fand diese Lüge keinen Glauben; die Geschworenen sanden den Wassiljew unter Zubilligung mildernder Umstände schuldig, wobei sie Nothstand unb unvollkommenes Verständniß für die That zulteßen, worauf Wassiljew zu zwei Monat 20 Tagen Gefängniß verurtheilt wurde. Die Gräfin hatte ihren Verlust, eine fechs- reihtge Schnur kolossaler orientalischer Perlen, 300,000 Rubel, und Brillantgefchmeide, 200,000 Rubel, auf 500,000 Rubel angemelbet Zum Glück hatte der Dieb eine größere Schatulle mit Juwelen im Werths von 1% Millionen Rubel nicht auch mitgenommen.__ Von der Ausstellung für Hygiene re. Unter den zahlreichen Pavillons in den (Sartenanlagen ber Ausstellung erfreute sich derjenige ber Firma I. & C. Biooker in Amsterdam ber ganz defonderen Gunst des Publikums, denn eine echte Holländerin, geschmückt mit der Nationalhaube aus purem Gold unb sehr reicher Diamantengarnitur verabreichte hier den rühmlichst bekannten Cacao der Firma gratis, um Jedem Gelegenheit zu geben, sich von dem Wohlgeschmack dieses Getränkes zu überzeugen. Die Niederlagen der Firma sind über ganz Deutschland verbreitet unb ist der Cacao auch hier am Platz überall vorräthig. Wie wir hören, ist ber Cacao der Firma I. & C. Blook-r in Amsterbam auf ber Internationalen Ausstellung 1883 mit der goldenen Medaille prämiirt worden. BKitterungSkuude.') 8. November. Donnerstag. Kalt, trüb, örtlich aufheiternd mit vielleicht geringen Niederschlägen, stellenweise noch schwacher Schneefall. Frühmorgens Neigung zur Aufheiterung, aus Mittag zu trüb bis wolkig, Nachmittags aufgehettert, Nachts noch Frost. In Nordeuropa Neigung zu Aufklärung und Zunahme der Wärme in Folge ber Besonnung. 9. November. Freitag. Theils ausheitsrnbes, theils trübes Thauwetter, im ©üben und Nordwesten kälter. Frühmorgens aufgeheitert, auf Mittag zu wolkig, Nachmittags aufgeheitert. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose (Verlag ber M-Lengfeld'» schev Buchhandlung in Köln, Preis 1 JC). — Nachdruck verboten. Schiffsnachrichten. Bremen, 6. November- (Per transatlantischen Tslsgraph-j Der Postbampfer Rhein, Capt- H-A-F- Neynaber, vom Norbbeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 24. Octbr, von Bremen und am 26. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. «. M«, 7. Novbr., Nachmittags 2 Uhr — Miu. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Ereditactten 235%, Staatsbahnactien 266%, Galizier 240%, Lombarden 120%, Nord- westbahnactten 158%, Gotthardbahnactien 93%, Darmstädter - Bankaktien 150 4, Disconto Commandit 182%, Oesterr. Silberrente 67, 4% Ungar. Goldrente %/s, 4% 1880er Russen 70%, 5% 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe Spanier —, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 69’%, 5% Türken —, Marienburger —, Hess. Ludwigsbahnact. 106%. Tendenz: —. Allgemeiner Anzeiger. Das Neueste in Damen- und Kinderhüten, sowie Leflern, Sammete, Stoffe, Bänder und Hut- versierungen empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen, Binder- und Mädchen-Hüte schon von 50 an 6371____________________A. Fangmann. 7418 Ein großer Oleander billig zu I 7359 Ein Junge kann in die Lehre verkaufen- Alicestraße 11. 1 treten bei L. Kroneberg, Bäcker. !! Für Restaurateure!! 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Java la gelb . . „ 12.80 9‘/z Pfd- Ceylon .... „1425 Mocca echt arab.....„ 17.10 bei Abnahme von mindestens 40 Pfd. noch billiger, versendet das Caffee- Engros-Lager von H. Schüler in Kassel, Im- und Export-Geschäft, 7415 Tüchtige Agenten werden gesucht. Stearin-Lichter! Ia Tafelkerzen (4r, 5r und 6r) per Paquet 60 und 70 dO. (lofe) das gewog. Pfd. 80 la Lustres oder Clavier-Kerzen (gespitzt, 4r, 5r u. 6r) per Paquet 70 H, la Wagenkerzen (4r, 5r u. 6r) per Paquet 70 la Laternen-Kerzchen (10, 15, 20, 25 und 30 Stück in Packeten zu 65 empfiehlt H F. Nassauer, 7130 6 Kreuz 6. Blau email. Kochgeschirr, auf dem Transport leicht beschädigt, verkaufe äußerst billig. 7324 6u8t3V Stahl, Neuenweg 11. Knorr’s Hafermehl, „ Gerstenmehl, „ Erbsenmehl, „ Linsenmehl, „ Bohnenmehl, „ Grünkornextract, Weibezahn’s Hafermehl, Tapioka (Kraftsuppenmehl), Wiener Kindergries, ! Hafergrütze, amerikanische, „ deutsche, Erbsen, grüne französische, empfiehlt 7377 Emil Fischbach. Bekanntmachung. Georg Martin Bogt zu Gießen hat das seither unter der Prma seines Namens betriebene Mn- und Kurzwaaren-Geschäft auf- aegeben und ist die Firma im Handelsregister gelöscht worden. Gießen, den 25. October 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. I. B. 7410 Gebhardt._________ Pferde- re Versteigerung. Montag den 12. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen im Großherzoglichen Hofmarstall dahier 4 Fahrpferde, sowie einige Sättel, Gurten rc. öffentlich versteigert werden. 7408 Darmstadt, den 5. November 1883. Großh Hofmarstall-Antt Frhr. von Nordeck zur Rabenau. 7431 .. W©idig. Jeitgeöotenes. Eine Parthie Holzkohlen abzugeben. (7419) Evuard Noll. Cacao-Vero. Hartwig & Vogel Dresden Bekanntmachung. Betreffend: Die Wahl des Vertreters der Forensen. Bei der auf den 30. October er. anberaumt gewesenen Wahl des Vertreters der Forensen ist Niemand erschienen, weßhalb als solcher in Gemäßheit des Art. 2 des Gesetzes vom 22. November 1872 der höchstbesteuerte Forense, Gebr. BuderuS in Lollar, hiermit erklärt wird. Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß während drei Tagen, nämlich den 8., 9 und 10. November er. das Wahlprotokoll mit allen Anlagen auf dem Bureau der Bürgermeisterei dahier offengelegt sein wird und daß während der unerstrecklichen Frist dieser drei Tage jeder stimmberechtigte Forense, sowie jedes Mitglied der Stadtverordneten-Versammlung von dem Wahlprotokoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen und auch Einwendungen gegen die Wahlhandlung bei Vermeidung des Ausschlusses bei Großherzoglichem Kreisamt Gießen vorbringen kann. Gießen, den 6. November 1883. Die Wahl-Commission: ________________A. Heß. Lüdeking. Vogt.______ 7428 Zu dem am 10. November, Vormittags 11 Uhr, in der großen Aula stattfindenden Festactus ;ur Feier des 4vvjährigen Geburtstags Dr. Martin Luther's laden ein 7433____________Rector und Senat der Ludewigs-Universität. Lutherfeft in Gießen. Zu dem Vortrag, den Herr Profeffor Dr. Oncken über das Thema: Luthers Fortleben in der deutschen Nation morgen Donnerstag, Abends präcis 6V» Uhr beginnend, in der Stadtkirche halten wird, laden wir nochmals alle evangelischen Glaubensgenossen unserer Stadt, sowie auch die Genossen anderer Confessionen, hierdurch freundlichst ein. Der Eintritt ist frei. Gießen, den 7. November 1883. Das Comite zur Vorbereitung der Lutherseier. ____Dr. Nauman«, Pfarrer.___ Kriegerverein Achen. Mz GerrerM-Bersammtrrrrg TT’ Donnerstag den 8. November, Abends Uhr. Tagesordnung: Stiftungsfest und Weihnachtsbejcheerung. 7426 Generalprobe: Domreesterg in der Kirche ____________(nach dem Vortrag, etwa 7V4 Uhr).________7424 Sprachführer. Praktisch und leicht fasslich. Parlez-vous francais ? (Franz.) 12. Aufl. Geh. M. 1.80, geb. M. 2.40. Do you speak English? (Engi.) ||. Aufl. Geh. M. 1.20, geb. M. 1.80. Parlate italiano? (Ital.) 5. Aufl. Geh. M. 1.20, cart. M. 150. 4Habla V. Castellano ? (Span.) 3. Aufl. Geh. M. 1.20, cart. M. 1.50. Palla Vmce portuguez? (Portug.) Geh. M. 2.50. Spreekt Gij de Hollandsche taal? (Holl.) 2. Aufl. Geh. M. 1.50. Taler De Dansk? (Dän.) Geh. M. 1.50. Talar Hi svenska? (Schwed.) Geh. M. 1.50. Tud ön magyarul ? (Ungar.) Geh. M. 1.50. MÖwiSZ Pan po polsku ? (Poln.) Mit Aussprache. Geh. M. 2. Sprechen Sie russisch ? 2. Aufl. Mit Aussprache. Geh. M. 2.50. Türkdsche söjlemisiniz? (Türk.) Geh. M. 2.50. 'OpiXetTS cEXk7)vixd; (Neugriech.) Geh. M. 2.50. Snake Jim Hollunder? (Helgoländisch.) 2. Aufl. Geh. M. 1.20. Leipzig._____________C. A. ZZoch7 B Verlag. Restauration Bramm Heute und die folgenden Tage: 7342 Ginsekegeln. “W® Ca. 30000 Mark gegen 1. Hypothek zu leihen gesucht. Gefl. Adressen an die Exped. ds. Bl. erbeten. 6714 6158 Herrenhüte werden zu Damenhüten umgeändert. Neue Muster vorräthig. C- l>- <»alä,^Selterswcg. 7398 Ein zuverlässiger Fuhrknecht, womöglich gewesener Kavallerist, gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. Guten Mittagstisch empfiehlt 6847 C. Weicker, „Gambrinus". 7378 Für ein Colonial: und Eisen- waaren-Geschäft in einem Städtchen der Wetterau wird ein Commis zu sofort. Eintritt gesucht. Solche, welche in einem derartigen Detailgeschäft ihre Lehre bestanden, erhalten den Vorzug Offerten unter Chiffre T. F. an die Exped. ds. Bl. Giessen, Neuenweg 7 '-M Werkstätte, 2248 *LT"^ Ührmacherei, Electro- pjlj mechanik. SH Haustelegraphenanlage. 4 Uhr, vom Garnison-Lazareth, Braugasse, aus statt. 7409 Heute starb nach langem Leiden am Schlagfluß unser innigst- geliebter Sohn und Bruder, der Großherzogliche Second-Lieutenant im 2. Großherzogiich Hessischen Infanterie Regiment (Großherzog) Nr. 116 Herr Olli) NIMM Dies zeigt im Namen der trauernden Hinterbliebenen statt jeder besonderen Meldung tiefbetrübt an Taumogrocki, Premier-Lieutenant. Gießen, den 6. November 1883. Die Beerdigung findet Donnerstag den 8. d. Mts., Nachmittags Wenzel s Garten. Donnerstag den 8. November: 1. Abonnements - Concert. Anfang präcis 1 Uhr. — Entree 50 H. 7432 JKratc««e, Capellmeister. Wenzel’s Garten, liiiwi.' Hiermit erlaube ich mir, einem wohll. Publikum meine Localitäten. zur gefl. Benutzung zu empfehlen. Zur Abhaltung von Kaffee-Gesellschaften, The dansantes Diners, Soupers, Hochzeiten, Vorstands-Sitzungen, Zimmer apart für Familien und kleinere Gesellschaften sind solche bestens geeignet. Es wird mein Bestreben sein, auf eine vorzügliche reichhaltige kalte und warme Küche, reine und preiswürdige Weine, diverse Sorten feinere Tafel-Biere meine besondere Sorgfalt zu richten, um den Ansprüchen eines verehrl. Publikums gerecht zu werden. Hochachtungsvoll 7434 Willi. Wenzel. JermietOungen. 7411 Ein Logis imHanits ch'schen Hause (Parterre) zu vermiethen und gleich be- ziehbar- Näheres Neustadt 55. __ 7429 Der seither von Herrn Kappenmacher Sepp innegehabte Laden nebst Logis ist zu vermiethen. Wettergasse 5, 2. St. 7407 Im Bott'schen Haus auf dem Seltersweg ist ein Logis von zwei Zimmern, mit oder ohne Küche, Kammer, Mansarde, Keller, Remise rc. zu vermiethen. 7420 Eine Stube mit Küche rc. zu ver- miethen._____Lindengasse l._ 7417 Laden mit Logis zu vermiethen bei Karl Zimmermann, Neueu-Bäue 15. 7421 Wohnung von 5 Zimmern mit allem Zubehör vom 1. April evcnt. auch früher zu vermiethen. Frankfurterstr. 11. Wermischte Anzeigen. 7423 Ein Knecht (unvcrheiratheti zu einem Pferd sofort oder auf Weihnachten gesucht. Dern, Frankfurterstr. 76. Verloren» Weißer, geschorenerSeidenpinscher (Nr. 968) in Heuchelheim 7412 Abzugeben geg. Belohnung an Dr. Haupt. J. Rothenberger 8 Gericht!, best. Taxator O LindenjilatsE 8. g 609 M 7427 Ein Student wünscht eine Box- Hündin zu kaufen. Wer eine solche offerirt, möge sie Abends zwischen 6 und 7 Uhr Seltersweg 23 bringen. Zur Stabt Brrlin. Heute, Mittwoch dm 7. November: Gesangs > Coneert der Familie C. Gärtner aus Hamburg. 7430 Donnerstag den 8. November in der Restauration Oswald- Anfang ’/28 Uhr- Eintritt fr et 36^ Neues Programm. Gesucht " eine Fran für Monatsdienst. 7341 Ederstraße 8. Fahrplan (vom 15. Oktober an). Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 25°, 4-°, 5«*, 632, 8>s* 11G 445, 76 *( 7Sv. Marburg 82'-, 85< Cassel 1219*, 1M, 313, 953* 11-3, 4« «ii*. Wetzlar 522*, 6,82ä, 12-, 12 °, 4«, 4--, V*. 755, 965 (geht bis Betzdorf). ~ Ems-Coblenz 522*, 6, 8--, 12-, 4«, e < 7-- (geht bis Weilburg). Deutz 6«', 1230, 455. Fulda 6", 1155, 5. Lauterbach 6", 11--, 5, T30. Gelnhausen 8--, 12«, 4“. Nidda 825, 1215, 4«, 7». Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1", 8«, 9--*, 11«, 113*,2«, 4 30 716, 3.6*, 1015, 12"*. Marburg 624, 721. Cassel 22®, 513*,8«* ll-9, 4-9, ft59*, « Wetzlar 729 8-, 9il’, 11«, l2*, 313, 4-2,6 8, 910* ijM, 121* Ems-Coblenz 9<“, V*, 3», 656, 910, 12' - Deutz ll31, i32, II2». Fulda U29, 429 10 Lauterbach 8‘», ll29, 429, 10. Gelnhausen 9«, 3--, 6-°. Nidda 62-, 9--, 335 tz-°. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffer» die Nachtstunden. , Bureau Dl lediglich 1 zwischen migt roui Di in Dirsck ren hieri ungeheuei weiß die Officier, die Katec im „Obe dem ma einem bei im Uebri Bestimmt ®i Minister welches Berbindv Gefahren aus auf erinnert deutschen Firnien । der Ausk aus Gru gelangens D sundenen in einer wähl, ist die Cent schlesische Partei si einem de dem Cen festgegrm wußtsein Parlame^ fache auf kann, sir D neu kan schloffen die beide einen Ve man in aus zufr deutsch - i tungskör sich in t Das Re Max Fc österreich von Cze und der ja die darüber T Challem Klima d stellen, seinen 9 weilen i feuille, seiner 1 bleibt a der euer unweit Occupal Blätter I mit dis englische verhälti Sudan Verantwortliche Redactiou: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen. „ Die heutige Nummer enthält 2 Blätter.