uiihts M i>.), Donnerftaq den 5. Juli 1888. Nr. 1S2. iehener Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »de» Wer: : ’/j2—'/s3 Uhr: « *; Uhr: nach dem reijenb der Extrazug ornlte. oä meines Hauscs, 'n 2c. nebst M | ifortzuvemichoi, Aeichstratzr 15. amilienlogitz ist yi I am 1. August bti I raße 17 (Gattseid), i Zimmer mit Zuei >e, Caplansgass. . Familienlogis, allem Zubehör, iethen. ied. ds. Bl. Dobimnfl, öZiminn, eguemlichkeiien nebst . Ludwigsplatz ö. Anzeigen. ndcr Kellner mit ofort gelugt. । Magen, Ma""- rienstmävchen nuten ZeutznUn ranftuMU^. Muller, 'Lackcr. _ rSw rchsler und Stühlen mit guten ZE enrienst,amltM TbiTW'E ÖW,66** rasse 3 'IA M Bouri?eol*i MidernE^' LS! Ä: urtP < - Schulstraß- 7. Erschein. täglich mit Ausnahme M WW ««M>MM«MMWM«M»^»MWMWWW»WWWM^»»^WWM-W»W^WWWWMWW»W»WMMSS»S«MWMW^WWWWWMWMW^WWWMMM»WM^WWW»M^^W»MW»»»WWWWM. Amtlicher HHeit. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Gießen, den 2. Juli 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großberzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, GroHen-Linden, Grüningen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Klein-Linden, Langd, Lang Göns, Langsdorf, Leihgestern, Lich, Muschenheim, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Steinheim, TratS-Horloff und Uthphe. Wir erinnern Sie an Einsendung der Tabellen über die im ersten halben Jahre 1883 crepirten Thiere, soweit Sie noch nicht Vorlage gemacht haben und verweisen hierbei auf unser Ausschreiben vom 24. Dezember 1881 (Anzeiger Nr. 302). ___Dr, Boekmann.____ Betreffend: Die Anschaffung von Viehwaagen. Gießen, den 3. Juli 1883. Das Großherzogliche Kreisamt Gießm an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die letzte Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins hat sich dahin ausgesprochen, daß es für die Landwirthe vortheilhafter sei, das Schlachtvieh nach lebendem Gewicht zu verkaufen und daß zu diesem Zwecke Viehwaagen angeschafft werden müßten, welche auch noch zu anderen Zwecken benutzt werden können (s. Anzeiger Nr. 149, zweites Blatt). Eine solche Waage mit einer Tragkraft von 1500 Kilogramm kostet in der Fabrik von K. Schenck in Darmstadt mit Laufgewicht 230 Jl., mit Centesimalgewicht 210 bei Baarzahlung unter Nachlaß von 2V2 Procent. Erfolgt eine größere Anzahl von Bestellungen, so wird bis zur nächsten Bahnstation frei geliefert. Wenn in der Gemeinde keine Halle zur Aufstellung der Waage vorhanden ist, müßte ein besonderer Schuppen errichtet werden, der etwa 200 JL kosten kann. Für größere Orte würde sich die Anschaffung einer Waage von solchem Umfange empfehlen, daß darauf geladene Wagen gewogen werden können Soweit in Ihren Gemeinden Viehwaagen noch nicht vorhanden sind, werden Sie beauftragt, dem Gemeinderathe die großen Vortheile einer solchen vorzustellen und denselben zu einem Beschlüsse wegen Anschaffung einer solchen Waage zu veranlassen. Ihrer Vorlage, eventuell Anzeige, daß Ihre Gemeinden bereits mit Waagen versehen sind, sehen wir binnen 14 Tagen entgegen. ___________________________________________________Dr. Boekmann.___________________________________________________ Bekanntmachung. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat die der Versicherungs-Gesellschaft Azienda Assicuratrice in Triest ertheilt gewesene Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen zurückgezogen. Gießen, den 2. Juli 1883. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. l.lll II .111 .................. , Il.ff IIFB Mill !■! Politische Ueberstcht Gießen, 4. Juli. Der für vergangenen Sonnabend allseitig mit Bestimmtheit erwartete Schluß des preußischen Landtages ist in Folge der unvorhergesehenen Ablehnung der Kanalvorlage ini Herrenhause an dem genannten Tage noch nicht erfolgt. Da die Debatte über diesen Gegenstand sich ungewöhnlich ausdehnte, so mußte die zweite Berathung der kirchenpolitischen Vorlage, welche am Sonnabend ebenfalls auf der Tagesordnung des Herrenhauses stand, auf den folgenden Montag vertagt werden, an welchem Tage die gemeinschaftliche Schlußsitzung beider Häuser deä Landtages stattgefunden hat. Das Abgeordnetenhaus hat seine Thätigkeit schon am Sonnabend beschlossen und beeilte sich so sehr, seine Geschäfte zu Ende zu führen, daß man nicht einmal zur Schluß- Abstimmung über das Gesetz, betr. die Schulversäumnisse, gelangte. Herr Windthorst, der bekanntlich so energisch den Entwurf bekämpfte, wird über diesen Ausgang der erregten Debatten über Schulzwang und Schulpflicht nicht ungehalten sein; hoffentlich gelangt aber das Gesetz in der nächsten Session zur definitiven Annahme. Ueber die neueste vatikanische Note an die preußische Negierung ist noch immer nichts Genaueres bekannt. Wie indessen Berliner Blätter wissen wollen, bezeichnet die Note bestimmt die Hauptpunkte, auf deren Basis die künftigen Unterhandlungen stattfinden müssen, um die Unvollkommenheit des einseitig von der Regierung hinter dem Rücken des Vatikans eingebrachten Gesetzentwurfes zu ergänzen. Es würde dies mit den Meldungen aus Nom übereinstimmen, denen zufolge man im Vatikan sehr wenig darüber erbaut sein soll, daß sich die preußische Negierung unterfangen hat, auf eigene Faust und ohne erst die Zu- siimmung der Kurie abzuwarten, Abhülfe zur Linderung der kirchlichen Noth in den katholischen Landestheilen zu treffen. Dementsprechend soll die päpstliche Note auch sehr deutlich durchblicken lassen, wie peinlich es in den leitenden Kreisen des Vatikans berührt hat, daß die preußische Negierung den Inhalt der neuert kirchenpolitischen Vorlage vor deren Einbringung im Landtage weder officiell noch officiöS der Kurie übermittelt hat, so daß erst der päpstliche Nuntius in München hierüber nach Rom berichten mußte. Trotzdem wird versichert, daß die Sprache der Note höflich und entgegenkommend gehalten sei, „zum Beweise, daß der Vatikan trotz der Verletzung der diplomatischen Sitte zu einer Weiterführung der diplomatischen Verhandlungen auch jetzt noch geneigt sei." Man wird ja wohl bald etwas von einer Antwort auf diese Note hören. In München sand am Sonntag die feierliche Eröffnung -der internationalen Kunstausstellung im Glaspalaste durch den Prinzen Luitpold von Bayern im Auftrage des Königs statt. Die Ausstellung wurde nach einer Ansprache des Präsidenten des AusstellungS-Comitös, Professor v. Miller, und nach einem Hoch auf den König eröffnet. Die böhmische Wahl-Campagne ist nun zu Ende, doch lassen sich ihre Resultate bis jetzt nur theilweise übersehen. Was die Landtagswahlen aus der Gruppe der Landgemeinden anbelangt, so garantiren sie den Deutschen ihren früheren Besitzstand, dagegen ist durch die Wahlen aus der Städte-Kune die Hauptstadt Prag nunmehr vollständig in den Besitz der Czechen übergegangen. Im Prager Wahlbezirke Josefstadt sind die bisherigen deutschen Abgeordneten, Wiener und Tedesco, welche 100 resp. 98 Stimmen erhielten, den czechischen Candidaten Zalud und Reüler, welche mit 104 resp. 103 Stimmen gewählt wurden, unterlegen, was allerdings erst durch die von czechischer Seite ausge- übte maßlose Agitation ermöglicht wurde. Hiermit ist die Vertretung der böhmischen Hauptstadt im Landtage eine vollständig slavische geworden, während im Uebrigen die Städtewahlen in den Parteiverhältnissen nichts geändert haben. Durch die Wahlen des Großgrundbesitzes und der Handelskammern werden die Deutsch-Böhmen ebenfalls einige Mandate verloren haben, im Großen und Ganzen können sie aber mit dem Ausgange der Wahlen zufrieden sein, in Anbetracht der ungünstigen Verhältnisse, unter denen die Deutsch-Böhmen in den Wahlkampf eintreten mußten. — Kaiser Franz Josef hat am letzten Sonntag eine auf mehrere Wochen berechnete Reise nach der Steiermark und Krain angetreten. Herrn Challe mel-Lacour, dem französischen Minister des Auswärtigen, scheint die Kur in Vichy recht gut bekommen zu fein, denn er ist am vorigen Sonnabend nach Paris zurückgekehrt und hat die Leitung der Geschäfte seines Ressorts wieder übernommen. Demnach sind die Gerüchte über die Demission des Ministers, vorläufig wenigstens, unbegründet, doch muß abgewartet werden, was die nächsten Wochen in dieser Beziehung bringen werden. Jedenfalls ist die Stellung Challemel-Lacour's keine allzufeste und von dem Verlaufe der Interpellationen, die in diesen Tagen sowohl.in der Deputirlenkammer, als auch im Senat bezüglich der Tongking-Affaire gestellt werden sollen, wird vielleicht das Bleiben oder der Rücktritt Challemel-Lacour's abhangen. — Der Graf v. Chambord, der legitimistische Prätendent auf den französischen Thron, ist in Frohsdorf wiederum nicht unbedenklich erkrankt. Die armen irischen Auswanderer sind plötzlich m eine fatale Klemme gerathen. Die englische Regierung pflegte bisher diejenigen unbemittelten Iren, welche auszuwandern wünschten, auf Regierungskosten nach Nord-Amerika bringen zu lassen, wo diese Leute natürlich der dortigen Regierung nur zur Last fielen sJ)?an kann es daher nicht tadeln, wenn jetzt aus Befehl der New- Yorker Auswanderungs-Commission die aus Irland eingewanderten inittellosen Familien nach Irland zurückgesendet werden; daß aber die englische Regierung sich auf eine so bequeme Weise ihrer unbemittelten Landeskinder zu entledigen sucht, ist sehr bezeichnend. Die Choleragefahr in Unter-Egypten ist trotz aller Abläng- nungen der englischen Osficiösen im Wachsen begriffen. So starben z. B. in St» Berg doh WsMei! Die bei Anleg Nng zu Hau «en, veranst M im Submi Aanfchlag un iiiij Grohh. Bm M knstcht ofien | Cjjerten, in ■ Aufgebot in Pn MKentz bis $U' qnitta^ 2 Uhr, Die Ceffnnn "Offerten findet u Gießen, den 2. Darmstadt, 2. Juli. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Bei- lage Nr. ^,^machung Großh. Provinzial-Direction Rheinhessen, den Ausschlag des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für das Jahr 1883 betreffend 2 Uebersicht der für das Etatsjahr 1883/84 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreüung von Corn- nmnal - Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Gießen. 3. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Groß-Gerau, bte Niederschlagung üon Kopfgeld in der israelitischen Religions-Gemeinde Wolfskehlen-Goddelau betieffenb^ von @ro6(), Ministerium des Innern und der Justiz Nir das Jahr 1883/84 zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Reii- aions-Gemeinden des Kreises Darmstadt genehmigten Umlagen. 5. Uebersicht der für das Jahr 1883 von Großh. Mmisterium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Mainz. 6. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Mainz, die Erhebung einer con- fessionellen Umlage von den Angehörigen der evangelischen Gemeinde Kastel- Kostheim betreffend. 7. Namensveränderungen. 8. Concurrenzeröffnungen: . , , . Erledigt sind: Eine (die zweite) mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reichenbach mit einem lahrl.chen Gehalt von 900 ; dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Prasentatwns- recht zu dieser Stelle zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Etzean mit einem jährlichen Gehalt von 900 .X; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- meindeschule zu Ebersheim mit einem jährlichen Gehalt von 900—1000 mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneindeschule zu Nieder-Olrn mit einem jährlichen Gehalt von 900 «AL Zwei mit kath. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen au der Gemeindeschule zu Viernheim mit einem nach dem Dienstalter des bell'. Lehrers sich bemessenden jährlichen Gehalt von je 1000—1600 «AL Eine (die zweite) Lehrerffelle an der evang. Schule zu Vielbrunn mit einem jährlichen Gehalt von 900 cX; dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präfentationsrecht zu diefer Stelle zu. Telegraphische Depeschen. Wolff'S lelegr. Correspondenz-Birreair. Marburg, 3. Juli. Der Reichstagsabgeordnete Prof. Dr. Au^old ist plötzlich gestorben. _ r _. ,* . vY) Nyiregyhaza, 3. Juli. T.isza - Eszlarer Proeeß. Die heutige Ver- Handlung begann mit der Vernehmung des angeklagten jüdischen Flößers, Herschko, welcher mit Smilovics an dem Leichenschmuggel theilgenommen haben solll Herschko zieht alle vor dem Untersuchungsrichter gemachten Gesiaudnffse zuruck und erklärt, er wisse nur, daß seine Mitflößer bei Dada eine Leiche in der Theiß sahen. Die Geschichte von dem Leichenschmuggel habe er gestanden, weil er durch fortgesetzte Mißhandlungen des Sicherheitscommissars dazu gezwungen worden sei. Er habe alle Aussagen aus Furcht gemacht, der Untersuchungsrichter habe ihm gesagt, er werde ihn nur freilassen, wenn er gestehe. Im weiteren Verlause der Verhandlung conffatrrte der Vertheidiger ^neb< mann, daß die erste Aussage Herschko's, wo er stch unschuldig bekannte, durch Vermittelung von griechischen Geistlichen zu Protokoll genommen wurde, während bei den übrigen Vernehmungen ein Gefängnißwächter den Dolmetsch machte. Der Angeklagte mußte ungarische Protokolle unterschreiben, von denen er kein Wort verstand. Der Flößer Ignatz Matei erzählt die Leichenschmuggel-Geschichte, die er bereits vor dem Gericht seiner Heimath zurückgezogen, und lagt Herschko, der ihn einen Lügner nennt, in's Gesicht, daß er ihm geholfen, die Leiche ankleiden. Der Vertheidiger Eötvös erklärt, daß der Zeuge von der Zeugenpräpa- nrungs-Liga, die da ihr Spiel treibe, bearbeitet worden sei. Die Leute horchten an den Thüren und das Publikum mache mit den Belastungszeugen gemeine Sache. Eötvös bemerkt, daß Matei Wort für Wort dasselbe sage, was der Untersuchungsrichter in seinem Namen niedergeschrieben, so daß die Einstudirt- heit offenbar sei. Matei hatte vor Gericht gestanden, daß man ihn durch allerlei Mißhandlungen zum Geständniß gezwungen; wenn er jetzt den Leichenschmuggel wieder erzählte, so müsse er bearbeitet sein. Zum Schluffe der Sitzung wurden drei Aerzte zur Untersuchung der Augen von Moritz Schars entsendet, ob derselbe die Vorgänge in der Tempelvorhalle durch das Schlüsselloch wirklich gesehen haben könnte. ( ( Paris, 3. Juli. Der Graf von Paris und die Herzoge von Nemours und Alenron sind gestern Abend nach Frohsdorf abgereist. - Die Krankheit des Grafen Chambord besteht in einem sehr ernsten Magenlerden, doch soll eme unmittelbare Gefahr für das Leben desselben nach den Versicherungen der Aerzte ausgeschlossen sein. — Eine Depesche aus Saigun meldet, dort ser em anamckffches Transportschiff angekommen. Der Gesundheitszustand an Bord des Schiffes ser vortrefflich. Der „Courier de Cochinchine" bringt Details über den Tod Rwrere's. Danach waren-sehr viele der „Pavillons noirs" mtt Remington-Gewehren bewaffnet, unter ihnen sollen sich auch Europäer unbekannter Nationalität befinden- Nach einem Bulletin über das Befinden des Grafen von Chambord von gestern Abend dauert der Zustand der Ruhe fort. Der heute Morgen aus Frohsdorf ange- kommene Courier meldet, daß die Aerzte wenig Hoffnung haben. Alexandrien, 3. Juli. (Telegramm des „Reuter scheu Bureaus). Gestern sind in Damiette 130 Personen, in Mansurah 12 und in Samanud 4 Personen an der Cholera gestorben. — Die Sanitätscommission hat angeordnet, die Einwohner von Damiette, soweit thunlich, in Zelten unterzubringen. Das inficirte Ouartier soll desinsi- cirt werden. Die Truppen des Sanitätscordons haben Befehl erhalten, au etwaige Flüchtlinge zu schießen. Glasgow, 3. Juli. In Linthouse hat sich bei dem Stapellauf des Dampfers „Daphne" ein schwerer Unglücksfall ereignet, indem das Schiff urn- jchlug und in Folge dessen gegen 100 Personen im Wasser umkamen. K> °der t,s. flIe4^ r. fit 9c'on Von Golds« Alin) fid) dieser beliebte s Mtsacle unter* ° zu machen. . Wer zu leiden gelassen. Aus zwei !ud übeisichtbch g" gewünschte Sb Wichtigsten unb eine überfichtiu Vermischtes. Darmstadt, 1. Juli. Die Zusammensetzung des Directoriums der hiesigen technischen Hochschule hat für das folgende Studienjahr nach Ernennung der in regelmäßigem Turnus von dem. Professoren-Collegium zu wählenden Functionäre, sowie in Folge Errichtung einer neuen (sechsten) Fachschule für Elektrotechniker verschiedene Veränderungen erfahren, so daß dasselbe nunmehr aus folgenden Mitgliedern besteht: Zum Di-ector ist Herr Professor Dr. Staedel wiederholt ernannt, zum Stellvertreter desselben Herr Baurath P ofessor Sonne. Als Abtheilungs-Vorstände funkttomren: für die Bauschule H--rr Professor Wagner, für die Ingenieurschule Herr Professor Sonne, für die Maschinenbauschule Herr Professor Werner, für die Chemffch- technische Schule Nerr Professor Dr. Dippel für die Math.-naturwissenschafttiche Schule Herr Professor Dr. Kitt le r. Zu Stellvertretern der Abtheilungs-Vorstände sind bezw. ernannt die Herrrn Professoren Marx, Dr. Schmitt, Lincke, Dr. Thiel, Dr. Gundelfinger und Dr. Dorn. Darmstadt. Für den am 21., 22. und 23. Juli d. I. dahier siattfindendeil 11. hessischen Feuerwehrtag ist folgendes Programm vorgesehen-. Samstag den 21. Juli: Von Mittags 1 Uhr ab Empfang der Abgeordneten an den Bahnhöfen und Begleitung derselben nach dem Saalbau, beziehungsweise nach ihren Quartieren. Nachmittags 4 Uhr: Abgeordneten-Versammlung im kleinen Saale beS Saalbaues. Abends 8 Uhr: Concert im Garten des Saalbaues, ausgeführt von der Musikkapelle des 1. Dragoner Regiments Nr. 23, unter Mitwirkung der Turner-Sing- Mannschaft. Festliche Beleuchtung des Gartens. Sonntag den 22. Juli: Morgens 6 Uhr Weckruf durch die Straßen der Stadt. Von 7V2 Uhr: Empfang der eintreffmden Feuerwehren an den Bahnhöfen. 10 Uhr: Zug in die Stadt; Begrüßung durch die städtische Behörde. IV/z Uhr: Aufftellunz auf dem Paradeplatz. 12 Uhr: Abmarsch nach dem Uebungsplatz. Uebung der freiwilligen Turner-Feuerwehr Darmstadt. Mittags IV2 Uhr: Festessen im (Saalbau (per Couvert mtt Wein 3 X); Mittagessen in verschiedenen Gasthäusern der Stadl. Um 3 Uhr: Aufstellung des Festzuges auf dem Kapellplatz vor der RealschuU 31/2 Uhr: Abmarsch durch verschiedene Straßen der Stadt nach dem Saalbau, daselbfl von 41/2 Uhr: Großes Concert der Feuerwehrkapellen von Friedberg, Mainz, Offenbach und Darmstadt. Programme hierfür besonders. Abends: Festliche Beleuchtunz des Gartens. , . Montag den 23. Juli: Morgens 9 Uhr Concert und Frühschoppen in der Brauerei „zum Schützenhof". Mittags 2 Uhr: Versammlung am Kapellplatz. Ad marsch nach dem Glasberg, großes Waldfest daselbst. Bet ungünstiger Witterung Cor- cert im „Schützenhof". -, Die angegebenen Zetten werden pünktlich eingchalten. Der Festzug ordnet stS nach dem Alphabet und wird in Gliedern zu 4 Mann marschirt. Trommeln um Signalblasen während des Festzuges ist nicht gestattet. Feuerwehrleute in Uniform haben zu sämmtlichen Festlichkeiten freien Cintrtti. Tageskarten für Nicht-Feuerwehrleute 60 H, Famtltenkarten für 3 Personen, gültig w' 1 Tag, 1 20 gültig für 2 Tage 2 , Fahrpreisermäßigung. Die Hessische Ludwigs - Eisenbahn gewährt Feuerwey - leuten in Uniform wahrend der 3 Festtage gegen Losung eines einfachen Btllets sre Rückfahrt, jedoch nur für den Tag der Billetlösung. Retourbillete bei der Main-Necka^ Bahn sind für den 20., 21., 22. und 23. Juli gültig. Dreißig zusammenreisende Personen haben gegen Lösung einfacher Schnellzugsbillets freie Rückfahrt, es muß ledos hiervon der betr. Abgangsstation acht Tage vorher Anzeige gemacht werden. Letzrer Bestimmung gilt auch für die Main - Weser - Bahn. Am Samstag gelöste Retou - btllete haben auf allen Bahnen, da der Sonntag nicht mttgerechnet wird, drettagrg ^Die Tagesordnung der Abgeordneten-Versammlung des 11. hessischen Feue'- wehrtags, welcher am 21. Juli, Nachmittags 4 Uhr, im hiesigen Saalbau ffattstno » lautet: 1) Bericht über die Thätigkeit des Landesausschusses im Jahr 1882--V' 2) Bericht über die Landesunterstützungskasse. 3) Antrag des Ausschusses: ».W Regierung zu ersuchen, das Feuerlöschwesen im Großherzogthum durch ein Gestv 3 regeln; b. die Abgeordneten-Versammlung möge den Ausschuß ermächtigen, btnyeiu Satzungen für die drei Provinzialverbände zu entwerfen. Für den Fall der Annaym - Vorlage der Satzungen. 4) Antrag Ortenberg: Großh. Staatsregierung zu vi . Bestimmungen dahin erlassen zu wollen, daß in allen Landgemeinden, wo fre.wi Feuerwehren bestehen oder noch gegründet werden, die sog. Pfltchtfeuerwehren u das Commando der freiwilligen Feuerwehr zu stellen seien, wie solche auch in Geni heit der Verordnung vom 21. März 1857 an den Hebungen und Proben ver n willigen Feuerwehr auf Anforderung des Commandanten zeitweise Thctl zu n y Mgefi bü5 (?, 8 Knäufen. ■— Cor» ’Ä,* Damiette, roel&es allerdings der Hauptsitz der Krankheit zu jem scheint, an einem Tage 118, am folgenden Tage 109 Personen an der Cholera Ueber die anaelllichen Cholerasälle in Kairo und Alexandrien liegen indessen noch keine bestätiaenden Nachrichten vor. Der am Sonntag in Triest mit der ostinoisch- chinesisthen Ueöeilanvpost aus Alexandrien eingetroffene Lloyddampfer „Ettora ist zur Abhaltung der Quarantäne in das neue Lazareth beordert worden. m^t • . rnr ben W J wn drm o®ie , s g). Elements'• jlß, Diejwiß -LZ- Lokale-. Gießen, 4. Juli. [14. mtNelrhetnisches Turnfest.j Wir können die Mitthetlung machen, daß die officielle Festschrift, im Auftrage des Feftcomite's von dem 1. Sprecher des Turnvereins, Herrn Reallehrer Schmuck, herauggegeben, in den nächsten Tagen die Presse verlassen wird v . Die Schrift enthält zunächst auf 3 Bogen eine Geschichte des Turnens in Gießen vom Jahre 1816 bis heute. Schon jetzt erlauben wir uns darauf aufmerksam zu machen, daß mit dieser Arbeit ein Stück Culturgeschichte Gießens geschrieben ist, das nicht nur für den Turner, sondern für jeden Gießener überhaupt von großem Interesse sein wird. Das Turnen in Gießen, fett nahezu 70 Jahren eingebürgert, enthält ja in seiner Vergangenheit der Berührungspunkte mit der allgemeinen Geschichte Gießens so viele, daß sie auch dem Nichtturner interessante Thatsachen und Begebenheiten zu bieten vermag. Und der Verfasser hat es verstanden, die Geschichte des Turnens tn stets fesselnder Weise mit lokalen Verhältnissen und Ereignissen zu verknüpfen. Aber auch für die Turner des Mittelrhe tnkreises wird die Schrift eine Gabe von bleibend turnerischem Werthe sein. Der Turnverein Gießen ist einer der ältesten des Mittelrhetnkreises und seine Geschichte aufis Engste mit der des letzteren verknüpft. Der Leser wird detzhalb auch aus dieser manche wichtige Mittheilung finden. Ueberdies hab'n viele Turnvereine, die unter gleichen Verhältnissen entstanden sind wie der Verein Gießen, auch gleiche Wandlungen mit ihm erlebt. Es wird deßhalb mancher Verein in der Geschichte des Turnvereins Gießen seine eigene erblicken und den Schlüssel finden in ihr zum Verständniß der eigenen Vergangenheit. Für jüngere Vereine aber enthält die Geschichte eines alten Kameraden manchen Fingerzeig, der sich nützlich erweisen wird. Ganz besonders aber muß hervo-gehoben werden, daß der Verfasser stets darauf Bedacht genommen hat, seine Localgeschtchte nicht nur unter der Beleuchtung durch die allgemeine Geschichte, sondern auch immer im Zusammenhänge mit der Geschichte der deutschen Turnerei überhaupt darzustellen. „ Es tritt dadurch auch von der letzteren dem Leser in großen Zügen ein frisches Bild vor's Auge. Gerade dieser Punkt wird viel dazu beitragen, der Festschrift auch in weiteren turnerischen Kreisen bedeutenden Werth zu verleihen. Es wird dieselbe außerdem in einem Anhang die Üblichen, das Fest speciell berührenden Mittheilungen über Comite, Fahrpreisermäßigungen, Turnübungen u. s. w., sowie eine übersichtliche Aufzählung der in der Nähe Gießens liegenden Ausflugspunkte enthalten und damit auch dem praktischen Bedürfn'ß Rechnung tragen. Es ist deßhalb zu erwarten, daß unsere Festschrift in Gießen sowohl wie im Mittelrheinkreis überall freundliche Aufnahme finden wird. t Gießen, 4. Juli. Die Freunde der Realschule werden aus dem in der gestrigen Nummer ds. Bl. enthaltenen Verzeichniß der von der philosophischen Fakultät mit einem Preise gekrönten Studirenden unserer Universität mit freudiger Genugthuung die Thatfnche entnehmen, daß vier unter den sechs Bewerbern Realschulabiturienten sind. Es sind dies die Herren Karl Schwarz und Karl Eckstein aus Gießen, Ledroit aus Mainz und Karl Wehsarg aus Wörrstadt- — [Sterblichkeit in Gießens Die Sterbsälle während der Woche vom 24. bis 30. Juni betrug Im Ganzen 10. Davon ereigneten sich 4 bet Erwachsenen, bet welchen Lungenschwindsucht zweimal, organische Herzkrankheit und Krebs je einmal die Todesursache war- Kinder starben 6 und zwar erlagen 4 derselben dem Scharlach, eins der Diphtherie, eins einer Gehirnentzündung. G- — Auf der Hygiene-Ausstellung in Berlin ist die Firma Gebrüder Buderus zu MainMeser- und Hirzenhainer Hütte mit der silbernen Medaille decorirt worden. Wir freuen uns, solches unseren Lesern mittheilen zu können und gratultren der strebsamen Firma zu diesem ihrem Erfolge, welcher andere wohl nicht ausbleiben werden. SonnrtRag Nackimitii ™ in der ) Ntabt) nachbez'ei nußbaumpolirte moden,. 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Referent: Storz-Mainz. 7) Wie haben sich bis jetzt telegraphische od,r telephonische Einrichtungen zu Feuermelde- und Allarmzwecken bewährt? 8) Welche Erfahrungen wurden mit den verschiedenen Arten von Schiebleitern gemacht^ 9) Ist das Sprungtuch als Geräth einer Feuerwehr zu empfehlen? 10) Wahl des Ortes für den nächsten hessischen Feuerwehrtag 11) Vettherlung der von Groß- berzoglichem Ministerium den Verbandsseuerwehren überlassenen Feuerwehrschriften, sowie der von dem Landesausschuß herausgegebenen Satzungen, Uebungsvorschrfften, Reglements u. s. ». gflt ^.des-Ausschutz: Justus, Vorsitzender des hessischen Feuerwehr-Verbandes. NB. Diejenigen Abgeordneten, welche Freiquarttere m Gasthöfen wünschen, werden höflichst ersucht, ihre dessallsigen Anmeldungen bis zum 15. Juli an das Commando der freiwilligen Feuerwehr Darmstadt gelangen zu lassen. - * “US«'«‘MnK SäH- »n.'. Els! Eis! liefert zum billigsten Preise, Eisschränke bester Construction zu Fabrikpreisen 2849 H. Schwall, „Hess. Hof". was« »aS.ofs* . ««S‘> D-r schift 1 SZrZ U' BH . tS)O 6 i-L-rH j Witterungskunde/) 5. Juli, Donnerstag. Nächtliche Abkühlung bet In der Nacht vorwiegend nördlichen Winden, namentlich in den nördlichen Küstengegenden. In Mitteleuropa ist das Wetter meist noch heiter, trocken und warm; Gewitter namentlich Mittags unh kurze Zeit Nachmittags, später besser bis schön und warm. 6- Juli, Freitag. Frühmorgens dunstig bis bedeckt, dann aufgeheitert, auf Mittag zu Wolkmballen zerstreut bis dichter namentlich im Nordwesten; in Mttttl- europa noch meist trocken und schön, besonders Nachmittags; Gewitter Mittags und kurze Zeit Nachmittags. *) Aus vr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juli, abgeschlossen am 15. Mai (Verlag der M- Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln Preis 1 X* — Nachdruck verboten. Ararrkfurl a. M., 4. Juli, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Eoursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 250, Staatsbahnactten 277^, Galizier 251, Ämbarden 132%, Nord- westbahnactien —, Gotthardbahnactien 117Vr, Darmstädter - Bankattien 154%, Disconto Commandit 194%, Oesterr. Silberrente 67%, 4% Ungar. Goldrente 76, 4°/o 1880er Russen 72%, 5% 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe 57, 4% Spanier 64Vig, 5% Rumänische Rente 94, 4% Unific. Egypter 70%, 5% Türken 11%, Marienburger 102%. Tendenz: — Todes -Anzeige. Statt jeder besonderen Mittheilung allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht von dem heute Morgen 8 Vr Uhr erfolgten Tode unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Louis Steinberger. Um stille Theilnahme bitten Giessen, den 4. Juli 1883. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharina Steinberger, geb. Hoffmann. Karl Steinberger. Kina Steinberger, geb. Becker. Tliaer Stadt M Nilkäblklh-rl äritannia-Mf ftn «Peilt -» Tjnivei Reinig« oor 1 W. Bullrtch Dor in Bei j]ur acht, wenn mit -Ml versehen. Zu haben in ’/6 zckten bei -i Hemm 3nr Sol Norzügl. Salati Aechten Weine Heise-Essig. sei Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Löwengasse 27, aus statt. 4607 4597 4 9 Gesucht J. Rothenberger E 000 LJÖ tmt Neuen-Bäue 21. 4564 Geld - Cours. ö- 3 JL 16 16 20 16 9 4 & 3 Mädchen nach Auswärts, sowie eine ältere Person bei einen Wittwer mit 2 Kindern bei Frau Trän kn er, Vermiethfraii, Wolkengasse 13.46'J? 4598 Ein Logis von 4 Zimmern nebst allem Zubehör im mittleren Stock zu ver- miethen und Anfangs September beziehbar bei I. Spieß, Neustadt 58. !N Ein gebrauch W befindliches $ Ächzu verkaufen. F. Kuhn« Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Beilage. Wens ei’« Garten Donnerstag den 5. Juli: S Schulstrasse S Gießen, den 2. Juli 1883. 22—2fr 20—24 41-46 70-74 66—70 17-21 Klinik. Kaninchen zu kaufen gesucht. 4602 Zum Turnfest. 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Toovle in Cephalonia mit dem Allein-Berkauf ihrer vorzüglichen Weine betraut, offerire ich hiermit Ankunft in Gießen von: Frankfurt 1", 8«, 9»»*, 11«, 1»*, 2», 430, 7», ß36*, 10», 12"* Marburg 6-'4, T< Caffel 2^, 513*,$*>*, 11» 4«, G59*, 11“. Wetzlar 7™, 85, 9