Nigett eS Dirnstwadiherr V Selters zg WP ZkilkW-r. »Big -tr, Abends 6 M rien Aula. i \. Dr. Ludlvig über s' r t 7930' oren )er Süd-Anlage ein Süd-Anlage Nr. 19 _ Msg 1883. ' !, nur bessere neue nter Garantie. Bei ne „Reizende Gratis ! franco zu verlangen. I L Co, Leipzig. tloljllllM be zur Anzeige und , die in einer Nacht I orbweiden aus btr läge bei Kolnhausen der 1883- liche Oberförsterei, timmenauek. Köddingen, W re in ®f’ E SS«; bÄ- E SKL be’ T936 XL-M M Ms die Dro- virluns und w ,nze Komeriana welche über die, m - 19 Monaten einge- «M konstat-rten »’SSS «Bei v gtrenöl10 die c b- flIV un»ei /- /<5ie* SS« gtr. 283 Mittwoch de» 5. Decembcr 1883. Wchener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bnreenrr Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlobn. Durch die Post bezöge« viertel jährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint Läglii?» mit Ausnahme des MontagS. Amtlicher Tßeil. Betreffend: Die Aufsicht über die Krankenkassen. Bekanntmachung. Nachstehendes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 23. November 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Zu Nr. M. I. 26231. ,,r> Boekmann. Betreffend: Wie oben. 15 Darmstadt, am 6. November 1883. Das Großherzogliche Ministerium dcS Innern und der Justiz an die Großherzoqlicken Kreisämter. Die Nummer 8 der Allerhöchsten Verordnung vom 1. November 1883, betreffend die Ausführung des Reichsgesetzes vom 15. Juni 1883 über die Krankenversicherung der Arbeiter, bestimmt auf Grund der §§ 44, 66 und 72 des bezeichneten Reichsgesetzes, welche Behörden die Aufsicht über die Orts- Betriebs-(Fabrik-) und Bau-Krankenkassen zu führen haben. Im Anschluß daran bezeichnen wir in Nachstehendem die Behörden, welchen die Aufsicht über Jnnungskrankenkaffeneingeschriebene und freie Hülfs- kassen ohne Beitrittszwang und Knappschaftskassen zusteht. Jnnungskrankenkaffen stehen nach § 95 der Gewerbeordnung unter.der Aufsicht der Gemeindebehörden, worunter die für die Gemeinden gebildeten Ortsvorstände zu verstehen sind. Die auf Grund des Gesetzes vom 7. April 1876 (Reichsgesetzblatt Seite 125) errichteten eingeschriebenen HülfSkafferr, sowie die freie« Hülfskaffen, für welche ein Zwang zum Beitritte nicht besteht, unterliegen nach der Verordnung vom 22. Juli 1876, das Reichsgesetz über die eingeschriebenen Hülfskassen betreffend (Regierungsblatt Seite 459), der Aufsicht der Grobherzoglichen Kreisämter. Aufsichtsbehörden für Knappschaft-kaffen sind nach Artikel 175 rc. des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 die Bergbehörden. Sie wollen Vorstehendes beachten und durch Ihr Kreisblatt zur öffentlichen Kenntniß bringen. ________________________________________________ v. Starck.__de Beauclair. Betreffend: Die Landeü-Waisenanstalt. Gießen, am 3. December 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Es liegen Anträge auf Ausdehnung der Fürsorge der Landes-Waisenanstalt auf uneheliche und nichthessische Waisen vor, sofern letztere von hessischen Armenverbänden zu unterhalten sind. Großherzoglicheä Ministerium des Innern und der Justiz hat deßhalb angeordnet, es sei festzustellen: 1. wie groß die Zahl der dermalen auf Kosten von Armenverbänden verpflegten oder unterstützten unehelichen Waisen und 2. die Zahl der von hessischen Armenverbänden unterhaltenen nichthessischen Waisen ist. Wir beauftragen Sie, alsbald die Beantwortung der gestellten Fragen unter Benutzung des nachstehenden Formulars einzusenden. Werden in einer Gemeinde zur Zeit keine unehelichen und nichthessischen Waisen verpflegt oder unterstützt, so ist dies zu berichten. Dr. Doekmann. Tabelle über die Zahl derjenigen Waisen, welche dermalen in der Gemeinde . . . . verpflegt oder unterstützt*) werden auf Kosten: A eines hessischen Armenverbandes B. eines nichthessischenMrmenverbandes. Summe der Zahlen in Spalte 6 und 9. ___________10.______________ Eheliche (sämmtlich Nichthessen) 1. U n e h e l i ch e Die Nichthessen zu-, sammen (Sp-1 u- 3) 5. Gesammtzahl (Sp- 1 u. 4) 6. Uneheliche Zusammen (Sp. 7 u. 8) 9. Hessen 2. Nichtheffen 3. Zusammen (Spalte 2 u. 3) 4- Hessen 7. Nichthessen 8. *) An laufende Unterstü Auslän nerkurrg. Unte jungen, wie z. B Der (Nichtdeutsche r den „unterstützt . die von der Lar ) sind überall ni en" Waisen sind edeswaisenanstalt ch t zu berücksichti solche zu ver iür Lehrlinge gen. tehen, die zwar gezahlten Unterst nicht vollständig ützungen zur Untt von den Armenv .rhaltung in Wch erbänden nnterha che und Kleidung ■->. * ten werden, jedoch forterhalten. —L Darmstadt, 3. December. Der Ausschuß der I. Kammer hat über den Antrag der Avgg. Frank, Betz, Geyer, Pennrich und Rack6, auf Vorlage eines auf Aufhebung der Arr. 16, 17 und 23 des sog. Schulgesetzes (die obligatorische Fortbildungsschule) gerichteten Gesetzentwurfs, sowie über verschiedene Eingaben in. diesem Betreff Bericht erstattet. Die II. Kammer hatte diesen Antrag mit 37 gegen 8 Stimmen seinerzeit abgelehnt. Der Ausschuß I. Kammer beantragt in seiner Mehrheit: Beitritt zu dem Beschlüsse II. Kammer. Die Minorität, nur der Referent selbjt, beantragt Folgende-^ »Annahme deS Ersuchens, jedoch in veränderter Fassung: Deutschland. DarmKadt. 3 Decbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Sich beute Vormittag 8 Uhr 25 Mm. auf Einladung Sr. Erlaucht des regieren Grafen von Stolberg nach Wernigerode zur Jagd begeben und werden daher kommenden Mittwoch den 5. d. Mts. hier keine Audienzen ertheilen und keine Meldungen entgegen nehmen. Bekanntmachung. Betreff: Einen durch den Johann Peter Saurenbach von Ruppichteroth in Gießen verübten Betrug. Johann Peter Saurenbach, geboren am 4. März 1825 zu Ruppichteroth, Handelsmann, soll im Laufe dieses Sommers zum Nachtheil eines Bewohners der hiesig^ Stadt einen Betrug Eubt^haben.^ $ ebett- er besitze ein schönes Vermögen - angeblich einen Garten in Ruppichteroth inr etwaiaen Wert , von 800 Tha er - und wolle demnächst alles zurückvergüten, die Mildthätigkeit Dritter anruft, sich verpflegen laßt und dann nach einiget St wenn fein Betrug offenbar geworden, das Weite sucht. Unter diesem Vorgeben hat er im Laufe dieses Sommers eine Wittwe mDrllenburg um etwa foo TaeSlt ÖeicE) gröblicher Weise soll er auch hier einen Betrug verübt haben. Der dahier Betrogene hat vor einiger Zei in Ri^pichteroth Erkundiaunaen über^die^ Verhältniffe des Saurenbach eingezogen, es wurde jedoch damals unterlassen, die Persönlichkeit des Ersteren jMustellen. ^ndem wir ^rL^ß^renbL ein wegen Diebstahls and Betrugs oft bestraftes Individuum ist, fordern wir den bis i-tzt unbekannten Betrogenen auf, alsbalü bei uns sich 'zu melden, damit das weiter Erforderliche von uns veranlaßt werden kann Kieken den 1 December 1883. Großherzogliches Poüzeiamt Gießen. p ' Fresenius. ____ ' ________ . ____________ — «MIMUII» IIII II II »I Hohe erste Kammer richtet an Großh. Regierung das Ersuchen um Vorlage etaeS Gesetzentwurfs, durch welchen die Bestimmungen der Art. 16,17 und 23 des sog. Schulgesetzes dahta abgeändert werden, daß in Zukunft die Errichtung, bezw. der Fortbestand einer Fortbildungsschule nur von denjenigen Gemeinden verlangt wird, deren Gemeinde- und Schulvorstände in ihrer Mehrheit sich für eine solche mrssprechen; und durch welchen ferner der betr. Schulvorstand das Recht erhält, solche Schüler von chem Besuch der Fortbildungsschule -u entbinden, deren Berufsthätlgkeit eine derartige ist, daß fie ihm den Besuch der Schule in hohem Grade erschwert oder zu einem nutzlosen macht." Die Eingaben rc. in obigem Betreff werden am Schluffe des Berichts für erledigt erklärt. Aegypten. Kairo, 2. December. Eine dem Khedive zugegangene Depesche meldet, in Khartum seien zwei Personen eingetroffen, welche die Nachricht von der Niederlage Hicks Paschas bestätigten. Der „falsche Prophet" sei mit Kanonen, Gewehren, großen Munitions-Vorräthen und Kameelen, welche er von den Egyptern erobert hatte, nach Obeid zurückgekehrt. Die egyptischen Truppen feien nach den zweitägigen harten Kämpfen vollständig vernichtet worden. Der „falsche Prophet" habe keine Gefangenen mit sich sortgeführt. ! I ■■! .. .Ii.fi. I. irmin—— >■■11 .,«■< II— IIWR.,i. 'B.1"»—<"»■ ■««-«* Telegraphische Depeschen. WoLff'S telegr. Eorresporrdenz-Brrrearr. Berlin, 3. December. Der Botschafter v. Schweinitz ist Abends von Friedrichsruhe zurückgekehrt. Frankfurt, 3. December. Die in der Berliner „Gesellschaft für Erdkunde" gemachte Mittheilung vom Tode des Nordpol-Fahrers Payer bestätigt sich nicht, derselbe befindet sich vielmehr hier im besten Wohlsein. Paris, 3. December. Der „Telegraphe" theilt mit, daß heute von Nizza zwei Schachteln ankamen, wovon eine an Leffeps, die andere an Couvreux, den Unternehmer der Panamakanal-Arbeiten, adressirt waren. Als Couvreux die Schachtel öffnete, explodirte eine auf dem Boden derselben befindliche Patrone ohne Jemanden zu verletzen. Die an Leffeps adressirte Schachtel ist noch nicht geöffnet. — „France" und „National" glauben, daß Tseng die Antwort Chinas auf Ferry's letzte Note erhalten habe, doch scheine von einem Ultimatum Chinas keine Rede zu sein. Portsmouth, 3. December. Zur Verstärkung der britischen Stationen in China wird der Transportdampfer „Hankow" mit 900 Mann Infanterie, Geschützen und anderem Kriegsmaterial demnächst von" hier abgehen. Madrid, 3. December. Das von der Municipalität im Stadthause veranstaltete Fest verlief äußerst 'glänzend. Das Stadthaus war von Außen lageshell erleuchtet, im Innern strahlte elektrisches Licht, alle Räume waren überfüllt; der König, die Mitglieder der königlichen Familie, die Minister, die Mitglieder des diplomatischen Corps und die erlesenste Gesellschaft von Madrid nahmen an der Festlichkeit Theil. Der König trug die Generalkapitäns-Uniform mit dem großen Banv des Schwarzen Adlerordens, der deutsche Kronprinz erschien in der Uniform seines schlesischen Dragoner-Regiments mit dem großen Bande des St. Fernando-Ordens. Der Kronprinz wurde von dem Altälden feierlich empfangen und verweilte mit der königlichen Familie bis nach Dritter- nacht; mehreren Personen gegenüber sprach der Kronprinz seine hohe Befriedigung aus über die ihm in Madrid gewordene Aufnahme. r' — Gestern Nachmittag hatte der Kronprinz den Präfidenten der Rechts- Akademie, Romero de Robledo, empfangen, welcher ihm das Diplom als Ehrenmitglied der Rechts-Akademie überreichte. Barcelona, 3. December. Der hiesige „Diario" meldet, daß nach eingegangenen officiellen Depeschen der deutsche Kronprinz nicht vor dem 14. ober 15. December hier eintrifft, da er zuvor noch einige Städte Andalusiens besuchen wird. Petersburg, 3. December. Der bezüglichen Londoner Meldung des „Temps" gegenüber erklärt das „Journal de St. -Pckersbourg", die russische Regierung habe keinerlei Telegramm aus Hongkong über eine angebliche Schlacht bei Haiphong erhalten. Auch die Nachricht, daß wegen der Gefahr eines französisch-chinesischen Krieges in hiesigen Kreisen große Aufregung herrsche, sei ein absolutes Phantasiegebilde. — Hier sind 4 Grad Kälte eingetreten, aus Schlüffelburg wird gemeldet, daß das Eis in großen Massen aus dem Ladoga-See in die Newa trete. Kairo, 3. December. (Telegramm des „Reuter'schen Bureaus.") Die egyptische Regierung hat die Mitwirkung des englischen Cabinets nachgesucht, um von der Pforte die Erlaubniß zu erhalten, türkische Rekruten nach dem Sudan einstellen zu dürfen. England hat noch nicht geantwortet, sondern einst- niellen nur Auskunft verlangt, ob die Rekruten von europäischen Officieren befehligt werden sollen. Lokale-. Gießen, 4. December. Se. König!. Hoheit der Großherzog passirte gestern Mittag mtttelft Extrazugs die hiesige Station. — Ihre K. K. Hoheit die Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preußen passirte heute Nacht die Station Gießen. Gießen, 4. December. Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß neuerdings in Rotterdam, im Haag und anderen holländischen Orten eine Anzahl Schwindelfirmen entstanden find, welche sich besonders in deutschen Handelskreisen.rhre Opfer suchen. Diese Firmen wechseln sehr häufig thrDomicil, so daß doppelte Vorsicht geboten ist. Deutsche Geschäftshäuser werden gut thun, sich vor der Anknüpfung von Geschäftsverbindungen mit unbekannten Firmen in Holland an zuständiger Stelle über letztere zu informiren. Allgemeine Gießen, 4. December. Wir erhielten nachstehende Zuschrift zur Beröffcut- lichung: Gestern Mittag requirirten Einwohner des Neuenwegs auf der Polizeiwache deshalb einen Schutzmann, weil sich in genannter Straße zwei freche Fechtbrüder Herumtrieben, HauS für HauS biS unters Dach abklopsten, dabei in jede offene Stube eindrangen und sich in höchst frecher Weste benahmen. Dem sofort hinzueilenden Schutzmanne -ing der eine Stromer am Neuenweg durch, während der andere sich entschieden weigerte, mitzugeben und sich hartnäckig widersetzte. Einem zweiten hinzukommenden Schutzmann griff der Arrestat sofort mehrmals ins Gesicht, schlug und trat nach den beiden Schutzleuten, welche ihn mehrmals aufforderten, gutwillig mttzugehen. Am Kreuzplatz angekommen, widersetzte er sich wiederholt derart, daß einige Civilisiea bin Schntzlenten zu Hilfe fernen, und namentlich ein Bürger auf dem Kreuzplatz brachte, um den Unbändigen unschädlich zu macken, den Schutzleuten ein Stück Kordel, halff ihn, da er immer noch nach denselben schlug und trat, an den Händen binden, worauf ihn die Schutzleute endlich abführen konnten. Der Bürger wurde nun wegen seine« Pflichtgefühls von mehreren Andern Überfällen und zur Rede gestellt, namentlich aber von einem hiesigen BÜrgersobne mit dem Titel „Pavian rc." tnfnltfrt und ihm als Lohn für seine Ordnungsliebe Ohrfeigen angeboten. Wir fragen hier einfach, ist em solches Benehmen zu qualifictren? Muß das Publikum nicht froh fein, wenn die Stadt von lästigen Fechtbrüdern gesäubert und dadurch die öffentliche Sicherheit gefördert wird. — Wir macken die Leser auf die im amtlichen Theile des heutigen Blattes ent» baltene Bekanntmachung des hiesigen Polizeiamts speciell aufmerksam. Gerwisch t«K. — Im Hinblick auf die gewissenlosen Ausbeutungen, welchen eine große Zahl epileptischer Kranken durch den Geheimmittelschwindel ausgesetzt ist und in der Absicht» dieselben nicht nur vor materiellem Schaden, sondern vor ollem vor Verschlimmerung ihres Leidens zu behüten und ihnen rechtzeitig die richtige Hülfe zu verschaffen, ehe sie in Folge der Anfälle ihre Geisteskraft einbüßen, erklärt sich der „Vorstand der Anstalt Bethel bei Bielefeld in Westfalen", in welcher Anstalt feit ca. 16 Jahren mehr als 1400 epileptische Kranke durch erfahrene Aerzte behandelt wurden, bereit, allen, die sich an ihn wenden, kostenlos dasjenige Heilverfahren mit- zutheilen, welches sich daselbst als das sicherste bewährt hat und denselben auch in den einzelnen Fällen und im Verlauf der Krankheit mit Rath be'zustehcn. Der Vorstand bittet olle, die von diesem Anerbieten Gebrauch macken wollen, dem Gesuch eine ganz kurze Beschreibung des Leidens beizufügen, namentlich wie lange dasselbe bereits besieh!: und zu adrsssiren: Anstalt Bethel bei Bielefeld, mit dem Buchstaben.^, damit das Gesuch gleich in die richtige Hand kommt. — Die rätselhafte Röthung des Himmels, die hier wie anderwärts vor mehreren Tagen bemerkt wurde und sich an verschiedenen Abenden wiederholt bat, tft der Gegenstand mehrfacher Anfragen und Erörterungen geworden. Von der Wetterwarte der „Köln-Ztg." ist die Erscheinung für ein Nordlicht erklärt worden Dagegen spricht allerdings, ganz davon abgesehen, daß der Mittelpunkt des Phänomens auffällig weit nach Westen gelegen, zweierlei: 1) daß sich die beobachtete Erscheinung nicht nur zu nahezu derselben Stunde wiederholte, sondern daß sie auch vor Sonnenuntergang stattgefunden hat. AuS London wird nämlich gemrldtt, daß sich seit mehreren Tag»rr bei Anbruch der Nacht und in den frühen Morgenstunden Theile des Firmaments intensiv blutig rotb färben und so einige Stunden lang verharren. Besonders stark war diese Röthe am Donnerstag von 5 Uhr Morgens an b-s nach Sonnenaufgang bemerk- bar. Der ganze östlicke Himmel schien von einer furchtbaren Feuersbrunst geröthet zu sein; 2) sind keine Störungen der Telegraphen! ituvgen festgestellt worden; 3) fehlten bisher alle Nachrichten über Nordl'chterschetnungen aus hohen Breiten, namentlich au8 Skandinavien. Man behauptet daher auf sachverständiger Seite, wie z. B. eine Stimme in der „Elb. Ztg.^, daß es sich lediglich um eine intensive Abend- und Morgemöthe gehandelt. Die Stärke der roihen Färbung bei der Abendröthe beruht nach ben Unter- suchungcn von Fordes und Sorby auf dem größeren oder geringeren G halt von Wasserdampf in der Luft. Danack müßte also im vorliegenden Falle die Atmosphäre in hohem Grade wasserdampfhaltig gewesen sein und allerdings erhellt dies aus meteorologischen Beobachtungen. Dem »Wests. Merk" schreibt man dagegen, daß das fragliche Objekt wahrscheinlich nicht irdischer, sondern kosmischer Natur gewesen iftT Es wird nämlich an ben prachtvollen Sternschnuppenschworm erinnert, der fick im Jahre 1872 um dieselbe Zeit (27. November) gezeigt und der von dem in der Auflösung begriffenen Bielastchen Kometen herrührt. Die Erde naht alljährlich um düse Zeit der Bahn dieses Kometen. DaS eigenthümliche „Nordlicht- könnte also vielleicht leuchtende Kometenmasse gewesen sein. Daß dieselbe an verschiedenen Tagen sichtbar war, kann bei bet weiten Vertheilung des dünnen Stoffes nicht auffallen. Natürlich ist eS nicht auSaeblieben, daß an vielen Orten und nicht blos auf dem Lande, daS Volk in der Röthung des Himmels das Vorzeichen seines großen Krieges sieht, em deutlicher B-weis für die Zähigkeit des Aberglaubens. Gießen, ben 4. Deebr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JL 1.15—1.20, Hühnereier per Stück 7—8 Käse Stück 4—8 $, Käsematte 3 Erbsen per Liter 20 Linsen 28 H, Tauben per Paar 60—00 H, Hühner per Stück «X 0.90—0.00, Hahnen per Stück 0.70—0.00, Enten pr. St. X 1.50—1.80, Ochsenfleisch per Pfund 70—72 Kuh- und Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch 50 bis 54 4, Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 60—70 Kartoffeln per 100 Kilo X 3.00—3.50, Milch pr. Ltr. 13—18 H. Gänse pr. Pfd. <9i 45—54. Zwiebeln per Ctr» X 7. Weißkraut per Hundert X 4—7. Herborn (an der Köln Gießener Eisenbahn), 3 Dcc'mber. Auf den heutigem hiesigen Markt wurden gebracht: 516 Stück Rindvieh und 661 Schweine. Der diesjährige Weihnachtsmarkt wird am Fre tag den 21. December und der Neujahrsmarkt^ am Freitag den 28. December I. I. dahier abgchalten. H. K. Die Ladefristen. Bekanntlich ist in den letzten Jabren in Folge des gesteigerten Verkehrs vor Eintritt des Winters öfter von ben Effmbahnverwaltungen eine Beschränkung ber Ver- und Entladestiften für Wagcnladungsgüter ongemdmt worden. Die lebhaften Klagen über diese Belästigungen haben die Eisenbahnverwal» tungen bestimmt, zu einer Herabminderung der Ladefristen künftig nur für ben Fall, des äußersten uib dringendsten Bedürfn'sseS zu schreiten, daß sie aber dazu die Mitwirkung der betheiligttn Kreise in dem Sinne bedürfen, daß Versender und Empfänger von Wagenladungsgütern sich ihrerseits bemühen, die Beladung und Entladung von Eisenbahnwagen so schnell als möglich zu bewerkstelligen.! Die Handelskammern sind besonders ersucht worden, die Interessentenkreise auf diese Sachlage aufmerksam zu machen. Zur geil. Beachtung. Schrifiliche Anfragen wegen Auskunstsertheilung über J?lserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt (ft. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzureicken sind, ist die Exp diiion zu keinerlei Auskunstsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind — soweit keine bestimmten gegentbeiligen Abmachungen getroffen wurden — in der Expedition abzuboken. r Anzeiger. Die Grössuung meiner Weihnachw- zeige hiermit ergebenst an. C. G. Hleinhenn, Delicateffenhdlg., 7962 1 Kreuzplatz 1. H Fünftes Winter-Versun-t-Bier S QU§ ber NMünckrner Köwen-BrauereiZ ö ”~“is - BblL g «lOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOG Zur ftl Arinin aus Die M j jnjügtn ehtiN M «erden . Gießen, W___ Setai« Zur Bezahlung kn bei der hieiigt «ngelegten Kapita Jahres Mig w hrinine festgesetzt, Mtivoch der Donnerstag „ Samstag u Dienstag „ Mittwoch „ Donnerstag, Samstag , Dienstag „ Miltwoch. „ Donnerstag „ Samstag v Donnerstag „ Samstag „ Montag sowie Mittwoch de Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Die Jnteresser fordert, die Za m Empfang zli i Mcignng der legitimsten. Zugleich wird 1 EneM falle Meinten der S'WjW deshmmt find. . Die Herren V sucht dieses in i Gliche Weise be Gießen, den 2 Der Rechner d Br Ueith. Rmtr. 28 19 »LL Wer $ Alvlefe. (b beitq iat Mut Ä3; te ®tx andere L ■"“»"«»trat inUm^Ufief)£n- ,®ef Ctvtljstea Mtz brachte, ’M haik Jtotaii worauf ? Wn seines ??Mch aber l.Sb* als M* et« llll$e Wtyit ß« BlM wt. «Ine große Zchs nd in der AdW, Vnschltmmnung se zu verschaffen, dn »Vorstand lcbn Anstalt seit A-rzte behandelt Eilverfahren mit- 'lben auch in dm Der Vorstand Besuch eine ganz lbe bereits besteht: hstaben R, damit andenvW vor siederholt bat, ist Von der Weiter- lotben Dagegen inommS auffällig Innung nicht nur Lonnenuntergang : mehreren Tagm Firmaments in- ondttö stark war nausgang bemeik- irunst geröthet zu morden; 3i fehlten n, namentlich aus j.8. eine Stimme und Morgenröthe st nach den Mr- geren G'halt von lt die Atmosphäre erhellt dies aus dagegen, daß das 'M gewesen iß, -rt, der W t« dem in der * MW «* M- °P E m fitfai. «*• U d!M Sonbe, bi» Kii-»-s 118 >r«te «• Kjjdtf Mer Kasematte o «h. ML ffeln per 100 Jaw Zwickel« per 6tt. ,6ren <*«*$ E72--t gSstÜttl . blwol^ vvlLdle gsA«’* , orf 00°®^ nitrfl8 Bekanntmachung. Betreffend: Die ErgänzungSwahl der Mitglieder der Handelskammer zu Gießen. Zur Ergänzungswahl der Mitglieder der unterzeichneten Handelskammer für das nächste Jahr haben wir Termin auf Donnerstag den IG. December, Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, im Lokale der Handelskammer (alte Realschule) anberaumt. Die stimmberechtigten Mitglieder des Handelsstandes der Stadt Gießen werden zu dieser Wahl mit dem Anfügen eingeladen, daß drei Mitglieder zur Handelskammer zu wählen sind und die ausscheidenden Mitglieder wieder gewählt werden können. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen des Gesetzes vom 17. November 1871 verwiesen. Gießen, den 3. December 1883. . Grobherzogliche Handelskammer: 7968 Richard Schee!, Wahlcommissär. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig tverden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Mittwoch den 5. December 1883, 1884, Donnerstag sowie den 2. Januar Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch. Donnerstag Samstag Donnerstag Samstag Montag 6. 8. 11. 12. 13. 15. 18. 19. 20. 22. 27. 29. 31. 3. 5. 8. . 9. 10. 12. 15. 16. 17. Samstag „ 19. „ „ Die Interessenten werden daher aus- gefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1883. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. Hotzversteigrrung im Gießener Stadtwaid. Montag den 10. December 1883, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Bruderwinter nachverzeichnetes Holz versteigert werden: B i\e nnholz. Scheith. Prügclh. Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Eichen 28 17,3 19 750 Nadel 19 97,3 3 1460 Bau-, Werk- und Nutzholz. 310 Nadel-Stämme mit 189,32 Festmeter. Darunter befinden sich Schnitttannen bis zu 40 Cmtr. Durchmesser. Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, den 3. December 1883. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 7955__A. Bramm.________ Mittwoch, den 5. Serember, Nachmittags 2 Uhr, sollen in d-r Fl-tt'sch-n Hofraithe dahier 1 Glasschrank, 5 Sopha's, 1 ovaler Spiegel, 1 ovaler Tisch, 1 viereckiger Tisch, 1 S-cr-tär, 2 Klciderschranke, 1 Kommode, 1 Kessel, 1 golden- Taschen- uhr mit Kette meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. December 1883. Geißler, 7945 Gerichtsvollzieher. Eine Decimalwage neu, 20 Ctr. Tragkraft, zu verkaufen. I. Rothenberger, 7975 tzjndenplgtz. Verein für Krankenpflege. Donnerstag den 6. December 1883, Abends 8 Uhr: Generalversammlung im Cafi Ebel. Tagesordnung: Berichterstattung, Rechnungslegung, Ergänzungswahlen. 7800 _________________________Der Vorstand» Hiermit die ergebene Anzeige, daß sich von heute an mein Geschäft nicht mehr im „Weinsaale", sondern Nr» 11 Frankfurter Straße Nr. 11 (neben dein Hessischen Hof) befindet und bitte um geneigten Zuspruch. 7966 Hochachtungsvoll A. S a a in c. Stadt-Theater in Gießen. Freitag den 7. und Samstag den 8. December 1883: 3»SF Äusser Abonnement. flalUjrief des Herrn H Mütter, Oberregisseur der Königlichen Schauspiele zu Hannover. Bestellungen werden von heute an bei Herrn Friseur Gerhardt (Lindenplatz) angenommen. F. Braurecht. I. Blitz, Commisfwnlir in (Siegen, c’i’.vfidilt sich rum Abschluß von Ges l.äcken jeder Art- Derselbe hat zu verkaufen: Gcschaftshärtscr, HNt sehende (SaftwirthschafLen, mehrsee HerrschaftshLuscr, kaufmännische Geschäfte diverser Brauchen re. rc. Güter verschiedener Größe, sowie mehrere Mühlen zu verschiedenen Preisen können nachgewiesen tverden- (•*_ Berichtigung. Gelangter Kentucky. 100 Ctr. gelaugte und entrippte Kentucky-Einlage (Preis der Rohwaare incl. Zoll 85 4 pr. Pfd.) zu 75 H pr. Pfd. Netto Cassa- Bei mindestens 50 Ctr. 3 Monat Accept. Garantie für weißen Brand. Näheres 0. P. 303 Exped. des Anzeigers. In der Annonce Nr. 7923 des „Gießener Anzeiger" vom 2. ds. MLS. in Betreff der Beigeordneten-Wahl zu Wiefeck muß berichtigend bemerkt werden, dab sich von ca. 400 Wählern über die Hälfte, insbesondere die Gegner der sich nennenden vereinigten Liberalen absichtlich der Wahl des Beigeordneten enthalten haben. Letztere wurde nur von den betreffenden vereinigten Liberalen vorgenommen, und wenn diese die Wahl eines Gemeindevertreters zu einem Scherz benutzten und ihrem Candidaten 184 Stimmen, vier ehrenwerthen Männern, um nach ihrer Ansicht dieselben ins Lächerliche zu ziehen, je eine Stimme gaben, so ist das bezeichnend, aber auch zugleich bedauerlich genug für unsere Verhältnisse, wie hier gewählt wird. Ein Sieg der sogen. Liberalen kann bei diesem Spiel wahrlich nicht erblickt werden. Wieseck, den 3. December 1883. 7952 Mehrere Prima Häringe ä Stück *1 Pf. wieder eingetroffen. 7974 Fr. Seibel. Zwetschenbaume angekommen. (7805) Karl Berger. Töchterchen Carola int Alter von 1 Jahr und 8 Monaten heute Mittag 4’/» Uhr nach kurzem, aber schwerem Leiden, durch den unerbittlichen Tod entrissen wurde. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: 7958 F. W. Feller, Frau und Kinder^ Main-Weser-Hütte bei Lollar, den 3. Decbr. 1883. Todes-Anzeige. 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Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch, daß die ganze Sachsenhäuser Ecke wackelt. 7961 G. Jugendmuth. Dermicthungen. 7950 Der 2. Stock Grünbergerftr. 44 per März zu vermieden. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ricker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. Rudolp h’schen Musi- Schuhe und Stiefel in großer Auswahl. Um möglichst rasch räumen, werden sämmfliche Maaren nun Cillkausspreise abgegeben A. Docter, Seltersmeg. Zn den Mi den ersten b?r Kreis-Prov * den Abc vchrgegaM Coniniisston zu' eine Reihe von Dagegen lehnte siellung von K. lution an, nn Vereine zu beri einzubringen. Der „S Äaß des zur aus die jungst i ivird der Mini! derherstellung t und Schutzlosigk uxid die Einrich sprechend hat di welche u. A. ein eine schärfere A Polizei angeordn An dies Reichsrath wied Partei- und Na schen Körperscha fehlen, daß die früherer Sessioi wiederum den einmal ihr Glü und Feudalen g liche Bündniß c mchischen Kaise W- Der sr eines neuen pt bekannte radika Mittwoch Abend Punkt 8 uhrr UeBeimg; des ganzen Corps. (Hydrantenprobe.) 7948 Vermischte Anzeigen. Stlidt-Thcotcr. Mittwoch den 5. December 1883. 9. Vorstellung im 3. Abonnement. KT Zum ersten Male: Glück hei Frauen. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Anfang 7Vs Uhr. — Ende 10 Uhr. F. Brautleeht« 7825 Dienstmödchen gesucht Seltersweg 12. (im 92. Vereinsjahr) am Sonntag den 9. December 1883, Abends präcis 5 Uhr im Saale des GrstUschaslsvercins unter Leitung des Grossh. Universitäts - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und gütiger Mitwirkung des Violinvirtuosen Herrn Emile Säuret aus Berlin, sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. Danksagung. Allen Denen, welche unfern unvergeßlichen Gatten, Vater, Schwager, Bruder und Großvater, Herrn Gastwirt!) Eberhard Schäfer III. zur letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir unseren innigsten Todes-Anzeige Gestern, den 3. December, Abends 11 Uhr, hat es Gott dem Allmächtigen gefallen, unfern innigst geliebten unvergeßlichen Gatten, Bruder und Schwager August Pfeil, Kupferschmied, nach langem schwerem Leiden im 35. Lebensjahre zu sich zu rufen, welches ich tiefbetrübt allen Freunden, Verwandten und Bekannten statt jeder besonderen Anzeige mit der Bitte um stille Theil- nähme mittheile. Gießen, den 4. December 1883. Im Namen der Hinterbliebenen: Die tiestrauernde Gattin Johannette Ffeil, geb. Simon. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr vom 2O-Francs-Stücke . . do. in l/z Englische Souvereigns Russische Imperiales . Ducaten . . . . . Dollars in Gold . .. Voll W dringen, 7807 Ca< L:--jvorni Schck zu p[au T-ugkiug-Angei W. Herr Fe imMche zur' Änden der ^einieGend willfahrte. Dc b«"digt X s ^tebitöorkge senden in x, die -Sorbe, IPßt werden. u, "9ei Suhl . p, ?°fo: Mohnungs-Gksuch. Eine ruhige Familie sucht bis 1. Februar 2 hohe geräumige Zimmer nebst Zubehör in der Nähe des Linden- oder Kirchenplatzes. Offerten an die Expedition dieses Blattes. 7951 Z Philipp Schnabel zu seinem 33. Wiegenfeste ein ££ <> dreifach donnerndes Hoch, daß o O die ganze Rabenau in Wieseck O S wackelt. «3> S> 7956 Seine Freunde. § S80000000000000Q00000088 I^OOOÖOOOOOOOOOOOOOOOOBS N Unferm Freunde S w T-tal-Ausveckailf meines reichaffortirten Waarsnlagers, bestehend in Kl©ifl.Cl*StOffCll ® $teU^itCU 6?r Sni'°n mit i*ensö^il Brsahstoffcn, schwarre Cachcmirr, Leinen, Halbleinen in jeder Breite. Handtücher, Tischgedeeken, Bettzeugs, Barchente, Cattune, Hemden, tuche, Bettdamaste, Piquedecken, Taschentücher, rein Leinen per Dtzd. 2 Mk. rc. Win&er- wm& Stetem-Meintet in nur neuen Stoffen und modernen Fäyons. 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Ein Notenpult wird zu kaufen gesucht. 7964 Nord-Anlage 40, 2 Tr. 7784 Ein Junge, der die Bäckerei erlernen will, gesucht. Carl Steinberger. Beilage zu Nr. 283 des „Gießener Anzeiger". Politische Ueberfkcht. Gießen, 4. December. i In den Arbeiten des preußischen Abgeordnetenhauses ist nach den ersten Lesungen des Etats, der Eisenbahnverstaatlichungs-Vorlage und der Kreis-Provinzialordnung für Hannover eine zweitägige Pause eingetreten, welche den Abgeordneten nach den zum Theil sehr anstrengenden Debatten der vorhergegangenen Tage wohl zu gönnen ist. Diese Zwischenzeit hat die Budget- Commission zur Abhaltung zweier Sitzungen benutzt, in deren erster, am Freitag, eine Reihe von Etatstiteln den Regierungs-Anträgen gemäß genehmigt wurden. Dagegen lehnte die Commission die im Etat des Handelsministeriums zur Anstellung von Kesselrevisoren geforderten 144,000 ab und nahm eine Resolution an, welche die Regierung auffordert, die bestehenden Kesselrevisions- Vereine zu berücksichtigen und im nächsten Jahre eine entsprechende neue Vorlage einzubringen. Der „Staats-Anzeiger für Württemberg" veröffentlicht einen Erlaß des zur Zeit in Sau Remo weilenden Königs Karl, dessen Inhalt sich auf die jüngst in Stuttgart vorgekommenen Mordanfälle bezieht. In demselben wird der Minister des Innern ermächtigt, Maßregeln zu ergreifen behufs Wiederherstellung des Vertrauens und Beseitigung des Gefühls der Unsicherheit und Schutzlosigkeit, zu welchem Zwecke die Vermehrung des Landjäger-Corps ur.b die Einrichtung berittener Gensd'armerie in's Auge gefaßt wird. Dementsprechend hat der Minister des Innern bereits eine Verordnung erlassen, durch welche u. A. eine strengere Controls des Waffentragens und der Fremdenpolizei, eine schärfere Aufsicht über die Vagabunden und die Verbesserung der Ortspolizei angeordnet wird. An diesem Dienstag, den 4. December, tritt der österreichische Reichsrath wieder zu einer neuen Session zusammen. Bei den so verschiedenen Partei- und Rationalitäten-Fragen, welche sich in dieser höchsten parlamentarischen Körperschaft Oesterreichs zu kreuzen pflegen, kann es auch diesmal nicht fehlen, daß die Geister heftig aufeinander platzen und nach den Erfahrungen früherer Sessionen werden wohl die Deutschen und speciell die Deutschliberalen wiederum den Kürzeren ziehen. Graf Taaffe und sein Ministerium haben nun einmal ihr Glück auf die Coalition der Polen, Czechen, Slovenen, Klerikalen und Feudalen gebaut und im Interesse des Cabinets liegt es, dieses unnatürliche Bündniß aufrecht zu erhalten. Ob das Wirken dieser Allianz dem österreichischen Kaiserstaate zum Heile gereichen wird, das ist freilich eine andere Frage. Der französische Ministerpräsident, Herr Kerry, kann sich eines neuen parlamentarischen Erfolges in der Tongkingfrage rühmen. Der bekannte radikale Abg. Clemenceau versuchte, den Ministerpräsidenten bezüglich dessen ostasiatischer Politik „anzuzapfen", derselbe hatte aber keine Lust, aus dec Schule zu plaudern; vielmehr verlangte er, daß die Interpellation über die Tongking-Angelegenheit bis zur Berathung der Kredit-Vorlage ausgesetzt werden solle. Herr Ferry motivirte diese Forderung damit, daß sich alsdann das sämmtliche zur genauen Prüfung des Falles nothige Akten-Material in den Händen der Deputirten befinden werde und die Kammer fand diese Begründung so einleuchtend, daß sie mit beträchtlicher Majorität dem Verlangen Ferry's willfahrte. Da die Kammer am Freitag die Generaldebatte über den Etat beendigt hat, so dürfte nunmehr die vielbesprochene Debatte über die Tongking- Kredit'vorlage folgen. Vom Admiral Courbet, dem französischen Obercomman- direnden in Tongking, sind jetzt wieder Nachrichten eingetroffen, welche melden, daß die Vorbereitungen zum Vormarsch auf Sontay und Bacninh eifrigst fortgesetzt werden. Eine nachfolgende Depesche Courbet's meldet bereits, daß die Allgemeinfranzösischen Truppen den'Vormarsch auf Bacninh begonnen und sehr starke, gut mit Artillerie besetzte Positionen inne haben. Der von der chinesischen Regierung angedrohte casus belli wäre somit eingetreten, aus das Weitere darf man gespannt sein. In London hat abermals ein Sensationsproceß mit ausgesprochen politischer Färbung sich abgespielt. Es handelte sich um den Mörder des Kronzeugen Carey, den Iren O'Donnel, welcher im Auftrage der geheimen irischen Vehme dem Verräther Carey bis nach den Küsten Afrikas gefolgt war, wo er ihn mit einem Revolverschuß tödtete. In der ersten Verhandlung vor dem Old-Bailey-Gerichtshöfe erklärte sich der Angeklagte für nichtschulvig, während der öffentliche Ankläger nachwies, daß es sich um einen Akt vorbedachten Meu- W chelmordes handle. Ein großes Publikum, meist aus irischen Kreisen, wohnte der Verhandlung bei und schien sich sehr für den neuesten Märtyrer der irischen Sache zu interessiren, welcher von den Geschworenen für schuldig befunden und demgemäß zum Tode verurtheilt wurde. — Das angebliche Complot des Socia- listen Wolff gegen das deutsche Botschafts-Gebäude in London hat sich als ein einfacher Versuch, Geld zu erpressen, herausgestellt. Im schwedischen Ministerium ist eine Personalveränderung einge* treten. Staatsminister Thyselius legte seinen Posten nieder und wurde an seiner Stelle Staatsrath v Krusenstjerna zum Staatsminister ernannt; über die Ursachen dieser Veränderung verlautet noch nichts Näheres. Die in dem Hochverrathsprocesse gegen das norwegische Ministerium eingetretene Pause hält noch an und werden die Verhandlungen erst gegen Mitte dieses Monats wieder ausgenommen werden. Aus dem Sudan lagen bis Ende voriger Woche keine neueren Mittheilungen vor, so daß man hinsichtlich der Bewegungen des Mahdi, wie der Details über das Schicksal Hicks Paschas eigentlich im Dunkeln tappt. Unter den Truppen des Khedive scheint eine bedenkliche Disciplinlosigkeit einge* rissen zu fein. Ein Telegramm aus Suez meldet lakonisch, daß von 600 Mann egyptischer Gensd'armerie, die in voriger Woche von dieser Stadt nach Suakim abgegangen sind, 268 oesertirt sind. Wie viele werden da an ihrem Bestimmungsorte wirklich eintreffen ? Weitere Depeschen des Admirals Courbet besagen, daß am 17. November 2000 Chinesen die Stadt Haidzuong angriffen, aber nach elf stündigem Kampfe von der dortigen französischen Garnison und dm Kanonenbooten „Carabine" und „Lynx" in die Flucht geschlagen wurden. Die Chinesen verloren gegen 200 Mann an Todten, die Franzosen hatten 4 (?) Mann tobt und 24 Mann, theils Seesoldaten, theils Mannschaften der Hülfstruppen, verwundet. — n»i»uawjpucpauMttMm»ci«3taKiarogoci>i«waMagM»naaaB«miti^«>n^wi mnn ■■ um Vermischtes. Allendorf a. d. Lumda, 1. December. Bei der gestrigen Wahl wurde der seitherige Bürgermeister Herr Friedrich Bieber mit 135 gegen 80 Stimmen, zur Freude und Genugthuung aller derer, die dem Fortschritte huldigen, wtedergewählt. Herr Bieber, welcher seither das Bürgermeisteramt mit aller Umsicht geführt und dessen Sinnen und Trachten nur darauf abzielte, in seiner Gemeinde nur Gutes und Schönes zu schaffen, wird hoffentlich noch viele Jahre gesund und munter zum Segen Aller an der Spitze der Gemeinde stehen. — Abends wurde dem Wiedergewählten von Seiten ferner Freunde unter Vorautntt eines Musikcorps ein Fackelzug gebracht. Nachdem Herr Bieber durch einen Beauftragten die Glückwünsche der Versammelten dargebracht und der Erstere hierfür seinen Dank ausgesprochen, sangen die Anwesenden unter Assistenz der Musik das schöne Lied: „Brüder reicht die Hand zum Bunde." Hierauf wurde noch em Umzug durch die Stadt gehalten, der Rest der Fackeln auf dem Marktplatz verbrannt und dann begaben sich die Theilnehmer in die verschiedenen Wirthschaften, um sich an einem guten Glas Bier nach den Aufregungen des Tages zu erqivcfen. Aeilgeßoienes. 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