1883. Ax. Zweites Blütt. ^behause, I •ein. )0Ü Hafk 2. UH. A; ImeisterS Hmir ree so |lfg. trfiarbt; Lind«-1 3928 ‘Iler. [ ERT imusik. ®4 85Pf^_ i owie meine« Mittbeiinn«. ; ndfalles tnet« ; bleibt. ®ir )obi« Rl Bureaur Schulstraße 1. eeBssse****™» Erscheint iä^ltch mit ^uÄrahme des MoutagK. Amtlicher Theil. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Betreffend: Die Beerdigungen in sogenannten tragischen Fällen und bei Verbrechen. Gießen, am 2. Juni 1883. 9. Bei den statistischen Aufstellungen über die Sterbefalle wurde wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß über die in Folge tragischen Todes oder durch Verbrechen Verstorbenen ein Todeszeugniß nicht ausgefertigt wurde, und daß in Folge dieser Unterlassung die betreffenden Todesfälle gar nicht oder doch erst sehr verspätet zur Aufnahme in die Sterbfalls-Uebersichten gelangten. Die Ausstellung des vorgeschriebenen Todeszeugniffes unterblieb, wie es scheint, in der Regel deshalb, weil von den Ortspolizeibehörden irrthümlich angenommen wurde, daß die in solchen Fällen von der Staatsanwaltschaft oder dem Amtsrichter in Gemäßheit der Vorschrift in % 157 pos. 2 der Strafprozeßordnung ausgefertigte „schriftliche Genehmigung der Beerdigung" schon für sich allein genüge und an die Stelle der sonst allgemein vorgeschriebenen ortspolizeilichen Beerdigungserlaubniß trete, und daß somit in solchen Fällen auch von der Beibringung eines von einem Arzte oder Leichenschauer ausgefertigten Todeszeugnisses abgesehen werden könne. Diese Auffassung ist jedoch irrig. Die Verordnung vom 3. November 1875 betreffend „die Ausführung des Reichsgesetzes über die Beurkundung des Personenstandes re." schreibt im Artikel 14 pos. 1 allgemein und ausnahmslos vor, daß keine Beerdigung ohne schriftliche Genehmigung der Ortspolizeibehörde erfolgen darf, und weiter, daß diese die Genehmigung erst datrn ertheilen darf, nachdem ihr ein von einem Arzte oder Wundarzte oder von dem verpflichteten Leichenbeschauer des Orts vorschriftsmäßig ausgestelltes Zeugniß über das erfolgte Ableben der betreffenden Person (Todeszeugniß) übergeben worden ist. Dieses To des- zeugniß ist hiernach auch in allen oben erwähnten Fällen einzuholen, nachdem die Gerichtsbehörde bestätigt hat, daß ihrerseits der Beerdigung Nichts entgegenstehe. Wir beauftragen Sie, die Ihnen unterstehenden Polizeibehörden im Sinne des Vorstehenden zu bedeuten und denselben die strenge Befolgung der Vorschriften in Artikel 14 der oben angeführten Verordnung emzuschärfen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehendes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz bringen wir zu Ihrer Kenntniß und weisen Sie zur genauen Befolgung dec darin bemerkten Vorschriften an. Dr. Boekmann. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Nachfolgende Ministerialverfügung theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und Nachachtung unter dem Anfügen mit, daß vor Anschaffung neuer Schulbänke bei uns Vorlage zu machen ist und wir uns alsdann wegen Auswahl des Modells mit Großherzoglichem Kreisgesundheitsamt benehmen werden. Dr. Boekmann. Betreffend: Wie oben. 9. Darmstadt, den 26. Mai 1883. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. ______________________Fuhr. Gießen, am 2. Juni 1883. _____________________________________________________v. Starck. Betreffend: Die in den Volksschulen gebrauchten Schulbänke. Betreffend: Wie oben. T Darmstadt, am 25. Mai 1883. Das Großherzogliche Mimstcrium des Innern nnd der Justiz Abteilung für Schu!augelestknheitrn an die Großherzoglichen Kreis-Säbnlcommiffionen. Nach vielfältig vorliegenden Erfahrungen werden die Vorschriften, welche in den von Großherzoglichem Ministerium des Innern unter dem 29. Juli 1876 erlassenen Bestimmungen über den Bau und die Einrichtung der Schulräume und Lehrerwohnungen bezüglich der Einrichtung der Schulbänke gegeben worden sind, bei der Anfertigung neuer Bänke nicht immer beachtet und es werden Schulräume manchmal mit Bänken ausgestattet, die nicht zweckmäßig sind, insbesondere auch den in Betreff der Gesundheit der Schüler zu stellenden Anforderungen nicht entsprechen. Wir sehen uns dadurch veranlaßt Ihre Aufmerksamkeit hierauf zu richten und zugleich allgemein anzuordnen, daß in allen Fällen, in denen für eine Schule neue Schulbänke anzuschaffen sind, zunächst dem Kreisgesundheitsamt Mittheilung gemacht und dessen Gutachten über das betreffende Modell, soweit die Anforderungen der Gesundheitspflege dabei in Betracht kommen, eingeholt werden muß. Den Ihnen unterstehenden Schulvorständen wollen Sie hiernach entsprechende Anweisung zugehen lassen. Knorr. Achenbach. 8«r, I bliebet (timitlffl *3920 i (fon jetzigen Gestalt auch die Zustimmung des Bundesrathes zu Theil werden wird. — Am Sonnabend genehmigte der Reichstag außerdem in erster und zweiter Lesung den Handelsvertrag mit Italien und die mit Frankreich abgeschlossene Literar-Convention. Die Budget-Commission des Reichstages erledigte am Freitag das Ordinarium des Postetats. Für elf neu zu errichtende Postgebäude wurden die ersten Raten abgelehnt und nur die für neue Postgebäude m Glatz und Breslau geforderten Summen fanden die Zustimmung der Commission. Von großer Wichtigkeit und ein neuer Beweis für das Mißliche so frühzeitiger Aufstellung des Etats war die Mittheilung des Vertreters des Reichsschatzamtes, daß die Ueberschüsse des Jahres 1882/83 sich wahrscheinlich auf 9 Mill. höher stellen würden, als im Etatentwürfe angesetzt worden ist. — Die Unfallversicherungs-Commission hat die grundlegenden §§ 7, 11 und 14 abgelehnt, was für das Zustandekommen des Unfallversicherungs-Gesetzes allerdings keine günstige Prognose bedeutet. lieber den Inhalt der erwarteten neuen Urchenpolttrschen Vorlage läßt sich die officiöse Presse noch immer nichts vernehmen. Die Vorlage soll schon seit zwei Monaten fertig gestellt sein und dürfte deren Publikation wohl durch die Hoffnung, die Verhandlungen mit Rom doch noch zu einem erfreulichen Abschluß gebracht zu sehen, hinausgeschoben worden sein. Daß die neue Vorlage lediglich eine Verschärfung der Maigesetze bedeute, kann wohl nur als eine Ausgeburt der erregten Phantasie ultramontaner Politiker betrachtet werden ; dagegen ist es sehr wahrscheinlich, daß die Vorlage Milderungen in Bezug auf die Anzeigepflicht enthält. Die Landtagswahlen m Tyrol sind nunmehr beendigt. Der Großgrundbesitz hat 10 liberale Vertreter gewählt und auch die 3 Vertreter Politische Ueberflcht. Gießen, 6. Juni. Mit einer Majorität von 33 Stimmen hat der Reichstag am Sonnabend die Novelle zur Gewerbeordnung definitiv angenommen. Es werden hierdurch wichtige Abänderungen in unserem bestehenden Gewerberecht hervorgerufen, die wir hier in Kürze anführen wollen. Verschärft wurden die Bestimmungen über die Concessions-Gewährung bei Veranstaltung von Singspielen, Schaustellungen u. s. w.; ganz versagt werden kann die Concessions- G^vährung bei gewissen Gewerben, wie Ertheilung des Tanz-, Turn- und Schwimmunterrichtes, Gesindevermiethung, Pfandleihgeschüften u. dergl., die untersagt werden können, wenn Thatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit der Gewerbetreibenden in Bezug auf diese Betriebe darthun. Die Bestimmungen über die Handlungsreisenden haben zahlreiche Einschränkungen erfahren, die einschneidendsten Umänderungen sind aber bei den Vorschriften über den Hausirhandel gemacht worden. Der Kreis der vom Hausirhandel ausgeschlossenen Maaren ist beträchtlich erweitert worden; verboten ist die Ausübung der Heilkunde im Umherziehen Seitens nicht approbirter Personen, die Vermittelung von Darlehns- und Rückkaufs-Geschäften und das Ausstichen von Bestellungen auf Branntwein. Vom Colportage-Buchhandel sind Druckschriften ausgeschlossen, die in sittlicher oder religiöser Beziehung Aergerniß zu bereiten geeignet sind oder mittelst Zusicherung von Prämien oder Gewinnen vertrieben werden; ferner sind die Gründe für Versagung des Wandergewerbe-Scheines erheblich erweitert worden. Es sind dies die wesentlichsten Bestimmungen des neuen Gesetzes, wie «s nach den lebhaftesten und langwierigsten Debatten aus dem Reichstage her- riorgegangen ist und es kann nicht bezweifelt werden, daß dem Gesetz in seiner nbten, W* non d« gs« Wo (Nachdruck verboten.) IV. Material abgeben. Lebhaftes Interesse erwecken die von Siemens u. Halske, welche Firma sich verhältnißmaßtg so schnell einen Weltruf erworben hat, ausgestellten elektrischen Utensilien, so z. B. die in allerliebsten sauberen Modellen vorhandene elektrische Bahn, daneben eine Auswahl der wichtigeren elektrischen Signalmittel für Eisenbahnen und zur Feuermeldung, sowie eine Darstellung der feuersicheren Beleuchtung durch elektrisches Licht in Bergwerken, Pulverfabriken, Theatern, Schiffsräumen u. s. w- Hier in der Nähe befindet sich auch ein großer Theil derjenigen Gruppe, welche sich mit der Verhütung von Unglücksfällen, mit Schutzmitteln gegen die Gefahren der Berufsthätigkeit, mit der Verhinderung des Einathmens giftiger Gase, mit Schutzvorrichtungen beim Maschinenbetriebe, bei Fahrstühlen rc., mit Vorrichtungen gegen die Entwickelungen von Rauch, schädlichen Gasen und schlechten Gerüchen rc beschäftigt. Der Kopf schwirrt einem fast, wenn man zwischen diesen Kurbeln, Winden, Lricherhetts- buten, Gerüsten, Fangvorrichtungen rc. entlangschreitet, unwillkürlich denkt man an die tausend und abertausend Unglücksfälle, welche alljährlich in Fabriken, Bergwerken, bei Bauten und Ausgrabungen ftaltfir.den, fühlt jedoch dabei auch eine gewisse Beruhigung, daß mit jedem Jahre mehr Mittel und Wege erfunden werden, um die Thätigkeit Derjenigen, welche fast immer in Gefahr schweben, zu einermöglichst sicheren zu machen. Ein Gefühl ehrlichen Zufriedenseins und aufrichtiger Genugthuung em> psinden wir ferner, wenn wir die Modelle und Pläne überblicken, welche uns zeigen, was schon in letzter Zeit zur Verbesserung des Looses der arbeitenden Klassen geschehen ist, namentlich was bte Anlage von Arbeiter-Wohnungen, von Logirhäusern, Arbeiter- Speiseanstalten, von Arbeitergärten und Krankenhäusern anbelangt. In sauberen Modellen und Zeichnungen finden wir diese so überaus wohlthättgen und nachahmungs- werthen Anlagen und Anstalten verkörpert; wir hätten aber gerade diese Abtheilung weit umfangreicher gewünscht, als wie sie es leider ist. Hervorheben wollen wir das Arbeiter-Hospiz der F. Brandl'schen mechanischen Weberei in M.-Gladbach mit seinen inneren Einrichtungen, den Wasch-, Bade- rc. Anlagen, die Fabrik der Farbwerke in Höchst a. M. mit den Fmerlösch-Stattonen, den Beamten- und Arbetterwohnhäusern, die Doppelhäuser für Arbeiterwohnungen der Gladbacher Aktien - Baugesellschaft in M.-Gladbach, die kolosiale Borsig'sche Anlage in Borsigwerk und schließlich die ausgezeichneten Modelle der Krupp'schen Fabriken und zwar der Arbeiter-Colonte Kronenberg, einer Arbeiterwohnung, einer Privatschule, eines Lazareths und der Menage. Auch die berühmte Krupp'fche Feuerwehr ist ganz brillant durch mehrere Modelle dargestellt. Doch halt, wir sind in unserem Eifer zu weit gegangen und müssen umkehren, um die an der linken inneren Seite befindliche sehr stattliche Gruppe des Bergbau- und Hüttenwesens in Augenschein zu nehmen, die uns ein Bild gibt von dem Berg- und HÜttenbau selbst, wie namentlich von den Schutzvorkehrungen gegen die vielerlei Gefahren, denen die Bergleute stets ausgesetzt sind, ferner wie die Umgebungen der Bergwerke und Hütten gegen Belästigungen und Gefahren zu schützen sind. Da sehen wir ganze Sammlungen von Sicherheitslampen und von Berg- und Hütten-Producten, mächtige Modelle von großen Bergwerks-Anlagen, sowie einzelner Theile derselben, eiserne Schacht-Förderkörbe, Figuren vollständig ausgerüsteter Bergmänner, elektrische Zündmaschinen, Modelle der Rauch- und Gasabführung, von Kupfer-Hochöfen und Kugelmühlen, von Pulvermagazinen und Wctteröfen, von Damm- und Wetterthüren, wie von Bohrmaschinen und Darstellung der Ventilation. Auch hier ist viel für das Loos der Arbeiter gethan worden und legen davon deutlich die Modelle und Zeichnungen der Arbeiter-Wohnhäuser und Lazarethe, der Arbeiter-Schlaf- und Badehäuser, wie der der Handelskammern gehören der liberalen Partei an. Die Städte entsenden 10 Liberale und 3 Klerikale, die Landgemeinden 4 Liberale und 30 Klerikale in den Landtag. Dazu kommen noch die 4, natürlich klerikalen, Vertreter der geistlichen Stifte und die 4 Virilstimmenbesitzer, von denen der Erzbischof von Salzburg und die Bischöfe von Trient und Brixen mit der klerikalen Partei stimmen während der Rector der Innsbrucker Universität den Liberalen angehört. ' Es stehen sich also im tyroler Landtage 40 Klerikale und 28 Liberale gegenüber.$ ^gen noch keine neuen Nachrichten vor. Auch in dem officiellen Verhältnisse zwischen Frankreich und China scheint sich noch nichts geändert zu haben, womit jedoch nicht gesagt ist, daß die weitere Entwickelung der Dinge in Tongking nicht zu recht ernsten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Regierungen führen kann. Die französische Regierung ist in Bezug auf China sehr optimistisch gesinnt, denn in der Senatssttzung vom Sonnabend erklärte der Minister des Auswärtigen, Challemel - Lacour, daß durchaus kein Grund vorhanden sei, anzunehmen, daß China mit Frankreich sollte brechen wollen; China werde sich durch eifersüchtige und interessirte Rathschläge nicht beeinflussen lassen und es könne in einer Angelegenheit, in welcher es weder ein Recht, noch ein Interesse (?) zu wahren habe, nicht intervemren wollen; ob Herr Challemel-Lacour mit dieser Anschauung Recht hat, müssen schon die nächsten Wochen lehren. Die Lage der Franzosen in Hinter-Jndien ist offenbar gefährlicher, als man bis jetzt glaubte. Eine in der „Röpubl. fran^asse" veröffentlichte, vorn 29. Mai datirte Depesche aus Saigon meldet, daß in Cochin- China jetzt Alles ruhig fei, „da man die Ausstände in den an Anam grenzenden Bezirken dieser französischen Colonie unterdrückt habe." Es ist das erstemal, daß man von derartigen Ausständen überhaupt etwas hört und scheint es, daß die französische Regierung bemüht gewesen ist, die Meldungen über den Aufstand in Cochin-China zu vertuschen, um die in Frankreich anläßlich der tongking- nesischen Affaire herrschende Ausregung nicht noch zu vermehren. Der Jahrestag des Todes Garibaldi's — 2. Juni — hat in der italienischen Hauptstadt abermals zu einer anti-österreichischen Demonstration geführt. Eine Schaar von etwa 2000 Personen zog am Sonnabend vor das österreichische Botschafts-Hotel, sowie vor das Quirinal und den Vatikan und brachte hier Hochs auf Oberdank und Triest aus. Dem guten Einvernehmen zwischen Oesterreich und Italien ist mit solchen lächerlichen Demonstrationen der Jtalianijsimi wenig gedient und das Cabinet de PretiS wird ficherlich die Ju- stimmunq des einsichtsvollen Theiles der italienischen Nation finden, wenn es auch ferner die ärgsten Schreihälse einsperrt. In viel würdigerer Werse hat da die Deputirtenkammer das Andenken an den großen Nationalhelden der Italiener geehrt, indem sie am Sonnabend einstimmig den Gesetzentwurf, betr. die Errichtung eines National-Denkmals für Garibaldi auf dem Monte Jamculo genehmigte. Der Staat trägt eine Million Lire dazu bei. Außerdem sind in Nom und mehreren Provinzialstädten am 2. Ium Büsten und Gedenktafeln enthüllt worden. Die Verbrennung der Leiche ist in dem Familienrath, den die Hinterlassenen Garibaldsis an seinem Todestage auf Caprera abhielten, definitiv aufgegeben worden. Von den Moskauer Krönungs-Feierlichkeiten hat nun,auch das Volk seinen Antheil weg. Das am Sonnabend auf dem für einen Festplatz ganz colossalen Raum von 100 Hectaren veranstaltete Volksfest war ein wahrhaft großartiges zu nennen. Den Mittelpunkt desselben blldeten die 140 mit Bier gefüllten Waggons, die mit je 8 Zapfkrahnen versehen waren, welche jeden dargereichten Becher sofort füllten. Beim Betreten des Festplatzes erhielt ein Jeder aus dem Volke einen Becher, eine Pastete, einen Kuchen und ein Säckchen mit Naschwerk. Ueber eine Million Empfänger präsentirte sich und da erscheint es begreiflich, daß schon gegen Mittag kein Stückchen Kuchen mehr übrig und in den Biertonnen kein Tröpflein mehr zu finden war. Das kaiserliche Paar nebst den fremden Fürstlichkeiten wohnte dem Feste, welches ohne die geringste Störung verlief, eine halbe Stunde bei und wurde von den Volksmassen überall jubelnd begrüßt. Bei dem Festdiner, welches vor dem Volksseste im Kreml statt- sand, richtete der Kaiser an die Vorsteher der Landgemeinden eine Ansprache, in welcher er dieselben ermahnte, den unsinnigen Gerüchten über Landver- theilung und unentgeltliche Erweiterung des Grundbesitzes keinen Glauben zu schenken. Sine Wanderung durch die Hygieine-Ausstellung. Von Paul Lindenberg. An die umfangreichen Special-Ausstellungen Berlins und der verschiedenen Miniftenen, über welche wir in unserem letzten Artikel berichtet haben, reihen sich die Collectiv-Ausstellungen der übrigen deutschen Städte an. Sie sind thetls in abgeschlossenen Kojen, thetls zwischen den übrigen Ausstellungs-Gegenständen untergebracht und enthalten ebenfalls Modelle ganzer Anstallen, sowie einzelner hervorragender Gebäude ferner Zeichnungen, Tabellen, Pläne, Photographieen rc., welche uns meiften- tbetls'in leicht faßlicher übersichtlicher Weise die Wasser-Versorgungen, Kanalnetze, Schlachthof- und Viehmarkt-Anlagen, Straßenbautcn, Beleuchtungs- und Feuerlöschwesen Uferbauten zum Schutze gegen Hochwasser, die Gesundhettsoerhältnisse, Schulen, Krankenhäuser Friedhöfe rc. rc. erläutern, kurz, uns ein Bild von dem umfangreichen inneren Städte-Betrtebe geben, dessen Wohlthaten ein Jeder empfindet, dessen Organismus man aber so selten kennen lernt. Wir können hier leider auf die einzelnen Aus- stellunaen nicht eingehen, es würden auch zu oft Wiederholungen dabei Vorkommen. Vertreten sind, außer Berlin und den österreichischen Städten, die Städte Augsburg. Bremen Bremerhaven, Breslau ftn hervorragender Weise), Cassel, Chemnitz, Danzig, Dortmund. Dresden, Düsseldorf, Elberfeld, Erfurt, Frankfurt a- M. Halle, Hamburg Hanau, Karlsruhe, Köln, Leipzig (mit einem prächtigen Querschnitt des Gewandhauses) Magdeburg, M.-Gladbach, München, Nürnberg, Stettin, Stuttgart und Ulm. Geben wir nun in der Mitte weiter, so gelangen wir zu den Gruppen, welche sich mit der Desinfektion des Bodens und der Luft, mü Bebauungsplänen und Be- festtauna von Straßen, Wegen und Trottoirs, mit Waperversorgungen ganzer Platze, »le ölner Häuf», mit B-Mlgung der W-°li-n Abfällc un° Abwäsfer, mit der öffentlichen Befeuchtung fowohf durch mte durch efettrtfdjeä Licht, mit Heizung, Lllftwechftl lind Luftreinigung, sowie mit Centrol-Heizungs Aulngen b-sch-tigern Wir finden da eine Collection blitz-nder eiserner, neu vervollkommneter Oefen, bte mit ausgezeichneten Ventilations-Einrichtungen versehen find, pustende Ventilatoren, Modelle von Dampfmaschinen, Kesselspeise- und Wasserstattons-Pumpen, Bohr-Apparate, Filter für Haushaltungen, hunderterlei Arten von Maschinen Rohrenkessel, eine bemerk-ns- rverthe Colleciiv-Ausstellung des Eisenwerks „Lauchhammer", welches mehrere prächtige gußeiserne ventilationssähtge Oeseu ausgestellt hat, in der Nahe aus zierlichem Gestell eine reichhaltige Collection wie Majolika-Gesäße aussehender geschmackvoller emaillirter gußeiserner Gesundh-its-Geschirrc und einen aus gleichem Material sabricirien großen Kochosen, schließlich gewaltige Kessel, Gasmotoren, Pumpen zu Entwafferungszwecken rc. und zwischen all diesen ordentlich sinnverwirrenden Apparaten, deren praktischen Ge- brauch wir schwerlich allein herausfinden würden, bemerken wir noch Modelle und Pläne, Statistiken und Abbildungen, die gerade für den Fachmann ein unschätzbares Arbeiter-Parkanlagen Zeugniß ab. Gehen wir nun wiederum vorwärts und wenden uns nach rechts, so befinden wir uns mitten in de» Gruppen, welche die erste Hülfe bet Kranken, Verunglückten und Verletzten und die Krankenpflege mit ihrem vtelvmfassenden Apparate veranschaulichen. Wir können nicht gerade behaupten, daß d'e Wanderung durch diese Abtheilung eine sehr erquickliche und anregende ist, wenn wir ja auch immerhin dabei die lebhafteste Freude darüber empfinden, wie unendlich viel für unsere leidenden Mitmenschen gethan wird. Da erblicken wir die mannigfaltigsten und auf daS Sinnreichste construirten Krankenstühle und Betten, sogar Wasserbetten mit Ofen für Gas und Dampf, Krankenmatratzen mit geruchloser Closetvorrichtung, Fahrstühle zum Selbstfahren, eiserne Bettgestelle mit Vorrichtung zur Kaltwasser-Behandlung fiebernder Kranken, Krankenund Lesetische. Krankentransportkörbe, dann complete Bade-Ein- richtungen, Douche- und Wärme-Apparate, medicinische Thermometer, chirurgische Bandagen, Operationstische und Stühle, entsetzlich viel chirurgische Instrumente, Schienen, eine Unzahl künstlicher Glieder und schließlich in hohen Regalen und auf zierlichen Brettern tausenderlei Apotheker-Waaren, ganze Apotheken-Etnrichtungen, Kräuter, Salicylsäure-Präparate, Thermal- und Mineralwässer, ätherische Oele, Quellenproducte aus den verschiedenen Bädern, dann Gips und Torf zu Verband- zwecken, Verbandwatten, Pflaster und schlteßlich noch eine Collectiv-Ausstellung von Erzeugnissen der Zahntechnik. — Ah, Gott sei Dank, endlich durch! - Es war uns, als ob wir durch ein Muster-Spital wanderten, in welchem nur die Kranken fehlen und diese abzugeben haben wir doch wahrlich keine Lust! — Eine Stärkung nach diesen letzten nervenaufregenden Anblicken wird uns gut thun und gern lassen wir uns von der freundlichen Hebe in dem goldverzierten schmucken Kiosk ein Glas schäumenden Sects credenzen oder suchen Rast in Bauer's benachbarter altdeutschen Weinstube. Tr.ten wir dann bald darauf den Weg wieder an, so betrachten wir noch die hier in der ausgebogenen Halle befindlichen Präparate und Objecte der animalen Vaccination und zwar wie an ausgestopften Thicr-Cadavern die pract'sckc Ausführung der animalen Lymphe-Gewinnung gezeigt wird, werfen noch einen Blick auf die Modelle der Des- infections-Anstalten und auf die verschiedenen Objecte des Lösch- und Feuerdienstes und suchen dann von Neuem in dem wenige Schritte entfernten Panorama von Gastein von der heutigen anstrengenden Wanderung Erquickung und Erholung. Wie oft man auch in diesem stillen und kühlen Raum weilen mag, stets wird er mit seiner herrlichen Nachahmung der Natur eine tiefe Wirkung auf uns ausüben. Voll und ganz gfben wir uns wieder und immer wieder dem Zauber der unvergleichlich schönen Landschaft hin; der Druck von unserer Stirn weicht, das matte Auge gewinnt an Glanz und die körperliche wie geistige Ermüdung läßt nach, wenn wir auf die grünen Wälder und Auen, den schäumenden Gießbach und den lachenden blauen Himmel, die schneebekrönten Alpen und das weltabgeschiedene Thal blicken, und mit diesem freundlichen Eindruck wollen wir für heute Abschied von unseren Lesern nehmen. Vermischtes. — sVacante Stellen für Militäranwärter s Wtl L F'NtV nchtS, so bcsinden ftn. Verunglückten n Apparate Verankerung durch diese uch immerhin dabei isere leidenden Mit-- und auf das Sinn- mit Ofen für Gas , Fahrstühle zum Handlung fiebernder ; Mplete Bade-Ein- neter, chirurgische ische JnstrWMk, ; i Regalen nnv ans ^en-MlchMgen, , ww pd.e- । Ton F Dnba^- dto W W DOtl - *' - Es war uns, j r die Kranken An | Slärkung nach die! " ,| i lossrn w>r uns m ( -ZL" tegS'r un» jolunB' to ■ (rb er wrt seines rn neh^n- ftßfe ÄÄ itunTn®4*11 ""dm, Sich»« lun- Bergwerken * X"’* n werden, um sich»,, 'tboufern, AM und nachah^, ,e diese Abthets^ tn wollen wir ba4 ^dbach mit feinen der Farbwerk- In beiterwohnhäufern, Ballgesellschaft in idließlich die aus- ^''Eolonie Kroneo- und der Menage, mehrere Modelle inüffen umkehren, pe des Bergbau- t von dem Berg- leaen die vielerlei Umgebungen der i sind. Da sehen patUn^robucten, Iheile derselben, nänner, elektrische ipser-bochösen und und WetterWen, ter ist viel sür das lleund Zeichnungen Zadrhauser, wie der ... ii. X*s ’Ösri' iri > * iShrl'^' ' ..di . «4»0S «"l51 ; A”Ä •'***"<« Trtiittrt'., ,1«) , ,< (»"’m 6«1 M . cM‘’’ p u»‘Ä V- 6< Jtfj ffi fl r in' <- R I F'dn hsL1,1 M V1'“ M Allgemeiner Anzeiger. Seltersweg 57. 1672 Corsetten. Mein Lager in Corsetten habe bedeutend vergrößert und empfehle solche bei reichhaltiger Auswahl in Fapons zu sehr billigen Preisen. 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