on bringe ^ehle«-e Wändiae erson, 9 *Mss * Stelle fflifg i einem großem Ci? ahere Auskunft te MuvonWm.MüHi-- Lg- Rh. j das verbrtiWkÄ Überhaupt; auheNl: mgrn mlreizehufü^. Die Modenm JllustrirteZeitmzt- Toilette und hch arbeiten. AlleliL r eine Nummer. P vierteljährlich 1.1 25 4 Jtylii erscheinen: 24 Nummern mititt letten u.HandM \ enthaltend gegen H Abbildungen mit b lche das ganze Men b Leibwäsche für te Knaben, wie für das M msassen, ebenso W erren und »»* wie die Handaim^ - nftmbe btr@**® lufter*i«W.! Simtftato' * erdmjld-rj-it-E vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn, mm — Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Ps. Amtlicher Hheil. Betreffend: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. Bekanntmachung. Unter dem Rindvieh des Pachters Hoffmann in Hof-Gill ist die Maul- und Klauenseuche ausaebrochen. Gießen, den 5. September 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______________________ Dr. Boekmann. 2. 3. 4. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht ^Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. ö Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Gebultszeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit un^Fähigkett den Freiwilliacn während einer einjah-igen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüstcn und zu verpflegen; ' " "?/ l ch ° " enheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen "rügen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienst, oeyorde auszustellen ist; x ° v ' ck. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugniffen. B e k a n n t m a ch u n g. werden «“i ®tun*> >brer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, ständige Gesuch? ohne Weiteris MÜckg'°g-b-n werden"^ ^" ^suche zu beachtenden, Vorschriften mit dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll- 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringcn, wenn der sich Meldende im Großherzog- Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. Die Berichtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jabres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, tn der Lage zu sein, den Freiwilliacn wahrend des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. gu pos. 6.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und ^^A^ugniffe siir die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord-, sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung ~ 11 c , ®eI^Crtnung vom 28. September 1875 - Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein muffen. Im Uebrigen wrrd aus die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ordnung verwiesen. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros. Politische Ueberficht. . Gießen, 5. September. Bie kurze außerordentliche Sommer-Campagne des Reichs- iages hat in voriger Woche ihr Ende erreicht, was allerdings nur dadurch amoglicht wurde, daß der Reichstag am Freitag eine Abendsitzung zu Hülse lahm. In letzterer fanden der deutsch-spanische Handelsvertrag mit der viel- genannten Spritclauscl, nach welcher russischer,, in Hamburg rectificirter Sprit ieme Zollvergünstigungen genießt, in zweiter Lesung die Zustimmung des Hauses, Ao der Antrag v. Kardorff auf Verallgemeinerung der Zollennäßigungen. Mdlich ertheilte noch der Reichstag die regierungsseitig nachgesuchte Genehmigung . Verfügung vom 9. August, durch welche die Bestimmungen des deutsch- Muschen Handelsvertrages vorläufig in Kraft gesetzt wurden. Die dritte Be- Mhung des Vertrages führte am Sonnabend zunächst zu einer beinahe drei- Andigen General-Discussion, welche vielfach über den eigentlichen Gegenstand er Verhandlungen hinausschweiste; nach Schluß der General-Discussion wurde tr Vertrag fast einstimmig genehmigt. Außerdem nahm der Reichstag noch n Antrag Braun, die Indemnität für die Verfassungs-Verletzung in einem sonderen Paragraphen des Entwurfes auszusprechen, mit großer Majorität A und genehmigte schließlich noch die internationale Convention bezüglich der iordsee-Fischerei. Hierauf erfolgte durch kaiserliche Botschaft, welche Staats- Mttar v. Bötticher verlas, der Schluß der Session. Dieselbe nahm im Ganzen fünf Plenar-Sitzungen in Anspruch und zeigte sich der Reichstag opfer- luiger und leistungsfähiger, als man ihm in Anbetracht der vorhergegangenen und arbeitsreichen Session zugetraut hatte, denn vollzähliger als man Wen durfte, haben die in allen Himmelsgegenden zerstreuten Reichsboten dem Erwarteten Rufe zur außerordentlichen Session Folge geleistet. Hoffentlich Md die Reichsregierung nun davon überzeugt sein, daß sich das oberste Par- Ment auch bei ferneren außerordentlichen Anlässen in beschlußfähiger Lahl ver- mineln wird. Der Reichskanzler Fürst Bismarck weilt mit seiner Gemahlin und M Grafen Herbert Bismarck seit vorigem Sonnabend zur Nachkur in Gastein. W Tage vorher conferirte der Reichskanzler noch wiederholt in Salzburg mit M Grafen Kalnoky, dem österreichisch-ungarischen Minister des Auswärtigen; M Freitag Abend soupirten Graf Kalnoky und der Statthalter Graf Thun mm Fürsten Bismarck. Die Sobieski-Feier, zu welcher man sich in der polnischen Bevöl- muvlg Oestereichs anläßlich des 200jährigen Jahrestages (12. September) der Entsetzung Wiens von der Belagerung Wiens durch die Türken gerüstet hat, hat ihr lautes Echo auch in den polnischen Landestheilen Preußens gesunden. Namentlich in der Provinz Posen wird die Sobieski-Feier zu einer polnischnationalen Feier und zu einer Art Demonstration gegen das Deutschthum umgestaltet, als ob die Polen allein den Entsatz Wiens bewerkstelligt hätten. Sehr bemer- kenswerth erscheint daher ein Erlaß des preußischen Cultusministers v. Goßler, welcher an die höchsten Schulbehörden der Provinzen mit polnischer Bevölkerung gerichtet ist und in dem den Schülern der höheren Lehranstalten (incl. der Lehrerseminare und Präparanden-Anstalten) jede Betheiligung an der Sobieski- Feier, auch außerhalb der Schule, untersagt wird. Das Sedansest ist, soweit sich dies aus den vorliegenden Berichten ersehen läßt, auch diesmal überall in Deutschland unter lebhafter Betheiligung aller Bevölkerungsklassen in würdiger Weise begangen worden. Besonders festlich gestaltete sich die Feier in Leipzig, Bremen, Posen, Dresden, Breslau, Freiburg i. Br. u. s. w. In Leipzig z. B. betheiligten sich an dem Festzuge über 8000 Personen; 50 Vereine waren in ihm vertreten und 12 Musik-Capellen lösten einander ab. Am österreichischen Kaiserhofe herrscht anläßlich eines freudigen Familien-Ereignisses frohe Bewegung. Am Sonntag früh ist Kronprinzessin Steianie von einer Tochter gücklich entbunden worden. — In der ungarischkroatischen Streitfrage ist noch keine weitere Entscheidung erfolgt Vorläufig sind die Kroaten nicht gesonnen, in der Wappenfrage nachzugeben, während einerseits das ungarische Ministerium entschlossen ist, die an den Wiener Minister - Conferenzen gefaßten Beschlüsse durchzusetzen, oder seine Demission zu geben. Der Vertrag von Hue hat augenscheinlich die ohnehin nicht günstigen Beziehungen zwischen Frankreich und China noch verschlechtert. Rach einer Meldung des „Gaulois" ist der Vertrag von Frankreich der chinesischen Regierung offieiell mitgetheilt worden und dieselbe aufgefordert, die mit den „Schwarzen Flaggen" verbündeten chinesischen Truppen zurückzuziehen. Der Mandarin Li-Fong-Pao, Botschafter Chinas in Deutschland, soll erklärt haben, daß dieses Verfahren Frankreichs von China als eine Kriegserklärung betrachtet werden würde. — In Paris ist aus Tamatave ein vom 26. August datirtes Telegramm eingetroffen, welches den Tod der Königin von Madagaskar bestätigt. Die Richte derselben hat als Königin Ranavalo 111. die Herrschaft angetreten; der bisherige Premierminister bleibt auch ferner im Amte. In England befürchtet man einen neuen Gewaltstreich der Fenier. Eine große Anzahl amerikanischer Irländer ist in den letzten Tagen in London und Liverpool eingetroffen und bringt man diesen Umstand mit dem nächstens beginnenden Proceffe gegen O'Donnel, den Mörder des Kronzeugen Carey, in Verbindung. Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, daß die Fenier die voraussichtliche Verurtheilung ihres Genoffen dazu benutzen werden, irgend einen Gewaltact auszusühren. Trotz der größten Anstrengungen ist es aber der Polizei noch nicht gelungen, etwas Näheres über das allem Vermuthen nach geplante Complot zu erfahren und hat sie darum gegen die verdächtigen Personen noch nicht einschreiten können. Die Annahme, daß dem Besuche des russischen Kaisers in Kopenhagen eine Zusammenkunft zwischen Alexander HL und Kaiser Wilhelm folgen würde, hat sich bis jetzt als unbegründet erwiesen. Ebenso hat sich die Meldung eines Berliner Blattes, daß im Residenzschlosse zu Stettin Vorbereitungen zur Aufnahme einer demnächst eintreffenden fremden Fürstlichkeit getroffen würden, als unwahr herausgestellt. Es deutet Alles darauf hin, daß sich Kaiser Alexander und seine Gemahlin von Kopenhagen direct nach Peterhof zurückbegeben werden und überhaupt wünscht der Czar in Kopenhagen so unbehelligt wie möglich zu bleiben. Aus diesem Grunde hat auch der König von Dänemark die Bitte des Municipalrathes seiner Hauptstadt, dem königlichen Hofe und seinen fürstlichen Gästen ein Fest geben zu dürfen, mit dem besonderen Hinweis daraus abgelehnt, daß der Kaiser von Rußland in Kopenhagen lediglich der Muse zu leben wünsche. Die egyptische Regierung hat soeben einen officiellen Bericht über die Opfer an Menschenleben veröffentlicht, welche die Cholera in Egypten seit ihrem Ausbruche bis zum 31. August verursacht hat. Hiernach sind im Ganzen während dieser Zeit 27,318 Personen an der Cholera gestorben, wobei die englische Occupations-Armee mit 140 Mann betheiligt ist. In Unter-Egypten ist die Seuche, mit Ausnahme Alexandriens, gänzlich erloschen, dagegen breitet sie sich in Ober-Egypten aus, wo ihr z. B. vom Donnerstag zum Freitag 320 Personen erlagen. ________________________________________ _______ Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz-Bur-au. Würzburg, 4. September. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz ist heute Nachmittag 5>/2 Uhr mit dem Aschaffenburger Schnellzuge nach Berlin abgereist, am Bahnhof waren der Herzog Ludwig, die Generalität, der Regierungs-Präsident und die Vertreter der Stadt anwesend. Bei der Fahrt nach dem" Bahnhofe wurde Se. K. K. Hoheit von der dichtgedrängten Menschenmenge mit enthusiastischen Zurufen begrüßt. Berlin, 4. September, Gegenüber dem „Journal des D6bcstS", welches behauptete, Deutschland wolle Frankreich tsoltren, sagt die „Nordd. Allg. Ztg.", Deutschland habe im Gegenthetl seit dem Kriege nur eine wohlwollende und entgegenkommende Haltung gegen Frankreich bewiesen. Deutschland beanspruche Frankreich gegenüber nur das Festhalten am Franksurter Frieden. Trübungen entständen nur durch die Bestrebungen französischer Stimmen, den Vertrag als Provisorium hinzuftellen. Ob Frankre-ch den gegenwärtigen Rechtsbestand allein oder mit einem halben Dutzend Verbündeten zu verändern unternehme, komme für Deutschland niemals in Betracht. Unter allen Umständen gelte dann nur das Gebot des Festhaltens bis auf den letzten Mann. Die französische Politik sei keineswegs arm an Erfolgen, ihre ErgebniffHHollttn aber dringend davon abmahnen, die Ziele nationaler Entwicklung in einer Achtung zu suchen, in welcher ihnen Recht und Vernunft entgegentreten. Pesth, 4. September. In der vorgestrigen Nacht haben in Szigetvar antisemitische Unruhen stattgefunden. Mehrere Läden wurden erbrochen und verwüstet. Die Ruhestörer waren zumeist Hanvwerksgesellen, von denen einer durch die einschreiteude Polizei erschossen wurde, während zwei schwer verwundet wurden; einer derselben ist inzwischen gestorben. Gestern Nachmittag traf eine Schwadron Husaren in Szigetvar ein; in Folge dessen fanden weitere Unruhen nicht statt. Brüssel, 4. September. Nach hier eingegangenen Nachrichten ist in der vergangenen Nacht das Dors Battincourt ber Arlon durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört worden. 116 Gebäude sind niedergebrannt. Amsterdam, 4. September. Eine amtliche Depesche von den ostindischen Inseln bestätigt die schon bekannten Nachrichten über die Eruptionen auf Krakatoa und meldet außerdem, daß eine Expedition in die Districte der Landschaft Lampong aus Sumatra ausgejandt worden sei, von der aber noch keine Nachrichten vorlägen. Die Schifffahrt durch die Sunda-Straße sei nach vorgenommenen Lothungen für sehr gefährlich befunden und seien Sicherheitsmaßregeln ergriffen worden. Die Leuchtthürme „Este Punt" auf Java und „Vlakker Hoek" ständen noch aufrecht, das Licht auf denselben sei erloschen. Paris, 4. September. In dem heute stattgefundenen Ministerrath wurde beschlossen, ansehnliche Verstärkungen nach Tongking zu senden, dieselben sollen dem algerischen Truppenbestande entnommen werden. London, 4. September. Der Herzog und die Herzogin v. Connaught sind heute früh mit ihren Kindern nach Berlin abgereist. — Die „Times" beschwört in einem Leitartikel Frankreich, einen Krieg mit China zu vermeiden, da ein solcher an jedem Punkte europäische Interessen berühren und sehr delikate Fragen anregen würde, bei deren Lösung England zu Rache gezogen werden müßte. Die „Times" glaubt, China werde sich zufrieden geben, wenn Frankreich weitere.Schritte in Tongking einstellte. — Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Hongkong gemeldet: 15,000 Mann chinesischer Truppen überschritten bei Mongkai die Grenze von Tongking und marschiren in der R chtung von Haidzuong, dessen französische Besatzung verstärkt wurde. Die längs der französischen Marschroute wirksamen Mtssionäre flüchteten. Die Chinesen wollen sich bei Whampoa concentriren und dort Forts errichten. Dublin, 4. September. Auf einem Gute, unweit von New-Roß, wurde der Versuch gemacht, 40 Erntearbeiter zu vergiften, weil diefelben sich geweigert hatten, ihren Arbeitgeber bei seinen Erntearbeiten im Stiche zu lassen. Zwei sind bis jetzt gestorben, 36 schwer erkrankt. Lokales. Gießen, 5. September. Ein hiesiger 14jähriger Junge, welcher .erst kürzlich wegen eines Gelddiebstahls angezeigt, stahl gestern aus einer Stube ein Portemonnaie mit Inhalt und diverse andere Gegenstände. An demselben Tage raubte er einem andern 13 Jahre alten Jungen in der Bahnhofstraße das Portemonnaie mit Inhalt aus der Tasche. ** Der außerordentliche Professor der Medicin an der Universität Freiburg, Dr. Eugen Bo stroem hat eine Berufung als ordentlicher Professor der pathologischen Anatomie und als Director des pathologischen Cadinets an die hiesige Hochschule erhalten und wird dem Rufe schon für das Wintersemester Folge leisten. Er tritt an die Stelle des Professors Dr. Felix M arch and, der einen Lehrauftrag an der Universität Marburg übernommen hat. — Die Leiche des von uns gestern als vermißt bezeichneten Frauenzimmers ist gestern Mittag am Lahnwehr gelandet worden. Das Eisenbahnunglück in Ztcglih. Die Berliner Blätter sind voll von erschütternden Detallschilderungen der entsetzlichen Katastrophe. Wir lassen der Wiedergabe derselben eine übersichtliche Skizze der Situation vorausgehen, bte wir im „Berliner Tageblatt" finden. Steglitz. Großes Bahnhofsgebäude. Votalfleletfe. Vofaloeleite. Zwischenperron (durchbrochene Barriere) Zwtschenperron ... ... • • • ,LJ. 5 Geleise von Berlin nach Potsdam sCourierzug) 2 Freier Zwischenraum. J O ♦ L2. ■—■■■■■ - - - SCF’ Geletse von Potsdam nach Berlin sLokalzug) Einstetge.Seite zum Lokalzug. etwa Ein Berichterstatter erzählt: Auf dem Steglitzer Bahnhof waren gestern Abend 3000 Menschen versammelt, die den Zug erwarteten, der sie 9 Uhr 52 Minuten nach Berlin zurückbringen sollte. Der starke Sonntagsverkehr hatte bewirkt, daß der Zug 4 Minuten Verspätung hatte. Da 9 Uhr 58 Minuten ein aus Berlin abgelass ner Courierzug die Station Steglitz zu passiren hatte, wurden die Bahnbarrieren geschlossen gehalten und die Weisung erthetlt, den nach Berlin fahrenden Personenzug erst besteigen zu lassen, nachdem der Courierzug passirt sei. 9 Uhr 35 Minuten, in demselben Augenblick, als der Courierzug durch Station Fried-nau fuhr, langte der Personenzug in Steglitz an. Obgleich das Bahnpersonal alles Mögliche aufbot, um die andrängende Menge zurückzuhalten, wurde dennoch die d.rn ersten Wagen nach der Locomotive gegenüberliegende Barriere gewaltsam geöffnet und ein dichter Menschenstrom ergoß sich über den Bahnkörper. Der Personenzug hielt auf dem 4. Geleise, das dem Bahnhofsgebäude am entferntesten liegt. Das 3 Geleis war für den Courierzug bestimmt- Der Personenzug, gegen den die Menge anstürmte, war wie folgt rangirt: Hinter der Maschine befand sich zunächst ein Wagen 3- Klasse, der, wie es heißt, verschlossen gewesen sein soll, dann folgten einige Wagen 2. Klasse und erst hierauf wieder solche der 3. Wagenklasse. Alles drängte zuvörderst dem ersten angeblich geschlossenen Wagen zu, in demselben Augenblick ertönte der Schreckensruf: „ein Zug", noch etn einziger furchtbarer Aufschrei — bann Todtenstille — die Katastrophe war geschehen. Der Courierzug hatte die vordrängende Menge erfaßt und Alles zermalmt, was ihm erreichbar gewesen- Die nächsten Augenblicke war Alles vom Schrecken vollständig gelahmt, erst allmälig löste sich der furchtbare Bann, der Alle erfaßt, und mit Grauen und Schrecken übersah man die Größe des entsetzlichen Unglücks. Das Bild, das sich Denen barbot, die verschont geblieben, spottet aller Beschreibung. In grauenvollem Durcheinander lagen etwa 7C Unglückliche mehr oder weniger zermalmt und verletzt auf den Schienen und daneben. Die Scen-n, die sich nun adspielten, waren mehr wie herzzerreißend. Aus der Fülle dessen, was sich >n wenigen Secunden hier ereignet^, nur einiges Wenige, die volle Größe des Unglücks, seine ganze Tragweite läßt sich jetzt noch gar nicht übersehen. Zu den Ersten, die den Bahndamm betraten, gehört- eine Gesellschaft von 25 Personen,'Unterofficiere der Feuerwerkerschule mit Ehren Damen vier von ihnen sind ein Opfer der Katastroph.' geworden: der Unterofficier Scharfen- berg vom 10. Regiment, ber Unterofficier Seidel vom sächsischen Artillerie-Regimen'. Rr. 12, die Braut des Letzteren, ein Fräulein T'etz, und die Braut eines der (geretteten, ein Fräulein Jäckel. Letztere hatte schon das rettende Trittbrett Personen zuges erreicht, als ber burch den Courierzug erzeugte Wurb sie zurückriß und ihr öa?ia- s q[ besiegelte. Der Feuerwerksmaat Scherak und ber Unteroffifier Schmidt vom 26. Artillerie- Regiment sind schwer verletzt. Von einer anderen Familie, Vater, Mutter unb»or Kindern, ist nur ein Ujähriger Knabe gerettet worden. E n er Frau waren beide Sem abgefahren. Nur noch schwach zuckend wird sie in den Wartesaal zweiter Classe ge tragen, wo sie noch in den letzten Todeszuckungen einem Kmde das Leben schenkt. 4 i dem Transport nach Berlin haucht sie ihren Geist aus — das Kind, kaum gevor n, war eine mutterlose Waise. Der Berliner Scharfschütz nverein „Freundschaft" hatte am selben Tage in Steg tz sein Vogelschießen gefeiert. Das Fest war prächtig verlaufen und in ttohltchller^aune wurde der Rückweg angetreten. Vor Allem gefeiert rourbe ber Äonig, ein verr v n , , dessen Brust eine festliche Guirlande schmückte. Niemand ahnte, welch trauriges Geiaz'o dem Glücklichen beschieden. Heinrich und vier seiner Schützenbrüder gehörten zu denen die am ersten den Bahndamm betraten, alle fünf wurden erfaßt und als Letchen dem entsetzlichen Gewirr hervorgezogen. Heinrich furchtbar verstümmelt, wurde « im Tode mit jenem Kranze geschmückt, der kurz vorher noch die Brust, des e» g frohen geziert- Einem jungen Mä)chen in Hellem Kleide und rothem ^uterrocr der Kopf vollständig vom Rumpf getrennt; nicht weit davon lag ein iwetter x P und eine unförmige Masse, der Überrest eines der Unglücklichen- Einer man i Leiche war die ganze Kleidung vom Leibe gerissen, sie mußte wohl 20 ober noa) m P Mal von dem Getriebe der Räder herumgeschleudert sein. Ein Vater hatte sei kleinen Sohn auf dem Arm getragen, während d e Mutter vorausgeeilt war. j demselben Moment brauste der Zug heran, die Frau verschwindet unter den •K dem Mann entfällt vor Schreck das Kind, er selbst sinkt halb ohnmächtig zu *jomn Als er wieder erwacht, sieht er dicht neben sich, Gesicht an Gesicht, die 8eia) 1 Frau, das kleine Kind ist verschwunden, schon glaubt er, daß auch der Knave Katastrophe zum Opfer gefallen, als er plötzlich leises Wimmern hort und u • anderen Verletzten selbst völlig unverletzt — seinen Liebling oorfinbet — einem» war die Hand vollständig glatt, wie mit dem Messer abgeschnitten. Der Schweges 9 des Jnspectors ber König!. Blindenanstalt, des Herrn Schwab, etn Reichsdankoea ! Namens Kläß, will mit seiner Gattin den Zug gleichfalls benutzen- Die Fra 1 , ! im letzten Augenblicke noch die Lichter des Zuges, springt schnell zurück, wahren Gatte vor ihren Augen zermalmt wird. Mit großem Entsetzen hatte der'loco führer des Courierzuaes die Katastrophe bemerkt, er gab sofort ^vntredamps 500 Schritt von der Unglücksstelle kam der Zug zum Stehen, man wußte sich beschränken, die Lstchentheile von den Rädern zu entfernen, dann setzte ber 5 9 1 h Von einem früheren Bahnbau-Jnspector, jetzigen böheren Versicherungsdeamter welcher in Steglitz wohnt und der einer der letzten war, welcher bie Ung verlassen hatte, gehen den Blättern über den schrecklichen Unglücksfall folgend L besten zu: Als der um 9 Uhr 50 Min. von Berlin abgegangene Courierzug str Sl 8 - signalisirt wurde, waren särnmtliche Barrieren geschlossen und das dienstthu . personal hatte große Mühe, das nach Tausenden zählende Publikumdavon zurucr^ halten, die geschlossenen Barrieren zu übersteigen, um zu dem auf be: Ufl wen dem Geleise stehenden, von Zehlendorf gekommenen Zuge durch Ueberschr ö Mittelgeleises, das für den Courierzug bestimmt war zu gelangen. Wemge m vor dem Einlaufen des so verhängnißooll werdenden Zuges hatten meyrere Unteroffiziere abseits der Bahnhofslinie die Barriere geöffnet und sich w n gebahnt, der zahlreiche Personen zum Tode führen sollte- Kaum hatte das! P bemerkt, daß einige Personen den Bahnkörper überschritten, als Alles blindlings x gtff, O- Md, Disperson »Bsoal der l ■'M“1.® w befindet ■Ms derE ! riidje am Sor i 0. anlang M Stegl'he llj*» «6^ Betten! Mmelstem HB 81 Sttm Hoi Willen a : Mainz, Ment ist, w j Wer ool Nassau, 01 Ment wirb Ms Festur ■Wniation tl Mainz, ^sittlicher Un w Hridesheilli Mof zu gehi n den Bahnhof UMichen ur Ligen vollstünt - Bei t Emission für iüeb Herr H. ü M Mark Hc :Mmyer-Mai Massen! ■c unterem Feld nÄ zwar so un, iilden sind sehr ldn Säbel in de Franker MW Ungl m Feige eines zi ■ hchigkrit nur da Minen Flöhe M An sogleich Mi mtben so' MflUIJuft ( '»‘H lile. um Hu ^rer. Mhr n □, Levs ff ’ o2,?9,lft ?■ Lebensjahr ^Westfalen , sterisch begal k-zen, von Ann x i» Anchen stritt in den Ad widmete fic ,?^nsee berief Schri Westfalen" •t'Ä te £ nperron S !okalzug) lhof waren gestern M er sie 9 Uhr 52 MW« hr hatte bewirft, M ta i aus Berlin chlß« Bahnbarrteren jililr Personenzug erst iiftr^a iten, In bemfelben äa.T angte der PersunW ü [bot, um die andmz«!! ach der ßocomoliat jijiv schenstrom ergoß sich i- eise, das bem WW den Courierjllg hßiaü me folgt rangtrt: jte wie es heißt, vA- erst hieraus MÄ eblich geschlchmV^ " 3"«"' f ■opbe war gesM irmalmt, was PE reden voUftönblß ;6t, und mit Das Bild,- ibung. 3« 1*5 “pulten, ®««*K i yicnntoi aanje W« S die L Nersonü! rK ’Ä •»■üSK »<' ™ * b,(leist »RtSiw«*?. Ä >b weltj trü,. ,|| >« 950[ sA»1! ottüWÄbeä*:, ,od) und wWJ„«« i”1’ 18gintt ®’?L- (e ®dh! ,,, iiM!'» K d-K. tf*Ä; ®W« L Ufif tzrSngle. Der nun mit voller Schnelligkeit durch die Massen schneidende Courierzug zermalmte und zerstückelte Alles, was sich m seiner Fluchtlinie befand; Männer, Frauen, Kinder. Die Feder sträubt sich, die Schreckensscene wtederzugeben, welche sich dem entsetzten Auge bot. Zuckende, blutüberströmte Körperthetle lagen rings umher. Der Platz glich einem Schlachifelde, auf welchem ein mörderischer Granatenregen die Menschen In Tausende von Fetzen zerrissen hat. Hunderte von Schritten von dem Bahnhofe entfernt fand man spät in der Nacht ein mit einem Damenstiefcl bekleidetes, von seinem übrigen Körperthetle abgerissenes Bein, welches anscheinend von einem Rade dorthin geschleift worden war. An dem Rade einer Locornolive, welche nach der Unglücks- ratastrophe in den Potsdamer Bahnhof eingelaufen war und welche auf der Drehscheibe stand, wurde noch ein mit einem Haarbüschel bedecktes Stück Kopfhaut einer Mannsperson gefunden. 39 Leichen, theils zur Unkenntlichkeit zerstückelt, liegen im Warlesaal der dritten Classe; die Verwundeten wurden nach Krankenhäusern in Berlin befördert, u. A. nach dem Elisabeth-Kcankenhause in der Lützowstrahe. Unter den Tobten befindet sich der nach Steglitz zum Besuch gekommene Schwiegersohn des Directors der Blindenanstalt zu Steglitz und der Schützenkönig der Berliner Schützen, welche am Sonntag in Steglitz ein Schützenfest gefeiert hatten. Die von Wannsee ii. s. w. anlangenden Züge mußten längere Zett anhalten, well die sofort herbeigeeilte Steglitzer Feuerwehr den Bahnkörper nach Menschen und Menschenthetlen übsuchte. Vermischtes. Bettenhausen, 3. September. Bei der am 1. d. M. stattgehabten hiesigen Bürgermetsterwahl wurden von 90 Stimmberechtigten 82 Stimmen abgegeben und sieten 81 Stimmen dem seitherigen Bürgermeister Rückel zu. Ein Beweis, daß bei gutem Willen auch der Parteihaß schwindet. Mainz, 2. September. Das hiesige 3. Brandenburgische Festungs-Artillerie- Regiment ist, wie das „M. Tgbl." mittheitt, in einer Umgestaltung begriffen, die sich bis Oktober vollzogen haben wird; es erhält nach und nach Mannschaften aus Hessen und Nassau, während die brandenburgischen Mannschaften fortgeschickt werden. Das Regiment wird am Ende dieser Procedur die Nr. 11 erhalten und auch den Namen m Hessisches Festungs-Artillerie-Regiment abändern; es ist mit einem Worte eine völlige Neuformation theilweise im alten Rahmen. Mainz, 3. September. Heute Vormittag hat sich im Ludwigsbahnhof ein bedauerlicher Unglücksfall ereignet. Ein Bureaudiener der Bahn, Namens Jac. Rumpf von Heidesheim, war in dem Moment in dem Begriff, über den Schienenstrang im Bahnhof zu gehen, als der um 10 Uhr 15 Min. von Darmstadt kommende Bahnzug in den Bahnhof einlaufen wollte. Die Locornolive des Zuges erfaßte aber noch den Unglücklichen und wurde derselbe von den Rädern derselben.und den nachfolgenden Wagen vollständig zerquetscht und zerrissen. — Bei der heute Vormittag in dem Stadthaussaale abgehaltenen öffentlichen Submission für die Vergebung der Restauration der neuen Stadthalle am Rhein blieb Herr H. Stein von Frankfurt a. M. mit einer jährlichen Pachtsumme von 12,200 Mark Höchstbietender; Herr Joh. Riedel-Frankfurt a. M. bot 6000 Mark, Herr Wledmayer-Mainz dieselbe Summe und Herr Fritz Bruch-Mainz 4000 Mark. Massenheim. 31. August. sVerunglückt.j Bei den heutigen Exercierübungen in unserem Felde stürzten drei Dragoner mit den Pferden in eine leere Dickwurzgrube und zwar so unglücklich, daß ein Mann, nach hier verbracht, sofort verschied; die andern beiden sind sehr schwer versetzt. Der eine erlitt zwei Bernbrüche, dem andern drang der Säbel in den Kopf. Frank en Holz, 29. August. Am Sonntag hat sich auf der hiesigen Grube ein entsetzliches Unglück ereignet. In dem untersten, 300 Meter tiefen Flötze ist vor 8 Tagen in Folge eines zur Durchbrechung nötigen Schusses ein Brand ausgebrochen, dessen Heftigkeit nur dadurch erklärt werden kann, daß dieses unterste der sieben bis jetzt erschlossenen Flötze eine sehr gashaltige Fettkohle enthält. Um diesen Brand zu ersticken, hat man sogleich den nöthigen Damm aufgesühtt, durch welchen jeder Luftzug abgesperrt werden sollte. Acht Tage später, letzten Sonntag, glaubte der Betriebsführer der Gesellschaft sicher zu fe n, daß der Brand erloschen sei und stieg mit vier Arbeitern in die Tiefe, um den Damm zu entfernen. Kaum jevoch war diese Arbeit begonnen, als et ne fürchterliche Explosion schlagender Wetter erfolgte und alle fünf Personen töbtete. Drei, wahrscheinlich die hintersten, konnten noch am Sonntag, unmittelbar nach der Explosion hervorgeholt werden; die zwei andern, namentlich der Betriebsführer, mehr nach vorn an der Dammöffnung gelegen, war bis jetzt nicht möglich, herauszuschaffen, da die Luft noch mit Gasen überfüllt ist. — Levin Schücktng, der bekannte Romanschriftsteller, ist am Freitag den 31. August im Bad Pyrmont nach längerem Leiden gestorben, noch ehe er fein 69. Lebensjahr hat vollenden können. Am 6 September 1814 war er zu Klemenswerth in Westfalen geboren, wo fein Vater als Amtmann waltete. Von der sinnigen, dichterisch begabten Mutter und später, als er das Gymnasium in Münster 1830 bezogen, von Annette v. Droste-Hülshoff lebhaft angeregt und geistig gefördert, studirte er In München, Göttingen und Heidelberg die Rechte, gab aber 1837, als ihm der Eintritt in den preußischen Staatsdienst verwehrt wurde, bre juristische Laufbahn auf und widmete sich ganz der Literatur. Freiherr v. Laßberg auf Schloß Meersburg am Bodensee berief ihn zu sich und übertrug ihm die Ordnung seiner Bibliothek, nachdem her junge Schriftsteller sich bereits durch zwei Leistungen: „Das malerische und romantische Westfalen" (im Verein mit Freiligrath, Leipz g 1842) und „Der Dom zu Köln und seine Vollendung" (Köln 1842) bekannt gemacht hatte. Danach übernahm Schücktng 1843 in Oesterreich die Erziehung zweier Söhne des bayerischen Feldmarschalls Fürsten Wrede, 1844 ging er nach Augsburg an die „Allgemeine Zeitung" und im Herbst 1845 siedelte er nach Köln über, um das Feuilleton der „Köln. Zeitung" zu nb'giren. Im Herbst 1852 löste er dieses Verhältnis! und zog sich auf sein Familienbesitzthum Sassenberg bei Münster zurück, blieb aber auch dort ein fleißiger Mitarbeiter der „Köln. Zig.", deren Feuilleton er durch mehrere längere Romane (rote „Der Bauernfürst", „Die Königin der Nacht", „Die Sphinx", „Paul Brontkborst", „Die Marketenderin von Köln", „Die Geschworenen und ihr Richter", „Frauen und Räthsel", „Der Weg zum Glück") zu füllen bis 1868 fortfuhr. Auch in Buchform gab er nebenbei eine Reihe von Romanen heraus, die, wenn auch nicht alle gleichwerthig, doch zu den besten der Zeit gehörten. Vor Allem sind sie erfüllt von einem gesunden Realismus und einem kräftigen Patriotismus, der auf dem geschichtlichen Boden seiner westfälischen Heimath beruht. Auch einen frischen Humor wußte Schücking an rechter Stelle und maßvoll geltend zu machen und seine Stoffe durch einen philosophischen und psychologischen Grundgedanken zu vertiefen. Die sprachliche Fassung seines Vortrages war einfach unb gediegen. Im Jahre 1856 traf ihn der harte Schlag, seine Gattin Luise v. Gall (geb. 1815), die ebenfalls als Dichterin hochgeschätzt war, durch den Tod zu verlieren Seitdem hat er mehrfach größere Reisen nach Italien gemacht und ist bis in die letzte Zeit unermüdlich tbätig gewesen, Romane und Novellen zu schaffen. Seine ausge- wälten Romane erschienen 1864 und 1874 in 24 Bänden, seine Novellen 1866 in 6 Bänden. Seitdem sind aber noch so viele neue hinzugekommen, daß eine Gesammt- ausgabe roobl zu erwarten steht. 77 (Deutschenhaß in Petersburg.) In Petersburg scheint sich neuerdings die Animosität gewisser Kreise gegen Deutschland auch auf die harmlosesten Gebiete aus- zudehnen. Der Deutschenhaß zeigte sich bekanntlich vor einiger Zeit darin, daß das Publikum die Berliner Domsänger auspfiff. 1 Als nun neulich im Garten Alexandria eine harmlose tyioler Sänge,gesellschaft auftrat, wurde sie dem „B2Tgbl." zufolge mit bem Ruf empfangen: „Nemzi won“, „Heraus die Deutschen", und als die verblüfften Leute, die ja den Sinn der Worte gar nicht verstanden, dennoch sangen, unterbrach der Mod durch ein fortgesetztes dowöljno tirdljki — „genug von den Tyrolern." . . . . Also nicht einmal ein fröhlicher bergfrischer Jodler vermag im Lande des Wutki die Gemüther zu fänftigen I Witterungskunde.') 6. September. Donnerstag. Fortdauer des frühmorgens nebeligen, nach Norden unb Nordosten zu aufgeheiterten, Mittags zerstreut wolkigen, Nachmittags kurze Zeit besseren, bann gewitterhaft bebeckten, Abenbs roieber besseren Wetters. Das nächtliche Minimum sinkt örtlich auf 6 bis 8° C Tagsüber ist bie Temperatur noch mäßig unb in Folge bes weniger bebeckten Himmels nach Norden zu höher. 7. September. Freitag. Frühmorgens kühl, dunstig, später aufgebessert, auf Mittag zu zerstreute dunkle Ballen bis bedeckt, örtlich mit kurzen Schauern, Nachmittags anfangs aufgebessert, spätnachmittags drohend im Süden mit Niederschlägen, Abends oufgebt'ssert, jedoch kühl. Nach Süden zu mehr allgemein regnerisch. Veränderlich mit Niederschlägen in West- unb Nordwestdeutschland. Im Osten und Norden trockener mit auffälligen Temperatursprüngen. *) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat September, abgeschlossen am 15. August (Verlag der M- Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 JtY — Nachdruck verboten. 731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrtidnmg einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen ver«aeoht, wird man sieh niemals enttfceseht »ehcn, wenn man von der Annoncen - Expedition von SLAAÄKÄU8TEI8? <Äe VOSZLESl In Frankfurt &. M. (Karlemhe, Stuttgart oder Manchen) zuvor Auskunft einfordert, die aaeh hinrichte der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuvorläarigeri Rath erthetit Verzeichnis der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbranchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat August 1883. Je 50 Kilogramm kosten: 8 10 40 2 25 3 11 75 13 50 24 •■o 25 22 s 69 87 © Je V2 Kilogramm kostet: r» e s 1025 ■X H 9 05 20i — 21!— 3- <2 © Wafferwärme der Lahn. Am 5 Septbr., Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 130 R-, Luftwärme + 11° R. L. Ehr. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Aahnhofflr. II 24. II. Bahuhofflr. 24. 8665 Wandbecken, Küchenausgüsie, Pissoirs rc. emaill und in Porzellan. 5930 Mehrere Küchenschräuke mit ^Tlasaufsatz sind zu verkaufen. K.-rl Zimmermann, Neuen-Bäue 15. Wasserbranche. P ampen jeder Art und Größe. Msen- und Bleiröhren. 5916 Ein Secretar (so gut wie neu) sowie ein Eisschrank sind zu verkaufen? Wo? sagt die Exped. ds. Bl. Rohguss in allen Metallen. Reparaturen werden prompt und billig besorgt. Metaliwaarenfabrik und Giesserei empfiehlt sich zur Herstellung von Wasserleitungs - Anlagen, G-as - Leitungen, Pumpen-Anlagen für Kraft- u. Handbetrieb. Bade- und Closet-Einrichtungen etc. Fabrik und Lager von allen Armaturen der Damps' und Badewannen und Badeöfen. 5925 11 Uhr, entgegen Missionsfest Mittwoch den 12. September: 5934 Ein junges Mädchen aus guter Familie sucht Stelle in einem Laden. Näheres in der Exped. ds. Bl. Friedr. Haustein, Agentur und Bankcommisflonsgeschiift, BiSwarckstraße 14. Ein Umtausch 4% Ung. Goldrente gegen 4%' Rusten 18S0t Anleihe scheint momentan empfehlenswert^5940 Lehrmädchen werden gesucht von 5785 Geschw. Peth, Putzgeschäft. Fest für innere Mission in Pohl-Göns. Morgen-und Nachmittag-Gottesdienst. Prediger: Reiseprediger Deggau und Pfarrer Velte von Melbach. Strack, Dekan. Anmeldungen für die neu zu emittirenden 4proe. Stockholmer StadtAnleihe vom Jahre 1880 nimmt zum Subscriptionspreis von 933/4 D?arr für je 100 e/M Nominal- Kapital bis spätestens Donnerstag den 6. September c., Vormittags Bei dem unterzeichneten Postamte sind bis jetzt an Gaben für Ischia eingegangen von den Herren: Bürgermeister Bramm 5 A Postdirector Ritsert 5 A, Louis Fuhr 1 A, Schuldirector Vigelius 1 A, Dr. Scheuermann 1 «X, G. Vitzelius 3 A, Rechtsanwalt Dornseiff 10 A, Adolf Felchner 2 A, Professor Clemm 20 A, A. Scriba, Alten-Buseck 1 A, C. Braubach, 1 A, Pfarrer Rocholl, Hochelheim 3 A, Postkassirer Schreiber 50 Ober - Post- secretär Schulz 50 H, Postsecretär Mittler 50 Postsecretär Ebert 25 Von verschiedenen Einwohnern: in Kinzenbach 3 A 70 Grüningen 1 A 40 Großen - Linden 2 A 60 H, Hörnsheim 1 A. 65 Hochelheim 2 A. 5 — Zusammen 66 15 Gießen, den 1. September 1883. Kaiserliches Postamt. RKsert. Mobilien-Versteigerung. Montag den 10. September, Nachmittags 2 Uhr, wird in dem Ph. Strack'scheu Hause, Bahnhofstraße 58, eine Partie hochfeiner, noch ganz neuer Möbel, als: Sopha, Stühle, Ausziehtisch, Tisch mit weißer Marmorplatte, Nähtisch, Secretär, Consol, Kleiderschränke, Spiegel mit Goldrahmen, feine Oeldruckbilder rc., sowie eine elegante Saloneinrichtung in schwarz, bestehend aus: Causeuse mit zwei größeren und vier kleineren Sesseln, Sophatisch, Blumentisch, Rauchtisch, Trümeaux, Verticow, Brüsseler Teppich, und eine feine Schlafzimmereinrichtung, bestehend aus: 2 Betten, Waschkommode mit weißem Marmor, feiner Porzellan-Waschgarnitur, Nachtschränke, Puffs rc., ferner Bücher, 1 Zither und sonstige Sachen gegen Baarzahlung versteigert. Die Sachen können am Vormittage desselben Tages gesehen werden. 5853 F. Hoffmann, Concursverwalter. OtmheMe Die Lieferung von Brückenschwellen und Dielen soll vergeben werden. Verzeichnisse, welche die Anzahl der einzelnen Stücke und die Dimensionen enthalten, sowie die Bedingungen sind in unserem Technischen Bureau dahier sowie bei dem Großh. Eisenbahnbaumeister zu Alsfeld einzusehen. Offerten, verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen, werden bis zum 10. d. M. erbeten. Gießen, den 4. September 1883. 5919 Großh. Direktion. Bekanntmachung. Die Holzhauerlöhne in den Gießener Stadtwaldungen für das Rechnungsjahr 1884/85 sollen Samstag den 8. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses vergeben werden. Gießen, den 4. September 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 5938__A. Bram m.________ Submission auf Schreiner- u. Wrißbinder- arbeiten. Die nachstehenden, beim Bau eines Schulhauses in Heuchelheim erforderlichen Arbeiten sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden: Schreinerarbeiten (hölzernes Hauptgesims) veranschl. zu A. 304.80, Weißbinderarbeiten' Anstrich desselben) veranschlagt zu „ 77.78. Die Angebote sind bis längstens Dienstag den 11. September, Vormittags 10 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim einzureichen, woselbst auch Plan, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht aufliegen. Gießen, den 5. September 1883. Der Kreisingenieur: 5945 Gnaut h. Submission. Dienstag den 11. ds. Mts., um 11 Uhr, soll dahier Brückenbau für Salzböden, veranschlagt Maurerarbeit zu 96 A, Schlosscrarbeit zu 480 A auf Submission vergeben werden. Krofdorf, den 4. September 1883. 5918 Das Bürgermeister-Amt. Jeitgeöotenes. Eine Parthie gutes Packleinen billig abzugeben. Wo? sagt die Exped. ds. Bl. 5931 Badewannen in allen Größen, Sitzbadewannen, Fussbadewannen empfiehlt billigst Eran» Schmidt, 5778 Seltersweg 2. stolzer per Dose Doste, Frankfurt a. M. Schillerstraße 12. 16r Liebe. Ohne Ctn Schnurrbart erweckt stets das Interesse der Ohne Schnurrbart keine Schnurrbart kein Kuß. Wem oder Vollbart noch fehlt, der gleich eine Dose Paul Bosse's Mustaches-Balsam und er wird staunen über den (Erfolgv Ganze Dose «M». 2,50, halbe M. 1,50. Favorit-Balsam für üppigen Kopf-Haarwuchs *2, 50. — Zu beziehen von Paul Aepfelmsst im Zapf. 5928 Emil Schmall, „Frankfurter Hof". Polirte Casfetten in allen Größen empfiehlt 5583 Fr. Krogmann. Eine Kaute Mist zu verkaufen. 5400 Jacob Dörr, Mühlgaste 10. Vermietßrmgen. 5915 Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen.___Asterweg 15. 5921 Man beabsichtigt, das Haus des Herrn F r i tz K e m p f f (Marburgerstr. 65) zu vermiethen. Rcflcctanten wollen sich an Henn Rechtsanwalt Steinberger wenden. - 5920 In dem mittleren Stock des früher Nenzel'schcn Hauses ist noch ein Logis, bestehend aus 4 Zimmern, 1 Mansardenzimmer, Küche und Zubehör, zu vermiethen. Desgleichen zwei Mansardenlogis mit je 3 Zimmern und Küche. Näheres bei Rechtsanwalt Lauer. ■■■■■■■■■■■easaMKstaeeseHseeocEMBeeHnBeb 5933 Zwei Wohnungen (jelZimmer rc.), sofort beziehbar, zu vermiethen bei _______Dr. Koeniger, Grünbergerstraße. 5927 Zwei ineinander gehende Zimmer, unmöblirt, zu vermiethen. Frankfurter-Straße 13, Hinterh., 1. St. 5944 Logis, sowie einzelne Zimmer, neu hergerichtet, gleich beziehb. Neuen-Bäue 20. 5941 Zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. Helm, Bismarckstraße. Ausverkauf. Noch bis zum Oktober um gänzlich zu räumen besonders aünsti« für Wiederverkäufer: Filzschuhe und -Stiefel mit Ledersohlen, wollene und baumwollene Herren- und Frauen-Unterbeinklkider, Lama-Kopftücher für Landleute, mit Franzen, Cachmirshawls, Hosenträger, Buckskinhandschuhe, wollene Garne in allen Farben, 20 Procent billiger Holzschuhe mit Ledersohlen, für Kinder und Erwachsene bis zu 18 fahren pro Paar A 1,50. Speeerei- und Colonialtvauren: Diverse Sorten Thee (neue Ernte), diverse Sorten Kaffee, als: Ceylon.. Menado, Java, Quatemala, Demerary und Portorico, roh und gebrannt Besonders billig und reinschmeckend empfehlen wir einen Java zu 85, 95 und HO H. Bei Abnahme von 10 Pfd. entsprechend billiger. Bordeaux-Weine (Specialität) per Flasche von JL. 1.20 bis M. 8 (Jahrgang 1870—80). Spanische und ungarische Weine in allen Sorten (älteste Jahrgänge). 3706 J. A. Busch Söhne. Worn: s, den 4. September 1883. 5922 000000 5937 Strack, Pfarrer. Alt-Buseck. 5943 Mr die Familie: E. Schmuck, Reallehrer. 800—1000 Mk liegen in der Kirchenkasse zu Langgöns zum Ausleihen bereit. Langgöns, den 13. August 1883. Meine Backerei mit guter Kundschaft, verbunden mit Wirtschaft, bin ich Willens, unter günstigen Bedingungen zu verpachten. Conrad Fiedler, J. Rothenberger Gerichtl. best Taxator Lindenplatz 8. 609 Gebrauchte Thurn EaXis-Couverts mit eingeprägtem Werthstempel aus dem Jahre 1861 werden zu kaufen gesucht un!> mit 2—5 A pro Stück bezahlt. Offerten beliebe man einzusenden an die Brie'- markenhandlung von 592:1 Slug. Stadcrmann jr., Ohrdruf-Gotha. Verpachtung. Mein ganz in der Nähe des Langgönser Bahnhofs gelegenes Haus, enthaltend 8 Zimmer und Küche, nebst Stallung, Garten rc. lasse ich Samstag den 8. cr., Abends 8 Uhr, auf dem Rathhaus Langgöns öffentlich auf mehrere Jahre verpachten. Bemerkt wird, daß sich das Anwesen zu einer Wirthschaft sowie zu jedem anderen Geschäft eignet. 5939 An ton ScBvnildt. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die Mittheilung, daß unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Theodor Schmuck, stud. philol., heute Morgen 11 Uhr, im Elternhause nach langem Leiden verschieden ist. Ae^fel kauft 5890 Ludwig Herbert, Mäusburg. 5902 Pflasterer und Handlanger werden sofort an der GießeuerQuellwasser- l ei tun g geg. ho h. Lohn gesucht. Hch. Steller. 5935 Für eine ältere kranke Dame wird eine zuverlässige Pflegerin auf so- fort gesucht. Näheres bei der Exped. ds.Bl. 5929 In eine Wirthschaft wird ein fleißiges Dienstmädchen, welches gute Zeugnisse besitzt, gesucht- Frankfurter-Straße 30. 5936 Eiu Schreinergcselle gesucht. Wagner, Schreinermstr., Grünbergerstr. Keitervbst kaust Emil Schmall, 5649 „Frankfurter Hof". Die Hauptagcnlur einer alten, in Gießen, Lich, Nidda u. Groß- Buseck bereits gut eingeführten deutschen Fener- und Lebensverficherungs- Gescllschaft ist sofort vergeben. 5924 AepfeS kaust 5717 Heinrich Schäfer, Daubringen 5917 Ein Heizer gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl.__ 5926 Ich werde mit dem 17. Sept, wieder einen Cursus im Anmesten, 3i,; schneiden u. Anfertigen von Damen kleidern eröffnen u. bitte um baldige An Meldung. _ C. Schneider, Sonnenstt. 22. Gebackene Fische auf der Pulvermühle._______ 594- 5932 Ein junges Mädchen aus guter Familie wird zum baldigen Eintritt für ein Ladengeschäft gesucht. Näheres in der Exped- ds- Bl- Bewerber mit guten Verbindungen in ben besseren Kreisen wollen ihre gefälligen Offerten sub J. W. 634 an die Annoncen - Expedition von Haafenstein & Vogler, Frankfurt a. M- einreichen. Gekeltert kann werden bei 5883 Karl Klemmrath, Küfer. 5295 Ein solides Kindermädchen gesucht. Näheres in der Exped. ds. Bl. 5908 Berg und Thal kommen nicht zusammen, aber Menschen. Wen ich meine, der mags fichs merken. 2. September. Hch. Bräuning^ 5506 Eine durchaus tüchtige, mit guter Zeugnissen versehene Haushälterin wnr für eine Oekonomie zu engagiren gesucht- Näheres bei I. Jutzi, Steinstraße 59. 5880 Ein tüchtiger Bäcker auf sofort gesucht. Carl Steinberger. Verantwortliche Redaction: A. Scheu da. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Berlage^ Die Se r:i und nm :•-:r Theilnch Ä, daß das :$n haben, Mische Sim ad Lebhastigkei $r hat die tzitzer Eisen! Alltag Abend i Berlin eine A9 Uhr von , Berlin ben J die Menge h iosstürmte. 1 N mitten dl j Äase drängte, «I der Stelle t der Leichtv Sim vollsten ( ßkioilS des S N und des g Ün dein: tipien-Strei ^Rtttg in ffij Wije bei E> «Ar-Ve 'felMjiH; dem ;M$ teils die Mt ’te um b® in ;*;Hbii P tum 3i imbe< unb g, H*te Mami