Ar. 2S8« Dienstag dm 6. November 188T. Mekener il meiner r T V r 7 7 Ty « M r W 7 (v | c <-> vJ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureau: r. *W«««» -- «—« MFWWU LLKL Äff Amtlicher HHeil. Betreffend: Draiuirungen in Flur II, III, VI und XII der Gemarkung Bellersheim. Bekanntmachung. Bei der in Gemäßheit unserer Bekanntmachung vom 28. August l. I. (Anzeiger Nr. 201) erfolgten Abstimmung vom 15. October l. I. hat sich folgendes Resultat ergeben: .... 1) Der Plan für Flur II ist abgelehnt, indem 16 Personen mit einer Fläche von 67365 qm und 87 ft. 6 kr. Steuerkapital dagegen und 58 Personen mit 68371 qm Fläche und nur 72 fl. 8 kr. Steuerkapital dafür stimmten. 2) Der Plan für Flur III ist angenommen, da nur 12 Personen mit einer Fläche von 42870 qm und einem Steuerkapitale von 136fl. Io kr. daqeqen, und 57 Personen mit einer Fläche von 247820 qm und 746 fl. 51 kr. Steuerkapital dafür waren. 3) Der Plan für Flur VI ist bezüglich des Theils zwifchen der Langsdorf-Hungener Straße abgelehnt, im ubrrgen aber angenommen worden. ... , In Betreff des ersten Theils stimmten nämlich 9 Personen mit einer Fläche von 107261 qm und einem Steuerkapitale von 192 fl. 8 kr. dagegen und 20 Personen mit nur 55963 qm Fläche und 109 fl. 2 kr. Steuerkapital dafür. Bei dem anderen Theile sind 8 Personen mit 20668 qm Fläche und 46 fl. 44 kr. Steuerkapital dagegen und 52 Personen mit 222069 qm Flache und 463 fl. 14 kr. Steuerkapital dafür. r 4) Der Plan für Flur XII ist angenommen. Dagegen sind nämlich 5 Personen mit 19560 qm Fläche und 36 fl. Io kr. Steuerkapital dafür 65 Personen mit 247967 qm Fläche und 386 fl. 48 kr. Steuerkapital. Eine etwaige Anfechtung der Zulässigkeit und Rechtsbeständigkeit der Abstimmung, oder des vorbemerkten Resultates derselben muß binnen 14 nagelt, vom Tage der ortsüblichen Verkündigung dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei Meidung des Ausschlusses an den Kreis-Ausschuß des Kreises Großen stattfinden. Die auf die Abstimmung bezüglichen Actenstücke liegen während der angegebenen Frist auf der Großherzoglichen Bürgermersterer Bellersherm zur Einsicht der Betheiligten offen. . , , „ . v . . , . ~ ,, Wegen der Wahl eines Ausschusses von 5 Mitgliedern, welcher die Ausführung des Unternehmens leiten soll, wird Termin durch den Großherzoglichen Bürgermeister Bopp in Bellersheim, der zum Wahlcommissär ernannt worden ist, durch ortsübliche Bekanntmachung vorbestimmt werden. Gießen, den 3. November 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. vr. Boekmann. __ __ " Betreffend: Ableistung des Verfassungseides. Gießen, den 3. November 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr otzherzo glichen Bürgermeistereien des Kreises. Unser Ausschreiben vom 16. v. M. in obigem Betreff bringen wir zu alsbaldiger Erledigung in Erinnerung. Df. Boekm amu.__________________________________________ — ' ~ Gießen, am 3. November 1883. Betreffend: Statistische Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Deutschen Reich. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des KreL-eS. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Rückstände find, an die alsbaldige Einsendung der Uebersichten rubricirten Betreffs. Dr. Boekmann. Betreffend: Die Taubstummenstatistik. Gießen, am 3. November 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen arr die Orts Schulvorstande des Kreises. Wir erinnern Sie, insoweit Sie noch im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 17. September 1883 binnen acht Tagen. vr. Boekmann. ____________ Deutschland. Darmstadt, 3. November. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz begab 'ich heute mit S. K. H. dem Großherzog zur Jagd nach dem Kranichsteiner Park, heute Abend findet im Kranichsteiner Schlosse Hoftafel statt. Berlin, 3. November. Se. Maj. der Kaiser begab fich heute Mittag nach der Ruhmeshalle im Zeughause, wo er von den Ministern Bronsart v. Schellenvorf, v.'Puttkamer, v. Goßler, v. Scholz und Maybach empfangen wurde und einen zweistündigen Runvgang durch die Sammlungen machte, welche vom Montag ab dem Publikum geöffnet sind. Der Commandant des Zeughauses, Oberst Ising, erhielt den Rothen Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife. Der Director der Sammlungen, Professor Weiß, ist zum Geh. Regieruugsrath ernannt worden. , — Heute Nachmittag conferirte Se. Maj. der Kaiser mit dem Staatsminister Grafen v. Hatzfeldt. — Unter dem Vorsitze des Staatsministers v. Bötticher wurde gestern eine Plenarsitzung des Bundesraths abgehalten. Die Versammlung ertheilte gemäß den Vorschlägen der Ausschüsse dem Entwürfe der Ausführungs-Bestlm- mungen zu der Uebereinkunft zwischen Deutschland und Frankreich, betr. den Schutz an Werken der Literatur und Kunst, vom 19. April 1883, die Zustimmung. , f , — Während die Heere aller europäischen Großstaaten eher 9mangel als Ueberfluß an Offtcieren besitzen, tritt in der spanischen Armee das gerade Gegentheil zu Tage, Nach dem letzten Personal-Ausweise zählt das spanische Heer: einen General-Kapitän auf je 11,003 Soldaten, einen General-Lieutenant auf je 1013, einen Generalmajor auf 693, einen Brigadier auf 271, einen Oberst auf 195, einen Oberstlieuteuant auf 99, einen Major auf 42, einen Hauptmann auf 18, einen Lieutenant auf 15 und einen Fähnrich auf 6 Mann. — Der preußische Oberkirchenrath hat für die Lutherfeier em Gebet vorgeschrieben, in welchem sich nachstehender Satz vorfindet: „Wir gedenken all' der Treue und Barmherzigkeit, welche du int Werke der Kirchenerneuermig unseren Vätern und uns selbst erzeigt hast. . . . Dein Wort hatte aufgehört, die einzige Richtschnur für christliches Glauben und Leben zu sein. Du hast ihm wieder zu seinem Rechte verhalfen und die heilige Schrift unserem Volke in seiner Muttersprache in die Hand gegeben also, daß Alle schöpfen können aus diefem Brunnen des Heils. Aergernisse mannigfacher Art hast du aus dem Heiligthum deiner Kirche Hinthun, seelenverderbliche Jrrthümer überwinden, die Gewißen befreien lassen von jedem knechtischen Joch! . . . Laß uns über das, was uns von anderen Christen trennt, nicht vergessen, was uns mit ihnen eint, und wo Kampf sein muß, da mache uns deffen eingedenk, daß die Waffen unserer Ritterschaft nicht fieischlich fein sollen." Kassel, 3. November. Anläßlich der von dem Stadtrath an Se. K. K. Hoheit den Kronprinzen gerichteten Geburtstagswünsche ist dem Stadtrath Seitens des Kronprinzen ein Dankschreiben zugegangen, worin dieser feiner aufrichtigen Befriedigung über die jüngst in Kassel verlebten Tage und den ihm von der Bürgerschaft bereiteten herzlichen Empfang Ausdruck giebt. Nach warmen Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Johannes Böckner, welcher seither die Droschke Nr. 5 gefahren hat, diese Droschke außer Dienst gestellt hat, demnach nicht mehr berechtigt ist, das am 15. October 1878 concesfionirte Gewerbe als Droschkenkutscher zu be reiben. Gießen, den 3. November 1883. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. F r e s e n i u s. Dankesworten über die ihm kundgegebene anhängliche und theilnehmende Gesinnung versichert Se. K. K. Hoheit die Bürgerschaft von Kassel nach wie vor seines besonderen Wohlwollens. Stettin, 3. November. Heute früh explodirte im Hafen der kleine Kessel des Dampfers „Secunda" von Flensburg, wodurch der Maschinist, der Heizer und ein Zollwächter gelobtet worden. Glogau, 3. November. Im Proceß gegen Commerzienrath Förster und Genossen wurde Friedrich Förster wegen einfachen Bankruts zu achtzehntägiger Gefängnißstrafe verurtheilt, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt zu betrachten ist, alle übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Die erwachsenen baaren Kosten und Auslagen hat die Staatskasse zu tragen, ebenso auch einen Theil der in der Voruntersuchung gegen Friedr. Förster erwachsenen. München, 3. November. Vom Magistrat ist wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in mehreren Stallungen des hiesigen Viehhofs die Verkehrssperre für letzteren angeordnet und der Abtrieb lebenden Viehs vom Viehhofe verboten worden. Oesterreich. Wien, 3. November. Das kconprinziiche Paar besichtigte die elektrische Ausstellung, welche morgen geschlossen werden soll, heute zum letzten Male. Der Kronprinz richtete eine Ansprache an die versammelre Ausstellungs-Commission, in welcher er aussührte, daß die kühnsten Erwariungen, welche an dieselbe geknüpft wurden, weit übertroffen und große Erfolge erzielt worden feien. Für die Industrie sei ein neues Feld der Thätigkeil durch die Ausstellung erschlossen und das emsige Schaffen der wissenschaftlichen Commission biete eine Garantie dafür, daß die auf dem fruchtbaren Boden dieser Ausstellung sich entwickelnden Keime noch reiche Früchte tragen würden. Der Kronprinz sprach sodann allen Beiheiligten der AusstellungS-Commission und den Ausstellern, welche durch ihre Leistungen den Erfolg ermöglichten, seinen wärmsten Dank aus. „Mit S olz erfülle es uns, die Hülfe aller befreundeten Staaten und.vielleicht ihrer bewährtesten Männer an unserer Sette zu sehen. Das zahlreich erschienene Publikum bewies, wie sehr es alle fortschrittlichen kulturellen und wissenschaftlichen Bestrebungen zu würdigen und zu schätzen weiß. Mit dem Gefühle können wir scheiden daß wir unsere Aufgabe ehrenvoll gelöst haben, unser schönster Lohn sei das Bewußtsein: wir haben ein gutes Werk geihan." Enthusiastischer Beifall folgte der Rede des Kronprinzen. IranLreich. Paris, 3. November. Die Regierung wird in der kommenden Woche Nachtragskredite für Tongking in den Kammern einbringen. Die Forderungen dürften den Betrag von 10 Millionen nicht übersteigen. — Das von hier verbreitete Gerücht, das Personal der hiesigen chinesischen Gesandtschaft treffe Vorbereitungen zur Abreise, entbehrt der Begründung. England. Liverpool, 3. November. In Folge des Fallissements von Morris Ranger haben auch die Baumwollhändler Hollisched, Tetley u. Comp. suspendirt. Die Passiva sollen 100,000 Pfd. Sterl. betragen. Plymouth, 3. November. Vorgestern Abend hat im Kanal eine Kollision zwischen dem Dampser „Nottinghill", welcher sich auf der Fahrt von London nach New-Jork befand, und dem deutschen Schiff „Eugenie", welches von Jquique nach Rotterdam unterwegs war, stattgefunden. Beide Schiffe wurden stark beschädigt. Das deutsche Schiff wurde mehrere Stunden von Nottinghill bugsirt und hier eingeschleppt. Serbien. Belgrad, 3. November. Durch einen Ukas des Königs wird im Kreise Zajcar wegen Widerstandes gelegentlich der Waffenablieferung der Belagerungszustand proklamirt. General Tichomir Nikolic ist zum Commandanten und königl. Commissär des erwähnten Kreises ernannt worden. Rußland. Petersburg, 3. November. Der „Russische Invalide" publicirt die Ernennung des Commandeurs des 6. Armee-Corps, Generallieutenants Roop zum interimistischen temporären Generalgouverneur von Odessa und Comman- direnden des Odessaer Militärbezirks. Türkei. Konstantinopel, 3. November. Der Sultan hat dem König von Holland des Großkordon des Nischan-Jmtiaz-Ordens verliehen. Telegraphische Depeschen. Wolff'K telege. E-rrrsspor»dem-B«srKu. Petersburg, 4. November. Das „Journal be St- Petersbourg" erklärt die Mitthettung des „Gaulois" von einem Toast, welchen der Kaiser Alexander bei dem Abschiedsötuer für den französischen Botschafter, Viceadmiral Jaures, ausgebracht haben sollte, für unrichtig, mit dem Bemerken, daß bei dem Absch-edsdimr überhaupt kein Toast ausgebracht worden sei, auch sei das Ausbringen eines Toastes bei solchen Geleaen- heiten nicht üblich. Belgrad, 4. November. Gestern hat ein außerordentlicher Ministerrath statt- gesunden, in welchem auf Grund der Verfassung beschlossen wurde, wegen der ernsten Lage im Innern des Landes das Preßgesetz, sowie das Gesetz, bctnfftnd das Vereinsund Versammlungsrecht zu süspendiren und in Preßsachen die Präaentivcensur einzuführen. Durch königlichen Ukas wird den Bewohnern des im Belagerungszustand befindlichen Gebietes die Ei Haltung der Truppen während der Dauer desselben auferlegt und gleichzeitig den Ofsteieren und Unterofficieren das doppelte Gehalt für diese' Zeit zugesagt. 8 p H I H. Gießen, 5. November. [33erein Creditreform Siegen.] In Folge des gelinden, umsichtigen Vorgehens Seitens des Bureaus hat sich demselben ein weiterer Zweig zur Deckung mehrerer Gläubiger durch Stundungsanträge von Schuldners Seite dargeboten. Dieselben sind von dem Bureau nicht zurückgewiesen worden sondern es sind schon in vielen Fällen von demselben Stundungsanträge zu Gunsten der Schuldner in Ausführung genommen worden. Möchte jeder Schuldner die Wohlthat solcher Thätigkeil des Vereinsbureaus anerkennen und benutzen. — fShakespeare-Abend] Morgen Dienstag, Abends 8 Uhr, findet im Saale des HStel Einhorn die bereits mehrfach erwähnte Freie Recitation durch Herrn Bruno Fried aus Wien, Deelamator der Königin von Hannover, bestimmt statt Das hochinteressante Programm, verbunden mit freier Recitation, sowie das Renommä des Vortragenden verbürgen uns einen genußreichen Abend, weshalb wir unser kunst- sinniges Publikum noch einmal ganz besonders darauf aufmerksam machen woll-n Näheres im Jnscratentheil. Gießen, 5. November. (Theater.) „Der Registrator auf Reisen« von L'Arronge und Moser hebt sich in einzelnen Theilen über den Charakter einer fpofle hinauf Witzige Apercus und Wortspiele, erheiternde Redewendungen und ©eenen deren komische Kraft mcht selten im Contraste zwischen Gedachtem und Wirklichem besteht, eigenartige Charaktere, wie der Registrator, der ReitunflSreoorter „«k s. sächsische Gerichisrath, erinnern daran, daß wir die Arbeit zweier unserer besten^»?, spieldichter vor uns haben. 1 “ tmst- Das Stück spielte sich in einer Weise ab, daß selten von des Ruschauer« ar«.,, das Lächeln wich, daß aber auch laut und recht herzlich gelacht wurdeVnr Ä 18 fei des im Mittelpunkte der Handlung stehenden Registrators gedacht d°en^" F. Brautlecht gab. Die drastische B-weglichket seines Spiels, dazu die k Situation, in welche dieser Subalternbeamte durch einen geheimen dienstlichen gr„L?er gebracht wird, verhalf der Roll- und dem Künstler zu einem besonderen SrfDla, x8 wir mit Vergnügen constatiren. Allein da der Künstler noch jung unb anfr'i2.tl strebsam ist, so wird es Smn haben, ihm zu sagen, daß der Feind aller echten Ä? die Uebertreibung ist. Nicht als ob der Künstler sich ihrer in strafbarem ©rabe toniM gemacht hätte; aber hier und da wäre eine kleine Abschwächung in der DarN-m.« wohl am Platze gewesen. Wir meinen hauptsächlich die Momente in betten h 8 Registrator seinem Vorgesetzten gegenüber steht, insbesondere die Scene, wo er h,„ ihm selbst unbekannten Ingenieur vorstellen soll. Also ein wenig mehr Mabbnnll! und mit Ihrem Registrator können Sie sich sehen lassen! BWtm Von den übrigen Darstellern und Darstellerinnen sind noch rühmend zu nennen. Herr Peters, der in seinem Localreporter eine sehr ergötzliche Figur schuf r,,," Schreiner, der als Bauraih Hiller recht nobel auftrat, Herr Muff (GericktOrnw Heidenreich) und Frau Brede (Frau Registrator). " ^-ttchtsrath Gießen, 5. November. Als am Morgen des 27. April die Gebäulichkeiten tn W-nzel's Garten abbrannten, wird wohl Mancher der Zuschauer im Stillen aedack! haben, daß es für das alte Gebäude nicht zu viel des Schadens gewesen, würde dann doch aus den Trümmern etwas Neues, Praktisches und Besseres entstehen können Diese Erwartung ist nicht getäuscht worden. Der Sa al bau in Wenz-I's Garten der unter der vorzüglichen Leitung des Herrn Architect Stein im Lause des Sommer« erbaut worden, wird und muß unserer Stadt zur Zierde gereichen. Halten wir un« nur an den Ort und seine Einrichtung, welche allen Anforderungen der Neuzeit mit ihrem verwöhnten Geschmack und Luxus entspricht, so wüßten wir kaum eine Stadt von der Größe Gießens zu nennen, die ein ähnliches Etablissement aufweisen könnte Glückauf hierzu!— Am Samstag Abend wurden die Restaurationsräume dem Publikum eröffnet. Unsere Regimentscapelle gab nach langer Pause ihr erstes Concert „zur Weihe des Hauses". Freudiges Staunen malte sich auf den Gesichtern derjenigen, welche zum ersten Male wieder den Raum betraten. Durch wahrhaft großartig schöne Kronleuchter (in Ebenholz - Imitation und Kupfer) erleuchtet — 5 im großen und 2 im kleineren Saale, der kleineren Lüster und Wandlampen nicht zu gedenken — findet man sich vorerst in dem weiten Raum noch nicht ganz heimisch. (Zur vollen Wirkung der Kronleuchter dürfte der eben noch im Gebrauch befindliche Gasometer zu klein fein, so wird uns nämlich von fachmännischer Seite versichert.) Der Aufenthalt am Samstag und Sonntag Abend bei der Einweihuna war dem Ganzen entsprechend ein recht angenehmer, trotz der gestrigen wahren Völkerwanderung dorthin. Die Musik gut, die Getränke und Speisen ditto und die Bedienung unter Leitung eines tüchtigen Oberkellners eine prompte und ruhige: so darf man getrost nunmehr auch den trüben und regnerischen Sonntagen, die uns noch bevorstehen entgegensehen. Wir sind nunmehr gut beraihen. Der Saalbau bietet Tausend und noch einigen Gästen einen traulichen Aufenthalt. Und daß er nunmehr stets und immer traulich sein möge, fei unser Glückwunsch zur Eröffnung. Vermischtes. Darmstadt, 1. November. fPostpersonalnachrichten.] 1. Angestellt sind die Postpractikanten Große und Hennig in Mainz als Postsecretäre. 2. Versetzt sind der Postassistent Hofmann von Deutsch-Avricourt nach Grünberg (Hessen); der Telearaphenasststent Dorn von Darmstadt nach Mainz und der Tele- graphenassistent Röder von Cöln (Rhein) nach Darmstadt. — Die Städte, welche das Oratorium „Luther in Worms" von Meinardus mit Orchester anffübren werden, sind folgende: Berlin, Sondershausen, Nordhausen Friedberg, Gießen, Marburg, Halberstadt, Elberfeld, Elbing, Zerbst, Oschatz, Staßfurt' Roßwein, Plauen, Quedlinburg, Königsberg !. Pr., Ballenstedt, Breslau, Oldenburg' Danzig, Erfurt, Hildesheim, Hannover, Genf, Göttingen (zwei verschiedene Ausführungen), Reichenbach i. V Bremen, Liegnitz, Chemnitz, Koburg, Frankfurt a. M., Regensburg Kaiserslautern; ferner ohne Orchester: Landsberg, Köthen, Schalke i. W., R-oal, Hemsbach i. Baden, Gelsenkirchen, Friedrichshoff i. Ostpr., Nagold i. Würti. Pforzheim, Völpke i. Sachsen- (Einige davon führen nur Theile des Werkes auf.) — fVacante Stellen für Militäranwärter im Bereich des 11, Armeecorps.] 1) Cassel, Königl. Eistnbohnbetriebsamt, 5 Bureau-Aspiranten, Gehalt beim Dienstantritt 75 X monatlich, steigend bis zu 1350 X jährlich. 2) Darmstadt, Postamt, Packetträger, 930 X Gehalt- 3) Frankfurt a. M-, Nordhausen, Berlin, Kgl. Eisen- bahn-Directioir Frankfurt, 3 Hilfsbureaudiener, Gehalt jährlich 900 bis 1050 X nebst dem gesetzlichen Wohaungsgeldzuschuß. 4) Friedberg (Hessen), Postamt, Landbriefträger, 708 X Gehalt. 5) Frankenhauien, Postamt, Landbriefträger, 510 X Gehalt. 6) Kirchhain (Kreis HerSfeld), Postagentur, Londbriefträger, 510 X Gehalt. — Im Bezirk der Großb. Hess. (25.) Division: Darmstadt, Provinzial-Arresthaus Darmstadt, Hülfsaufseher, Gehalt 2 X täglich. Pseddersbeim, Amtsgericht Pfeddersheim, Gefangenwärter am Haftloeal zu Pfeddersheim, Gehalt 300 X jährlich, freie Wohnung, Heizung und Beleuchiung. Kassel, 1. November. Vorgestern verließ ein zehnjähriger Gymnasiast die Schule, ohne nach Hause zu gehen — aus Furcht vor Strafe. Heute wurde fein Leichnam aus der Fulda gezogen. — In Landshut ist eine Zauberin, Josepha Zöllner mit Namen, zu sechs Monaten Gesängniß verurtbeilt worden. Sie handelte hauptsächlich mit einem Zauberpulver, wodurch man sich die Gegenliebe einer Person ober die Treue von Geliebten sichern, den Sinn von Erbtanten und -Onkeln zu feinen Gunsten lenken, Käufer in Geschäften herbeilocken und sonstige Vortheile sichern könnte. Außerdem bediente die Zauberin stch eines Zauberbuches und eines Zauberspiegels. Ersteres war ein alter vergilbter Schmöcker, letzterer ein simpcler Rosirspiegel. Die Einnahme der Zauberin war nickt gering, t§ gab z. B. Tage, wo sie 40 bis 50 X verdiente. Ihre Kundschaft holte sie sich zumeist aus den sog. besseren Ständen. — In Reichmannsdorf befindet sich eine Grabschrift mit origineller Orthographie. Sie lautet: „Hier ruht Joh. Hrinr. Christ. Bohn ans Eliasbrunn geb. den 2. F-bruar 1852 gestorben den 16. Juni 1877 alt 25 Jahr 4 M. 14 T. Dieser J-ng- ling ritte ein Pfert in die Schwemm und er Drank." — Auf dem Währinger Fried- bose bei Wien befindet sich die Grabschrift: „Hier ruhet Kaspar Vogel. Vater und Metzger von 21 Kinder." Idstein, 1- November. Der 22jährige Karl Göbel aus dem nahen Heftrich begleitete am vorigen Sonntag einen Freund bis an die Waggonthür des um 7 Uhr 48 Min. Abends von hier nach Niedernhausen gehenden, auf dem zweiten Geleise haltenden Zuges. Die Passagiere waren eingestiegen, die Coupe's geschlossen und der von Niedernhausen kommenbe hier kreuzende Zug brauste in ziemlicher Entfernung heran. Göbel wollte — so wird dem „Rb- C-" milgetheilt — der Aufforderung des Conducteurs entsprechend, über das erste Geleis nach dem Perron zurück, kehrte aber nochmals um, seinem Freunde etwas zu sagen; jetzt wollte er hinüber, ohne in feinem Eifer zu beachten, daß der Zug wäbrenddem unmittelbar nahe gekommen war. Die Locomotive stieß ihn vor den Hinterkopf und schleuderte ihn zur Seite, aber leider nicht weit genug. — die Räder zerquetschten ihm beide Füße- Beide Beine mußten amputirt werden, das eine oberhalb des Knöchels, das andere am Knie. WttterurrgSknnde.*) 6- November. Dienstag. Kalt, windig, veränderlich mit etwas Regen und örtlich Schneefällen zumal in Nordwestdeutschland, Nachts frostig- Frühmorgens nebelig bis ausklärend, auf Mittag zu trüb, nach Norden zu vielfach aufgeheitert, Nachmittags allgemein kurze Zeit Neigung zur Aufklärung, Abends bedeckt; in Nordeuropa sind die Nachmittage mehr aufgeheitert- Der Südwesten dürfte froflfrei werden. 7- November. Mittwoch. Kalt, Nachts Frost, stellenweife noch Schneefall bei nordwestlichen bis nordöstlichen Winden. Morgens nebelig trüb, mit Neigung zur Ausbesserung besonders Nachmittags. *) Aus Dr. L- Overzier's Wetter-Prognose (Verlag der M.Lmgftld'- fchen Buchhandlung in Köln, Preis 1 XV — Nachdruck verboten. Grür ft» “ Fran ^-00-3.8< (Qualität > ßohlrabi 3 Poularden Hahn 0.7 Fra« Mrsbericht. Wditaitien „esibahnacfit xisconto Er #)/0 1880er Spanier, - gjlartenbi Hka Die £ Anzeiger' A Metzger in flottem Be Bedingungen 7116 "KnörrT ff ff ff ff Mari Stetie L- Hefe-. Wer empfii l'sttreibe-P do. mi «uä der Fc Mrnurshem Rolln Engl. Prima tinpfiehlt Tau «allen Griff <245 AlkUMl »achGeh. Sa Mchgeg.H «lichten. ®e: Weibeza Tapioka Wiener Hafergri ff Erbsen, empfiehlt Emil । Pat, I M Abfüllen Kmhnen, fei empfiehlt 7380 Chr Ga ! Uucntbehrli binnen Karzer Reinhold l L Durch diese feiten vergeb« brauch nicht i Mgt einen ti Glanz und Rosten der £ rohre rc. Z : lö H bet Hei irisch empfiehlt unb bei en Lust- •3 Antlitz »r Allem en Herr omik der Auftrag Ifle, den mfrichtig en Kunst ' schuldig Erstellung enen der 1 er den 'aßhalten nennen: ü- Herr 'tchtsrath Ikeiten in tt gedacht rbe bann können. 1 Garten, 5ommet§ wir uns uzeit mit ne Stadt n könnte, me dem )r erstes Jesichtern wahrhaft erleuchtet idlarnpen kcht ganz Gebrauch her Seite rweihung n Völker- lebtenung man ge- aorstehen, send und id immer sind die Nrünberg der Tele- leinardus rdhausen, Staßfurt, Idenburg, ene Aus- rt a. M., lke i. W., I. Württ. auf.) aeecorps.f n Dienst- Postamt, gl. Eisen- X nebst iandbries- 1 Gehalt. . - Im armstabt, Im, Ge- Lohnung, asiast die iurbe sein zu sechs i Zauber- Geliebten Käufer in diente die war ein ahme bet lte. Ihrer Orthogeb. ben 'et Jmg- ;er Fried- )ater und i Heftrich m 7 Uhr n Geleise und der Ufernung rung des hrte aber :n seinem lar. Die Iber nicht amputirt gen und »morgens geheitert, reckt; in frosifrei eesall bei gung zur stngf-ld'- Mainzer Kirchenbau-Lotterie. Die Loose zur II. Classe können in der Expedition des Gießener Anzeigers bis zum 10. November spätestens in Empfang genommen werden. Handel und Verkehr. «Nrünbera, 3. November. (Frachtpreise.) Weizen X 19.80, Korn X 16.60, „ L 13.80, Hafer X 13.94, Erbsen X 17.30, Lein X 00.00, Samen X 24.00, Sein X O.'OO. ’ Frankfurt, 3. November. Auf dem heutigen Markt kostete der CentnerHeu , „ oaL.3 80, Stroh X 3.20—3.50, Eier das Hundert X 6 00—7.00, Stück 7 5i, Butter ^n«n(ität X 1.20, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 1.50—2.00, i3—5 $ per Stück, Erbsen per Pfd. 00—00^, Rothkraut per St. 12—30 kerben X 0-0, Huhn^L 1.50—2.20, 1 Ente X 2.00—3.00, 1 Taube 50-60 An 0.75-1.30, Gans X 5-7.00, Welsche X 8-9. »rauikfrrtt a. W., 5. Novbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer a^iksbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) SpMfattien 235%, Staatsbahnactien 264%, Galizier 239°/», Lombarden 120V«, Nord- m-stbabnactien 157V-, Gotthardbahnactien 93%, Darmstädter - Bankactien 150, »!-,„nto Commandit —, Oesterr. Silberrente 66%, 4% Ungar. Goldrente 73%, k,. j880er Russen 70%, 5% 1877t Russen —, 2. Orient-Anleihe —, 4% Sanier —, 6°/o Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 68%, 5% Türken ^Marienburger 92%, Hess. Ludwigsbahnact. 1063/*. Tendenz: —. Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 6. November: Violetta. Mittwoch den 7. November geschlossen. Donnerstag bin 8. November: Lohengrin. Freitag den 9. November- Volksvorstellung bei ermäßigten Preisen: Ftgaro's Hochzeit. Außer Abonnement. Samstag den 10. November: Neu einstudirt: Die Heimkehr aus ber Frembe. Vorher: Die Nachtwandlerin- Sonntag den 11. November: Die Maccabäer. Schauspielhaus. Dienstag ben 6. November: Viel Lärm um Nichts- Mittwoch ben 7. November: Zum ersten Male: Gras Königsmark. Trauerspiel in 5 Akten von Paul Heyse. Donnerstag den 8. November geschlossen- Freitag ben 9- November: Doctor Klaus. Samstag den 10. November: Zu Schiller's Geburtstag. Neu einstudirt: Maria Stuart. Sonntag den 11. November: Die Karlschüler. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Heute, Montag, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostelgeschichte 2,22—41, Pfarrer Dr. Naumann. Jeikgeöotenes. Metzgerei mit Wirthschaft in flottem Betrieb ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen durch 7116__I. Blitz. 'Knörr’s Hafermehl, „ Gerstenmehl, „ Erbsenmehl, „ Linsenmehl, „ Bohnenmehl, „ Grünkornextract, Weibezahn’s Hafermehl, Tapioka (Kraftsuppenmehl), Wiener Kindergries, Hafergrütze, amerikanische, „ deutsche, Erbsen, grüne französische, empfiehlt 7377 Emil Fischbach. PalrnlslWuche jum Abfüllen von Bier und Wein (ohne j Krchnen, keine Ueberfüllung der Flasche) mpfiehlt 7M Ehr. Zimmer, Kupferschmied. Hausfrauen! I Unentbehrlich für jede Hausfrau ist die binnen Kurzem so in Aufnahme gekommene staubfreie OfeMchwärae von Reinhold Diezmann, Plauen i/V. Durch dieselbe wird vielen Uuaunehmlich- liiten vorgebeugt; sic hinterläßt beim Gebrauch nicht den geringsten Staub, er- Mgt einen tiefschwarzcn, prachtvollen Aanz und verhindert theilweise das Rosten der Lesen, Herdplatten, Ofenrohre re. Zu haben für Gießen per Packet M bei Herrn August Kröll. 6820 Frische Schellsische : empfiehlt Carl Schwaab’ß W Delicatessenhandlung. % Hefe-Handlung von I. Klingel- Wer empfiehlt in täglich frischer Sendung mtreide-Pretzhese ä Psd. 65 . do. mit dopp. Gährkraft ä Pfd. 85 $ ® der Fabrik von Ecbr. Berkel in «Mersheim a- Rh- 7142 Marinirte Häringe, Neue rnff. Sardinen, Rollmöpse, Engl. Bückinge, Prima Glb-Caviar ^chfiehlt 7327 «x. Willi. Weidig. Tauerkrautfaß Wagen Größen werden billig abgegeben be '*L_ Carl Heil, Schloßgasse. Sirupiadjer Drom-Iod-Seife ""chGeh. San.-Rath vr. E-Prie ger, vor- Mch geg. Hautausschlag, rotheHautflecken, «Wen. Depot in der Hirschapotheke. 6017 Allgemeiner Anzeiger. Nikolai-Markt. Vieh- und Krämermarkt zu Allendorf a. d. Liumda. Der nächste Vieh- und Krämermarkt wird in hiesiger Gemeinde Mittwoch den 14. November l. I. abgehalten, wozu wir Käufer und Verkäufer freundlichst einladen. Indem wir auch hier wieder auf unsere Bekanntmachungen Bezug nehmen, die wir gelegentlich der seither abgehaltenen Märkte erlassen haben, in welchen ja die guten, das Interesse der Landwirthe hiesiger Gegend in aller Beziehung fördernden Absichten des Ortsvorstandes genügend hervorgehoben worden sind, richten wir auch hier wieder an alle Landwirthe und Handelsleute und überhaupt an alle Freunde der Landwirthschaft, sowie auch an Gewerbetreibende, die freundlichste Bitte, auch diesen Markt wieder recht zahlreich zu besuchen. Der Ortsvorstand wird auch hier wieder recht gerne allen Anforderungen, namentlich bezüglich Stallungen rc. gerecht werden. Allendorf a. d. Lumda, am 3. November 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. _____ _ Moll, Beigeordneter. 7379 Ausrerliaitf. Wegen Aufgabe des Detailgeschäfts verkaufe von heute ab meine vorräthigen Stahlwaaren und Werkzeuge zu Fabrikpreisen. H. Tesche aus Solingen, 7376 Gießen, Neuen-Bäue 11. Das Neueste in Damen und Kmderhüten, sowie Veiler st., Sammele, Stoffe, Statuier und Huf- verslerungen empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen, Hunten- und SLiader-Hüte schon von 50 H an 6371________________ _____A. Fangmann.__ Mein Lager in Flanellen, Lamas, r-othen, Weißen undJacquard Bettdecken, Tischdecken, Sophateppichsn, Bettvorlagen, Teppichstückzeugeu und Reifedeckett bringe in empfehlende Erinnerung 7384 Oli- fetter. Bemlängen, Strümpfe, Socken, Strickgarne (sogen. Crefelder) in allen Qualitäten und Farben empfiehlt billigst ’ 6517 Stob. Haas, Seltersweg 57. Soennecken ’s Z Schreibfedern sowie alle übrigen Soennecken’schenSpeciali- äten d. Schreibfaches vorräthig bei H. 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Herbert, __Marktplatz 2._______ m Bergmann’s w WW Theerschweftl-Seift Wi bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbedingt alle Arten Hautunreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendendweitze Haut- Vorräthia h Stück 50 H bei Emil Fischbach, Seltersweg, 1882 Gustav Gerhardt, Lindenplatz. Zm Saale des Hotel Ginhorn. Samstag den 3. November, Abends 8 Uhr: Em SfjaRespeare = flöenö. 1. Othello, Othello's Vertheidigung vor dem Senat. 2. Hamlet, Hamlet's Monolog und Scene mit Ophelia. 3. Romeo und Julie, Garten-Balkon-Scene. 4. Kaufmann von Venedig, Gerichtsverhandlung. Frei aus dem Gedächtniß vorgetragen von Reritator Bruno Fried aus Wien, Deklamator der Königin von Hannover. Billets ä dl. 1,50, Familienkarten zu 3 Personen 4 dl, für jede weitere Person auswärts ä 1 dl., Billets für Studirende ä 1 dl. sind in der Ferber'schen Universitäts-Buchhandlung und Abends an der Kasse zu haben.___________________________________________________2389 LulherMiläum. Giessener Gnncerhereln. 6. Concert (im 91. Vereinsjahr). Mittwoch den 14- ZTovtor. 1883 Nachmittags 4 Uhr, in der Stadtkirclie: Luther in Worms, Oratorium in 2 Theilen, Dichtung von W. Rossmann, Musik von Ludwig Meinardus, des von 7389 Hauptprobe, Dienstag den 13. November, Nachm. 4 Uhr, 1 Mk. 7391 Friedrich 6 j •;.*«> 7344 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. unter Leitung Grossh. Universitäts-Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und gefälliger Mitwirkung Frau Müller- Ronneburger (Sopran) und Fräulein Marie Schmidtlein (Alt) aus Berlin , Herren Franz Litzinger (Tenor) aus Düsseldorf, Herrn Richard Dannenberg (Bariton) aus Leipzig, Herrn Cantor Martin Steiner (Orgel) aus Giessen, des akademischen Gesangvereins, von Mitgliedern hiesiger Männergesangvereine und Schülern des Gymnasiums und der Realschule, sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereins- Orches ters. WermieLijungen. 7381 Ein Familienlogis zu vermiethen. Will). Pfeil, Sandgasse 34. 7383 'Ein Familienlogis zu vermiethen. Wetzsteingasse 13. 7387 Gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. Alicenstraße 19, Nebenhaus. Preise der Karten (für Nichtmitglieder), welche in der Ricker- schen Buchhandlung und der W. Rudolph'sehen Musikalienhandlung, woselbst auch Textbücher zu 30 Pfg. zu haben sind: Ansprache an die evangelische Gemeinde. Fn allen evangelischen Landen Deutschlands und der ganzen Welt rüstet man sich, den auf den 10. November d. I. fallenden 400. Geburtstag des großen Reformators Dr. Martin Luther festlich zu feiern. Schon haben die bedeutendsten Lutherstädte, Erfurt, Wittenberg, Worms gerade in diesen Tagen, ihre besonderen Festfeiern gehalten und dadurch heilige Begeisterung und das Bewußtsein von der hohen Bedeutung dieses Jahres als des Jubeljahres der Geburt Luthers in die weitesten Kreise hmein- getragen. Jede große und kleine evangelische Gemeinde hat nun die Aufgabe, in den kommenden bedeutungsvollen Novembertagen das Lutherjubiläum in würdiger, segenfchaffender Weise zu feiern. Auch die evangelische Gemeinde Gießen darf und soll nicht zurückbleiben. . . , Wir wollen das Lutherfest mit Gottes Hilfe also feiern, daß wir durch dasselbe unseren Dank gegen Gott bezeugen für alle Wohlthaten der durch Luther begründeten Resormation; daß wir ferner von Neuem freudig uns bekennen zu der durch Luther errungenen Glaubens- und Gewissensfreiheit, die da ist eine Freiheit nicht von dem Evangelium, sondern durch das Evangelium Jesu Christi; daß wir endlich zu bleibendem Eindruck unserer Festfeier stets uns beeifern, als treue Kinder der Reformation unsere evangelische Kirche hoch zu halten und durch rechtschaffenen Wandel in ihrem Geiste ihren geistlichen Segen in himmlischen Gütern durch Christum zu bewahren und zu vemahren. Um solches zu erreichen, soll unsere Lutherseier in den einfachsten, würdigsten Formen begangen werden. Das Programin derselben wird nebst besonderer Einladung ungesäumt mitgetheilt werden. Aber jetzt schon bitten wir freundlichst alle protestantischen Glaubensgenossen unserer Stadt, sich mit uns im Geist evangelischen Friedens und Eifers zu vereinigen zu einer würdigen und gesegneten Feier des Lutherjubiläums. Wir wollen, fern von allen Angriffen nach außen hin, auf unserem eigenen kirchlichen Boden als evangelisch-protestantische Christen das dankbar preisen und zu dem freudig uns bekennen, was uns durch das Gottcswerk der von M a r t i n L u t h e r begründeten Reformation gegeben und anvertraut worden ist. Gott aber wolle also in Gnaden über unserer ganzen Festfeier walten, daß sein guter Wille geschehe und sein Segen unser bestes Theil werde in den Herzen, in den Häusern und in der ganzen Gemeinde! Gießen, den 29. October 1883. Das Oiiiite zur Dorbereitung der Mherfeier in Gieren: llr. Boekmann, Provinzialdirector. Bramm, Bürgermeister. Dingeldey, Pfarrer. Ferd. Gail, Kaufmann. Dr. Gottschick, Professor. I. Haustein, Fabrikant. Knorr, Landgerichtspräsident. Dr. Naumann, Pfarrer. Schlosser, Pfarrer. Dr. Stade, Professor. Vigelius, Schuldirector.7241 tVeisskraut per Ctr. M. 1.25, <»18*14. rHiat „ „ „ 1.50 abzugeben. (7392) Neustadt 10. Prima Uelis pr. Psd. 45 H, do.i. gary.Brod.pr.Psd.42H, Stampfmelis pr. Psd- 46 H, Würfel-Raffinade p.Pfd.48H empfiehlt Willi. Th. Wittlich, 32 Marktstraße 32. 7107 <2 basire; im Ausschusses Kaiserstaat znbringen. daß Oester energischer Mi- Ministerim die umnitl Politik Fr eigenthüml werden, i Motivirt i ihm sein seinem ver scheinlich, tretene Pi Vertrauen bngfrage scheint es noch errat gehen. £ einspringe zu führen Seeresleit wollen, i Aiarinetn die Besetz In Explosion^ schuften t Urheber d die englis 500 Pfd. Polizei n Allgemein nur die , Spiele gt blutige S zuletzt Kc Di