"Platz $ ich unter Wen. 4 Lrn >t und im Lugeln etwas be- Mege eines kleinen cht von 389»- mc*f Ostanlage. e Elmme gesucht ÖOOOOO »üramm.8 1o 'itwirthschast,^ * fi Abonnement i 80 H. !) e Seine ^iere.$ in Kaschen 0 »A. 2915 >000000 otme-MnKi) übt, finden dauernde 'dienst. ?r Boeder, Darmstadt. € » --2 S d 5 -J 9§£ Z i Sammlungen vn- nb tauscht G. W bera. «**! n(pr-Mt’OÄ in in 1. öttbt en g-l-g-mS, »«»• *, Ä4 Juni an). ,Ä’Ä ,1* > 9«*, ll8- 12pp,ft 'P'W , bl? M> w 10 w 6* 129 Freitag den 8. Juni 1888. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblait für den Kreis Gießen. Erscheint 1 »stich mit Ausnahme des Bureaur Schulstraße 7. PreiS vierteWhrkich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mari 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 7. Juni. Kaiser Wilhelm gedenkt, wie Privat-Mitthellungen aus Gastein melden, gegen Mite Juli in dem genannten Badeorte einzutreffen und daselbst einen dreiwöchentlichen Aufenthalt zu nehmen, , Mit der definitiven Annahme des Krankentaffen-Gesetzes und der Novelle zur Gewerbeordnung Seitens des Reichstages hat die Regierung auf dem Gebiete der Innern Politik zwei wesentliche Erfolge errungen und es ist daher begreiflich, wenn man in Den leitenden Kreisen einen der Regierung günstigen Verlaus auch der noch übrigen Verhandlungen erwartet, namentlich was den Etat pro 1884/85 anbelangt. Ob aber der Reichstag noch bis zur Erledigung dieser Vorlage zusammenzuhalten sein wird, ist in Anbetracht der gegenwärtig herrschenden wahrhaft tropischen Hitze sehr zweifelhaft und ist es daher wohl möglich, daß er sich schon nach Erledigung der Zuckersteuer-Vorlage vertagen wird. Am Montag genehmigte das Haus definitiv den Handelsvertrag mit Italien, sowie die Literar-Convention mit Frankreich und trat sodann in die zweite Lesung der Zuckersteuer-Vorlage ein. Der Abg. Stengel beantragte hierbei eine Herabsetzung der Vergütung pro Ctr. um 60 während der Regierungs-Entwurf nur eine solche von 40 H zugesteht, außerdem war von den Abgg. Büchtemann und Genossen außer der Herabsetzung der Export- Bonification auch noch die Erhebung einer Controlgebühr von 10 für den Gentner des aus Rüben, Melasse oder Füllmasse gewonnenen Zuckers beantragt worden. Beide Anträge wurden indessen abgelehnt und § 1 der Commissions- Anträge (Exportprämie 9 JL. pro Ctr. für Rohzucker) genehmigt. In Der Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses am Montag führte wieder einmal eine Interpellation der polnischen Abgeordneten über die ungenügende Anwendung der polnischen Sprache bei Ertheilung des Religions-Unterrichtes in den Volksschulen Posens zu einer sehr langen Debatte. Nachdem im Verlaufe der Discussion der Cultusminister v. Goßler darauf hin- gewiesen hatte, daß bezüglich des ungenügenden Religions-Unterrichtes in polnischer Sprache schon wesentliche Remedur geschaffen worden sei und daß Vorsorge getroffen sei, daß diese Remedur noch weiter ausgedeht werde, erklärte sich Abg. Kantak (Pole) von dieser ministeriellen Antwort Namens seiner Fraktion für befriedigt. Hierauf wurde die Berathung des Gesetzentwurfs über die Landgüterordnung für die Provinz Brandenburg fortgesetzt und derselbe in zweiter Lesung nach den ursprünglichen Regierungs-Vorschlägen genehmigt. Am Dienstag trat das Haus in die erste Lesung der Kanalvorlage ein. Eine angebliche Aeußerung des Reichskanzlers über die staatsrechtliche Stellung des Reichstages macht jetzt die Runde durch die Presse. Nach einer Mittheilnng der „Köln. Ztg." soll sich Fürst Bismarck dahin geäußert haben, daß die Reichsverfassung auf dem Vertrage der deutschen Fürsten unter einander beruhe, und daß die Bundesfürsten, wenn sie unter sich einig wären, das Recht hätten, die Reichsverfassung abzuändern. Wie das rheinische Blatt ferner mittheilt, habe Fürst Bismarck schon vor längerer Zeit einen hoch- gestellden Juristen zu einem Rechtsgutachten über diese Angelegenheit ausgefordert, welches aber nicht nach den Wünschen des Fürsten ausgefallen sei. Diese Mit- theilungen klingen so eigenthümlich, daß man vorläufig die Authenticität derselben bezweifeln muß. Die neue kirchenpolitische Vorlage ist nunmehr festgestellt und hat bereits die Sanction des Kaisers erhalten haben, so daß ihre Einbringung im preußischen Abgeordnetenhause erfolgen konnte. Nachdem die Wahlen zum galizischen und zum tproler Landtage vorüber sind, richtet sich in Oesterreich das Interesse aus die Neuwahlen zum böhmischen Landtag, welcher aus den 5. Juli einberufen ist. Die deutschliberale Partei Böhmens ist entschlossen, jeden Fuß breit Land gegen die czechischen und feudalen Angriffe zu verteidigen und dieser Entschluß spricht sich auch in dem Wahlaufruf des deutschen Wahl-Comitös aus. Derselbe bespricht die politische Situation und fordert die Deutschen Böhmens zur eifrigen und einmütigen Betheiligung an der Wahl auf, da in Böhmen nicht blos politisch-wirthschastliche Interessen, sondern das nationale Dasein des Deutsch- thums auf dem Spiele stehe. In Folge einer schriftlichen Anregung des Bauernführers Kirzepek wurde in dem Aufrufe auch eine Apostrophe an die deutschböhmische Bauernschaft ausgenommen. Der französisch-chinesische Conflict wegen Anam und Tongking gewinnt jetzt eine ernstere Gestalt. Einer Meldung des „Standard" aus Shanghai zufolge hat Lihung Tschang, der leitende chinesische Staatsmann, erklärt, daß China zum Kriege entschlossen sei, wenn Frankreich die Rechte Chinas auf Anam nicht anerkenne. Da es dem chinesischen Staatsmann mit dieser Erklärung bitterer Ernst ist, so steht nun Frankreich vor der Alternative, entweder aus die Annexion von Tongking zu verzichten oder sich in einen langwierigen Krieg mit dem ungeheueren chinesischen Reiche zu stürzen Und die Entscheidung wird den französischen Staatsmännern wahrlich nicht leicht faßen. Neben der tongkingnesischen Affaire nehmen auch die Dinge auf Madagaskar einen drohenderen Charakter an. Französische Kriegsschiffe haben zwei Hafenstädte an der Nordwestküste von Madagaskar bontbarbirt und hierdurch beträchtlichen Schaden an fremden Waaren angerichtet, was möglicherweise Reklamationen der betr. Mächte nach sich ziehen kann. Die englischen Kriegsschiffe „Drpard" und „Dragon" Haden bereits Befehl erhalten, Leben und Eigenthum britischer Unterthanen aus Madagaskar zu sichern. Auf das glänzende Bild der Moskauer Festtage haben die Unruhen zu Petersburg und noch mehr die Vorgänge in Rostow (am Don) einen häßlichen Schatten geworfen. Was die letzteren anbelangt, so entwickelten sich dieselben aus einem Streit zwischen einem jüdischen Wirth und einem Arbeiter, bei welchem der letztere erschlagen wurde, zu einer Judenhetze im großen Style. Militär und Polizei waren zu schwach, um den wüthenden Massen entgegenzutreten und als die militärischen Verstärkungen anlangten, waren schon 15 Personen getödtet, eine große Anzahl verwundet und gegen 150 jüdische Wohnungen zerstört. Es wurden in Folge dieser Vorgänge 30 Verhaftungen vorgenommen. — In Moskau sand anläßlich der 200jährigen Jubelfeier der Errichtung des Preobraschenskischen und des Ssemenow'schen Leibgarde-Regimentes eine große militärische Festlichkeit statt. Die Frage der Erbauung eines zweiten Suez-Kanals geht ihrer friedlichen Lösung entgegen. In der am 4. Juni zu Paris stattgefun- deneu Generalversammlung der Actionäre der Suez - Kanal - Gesellschaft machte der Verwaltungsrath die Mittheilung, daß die Unterhandlungen der Gesellschaft mit der englischen Regierung bezüglich der Erbauung eines zweiten Kanals im besten Zuge seien und einen günstigen Abschluß versprächen. Es scheint also Herrn v. Leffeps gelungen zu sein, die in dieser Angelegenheit drohende englische Concurrenz aus dem Felde zu schlagen. Im Uebrigen gelangt die hübsche Dividende von 56 Fres. pro Actie (500 Fres.) an die Actionäre zur Vertheilung. - ...... In Brasilien hat sich ein neues liberales Cabinet unter dem Präsidium Lafayette's gebildet. Deutschland. Darmstadt, 6. Juni. Zur Feier des Höchsten Geburtsfestes Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Alix findet heute Nachmittag in Seeheim Großherzogliche Familientafel statt, an welcher Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin Karl, Se. Großh. Hoheit der Prinz Wilhelm, sowie J.J. D.D. die Prinzessin und die Prinzen von Battenberg Theil nehmen werden. m Darmstadt, 5. Junt. In heutiger Sitzung der zweiten Kammer wird eine Eingabe der Spar- und Leihkasse zu Vilbel, Art. 11 des Einkommensteuergesetzes betreffend, verkündigt. , , , , Es wird sodann in der Berathung des genannten Gesetzesentwurfs fortgefahren. Zu Art. 28 will Böhm für Fälle der Reclamation das in dem Entwurf aufgegebene Institut der aus der Einschätzungs-Commission zu wählenden Vertrauensmänner wieder einführen. Nach längerer Debatte wird der Artikel mit diesem Antrag angenommen. Die Art. 29-32 werden angenommen. - Nach Art. 33 sollen Uedertretungen der Bestimmungen für die Mitglieder der Einschätzungscommission ber den Beamten im Disciplmarweg bestraft, bet den übrigen Commffsionsmitgliedern m-t einer gerichtlich zu erkennenden Strafe bis zu 300 X und dem Verluste der Eigenschaft als Com- MissionsmUglted geahndet werden. Der Ausschuß will diesen Verlust unter erschwerenden Umständen von dem Gericht avssprechen lassen. — Arnold will die Strafverfolgung erst in einem Jahre verjährt sehen (der Entwurf sieht 3 Monate vor) und die Strafvollstreckung tn 2 Jahren- Der Artikel wird schließlich mit dem Amendement Arnold angenommen. Die Art. 34—41 werden ohne Debatte unverändert, Art. 42 mit einem Amendement des Abg. Wasserburg, die Art. 43—45 unverändert angenommen. — Art. 46 enthält die Scala für die Veranlagung der Einkommensteuer zweiter Ab- theilung. Die Regierung hat als unterste Klassen festgesetzt Einkommen von 300 bis weniger als 450 X, von 450 bis weniger als 600 X und von 600 X bis weniger als 750 X mit Steuerkapitalien von 16, resp. 30 und 45 X- Der Ausschuß will der Emschätzungseommissson das Recht geben, bet besonderen Verhältnissen einen in die erste Klasse gehörigen Steuerpflichtigen ganz frei zu lassen. — Die Abgg. Schroder, Ellenberger, Osann und Kugler beantragen, die Klasse 1 und 2 zu streichen und dafür zu setzen: 1. 300 bis weniger als 400 X Steuerkapital 10 X 2. 400 bis weniger als 500 X Steuerkapital 20 X. 3 500 bis weniger als 600 ^Steuer- kapital 30 X. — Schaum beantragt folgenden Zusatz zu dem Artikel: „Das ein- geschätzte Einkommen wird 1. zur Hälfte, wenn es lediglich aus täglich kündbarem Arbeitsverdienst ohne R cht auf Bezug von Unterstützung in Krankheitsfällen oder nach eingetretener Arbeitsunfähigkeit des Pflichtigen resultirt, 2. zu 4/s, wenn e8 au3.©e^alt und Lohnbezügen ohne Pensionsberechtigung besteht; 3. zu 9/io, wenn aus Pension. - berechtigtem Gehalt und Löhnen, Besoldungen, Ruhegehalten, Leibrenten besieht, und 4. zum vollen Betrag, wenn es aus anderen Quellen resultirt, in Ansatz gerch - Franck beantragt den Zusatz- „L bte Steuerflaffen 1 unb 2 2. tn den Klassen 3 und 4 werden für verhelrathete SteuerSteuerkapitallen auf ble Hülste herabgesetzt. - Wasserburg beantragtmit Rücksicht.auf ^>as Wahl gesetz für Emkommen bis zu 300 M ein Steuerkapltal von W M * des Antrags Franck wegen bet Nichterhebung auch auf diese Klosse. Zur den Fan der Annahme des Antrags Schröder und Genossen beantragt er für . 300 X ein Stemrkapital von 5 X- - Nach langer Debatte, «n welcher sich außer den Antragstellern die Abgg. Wolz, Maurer, Tecklenburgl undGrLinewalb sowie Miniftertalrath Müller und Geh. Obersteuerruth Bauer betheil^en und worin die Regierung nicht nur den Antrag Schroder und Genossenr ale' sondern auch der Berichterstatter Wolfskebl denselben al (arflraserBcfI1ftimnra des Gefammtausschusfes bezeichnet, wird Art 48 mit dem Antrag , Sch'°d^°'nMmm g angenommen; alle übrigen Amendements werden abgelebt. - Die Art. 41 ÖU werden °6nC WeXZn. Tagesordnung: K a p l t a l r e n t e n st e u er g e s e tz. Berlin 5 -stuni Eine für den deutschen Verkehr von und nach Italien bedeutsame Neuerung ist am 2. d. Mts. von dem italienif^en ^fenbalfn^ miniftcr in’“ ßeb nZ e« ™tf>en, nämlich die Einführung eines Nachtdienstes aus den von Rom nach Oberitalien führenden Bahnstrecken. Ferner sind in die directen Taqeszüqe der gleichen Strecken Wagen 3. Klasse zur Einstellung gelangt, wobei der itattenischen Verwaltung als Muster die besten Ei enbahnverwaltungen gedient haben, worunter ausdrücklich auch die „norddeutsche" - m diesem Falle I gleichbedeutend mit „preußische" - Eisenbahnverwaltung genannt wird. Bredow, 5. Juni. Die von der Gesellschaft „Vulcan" in Bredow für die chinesische Regierung erbaute Panzer-Corvette „Ting-Auen" erreichte bei der heutigen Probefahrt in der Eckernsörder Bucht auf der gemessenen Meile der kaiserlichen Admiralität eine Geschwindigkeit von 15,334 Knoten gegenüber der contractlichen Geschwindigkeit von 14,5 Knoten. Dresden, 5. Juni. Die Delegtrten-Conserenz der deutschen Gewerbekammern hat heute folgenden Antrag mit grotzer Majorität angenommen: 1) Die Einführung von Arbeitsbüchern durch Reichsgesetz für alle gewerblichen Arbeiter ohne Unterschied des Alters ist, insbesondere angesichts der völligen Legitimationslosigkeit des größten Theils aller wandernden Gewerbsgehülfen und Arbeiter dringend geboten und daher immer ausis Neue tn Eingaben an den Bundesrath und Reichstag zu befürworten. 2) Die Reichsregierung ift anzugehen, die Regierungen der Einzelstaaten zu veranlassen, daß die mit der Ausgabe von Arbeitsbüchern betrauten Behörden angewiesen werden, schon jetzt auch an solche Arbeiter, welche das einundzwanzigste Lebensjahr bereits überschritten haben, aus deren Ersuchen Arbeitsbücher unentgeltlich oder zum Selbstkostenpreise zu verabfolgen und Eintragungen in diese zu beglaubigen. 3) Aufgabe der größeren gewerblichen Verbände mutz es inzwischen sein, nach dem in verschiedenen Gewerben bereits erfolgten Vorgänge Anordnungen zu treffen, datz die Gehülfen und Arbeiter der Verbandsmitglieder mit einem (Verbands-) Arbeitsbuche versehen und die Mitglieder verpflichtet werden, von einem nachher zu bezeichnenden Zeitpunkte an nur solche Ge- hülfen und Arbeiter zu beschäftigen, welche mit einem solchen Arbeitsbuche versehen sind. Die Arbeitsbücher der verschiedenen Verbände sind unter sich möglichst gleichmäßig und in Uebereinftimmung mit den Arbeitsbüchern für Arbeiter unter 21 Jahren einzurichten. AranLreich. Paris, 5. Juni. Die „Aqence Havas" empfängt aus Moskau folgende Mittheilung: In einer Unterredung des chinesischen Gesandten in Petersburg, Marquis Tseng, mit einem französischen Journalisten erklärte der Gesandte, die diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und China seien noch nicht abgebrochen worden, sie würden aber sicher abgebrochen werden, wenn Frankreich ohne vorheriges Einvernehmen mit China in Tongking etwas unternehmen sollte. Tongking hänge von Anam ab, über welches China das unantastbare Recht der Suzeränität in Anspruch nehme. Tseng verspricht sich von der Mission Tricou's keinen Erfolg, Tricon werde noch weniger bieten, als in dem von Bouröe abgeschlossenen Vertrag geboten wurde und diesen habe China für unannehmbar erklärt. Möglicherweise werde es in China nicht sofort zu einer Aktion kommen, aber die Lage der Dinge werde gefährlich werden; es existire in China eine Kriegspartei, welche die Regierung mit sich fortreißen könne. China sei bereit, den Vertrag vom Jahre 1862 betreffs Cochin-China anzuerkennen und selbst den Vertrag von 1874 unter der Bedingung, daß Frankreich nur auf Verlangen des Kaisers von Anam intervenire und datz durch den Vertrag die Suzeränität Chinas über Anam nicht als ausgeschlossen angesehen werden würde. Tseng glaubt ferner, daß China sich damit einverstanden erklären würde, Aun-Ram den französischen Handel zu öffnen. Selbst ohne eine Intervention Chinas werde Frankreich zehnmal mehr Opfer bringen müssen, als man vermuthe. Der Gesandte scheint, nach Meinung des betr. Journalisten, ein friedliches Einvernehmen zwischen Frankreich und China zu wünschen; auch zweifle er wohl auch nicht an dem schließlichen Erfolge Frankreichs in Tongking, glaube aber, daß ein Einvernehmen für beide Länder von gleichem Interesse sei. Mußkavd. Archangel, 5. Juni. Die Sägemühle der Weißmeer-Cotupagnie am Maimaxafluß und das dazu gehörige Holzlager stehen in Flammen. Telegraphische Depeschen. Wolsf's telegr. Correspondenz-Bitreau. Berlin, 6. Juni. Der Reichstag nahm heute nach unerheblicher Debatte die Reblausconveniion an. Die Petition e-ner Kemptener Firma um Entschädigung wegen ihr durch außeramtliche Intervention des Reichscommifsär Reuleux auf der Meibourner Ausstellung zugefügte Benachtheiligung, wird ungeachtet des Widerspruchs Seitens des Staatssecretärs v. Bötticher, der Reichsregierung zur Berücksichtigung überwiesen. — Die Pet^wn gegen den Impfzwang wurde entsprechend dem Commissionsantrage dem Reichskanzler mit dem Ersuchen überwiesen, eine Untersuchung der Jmpfein- rtchtungen und eine Jmpfstattstik herbeizuführen, sowie ein Seuchengesetz und die obligatorische Leichenschau anzuregen. Ein Antrag Reiniger auf Einsetzung einer Commission zur Untersuchung des Nutzens und Schadens des Impfzwanges wurde adgelehnt. — Das Abgeordnetenhaus nahm heute § 1 der Canalvorlage nach der Fassung Hammacher in namentlicher Abstimmung mit 228 gegen 111 Stimmen an; ebenso die Resolution Berger, welche die Regierung zur Vorlegung eines Gesetzesentwurfs, betreffend den Anschluß des Emskanals an den Rhein und die Mtttelelbe und die Herstellung eines Berlin-Oberschlesischen Canals, auffordert. Die Regierung bekämpft die Resolution Berger. Der Rest der Vorlage wurde mit redactionellen Änderungen angenommen. Hierauf wurde in zweiter Berathung der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Befugnisse der Stromverwaltung gegenüber den Uferbesitzern an öffentlichen Plätzen, zumeist in der Fassung der Commission angenommen. — Nächste Sitzung morgen 9 Uhr. V erlitt, 6. Juni. Die Budget-Commission des Reichstags reducirte die Einnahmen aus Zöllen in Folge des deutsch-italienischen Handelsvertrags um 1 Million und erhöhte dieselben in Folge des neuen Zuckersteuergesetzes um BVa Millionen. _ Die Arbeiten der Budget-Commission werden voraussichtlich morgen beendet sein. — Das Herrenhaus nahm heute das Zuständigkeitsgesetz nach den Anträgen der Commission an. Der Minister des Innern hatte der von der Commission beantragten Streichung des § 13, betr. die Bestätigung der Wahl der Gemeindebeamten, zugestimmt. Kiel, 6. Juni. Die Königin von Schweden ist heute Nacht aus Neuwied hier eingetroffen und setzte ohne Aufenthalt ihre Reise mittelst des dänischen Postdampfers „Danneskjold Somsoe" nach Korsör fort. London, 6. Juni. Der Graf von Roseberry, Oberstaatssecretär im Departement des Innern, hat in Folge des vom Unterhause zu erkennen gegebenen Wunfches, daß die Unterstaatssecretär-Stellen nur von Personen bekleidet werden möchten, die dem Parlament als Mitglieder angehören, seinen Posten niedergelegt. Moskau, 6. Juni. Heute wurde deni Kaiser vom Fürsten von Bulgarien itn Beisein der hier anwesenden bulgarischen Minister und Deputationen ein kostbares Geschenk überreicht. — Der Fürst von Montenegro empfing gestern den Metropoliten von Moskau und Kolomna, Johannikius, und nahm ein ihm von demselben verehrtes Heiligenbild entgegen. Der Fürst dankte dent Metropoliten und sprach dabei zugleich seine hohe Freude über die Brüderlichkeit aus, die den Montenegrinern von den Russen entgegengebracht werde. Lokales. Gießen, 7. Juni. Unsere Landesuniversität, welche im Wintersemester 1882/83 von 447 immatriculrrten Studirenden besucht war, zählt in diesem Semester deren 464. Diese Zunahme kommt hauptsächlich der theologischen Facultät zu Gute, welche starr 58 Studirende deren in diesem Semester 68 zählt. Zugenommen hat auße-d^m die Zahl der Studirenden der Cameralwissenschaft (25 statt 13), der neueren Philologie (30 statt 24) und der Naturwissenschaften (33 statt 31). Nebenbei sei bemerk!, datz unsere Universität in den letzten Jahren genau im gleichen Procentfatz eine Erhöhung ihrer Frequenz erfahren hat wie die Nachbarun versität Marburg. Gießen, 7. Juni. Gestern Abend V» nach 8 Uhr stürmte es wiederum in unserer Stadt. Es brannte unter einem Dachstuhl im Löver'schen Hofe in der Neustadt. Glücklicherweise gelang es rasch das Feuer zu dämpfen, ohne daß größere Hilfe in Anspruch genommen zu werden brauchte. Bei der eben herrschenden tropischen Hitze ist strengste Vorsicht bei Brennmaterialien dringend am Platze und dürfte es rathsam fein, Nachts über gefüllte Wasserbehälter im Hause stets zur Hand zu haben. — Eine Dienftmagd, welche dahier schon mehrfach geschwindelt, wurde gestern Abend verhaftet, weil sie wiederholt auf den Namen ihrer gewesenen Herrschaft Fleisch und Wurst bei einem hiesigen Metzger erschwindelte. Vermischte s. Mainz, 4. Juni. Am Samstag Nachmittag befanden sich, unter Begleitung des Herrn Provinzialdirectors Küchler, Herr Staatsminister Freiherr v. Starck, Herr Ministerialpräsident Schleiermacher, sowie Herr Ministerialrath Fink in unserer Stadt, um die Brückenbauten einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen, desgleichen besuchten diese Herren auch die Ausstellung in der Mainzer Jndustriehalle und sprachen sich sehr anerkennend über die Leistungen der Mainzer Industrie aus. Die Brückenbauten wurden ferner noch am Samstag von dem Vorstand des mittelrheinischen Architekten- und Ingenieur-Vereins besichtigt. — Am Sonntag haben sich wieder zwei bedauerliche Unglücksfälle in unserer Stadt ereignet. Als am Nachmittag eine Anzahl Turner über d'e Rhinstraße zogen, wollte auch ein Arbeiter der Hessischen Ludwigsbahn, Felix Beck von Gelnhausen, sich den Zug ansehen. Um diese Zeit fuhr gerade ein Rang'rzug dem Fischerthor zu uno um rascher nach dem dortigen Uebergang zu gelangen, wollte der Arbeiter auf das Trittbrett des dahinfahrenden Zuges springen, glitt aber aus und fiel zwischen die Wagen. Dem Unglücklichen wurden beide Beine und der rechte Arm abgefahren. Nachdem ihm ein Nothverband angelegt war, wurde er mittels einer Tragbahre in das Hospital geschafft, jedoch nur als Leiche, indem derselbe während des Transportes verschied. — Heftern Nachmittag badeten 2 junge Leute von hier in der Nähe der städtischen Badeanstalt; dieselben wagten sich aber zu weit vor und hülferusend sanken sie, da sie nicht schwimmen konnten, unter; ein in der Nähe befindlicher Mann sprang den Beiden nach, doch gelang cs ihm nur einen der Unglücklichen zu retten, der Andere, em junger Mann von 16 Jahren, verschwand in den Wellen. — Zu dem gestern gemeldeten Brand der Holzhofkaserne ist noch Folgendes nachzutragen: Eine große Noth hatte man mit den tn der Kaserne untergebrachten Pferden. Als die Thicre die Flammen und den Rauch sahen, wollten sie sich durchaus nicht aus ihren Ställen bringen lassen, so daß ihnen eift mittels Decken die Augen verhüllt werden mußten. Em Kaminfeger aus Dieburg, A. Brahm, rettete mit eigener Lebensgefahr das letzte Pferd aus dem brennenden Stalle. Der Schaden, den das Feuer verursachte, ist nicht unbedeutend, indem eine große Anzahl Militär.Requisiten, Uniformen re., thells durch Feuer, theils durch Wasser zerstört wurden, auch Fonrage- Gegenstände gingen zu Grunde. — In Drais fand gestern eine Hochzeit statt und wurde dazu, da der Bräutigam selbst Turner ist, auch eine Anzahl Turner geladen. - Nachdem die Leute ziemlich viel getrunken, entspann sich ein Streit zwischen rhnen, wobei ein junger Mann Namens Mai aus Drais einen solch gefährlichen Stich erhielt, datz derselbe auf der Stelle tobt war; ein anderer junger Mann erhalt ebenfalls eine gefährliche, wenn auch nicht lebensgefährl'che Verletzung. Wegen dieses Verbrechens wurden noch heute Nacht die Thäter, 2 Finther Burschen — Ludwig Bohl und Joseph Simon — verhaftet und heute Morgen in das hiesige Untersuchungsgefängnitz abgeliefert. Die Staatsanwaltschaft und der Untersuchungsrichter haben sich heute Morgen bereits nach dem Orte des Verbrechens begeben. — Die Besitzer von bissigen Hofhunden seien hiermck darauf aufmerksam gemacht, daß Briefträger ein Gehöfte, wo ein Hund frei umherläuft, nicht zu betreten brauchen und eventuell die betreffenden Postsachen als „unbestellbar" wieder mit zurücknehmen können. Berlin. (Einer, der zum Kaiser geht.) Machen Sie doch nicht so viele Umschweife — so ermahnte im Laufe des Verhörs der Richter den Arbeiter Ruft, der unter der Anklage des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Beamtrnb.leidigung vor dem Schöffengericht stand. — Angeklagter: Ick wüßte nich, wohin ick schweifen thue, der Mensch -s doch am Ende keen Affe nich. — Präsident: Die Sache legt sehr einfach: Sie sind am 21. März wegen Skaudalsucht von einem herbeig rufenen Schutzmann ans e-ner Brauerei epnittirt worden und haben dabei roie ein wildes Thier um sich geschlagen und den Schutzmann gröblich insultirt. — A.: Ick weeß von ga'- nicht. — P : Was wollen Sie bannt sagen? — A : Na, wat der Mensch in der Besoffenheit thut, bet jeth doch manchmal nich uff 'ne Kuhhaut. — P-: Die Zeugen haben aber nichts von ihrer Trunkenheit bemerkt. — A-: Dann verstehen die Leute nich zu toxiren, wat ’n richtiger Affe is. — P.: Wie kommen Sie dazu, sich schon Mcktags 12 Uhr in solcher Weise zu betrinken? — A : Wir hatten den janzen Vormittag Treber uffjeladen und bet wär ja doch woll noch verrückter, wenn man dabei nich ordentlich eenen uff be Lampe jießen wollte. So ’ne neue Mode köante uns doch nich passen — P.: Dann haben Sie sich die Folgen Ihrer Trunkenheit zuzuschreiben. — A: Mein Name is Rust; ick weeß feen Atom, nich ’ne Idee von’n Jedanken. — P.: Ich habe Ihnen schon gesagt, daß Sie sich höchst ungebührlich benommen haben. — A.: Det kann jeder sagen. Wenn mir der Schutzmann be janzen Loden von’ Leib reißt, so is so wat dock ooch nich nett. Aber ick bin darum beim Kaiser jewesen Ick will 'n neuen Kittel haben. — P : Und was haben Sie beim Kaiser ausgerichtet? — A : Ick bin bireftemang int Palais jejarigen und habe jesagt: Mein Name ts Rust un wünsche meinen Kaiser zu sprechen, von wegen meinem Kittel, un da haben Se mir jesagt, ick müßte mir en ander Mal ’ne Audienz erbitten. — P.: Das ist ja auch ganz schön, wir müssen hier aber den Vorfall nn sich verhandeln. - A: Ick kann Ihnen blos sagen, daß ick enen Brief an den Kaiser uffjesetzt habe', der nich von Pappe is. Der Schutzmann wird mir schon n’ neuen Kittel blechen müssen. - Da die Zeugen vollkommen den Inhalt der Anklage bestätigen, oerurtbeilt der Gerichtshof den Angeklagten zu 14 Tagen Gefängn'ß — Angekl.: Det Uebrlge wird der Kaiser sprechen. Ick kämpse die Sache durch! Offene Stellen in Amerika und -England fü, Landwirthe, Arbeiter, Gewerbtreibende und Techniker, vor Allem aber für weibliches Personal als Hand- und Stubenmädchen, Köchinnen, Wirthschafterinnen, Lehrerinnen u. s. w. enthalt lebe Nummer der Sonntag in Dresden illustrirt erscheinenden deutsch- amelikanischen Wochenschrift „Der Auswanderer." Das Abonnement auf den „Auswanderer" betragt für 3 Monate 1 Mark und nehmen fämmtliche Deutsche Postanstalten Abonnements jederzeit entgegen; die bereits im Quartale erschienenen Nummern werden gratis und franco nachgeliefert. 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Kl iuS! fi«tt teti 1 ü- Starck, Hei! 1 ,n unserer ©tobt WeKbtnS y Mit L D'k Mkn. ^rhelN'schen Archi- Äe ‘2URferer Mnhausen, sich rUlhttthor zu uno Arbeiter auf das stel zwischen die adtzesrhren. Nach- Trotzbahre in das Transports neu iLhe der ftadttschen d sanken sie, da sie sprang den Beiden Andere, ein jnnger ist noch Folgendes frne unlergeblüchten en sie sich durchaus i Decken die Augen , rettete mit eigener Schaden, den das MiiaEWisilrn, )en, auch Fouraze. irbe dazu, da der Nachdem die Leute d ein junger Mann iß derselbe auf der rhrliche, wenn auch n noch heute Nacht t - verhaftet und rie StaatSanwalt- mch dem Orte des as ausrnnksam ge- nicht zu betreten wieder mit zurück- nicht so viele Um- Arbeiter Rust, Veamlmb^ldigung wohm 'ck schwE Vie Sache legt B -beia rusenen W- em wildes IM«« weeß von g°' nM i in der Besoffenheit . Leugen haben aber Leute nich juW Mittags 12 Uhr in ;taj I«b%6, 4% Spanier 63^tz, 5% Rumänische Rente 93%, 4% Unific. Egypter 74%, 5% Türken 12%. Tendenz: fest. Wafferwärme der Lahn. Am 7. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 17° R-, Luftwärme + 20« R. _____________ ______________ L- Ehr. Rübsamen. Bekanntniachmg. Durch Ableben des Herrn Fritz Spies ist die demselben ertheilte Prokura der Firma Gebr. Buderus zur Main-Weserhütte bei Lollar erloschen. Gießen, den 5. Juni 1883. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. .3942 Dr. Gilmer. Submission. Die bei Erbauung eines Spritzenhauses zu Lang-Göns vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, als: -JA. Kalklieferung, veranschlagt zu 65.—, Maurerarbeitslohn, „ „ 203.40, Zimmerarbeit, „ „ 194.86, Dachdeckerarbeit, „ „ 390.10, -Schreinerarbeit, „ „ 75.74, Schlosserarbeit, „ „ 69.60, Anstreicherarbeit, „ „ 39.—, sollen im Submissionswege vergeben werden.. Einzureichende Offerten, in welchen das Ab- oder Aufgebot in Prozenten auszudrücken ist, müssen längstens bis zum 11. ds. Mts., Nachmittags Vr3 Uhr, -auf Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, eingereicht sein. Die Eröfstmng der eingelaufenen Offerten erfolgt um 3 Uhr auf dem Rathhaussaal. Voranschlag, Bedingungen und Zeichnung sind zur Einsicht auf Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns offen gelegt. Nach diesem Termin werden nachfolgende Arbeiten durch öffentliche Versteigerung weiter in Accord gegeben: Brechen von 24 Cbm. Mauer- «JA. steinen, veranschlagt zu . 33.60, Fahren dieser Steine, veranschlagt zu 36.—, -Setzen dieser Steine, veranschlagt zu 4.80, Lieferung von Feldsand, veranschlagt zu 42.—, Maurerarbeit, veranschlagt zu 184.—, Pflasterarbeit, „ „ 425.—, -Chaussirarbeit, „ „ 69.—. Gießen, den 5. Juni 1883. Seuling, 3916 Bezirks-Bauausseher. Bekanntmachung. Vom I. Juni ds. Js. ab sind die -an den neueröffneten Strecken Cölbe- Laasphe und Walburg-Epterode gelegenen Stationen in directe Verkehrs- Beziehungen mit Stationen des Eisenbahn-Directions-Bezirks Erfurt der Weimar-Geraer Bahn und der Königlich Sächsischen Staatsbahnen getreten. Die desfalls zum Mitteldeutschen Verbandstarif herausgegebenen Nachträge können aus den betreffenden Verbands-Stationen eingesehen, auch daselbst käuflich bezogen werden. Hannover, den 2. Juni 1883. 3945 Königl. EisenbahN'Direction Allgemeiner Anzeiger. Lieferung von Brennmaterialien. Die Lieferung des Bedarfs an Steinkohlen und tannenem Scheitholz für das akademische Hospital pro 1883/84 soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Offerten sind bis zum 20. Juni 1883, Abends 5 Uhr, versiegelt auf das Verwaltungsbureau obiger Anstalt mit der Aufschrift: „Lieferung von Brennmaterialien" einzureichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 5. Juni 1883. 3926 Gr. Direction drs akadem. Hospitals. Freitag den 22. Inni 1883, Nachmittags 2 Uhr soll auf hiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Otto Mögenburg: Flur 1/214%o, Hofraithe auf dem Reichensand, I/214Vio, Grabgarten daselbst, nochmals versteigert werben. Gießen, den 2. Mai 1.883. Großherzogliches Ortsgericht. 3281____________Lüdcking._________ Freitag den 8. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll in der Schulstraße an der Brandstelle ein größeres Quantum altes Bauholz meistbietend versteigert werden. Gießen, den 7. Juni 1883. Müller, 3970 Ortsgerichtsmann. Mrfleigerungs -Anzeige. Kommenden Dienstag den 12. d. M., Vormittags 11 Uhr, werde ich in der Flett'schen Hofraithe dahier gegen Baarzahlung versteigern: 1 tannenen Secretär, 1 Spiegel, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Küchentisch, ferner 1 Waschcommode mit Marmorplatte und 1 rundes Tischchen mit Marmorplatte, sodann 1 Commodchen, 1 Spiegel und 2 Bilder. Gießen, den 7. Juni 1883. Engel, 3967 Großh. Gerichtsvollzieher. Aeilgeöolenes. 3946 Eine Parthie Kisten verkauft ______L. Kattrein. Bohnenstangen empfiehlt 3954 Varl Hensel, Wallthorstraße, 2920 In einem Landstädtchen, Station Mam-Weser-Bahn, ist eine Bäckerei ^nb Wirthfchaft nebst Wirthsgarten und Kegelbahn mttInventar Verhältnisse halber WgrUu verkaufen durch J.Blitz, Gießen. Desgleichen em kleines Haus mit drei kleinen, Wohnungen Hof und Stallung prelswurdrg zu verkaufen. _ f <*$fe8«ivifiiifi. Graham oder Gesundhetts- brod, sowie täglich frisches Mürbe» und Kuchen empfiehlt bestens 3951 Fritz Schreiner, Lindenplatz 4. Hochsommer-Artikel! Knaben-Wafchanzüge, garantirt ächt, für das Aller von 2 bis 15 Jahr n, von 3,50 M. an, Herren Lüftre- und Cachemir Röcke von 3,50 M an, Herren Wsschanzüge, complek, wasckächt, von 9,50 Ji an, Herren-Hosen von 3 JA an, empfiehlt in größter Auswahl Frankfurter Waareubasar 3898_______________6 Neuftadt «_________________ Die Bonner Fahnes-Fabrik in Bonn a. Rh. empfiehlt zu den bevorstehenden Festlichkeiten ihre aus bestem Material gefertigten wasserächten Fahnen und Flaggen mit und ohne Malerei^ Wappen, Inschriften, Transparenten, Ballons, Lampions, Feuerwerkskörper, illuminationstöpfchen, Schleifen und Festabzeichen jeder Art etc. etc. — Ausführliche Preiscourante gratis und franco Alleinige Niederlage für Giessen und Umgegend bei Martin Loos, Lithograph, Bahnhofstrasse 28. Indem ich einer geehrten Einwohnerschaft hiesiger Stadt und Umgegend die von obiger, in genannten Artikeln leistungsfähigsten Fabrik bei mir aus- jjelegten Decorationsgegenstände einer gefälligen Besichtigung empfehle, bitte ich zugleich, bei Bedarf sich meiner Vertretung der Bonner Fahnenfabrik bedienen zu wollen. Achtungsvoll 3961 Martin Loos, Lithograph, Bahnhofstrasse 28. Thiers chutz - Vereiu. Sensen, Sicheln, Wetzsteine empfiehlt 3949 Carl Hensel, Wallthorstraße. von Johann Maria Farina (gegenüber dem Jülichsplatz) empfiehlt 3966 H. Plank, Friseur, Caplansgasse 2. 3802 Ein junger Hühnerhund, anerkannt vorzüglicher Race, billig zu verkaufen. Binnecker, Bahnmeister. Generalversammlung Montag den 25. Juni d. I., Abends 8 Uhr, im Cafe Schwinn. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Finanzübersicht, Vivisections- Frage, Frage wegen Einhaltung der Tauben zur Saatzeit. Nach § 13 der Statuten kommen Anträge, die mindestens 8 Tage vor der Generalversammlung dem Ausschuß eingereicht sind, in derselben zur Berathung. Der Vorsitzende: 3948 Lan gsdo r f f. Mnischks Masser Zu verkaufen | ein schöner, noch wenig ÄintFCtc Wagen. Näheres in der Exped. ds. Bl. Cä-othaer Cervelatwurst, Sutetmiwtwst empfiehlt in feinsten Qualitäten 3772 Gmil Frschbach. Turnerlhüte große Auswahl bei 3537 C. L. Gail, Seltersweg. Abgkschnittknr Rosen bei Gärtner Schaum. 3890 Badehauben empfiehlt H. Plank, Friseur, 3965 Caplansgasse^. Buchene Holchahlen empfiehlt 3679 ________Carl Hoffmann. 3483 Eine fast noch neue Treppe zu verkaufen. Ludwigsplatz 4. Zither, gut erhalten (fast neu), billigst a63iige6en. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 3839 Sensen, Sicheln, Wetzsteine empfiehlt in bekannter, guter Qualität. Wilhelm Seibert' 3763 Marktstraße. 3757 Ein gebrauchtes, noch in gutem Zustand befindliches Halbverdeck preiswürdig zu verkaufen. F. Knhne jr., Seltersweg. Priina vollsaftigcn Schweizerkäse empfiehlt 3701 Emil Elschbach. 3683 Ein in gutem Betrieb befindliches Schreibinstrriaiien-Grschäst mit Buchbinderei in B u tz b a ch ist wegetr plötzlichem Tod des Besitzers sofort zu verkaufen. Näheres bei der Expedition des „Wetter aucr Boten" in Butzbach. Vermietungen. Director. 3963 Wolkengasse 17. 3959 3943 im vollendeten 18. Lebensjahre. Mein einziger geliebter Sohn Laubach (Oberhessen)- 3934 3969 liebles Kind Emilie Vo^Kmann. wieder eröffnet. Gießen, den 6. Juni 1883. , 3937 3810 l/4 Morgen ewigen Klee hat zu C. Semmler. verleihen 8./6.Ab8U.Tonf.III.Gr.ß Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. CHr. Pietsch) in Gießen- starb in der Nacht des 6. Juni an einem Herzschlag. Gießen, den 7. Juni 1883. 3936 Das Fahren eines größeren Quantums Eisenstein von hiesiger Grube an den Bahnhof Gießen an einen zuverlässigen Unternehmer zu vergeben. Grube Königsberg bei Königsberg. Medenbach, Obersteiger. Die tiefgebeugte Mutter: Jeanette Leichtweis, geb. Peppler. SpeeiaJi tat: Billigste Preise? Preis-Courajite.'franco. NI. Herbst Sohne ;Würzhiir&.Bad Kissinfeen & Efeer. 3964 Ein Schuhmachergeselle auf sofort gesucht. Wo? sagt die Exped-ds. Bl. 3857 Ein braver Junge zur Erlernung der Bäckerei gesucht- ' Lindcnplatz 4.^ 3932 Ein kleines Familienlogis im Hintergebäude zu vermiethen. _ H. Schaststädt, Bahnhofstraße. 3917 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. L. Hettmold, Schiller straße^ 3594 Ein kl. Familienlogis zu vermiethen. Herrn. Koch, Westanlage 6. 3819 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen^ Wetzsteingasse 6. —3962 Laden mit Comptoir und Wohnung, sowie der 3. Stock zu vermiethen. Julius Noll, Seltersweg. "3947" Ein kleiner Laden mit Wohnung rc. an brave Leute sofort zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds- Bl- Gießen, den 7. Juni 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 6 Uhr vom akademischen Hospitale sLiebigstraße 16) aus statt. Fische. Zwei neue Fisch-Reustcn (4rerfig) billig zu verkaufen bei Ph. Brand, Grünberger-Stratze- gesunde, werden gekauft. Näheres bei der Exped- ds. Bl. 3889 Todes-Anzeige Heute Mittag entschlief nach kurzem, schwerem Leiden unser ge- »rftlllMt Hcitkrkett. Sonntag den 10. Juni: Part hie mit Musik nach dem Hirtenbrunnen. Abmarsch 2*/2 Uhr,3958 Todes-Anzeige Gestern Vormittag 7 Uhr starb nach laugen und schweren Leiden Christine Schneider Ein anständiges, junges Mädchen welches Liebe zu Kindern hat und im Waschen, Nähen und Bügeln etwas bewandert ist, wird zur Pflege eines kleinen Kindes auf sofort gesucht von 3895 Frau Toni Schirmer, Ostanlage. 3767 Ein tüchtiges, im bürgerlichen Haushalt durchaus erfahrenes Mädchen gesucht. Näheres durch die Exped. ds. Bl. Ball für Israeliten. Montag den 11. Juni findet im „Gasthaus zum Löwen'' statt, wozu freundlichst einladet Butzbach. Das Comite. 3950 Ein braves, kräftiges Dienstmädchen kann sofort eintreten. Wo? sagt die^ Exped. ds. Bl. "Dem hiesigen Publikum zur gefälligen Nachricht, daß durchreisende Handwerks- burschen jeder Gattung jür 1« Pfg. in sauberen Matratzenbetten ichlasen. JE. Schramm, Herberge, ’ 3974 Zwei schön möblirte, ineinander- g-h-ud- Zimmer zu oermiet^m^ Das Th&Ure Central Fran^ais ist in Oswalds Garten dahier eingetroffen mit 25 bedeutenden Künstlern verschiedener Nationen, Speeial,taten 1. Ranges und wird nur einige Tage und nicht über den Markt, jedeSmal practS 8 Uhr, eine große brillante Vorstellung geben in der höheren Physik, Zauberei, Gymnastik, Kautschuk, Geister- unfr Gespenster-Erscheinung. Persönliches Auftreten des Herrn Wall end a. derselbe führt mehr als 100 Experimente in der scheinbaren Zauderet aus, Auftreten des Original-Schlangenmenschen, Austreten der beiden Südafrikaner am fliegendem Trapez, Auftreten des Herrn Zambrillo, em geborener Afrikaner, derselbe wird einer Dame 15—16 Messer um den ganzen Körper aus freier Hand werfen; ferner Auftreten des Herrn Zahnathleten Herrn Hermann; Auftreten des flachen Akrobaten Herrn Flasow; lebende Bilder, prachtvolle Nebelbilder, Pantomimen. Täglich neues Programm. Programme a 10 sind an der Kasse zu haben. Q ,. Preise der Plätze: Sperrsitz 1 «X, erster Platz 75 Platz 50 H, Gallerie 30 H. Kinder zahlen auf allen Platzen die Halste. Es finden bei jeder Witterung Vorstellungen statt, indem das Theater vor jedem Unwetter geschützt ist. Eröffnungs - Vorstellung D o n n e r st a g Abend präcis 8 Uhr. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst em. J. A. Wallen da, Lenz scher Felsenkeller. Freitag den 8. Juni: tBEVD-C’OM’KllT ausgeführt von der hiesigen Regimentsmusik. 3M Anfang S Uhr. Entree Pfg- 3935 Ein möbl- Zimmer zu vermiethen Sonnenstraße 13,Tr. 3938 Im Har7itschffchen Hause, Kirchenplatz 2, ein kleines Logts, gleich beziehbar, zu vermiethen. Näheres Neustadt 55. _ 3939 Im Vorderhause ein Logis zu vermiethen. S» Bramm. 3952 Ein Familienlogis zu vermiethen bei Carl Hell,-Schützenstraße. ' 3400 Ein Familienlogis, 2 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen bet Jacob Dörr, Gr. Muhlgasse^lO. Xi Krieger-Verein. Sonntag den 10. Juni 1883: Malünarthie am Kfofterörmmen- I Abmarsch mit Mufik um V2S Uhr vom LudwigSplatz. NB. Besondere Einladung durch den Vereinsdiener findet nicht statt. Wirthfchafts-Eröffnung. Auf dem idyllisch gelegenen, bei den: Gießener Publikum früher so beliebten Plätzchen . __ „ _„:3941 ■JNT* OeucheLhermee Muhle WC wird die Wirthschast am Freitag den 8. d. M. für die Wochentage im Alter von 3‘/4 Jahr, was Verwandten und Bekannten hiermit tief betrübt anzeigen Melnr* Schwan. Johanna Schwan^ geb. Fischer. Vermischte Anzeigen. 3968 Zwei Zimmer (Parterre), in guter Lage, zum Geschäftsbetrieb geeignet,'.geiucht- Näheres bei der Exped^ds. Bl- 3972 Zum Betrieb meiner Hotel- Wirthschaft während der Festtage vom 14.—18. Juli suche ich 10 zuverlässige 2-dEn-r..^, „Zum Rappens 1500 Mk. werden gegen doppelte Sicherheit auf 2. Hypothek zu leihen gesucht. 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Stock nebst Mansardenzimmer per 1- September, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. E. Döring, Liebigstraße 61. 3427 Eine reizend gelegene Wohnung vor der Stadt, 4 Zimmer, abgeschlossener Korridor, Gartenantheil und alle sonstigen Bequemlichkeiten, ist preiswerth zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 2876 Die mittlere Etage, 4 Zimmer mit Cabinet nebst Zubehör, zu vermiethen und Anfangs Juli zu beziehen. Louis Kinkel, Bleichsiraße 5.