tret ■>fe. h 21. T-rben uH offen. Mzerlrenut iu schäft, 1 $on; skn tm 'Dienstag ebneten, ttt leben. tinann« äieL ibrumiett. lorstand. tags 10 Uhr an, Saldgirmefer für leibliche Er- ire Koedding- 'früher in Süd- b van Andel- üdgimes larendorff. 3882 Uen berg«, VI. _ Mchncht lltrii: 3897 sofort «ui l'eh l" t’eJSüs^ s*#Ä Mx. 127. Erstes Blatt Donnerstag den 7. Juni lt«8S Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. «urcau > Schulstraß- 7. Erscheint täglich mit Ausnahme be8 M.«««.». Ndl-lstTA-n LlMrlfch ^M«l7.7'K Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Regulirung der nichtschiffbaren Flüsse und Büche. Gießen, am 4. Juni 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglieben Bürgermeistereien des Gorloffthales. Sie werden benachrichtigt, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz Vorarbeiten zur Regulirung der Horloff angeordnet und den Großherzoglichen Landescultur-Jnspector Dr. Klaas hiermit beauftragt hat. Wir empfehlen Ihnen daher, diesem und seinen ausführenden Technikern (dermalen Großherzoglicher Geometer I. Classe Wämser) jede erforderliche Unterstützung zu gewähren. ___Dr. Boekmann.__ Betreffe nd : Reinhaltung der Straßen. Gießen, am 2. Juni 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Sie soweit Sie noch im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 9. Mai 1883 binnen acht Tagen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Betreffend. Die Reinhaltung der Straßen und Plätze in der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Mit Rücksicht auf die anhaltend heiße und trockene Witterung fordern wir diejenigen hiesigen Einwohner, welchen die Reinigung der Straßen rc. nach Vorschrift des Localreglements vom 10. November 1879 obliegt, auf, die nach Maßgabe dieses Localreglements von ihnen zu reinigenden Straßentheile und Plätze täglich zweimal Morgens zwischen 6 und 8 Uhr und Mittags zwischen 12 und 2 Uhr mit reinem Wasser zu begießen. Zuwiderhandlungen unterliegen nach § 366, pos. 10 des Reichsstrafgesetzes Geldstrafen bis zu 60 oder Haftstrafen bis zu 14 Tagen. Gießen, den 6. Juni 1883 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ________________________________________Fresenius._______________________________ Bekanntmachung. In Folge einer Aufforderung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz machen wir den Handelsstand unseres Bezirks auf das bevorstehende Erscheinen eines Werkes: „Die Zolltarife des In- und Auslandes nach amtlich publicirten Gesetzen und Verordnungen nebst Erläuterungen, Berlin bei E. S. Mittler, ein starker Quartband, Subscriptionspreis 24 Mark", aufmerksam' Großherzogliche Handelskammer. ____________________________________ Ed. Silbereisen.________________________________________________________ Pfer de;ncbt-Ber ein für das (VrrsMerzogthum Hessen. Der Pferdezucht-Verein für das Großherzogthum Hessen veranstaltet auch im Jahre 1883 einen Ankauf von Stutfüllen für seine Pferdezucht treibenden Mitglieder und solche Züchter, welche beabsichtigen, dem Vereine beizutreten?' Angekauft werden nur halbjährige Stutfüllen bester Qualität in Norddeutschland zum Durchschnittspreise von 350 JL. Die Bestellungen müssen bis halben Juni eingegangen sein und sind bei den Herren Directoren der landwirthschaftlichen Bezirks-Vereine, in Rheinhessen bei dem Herrn Präsidenten des landwirthschaftlichen Provinzial-Vereins bezw. den Herren Vorstehern der Vereinsbezirke, oder direct bei dem unterzeichneten Vorstande einzureichen. Der unterzeichnete Vorstand ist zu jeder weiteren Auskunft bereit und wird auf Wunsch die Ankaufsordnung im Abdruck mittheilen. Die allgemeinen Kosten, als: Reisekosten der Commission, sowie die Kosten des Transports, der Fütterung und der Versteigerung der Füllen trägt der Pferdezucht-Verein, so daß die Besteller nur den Ankaufspreis zu entrichten haben. Die Thiere werden wie in den Vorjahren unter den Bestellern versteigert. Der Termin und Ort der Versteigerung wird s. Z. bekannt gegeben. Darmstadt, im April 1883. Der Porstand des Pserdezucht-Uereins fiir das Großherzogthum Hessen. Franck in seiner jetzigen Fassung für zu weitgehend hält. — Abg. Kugler lst für einfache Annahme der Regie: ungsvorlage, bedauernd, daß durch den die Besteuerung der Actienges llsckasten ftatuirenden Art. 4 eine große Verwirrung in die Gesetzgebung gekommen sei. — Maurer glaubt, daß der Antrag Küchler in Art. 35 hinreichend berücksichtigt sei. — Nach weiteren Bemerkungen der Abgeordneten Wolz, Dittmar und Osann wird Art- 19 mit dem Antrag Wolfskehl angenommen, die übrigen Amendements werden abgelehnt. r In Folge der beschlossenen Einführung der Declarationspflicht ist eine neue Redactton der weiteren Artikel des Entwurfs nothwendig geworden, welche der Ausschuß in einem Anhang zum Bericht vorgenommen hat. Art. 20 wird ohne Debatte angenommen. Zu Art 21, welcher von der Steuererklärung handelt, wird auf Antrag Böbm bi schlossen, daß nicht der Vorsitzende der Einschätzungscomm'sstan allem wertere Aufklärungen Über d e Einkommensbeträge verlangen kann- Wetter beschletzt die Kammer auf Antrag des Abg. Schaum, daß dem Steuerpflichtigen eine 2Iufforberun0 zur Declaration mit Zustellung des Declarationsiormulars zugehen muß Die Artikel 22 bis 25 werden angenommen. Zu Art- 26 wünscht ®d)roi’,er eLe J8elebrun0 ber Mitglieder der Emschätzungs - Commissionen über ihre gefefcHcben gegenüber den Steuercommissären, worauf die Regierung eine befriedigende Zusage ertheilt. — Art. 27 wird angenommen. Fortsetzung der Berathung morgen Vormittag J Uhr. Berlin Berlin bat sich ein Comtte gebildet, welches die Erfüllung einer nationalen Ehrenpflicht, die Errichtung eines Denkmals für S^ulze-DePtzsch in die Hand genommen hat- Dem Comite gehören an. Die Re clMag-> - Adgtordneten n Renniasen n Benda v Forckenbeck, Gnerst, vugo Hermes, Kapp, Ludwig Lowe, Löwe“ Ludolf Parisius Rickert, Schenk-Wiesbaden, Seyffardt-Creseld und Virchow Es steht zu erwcntn, bofe manJid) bemnödM mit einem Aufruf in dieser Angelegenheit an O'ffmtlichkett. wenden wüd — Ein 6err Viktor Saint Paul und dessen Gemahlin tn Parts haben der Pariser med cinffchm Akademie 25,000 Francs zur Verfügung gestellt als Preis für diejenige Person welche ein Heilmittel gegen Diphteritis entdeckt, das die mebfctntf<*,c »rÄ aW wirffim erMrt Die Stifter bestimmen ausdrücklich daß der'PretL ohne Unterscheidung der National'tät zu vergeben ist. Di-- Zinsen der 25 000 Francs sollen tn der Zwischenzeit alljährlich für die beste Arbeit über bt-fe Kranker als Preis zu vergeben sein. — Es bürfte im Hinblick aus die gegenwärtige Consti-llation in Ostasien nicht uninteressant sein, einen Blick auf den Umfang und die Bedeutung des chinesischen Keutschkand. Darmstadt, 5. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 2. Juni den Revisionsgehülfen Christian Decher aus Engelrod, im Kreise Lauterbach, zum Oberrechnungs-Probator 2. Klaffe bei der zweiten Ab- theilung der Justistcatur der Oberrechnungs-Kammer zu ernennen 5. Juni. Der zweite Präsident Muhl verkündigt in heutiger Sitzung der 2. Kammer als mue Einläufe eine Anforderung der Regierung im Be- trage von wetteren 9000 Ji. zur Beseitigung der durch die Erdrutschungen bet ^-^^bvderi Gefahren, die Mittheilung der in einer tn den letzten Tagen Bürgerversammlung beschlossenen Resolution in Betreff des Antrags Wasserburg und Genossen auf Einführung direkter Landtagswahlen inh ÄfnprLgan0,öbenc>£b^ Vorstandes der Sparkasse zu Ulrichstein betreffend r ^ifenbach, Artikel 11 des Einkommensteuergesetzes nn™Ä,5ta,0SHbtrai*aUhnmbc8 /^^^"nnten G-setzesmtwurss schreitet nur sehr lang, n^ WbiuT'mtrnmmL1hnbff der Feststellung des steuerbare» Einkommens m Abzug zu kommen bat. Dazu sollen auch die berc ts der Einkommensteuer unter- worfemn Zinsen und Dividenden von Actien gehören. — v. Wedekind batte Strick dieser Beftlwmung beantragt, seinen Antrag jedoch zurückgezogen - Mö linger ntomt benMben wieder auf. - Wolfskehl beantragt Ersatz durch die Worte: „Die Zlnsen und Dtvldenden von Actien inländischer Gesellschaften^ iedock nur in dem- Sn fl®nb "“ltni6, U-bcrschiisse bereits der Einkommensteuer unter- finb" . 7 31n Stelle der »eftimmung, bofi für bm Unterhalt Otts Steuer- vfltchttllen und seiner Famllte k-merlet Abzug statlsindet, beantragt Wasserburg III kommt ein Betrag für das zum Lebensunterhalt in Abzug, und zwar vorerst für einen einzelnen Steuerpflichtigen der Betrag eon 300 M, für eine verheirathetc Frau der Betrag von 200 M, fiir jedes ftlnb unter 15 Jahren der Betrag von 100 ju. — Küchler will nur für den ieaei- Erhalt keinen Abzug gemacht, besondere, meist durch Unglücksfälle 'oerur* ÄS 0'bübrend berücksichtigt sehen. - Abg Sckröder, sowic Ministerialrath Müller und Geh. Obersteuerrath Baur enwfeblen den Antrag Wolfskehl, wenden sich dagegen entschieden gegen den Antrag Wasserburg, den auch ßdnbelS m werfen. Man berechnet den Jahresumsatz sowohl des Imports als des Ervorts aus se 75 Millionen Francs. England und seine Dependenzen particepuen an dem Jmvorthandel mit ’/8, an dem Exporthandel mit -/>. Hinter England kommt Deutschland mit relativ sehr ansehnlichen B-th-iligungsMern. Noch günstiger als int Smm?r»“eUen gestaltet sich im maritimen Verkehr das Verhaltniß der Repeasentalwn D^»cklands in den ostasiatischen Gewässern, da ein großer Th eil der Küstenschifffahrt mUer deMscher Flagge betrieben wird und deutsche Seeleute auch zahlreich unter anderer Flagge sahrew "Man rechnet di- Küstenschiffsahrt de« letzten Jahres gleich einem D-- pUcem^t non 1 iRiawn tagende Delegirten - Conserenz der deutschen Memerbekammern aus welcher u. A. die Kammern von Bremm, Hamburg, Lübeck, München, Leipzig, Stuttgart Nürnberg, Würzburg, Chemnitz, Plauen und Zittau ver- tt ten sind, verhandelte heute über das Submissionswesen. Referent Huber (Stuft aarti stellte einen Antrag, dahin gehend: Unter Hinweis aus die notorischen Ilebel- Rn - w-lche mstde? Ar? des gegenwärtigen. Submiffionsversahrens sK die Gewerbetreibenden sowohl, wie für die öffentliche Verwaltung verknüpft sind, bitten bte versammelten Kammern das Reichskanzleramt^ d e Einzelregrerungen und resp. die Gemeindeverwaltungen: erstens durch eine aus Mitgliedern sammtltcher Departements und aus Industriellen bestehende Commission einhettlrche sammtl'che Verwaltungszweige gleichmäßig bindende Grundsätze für die Handhabung der verschiedenerlei Beschasfungs- arten und für die Neuregelung technischer, sowie der allgemeinen (hauptsachlrch nach dem Gesichtspunkte der Gleichberechtigung zweier Kontrahenttn zu reoldtrenden) Sub- missionsbedingungen entwerfen zu lassen; zweitens die beschaffenden Behörden durch eine zweckmäßige Organisation zu einer selbstständigeren Berücksichtigung des Beschaffungszweckes und einer planmäßigen Abwechselung in der Vergebungsme hode zu befähigen, insbesondere durch periodische oder ständige Berufung einer gemischten Commission für die regelmäßige Revision des Verfahrens und der Submissionsschematen Sorge zu tragen und die Accordirung der Arbeiten direkt zu erleichtern durch Nieder- setzung von Schiedsgerichten und gemischten Uebernahme-Commtssionen, Einrichtung von Matertalprüfungsanstalten, regelmäßige Aufstellung von Pre.stabellen und Concentration des Jnformirungswesens über die Leistungsfähigkeit und Vertrauungswürotg- kett der Submittenten. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Als weiterer Punkt standen die von Steglich (Dresden) in der Sitzung der Dresdener Handels- und Gewerbekammer vom 2. Mat aufgestellten Thesen über Betrtebsreform im Kleingewerbe auf der Tagesordnung. Diese Thesen wurden dadurch erledigt, daß die Con- ferenz die Wichtigkeit derselben anerkannte und beschloß, daß dieselben von den Iheck- nehmenden Kammern in den von ihnen vertretenen Bezirken zur Nachachtung empfohlen werden, wie auch gegebenen Falles der Staatsregterung geeignete Vorschläge in dieser Richtung zu machen sind. Rußland. Moskau 4 Juni. Die Jubelfeier der Regimenter Preobraschenski und Semenoff wurde eingelettet durch die Nagelung und kirchliche Weihe der Feldzeichen vor der gesammten kaiserlichen Familie. Darauf ließ der Kaiser die Regimenter mit den neuen Fahnen versehen, die denen aus der Zett Peters des Großen gleichen und auf der Kugel der Fahnenstange das griechische Kreuz tragen Alsdann begab sich der Hof nach dem Sokolniki-Park, wo derselbe von einer zahlreichen glanzenden Veisamm- lung erwartet wurde. Im Park waren an Tafeln Deputationen aller hier versammelten Truppen placirt. Als die Majestäten mit den Fürstlichkeiten eingetroffen waren, rückten die Jubelregimenter in voller Stärke auf den Festplatz und es folgte nun unter den Klängen aller Musikcorps der Truppen, die zu einem einzigen Orchester vereinigt waren, die festlich: Speisung der Mannschaften. Der Kaiser und die Kaiserin machten mehrere Rundgänge durch die Tafelrethen und wurden überall mtt Jubel begrüßt. Um 4 Uhr verließen dieselben mit ihren hohen Gästen das Fest. Arankreich. Pari-, 4. Juni. Heute Abend brach in einem mit chemischen Pro- ducten gefüllten Waarenladen in der Rue Oberkamps ein Feuer aus, dessen Bewältigung zwar nach einiger Zeit gelang, bei welchem aber durch das wiederholte Explodiren von Chemikalien ein Feuerwehrmann getödtet und zehn andere Feuerwehrmänner schwer verletzt wurden. Auch der eigentliche geuer* schaden ist ein sehr erheblicher. ________ _ , _ ______ — Das Herrenhaus genehmigte das Vermaltnngsgesetz definitiv in der von der Commission vorgeschlagenen Fassung. Die Hauptabweichungen von der Fassung des Abgeordnetenhauses bestehen darin, daß dem Regierungspräsidenten im Bezlrksausfchutz ein ständiger Stellvertreter gegeben wird (§ 28) und daß aus der Amtsthattgkett des Landraths und Regierungspräsidenten kein Grund zur Ablehnung derselben aus Be- sorgniß der Befangenheit entnommen werden soll (§ 61. Morgen: Zuständigkeitsgesetz. Paris, 5. Juni. Beim Martneministerium sind weitere Depeschen aus Tongking eingegangrn. Nach denselben wurde der Ausfall aus Hanoi, bet wachem R'v^re fiel, beschlossen, nachdem eine beleidigende Herausforderung des Oberanführers der .schwarzen Flagge" vorausgegangen war. Der Ausfall erfolgte am 19. Mar, bte französische Truppenabtheilung wurde auf einer engen Straße von 50 Meter Lange von dem in dem Bambusgebüsch versteckten Feinde mit Gewehrfeuer plötzl ch angegriffen. Rividre wurde bet dem Versuche, das an der Sp'tze der Truppenabtheilung befindliche Geschütz zu retten, getödtet, das Geschütz wurde g-retM, der Rückzug wurde unter dem Befehl des Sch'ffsltcutenants Marolles tn guter Ordnung ausgeführt. Die Gesammtverluste auf französischer Sette betragen: 4 Offictere, 11 Soldaten, 18 Matrosen tobt 7 Osficiere, 24 Matrosin, 20 Soldaten verwundet. Es gelang, sämmtliche Verwundete nach Hanoi zurückzuschaffen, die Gefallenen aber mußten auf dem Gefechtsplatze zurückgelassen werden. Der Feind verlor 113 Mann Die Lage tn Hanoi ist eine beruhigende, der Geist der dortigen Truppen ist vorzüglich, die Verbindungen mit Hawfong sind frei. Die ersten, aus 2 Compagnien bestehenden Verstärkungen sind am 27. Mat von Haipfong nack Hanoi abgegangen, ein Bataillon und eine Batterie Geschütze hat Saigun am 26. Mai verlassen unv sollte am 30. Mai tn Hanoi ankommen. Der Commandant von Namdiuh tcleglaphirt, er sei in der Lage, jeden Angriff zurück- juroeifen. ________________________________________ Lokales Gießen, 6. Juni. (Sterblichkeit tn Gießen) Die Sterblichkeitsziffer stieg während Der Woche vom 27. Mat bis 2. Juni wieder. Es ereigneten sich im Ganzen 13 Todesfälle, davon die größere Mehrzahl bei Kmdern. Im ersten Lebensjahre starben 5 Kinder, je eins an Gehirnentzündung, Darmcatarrh, allgemeiner Abzehrung, angeborener Schwäche. In einem Falle, der nicht ärztlich beobachtet worden war, bheb die Todesursache unbekannt. Kmder zwischen dem 2. und 10. Lebensjahre starben 4, davon 2 an Scharlach, eins an Krämpfen, eins an Verengung des Kehlkopfs Bet 4 verstorbenen erwachsenen Personen wurde 2mal Lungenschwindsucht, einmal Nierenentzündung, einmal Krebs als Todesursache bezeichnet. $. — Freunde der Turnerei, welche sich nächsten Sonntag den 10. d. M° an der im Hochwald bei Bad Nauheim stattfindenden Turnfahrt beteiligen wollen, werden ersucht, um eine Fahrpreisermäßigung von 50pCt. zu erlangen (mit den Zügen Morgens 6 Uhr 40 M nuten und Nachmittags 1,56 Minuten), sich in die Liste bet Herrn Carl Stieber einz-ichnen zu wollen. Abends liegt dieselbe tn der Turnhalle zur Einzeichnung bereit. , . Gießen, 6. Juni. Auf der Brandstelle des Lumpenlagers glüht es immer noch fast wie in einem Hochofen, ab und zu schlagen auch noch die Flammen empor, wenn ein lebhafter Windstoß darüber fegt. Die Nachbarschaft hat unter diesen Umständen leiber viel zu leiden. Ein fast unerträglicher Gestank, von den brennenden Lumpen rc. herrührmd, verpestet die Luft. Dazu die Hitze, welche der Feuerherd immer noch ausströmt, verbunden mit der weiteren Feuersgefahr für die Nachbargebaude. Das Wegräumen geschieht mit einer Laymheit, wenigstens bis zu der Zeit, in welcher wir dieses schreiben, daß es wahrhaft traurig ist, wenn man bedenkt, daß solches ganz anders und energischer könnte betrieben werden- Hoffentlich macht unsere Polzei- und Sanitätsbehörde der Hacke einen Stiel und veranlaßt, daß dieser Pest- und Feuerherd aus der Stadt baldigst verschwindet und hoffentlich für immer. — In unserer ersten Mittheilung über den Brand des Lumpenmagazins vergaßen wir die brave Heuchelheimer Feuerwehr zu erwähnen. Die Mannschaft dieser Wehr war bereits Vi nach 12 Uhr an der Brandstelle und arbeitete dortselbst so aufopfernd und fachkundig, daß dieselbe das höchste Lob verdient. Auch die Spritze der früheren Wiesecker Feuerwehr war in der Stadt, kam jedoch nicht in Aktivität. Die Feuerwehr in letzterem Orte hat sich aufgelöst, angeblich deshalb, weil die Mannschaft nicht das genügende Entgegenkommen von Seiten der Gemeindevertretung gefunden habe. B t i f 4 t t l Telegraphische Depeschen. Wolff»s telegr. Correspondenz-Burearr. c Berlin, 5. Juni. Die kirchenpolitische Vorlage ist heute dem Abgeordnetenhause aiaeaanaen. Dieselbe besteht aus 6 Artikeln- Die Anzeigepflicht und das Einspruchsrecht des Staates für die Uebertragung von Seelsorgerämtern, deren Inhaber unbedingt abberufen werden dürfen, sowie für die Anordnung einer Stellvertretung oder einer Hilfsleistung in einem geistlichen Amt werden aufgehoben. Auf Pfarramtsverweser findet diese Bestimmung keine Anwendung. Die Kompetenz des Kirchengerichtshofes bei Berufungen gegen den Einspruch der Regierung wird ausgehoben: bei Uebertragung eines geistlichen Amtes, bei Anstellung als Lehrer bei geistlichen Vorbildungs- anstalten, bei Ausübung von bischöflichen Rechten oder Verrichtungen rn erledrgten Bisthümern. An Stelle des Paragraphen 16 des Gesetzes vom 11. Mai 1873 wird bestimmt: Der Einspruch findet statt, wenn der Anzustellende aus einem Grunde, welcher dem bürgerlichen oder staatsbürgerlichen Gebiete angehört, für die stelle nicht geeignet erachtet wird, insbesondere wenn seine Vorbildung den Vorschriften dieses Gesetzes nicht entspricht. Die Gründe für den Einspruch sind anzugeben. Gegen den Einspruch kann innerhalb 30 Tagen Beschwerde bei dem Kultusminister erhoben werden, der endgiltig entscheidet. Die Vorschrift des Artikels 5 des Gesetzes vom 14. Juli 1880 wegen Straffreiheit der Vornahme geistlicher Amtshandlungen in erledigten Pfarreien oder solchen, wo der Inhaber an der Ausübung des Amtes verhindert ist kommt für alle geistlichen Aemter ohne Rücksicht darauf, ob das Amt besetzt ist oder nicht, zur Anwendung. Alle dem entgegenstehenben gesetzlichen Bestimmungen werden aufgehoben. , — Der Reichstag genehmigte den Paragraph 2 der Zuckersteuervorlage nach dem Anträge der Kommission- Die von der Kommission beantragte Resolution, betreffend die Enauete über den Rübenbau und die Zuckerfabrikation wird unter Ablehnung des die Art und Form der Vernehmung Sachverständiger betreffenden Absatzes angenommen Hierauf wurde die zweite Berathung des Etats pro 1884/85 begonnen und die Etats des Reichstags und Reichskanzleramts genehmigt FortsetznM morgen. ,,, — Das Abgeordnetenhaus berieth heute die Emskanal-Vorlage. Die Kommstjton beantragte bekanntlich Ablehnung desselben und wünscht vielmehr den Bau eines Rhein- Weser-Elbkanals mit einem Zweigkanal nach der untern Ems Hammacher wünscht im We entlichen dasselbe, beantragt nur unter Aenderung der Überschrift die Vorlage an- ^nnebmen und für die Theilstrecke Dortmund — untere Ems — 46 Millionen zu bewilligen. Letocha beantragt einen Kanal von Oberschlesien nach Berlin Schorlemer- Alit beantragt eine Resolution, welche die Anträge Hammachers und Letocha's zu- sammenfaßt. Der Regierungskommissar Schultz befürwortet den Emskanal dessen Anschluß an Rhein, Weser und Elbe zweifellos sei, erklärt un Uebrtgen das Einver- ständniß der Regierung mit dem Antrag Hammachers. Hermes gegen einen lüften- kanal, da die Regierung zur Ausführung des Binnenkanals sich nicht verpfllckfte. Windthorst bedauert den Beschluß der Kommifsion, welcher einem Begraben der Vorlage gleich komme, man sollte hier der Regierung nut Vertrauen entgegenkommen. Abg. v. Kronigk spricht für einen Binnenkanal die Regierung wolle nach ihren eigenen Erklärungen den Emskanal nach Bremen und Hamburg fortfuhren. Dao liege aber nicht im Interesse Preußens. Fingnzminifter Scholz erklärt, die Regierung holte die Frage der Fortführung des Kanals für eine offene, sie habe sich keineswegs für die Küstenlinie entschieden. Der Minister erkannte an, daß e§ den Gegnern des Gstetzes lediglich auf Sicherung des Binnenkanals ankomme. Regierungskommissai Wiebe wies auf die leichte Herstellbarkeit des Anschlusses an den Rhem hm. Marcard sprach für den Antrag Hammacher und eventuell für die Regierungsvorlage. Die General- discussion wuroe hierauf geschlossen und die Weiterberathung bet Berathung des Antrags Letocha auf morgen vertagt. Die Debatte führte noch zu einem Zusammenstoß zwischen Windthorst und Schorlemer-Alst, da Windthorst den Antrag Schorlemer's als Dynamitpatrone bezeichnete. Darmstadt, 4. Juni. Gemäß der Zeit-Eintheilung für die Herbstübungen der Großh. hessischen (25.) Division finden die Regimentsübungen des 1- Großh. Jnfanterte- (Letbgacde-) Regiments Nr. 115 tn den Tagen vom 27. August bis 1. September bet Darmstadt statt. DaS 2. Großh. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 übt im Regiment vom 27 bis 31. August bet Gießen. Am 1. September fährt letzteres Regiment mit der Eisenbahn nach Darmstadt, um hier mtt dem Infanterie-Regiment Nr. 115 vom 3. bis 8. September Brigadeübungen abzuhalten. Vom 10. bis 14. September hält diese 49. Brigade Feld- und Vorpostenübungen in Starkenburg südlich der Bahnlinie Darmstadt-Babenhausen mit 3 Biwaks her Vorposten ab. Die Regtmentsübungen des 3. Großh. Infanterie-Regiments (Lstb-Regiments) Nr. 117 finden vom 29. August bis 3 September bei Mainz, die des 4- Großh. Infanterie-Regiments (Prinz Karl) Nr. 118 in derselben Zeit bet Drais statt. Diese beiden Regimenter, welche bte 50. Infanterie-Brigade bilden, üben im Brigade-Verbande vom 4. vis 10. September bet Drais. Die genannte Brigade hält vom 12. bis 15 September Feld- und Vorpostenübungen tn Starkenburg nö> blich der Bahnlinie Darmstadt-Babenhausen mit 3 Biwaks der Vorposten ab. Das 1 Großh. Dragoner-Regiment (Garde- Dragoner-Regiment) Nr. 23 hält seine Regtmentsübungen vom 11. bis 31. August bet Babenhausen, das 2. Großh. Dragoner-Regiment (Leib Dragoner-Regiment) Nr. 24 vom 11. August bis 3. September bei Darmstadt ab; vom4. September bis8. beffeiben Monats üben beibe Regimenter tm Brigade-Verbanbe bet Darmstabt. Die Dragoner- Regimenter, sowie bas Großh. Feld-Artillerie-Regtrnent Nr. 25 (Großh- Artlllerie- Corps), ber e>tab der 5. Festungs-Jnsp>ction, bte 3 Pionier-Compagnie und ein Detachement ber Großh. Traincompagnte nehmen an den Hebungen der Division und des Armeecorps Theil. Am 17. September findet ein Feldmanöver der Diotsion in 2 Abteilungen gegen einander zwischen Seligenstadt und Offenbach statt; am 18. September Manöver ber Division gegen einen markirten Feind bei Offenbach; am 19. Feldmanöver der vereinigten Division gegen eine andere Division nach Bestimmung des Generalcommandos. Am 20. ist Ruhetag; am 21. große Parade vor Sr. Majestät dem Kaiser bei Homburg v. b. Höhe, am 22. Manöver bes 11. Armeecorps gegen einen markirten Feinb östlich Homburg v. b- H.; am 23 Ruhetag; vom 24- dis 26 Feldmanöver der Divisionen des 11. Armeecorps gegen einander mit zweimaligem Biwak bes gesammten Armeecorps. Nach bem letzten Manöver (26. September) kehren bte Infanterie- Regimenter bei- Division per Eisenbahn in ihre Garnisonen zurück, die berittenen Truppen am 27- per Fußmarsch. Mainz, 1. Juni. Ein Schäfer trieb gestern eine große Anzahl Hämmel über die Löhrftraße; plötzlich sah sich ber sog. ßeitbammel veranlaßt, in ein offenstehendes Hans zu rennen unb seinen Weg in bte Wirthsstude zu nehmen. Alle Hämmel liefen nun dem Leithammel nach unb tm Nu hatte der Wirth fein Gastzimmer voller Gäste, allerdings sehr ungebetene; viele Mühe kostete es, bte Gesellschaft wieder aus bem Local zu bringen. Marburg, 4. Juni. Wie wir hören, betragt die Gesammtzahl der Studtrenden hiesiger Universität im gegenwärtigen Sommersemester 840. Es ist dieses die höchste Zahl von Zuhörern, bte unsere Hochschule bis jetzt erreichte. Wolfhagen, 2. Juni. Wieber einmal hat das furchtbare Element des FeuerS in schreckenerregender Weise gehaust und zwar in bem unserer Stadt nahe gelegenen schönen Dorfe Istha, in welchem es seit 36 Jahren nicht gebrannt haben soll. Das Feuer, bem bis heute Abend 16 Wohnhäuser unb 6—8 Nebengebäube, als Scheunen rc-, zum Opfer gefallen, brach heute Mittag auf eine bis jetzt noch unbekannte Weise in bem Hause des Försters Hebeier aus- Leiber haben von all ben Abgebrannten nur 3 bis 4 Personen versichert, infolge besten bie Noth unb bas Elenb der BebauernSr werthen furchtbar groß ist. Menschenleben sinb glücklicherweise nicht zu beklagen, dagegen sind einige Schweine verbrannt. Die aus der Umgegend zur Stelle geeilten Mannschaften mit ihren Spritzen haben sämrntlich ihre Schuldigkeit im höchsten Grade gethan, allein bei bem in bem Dorfe herrschenben großen Wafsermangel war an eine Rettung nicht zu benken- Jndesten scheint eine weitere Gefahr nicht mehr vorhanden wS* Clin unter ben. Stillt« S-W iW’ÄLitn « — Nach öltet' ^demnach MT.W-Dietz Bremen, 2. 3 W, Copt. H. 8- u- Mi von Bremen u H Morgens wohlbc -r-«ff«ri a. Mitgkthe- (Äctien 253^, Sta Ahmctien 171% M Commndit 19 h 1880er Mm 7£, kckr -, 5% All isi Tendenz: fest. M^unt, Mittag Arbeit' -Atz Die bei Mim -Ms ju 2ang*@ön Äiunb Lieferunt Rrjerung, ueranid ^Arbeitslohn, Mrbeit, '", Werarbeit, '' ^Mttardeil, ^Wmbeit, ' ^Ächrarbeil, Sudmijston ^Vreichende Cfrci Hf* ber einad, Äs? ÄT* ZSA lEiöfn aus $e: t5oÄt 7“4e5 ,..g ^8 wurde "SMhrt. Die l!.n- IS Matrosm fimmtiHt $m dem GeiechiZ- ?0eJn Hanoi Iß »crotnbungen mß Ölungen sind i,ne Äolterie @|( )Qn°i anfommen. D Angriff zuM Mziffer stieg sich im Ganze« -nsjahre ftarben lehmng, anger )en war, blieb ahre starben 4, kchlkopfs. Bet einmal Nieren- G. ■ b. M. an der vollen, werben Zügen Morgens et Herrn Carl rnholle zur Ein- zlüht es immer flammen empor, inttr bleien Um- ben brennenden Feuerherd immer Nachdargebäude. Zeil, in welcher daß solches ganz nfere Pol'zei- und ft- und Feuerherd penmagazins ver- Dte Mannschaft eitfte dortselbst so Such die Spritze licht in 9ldW weil die Mann- meinbevertrelM Lerbstübungen der ; 1. September bei lÄ'Ä« en m stai,tentS !ot± fexS S:r5 e??C ?)ie Dragos ) (öroJL und el« i« 5»«M1 ftdit; » :f*43a4; jef« £ S* «rftö Bt®a*h 8 gjfinl* *->»<* .M?- fisgbj ■tf' "'f y'l'n, »«•' Der Director: SubmiffLmr // ff ff 3910 SchioßK^ss?» 3921 Mainzer Kirchenbaulotterie ver- 36.—, ver- 4.80, ver- Jeikgeöotenes 3916 3904 bei Zffsentlich versteigert- 3912 3887 Der Csssier: Durchbrändl. Setzen dieser Steine, anschlagt zu . . . Lieferung von Feldsand, anschlagt zu . . . ff n /f ff Maurerarbeitslohn, Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Anstreicherarbeit, v4t. 33.60, Seuling, Bezirks-Bauaufseher. sollen im Submissionswege werden. Einzureichende Offerten, in welchen das Ab- oder Aufgebot in Prozenten auszudrücken ist, müssen längstens bis zum 11. ds. Mts., Nachmittags V23 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, eingereicht sein. Die Eröffnung der eingelaufenen Offerten erfolgt um 3 Uhr auf dem Rathhaussaal. Voranschlag, Bedingungen und Zeich- uung sind zur Einsicht auf Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns offen gelegt. Nach diesem Termin werden nach- 3931 Ein Tafelklavier nt verkaufen. NodHeimer-Straße 40. Jacob Grünewald., Bankgeschäft, Schillerstraße. Darmstadt, den 3. April 1881. Großherzogliche Obere Bergbehörde. S""’- Offene Stellen in Amerika und England für Landwirthe, Arbeiter, Gewerbtreibende und Techniker, vor Allem aber für weibliches Personal als Haus- und Stubenmädchen, Köch'nnen, WUthschafterinnen, Lehrerinnen u. f. w. enthält jede Nummer der Sonntag in Dresden illustrirt erscheinenden deutschamerikanischen Wochenschrift „Der Auswanderer." Dos Abonnement auf den „Auswanderer" beträgt für 3 Monate 1 Mark und nehmen iämmtliche Deutsche Postanstalten Abonnements jederzeit entgegen; die bereits im Quartale erschienenen Nummern werden gratis und franco nachgeliefert. Die Tendenz des „Auswanderer" ist einmal vor allen jenen Firmen und Agenturen zu warnen, welche unter falschen Vorspiegelungen zur Auswanderung verleiten, — zweitens richtige Vorstellungen über Nord- und Südamerikanische Verhältnisse zu verbreiten. Abonnenten erhalten alle Auskunft über Amerika gratis und franco. „Der Auswanderer" weist ferner zahlreiche billigere Reiserouten nach Amerika nach, sowie für besonders geeignete Personen unentgeliltche Ueberfah't bez. freie Reife ab Hamburg oder Havre. Die Bekanntmachung der New- Aorker Central-Postbehörden, Veröffentlichung über angeblich Verschollene u. s. w., Heirathsgesuche wohlhabender Amerikaner nach deutschen Frauen machen außerdem den „Auswanderer" zu einem lesenswertben Organe für die weitesten Kreise. Wer durch Posteinzablung von 3 Mark an die Expedition des „Auswanderer" dtrect auf ein halbes Jahr (—31. December 1883) abonntrt, erhält eine Anzahl sauber ausgestatteter und illustrirter Werke Über Nord- und Südamerika, sowie ein Verzeichniß offener Stellen, franco per Paguet ins Haus geliefert. Redaction und Expedition des „Auswanderer" in Dresden in Sachsen. 3918 194.86, 390.10, 75.74, 69.60, 39.-, vergeben Witterungskunde.*) 7. Juni. Im Allgemeinen nimmt die Stärke des Windes und die Bewölkung ab, der Frühmorgen ist dunstig bis aufgeheitert, der Vor- und Nachmittag bedeckt; Regenschauer oder Bedeckung wechselt ab mit Sonnenblicken, Abends folgt Aufbesserung stellenweise bis zu ganz hiiterem Himmel; Nachts sind namentlich im Süden mäßig gewitterhafte Niederschläge zu erwarten. Die Temperatur liegt meist noch unter der normalen mit verhältnißmäßig tief liegendem Minimum, wenn sie auch Mittags und Nachmittags bedeutend steigt. 8. Juni. Frühmorgens hell bis blau, Vor-und Nachmittags abwechselnd sonnig und schleterig dis wolkig, aber trocken, nur strichweise noch geringe Niederschläge, Abends wieder besser bis schön. Im Allgemeinen ist es wieder wärmer. Auch das Minimum hebt sich. Die Wasserstände werden demnächst fallen. Der Wasserstand des Rheins mag bei Köln eine Höhe von 3 bis 4 Metern erreicht haben. 9 Juni. Zunehmende Aufbesserung Morgens, später abwechselnd schleterig, wolkig und sonnig, örtlich noch gewitterhaft mit kurzen Regenschauern Nachmittags, gegen Abend Aufbesserung. Im Allgemeinen ist es meist trocken und tagsüber wärmer. Das Temperaturmtnimum wird wieder heruntergchen; nach Westen zu ist es mehr trüb; die Winde sind mäßig, nur zeitweise aufgefrischt, die Niederschläge nach Norden zu schwach, nach Süden zu noch mäßig. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juni, abgeschlossen am 15. Mat (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 ^). — Nachdruck verboten- Kostenfreier Umtausch Obligationen der k. k. Oesterr. Elisabethbahn BetÄNUtmachRNg. Die Erhebung der Forst- und Feldstrafen der letztverflossenen Periode geschieht an den gewöhnlichen Zahltagen bis 20. dieses Monats. Großherzogliche Districts-Einnehmerei I. Walther. Bailly-Quelle bei Schwalheim. Nat. kohlens. Mineralwasser. Als Erfrischungstrank an Lieblichkeit des Geschmackes und Reichhaltigkeit an Kohlensäuregehalt alle anderen Mineralquellen übertreffend. 3909 Niederlage bei den Herren Emil Fischbach und H. Wallach. George Ballly, Brunnen-Comptoir bei Schwalheim- 42.-, 184.-, 425 -, 69.—. steinen, veranschlagt zu . y Fahren dieser Steine, anschlagt zu . . . folgende Arbeiten durch öffentliche Versteigerung weiter in Accord gegeben: Brechen von 24 Cbm. Mauer- Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Handelsgesellschaft Gebrüder BuderuS zu Lollar unterm heutigen Tage mit den Eisen- und Manganerz-Bergwerken „Lollar" und „Lollar 1" in der Gemarkung Lollar, Kreises Gießen, beließen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihungen müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks- eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht der Situationsrisse bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Prinz Carneoal. , Auf beiden Seilen der „Banknote" waren noch Narrenfiguren angebracht, so daü es schwer begreiflich ist, wie sich Jemand täuschen konnte. Zum Ueberfluß hieß rs noch am Rande der Note: „Wer Banknoten fälscht, wird mit 15 Jahren Badekur in Raaaz bestraft". — Das Gericht sprach eine Strafe von einem Jahr Arbeitshaus über den Angeklagten aus. Dieser hat appellirt. __ Nach alter Beobachtung treffen gute Kartoffelernten mit guten Heidelbeer- ernten fast immer zusammen. Die Heidelbeeren blühen heuer in reicher Fülle; es würde demnach auch eine gute Kartoffelernte in Aussicht stehen. Tapeten. Reste und zurückgesetzte Tapeten in größter Auswahl zu äußerst billigen Preisen empfiehlt lUeln/rich Oo<*l»steitl<*rs mi sein Rühmend muß noch hervorgehoben werden, daß mehrere Personen aus hiesiger Älldt ihre Schuldigkeit in hohem Grade bei dem Brande gethan haben. Hilfe thut Ser wieder sehr nöthig. Die schreckliche Katastrophe mag denen, die die Verstcherungs- Lber sparen wollen, zur Warnung dienen. (T. u- A.) 0 Wiesbaden, 1. Juni. Heute sind in Laufenselden Über 30Häuser abgebrannt. brennt immer noch, doch ist keine weitere Gefahr mehr. Frankfurt, 1. Juni. Auf dem Bockenheimer Bahnhofe gerieth gestern Abend hem um 11 Uhr von Berlin die Station passirenden Zuge ein Handlungsreisender ms Berlin unter den Zug; es wurde ihm der linke Arm und das rechte Bein abge- ;ihren- Der Unglückliche starb nach kurzer Zeit. Schwyz lieber einen vor dem hiesigen Criminalgertcht abgeurtheilten Strafen wird berichtet: Balth. Schirmer von Relchenburg ist des Betrugs durch Ausgabe ftner „falschen" Banknote angeklagt. Dieselbe lautet wie folgt: Es bezahlt die Bezirks-Narrenkasse in Nirgendsheim dem Vorweifer dieses Cassascheines Franken hundert am 1. April anno Tubak. Donnerstag den 7. d. Mts, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause Seltersweg Nr. 15 verschiedene Mobilien, als: 1 vollständiges Bett mit dreitheiliger Matratze, Tische, Stühle, 1 Schreibpult, 1 Bücherregal rc. SchiffSbericht. Mttgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Kremen C W. Dietz Nachfolger, Gießen. Bremen, 2. Juni sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Win Capt H. A- F. Neynader, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. Mai von Bremen und am 22. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute H fthr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. «raukfurt a. M.. 6. Juni, Nachmittags 2 Uhr — Mim (Telegrcwhischer Eoursbericht. Mttgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 253>/-, Staatsbahnactien 280-/«, Galizier 259'/», L-mbarden 12g-/,, Nord- vestbahnactien 171'/8, Gotthardbahnactien 120%, Darmstadter-Baiffactien 152%, K Commandit 196S/4, Oesterr. Silberrente 67'/4 4°/° Ungar. G°ldrente 75%, 4% 1880-r Ruffen 72»/e, 5°/o 1877r Russen 90%, 2. Orient-Anleihe SN/, 4°/° Spanier —, . 5h\ um solche auch mit Erfolg benützen zu können, die Ziehung der vier Klassen wie folgt festgesetzt: ,, SXT Erste Klasse 19. September Zweite Klasse 21. November Dritte Klasse 23. Januar 1884 Vierte Klaffe 26. März 1884. Maimz, den 3. Juni 1883. Der Vorstand für Erbauung einer katholischen Kirche im Gartenfelde zu Mainz. Die bei Erbauung eines Spritzenhauses zu Lang-Göns vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, als: Kalklieferung, veranschlagt zu 65.—, ' ' ' ' 203.40, Oeffenllicht Aufforderung. Der Nachlaß des am 27. Mai l. I. verstorbenen Großherzoglichen außerordentlichen Professors i. P. Dr. Johann Baptist Wetter zu Gießen ist von dessen Kindern als Erben nur unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden. Es werden daher Alle, welche Forderungen an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche bei Meldung der Nichtberücksichtigung innerhalb der nächsten drei Wochen, von heute an gerechnet, entweder schriftlich oder mündlich in der Gerichtsschreiberei dahier anzumelden. Gießen, den 4. Juni 1883. Großh. Amtsgericht Gießen. 3908_____Stammler-________ Lieferung von Brennmaterialien. Die Lieferung des Bedarfs an Steinkohlen und tannenem Scheitholz für das akademische Hospital pro 1883/84 soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Offerten sind bis zum 20. Juni 1883, Abends 5 Uhr, versiegelt auf das Verwaltungsbureau obiger Anstalt mit der Aufschrift: „Lieferung von Brennmaterialien" einzureichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 5. Juni 1883. 3926 Gr. Direktion des akadem. Hospitals. Maurerarbeit, veranschlagt zu Pflasterarbeit, „ „ Ehaussirarbeit, „ „ Gießen, den 5. Juni 1883. MM Sch-lßl Setreff 3919 Betre NaOcku Hlgung der darr Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, sämmtliche Commilitonen von dem Hinscheiden unseres unvergesslichen Vereinsbruders geziemend in Kenntniss zu setzen. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Bahnhofstrasse Nr. 40, statt. Giessen, den 6. Juni 1883. Der Acad. Naturw. Verein. I. A. R« Schlich^ z. Z. Schriftführer. Heinrich Balser cand. med. vet. Zu verkaufen 1 ein schöner, noch wenig gebrauchter Kinder- waaen. Näheres in der Exped. ds. Bl. Eine Parthie angelaufener Sicheln von guter Qualität wird billig abgegeben bei 3907 A. Kröll, Gießen. Wermietyungen. 3905 Mehrere kleine, sehr schöne Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten vermiethet billigst_______W. Deuling. ' 3914 In meinem Hause, Grünberger- Straße 31, sind zwei Wohnungen von je 4 Zimmer sofort zu vermiethen. Dr. K&nlger. 3917 Ein kleines Familienlogis zu veP- miethen. L. Hellmold, Schillerstraße. 3911 Der 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Corridor, nebst Zubehör, zu vermiethen. _ „ W. Rusag, Frankfurter-Straße. 3932 Ein kleines Familienlogis im Hintergebäude zu vermiethen. H. Schaststädt, Bahnhofstraße. 3400 Ein Familienlogis 2 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen bei Jacob Dörr, Gr. Mühlgasse 10. Vermischte Anzeigen. 3913 Ein Kinder - Sonnenschirm stehen geblieben bei Frau Sommerlad, Markt. 3922 Ein braves Mädchen in einen bürgerlichen Haushalt auf sofort oder Johanni gesucht Zu erfragen in der Exped. ds. Bl. 3925 Ein kräftiges, reinliches Dienstmädchen, das gute Zeugnisse besitz^ gesucht. 3927 Ein braver, junger Mann wird als Austräger aushilfsweise für kurze Zeit gesucht. Ferber'sche Univ.-Buchhandlung. 3860 Ich suche einen durchaus tüchtigen Gehülfen aus dauernde Beschäftigung. Heinrich Hollmann, Tapezier. NustbaunMmme, gesunde, werden gekauft. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 3889 3863 In einem hiesigen Schuhmacher- Geschäft kann ein braver Junge in die Lehre treten. Näh. in der Exped. ds. Bl. Wenzel s Garten. Donnerstag den 7. Juni: l. Ahnneaeits-Concerl ausgeführt von der ganzen Capelle (42 Mann) des 2. Grotzh. Hess. Inf.-Reg. Nr. 116, unter Leitung des Capellmeisters Herrn C. Krautze. Anfang 7 Uhr. Entree SO Pfg. Bei dm Urchr Wort ij sehr vechölel Die Ausfi genommen wurde Arasprozebordmuist ichriebenen ortd Älhenschauer au^ Die Veroi Ml 14 pos. 1 unb weiter, daß bi be§ Orts noTid)iv Abonnements-Billets sind noch bei Herrn Friseur Gerhardt, Linden- 3928- platz, sowie an der Kasse zu haben. Büntree Dfg» Anfang 8 Uhr, Betre 3933 Es ladet ergebenst ein Hart Gerhard zum Einhorn. 3906 im Alter von 9 Jahren. Um stilles Beileid bitten Feine und andere Wäsche wird sauber und billig gewaschen bei Frau Konradt, Neuenweg 40. ^Wvauke bei uns zeuguitz ifi hiev Wir beauiti !Wen in Artike Käthchen Ritsert und Kinder. Gießen, den 5. Juni 1883. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr statt. Achtungsvoll •foseph Mark 8./6.AV.8U.Conf.M.Gr.Z Verantwortliche Redaction: A. Schcyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Hierzu ein zweites Blatt. Einem verehrlichen Publikum, sowie meine» werthen Kunden mache hierdurch die Mittheilung, daß in Folge des uns betroffenen Brondfalles mein Laden auf ca. la Tage geschloffen bieibt. Mir zugedaehte Austräge bitte ich, bis dahin gütigst rekerviren zu wollen. Restauration )ur Pulvermühte. Gartenwirthschaft, neu eingerichtet. Lieblicher Aufenthalt durch die Nähe der Lahn. — Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. — Vorzügliches Exportbier aus der Actienbrauerei. 3580 Reelle Bedienung. — Mastige Preise. Todes-Anzeige Heute Nachmittag um 1 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser innigst geliebtes Töchterchen und Schwesterchen Louise Todes-An-zeige. Statt jeder besonderen Mittheilung allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht von dem gestern Nachmittag 5V-2 Uhr erfolgten Tode unseres lieben Sohnes und Bruders Heinrich Balser, cand. med. vet. Die trauernden Hinterbliebenen. Anna Balser, geb. Dapper. Anna Balser, Emma Balser, Georg Balser. Gießen, den 6. Juni 1883. Die Beerdigung findet morgen, Donnerstag Nachmittag 4 Uhr, vom Sterbehause (Bahnhofstraße 40) aus statt. 3920 M Nach vielfa *b 6rI*eti *i M, bei h Andere auch R^eitä mt LK. Lenzscher Felsenkeller. Freitag den. 9. Juni: ABEND-CO ACEBT ausgeführt von der hiesigen Regimentsmusik. 3921 Danksagung. Für die so überaus aufopferude thätige Hülfe, welche uns von Seiten der Feuerwehren, des Militärs, sowie der Bürgerschaft bei dem uns betroffenen Brande zu Theil geworden, sage hiermit den innigsten Dank. 3930 J. Falk in Iirma: Alexander Mayer. Mangnerei» „Eintracht" zu Steiuhadj. Sonntag den 10. Juni 1883: 3. Stiftungsfest 3915 verbunden mit Waldparthie und Taus.