Mittwoch den 7. März 1883 Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. iri# ii' Mtigen. zu im Rheingau, deren theilweise demnächste Beseitigung oder Abschwächung im Sinne der Erhaltung des bisherigen Wasserspiegels dcn Gegenstand einer Vereinbarung zwischen .d. Man erwartet daher in den beteiligten parlamentarischen Kreisen, daß jenes Abkommen, welches den hessischen Ständen bereits zuging, dort aber anscheinend bis PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. England. London, 2. März. Die englische Schiffbau-Industrie sieht sich den deutschen Markt mehr und mehr entschlüpfen. Trotz der stetig wachsenden Production britischen Eisens und Bessemer-Stahles weist deffen Verwendung zu Schiffsbauzwecken neuerdings einen merkbaren Rückgang auf, den Kenner der Verhältnisse zum guten Theil auf das Ausbleiben deutscher Bestellungen, die jetzt in der eigenen Heimath mustergiltige Effectuirung finden, zurückführen. Rach den jüngsten Veröffentlichungen der „British Jron Trade Association" weist der Verbrauch an Eisen und Bessemer-Stahl zu Schiffsbauzwecken im Monat Ja- nnar d. Js., verglichen mit der im gleichen Monat des Vorjahres zur Verwendung gelangten Quantität einen Rückgang von 182,116 Tons auf. Der Bremer „Norddeutsche Lloyd" dürfte noch der einzige Kunde sein, der mit regelmäßigen und namhaften Bestellungen am englischen Schiffsbaumarkte erscheint. L'ranbfloiK VM [fiuttafe 67-, Darmstadt, 24. Februar 1883. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Jusirz. v. Starck. Rautenbusch. 5) Insoweit demnächst auch für andere Schäden, als für die an Gebäuden statt- gehabten, Beihülfen aus Mitteln des Staates geleistet werden können, ist darüber in derselben Welse wie über die Beihülfen für Schäden an Gebäuden Entscheidung treffen. ichmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Z)eutschkand. Darmstadt, 5. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzog, sowie Ihre Großh. Hoheiten die Prinzessinnen Victoria und Elisabeth werden morgen Abend 9 Uhr mit Extrazug der Main-Neckar-Bahn wieder hier eintreffen. Die Allerhöchsten Herrschaften nebst dem Gefolge beabsichtigen morgen Vormittag 8 Uhr 39 Min. von Berlin über Eichenberg-Cassel abzureisen. — Die evangelische Landes-Synode, wird nicht, wie in mehreren Blättern gemeldet wurde, am 29. März, sondern erst nach Pfingsten dieses Jahres wieder zusammentreten. Darmstadt, 3. März. Das heute abgegebene Großh. Regierungsblatt Rr. 6 enthält: Bekanntmachung, die Leistung von Beibülfen zur Heilung der durch die lieber; schwkmmungen veranlaßen Beschädigungen aus Mitteln des Staats betreffend. Mit Allerhöchster Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Grobherzogs »erben nachstehende Bestimmungen über die Leistung von Beihülfen zur Heilung der •urd) die Überschwemmungen veranlaßten Beschädigungen aus Mitteln des Staates mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenniniß gebracht, daß die darin erwähnten Grundsätze demnächst zur Veröffentl-chung gelangen werden. 1) Zum Zweck der Entscheidung über alle Beihülfen, die aus den der Regierung zur Bekämpfung des Rothstandes aus Anlaß der letzten Ueberschwemmungen zur Verfügung gestellten Mitteln zur Heilung von Gebäudeschäden geleistet werden sollen, wird eine Landescommission aus sechs Mitgliedern gebildet; der Provinzialausschuß jeder Provinz wählt hierzu ein Mitglied und für den Fall dessen Verhinderung einen Stellvertreter, die anderen drei Mitglieder werden von dem Großherzogl'chen Ministerium des Innern und der Justiz ernannt, das auch den Vorsitzenden bestellt- Die Landes- Commission entscheidet noch Stimmenmehrheit, im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. 2) Ehe die von den Großherzoglichen Kreisämiern erhobenen Schadens- abschätzu gen der Landescommission zur Entscheidung vorgelegi werden, hat der Kreisausschuß des betreffenden Kreises Anträge auf Ertheilung von Beihülfen zu stellen. Er hat denselben die von dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz zu bestimmenden Grundsätze zu Grunde zu legen und sich insbesondere auch darüber zu äußern, ob die bezüglichen Schäden durch Wassersnoth entstanden sind und ab und welche Beihülfe den Beschädigten nach ihrer Bedürftigkeit zu ertheilen sein dürste, sowie welche Beschädigte einer Beihülfe bedürftig nicht zu erachten sind. Außerdem hat der Kreisausschuß sich darüber zu äußern, ob und welche an die Beschädigten aus andern Mitteln etwa schon gemachte Zuwendungen auf die zu leistenden Bechülfin in Aufrechnung zu bringen sind; 3) lieber die von dem Kreisausschuß gestellten Anträge entscheidet die Landes- Lommission nach Maßgabe der unter 2) erwähnten Grundsätze. Dieselbe kann vor der Entscheidung Vervollständigung der gemachten Erhebungen ober der gestellten Anträge eintreten lassen; sie kann auch, ohne vorerst über den ganzen Betrag der Beihülfe zu entscheiden, beantragen, daß ein gew sser Theil der überhaupt in Frage kommenden Beihülse alsbald ausbezahlt werde. Glaubt der Vorsitzende eine Entscheidung als den von dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz bestimmten Grundsätzen zuwiderlaufend beanstanden zu sollen, so Hot er sofort die Entschließung der genannten Behörde, die alsdann endgültig über die zu leistende Beihülfe zu entscheiden hat, einzuholen. Von allen Entscheidungen hat der Vorsitzende die Beschädigten mit dem Bemerken in Keuntniß zu setzen, daß ihnen freistehe, gegen dieselben b'nnen acht w Ist ein öogiö ;'j| ,r.C »ii taieben.________I •-.dier odnc Model vtl- . ;trdb Kapttmeiflj; M ioflletiX" jr ■ 5 ? ■ - ■ ;;i.; ptrTfc i vtxmit&tn- ioioit st __ ^cllersweg 1. I rcmilienbgt§‘23im: | vermietbtn uno c?r! Tagen zerstörlicher Frist Beschwerde an das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz zu erheben, das dann endgültig zu entscheiden hat. Diese Beschwerden sind bet der Landes-Commission einzureichen. Rach Ablauf dieser Frist sind die Entscheidungen mit den etwa gegen solche erhobenen Beschwerden von der Landeßcommission dem Ministerium des Innern und der Justiz vorzulegen, das die Auszahlung der zu leistenden Beihülfen verfügt. tr/m Hau?, Vubwigs; v.t ffuf der Lstskite zu L. Petri b. jQmilienlfißi? im Tirrnirchm bei lurmarbt, 'iechadl. jcoar an die bayerischen Donaubezirte 20,000 JL, an Elsaß und Württemberg je 10,000, nti Hessen, Unterfranken und die Pfalz je 80,000, an die Rheinprovinz 60,000, an Anden 40,000, an den Regierungsbezirk Wiesbaden 20,000 ^M. Es bleiben also noch jur Vertheilung übrig 500,000 JL, von denen 100,000 reservirt sind. ^"idwigsptay 5. ; möblirte ’ 5“ wrmittben. r^lttgasse^. :"’^btnwobnung, n--llQ .jübeji^n. ^'^ildelmsstraße, •■imoblirtt^inimer 101 ws breie.) ds. A. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correfpondenz-Burean. Berlin, 5. März. Abgeordnetenhaus. Das Haus genehmigte den Nachtrags- Etat, den Etat der allgemeinen Finanzverwaltung und der landwirthschaftlichen Verwaltung. Die Position für die Bahn Fischhausen-Palmnicken wurde bewilligt. Bei der Beralhung des an die Commission zurückoerwiesenen Antrags Knörcke, die Mehrforderung für Schulaufsichtskoften als Zuschüsse zu Lehreremeritengehälter zu verwenden, proteflirte der Fmanzminifter gegen diese Uebertragung des einen Postens auf den andern, v. Bennigsen, Windthorst, Knörcke traten, den Ausführungen des Finanzministers entflegtn, v. Bennigsen beantragt eine Resolution, durch welche unter Abstandnahme der Erhöhung der Emeritengehälter die Regierung aufgefordert wirb, ein Elementarpensionsgesetz vorzulegen. Der Finanzminister bemerkte, daß die Regierung der gesetzlichen Regelung der Lehrerangelegenheit das größte Interesse zuwende. Die Regierung habe die Hälfte der Schullasten durch ein Schuldotationsgesetz übernehmen wollen, dazu gehörten aber große Mittel aus Reichssteuern. Er bestritt wiederholt die Befugniß des Hauses zur Uebertragung. Der Cultusminifter sagte, daß er den Versuch machen wolle, aus diesen traurigen Verhältnissen mit Hilfe des Hauses herauszukommen. (Beifall.) Knörcke zog darauf seinen Antrag zurück und die beiden Poften: Schulaufsichtskoften und Emeritengehälter wurden unverändert genehmigt. Auch die Resolution Bennigsen wurde angenommen. Ferner würbe das Etatsgesetz und das Anleiheg-setz genehmigt, und somit ist die zweite Etatsberathung erledigt. — Die „Rordd. AUg. Ztg." von heute Abend bespricht die schleswigsche Optantenfrage und führt unter Hinweis auf bte Bestimmungen des Wiener Friedens über das Opiionsrecht Folgendes aus: Die Dom-cilverlegunz sei Grundbedingung für die Gültigkeit der Optionen gewesen, wie bet allen früheren derartigen Abkommen. Jedes Abweichen vom Grundprincipe durch die Wiederzulassung derOptirenden in abgetretenes Gebiet unter Beibehalt fremder Staatsangehörigkeit nehme der Option die wahre Bedeutung, mache sie zum Scheinmanöver und würde dahin führen, daß nahezu alle Bewohner des abgetretenen Gebiets für den abtretenben Staat opttren, aber in allen Wohnsitzen die Heimstätte als Ausländer behalten würden. Preußen habe aus Freundwilligkeit gegen Dänemark den Optanten die Rückkehr nach Schleswig gestattet und habe sich damit das Werk der AssimiUrung Nordschleswigs mit den übrigen Theilen Preußens erschwert, die Optanten hätten deßhald aber keineswegs ein Recht auf Nichtausweisung, also ein größeres Recht, als jedem sonstigen Ausländer zuftehe. Nachdem die Zahl der Dänen Nordschleswigs durch anscheinend völlig organisitten Zuzug neuer El mente aus Dänemark gewachsen sei, so sehe sich Preußen gezwungen, dem Wcitergreifen dieses Zustandes durch Maßnahmen vorzubcug-n, welche Diejenigen, die auf preußischem Gebiete lebenslänglich bleiben wollten, auffordern, die natürliche Consequenz dieses Entschlusses zu ziehen. Die Klagen der Dänenpresse über unritterliche Verwaltung und über brutalen Machtmißbrauch wären unterblieben, wenn Preußen von Hause aus mehr völkerrechtlichen Traditionen und weniger freundnachbarlichen Gesinnungen gegen Dänemark Rechnung getragen hätte. Berlin, 5. März. Der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind heute nach Karlsruhe zurückgekebrt. Rom, 5. März. Der Papst empfängt heute, morgen und übermorgen anläßlich seines Geburtsfestes und des Jahrestages der Krönung die Glückwünsche der Diplomaten. — Der Appellhof bestätigte das Urtheil des Zuchtpolizeigerichts, welches Valerian zu dreijährigem Gefängniß oerurtbeilt. Baden Baden, 5. März. Der schon seit längerer Zeit sich hier aufhaltende Reichskanzler Fürst Gortschakoff ist vor einigen Tagen erkrankt, sein Sohn Fürst Michael Gortschakoff befindet sich bei ihm zur Pflege. Der Krankheitszustand gilt für nicht unbedenklich. Stettin, 5. März. In der Schiffswerft und Mafchinen-Bauanstalt des „Vulkan" zu Bredow brach in der vergangenen Nacht eine Feuersbrünst aus, die mehrere große Baulichkeiten des Oberhofes, in welcher sich auch Modelle befanden, in Asche legte. Das Feuer ist heute Morgen gelöscht worden. Ueber den angerichteten Schaden und die Betheiligung der Verficherungs-GesellsMften an dem Feuerschaden ist Näheres noch nicht bekannt, im Betriebe der Schiffswerft ist durch die Feuersbrunst keinerlei Störung eingetreten. London, 5. März. Die „Times" erfährt, daß die nächste Sitzung der Conferenz am Mittwoch stattfinden wird uiid daß die englffchen Bevollmach' tigten dann einen Vorschlag machen werden, der für Rußland annehmvai sein und die Beendigung der Conferenz-Arbeiten gestatten würde. Parts, 5 März. Kammer. Berathung ber Anträge wegen Revision der Verfassung. Fen y spricht sich formell gegen die Berathung ans- Die Reg ^mtg werde nicht zögern, die Verfassungsrevision energisch anzuregen, sobald die Reoision lvoglich sei. Gegenwärtig würbe bte Initiative dazu zu einem scharf.n Conflict zwischen beiden Kammern führen- Den Krieg gegen den Senat eröffnen, hieße die wahre Meinung des Landes verkennen, dessen große Masse Frieden und Arbct von der Republik lossagen würbe, wenn sie erkenne daß die Republik d e Unbeständigkeit und Agitation sei. Die Regierung lehne die Revision als Racheakt gegen den Senat ab und verlange zuerst die Wiederherstellung des Einverständnisses beider Kammern. Dauernder werde die Regierung durch eine solche Majorität; bann werde der Senat noch vor den Wahlen in 1885 der Revision -ustimmen. - Rach längeren Reden Madier de MoMjau'S, Andrieux', welche aus ver* ** . .W: zu ber Beschlußfassung im preußischen Landtage zurückgcstellt ist, dem letzteren baldigst lorgelegt werden wird. * • r “J/ lU — Von den dem Präsidenten des Reichstags noch zur Disposition stehenden 900,000 X für die Ueberschwemmten kommen heute zur Vertheilung 400,000 und I —------------------- ------------------------------ mrMrrte Zimmer, zu: | es ju Dtnnietbtn. 1’übnftraBt 5. b - billig Zimmer, auf b n, iu vcrmielhen. wrni-nitTABe 29. | zu ver- v .? beziehbar bei g, ^rankmnersttche. | Berlin, 3. März. Die Ueberschwemmungen am Rhein legen den Ged anken , £**.. nabe, daß die Aufmerksamkeit ber Strom- und Landes-Polizeibehörde sich mehr als s lidlüll’N* bisher dem ßochwosserprofil dieses Stromes und der anderen größeren Flüsse wird zu- flckllü'llf wenden müssen. Die bisher vorgenommenen Correctionen beziehen sich wesentlich auf den niedrigsten Wasserstand; sie bezwecken, für diesen der Schifffahrt die erforderliche iiiy H Fahrtiefe zu sichern. Die Correctionswerke ragen nicht über Mittelwasser hervor und “ -ofc D‘"n h uU;’ bewirken, daß das, was dem Mittelwasserprofil in der Breite genommen wirb, ihm nach ^niiiß der Tiefe ersetzt wirb. Auf das Hochwasserprofil haben sie weder tm guten, noch im schlechten Sinne den geringsten Einfluß. Wie wenig selbst die bisherigen Correctionen „ Vertretern der preußischen und hessischen Regierung bildet, auf den Verlauf des Hoch« ' 1 wossers gehabt hat, beweist ein Vergleich zwischen dem Verlaufe des letzten und des Hüte ’S. Hochwassers vom Jahre 1845. Bet dcn beiden Katastrophen im November und . Decemler v. I. Überstieg der Wasserstand bei und oberhalb Mainz zwar dcn Stand von 1845, gleichwohl ist im Nheingau und in der Nheinprovinz die. Hochfluth nirgends höher gestiegen als in dem letztgedachten Jahre. vröijnTDohE, -y. ALvcher n r'.'-- friDrbitL • . . . 4) In der Regel sind die Beibülfen nicht an die Beschädigten selbst, sondern an - nicht beschädigt?, von dem betreffenden Kreisamte als geeignet bezeichnete Kuratoren jungen1 auszuzahlen, bte über die Verwendung dem Kreisamte demnächst Rechnung abzu- legm haben. , , <■'7^ i y StggffJ ■u ^^Üthen. __2euli schtedeneri Gründen eine Verfasfungsvevision verlangen, erklärt Clemenceau, daß die neuen Erklärungen Ferry'S die Anfrage nolhwendig machten, ob das Votum vom 26. Januar 1882 zu Gunsten der Revision noch g'ltig sei und weSKalb der Senat diesem Votum nicht Rechnung getragen habe. Er beantragt, die Berathung auf morgen zu vertagen. Die Kammer nahm letzteren Antrag mit 276 gegen 207 Stimmen an- — Im Senat begann die Berathung des von Dufaure ausgearbiitettn Grsetz- entwurfs betreffend daS Associationsrecht. Mehrere Republikaner bekämpften die Vorlage weil sie den religiösen Associationen nicht dieselben Rechte rote den anderen zugestehen wolle. Jules Simon trat für die Vorlage ein und erklärte, ein wirklich liberales Gesetz müsse für alle gleichmäßig fein. Er wies auf den hohen Nutzen der religiösen Associationen hin- Fortsetzung morgen. Madrid, 5. März. Die Anarchisten-Agitation nimmt in Andalusien, namentlich in der Umgegend von Leres, zu. ArcoS ist das Haupt der „Schwarzen Hand". Gestern wurde ArcoS verhaftet. Anarchistische Zweiggesellschaften wurden in Granada und Malaga entdeckt. Bet Leres wurden die Ersendahnzüge mit Steinen beworfen und mehrere Reisende verletzt. _ Lokales Gießen, 6. März. Montag den 12. und Dienstag den 13. l. Mts. finden öffentliche Sitzungen des Provinzial-AusichusseS der Provinz Oberhessen statt. — Es kommt zur Verhandlung: 1. Gesuch des Jacob Meub IV. von Ober-Mockstadt um Ertheilung der Concession zum Wirtbf chaftsbetrid. 2. Klage des Ortsarmenverbondes Wolfgruben gegen den Ortsarmenverband Asienbeim wegen Unterstützung des Jost Ortmüller. 3. Reclamation des Straßcnmeifters Philipp Klein zu Heusenstamm wegen Zuziehung zu den Umlagen der Stadt Gießen für 1881/82 und dem Schulgeld für das 1. Quartal 1881. 4 Die Wahl des Bürgermeisters für die Gemeinde Udenhausen. 5. Wahl eines Mitgliedes und desien Stellvertreters zu der nach der Bekanntmachung vom 24. Februar l. I., betreffend die Leistung von Beibülsen zur Heilung der durch die Ueberschwemmungeu veranlaßten Beschädigungen aus Mitteln des Staats zu bildenden Landetzcommrssion. 6. Klage der Freiherrn von Schenck zu Schweinsberg gegen die Gemeinde Ober-Gleen wegen Gemarkungsrechtes. 7. Reclamation des Johannes Bogel und Consorten zu Usenborn wegen Zuziehung zur Bestreitung kirchlicher Bedürfniffe. 8. Hülfsbedürft'gkeit des Konrad Heiß zu Frischborn. Gießen, 6. März. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 8. März 1883, Nachmittags 4 Ubr. 1. Die Erbauung eines neuen Schulhauses für die Stadtmädchenschule. 2- Die Vergebung der Lony'schen und von Krug'schen Stiftungszinsen. 3. Nivellirungtzplcm der Bleichstroße. 4. Umguß einer Glocke auf dem Stadtkirchthurm. 5. Die städtischen Baumpstanzungen. 6. Die Anschaffung von Klee- und Grasfamen für die städtischen Wiesen. 7. Anlagen auf der Nordanlage. 8. Den Gießener Eisveretn bftr. 9. Gesuch des Weißbindermeisters Louis Petri in. zu G'cßen um Er- laubntß zum Beftehenlassen eines Biunnens und zur Wasserabführung in einen städtischen Canal. 10. Gesuch deS Fabrikanten Ehri« W asserschleben dahier um Erlaubniß zur Legung eines eisernen Rohrs unter dem Leihgesterner Weg. 11. Gesuch d?s Maurermeisters Christian Haubach dahier um Ueberlassung von Kies. 12. Octroterhebung von Pferdefleisch. 13. Die Vergrößerung des ProvinzialarrestbauseS in Gießen betr. 14. Die Theilung der ersten Claffe der Stadlknabenschule. Gießen, 6. März. Unsere gestrige Notiz, betr. den Kaffcediebstabl, ergänzend, theilen wir weiter mit, daß bei einer Durchsuchung in der Wohnung des Diebes ein fast completes Colonialwaaren-Lager vorgefunden wurde. — Zufolge der Neu-Equip rung der Schutzmannschaft mit Schstopsäb In 'st eine Anzahl dcr älteren noch wohl erhaltenen Säbel überflüssig geworden. Es b-etet sich vielleicht für Landgemeinden hierbei eine günstige Gelegenheit, tbre Gemeinde, bediensteten mit neuem Seitengewehr billig auszustatten. Ltebhabrr wollen sich auf der hiesigen Polizeiwache melden. BeraffÄtel. Darmstadt, 2. März. Die allgemeinen Gesundheitsvi'rhältnisse in den überschwemmt gewesenen Landesiheilen sind, wie die „D. Z." mittheilt, bisher durchgängig n cht ungünstig gewesen. Einzelne Bezirke melden sogar einen auffallend geringe,- Krankenstand; aus anderen wird berichtet, daß zahlreichere rheumatische Krankheiten zur Beobachtung kommen, sowie namentlich, daß schon vor der Überschwemmung vorhanden gewesene chronische Leiden eine bedeutende Verschlimmerung erfahren hätten. Die Vermehrung der Sterblichkeit beschränkt sich wo sie vorhanden ist, auf wenige Fälle. Epidemische Kinderkrankheiten (Masern, Scharlach, Keuchhusten) zeigen sich hier und da in den überschwemmten rote in anderen ßandestheilen in kaum verschiedener Weise. Bedenklich war der Ausbruch eines recht bösartigen Scharlachs in dem von Aftheimer Flüchtlingen stark bevölkerten Griesheimer Barackenlager; doch gelang es zum Glück, der Weiterverbreitung Schranken zu setzen. Die Zahl der d phtheritischm Erkrankungen war nicht auffallend häufig. Wirkliche Ruhr wurde nicht beobachtet, ruhrartige Diarrhöen nur in einzelnen Fällen, welche auf den Genuß verdorbenen Trinkwassers zurückzuführen waren. Die einzige Krankheit, welch, eine vermehrte Verbreitung fand, war der Unterleibstyphus. Typhusfälle waren schon vor den Ueberschwemmungen in Mainz und Worms, in Nierstein, in Lampertheim, Biblitz und Wattenheim vorhanden. In den größeren Städten steigerte sich nach der Hebers schwemmung die Zahl der Erkrankungsfälle sehr beträchtlich. Bei der großen Zahl der Krankheitsherde ist die Gefahr einer noch weiteren Verbreitung des Typhus nicht ausgeschloffen und diese Gefahr erfordert immer noch die ernsteste Aufmerksamkeit der Sanitätsbeamten. Daß dieselben rechtzeitig in den Besitz der einschlägigen Nachrichten gelangen, ist durch dm überall erfolgten Erlaß von Localpolizetreglements, welche die Anzeigevflicht normiren, gewährleistet. Mainz, 2. März. Gestern Nachmittag wurde in dem Raume der städtischen Pumpstation die für die Entwässerung der Kanäle im Gartenfeld, im Falle ein s Hochwassers, dieser Tage von Berl'n bezogene Centrisugalmaschme geprüft; die Maschine ist im Stande, täglich 7,000,000 Liter Wasser aus den Canälen in den Rhein zu heben. — Vor dem Münchener Landgericht I spielte sich neulich wieder eine Geister- und Schatzgräbergeschichte ab, rote sie kaum beschämender für unser 19. Jahrhundert gedacht werden kann Ein junges Ehepaar, mit dem ominösen Namen Schatzhuber, hatte einer Frau Anna Tafelmeier eine Summe von 1000 A nach und nach entlockt unter dem Vorgeben, der Geist des Sohnes der Tafelmeier könne nicht zur Ruhe kommen, wenn nicht der Schatz gehoben werde, den ein Verwandter der Tafelmeier an verschiedenen Orten hinterlassen habe. Zum Heben des Schatzes bedurfte man natürlich Geld und abermals Geld. Von dem Ehepaar scheint die „schönere Hälfte", Frau Babette, am meisten dabei in Action gewesen zu fein, denn sie will beim Raufen mit dem Teufel, rote sie der Tafelmeier erzählte, viele blaue Flecke davongetragen haben. Das saubere Ehepaar wurde denn auch vom Gerichtshof tüchtig verknurrt und zwar erhielt die Frau 1 Jahr und 4 Monate und der Mann 10 Monate Gesängniß. Sehr zutreffend bemerkte der Staatsanwalt am Schluffe seines Plaidoyers, man könnte über eine derartige Geschichte lachen, wenn sie nicht gar so traurig wäre. — Von der Orientreise des Prinzen Friedrich Karl erzählt Brugsch-Rey in der neuesten Nummer von „lieber Land und Meer" folgenden interessanten Zug: Vor der Abreise von Triest unternahmen die Reisenden einen Ausflug nach Schloß Mira- mare. Die Besichtigung der inneren Räume des Prachtbaues und die stille Prüfung der werthvollen Gegenstände, welch - im Treppenhause und in den Sälen und Gemächern seit dem Tode des unglücklichen Kaisers Maximilian ihren alten Platz nicht verlassen hatten, entlockten dem Prinzen das offene Geständniß, Miramare sei das schönste und geschmackvollste Schloß, das er je tm Leben bewundert habe. Vor Allem verrathe die Anlage des Treppenhauses und die waidmännische Decoration der Wände desselben einen unvergleichlich feinen Geschmack. Wehmüthigen BlickeS betrachtete der große Feldherr das Icbensgetreue Bild des Kaisers Maximllian's, dessen sanfte, edle Züge ihm einen stummen Dank zuzurufen schienen, und seinen Lippen entrang sich ein des feierlichen Momentes würdiges Wort: „Ich habe Dich an Bazaine gerächt." — [@in kurirter Ruhestörers In ein Wiener Caf6 kam täglich ein Herr, welcher seine Zeitung, vom Le'tart kel angefangen bis zur letzten Annonce, stets fo laut zu lese.i pflegte, daß die Übrigen Gäste, in ihrer ßectüre fortwährend gestört, vor Zorn beinahe platzten. Mehrere der geärgerten Gäste fragten den Wirth, ob der laut lesende Gast nicht zum Schweigen gebracht werden könnte. Der W rth zuckte die Achseln und versicherte, unmöglich etwas thun zu können, weil der laute Leser sein Hausherr fei. Die Gäste beschloss n jetzt, ein drastisches Mittel in Anwendung zu bringen. Als sich der Hausherr wieder auf feinem Plätzchen niederließ, fand er tn feiner Umgebung zehn Herren, welche sich sehr eifrig mit der Leclüre ihrer Zeitung beschäftigten. Kaum begann er jedoch in gewohnter Weife laut zu lesen, als die zehn Herren mit sehr vernehmlicher St>mme daffelbe thaten, und da entstand ein solch gräuliches Durcheinander von Leitartikeln, Feuilletons, Tagesneuigkeiten, Gertchtssaal- und Ballbertchten, daß die elf Lesenden unmöglich auch nur ein einziges Wort von dem verstehen konnten, was sie sich mit lauter Stimme selbst oorlafen. Der Hausherr sah anfangs verwundert hinter seiner Brille hervor, schüttelte bedenklich das Haupt und versuchte bann neuerb ng» sich in seine Zeitung zu vertiefen; da die übrigen Leser jedoch nicht inne hielten, schien es ihm unmöglich, das Gelesene zu verstehen, denn er legte die Zeitung beiseite. Kaum war er still geworden, als auch die anderen Herren schwiegen- Der Hausherr verstand bm „zarten Wink" jedoch immer nicht, denn als es um ihn her ruhig wurde, gr>ff er wieder zur Zeitung und begann abermals laut zu lesen- Im selben Augenbl'cke vermengten sich jedoch die zehn Stimmen neuerdings mit der feinigen, so daß tr das Blatt wieder weglegen mußte. Dieses Manöver wiederholte sich noch dreimal dis der Hausherr endlich erzürnt seinen Hut aufftü’pte und wüthend davon lief. Am andern Morgen wiederholte sich dieselbe Geschichte. Da ihm kein anderer Ausweg übrig blieb, begann der Hausherr im Schweiße se nes Angesichts zu versuchen, ob er nicht still vor sich hin lesen könne. Es verursachte ihm unendliche Mühe, denn wohl zwanzigmal warf er das Blatt beiseite, aber endlich gelang es ihm und seit drei Tagen ist tm Kaffeehause vollständige Ruhe eingetreten. Wirth und Gäste leben im besten Einvernehmen, doch hat sich der Hausherr nicht enthalten können, den lauten Lesern eine ßection zu geben, indem er sagte, daß eS nichts Unartigeres gebe, als tm Kaffeehause laut zu lesen und andere Leute in ihrer ßectüre zu stören. Coblenz, 1. März Der Bremser Joses Müller, der einen Lustmord begangen, ist heute zum Tode verurtheilt worden. — Aus Zürich, 1. Marz, wird uns geschrieben: Beim Bau des Seequai häufen sich die Fundgegenstände aus der Pfahlbauperiode m erstaunlicher Weise. Fast jede Umdrehung der Baggermaschine fördert Kleinigkeiten zu Tage und Querroste ober am gebrannte Pfählenden holt man häufig aus her Seetiefe. Verschiedene Tbonwaaren gehören zu den betvutenbfien Entdeckungen, ebenso ein Beil aus der Bluthe der -Steinzeit, sodann ein Menschenschädel, der leider beschädigt war. Bei soigfält'.ger und systematischer Ausbeutung könnte die ohnehin reichste Pfahlbausammlung Zü'ichs zu einer unschätzbaren antiquarischen Fundgrube dadurch werden. Indessen machen sich aus Gelehrienkreisen heftige Beschuldigungen Bahn, daß nur ein Minimum von diesem Material in Folge von Gleichgültigkeit ober Rücksichtslosigkeit gegen die inierefftrteH Kreise werde erhalten bleiben.? — fElcclrische Drähte in Grabern.) Der praktische Sinn der Amerikaner- hat schon manche Erfindung gemacht ober Anro.'ndungen von Erfindungen zur Geltung gebracht, non denen der an Gelehrsamkeit ibn weit übertreffende europäische Geist sich nichts hätte träumen lassen So hat man jetzt einen Kirchhof in Cincinnati mit einer electrifcben ßcitung versehen, welche einestbeils zur Rettung febeintobt Begrabener, anbercifeit? zur Entdeckung von Leichenräubern dienen soll. Der Kirchhof ist zu diesem Zwecke ti. Abtheilungen eingllheilt, benn jede emen Jndicator erhält, der durch Drähte mit den Gräbern verbunden w'rd. Diese Jndicatvrcn stehen sowohl untereinander, als m't dem Bureau und dem Schlafzimmer des Todtengräbers tn Verbindung, wo sich je eine ßärmglockc befindet. Ist Jemand al« Scheintodter beerdigt und kommt w'eder zu sich, so wird die leiseste feiner Bewegungen angezeigt und die Glocke im Schlafzimmer, sowie tm Bureau beginnt zu läuten, was so lange anbauert, bis sie In Ruhe gesetzt wird. Dcr Jnbicator zeigt an, von welcher Stelle des Kiichhoss die Bewegung ausging, so daß also schleunigst Hilfe gebracht werden kann. Außerdem steht ba8 Bureau mit dem Polizeiamt in Verbindung, so daß ein Druck auf einen Knopf genügt, um polizeilich Beistand herbeizurufen Endlich fit auch eine Vorrichtung get-offen. wodurch den^ Gräbern so lange, als man es wünscht, frische ßust zugeführt werden kann, um so bei Scheintodten dre Erstickung zu verhüten- ES lebe der Frühling! Der Winter muß den kräftigen Strahlen der Sonn< weichen, Itnb • ßüfie locken Blatt um Blstt hervor und Alt wie Jung rüstet sich, den langeisehnten Frühling zu empfangen. Frisches Leben und fröhlich tz Weben walteti« der Natur und von all dem ßärmen erwacht auch die Göttin „Mode" nutz ihrenr Winterschlaf. Staunend sieht sie die Schöpfungen ihrer fleißigen Heinzelmännchen, die ihren Träuaien entftammenben buftig schimmernden und farbenprächt gen Stoffe, Bänder und Blumen! Groß ist die Fülle, sie reicht aus für eine ganze Welt! Und ohne langes Zaudem beginnt die launenhafte und dabei allmächtige Fee ihren Siegeslauf, vo- ihr her eilen die Herolde der Mode, die Modezeitungen, Blumen streuend und das Lob der G-walfgen verkündend. Noch s-hen rote sie nicht, aber sie kommen sicherlich. Ist doch schon das tonang'bcnbe und deshalb weitverbreitete Modenjournoi für Dam nputz (Berlin SW. 4 Enckeplatz) erschienen, welches die thatsächlrch besten und chicvollften Modekupf.r unb Hutbilder, vortreffliche Holzschnittoorlagen und Berichte bringt und deshalb auch, alle derartigen französischen Journale überflügelnd, für aroße und kleine Putzgeschäfte geradrzu als unentbehrlich sich erwefft. Noch einige Tage, dann folgen Bazar, Modenro.lt unb wie sie alle beißen mögen, die glänz'nden Herolde der Mode, die m t roehenden Bannern dem einz'ehenden Frühling Honneurs erweisen. Es lebe der F-Ühüng, der bann wirklich eingekehrt ist! Handel und Verkehr. Gießen, den 6. März. Aus dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund «A 1.10—1.20, Hühnereier per Stuck 5—6 Käse per Stück 4—9 H, Käsematte 3 Erbsen per ßitcr 20 H, ßinsen 26 Tauben per Paar JL 0.80—1.20, Hühner per Stück .A 1.2 ।—1.70, Hahnen per Stück «A 1 -50—2.00, Enten per Stück -A 00—00, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Ruh- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 54 bis 56 > , Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 66—70 H, Kartoffeln per 100 Kist l> R4 < gg> fpmmt W'tH •!/ iHledt im Ä’i- i i-.rt, b'4 fit 'n Ldoitz btt tztdk« * nnm Knopf »fibtn f®. 1 ctrflllni btr SW ’tarfl rfittft sird,60 i gibtn mflüiii ; .isotf rtrprMf«™,6! -t: ;:ra- «->,! , tirai W ' flrwnbfl it, cha fi- h* <'^541i4Äm r. eintgr W E| Schaefer. 1578 1596 Bauer, Großh- Gerichtsvollzieher. Samstag den 10. Mär; d. Is-, follen im Albacher Gemeindewald in den Districten Buchwald unö Kreuzholz öffentlich meistbietend versteigert »erben: 3 Eichen Stämme, 31 Nadel Stämme, 48 Nadel Derbstangen, 610 Nadel Reisstangen, meistens Bohnenstangen, 18 Rm. Buchen Scheit, 4 Rm. Birken Scheit, 10 Rm. Eichen Scheit, 6 Rm Espen Scheit, 90 Rm. Buchen Knüppel, 114 Rm. Eichen Knüppel, 6 Rm. Espen Knüppel, 1300 Buchen Reiswellen, 1600 Eichen Reiswellen, 990 Nadel Wellen, 67 Rm. Eichen Stöcke und 23 Nadel Stöcke. Der Anfang ist im Diftrict Buchwald Morgens 10 Uhr, Zusammenkunft im Ort Morgens 9 Uhr. Albach am 3. Mürz 1883. Großh. Bürgermeisterei Albach. Donnerstag den 8. Mär;, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Bram m'scheu Saale 2 Sopha , 1 runder Tisch, 1 ovaler Tisch, 2 Kleidcrsckränke, 1 Glasschrank, 2 Kommoden, 1 Waschtisch. 1 Schreib- sekrctär. 6 Stüble, 1 Nachttischen, 1 Nähtischchen, 2 Ubrcii, Spiegel und Bilder öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Versteigerung findet bestimmt statt und find die Möbel aut erhalten. Gießen, den 5- März 1883. Montag den 12. März l. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommen in hiesigem Markwald, Diftrict Streubel, 75 Buchen-Stämme, 105,31 Fstm. haltend, zu einer abermaligen Versteigerung. Bellersheim, den 5. März 1883. Der fürstl. Markmeister: 1579 Bopp. Aeilgeöotenes. 11 alte Fenster (2,05:1,12), welche sich zu Werkstatt- u. Mistbeetfenster eignen, verkauft H. Gröninger, Glaser, Steinstraße 43. 1600 (FriedrichsatadL) Auf Probe und untei Garantie von Busa, Sombart&Co. Einfachste und billigste Betriebskraft für das Kleingewerbe, Druckereien, Fleischereien, Kaffeebrenner, Pumpen etc. Gasmotor ohne Wasserkühlung, soI idester. vielt, verbesserter Construotion. und unter D R- Patent. _ yi ? 3 "ä' X- ** 1595 Eine Villa mit schönem Garten und prachtvoller Aussicht ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen burd) Wilh. Krämer. Ich verkaufe: 2 Kilo Weistbrod 36 Pf., 2 „ Schwarzbrod I. Sorte 30 „ 2 „ „ II. „ 44 „ 1586 Konrad Haas. Ich verkaufe: 2 Kilo Weistbrod 34 Pf. 2 „ Schwarzbrod I. Sorte 48 „ 2 „ „ II. „ 42 „ 1570 Karlin JLcnz. Norlb-British and ilercaiilile. F euer-V ersicherungs - Actien- Gesellschaft. n o m i c i l in Berlin. 1581 (Begründet 1809.) , . r Aetien-Kapital: 40 Million Mark. Lapüal-Reserve der Feuerbranche........ji. 16,891 539.92 Prämien- „ „ „ ........„ 6,391,027.- Gewmn- „ „ „ ......... 2,687,347.08 Prämien-Einnahme im Jahre 1881 : M. 24,511,493,00. 2ßir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wir die Berwaltuna unserer Agentur für Alt-Buseck und Umgebung dem Herrn Meyer Löber, Handelsmann in Alt-Buseck übertragen haben, welcher das Jntereffe unserer Versicherten gewissenhaft wahrnehmen wird. Darmstadt, März 1883. Die General-Agentur: C. Gaule. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung halte ich mich zum Abschluß von Versicherungen gegen Feuersgefahr zu festen, billigen Prämien bestens empfohlen. Alt-Buseck, März 1883. Meyer Löber. Agent der Gesellschaft für Gießen: Louis Bastert, Calculator. Wrnsslwli *, tot Giessen pro 1883 ist erschienen und in der Expedition des Gießener Anreiaers zu 3 Mk. zu haben.__________________________ IE Ein Lehrling „esucht von I 1592 Einen Lehrling sucht Beruhar» «uflmann, Spengler. । ftranj Stroh, Sch^iner. 1 Bürger-Gesellschaft. Sonntag, den 11. März carneualistische flöenöun(ert)aftuno bei Herrn W. Wenzel. Das Einfuhren Nichtberechtigter wird nicht gestattet. Dienstag, den 13. März, Abends 9 Uhr ordentliche Generalversammlung bei Herrn L. Herbert. ~ Tagesordnung: Wahl des Vorstandes rc. 1585 Der Dorstand Badenburg. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich heute die Wirtbsebaft zu Badenburg übernommen habe und werde mich bestreben, die mich besuchenden werthen Gäste durch gute Speisen und Getränke bei mäßigen Preisen stets zufrieden zu stellen. Gleichzeitig halte meine Lokalitäten zur Abhaltung von Festlichkeiten den geehrten Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Hochachtcnd 1366 Georg LiOth. 1588 ie vielen Blumen- i unfern innigsten Allen Denen, Schwager zu seiner letzten Ruhestätte geleiteten, sowie spenden, und besonders Herrn Pfarrer Dr. % Dank. Gießen, den 5. März 1883. Die trauernden unfern innigstgeliebten Sohn, Bruder, Onkel Wermietßungen. 1587 Möbl. Zimmer Marktplatz 21, 2. Stock, zu vermietheu. _ 1584 Ein schönes Logis im Vorderhaus zu vermiethcn. I. Gg. Unverzagt, Steinstraße. 1589 Ärünbergerstraße 14 im Hinterhaus ist der 3. Stock an eine ruhige Familie zu vermietheu und am 15. April zu beziehen.______ 1566 Zwei Familienlogis zu vermiethen per 1. April. Ludwig Orth, Neuen-Bäue. 1567 Ein möbl. Zimmer mit Eabinet an einen Herrn oder eine Dame zu vermiethen. Näheres bei der Exped. ds. Bl. 1568 Der untere Stock meines Vorderhauses, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, ist per 1. Juni zu vermiethen. __Jvh. Kischcr,-Alicestraße 19._ 1569 Eine Wohnung von 4—5 Zimmern zu vermiethen. Wilhelmstraße 3. 1583 Ein Pferdestall zu vermiethen. _______________________Ludwigsplatz 4. 1575 Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. __Eh. Hellmold Wwe., Löweugasse 18. 1599 Ein schönes Logis zu vermiethen, gleich beziehbar. H. Gröninger, Steinstraße 43. Mermischte Anzeigen. 1564 Ein Mädchen, welches das Kleider machen erlernen will, gesucht. Marktstraße 15, 2. Stock. Reparaturen an Nähmaschinen aller Systenle unter Garantie für solide Ausführung. Theodor Haubach, 891 Bahnhofstraße 40. 1576 Der Herr, welcher am Sonntag auf dem Schiffenberg einen Ebenholzsto, g iß 1212*. Marburg 6«, 7".' Cassel 2™ h» 42s, ßss*, h» Wetzlar 7”, 940, 11« V*, 3« 4«, 6«, 9'0*, 1120 12» Cms-Coblenr 9