Aeutschkand. Darmstadt, 5. September. Se. Königl. Hoheit der Großherzog und die Großh. Familie werden für die Zeit der Kaiser-Manöver im Großh. Palais in Frankfurt residiren. Dortselbst werden auch J.J. K.K. HH. der Herzog und die Herzogin von Connaught als Besuch absteigen. Darmstadt, 5. September Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 23. August den Kreisschulinspector bei der Kreisschulcommission Mainz Christian Metzger auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste in den Ruhestand zu versetzen; an dems. Tage dem Kreisschulinspector Christian Metzger in Mainz den Charakter als „Schulrath" zu verleihen; am 24. August den Kreisbauaufseher Johann Stief zu Gießen auf sein Nachsuchen aus dem Dienste zu entlassen; an dems. Tage den Expeditor Wilhelm Alt zu Bickenbach, sowie den Bahnwärter bei der Main-Neckar-Eisenbahn Jacob Dell, beide auf Nachsuchen, und den Bahnausseher Heinrich Jäger zu Nieder-Mockstadt in Berücksichtigung seiner geschwächten Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen; an dems. Tage den Kreisbauausseher bei dem Kreiübauamt Alsfeld Ludwig Arnold in gleicher Diensteigenschast an das Kreisbauamt Gießen, sowie am 29. August den Expeditor Friedrich August Escher zu Heppenheim in gleicher Diensteigenschast aus die Station Bickenbach und den Pfandmeister bei dem Rentamt Gießen Heinrich Feidner in gleicher Diensteigenschast an die Obereinnehmerei Mainz zu versetzen; an dems. Tage den Telegraphisten bei der Main-Neckar-Eisenbahn Karl Bonn zu Bensheim zum Expeditor, sowie den Expeditions-Gehülfen bei der Main-Neckar-Eisenbahn Heinrich Friedrich Becker von Nidda zum Telegraphisten bei dieser Bahn zu ernennen. Darmstadt, 4. Septbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 21 enthält: Allerhöchste Verordnung, die Gebühren der Rechtsanwälte betreffend. Darmstadt, 5. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute den Obersten z. D. Gerlach, den Oberstel, z. D. Renouard, den Secondelieutenant Brüstletn vom Großh. Aitillerie-Corps, die Herren Professor Dr. Büchner, Director Wulkow ur.b Professor Roquette, Mitglieder des Comite's für den deutschen Schrifl- stellertag, den Kirchenrath Baur aus Friedberg, den Oberhofprediger Bender, den Oberbaurath v. Hügel; zum Vortrag den Staatsminister Fretherrn o. Starck, den Hosjägerme ster v. Werner, den Oberslallmeister Fretherrn v. Nordeck zur Rabenau, den Hoftheater-Director Münzer. Friedberg. Nachstehendes geht uns zur Veröffentlichung zu: Der Conferenz- debatte der evangelischen Conferenz entnehmen wir Folgendes: Soeben ersehe ich aus einer Anzeige in der „Wormser Zeitung", daß man die Janssen'sche Geschichtsauffassung, insbesondere sein „Charakterbild" Luther's in kleinen billigen Büchlein unter verfänglichem Dtel und verfänglicher Empfehlung: „Verlag der Paulinus-Druckerei in Trier : Dr. Martin Luther. Ein Charakterbild. Zum Lutherjubiläum dem deutschen Volke gewidmet von Jacob Wohlgemuth. 134 S. in 8°; Preis 1 J4. Ein Verständniß der Reformation wird nur durch genaue Kenntniß des Charakters des Reformators, sowie der damaligen Zustände in Staat und Kirche ermöglicht. Beides liefert diese Schrift in gedrängter Kürze, aber doch ausreichender Ausführlichkeit. Der Verfasser führt in der Charakterschilderung Luther's fast nur dessen eigene Worte ober die seiner Freunde an. Vorräthig „in allen Buchhandlungen", im Volke zu verbreiten sucht. Als Autor des da angezeigten Schriftchens nennt sich ein „Jacob Wohlgemuth". Möge ihm und seinen „Freunden" durch den Verlauf der Lutherfeier und ihre Mitwirkung in Deutschland der Muth dcch etwas sinken. — Le'der müssen wir die obige Vermuthung auf Grund eigener Prüfung vollauf bestätigen. Das in der „W. Z " dem „deutschen" (also doch auch evangelischen) Volke gewidmete „Characterbild"Luther's ist ein unter täuschendem Titel in das Volk geschleudertes jesuitisches Machwerk, das mit einer in Haß und Gift getauchten Feder ein greuliches Zerrbild des großen Reformators entwirft. Alle alten und neuen ultramontanen Lügen und Geschichtsfälschungen über Luther und die Reformation werden — unbekümmert um die protestantischen und überhaupt historischen Widerlegungen derselben — mit unerhörter Dreistigkeit und Frechheit wiederholt. Wir können daher das evangelische Volk vor dem in Wohlgemutes Pamphlet verborgenen jesuitischen Gifte ;*nr ernstlich warnen. Berlin, 5. September. Wie wir aus sicherer Quelle vernkhmen, werden Se. Maj. der Kaiser nach der Beendigung der Manöver auf der Reise von Wiesbaden nach Karlsruhe den Großh. Hof in Darmstadt mit Allerhöchst- feinem Besuch beehren. Nr. 207 Freitag den 7. September 1888 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn, Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Weine daß Ms« tigern Leiden w 000 oon Feniern, die in London und Liverpool erfolgen sollen, wo in den letzten Wochen eine ganze Anzahl verdächtiger Personen gelandet ist. — Die „Pall Mall Gazette" bringt anläßlich des Sedanfestes einen Artikel, der in dem Sa'e gipfelt, daß Deutschland die einzige Macht sei, die durch Verfassung, Temperament, Lage und Interessen geeignet sei, die Führerschaft Europas auszuüben. Fürst Nikita von Montenegro hat am vorigen Sonnabend die türkische Hauptstadt nach längerem Aufenthalt wieder verlassen, um nach seinen heimathlichen Bergen zurückzukehren. Von türkischer Seite ist Alles gethan worden, um dem montenegrinischen Herrscher den Aufenthalt in Stambul so angenehm als möglich zu gestalten und zugleich den Schleier der Vergessenheit über die Jahrhunderte langen blutigen Kämpfe zwischen Türken und Montenegrinern zu ziehen. Darüber, was Fürst Nikita während seiner Anwesenheit in Konstantinopel eigentlich erreicht hat, sind jedoch noch nähere Berichte abzuwarten. Die englische Occupations-Armee in Egypten wird im Laufe des October und November bis auf 300 Mann vermindert werden. Ein Bataillon soll in Kairo, die übrigen in Alexandrien bleiben. Es werden Anstalten getroffen, um nöthigenfalls 2000 Mann nach dem Sudan zur völligen Unterdrückung des Aufstandes zu entsenden. 5922 Amlie: ck, Realster. Politische Ueberficht. Gießen, 8. September. Die Sedanfeier ist in diesem Jahre an vielen Orten Deutschlands und namentlich in den größeren Städten besonders glänzend und unter reger Theilnahme der Bevölkerung bedangen worden. Es mag hierzu der Umstand, daß das Sedanfest diesmal auf einen Sonntag fiel, das Seinige beigetragen haben, trotzdem ist aber mit Genugthuung zu constatiren, daß der patriotische Sinn in unserem Volke im Laufe der Jahre nichts an seiner Frische und Lebhaftigkeit eingebüßt hat und so wird es hoffentlich immer bleiben. — Leider hat die Sedanfeier in der Reichshauptstadt durch die erschütternde Steglitzer Eisenbahn-Katastrophe einen recht traurigen Abschluß erhalten. Am Sonntag Abend zwischen 9 und 10 Uhr hatte sich auf dem Bahnhofe Steglitz bei Berlin eine große Menschenmenge angesammelt, welche den einige Minuten vor 9 Uhr von Potsdam in Steglitz eintreffenden Personenzug zur Rückfahrt nach Berlin benutzen wollte. Letzterer war noch nicht zum Stillstehen gebracht, als die Menge unter Durchbrechung der Barrieren von der falschen Seite auf ihn losstürmte. In diesem Augenblicke brauste von Berlin ein Kourierzug heran, mitten durch die Menschenmenge, welche sich auf dem für ihn reservirten Geleise drängte, hindurchsahrend. 18 Frauen, 17 Männer und 5 Kinder waren aus der Stelle tobt, 5 Personen wurden schwer verwundet, während sich die Zahl der Leichtverletzten noch gar nicht hat seststellen lassen. Die Untersuchung ist im vollsten Gange, doch scheint das Eine schon sestzustehen, daß sich die Perrons des Steglitzer Bahnhofes in Anbetracht der täglich durchpassirenden Züge und des großen Sonntags-Verkehrs als viel zu klein erwiesen haben. In dem ungarisch-kroatischen Rationalitäten- und Prin- cipien-Streit haben die Kroaten vorläufig den Kürzern gezogen. Die am Sonntag in Wien stattgefundene gemeinsame Minister-Cvnferenz hat einhellig die Beschlüsse des ungarischen Ministeriums genehmigt und die gejammte Civil- und Militär-Verwaltung Kroatiens dem commandirenden General Ramberg übertragen; dem Vernehmen nach haben die Beschlüsse des gemeinsamen Miuister- raths bereits die kaiserliche Sanction erhalten. Kroatien ist also unter Militär- Dictatur gestellt worden und dies dürste auch das einzige durchgreifende Mittel sein, um den in diesem Lande herrschenden anarchischen Zuständen ein Ende zu machen; daß diese noch andauern, beweist die Nachricht, daß in Krapina in der Nacht vom 31. August zum 1. September 2000 kroatische Bauern das Gemeinde- und Steueramt stürmten. Hoffentlich ist auch General Ramberg der geeignete Mann, Ruhe und Ordnung in Kroatien wieder herzustellen. — Kronprinzessin Stefanie ist am Sonntag von einer Tochter glücklich entbunden worden, deren Taufe bereits am Mittwoch, den 5. September, in Schloß Laxenburg stattgefunden hat. — Am Montag hat in der Klosterkirche Castagnavizza m Görz die feierliche Beisetzung der Leiche des Grafen Chambord stattgefunden. Dem Trauerakte wohnten der Fürst Thurn und Taxis, als Vertreter des Kaisers von Oesterreich, Deputationen der Royalisten aus Frankreich, zahlreiche Geistliche, der Großherzog von Toscana, die Ci-vil- und Militärbehörden u. s. w. bei. Nachdem der Fürst-Erzbischof unter Assistenz mehrerer Geistlicher die Absolution ertheilt hatte, wurde der Sarg unter dem Geleite der Kirchenfürsten und der übrigen hohen Herrschaften zur Gruft gebracht. Im Lager der f ranzösischen Royalisten ist ein ernster Zwiespalt ausgebrochen, nachdem sich zu Görz kaum die Gruft über den letzten Der Emurbonischen Prätendenten geschlossen hat. Die eigentliche Veranlassung hierzu mg in der Anordnung der Gräfin Chambord, daß bei den Leichenfeierlichkeiten in Görz ein näherer Anverwandter (welcher?) des Grafen Chambord seinen Platz noch vor den orleanistischen Prinzen haben sollte. Diese Verfügung hat ei den in Frohsdorf eingetroffenen Prinzen von Orleans derartig verstimmt, vaß sie es nicht einmal über sich gewinnen konnten, den sterblichen Ueberresten Heinrich V. in Görz die letzte Ehre zu erweisen. Ohne Görz zu berühren, haben die Prinzen von Orleans, an ihrer Spitze der Graf von Paris, von Wien aus die Heimreise nach Frankreich angetreten und somit zwischen Orlea- mften und Legitimisten einen eclatanten Bruch herbeigesührt. Der gerade nicht von großem Taktgefühl zeugende Schritt der orleanistischen Prinzen wird, wie kä Icheint, von Seiten der Legitimisten wie der Organisten Resolutionen und ^amststationen zur Folge haben, die jedenfalls einen eigenthümlichen Nachklang dm Görzer Leichenfeierlichkeiten bilden. Indessen neigt sich die größere An- Dl der Anhänger des französischen Königthumes anscheinend den Orleans zu; ine aus Görz gemeldet wird, hielten die Roylisten mehrere Versammlungen ab und sandten dann eine Adresse an den Grafen von Paris ab, in welcher sie Denselben als Haupt des Hauses Frankreich anerkennen. An die Gräfin Cham- md wurde keine Adresse gerichtet. Zwischen der spanischen und der französischen Regierung ili Las vollständigste Einvernehmen wieder hergestellt worden, nachdem die Be- HAngen zwischen Madrid und Paris durch die eigenlhümliche Haltung der ümzösischen Behörden gegenüber dem spanischen Ausstand getrübt worden waren. Mglich Zorrilla's, des zur Zeit in Genf weilenden Führers der spanischen Malen, ist für den Fall seiner Rückkehr nach Frankreich ein Ueöereinkomlnen Msfchen den Cabineten von Madrid und Paris getroffen worden. In Glasgow, der Hauptstadt Schottlands, sind dieser Tage Irländer wegen Theilnahme an der im Januar d. Js. erfolgten Sprengung W ®/Q§9oroer Gasometers und anderer Dynamit-Excesse verhaftet worden, illain betrachtet diesen Vorfall nur als den Vorläufer weiterer Verhaftungen w__ t»lei SS WÄ Darein ?affce' alä: tion n Ä ebrauchtc UisMB n Werthstempcl au- den zu kaufen getzm o Stück bezahlt. nzusenden an die w w« MB 1 «1*2^ *5^5*' Vurearrr Schulstraße 7. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ilWl I, Höst Taxator lenplata % K-Kerreich. LLgram, 5. September. Nach soeben etngelangten Nachrichten stehen bet Krapina 400 Bauern tm Kampf nut Gendarmen. Diese traten den Rückzug an. Ein Bauer blieb tobt, viele wurden verwundet, schließlich hat eine halbe Compagnie Infanterie die Rebellen ausetnandergesprengt. In Beduja wurde eine halbe Eskadron Husaren von Tumultuanten angegriffen und zum Weichen gebracht; dieselben erhielten sodann bedeutende Verstärkung, worauf die Militärmacht zurückkehrte und Beduja besetzte. Viele Bauern fielen, zahlreiche Verwundungen kamen vor. Nach Kraljevec mußte gleichfalls eine Compagnie Soldaten entsendet werden- Die Bauernschaft flüchtete ins Gebirge, wo Berathungen abgehalten werden- Der Aufruhr in Zagorten gewinnt eine besorgntß- erregrade Ausdehnung. Nachts verlangte der Regterungscommissar telegraphisch IV2 Bataillon Verstärkung. In Sopot Haden die Aufständischen die Gendarmerie und das Militär zurückgeschlagen, wobei es Todte und zahlreiche Verwundete beiderseits gab. In Jvan-c wurden die Husaren htnausgedrängt, dagegen eine Compagnie des heimischen Regiments willkommen geheißen. In Nagytabor (steirische Grenze) sammeln sich zahlreiche Massen und es wird tn Landsberg ein Herübergretfen des Aufstandes befürchtet. Rußland. Moskau, 4. September. Die „Moskauer Zeitung" sagt bei einer Besprechung des Artikels des „Standard" über die Sedanfeier: Seit einigen Jahren sei das absurde Gerücht der Möglichkeit eines französisch-russischen Bündnisses als Gegengewicht gegen das deutsch-österreichische Bündniß verbreitet. Frankreich habe nicht den Muth gehabt, seine wahren Interessen in Egypten zu verthetdtgen, wie sollte Frankreich Deutschland gegenüber etwas Ernstes unternehmen können? Die Wankelmüthigkeit und die Ohnmacht der französischen Regierung seien wohlbekannte Thatsachen, welche Macht würde eine Allianz aufsuchen, deren Bestand keinen Tag sicher sei? Und weshalb sollte Rußland eine solche Allianz aufsuchen? Was gehe es Rußland an, wenn die Chauvinisten von Revanche und von Elsaß-Lothringen träumen? Wenn Frankreich seine frühere herrschende, Rußland gegenüber aber stets feindliche Stellung jetzt etngebüßt habe, welche Tollheit könne Rußland antreiben, russisches Blut zu vergießen für das absurde Ziel, seinen Feind zu erhöhen auf Kosten einer Macht, die ein steter Bundesgenosse Rußlands gewesen sei und deren Interessen mit denjenigen Rußlands tn Bezug auf die europäische Politik solidarische seien. Das Toryblatt stimme nut der polnischen Presse auffällig überein, die auch fortwährend von den Absichten Rußlands auf Deutschland spreche und zwischen Rußland und Deutschland . gegenseitiges Mißtrauen zu erregen suche. Aegypten. Kairo, 4. September. Von gestern früh 8 Uhr bis heute früh 8 Uhr starben in Oberegypten 34 Personen an der Cholera. Amerika. New-Bork, 4. September. Nach hier eingegangenen Nachrichten hat in einer Chtffon-Manufaciur tn Cincinnati eine große Feuersbrunst stattgefunden, bei welcher 8 Frauen und ein Mann ums Leben kamen. Telegraphische Depeschen. WoLA's lelsgr. Correspondenz-Birrearr. Dresden, 5. August. Der Kronprinz von Portugal ist heute Nachmittag nach Leipzig abgereist, um daselbst einen mehrtägigen Aufenthalt zu nehmen und sich dann über Coburg nach Berlin zu begeben. Dem Kronprinzen wurde vom König der Hausorden der Rautenkrone verliehen. Der König und die Königin begeben sich heute Abend nach Zittau und werden daselbst bis Samstag verweilen. — Der Bergmannstag hat heute Düsseldorf al s nächsten Versammlungsort gewählt. Wien, 5. September. Heute Nachmittag 1 Uhr fand in Laxenburg die feierliche Taufe der Tochter des Kronprinzltchen Paares nach dem vorgeschriebenen Ceremoniell durch den Fürsterzbischof Ganglbauer statt. Die Kaiserin versah Pathenftelle. Die Erzherzogin erhielt die Namen Elisabeth Marie Henriette Stephanie Gisela. Nach der Tafel fand ein Cercle statt. — Von den Theilnehmern an der Arbeiterdemonstration am Schottenring wurden einer wegen Gewaltthätigkeii und schwerer Körperverletzung zu 4jährigem, einer wegen Gewaltthätigkeit und Theilnahme an einem Auflauf zu Monatlichem schweren Kerker, 14 andere Angeklagte zu Arreststrafen von 4 Tagen bls zu 3 Monaten verurthetlt, 5 Angeklagte wurden freigesprochen. — In der Nacht brach an der Nußdorfer Lände, wo ausgebreitete Holzoorräthe lagern, abermals Feuer aus, das sehr bedeutende Dimensionen annahm. Die Holzplätze bildeten ein weites Feuerfeld; um 2 Uhr Morgens roütbete der Brand noch fort, scheint jedoch bereits lokaltsirt zu sein. Der Schaden beträgt über 100,000 fl. Die Entstehungsursache ist unbekannt Halle a. S., 5. September. Von der gestern stattgesundenen Reichstag swahl im ersten Merseburger Wahlbezirk (Torgau-Liebenwerda) liegen bis jetzt die Resultate aus 44 Städten und Orten vor, welche für Justizrath Dr. Horwitz in Berlin (lib.) 3472, für Wirkl. Geh. Oberjustizrath Dr. Claus- witz (conf.) 1175 Stimmen ergeben. Port Said, 5. September. Meldung des „Reuter'schen Bureaus." Die Quarantäne ist aufgehoben, die Durchfahrt durch den Suezkanal erfolgt wieder wie vor dem Auftreten der Cholera, die englischen Truppen kehren nach Kairo zurück. New-Uork, 5. Septbr. Ein heftiger Orkan an der Küste von Neu- England hat eine große Anzahl von Schiffen schwer geschädigt und zahlreiche Menschenopfer gefordert, es werden 30 Schiffe vermißt. Neapel, 5. September. In der letzten Nacht wurden auf Ischia in den Ortschaften Torio, Serrara-Sontana und Barano zwei schwache Erdstöße wahrgenommen, die große Aufregung hervorriesen, aber keinen Schaden verursachten. Dem Central-Hülfscomito für die Hinterbliebenen in Ischia sind bereits 2 Mill. Frcs. zugegangen. London, 5. September. Der chinesische Gesandte Marquis Tseng begibt sich heute nach Paris, um die Unterhandlungen fortzusetzen. — Nach einer Meldung von gestern aus Kapstadt befindet sich der englische Missionär Shaw unter den Passagieren des Dampfers „Casth Castle", der heute nach England abgegangen ist. — Carey's Familie und die Zeugen haben die Klage gegen O'Donnel erhoben. Verwischte s. — Der „T B." veröffentlicht die Ordre de bataille für den markirten Feind, gegen den das XI. Armeccorps am 22. September zu operiren haben wird. Der markirte Feind repräsentirt ein feindliches Corps in der Stärke von 24 Bataillonen Infanterie, 24 Schwadronen Cavallerie und 16 Batterien Artillerie. Commandeur des (markirten) feindlichen Corps ist Generalmajor v. Radecke, Generalstabsoffizier: Hauptmann v. Heeringcn, Commandeur der Artillerie Oberstlieutenant v. Prittwitz. Dieses Corps repräsentirt zwei Infanteriedivisionen zu je drei Jnfanteriebrigaden, einem Regiment Divisionscavallerie und vier Batterien Artillerie; ferner eine selbstständige Cavallerie-Division und die zugehörige selbstständige Corps-Artillerie. I. Infanteriedivision, Commandeur Oberst v Malotki, ist zusammengesetzt wie folgt: 1. Jnsanterie- brigade (4 Bat ), markirt durch das Füsilierbataillon des 1. nassauischen Infanterie- Regiments Nr. 87, commandirt von Major v. Holbach. — 2. Jnfanteriebrigade: FüsilierdÄtaillon des Infanterie-Regiments Nr. 95, commandirt von Major v. Tyszka. - 3. Jnfanteriebrigade: 2. Bataillon des (Großh. Hess.) Infanterie Regiments Nr. 118, commandirt von Ooerstlieutenant v. Rettberg. — Divisions-Cavallerie (4 Escadrons) markirt durch 45 Pferde des hessischen Husaren-RegimentS Nc. 14, commandirt von Rittmeister von Jtzenplitz. — Artillerie (4 Batterien): 7. Batterie d-s seloart.llerie- Regiments Nr. 11. II. Infanteriedivision, Commandeur Oberst v Struensee besteht aus der 4. Jnfanteriebrigade: 1. Bataillon des 1. hessischen Jafanterie-Regiments Nr. 81, commandirt von Major v. Oesfeld. - 5. Jnfanteriebrigade: 2. Bata llon des 1. hessischen Infanterie-Regiments Nr. 81, commandirt von Majo.- v. Koppllow — 6. Jnfanteriebrigade: Füsilierbataillon des 1. hessischen Jnfanterre-Reg'menks Nr. 81 commandnt von Ooerstlieutenant 0. Kusserow. — Dw sionscavallerie (4 Escadrons)' 45 Pferde des hessischen Husaren-Regiments Nr. 13, commandirt von Rittmeister Brinkmann. — Artillerie (4 Batterien): 8. Batterie des Feldartillerie-Regiments Nr.il. — Die Cavallerie-Division, Commandeur Oberst v. Dresky, setzt sich zusammen aus zwei Cavallerie-Brigaden zu je acht Schwadronen (zwei Regimenter) und zwar: 1. Cavallerie-Brigade, Commandani Major v. Trotta-Treydcn, umfaßt 45 Pferde (1 Regiment) des Ulanen-Regiments Nc. 6, commandirt von Major Schmidt. — 2. Cavallerie-Brigade, Commandeur Major v. Stockhausen, bestehl aus 45 Pferden (ein Regiment) des Großherzoglich hessischen Dragoner-Regimenls Nr. 23, commandirt von Major Graf von Matuschka, und 45 Pferden (ein Regiment) des Großherzoglich hessischen Dragoner-Regiments Nr. 24. Die Corpsartillerte steht unter Commando von Major v. Rippold und umfaßt die 4. und 5. Batterie des Feldartillcrie Regiments Nr. 25, welche je 4 Batterien repräsentiren. Darmstadt, 1. September. Unter dem Vorgestrigen fand dahier eine Sitzung des Ausschusses des Landescomite's zur Unterstützung der Wasserbeschädigten im G.oß- herzogthum unter Zuziehung von Vertretern sämmllicher städtischen und Kcetscomite's, denen Beiträge aus Mitteln d.s Landescomite's bewilligt worden waren, statt. Es' wurde in dieser Zusammenkunft constatirt, daß im Allgemeinen alle durch die Überschwemmungen des letzten Winters entstandenen Schäden, soweit die Mittel des Landes- comrte's zu deren Heilung nach den Intentionen der Geber bestimmt waren entsprechend vergütet seien; einzelnen Comite's wurden indessen zur Heilung nachträglich hervor- getretener Schäden und zur Gleichstellung mit anderen ein Betrag von im Ganzen 21,100 «A bewilligt. Allseitig wurde anerkannt, daß die sofortige Verwendung des hiernach dem Landescomite noch verbleibenden Restbetrags von ca. 60,000 A nicht an gezeigt erscheint, daß es vielmehr zweckmäßig fei, diese Summe, sowie b:e demnächst aus der Erhebung des ganzen oder halben Betrages der Kosten des den geschädigten Landestheilen gelieferten Saatguts und Futters sich ergebenden Mitt l, die weitere 60,000 «A erreichen mögen, zur Verwendung zu Beihilfen bei späteren Wassercalamitäten zu reserviren, sei es, daß diese Reste den betreffenden Kreisen nach einem allerdings noch festzustellenden Maßstab zur Verwaltung überwiesen, sei es, daß sie im Ganzen als besonderer Fond unter noch näher zu bestimmenden Modalitäten reseroirt werden Die definitive Beschlußfassung hierüber ist btm Gesammtcomste, das in der nächsten Zeit zu diesem Zweck berufen werden wird, überlassen worden. Inzwischen ist Der Ausschuß des Landescomite's selbstredend nicht in der Lage, irgend welche weitere Bei. Hilfen aus den noch vorhandenen Mitteln zu bewilligen. Mainz, 1. September. (Enthüllungsfeier des Nationaldenkmals.) Der Mainzer Festausschuß hat gestern em Verzeichmß derjenigen Schiffe zusammengestellt, welche in Folge des ergangenen Aufrufs zu der Festfahrt und Parade vor dem Kaiser bis jetzt angemeldet sind und theilnehmen werden. Das Resultat ist ein ganz glänzendes und übertrifft auch die weitgehendsten Erwartungen. Es sind nicht weniger als 24 Dampfer vorgemerkt, die von 16 verschiedenen Rbemsch fffahrts-Gesellschaften, resp. Firmen herrühren. Die Köln - Düsseldorfer Gesellschaft liefert dazu 5 ihrer besten Schiffe (2 große Salonboote und 3 sog. Glattdeckboote, Bismarck, Moltk, Arndt, die Niederländer Gesellschaft ein Boot („Crymhilde" für Worms), bte Hessische Ludwigs- bahn 2 Boote. Der größte Theil der Flottille wirb aus Schleppbampfbooten bestehen, durch welche beinahe sämmtliche den Rhein befahrende Schleppsch fffahrtsgesellschaften vertreten fern werden. Dieselben wetteifern miteinander, gerade ihre größten und schönsten Dampfer in den Zug einzustellen. Dazu kommen noch kleinere Dampfbooie, bte sich in Mainz oder zwischenwegs anschließen- Aus ber ursprünglich angesammelten Flottille wirb eine Flotte werben, wie sie vollzähliger unb majestätischer auf dem Rhein noch nicht gesehen worben ist. Sie wird em Gesammtlnld dessen bieten, was ber Vater Rhein Großes und Schönes auf seinem Rücken tragt und zugleich einen Begriff geben, was man mit einem solchen Aufwand von Kraft für den Verkehr auf dem Rhein zu leisten vermag. Düsseldorf, 4. September. In der Baumwollspinnerei von Herzfeld u. Metz an der Duisburgerstraße entstand heute Morgen gegen 3 Uhr Feuer, welches mit rasender Schnelligkeit um sich griff unb bald das ganze Gebäude tn Flammen hüllte. Die Berufs- unb Reserve-Feuerwehr rückte aus, vermochte jedoch wenig auszurichten; das Gebäude ist vollständig ausgebrannt, nur die Umfassungsmauern ragen noch empor- Leiber ist ber Feuerwehrmann Wilhelm Dahmen in dem Feuer umgekommen, heute Morgen fanb man noch wenige Reste von ihm im Schutt. Der Kaminfeger Ehlebrecht schwebte ebenfalls in g'oßer Gefahr, er rettete sich an's Fenster und hing hier so lange, bis ein Tuch bete t gehalten wurde, auf welches er heradsprang. Einen Arm hat er sich bis auf bte Hand h.rab verbrannt. Etwa 115 Arbeiter sind durch den Brand arbeitslos geworden. Als Ursache des Feuers wird vorläufig Selbstentzündung feuchter Baumwolle angegeben. — sWanderversammlung deutscher und österreichischer Bjenenwirthe vom 10. bis 15. September zu Frankfurt a. M.) Um allenfallsigen Mißverständnissen vorzubeugen, bemerken wir, daß auf Grund eines Schreibens vom Hauptcomit^ eine Festkarte zu 3 Mark zur Anwohnung der Verhandlungen unb allen Festlichkeiten berechtigt. Wer dagegen bte Ausstellung besuchen will, bedarf einer Eintrittskarte für 30 Pf., die an ber Kasse zu haben ist. Ein Loos zu 50 Pf. berechtigt ebenfalls zum Besuch der Ausstellung — zu haben an der Kasse. — Im Interesse der Angehörigen rc. von Reservisten, welche zu den diesjährigen Herbstmanövern zum Dienst mit der Waffe einberufen worden, sei darauf aufmerksam gemacht, daß die erngezogenen- Mannschaften und Unteroffiziere für die Dauer der Uebung rücksichtlich der an sie gerichteten Cortespondenz Portooergünst!gungen in gleichem Umfang rote bte bezüglichen activen Linientruppen gemeßen, also 1) volle Portofreiheit für gewöhnliche Briefsenbungen bis 50 Gramm, 2) Ermäßigung des Portos für Packele bis 3 Kilogramm auf 20 Pf., für Postanweisungen bis 15 Mark auf 10 Ps Diese Portovergünstigungen werden aber nur wirksam, wenn die bezüglichen Aufschriften den voll ausgeschriebenen Vermerk: „Soldatenbrief, eigene Angelegenheit des Empfängers" tragen. Ottcnhöfen bet Achern, 3. September. Angeblich aus Eifer'ucht 6ot ber hiesige Unterlehrer Wickert heute Nacht einen 25jährigen Burschen durch 12 Messerstiche tödtlich verwundet. Der nette Jugendbildner ist dürchgebrannt. Mülhausen, 4. September. Ein Schweizer aus St- Gallen, der von Californien zurückgekehrt war und in seine Heimath reisen wollte, war mit dem Befiorteir Zuge hier angekommen. Er stieg aus, befand sich schon auf dem Perron unb kehrte noch einmal zurück, um nachzusehen, ob er nichts im Wagen liegen gelassen hatte. Als er zurückkehrte, wurde er von dem einfahrendm Straßburg-Baseler Schnellzuge ersaßt unb getöbtet Gegen 30,000 Francs fanben sich, ber „B. L-Z." jufolge, in ben Taschen des Unglücklichen vor. Ein neuer Beweis für bte Gefährlichkeit der Geleste- übergänge. — Ein sonderbares Naturereigniß hat sich letzten Sonntag in Neuenburg zu- g3tragen, welches die dortigen Bewohner sehr unliebsam an Ischia erinnerte. Gegen Nachmittags 3 Uhr ertönte in der Vorstadt Maladiere bei Hellem Sonnenschein ein furchtbarer Donnerschlag, b gleitet von einer so furchtbaren Erdbewegung, daß mehrere Personen umgeworfen wurden. Die Juraberge ob Boudry, sowie bte Alpen wa^enm Wolken gehüllt unb einige Zeit nachher hörte man in ber Richtung donnern. Fast zu gleicher Zeit hat man auch im Engadin (Graubünden) Erdveven — (Ein Photograph im Löwenkäfig.) Man schreibt aus Paris: Bei den photographischen Ausnahmen, die bisher von Löwen, Tigern unb andern Rauothlere gemacht roorben sind, waren die Photographen stets so vorsichtig, ihren Apparat oub - halb des Käfigs zu plactren, um mit ihren Clienten nicht in allzu nahe Berührung z kommen. Die Gitterstäbe haben jedoch die photographische Wiedergabe solcher Ben stets sehr beeinträchtigt und so hat denn ein beherzter Pariser Photograph, verr Auguste Petit, den kühnen Entschluß gefaßt unb ausgeführt, Löwen und Tiger m tyren Käfigen zu photographiren. Das waghalsige Experiment fand in der ^enag Pinnet auf dem Boulevard Barbe's statt. Der Bändiger trat mit dem Pvotograpy.n zuerst in den Käfig eines Leoparden, welcher keinerlei Widerstand entgegensetzte, pier- '«W^hi Im ö).? ennunbMomß' Ä»««. ftilt Ti durch bltU’btt- Eillll 111 WQIen„ kUllpttW 5 nachträglich foBw. ■Irflfl Don Im @anjin W Setwtnbunü bti “■ 60,000 J( ntdjt an - sowie die drmM des den geschW 1 Mittel, diemchi :ren WassercalamiA nach einem adetbinji S. datz sie Im Anjiu täten reservirt nah das in der iHsstn • Inzwischen i|i Nr nb welche weitere $«. Sftj A?- t: -) ».Köilnents litt Ä *)'■. Aw« ' umja&i £i-rStoh ! 3ir MV5 ( auf ging er in das umgitterte Boudoir einer Tigerin. Kaum aber hatte Monsieur Pet't feint Apparate ausgestellt und ehe er noch das facramentale „Madame, blicken >3te ruhig nach lmkS, bitte, ein recht freundliches Gesicht" zu sagen vermochte, stürzte sich die Tigerin, die keine Neigung für dle Photographie zu verspüren scheint, wüthend -uf ihn und verletzte ihn mit einem Hieb der Tatze leicht am rechten Unterschenkel, ycr Bändiger Pinnet interoenlrte nun energisch und schließlich ließ sich denn auch 6te Frau Tigerin von dem Objectiv auf das Korn nehmen. Hierauf photograpbirte fierr Ptttt noch einen Löwen, eine Gruppe von 3 Löwen, einen Tiger und zwei Leoparden. Sämmtliche Photographien sind ausgezeichnet gelungen. Es tft das erste Wl, daß ein unerschrockener Photograph mit seinem Kasten derartigen Bestien so nahe M den Leib gerückt ist — Folgende ergötzliche Episode aus dem Zig unerleben wird aus der Pfalz berichtet: „Südlich von der Madenburg, am Fuße des Berges, liegt die sogenannte Ibalwühle, deren Besitzer spät Abends eine Truppe Zigeuner aufnimmt und beherbergt. Hin alter Stall dient als Schlassaal. Da — plötzl'ch zu Mitternacht entsteht Lärm un> schreckliche Lamentation unter dem Heidenvolke. Der Müller sieht nach und — dir steinalte Großmutter war gestorben und bereits in einen Bretterkasten etngefargt Ran bat den Müller dringend, doch die Leiche bis etwa gegen Bergzabern zu fahren. Tort wollte man sie begraben. Der Müller, froh, so leicht die Gaste los zu werden, spornte an und brachte die Leiche, wohin man wollte. Als er frühmorgens heimkam, sihlte das größte Mutterschwein: er hatte es selbst fortgeführt. — (Gute Nachricht für die englischen Spitzbuben) Der englische Henker Mar- sood ist sehr bedenklich erkrankt. Alle bevorstehenden Hinrichtungen in England mußten tu Folge dessen hinausgeschoben werden. — [folgen der Höflichkeit.) Ein Herr stellte wahrend der Badesaison in Mrderney einen alten Gehttmralh einem ebenso bejahrten Professor vor. Nach einigen Togen fragte er den Rath: „Nun? Wie gefallt Ihnen der Professor?" — „Recht gut! Aber ein Gedächtniß — daß sich Gott erbarme! Zwanzigmal habe ich ihm eine interessante Hofgeschichte erzählt; wenn ich sie morgen zum einundzwanzigsten Male eijähle, denkt er immer, er höre was Neues." — Nach Tisch richtet der gemeinschast- lije Freund dieselbe Frage an den Professor. „Recht gut gefüllt mir der Rath," meint dieser. „Aber ein Gedächtniß! Schrecklich! Dreißig Mal hat er mir jetzt schon ein unb dieselbe Lappalie verbotenus erzählt." Stuttgart, 4. September. ^Allgemeiner deutscher Versicherungs-Verein.) Im Monat August 1883 wurden 286 Schadenfälle angemeldet und zwar 264 äußere Verengen und 22 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten zwei den sofortigen Tob und 12 eine gänzlich- ober theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von dm Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat August 23. Neu aufgenommen in dm Verein wurden in diesem Monat 2717 Personen Alle vor dem 1. Juli 1883 ein- Mtenen Schaden incl. der Todes- um Jnvalidltätsfälle sind bis auf die von 24 noch piht genesenen Personen vollständig regulirt- 5952 Witterungskunde.*) 7. September. Freitag. Frühmorgens kühl, dunstig, später aufgebessert, auf M'^ag zu zerstreute dunkle Ballen bis bedeckt, örtlich mit kurzen Schauern, Nachmittags anfangs aufgebcssert, spätnachmittags drohend im Süden mit Niederschlägen, Abends Mfgebefjert, ndoch kühl. Nach Süden zu mehr allgemein regnerisch. Veränderlich mit Niederschlagen in West- unb Nord Westdeutschland. Im Osten und Norden trockener mit auffälligen Temperatursprüngen. 8- September. Samstag. Kühl, Morgens regnerisch zumal nach Süden und Westen zu Nachmittags aufgebessert. Nach Osten zu ist es trockener und stellenweise heiter tagsüber wärmer, mit auffälligen Sprüngen der Temperatur. In den Negen- gebicten allgemein verhältnißmäßig kühl. Dr-?-ODer3ier’§ Wetter-Prognose für den Monat September, abgeschlossen am 15. August (Verlag der M- Lengfeld'scheu Buchhandlung tn Köln, Preis 1 J4). — Nachdruck verboten. Handel und Verkehr. Frankfurt, 5. September. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu JL. 3.00—3.50, Stroh ^2.50—3.00, Eierdas Hundert 4.80—6, Stück 6 H, Butter 1. Qualität «X 1.25, 2. Qualität •*: gi nenlf «**' ,uern i-r “’Ätbät Hrtiirthe voar 10' ZS-'SS SM Sch"' sei darM^r W 'M S-Sti: ei»-"-""' w Keilag den 14. September, Nachmittags 2 Uhr, Wen auf hiesigem Ortsgericht die Jm- nobilicn des Otto Mögenburg: ijhiV L2145/to, Hofraithe auf dem Reichensand. 1/2148/10, Grabgarten daselbst nochmals versteigert werden. ließen, den 27. August 1883. Großherzogliches Ortsgericht. Lüdeking. 5813 7-°". W" he*** ^({<116^* 1' iiii • —~iw,. eignet sich sehr für Metzger, iMer, «iffliflG I ^5DCXXXXXXXtoO OOTOQaOQCraQCXÖGOQOa HanscmmerK mit Firmendruck in allen Farben und Qualitäten von JC. 2.50 pro mille an und höher empfiehlt Ottmar Hohler, Lindenplatz. 5669 Seidenfammet in Restern h 5, 10, 20, 30 5954 Slugnste Frieffe. _ Prima neue Holland. Vollhäringe per Stück 6 H empfiehlt 5878 Carl Petri (norm. G. C Spruck). Cognacl |[j ‘Deutsches ‘Product der ßxpott- § W Q (Pomp. ^caaX^&vcav ßoejttac, « üjn cKo€n a. garantirt frei ” von jeder künstl. Essenz rein- & ’S © schmeckend u. von feinem Aroma, £ ist ganz bedeutend, billiger als . franz. 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