I?x. KL Mittwoch den 7. Februar 1883. WWW Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Burcarr r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 6. Februar. Der Reichstag beschäftigte sich in seiner Sitzung vom Donnerstag mit -er Weiterberathung des Etats. Vorher kam das Unglück ver „Cimbria" durch »ie vom Abg. Sonnemann begründete Interpellation zur Sprache, da indessen die hierüber eingeleitete Untersuchung noch nicht beendigt ist, so konnte der Bundesbevollmächtigte, preußischer Fmanzminister Scholz, nur eine ziemlich allgemein gehaltene Antwort ertheilen. Auch die Fortsetzung der Berathung des Etats der Post- und Telegraphen-Verwaltung bot keine hervorragenden Momente dar; das Gebiet der Sonntagsruhe für die Postbeamten wurde vom Abg. Stöcker wieder berührt, wobei der Staatssecretär des Reichspostamtes, Dr. Stephan, nochmals auf die Schwierigkeiten hinwies, welche sich der Regelung dieser Frage entgegenstellen. Am Sonnabend setzte das Haus die Berathung des Etats fort. _ Aus der Mittwochs-Sitzung des Reichstages ist die Ablehnung des Antrages Ackermann zur Gewerbeordnungs-Novelle, den Meistern, welche keiner Innung angehören, das Halten von Lehrlingen von einem gewissen Zeitpunkte an zu verbieten, hervorzuheben; der Antrag wurde mit 170 gegen 148 Stimmen abgelehnt, obwohl das Centrum und die Conservativen geschloffen dafür votirten. Es läßt dies fast darauf schließen, daß auch der Antrag auf Einführung obligato- rischer Arbeitsbücher, gegen welchen beim Reichstage eine sehr große Anzahl von Petitionen eingelausen ist, abgelehnt werden wird. Der Reichskanzler ist nicht unerheblich erkrankt und wird nach Ausspruch der ihn behandelnden Aerzte das Bett wohl innerhalb der nächsten Tage nicht verlassen können. Die preußische Regierung läßt gegenwärtig umfangreiche Ermitte- jungen über das Bettler- und Bagabondenwesen anstellen. Sämmtliche Amtsgerichte und fämmtliche Staatsanwaltschaften sind zur Berichterstattung veranlaßt worden über die praktischen Erfahrungen, welche sie innerhalb der letzten Jahre in ihren Amtsgerichtsbezirken gemacht haben. Zugleich haben sie sich gutachtlich darüber zu äußern — so schreibt man aus Berlin — ob die gegen- wärtige Gesetzgebung ausreichend erscheint zur Bekämpfung de« Vagabonden- thums, oder ob eine Aenderung der bestehenden Gesetze für erforderlich erachtet wird. Ohne Zweifel werden auf Grund des reichhaltigen Materials, welches die Berichte der erwähnten Behörden darbieten müssen, ernste und eingehende Erwägungen stattfinden, welche voraussichtlich eine Aenderung der Gesetzgebung zur Folge haben dürften, namentlich foweil die Befugniß der Landes-Polizeibehörde "in Frage kommt, solche Personen, welche wegen Bettelns und Landstreichens gerichtlich verurtheilt werden, auf Zeit in Arbeitshäusern unterzubringen oder dieselben zu gemeinnützigen Arbeiten zu verwenden. In Frankreich ist endlich die Thron-Prätendenlen-Frage nach langen unb stürmischen Debatten von der Deputrrtenkammer erledigt worden. Am Freitag hat dieselbe die Regiernngs-Vorlage bezüglich der Maßnahmen gegen die Thron-Prätendenten mit 373 gegen 163 Stimmen genehmigt. Darnach iverden die Prinzen sür unfähig zur Ausübung von Wahlfunctionen und zur Bekleidung von Aemtern im Civll- und Militärdienste erklärt und wird die Regierung zur eventuellen Ausweifung der Prinzen ermächtigt. Hiermit sind die fämmtlichen Anträge, welche aus der Witte der Kammer in dieser Sache gestellt wurden, erledigt und hat die Regierung des Präsidenten (3rem) dadurch, oaß sie von der Kammer ermächtigt worden ist, in der AusmeisungSsrage der Thron-Prätendenten nach ihrem Ermeffen zu handeln, unzweifelhaft ein großes Vertrauensvotum erhalten. Jndeffen, wenn auch die Vorlage genehmigt ist, so bleiben doch noch verschiedene Schwierigkeiten übrig, besonders was die Ausführung der erwähnten Maßregeln anbelangt. Die Prinzen von Orleans z. B. haben dem Vaterlande im deutsch-französischen Kriege treu gedient, sie haben auch nachher ihre militärischen Pflichten voll und pünktlich erfüllt und ihre plötzliche Entfernung aus der Armee erscheint daher als eine große Härte, welche allerdings nur eine Consequenz der betr. Negierungs-Vorlage ist. Bei der Berathung der letzteren hat nun Kriegsminister Thrbaudin erklärt, daß er die formelle Verpflichtung übernehme, das Gesetz gegen die Thron-Prätendenten zur Aussührung zu bringen und sprach hierbei auch die Zuversicht aus, daß die Enlsernung der orleanistischen Prinzen aus dem Heere dasselbe nicht beeinflußen werde, die Armee werde vielmehr, wenn nothwendig, die Republik energisch vertheidigen. Es bleibt aber trotzdem abzuwarten, ob die Aussührung der Maß- nahmen gegen die Thron-Prätendenten — und in erster Linie gegen die in der Armee dienenden orleanistischen Prinzen — so glatt vor sich gehen wird. — Prinz Napoleon ist, da sich sein Zustand verschlimmert hat, in voriger Woche aus der Conciergerie in die Heilanstalt von Autieul — bei Paris — gebracht »orden. Die Führer der irischen Landliga beabsichtigen, diesem Bunde «ine weit großartigere Organisation als bisher zu geben. Dieselbe soll anch aus England und Schottland ausgedehnt werden, so daß hierdurch die irische Landlign in eine großbritannische Landliga umgeivandelt werden würde. Der Hauptsttz der Landliga würde dann nicht mehr Dublin, sondern London sein. Es hat die«, abgesehen von der Stärkung, welche die irische Agitalioir ans der Wahl der Hauptstadt zum Centralsitz der Liga zn ziehen hofft, zunächst auch den lechnischen Vortheil, daß die Liga in ununterbrochener Verbindung mit den Führern bleibt, welche dein Parlament angehören. Gutem Vernehmen nach hat Lord Granville erklärt, daß die Zulassung Rumänien«, Serbiens und Bulgariens zur Donau-Conferenz erfolgen werde, sobald die Conferenz beschlossen habe, diese Staaten einzuladen. Im spanischen Senat ist am Freitag die Vorlage bezüglich des parlamentarischen Eides, welche Angelegenhert bas spanische Parlament in jüngster Zeit lebhaft befchäftigte, mit 112 gegen 22 Stimmen angenommen worden. Darnach ist es den Abgeordneten gestattet, dem Könige Treue zu versprechen, wenn sie es nicht vorziehen, den förmlichen Schwur zu leisten. Es erscheint dies als ein bemerkenswerthes Zugeständniß an die radikale Partei, welche schon seit Jahren gegen die Verpflichtung zum parlamentarischen Treueid eisrigst agitirte. Im italienischen Kriegsministerium soll gegenwärtig eine außerordentliche Thätigkeit herrschen. Man beabsichtigt nämlich, eine erhebliche Vermehrung des stehenden Heeres und die Befestigung mehrerer wichtiger italienischer Häfen. Dein Vernehmen nach sollen noch im Laufe dieses Jahres zwei neue Armee-Corps errichtet werden. Die Audienz, welche der deutsche Botschafter bei der Pforte, Herr v. Radowitz, jüngst beim Sultan gehabt hat, hat verschiedene Auslegungen erfahren. Es wird indeffen aus Konstantinopel mit der größten Bestimmtheit versichert, daß politische Fragen der Audienz gänzlich fern gelegen hätten. Dieselbe bezog sich nur ans Angelegenheiten, welche die in der Türkei ansässigen deutschen Ünterthanen betreffen. Auch von dem Empfang des Prinzen Friedrich Karl von Preußen, welcher auf seiner Orientveise auch Konstantinopel zu berühren gedenkt, war die Rede, doch konnte Herr v. Radowitz dem Sultan über die Zeit der Ankunft des Prinzen noch nichts Genaueres mitthellen. lieber die Aufnahme, welche die englische Circularnote betreffs Egyptens bei den Cabineten gefunden hat, liegt jetzt eine anscheinend osficiöse Mittheilung aus Lonoon vor. Derselben zufolge hat man in Petersburg den in der Note ausgesprochenen Anschaunngcn vorläufig im Princip zugestimmt, doch behält sich die russische Regierung Detail-Erörterungen zur gegebenen Zeit vor. In ähnlicher Weise haben sich auch Die österreichische und die italienische Regierung ausgesprochen. Was Deutschland anbelangt, so soll daffelbe die eng- tische Note sehr entgegenkommend ausgenommen und erklärt haben, daß Deutfch- land in der egpptischen Frage sich nicht direct interessirt erachte und lediglich die Uebereinftünmung der Mächte wünsche. Darmstadt, 5. Febr. Heute Abend 8 Uhr findet im Großh. Palais ein Hofball statt, zu welchem etwa 360 Einladungen ergangen sind. — Se. König!. Hoheit der Großherzog empfingen heute im Neuen Palais J.J. E.E. den Grafen und die Gräfin zu Solms-Laubach nebst den Gräfinnen Elisabeth und Magdalene zu Tisch. — Dem Vernehmen nach werden Se. König!. Hoheit der Großherzog morgen Abend dem Ball der Vereinigten Gesellschaft beiwohnen. Berlin, 3. Febr. Die „Berl. Polit. Nachrichten" schreiben: Der russische Minister des Auswärtigen, Herr v. Giers, hat alsbald nach seinem Eintreffen in St. Petersburg dein Kaiser Alexander 111. Bericht über die von ihm in Berlin, Rom und Wien gemachten Beobachtungen und Erfahrungen abgestattet. Die Mittheilnngen des gereiften Staatsmannes müssen allerhöchsten Ortes wohl sehr angenehm berührt haben, wenigstens führt der ofsiciöse Petersburger Telegraph eine Sprache, welche jeden mit den Formen diplomattscher Ausdrucksweise vertrauten Politiker hinsichtlich der Consequenzen der Giers'schm Rundreise für die Gestaltung der internationalen Beziehungen in Nord- und Mittel-Europa vollständig zu beruhigen geeignet ist. Die int Auslande beglaubigten Vertreter Rußland« dürften int gegenwärtigen Augenblicke schon in den Besitz von Instructionen gelangt sein, welche die maßgebenden Gesichtspunkte der russischen Politik zu den Tagessragen endgültig feststellen. Rußland hat, um es kurz zu sagen, auf Grund be« von Herrn v. Giers dem Kaiser erstatteten Berichts, sich mit der deutsch • österreichischen Allianz rückhaltlos befreundet und diele zur Bali« seiner eigenen auswärtigen Politik geinacht, welche fortan mit jener des Berliner und des Wiener Cabincts in allen principiellen Fragen Hand m Hand gehen wird. Die von der Mehrheit der französischen Deputirten zur Richtschnur genommene Politik der Engherzigkeit und de« KleinmutheS hat über alle Erwägungen der Billigkeit, ja der Staatsklugheit den Sieg davongetragen, indem m Der letzten Kaminersitzung die Regierungsvorlage genehmigt wurde, welche alle^Prinzen zu „Franzosen zweiter Klasse" dcgradirl. Da« mar kern Heldenstück, Oc avro^ E« kommt nun daraus an, wie sich der Senat zu diesem Tendenzvotum der Kammer stellen wird. Er kann ihm seine Zustimmnng crthellen unb Jo auch seinerseits dazu beitragen, daß die Republik aus einer Staats-)u emer Par Angelegenheit gemacht wird. Er kann aber auch von 'd»» ihm zustehcnden Vetorecht Gebrauch machen. Damit wäre dann "der das^Labmet de Fallibres das Todcsnitheil gesprochen — möglicherweise auch über nc b tz isi führten« rammet. Ohnehin bemächtigt sich die lleberzeugung täglich werterer K e se daß sich mit der Kammer in ihrer jetzigen Zusammensetzung auf hie Dauer nichts anfangen läßt, und daß Herrn Gräm/« Actton rn letzter Instanz aus einen erneuten Appell an die Wähler abziele. In Rom geschöpfte Jusormatronen deuten an, daß die Ernennung de« italienischen Botschafter« für St. Petersburg unmittelbar bevorstehe. Rian hat damit augenscheinlich nicht eher vorgehen wollen, al« bi« Wir v. Gier« dre Zügel der auswärtigen Politik Rußlands wiederum ergriffen. Lokale-. Dte Straßenbeleuchtung. 14. 16. das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) 1077b. Tendenz: —. 8. 9. Frankfurt a. M., 6. Februar, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2587b, Staatsbahnactten 2857z, Galizier 25774, Lombarden 11774, Nord- weftbahnactien —, Darmstädter-Bankactien 1527r, Oberschlesische E.-B.-Act. 247 /4, Oesterr. Silberrente 66*/2, 47o Ungar. Goldrente 7478, 4% 1880er Russen 707s, 5o/o 1877r Russen 887,, 2. Orient-Anleihe 5678, Spanier 6078, 5% Rumänische Rente 927,, 47o Unific. Egypter 71716, Disconto Comm. 1947s, Gotthardbahnactien 10. Dte Bleichstraße. 11. Dte Wetzstetngasse. 12. Dte Nummerirung der Gebäude. 13. Die Unterhaltung des Brunnens vor dem Gail'schen Hause tn her Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 5. Februar. Reichstag. Bei fortgefttzter Berathung deS PostetatS weift Bundeskommtfjar Direktor Fischer die Behauptung zurück, daß es sich bet dem Ankauf deS Postgebäudes in Glatz um eine Umgehung d^s Budgetrcchts deS Reichstags handle. Es fei kein neues, dem Reichstage unbekanntes Verfahren, das Private Häuser kauften und später an die Post vermlciheten, im vorjährigen Etat kämen mehrere ähnliche Positionen vor. Seitens der Postverwaltung werde niemals eine Verpflichtung übernommen, es handle sich in Glotz darum, daß die Postoerwaltung das Gebäude nothwendig brauche und billig erwerben könne. Majunke, Richter, Lasker, Bennigsen, Maltzahn, Minmgerode befürworten die Rückv.rweisung an die Budget-Commission. Das Haus beschließt demgemäß und erledigt den Rcst des Postetats nach d.n Com- missionsar.träzen. Beim Etat des auswärtigen Amtes beklagt Kapp die veroltetrn Bestimmungen über das Consularwesen, für die Consuln sei mindestens eine Absolvir- ung der zweiten juristischen Prüfung nothwend g Der Etat wird genehmigt. Beim Etat des Retchsamts des Innern wünscht Kapp d e Vorlegung eines das Auswanderungswesen regelnden Reichsgesetzes. Der Bundeskommlssar erklärt, cm solches Gesetz sei in Vorbereitung, über den Zeitpunkt der Einbringung könne er aber noch Nichts mittheilen. An der weiteren Debatte über das Auswanderungswesen betheiligen sich Mayr (Bremen), Dohrn, Schröder. W ndrhorst, welche zum Theil eine größere Fürsorge für die Auswanderer verlangen. - Die „Rordd Allg. Ztg." e klärt bie Nachricht der „Wi.ner Allg. Ztg.", daß der Ausgleich zwischen der preußischen Staatsbahnoerw rltung und der österreichisch- ungariscoen Bahnen als perfekt anzusehen sei, nachdem der Generaldirektor der Rord- Weft-Bahn in einer direkten Auseinandersetzung mit dem Minister Maybach die letzten Schwierigk'-iten behoben habe, für unbegründet Die angcbl'.ch direkte Auseinander- setzung zwischen dem Minister und überhaupt irgend einem Organe oder Delegirten e.ner österreich.schen Bahn fei eine absolute Fabel. Dasselbe Blatt bringt ferner eine längere Erwiderung auf den Artikel der „Rafsegna" bezüglich des Schreibens des Kaisers an den Papst, an deren Schluß c5 büßt, die für die Regierung erforderliche Gewißheit, bevor sie amtlich so entschiedene Schritte tbun könne, wie Anträge auf Revision ver bestehenden Gesetzgebung fein würden, könne nur dadurch gewonnen werden, daß der Lieg friibliebenben Papstes über d:e Einflüsse, welche den Kampf erwünschten, sich du.ch die^Thatsache einer faktischen Annäherung auch Seitens des PapsteS erkennbar mache. So lange die Regierung keine, auch nicht dte kleinste Erw'deruug ihres Entgegenkommens sinde, so lange sie das Gefühl behalte, auf eine Verständigung nicht mit dem Papste, sondern mit dem der Fortschrittspartei verbündeten Zentrum angewiesen zu sein, scheine wenig Aussicht auf Förderung des Friedenswerkes oo> Händen Berlin, 5. Februar. Die dem Bundesrathe zugegangene Zuckerfteuer- Vorlage beantragt, die Exportboniftcation für jetzt um 40 H pro Centner zu ermäßigen und eine vom Bundesrath zu wählende zwölsgliedrige Enquete-Commission aus Beamten, Zucker-Industriellen und Landwirthen bestehend, einzusetzen, welche einen umfaffenden Gesetzentwurf für die nächste Session vorbereiten soll. — Der Schriftsteller Ernst Dohm ist heute Vormittag gestorben. Agram, 5. Februar. Gestern Abend ö1/? Uhr wurde hier ein heftiges, 4 Secunden dauerndes Erdbeben in der Richtung von Nordost gegen Süd- west wahraenommen. — Heute Nacht 1 Uhr erfolgte eine zweite, gleich heftige Erderschütterung, die ebenfalls 4 Secunden dauerte. Der erste Erdstoß Abend 8V2 Uhr hatte im Theater eine förmliche Panik herbeigeführt, die fortdauernde Bewegung der Erde erregt vielfach Beunruhigung, lieber die verursachten Schäden ist bis jetzt noch nichts constatirt. London, 5. Februar. Das Befinden des deutschen Botschafters, Grasen Münster, hat sich wesentlich gebessert, so daß derselbe heute Vormittag sein Schlafzimmer verlassen konnte. Dublin, 5. Februar. Der Vicekönig von Irland ist heute plötzlich nach England abgereist. New-No*?, 5. Febr. In Ohio, Indiana und West - Pennsylvanien haben verheerende Überschwemmungen stattgefunden, durch welche bedeutender Schaden angerichtet morden ist. In vielen Orten stehen die Eisenbahnen unter Wasser und sind die Brücken fortgerissen worden. Mehre Städte sind überschwemmt. In Cleveland wird der angerichtete Schaden auf 1 Mill. Dollars geschätzt; in Bradford (Pennsylvanien) steht fast die Hälfte des Geschäftsviertels unter Wasser. Gegen 500 Häuser sind überschwemmt, die Bewohner wurden aus den 2. Etagen gerettet. In Meadville (Pennsylvanien) wurden ca. 300 Familien auf Booten gerettet. Die Fabriken in Jndianopolis sind erheblich beschädigt. — Der Herausgeber der „San Francisco Abendpost" hat dem amerikani- ichen Gesandten in Berlin, Sargent, 4000 eite g-wüntcht-Tartsermätz^gung sich realiftre, und schickt sich an, eine Pression aus die Bundesregierung in dem vtnne zu üben, daß auch die Schweiz auf ausgiebige Berücksichtigungen ihrer wirlhfchaftUchen Jnlereffen seitens der Goltharddahn-Direklion bringe. — Es dürste vielleicht weniger bekannt fein, daß, nach der Einwohnerzahl ae- mesien in der Reihenfotge deutscher Stäote Parts schon den fünfz.hnien Platz ein- nimmt. Man berechne!, daß zu Anfang de« laufenden Jahres die franzosgche Metro- vole nahe an 110 000 Bewohner deutscher Zunge zählte. Davon dürften etwa 70,000 Angehörige des deutschen Reiches fein; der Rest setzt sich au« Oeslerreichern Schweizern, sür Frankreich optirl habenden Elsaß-Lolhrtngern, Deulschrussen und Deutschamerikanern zusammen. 17. Die Quellwasserleitung detr. 18. Kosteubecreturen Vermischtes. Darmstadt, 3. Februar. Nachdem seit Beginn des Jahres zweimal Blatternerkrankungen in der Stabt Mainz beobachtet wordrn waren, von welcher die erste von auswärts eingeschleppt, die andere offenbar in Mamz selbst in noch unbekannter Weise entstanden, wurde am 1. Februar auch in Friedberg ein von dieser Krankheit befallener Rasender im Hospital ausgenommen. Der Kranke hatte bereits ein vorgerückteres Stadium der Blattern durchgcmacht und ift es unzweifelhaft, daß derselbe, da er mit der ausgesprochenen Krankheit behaftet mehrere Tage unterwegs gewesen, in Herbergen übernachtete und mit anderen Personen vielfach verkehrte, Gelegenheit zu einer Wtiter- verbreitung gegeben habe. Die von demselben in den letzten Tagen eingedaltene Route batte die Orte Sprendlingen, Dietzenbach, Seligenstadt, Klein Krotzenburg, Bergen, Vilbel und Ilbenstadt berührt Die Ansteckung dürfte tn Rheinhessen stattgehabt haben, da der betreffende Kranke um die Zeit seiner muthmaßl'chen Infektion tn der Gegend zwischen Alzey und Mainz sich auf der Wanderung befand und in letzterer Stadt selbst verweilt hatte. (D- Z ) Darmstadt, 4. Februar. Die Befürchtung, baß Blattern verbreiteter im Großherzogthum auftreten möchten, erscheint als etne mehr und mehr beg-ündete, indem tn den letzten Tagen auch tn Finthen, Kreis Mainz, bei zwei Ang-hörigen einer Familie und zwar gleichzeitig, diese Krankheit zum Ausbruch gelangte, lieber die A't und Weise der Ansteckung wurde bet den angestellten Nachforschungen keinerlei Anhalt gewonnen- „ , ,, , Kaichen Auch im fernen Westtnbien gedenkt man der Wasserbeschädrgten unseres Landes. Wie man uns nämlich soeben mittbeilt, wird auf der Insel Trinidad, einer britischen Colonie, von den dort ansässigen Deutschen, nachdem ihnen in den Leitungen von dem großen Elende durch die Ueberschwemmung Kunde geworden, für die vom Unglück heimgefucht.n Brüder gesamm-lt. Es bestehen auf Trinidad mehrere bebrütende deutsche Gkschaftshüuser, deren Inhaber zum Theil ausgewanderte Hessen sind, welche unter sich recht zusammenhalten und den Geist deutscher Stammes- verwandtschaft pfl g'n. Möchte eS dem „Deutschen Kegelciub" tm fernen Indien gelingen, seinen Eifer zum Besten der Brüder tn der Heimath von gutem Erfolg be- ock^nberg, 3. Februar. Vorg stern überfiel ein als gewaltthätig befannte*- Sträfling den Dtrekio- des hiesigen Zuchthauses, Major Kaitrein, der den Ersteren in einer Jsolirzelle ve hören wollte. Mit Hülfe von inzwischen herzugekommenen Wä'tern wurde der Kerl geknebelt und sieht nun einer harten Zusatzstrafe entgegen. Berlin, 29. Januar. Am Sonntag Morgen waren beide Elephantenwärter in dem Riesenkafig der beiden vom Prinzen von Wales geschenkten männl chen Ele- phanten „Omai" und „Rostom" im Zoolog'scheu Garten behufs Stallreinigung anwesend. Jkgend etwas scheint den jugendlichen Coloß „Rostom" verdrossen zu haben, denn plötzlich, als der Wä.ter eben zwischen der Wand und dem frühstückenden Elepbanten sich burebblängte, senkte dieser den gewaltigen Kops und packte mit feinem vorn durch tine Bleikugel abgestumpften rechten Stoß,ahn (ber linke fehlt) den Wärter an der Brust und quetschte ihn mit Macht gegen die Wand, so daß sofort der Brustkasten eingedrückt wurde Beim Heben des Kopfes drückte das Ungethüm dem Unglücklichen auch noch den HalS und die Kinnlade entzwei und die ganze obere Gesichtspartie zerriß von der entsetzlichen Anspannung durch den Druck des Colosses. Der Unglückliche stieß einen einzigen unartifulirten Schrei aus und fiel dann tobt vornüber. Das Alles war bas Weik eines Augenblicks und ber sofort zuspringen^e zweite Wärter konnte nichts weiter tbun, als btm anscheinend ganz ruhigen Thiece, bas aug nblicklich wieber von seinem Opfer abliefe, eine derbe Züchtigung mit ber Peitsche zu geben und für die Fortschaffung seines armen Collegen zu sorgen. Leider hinterläfet der Unglückliche eine Frau und 7 Kinder in sehr dürftigen Verhältnissen. Mainz, 31. Januar. Unsere Bürgermeisterei sucht sich auf eine recht praktische und nachahmenswerthe Art einer gewissen Sorte von arbeitsscheuen Menschen zu entledigen. Fast täglich werden bei der Stadt Eingaben um Unterstützung eingebracht unter der Angabe, dafe es b-n Petenten nicht möglich, Arbeit ,u erhalten, trotzdem sie sich die größte Mühe gegeben hätten. Bei den bedeutenden Ufers und Dammbauten, die gegenwärtig die Stadt Mainz vornehmen läßt, bedarf es auch vieler Hände. Sucht nun irgend ein Unterstützungsbedürftiger unter der Angabe, er könne keine Arbeit finden, bet der Stadt um eine Unterstützung nach, so erhält dieser statt der erbetenen Unterstützung hinlänglich Arbeit bei den städtischen Bauten nachgewiesen; verschmäht er aber diese Arbeit — was voraussichtlich bei den gemachten Erfahrungen der Fall sein wird — dann wird den Petenten unter keinen Umständen eine Unterstützung durch Gaben ober Geld zu Theil. — Die städtische Frftdhosscommission hat die Verwendung von Cementsärgen für einfache Gräber, welche nach 10 Jahren wieder verwendet werden, verboten. Trier, 30. Januar. In der Nacht vom 28. auf den 29. ist in Oberkirch-Zewen ein Mann ermordet worden, wie die Leichenschau ergeben hat, durch einen Schlag auf den Hinterkopf. Die Frau, die Schwiegermutter, zwei Brüder der Schwiegermutter und ein ehemaliger Knecht, den die Frau schon vor ihrer Verheirathung mit dem jetzt Ermordeten begünstigt hatte, sind verhattet und hierher abgeliefert worden. Es bleibt abzuwarten, wer von den Fünfen die mörderische That vollbracht hat. Sie behaupten, der Mann sei wahrscheinlich vom Heuboden heruntergefallen. Der Magd eines Bruders des Ermordeten, die nach dem Ausgebliebenen zu suchen kam, hatten sie das erbetene Licht verweigert. Die Thür aus dem Wohngebäude in die Scheune, wo der Ermordete, tobt hingestreckt lag, fanb die Magd halb geöffnet. Heute sollte eine Vermögensauseinandersetzung erfolgen, in welcher, wie es heißt, die Schwiegermutter an den Ermordeten ungefähr 21 000 Mark hätte außzahlen müffen. Der Ermordete hatte noch kurz vor seinem Ende die Rechnung aufgestellt Handel und Deekedel Gießen, 6. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 0.95—1.05, Hühnereier per Stück 5—6 H, Käse per Stück 4—10 Ääfcmatte per Stück 3 H, Erbsen 1 Liter 20 Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar 1.00, Hühner per Stück JL 1.30—1.80, Hahnen per Stück «X 1.50 bis ,4t 2.20, Enten per Stück 2.00—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Kalbfleisch 54—56 H, Schweinefleisch 62-64 Hammelfleisch 66—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo JL 8.00—9.00, Zwiebeln per Centner JL 7.00—8, Milch per Liter 14—18H. 13 15 24 6^ i9 vz m Wieset, Benita* | 120 W- 40 ich Äs«k, f 843®^' ? A 11 «^ni auf ■ -i-» 1T'r jmintrM 1 jett un W Jiftnctm U-* iod auf vem •- «oos 6r^: eniÄagl iu ** ichen lvckvev- Kieß^. * GroÄ- Mi im Gieß«>" Kichtii 29,8 Kabel 34 Bau«, Ser! j)t 142 W - 1 8iden*etQ 6 te'cia 365 $obd‘ Die Juiair.: Weg Don Äim- ’ber HallpOch^.^ gießen, ba 866 A in btr 65,8 298 2120 3220 573 Wellen Buchen-Reis, 79 Lang. 843 Müller. Bühner, Gerichtsvollzieher- 120 40 142 1 6 ii u n n n Rmtr. Mtn. •““M |ur Dörrloch. Wieseck, den 5. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Holzversteigerung M W i e s e ck e r Gemeindew ald. Dienstag den 13. b. M., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, District Dörrloch, Heide und Baden- . urgerwäldchen, nachstehendes Holz versteigert werden- 41 Rmtr. Buchen-Scheit, Eichen-Stämme bis zu 46 (Stnt. Durchm., 22,18 Cbm. haltend, Nadel-Stämme bis zu 37 Etm. Durchm., 30 Cbm. haltend, Nadel-Derbstangen, am 732 1365 13 6 15 24 Rm. Eichen 29,8 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald Zagdverpachtung. Mntag den 12. Februar lfd. 38-, Mittags 2'/2 Uhr, soll auf unterzeichneter Bürgermeisterei hie der Gemeinde Daubringen zustehende Wald- und Feldjagd auf weitere 8 Jahre verpachtet werden. Daubringen, den 5. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. 863___Walter.__________ Donnerstag den 8. I. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem städtischen Baubureau ein Loos Erd- und Planirarbeit, veranschlagt zu 440 Jt, wiederholt versteigert werden. Gießen, den 6. Februar 1883. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 858 A. Bramm.________ „ Reisstangen. Der Anfang ist in dem District Mittwoch den 7. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, Derben in meinem Bureau 1 Eommode, . Wandubr und 1 kl incs Tischchen öffentlich meistoietend gegen Baarzahlung ver seigert. (ließen, den 5. Februar 1883. M ontagdenlS. Februar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Unterwald und Ameisenkopf nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rm. Rm- Wellen. . j » <0* Mittwoch den 7. Mär), Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgerichl der dem Heinrich Lauer gehörige Acker Flur XXXV1/28, 2000 Mtr. Acker unter den neuen Eichen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Januar 1883. Großh. Ortsgericht. Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Stöcke, Eichen- „ Nadel- „ ™al Slattenu ,fT du nsle von - ck-vmn Seife '-kU bdalltnet " vorgerückteres da er mit 'n Herde'gen M t'-ntr L iter. -t**ne Koute Sergen, haben, n tv der Agend rm Stabt seldtz (t- 3) : nerdrelteter im r deg ünbete, in; Ä:: töngen [■ lieber die | Lurgen feinerlei ! s^erbrtibigten i t Insel Irunbflb, b chnen in ten i ;eöorb?u, für Iribab mehrere irTB’bfTie Hessen 8*5 Stamme^: s fnni Inbien pdeo (hfolg br- be'anntr - her Htrm a j 7.2-'ckommena entgt^ xlcrdmu-rtwLr MLWl td tv & tu haben, dm i^Ht klsbata wm dmt T sfcttr tn be der Anrstkaiter iisglückl'La -r UnglütfH* ,, KLNer konntr ■ ntl'tfli* and ft' * «, tii: pnM* •'5‘ L abdefl« ÄÜLK •iS» - * Eichen- „ Nadel- Buchen-Knüppel, Eichen- „ Nadel- „ Nadel 34 Bau-, Werk- und Nutzholz. 301 Eichen-Stämme mit 124 Fstm., Nadel- „ n 42 Birken-Stamm „ 0,16 Eichen-Stangen „ 0,37 365 Nadel- „ „ 27,40 Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Annerod nach Oppenrod an der Hauptschneise. Gießen, den 6. Februar 1883. _ Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 366 A. Bramm. Buchen-Reisholz, 6250 Wellen 798 1,50 Großh. Gerichtsvollzieher. Tischwein Ohr. Helm, Bismarckstraße. treffen heute ein. Grg. "Willi Weidig. j. A. Busch Söhne. n ii ii _p: T 3 p ~ 1- -,70 199 2 16 66 4 90 6 Aal in Gel^e, Aal, geräuchert, Kieler Bücklinge Bratbückinge, wieder eingetroffen in Rmtr. H ft II II II II Eichen- Nadel- Birken- Als Gedenkblatt an die am 28. Januar 1883 im Clubsaale dahier stattgehabte Wohlthätigkeits-Vorstellung zum Besten der Ueber- schwemmten u. s. w. empfehlen wir den vor jener gesprochenen 789 Ein Dienstmannökarren und ein Schneeschlittcn zu verkaufen. Näheres bei M. Mallbott, Bahnhot. Holz - Versteigerung. Donnerstag den 8. ds. MtS., Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewald, District Fuchsbau rc., nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als Hollj- und Weih Weine in Flaschen und Gebinden, sowie im Verzapf über die Straße bei 42 Chr. Helm, Bismarckstraße. Gewähr für Reinheit- Bei größerer Abnahme entsprechend billiger. Chr. Wallenfels Aufträgen auf guten und reinen Flaschenwein in Fäßchen per Liter zu 80 und aufwärts entspreche ich zu jeder Zeit. Hochachtungsvoll Lager in (7e * Gelnhausen 8W, 12", 44°. Nidda 8W, 12", 410, 7". ko ö ►d o in €o, vö O *i *1 *1 Cocos- und Manilla-Teppiche und Läufer, Cocosmatten, Wachs- und Ledertuch. 822, 12, 442, 78,r Weilburg). Z o O K O: CT «1 wir 5 f» rem, "«leit D- «bftiu8 »JJ Nm 2 M qL ab^ ne lik 34 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen.Kaplansgasse 18. Ankunft in Gießen von: Frankfurt I", 8", 9^*, li<', 1‘«*,2*‘, .) o, 7", 8'6*, 12'2*. Marburg 6'24, 7*1 Cassel 2-0, r>13*,810*, ll29, 429, 65 •, 11 Wetzlar V-\ 940, II33, l2*, 3", 4:-, 0 7 910* 11-'0 12* Cms-Covlenr 9»o, 12*, 3", 6«, 1>10, tS' Deutz U33, 4", 110 skulda 11", 429, 10 Lauterbach 8", 11", 429, 10. Gelnhausen 9-", 339. 0w. Nidda 630, 920, 330 o ». * bedeutet Schnellzug. Die fetten 3'fferr die Nachtstunden TU Itt einige Zeit u'i gehabt ukD r.* «usgenontDtN: 3n bei eine lachte h” verhalten und! 3bi Akt die Lange, all Tebailm über Mch-M« ur. ol4 ursMNhii der ganze L: den Pottetat Leratbllng U 15. gtbniai« tim ober ® o-Leochc.. 5 tm 17. Peniior.Lgeiche. ^>t»!g gdorc- loch Nesprrchr Md von vict'cT H eingchal.'^ Es perl {hH cfc; löi lofl infviu JiittlvilBr fe feite': ta^M k,- WohithäügkeitsVorsteiiung. In Folge der großen Nachfrage nach Billets wird eine Wiederholung der am Sonntag stattfindenden Vorstellung für D.enstag den 13. Februar, Abends IM. Uhr, im Saale des Gesellschafts-Vereins m Aussicht genommen. (846 >_____««« Comile. Vermischte Anzeigen. 837 Zwei Pferdeieppiche sind in der Nähe des Bahnhofs gefunden worden und können gegen Erstattung der Jnsertions- gebühren m Empfang genommen werden bei Justus Bärrn, Hammsttaße 7. Garten M pachten gesucht. In nicht zu großer Entfernung von der inneren Stadt wird ein hübsch angelegter Garten mit Gartenhäuschen zu pachten gesucht. Späterer Kauf nicht aus- ^Näheres bei der Exped. ds. Bl. "659 Schüler oder Schülerinnen finden gute Pension in einer Familie, woselbst ihnen auch zu «Hause bei Anfertigung ihrer Aufgabe Aufsicht oder Nachhilfe geboten ist. Offerten unter Nr. 659 an die Exped- ds. Blattes. 865 Eine Wohnung von 3—4 unmöbl. Zimmern in der Nähe der Klinik wird zum 1. April von einem Herrn zu miethen gesucht. Offerten unter 9h\ 865 bittet man in der Exped. ds. Bl- abzugeben- CSeeueht eine Wohnung von 3—4 Zimmern mit Eorridor und Zubehör per 15. März von einer ruhigen Familie. Auskunft ertheilt die Exped- ds- Bl. 651 Oberhess.Gkstüschaftfür Natur- und Heilkunde. Mittwoch den 7. Abends 6 Uhr, in dem physikalischen Auditorium der Universität. Vortrag: Herr Prof- Dr Röntgen „Ueber die Farbe Der Körper". Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. 864 836 Ein Dienstmädchen gesucht für Ostern.Meichstraße 4. 839 Ein zuverlässiger Knecht wird gegen hohen Lohn bei zwei Pferde gesucht. Philipp Schwan. Ich werde mit dein 12 Februar wieder einen Curslis im Anmelsen, Zu- [djneibrn und Unfertigen von Damenkteideni eröffnen. C. Schneider, 733 Sonnenstraße 22. Montag den 12. Februar 1. I., Abends 7 Uhr, in der großen Auls der Universität M6tl MW»»-«/. Audebert Land und Leute in IHadagascar. giummerirte Sperrsitze ä Jt. 1.50 (für Familien ermäßigter Preis), Saalbillets Ml.- in der Ferber’fdjen itnio.-^udjlj. in Gießen. Die Hälfte de» Reinertrag» ist für die Ueberfchwemmten 802 bestimmt. Wermietsiungen. 859 Eine Stube mit Eabinck und ein kleines Zimmer (möblirt) zu vcrmiethcn. Bahnhofstraße o2._ 838 Kleine Wohnuna zu oermietben. (Lchloßgasie 10. 773 Ein kleines, freundliches Familienlogis ist zu vcrmiethcn. Marktstraße 32. 845 Unmöbl. Zimmer mit Eabinet zu vennietbcn._____________. 'Neuenweg 2._ 857 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen _____________ im „Gatubrinus". "Ul0W uoqnri; m3(lP3 uunzsni5 usyunmada ni po|oj jjd 'Ao^qng* qun Atpurr 'iLtaunuig* t snv 'swoludtnutv^ hzumpf u\j) Qgg 28 Ein rnövlirteS Zimmer ocr^ mietbct Eugen ftauffmann, Alicenstr. 754 Zwei Familienlogis, 3—4 Zimmer, ;u vcrmictben. Wilbclmsstraße 3. 313 Ein hübsches Logis in schöner Lage, 5 Zimmer, ist an eine ruhige Familie für 500 vM zu vcrmiethcn und sofort beziehbar. Näheres bei der Expedition d. Bl. 257 Zu vermicthen das untere Stockwerk Marburger-Straße 29 mit 4 Zimmern nebst Zub hör und Garten. Nachfragen bei Herrn I. Nicker, Buchhandlung, wegen Kauf der ganzen Hof- rartbe bei Ebristian G. Eckel in Frank- furt a- M., Leerbach-Straße 47._________ 793 Eine unmöbl. Stube zu vermietben- Flügelsgasse 4, 2. St. 796 Eine Familienwobnung zu ver- miethen, per 1. März beziehbar, bei _____ Wilh. Sange, Backer. 20 Freundl., kleines Familienlogis vermietbet sofort I. Bocck, Wallthorstr. 18. 844 Ein schwarzes Cachemirtnch vom Clubsaal bis zum Kreuz gestern Abend verloren. Dem ehrlichen Finder eine lohnung in der Exped. ds. Bl.__________ 848 Ein tüchtiger junger Mann findet lohnenden Verdienst durch Vertrieb eines leicht verkäuflichen Artikels. Näheres Bahnhofstraße 43 zu erfahren. KaßnßoMrasie 12 (im Hause des Herrn CHR ZIMMER) eröffnete ich am heutigen Tage ein Tapeten-, Teppich-, Nouteaux- und MöbeNoss-tfeschüst. Beim Einkauf meines ganz neuen Lagers habe ich die augenblicklich sehr günstige Con- junctur, dem modernen Geschmack Rechnung tragend7 benutzen können, wodurch ich in den Stand gesetzt bin durchaus Neues sehr preiswürdig zu liefern. Ich halte mich unter Zusicherung reellster Bedienung bestens empfohlen. 800 Ein freundl. Logis zu vcrmiethcn. 2. Katz, Asterweg. 500 In meinem Hause, Schillerstraße 11, sind zwei Wohnungen (5—6 Zimmer) alsbald zu vermicthen. ___________Karl Noll, Mgelsgasse. 727 Ein schönes Familienlogis im Hinterhaus ist zu vermicthen bei Carl Burkhardt, Neustadt. 763 Das seither von Frau Landrichter Mosler bewohnte Logis ist per 1- Mai, wenn gewünscht, auch per 1. April ander- weit zu vermietben. Car 13chwan. 808 Möbl. Zimmer mit Eabinet zu Vermicthen. Wilh. Herbert. 182 Laden, mit oder ohne Wohnung, »er 1. April 1883 an zu vcrmiethcn- Julius Noll. 724 20 000, 18 000 und 13 000 Mt. gegen hypothekarische Sicherheit zu verleihen durch I. Blitz. W ohnungs-V eränderung. Meinen verehrten Kunden die ergebene Mittheilung, daß ich meine Wohnung von Neuen - Bäue nach Llsterweg 23 verlegt habe. Gleichzeitig halte mich im Waschen und Farben der Handschuh- bestens empfohlen- 678 Jacob Hengst, Handschuhmacher.